Nam, die Elfte

Reisebericht 336 Antworten · 56,4k Aufrufe · gestartet 10. März 2018 von fotomatte
2'261 Beiträge · seit 201111. Juli 2018 · #261
Guten Morgen Matthias,

schön, dass du Zeit gefunden hast um ein bisschen weiter zu schreiben.
Der Magen grummelt, deshalb entfällt heute der Alkohol-Anteil vom Schlummertrunk.
Ob das nicht ein Fehler war??


Liebe Grüße
Gudrun
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
2'085 Beiträge · seit 201211. Juli 2018 · #262
Guten Morgen Matthias,
Der Magen grummelt, deshalb entfällt heute der Alkohol-Anteil vom Schlummertrunk.
Mein Ranger würde hier ganz entschieden zur inneren Desinfektion raten 🤩

Vor allem möchte ich mich aber ebenfalls bedanken für die Fortsetzung und für die schöne Stimmung an der Spitzkoppe - wir haben es bisher tatsächlich noch nie dort hin geschafft. Ein großer Fehler!
Viele Grüße mit viel Büsnau-Vorfreu
Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
zuletzt bearbeitet 11. Juli 2018
1'712 Beiträge · seit 201611. Juli 2018 · #263
Hallo Matthias,

noch eine Dame, die sich über deine Fortsetzung freut. 😎

Und über deine schönen Fotos von der Spitzkoppe, die wir bei unserer Namibia-Reise im nächsten Jahr erstmals mit eingeplant haben (sorry, Ingrid 😉 ).
Worauf ich dagegen diesmal gerne verzichten würde, ist die Magengeschichte. Da sind wir leider immer ganz vorne dabei.

Dir einen schönen Tag, liebe Grüße,
Bettina
Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick
4'129 Beiträge · seit 200811. Juli 2018 · #264
Festgefahren? Keine Vorstellung, wo und wie derjenige gefahren ist (man konnte früher, das Gebiet von der anderen Seite anfahren, diese Wege sind jetzt eigentlich gesperrt...
Benutzt man den gewöhnlichen Eingang an der Info, hat man eine befestigte Fahrspur. Man geht dann ganz einfach zu Fuß das Gebiet rein und klettert auf die Mini-Dünchen für einen schönen Überblick, wir finden es sehr hübsch da. Es geht einfach nur um das beeindruckende kleine Biotop und die Fülle, nicht um andere Arten.
...dann bräuchte man ja auch keinen weiteren Elefanten angucken, nur weil man schon mal welche gesehen hat... (wobei, das ja tatsächlich neulich hier jemand schrieb).
Ich hätt’s auch gar nicht erwähnt, wenn wir uns nicht mal darüber ausgetauscht hätten... - egal, wir sind schon an so Vielem vorbeigefahren...
LG lilytrotter


Ach, ja, die Stimmung an der Spitzkoppe ist bei Sonnenuntergang besonders zauberhaft!
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200913. Juli 2018 · #265
Hallo zusammen,

@ Guggu : Liebe Gudrun, meine Sorge galt meiner Buchse, und Allohol war wirklich das Letzte, was mir da noch gefehlt hätte. 🤩

@ franzicke : Liebe Ingrid, ich war nun vier oder schon fünf mal an der Spitzkoppe, und es war jedes mal ein Erlebnis. Und seit die Anlage neu gemanaged wird, gibt es ordentliche Plumpsklos und keinen wilden Müll mehr wie Anfang des Jahrzehnts. Ich find´s toll dort. 😎

@ Beatnick : Hallo Bettina, gute Entscheidung, dort zu hinzufahren. 😉 Tja, die Magengeschichte. Nächstes Mal rüste ich da meine Apotheke auf, das brauche ich nicht wieder. 😈

@ lilytrotter : Herzlichen Dank für deine Erläuterungen bzgl. Birds Paradise. Der Bericht war von Birgit-und-Werner, und sie hatten sich tatsächlich verfahren, wenn ich das richtig erinnere, und wurden von Rangern rausgezogen. Egal, beim nächsten Mal schau ich mir´s an. 😉 😗
Ach ja, die Stimmung bei Sonnenaufgang ist dort auch nicht schlecht... 🙄

Sodele, nun freu ich mich aufs Wochenende mit afrikanischen Temperaturen, leider gibt´s nur Pizza und kein Braai, dafür viele Bekannte und einige Noch-Unbekannte.

Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200917. Juli 2018 · #266
Donnerstag, 08. Februar:

Die Gewitterwolken vom Vorabend haben sich wieder aufgelöst, ein prächtiger Morgen kündigt sich an. Von meinem Stellplatz schiesse ich die ersten Bilder vom rot erstrahlenden Berg.

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Kurz nach Sieben glüht der Granit.

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Nun "mache" ich wieder den Felsbogen in völliger Ruhe und Einsamkeit, keine Drohne nervt.

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Dann beschliesse ich eine Runde bis zum Sugarloaf querfeldein zu gehen, dabei finde ich diesen Bowker´s Sapphire, der noch nicht abflugbereit ist. Leider zeigt er seine schöne blaue Oberseite nicht.

Beim Sugarloaf, der etwas südlich von der Spitzkoppe steht, segelt mal wieder ein Zwergadler, der von zwei Turmfalken heftig attackiert wird.

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Meine Aufmerksamkeit gilt aber zwei Felsenadlern, die die einsetzende Thermik vor der Wand nutzen und auf und ab segeln.

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Ich beneide die beiden Adler, die völlig mühelos mit nur einigen kurzen Ruckern der Steuerfedern ihre Flugbahnen ziehen und ohne jede Anstrengung auf und ab gleiten auf der Suche nach einem unvorsichtigen Dassie.

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Gegen 9 Uhr wird es schon wieder heiss, und ich kehre zurück zu meiner Campsite. Noch reicht der Schatten von den Felsen, um nicht in der Sonne sitzend mein karges Frühstück einnehmen zu müssen.
Gegen halbelf Uhr bin ich reisefertig, und ich nehme die grausame Rüttelpiste D 3716, später die D 1918, zurück zur B 2.

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Ein letzter Blick zurück auf den Granitklotz.

Nun muss ich mich beeilen, denn ich bin zum Mittagessen bei Annemarie eingeladen. Natürlich habe ich heute einige Lastwagen mit Marmorblöcken vor mir, trotzdem komme ich nur zwanzig Minuten zu spät in Swakop an.
Das Essen schmeckt sehr gut, aber ich bin immer noch etwas vorsichtig, mein Magen ist noch nicht wieder völlig in Ordnung.
Nach dem Essen sitze ich auf der Terrasse und lese die AZ, immer ein Auge aufs Meer gerichtet. Und so bleiben auch diesmal die Delfine nicht unbemerkt.

Später fahre ich wieder nach Sophia Dale und stelle mich auf "meinen" Platz. Überraschung: Federica und Christoph sind auch noch da, eigentlich wollten sie heute Richtung Namib gestartet sein, aber sie haben entschieden, noch einen weiteren Tag hier zu bleiben.
Nachdem Wayne auch eingetrudelt ist, steht einem weiteren geselligen Abend nichts im Wege. Wir sitzen am Feuer und quatschen über Afrika und die weite Welt. Der Abend geht etwas länger, aber Afrika und die Welt sind ja auch groß. 😎


Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 24. Juli 2018
8'672 Beiträge · seit 201017. Juli 2018 · #268
fotomatte schrieb:
Ich beneide die beiden Adler, die völlig mühelos mit nur einigen kurzen Ruckern der Steuerfedern ihre Flugbahnen ziehen und ohne jede Anstrengung auf und ab gleiten auf der Suche nach einem unvorsichtigen Dassie.
Ich wusste gar nicht, dass seit Neuestem Dassies auf deinem Speiseplan stehen 🤩 . Aber nicht mit mir, das sag ich dir gleich 😎 ! Ansonsten ergeben die tollen Spitzkoppefotos natürlich wieder Gesprächsbedarf 😄 , du weißt was ich meine..... 😉

LG Mabele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2018
839 Beiträge · seit 201418. Juli 2018 · #269
Hallo Matthias,

vielen Dank für die wunderbaren Bilder der Spitzkoppe!!! Da steigt die Vorfreude auf unsere Reise im Dezember gleich noch mehr... 🤩 🤩 (auch wenn die Spitzkoppe erst zum Ende angefahren wird und ich mich aufgrund dessen gar nicht sooo sehr darauf freuen will... 😉 )

Viele liebe Grüße,
Nadja
2015 - 3 wunderbare Wochen im südlichen Namibia; 2016 - Krüger total - unsere Tour von Nord nach Süd; 2016 - KwaZulu-Natal - Ein Urlaub mit Höhen und Tiefen; 2017 - Zu viert durch die Karoo und Kap-Region; 2018 - Let's do it rustic - Kruger NP im April; 2018 - Winter in der Karoo - Frühling am Kap - Herbst 2018; 2018 - Unterwegs im Norden Namibias - Dezember 2018
1'796 Beiträge · seit 201418. Juli 2018 · #270
Hallo Matthias,

auch ich freu mich sehr über Deine schönen Bilder von der Spitzkoppe - endlich schaffen wir es im Januar dann auch mal dorthin 🤪

Und genauso freu ich mich auf den nächsten Teil - denn unser Treffen steht nun ja quasi kurz bevor 🙂

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200922. Juli 2018 · #271
Gutzen Abend,

bevor es ein neues Kapitel gibt, möchte ich mich bedanken, bei den Klickern, und natürlich bei:

@ franzicke : Liebe Ingrid, irgendwann muss ich ja mal fertig werden, egal, was das Wetter macht. Im Moment regnet es gerade. 🙂

@ Champagner : Liebe Bele, zu den Dassies sage ich nur: wenn sie gut (an)gemacht sind, warum nicht? 🙄 Zur Spitzkoppe: es liegt bei dir. 😗

@ Fortuna77 : Liebe Nadja, das wird ein richtiges Schmankerl zum Abschluss. 😎

@ Applegreen : Liebe Sabine, bei euch kommt die Spitzkoppe meine ich gleich zu Beginn der Tour, oder?

Viele Grüße,
Matthias
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Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200922. Juli 2018 · #272
Freitag, 09. Februar; nochmals in die Lagune nach Walvis Bay

Heute lasse ich es geruhsam angehen, und zum Frühstück bekomme ich von Federica eine Tablette für meinen Magen. Hoffentlich wirkt sie zuverlässig, und am besten auch schnell, denn heute Abend bin ich zum Essen verabredet.
Dann verabschieden wir uns ein weiteres Mal, diesmal endgültig, denn das Feuerwehrauto startet heute seine Tour in Richtung Namib und Lüderitz. Leider verpeile ich es, die Adressen auszutauschen. Ich weiss zwar, dass Federica und Christoph einen Blog schreiben ( irgendwas wie : 365 Tage Sonntag ), aber ich habe diesen nicht gefunden. (Wenn irgendjemand die Familie kennt und weiss, wie ich sie erreichen kann, wäre ich für eine Nachricht sehr dankbar.Erledigt )

Ich habe mich versichert, dass heute spätvormittags Hochwasser ist, und so fahre ich nochmals nach Walvis in die Lagune.
Bei Dune 7 überhole ich einen Güterzug, und sofort erwacht mein Bahnerherz, ich ziehe nach rechts ran und schiesse ein paar grottige Fotos im Gegenlicht. Der Lokführer bemerkt mein Tun und grüsst mit dem Typhon.

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In der Lagune ist Business as usual, keine Besonderheiten, nichts Neues für die Liste.

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Curlew Sandpiper, oder Sichelstrandläufer.

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Little Stint, oder Zwergstrandläufer.

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Curlew Sandpiper und Common Greenshank, oder Grünschenkel.

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Vorne Marsh Sandpiper, oder Teichwasserläufer und dahinter die etwas grössere Schwesterart Grünschenkel.

Anschliessend fahre ich zurück nach Swakop und besuche letztmalig für dieses Mal Annemarie und Hilde. Wir sitzen auf der Terrasse, blicken aufs Meer und trinken Tee. Da klingelt mein Telefon, und Sabine-Applegreen meldet, dass sie in ihrer Unterkunft angekommen sind.
Herzlich verabschiede ich mich, fahre den kurzen Hopser bis zum Cornerstone Guesthouse und drücke Sabine und Armin. Eva vom Buchungsbüro, wo Sabine ihre Touren bucht, ist auch schon da. Sie stammt aus meiner Heimatstadt, und ich kenne ihre Schwester. Manchmal ist die Welt wiederum gar nicht soo groß. 🙄
Wir haben natürlich jede Menge Gesprächsstoff, und so vergeht die Zeit recht schnell, bis wir zu unserem Dinner zu Fuß in die Stadt aufbrechen. Die Wahl der Location haben wir Eva überlassen, wir wollten nur nicht in eine der typischen Tourifallen, das war die Vorgabe.
Wir landen im sehr beschaulichen Western Saloon. Das Essen ist hervorragend, ich esse ein Straussensteak mit einer extrem knofeligen Knoblauchbutter, von dem ich nur die Hälfte schaffe und den Rest mitnehme.
Nachdem sich Eva und Thomas, der zum Essen dazu gekommen ist, verabschiedet haben, quasseln wir noch eine ganze Zeit auf der kleinen, kuscheligen Sitzecke im Freien im Applegreen´schen Appartement, bis auch ich mich aufraffe und durchs ausgestorbene Swakop fahre bis nach Sophia Dale. Schade, der Platz, wo heute morgen noch ein knallrotes Feuerwehrauto stand, ist verwaist.


Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 24. Juli 2018
1'796 Beiträge · seit 201423. Juli 2018 · #273
Guten Morgen Matthias,

eeendliiich haben wir uns nun auch in Deinem Bericht getroffen 😛 😗

Genau, die Spitzkoppe wird unsere erste Station nach Windhuk sein.

Frederica und Christoph mit den Kindern haben wir ja in Lüderitz dann getroffen, auch hier sieht man wieder wie klein die Welt ist.

Dankeschön für's Weiterberichten und einen guten Start in die Woche!

Grüßle Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200923. Juli 2018 · #274
Liebe Sabine,

danke für deine netten Worte, auf eure erste Station könnt ihr euch freuen. Ich bin gespannt, wie die Landschaft dort auf euch wirken wird, vor der Tour durchs Damaraland und das Kaokoveld. Landschaft pur, sozusagen. 😎

Einen Tag werde ich wohl diese Woche noch schaffen, dann bin ich erst mal bei den störrischen Brexits. 🤩

Viele Grüße,
Matthias
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Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200924. Juli 2018 · #275
Samstag, 10. Februar; einmal Wüste und retour

Auf ein einsames Frühstück habe ich heute keine Lust, so trinke ich nur einen Tee. Dann fahre ich ins Städtle, und mit Sabine und Armin gehen wir erstmal ins Village Café. Hier schmeckt mir mein verspätetes Frühstück umso besser.
Dann streunern wir ein bisschen durch den überschaubaren Ort, die Applegreens kennen sich hier gar nicht aus, und so klappern wir ein paar Punkte ab wie die Jetty, schlendern die Mole längs, um via Leuchtturm und Museum zu Raith´s zu gelangen, wo wir uns ein Eis genehmigen. Bald müssen wir zurück zum Cornerstone Guesthouse, wo Eva schon wartet.

Pünktlich um vierzehn Uhr werden wir von Georg Erb in seinem Landy abgeholt zu unserer schon lange im voraus gebuchten Tour in die Wüste und das Swakop Rivier.

Wir fahren zunächst fünfzig, sechzig Kilometer auf der B 2, um dann unvermittelt in die Wüste abzubiegen. Nun geht es auf einer mitunter nur schwach erkennbaren Spur durchs Gelände. Immer wieder hält Georg an und zeigt uns besondere Mineralien, Gesteine, aber auch Pflanzen und Tiere.

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Common Namib Day Gecko

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Bushman Candle

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Sabine trägt Ton-in-Ton, wenigstens an den Füssen.

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Lithops, oder lebende Steine

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Grossartiges "Nichts"

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Immer wieder halten wir um zu fotografieren.

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Wir folgen dem Flusslauf abwärts, die Wände werden zunehmend höher.

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Wir finden eine Familie Klippspringer, die uns neugierig beäugen.

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Georg steuert eine doppelten Steinbogen an, dort steigen wir aus und machen Teepause. An den Keksen melden gleich zwei Felsenratten wie auch ein paar Kapammern Interesse an.

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Sehr imposant ist es, unter den riesigen Steinbrücken zu stehen, die durch Windschliff entstanden sind.

Dann fahren wir weiter das Swakop Rivier abwärts, bis wir bei Goanikontes wieder auf eine ordentliche Pad kommen. Über die Mondlandschaft fahren wir zurück.

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Wie von einem andern Stern.

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Nach einem obligaten Gruppenfoto geht es ohne weiteren Halt zurück nach Swakop. Dort endet dann die Tour wieder vorm Cornerstone Guesthouse, wo wir uns von Georg verabschieden. Eine höchst interessante und kurzweilige, wenn auch mit 1200.- Nam$ recht happig bepreiste Tour.

Da wir kein Restaurant vorgebucht haben, überlassen wir Eva die Wahl der Location, als Local weiss sie am Besten, wo es was Ordentliches zu Essen gibt und es ruhig genug zugeht, um sich noch unterhalten zu können.
Wir landen im Hotel Europahof, wo ausser uns nur ein weiteres Paar diniert. Das sollte ruhig genug sein.
Ich esse einen Ratsherrentopf, der wirklich hervorragend schmeckt und bin dankbar, dass mein Magen das wieder verträgt.

Nach dem Essen verabschiedet sich Eva, und so sitzen wir zu dritt noch eine Weile. Der Stoff geht uns nicht aus, aber irgendwann wird es doch Zeit, Lebewohl zu sagen. Ich habe es sehr genossen, meine Einsiedelei mal für ein paar Stunden zu unterbrechen und mit ein paar befreundeten Menschen unterwegs zu sein. Gerne wieder einmal.

Wieder fahre ich durch das ausgestorbene Swakopmund, von wegen Saturday Night Fever.
Nach einer kurzen Dusche krieche ich letztmalig hier in Sophia Dale in meinen Schlafsack, morgen geht es wieder in die Wüste zurück.


Viele Grüße,
Matthias
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zuletzt bearbeitet 24. Juli 2018
1'543 Beiträge · seit 201325. Juli 2018 · #276
Hallo Matthias,

ganz tolle Landschaft, und 😗 jetzt wissen wir auch, wie Sabine beim Fotografieren ausschaut.
Bei uns im Nordwesten ist es aktuell immer noch 28 Grad, und es hat bis auf 4 oder 5 kleinere Regengüsse seit Mitte April nicht mehr geregnet. Unser Rasen ist völlig vertrocknet (sieht aus wie die Landschaft in Namibia), nur bis ich dem Leitungswasser gebe, gefriert eher die Hölle. Der wird sich schon wieder erholen, und wenn nicht, auch egal.

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
4'382 Beiträge · seit 201525. Juli 2018 · #277
Lieber Matthias,
gute Reise, komm bald wieder, damit sich dieser Kurz-und-Bündige-Reisebericht nicht so zäh dahinzieht wie unser letztes Elandgulasch in NAM 😏
Viele Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200918. Aug. 2018 · #278
Liebe Friederike,

leider ist das nun mit dem zähen Gulasch doch wahr geworden. 😕

Liebe Beate,

ich hoffe mal, ihr habt mittlerweile etwas mehr Regen abbekommen? Bei der Rückfahrt von England sind wir über Mönchengladbach wieder nach D gekommen und über die Eifel zurück gefahren, das sah aus wie in Namibia. 🙄

Endlich habe ich den nächsten Tag vorbereitet, es geht also gleich in die Wüste...

Viele Grüße,
Matthias
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Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200918. Aug. 2018 · #279
Sonntag, 11. Februar; wieder mal an die Blutkuppe

Irgendwie fühlt es sich verlassen an hier, ohne das knallrote Feuerwehrauto, und nach einem letzten Frühstück packe ich zusammen, fahre kurz ins immer noch schlafende Swakop, ziehe Geld und tanke den Condor voll, dann verlasse ich endgültig die Küste und nehme Kurs Richtung Wüste via C 28.

Bald biege ich ab auf den Welwitschia Drive. Hier halte ich ein paarmal an und laufe ein paar Meter in die Pampas.

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Wie zerfledderte Autoreifen liegen die Welwitschias in der Gegend rum.

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Bei dieser weiblichen Welwitschie sieht man schön, warum sie zu den Koniferen, also den Zapfenträgern, zählen.

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Unter einem Busch entdecke ich nochmals eine Elefantenspitzmaus.

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Obwohl es hier schon Jahre nicht geregnet hat, blühen einzelne Sträucher. Ihnen reicht wohl der morgendliche Nebel.

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Männliche, gerade blühende Welwitschia.

Mittlerweile ist es Mittag durch, die Sonne brät erbarmungslos, und ich fahre weiter über die C 28 Richtung Blutkuppe.

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Direkt am Abdreh hocken zwölf Ohrengeier beim Kadaver eines frischtoten und noch nahezu unversehrten Oryx. Lediglich die Augenhöhlen sind leer, und der Lecker fehlt auch. Der links befindliche Geier hockt direkt auf dem Oryx.
Das Licht ist grell, die Aufnahmen verschwimmen in der hitzeflirrenden Luft.

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So fahre ich bald weiter, möchte aber morgen nochmals zurückkehren, um die Geier in der klaren Morgenluft zu beobachten.

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Ich fahre weiter zur Blutkuppe, umrunde den Berg und stelle mich wiedermal auf den nördlichsten Stellplatz, die Nr.7.
Der Condor wird unter dem Baum geparkt, und ich lege mich erstmal hin. Die Hitze macht mich schläfrig, und ich erwache erst wieder gegen siebzehn Uhr.
Das Abendlicht wird immer schöner, und ich beschliesse, endlich mal den Rock Sculpture Trail zu begehen, der fehlt mir noch.
Auf dem Weg zum Trailhead entdecke ich eine siebenköpfige Familie Erdmännchen. Sie sind permanent in Bewegung, und viel Zeit kann ich ihnen nicht opfern, denn ich muss mich nun sputen, wenn ich den Trail noch gehen will.

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Den leider schon etwas ausgebleichten Plan habe ich erst zwei Tage später fotografiert. Der Trail beschreibt einen Rundkurs und führt auf den Sentry Hill als höchsten Punkt. Leider steht nirgends, wie lange man für die Runde braucht.

Ich gehe los, bewaffnet mit Fernglas, Kamera und einer Flasche Wasser, blöderweise ohne Taschenlampe. 🤢
Man folgt den weissen Markierungen, das Licht wird immer schöner, die Schatten werden länger, alles untrügliche Zeichen, dass der Sonnenuntergang nicht mehr allzuweit weg ist.

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Perfekt getarnter Day Gecko auf einem Granitboulder neben einer Hoodia.

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Die Felsen sind westwärts oftmals durch Tuffoni-Verwitterung regelrecht zerfressen.

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Von Osten her treiben ein paar Dekowolken über den Himmel.

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Die Day Geckos sind überaus zahlreich hier, und viele liegen nun auf den warmen Felsen und tanken die letzten Sonnenstrahlen, bevor die kühle Nacht hereinbricht.

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Die Felsformationen erinnern mich sehr oft an Wüstenquell. Kein Wunder, die Farm grenzt ja nördlich direkt an.

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Es tut gut, nach all der Fahrerei mal wieder per pedes unterwegs zu sein, und diese Landschaft bietet sich dafür perfekt an.

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Granit und Baum, Ton in Ton.

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Manche der Felsen sehen aus wie Dinosaurier.

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Ich schiesse mich in einen wahren Rausch, der rote Granit, das Licht... Es fällt mir schwer, aber wenn ich noch auf den höchsten Punkt will, muss ich mich sputen.

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Den Berg muss ich dann hochrennen, und genau pünktlich zu den letzten Sonnenstrahlen komme ich oben an. Es ist zwanzig vor acht Uhr, ich beobachte, wie die Sonne verschwindet, und überlege mir dann, dass es wohl ganz geschickt gewesen wäre, hätte ich eine Lampe eingesteckt, denn nun, das ist mir schnell klar, wird das Ganze hier zu einem Orientierungslauf gegen die Zeit.

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Ein letztes Foto Richtung Norden, also Richtung Wüstenquell, dann sprinte ich den Berg wieder hinab.
Noch kann man die weissen Markierungen erkennen, aber es wird nun schnell dunkel, und bald gebe ich es auf, lange nach dem nächsten weissen Klecks Ausschau zu halten. Die Richtung ist klar, denn am Horizont kann ich, wenn ich einen Felsen als Ausguck benutze, die Blutkuppe sehen.
Nun geht es querfeldein, auf dem mutmasslich kürzesten Weg ohne Weg. Irgendwann sollte ich so auf die Pad stossen, die nach Tinkas führt.
Soweit funktioniert der Orientierungslauf auch ganz gut, tatsächlich komme ich an der Pad raus in mittlerweile stockdunkler Nacht.
Nun habe ich das Problem, dass ich nicht weiss, ob der Condor rechts oder links von mir geparkt ist. Zur Not folge ich halt der Pad in Richtung Blutkuppe und hole das Auto morgen, das würde aber eine noch längere Nachtwanderung bedeuten.
Ich scanne mit dem Fernglas die Gegend ab, und in westlicher Richtung, gar nicht mal weit weg, erkenne ich eine schwache Reflektion des Abendhimmels. Das ist die Rückscheibe vom Condor, yeaah.

Zurück im Camp starte ich ein Feuer, brutzle mir das Straussensteak vom Western Saloon, genehmige mir zwei GTs, dann geniesse ich eine ganze Weile den Sternenhimmel, während im Osten über den Bergen kräftige Blitze die Wolkentürme von innen erhellen.
Einer vorüber huschenden Sternschnuppe schicke ich nochmals meinen immer noch offenen Sichtungswunsch hinterher, wohlwissend, dass mir nun die Zeit davon läuft und ich hier in dieser wüsten Gegend wohl kein Glück mehr haben werde.


Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2018
1'624 Beiträge · seit 201518. Aug. 2018 · #280
fotomatte schrieb:
Den leider schon etwas ausgebleichten Plan habe ich erst zwei Tage später fotografiert. Der Trail beschreibt einen Rundkurs und führt auf den Sentry Hill als höchsten Punkt. Leider steht nirgends, wie lange man für die Runde braucht.
Dies erfahren wir ja jetzt von Dir lieber Matthias. Diese Info wollte ich schon lange haben.
Schön von Dir wieder zu lesen.
Herzliche Grüße Elisabeth
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