Anita40874 Beiträge · seit 200829. Nov. 2017 · #41
Ist das nicht immer wieder ein Geschenk. Sundowner, lecker braai und Glückseligkeit. Das ist Luxus !!! Und das der Schickimicki bakkie auch mal zickig ist (mit der Türöffnung), finde ich auch gut 😉 Danke fürs erinnern LG Anita
LolaKatze846 Beiträge · seit 201429. Nov. 2017 · #42
Hallo Ruth und Uwe, das habt ihr schön geschrieben
Nie im Leben würden wir diesen Platz unter dem endlosen Sternenhimmel mit dem dazugehörigen Mir-gehört-die-Welt-Gefühl gegen eine der teuersten Luxuslodges eintauschen. Für wirklichen Luxus braucht es unserer Meinung nach so viel weniger. Obwohl uns natürlich in genau solchen Momenten immer wieder bewusst ist, wir gut wir es doch haben.
und da habe ich doch jetzt wirklich ein bisschen Pipi in den Augen..... . Liebe Grüsse Nina
franzicke2'085 Beiträge · seit 201229. Nov. 2017 · #43
Liebe Ruth, lieber Uwe, was für ein großartiger Anfang eurer Reise! Danke, dass ihr immer wieder (so zeitnah) davon berichtet - wirklich immer wieder sehrsehr inspirierend. Viele Grüße Ingrid ... und das mit dem Alter merkt eigentlich niemand - wer guckt schon immer auf die Schuhe 😗
um es in der Comicsprache auszudrücken: Jubel, freu, Händeklatsch!!! 🤩 🤩 🤩 Endlich geht es auch bei Euch los und das auch noch im November 😉
Macht Euch bitte keine Gedanken, ob das Forum das 3. Mal den Teil Eurer "O.S.T." lesen und miterleben möchte, kann allerdings nur für mich sprechen: JA!! - unbedingt möchte ich auch bei Eurer Version der Reise dabei sein 😘
Ich hechle jetzt schnell hinterher, denn die letzten 3 Tage musste ich wegen etlicher Termine und abendlicher Aktivitäten für den Job eine Forumspause einlegen 😵
So, jetzt werde aber zügig weiterlesen, freu mich auf die spannenden Abenteuer und bin gespannt, was es mit dem goldenen Ring auf sich hat....
Liebe Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
kalachee1'059 Beiträge · seit 200629. Nov. 2017 · #45
So. Wenn die Superstars des Forums ihren Teil der Berichterstattung auch noch starten, bin ich natürlich auch wieder dabei. Habe jetzt in zwei Etappen alles nachgelesen und hoffe, dass es bis zur eigenen Abreise im Januar noch ein paar Kapitel gibt.
Schöne Bilder von Mirabib. Da steigt die Vorfreude grad noch mehr, denn dort kommen wir dann auch vorbei! Und genau das, was ihr so schön beschreibt, liebe ich am kampieren in Afrika (und natürlich auch anderswo) ebenso sehr.
casimodo4'529 Beiträge · seit 200729. Nov. 2017 · #46
Hallo Ruth und Uwe,
Als das erste Keckern der Bellgeckos erklang und wir bei recht angenehmen Temperaturen am Feuer saßen, war Ruth nahe daran, ein paar Tränchen zu verdrücken. Nie im Leben würden wir diesen Platz unter dem endlosen Sternenhimmel mit dem dazugehörigen Mir-gehört-die-Welt-Gefühl gegen eine der teuersten Luxuslodges eintauschen. Für wirklichen Luxus braucht es unserer Meinung nach so viel weniger. Obwohl uns natürlich in genau solchen Momenten immer wieder bewusst ist, wir gut wir es doch haben.
Für diese Worte schlage ich Euch für den Literatur-Namibia-Forums-Nobelpreis vor 😎 Seufz !
Der Rest ist halt wie immer. Perfekte Fotos, und zischzisch durch Namibia 😉 Aber null boring !
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200629. Nov. 2017 · #47
@Karsten: Du hast völlig Recht. Das war nicht sehr nett. Außerdem sind die Schuhe noch gar nicht so alt. 😉
@Sadie: Also: Gelb und Schwarz sind die Vereinsfarben des nettesten, sympathischsten und überhaupt weltbesten Fußballvereins. Falls du unwahrscheinlicher Weise nun immer noch keine Ahnung haben solltest, um welchen Verein es sich handelt, gemeint ist natürlich Borussia Dortmund. Der gelb-schwarz geringelte Schal ist also ein Fan-Schal. Da Ruth auch in der Sommerpause nicht so ganz ohne kann, ist er auch auf unserer Afrikareise mit dabei. Jedes Heimspiel beginnt u. a. mit den immer gleichen Ritualen. Die Vereinshymne darf da natürlich nicht fehlen. Etwa 10 min vor dem Spiel singen knapp 80000 Fans mit glockenreinem Stimmchen "You'll never walk alone" und recken dabei ihren Schal in die Höhe, was durchaus zu einem ähnlich gänsehautartigen Moment führen kann wie ein Blick in die unendliche Weite Namibias. Dieser Moment liegt dann aber in etwa am genau entgegengesetzten Ende der Messskala (Einsamkeit, Natur, absolute Ruhe -- 80000 grölen im Stadion die Hymne). Und da das mit der Weltspitze im Moment nur semi-optimal läuft, hat sich Ruth gedacht, es könnte ja nicht schaden, mal ein Zeichen zu setzen ... 😗
@Anita: Stimmt. Auch so eine Protzkarre kann mal Probleme machen. Um die hintere Tür müssen wir uns dringend mal kümmern.
@Nina: Bitte nicht weinen. 😉
@Ingrid: Hätte die Ironie ("so zeitnah") fast nicht bemerkt. 😉 Ja, man muss schon sehr genau auf die Schuhe achten, um das fortschreitende Alter zu bemerken.
@Simone: Auf dich haben wir schon gewartet. Bis zur Ring-Geschichte musst du dich noch etwas gedulden. Aber es lohnt sich.
@Sam: Danke für die Blumen. So viel gab es ja noch nicht nachzulesen. Und bis Januar werden sicherlich noch einige Kapitel folgen. Du Glücklicher! Mirabib ist wunderschön.
@Carsten:
Für diese Worte schlage ich Euch für den Literatur-Namibia-Forums-Nobelpreis vor
Ach Carsten, du bist lieb. 😘 Und das, obwohl wir in eurem Bericht in letzter Zeit nur gestänkert haben. 😉
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200629. Nov. 2017 · #48
Tag 4 – 18. Juli 2017 – Naukluft II
Mirabib – Tinkas
Die zweite Nacht im Camper war schon wesentlich angenehmer.
Das lag zum einen an dem deutlich schwächeren Wind und zum anderen an der Wärme. Wir standen kurz vor Sonnenaufgang auf und beobachteten die Sonne, die ihr Licht in die Ebene warf und die Schatten mit jeder Viertelstunde weiter verdrängte.
Ruth pirschte ein paar Rüppeltrappen hinterher und versuchte, einen kleinen Sunbird zu erwischen, der jedoch immer schneller war. Wir frühstückten gemütlich und genossen die grandiose Aussicht in die weite Ebene, die am Horizont von den ersten roten Sanddünen der Namib begrenzt wurde. Über dem Mirabib-Felsen kreisten ein paar Falken, und ein zutraulicher Bergschmätzer umrundete uns. Zum Müsli aßen wir frische Maracuja, und die Brötchen aus Sesriem waren sehr lecker mit Meikes Guaven-Marmelade. Nach dem Spülen packten wir alles zusammen und brachen gegen zehn Uhr auf. Mirabib gefällt uns immer sehr gut – ein ganz besonderer Ort. Auf dem Rückweg überquerten wir nun schon zum wiederholten Mal in diesem Urlaub den Wendekreis des Steinbocks. Auf der Ebene entdeckten wir immer wieder Oryx, Strauße, Springböcke und Zebras.
Zurück an der C14 fuhren wir ca. zehn Kilometer nach Osten und schauten uns den Rastplatz Aluvlei an. Dieser liegt einige hundert Meter von der Hauptstraße entfernt in einem Dickicht. Mehrere Tische und Toiletten bieten auch Platz für größere Gruppen. Als wir umherliefen, bemerkten wir ein leises Rascheln in den Büschen. Wir schauten genauer hin und trauten unseren Augen kaum.
Dicht an dicht krabbelten unzählige Sattelschrecken auf den Zweigen umher. Die meisten von ihnen waren noch ziemlich klein. Während Uwe die gepanzerten, kleinen Aliens zum Gruseln findet, ist Ruth immer wieder aufs Neue fasziniert und kann es einfach nicht lassen …
Es gibt Jahre, in denen wir keine einzige Schrecke gesehen haben und dann wieder solche, in welchen sie so zahlreich sind, dass man aufpassen muss, wohin man tritt und es nicht vermeiden kann, die ein oder andere auf der Straße ins Jenseits zu befördern. Als nächstes fuhren wir zum Aussichtspunkt über den Kuiseb, der uns schon vor einigen Jahren beeindruckt hatte. Steil fällt die Felswand ab und gibt einen tollen Ausblick auf die zerklüfteten Berge frei.
Wir liefen auch noch das Stück zur Höhle von Henno Martin und Hermann Korn. Erneut beeindruckten uns die Landschaft und die Geschichte hinter dieser Behausung. Die Wanderung durch die pralle Sonne war recht schweißtreibend.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200629. Nov. 2017 · #49
Auf demselben Weg fuhren wir auf der C14 wieder nach Westen
und bogen auf die Permit-Strecke Richtung Norden ein. Nach einigen Kilometern entdeckten wir unmittelbar neben der Pad eine Kolonie Erdmännchen. Es waren mindestens ein Dutzend recht scheue Tiere. Einige liefen davon, sobald wir anhielten. Die anderen verschwanden zunächst in ihrem Bau, ließen sich dann aber schnell wieder blicken und schauten neugierig zu uns herüber. Wir beobachteten uns gegenseitig, bis die letzten Tiere in die Ebene davonliefen. Wir freuten uns sehr, da wir in diesem Urlaub gar nicht mit Erdmännchen gerechnet hatten.
An einem Aussichtspunkt spazierten wir ein wenig herum.
Namibschmätzer
Wir fuhren weiter durch den Namib-Naukluft-Park und kreuzten die C28. Bald kamen wir an die Blutkuppe und schlugen den Weg Richtung Tinkas ein, als eine große Zahl Geier am Himmel kreiste.
Noch mehr Lappen- und Weißrückengeier saßen an einem Oryxkadaver. Ruth lief zu Fuß über die Ebene, und Uwe fuhr in einem großen Bogen auf der Pad zu den Aasfressern. Nahezu einhundert Geier, zum Teil mit Nummern markierte Exemplare, waren hier unterwegs.
Vorbei an den zwei Soldatengräbern fuhren wir über Mittel-Tinkas zum Bogenfelsen. Die Strecke gefiel uns wie schon vor 10 Jahren, als wir zum ersten Mal dort waren.
Am Rock Arch war die erste Campsite noch frei. Wir entschieden, hier zu bleiben und richteten unser Lager ein. Da wir keine Lust hatten, das Auto in einem waghalsigen Manöver auf den Berg zu lenken, ließen wir es unten auf dem Weg stehen und trugen alle Sachen ein paar Meter nach oben unter den Felsvorsprung.
Die Aussicht über die Ebene war fantastisch.
Wir machten ein kleines Picknick mit Wildschinken, Möhren, Frischkäse und Butterbroten.
Ohne Begleitung darf man auch noch die Füße auf den Tisch legen. 😉
Felsenschwalben
Uwe probierte die Dusche in unserem Bushcamper, und dann liefen wir zum Bogenfelsen. Als wir uns gerade überlegt hatten, wo wir später die Kamera für die Sternenaufnahmen aufstellen wollten, kam ein einzelner Wagen angefahren. Der Fahrer parkte hinter einem Felsen auf einem nicht offiziellen Platz und begann, sein Zelt aufzuschlagen. Ruth hatte schon ein Déjà-vu zu unseren erfolglosen Sternenaufnahmen von 2016, als uns eine Gruppe Profifotografen an der Spitzkoppe unser Vorhaben durchkreuzte. Also wurde Uwe ausgeschickt, die Sache auszuspionieren. Er erklärte unseren Plan für die Nacht und der Mann war sehr interessiert an den Sternenaufnahmen und versprach, nicht in Richtung des Bogenfelsens zu leuchten, um unsere Aufnahmen nicht zu sabotieren. Puh, Glück gehabt! Nach Sonnenuntergang standen wir noch einige Zeit auf dem Felsen und lauschten dem Konzert der vielen Bellgeckos in der Ebene.
Wir machten Feuer und kochten Broccoli, Blumenkohl und Möhren im Potije. Dazu grillten wir die letzte Portion Rinderfilet. Nach dem Essen und Spülen brachten wir den Fotoapparat in Position und starteten die Serienaufnahme am Bogenfelsen.
Blende18.21'166 Beiträge · seit 201729. Nov. 2017 · #50
Eure Beschreibung der "Besten Fans der Welt" rührt mich zu Tränen. 😄
Aber mich freut am meisten dieses Foto:
Wir diskuttieren jetzt seit fast 6 Wochen ob wir bei Mirabib eine Zebra- oder nur Pferdeherde gesehen haben. (die waren soweit weg und so viel Hitzeschlieren davor, da konnte man nur ahnen) Aber das Bild bringt meine Theorie weit nach vorne. 😉
@ Sattelschrecken Wir haben dieses Jahr übrigens nicht eine einzige gesehen, aber in fast jedem Bericht 2017 sieht man Bilder von denen.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200830. Nov. 2017 · #51
Erdmännchen! Kleine Panzerknackervisagen am Wegesrand! Das Glück muss man auch erst mal haben! Wenn sie denn mal ein Weilchen stillhalten, sehen diese kleinen Wusel wie ausgestopft aus, mit ihrer „Mittelnaht“ auf der Brust... 😉 🙂
Schön, wie ihr euer Reisegefühl beschreibt, genauso geht es uns auch, mit dem Glück der exklusiven Einsamkeit zu zweit.
Ohne Begleitung darf man auch noch die Füße auf den Tisch legen. 😉
Wie blöd ist das denn? 🤩 3 Wochen lang hab ich's mir verkniffen 😊 ! Wir hätten im Vorfeld nicht nur über so banale Dinge wie Navi, Fleischlieferung und welche Campsite soll es denn sein reden sollen, sondern über elementare Dinge wie Tischsitten 😛 ! Dann hätte das ein richtig gemütlicher Urlaub werden können 🤪
@Oliver Robin: dieses Zebrafoto hat mich schon am frühen Morgen sehr beschäftigt. Zum Glück sieht man auf den Muckelschen Fotos ja auch dann noch was (im Gegensatz zu meinen), wenn man sie etwas vergrößert - und da sehen die nicht weniger merkwürdig aus: am Hinterteil ist die Zeichnung sehr grob, sprich die Streifen sind dick, am Rest des Körpers sieht das sehr fein und gar nicht nach Zebra aus. Oder täuscht mich die Perspektive? 😵
Mit diesem Rätsel im Kopf mach ich mich nachher auf den Weg zur Schule 🤨 - Ruth und Uwe - vielleicht könnt Ihr noch was dazu sagen?
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201430. Nov. 2017 · #53
Guten Morgen Eulenmuckels,
also so ein Foto mit Fanschal aka "Beste Fans der Welt" eines blau-weißen - allerdings (noch) Zweitligisten 😗 - ist auf unserer Botswana-Tour vor den Viktoriafällen auch entstanden 😎 Echte Fans scheuen da keine Mühen 😎
Eure Erdmännchensichtigung ist der Hammer! Diese Tierchen im hellen Tageslicht selbst zu entdecken ist schon außergewöhnlich - eigentlich sind sie ja maximal als "sich bewegende Stöckchen" zu erkennen 🤪
Dieser Teil Eurer Tour ist für mich grade sehr interessant - zum Teil werden wir in dieser herrlichen Gegend im Februar unterwegs sein und den Abstecher zum Shelter habe ich mir auch direkt mal notiert.
Anita40874 Beiträge · seit 200830. Nov. 2017 · #54
hey ihr zwei, die fotos - aweeeeeeeeeeeeeeeehhhh, der hammer. leider haben wir es immer noch nicht geschafft solche nachtfotos zu machen. - "schatzi, hoffe du hast den wink verstanden 😉 " die geier sind wunderbar getroffen. klasse - ich freue mich auch sie immer mal wieder zu entdecken. die aussicht des namib naukluft park sind der grund, warum ich namibia so liebe. danke, wiederum für die tollen eindrücke. anita
Hanne6'152 Beiträge · seit 200630. Nov. 2017 · #55
hallo lieber Uwe, bei mir war die Woche stressig , aber jetzt nach dem Anfang des Reiseberichtes und den tollen Fotos - ich mag auch sehr den Blick vom Spreeghoogte Pass - bestimmt mindestens schon mehr als 10 mal genossen- sitzte ich entspannt und fahre sehr sehr gerne mit. Du hast es auf den Punkt gebracht, gewisse Plätze und Eindrücke ist Luxus pur , danke. Also Ruth mit ihren tollen Einfällen beim Kochen, hat mich jetzt hungrig gemacht..... immer die köstliche Kräuter-Knobi-Butter........ Es grüsst Euch herzlichst Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
granato75248 Beiträge · seit 201230. Nov. 2017 · #56
Hallo!
Wir sind natürlich auch dabei. Sind schon gespannt auf Eure Schlussetappen, bei denen wir uns ja über den Weg gelaufen sind...
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200630. Nov. 2017 · #57
Hallo zusammen,
wenn wir eines nicht gedacht hätten, dann, dass ihr euch so für das Zebra-Foto interessiert. Robin, Bele und noch dieser unbekannte Oliver. 😉 😗 Robin, wir hätten euch auch ohne Foto sagen können, dass ihr bei Mirabib Zebras gesehen habt. Die Pferde laufen bei Aus herum. Wir sind nun keine ausgewiesenen Zebra-Experten, aber bei Wikipedia haben wir unter Bergzebras folgendes gefunden:
Am Kopf sind die Streifen am schmalsten ausgebildet, am breitesten sind sie am Gesäß, wo auch die weißen Zwischenräume sehr weit sind.
Soweit scheint also alles normal zu sein.
@lilytrotter: Die Dickpense mag ich auch nicht besonders, würde sie auch nie anfassen, aber Ruth ist immer wie ein kleines Kind. Danke für den interessanten Link.
@Bele: Bei einigen der Lappengeier kann man die Markierungsnummer gut erkennen. Werde sie mal bei Facebook melden. Tut uns leid, dass du keinen gemütlichen Urlaub hattest. Das muss unbedingt besser werden!
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200630. Nov. 2017 · #58
Tag 5 – 19. Juli 2017 – Schlange
Tinkas – Meikes Gästehaus
Wie am Vortag war es warm und windstill, als wir aufstanden. Uwe sammelte den Fotoapparat ein und kontrollierte die nächtlichen Aufnahmen. Dann sicherte er Fotos und kochte Kaffee. Mit Blick in die Ebene frühstückten wir.
Ab und zu hörten wir Flughühner oder den markanten Ruf der Rüppeltrappen. Wir spazierten ein wenig umher und bestiegen einige Felsen.
Ruth entdeckte ein paar Felsenratten, die zwischen den Steinen umherhuschten und sich in der Sonne wärmten. Mit ihrem dicken Fell, den puscheligen Schwänzen und tapsigen kleinen Füßen sehen sie richtig nett aus.
Nachdem wir alles zusammengepackt hatten, fuhren wir noch das kleine Stück zur letzten Campsite von Tinkas, die inzwischen leer war. Auch von dort hat man eine fantastische Aussicht, muss jedoch das letzte Stück recht steil bergauf fahren. Daher ließen wir unser Auto unten stehen und erkundeten den Platz zu Fuß. Es gibt ebenfalls ein Felsentor mit Grillstelle, allerdings alles etwas schräg und weniger weitläufig als an unserem Übernachtungsplatz. Wir können uns gut vorstellen, auch hier einmal länger zu bleiben, vorausgesetzt, es weht kein Wind.
Dann machten wir uns langsam zurück auf den Weg Richtung Blutkuppe.
Vereinzelt sahen wir ein paar Strauße und einige Geier.
Ohrengeier
Weißrückengeier? (Er hat ein dunkles Auge, sieht aufgrund der hellen Unterschwingen aber eher wie ein Kapgeier aus.)
Wir durchquerten das Tinkas-Flussbett, machten einen kurzen Stopp an den Soldatengräbern und fuhren weiter bis zum Rock Sculpture Trail.
Dort sprang Ruth auch sogleich aus dem Auto und marschierte entschlossen los. Immer den Markierungen hinterher. Na prima! Genau so sollte man es machen. Ohne Wanderschuhe, Sonnenschutz und Wasser einfach mal in sengender Hitze in die Pampa davonrennen. Da es nach 10 min. immer noch nicht so aussah, als würde sie bald umkehren, blieb Uwe wohl nichts anderes übrig, als hinterher zu tapern.
Ihm war völlig klar, dass er wohl bald einen Hitzeschlag, zumindest aber einen Sonnenstich bekommen würde und wies mit zunehmender Dringlichkeit darauf hin, dass wir nun aber wirklich schon sehr weit gelaufen seien, wir gar nicht so genau wüssten, wie lang dieser Trail überhaupt dauern würde und ihn die kleinen Eidechsen auch einfach nicht vom Hocker reißen würden. Also kehrten wir wieder um, standen noch einige Zeit bei einem großen Köcherbaum und beobachteten die Nektarvögel, die an den Blüten saßen.
Rußnektarvogel
Nachdem wir nochmal an den Resten des Oryxkadavers vorbeigeschaut und uns alle Campsites rund um die Blutkuppe angesehen hatten, fuhren wir Richtung C28, nahmen aber den Umweg, der einige Zeit parallel zur Hauptstraße führt. Auf einer weiten, nahezu vegetationslosen Ebene wollte Ruth anhalten und Uwe ahnte Schlimmes. Es kam, wie es kommen musste: „Ich will mir nur ein wenig die Füße vertreten und die Landschaft ansehen!“ – Was? Hier? Füße hatten wir uns doch schon bei Tinkas, den Soldatengräbern, dem Rock Sculpture Trail und gerade eben erst an der Blutkuppe vertreten. Völlig egal! Ruth war schon aus dem Auto gesprungen und lief durch die Gegend.
Uwe ergab sich in sein Schicksal, wild entschlossen, nicht schon wieder einen Hitzschlag zu riskieren, spielte ein wenig am GPS, sah sich die noch verbleibende Fahrstrecke bis Swakopmund an und begann sich zu langweilen. Wie kann man denn bitte so lange da mitten im Nichts herumlaufen? Hitzschlag im oder außerhalb des Autos war eigentlich auch egal, und so entschied er schließlich doch, das Fahrzeug zu verlassen und sein hyperaktives Frauchen wieder einzusammeln. Plötzlich nahm er aus dem Augenwinkel eine schnelle Bewegung wahr. Eine dünne, etwa einen Meter lange Schlange war aufgeschreckt, hatte sich ein wenig aufgerichtet und ergriff nicht etwa schleunigst die Flucht, sondern bewegte sich rasch auf ihn zu. Erschrocken stellte er mit ein paar langen Sprüngen wieder den nötigen Sicherheitsabstand zu dem Reptil her. Ruth hatte ihn wie Rumpelstilzchen hüpfen sehen und war natürlich neugierig zurückgekommen. Aus sicherer Entfernung beobachteten wir nun die Schlange, wenn sie innehielt und sich aufrichtete.
Da wir uns nicht mit Schlangen auskennen, stuften wir sie als potentiell gefährlich ein und hielten respektvoll (im Nachhinein, wenn sie es tatsächlich gewesen wäre, viel zu wenig) Abstand. Fasziniert betrachteten wir ihre schöne Färbung und die großen Augen und rannten immer wieder ein Stückchen davon, wenn sie sich auf uns zu schlängelte. Da wir nur selten Schlangen sehen, waren wir sehr beeindruckt von dieser Begegnung. Und Ruth hatte mal wieder Recht gehabt: Auch im Nix gibt es irgendetwas zu entdecken. Das letzte Wegstück nach Swakopmund fuhren wir ohne Pause und trafen kurz vor drei bei Meike ein. Unser schönes Zimmer wartete bereits. Wir luden unsere Sachen aus dem Bushcamper, duschten und gingen zu Meike und Klaus zum Kaffee. Dort saßen wir und erzählten und erzählten. Wir fühlen uns bei den beiden schon fast wie Zuhause. 😘 Irgendwann gab es ein leckeres Abendessen mit Butternut-Suppe, Gulasch, Oryx, Süßkartoffeln, Möhren, Quinoa und Nachtisch.
Heimweh 😎 ! Sooooooo viele schöne, stimmungsvolle Aufnahmen und dann dieser knallblaue Himmel 🤩 und dazu noch diese tolle Schlangensichtung der namib sand snake! Am liebsten würde ich sofort meinen Rucksack packen ...
Aber nein, das geht ja nicht! Sonst verpasse ich die ganzen Sehnsuchts - Reiseberichte hier im Forum.
Danke 🤪 an Euch beide Liebe Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
fotomatte2'518 Beiträge · seit 200901. Dez. 2017 · #60
Hallo ihr Zwei,
ich wusste gar nicht, daß du Schlangenflüsterer bist, Uwe. Normalerweise sind die Sandrennnattern nämlich schneller weg, als du ziehen kannst. Den Foto natürlich. 😗 😉 Ansonsten: ganz grosses Kino wieder mal. Für den blauen Himmel würd ich grad was geben. 🤢