Guggu2'261 Beiträge · seit 201103. Mai 2017 · #181
Grrrr, die Deutsche Sprache. Ich habe die Gans(z) gerupft. 🙁
Und ja, Gesang war wohl etwas daneben. Eher Geschrei. Auf Norwegisch hört sich das so an als ob sie "drei Eier, drei Eier, drei Eier" schreien. Gutes Nächtle Guggu
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200903. Mai 2017 · #183
weiter der 31. Januar :
Arctic Tern, oder Küstenseeschwalbe
Black- winged Stilt, oder Stelzenläufer
ein junger Cape Cormorant.
Sabine´s Gull, oder Schwalbenmöwe, mal wieder ein nicht ausgefärbtes Exemplar. Überhaupt haben mich diese kleinen Möwen ganz schön gefordert, denn sie verhalten sich eher wie eine Seeschwalbe.
Nachdem sich die Sonne eine ganze Weile hinter Wolken, die vom Atlantik her aufziehen, versteckt hatte, kommt sie doch noch einmal schön zum Vorschein, und beleuchtet ein Paar Rosapelikane, die direkt vor mir Gefallen am Posen finden.
White- fronted Plover
Als letzte Seeschwalbenart finde ich ein Pärchen Caspian Terns, oder Raubseeschwalben.
Das steigende Wasser vertreibt sie von ihrer Sandbank.
Der Tag am Meer macht sich bemerkbar, der permanent stramme, kalte Wind, die salzige, sandige Luft und die Sonne von oben und reflektiert vom Sand haben mir eine gewisse Röte angedeihen lassen, und so verlasse ich am frühen Abend die Lagune von Walvis Bay, die mir wieder einige neue Arten generiert hat, dafür glänzten ein paar Arten, die ich sicher zu finden glaubte, durch Abwesenheit. Wie etwa die Odinshühnchen, die Schwarzhalstaucher oder die Austernfischer.
Ein letzter Blick auf die Lagune bei Flut.
Zurück nach Swakop fahre ich über die B 2. Da die durch die Wolken brechende Sonne für ein paar spannende Stimmungen sorgt, fahre ich noch zweimal an den Strand.
Das ist eine gute Entscheidung, denn hier im Kies, oberhalb der Tidenlinie, finde ich nochmals ein paar Vögel, die hier wohl die Nacht über ruhen wollen.
Whimbrel, oder Regenbrachvogel
Steinwälzer und ein Grünschenkel
Der Common Greenshank nochmals solo von der Seite.
Dann habe ich endgültig genug, und ich fahre zurück ins Sophia Dale Camp. Ich will nicht zu spät sein, denn heute gehe ich ins campeigene Restaurant und gönne mir ein schönes Abendessen.
Das Oryx- Steak ist butterzart, man merkt, dass Manne, der aus dem Rheinland stammende Besitzer, sein Handwerk versteht.
Rundum zufrieden wasche ich mir unter der Dusche das Salz von der Haut, und dann lege ich mich wieder auf mein Bett im Condor. Über den nächsten Tag mache ich mir noch ein paar Gedanken, ob ich noch einen Tag in Swakop bleibe, oder doch lieber in die Wüste aufbreche. Wir werden sehen.
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201104. Mai 2017 · #186
Coucou Annick,
Du hast gerade ein großes Lächeln in mein Gesicht gezaubert! (Und an meine Frau erinnert!) Danke dafür. (Und danke auch an Matthias für die schönen Vogelbilder!)
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200905. Mai 2017 · #189
Hallo Ernst,
na supi, das sind sie doch, meine absoluten Lieblinge: Blue Cranes, oder Paradieskraniche. Ich habe ihnen weiter vorne ein eigenes Kapitel gewidmet. Weisst du noch, wo die Kraniche waren, und ob sie vielleicht Küken geführt haben? Auf dem zweiten Bild ist leider nichts davon zu sehen. Habe gerade das Bild vergrössert, und ich kann mir einbilden, zwei kleine Köpfe im Gras zu sehen, Mitte Januar müssten die ja noch sehr klein gewesen sein. Umso mehr würde mich interessieren, wo das war. Der linke Altvogel ist beringt.
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201605. Mai 2017 · #190
Hallo Matthias! Die Sichtung war am 12. Jänner am Rand der Pfanne in der Nähre des Etosha Lookout Hier das Originalfoto Küken habe ich keine gesehen, dürfte aber ein Paar gewesen sein. Vielleich hilft dir das weiter. Das Einzelgängerfoto (11. Jänner) war aber ganz wo anders. Die sind nicht ident (gleicher Vogel) Gruß Ernst
fotomatte schrieb: Habe gerade das Bild vergrössert, und ich kann mir einbilden, zwei kleine Köpfe im Gras zu sehen, Mitte Januar müssten die ja noch sehr klein gewesen sein. Umso mehr würde mich interessieren, wo das war. Der linke Altvogel ist beringt.
😎
Ich sehe beim Vergrößern ein Küken zwischen den beiden Altvögeln und das zweite hinter/unter dem Schwanz des linken Kranichs. Also hier auf dem Originalbild:
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201605. Mai 2017 · #192
Hallo Bele, hallo Matthias! Da dürfte ich doch tatsächlich eine Jungfamilie fotografiert haben. Das freut mich irgendwie, so seltene Tiere gesehen und im Bild festgehalten zu haben. 🤩 Ich hab mir übrigens die original CR2 Datei angesehen. Da ist die Schärfe doch etwas besseer. Die Datei ist aber zu groß um zu senden. LG Ernst
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200905. Mai 2017 · #193
Bele, genau so sehe ich das auch. Toll, denn das ist ein weiteres Paar, welches Küken führt. Wenn es in der Nähe vom Etosha Lookout war, ist es nicht das Paar, welches ich gesehen habe, das war ja deutlich weiter westlich. Ich bin gespannt auf den neuen Newsletter vom Crane Project.
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200907. Mai 2017 · #194
Hallo an diesem schönen lauen Maientag,
@Guggu : Gudrun, wenn die Seeschwalben "drei Eier" rufen, sind sie wohl etwas übermotiviert. Normalerweise haben sie "nur" zwei Eier im Nest. 😎
@Casimodo : Danke, Carsten.
@freshy : In Stilfragen bin ich der völlig falsche Ansprechpartner. 😊 Ich denke aber, wer in der Matsche steht, orientiert sich eher an Zweckmässigkeit denn an hipper Mode. 😉
@Annick : Bonne chance für den heutigen Wahltag. 😎
@KarstenB : Grüsse mal schön deine Frau, leider ist mein Französisch nur noch rudimentär. Aber ich höre sie so gern, diese Sprache.
@Ernst54 : Möchtest du deine Sichtung an das Crane Project weiterleiten? Du kannst mir aber auch dein Foto schicken ( per mail ), dann übernehme ich das für dich, selbstverständlich mit deiner Namensnennung ( wenn du das möchtest ).
@AndreasG : Dank dir fürs nochmalige Verlinken auf die Seite vom Crane Project, kann man nicht oft genug machen. 😉
@Champagner : Liebe Bele, danke auch dir für die Pfeile auf dem Bild. Musst du mir mal zeigen, wie man sowas macht. 😘
Noch gibt es auf der Crane Project- Seite nichts Neues, ich werde es aber hier melden, wenn es der Fall sein sollte.
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200915. Mai 2017 · #197
Liebe Sabine,
ich weiss dein Interesse sehr zu schätzen und versuche, heute noch den nächsten Tag zu schreiben. Sorry, ging einfach nicht früher. 😣
@ Ernst54: Von Ann und Mike Scott gibt es noch nichts zu berichten, sie sind nach einer automatisch generierten Antwort diese Woche nicht erreichbar. Ich vermute, dass sie in Etosha sind zwecks Monitoring und Beringung.
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200915. Mai 2017 · #198
Mittwoch 01. Februar :
Nach dem Frühstück verquatsche ich mich etwas mit Manne, dem Besitzer von Sophia Dale. Er hat vor einigen Jahren seine Metzgerei im Rheinland aufgegeben und ist ausgewandert. Wie man gute Wurst macht, hat er aber nicht verlernt. Wir reden über den Alltag in Namibia und ich erstehe noch ein Oryxsteak für die Fahrt, denn über Nacht habe ich entschieden, dass ich genug habe von Swakop und dringend in die Wüste muss. Ich packe zusammen und bezahle das Camping. Als ich, nun schon gegen späten Vormittag, das Camp verlassen will, entdecke ich einen grünen Land Rover mit einem deutschen Kennzeichen, aus meinem Heimatkreis. Also ziehe ich den Condor daneben, und ich verquatsche eine weitere Stunde mit einem netten Schwenninger, der mit seiner Frau am nächsten Tag ins Kaokoveld starten will. Sie sind für drei Monate unterwegs- jedes Jahr. Beneidenswert.
Dann endlich verlasse ich Sophia Dale und fahre nach Swakop, wo ich mir ein Permit für den Namib Naukluft Park hole. Danach gönne ich mir ein Eis in der Hansa Bäckerei, schreibe zwei Mails nach Deutschland im Internet- Cafe, schlendere etwas durch die überschaubare Fussgängerzone, erstehe eine AZ und ein Buch in der deutschen Buchhandlung und gehe dann nochmals ins Village Cafe. Nach einer herzhaften Stärkung und der Lektüre der Zeitung wird es Zeit, dass ich Swakop endgültig verlasse, denn ich habe noch ein paar Kilometer zu fahren.
Über die B 2 geht es nach Süden, und in Walvis fahre ich ein kurzes Stück via C 14 ostwärts, um dann die D 1983 entlang des Kuiseb Riviers zu nehmen. Diese Strecke ist Neuland für mich, und sie gefällt mir ausnehmend gut. Rechts hinter dem grünen Gürtel des Kuisebs erheben sich Sanddünen, und links neben mir erstreckt sich die Geröllnamib.
Trotzdem entsteht das erste Foto des Tages erst, als die Forschungsstation Gobabeb in Sicht kommt. Vorher habe ich einfach nicht ans Fotografieren gedacht.
Wo geht´s lang? Mirabib ist angeschrieben, das ist mein Tagesziel.
Wie Gespenster tauchen in der vor Hitze flirrenden Luft Bergzebras in der völlig kahl gefressenen Ebene auf.
Schon von Weitem sieht man den einsam in der Wüste stehenden Inselberg Mirabib, und auch hier gibt es eine weitere Herde Zebras.
Ich umrunde den Berg, um festzustellen, dass ich bislang alleine hier bin. Ich stelle das Auto ab, und erkunde die Gegend. Eigentlich sollte man doch von da oben eine geniale Rundumsicht haben.
Denn der Berg steht völlig frei mitten im Nichts.
Naturbonsai
Nachdem ich einmal um den Berg gelaufen bin, meine ich eine gangbare Route gefunden zu haben. Zuerst geht es eine Schuttrinne hoch, die aber bald steiler wird, sodass ich klettern muss. Dann erreicht man einen Vorbau auf halber Höhe, von dem aus man schon ahnen kann, dass ganz oben ein gutes Panorama auf den Besteiger wartet.
Blick auf den östlich vorgelagerten Vorbau.
Ich inspiziere den weiteren Aufstieg, ab hier muss man definitiv die Hände mit einsetzen. Gerade untersuche ich einige Spalten, die sich als Griffe anbieten könnten, als aus der Spalte direkt vor mir ein grosser, schwarzer Skorpion herauskriecht und die nächste Spalte untersucht. Er verschwindet dann aber nach oben.
Mit nunmehr gehörigem Respekt und vorheriger gründlicher Begutachtung jeder Spalte klettere ich nach oben, und ja, der Ausblick lohnt die Mühe.
On Top.
obligatorisches Gipfelbild.
Grossartiges Nichts.
Die Schatten werden länger, und ich mache mich daran, über die Aufstiegsroute abzuklettern, was letztlich problemlos geht. Auch dem Skorpion begegne ich nicht mehr.
Links neben der "Orchestermuschel" kann man die Aufstiegsroute sehen.
Wolken ziehen auf, was sich einerseits ganz gut auf Fotos macht, andererseits bange ich um meine angedachten Sternenbilder, die ich hier abseits von jeglichem Fremdlicht gegen später geplant habe.
Schlafplatz
Sundowner
Ein dramatischer Sunset kündigt sich an.
Der Fels färbt sich glutrot in den letzten Sonnenstrahlen.
Der Tag geht...
der junge Mond übernimmt.
Nachdem ich gevespert habe und sich zwischenzeitlich die Wolken dankenswerterweise nach Osten verabschiedet haben, komme ich doch noch zu meinen Nachtaufnahmen. Ich sitze dann noch geraume Zeit im Sand und beobachte ein gigantisches Gewitter, das im Nordosten die Nacht illuminiert. Den Donner kann man nicht hören, es ist zu weit entfernt, aber ein Blitz jagt den nächsten und erhellt die gigantischen Kumulustürme von innen. Welch ein Spektakel.
Kosten: Permit Namib Naukluft Park: 40.- Nam$ pP plus 10.- Nam$ Auto Camping Mirabib: 80.- Nam$
Guggu2'261 Beiträge · seit 201116. Mai 2017 · #199
Hallo Matte,
willkommen zurück aus der Versenkung. 🙂 Und schön, dass es hier weitergeht. Schöne Fotos vom großen Nichts, dem rotglühenden Felsen, vom Sonnenuntergang und dem Sternenhimmel. Das alles hat ziemlichen Sehnsuchtsfaktor. Die Geschichte mit den Schwenningern ist ja interessant - müssen wir uns mal unterhalten.
take-off1'674 Beiträge · seit 201216. Mai 2017 · #200
Hallo Matthias,
Mit Mirabib hast du dir wieder ein wunderschönes Ziel ausgesucht. Der Blick von oben auf die Landschaft ist grandios. Es waren solche Bilder von Mirabib, der Einsamkeit und dem Sternenhimmel, die uns von "Lodgern" zu beigeisterten Campern werden ließen.