Reisebericht

"Just birds"

von fotomatte · begonnen 10. Feb. 2017 · 32 Teile

Teil 110. Feb. 2017
" Just birds "

Seit gut zwei Tagen bin ich zurück aus dem hochsommerlichen Namibia.
Jeder kann sich vielleicht meine "Freude" über das hier aktuell herrschende Nicht- Wetter, nämlich zäher Hochnebel, vorstellen. Und so bleibt eigentlich nur, einen Bericht zu schreiben, solange die Erinnerungen noch frisch sind.

Die Fakten: es war meine nunmehr neunte Tour nach Namibia, die relativ spontan zustande kam. Eigentlich spielte ich mit dem Gedanken, diesen Winter auszusetzen, da ich im August mit anderen Orni- Fomis eine Reise geplant und auch schon fix und fertig gebucht habe.
Dann kam mir aber ein gnadenlos günstiger Flug mit Condor in die Quere. Für knappe 500.- Euro, da musste ich nicht lange überlegen, habe ich mir selbst ein Weihnachtsgeschenk gemacht, und auf die Schnelle eine Runde durch das westliche Namibia zurecht gebastelt, die ich bis auf marginale Änderungen auch so gefahren bin.

Aus Ermangelung eines passenden Reisepartners bin ich zum zweiten Mal alleine unterwegs gewesen. Deshalb habe ich nach einem günstigeren Fahrzeug Ausschau gehalten, und bin ziemlich schnell bei "Pegasus Car & Camper Hire" auf die noch in der Flotte laufenden zum Camper ausgebauten Toyota "Condor" aufmerksam geworden. Der Wagen ist zwar schon in die Jahre gekommen und hatte 233.000 Km auf dem Tacho stehen, befand sich aber technisch in einwandfreiem Zustand, mit recht guten Reifen und von mir zusätzlich dazu gebuchtem Engel- Fridge ausgerüstet. Natürlich habe ich auch mein Bodenzelt dabei gehabt, aber das Auto ist so angenehm auch zum Schlafen, dass ich etwas über die Hälfte der Nächte in "meinem" Condor zugebracht habe.

In 25 Tagen bin ich 3959 km gefahren, ohne jede Panne. Nicht einmal ein papper Reifen hat mich aufgehalten.

Die Reiseroute sollte mich von Windhoek über Teufelsbach nach Norden in den Etosha NP führen, wo ich erst einmal anlässlich meiner ersten Reise in 2005 gewesen bin. Dort wollte ich über den Westteil, der damals noch nicht für Individual- Reisende offen war, in einer grossen Schleife über den Grootberg und das Damaraland und weiter über Erongogebirge und Spitzkoppe an die Küste nach Swakopmund und Walvis Bay fahren. Je nach verbleibender Restzeit hatte ich mir Mirabib, Sesriem, die Naukluftberge sowie zum Abschluß wie im letzten Jahr das Camp Gecko überlegt.

Übernachtet habe ich ausschliesslich auf Campingplätzen, die ich allesamt, bis auf meine erste Station, nicht vorgebucht habe. Darauf vertrauend, dass ja gerade Low- season ist, macht die Möglichkeit, hier spontan entscheiden zu können, wo man wie lange bleiben möchte, einen Grossteil des Reizes dieser Reisezeit aus.
Es hat auch wunderbar funktioniert, selbst Etosha und Sesriem waren kein Problem. Aber man merkt , auch jetzt in der eher schwächer frequentierten Zeit, deutlich, dass dieses Jahr ein absolutes Boom- Jahr für den namibischen Tourismus wird.

Von der angeblich recht guten Regenzeit dieses Jahr habe ich nicht viel mitbekommen, ausser einigen gigantischen, aber allesamt weit entfernt stattfindenden Gewittern, habe ich nur zwei, drei Schauer erlebt.
Im Gegenteil, der gesamte Westen ist sowas von trocken und die Vegetation komplett abgefressen, dass ich mich gewundert habe, wie die ganzen Bergzebras, Springböcke und Gemsböcke hier überhaupt noch etwas zum Fressen finden. Stellenweise, etwa am Brandberg oder in der Namib, gibt es keinerlei Bewuchs mehr. Folglich findet man auch keine Insekten mehr, und so war es nicht weiter verwunderlich, dass man auch nur sehr wenige Greife, aber auch Trappen oder Rennvögel findet.

Trotzdem habe ich eine birdlist mit 225 Arten zusammen bekommen, von denen einige Arten komplett neu für mich waren. Von einem Gutteil dieser Vögel habe ich auch ein paar Fotos machen können, die werde ich in loser Folge zeigen.
Und natürlich habe ich auch andere Teile der Fauna festgehalten, auch wenn der Titel Gegenteiliges suggerieren könnte.

Bis die Tage,
Matthias
Teil 211. Feb. 2017
Freitag, der 13.:

Da ich kein abergläubischer Mensch bin, macht es mir nichts aus, an solch einem Termin einen Flieger zu besteigen. Hauptsache, er fliegt in die richtige Richtung.
Am Vormittag habe ich meinen Krempel gepackt und lande bei 15 kg, und gegen 14.00 Uhr fahren wir Richtung Frankfurt, gerade noch rechtzeitig, um dem täglichen Feierabendstau um Stuttgart zu entgehen. So sind wir kurz nach 17.00 Uhr im Parkhaus des Flughafens. Schnurstracks geht es zum Condor- Schalter, wo ich nur noch das Gepäck aufgeben muss, denn eingecheckt habe ich gestern schon online.
Dann gehen wir noch Spaghetti essen, bevor ich mich von Marliese verabschiede.

Der Flug ist ereignislos, ich habe sogar zwei Plätze für mich und kann mich etwas lang machen. Schlafen aber kann ich wie üblich nicht.

Endlich bricht der neue Tag an, und bald setzen wir in Windhoek auf, nachdem wir, für mich erstmals, übers Khomashochland und die Stadt von Westen her einschweben.


Samstag, 14. Januar :

Wie üblich begrüssen mich die Palmsegler, und am Boden liegen wieder zahllose riesige Nachtfalter rum, die den ständigen Anflug an die Flughafenbeleuchtung nicht überlebt haben.
Bei der Immigration bin ich als einer der Ersten durch, auch das Gepäck ist ziemlich schnell da, und in der Empfangshalle werde ich schon erwartet. Wir müssen aber noch auf zwei weitere Kunden warten, die erst ziemlich zum Schluß kommen, denn bei einem der Beiden ist der Koffer aufgebrochen worden. Endlich, mit rund zwei Stunden Verspätung, fahren wir in die Stadt zu "Pegasus", wo wir zuerst den Schreibkram erledigen, und dann das Auto inklusive der Ausrüstung durchgehen. Ich schmeisse mein Gepäck hinten rein, und fahre, es geht schon Richtung 13.00 Uhr, vom Hof in Richtung Klein- Windhoek.
Nun aber schnell zu Biltong-and-Bites. Denkste. Pünktlich geschlossen, ebenso wie der Metzger schräg gegenüber. Mist.
Ich fahre ums Eck zu Woermann & Brock und kaufe ein, was man halt so braucht. Als ich schon Bier und Savanna eingepackt habe, entdecke ich die Hinweisschilder, dass samstags ab 13. 00 Uhr Alkohol nicht mehr.... 😈 Meine Laune steigt unermesslich ins Euphorische. 🤢
Schnell alles im Auto verstaut, und nun nichts wie raus aus dem Moloch. Die B 1, die neuerdings A 1 heisst, finde ich auf Anhieb, und dann fahre ich die rund fünfzig Kilometer Richtung Norden bis zur Farm Teufelsbach, wo ich für die nächsten zwei Nächte den River Campsite gebucht habe.
Ich melde mich bei Irmela und Bruno, und Bruno hilft mir mit einem Sixpack Windhoek aus. Na, wenigstens der Sundowner ist gesichert.
Dann bekomme ich noch eine Karte von der Farm, denn dieses Mal will ich endlich auf den Teufelsberg hoch, sowie zur Sicherheit ein Funkgerät, falls ich verschütt gehen sollte. 😎
Endlich rumpele ich auf Farmpads bis zum River Camp, wo mich, kaum ausgestiegen, eindeutige Quietschtöne begrüssen. Papageien, ich nenne sie liebevoll Quietscherle.
Ich schnappe mir die Kamera und versuche die Geräuschverursacher zu finden.
Hurra, sogleich eine neue Art, denn es sind Ruppell´s Parrots.

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Leider sitzen die beiden, wohl ein Männchen und sein Weibchen, relativ weit oben in einem trockenen Baum. Wenigstens reisst der zunächst komplett bedeckte Himmel etwas auf.
Bald aber fängt es zu Grummeln an, und ein Gewitter kommt von den östlichen Bergen heran gezogen, und ich erhalte die erste Dusche.

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Bald scheint aber wieder die Sonne, und ich räume das Auto ein. Dabei bemerke ich, dass der Engel keinen Mucks macht, folglich also auch nicht kühlt. Kurz überlege ich, "Pegasus" zu kontaktieren, aber es ist jetzt Samstagabend, schon nach sechs.
Ich überprüfe alle Stecker, und da das nichts bringt, auch noch die Verbindungen zur Batterie sowie die Sicherung. Ich ziehe diese raus, blase einmal, stecke sie wieder rein, und der Fridge versieht seinen Dienst.

Ich starte ein Feuer, um später eine schöne Glut zum braaien zu haben, und laufe noch etwas im Rivier auf und ab. Hier steht an mehreren Stellen noch Wasser, vor zwei Tagen soll der Teufelsbach abgegangen sein.

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der "Waterberg", den ich letztes Jahr bestiegen hatte

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Nachdem ich meine Oryx- Steaks mit Kräuterbutter und Kartoffeln gegessen habe, drehe ich noch eine kleine Runde und finde auf Anhieb den hier ansässigen Perlkauz. Später, im Dunkeln, fliegt eine schnarchende Schleiereule vorbei, und aus den Bäumen beginnt pünktlich nach Sunset der Tinnitus in HD und Dolby- Surround. Nein, es sind nur Zikaden, aber in einer bemerkenswerten Lautstärke.

Wegen der unsicheren Witterung teste ich heute gleich mal den Condor als Schlafmobil.

Kosten: Camping Teufelsbach 130.- Nam$

Grüsse, Matthias
Teil 314. Feb. 2017
Sonntag, 15. Januar :

Ich habe herrlich geschlafen auf meiner Kingsize- Matratze, und die ersten Vögel, wie üblich die Perlhühner und die Frankoline, wecken mich im ersten Morgengrauen. In den Ablutions sind noch die Geckos zugange, und als ich aus der Dusche komme, ist die Sonne aufgegangen, und Quietscherle geniesst die ersten Sonnenstrahlen.

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männlicher Rüppelpapagei

Nach einem ausgiebigen Frühstück, mich treibt heute ja nichts, denn ich bleibe hier und will auf den Hausberg der Farm steigen, fahre ich langsam auf Farmpads in Richtung Tagesziel. Dabei störe ich ein Steinböckchen und ein Rudel Kudus. Ein paar Vögel sitzen schön im morgendlichen Streiflicht, und über der Farm löst sich langsam der Nebel auf, der sich nach dem Regen über Nacht gebildet hat.

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der eigentliche Rätselvogel: Kalahari Scrub- robin Yellow- bellied Eremomela (Black- chested Prinia, ohne Brustband, also ein Nichtbrüter)

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Lesser Grey Shrike, Schwarzstirnwürger

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Swallow- tailed Bee- eater

Südlich unter dem Berg stelle ich den Condor unter einen Hakkie, und ich steige langsam weglos den Berg hoch. Man merkt schon die Auswirkung der Regenfälle, denn Büsche und Bäume fangen an, grün zu werden. Einzelne Sträucher blühen bereits, und dort versammeln sich zahlreiche, scheinbar ganz frisch geschlüpfte Falter, um Nektar zu trinken.

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mutmasslich eine Eule

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noch ein Nachtfalter

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ein winziger Topaz- spotted Blue,

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der ebenso neu für mich ist wie dieser Bowker´s Sapphire.

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Nochmals die Unterseite des Sapphire.

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ein Colotis. Die genaue Art habe ich nicht heraus gefunden. Über Hinweise freue ich mich stets.

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ein Brown- veined White

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eine Schrecke, von der mir leider nur dieses eine Bild gelingt.

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Zebra White

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dieser Falter in spé hat seine Metamorphose noch vor sich.

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Blick vom Gipfel über die Farm Richtung Okahandja

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um den Gipfel fliegen ein paar Falter und betreiben Hill- Topping, neben vielen Acraeas auch dieser Foxy Emperor

An den sandigen Stellen hat es zahllose Löcher im Boden, und ich beobachte unzählige dieser Wespen, die hier ein und aus gehen. Zum Teil tragen sie Futter ( Raupen ) ein, andere schmeissen Sand aus der Röhre.

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dann beobachte ich diese Wespe, die ihren Bau mit einem trockenen Kleinsäugerköddel verschliesst.

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anschliessend schmeisst sie Sand über den Eingang, und zumindest ich kann nicht mehr erkennen, wo der Baueingang liegt. Die Wespe wird´s wohl noch wissen.

Während des Abstiegs finde ich wieder ein paar Vögel.

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Golden- breasted Bunting, Gelbbauchammer

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riesiger Nachtfalter, ein Southern Marbled Emperor. Ob das Eigelege am Zweig links hinter ihm seines ist?

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hier vermute ich eine Sabota- Lerche

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damit mir niemand einschläft, baue ich hier einen Rätselvogel ein, der es überaus geschickt verstanden hat, seinen Kopf immer verdeckt zu halten. Über eine halbe Stunde haben wir dieses Katz- und- Maus- Spiel miteinander gespielt. Der Vogel hat gewonnen...
Also: wer ist zu sehen?

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Königswitwe

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nun endlich: eine Black- chested Prinia mit namensgebendem Brustband.

Nach der Besteigung, für die ich runde vier Stunden gebraucht habe, fahre ich zurück ins Camp und halte erstmal Siesta, denn die Temperatur ist deutlich über 30 Grad gestiegen, und solche Wärme bin ich noch nicht gewohnt.

Später brate ich mir eine Boerewors mit Kartoffeln, dazu gibt´s ein kaltes Bier, dem Engel und Bruno sei Dank.

Bilder sind keine mehr entstanden, wird wohl nichts Besonderes mehr gewesen sein, und ich beschliesse den Tag am Feuer. Mit den Hühnern gehe ich ins Bett, diesmal im Zelt, da es trocken zu bleiben verspricht.

Morgen habe ich einen langen Fahrtag geplant, ich will bis ans Gate vom Etosha NP fahren.

Bis dahin,

viele Grüsse,
Matthias
Teil 421. Feb. 2017
Montag 16. Januar :

Ganz entspannt starte ich in den Tag, neben dem Frühstück her spotte ich einige Vögel, wie etwa einen vorbeifliegenden Black Cuckoo.
Quietscherle ist heute nicht da.

Ich packe zusammen und fahre zum Haupthaus zurück. Hier gebe ich das Funkgerät ab. Der Versuch, eine mail nach Hause zu schicken misslingt ob einer immer wieder abbrechenden Internetverbindung. Nach etwas Unterhaltung verabschiede ich mich von Irmela und Bruno, in gut sechs Monaten bin ich wieder hier.

In Okahandja stoppe ich kurz bei Closwa Biltong und erstehe ebensolches in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Es erweist sich als sehr lekker, genauso wie das Rauchfleisch.

In Otjiwarongo stoppe ich beim Spar, ergänze die Getränke und ziehe am ATM 5000.- Dollar.

Hinter Otji halte ich an einem Rastplatz und verzehre meine Meatpies. Direkt nebenan verläuft die Eisenbahnstrecke Richtung Otavi, und tatsächlich rumpelt ein Güterzug vorbei. Schnell habe ich ihn eingeholt und ich knipse den Zug, sehr zur Freude des Personals auf der Lok. So treiben wir das Spiel noch ein paar Mal.

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In Otavi tanke ich voll, dann geht es weiter über Tsumeb bis kurz vor das Von- Lindequist- Gate vom Etosha- Nationalpark. Auf der Fahrt komme ich in einige kleinere Regenschauer, aber man kann sehen, dass es die Tage zuvor heftiger geregnet haben muss. Das Gras ist am wachsen, die Bäume sind grün.

Ich steuere die Tamboti Campsite vom Onguma Camp an und checke für zwei Nächte ein. Hier hat man ein eigenes Küchen- und Ablutionhäusle, es gibt Strom für den Fridge, alles sehr sauber und gepflegt. Aussicht aber gibt es keine, die Plätze sind ziemlich zugewachsen. Dafür ist man für sich, von den Nachbarn bekommt man nicht viel mit.

Nach dem Abendessen nehme ich ein Absacker- Savanna, und nach einer erholsamen Dusche gehe ich bald ins Condorbett. Die Fahrerei hat doch angestrengt.

Kosten: Campsite Onguma 220.- Nam$

Dienstag, 17. Januar :

Zum Morgengrauen stehe ich auf, und der Wettercheck ergibt, dass es ziemlich stark bewölkt ist.
Deshalb frühstücke ich gemütlich, und gegen 7.30 Uhr fahre ich das kurze Stück bis zum Von- Lindequist- Gate, wo man sich registrieren lassen muss. Die fällige Gebühr aber kann man nur in Namutoni bezahlen, also fahre ich dort als Erstes hin.
Langsam lösen sich die Wolken auf, es wird sonnig.
Zunächst steuere ich den Dik- dik- Drive an. Beim Wasserloch Klein- Namutoni kommen zwei Hyänen angerannt und halten direkt auf mich zu.

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auch die Allerweltsvögel wie diese Gabelracke lasse ich nicht undokumentiert in der schönen Morgensonne.

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Rätselvogel 😗 Nachtrag: White- browed Scrub- Robin

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Warzenkeiler

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Bronzeflecktaube

Der Dik- dik- Drive hält nicht, was er verspricht, denn ich finde kein Blauböckchen.
Ich fahre an Namutoni vorbei und schlage die Richtung Andoni ein, in der Hoffnung, dort Paradieskraniche zu finden.
Über Okevi und Tsumcor fahre ich nach Stinkwater. Hier gibt es einige Elefanten zu sehen.

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Dieser Bulle vergnügt sich ausgiebig mit dem Matschloch, während im Hintergrund zahlreiche Flamingos zu ahnen sind.

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der Oryxbulle steht in der vor Hitze flirrenden Luft,

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während dieser Giraffenbulle Wasserspiele veranstaltet.

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der Grassveld Pipit, oder Spornpieper, bevorzugt ein erfrischendes Bad im Strassengraben.

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Weissflügeltrappen gackeln überall in der offenen Grassteppe um Andoni.

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am Wasserloch von Andoni hat es nichts Besonderes, bis auf diesen merkwürdig daliegenden Blue crane, oder Paradieskranich. Zuerst denke ich, der Vogel ist tot, denn er liegt langgestreckt auf dem Boden. Später hebt er wenigstens den Kopf und hechelt mit offenem Schnabel, bewegt sich aber nicht weiter. Und das in der prallen Mittagssonne. Komisch.
Erst zuhause kann ich das Rätsel um dieses Verhalten auflösen. Der Vogel ist keineswegs tot, oder auch nur "gestört". Er sitzt auf seinen Eiern und brütet und kann deshalb seinen Platz nicht verlassen.
Teil 521. Feb. 2017
Über die Andonivlakte fahre ich langsam zurück. Ausser ein paar Gnus und Springböcken ist wenig Wild auszumachen, aber Vögel gehn ja immer.

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Blauracke

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Rätselvogel 😎 ich habe nur einen Verdacht, aber ob´s stimmt? Nachtrag: Rattling Cisticola, oder Rotscheitelzistensänger

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Grey- backed Finchlark, oder Nonnenlerche

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Zurück bei Stinkwater hat sich ein anderer Bulle eingefunden, um sich selbst eine Unterbodenwäsche plus Versiegelung zu verpassen.

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die sind sehr zahlreich vertreten: Red- billed Quelea, oder Blutschnabelweber

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balzender Rotschopftrappenhahn

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Singhabicht im Sandsturm bei Aroe

Mittlerweile hat es komplett zugezogen, und von Osten bläst ein gewaltiger Sturm über die offene Prairie.
Ich fahre um die Fisher´s Pan, muss aber immer das windzugewandte Fenster schliessen, sonst sandet mir alles ein.

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Sattelstorch

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auf dem Damm oberhalb von Twee Palms finde ich ein Paar Chestnut- banded Plover, die ein kleines Küken dabei haben. Sie verstehen es aber sehr geschickt, den kleinen Federball immer versteckt zu halten, oder er rennt, deutlich zu schnell für mich, einem rufenden Elternvogel hinterher.
In der Fisher Pan steht, leider viel zu weit entfernt, ein weiteres Paar Blue Cranes.

Den Abend will ich wiederum auf dem Dik- dik- Drive geniessen.
So fahre ich erneut zum Wasserloch Klein Namutoni.

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Zunächst kann ich nichts Besonderes entdecken, es sitzen ein paar Waffenkiebitze rum, und einige Bruchwasserläufer und zwei, drei Grünschenkel stochern im Matsch. Dann sehe ich aber direkt vor mir zwischen den Steinen zwei Schwarzflügel- Brachschwalben, von denen eine kurz auffliegt und ich sie somit zweifelsfrei identifizieren kann. Nachdem ich sie eine Weile beobachtet habe, fahre ich nochmals den Dik- dik- Drive, und heute Abend wird der kleine Rundkurs seinem Namen gerecht.

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Damara Dik- Dik, oder Blauböckchen

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Schwarznasen- Impalas gibt es auch zu sehen.

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Hühner scharren und picken für ihr Leben gern, und er hier gehört ganz sicher in die Hühnerschar. Swainson´s Spurfowl.

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an ihr wäre ich fast vorbei gefahren, der übergrossen STEIFF- Giraffe. Jedenfalls sieht sie so aus, als wäre sie aus Plüsch.

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Ich beende den Tag wie ich begonnen habe: mit Hyänen. Da, wo am Morgen die beiden Alttiere verschwunden sind, kommen nun ein ganzes Rudel nebst mindestens vier Jungtieren zum Vorschein. Bald geht die Sonne unter, und so mache ich mich auf den Weg zum Gate.
Dort werde ich ( und ein folgendes Auto ) nicht gerade begeistert empfangen. " You are late," heisst es . Da sowohl meine Uhr auf dem Telefon wie die Borduhr noch fünf Minuten Luft zeigen, wage ich zu widersprechen. Nicht gut, wenn man die Kompetenz anzweifelt. Der Veterinärbeamte filzt nun mein Auto und will das Gepäck sehen. Von mir aus, hat er halt noch später Feierabend.
Ich werde dann entlassen und fahre das kurze Stück bis ins Camp, wo ich den Abend gemütlich ausklingen lasse.
Bald gehe ich ins Bett, denn am nächsten Morgen will ich früh raus, um dann bis nach Halali zu fahren.

Kosten: 80.- pro Person plus 10.- Nam$ NP- Eintritt

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 623. Feb. 2017
Mittwoch, 18. Januar :

Das Wetter schaut gut aus, und so bin ich früh auf den Läufen, um möglichst kurz nach Toröffnung am Eingang zu sein.
Vor mir steht schon ein Tourfahrzeug, also muss ich warten.
Als ich dran komme, telefoniert die Offizielle erst mal lang und breit privat, und bequatscht dann das Ergebnis ihres Gesprächs mit anderen Anwesenden. Es zieht sich, bis sie überhaupt Notiz von mir nimmt. Den Servicegedanken jedenfalls hat diese Dame des MET noch nicht verinnerlicht.
Ich wünsche den Eintritt für fünf Tage, vielleicht möchte ich vor Ort erhöhen auf sechs Tage. Das wäre kein Problem, sagt sie. Als ich das ausgedruckte Permit in die Hand bekomme, lautet es auf vier Tage. Nichts wie weg hier.

Wieder muss ich zunächst nach Namutoni, um hier den Eintritt zu bezahlen. Dann fahre ich über Chudop, wo ausser ein paar heftig streitender Zebrahengste nichts los ist, weiter Richtung Westen.
Bald passiere ich eine Gruppe Arbeiter, die mit ihren Gradern etwas abseits stehen. Alle Mann stehen sie auf den Dächern, komisch.
Ich denke mir nichts weiter dabei, später erfahre ich, dass es sich ein Rudel Löwen im Schatten der Grader bequem gemacht hat.

Vor mir liegt eine Schlange auf der Pad, die sich aber bei langsamer Annäherung schnell verdrückt. Ich versuch, sie zu fotografieren, sie ist aber zu schnell. Aber plötzlich habe ich dafür ein anderes Reptil im Sucher.

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eine Agame, die ich ohne die Whip Snake sicher nicht entdeckt hätte.
Neben mir hält ein Tourauto, und ich weise auf die Schlange hin, die eine Gästin laut quietschend dann auch sieht.

Weiter fahre ich abseits der Hauptpad über Okerfontein.

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Red-breasted Swallow

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Monotonous Lark, oder Sperlingslerche

Ein Hilux hält neben mir und man fragt, was es denn zu sehen gibt. Ich weise auf den Vogel hin, und wortlos fahren die Safaristas weiter.

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sollte wieder eine Sabota- Lerche sein, oder?

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Häherkuckuck, den ich recht lange beobachten kann, wie er einen Busch nach dem anderen genau inspiziert.
Erneut hält ein Auto und ich werde gefragt, was es denn so gibt. Der Hinweis auf den Great Spotted Cuckoo erntet diese Mal immerhin ein gedehntes "Aaah".

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hier gibt es aber auch immer wieder Springbockgeissen mit ihren puscheligen, frisch gesetzten Kitzen.

Hinter Springbokfontein halte ich bei der ausgewiesenen Toilet und Picnic- Site, um mir die Beine etwas zu vertreten. Richtig vertrauenserweckend ist das ganze nicht, denn der Schutzzaun ist an mehreren Stellen desolat und liegt auf dem Boden.

Auf der Hauptstrasse entdecke ich wieder eine Schlange, leider ist sie überfahren worden.
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Ich fahre weiter über die Nebenstrasse über Goas und Noniams recht ereignislos durch ziemlich dichten Mopanebusch und erreiche gegen Mittag Halali. Hier checke ich für zwei Nächte ein und suche mir einen Stellplatz ganz hinten direkt am Zaun. Ich stelle schon mal das Zelt auf, richte Tisch und Stuhl und esse eine Kleinigkeit. Jetzt in der Mittagshitze lohnt es sich nicht, rauszufahren, deshalb statte ich dem Pool einen Besuch ab, und döse dann auf einem Liegestuhl unter der Schattengaze ein.
Als ich wieder erwache, habe ich mir einen Sonnenbrand eingefangen.

So gegen halbvier Uhr starte ich wieder, das Licht wird langsam akzeptabel.

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ich brauche eine ganze Weile, bis ich diesen Quäker bestimmt habe, es ist ein junger Wattled Starling, der laut nach Futter begehrt.
Wieder hält ein Auto, wieder wird gefragt, was ich denn so sehe mit meinem Fernglas. Dieses Mal gibt es ein deutsches "Ach so" zur Antwort. In mir keimt ein Gedanke, was ich die nächsten Male sagen werde, und nebenbei ist der Titel meines zu schreibenden Reiseberichts geboren. "Just birds" halt. 😎

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S.C., oder Perlhuhn

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Red-capped Lark. Sie ist das Highlight auf der Fahrt zum Etosha Lookout. Ansonsten: nichts, nur flirrende, tote Salzpfanne.

Auf dem Rückweg entdecke ich ein Rhino, das aus den Büschen kommend äsend direkt auf mich zu hält.
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der Bulle hält weiter frontal auf mich zu, und sicherheitshalber bringe ich wieder etwas Distanz zwischen uns.

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genau da, wo ich gerade eben noch gestanden habe, kreuzt das Black Rhino die Pad und trottet weiter über die offene Pläne.

Bei Nuamses geht ein Schwarm Schmarotzermilane runter, sicher mehr als fünfhundert Vögel. Inmitten des Schwarms kann ich einen Zwergadler ausmachen, dieser zieht aber hoch weiter.

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jüngerer Schmarotzermilan

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und ein adulter Vogel

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ein Trupp Streifenmangusten marodiert durch die Gegend

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und direkt am Strassenrand finde ich ein Paar Nachtflughühner. Die findet man eher selten bei Tageslicht.

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beim Wasserloch Goas verkürzt mir diese junge Hyäne meine Wartezeit, und gegen Sonnenuntergang fahre ich zurück ins Camp.

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Nachdem ich mein Abendessen hinter mich gebracht habe, statte ich gegen halbzehn Uhr dem beleuchteten Wasserloch einen Besuch ab. Neben zwei Schleiereulen, die versuchen, ein paar Motten zu fangen, aber direkt von den hier residierenden und zwei noch kleinen Küken führenden Waffenkiebitzen heftig attackiert werden, und ein paar Night Jars, die ebenso von den ums Licht schwirrenden Insekten etwas abhaben wollen, schauen ein ganzes Rudel Hyänen vorbei. Sie trauen sich aber erst ans Wasser, als ein hier trinkendes Black Rhino seinen Durst gestillt hat und wieder im Dunkel der Nacht verschwunden ist.

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Gegen halbzwölf Uhr habe ich genug, und gehe ins Bett.

Kosten: Camping Halali 400.- Nam$


Viele Grüsse,
Matthias
Teil 726. Feb. 2017
Donnerstag, 19. Januar :

Da ich heute das Camp nicht wechsle, brauche ich das Zelt nicht abbauen, und stehe pünktlich als erstes Fahrzeug am Gate, um mit dessen Öffnung gleich in Richtung Westen starten zu können.

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Ovambo Sparrowhawk

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zwei Hyänen wechseln direkt vor mir über die Pad, eine scheint einseitig blind zu sein.

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Fan- tailed Cisticola, oder Zistensänger

Als ich nach Rietfontein komme, scheint es wie der Garten Eden zu sein. Alles ist grün bewachsen, auf grossen Flächen blühen die Morgensterne, und friedlich äsen Herden von Springböcken und Gnus, Zebras und Impalas in der Morgensonne.

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eine "first- ever- Sichtung", das ist mir sofort klar: eine männliche Steppenweihe , oder Pallid Harrier, sitzt bis zum Bauch im Wasser und badet ausgiebig.

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eine der häufigeren Limikolen ist der Bruchwasserläufer ( Wood Sandpiper ).

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Plötzlich sind sie da, wenn es irgendwo geregnet hat und frisches Gras spriesst: Abdimstörche.

Ich fahre weiter über Salvadora und Sueda, und dieser relativ kurze Abschnitt gefällt mir auch landschaftlich sehr gut. Das ist für den Etosha- Park nicht selbstverständlich.
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Marico Flycatcher, eine mindestens vierköpfige Familie. Die Elterntiere gleiten aus niedriger Höhe ihrer dornigen Ansitzwarte immer wieder zu Boden und fangen Insekten.

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Europäischer Bienenfresser, welch eine Farbenpracht. Oft schon habe ich versucht, diese Vögel zu fotografieren, aber meistens sitzen sie zu hoch, sodass man den Himmel als Hintergrund hat, oder sie lassen einen nicht nahe genug heran, denn zutraulich sind sie nicht gerade. Hier endlich klappt es, und ich verbringe über eine halbe Stunde bei diesem Vogel, denn auch, wenn er mal eine Runde fliegt, um ein Insekt zu fangen, kehrt er oft an den selben Ansitz zurück.

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hier bin ich nicht restlos sicher, meine aber, es ist ein Long- billed Pipit. Oder doch ein African Pipit?

Mittlerweile ist es wieder heiss geworden, die meisten Tiere stehen im Schatten, und so fahre ich zurück nach Halali, wo ich ein Mittagessen koche, dann ein paar Notizen aufschreibe, um schliesslich wieder am Pool zu landen. Hier kann man, neben der Abkühlung im Wasser, den diversen Vögeln zusehen, wie sie im Flug trinken, oder Touris beobachten, die im Restaurant direkt nebenan einfallen und sich dann zumeist auf deutsch laut und deutlich über den schwerfälligen Service, oder das ihrer Meinung nach nach Nichts schmeckende Essen auslassen. Es wird mir nicht langweilig dabei.

Bevor es wieder hinaus in den Park geht, kümmere ich mich um ein paar Tiere, die zwischen den Campsites herumwuseln.

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Baumhörnchen

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Ovambo Tree Skink

Dann fahre ich die Strecke südlich von Halali Richtung Westen. Sie verläuft aber komplett durch dichten Mopanebusch, die Sichtungen sind entsprechend enttäuschend. Immerhin finde ich ein Paar Chestnut Weaver, aber sie warten nicht, bis ich die Fotoposition eingenommen habe.
Letztlich lande ich wieder in Rietfontein, und bleibe einfach hier stehen, denn wie schon am Morgen, steppt hier der Bär.

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ein Bild des Friedens

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ein Black Rhino hat ausgiebig im Schlamm gebadet, sich danach an einem toten Kameldorn ausgiebig geschrubbert, bevor es etwas unmotiviert langsam hinaus Richtung Pfanne loszieht.

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zwei Riesentrappen tapern ewig hin und her, bis sie sich endlich entscheiden, sich niederzulassen, um hier scheinbar die Nacht zu verbringen.

Dann wird es Zeit, wieder Richtung Halali zu fahren. Auf dem Rückweg nehme ich noch diese im schönsten Abendlicht balzende "Gackel- Trappe" auf.

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Ebenso wie diesen Black- shouldered Kite, oder Gleitaar.

Den Abend beschliesse ich wieder am Wasserloch, und das "Programm" ist fast identisch wie gestern.
Da mich das Geblitze von zwei Damen mit Ritschratschklick- Kameras nervt, gehe ich heute früher schlafen, nicht ohne kund getan zu haben, daß die Blitzerei stört.
Teil 828. Feb. 2017
Freitag, 20. Januar :

Pünktlich bin ich am Gate. Ich nehme wiederum die Pad Richtung Westen zum ersten Wasserloch Rietfontein.

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Wenn man sich an die im Park erlaubte Höchstgeschwindigkeit hält, wird man sehr oft als Hindernis empfunden. Diese Typen sind mit jenseits der 80 km/ h vorbeigebrettert.

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Da, wo gestern die beiden Hyänen gekreuzt haben, stehen heute ein Rudel Zebras äsend verteilt.

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Bei Rietfontein sehe ich im hinteren Teil, da wo gestern noch die Abdimstörche herumstolzierten, ein paar braune "Bollen" rumliegen. Beim Näherkommen entpuppen sie sich als fünf Löwen, die ganz zufrieden auf dem gelben Blumenteppich liegen und die Morgensonne geniessen.

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Kein weiteres Auto ist da, und ich kann die Idylle für eine dreiviertel Stunde geniessen. Wenn die Sonne höher steigt, wird es den Katzen irgendwann zu warm werden, und sie werden Schatten aufsuchen. Solange will ich warten.

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Eine der Katzen geht nochmals ans Wasser, um zu saufen.

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Nachdem der weiter hinten liegende Kuder als Erster aufbricht, dauert es nicht lange, und seine Mädels folgen ihm.

Dann verlasse ich Rietfontein, und ich fahre wieder über Salvadora die Nebenstrecke.

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Ich finde zwei Blue Cranes direkt neben der Pad, und bald gewahre ich die zwei Daunenpuschel, die in dem hohen Gras nicht leicht zu entdecken sind. Ein Elternvogel trägt einen grünen Ring. Lange stehe ich bei den Vögeln, von denen ich schon gedacht hatte, ich werde ausser den drei zuvor gesichteten Tieren keine mehr sehen. Jedenfalls bin ich völlig hin und weg, denn zum Einen weiss ich, daß Blue Cranes in Namibia zu den "endangered Species" gehören, zum Anderen habe ich für Kraniche generell ein besonderes Faible.

Ich fahre an Charitsaub vorbei weiter bis nach Sueda. Hier liegen zwei Hyänen im brackigen, faulig stinkenden Wasser und geniessen ein erfrischendes Bad-- nach ihren Maßstäben.

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Eine Hyäne kommt den Abhang hoch getrottet und hält genau auf mich zu. Sie schnuppert an meinem Hinterrad, und setzt ihren Weg fort in Richtung Steppe.

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Das andere Tier zerrt einen Antilopenlauf aus der grauen Matschpampe und versucht ihn im Maul ausbalancierend davonzutragen.

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Red- capped Lark. Die kenne ich mittlerweile ohne Blick ins Buch.

Wieder auf der Hauptpad überholt mich ein LKW in hohem Tempo, und kurz darauf finde ich eine Schlange im Geröll.

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Der Lkw hat sie überfahren, aber sie lebt noch. Sie windet sich und versucht davon zu kriechen. Eigentlich sollte ich sie überfahren, aber ich bringe es nicht übers Herz. Es ist eine junge, vielleicht dreissig Zentimeter lange Leopard Whip Snake. Hoffentlich wird sie bald von einem Greif entdeckt.

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Nicht weit davon liegen ein paar Löwen direkt neben der Pad im Schatten, aber hier auf der Hauptstrasse bleibt man nicht lange alleine, und so fahre ich bald weiter.
Kurz vor Okaukuejo finde ich nochmals zwei Löwen direkt neben der Strasse unter einem einzelnen Baum. Ein Löwe trägt ein Senderhalsband. Da es gegen Mittag geht und die Farben nichts mehr taugen, und die Katzen ohnehin nur faul daliegen, fahre ich weiter.

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Fiscal Shrike

In Okaukuejo checke ich für eine Nacht auf dem Campingplatz ein. Mittlerweile bin ich der Dame vom Lindequist- Gate dankbar, daß sie mir das Permit nur für vier Tage ausgestellt hat, denn die ewige Fahrerei, ohne daß man aussteigen und etwas pirschen kann, geht mir langsam, aber sicher auf den Zeiger.

Kosten: Campsite 400.- Nam$

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 901. März 2017
Blue Cranes in Namibia

Bei einem Besuch in dem winzigen Eco- Museum in Okaukuejo ( gegenüber der Reception ) habe ich gelernt, daß der Paradieskranich nur in zwei Ländern in Afrika vorkommt. Eine grössere Population siedelt in Südafrika, während die winzige Teilpopulation in Namibia nur im Etosha- Park und nördlich davon, je nach Jahreszeit, vorkommt. Nicht restlos geklärt ist, ob beide Populationen im Austausch stehen, es scheint aber eher unwahrscheinlich.
Auf einem Poster wird das noch immer Wenige, was man über diese Vögel weiss, dargestellt, und es wird darum gebeten, Nachweise über Kraniche aller drei vorkommenden Arten ( Blue C., Wattled C. und Grey Crowned Crane ) zu melden. Leider habe ich mir nicht notiert, wohin man sich wenden kann, aber wieder zuhause habe ich schnell eine Adresse herausgefunden: ecoserve@iway.na

Über die Seite http://www.nnf.org.na/CRANES/bluecraneproject.htm habe ich viel Wissenswertes herausgefunden, z. B. ist die namibische Restpopulation noch viel kleiner, als ich angenommen habe.
Einige Zahlen: 1992 ca. 80 Ex. geschätzt
1994: 60 Ex.
2009: 35 Ex.
2010: 32 Ex.
2011: 24 Ex.
2012: 18 Ex.
2015: 17 Ex.
2016: 16 ad. + 2 chicks

Bezogen auf die 2016- Population habe ich also ein Drittel der gesamten Vögel gesehen.

Ich habe dann meine Daten gemeldet inkl. einiger Fotos, und schon zwei Stunden später hatte ich eine sehr freundliche Antwort von Ann und Mike Scott, die das Blue- Crane- Projekt betreuen. Daraus hat sich ein netter Emailverkehr entwickelt.
Ich kann also nur jeden Orni animieren, meldet eure Kranichdaten aus Namibia, denn alle drei Arten sind bedroht. Ihr helft den Naturschützern vor Ort.

So habe ich erfahren, daß der Andonivogel offensichtlich brütet. Ich hatte mit dieser Möglichkeit gar nicht gerechnet, aber für die Scotts war es klar. Und es ist dies der erste fotografische Beweis einer Brut dort.
Die Familie von südlich Salvadora ist der erste diesjährige Nachweis, daß dieses Paar Junge führt. Der Neststandort war wohl bekannt, es wurde aber bislang nur registriert, daß das Nest Ende Januar verlassen war. Bislang wurde vermutet, daß die Eier/ Jungen ertrunken sein könnten. Umso grösser die Freude über das Familienglück. Hoffentlich gelingt es den beiden Altvögeln, die zwei Kleinen bis zum Flüggewerden vor Beutegreifern zu schützen.

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der unberingte Elternvogel

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Vogel NHM mit beiden Chicks.

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Futterübergabe

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Stretching

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Insgesamt habe ich etwa fünfundzwanzig Minuten bei den Kranichen zugebracht, dann haben die Elternvögel die beiden Kleinen immer weiter von der Pad weggeführt.
Für mich war der Tag gelaufen, ich war glückselig. Nicht umsonst gelten die Kraniche ja als Vögel des Glücks.

Viele Grüsse, Matthias

P.S.: Habe nun einen Link auf die Homepage gesetzt, da können sich Interessierte weiter ins Thema einarbeiten. Wenn man auf "Products" klickt, kann man auch die newsletter lesen. Und im Neuen, der irgendwann im April oder Mai rauskommt, werden auch meine Meldungen dabei sein. 😎
Teil 1006. März 2017
Samstag, 21. Januar :

Gleich mit der Toröffnung fahre ich mit drei, vier weiteren Autos in nördlicher Richtung bis zu dem einsamen Baum. Dort stellen wir uns alle in eine Reihe.
Die Löwin ist mit ihrem Mahl fertig und ist gerade dabei, den Riss den schon begierig wartenden Schakalen zu überlassen. Sie hat in der Nacht das gesamte Zebrafohlen gefressen.

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Der durchhängende Rücken, der schwarze Nasenschwamm und ein leichter Flaumkragen wie bei einem jungen Kuder verraten, daß wir es hier mit einer uralten Oma zu tun haben. Die Zitzen sind trocken, sie hat also keinen Nachwuchs.

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Beim Gähnen sieht man, daß ihre Fangzähne nur noch rudimentäre Stumpen sind. Dank ihrer Erfahrung scheint sie trotzdem in guter körperlicher Verfassung zu sein.

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Sie legt sich in die wärmende Morgensonne und säubert die blutverschmierten Tatzen. Nach rund einer halben Stunde steht sie auf und wandert in die endlos scheinende Steppe davon.

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Derweil behauptet ein grosser Schakal seine Position an den Zebraresten,

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während fünf weitere Tiere versuchen, etwas zu stiebitzen. Sie werden aber rüde abgewiesen.

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Dieser Schakal versucht sich an ein paar weitgehend abgenagten Knochen.

Nach rund einer Stunde fahre ich nochmals zurück nach Okaukuejo, um zu tanken.

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Fuchsmanguste

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Als ich nach rund fünfzehn Minuten wieder den Airstrip passiere, liegen hier zwei Mähnenlöwen nicht weit ab von der Pad. Die waren auf meinem Hinweg noch nicht da, oder sollte ich diese zwei Brocken übersehen haben? Auch sie waren in der letzten Nacht erfolgreich auf der Jagd.
Bald wird es ihnen in der Sonne zu heiss, und sie kreuzen direkt vor mir die Strasse und steuern das Wasserloch Okaukuejo an.

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Der zweite Mähnenlöwe ist deutlich jünger.

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Pied Crow, Schildrabe

Ich fahre in westlicher Richtung an Leeubron vorbei. Hier hat es nur noch vereinzelt Antilopen. Umso mehr freue ich mich, als ich einen Elandbullen sehe, der aber nichts von Beobachtern zu halten scheint.

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Eland on the run.

Kurz darauf kreuzt ein stosszahnloser Bulle die Pad. Er war der einzige Elefant, den ich westlich von Namutoni gesehen habe. Alle anderen waren weiter in den Ostteil des Parks gewandert, wo es schon deutlich grüner war.

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Im Zeitlupentempo schreitet diese Giraffe über die Steppe.

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Ant- eating chat, Termitenschmätzer

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Beim Charl Marais Dam stehen ein paar Wasservögel im Wasser, wie dieser jagende Seidenreiher.

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Schwarzkopfreiher

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Über den Pygmy Falcon habe ich mich sehr gefreut, denn bislang habe ich sie nur im schlechten Licht oder auf grosse Entfernung fotografieren können.

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Bei einem Wasserloch mit gemauertem Reservoir liegen ein paar Milchbärte im Schatten. Zunächst erkenne ich nur zwei, nein drei Junglöwen.

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Zu gerne hätte ich ein Bild, wenn alle Drei in meine Richtung schauen. Da ich nichts davon halte, durch pfeifen oder rufen auf mich aufmerksam zu machen, versuche ich einen Trick, den ich schon bei vielen Tieren erfolgreich angewandt habe. Ich summe leise eine Melodie, und sofort sind alle Löwen neugierig in Hab- acht- Stellung. Letztlich sind es sogar sechs Löwen, allesamt junge Männchen.
Bald reicht ihnen der immer kleiner werdende Schatten nicht mehr, und sie schlappen einer nach dem anderen langsam davon in Richtung einiger Bäume.

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Namaqua Dove, Kaptäubchen

In Olifantsrus checke ich für den Campingplatz ein, ich bin bislang der Einzige. Nachdem ich das Zelt aufgestellt habe, statte ich dem doppelstöckigen Hide einen Besuch ab. Im Wasser liegen einige Terrapins, aber sonst hat es bis auf ein paar Nilgänse und Waffenkiebitze keine Tiere.
Nein, stimmt nicht ganz.

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Im Schatten an der Wand klebt ein Tubercled Gecko,

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weiter oben hängt ein Skink kopfüber.

Später kommt eine ganze Herde Gemsböcke ans Wasser. Es fängt plötzlich zu grummeln an, es wird immer dunkler, und dann ergiesst sich ein tropischer Gewitterregen, der rund eine Stunde anhält.
Als ich zurück zum Zelt komme, steht dieses in einem See. Ich suche mir eine andere, etwas erhöht liegende Site. Dann brate ich mir den Rest vom Oryx- Steak.
Den Sundowner nehme ich wieder im Hide ein, aber ausser ein paar Nachtflughühnern, zwei Nachtschwalben und einem Schakal tut sich nichts am Wasserloch.

Kosten: Camping Olifantsrus 280.- Nam$ ( für Etosha- Verhältnisse ein Schnäppchen )

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 1107. März 2017
Sonntag, 22. Januar :

Das Camp Olifantsrus schläft noch tief und fest, aber ich liege wach im Zelt. Es ist kurz nach Fünf, ich geh mal schaun, was sich am Wasserloch so tummelt. Auch hier ist es noch stockdunkel. Da der Kompressor nicht läuft, ist auch das etwas befremdliche Rotlicht aus.
Langsam gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit, ich erkenne einige Nachtflughühner, die ihr Gefieder tränken.
Dann ist plötzlich ein riesiger grauer Schatten im Anmarsch, völlig geräuschlos kommt ein alter Elefantenbulle bis direkt vor den Hide. Ich steh rund drei Meter von seinem Riesenschädel entfernt und lausche den lustigen Geräuschen, wie er Wasser ansaugt und dann ins Maul laufen lässt. Klingt fast wie eine Klospülung. Kurz darauf hört man es in seinem Magen gluckern und gurgeln.
Es ist 6.00 Uhr, der Kompressor springt an und mit ihm das Rotlicht. Der Elefant erschrickt und stolpert ein paar Schritte zurück. Ich mache schnell das Licht aus, er beruhigt sich gleich wieder und füllt weiter seinen Magen. Bald hat er genug und verschwindet genauso leise, wie er gekommen ist in den nun langsam ergrauenden Morgen.
Nach einem geruhsamen Frühstück packe ich zusammen. Die meisten anderen Camper schlafen aus, ist ja auch Sonntag.
Ich besuche noch kurz die Ausstellung, wo man Einiges zur Geschichte dieses Camps erfahren kann, das Mitte der Achtziger Jahre als Elefantenschlachthaus aufgebaut wurde. Damals versuchte man mit Culling den Überbestand im Park zu regulieren,
hat das aber nach internationalen Protesten wieder aufgegeben.

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Der Zerwirkgalgen erinnert an eine blutige Geschichte.

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Ein Graderkonvoi kommt mir entgegen, dabei ist die Pad in keinem schlechten Zustand.

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Bei, ich glaube es war Okawao, stehen ein paar Steppenzebras und drei Bergzebras gemischt am Wasser. Mich interessiert aber ein junger Lannerfalke mehr, der sehnsüchtig den in Schwärmen einfallenden Namaflughühnern nachschaut. Fast kann man seine Gedanken lesen. Ein paar Mal versucht er einen Jagdflug, aber er muß noch viel lernen, bis er auf diese Weise Erfolg haben wird.

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Ein siebenköpfiges gemischtes Kudurudel kommt ans Wasser, dahinter patroullieren zwei Ludwigstrappen.

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Ground Agama

Da ich früh dran bin, möchte ich den Umweg über Rateldraf, Klippan und Luiperdskop zum Galton Gate nehmen. Hier wären die Grader jetzt sehr willkommen, denn die Pad ist eine total ausgefahrene Wellblechpiste. Aber landschaftlich ist es mit das Beste, was Etosha zu bieten hat, geht es doch am Fuß der Dolomietberge entlang. Immer wieder bleibe ich stehen und glase die Bergflanken ab, ob nicht doch irgendwo ein Leopard auf so einem prächtigen Ausblick ruht, aber natürlich finde ich keine Katze.

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Bergzebras hingegen sind hier häufig zu beobachten.

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Auch die Zebras sind einer kühlenden Fangopackung nicht abgeneigt.

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Vor Klippan finde ich diese Ludwigstrappe direkt neben der Pad im Schatten ruhen, und da es ihr schon zu heiss ist, bleibt das sonst so scheue Tier liegen.

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In einem riesigen Kameldorn sitzen drei Lanner ebenfalls im Schatten.

Hinter Klippan ist die Strasse ohne Vorankündigung mit einer querliegenden Steinreihe und einem Verbotsschild gesperrt, also muß ich das ganze üble Wellblech wieder zurück.
Das Galton Gate erreiche ich pünktlich zur Mittagszeit, alle Angestellten sitzen im Schatten beim Essen. Nur widerwillig erheben sich die Verantwortlichen um der Bürokratie ihren Lauf zu lassen. Der übliche Eintrag ins dicke Buch, Kontrolle der Permits, ein kurzer Blick aufs Gepäck, dann kann ich passieren und der Posten verfällt wieder in seinen Mittagsschlaf.

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Über die C 35 fahre ich nun in südliche Richtung.

Vor Kamanjab biege ich nach Norden auf die D 2763 ab und erreiche bald mein Tagesziel, die Rustig Toko Lodge. Da ich niemanden finde und auch klingeln an der Rezeption keinen Erfolg bringt, setze ich mich an den Pool und schreibe ein paar Notizen.
Bald kommt ein Auto, es sind zwei Engländerinnen mit einem Freund, die auch hier campen wollen. Wir machen es uns bequem und reden über den Brexit. Die Mädels sind stinkesauer auf ihre Landsleute, weil sie nun momentan keinen Job erhalten können. Jedenfalls keinen, von dem man Leben könnte. Die Firmen sind sehr vorsichtig, da keiner weiss, wie sich die Wirtschaft nach dem Austritt entwickeln wird. Und so haben sie den alten, mies bezahlten Job gekündigt, ihre Habseligkeiten verkauft und touren nun durchs südliche Afrika. Später wollen sie noch nach Fernost weiter.
Nach einer Runde im Wasser gehe ich ein bisschen den Vögeln hinterher.

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Damara Hornbill

Irgendwann erscheint ein Angestellter und sagt, wir sollen schon auf den Campingplatz fahren, wir sind die einzigen Gäste heute.
Ich stelle mein Zelt auf und koche mein Dinner, dann erscheint der Besitzer und weist uns in die Facilities ein. Jeder Platz ist riesig, hat einige Schattenbäume, ein eigenes Ablutionhaus sowie einen überdachten Platz mit Bänken und Tisch. Leider lässt sich so kurzfristig kein Nightdrive organisieren, der hier oft Erfolg auf die "scheuen Fünf" haben soll.


Kosten: Camping Rustig Toko Lodge 130.- Nam$


Fazit Etosha: Klar, hier hat´s viele Antilopen und Elefanten, man hat gute Chancen Katzen zu sehen, auch Vögel gibt es ja einige interessante Arten. Aber: man ist ins Auto gefesselt und fährt Meile um Meile, ohne aussteigen zu können. Dazu kommt eine sagen wir mal bestenfalls schwerfällige Verwaltung, wenn nicht gänzlich uninteressiert. Der Camping in Okaukuejo ist eine Frechheit für das aufgerufene Geld, sowohl die Küchen wie auch die Sanitärgebäude können der Massen, wenn mehrere Tourbusse auf dem Platz sind, nicht Herr werden. Es wird wohl wieder mindestens zwölf Jahre dauern, bis ich erneut meinen Weg hierher finde. Es gibt Besseres in Namibia!

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 1209. März 2017
Montag, 23. Januar :

Gestern hatte ich mich mit dem Besitzer unterhalten, daß ich gerne etwas den Vögeln nachstellen möchte, und er empfahl mir, den Dolomite Mtn. zu besteigen. Da gäbe es sowohl den Rockrunner wie auch das Hartlaub´s Spurfowl, beides Near- endemics. Das trifft sich gut, denn schon bei der Anfahrt zum Campingplatz war mir der markante Felszug aufgefallen, der sich genau südlich des Platzes erhebt.
Noch vor Sonnenaufgang bin ich unterwegs und versuche, die schon singenden Vögel zu identifizieren.

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Der White- tailed Shrike ( Drosselwürger ) ist ein rast- und ruheloser kleiner Kerl, der zusammen mit seinem Partner einen Dornbusch nach dem anderen inspiziert.

Nach der tagelangen Autofahrerei macht es Spaß, in den scharfkantigen Felsen herum zu klettern und die Aussicht von der Ridge zu geniessen.

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Ich entdecke ein paar Kudus, die laubzupfend langsam bergan wechseln. Wieviel besser passen sie hier in die Berge denn in die flache Etoshapfanne.

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Short- toed Rock Thrush, Kurzzehenrötel

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Auf dem höchsten Punkt der Ridge setze ich mich auf einen Block und geniesse den frühen Morgen.

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Ein metallisch glänzender Skink freut sich auch über die Morgensonne.

Auf dem Rückweg versuche ich noch, einen Tschagra zu fotografieren, aber er versteht es sehr gut, immer einen Busch zwischen uns zu haben.
Die beiden Raritäten habe ich natürlich nicht gefunden.
Im Camp zurück breche ich das Lager ab, und entdecke unter der Bodenplane zwei Spinnen, ein grosses Weibchen und das deutlich kleinere Männchen.
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Dann fahre ich zur Lodge zurück, um zu bezahlen und noch ein paar Vögel zu knipsen, die hier zahlreich in den Bäumen und Büschen herumhopsen.

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Monteiro- Toko

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Grey- backed bleating Camaroptera, oder Meckergrasmücke

Die ebenso wuseligen winzigen Cape Penduline Tits kann ich zwar erkennen, aber nicht auf den Chip brennen.

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Ein Arbeiter zeigt mir noch dieses Flap- neck Chamaeleon, das ich sonst nicht gesehen hätte.

Es ist schon kurz vor Elf Uhr, als ich mich auf den Weg Richtung Kamanjab mache. Am Abdreh auf die D 2695 steht ein Arbeiter, und ich nehme in mit bis in die Stadt. Er spricht kein Englisch, aber ich verstehe, daß er zum Arzt will wegen Kopfschmerzen.

In Downtown- Kamanjab ( also der einzigen Strassenkreuzung ) lasse ich den Arbeiter aussteigen, dann tanke ich und lasse meine Gasflasche auffüllen, weil der Brenner nicht mehr auf Touren kommen will. Dann ergänze ich im erstaunlich gut sortierten Oase-Supermarkt meine Vorräte und verlasse den im Mittagsschlaf daliegenden Ort in westlicher Richtung.

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Auf der C 40 Richtung Grootberg

Bald schon erreiche ich mein Tagesziel, die Hoada Campsite. Das Camp ist mittlerweile deutlich gewachsen, aus den ursprünglich drei Plätzen sind nun acht geworden, und ich erhalte den Platz Nr. 7
Ist also recht gut gebucht.

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Namaqua Sand Lizard

Ich richte mich häuslich ein, dann ruhe ich etwas im Schatten, denn es ist deutlich über 35 Grad warm. Gegen 17.00 Uhr suche ich den kleinen Felsenpool auf. Hier liegen einige Rock Agamas direkt am Wasserrand. Sie kommen aber nicht wie gedacht um zu trinken, sondern versuchen Schmetterlinge, die niedrig übers Wasser fliegen, durch einen Sprung aus der Luft zu fangen. Einige sind dabei recht erfolgreich.

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Namibian Rock Agama

Den Sundowner möchte ich auf einem Riesenboulder geniessen, die hier überall verstreut in der Landschaft stehen.

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Die hier ansässigen Baboons haben die gleiche Idee, sie tun sich aber deutlich leichter beim Erklimmen ihrer Aussichtsfelsen.

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Sunset gegen den Grootberg

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Berge im Licht

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Rechts auf den Felsen erkennt man die Silhouetten der Affenbande.

Ich dagegen muß schauen, daß ich im Restlicht wieder vom Felsen runter komme, was deutlich anspruchsvoller ist als der Weg nach oben.
Im Camp starte ich den Kocher, und mit einer riesigen Stichflamme verschafft sich der übervolle Gasbehälter Luft. Es stinkt nach Gas und verbrannten Haaren, und im Spiegel kann ich erkennen, daß meine Gesichtsbehaarung gelitten hat. Der Bart ist quasi ab.

Kosten: Camping Hoada Camp 185.- Nam$

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 1319. März 2017
Dienstag 24. Januar :

Der frühe Blick nach draussen verrät, daß es komplett bewölkt ist. Sonnenaufgang findet heute also ohne mich statt, so lasse ich mir Zeit und frühstücke in aller Ruhe.

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Ich erkunde die Boulderlandschaft und besteige einige dieser Granitkuppen.

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Der Blick geht weit übers Land bis zum Grootberg, hinten links kann man die Paßstrasse erkennen.

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Ein Baum, der aus den Blöcken wächst, steht in Blüte.

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Blüte und Samenkapsel

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Dusky Sunbirds werden von den Blüten magisch angezogen, aber mir mag nur ein Belegbild gegen den dunklen Himmel gelingen.

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Der Baum in einem kurzen Wolkenloch.

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Dann finde ich diese leuchtend blaue Echse, die auch versucht, ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen. Ich hätte sie bei den Flat Lizards eingeordnet, diese gibt es aber laut Verbreitungskarte hier nicht. Vielleicht hat jemand eine Idee bzgl. der Spezies?
Es ist ein Angolan Blue- tailed Skink. Danke Konni.
Es geht schon gegen 11.00 Uhr bis ich zurück bin, zusammengepackt habe und weiter auf der C 40 Richtung Grootberg fahre.
Ein paarmal stehen Bergzebras direkt neben der Pad.

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Auch einen Trupp Rennvögel ( Burchell´s Courser ) kann ich entdecken.

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Grootberg Passhöhe

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Können Schilder lügen?

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Hier gibt es keine kommerziellen Farmen mehr, das Land gehört den Conservancies.

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Richtung Palmwag.

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Höchst interessante Gewächse gedeihen hier, der hintere Baum ist ein Moringa. Aber der Vordere?

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Südwärts auf der C 43.

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Hier hat die Natur feine Ornamente in den Schotter gezaubert.

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Die C 39 wendet sich wieder Richtung Osten und führt abermals über einen Paß, bevor man dann das Huab- Rivier überquert.

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Die Fahrt durchs Damaraland ist landschaftlich sehr abwechslungsreich.

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In der Doro !Nawas Conservancy war ich vor acht Jahren schon einmal.

Dann erreiche ich den Abdreh auf die D 2612 und bald darauf das Aba- Huab Camp. Hier checke ich ein und suche mir eine abseits gelegene Site unter einem grossen Kameldorn. Tisch und Stuhl baue ich schon auf, und gegen 17.00 Uhr fahre ich in Richtung Twyfelfontein, denn mittlerweile hat der recht kräftig blasende Wind die Wolken vertrieben und die Sonne scheint wieder.

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Rüppelltrappen finden sich neben der Strasse.

Für die Felsgravuren komme ich zu spät, hier ist um Fünfe Feierabend. Aber per Zufall entdecke ich einige Felsen, die frei zugänglich sind, und auch hier gibt es erstaunlich gut erhaltene Gravuren. Den Preis muß ich auf dem fast letzten Meter zahlen, denn plötzlich habe ich feinen Eieruhrensand unter den Rädern, und in Nullkommanix sitze ich fest.

Um noch das schöne Abendlicht zu nutzen, erkunde ich zunächst die Felsen mit den Gravuren.

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Die Arten lassen sich gut erkennen und sind erstaunlich präzise heraus gearbeitet.

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Nach diesem schönen Gewitterhimmelfoto wird es Zeit, sich um den eingegrabenen Condor zu kümmern. Da er eine Hängerkupplung hat, bocke ich ihn kurzerhand hier auf, bis der Jack voll ausgefahren ist. Dann hole ich flache Steine aus einem nahen Rivier und packe sie unter die Hinterräder. Ablassen des Jacks und nochmaliges Hochpumpen, weitere Platten unter die Räder, und ich bin wieder frei. Die Aktion hat zwanzig Minuten und einige Schweisstropfen gekostet.

Als ich zurück ins Aba- Huab Camp komme, hat es sich eine asiatische Grossfamilie auf meinem Platz bequem gemacht. Das Feuer brennt, die Dachzelte sind aufgeklappt und man gedenkt demnächst zu braaien.
Da alles argumentieren nichts bringt, fahre ich zur Reception, und die Damen machen dem Asiaten klar, daß er sich einen anderen Platz suchen muß. Seine Damen sind stinkesauer und haben es überhaupt nicht eilig. Sie spekulieren wohl darauf, daß es mir zu blöd wird und ich mir einen der wenigen noch freien Plätze suche. Aber ich bin in Afrika, ich habe Zeit. Letztlich räumen sie nach langen Palavern den Platz, und ich habe schon ein brennendes Feuer. Zum Kochen nehme ich aber doch den Gasbrenner, geniesse aber den Absacker am Feuer. Mit Einbruch der Dunkelheit sirren hier plötzlich Mozzies rum, damit habe ich gar nicht gerechnet. Da der Campingplatz ziemlich voll belegt ist - es hat bestimmt sechs Overlanderbusse hier - ziehe ich eine Nacht im Condor vor, da höre ich vermutlich weniger von meinen Nachbarn.

Ziemlich genau gegen Mitternacht werde ich wach, weil ich draussen ganz leises Tapsen höre. Ich denke zunächst an die hier heimischen Esel, plötzlich fingert aber ein kleiner Saubstaugerrüssel ( natürlich meine ich Staubsaugerrüssel 😄 😁 😊 ) an meiner Heckscheibe entlang. Ich knipse meine Kopflampe runtergedimmt an, und sehe einen Babyelefanten, der sich für den Condor interessiert. Direkt dahinter stehen zwei grosse, graue Wände. Nicht ich habe die Wüstenelefanten gefunden, sie haben mich gefunden!
Am nächsten Morgen erinnern nur noch die Tapser auf der Heckscheibe ( die ich wie eine Trophäe belasse und noch lange mit herumfahre ) und die Sohlenabdrücke im Sand an die nächtlichen Besucher. Den Spuren nach waren es mindestens fünf Tiere.


Kosten Aba- Huab Camp: 140.- Nam$

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 1426. März 2017
Mittwoch, 25. Januar :

Zwar hat sich über Nacht der vortags stramm blasende Wind komplett gelegt, dafür ist es wieder komplett zugezogen. So habe ich es nicht sonderlich eilig, und in aller Ruhe frühstücke ich. Dabei beobachte ich die diversen Reisegesellschaften, die schon fleissig dabei sind, ihre Utensilien auf und in den Bussen oder auf Hängern zu verstauen. Das ist mindestens so unterhaltsam wie an einem Wasserloch zu stehen.
Als sich der Platz weitgehend geleert hat, gehe ich in den nunmehr verwaisten Ablutions duschen, packe zusammen und verlasse ebenfalls das Aba- Huab Camp in südlicher Richtung.

Kurz vor dem "Verbrannten Berg" komme ich an eine Schranke. Hier müssen Besucher dieser "Attraktion" Eintritt bezahlen. Nicht, daß ich etwas dagegen habe, wenn die lokale Bevölkerung an den Einnahmen durch Touristen partizipiert. Aber wie soll man den schwarzen Schutthaufen als Sehenswürdigkeit wahrnehmen? Mir gelingt es nicht. Na gut, gleich nebenan in einem kleinen Canyon gibt es ja noch die "Organ Pipes", Basaltsäulen, die an Orgelpfeifen erinnern sollen.

Da ich nicht an den Highlights interessiert bin und nur in südlicher Richtung durchfahren will, brauche ich nichts zu bezahlen. Die Pad wird sehr schnell zu einer nur selten befahrenen Spur, es geht über Stock und Stein mitten hinein in die Doro !Nawas Conservancy.

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Der Blick zurück nach Norden, linkerhand die einmalige touristische Attraktion des "Verbrannten Bergs".

Sehr bald windet sich der Track durch die Berge und dann zwischen zwei Gebirgszügen in westlicher Richtung hindurch. Diese Landschaft empfinde ich tatsächlich als Attraktion, aber Fotos habe ich kaum welche gemacht, denn die Fahrerei wird immer anspruchsvoller.

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Gemsbock in nahezu grasloser Landschaft. Von was ernähren sich die hier noch verbliebenen Tiere?

Ausser einigen wenigen Oryx und vereinzelten Springböcken sehe ich keine Tiere, selbst Vögel sind Mangelware.
An der ersten Verzweigung der Spuren nehme ich die Linke, die mich um einen Gebirgsstock herumführt und weiter Richtung Süden, geradewegs auf den in Ferne liegenden Brandberg, führt.

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Restlos abgeweidete Grasbüschel zeugen von besseren Tagen, im Hintergrund erkennt man den Brandberg.

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Dann passiere ich einige ärmliche kleine Gehöfte, die aber allesamt verlassen daliegen. Hier finden selbst die Bokkies nichts mehr zum Fressen.

Über die C 35 führt der Weg weiter südlich. Immer öfter gibt es hier einfache Hütten neben der Strasse, wo Himbas, ab und zu auch Hererofrauen in voller Tracht Souvenirs feilbieten.

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Karges Damaraland

Kurz vor Uis biege ich nach rechts ab auf die D 2359 in Richtung Brandberg White Lady Lodge.

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Doppelband- Rennvogel. Auch er wird seine liebe Mühe haben, hier Insekten zu finden.

Ich checke bei der Lodge für den Campingplatz ein und genehmige mir erstmal an der Bar einen Rock Shandy. Der Pool ist zu verlockend, und ich geniesse eine Abkühlung im Wasser, während ich den Dusky Sunbirds zuschaue, die Blüten einer Kletterpflanze inspizieren. Auf dem Rasen trippeln Cape Wagtails umher.

Dann fahre ich das kurze Stück bis zum Campground. Ich stelle das Zelt auf, dann gönne ich mir ein verspätetes Mittagessen.

Gegen 17.00 Uhr fahre ich nochmals los, um ein paar Vögel zu finden, denn mittlerweile scheint auch die Sonne wieder durch einen milchigen Himmel. Dafür bläst der Wind wieder stramm.

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Auch den Nachtflughühnern zerzaust der Wind das Gefieder.

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Rüppeltrappe. Hoffentlich zerschneidet sie sich nicht die Füsse an den Resten eines Sundowners. Leider liegen neben den Pads gerade hier im so schönen Damaraland überall Glasflaschen und Bierdosen herum. Schade.


Kosten : Brandberg White Lady Camp 140.- Nam$

Viele Grüsse, Matthias
Teil 1507. Apr. 2017
Donnerstag, 26. Januar :

Heute morgen scheint die Sonne mal wieder direkt vom Start weg, und so beschliesse ich, als Erstes einen Drive Richtung Brandberg zu unternehmen. Das Frühstück muss warten.

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Brandberg im frühen Morgenlicht. Die Spitze heisst Königstein, bringt es auf 2573 Meter ü. NN, und ist Namibias höchste Landmarke.

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Da es praktisch keinerlei Grasbewuchs mehr gibt, fallen die Granitmurmeln in der Landschaft umso mehr auf und fordern geradezu nach einer Kletterpartie.. Auf dem linken, trockenen Ast sitzt ein Mountain Wheatear, oder Bergschmätzer.

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Der selbe Vogel vor dem Brandbergmassiv.

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Namib Day Gecko

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Karroo Chat, oder Wüstenschmätzer

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Granitnußknacker, die "Nuß" bröselt schon.

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Ich entdecke diesen Nebeltrinker, aber Nebel gibt es heute keinen. Der Käfer wird das Nachsehen haben. Wie lange er aber gebraucht hat, um seinen Irrtum zu bemerken, weiss ich nicht, denn ich ziehe es vor, zurück ins Camp zu fahren.

Während ich den Schlafsack lüfte und das Frühstück vorbereite, bleibt dies nicht unbemerkt, und eine bunte Schar Vögel ist es offenbar gewohnt, dass Touristen ihnen bei der Futterergänzung beistehen.

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Cape Wagtail

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White- browed Scrub- robin

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Groundscraper Thrush, oder Akaziendrossel

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Cape Glossy Starling

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Familiar Chat, oder Rostschwanzschmätzer

Selten ist Birding so einfach. Ich sitze in meinem Campingstuhl, nehme mein Frühstück zu mir, und hebe ab und an die Kamera, wenn gerade ein Vogel sich mal auf einem von der Sonne beschienenen Flecken aufhält. Dieses Mal muss nicht ich den Vögeln hinterher schleichen, sondern die Tiere kommen zu mir. So geht´s also auch.
Leider gilt das nicht für alle Vögel hier auf dem Platz, denn weder die Lovebirds noch die Familie Scimitarbills, die in den Kronen der Akazien herumturnen, wollen sich fotografieren lassen.

Ich packe zusammen und fahre zurück über die D 2359 und das kurze Stück C 35 bis nach Uis.

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Unterwegs finde ich noch einen Trupp White- backed Mousebirds.

In Uis tanke ich zuerst, und dann fällt mir ein Schild vom Cactus Caffee auf. Ich beschliesse, hier eine Mittagsrast einzulegen. Ich setze mich unter den Sonnenschutz, geniesse einen leckeren Milkshake, schaue den Webervögeln bei ihrer Balz zu und unterhalte mich etwas mit dem Gärtner, der die Kakteen pflegt, die hier auch vermehrt und verkauft werden.
Nach meinem Burger mit Fritten trinke ich noch einen Kaffee, bevor ich mich gegen 14.00 Uhr wieder aufmache, um in östlicher Richtung meinem heutigen Etappenziel Omandumba näher zu kommen.

Bis dahin, viele Grüsse
Matthias
Teil 1609. Apr. 2017
weiterhin der 26. Januar :

Via C 36 fahre ich gute fünfzig Kilometer Richtung Osten, um dann auf die D 2306 in südliche Richtung zu schwenken. Bei Okombahe geht es durch das Omaruru- Rivier. Es muss vor ein paar Tagen gelaufen sein, überall hat es noch Pfützen, und auf dem Sand hat es eine feuchtschmierige Lehmschicht.

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Ground Agamas sieht man öfter an den Rändern der Pad sitzen.

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Dann biege ich auf die D 2315 ab, die mitten durch das Erongo- Gebirge nach Omaruru führt.

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Und mitten im Erongo- Krater liegt die Farm Omandumba, mein Tagesziel.

Ich halte am Farmhaus, um einzuchecken, und werde direkt wiedererkannt. Ja, ist richtig, ich war vor drei Jahren schon mal hier, und ja, damals war ich auf der Campsite direkt neben dem Living Museum der Buschmänner. Ob ich diesmal was Neues probieren möchte, werde ich gefragt. Es gäbe da ein Camp, nennt sich "Peter´s Höhle", liegt mitten in den Felsen, ist aber acht Kilometer weiter auf der Farm, JWD ( Janz weit draussen ) und völlig abgeschieden. Na, das hört sich gut an, das ist gebongt.

Ich fahre also auf einer rumpeligen Farmpad in südwestlicher Richtung weiter in die Berge hinein.

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African Hoopoe

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Steinböckchen

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Klippspringer, leider voll im Gegenlicht

Zunächst besuche ich noch eine Felsformation, die hier "Drei Elefanten" genannt wird. Unter ein paar überhängenden Felsen gibt es auch ein paar Buschmann- Zeichnungen, die aber schon ziemlich verwittert sind. In den Felsen sitzt eine rund dreissigköpfige Baboon- Truppe, die, als ich aussteige und ein paar Felsen hochsteige, ein Mordsspektakel loslassen, welches zwischen den Felswänden schaurig widerhallt.

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Die Drei Elefanten

Dann suche ich Peter´s Höhle auf.

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Zuerst mag ich gar nicht glauben, dass ich richtig bin, denn es erwartet mich ein doppelstöckiges, perfekt in die Felswände eingepasstes Etablissement. Der untere Stock ist verglast, der obere Stock aber nur teilweise überdacht.
Das wird mein Lagerplatz. Direkt unter den Sternen. Perfekt.
Ich bringe Isomatte und Schlafsack nach oben, dann setze ich mich erst mal vor "meine" Hütte, trinke ein Savanna und geniesse die Aussicht.
Direkt oberhalb gibt es einen schönen Ausguck, den habe ich mir für den Sundowner auserkoren. Ich schnappe mir ein Bier und die Optik, dann steige ich die Felsen hoch.

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Der Sundowner Hill

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An Gesteinsmühlen, in denen es noch etwas Regenwasser hat, vorbei geht es höher.

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Goldener Butterbaum

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Im Licht der untergehenden Sonne glüht der Granit rot auf. Ich trinke mein Bier und sauge die Stille in mich auf. Was für ein g...er Platz.

Glücklich und beseelt steige ich wieder ab, und nach einem kurzen Vesper auf meiner Veranda schlupfe ich in den Schlafsack. Aber an Schlaf ist nicht zu denken. Lange liege ich auf dem Rücken und starre in den grandiosen Nachthimmel. Ein paar vorbeifliegende Sternschnuppen versehe ich mit einigen Sichtungswünschen, mal schauen, ob davon etwas in Erfüllung geht?


Kosten: Omandumba Camping. 130.- Nam$

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 1714. Apr. 2017
Freitag, 27. Januar :

Mit dem ersten Licht werde ich wach, genehmige mir aber noch ein paar Minuten im kuscheligen Schlafsack, drehe mich auf die Seite und schaue in die Landschaft. Diese liegt wie am Tag der Schöpfung unberührt vor mir, und ich höre den Vögeln zu, wie sie ihrerseits den Tag begrüssen.
Dann hält mich nichts mehr, und ich erkunde die im Westen liegende Ridge, von der aus man einen schönen Blick nach Westen Richtung Namibwüste haben sollte.

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Blick Richtung Westen

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Blick zurück

Wie ich so zwischen den Felsen herumklettere, vernehme ich plötzlich ein tiefes, kehliges, heiseres Gebell, insgesamt fünf, sechsmal, dann ist wieder Ruhe. Mir stellen sich die Haare auf dem Rücken auf, denn dank eines National Geographic Berichts weiss ich, dass der Lautverursacher ein Leopard ist. Fernsehen bildet, heisst es doch.
Schnell steige ich auf einen Boulder hoch und suche die Gegend mit dem Fernglas ab, aber den Leo finde ich natürlich nicht. Ich bin mir aber sicher, dass er mich genau beobachtet.
Bald erregt aber ein anderer Laut, den ich noch nie vernommen habe, meine Aufmerksamkeit. Hört sich nach einem Huhn an, aber irgendwie auch komplett anders. Bald entdecke ich den Verursacher, es ist ein Hartlaub´s Francolin, der auf einem Boulder steht und seinen Territoriumsanspruch ins Tal plärrt.

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Ich freue mich sehr über meine Erstsichtung dieses fast ausschliesslich im nordwestlichen Namibia vorkommenden Huhnes.

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Wie vermutet hat man einen schönen Blick in westlicher Richtung auf die in der Ferne aufragenden Pontoks und die Spitzkoppe.

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Cape Bunting, oder Kapammer.

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Riesen- Samtmilben krabbeln über den Sand.

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In typischer Haltung: ein White- browed Scrub- robin.

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Ein Wüstenlaufkäfer ( Anthia spec. )

Dann beende ich meine Runde und geniesse das Frühstück in der Morgensonne. Danach gönne ich mir noch eine Openair- Dusche, bevor ich zusammen packe und wieder zurück nach Omandumba fahre.

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Ich verabschiede mich und berichte von meiner Leohörung, bevor ich weiter über die D 2315 nach Omaruru fahre. Es wird deutlich grüner, hier hat es schon geregnet. Direkt am Strassenrand wächst schon Gras, und ein paar Mal überrasche ich Bergzebras, später auch Kudus, die das frische Grün zupfen.
In Omaruru ergänze ich meine Vorräte, und dann gönne ich mir ein Mittagessen.

Um nicht auf der selben Strecke zurück zu fahren, nehme ich die geteerte C 33 und fahre über Karibib und Usakos wiederum ins Erongo- Gebirge auf die Farm Ameib. Hier checke ich bei Frau Denker für die Campsite ein. Rein äusserlich hat sich seit meinem letzten Besuch vor ein paar Jahren nur wenig verändert, aber eines fällt sofort positiv auf. Es stinkt nicht mehr so penetrant nach Katzen, die hier früher einmal das Farmhaus "bewohnt" haben.

Auf dem Campingplatz suche ich mir einen Platz unter einem schattenspendenden Baum, stelle das Zelt auf und suche erst einmal den Pool auf. Irgendwie verpenne ich die Zeit etwas mit Lesen und Notizen schreiben, und plötzlich muss ich mich sputen, wenn ich den Sonnenuntergang beim Elephant Head erleben will.

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Geschafft. Im schönsten Abendlicht leuchtet der Elefantenkopf auf.

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Passend zu Ostern gibt es nun ein paar Eier aus Granit. Bull´s Party.

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Riesenmurmel und Elefantenkopf.

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Die Sonne sinkt nun schnell, und so beeile ich mich, um auf den Granitrücken, der zum Elefantenkopf hochführt, hinauf zu kommen.
Von hier aus hat man einen weiten Blick nach Süden und Westen.

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Sunset. Hinten im Dunst ragt wiederum die Spitzkoppe heraus.

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Im letzten Licht des Tages.

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Die Sonne ist weg, aber der Granit glüht noch nach.

Zufrieden beschliesse ich den Tag mit einem Absacker vor meinem Zelt. Da nur wenige weitere Camper hier sind, kann man die Stille in sich aufnehmen.


Kosten : Camping Ameib 120.- Nam$


Frohe Ostern,
Matthias
Teil 1817. Apr. 2017
Samstag, der 28. Januar :

Noch vor Sonnenaufgang komme ich los, muss aber gleich nach dem Gate wieder stoppen, denn rechterhand sitzt in einem Baum ein noch ziemlich verschlafen drein blickender Milchuhu.

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Ich fahre weiter bis zum Hinweisschild "Riesental". Hier stelle ich das Auto ab und nehme den Wanderweg. Der Weg führt geradewegs
in ein Tälchen, das wie ein Amphitheater von einem Halbrund hoher Berge eingerahmt ist.

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Das Riesental.

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Und der Blick zurück.

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Ich klettere etwas zwischen den Felsen herum. Dabei finde ich ein skelettiertes Dassie, das wohl abgestürzt ist.

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Aus den Felsen laufen manchmal kleine Rinnsale, und sofort hat es auch blühende Pflanzen.

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Nachdem ich eine grössere Runde gedreht habe, komme ich über eine Felsterrasse auf halber Höhe zurück und blicke ins Tal, da sehe ich gerade noch, wie ein Leopard sich von einem Felsentisch erhebt und in einer galanten Drehbewegung hinter diesem verschwindet.
Einen schönen Platz zum Beobachten hat er sich da ausgesucht, denn unterhalb liegt eine Ebene, wo ich ein paar Kudus beim Äsen ausmachen kann.
Eine ganze Truppe Monteiro- Tokos kommt herbei geflogen, und zwei Vögel setzen sich auf einem waagerechten Ast, wippen auf und ab, und dazu rufen sie unablässig "barragg- barragg". Ob das wegen der Katze ist, oder ein lautstarker Protest gegen den neuen amerikanischen Präsidenten, weiss ich natürlich nicht. Lustig ist es in jedem Fall.

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Von einem vorbei fliegenden Trupp Red- faced Mousebirds erwische ich nur diesen Vogel in einem kleinen Fenster.

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Ein letzter Blick ins Riesental, dann steige ich ab und fahre ein kurzes Stück weiter bis zum Parkplatz zur Philip´s Cave.

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Violet- backed Starling

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Von einer nächtlichen Mahlzeit bleibt von dem Nachtfalter nur noch das Flügelpaar übrig.

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Boulton´s Namib Day Gecko.

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Ein schöner Moringa auf dem Weg zur Philipsgrotte.

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Unmittelbar vor der Grotte sind ein Paar Felsenschwalben damit beschäftigt, Auspolsterungsmaterial für ihr Nest zu sammeln.

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Rock Martin

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Das Nest findet sich im Eingang zur Höhle.

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In der Höhle selbst finden sich einige Buschmannzeichnungen.

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Darunter der berühmte "Weisse Elefant".

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Vor der Höhle finden sich ein paar lila blühende Schmetterlingsblütler.

Dann steige ich ab, gehe zurück zum Wagen und fahre ins Camp zurück. Dort gibt es ein ausgiebiges, spätes Frühstück, bevor ich mich wieder an den Pool zurück ziehe.

Gegen Abend entscheide ich, heute mal in die entgegen gesetzte Richtung zu gehen, um den Sonnenuntergang zu erleben, denn da war ich vorher noch nie. Über eine alte Farmpad laufe ich nach Westen bis zu einem Unterstand auf einem Hügelrücken, der Rhino Lookout genannt wird.

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Blick Richtung "Paradies" vom Rhino Lookout.

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Von hier aus soll man öfter mal Rhinos sehen können, aber bei mir macht der Lookout seinem Namen keine Ehre.

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Aber einen schönen Sunset bekomme ich zu sehen, ganz im Hintergrund spitzt wieder die Spitzkoppe heraus.

Nun muss ich mich sputen, damit ich im letzten Licht wieder zurück ins gut zwei Kilometer entfernte Camp finde, wo ich den Tag vor meinem Zelt sitzend Revue passieren lasse. Auch wenn nicht viele Fotos entstanden sind, hatte ich doch wieder tolle Erlebnisse. Der Leo und die schaukelnden Tokos werden in Erinnerung bleiben.


Viele Grüsse,
Matthias
Teil 1921. Apr. 2017
Sonntag, 29. Januar :

Heute morgen fahre ich nochmals zur Bull´s Party, stelle den Wagen im Schatten ab und gehe um den Elefantenkopf herum auf die Ostseite.

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Rückseite vom Elefantenkopf. Auch hier gibt es überall Riesenmurmeln. Unter einem Überhang gibt es ein paar blasse Bushman- paintings.

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Hier sind immerhin drei Giraffen erkennbar. Leider haben sich ein paar Idioten bemüssigt gefühlt, Schmierereien zu hinterlassen, so im Sinne von "Joe was here".

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Wo Wasser aus den Felsen tritt, finden sich viele dieser winzigen lila Lilien.

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Zwischen den zwei Felstürmen gibt es einen ausgewiesenen Klettersteig, der auf den Elefantenkopf führt. Den habe ich mir für heute rausgesucht.

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Von weiter oben hat man einen schönen Blick nach Osten auf die ganzen Murmeln.

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Oben angekommen beäugen mich neugierig drei Klippspringer, hier die Geiss mit ihrem Kitz.

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Und hier der Bock auf dem grossen Aussichtsplateau mit grandiosem Weitblick. Ich setze mich auf den Fels und glase die Umgebung ab, dabei finde ich ein paar Giraffen, später auch noch einige Kudus sowie einen Gemsbock.
Wie ich nach Westen wieder absteigen will, kommt mir eine Gruppe Schweizer entgegen, mit einem der Herren habe ich mich gestern schon eine Weile unterhalten. Als ich von den Giraffen berichte, werden die Frauen ganz aufgeregt. Sie sind das erste Mal in Namibia und haben noch keine gesehen. Also setzen wir uns hin, und ich weise sie mit den Ferngläsern ein, bis alle die Langhälse gefunden haben.

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Blick nach Westen. Wieder einmal ragt ganz hinten die Spitzkoppe heraus.

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männliche Felsenagame.

Dann aber steige ich ab und fahre zurück ins Camp, wo ich mich unter meinen Schattenbaum setze und das Frühstück nachhole.
Dabei gelingen mir ein paar Bilder von einem singenden Diderickkuckuck.

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Diederik Cuckoo

Anschliessend packe ich zusammen und fahre zurück nach Usakos, wo ich für 200.- $ tanke. Weiter geht es für gute zwanzig Kilometer auf der auch sonntags vollen B 2, dann biege ich ab auf die D 1918, die mich immer näher an mein nächstes Ziel, eben die Spitzkoppe, bringt.

Davon handelt der nächste Teil,
bis dahin

Matthias
Teil 2022. Apr. 2017
weiter der 29. Januar :

Von der D 1918 biege ich auf die genau nach Norden führende D 3716 ab, die zuerst durch den "Ort" Grootspitzkop führt. Am Ortsausgang biegt die Zufahrt nach links ab, und bald steht man am Gate. Hier checke ich fürs Camping ein. Ich werde sehr freundlich mit Handschlag empfangen, man zeigt mir anhand einer Karte die verschiedenen Zeltplätze und wo die Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Zu Bushmans Paradise darf man nur noch mit gebuchtem Führer. Nun, das weiss ich bereits, ich war ja schon mehrfach hier, das letzte Mal allerdings vor fünf Jahren.
Auf der Übersichtskarte, die man behalten darf, ist vermerkt, dass das Gate am Westgate permanent geschlossen sei. Auf Nachfrage sagt man mir aber, dass das Gate offen wäre.
Ich bedanke mich für den wirklich freundlichen Empfang und sage das auch meinem Gegenüber, dass sich hier wirklich etwas zum Positiven verbessert hat. Er freut sich sehr darüber.

Dann fahre ich eine Erkundungsrunde zu den Sites 1 und 2, aber eigentlich weiss ich schon genau, wo ich hin will.

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Doch die Erkundungsfahrt ist nicht erfolglos, denn hier fliegen in den Büschen einige Vögel umher, immer schön darauf bedacht, im Schatten zu bleiben, denn es ist bestimmt knapp an die vierzig Grad heiss. Hier ein Acacia Pied Barbet.

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Da eine Black- chested Prinia

Dann fahre ich weiter zur Site 4. Alles bestens, alles frei. So habe ich es mir vorgestellt. Ich baue das Zelt auf, verteile Stuhl und Tisch, hänge einen Wassersack auf, damit sich das Wasser erwärmen kann bis zum Abend.
Danach gehe ich das kurze Stück zum Arch auf Erkundungstour und klettere auf den nebenan liegenden Fels, der sich gut zum Sundowner eignet. Aber dafür ist es noch zu früh.

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Der tote Rock Monitor bietet einen eher skurrilen Anblick.

Das Licht am Rock Arch gefällt mir noch nicht, die Sonne steht noch zu hoch, und so fahre ich eine Runde zur Spitzkoppe. Hier sind schon einige Camps belegt. Die meisten liegen auch sehr schön an die Felsen geschmiegt, aber mir passt mein Platz so offen auf dem Präsentierteller besser.

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Auch der Swallow- tailed Bee- eater achtet auf einen Ansitz im Schatten.

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Die Grosse Spitzkoppe im schönen Nachmittagslicht.

Zurück an meinem Platz widme ich mich den in meinem Campbaum herumstrolchenden Kleinvögeln.

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Yellow- bellied Eremomela

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Chestnut- vented Titbabbler, oder Meisensänger.

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Pale- winged Starling, oder Bergstar.

Nun wird das spätnachmittagliche Licht immer intensiver, und ich besuche die Steinbrücke.

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Rock Arch mit Spitzkoppe

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Rock Arch mit Pontok Mountains

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Rock Arch im Abendlicht

Dann wechsle ich den Felsen für den Sonnenuntergang.

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Von hier oben hat man einen schönen Blick auf die Campsite und den frei dastehenden Berg.

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Glühende Pontokberge.

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Der südlich von der Spitzkoppe gelegene Sugarloaf hebt sich gegen den Abendhimmel ab.

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Letztes Licht.

Nebenher genehmige ich mir ein Feierabendbierchen, koche mir ein Nachtmahl und suche mir zwei Stellen, wo ich noch bei Licht das Stativ aufbaue, denn endlich will ich ein paar Nachtaufnahmen probieren. Deshalb habe ich mir diesen Platz ausgesucht.

Nachdem ich gegessen und den Abwasch besorgt habe, ist es dunkel genug geworden. Auch haben sich die nachmittäglichen Schleierwolken aufgelöst, und ich versuche ein paar Einstellungen.

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Leider hebt sich die Spitzkoppe kaum mehr ab. Das nächste Mal würde ich da mit meinem LED- Lenser nachhelfen.

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Camp unter der Milchstrasse.

Nachdem ich das Fotogeraffel wieder eingesammelt habe, stelle ich mich noch unter den Wassersack und genehmige mir eine sehr willkommene handwarme Dusche, bevor ich zufrieden ins Zelt einschliefe.


Kosten: Camp Spitzkoppe 150.- Nam$

Viele Grüsse,
Matthias

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