"Just birds"

Reisebericht 287 Antworten · 44,7k Aufrufe · gestartet 10. Feb. 2017 von fotomatte
8'672 Beiträge · seit 201026. Apr. 2017 · #161
Oha Matthias, da hast du doch tatsächlich 3 Tage während meiner Abwesenheit geschafft..... 😛 🤪 😄 !

War sicher pure Rücksichtsnahme, damit ich nicht so viel nachlesen muss 😗 - aber jetzt bin ich wieder da und das Wetter ist sch..ße, also weiß ich nicht was gegen ein neues Kapitel sprechen sollte..... 😉

Liebste Grüße in den winterlichen Schwarzwald (hab heute schon Fotos von Guggu gesehen - aber wenn ich rüber auf die Teck schaue sieht es nicht besser aus 😈 😠 ) !

Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200926. Apr. 2017 · #162
Hallo,

@bingobongo: Helga, ich freu mich, wenn es dir gefällt. 😎

@kalachee: Hoi Sam, schön, dich mal wieder hier zu lesen. Warst du auch wieder "unten"?

@Tinochika: Hallo Hartwig, ich habe schon freudig registriert, dass ihr nach Büsnau kommen wollt. Ich freue mich sehr auf das Treffen.

Da ja mein schöner, blauer Lizard aus Hoada noch keinen Namen hat, habe ich heute mal Johan Marais in ZA angemailt, ob er weiter weiss. Bin mal gespannt, ob er mir helfen kann.
Morgen gibt es ein weiteres Kapitel.

Bis dahin,
Matthias

@Champagner: Hi Bele, das hat sich jetzt grade überschnitten. Das neue K. kommt, bestimmt, doch, doch, irgendwann in den nächsten Tagen. Heute musste ich mal in einem anderen Forum etwas Falter aufarbeiten. 😎 Damit ich auf andere Gedanken komme. Und dann muss ich noch los mit der Motorsäge und den ganzen Schneebruch aufarbeiten... 😈
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 26. Apr. 2017
8'672 Beiträge · seit 201026. Apr. 2017 · #163
fotomatte schrieb: Und dann muss ich noch los mit der Motorsäge und den ganzen Schneebruch aufarbeiten... 😈
Ach du Kacke - soweit hab ich gar nicht gedacht!! Dann wünsch ich mal gute Nerven, viel Kraft und eine ruhige Hand 😕 (pass auf dich auf!!!!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
1'059 Beiträge · seit 200626. Apr. 2017 · #164
fotomatte schrieb:
@kalachee: Hoi Sam, schön, dich mal wieder hier zu lesen. Warst du auch wieder "unten"?
Hey Matthias

Schön wär's natürlich - aber leider nicht. Ne, ich habe irgendwie einfach total keinen Kopf für Forum gehabt über die letzten Monate. War ziemlich eingespannt auf der Arbeit und daneben trainiere ich momentan sehr viel. Irgendwie war dann wie fast kein Platz mehr für Afrika und das Forum hier. Jetzt aber schwirren wieder ein paar Ideen für 2018 im Kopf rum für die nächste Reise. Drum jetzt auch wieder etwas mehr Aktivität hier - zudem habe ich gerade ein bisschen Urlaub und Zeit. 😎

Also, dann auf zum nächsten Kapitel.

Bis bald!

Liebe Grüsse
Sam

P.S.: Muss echt auch mal über die Teilnahme an so einem Forumtreffen im Schwabenländle nachdenken... 🙂
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Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200927. Apr. 2017 · #165
Montag 30. Januar :

Bis auf ein paar weisse Dekowölkchen ist der Himmel makellos, und so statte ich der Brücke wiederum einen Besuch ab.

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Danach laufe ich querbeet Richtung Westen zum Fusse des "Sugarloaf", denn dort soll man den near- endemic Herero Chat relativ zuverlässig finden können.

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Das ist ein schnöder Mahaliweber

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Rock Kestrel, oder Turmfalke. Ein Männchen.

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Rosy- faced Lovebird, oder Rosenpapagei. Meistens hört man sie tschilpend in rasantem Flug vorbeirauschen, leider sind sie etwas fotoscheu.

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Die rechte Erhebung ist der Sugarloaf, den man über diverse Sportkletterrouten besteigen kann.

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Attraktiv ist sie schon, die Spitzkoppe, aber der Name "Südwester Matterhorn" ist doch etwas weit hergeholt.

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Unter einem Dornbusch gewahre ich eine Bewegung, und ich setze mich in fünf Meter Distanz auf den Boden und warte ab. Bald darauf erscheint eine Elefantenspitzmaus. Sie wuselt umher auf der Suche nach etwas Fressbarem, bleibt aber immer unter der schützenden Deckung.

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Maricoschnäpper

Und dann entdecke ich in einem ausgespülten Graben einen Vogel, der am Boden Halme sammelt. Da ich nur den Kopf und einen Teil des Bauches sehen kann, brauche ich eine Weile, bis ich sicher bin, dass da ein Herero Chat vor mir damit beschäftigt ist, Nistmaterial zu sammeln. Als er den Schnabel voller Halme hat, fliegt er Richtung Felsen. Ich verfolge ihn im Fernglas und bleibe an einem anderen Tier, das auf einem Boulder thront, hängen. So gibt es vom Chat leider kein Foto, denn im Anschluss habe ich ihn nicht mehr finden können.

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Dafür gelingt mir wenigstens ein Belegbild von einer Black Mongoose ( Galerella nigrata ), die nur hier im Nordwesten von Namibia und im Südwesten Angolas vorkommt. Also wie der Hereo Chat ein weiterer Near- Endemic.

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Und ein Pärchen Klippspringer störe ich beim Frühstück in dem Graben, sie flüchten dann zurück in die schützenden Felsen.

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Ein letztes Bild der Spitzkoppe, dann begebe ich mich zurück zu meinem Camp, denn einerseits wird es jetzt schon wieder gut heiss, die Farben lassen auch schnell nach und tendieren zum Blaustich, und überdies habe ich heute noch einen Weg bis Swakopmund vor mir.

Zunächst aber ist Frühstück angesagt. Der Gaskocher spackt schon wieder rum, kaum Druck in der Flasche, die kann doch nicht schon wieder leer sein.
Ich packe dann zusammen, und verlasse via Western Entrance Gate, das tatsächlich besetzt ist, die Spitzkoppe. Es hat mir sehr gut gefallen hier. Die Landschaft ist ohnehin ein Traum, aber seit vor fünf Jahren ein neues Management übernommen hat, ist es sehr viel sauberer geworden. Kein wild verstreuter Müll mehr, und jede Campsite hat nun eine ordentliche, saubere Toilette erhalten. Das kenne ich auch noch anders.

Über die D 1925 verlasse ich also diese schöne Gegend, und in Höhe "Klein Spitzkoppe" muss man ein Tor passieren. Hier spricht mich ein Small Miner an, ob ich nicht ein paar seiner wirklich schönen Stücke erwerben will. Für meine letzten Dollar erstehe ich einen schwarzen Halbedelstein und überlasse ihm mein restliches Brot.

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Small Miner mit seinen Fundstücken, die er in einer Mine in der Kleinen Spitzkoppe gefunden hat.

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Ich unterhalte mich eine dreiviertel Stunde mit Joannis Maletzky. Unter Anderem erzählt er mir stolz, dass sein Grossvater ein polnischer Einwanderer war, der eine Damara geheiratet hat.

Über die D 1918 fahre ich nach Hentiesbaai und weiter in südlicher Richtung auf der C 34.
Beim Wrack der "Zeila" stoppe ich aus Tradition.

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Mittlerweile haben einige Weissbrustkormorane ihre Horste auf dem Schiff errichtet, das war bei meinem letzten Besuch noch nicht so.

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Auch hier versuchen ein paar Small Miners ihre Steine zu verkaufen, aber ich habe kein Bargeld mehr. Ich soll doch aber bitte ein paar Fotos von Ihnen und "Käptn Jack" machen, den sie hier aus Robbenknochen gebastelt haben.

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Zwei T- Shirts überlasse ich den Jungs, dann fahre ich weiter nach Swakop.

Entlang der alten Salzpiste entsteht wohl ein neuer Highway, riesige Maschinen wühlen den Sand um und planieren eine vierspurige Trasse.
In Swakop versorge ich mich mit frischem Bargeld, ergänze meine Vorräte und setze mich dann ins "Village Cafe", wo ich mir einen kalten Milkshake und was Herzhaftes zu Beissen gönne.
Nachdem ich aufgetankt habe, gehe ich zu Cymot mit meiner Gasflasche und bitte um eine Füllung. Das junge Mädel, das mich bedient, sagt gleich, dass die Flasche voll ist. Also hole ich den Brennerkopf, und mit fachmännischen Blick erkennt sie sofort, dass bei der Düse was nicht stimmt. Für 30.- $ baut sie mir eine neue Düse ein, und fortan hat der Kocher seinen Dienst erfüllt.

Dann fahre ich auf der B 2 ein paar Kilometer aus der Stadt und quartiere mich im "Sophia Dale Base Camp" ein. Hier ist fast nix los. Ich stelle meine Möbel nach draussen, hänge einen Akku ans Netz und fahre gegen Abend nochmals nach Swakop, um den Sonnenuntergang am Strand bei der Lagune zu geniessen.

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Die Lagune ist ein ziemlich sicherer Platz, um Purple Gallinules, oder Purpurhühner, zu sehen. Und richtig, ein Huhn kommt aus dem Schilf, neben einigen Limikolen wie Säbelschnäblern und Bruchwasserläufern, aber auch ein paar Flamingos und Teichhühnern.
Leider schwimmt hier viel Plastikmüll herum.

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Die alte Eisenbahnbrücke.
Es weht ein strammer, kalter Wind hier an der Küste, und ich fahre beizeiten wieder zurück nach Sophia Dale. Hier gibt es seit längerer Zeit mal wieder eine gebratene Boerewors. Nach einer Dusche verschwinde ich im Condor, denn leider hört man hier den Verkehr von der B 2 recht deutlich.


Kosten: Camping Sophia Dale Base Camp: 130.- Nam$

Der nächste Tag wird Hardcore Birding in Walvis,
bis dahin
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2017
5'049 Beiträge · seit 201427. Apr. 2017 · #166
Hi Matthias,

das sind doch wieder mal Sehnsuchtsfotos! Eine Elefantenspitzmaus ist mir bis jetzt noch nicht vor die Linse gekommen und steht ganz oben auf meiner Wunschliste.

Habe diese Woche endlich meinen "Field Guide to Snakes and other Reptiles of Southern Africa" bekommen und gleich mal nach deiner unbekannten Echse gesucht.

Danach würde ich auf einen Angolan Blue-tailed Skink (Mabuya laevis) tippen.
LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
zuletzt bearbeitet 27. Apr. 2017
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200927. Apr. 2017 · #167
Hallo Konny,

ist denn in deinem neuen Führer ein Bild dieser Echse drin? Könntest du dann ein Bild davon machen? Können wir aber gern auch per mail weiter verfolgen.
Ich habe schon das Internet rauf und runter gesucht, aber ein passendes Foto habe ich nirgends gefunden. Immerhin einige Artbeschreibungen, nach denen wäre diese Art eher in Angola und im Kaokoveld zu finden, aber das Verhalten ist übereinstimmend. Auch der Lebensraumtypus.
Sehr interessant das Ganze.

Lieben Dank,
Matthias
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376 Beiträge · seit 201427. Apr. 2017 · #168
Hallo Matthias,

vielen Dank für deinen tollen Bericht. Ich bin schon die ganze Zeit als blinder Passagier an Bord und wollte mich nun auch einmal melden. Ich mag deine Berichte unheimlich gerne, du hast so tolle Fotos und man kann immer so viel lernen!

Danke dafür

Liebe Grüße

Lisa von den Kloppos
- Wurstsalat gibt es wieder zu Hause 2013- - die Reise zu den unaussprechbaren NPs 2014- - Kloppo und die Klepperkischd 2015- - How was Your Day?... A Trip to MOZ & SA 2016- - Kloppos zu Gast beim Tanz der Vampire
5'049 Beiträge · seit 201427. Apr. 2017 · #169
ist denn in deinem neuen Führer ein Bild dieser Echse drin? Könntest du dann ein Bild davon machen? Können wir aber gern auch per mail weiter verfolgen.
Ich habe schon das Internet rauf und runter gesucht, aber ein passendes Foto habe ich nirgends gefunden. Immerhin einige Artbeschreibungen, nach denen wäre diese Art eher in Angola und im Kaokoveld zu finden, aber das Verhalten ist übereinstimmend. Auch der Lebensraumtypus.
Hi Matthias,

ein neuer Führer ist es leider nicht - der ist nur noch gebraucht zu bekommen. Habe ihn bei Amazon bestellt und er kam dann aus England. Filld Guide

Das Bild ist leider nicht so berauschend:
buch.jpg

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
zuletzt bearbeitet 27. Apr. 2017
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200927. Apr. 2017 · #170
Hallo,

und zunächst @Konni: Ganz lieben Dank. Mittlerweile habe ich diese Fotos auch im Netz gefunden ( kleiner ), und da war nichts von der blauen Farbe auch nur zu ahnen, deshalb war ich noch nicht überzeugt. Aber nun bin ich es, auch wenn "deine" Fotos ziemlich ausgebleicht erscheinen. Aber die Kopfform, der Body, die Musterung, das passt alles. Das Tierchen scheint in Namibia eher selten zu sein, konkrete Funddaten habe ich nur einige wenige aus dem Kaokoveld gefunden.

@Kloppo: Hallo Lisa, schön, dass du dich outest, und danke für das Lob. Das spornt an.

@kalachee: Hallo Sam, denk nur schön nach, aber noch besser ist es live und in Farbe dabei zu sein. 😄

Liebe Grüsse,
Matthias
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1'674 Beiträge · seit 201227. Apr. 2017 · #171
Hallo Matthias,
Vielen Dank für deine schönen Bilder und den Bericht von und über die Spitzkoppe.
Es ist eine tolle Gegend und ich teile deine Meinung über die Sauberkeit zu 100%.

Wenn ich mir deine Bilder anschaue, geht mir richtig das Herz auf und eine große Sehnsucht kommt auf. Auch wir waren diese Mal auf Site 4 und die Bilder und das Empfinden ähneln sich.

Es ist so schön hier im Forum auf Menschen zu treffen, die genauso sehen und fühlen.

Vielleicht lernen wir uns ja auch mal im "richtigen Leben" kennen.

Herzliche Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
5'049 Beiträge · seit 201428. Apr. 2017 · #172
Mittlerweile habe ich diese Fotos auch im Netz gefunden ( kleiner ), und da war nichts von der blauen Farbe auch nur zu ahnen, deshalb war ich noch nicht überzeugt. Aber nun bin ich es, auch wenn "deine" Fotos ziemlich ausgebleicht erscheinen. Aber die Kopfform, der Body, die Musterung, das passt alles. Das Tierchen scheint in Namibia eher selten zu sein, konkrete Funddaten habe ich nur einige wenige aus dem Kaokoveld gefunden.
Hi Matthias,
ausgerechnet von diesem Skink sind die Aufnahmen im Buch nicht so berauschend. Aber das Buch ist echt super und ich verstehe gar nicht, warum es nicht neu aufgelegt wird. Ich kämpfe mich im Moment durch meine gesammelten Reptilien und versuche sie genauer zu bestimmen.

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200901. Mai 2017 · #173
Dienstag, 31. Januar :

Morgens ist es swakoptypisch neblig bewölkt, und so habe ich es nicht allzu eilig nach Walvis zu kommen. Auch, da ich mir gestern eine AZ gegönnt habe und darin gelesen habe, dass ich nun gerade ablaufendes Wasser haben werde. Das ist zum Birden insofern ein Nachteil, als dann in der Lagune viele Sandbänke trocken fallen, und die ganzen Wader raus ins Watt fliegen, um dort zu fressen.
Ich brate mir den Rest der Boerewors von gestern, den ich beim besten Willen nicht geschafft hatte, und trinke ausgiebig Tee, dann tuckere ich langsam vom Platz und nehme die C 34, die landeinwärts hinter den Dünen südwärts verläuft. Auch hier wird kräftig gebuddelt an der neuen Autobahn.
Den Ort Walvis Bay lasse ich rechts liegen und fahre direkt in die Lagune Richtung Salzwerke.

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Wie vermutet stehen schon viele Vögel draussen im Watt, aber der Nebel hat sich verzogen, und die Morgensonne taucht die Szenerie in ein schönes Licht, so wie diesen einschwebenden Rosa- Pelikan.

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Während die Greater Flamingos den Kopf ins Gefieder stecken, ziehen die Lesser Flamingos in langen Ketten an der Uferlinie längs.

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An den Prielen finden sich einige Limikolen, die eher alleine unterwegs sind, wie dieser Three- banded Plover.

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Little Egret, oder Seidenreiher.

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Der Common Ringed Plover ist ein Europäer im Winterurlaub, bei uns heisst er Sandregenpfeifer.

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Ich umrunde die Lagune entlang der Salzwerke in Richtung Atlantik, und wo die Strasse mit Wacken gesichert ist, finden sich Limis, die eher steinigen Grund bevorzugen, wie etwa die Ruddy Turnstones, oder Steinwälzer.

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Im Spülsaum suchen vor allem Strandläuferarten nach Nahrung, etwa der Curlew Sandpiper, oder Sichelstrandläufer.

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Oder seine Miniaturausgabe, der Little Stint, oder Zwergstrandläufer.

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In den grossen Becken, die der Salzgewinnung dienen, finden sich weitere Vögel. Great White Pelican.

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Greater Flamingo

Ich fahre bis zum kleinen Parkplatz an der Küste. Hier ist für meinen treuen Condor Schluss, hier geht es nur noch mit 4x4 weiter. Ich lasse den Wagen stehen und mache eine ausgedehnte Strandwanderung. Es fühlt sich herrlich nach Nordseeurlaub an, der Wind weht stramm landeinwärts. Nur Seevögel hat es relativ wenige, auch Delfine sehe ich dieses Mal keine. Ein paar Robben spielen in den Wellen, ich sehe einen einzigen Kaptölpel, ein paar Brand- sowie Eilseeschwalben, natürlich Mengen an Kormoranen, die in langen Ketten die Küste längs fliegen.

Als ich nach geraumer Zeit zurück zum Parkplatz komme, werde ich schon sehnsüchtig erwartet. Ein Pärchen mit einem südafrikanischen Kleinwagen hat sich im Sand festgefahren. Die Frau ist völlig fertig mit den Nerven und den Tränen nahe, während der Fahrer eher peinlich berührt ist. Ob ich ihnen helfen könnte, werde ich vorsichtig gefragt. Da der Condor ganz gut ausgerüstet ist, hole ich die Schaufel raus und befreie die Antriebsräder vom Sand. Dann hänge ich den kleinen Japaner ans Seil, und mit einem kräftigen Ruck steht er wieder auf festem Grund. Die Frau schüttelt mir vor Freude die Hand, und der Fahrer möchte mir Geld geben. Na, soweit kommt´s noch.

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Cape Gull, oder Dominikanermöwe.

Ich tuckere langsam zurück nach Walvis und gehe in ein Restaurant an der Waterfront, wo ich mir ein Hakefilet mit Pommes gönne. Nachdem ich wieder restauriert und die übersichtliche Marina abgegangen bin, fahre ich bei nun wieder besserem Spätnachmittagslicht und auflaufendem Wasser noch einmal los.

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Grey Plover, oder Kiebitzregenpfeifer

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Die Flamingos beider Arten ruhen oder sind mit Gefiederpflege beschäftigt.

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Eine Erstsichtung: Marsh Sandpiper, oder Teichwasserläufer mit seiner etwas grösseren Verwandtschaft, einem Grünschenkel.

An einem Wasserdurchlass strömt die Flut in ein flaches Becken, und hier tummeln sich zahllose Seeschwalben verschiedener Arten, um kleine Fische zu erbeuten. Die Artbestimmung ist nicht einfach, erst nachträglich anhand der Fotos kann ich einen Haken im Guide machen.

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Common Tern, oder Flussseeschwalbe.

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Die kleine, endemische Damara Tern.


Hier trenne ich den Tag, denn den zweiten Teil habe ich schon einmal geschrieben, und während der Bericht geladen wurde, ist das Forum abgeschmiert, und es kommen noch einige Vögel mehr, das ergibt dann einen weiteren Berichtsteil.

Bis dahin, schönen Maifeiertag noch,
Matthias
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zuletzt bearbeitet 01. Mai 2017
2'097 Beiträge · seit 200601. Mai 2017 · #174
Hallo Matthias,

auch wenn der aktuelle Reisetag noch nicht vollständig online ist, war das bisher schon eine beachtliche Ausbeute an Wasservögeln. Die Bestimmung der vielen verschiedenen Strand- und Wasserläufer ist immer eine große Herausforderung für uns.

Wir folgen gerne deiner Reise. Vielen Dank für die schönen Bilder, besonders von der Spitzkoppe und für die vielen besonderen Vögel.

Liebe Grüße
Uwe und Ruth
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443 Beiträge · seit 201402. Mai 2017 · #175
Wow, Matthias,
das sieht ja aus wie ein Flamingoflugballett:
In der ersten Reihe ruhen die "Tänzer" nach ihrem Einsatz schon 'mal das erste Bein aus, während sich die zweite Reihe bereits in die Lüfte erhoben hat und fern am Horizont kommt der Rest der Balletttruppe angeflogen. Ein sagenhaftes Foto, (das ich leider nicht an diese Stelle hochladen konnte).
Jetzt bedaure ich es schon, dass wir in diesem Jahr nicht an der Küste sein werden 🙁 .
LG
Ute
8'672 Beiträge · seit 201002. Mai 2017 · #176
So, Matte, dann hat's gestern ja doch noch geklappt mir dem Rest des Kapitels - wie schön 🙂 !

Dieses Bild ist der absolute Hammer - sieht kompett nach Photoshop aus, aber ich weiß natürlich, dass das nicht der Fall ist! 🤩
fotomatte schrieb:

P1150463.jpg

Danke in aller Kürze für die vielen Flattermänner - bis zum nächsten Kapitel grüßt die Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200902. Mai 2017 · #177
Hallo,

ich freue mich sehr, wenn der "Overkill" an Birds doch ein paar Anhänger findet. Ich weiss schon, für manche Leser ist das bissle too much, aber es ist ja meine Reise, und wenn ich an der Küste bin, ist ein Tag Lagune in Walvis einfach ein Muss. 😎

@take-off: Hi Dagmar, deine Zeilen haben mich gerührt. Vielleicht findet ihr ja mal den Weg nach Büsnau, oder ich mach mich doch auf den Weg ins Saarland, dort hätte ich noch ein paar Ecken wegen Schlangen und Faltern, die ich endlich mal besuchen sollte.

@Daxiang: Hallo Konni, gerade habe ich eine mail von Johan Marais erhalten, und er bestätigt deine Bestimmung. Mit einer Einschränkung: mittlerweile heisst die Gattung Trachylepis und nicht mehr Mabuya, aber das weiss die Echse ja nicht. 😈

@Eulenmuckel: Hallo Ruth und Uwe, da ich schon immer ein besonderes Faible für die Limikolen habe, bereiten die mir nicht so viele Probleme wie die ganzen kleinen, grauen LBJs. Aber gerade auf dieser Tour habe ich festgestellt, wenn man sich etwas Zeit nimmt, lassen sich auch die Lerchen, Pieper, Cisticolen etc. aufdröseln. Nicht immer, aber immer öfter. 😉

@UDi: Hallo Ute, ich war jetzt auch drei Jahre nicht mehr an der Küste, es gibt ja so viele andere tolle Regionen. Fahrt ihr nicht in den Caprivi? Dort solltest du ausreichend Vögel abbekommen. 😄

@Champagner: Bele, so wie du dich durch deine Abrechnungen gekämpft hast, habe ich den Kampf mit dem Internet aufgenommen. 🤢 Photoshop habe ich nicht auf dem Rechner, ich bearbeite meine Bilder mit dem MAC-eigenen Programm, aber bis auf Geraderichten, Schatten aufhellen, etwas nachschärfen und eventuell etwas Rand beschneiden passiert da nichts.

Liebe Grüsse,
Matthias
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4'382 Beiträge · seit 201502. Mai 2017 · #178
Hallo Matthias,
Deine Wasservögelbilder sind der HAMMER!!! Genau richtig für uns
afrika-und nordseeaffinen
CuFs
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
2'261 Beiträge · seit 201102. Mai 2017 · #179
Lieber Matthias,
ich freue mich sehr, wenn der "Overkill" an Birds doch ein paar Anhänger findet. Ich weiss schon, für manche Leser ist das bissle too much, aber es ist ja meine Reise,
Wem es too much ist, muss ja nicht mitlesen – so einfach ist das. 🙄

Ich mag dein Bericht, deine Landschaften, deine Vögel und auch deine ganz unaufgeregte Art sehr.

Da ich eine Frau von Meer bin, habe ich mich über das letzte Kapitel besonders gefreut.
Die Watt und Seevögel sind mir eher vertraut als manche (viele) Vögel im Inland, aber Frau ist willig dazu zu lernen.
Wir haben alle sehnsüchtig auf den Seeschwalben und ihr Gesang (nennt man das so auf Deutsch?) gewartet, weil dann der Winter endgültig vorbei war.

Ganz liebe Grüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2017
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200902. Mai 2017 · #180
Liebe Guggu,

herzlichen Dank für deine Zeilen. Die tun mir immer so gut.
Ob man das Gekreische der Seeschwalben als Gesang bezeichnet? Eher nicht, aber sie zählen ja auch nicht zu den Singvögeln.
Hoffentlich wissen die Seeschwalben auch, dass der Winter rum ist, wenn sie zurück sind. Ich habe an Ostern zwei Raubseeschwalben auf dem Zug gesehen.... 😗
Sehr passend auch der Gruss "Gans" liebe Grüsse, sehr nah am Thema 🤪

Hallo CuFs, ja wer die Nordsee mag, fühlt sich in Walvis sicher gleich zuhause. Die salzige Luft, die sssteife PPrise, der feine Sand zwischen den Zehen, das Gekreische der Seevögel, herrlich. Nur eines ist anders: ausser ein paar Anglern weit draussen am Strand war ich weit und breit der Einzige, der da rum gelaufen ist.

Liebe Grüsse,
Matthias
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