Applegreen1'796 Beiträge · seit 201406. Juni 2019 · #161
Lieber Matthias,
sodele - mir gehts ein wenig wie Dir (wie Du ein paar Seiten vorher erwähnt hast 😗) - aber Deinen Reisebericht lese ich natürlich weiter mit allergrößtem Interesse 😉
Mir gefällt es bei Dir ausnehmend gut - neben den mir unbekannten Gegenden erfreue ich mich außerdem sehr an Deinen wirklich tollen Fotos (aber das hatte ich glaube ich schon mal erwähnt B)) und der kostenlosen und überaus interessanten Lehrstunde in allerlei Themenbereichen.
Die Vorfreude auf Büsnau steigt - endlich sehen wir uns mal wieder Live und in Farbe!
Und auf die Vergleichsfotos Bele/Matte der kommenden Tour freue ich mich jetzt schon 🤪
franzicke2'085 Beiträge · seit 201206. Juni 2019 · #162
Liebe Matthias, was für eine schöne Stimmung am Fluss - da könnte ich mich jetzt grad hinbeamen! Am allerliebsten mit einem Drink in der Hand, aber das liegt wohl auch daran, dass ich den anstehenden langen Schreibtischtag gerne schon hinter mich gebracht hätte 🤪 Vielen Dank fürs Berichten, das macht wirklich große Lust auf den tatsächlich noch weißen Fleck auf unserer persönlichen Afrika-Karte, und viele Grüße dazu Ingrid
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200906. Juni 2019 · #163
Hallo mal wieder,
vielen Dank fürs kommentieren und klicken. 😎
@ Old Women: Hallo Beate, wenn dir die Schmetterlinge so zusagen, kannst du dich freuen. Da kommen noch ein paar Flattermänner. 😉
@ sphinx: Hallo Elisabeth, ich werde mir Mühe geben, dir den Caprivi schmackhaft zu machen. Ob´s gelingt? 😗
@ Bele: Meine Liebe, ob ich mich auf eine Competition einlasse, weiss ich noch nicht. 😵 Wegen der Vögel sage ich nur: abwarten, da gibt´s ein paar endemics. 🙂
@ Applegreen: Hallo liebe Sabine, Danke fürs Lob, und ich freu mich auch schon dolle auf Büsnau. 🙂
@ franzicke: Hallo Ingrid, ich beame mit. 😄 Den weissen Fleck solltest du aber wirklich mit Farbe füllen, kann ich nur raten. 😉
tigris767 Beiträge · seit 200707. Juni 2019 · #164
Lieber Matthias,
ich kann gar nicht sagen, welches Stimmungsbild am Fluss mir besser gefällt - Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang? 😗 Beide wecken das Fernweh und eine Sehnsucht! Letztendlich hat die friedliche Morgenstimmung mit den pastellenen Violett- und Blautönen gepunktet 😎
Auf jeden Fall ist für mich der Caprivi, nach Botswana in 2020, das nächste Ziel im südlichen Afrika bzw. in Namibia. Und daran bist Du nicht ganz unschuldig. 😈 Nach wie vor freue ich mich auf die Fortsetzung Deiner Fotoreportage und natürlich auf Büsnau.
Danke für Dein, wie immer sehr lebendiges, lehrreiches und informatives, Berichten.
Viele Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200907. Juni 2019 · #165
06. Februar; Sambezi hier, Sambezi dort
Schon beim Erwachen des Tages stehen wir mit einem Morgenkaffee an der Abbruchkante des Flusses und geniessen die friedliche Morgenstimmung. Nebelschwaden wabern über dem träge fliessenden Wasser. Eine Rohrweihe schaukelt übers Schilf, Kuhreiher ziehen in kleineren Gruppen stromaufwärts, ein Finfoot wechselt die Uferseite, leider viel zu weit für ein Foto, aber im Spektiv schön anzuschauen. Später jagen sich zwei Half-collared Kingfisher niedrig übers Wasser. Während ich sie mit dem Fernglas beobachte, habe ich plötzlich Wasserringe im Bild sowie eine runde Kopfsilhouette. Völlig entspannt tollen da zwei Otter miteinander im Wasser rum. Sie kommen immer näher und schwimmen dann bei uns vorbei, dabei immer mal überprüfend, ob wir gefährlich werden könnten. Nachdem wir gefrühstückt haben, sind auch die Zelte abgetrocknet und wir packen ein. Dann versuchen wir nochmals, die Turakos zu Gesicht zu bekommen. Wir hören sie zwar, sehen sie aber immer nur kurz, wenn sie von einem Baum zum nächsten flattern. Wir bezahlen im Office und wollen losfahren, aber der Hilux macht keinen Mucks. Auch die zweite Batterie, mit der wir versuchen zu überbrücken, ist leer. Der Besitzer wollte grade in die Stadt fahren und stellt sein Vehikel, ein rotes Mercedes-Coupé vor den Hilux. Doch um an die Batterie zu kommen, muss man erst den Fahrersitz ausbauen. Wir überbrücken die Batterie, und sofort springt der Motor an.
Wir überlegen, ob wir nach Katima zurück fahren sollen, um die Batterie checken zu lassen. Als wir die Namwi Island Lodge verlassen, hockt tatsächlich ein Turaco in einem Baum und verabschiedet uns. Beim Versuch ihn zu fotografieren ( den Motor lassen wir natürlich laufen ), mache ich Bekanntschaft mit einer Art afrikanischen Brennessel, die allerdings deutlich mehr Feuer hat wie die heimische Art.
Wir fahren nach Katima zu einem Repairshop direkt neben dem Café. Ich stoppe den Motor und starte erneut, er springt ohne Problem an. Wenigstens wird also während der Fahrt geladen, okay. Wir gehen wiederum ins Café, essen eine Kleinigkeit, weil es hier so lecker schmeckt, und fahren dann auf der B 8 in südöstlicher Richtung, um schon bald in Richtung Sambezi nach Nordosten abzubiegen. Vor drei Jahren war das hier noch eine rumpelige Sandpad, nun ist eine perfekte, geteerte Autobahn entstanden.
Wir steuern die Mubala Lodge an, wo wir eine schöne Campsite direkt über dem Fluss erhalten. Dazu gehört ein eigenes Ablutiongebäude, Schattenbäume sowie eine Grasfläche zum zelten.
An der Reception begrüsst uns ein Brown-hooded Kingfisher, Braunkopfliest.
Wir stellen die Zelte auf, hängen den Fridge ans Stromnetz und ziehen den Stecker, der von der Batterie kommt, sodass diese sich nicht mehr entladen kann.
Dann erkunden wir das weitläufige Gelände, das über einen schönen Baumbestand verfügt. Dieser ist bei der Anlage der Cottages weitgehend erhalten worden. Wir hören gleich wieder Turakos schackern.
Shalow´s Turaco, Schwarzschnabelturako. ( Warum er so heisst, kann ich nicht nachvollziehen ). Besser: Langschopfturako
Auf dem Boden steht ein Kreisregner, der das Gras bewässert, und dahin fliegt der Turako immer wieder, um zu trinken. Nach einer Weile entspannt er sich total und lässt sich frei und offen sitzend ( gemessen an Turako-Massstäben ) nach Belieben fotografieren, fast kommt es uns vor, als würde er es geniessen, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen.
Aber es gibt jede Menge weitere Vögel hier, die den Wasserregner zu schätzen wissen.
? LBJ Terrestrial Brownbul, oder Laubbülbül. Danke Uwe und maddy.
Black-backed Puffback, Schneeballwürger.
Balzender Paradise Flycatcher, Paradiesschnäpper.
Vor drei Jahren waren wir auf der Campsite der Kalizo Lodge, die es so leider nicht mehr gibt. Sie wurde von Gondwana übernommen und zu einer Luxusabsteige konvertiert. Wir möchten aber nochmals die schönen Graslandebenen dort sehen, und da das Navi die Kalizo Lodge noch kennt, folgen wir einfach der Beschreibung.
Wir finden die offene Graslandschaft wieder, doch ein ganzer Teil ist nun eingezäunt und in eine Reisplantage umgewandelt worden.
Neben der sandigen Fahrspur sitzen eine ganze Truppe von Southern Red Bishops, Oryxwebern und ein paar Firefinches, die die Grassamen abpicken.
Schon lange wollte ich mal die knallroten Oryxwebermännchen auf eine brauchbare Distanz vor der Linse haben.
Nördlich der Lodge kommen wir wieder ans Ufer des Sambezi, und hier wartet ein Water Dikkop, Wassertriel auf den Abend.
Von hier aus kann man die neuen, futuristisch anmutenden Zeltchalets sehen, und mit dem Fernglas kann man gut erkennen, dass die Lodge geschlossen ist. Ob das neue Konzept aufgeht?
Hier blühen die schönen, gelben Sumpfgladiolen. Als ich für ein Foto einen störenden trockenen Pflanzenstengel abbrechen will, entdecke ich am Grund des Halmes ein Chamäleon. Wahrscheinlich ist es genauso erschrocken wie ich.
Selbstverständlich habe ich die Ansitzwarte des Reptils belassen.
Auf dem Rückweg möchten wir noch bei einem Sumpfloch nachschauen, ob wir ein seltenes Huhn entdecken können, ausserdem verleitet das schöne Abendlicht mit den dekorativen Wolken zu ein paar Fotos.
Die Spotted Crake haben wir nicht gefunden, dafür ist eine männliche Steppenweihe vorbei geschaukelt.
Pallid Harrier, Steppenweihe.
Zurück am Auto muss ich mit Schrecken feststellen, dass ich wohl den Wagenschlüssel verloren habe, vermutlich ist er beim Fotografieren aus der Hosentasche gerutscht. Wo sollen wir jetzt den Schlüssel in dem Gras suchen? Zufällig entdecke ich den Schlüssel gar nicht weit vom Wagen in der Fahrspur, auf dem vorletzten Foto ist er sogar zu sehen.
Glücklich machen wir uns auf den Heimweg. Dort bereiten wir das letzte Fleisch von der KleinWindhoek Schlachterei zu, es ist nach über zwei Wochen immer noch hervorragend.
Toll, Matthias, ganz toll! Da werden uns Vögel wie Turako und Paradise Flycatcher angekündigt, auch noch in toller Pose usw., und dann heißt es: Oh, jetzt sind die Bilder verloren gegangen, und ich muss leider weg. So kann man einen Cliffhanger auch aufziehen. 😉 Den Trick muss ich mir merken.
Wünsche dir ein schönes Wochenende. Liebe Grüße Uwe
Champagner8'681 Beiträge · seit 201011. Juni 2019 · #168
fotomatte schrieb: Zurück am Auto muss ich mit Schrecken feststellen, dass ich wohl den Wagenschlüssel verloren habe, vermutlich ist er beim Fotografieren aus der Hosentasche gerutscht. Wo sollen wir jetzt den Schlüssel in dem Gras suchen?
😄 🤪 Sehr, sehr cool - und dann immer meckern, weil ich nach dem Schlüssel frage 😛 !
Wie schön, dass sie Fotos nun auch den Weg in den Reisebericht gefunden haben - wäre echt schade gewesen um sie 😉 !
vielen Dank für die schönen Fotos. Das war ja eine grandiose Vogelausbeute. Bei deinem ?-Vogel tippe ich auf einen Terrestrial Brownbul. Die Red Bishops würde ich auch mal gerne sehen, ist aber mal wieder nicht unsere Jahreszeit. Und das Zufallschamäleon ist auch toll. Das ist sicherlich ein sehr unangenehmer Moment, in dem man nicht weiß, wo der Autoschlüssel ist. Zum Glück habt ihr ihn schnell gefunden.
maddy2'167 Beiträge · seit 200912. Juni 2019 · #170
Hallo Matthias,
Puh, Batterieprobleme mitten im Bush braucht auch keiner! Das hatten wir auch grad kuerzlich!
Wow, schoen, dieser Turaco!
Shalow´s Turaco, Schwarzschnabelturako. ( Warum er so heisst, kann ich nicht nachvollziehen ).
Woher hast du denn diese Uebersetzung? Macht wirklich keinen Sinn! Im alten Roberts Bird Guide ist der mit Schalow-Turako uebersetzt. Dafuer nennen sie dort den Livingstone's Turaco 'Langschopfturako', was wiederum auch nicht viel Sinn macht, da dieser einen kuerzeren Schopf hat als der Schalow's....
Dein LBJ ist ein Terrestrial Brownbul.
Herzlichen dank fuer's weiterschreiben und die tollen Bilder!
Beatnick1'712 Beiträge · seit 201612. Juni 2019 · #171
Ohhhhh, so schön der Turaco! Und das Chamäleon ist natürlich auch ein Hit. Wie überhaupt alles (naja, von der Batterie mal abgesehen...)
Wir haben unsere erste Tour durch den Caprivi für November gebucht, ohne wirklich zu wissen, was uns dort wohl erwartet. Vielen Dank, dass du mir eine Ahnung davon vermittelst, ich sag mal so: Es könnte schlechter kommen 😉
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200912. Juni 2019 · #172
Hallo in die Runde,
ich freu mich sehr über eure Kommentare, vor allem natürlich über die Hilfe bei dem LBJ. Den hatte mein Bruder schon als Terrestrial Brownbul abgelegt, aber mir hat das nicht gefallen. 😗 Nach dem Bild in meinem Newman´s konnte ich mir das nicht richtig vorstellen, meine Überlegung ging eher so in Richtung eines Warblers. Nun habe ich aber mal im Sasol und im Roberts nachgeschaut, das passt nun auch für mich.
@ Bele: Äähm, was bringt das jetzt genau, wenn du nach dem Schlüssel fragst, der irgendwo in der Pampa liegt? 😵 🙄 Allenfalls schlechtes Karma. 🤢
@ Eulenmuckel: Hallo Uwe, herzlichen Dank für den Brownbul. Aber warum sollen die Red Bishops zu "eurer" Zeit nicht gehen, die sind dort laut Verbreitungskarte ganzjährig zugegen.
@ maddy: Hallo maddy, auch dir herzlichen Dank für die Bestimmungshilfe, das freut mich sehr. Der Turako ist so im Newman´s tituliert, auf Afrikaans allerdings Langkuifloerie, was ich mit meinen bescheidenen Kenntnissen dieser Sprache als Langschopfturako übersetzen würde. Was ja auch Sinn macht. Der Livingstone´s Turaco wird hier dann Mosambiekloerie genannt. Jedenfalls gefällt mir der Name Langschopfturako am Besten, und so werde ich ihn nennen. 😛 😎
@ Beatnick: Hallo Bettina, absolut richtig, es gibt schlimmere Schicksale, als im November in den Caprivi zu müssen. 🙄 😉
Martina56573 Beiträge · seit 201412. Juni 2019 · #173
Hallo Matthias,
nun bin ich auch wieder an Bord und sehne mich jetzt schon wieder zurück. Nun noch Deine schönen Zambesi Eindrücke. 😄 😮 🙄 Vor nicht einmal einer Woche waren wir noch dort. So kann man sich alles viel besser vorstellen, was man in den Berichten liest und sieht. Ich habe zwar nicht so viel Federvieh im Gepäck, wie Du aber für meine Verhältnisse doch schon ganz ordentlich... Ich werde mir erlauben zu fragen, wenn ich Bestimmungshilfe benötige. Aber es dauert noch etwas, bis dass es los geht mit dem Bericht. Liebe Grüße und ich bin jetzt wieder regelmäßiger dabei. Liebe Grüße Martina
jaffles1'312 Beiträge · seit 200613. Juni 2019 · #174
Hallo Matthias,
jetzt bin ich endlich dazu gekommen, bei dir weiter zu lesen. Eure Vogelausbeute ist soooooo toll 🙂 ! Und um den Shalow´s Turaco beneide ich dich echt 😗 . Echt klasse erwischt 🤩 . Das mit dem Schlüssel ist echt ein Schockmoment, aber zum Glück ja gut ausgegangen !
kalachee1'059 Beiträge · seit 200616. Juni 2019 · #175
Hallo lieber Matthias
Mal wieder ein Lebenszeichen von mir... Es gibt schon Gründe dafür, dass ich mich aus dem Forum für eine Weile zurück gezogen habe; nämlich genau um zu vermeiden, dass das Afrikaweh mit Berichten wie deinen so sehr geweckt wird, dass ich am liebsten gleich einen neuen Browsertab mit einer Flugbuchungsseite öffnen würde. Mitunter deswegen habe ich es bisher auch gelassen, meinen eigenen Bericht von unserer Januar-Reise anzufangen, nebst der Tatsache, dass ich auch so grad ziemlich ausgelastet bin im Beruf und Freizeit. Jetzt hatte ich aber mal einen Vor- und Nachmittag lang Zeit und mir zum Wiedereinstieg ins Forum gleich mal deinen Bericht rausgesucht und in einem Rutsch durchgeackert. 😎
Können wir bitte auch mal zusammen auf Birding-Tour gehen? Einfach super, dein Bericht - wie andere schon erwähnt haben: deine sachliche und doch mit jeder Zeile durchringend begeisterte Art zu erzählen hat einfach etwas an sich, dem man sich nur schwer entziehen kann. Ich bleibe gerne noch dabei, wenn es wieder weiter geht.
Und vielen herzlichen Dank auch für die nette Referenz an den schönen Tag mit dir damals! Freut mich ungemein, dass das Stew so lecker geworden ist. Ich erzähle noch heute gerne davon, wie gut man damals gemerkt hat, wie sehr dir das geschmeckt hatte. 😁
Champagner8'681 Beiträge · seit 201016. Juni 2019 · #176
SAM 🤩 - gestern hab ich an dich gedacht, weil ich an einer alten Stelle einen Kommentar von dir gelesen habe - und hab mir überlegt, wo du wohl steckst, wie es dir geht usw...... 🤨 😐 😕
kalachee schrieb: Und vielen herzlichen Dank auch für die nette Referenz an den schönen Tag mit dir damals! Freut mich ungemein, dass das Stew so lecker geworden ist. Ich erzähle noch heute gerne davon, wie gut man damals gemerkt hat, wie sehr dir das geschmeckt hatte. 😁 Sam
Und weißt du, was noch besser ist? Wenn nichts dazwischen kommt, wird er das Stew mit uns zusammen kochen demnächst, zumindest haben wir neulich darüber gesprochen - ich freu mich schon seeeehr drauf, jamjam.... 🙂 🙂 !
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200917. Juni 2019 · #177
Hallo in die Runde,
bevor ich das nächste Kapitelchen schreibe, will ich gerne antworten:
@ Martina56: Hallo Martina, ich werde dann mal nach deinem Bericht Ausschau halten, die Vögel werden wir dir schon benamsen. 😎
@ jaffles: Hallo Claudia, so kooperativ habe ich noch nie einen Turako erlebt, das war echt klasse. Der Schlüssel, das war echt ein Schreck. Ich habe mir daraufhin angewöhnt, dass der Schlüssel immer in eine verschliessbare Tasche muss. 😏 😗
@ kalachee: Mensch Sam, das ist aber schön, dass du hier mal ein Lebenszeichen absetzt, das freut mich sehr. Nachdem ich meinem Bruder vorgeschwärmt hatte, wie lecker das Stew war, konnte ich gar nicht anders als den Poitjie zu mieten und das mal selbst zu probieren. 😉
@ Bele: Hej, hallo?!, baust du da schon wieder unterschwellig Druck auf? 😵 🤪
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200917. Juni 2019 · #178
07.Februar; eine unterkühlte Bootstour auf dem Sambezi
Es ist dunkel, trübe, wolkenverhangen, kühl und sieht nach Regen aus. Das ist insofern etwas schade, als wir für heute Morgen eine Birdingboatcruise bestellt haben, nachdem uns die Managerin versprochen hatte, dass sie einen guten, vogelbewanderten Guide hätten. Wieder geht es pünktlich um 7.00 Uhr los, und schon bald bin ich froh, dass ich wenigstens eine lange Hose angezogen habe, denn der Fahrtwind kühlt zusätzlich. Dann beginnt es auch noch zu nieseln. So dauert es eine gute Stunde, bis ich die ersten Bilder schiesse.
Der African Darter, Schlangenhalsvogel und der Reed Cormorant, Riedscharbe hocken auf ihrem Ausguck und verspüren auch noch keine rechte Lust ins Wasser zu gehen.
Die Rückansicht vom Darter ist zweifelsohne attraktiver.
Wir finden eine Rohrweihe, die im Schilf hockt, aber die Belichtungszeiten sind unterirdisch. Zwischenzeitlich frage ich mich, ob das wirklich eine gute Idee war, wieder eine Dreistundentour zu buchen, denn ich friere im Fahrtwind. Afrika im Hochsommer, achja. Wir schippern immer weiter den Kanal flussaufwärts, bis wir den Hauptstrom erreichen. Und ganz schnell wird uns beiden ganz warm, denn auf einer flachen Sandbank, die gerade so vom Wasser überspült wird, sitzt ein Trupp von African Skimmern, Scherenschnäbeln. Der Guide weiss genau, was er zu tun hat, und bringt uns langsam an die über fünfzig Vögel ran.
Bei den Scherenschnäbeln sitzt auch eine Whiskered Tern, Weissbartseeschwalbe im Schlichtkleid.
Ein paar Vögel fliegen auf und pflügen in typischer Manier mit dem Unterschnabel durchs Wasser.
Auch der Guide ist erstaunt, dass doch noch ein Trupp dieser Vögel hier ist, denn der Sambezi ist in den letzten Tagen deutlich gestiegen, und die letzten Sandbänke sind nun überflutet. Da haben wir mal wieder richtig Glück gehabt.
Wir folgen nun dem Fluss abwärts und steuern in einen blinden Seitenarm, der einen schönen Bestand an Waterlilies aufweist.
Andreas entdeckt es zuerst, und auch der Guide ist begeistert, denn er hat den Vogel erst einmal vor über zehn Jahren gesehen, während seiner Ausbildung am Chobe. Lesser Jacana, oder Zwergblatthühnchen.
Das Hühnchen ist wenig scheu und kommt immer näher. Wenn doch nur das Licht etwas besser wäre. Trotzdem hat sich mit diesen beiden Sichtungen die Stimmung an Bord grundlegend gebessert.
Die Fotos der balzfliegenden Pin-tailed Whydah, oder Dominikanerwitwe sind allesamt für die Tonne. Erst als sich der Vogel auf einen Halm setzt, gelingen wenigstens ein paar Belegbilder.
Auch wenn das meine unterkühlteste Bootstour war, die ich bislang in Afrika "genossen" habe, hat sie sich doch gelohnt, und der Guide, dessen Name ich leider vergessen habe, hat wirklich einen guten Job gemacht.
Nach gut drei Stunden sind wir zurück, wir bezahlen unsere Rechnung, packen die Zelte ein, schauen nochmals nach dem Turako, aber das Licht ist immer noch schlecht. Dann verlassen wir die Mubala Lodge und fahren zurück zur B 8 und folgen dieser weiter Richtung Grenze. Kurz davor biegen wir links ab zum Camp Chobe, das mittlerweile auch von Gondwana übernommen wurde und nun vornehm Chobe River Camp heisst. Wir checken für den Campingplatz ein, die vier Plätze sind leer, wir können uns einen Stellplatz aussuchen. Nachdem die Zelte aufgestellt sind, erkunden wir die Gegend. Überm Chobe gaukelt wieder mal eine Rohrweihe, und neben unserem Platz sitzt ein Käuzchen.
Pearl-spotted Owlet, Perlkauz.
Spotted Flycatcher, Grauschnäpper.
Lesser Moorhen, Zwergteichhuhn Jungvogel.
Mittlerweile haben sich die Wolken aufgelöst, es ist warm geworden und wir beschliessen, den Pool zu testen.
Vom Pool aus sieht man auf den Chobe River, der hier nur ein dünnes Rinnsal darstellt. Hier tummeln sich mal wieder zwei Otter, die sich einen Spass draus machen, uns zu ärgern. Wie die Kameras noch ungenutzt herum lagen, haben die Otter miteinander gespielt und nach uns geschaut. Wie wir die Kameras in Position gebracht hatten, sind sie abgetaucht. Aber die Wasserkringel sind schön scharf geworden...
Nachdem wir uns im Pool erfrischt haben, haben wir uns auf eine Liege im Schatten eines Baumes gelegt und etwas gedöst. Irgendwas fiept anhaltend, und ich brauche eine Weile, bis mir das komisch vorkommt, und ich durch die halb geschlossenen Augen blinzle. Direkt über mir sitzt ein Perlkauz. Ich wusste doch, dass mir das Gefiepe bekannt vorkommt.
Perlkauz.
Wir schlendern zurück und bereiten unser Abendessen zu. Heute gibt es mal Spaghetti mit roter Sosse. Als wir fertig mit Kochen sind und der Tisch gedeckt ist, gibt es einen unglaublichen Himmel als Dinnerkulisse.
franzicke2'085 Beiträge · seit 201217. Juni 2019 · #179
Liebe Matthias, was sind das für tolle Bilder von den Scherenschnäbeln - und die Weissbartseeschwalbe im Schlichtkleid hab ich auch sofort erkannt 😎 , ehrlich! Wir hatten jetzt eine richtig tolle Woche mit ein paar wunderschönen Hamburger Tagen und einem anschließenden Wochenende im Engadin und ich dachte mir so zwischendurch, vielleicht muss man gar nicht immer so weit weg und nach Afrika ... aber mit deinem letzten Sonnenuntergangsfoto hast du mich eines Besseren belehrt. Danke dafür! Bis-bald-Grüße Ingrid
Guggu2'261 Beiträge · seit 201118. Juni 2019 · #180
Lieber Matthias,
wie gewohnt bei dir, großes Kino. Die Eulen neide ich dir sehr, da ich noch keine so richtig toll vor die Linse bekommen habe. Und das Sonnenuntergangsfoto ist sooo schön und Sehnsucht weckend.
Hab vielen Dank für diesen Schmankerl zum Morgenkaffee (und macht überhaupt nicht dick 😄 )