Besonders begeistert bin ich diesmal von dieser anscheinend paradiesisch immergrün und blühenden Pracht im Etosha. Wir sind sowohl im Februar als auch im August ähnliche Loops gefahren wie Du - aber es war immer - auch im Februar - echt staubtrocken im Vergleich zu Deinen Fotos! Da würde ich nimmer drauf kommen, dass diese Fotos aus dem Etosha stammen
Ich bedien mich mal deiner Worte, denn genauso gehts mir auch!
Danke fotomatte, für deinen schönen Reisebericht!
Gruß lilytrottter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200902. März 2017 · #102
Hallo,
und zuallererst @ Applegreen: Hey Sabine, vielen Dank für deine Zeilen. Ich wünsche dir eine schöne, erlebnisreiche Reise und allzeit gute Pad.
@ lilytrotter: der Rest von Etosha wird ab sofort deutlich trockener, vielleicht erkennt ihr es dann ja wieder. 😎
@ CuFs: Kann ich durchaus verstehn, daß man Etosha abgehakt haben kann. Auch ich bin ja kein besonderer Fan dieses Parks, aber ich schreibe in meinem Fazit noch was dazu.
@ maddy: Kennst du denn die Cranes aus Südafrika und weisst da Näheres?
@ AndreasG und Beatnick: die Zahlen aus den 90ern beruhen auf Schätzungen, die neueren Zahlen stammen aus dem Survey- Project. Diese Zahlen bilden die tatsächlich nachgewiesenen Vögel ab, es können auch noch ein paar Ex. dazu kommen, die übersehen wurden. Aber der Bestand wird in jedem Fall auf unter 30 Tiere geschätzt. Und die Tendenz scheint eindeutig negativ. Ich hoffe sehr, daß der viele Regen die Chancen für das Überleben von ein paar Küken verbessert hat. Ich bin auf den neuen Newsletter sehr gespannt.
maddy2'167 Beiträge · seit 200903. März 2017 · #103
Hallo Matthias,
Nein, ich hab Blue Cranes nur im Western Cape gesehen, da standen sie zu hunderten auf dem Feld (ca. Swellendam Gegend). Im Roberts steht dazu:
"Locally common to rare; drastic reduction of numbers in Highveld grasslands, but increasing in W Cape croplands and pastures, ca 20'000 in S Africa, isolated Namibia pop ca 60 birds. Endemic. SA status: Near threatened."
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200906. März 2017 · #104
Samstag, 21. Januar :
Gleich mit der Toröffnung fahre ich mit drei, vier weiteren Autos in nördlicher Richtung bis zu dem einsamen Baum. Dort stellen wir uns alle in eine Reihe. Die Löwin ist mit ihrem Mahl fertig und ist gerade dabei, den Riss den schon begierig wartenden Schakalen zu überlassen. Sie hat in der Nacht das gesamte Zebrafohlen gefressen.
Der durchhängende Rücken, der schwarze Nasenschwamm und ein leichter Flaumkragen wie bei einem jungen Kuder verraten, daß wir es hier mit einer uralten Oma zu tun haben. Die Zitzen sind trocken, sie hat also keinen Nachwuchs.
Beim Gähnen sieht man, daß ihre Fangzähne nur noch rudimentäre Stumpen sind. Dank ihrer Erfahrung scheint sie trotzdem in guter körperlicher Verfassung zu sein.
Sie legt sich in die wärmende Morgensonne und säubert die blutverschmierten Tatzen. Nach rund einer halben Stunde steht sie auf und wandert in die endlos scheinende Steppe davon.
Derweil behauptet ein grosser Schakal seine Position an den Zebraresten,
während fünf weitere Tiere versuchen, etwas zu stiebitzen. Sie werden aber rüde abgewiesen.
Dieser Schakal versucht sich an ein paar weitgehend abgenagten Knochen.
Nach rund einer Stunde fahre ich nochmals zurück nach Okaukuejo, um zu tanken.
Fuchsmanguste
Als ich nach rund fünfzehn Minuten wieder den Airstrip passiere, liegen hier zwei Mähnenlöwen nicht weit ab von der Pad. Die waren auf meinem Hinweg noch nicht da, oder sollte ich diese zwei Brocken übersehen haben? Auch sie waren in der letzten Nacht erfolgreich auf der Jagd. Bald wird es ihnen in der Sonne zu heiss, und sie kreuzen direkt vor mir die Strasse und steuern das Wasserloch Okaukuejo an.
Der zweite Mähnenlöwe ist deutlich jünger.
Pied Crow, Schildrabe
Ich fahre in westlicher Richtung an Leeubron vorbei. Hier hat es nur noch vereinzelt Antilopen. Umso mehr freue ich mich, als ich einen Elandbullen sehe, der aber nichts von Beobachtern zu halten scheint.
Eland on the run.
Kurz darauf kreuzt ein stosszahnloser Bulle die Pad. Er war der einzige Elefant, den ich westlich von Namutoni gesehen habe. Alle anderen waren weiter in den Ostteil des Parks gewandert, wo es schon deutlich grüner war.
Im Zeitlupentempo schreitet diese Giraffe über die Steppe.
Ant- eating chat, Termitenschmätzer
Beim Charl Marais Dam stehen ein paar Wasservögel im Wasser, wie dieser jagende Seidenreiher.
Schwarzkopfreiher
Über den Pygmy Falcon habe ich mich sehr gefreut, denn bislang habe ich sie nur im schlechten Licht oder auf grosse Entfernung fotografieren können.
Bei einem Wasserloch mit gemauertem Reservoir liegen ein paar Milchbärte im Schatten. Zunächst erkenne ich nur zwei, nein drei Junglöwen.
Zu gerne hätte ich ein Bild, wenn alle Drei in meine Richtung schauen. Da ich nichts davon halte, durch pfeifen oder rufen auf mich aufmerksam zu machen, versuche ich einen Trick, den ich schon bei vielen Tieren erfolgreich angewandt habe. Ich summe leise eine Melodie, und sofort sind alle Löwen neugierig in Hab- acht- Stellung. Letztlich sind es sogar sechs Löwen, allesamt junge Männchen. Bald reicht ihnen der immer kleiner werdende Schatten nicht mehr, und sie schlappen einer nach dem anderen langsam davon in Richtung einiger Bäume.
Namaqua Dove, Kaptäubchen
In Olifantsrus checke ich für den Campingplatz ein, ich bin bislang der Einzige. Nachdem ich das Zelt aufgestellt habe, statte ich dem doppelstöckigen Hide einen Besuch ab. Im Wasser liegen einige Terrapins, aber sonst hat es bis auf ein paar Nilgänse und Waffenkiebitze keine Tiere. Nein, stimmt nicht ganz.
Im Schatten an der Wand klebt ein Tubercled Gecko,
weiter oben hängt ein Skink kopfüber.
Später kommt eine ganze Herde Gemsböcke ans Wasser. Es fängt plötzlich zu grummeln an, es wird immer dunkler, und dann ergiesst sich ein tropischer Gewitterregen, der rund eine Stunde anhält. Als ich zurück zum Zelt komme, steht dieses in einem See. Ich suche mir eine andere, etwas erhöht liegende Site. Dann brate ich mir den Rest vom Oryx- Steak. Den Sundowner nehme ich wieder im Hide ein, aber ausser ein paar Nachtflughühnern, zwei Nachtschwalben und einem Schakal tut sich nichts am Wasserloch.
Kosten: Camping Olifantsrus 280.- Nam$ ( für Etosha- Verhältnisse ein Schnäppchen )
Champagner8'679 Beiträge · seit 201006. März 2017 · #105
fotomatte schrieb:
Wahhhh......Matthias...... das sind ja mal ge(n)i(a)le Farben - bei ebensolchem Licht! Wäre ich jemand anderes, dann würde ich jetzt sagen: "Mindestens Bundesliga" 😄 !
So darfst gerne weitermachen 😎
Herzliche Grüße von Bele
P.S.: Ups, die Löwenbuben waren vorher noch nicht da - herrlich, diese Blicke 😘
Guggu2'261 Beiträge · seit 201106. März 2017 · #106
Lieber Matthias, wieder so schön dein RB. Nachdem wir immer in dusty season unterwegs waren, freut es mich besonders Etoscha in grün zu sehen. Die Beschreibung der alten Löwin trifft gerade ein bisschen meine Verfassung. 🤩 Haben Handwerker im Haus gehabt und ich bin fix und foxy vor lauter Möbel umeinander schieben, Zeugs in den Keller schleppen, sortieren und wieder hoch. Da hängt der Rücken auch etwas durch etc. pp. Das Grauen hat aber jetzt ein Ende und ich liege lang auf dem Sofa und lese dein neues Kapitel. 🙂 Tolle und Sehnsucht erweckende Fotos hast du gemacht.
Carinha448 Beiträge · seit 201406. März 2017 · #107
Hallo Matthias
Dein Foto mit den Löwenbuben finde ich echt toll! 🤩 Ich habe es mir als Bildschirmhintergrund "entlehnt", damit ich mich täglich daran erfreuen kann (hoffe es ist erlaubt 😊 ). Dafür habe ich dir noch einen weitern Löwen hinzugefügt... 😄 😄
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200907. März 2017 · #108
Sonntag, 22. Januar :
Das Camp Olifantsrus schläft noch tief und fest, aber ich liege wach im Zelt. Es ist kurz nach Fünf, ich geh mal schaun, was sich am Wasserloch so tummelt. Auch hier ist es noch stockdunkel. Da der Kompressor nicht läuft, ist auch das etwas befremdliche Rotlicht aus. Langsam gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit, ich erkenne einige Nachtflughühner, die ihr Gefieder tränken. Dann ist plötzlich ein riesiger grauer Schatten im Anmarsch, völlig geräuschlos kommt ein alter Elefantenbulle bis direkt vor den Hide. Ich steh rund drei Meter von seinem Riesenschädel entfernt und lausche den lustigen Geräuschen, wie er Wasser ansaugt und dann ins Maul laufen lässt. Klingt fast wie eine Klospülung. Kurz darauf hört man es in seinem Magen gluckern und gurgeln. Es ist 6.00 Uhr, der Kompressor springt an und mit ihm das Rotlicht. Der Elefant erschrickt und stolpert ein paar Schritte zurück. Ich mache schnell das Licht aus, er beruhigt sich gleich wieder und füllt weiter seinen Magen. Bald hat er genug und verschwindet genauso leise, wie er gekommen ist in den nun langsam ergrauenden Morgen. Nach einem geruhsamen Frühstück packe ich zusammen. Die meisten anderen Camper schlafen aus, ist ja auch Sonntag. Ich besuche noch kurz die Ausstellung, wo man Einiges zur Geschichte dieses Camps erfahren kann, das Mitte der Achtziger Jahre als Elefantenschlachthaus aufgebaut wurde. Damals versuchte man mit Culling den Überbestand im Park zu regulieren, hat das aber nach internationalen Protesten wieder aufgegeben.
Der Zerwirkgalgen erinnert an eine blutige Geschichte.
Ein Graderkonvoi kommt mir entgegen, dabei ist die Pad in keinem schlechten Zustand.
Bei, ich glaube es war Okawao, stehen ein paar Steppenzebras und drei Bergzebras gemischt am Wasser. Mich interessiert aber ein junger Lannerfalke mehr, der sehnsüchtig den in Schwärmen einfallenden Namaflughühnern nachschaut. Fast kann man seine Gedanken lesen. Ein paar Mal versucht er einen Jagdflug, aber er muß noch viel lernen, bis er auf diese Weise Erfolg haben wird.
Ein siebenköpfiges gemischtes Kudurudel kommt ans Wasser, dahinter patroullieren zwei Ludwigstrappen.
Ground Agama
Da ich früh dran bin, möchte ich den Umweg über Rateldraf, Klippan und Luiperdskop zum Galton Gate nehmen. Hier wären die Grader jetzt sehr willkommen, denn die Pad ist eine total ausgefahrene Wellblechpiste. Aber landschaftlich ist es mit das Beste, was Etosha zu bieten hat, geht es doch am Fuß der Dolomietberge entlang. Immer wieder bleibe ich stehen und glase die Bergflanken ab, ob nicht doch irgendwo ein Leopard auf so einem prächtigen Ausblick ruht, aber natürlich finde ich keine Katze.
Bergzebras hingegen sind hier häufig zu beobachten.
Auch die Zebras sind einer kühlenden Fangopackung nicht abgeneigt.
Vor Klippan finde ich diese Ludwigstrappe direkt neben der Pad im Schatten ruhen, und da es ihr schon zu heiss ist, bleibt das sonst so scheue Tier liegen.
In einem riesigen Kameldorn sitzen drei Lanner ebenfalls im Schatten.
Hinter Klippan ist die Strasse ohne Vorankündigung mit einer querliegenden Steinreihe und einem Verbotsschild gesperrt, also muß ich das ganze üble Wellblech wieder zurück. Das Galton Gate erreiche ich pünktlich zur Mittagszeit, alle Angestellten sitzen im Schatten beim Essen. Nur widerwillig erheben sich die Verantwortlichen um der Bürokratie ihren Lauf zu lassen. Der übliche Eintrag ins dicke Buch, Kontrolle der Permits, ein kurzer Blick aufs Gepäck, dann kann ich passieren und der Posten verfällt wieder in seinen Mittagsschlaf.
Über die C 35 fahre ich nun in südliche Richtung.
Vor Kamanjab biege ich nach Norden auf die D 2763 ab und erreiche bald mein Tagesziel, die Rustig Toko Lodge. Da ich niemanden finde und auch klingeln an der Rezeption keinen Erfolg bringt, setze ich mich an den Pool und schreibe ein paar Notizen. Bald kommt ein Auto, es sind zwei Engländerinnen mit einem Freund, die auch hier campen wollen. Wir machen es uns bequem und reden über den Brexit. Die Mädels sind stinkesauer auf ihre Landsleute, weil sie nun momentan keinen Job erhalten können. Jedenfalls keinen, von dem man Leben könnte. Die Firmen sind sehr vorsichtig, da keiner weiss, wie sich die Wirtschaft nach dem Austritt entwickeln wird. Und so haben sie den alten, mies bezahlten Job gekündigt, ihre Habseligkeiten verkauft und touren nun durchs südliche Afrika. Später wollen sie noch nach Fernost weiter. Nach einer Runde im Wasser gehe ich ein bisschen den Vögeln hinterher.
Damara Hornbill
Irgendwann erscheint ein Angestellter und sagt, wir sollen schon auf den Campingplatz fahren, wir sind die einzigen Gäste heute. Ich stelle mein Zelt auf und koche mein Dinner, dann erscheint der Besitzer und weist uns in die Facilities ein. Jeder Platz ist riesig, hat einige Schattenbäume, ein eigenes Ablutionhaus sowie einen überdachten Platz mit Bänken und Tisch. Leider lässt sich so kurzfristig kein Nightdrive organisieren, der hier oft Erfolg auf die "scheuen Fünf" haben soll.
Kosten: Camping Rustig Toko Lodge 130.- Nam$
Fazit Etosha: Klar, hier hat´s viele Antilopen und Elefanten, man hat gute Chancen Katzen zu sehen, auch Vögel gibt es ja einige interessante Arten. Aber: man ist ins Auto gefesselt und fährt Meile um Meile, ohne aussteigen zu können. Dazu kommt eine sagen wir mal bestenfalls schwerfällige Verwaltung, wenn nicht gänzlich uninteressiert. Der Camping in Okaukuejo ist eine Frechheit für das aufgerufene Geld, sowohl die Küchen wie auch die Sanitärgebäude können der Massen, wenn mehrere Tourbusse auf dem Platz sind, nicht Herr werden. Es wird wohl wieder mindestens zwölf Jahre dauern, bis ich erneut meinen Weg hierher finde. Es gibt Besseres in Namibia!
leofant754 Beiträge · seit 201007. März 2017 · #109
Hallo Matthias,
ein bischen habe ich schon "rumgeschmökert" in Deinem RB. Was mir besonders gut gefallen hat: Ich konnte einige meiner eigenen Vogelbilder jetzt mit dem richtigen Namen versehen. da freut sich der Walter 🙂 🙂 🙂
Gromi1'415 Beiträge · seit 201408. März 2017 · #111
CuF schrieb:Hallo Orpheus, was hast Du denn gesummt bei den Löwen?
das würde mich auch sehr interessieren 😗 , denn summen geht gut, nur mit singen hätte ich (oder die Leuen) ein Problem 😄
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Fortuna77839 Beiträge · seit 201409. März 2017 · #112
Hallo Matthias,
jetzt habe ich, nachdem ich ganz am Anfang bereits mal reingeschaut habe, Deinen tollen Bericht in Einem durchgelesen und bin begeistert!!! 🤩 Was sind das nur für tolle Bilder?! Mittlerweile "halten" wir auch immer öfter für Vögel, aber anscheinend sehen wir die Hälfte wohl nicht... 😄 Von der Fotoqualitität mal ganz abgesehen... 😗
Blue cranes haben wir aber zumindest in unserem letzten Urlaub auch gesehen. Für uns war es eine Erstsichtung und nach Deinem Bericht freue ich mich nun nachträglich doppelt darüber! 🙂 🙂
Ich bin gespannt, wie es nach Etosha für Dich weiterging und bleibe jetzt am Ball... 😉
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200909. März 2017 · #113
Guten Tag,
bevor es ein neues Kapitelchen gibt, will ich mal schnell ein paar Antworten loswerden. 😎
@ Fortuna77: Hallo Nadja, wo habt ihr denn die Blue Cranes gesehen, in Nam oder in SA? Danke für dein Lob. 🙂
@Gromi und Cufs: Wie Orpheus habe ich mich nicht gefühlt, die Tiere haben sich auch nicht in Scharen um mich gesammelt. 🤩 Kann aber auch an meinem Gesumse gelegen haben. 🙄 Katzen sind ja von Natur aus neugierig, und ich habe einfach darauf gesetzt, daß sie ein Summen noch nicht kennen, und deshalb aufmerksam werden. Hat ja auch geklappt. Ich weiss nicht, ob Gesang, also in Melodie gesetzte Worte, die gleiche Wirkung gehabt hätten, denn menschliche Stimmen kennen die Löwen ganz sicher. Was ich gesummt habe? Es waren nur zwei, drei leise Töne, das hat schon gereicht.
@Leofant: Hallo Walter, es freut mich, wenn du Grund zur Freude hast bei der Lektüre meines Berichts. An so tolle Flugstudien wie du sie machst, komme ich leider nicht ran.
@Carinha: Hallo Karin, na klar darfst du das Foto als Hintergrund verwenden. Jetzt sind ja auch sechs Löwen auf deinem Bild. 😉
@Guggu: Hoffentlich geht´s der alten Löwin mittlerweile wieder besser. 😕
@Bele: Danke, danke. Ich selbst habe ja Etosha, besonders um Okaukuejo herum, eher als trocken und gar nicht soo grün empfunden. Vielleicht muß ich mal wieder meine alten Bilder anschauen, die stammen vom August. Sind aber in den Tiefen von Diamagazinen gehortet.
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200909. März 2017 · #114
Montag, 23. Januar :
Gestern hatte ich mich mit dem Besitzer unterhalten, daß ich gerne etwas den Vögeln nachstellen möchte, und er empfahl mir, den Dolomite Mtn. zu besteigen. Da gäbe es sowohl den Rockrunner wie auch das Hartlaub´s Spurfowl, beides Near- endemics. Das trifft sich gut, denn schon bei der Anfahrt zum Campingplatz war mir der markante Felszug aufgefallen, der sich genau südlich des Platzes erhebt. Noch vor Sonnenaufgang bin ich unterwegs und versuche, die schon singenden Vögel zu identifizieren.
Der White- tailed Shrike ( Drosselwürger ) ist ein rast- und ruheloser kleiner Kerl, der zusammen mit seinem Partner einen Dornbusch nach dem anderen inspiziert.
Nach der tagelangen Autofahrerei macht es Spaß, in den scharfkantigen Felsen herum zu klettern und die Aussicht von der Ridge zu geniessen.
Ich entdecke ein paar Kudus, die laubzupfend langsam bergan wechseln. Wieviel besser passen sie hier in die Berge denn in die flache Etoshapfanne.
Short- toed Rock Thrush, Kurzzehenrötel
Auf dem höchsten Punkt der Ridge setze ich mich auf einen Block und geniesse den frühen Morgen.
Ein metallisch glänzender Skink freut sich auch über die Morgensonne.
Auf dem Rückweg versuche ich noch, einen Tschagra zu fotografieren, aber er versteht es sehr gut, immer einen Busch zwischen uns zu haben. Die beiden Raritäten habe ich natürlich nicht gefunden. Im Camp zurück breche ich das Lager ab, und entdecke unter der Bodenplane zwei Spinnen, ein grosses Weibchen und das deutlich kleinere Männchen.
Dann fahre ich zur Lodge zurück, um zu bezahlen und noch ein paar Vögel zu knipsen, die hier zahlreich in den Bäumen und Büschen herumhopsen.
Monteiro- Toko
Grey- backed bleating Camaroptera, oder Meckergrasmücke
Die ebenso wuseligen winzigen Cape Penduline Tits kann ich zwar erkennen, aber nicht auf den Chip brennen.
Ein Arbeiter zeigt mir noch dieses Flap- neck Chamaeleon, das ich sonst nicht gesehen hätte.
Es ist schon kurz vor Elf Uhr, als ich mich auf den Weg Richtung Kamanjab mache. Am Abdreh auf die D 2695 steht ein Arbeiter, und ich nehme in mit bis in die Stadt. Er spricht kein Englisch, aber ich verstehe, daß er zum Arzt will wegen Kopfschmerzen.
In Downtown- Kamanjab ( also der einzigen Strassenkreuzung ) lasse ich den Arbeiter aussteigen, dann tanke ich und lasse meine Gasflasche auffüllen, weil der Brenner nicht mehr auf Touren kommen will. Dann ergänze ich im erstaunlich gut sortierten Oase-Supermarkt meine Vorräte und verlasse den im Mittagsschlaf daliegenden Ort in westlicher Richtung.
Auf der C 40 Richtung Grootberg
Bald schon erreiche ich mein Tagesziel, die Hoada Campsite. Das Camp ist mittlerweile deutlich gewachsen, aus den ursprünglich drei Plätzen sind nun acht geworden, und ich erhalte den Platz Nr. 7 Ist also recht gut gebucht.
Namaqua Sand Lizard
Ich richte mich häuslich ein, dann ruhe ich etwas im Schatten, denn es ist deutlich über 35 Grad warm. Gegen 17.00 Uhr suche ich den kleinen Felsenpool auf. Hier liegen einige Rock Agamas direkt am Wasserrand. Sie kommen aber nicht wie gedacht um zu trinken, sondern versuchen Schmetterlinge, die niedrig übers Wasser fliegen, durch einen Sprung aus der Luft zu fangen. Einige sind dabei recht erfolgreich.
Namibian Rock Agama
Den Sundowner möchte ich auf einem Riesenboulder geniessen, die hier überall verstreut in der Landschaft stehen.
Die hier ansässigen Baboons haben die gleiche Idee, sie tun sich aber deutlich leichter beim Erklimmen ihrer Aussichtsfelsen.
Sunset gegen den Grootberg
Berge im Licht
Rechts auf den Felsen erkennt man die Silhouetten der Affenbande.
Ich dagegen muß schauen, daß ich im Restlicht wieder vom Felsen runter komme, was deutlich anspruchsvoller ist als der Weg nach oben. Im Camp starte ich den Kocher, und mit einer riesigen Stichflamme verschafft sich der übervolle Gasbehälter Luft. Es stinkt nach Gas und verbrannten Haaren, und im Spiegel kann ich erkennen, daß meine Gesichtsbehaarung gelitten hat. Der Bart ist quasi ab.
Champagner8'679 Beiträge · seit 201009. März 2017 · #115
fotomatte schrieb:
Man sollte Tiere ja nicht vermenschlichen - aber dieser Flunsch, den das Chamäleon zieht..... 😄 😄 Mir fallen dazu spontan ein paar Gesichter aus meinem Umfeld ein 😗 😎
Wie lange bist du eigentlich auf Hoada geblieben? Bin mal gespannt, ob es noch ein paar Fotos von dort gibt - ist schon so lang her, dass ich dort war.
Gromi1'415 Beiträge · seit 201414. März 2017 · #117
hallo Friederike, kannste bitte noch ein paar mehr in Auftrag geben...könnte (wenn das so lahmig weiter geht 😠 ) ein lukratives Geschäft für Bele werden 😗
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Champagner8'679 Beiträge · seit 201014. März 2017 · #118
CuF schrieb:Hallo Bele, hast Du noch ein paar Zaunpföschdle übrig? Habe die zwei schon bei Casimodo und Eulenmuckels verbraucht! Gruß Friederike
Hallo Friederike, hallo Gromi,
komme eben erst nach Hause, muss schnell mal in meinem Schuppen schauen.....
So....hier - die sollten reichen, oder?
Wobei Friederike: casimodo ist im Urlaub - dreimal darfst du raten wo 😗 - nur damit du nicht umsonst winkst wie eine Verrückte 😎
vielleicht ist ja Fotomatte auch schon wieder unterwegs und lässt und hier schmoren 😠 . Ich bin sowieso grundsätzlich dafür, dass man nur dann wieder losdüsen darf, wenn der letzte Reisebericht abgeschlossen ist und man auch nicht mit Fotos gegeizt hat, nur um schneller fertig zu werden! 😣 😉
Liebe Frühlingsgrüße aus Aachen Ute
leofant754 Beiträge · seit 201016. März 2017 · #120
Hi Matthias,
ich komme noch mal auf den Elandbullen zurück. Ich habe den Eindruck, er ist sehr dunkel eingefärbt. Ich kenne die Elands eher in einem helleren Braun. Oder hatte er Sonnenschutz (= Erde) drauf ? fragende Grüsse Walter