"HOT, DRY & BUMPY“ – Südafrika und Botswana 2017/8

Reisebericht 86 Antworten · 19,4k Aufrufe · gestartet 16. Jan. 2018 von Carinha
Themenstarter448 Beiträge · seit 201416. Jan. 2018 · #1
Hallo liebe FoMis

Zurück von unserer 5. Reise ins südliche Afrika wünsche ich etwas verspätet erstmal Allen ein gutes neues Jahr und hoffe, es wird auch 2018 wieder so viele schöne Reiseberichte zu lesen geben. 😉
Wie versprochen haue ich ebenfalls wieder in die Tasten, um unsere Reise für die Ewigkeit (v.a. unsere) festzuhalten. 😎 Angesicht des für uns unüblichen Reisezeitpunkts vom 23.12. bis 09.01. - was einer Notlösung entsprach - hatte ich ja bei der Planung einen Bericht mit folgenden Titeln in Aussicht gestellt: "South Africa with the crowd" oder "Weihnachten mit Elefant, Löwe & Co." oder auch "Auf Gravelroad ins neue Jahr"! Im Nachhinein passt jedoch keiner davon so richtig; weshalb wir uns für
„HOT, DRY & BUMPY“ – Südafrika und Botswana über Weihnachten/Neujahr“
entschieden haben - wobei an manchen Stellen auch „Cool, wet & calm“ passen würde. 😗

Ihr dürft euch freuen auf
- viele Wasserfälle und eine Outdoor-Xmas-Party
- Wildpferde im Nebel
- 2 Erstsichtungen, über die wir uns riesig gefreut haben 🤩
- einen (weiteren) neuen Lieblingspark 😘
- einen doppelten Regenbogen nach einem trockenen Sylvesterabend
- 2 Lost & Found-Stories
- jede Menge süsse Tier-Babies
- ein kurzes Fazit zum Thema Malaria-Prophylaxe sowie zu den jeweiligen Unterkünften und zum Reisezeitpunkt

Unsere Route sah wie folgt aus:
23.12.2017 Hinflug mit SWISS ab Zürich, Ankunft 24.12. vormittags
24.- 27.12. 3 Nächte Utopia in Africa, Nelspruit
27.-29.12. 2 Nächte Shindzela Tented Camp, Timbavati Nature Reserve
29.-30.12. 1 Nacht Shimuvini Bushveld Camp, Kruger NP (self catering)
30.-31.12. 1 Nacht Punda Maria Rest Camp (Safari Tent), Kruger NP (self catering)
31.12.-02.01. 2 Nächte Leokwe Camp (Family Cottage), Mapungubwe NP (self catering)
02.-05.01. 3 Nächte Limpopo River Lodge, Tuli Game Reserve (Botswana)
05.-08.01. 3 Nächte Leshiba Wilderness Camp (Mwedzi Luxury Suite), Soutpansberg (self catering)
08.-09.01. 1 Nacht Tshikwalo Lodge, Dinokeng Game Reserve (self catering)
09.01.2018 Rückflug abends

Entgegen dem ursprünglichen Plan musste ich die Verlängerung mit Volunteering-Aufenthalt leider canceln, da mir eine Zahn-OP und ein Unfall meines Pferdes dazwischenkam. Umso mehr habe ich die kurzen Ferien in Südafrika und den Abstecher nach Botswana genossen.

Nun geht es los – vorerst noch ohne Fotos. Ich freue ich mich auf viele Mitleser/innen und Kommentare! 🤪

Liebe Grüsse,
Carinha
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4'382 Beiträge · seit 201516. Jan. 2018 · #2
Ha, Erste!
Freue mich auf diesen RB - weil hot war es in BOT 2017/9+10 bei uns auch. Mal sehen, ob Ihr das besser vertragen habt!
Viele Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
1'543 Beiträge · seit 201316. Jan. 2018 · #3
Hallo Carinha,

natürlich bin ich mit dabei. Viele Ecken eurer Reise kenne ich noch nicht, und Inspiration kann ich immer gebrauchen.
Ich hoffe mal auf rege Teilnahme 🙂. Friederike hat ja schon Platz genommen, da quetsche ich mich schnell daneben.

Herzliche Grüße, Carinha, aus Nordwestdeutschland in die Schweiz
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
Themenstarter448 Beiträge · seit 201416. Jan. 2018 · #4
Samstag, 23. Dezember 2017
Abflug nach Jo’burg

Nach letzten Vorbereitungen fahren wir diesmal selber mit dem Auto zum Flughafen nach Zürich. Wir haben dank dem TCS einen Rabatt fürs Langzeit-Parkhaus bekommen und kommen so ohne Umsteigen und zum ungefähr gleichen Preis wie mit dem Zug ans Ziel. Scheinbar sind bereits alle mit Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt, denn es hat wenig Verkehr und auch der Flughafen ist fast leer, so dass wir schnell und ohne Wartezeit zum Gate durchlaufen können. Bald sitze ich auf meinem Fensterplatz in der Mitte des Fliegers, Mäthu neben mir und los gehts. Zum Flug gibt es nicht viel erwähnenswertes zu sagen, ausser dass es wie immer eng und unbequem war und mir abwechselnd alle Körperteile (ausser der Kopf) eingeschlafen sind. Da das Entertainment-System ständig ausgefallen ist, steckte während dem ganzen Flug Mäthus iPod in meinen Ohren und ich habe – wenn auch an Schlaf nicht zu denken war – zumindest vor mich hin gedöst.
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zuletzt bearbeitet 16. Jan. 2018
1'624 Beiträge · seit 201516. Jan. 2018 · #5
Hallo Carinha
ich bin natürlich auch dabei. Tierbabies immer gut, das neueste von Leshiba (ich hoffe es hat Euch auch gefallen) und auf die Limpopo River Lodge bin ich auch sehr gespannt, der Tuli Block fehlt uns immer noch 🙁
Viele Grüße
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter448 Beiträge · seit 201416. Jan. 2018 · #6
Sonntag, 24. Dezember 2017
Ankunft und Fahrt nach Nelspruit

Irgendwann hebe ich meine Schlafmaske und sehe durchs Fenster die Sonne über dem afrikanischen Kontinent aufgehen. Ein schönes Gefühl – auch wenn der Flug noch 4-5 Stunden dauern wird. Besagte Stunden später ist es endlich soweit: Wir starten den Sinkflug und der Pilot kündigt das Wetter mit „bewölkt, 20°C“ an. Hm, da hatten wir uns etwas wärmere Temperaturen vorgestellt… 😵

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Wir fliegen durch die Wolken und ich schaffe es, die Landung auf einem Video festzuhalten, obwohl es ganz schön schüttelt. Kurze Zeit später sind wir auch schon auf dem Weg nach draussen. Als wir uns vom Piloten verabschiedet haben, der vor dem Cockpit steht, kommt plötzlich ein riesiger Typ im Laufschritt von der Gangway zurück. Er blafft kurz den Piloten an, dreht sich um und läuft wieder Richtung Ausgang. Dann bleibt er plötzlich stehen und knallt in einem lauten Wutanfall seinen Koffer auf den Boden. 😈 Dann rennt er mit Hilfe seiner Ellbogen im Eilzugstempo durch den Gang, schmeisst dabei ein kleines Mädchen an die Wand und flucht laut vor sich hin. 😈 😈 Alle Passagiere sind fassungslos, aber reagieren tut niemand – auch nicht die Angestellten des Flughafens. 🤨 Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn er bereits während des Fluges durchgedreht wäre… Als wir den Typen später wartend im Flughafengebäude sehen, machen wir einen grossen Bogen um ihn.

Unsere Koffer kommen relativ rasch auf dem Förderband daher und wir machen uns auf den Weg zum Büro des Autovermieters Thrifty Car Hire. Dort soll ein Angestellter von Britz auf uns warten. Leider ist noch niemand zu sehen und so stellen wir uns erstmal in die Warteschlage. Der Mann am Schalter greift dann sofort zum Telefon und bittet uns, 5 Minuten auf dem Sofa zu warten. Nach 35 Minuten 😵 kommt endlich der Angestellte, der uns zum Auto bringen soll. Entgegen unserer Buchung „ab und bis Flughafen“ ist das Auto aber nicht vor Ort und wir werden zum Britz-Depot chauffiert. Dort ist die Organisation sehr umständlich und obwohl wir erklären, dass wir nicht zum ersten Mal mit 4x4 unterwegs sind, wird uns alles genauestens gezeigt. Der Angestellte teilt uns mit, dass wir das Fahrzeug wieder ins Depot bringen müssen, was uns doch sehr wundert. Der nächste Angestellte, der uns die Border-Crossing Authorization aushändigt, meint das Gegenteil und redet vom Flughafen. Wir beschliessen, es letzterem zu glauben und fahren los zum Pick’n’Pay um die Ecke. Schliesslich brauchen wir noch etwas Proviant für die lange Fahrt nach Nelspruit. Die ersten 5 Tage müssen wir nicht selber kochen und so beschränkt sich der Einkauf auf Getränke und Snacks. Trotzdem kommen wir erst nach 13 Uhr von Johannesburg weg, mehr als 3 ½ Stunden nach der Landung. Was uns während der Fahrt auf der Autobahn gen Osten vor allem auffällt, sind die vielen Minibusse mit Leuten, die für Weihnachten heim zu ihren Familien fahren. Die Pannenstreifen sind gesäumt von Autos mit Reifenpannen. Wir haben bestimmt 20 davon gesehen. 😮 Für die Leute scheint das nichts Aussergewöhnliches; man nutzt die Zeit, um sich die Beine zu vertreten.

Gegen 16 Uhr erreichen wir eine schöne Raststätte an einem Dam, das dazugehörige Restaurant ist aber wegen der Feiertage geschlossen. Wir kämpfen beide gegen bleierne Müdigkeit; Mäthu macht deshalb ein kurzes Nickerchen auf einer Holzbank und ich versuche mich mit Bewegung und frischer Luft wieder fit zu machen. Nochmal knappe 2 Stunden später erreichen wir endlich Nelspruit und unser Guesthouse. „Utopia in Africa“ liegt am Rande der Stadt auf einem Hügel neben dem Nelspruit Nature Reserve. Die Gastgeber sind gerade dabei, im Gemeinschaftsraum mit der Familie Weihnachten zu feiern und uns ist es ziemlich unangenehm, sie beim Essen zu stören. Wir fragen deshalb nur kurz, ob sie uns ein Restaurant in der Nähe empfehlen können, da wir mittlerweile ziemlich hungrig sind und noch nichts Richtiges gegessen haben. Vorgängig hatte man uns angeboten, am 25.12. im Guesthouse zu essen, da alle Restaurants an Weihnachten geschlossen sind. Heute ist aber erst Heiligabend und so müssen wir unsere Mägen anderweitig füllen. Eine Angestellte schlägt uns vor, einen Lieferdienst zu bestellen, damit wir nicht nochmal raus müssen. Das halten wir für eine gute Idee – doch als wir kurz darauf auf dem Mobiltelefon des Guesthouses mittels App einen passenden Anbieter auswählen wollen, stellen wir fest: auch die Lieferdienste haben alle geschlossen! Kurzerhand lädt uns die Gastgeber-Familie ein, uns an den Resten des Weihnachtsmenüs zu bedienen. 🤩 Es hat noch mehr als genug und zum Schluss bekommen wir sogar noch ein Dessert auf unsere Terrasse geliefert! 😎 Wir bedanken uns überschwänglich, duschen noch kurz und legen uns danach todmüde in das riesige, bequeme Bett…
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423 Beiträge · seit 201317. Jan. 2018 · #8
Hallo Carinah
Ich bin auch gern dabei, bin gespannt auf die spannenden Erlebnisse 🙂
Liebe Grüsse Regina
Reiseberichte: 2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP 2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag... 2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men 2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
847 Beiträge · seit 201517. Jan. 2018 · #9
Hallo Carinha,

ich springe auch noch ins Auto und freue mich auf die Tour. Vor allein die Tage im Krüger interessieren mich total 😉
Tierbabys ......... dafür bin ich immer zu haben. Ich freu mich, kann losgehen. 🙂

LG Netti
Jeder Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag 21 Tage Dauergrinsen im Caprivi? - Namibia August 2019 24 Tage Dauergrinsen - Namibia August 2017 Roadbook 2017 & 2019
385 Beiträge · seit 201518. Jan. 2018 · #10
Hallo Carinha,

ich lese auch mit
Schöne Grüße Sandra
Themenstarter448 Beiträge · seit 201418. Jan. 2018 · #11
Schön, dass schon einige mitlesen! 😘 So machts gleich noch mehr Spass!!

Eigentlich dachte ich, der nächste Tag sei schnell erzählt. Aber während dem Schreiben kam mir doch wieder Einiges in den Sinn (wir haben diesmal keine Notizen gemacht). Nun ist es doch wieder viel Text geworden - ich hoffe, es ist nicht zu langweilig 😗

Gleich geht es weiter...
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Themenstarter448 Beiträge · seit 201418. Jan. 2018 · #12
Montag, 25. Dezember 2017
Panoramaroute

Die Helligkeit weckt uns aus tiefstem Schlaf; es muss mindestens schon 9 Uhr sein, sagt mein Gefühl. Doch ein Blick auf die Uhr zeigt, es ist erst kurz nach 5 Uhr! Schnell öffnen wir die Türe zum Balkon – draussen herrscht das schönste Vogelkonzert und ein wolkenloser nur leicht schleierbewölkter (sehe ich im gerade hinzugefügten Video 😗 ) Himmel kündigt einen sonnigen Tag an! Da es erst ab 7.30 Uhr Frühstück gibt, steigen wir nochmal ins Bett und lassen uns vom Vogelgesang wieder in den Schlaf lullen.

(wenn mir jemand sagt, wie ich ein Video einfügen kann, ohne es vorher auf Youtube hochzuladen, mache ich das an dieser Stelle gerne nachträglich! 😎 ) Danke CuF! 🙂
https://vimeo.com/251775054

Der Plan für den heutigen Tag ist schnell gefasst: Die Panoramaroute macht nur bei schönem Wetter Sinn – also los! Nach dem leckeren Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Sabie. Die Entscheidung fällt gar nicht so leicht, bei der grossen Auswahl an Wasserfällen. Da wir 2013 die Panoramaroute von Norden her schon bis Bourke’s Luck Potholes gefahren sind, wollen wir diesmal nicht weiter als Berlin Falls fahren. Zuerst machen wir Halt bei den Mac Mac Falls. Dort üben wir zuerst an der richtigen Einstellung unserer neuen Kamera. Wie immer haben wir unsere „Allround“-Digitalkamera von Canon mit 50fach-Zoom dabei, neu begleitet uns auch eine Spiegelreflex Nikon D7200 mit 300er Tele und Makro-Objektiv. (Das Fazit dazu kann ich schon vornweg nehmen: Wir brauchen dringend einen Fotokurs! 😗 ).

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Danach fahren wir nach Pilgrim’s Rest, wo wir uns wie Doof-Touris benehmen! Wir parkieren eingangs Dorf und laufen dann zu Fuss die Strasse hoch. Viel ist nicht los an diesem Tag und am meisten kann uns die Vervet Monkey-Mama, die mitsamt Baby auf einem Dach herumklettert, begeistern. Sie eignet sich auch hervorragend als Übungs-Modell für die neue Kamera. 😉

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Ein paar Meter nebenan hat sich ein Mädchen verkleidet und will sich gegen Geld fotografieren lassen. Wie originell, denken wir noch, und geben einen kleinen Obulus ab.

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Gleich danach lassen wir uns ein farbiges, wahrscheinlich ziemlich überteuertes Tuch aufschwatzen (wollte ich doch schon immer haben 😗 ) und der Nussverkäuferin nehmen wir auch noch 2 Päckchen ab. Sie muss dafür aber noch als Fotomotiv herhalten. 😄 Mäthu fragt sie aufgrund ihres „Kleids“, ob sie aus Swaziland stammt. Doch die Frau reagiert, als ob sie noch nie etwas von diesem Land gehört hätte…

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Kurz danach wimmelt die Strasse von kleinen, blauen Männchen. Ok, das hat hier also System. Zurück beim Auto begrüsst uns ein fröhlicher Parkwächter mit den Worten: „We took care of your car and we washed it, it’s very clean now. See the sign!“ Auf besagtem Schild, das vorher noch nicht da war, steht „Aufpassen und Waschen: 300R“. Und dann stehen plötzlich 5 Männer um uns und warten auf unser Geld. Wir sind nun gar nicht mehr fröhlich, und erklären den Männern, dass wir nicht für eine Dienstleistung bezahlen, die wir gar nicht wollten. Ganz abgesehen davon, war das Auto (noch) sauber. Mäthu drückt dem Aufpasser 20 Rand in die Hand und wir machen uns schnellstens aus dem Staub. Pilgrim’s Rest sieht uns so bald nicht wieder!

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Die Lisbon Falls sind unser nächstes Ziel. Hier laufen wir von der Aussichtsplattform noch etwas weiter, damit es ruhiger wird. Es ist nicht übermässig voll, aber einsam ist definitiv anders.

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Als wir bei den Berlin Falls ankommen, wehen uns heftige Böen um die Ohren und der Himmel wird schwarz. Innert Sekunden geht ein heftiger Regenschauer mit Blitz und Donner nieder. Die Frauen vom Curio-Shop beginnen, ihre Ware wegzuräumen. Wir warten einige Zeit im Auto, bis das Wetter sich beruhigt. Als sich die Wolken verziehen, sind auch die letzten Curio-Frauen fertig. 😉
Lange bleiben wir nicht, es ist empfindlich kühl geworden und wir müssen uns langsam auf den Rückweg machen.

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Auf dem Rückweg sehen wir nähe Graskop ein Plakat mit Werbung für den neuen „Canyon-Lift“ und machen uns auf die Suche. Als wir nach mehreren Loops durch Quartiere nicht fündig werden, geben wir auf und fahren wieder Richtung Sabie. Dort wollen wir noch kurz die Sabie, Bridal Veil und Lone Creek Falls mitnehmen, wenn es reicht. Wir fangen mit den Lone Creek Falls zuhinterst an und – kaum sind wir in die One-way-Strasse gefahren – merken wir, dass wir in der Falle sitzen! Links und rechts der Strasse sind Autos parkiert und Musik dröhnt herüber, als fände ein Open-Air statt. Was ist denn hier los? Mangels Alternative beschliessen wir, erstmal die Fälle zu besuchen. An diesem Wasserfall kommt man von unten heran und es gibt einen schönen „Pool“, wo Einheimische wie Touristen herumplanschen.

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An den bisher besuchten Wasserfällen ging es im Vergleich geradezu beschaulich zu. Nebenan auf dem Picknick-Platz scheint halb Mpumalanga zum Weihnachts-Picknick versammelt zu sein! Aus jedem Auto dröhnt Musik – natürlich unterschiedliche! Wir haben genug gesehen und laufen zurück zu unserem Auto. Die Strasse führt hier One-way mit einem Loop um den Picknick-Platz zurück. Mitten im Getümmel geht plötzlich gar nichts mehr. Irgendein Besoffener hat sein Auto mitten auf der Strasse platziert und niemand kommt mehr vorbei. Nach ein paar Minuten wird Mäthu nervös. Er würde am liebsten lautstark hupen. Doch inmitten von mehr oder weniger alkoholisierten Schwarzen halte ich das für eine schlechte Idee. Also schön ruhig bleiben. Nach etwa einer halben Stunde geht es endlich weiter und wir fahren auf dem schnellsten Weg zurück ins Guesthouse. Es reicht noch für eine kurze Dusche, dann erwartet man uns schon zum Nachtessen. In geselliger Runde und mit aufschlussreichen Gesprächen mit den deutsch/russischen Tischnachbarn geht der Tag zu Ende.

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Gefunden auf unserem Balkon - ist das eine Mopani-Raupe?
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zuletzt bearbeitet 19. Jan. 2018
385 Beiträge · seit 201518. Jan. 2018 · #13
Rainer von der Alten Mine in Graskop hat uns eindringlich davor gewarnt Pilgrims Rest zu besuchen. Nun weiß ich warum.
Schöne Grüße Sandra
Themenstarter448 Beiträge · seit 201418. Jan. 2018 · #14
Schade haben wir den Rainer nicht auch vorher kennengelernt! 😄 😄
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Themenstarter448 Beiträge · seit 201419. Jan. 2018 · #15
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Jeden Abschnitt einzeln posten, hilft machmal... 😣
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zuletzt bearbeitet 19. Jan. 2018
Themenstarter448 Beiträge · seit 201419. Jan. 2018 · #16
Dienstag, 26. Dezember 2016
Schlechtwetter-Programm

Den heutigen Tag fangen wir gemütlich an. Dicke Wolken hängen am Himmel und deuten auf Regen hin. Am Frühstückstisch sitzen gemeinsam mit uns 2 Männer. Als sich der eine wegen Unpässlichkeit verabschiedet, kommen wir mit dem zweiten ins Gespräch. Der Mann (Namen? 😗 ) stammt ursprünglich aus Nelspruit, lebt aber jetzt in London. Die beiden werden heute das Eden Chimpanzee Sanctuary von Jane Goodall besuchen. Diese Idee nehmen wir gerne auf. Doch zuerst wollen wir in Kaapsche Hoop nach den Wildpferden suchen. Da es dort oben eh meist wolkig ist, spielt das Wetter für den Ausflug keine Rolle. Die Fahrt soll nur eine halbe Stunde dauern. Wir fahren also raus aus Nelspruit und bereits nach 20 Minuten stehen am Strassenrand 4 Pferde. Sie zu finden hatten wir uns definitiv schwieriger vorgestellt! 😄 Wir machen ein paar Fotos, aber es regnet und wir wollen die Tiere nicht verscheuchen, halten also genug Abstand.

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Danach machen wir noch einen Spaziergang durch das Wolken-Dorf; es sieht mit dem Nebel etwas verwunschen und märchenhaft aus.

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Hinter dem Dorf finden wir nochmal Wildpferde, sie dösen ganz entspannt und lassen sich nicht stören. Einzig ein Fohlen knabbert am saftigen Gras und reagiert etwas «grumpy» auf unseren Besuch. Ich warne Mäthu vor, doch er läuft völlig unbedarft hinter dem Fohlen vorbei und kassiert beinahe einen Huftritt 😵 (seine Pferdeerfahrung beschränkt sich auf meinen «Senior», der so etwas nie tun würde).

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Damit wir nicht 2x die gleiche Strecke fahren, biegen wir auf dem Rückweg rechts ab auf eine Gravelroad durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet, die nach etwa 20 km in die R40 zwischen Nelspruit und Barberton mündet. An dieser Strecke liegt das Eden Chimpanzee Santuary von Jane Goodall. Leider verpassen wir die Führung um 12 Uhr um eine Viertelstunde. Also lösen wir unser Ticket für die Tour um 14 Uhr, lesen die zahlreichen Infos und stöbern etwas im Shop herum. Danach bestellen wir eine Portion Fritten und setzen uns auf die Terrasse mit Blick auf ein grosses Schimpansengehege. In den nächsten 1,5 Stunden fragt Mäthu 2x in der Küche nach, wo denn die Fritten bleiben. Er hat Hunger und mutiert zur Diva 😈 Um 13.55 Uhr steht der Teller endlich auf dem Tisch. Dank grossem Hunger und meiner Hilfe ist der Teller pünktlich zum Start leer und wir können zu den Affen. Die ca. 40 Teilnehmer werden in 2 Gruppen aufgeteilt, welche abwechselnd die 2 Schimpansen-Gruppen besuchen werden. Ganz Jane Goodall-like wird hier kein Vergnügungspark für Menschen geboten, sondern man erhält seriöse Informationen über die hier lebenden Schimpansen und ihr Sozialverhalten.

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Das Sanctuary ist ein Zufluchtsort für Überlebende des Bushmeat-Handels, Waisen-Äffchen, ehemalige Haustiere oder Affen, die sonst wie aus schlimmer Haltung gerettet wurden. Hier werden die Schimpansen in eine der 2 «Familien» integriert und man kann während der Führung sehr gut die unterschiedlichen Charaktere und teilweise von Menschen antrainierten Handlungen beobachten. Die Führung dauert knapp 2 Stunden und ist wirklich sehr eindrücklich.

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Es sieht nicht nur so aus.... 😊

Radau im Sanctuary https://vimeo.com/251787887

Der nächste Programmpunkt ist etwas ungewöhnlich. Über eine afrikabegeisterte Schweizerin aus dem Forum haben wir den Kontakt zu einem schweizerisch-deutschen Auswanderer-Paar erhalten, das in einem Wildlife-Estate in Nelspruit lebt. Da wir mehr über das Leben und den Alltag in Südafrika erfahren und ein bisschen tiefere Einblicke erhalten wollten, waren wir sehr an einem Austausch interessiert. Vorgestellt hatten wir uns ein Treffen in einem Café oder einem anderen neutralen Ort. Doch Karin & John haben uns spontan zu sich nachhause eingeladen und wir durften auch gleich zum Nachtessen bleiben. So haben wir die restlichen Stunden des Tages bei den beiden verbracht und dabei viel Interessantes über das Auswandern und ihr Leben hier erfahren. Besonders gefreut hat uns auch die Bekanntschaft mit Hund Farouk und dem Chamäleon Carlos. 🤪

Bereits auf der kurzen Heimfahrt beklagt sich Mäthu über Bauchkrämpfe. Die Nacht wird für ihn etwas mühsam. Als der Darm «ausgeräumt» ist, geht es ihm wieder besser. Ich betone hier ausdrücklich, das es NICHT das Nachtessen bei Karin & John war. Wir haben das schmuddelige, feuchte Handtuch in der Toilette des Sanctuary und das anschliessende Fritten-Essen mit den Fingern als Quelle des Übels identifiziert.
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zuletzt bearbeitet 19. Jan. 2018
1'796 Beiträge · seit 201419. Jan. 2018 · #17
Hallo Carinha,

das ist ja jammerschade, dass sich Deine Pläne zerschlagen haben. Ich hoffe, Deinem Zahn und Deinem Pferd geht es wieder besser.

Euer Start war ja auch etwas holprig - nun hoffe ich, dass es nur noch Positives zu berichten gibt.

Ich begleite Dich auch noch eine Weile, bevor es für uns bald wieder Richtung Afrika losgeht 🙂

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
Themenstarter448 Beiträge · seit 201419. Jan. 2018 · #18
Applegreen schrieb:Hallo Carinha,

das ist ja jammerschade, dass sich Deine Pläne zerschlagen haben. Ich hoffe, Deinem Zahn und Deinem Pferd geht es wieder besser.

Euer Start war ja auch etwas holprig - nun hoffe ich, dass es nur noch Positives zu berichten gibt.

Ich begleite Dich auch noch eine Weile, bevor es für uns bald wieder Richtung Afrika losgeht 🙂

Liebe Grüße
Sabine
Liebe Sabine

Schön, das du uns auch noch ein Stückchen begleitest! 🙂 Mir scheint, du bist ständig in Afrika! 😄
Meinem Zahn geht es wieder gut; beim Pferd ist es etwas mühsamer (eine Kronenrandverletzung, die schlecht verheilt bei dieser ständigen Feuchtigkeit 😣 )

Ehrlich gesagt, war ich froh, als ich wieder zuhause war - zumindest die ersten 2 Tage 😗
Es war so heiss, ich habe fast 3 kg nur durch schwitzen verloren. Mittlerweile wünsche ich mich natürlich längst wieder nach Südafrika (am liebsten an die Küste, die ist ja mittlerweile wieder leerer 😛 )

Das Holpern zieht sich bis zum Schluss durch, wenn auch ab Verlassen des Krugers nur noch auf die Strasse bezogen. 😵 😄

Ich habe dieses Wochenende "sturmfrei" und hoffe, ich kann noch 1-2 Kapitel weiterschreiben. (Sturmfrei ist in diesen stürmischen Tagen ein etwas unpassender Ausdruck 😐 😄 )

Liebe Grüsse,
Karin
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4'382 Beiträge · seit 201520. Jan. 2018 · #19
(wenn mir jemand sagt, wie ich ein Video einfügen kann, ohne es vorher auf Youtube hochzuladen, mache ich das an dieser Stelle gerne nachträglich! 😎 ) Danke CuF! 🙂
Guten Morgen, Carinha,
der Dank gebührt zu 95% Elisabeth (Sphinx)! Freut mich, daß es geklappt hat!
Viele Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter448 Beiträge · seit 201420. Jan. 2018 · #20
Mittwoch, 27. Dezember 2017
Fahrt zum Shindzela Tented Camp (Timbavati Nature Reserve)

Heute Morgen geht es Mäthu wieder besser; er verzichtet jedoch vorsorglich auf ein allzu schweres Frühstück, denn heute erwarten uns einige Stunden Fahrt. Wir nehmen es gemütlich und beobachten die beiden französischen Familien, die gestern spät eingetroffen sind, beim Frühstück. Obwohl alle Kinder schon im Teenie-Alter sind, benimmt sich eine der Mütter wie eine „Gluggere“ (Glucke), schaut, dass alle ihre „Chocolat chaud“ bekommen und verteilt danach gewissenhaft Malaria-Tabletten an alle. 😄
Von der gestrigen Bekanntschaft aus London/Nelspruit erhalten wir noch den Tipp, die Strasse am Rande des Krugers nach Hoedspruit zu vermeiden, da es dort viele Dörfer gibt, die Strassen somit bevölkert sind und man nur langsam vorwärts kommt.
Wir räumen unsere Sachen zusammen und laden das Gepäck ins Auto, danach bezahlen wir bei Claire (Tochter, zuständig für Buchhaltung) unsere Rechnung. Für das Abendessen am 24.12. verlangt sie nur den halben Preis, was wir sehr nett finden.

Info und Fazit „Utopia in Africa“
http://www.utopiainafrica.co.za/ Kosten ca. CHF 54.- pro Person/Nacht mit Frühstück
Das Utopia in Africa liegt am Rande von Nelspruit, in einem ruhigen, grünen Quartier am Hang. Es ist ein familiär geführtes Gästehaus mit wenigen Zimmern. Ein grosser Aufenthaltsraum und die schöne Terrasse mit Pool werden gemeinschaftlich benutzt. Das ganze Haus ist geschmackvoll dekoriert und eingerichtet. Das galt auch für unser grosszügiges Zimmer „Sunbird“. Es verfügte über einen Balkon mit Blick auf das Nelspruit Nature Reserve und ein Badezimmer mit viel Platz. Es gab kein Moskitonetz über dem grossen Bett, jedoch standen Spray und Stecker zur Verfügung – dies haben wir aber nicht gebraucht, da keine Mossies vorhanden waren. Speziell erwähnenswert ist die enorme Hilfsbereitschaft der Gastgeber-Familie.
Nach einem Nachtflug ist die Anfahrtszeit von Johannesburg nach Nelspruit/Mbombela anstrengend, aber machbar. Das Utopia in Africa empfehlen wir uneingeschränkt weiter – es ist ideal für einen Zwischenhalt in Nelspruit oder um während einigen Tagen die Umgebung zu entdecken.


Wir verabschieden uns und fahren – den Tipp befolgend – Richtung Sabie und Graskop und biegen erst dort auf die R533 und später auf die R40 Richtung Hoedspruit. Durch eine falsche Überlegung biegen wir zu früh ab und kommen auf die Zufahrtstrasse zum Orpen Gate. Erst nach etwa 20 km merken wir unseren Fehler und drehen um. In das Timbavati Nature Reserve kommt man nur von ausserhalb des Kruger NP rein. Schliesslich finden wir den richtigen Eingang und dann wird es erstmals etwas „bumpy“. Dafür entdecken wir schon einige Tiere.

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Das Licht ist sehr schlecht, da es immer noch bewölkt ist

Als wir nach etwa 45 Minuten im Shindzela Tented Camp ankommen, werden wir sogleich herzlich von Ranger Johann begrüsst. Er ist ein Bure wie er im Buche steht und hat einen lustigen afrikaansen Akzent, wenn er englisch spricht („Lilac-BRRRRested-RRRRolleRRR“). Er erzählt uns, dass infolge des Regens in den vergangenen Tagen mehrere 4x2-Autos auf der Anfahrt im Dreck steckengeblieben sind. Wir werden kurz im Camp rumgeführt, danach richten wir uns im Zelt ein und schon werden wir zum Lunch im Gemeinschaftsbereich erwartet. Ausser uns sind im Moment nur eine norwegische Familie und ein Paar aus England anwesend, die bereits eine eingeschworene Truppe sind. Hier gibt es WiFi und ich checke kurz meine E-Mails. Claire vom Utopia schreibt mir, wir hätten einen Plug sowie eine Lesebrille im Zimmer vergessen. Hä, Lesebrille? 🙄 Weil Mäthu immer zwischen Brille und korrigierter Sonnenbrille wechselt, denke ich zuerst in diese Richtung. Doch dann fällt es mir wie Schppen von den Augen: Mein Brillenetui lag zuletzt im Bad, ich hatte es noch nicht eingepackt, weil ich ganz zum Schluss, nach dem Einsetzen der Kontaktlinsen, die Brille dort reinsetzen und dann in die Handtasche einpacken wollte. Nun macht sich echte Verzweiflung breit! 😣 😵 Ohne Brille bin ich blind wie ein Rhino 🤩 (oder noch schlimmer) und die Kontaktlinsen kann ich nicht 24h tragen. Wie soll das bloss gehen? Und wie bekomme ich meine Brille wieder?

Um 16 Uhr geht es aber erst mal los zum Game-Drive. Wir treffen als Letzte beim Safari-Wagen ein und erhalten trotzdem die Plätze in der hintersten Reihe zuoberst, was uns etwas überrascht. Bereits nach kurzer Zeit treffen wir auf Elefanten, danach eine riesige Büffelherde und 2 Löwendamen mit jährigem Nachwuchs, wobei die beiden erwachsenen Tiere verletzt sind und einen erbärmlichen Eindruck machen. 🙁

Löwenfotos gibts hier keine, ich find's würdelos

Von den Sichtungen her können wir uns aber nicht beklagen. Nur Mäthu ist etwas enttäuscht darüber, das die Hippos etwas stiefmütterlich behandelt wurden. --> Da er sich deswegen zu Wort gemeldet hat, wurde dies auf den nächsten Drives aber besser. 😄

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Video Elefanten auf dem Dam https://vimeo.com/252870203

Nach dem Drive werden wir von einem bewaffneten Guide zu unserem Zelt gebracht, nehmen eine kurze Dusche und danach ist es schon Zeit für das Abendessen. Inzwischen ist auch hier eine französische Reisegruppe eingetroffen, wir sitzen aber am Tisch mit den uns schon bekannten Gästen und es wird ein lustiger Abend in netter Gesellschaft.

In der Nacht höre ich Hyänen in der Nähe des Zelts. Mäthu schläft wie ein Stein und reagiert auf meine Weckversuche nur mit leisem Brummen. Ich mache mir gar nicht die Mühe, aufzustehen - ich kann sowieso nichts sehen. 😈
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zuletzt bearbeitet 26. Jan. 2018