die Bar ist in zahllosen ausgemusterten Mokoros ( Mehrzahl lautet glaub ich Mokuro ) untergebracht.
Champagner schrieb: P.S. Ich kenne "mekoro" als Plural, aber manchmal liest man es auch genau andersrum - ich glaub, ich muss mich mal beim Fachmann erkundigen....
Fachmann Face aus Botswana schreibt soeben folgendes : Hi Bele, singular is mokoro and plural (or many) is mekoro.
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200920. Mai 2015 · #242
Hallo Bele,
vielen Dank für die Richtigstellung, ich werde es verbessern. Also Mekoro.
Desweiteren habe ich endlich mal wieder Bilder bearbeitet, und so werde ich heute noch ein Kapitel nachreichen, irgendwann sollte der Bericht ja dann doch auch fertig werden.... 😗 😊
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200920. Mai 2015 · #243
weiter der 24. Januar :
Während wir uns mit der jungen Frau unterhalten und nebenbei ein bisschen nach den Vögeln schauen, die hier so rumfliegen, tuckert bald Senior Liebenberg in seinem bakkie ums Eck und steigt aus. Und dann passiert etwas, was zumindest mir noch nicht so oft passiert ist. Wir sehen uns an, und im selben Moment weiss ich, dass wir hier im Camp Chobe mit Opi eine grandiose Zeit haben werden. Irgendwie sind da Schwingungen in der Luft, ich kann es nicht erklären, aber mit Opi verstehen wir uns von der ersten Sekunde an, als ob wir uns schon ewig kennen würden.
"Opi" Liebenberg
Er sagt uns, dass das Camp zu sei, das Restaurant auch geschlossen habe, da ja auch die Leute Urlaub hätten, aber wenn wir auf Selbstverpflegung eingerichtet wären, könnten wir gerne bleiben. Na, und ob wir wollen. So haben wir das gesamte Campareal für uns alleine. Wir können unsere Zelte unter einem riesigen Baum auf einer Rasenfläche aufstellen. Wir richten uns häuslich ein, und während Hilde etwas lesen und ruhen will, erkunde ich mit Bastian das weitläufige Gelände, das direkt am Chobe River liegt. Nun ja, River ist zu dieser Jahreszeit etwas hoch gegriffen, viel mehr als ein kleiner Channel ist nicht übrig geblieben. Dahinter erstreckt sich eine grosse, offene Graslandschaft, um dahinter dann als lückiger Wald mit einzelnen, riesigen Baobabs anzusteigen--der Chobe National Park.
Es ist brüllheiss, wir versuchen, uns möglichst im Schatten von Bäumen zu halten und beobachten die hier vertretene Vogelwelt.
Elsterwürger
Kingfisher mit erbeuteter Libelle
Trauerdrongo
Blue Waxbill
Maskenweber
Blauwangenspint, wohl ein immaturer. Auch ihm ist heiss.
Klaffschnabel mit erbeuteter Dickpans
"surfender "Skink
Dann beenden wir das birden, denn zum Einen ist das Fotografieren wenig erfolgreich mit der steil von oben scheinenden Sonne, zum Anderen gelüstet uns nach einem Kaltgetränk, welches wir bei Opi in der zweistöckigen Lapa einzunehmen gedenken. So sitzen wir dann im Obergeschoss im Schatten und schauen genau auf den bewaldeten Hang des Chobe NP, ergänzen unseren Flüssigkeitshaushalt und beobachten dabei rund zwanzig Giraffen, zwei Herden Elefanten, Impalas sowie zwei grosse Clans Baboons. Dazu unterhalten wir uns angeregt mit Opi, der als gebürtiger Südwester über dreissig Jahre in Südafrika gelebt hat und jetzt hier am Chobe sein Paradies gefunden hat.
Bastian wird das irgendwann zu langweilig, und er will die Angelruten ausprobieren. Dauert gar nicht so lange, und er hat den ersten Biss. Der Fisch liefert einen ordentlichen Kampf, und bald kann Basti seinen ersten "Tiger" anlanden. Kein Vergleich mit dem Präparat, aber Basti ist stolz.
Nach ein paar Erinnerungsfotos lassen wir den Fisch wieder ins Wasser gleiten, denn hier gilt "catch-and-release".
Der nächste Biss ist wiederum ein Tigerfish, diesmal ein noch Kleinerer. Aber auch er wird verewigt, bevor er wieder zurück gesetzt wird.
Zwischenzeitlich habe auch ich mir eine Rute startklar gemacht, und mit einem Blinker habe ich bald einen Biss. Das Vieh geht ab wie ein Hai, und nach längerem Drill kann ich erstmals meine Beute sehen. Es ist kein Tiger, sondern ein etwa 1,20 Meter langer Wels. Jedes Mal, wenn ich ihn endlich längsseits des Boots habe, geht er wieder mit einem langen Ruck ab ins tiefe Wasser. Basti eilt mir mit einem Käscher zu Hilfe, aber das Tier ist zu groß, er passt einfach nicht in das zu kleine Netz. Und als er gerade mal wieder neben dem Boot liegt, springt er mit einem enormen Satz aus dem Wasser und ist frei. Drum gibt´s auch kein Foto von dem Monster, aber bald darauf gelingt es Bastian, ebenfalls einen Wels zu fangen. Da dieser den Haken weit hinten im Schlund hat und wir ihn nicht ohne Verletzungen entfernen können, wird der Wels getötet. Ein Arbeiter freut sich sehr über das unvermittelte Nachtessen.
nicht ganz so gross, aber runde siebzig Zentimeter hat der Fisch gemessen.
Nach einem Sundowner mit Opi gehen wir zurück zu den Zelten, wo wir ein Abendessen kochen, und dann sitzen wir noch eine ganze Weile in der lauen afrikanischen Nacht. Leider hört man keine Löwen, das hatte uns Opi eigentlich angekündigt. Aber irgendwann in der Nacht wache ich auf, weil auf der botswanischen Seite eine Hyäne "lacht". Auch keine schlechte Geräuschkulisse.
Erika2'338 Beiträge · seit 200721. Mai 2015 · #244
Hoi Matthias
Der Opi macht wirklich einen sehr sympathischen Eindruck. Der täte mir auch gefallen. 🙂
Seid froh, dass ihr nicht versucht habt, den Tigerfisch zu essen. Toni hat mal einen im Lower Zambezi in Sambia „gewildert“ 😊 und wir Greenhörner haben ihn filetiert und grilliert. Haben uns dann noch gewundert, wieso uns die Einheimischen hämisch grinsend einen guten Appetit gewünscht haben 😠 . Jedenfalls bin ich bereits nach dem ersten Bissen fast daran erstickt. Der Fisch besteht praktisch nur aus Gräten. Da kannst du grad so gut in einen Kaktus beissen 🤢 .
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200924. Mai 2015 · #245
25. Januar. Heute ist Basti´s grosser Tag--er wird -endlich- 18 Jahre alt. Happy Birthday.
Im Morgengrauen gehe ich vors Zelt, um das Wetter zu checken, aber das ist wie immer-einfach schön. Also schnell angezogen und die Ausrüstung geschnappt und immer am Ufer längs des Chobe spaziert, geradewegs der Sonne entgegen. Die legt sich auch, schliesslich ist Sonntag, ordentlich ins Zeug und bietet ein schönes Szenario.
Sonnenaufgang am Chobe "River", der Schwabe würde sagen "Riverle"
Blick zurück auf das Camp
die Floodplains auf namibischer Seite
Blick über den Chobe nach Botswana
Dann widme ich mich den vielen Vögeln, die hier überall dekorativ gegen den sattblauen Himmel auf irgendwelchem Geäst sitzen und meist gefiederpflegend die frühe Morgensonne geniessen.
etwa dieser Seidenreiher mit langen Schmuckfedern,
der dann aber doch die Biege macht.
Auf der botswanischen Seite kommen plötzlich vier im Flug Schwarz-weiss scheinende Vögel angeflogen und landen am Fuss des Abhangs, leider ziemlich weit weg. Es sind vier Ground Hornbills, also Hornraben. Es sind meine Ersten und zudem eine weitere Sichtung von meiner Top-Five-Liste, deshalb das folgende Bild, auch wenn es nicht mehr als Doku-Charakter hat.
Klaffschnabel sind recht häufig hier.
mit der tiefstehenden Sonne sehen die Elsterwürger auch gleich besser aus.
hier noch mit bettelndem Jungvogel.
der Kingfisher ist schon auf seinem luftigen Ausguck.
ebenso der Blauwangenspint, diesmal ein adultes Tier.
eine winzige Lilienblüte vertritt die Flora.
zum guten Schluss finde ich noch ein Paar Zimtracken. Die habe ich zwar schonmal gesehen, aber ein Foto ist mir bislang nicht gelungen.
Dann schlendere ich wieder zurück zu den Zelten, und mit einem schönen, gemütlichen Frühstück feiern wir Basti´s Geburtstag. Endlich achtzehn, endlich offiziell Autofahren dürfen, nicht nur auf der Farm.
Dann, bei den mittlerweile wieder Richtung vierzig Grad marschierenden Temperaturen, ist etwas Lesen im Schatten angesagt, auch ein Nickerchen kommt zu seinem Recht. Danach geht Basti wieder die Angelrute ausprobieren, und nach einem kleinen Imbiss gehen wir gegen 16.00 Uhr Richtung Lapa. Anlässlich des Freudentags habe ich Opi gefragt, ob denn eine Boatcruise auf dem Chobe möglich wäre. Und Opi hat gemeint, mit dem Jetboat sollte es trotz des Niedrigwassers gehen.
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200926. Mai 2015 · #246
weiterhin 25. Januar :
Pünktlich um 16.00 Uhr stechen wir in See, also will sagen, schippern wir auf den Fluss hinaus, der manchmal durchaus breit und tief ist, an manchen Stellen aber nur ein enger Kanal, der zudem mit allerlei Wasserpflanzen zugewuchert ist. Zwar hat das Boot keine Schraube, die sich ständig zusetzen kann, aber auch der Jetantrieb muss immer wieder mal von allerlei Grünzeug befreit werden.
on the river.
Unser Guide ist durchaus fit in Sachen Ornithologie, und als er bemerkt hat, dass wir in dieser Hinsicht nicht ganz unbeleckt sind, überlässt er uns das Vogelentdecken und reagiert sofort auf unsere Wünsche, indem er das Boot in gute Fotopositionen bringt.
Und Vögel sind viele zu entdecken, es geht Schlag auf Schlag.
wir starten mit einem Water Dikkop.
Grünschenkel
Pied Kingfisher, ein Männchen
Rallenreiher
Lesser Moorhen-Zwergteichhuhn
Reed Cormorant
unser Skipper beherrscht das Boot perfekt, nur selten muss mal gestakt werden, und nur einmal müssen wir ins Wasser springen und das Boot über eine flache Sandbank schieben.
wir sind nicht alleine unterwegs, ein Fischer stakt sein Mokoro durchs seichte Wasser--leider just in dem Moment, wo wir uns an einen Malchiteisvogel ranpirschen. Und so gibt es von dem kleinen Kerl leider kein Bild.
Chobe NP
wir sehen nichts wirklich Aufregendes, Zebras halt, und einige Giraffen, dazu Impalas, und weiter oben am Hang ein paar Elefanten. Wir geniessen die Bootstour mit dem herrlich kühlenden Fahrtwind, und-hey, wir feiern doch Geburtstag, also geniessen wir ein paar kühle Bierchen, dadurch wird die Stimmung noch relaxter.
Redwinged Pratincoles-Rotflügelbrachschwalben, links ein diesjähriger Vogel, rechts ein adultes Exemplar.
Abendfriede am Chobe
das Geburtstagskind geniesst offensichtlich die Tour
fehlt nur noch das "Finale grande", der Sonnenuntergang. Er steht dem Aufgang heute morgen nicht nach, und unser Guide hat das Boot an einer breiteren Stelle auslaufen lassen, damit wir den sunset auch gebührend würdigen können.
praktisch mit der einfallenden Dunkelheit legen wir wieder am Steg an der Lapa an und trinken mit Opi noch einen Geburtstags-Absacker, bevor wir dann zu den Zelten zurück gehen und noch ein Nachtessen kochen. Anschliessend sitzen wir wieder in der warmen Nacht, starren ins Feuer oder in den Sternenhimmel, und auch heute meldet die Hyäne wieder von der anderen Flussseite. Was für ein cooler 18ter-Geburtstag. Davon habe ich damals, früher, in grauer Vorzeit, nur von träumen können--de facto war es ein normaler Schultag damals.
Nachträglich einen ganz lieben Geburtstagsgruß - meine Tochter ist gerade 19 geworden und ich weiß, was der 18. bedeutet - also wirklich alles, alles Liebe 🙂
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200901. Juni 2015 · #248
26. Januar :
Wiederum habe ich herrlich geschlafen, denn so warm es tagsüber wird, kühlt es hier am Wasser nachts gut ab. Leider haben wir auch diese Nacht kein Löwengebrüll geboten bekommen, es bleibt bei der Hyäne. Im ersten Licht bin ich wieder auf den Beinen, denn der letzte Morgen hier am Chobe will genutzt sein. Gerade vors Zelt getreten, höre ich wie gestern schon ein paar Meyer´s Parrots tschilpen. Diesmal sind sie aber nicht bloß überfliegend, sondern rufen aus einem grossen, toten Baum. Ich pirsche mich vorsichtig an, und entdecke sie dann an einer grossen Höhle, für die sie sich sehr interessieren.
Meyer´s Parrot-Goldbugpapagei
in der Höhle
das Paar
vor der Höhle
...und ab.
Auf dem Rückweg zum Zelt nehme ich noch einen aufgeblockten Fish-Eagle mit,
dann ruft das Frühstück, denn mittlerweile sind auch meine Mitfahrer aufgestanden. Hilde hat schon den Tee und einen Milliepap vorbereitet.
unser schöner Platz unter dem weit ausladenden Schattenspender.
Dann packen wir zusammen, denn wir wollen zurück in den Mahango Park. Wir gehen zum Hauptgebäude und bezahlen bei Opi unsere Rechnung. Natürlich verquatschen wir uns noch eine ganze Zeit, wir kaufen auch noch ein paar Kleinigkeiten im campeigenen Curio-Shop, und Opi zeigt uns stolz auch noch eines der wirklich schicken Zeltchalets. Sie zeigen alle Richtung Chobe und besitzen eine grosse Glasfront, sodass man vom Bett aus Elis kucken kann, oder was halt gerade so ans Wasser zieht.
Dann heisst es Abschied nehmen, und wir rumpeln die ausgwaschene Spur zurück bis Ngoma Bridge. Diesmal hat auch der Curio Shop auf, und auch hier erstehen wir ein paar aus Gras geflochtene Schalen.
Ereignislos geht die Fahrt über Katima und Kongola bis an den Kwando. Nach der Polizeikontrolle und der Vet-Control halten wir noch auf der Brücke, Wild ist aber keines zu sehen. Aber kurz nach der Brücke sehe ich links einen grauen Schatten im Wald, und ich lasse Bastian, der fahren darf, anhalten. Tatsächlich, Elefanten. Es sind drei oder vier Bullen, die sich gemütlich grasend im angenehmen Schatten der grossen Bäume aufhalten.
ein zweiter Bulle erscheint in einer Lücke auf rund dreissig Meter und versucht, Wind von uns zu holen. Wir scheinen aber Okay zu sein, er grast ruhig weiter.
Immer wieder passieren wir an der B 8 kleine Dörfer, und manchmal sieht man noch alte, traditionelle Ochsenschlitten im Einsatz.
Kurz vor Divundu fahren wir fast an einem Eli, der unmittelbar neben der Strasse steht, vorbei. Im letzten Moment registriere ich den Koloss. Auch er ist völlig entspannt und frisst Gras.
Nachdem er direkt vor uns die Strasse quert und weiter zieht, fahren auch wir weiter bis nach Divundu, wo wir unsere Vorräte ergänzen, um dann wieder ins Mahangu Camp einzufallen.
Direkt vor dem Camp halten wir, denn da segelt im schönsten Nachmittagslicht niedrig ein Greif mit charakteristischer weisser Binde im Stoss. Ich springe aus den Auto und kann ihn sofort als Gymnogene oder African Harrier-hawk ansprechen. Super, noch einer aus meiner Top-Five-Liste. Irgendwie hatte ich abgespeichert, dass die Höhlenweihe dämmerungs- und nachtaktiv sei. Offensichtlich nicht. Bild gibt es keines von dem Vogel, da ich es vorgezogen habe, ihn im Fernglas so lange als möglich zu beobachten.
Dann bauen wir die Zelte auf, wir kennen uns ja aus. Nach einem Besuch im Pool gehe ich noch eine Runde durch die Floodplains drehen, denn das milde Abendlicht ist einfach zu schön.
Woodland Kingfisher-Senegalliest
Zwei Coucals
Grey Lourie
White-faced Ducks-Witwenenten
Den Sonnenuntergang geniessen wir vom Beobachtungsturm, um dann wieder einen Drink überm Fluss zu nehmen. Unser Abendessen nehmen wir auf unserem Platz ein, dazu unterhalten uns die Reed-frogs, die Hippos sowie von genau gegenüber des Flusses eine Hyäne.
Den nächsten Tag werden wir nochmals ausgiebig gamedriven.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201001. Juni 2015 · #251
Guggu, du bist gemein - genau den wollte auch kopieren 🤩 !
Matthias, danke für die Fortsetzung deines schönen Berichts - du kannst dir ja sicher vorstellen, dass ich momentan jede Zeile über Mahangu & Co. aufsauge! Ahhh, und ich glaub, ich kann mich noch erinnern, was jetzt beim nächsten Game-Drive gesichtet wird - also hau in die Tasten 🙂 !
Liebe Grüße von Ferien-Bele
P.S.: myrio, was willst du uns eigentlich sagen??? 😕
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200901. Juni 2015 · #253
Hi Bele,
ich vermute mal, du saugst jede Zeile über den Mahango-mit ooh auf, denn Mahangu heisst das Camp. Da ich mich selbst schon mehrfach gewundert habe über die unterschiedliche Schreibweise, habe ich dieses Mal direkt im Mahangu Camp nachgefragt: die Lösung lautet: Mahango heisst eine hier angebaute Hirseart, Mahangu ein daraus zubereitetes Gericht. Ganz einfach, gell. 😗
Und ja, mir gefälllt der Liest im schönen Abendlicht auch ganz gut, allerdings stört mich etwas, dass er auf einem Eukalyptus ( und damit einer nichtheimischen Baumart ) sitzt.
jetzt habe ich im Schnellverfahren doch noch Deinen ganzen Bericht durchgeschaut, morgen gucke ich noch mal gründlicher. Du schreibst nicht nur Märchen sondern auch Krimis. Das mit der Brücke müsste ich so nicht unbedingt erleben. 😈 😗
Deine Bilder sind traumhaft, oder halt märchenhaft, da können wir leider nicht mithalten, aber mein Mann hat im letzten Jahr seine Leidenschaft für die Vogelwelt entdeckt und nun wird bestimmt, katalogisiert ... was das Zeug hält. Thomas hatte immer sehr viel Verständnis und Geduld und hat andauernd für Photos angehalten.
Liebe Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200905. Juni 2015 · #256
chamäleon2011 schrieb:Hallo,
Thomas hatte immer sehr viel Verständnis und Geduld und hat andauernd für Photos angehalten.
Liebe Grüße Karin
Hi Karin,
du darfst mal raten, wer Thomas so erzogen hat.... 🤪 😗 😉
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200905. Juni 2015 · #257
27. Januar : last call--unser letzter Tag im Caprivi
Ein wolkenloser Tag kündigt sich an,
und nach einer kalten Dusche und einem heissen Tee starten wir Richtung Gate vom Mahango Park, wo wir pünktlich um 6.00 Uhr einfahren.
Direkt hinter dem Tor kreuzen drei Roan die Pad, und knapp bevor der Busch sie wieder verschluckt, kann ich die letzte erlegen.
die Sonne geht theatralisch auf und taucht die Zebras in ein oranges Licht.
Wir schauen zunächst auf den Wiesen entlang der Fahrspur Richtung Wasserloch nach Wild, aber ausser Zebras, Gnus und Büffeln finden wir nur einen Grautoko.
junger Bulle
Bulle und Kuh
die Kuh ist ein ausgemachtes "Schlitzohr"
Grautoko
Dann drehen wir um und sehen auf der grossen Wiese, die an den Okavango grenzt, nach. Aber auch hier sehen wir nur die üblichen Verdächtigen, allerdings im schönsten Morgenlicht.
Impala-Bock
und sein Ende.
Auf der Pad lässt sich aber ablesen, dass hier in der Nacht auch andereTiere unterwegs gewesen sind...
Gegenverkehr
Wir drehen wiederum um und wollen schnell bis zur Grenze fahren, um dann wieder "mit Licht" unsere Runde zu beenden. Kaum gewendet, entdecken wir einen prächtigen Sable-Bullen. Sofort muss Bastian anhalten, und zu Fuss schleichen wir uns an.
Der Bulle hält nicht allzuviel von unseren "Annäherungsversuchen", und entzieht sich der Beobachtung durch feige Flucht.
Nach dieser Episode setzen wir unseren Weg fort in Richtung botswanischer Grenze. Ich sitze hinten, und eben, als wir einen mächtig ausladenden Kameldorn passieren und ich so für mich denke, dass dieser eine waagerechte Ast eigentlich prädestiniert für einen Leo wäre, kreuzt so auf runde siebzig Meter vor uns Etwas die Strasse. Keine Antilope, nein, eine Katze, soviel ist gleich klar. Basti hält, ich springe aus dem Auto, und im Fernglas lässt sich eine wunderschöne Leopardendame einige Zeit, um über den Weg zu wechseln, und wir können sie gut beobachten. Klar, letztlich dauert das Vergnügen nur ein paar Sekunden, aber ich kann nun behaupten, endlich einen Leo gesehen-und nicht nur geahnt wie damals im Damaraland-zu haben. Es ist gerade mal sieben Uhr durch, und für mich ist der Tag eigentlich schon gelaufen. Kann da noch viel ( Besseres ) kommen? Abwarten.
Wir kommen wieder runter und beachten auch das "Normale".
Steppenzebras
Baobab
Riedböcke, die sich in einer Suhle abkühlen.
die Klunkerkraniche sind auch wieder da
auch der alte "Dagga-Boy" hat sich gesuhlt und sieht jetzt noch ungemütlicher aus.
zum guten Schluss finden wir noch diese Buschbockdame. Es ist nun gerade zehn Uhr vormittags, und da es heute keine Wolken hat, ist es schon mächtig "warm", sodaß wir beschliessen, ins Camp zu fahren und erst mal zu frühstücken und dem Pool einen Besuch abzustatten.
Ob dann der finale Gamedrive nochmal einen drauf setzen kann, gibt´s im nächsten Kapitelchen zu lesen.
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200911. Juni 2015 · #258
Während des Frühstücks bemerke ich einen African Paradise Flycatcher, der in den Bäumen neben unseren Zelten Insekten fängt-natürlich bestens gedeckt im Wirrwarr der Zweige. So gelingt mir nur ein Notschuss.
Paradiesschnäpper
Dann wechseln wir zum Aussichtsturm und beobachten an der Salzlecke am anderen Ufer wieder eine Buschbockgeiss mit ihrem Kitz, während davor an der Wasserlinie ein Krokodil sonnenbadet. Neben uns in einem Mangobaum sitzt ein Black-eyed Bulbul und pickt an einer reifen Frucht.
Graubülbül
haarige Raupe
Nachdem wir uns herrlich im schattig gelegenen Pool erfrischt haben, starten Basti und ich zum finalen Gamedrive, während Hilde es angesichts der immer noch hochsommerlichen Temperatur vorzieht, lesend im Schatten zu entspannen. Zuerst halten wir schnell am Office. Die Dame meint, wir müssten den Park aber wirklich lieben, wenn wir schon wieder hier wären. Jepp, das stimmt. Wir wählen den Weg nach rechts Richtung Wasserloch. Längere Zeit tut sich gar nichts, jetzt um kurz nach 15.00 Uhr ist es den Tieren wohl noch zu heiss. Doch dann steht ein prächtiger Sablebulle direkt vor uns auf dem Weg. Da ich als Beifahrer so nicht fotografieren kann, steige ich vorsichtig aus und schleiche hinten ums Auto rum. In dem Moment setzt sich ein Guineafowl-Schmetterling auf meine Wade und saugt Schweiss. Jetzt stecke ich in einem Dilemma, denn den Falter habe ich noch nicht fotografiert. Trotzdem entscheide ich, es zuerst mit der Rappenantilope zu versuchen. Als ich gerade fokusiert habe, öffnet Basti die Tür, und die prächtige Antilope dreht auf der Hinterhand und ist weg. Müssig zu erwähnen, dass der Guineafowl auch verschwunden ist. Ich bin angesäuert und brauche etwas Ruhe, so fahren wir bis zum Wasserloch, wo wir uns ins Hide-oder das, was davon noch übrig ist- setzen und warten.
Da sich die nächste halbe Stunde kein Tier am Wasser zeigen will, fahren wir zurück Richtung Kavango Floodplains.
auch die Giraffe mag ihren Schattenplatz noch nicht verlassen.
Black Egret-Glockenreiher
dann betreten Elefantenbullen die Szenerie. Zuerst Einer, der sich gleich mal nassmacht.
dann zwei
dann drei. Zuerst trinken sie, danach verpassen sie sich Schlammduschen, und schliesslich pudern sie sich noch mit Staub.
Nach Beendigung des Wellness-Programms steht etwas Lechwe-Mobbing an, denn das geht ja mal gar nicht: dass die Viecher seiner Majestät nicht die entsprechende Ehre erweisen und einfach liegen und verdauen.
nachdem alle Lechwe aufgemüdet sind, trollen sich die drei Bullen in den Busch-sichtlich zufrieden.
Nun haben wir mehr als eine halbe Stunde bei den Elefanten zugebracht, mittlerweile ist es 17.00 Uhr durch, und uns bleibt noch eine knappe Stunde. Das Licht wird besser, und wir fahren etwas Richtung Baobabs.
wir finden wieder einen verzierten Büffel,
und die Reedbucks liegen immer noch in ihren kühlen Erdsuhlen.
Wieder passieren wir die riesige Impalaherde mit dem ganzen Kindergarten voller Kitze, wir kennen sie schon vom Besuch letzte Woche. Ein kurzes Stück weiter, bemerken wir einen Roanbullen, der aufmerksam und unentwegt in eine Richtung sichert. Da scheint wohl eine Katze im hohen Gras verborgen zu sein. Ich steige aufs Dach des Condors, kann aber auch von oben nicht den Grund erkennen.
Da sich zehn Minuten lang nichts an der Situation ändert, drehen wir und fahren zurück Richtung Tor. Wir kommen wieder zu den Impalas. Sie stehen teils direkt neben der Strasse, fast könnte man sie berühren. Aber was ist hier los. Auch sie sichern alle in eine Richtung, dazu schnauben sie unaufhörlich. Ich sage zu Bastian, dass wir hier jetzt stehen bleiben, Gate-closing-hour hin oder her, denn hier liegt was im Busch, und ich denke, wir stehen kurz davor, eine Löwenjagd zu erleben. Ich versuche, in der Richtung, in die die Impalas sichern, etwas auszumachen-erfolglos. Da kuckt mich Basti plötzlich wie entgeistert an, und stammelt: "Im ( linken ) Spiegel ( der seit vielen Jahren sich nicht mehr bewegen lässt und so etwas zu tief schaut ) hab´ich nen Leppard, der kreuzt direkt hinterm Auto die Pad." Tatsächlich, vielleicht zehn, zwölf Meter hinter uns schleicht der Kuder tief geduckt über den Weg und will sich an die Impalas ranmachen, das ist offensichtlich. Ich gleite aus der Tür und schleiche bis ans Heck, zeitgleich stelle ich die Kamera ein, der Leo verhofft und muss erst mal die neue Situation eruieren, in dieser Zeit drücke ich drei Mal auf den Auslöser, und der Leo ist mit einem Satz unter einer Sägeblattpalme verschwunden.
Es ist fünf vor sechs. Höchste Zeit. Aber was für ein Abschied vom Mahango Park. Einfach märchenhaft. Aber noch sind wir nicht so weit. In Höhe der grossen Wiese, da, wo vorhin die Elis waren, steht wiederum ein riesiger Bulle auf dem Weg. Auf unserem Weg. Er weiss, dass es sein Weg ist. Gerade denke ich laut:" Äähm, Eli, sorry, wir müssten mal...", da zeigt er uns, dass er mal muss, erst klein ( was für ein Strahl ), dann gross. Gut, das ist natürlich ein Argument, wir warten also. Irgendwann ist er fertig, und ganz langsam gibt er die Strasse frei. Wir fahren weiter, es ist sechs Uhr durch, da überfällt direkt vor uns ein Roanbulle die Strasse. Wir halten an, nicht so jedoch die Pferdeantilope. Also, dann halt kein Bild. Und jetzt aber wirklich: Mahango Good-bye.
Völlig beseelt fahren wir zurück. Direkt vorm Mahangu Camp sitzt auf der Leitung ein ganzer Trupp White-fronted Bee-eater. Die hatten wir bislang auf dieser Tour auch noch nicht.
Hilde hat schon das Abendessen zubereitet, und während wir essen, erzählen wir in allen Einzelheiten von unserem Erlebnis. Dieser Abend verlangt geradezu nach einem Sundowner auf der Terrasse überm Okavango, und wir lassen unseren überaus erfolgreichen-so finden wir einmütig-Aufenthalt in der Sambesi-Region Revue passieren.
Der nächste Tag sieht uns auf Pad zurück Richtung Windhoek.
jaffles1'312 Beiträge · seit 200612. Juni 2015 · #259
Hallo Matthias,
einen besseren Titel für eure Tour hättest du nicht wählen können! Wahnsinn, was ihr alles erlebt und gesehen habt. Da ist man fast sprachlos! Und der Leopard als Abschluss ist die Krönung!
ja, der Mahango ist ein Märchen, wir haben dort auch viel Wild geshen, aber keine einzige Katze. 😛
Deine Bilder sind wieder traumhaft, besonders der Bee-Eater, tolle Farben, und natürlich der Leo. 🤩
Liebe Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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