Was hättest du denn so zum tauschen. Wenn das Angebot gut genug ist, wer weiss...
Hmmh, also von meinen Turackos kann ich leider keinen hergeben, aber von einem Kafferhornraben und einem Sudanhornraben würde ich mich dir zu Liebe trennen. Ich weiß ihn ja in guten Händen! 😁 Als Zugabe darfst du dir noch einen ostafrikanischen Schmetterling aussuchen!
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
fotomatteThemenstarter2'515 Beiträge · seit 200931. März 2015 · #222
Hi Marina,
sogar mit Zugabe, das ist schon sehr verlockend. Aber ostafrikanische Schmetterlinge, neee, ich weiss nicht, die sind dann bestimmt wieder so riesig gross und bunt. Und dann muss ich mir wieder einen neuen Field-Guide kaufen, und das Geld fehlt mir dann für die nächste Caprivi-Runde. Und am Ende fresse ich noch nen Narren daran, und muss dann dort hinfahren. Du siehst, das zieht ne ellenlange Liste mit Komplikationen nach sich. Aber das Angebot ist nicht schlecht, muss man sagen. 😁 😛 😊 😎
der Sturm ist gegangen, es kommt der Schnee, und dann gibt´s die Eier, tut auch fast nicht weh.
Und dann muss ich mir wieder einen neuen Field-Guide kaufen
Ich kann dich beruhigen: Es gibt keinen ostafrikanischen Field Guide Butterflies! 🤪 😄 🤩 Das Geld kannst du also schon mal sparen! Aber vielleicht raffst du dich dann auf und schreibst einen für mich???
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
fotomatteThemenstarter2'515 Beiträge · seit 200901. Apr. 2015 · #224
Hallo Marina,
kennst Du schon: "Butterflies of Tanzania" von Jan Kielland ??? Ist zwar schon von Dec.1990, aber soo viel ändert sich da ja nicht.
jaffles1'312 Beiträge · seit 200601. Apr. 2015 · #225
Hallo Matthias,
ich oute mich jetzt auch mal als stiller Mitleser. Mich begeistern ja insbesondere deine Vogelbilder. Aber mit dem Turako hast du ja sprichwörtlich den Vogel abgeschossen! Um den beneide ich dich ganz schön 🤩 . Das ist ja ein echtes once in a lifetime Erlebnis!
fotomatteThemenstarter2'515 Beiträge · seit 200902. Apr. 2015 · #227
23. Januar :
Für heute Morgen haben wir eine Birding-Tour auf dem Zambesi gebucht, um sieben Uhr soll´s losgehen. Schon vor der Zeit bin ich am Bootssteg. Auf dem Wasser schwimmt ein Finfoot in der schönsten Morgensonne, ist auch gar nicht weit weg. Dumm nur, dass die Kamera noch im Auto liegt, ich wollte ja nur mal schaun, was so geht. Also flugs zurück gerannt, aber bis ich bewaffnet wieder am Steg bin, schwimmt der Finfoot schon weit draussen und zeigt mir (s)eine lange Nase.
ein Paar der äusserst hübschen Pygmy Geese- Afrikanische Zwerggänse fliegt vorbei, aber ich bin mal wieder zu langsam und erwische nur noch die Nachhut.
Sonnenaufgang auf dem Zambesi
Pünktlich erscheint unser Guide und Bootsführer und wir starten unseren Game-Drive per Aluboot. Und kaum dass wir abgelegt haben, geht es Schlag auf Schlag.
wir starten gleich mal mit einem Giant Kingfisher, der auch noch dekorativ einen Fisch im Schnabel hält, aber auch hier bin ich zu langsam.
als nächstes überraschen wir dieses Finfoot-Männchen an Land. Das bekommt man nicht oft zu sehen, sagt unser Guide. Ausserdem ein weiterer Vertreter von meiner Top-Five-Liste.
dann finden wir diesen Half-collared Kingfisher. Eine neue Art für mich, so kann es weiter gehen.
Water-Dikkop oder Wassertriel
Zur Abwechslung gibt es dann ein Krokodil zu sehen, welches sich ganz ruhig im Wasser liegend ein Sonnenbad gönnt.
einen Hamerkop habe ich bislang auch noch nicht gezeigt--nun gut, hier ist er.
Black-crowned Night Heron
Green-backed Heron oder Mangrovenreiher
Common Sandpiper oder Flussuferläufer
Brown-hooded Kingfisher
auf der sambischen Seite finden wir diesen Trupp Ruffs-Kampfläufer.
Cattle Egret-Kuhreiher
wiederum auf sambischer Seite liegen diese White-faced Ducks auf einer Sandbank.
Dann entdecke ich diesen Water Monitor, der äusserst lässig mit nach oben gedrehter Vorderhand Sonne tankt. Wir fahren immer näher heran, und nur deshalb bemerken wir zwei Vögel gleich nebenan im dichten Uferbewuchs, denen es offensichtlich nicht gefällt, dass wir sie entdeckt haben.
was für Augen!
es sind White-backed Night Herons, also Weissrückennachtreiher, die nicht gerade häufig sind und dazu eher heimlich leben. Ich habe in vorher erst einmal gesehen, und drum freue ich mich tierisch, dass ich diesmal ein paar Bilder machen kann.
da der Hagedasch-Ibis im schönsten Sonnenlicht steht, wird er auch verewigt.
die hätte ich wahrlich hier auf Sand nicht vermutet. Die Rock-Pratincole-Weissnackenbrachschwalbe lebt eigentlich auf Felsen in Stromschnellen, etwa bei Popa Falls. Dort habe ich sie auch schon gesehen, aber sie waren immer viel zu weit, um ein Bild machen zu können. Umso besser, dass es hier klappt.
Auf einer Insel legen wir an, hier können wir aussteigen und ich versuche gleich, an ein paar Southern Red Bishop-Männchen ranzukommen. Die habe ich zwar schon mal gesehen, aber auch noch nie fotografiert. Da diese Vögel höchst aktiv sind und selten zwei Sekunden ruhig sitzen, brauche ich eine ganze Weile und viel Geduld von meinen Mitreisenden, aber letztlich landen einige brauchbare Aufnahmen auf dem Chip.
Dann tuckern wir langsam zurück, denn es wird mittlerweile auch hier auf dem Fluss trotz kühlendem Fahrtwind ganz schön heiss. Wir genehmigen uns ein, zwei Drinks, sogar ein Gin-Tonic ist dabei. Ist zwar noch vormittags, aber auf diesen überaus erfolgreichen Game-Drive müssen wir einfach anstossen.
Nochmals finden wir einen schön aufgeplusterten Half-collared Kingfisher-Kobalteisvogel.
Nach etwa vier Stunden docken wir wieder am Steg der Caprivi Houseboat Safaris Lodge an, und wir nehmen erst mal ein verspätetes Frühstück mit Spiegeleiern, Speck, Bohnen und getoasteten Brötchen ein.
jaffles1'312 Beiträge · seit 200603. Apr. 2015 · #230
Hallo Matthias,
bei dir geht es mit den tollen Vogelsichtungen ja Schlag auf Schlag. Der Half-collared Kingfisher und der Bishop gefallen mir besonders gut. Den letzteren hab ich zwar auch schon mal gesehen, aber nicht fotografieren können. Jetzt muß ich doch ernsthaft darüber nachdenken, den Caprivi auch mal wieder in eine Reise einzuplanen.
vielen Dank für diesen tollen Berichtsteil. Ich gebe es offen zu, ich bin 🤢 vor Neid, denn da sind viele Arten dabei, die ich noch nie gesehen habe, aber gerne mal sehen würde. Echt toll, was Ihr so alles entdeckt habt.
Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung Eurer Reise.
Wünsche Dir und Deiner Familie ein Frohes Osterfest.
freshy3'883 Beiträge · seit 201104. Apr. 2015 · #232
Ebenfalls ein schönes Osterfest, Matthias! Du scheinst auf Game Drives jedenfalls mehr Erfolg zu haben als Picco! Ich bin nicht so die Vogelliebhaberin, aber deine Seltenheiten imponieren mir.
fotomatteThemenstarter2'515 Beiträge · seit 200901. Mai 2015 · #234
"Schönen" 1. Mai auch,
aber dank des Landregens komme ich endlich mal wieder dazu, ins Forum zu blinzeln--was ich nun seit vier Wochen einfach nicht geschafft habe. Meine afrikanische Gelassenheit jedenfalls bedürfte dringend der Erneuerung, vielleicht gelingt es ja mit einem neuen Kapitel, davon etwas zurück zu holen. 😕
Herzlichen Dank allen Kommentatoren, aber auch den PM-Schreibern ( auch wenn meine Antwort manchmal etwas länger gebraucht hat ). 😊
fotomatteThemenstarter2'515 Beiträge · seit 200901. Mai 2015 · #235
weiterhin 23. Januar :
Nach dem späten Frühstück-es geht auf Mittag zu- ist erst mal eine Siesta angesagt, dann fahren wir nochmals nach Katima rein um einzukaufen, und wieder zurück setzen wir uns in die Lapa direkt über dem Fluss und lesen ein bisschen bei anregenden Getränken, die man sich selbst an der Bar holen kann. Man trägt sich dazu auf einer Liste ein-fertig. Alles super entspannt hier.
Lapa der Caprivi Houseboat Safaris Lodge direkt über dem Zambesi
die Bar ist in zahllosen ausgemusterten MokorosMekoro (Danke Bele) untergebracht. Die Einbäume werden nur gut ein Jahr gebraucht, bevor sie anfangen zu reissen und dann irgendwo verrotten, so dienen diese hier wenigstens noch einem guten Zweck.
auch einen dieser märchenhaften, jedenfalls sagenhaften Tigerfische gibt es hier. Wegen diesem Fisch, der wohl ein grosser Kämpfer sein soll, kommen viele Angler aus der ganzen Welt in den Caprivi, um so Einen an Land zu ziehen. Basti ist schwer beeindruckt, so einen will er auch an der Leine haben.
Im schönen spätnachmittäglichen Licht mache ich mich auf die Suche nach Fotomotiven und entdecke direkt bei der Lapa oben in einem Baum einen
Woodford- Kauz, oder African Wood Owl. Er sitzt den ganzen Tag da oben und quittiert meine Bemühungen, ihn zu fotografieren mit einem müden Blinzeln, manchmal nur mit einem geöffneten Auge.
direkt neben unseren Zelten steht ein grosser Baum mit einem abgebrochenen, hohlen Ast, den sich eine Familie Buschhörnchen als Domizil rausgesucht hat, und hier ist immer Action angesagt.
das letzte Bild des Tages gilt wiederum den Turakos, aber sie wollen sich einfach nicht in einen noch von der Abendsonne beschienenen Bereich setzen. Sind wohl ausgesprochene "Schattenparker".
Mit Kurt, dem Besitzer der Lodge, beobachten wir noch einen Kampfadler auf der sambischen Seite. Die sind eher selten hier zu sehen laut Kurt. Beim scrollen durch seine Vogel-App auf dem Handy ( oder wie das heisst ) fällt mir auf, dass der deutsche Namen bei den Milanen vertauscht wurde, der lateinische und der afrikaanse Namen aber stimmen. Kurt will den Verlag darauf aufmerksam machen.
Gemütlich am Feuer sitzend lassen wir den Tag ausklingen. Morgen soll es weiter gehen bis direkt an die botswanische Grenze.
24. Januar :
Unser letzter Morgen hier in Katima bricht an mit weiterhin traumhaft schönem Sommerwetter, und so nutze ich wieder den frühen Morgen, wenn fast alle im Camp noch schlafen, um den morgendlichen Frieden vom Bootssteg aus zu geniessen.
auch die Hippos, die die Nacht auf Hippo-Island zum Grasen zugebracht haben, liegen jetzt ganz entspannt im Wasser und geniessen den Morgen.
Sonnenaufgang über dem Zambesi-wer da nicht eine gewisse Sentimentaliät zeitigt, ist wohl ein ganz harter Hund...
mit diesem Bild verabschieden wir uns von dieser Oase der Ruhe. Hier hat es uns ausgesprochen gut gefallen, und der nächste Besuch ist schon fest eingeplant.
Nach einem ganz entspannten Frühstück packen wir gemütlich zusammen und nehmen dann die rund siebzig Kilometer in südöstlicher Richtung nach Ngoma Bridge unter die Räder. Basti glaubt, im Flug einen Trumpeter Hornbill gesehen zu haben, aber bis ich angehalten habe, ist von dem Vieh nichts mehr zu sehen. Schade, der wäre auch neu gewesen... An der Bridge können wir leider nicht auf selbige gelangen, denn der namibische Grenzposten liegt davor. So gibt es keinen Blick von der Brücke. Auch der Curio Shop der lokalen Community ist geschlossen, obwohl laut Öffnungszeiten offen sein sollte. Nun, wir kommen ja auf dem Rückweg wieder hier vorbei. Dann rumpeln wir über eine ziemlich ausgefahrene Spur--Pad kann man das nicht nennen--mit zahllosen, grossen und noch immer vom letzten Regen gefüllten Löchern voller Wasser in Richtung Camp Chobe. Wir landen in einem Dorf und müssen nach dem Weg fragen, denn die Ausschilderung ist sehr spartanisch, und wegen der miserablen Zufahrt sind zahllose Varianten entstanden, sodass man nicht weiss, wo´s eigentlich lang geht. Am Gate angekommen, ist dieses abgeschlossen. Ein Schild sagt: Lodge closed. Nee jetzt, das geht gar nicht, hier am Chobe wollen wir doch Basti zum Mann machen. Nach einer Weile kommt ein hübsche, jüngere und hochschwangere Frau und erzählt uns, dass die Lodge offiziell für drei Wochen geschlossen sei, und nur Opi-der Senior- sei anwesend, im Moment aber in Katima. Sie ruft Opi via Handy an, und er sagt, er sei auf Rückweg und in einer halben Stunde da.
Wie´s weiter geht, und wie es um die Mann-Werdung von Basti steht, gibt es ( hoffentlich) in Bälde hier zu lesen... 😗 🙂
Nach dem späten Frühstück-es geht auf Mittag zu- ist erst mal eine Siesta angesagt, dann fahren wir nochmals nach Katima rein um einzukaufen, und wieder zurück setzen wir uns in die Lapa direkt über dem Fluss und lesen ein bisschen bei anregenden Getränken, die man sich selbst an der Bar holen kann. Man trägt sich dazu auf einer Liste ein-fertig. Alles super entspannt hier.
Lapa der Caprivi Houseboat Safaris Lodge direkt über dem Zambesi
die Bar ist in zahllosen ausgemusterten Mokoros ( Mehrzahl lautet glaub ich Mokuro ) untergebracht. Die Einbäume werden nur gut ein Jahr gebraucht, bevor sie anfangen zu reissen und dann irgendwo verrotten, so dienen diese hier wenigstens noch einem guten Zweck.
Das ist ein sehr ausdrucksstarkes Kapitel 😄 😄 😄 (Ich nehm alles zurück - bitte schreib weiter 🤩 ) Haha, nee, Scherz beiseite, Matthias - ich freu mich, dass es hier endlich weitergeht. Und bestimmt macht dich das Berichtschreiben ein bisschen glücklicher 🙂 !
LG Bele
P.S. Ich kenne "mekoro" als Plural, aber manchmal liest man es auch genau andersrum - ich glaub, ich muss mich mal beim Fachmann erkundigen....
das letzte Bild des Tages gilt wiederum den Turakos, aber sie wollen sich einfach nicht in einen noch von der Abendsonne beschienenen Bereich setzen. Sind wohl ausgesprochene "Schattenparker".
Schattenparker hin oder her - der sieht einfach klasse aus! Gibts den Anfang September (also rein theoretisch) dort auch?
Guggu2'261 Beiträge · seit 201101. Mai 2015 · #238
Halllo Matthias,
nichts ist so schlimm, dass es nicht für was gut ist. 😗 😉 So hat uns das Schietwetter ein neues Kapitel von der Märchentour beschert. Danke und schön wie immer 🙂
fotomatteThemenstarter2'515 Beiträge · seit 200901. Mai 2015 · #239
Hallo Bele,
es ist zwar schon ein paar Tage her ( shame on me ) 😊 , aber die Aussage sollte nach wie vor stimmen: die Turakos sind Standvögel, also ganzjährig vor Ort. Im September sollte es sogar leichter sein, sie zu finden, da dann ja viele Bäume laublos sind. Und dass ich den "ausdrucksstarken" Teil schon abgeschickt habe, war einfach eine Fehlleistung-- der Finger mal wieder schneller wie´s Hirn. Vielleicht wollte ich mich damit auch unterbewußt dem Druck aussetzen, dass jetzt kein Weg mehr zurück führt und das neue Kapitel einfach sein muss.
Danke dir, auch für die Falkenbilder. 😘
Hallo Guggu,
alles hat immer zwei Seiten, auch wenn´s manchmal schwer fällt, sie zu sehen. Mit etwas Abstand und einigem Nachdenken kommt man drauf. Aber das weisst du ja selbst nur zu gut.
Dankie, von einem nunmehr etwas lockereren ( was´n Wort ) fotomatte
es ist zwar schon ein paar Tage her ( shame on me ) 😊 , aber die Aussage sollte nach wie vor stimmen: die Turakos sind Standvögel, also ganzjährig vor Ort. Im September sollte es sogar leichter sein, sie zu finden, da dann ja viele Bäume laublos sind.
Ups....hattest du das schon mal geschrieben??? Naja, ich werd auch nicht jünger, da darf man schon mal was vergessen.... 😗 Jetzt bin ich mal höchst gespannt, ob mir das Vieh vor die Linse flattert!