Reisebericht - Lodge Reise Tansania 2010

Reisebericht 120 Antworten · 76,2k Aufrufe · gestartet 14. Feb. 2012 von AfricaDirect
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200714. Feb. 2012 · #1
Hallo,

nun traue ich mich auch einmal, einen Reisebericht zu schreiben. Ich hoffe, es interessiert einige und die Bilder gefallen.

Gruss,

Nicole



Die lange Suche nach den schlanken Jägern der Serengeti

Tansania – Ostafrika

11. – 29. November 2010
Eine Reise nach Ostafrika, um die dort beeindruckende Menge an Tieren sehen zu können, stand ganz oben auf unserer Wunschliste. Im Jahr 2010 war es Zeit, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Im Februar haben wir angefangen, die Reise zu planen und zu buchen. Neben den sehr bekannten Parks im Norden, wollten wir auch in das Selous Game Reserve im eher unbekannten Süden Tansanias. Am Ende der Reise sollten dann noch einige Tage am Strand den Abschluss bilden. Nach der Planung dauerte es noch einige Monate, bis es losgehen konnte.
Unsere Erwartungen waren schon groß, denn wir hatten viel gelesen und gesehen. Und mein Kollege Mike Karantonis hat uns viel erzählt, denn er war schon oft in Ostafrika unterwegs. Nach all den Bildern und Geschichten waren wir uns sicher, dass uns die Geparden „reihenweise“ vor die Kamera laufen würden, auch wenn wir es hätten besser wissen müssen: GARANTIEN GIBT ES AUF SAFARI NICHT UND „EXPECT THE UNEXPECTED“.

Freitag, 11. November

Endlich ist es soweit, die lang geplante Reise nach Tansania startet. Unsere erste Reise nach Ostafrika, eine völlig neue Erfahrung.

Die unangenehmste Aufgabe bei jeder Reise ist es, unseren Vierbeiner, unseren Hund Sam, zurück lassen zu müssen. Aber er ist gut untergebracht und macht selber einen „All-Inclusive“ Urlaub, mit Spiel, Spaß und guten Freunden. So ist er gut versorgt und wir können beruhigt in den Urlaub fahren. Aber der Abschied fällt trotzdem immer schwer.

Wir machen uns auf den Weg nach Frankfurt, um dort in einem einfachen Hotel in der Nähe vom Flughafen eine kurze Nacht zu verbringen, bevor es dann sehr früh zum Flughafen geht. Hier treffen wir Christel, Heiner und Andreas, die auch auf dieser Reise dabei sein werden.

Samstag, 12. November

Um 3.30 Uhr ist die Nacht zu Ende und wir machen uns auf den Weg, unsere Autos zum Parkplatz zu bringen und mit einem Shuttle zum Flughafen zu fahren. Unser Flug von Frankfurt nach Amsterdam mit der KLM startet um 6.55 Uhr und wir sind sehr früh am Flughafen. Noch kurz gefrühstückt, und ab Richtung Sicherheitskontrolle; dort dauert es erfahrungsgemäß mit meinem ganzen Fotokrempel immer länger, denn ich muss immer zum Sprengstofftest. Aber kein Problem, denn wenn immer so gut geprüft wird, fliegen wir auch sicherer. Und schon kann die Reise wirklich los gehen.


Über den Wolken

Wir kommen pünktlich in Amsterdam an und von dort startet unser Flieger um 11.05 Uhr Richtung Arusha. Der Flug vergeht recht schnell und wir erreichen um 21.30 Uhr pünktlich Arusha International Airport. Zügig durch die Passkontrolle, Visa bezahlt und wir hatten auch schnell unser Gepäck. Draußen wartet schon unser Fahrer von der KIA Lodge und bringt uns in 5 Minuten zu unserer ersten Unterkunft in Tansania.

Die KIA Lodge liegt sehr günstig für ein späte Ankunft bzw. einen frühen Abflug, denn sie liegt direkt am Airport. Eine schöne Anlage mit Chalets in einem Garten, alles ist einfach, aber sehr sauber.


Unser Zimmer in der KIA-Lodge

Es gibt noch ein Mitternachtsmahl, das auch ganz lecker war und die Bedienung war trotz der späten Stunde sehr freundlich. Es war ein sehr langer Tag und leider wird die kommende Nacht auch sehr kurz, denn morgen geht es los, die Safari in Tansania. So fallen wir alle in die Betten und sind recht schnell eingeschlafen.


Sonntag, 13. November

Durch die Zeitumstellung (2 Stunden vor) klingelt der Wecker schon um 3.30 Uhr deutscher Zeit, 5.30 Uhr Ortszeit, wirklich eine sehr kurze Nacht. Kurz gewaschen, gepackt und ab zum Hauptgebäude. Netterweise bekommen wir schon vor der offiziellen Zeit ein leckeres Frühstück.
Pünktlich um 6.00 Uhr ist Rajo von &Beyond da und bringt uns in rasanter Fahrt durch Arusha zum Nationalen Airport. Unterwegs können wir noch einen kurzen Blick auf den Kilimandscharo werfen, dessen Gipfel zumindest für 5 Minuten zu sehen ist.


Der Kilimandscharo-Gipfel

Der Verkehr hier ist wirklich beängstigend, selbst für Hartgesottene. Südafrika ist total harmlos dagegen. Es werden alle Spuren, inklusive nicht befestigten Seitenstreifen benutzt, so dass trotz zweispuriger Strasse zum Teil vier Autos bzw. LKWs nebeneinander fahren. Nach einem „beinahe“ Unfall mit einem Motorradfahrer, der einfach aus einer Lücke auf die Strasse fährt, kommen wir nach einer Stunde unversehrt am Flughafen an.

Rajo organisiert unsere „gelben laminierten Bordkarten“, die wir später wieder abgeben müssen. Das nenne ich Recycling. Danach gibt es einen sehr genauen Sicherheitscheck, mit Durchleuchten des Gepäcks bzw. Handgepäcks und dann bittet man uns in der „Wartehalle“ Platz zu nehmen und auf unseren Flug zu warten.


Die Wartehalle in Arusha

Um 8.00 Uhr werden wir zu unserem Flugzeug (für 9 Personen plus Pilot) geführt, müssen nochmals unser Gepäck prüfen, ob auch all unsere Taschen dabei sind, und dann geht es in den Flieger. Kurz nach 8.00 Uhr geht es los, zuerst einen Stop am Lake Manyara Airstrip, wo Passagiere ein- bzw. aussteigen und weiter über den Ngorongoro Crater zum Seronera Airstrip in der Central Serengeti. Von oben sieht die Landschaft schon sehr toll aus und der Flug über den Krater ist besonders beeindruckend, denn man kann die Form des Kraters genau erkennen.


"Unser" Charterflieger

Am Seronera Airstrip werden wir schon von Medson, unserem Guide für die nächsten zwei Tage erwartet, mit Kaffee, Tee und ein paar leckeren Keksen.


Medson, unser Guide im Serengeti Under Canvas

Um 10.00 Uhr starten wir mit Medson Richtung unserer Unterkunft und der Transfer ist bereits ein aufregender Game Drive. Wir sehen Unmengen an Gnus und Zebras, Teil der Migration, die auf dem Weg nach Süden ist. Auch Thomsen-Gazellen, Grant-Gazellen, und inmitten der großen Herden, eine große Elefanten Familie, Kühe mit Kälbern und ein paar Youngsters. Wir sind sprachlos und völlig beeindruckt wegen der Tiermengen, die wir hier sehen dürfen. Wir drehen uns 360° und überall Tierherden, wir fahren über den nächsten Hügel und wieder sind überall große Herden zu sehen. Die Geräuschkulisse ist beeindruckend, Gnus blöken, Zebras wiehern, Stille gibt es hier nicht.


Tiermengen in der Serengeti

Auch viele Vögel sehen wir bereits auf der Fahrt zur Lodge, z.B. Kronenkraniche, Nimmersatt-Störche und Riesentrappen. Auch Topis, in der für sie typischen in alle Richtungen sichernden Position, können wir bewundern.


Kronenkranich - Grey Crowned Crane


Nimmersatt - Yellow-billed Stork


Zebras


Ein Hippo macht "Dehnübungen"


Riesentrappe - Kori Bustard


Topis sichern in alle Richtungen

Um 12.30 Uhr erreichen wir unsere Unterkunft „Serengeti Under Canvas“. Dieses mobile Zelt-Camp folgt der weltberühmten Gnu-Wanderung. D.h. es zieht mehrfach im Jahr um, von der Ndutu Region im Süden der Serengeti, über den westlichen Teil in den Norden und dann über die zentrale Serengeti wieder zurück in den Süden. Ungewöhnlich für uns ist, dass das komplette Camp-Personal aus Männern besteht. Es gibt keine Frauen hier und alle anfallenden Arbeiten werden von den Männern ausgeführt. Das wird uns noch öfter in Tansania begegnen, wäre aber z.B. in Südafrika fast undenkbar. Es gibt ein Lounge-Zelt, ein Zelt, in dem die Mahlzeiten eingenommen werden und 8 Zelte für die Gäste. Jedes Zelt hat ein eigenes Bad mit Toilette, Waschbecken und einer „Bucket-Shower“, die nach Bedarf mit warmem Wasser gefüllt wird. Zur Zeit ist das Camp an einem Hügel gebaut und man hat einen wunderbaren Blick in die Serengeti.


Das Camp


Unser Zelt


Unser WC


Unsere Ruhestatt

Wir werden von allen singend willkommen geheißen und Baraka, der Camp Manager, stellt uns seine Leute vor. Nach der allgemeinen Einführung in die Abläufe des Camps, einem erfrischenden Getränk und der obligatorischen Unterschrift auf dem „Indemnity Form“ geht es erst einmal kurz in unsere Zelte, damit wir uns frisch machen können. Anschließend geht es zum Lunch, der absolut lecker ist.

Nach einem kurzen Nickerchen geht es um 15.45 Uhr zu Tee, Kaffee und Kuchen in das Lounge Zelt. Um 16.00 Uhr startet Medson mit uns zu unserem ersten, wirklichen Game Drive in Tansania. Wir sind alle ganz aufgeregt. Werden wir unseren ersten Geparden gleich jetzt sehen. Bei den Tiermassen können die Katzen ja nicht weit sein. Also schnell eingestiegen, Kameras ausgepackt und los geht die Fahrt.
Erst ist es relativ ruhig zu Beginn und wir genießen die Landschaft. Einfach nur aus dem Auto schauen und sich am Anblick erfreuen.


Wundervolle Landschaft

Und dann hält Medson plötzlich an und deutet auf einen Baum direkt neben dem Weg. Wir schauen alle hin und können unser Glück kaum glauben, dort liegt ein Leopard im Baum und schläft. Und wir können viel Zeit ganz allein mit ihm verbringen und uns in dem Anblick verlieren. Was für ein Start für unsere Safari!!!


Leopard

Weiter geht es und wir finden einen Löwen mit einem Zebra-Riss, leider im hohen Gras versteckt und nicht so richtig gut zu sehen. Unterwegs gibt es natürlich viele Herdentiere zu sehen und auch einige Giraffen erfreuen uns.


Giraffe in der Serengeti

Auf einer weiten Flächen halten wir für unseren leckeren Sundowner.


Lecker!!!

Während wir unsere Drinks genießen, kommen noch 3 Hyänen aus dem hohen Gras und ziehen wenige Meter an uns vorbei. Antilopen passt auf, die Jäger sind aufgewacht und hungrig.

Zurück im Camp geht es ab unter die Dusche unter dem wunderschönen Sternenhimmel und danach zum leckeren Dinner. Erst unterhalten wir uns noch am Feuer mit den anderen Gästen, fünf Damen und Herren aus den USA und dann gibt es lecker essen, „Potato-Soup“, „Grilled Chicken with Potato and Veggies“ und als Desert „Cocus Custard with Papaya“. Um 22.00 Uhr werden wir zu unseren Zelten gebracht und fallen nach dem aufregenden Tag ins Bett.


Fortsetzung folgt ...
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2013
6'369 Beiträge · seit 201114. Feb. 2012 · #2
Hoi Nicole

Danke für Deinen Bericht, bin schon auf die Fortsetzung gespannt!
AfricaDirect schrieb:Der Verkehr hier ist wirklich beängstigend, selbst für Hartgesottene. Südafrika ist total harmlos dagegen.
Dann ist Kenya für Dich eher nicht empfehlenswert...im direkten Vergleich zu Kenya's Strassenverkehr ist der in Tansania echt zuvorkommend und harmlos...:S
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
4'451 Beiträge · seit 200814. Feb. 2012 · #3
Hallo Nicole,

wie schön, das Dein Reisebericht nun da ist.😃 Die Bilder sind sehr schön und lieben Dank das Du mich mitreisen läßt.:)

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
409 Beiträge · seit 200714. Feb. 2012 · #4
Hallo Nicole,

schön daß es nochmal was über Tansania zu lesen gibt. Werde
dich auch auf deiner Tour begleiten und mich inspirieren lassen für unsere Tansania-Reise in 2 Monaten..

Bin echt auf die Fortsetzung gespannt und auf weitere schöne Bilder:)

Hattet ihr in der "kleinen Regenzeit" schlechtes Wetter oder war es war es gar nicht soo schlimm (wir fahren in der großen Regenzeit).

Gruß und schönen Abend nochB)

Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200714. Feb. 2012 · #5
Hallo Uli,

habe gerade noch einmal nachgeschaut und nachgedacht. Die Reise ist ja schon über ein Jahr her. Aber ganz viel Regen hatten wir nicht. In der nördlichen Serengeti (Klein's Concession) hat es zweimal ordentliche Schauer gegeben und im Ngorongoro Krater hat es uns auch mal erwischt. Aber das war überhaupt nicht dramatisch.

Manchmal war es morgens und abends ein wenig kühl und wir waren schon froh, die Fleecejacken dabei zu haben.
Für uns war der November ein gute Reisezeit, da es nicht so voll war und auch die Preise niedriger sind als in der Hauptreisezeit. Aber ich möchte auf jeden Fall noch einmal im Februar in die Ndutu Region (wenn die Kälber geboren werden) und im September in die Mara, um hoffentlich die Flussquerungen der Gnus sehen zu können.

Ostafrika ist anders als das südliche Afrika. Es bietet natürlich eine ähnliche Tierwelt, aber in einer anderen Form. Beides einmalig schön und immer wieder eine Reise wert.

Ich bin mir aber sicher, dass Du begeistert zurückkehren wirst von Deiner Reise, egal wie das Wetter sein wird.

Gruss,

Nicole
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409 Beiträge · seit 200715. Feb. 2012 · #6
Hallo Nicole,

danke für deine Einschätzung. Ist es tatsächlich am Ngorongoro Krater so kalt, daß man den Fliespulli einpacken muß? Aber der ist bei uns eh Standard-Ausrüstung.
Freue mich auch auf die Ndutu-Region, da in dieser Zeit (April) die meisten Tiere sich bereitmachen zur Migration - evt. ist sie dann auch schon zugange (den Starttermin weiß ja niemand ganz genau:)).

Bin weiterhin auf deinen Reisebericht gespannt..

Gruß

Uli
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Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200715. Feb. 2012 · #7
kobra2 schrieb:Hallo Nicole,

danke für deine Einschätzung. Ist es tatsächlich am Ngorongoro Krater so kalt, daß man den Fliespulli einpacken muß? Aber der ist bei uns eh Standard-Ausrüstung.
Tut mir leid Uli, da habe ich mich wohl blöd ausgedrückt. Kühl war es vor allem in der Klein's Concession, in der nördlichen Serengeti. Und da auch nur frühmorgens und am Abend. Ansonsten war es schon eher warm. Allerdings friere ich auch leicht 😎 . Für mich gehören eine Fleece-Jacke und eine Weste eigentlich immer dazu, denn es kann auch mal kalt werden, wenn man es nicht erwartet. Da hast Du auf jeden Fall Recht.
kobra2 schrieb:Freue mich auch auf die Ndutu-Region, da in dieser Zeit (April) die meisten Tiere sich bereitmachen zur Migration - evt. ist sie dann auch schon zugange (den Starttermin weiß ja niemand ganz genau:)).
Ich drücke Euch auf jeden Fall die Daumen, dass die Herden sich noch dort aufhalten. Die Migration kann niemand vorhersehen, da sie stark von den Regenschauern abhängen. Und die kann niemand voraussagen.

Wo fahrt Ihr denn noch hin auf Eurer Reise?

Gruss,

Nicole
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409 Beiträge · seit 200716. Feb. 2012 · #8
Hi Nicole,

fahren den "normalen" northern circuit wie folgt:

1Ü Arusha (meru view lodge)
1Ü Manyara (maramboi tentet camp)
1Ü Karatu/Tangarire NP (bourgainvillae lodge)
1Ü Ngorongoro Crater (Ndutu lodge)
2Ü Serengeti NP (Ikoma Safari lodge)
1Ü Grumeti Reserve/Ngorongoro Conservation Area (bourgainvillae lodge)
1Ü Sansibar-Stadt (Tembo House)
7Ü Jambiani Beach/Sansibar (Spice Island Resort)

Wir sind organisiert unterwegs, wahrscheinlich nur zu zweit.
Wollen in jedem Falle auch noch ein Massai-Dorf besuchen. Auch wenn dies touristisch wird...😕

Gruß

Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200716. Feb. 2012 · #9
Nun habe ich noch mehr Respekt vor den ganzen fleißigen Reisebericht-Autoren hier. Das ist wirklich viel Arbeit und dauert ganz schön lang. Aber es macht auch sehr viel Spass, da man sich noch einmal intensiv mit der Reise beschäftigen kann.

Nun geht es weiter:


Montag, 14. November

Heute geht es für Christel und Heiner auf „Heißluftballon Fahrt“; schon um 5.15 Uhr werden sie abgeholt und zum Startpunkt gebracht. Sie können sehen, wie der Ballon vorbereitet wird und fliegen dann in unterschiedlichen Höhen über die Serengeti.


Für mich wär das nichts ...


... für andere ist es ein unvergessliches Erlebnis

Für uns startet der Tag erst um 6.00 Uhr mit Tee und Kaffee und um 6.30 Uhr fahren mit Medson los. Es ist recht ruhig heute morgen, aber wir können mehrfach den Heißluftballon beobachten. Unser Frühstück nehmen wir heute mitten in der Serengeti ein und es ist alles da, was man sich wünschen kann. Um uns herum grasen Zebras und Gnus, und auch einige Antilopen sind zu beobachten.


Welch ein Ausblick!


Unser leckeres Frühstück

Auf dem Weg, um Christel und Heiner abzuholen, sehen wir noch eine Meerkatze, die sich gern von uns fotografieren lässt.


Grünmeerkatze (Vervet Monkey)

Wir warten in Seronera auf die beiden, um sie abzuholen. Da können wir die Schliefer beobachten, die den Parkplatz und auch die Autos sehr genau in Augenschein nehmen. Auch einige Zwergmangusten sind hier unterwegs. Es ist amüsant, ihnen zuzuschauen. Als wir Christel und Heiner um 10.00 Uhr in Seronera abholen, sind sie völlig begeistert von ihrer Ballonfahrt. Sie haben die Herden von oben ziehen sehen können und sagen, es sieht aus wie Ameisen auf einer Ameisenstrasse


Ein Hyrax auf den Blattfedern unseres Autos


Wir fahren weiter und sehen eine Löwin im hohen Gras in einem Graben. Sie wartet dort auf Beute, aber die Zebras wittern sie rechtzeitig, so dass sie ihre Deckung aufgibt.
Ein Stück weiter sehen wir einige Autos stehen, das erste Mal, dass wir dies erleben, sonst waren wir immer alleine. Drei junge Löwen sitzen auf einem Baum und vergnügen sich.


Zwei der Löwenjungen (leider relativ weit weg, manchmal wäre eine längere Brennweite schon klasse)


Und der dritte, etwas ältere kommt auch noch hinzu

Ein paar Meter von den Youngsters entfernt liegt die Mutter auf der Lauer, denn es kommt eine kleine Herde Zebras direkt auf sie zu.


Die Mama (nach der ruinierten Jagd)

Leider klettern die Jungen weiter auf dem Baum herum, so dass die Zebras sie sehen und schnell die Richtung wechseln.


Glück gehabt: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Und die Mutter hat das Nachsehen. Aber wir haben uns sehr über die Löwenjungen gefreut, denn wir hatten baumkletternde Löwen erst im Lake Manyara Nationalpark erwartet (dort haben wir übrigens keine gesehen).

Wir sahen wieder große Zebra-Herden und eine Mama mit Fohlen.


Tiere überall


Ein Meer aus Streifen


Durst

Kurz darauf liegt auf dem Weg zurück ins Camp ein Zebrakadaver, der von unzähligen Geiern umkämpft wird. Vorherrschend sind hier die Sperbergeier, aber auch ein paar Weissrückengeier sind dabei und ein paar Ohrengeier sitzen etwas weiter entfernt. Es ist ein Riesen-Tohuwabohu, ein Kommen und Gehen, ein Stechen und Hauen. Ein Hyäne steht nebendran, traut sich aber anscheinend nicht an den Kadaver. Auch einige Marabus versuchen ihr Glück, aber die Geier behalten die Oberhand.


Ohrengeier (Lappet-faced Vulture)


Kampf um den Kadaver


Sperbergeier (Rüppell's Griffon Vulture)

Um 12.00 Uhr sind wir wieder zurück im Camp, wo es gleich einen leckeren Lunch gibt. Christel und Heiner heißen seit gestern nur noch „Bibi“ und „Babu“, eine respektvolle Anrede für ältere Damen und Herren in Swahili. Dies sollte fast während des ganzen Urlaubs so weitergehen und alle amüsierten sich prächtig. Es wurde von Lodge zu Lodge weiter gegeben, so dass die beiden schon bei der Ankunft respektvoll begrüßt wurden. Wir haben immer sehr lachen müssen.

Nach einem kleinen Schläfchen geht es um 15.45 Uhr mit Kaffee und Kuchen los und um 16.00 Uhr mit Medson wieder auf Game Drive. Diesmal geht es Richtung Süden. Wir kommen an riesigen Gnuherden vorbei, die wie an einer Schnur gezogen weiter wandern. Das ist schon ein beeindruckendes Schauspiel.





Etwas später sehen wir ein Löwenpärchen auf einem Felsen liegen, die beiden schlafen selig und lassen sich auch durch uns nicht im Geringsten stören.


Wer kann sie entdecken?


Die Augen bewegen sich, das ist aber auch schon alles

Eine Hyänenfamilie vergnügt sich außerhalb ihres Baus bzw. schläft, Elefanten ziehen durch die Savanne und bei stark schwindendem Licht sehen wir noch 2 Kirk Dikdik.


Hyäne


Kirk Dikdik (Kirk's Dik Dik)

Da wir ein bisschen spät sind, gibt es den Sundowner heute im Wagen und wir kommen gerade rechtzeitig zum Camp zurück vor der Nacht zurück. Denn der Nationalpark darf im Dunkeln nicht befahren werden.

Nach dem wir uns mit einem „Bucket Shower“ frisch gemacht haben, gibt es um 19.30 Uhr einen leckeren Drink am Feuer. Dann ein super Dinner, „Pumpkin Soup“, „Lamp Skewer with veggie rice and beans“ und noch ein Pfirsichdessert. Abnehmen ist hier nicht angesagt. Noch ein kurzer Amarula und dann fallen wir ins Bett.


to be continued ...
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zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2013
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200716. Feb. 2012 · #10
kobra2 schrieb:Hi Nicole,

fahren den "normalen" northern circuit wie folgt:

1Ü Arusha (meru view lodge)
1Ü Manyara (maramboi tentet camp)
1Ü Karatu/Tangarire NP (bourgainvillae lodge)
1Ü Ngorongoro Crater (Ndutu lodge)
2Ü Serengeti NP (Ikoma Safari lodge)
1Ü Grumeti Reserve/Ngorongoro Conservation Area (bourgainvillae lodge)
1Ü Sansibar-Stadt (Tembo House)
7Ü Jambiani Beach/Sansibar (Spice Island Resort)

Wir sind organisiert unterwegs, wahrscheinlich nur zu zweit.
Wollen in jedem Falle auch noch ein Massai-Dorf besuchen. Auch wenn dies touristisch wird...😕

Gruß

Uli
Hallo Uli,

danke für's Einstellen Deiner Tour. Da habt Ihr Euch aber ganz schön was vorgenommen, ein ganz schön strammes Programm. Da es jetzt höchstwahrscheinlich zu spät ist, irgendetwas zu ändern, macht es keinen Sinn, dazu etwas zu sagen. Kannst Du mir noch sagen, mit wem Ihr gebucht habt? Und wenn Du sagst "organisiert", heißt das dann, dass Ihr als Privatsafari oder als Gruppe unterwegs seid?

Auf jeden Fall wünsche ich Euch eine schöne Reise. Mal schauen, wie weit ich noch komme, bis Ihr abreist, denn bei uns standen ja auch noch Lake Manyara und Ngorongoro Crater auf dem Programm.

Freue mich dann auf Eure Bilder und vielleicht auch einen Reisebericht.

Gruss,

Nicole
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zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2012
4'451 Beiträge · seit 200816. Feb. 2012 · #11
Liebe Nicole,

willkommen im Club der "fleißigen Reisebericht-Autoren ". Ich sehe es macht auch Dir sehr viel Spass, da man sich wie Du richtig erkennst, noch einmal intensiv mit der Reise beschäftigen kann. Deine Bilder sind absolut toll!

mache bitte schnell weiter. 🙂

Liebe grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200716. Feb. 2012 · #12
Hallo Cecile,

schön, dass Dir die Bilder gefallen 😎 Ja, es macht Spass, sich noch einmal mit der Reise zu beschäftigen, aber es ist zeitaufwendig. Das habe ich auf jeden Fall unterschätzt. Jeder Reisebericht, den ich jetzt lese, weiß ich noch viel mehr zu schätzen.

Aber ich gebe mir Mühe, schnell weiterzumachen. Versprochen!!!! Bis Ihr wieder da seid, ist auf jeden Fall der nächste Teil drin 😛

Gruss,

Nicole
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zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2012
409 Beiträge · seit 200717. Feb. 2012 · #13
Hallo Nicole,

danke für die gelungene Fortsetzung und die tollen Bilder:)

Kann mir vorstellen, daß der Reisebericht eine Heidenarbeit ist (hab bislang noch keinen hier eingestellt😐 )
Da habt Ihr Euch aber ganz schön was vorgenommen, ein ganz schön strammes Programm. Da es jetzt höchstwahrscheinlich zu spät ist, irgendetwas zu ändern, macht es keinen Sinn, dazu etwas zu sagen. Kannst Du mir noch sagen, mit wem Ihr gebucht habt? Und wenn Du sagst "organisiert", heißt das dann, dass Ihr als Privatsafari oder als Gruppe unterwegs seid?
Ändern, kann man am Programm tatsächlich nichts mehr. Haben allerdings verlängert und ein paar Kleinigkeiten geändert. Vielleicht kommt die Route aber auch nur so vollgepackt rüber...
Es ist definitiv eine Kleingruppenreise mit Mindestteilnehmer 2 Personen (bislang sind wir noch alleine;) )
hier gibts mehr Infos zur Tour.

Mir hat diese Tour besonders gut gefallen, wenn auch preislich im höheren Segment gelegen.

Schöne GrüßeB)

Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
195 Beiträge · seit 200917. Feb. 2012 · #14
Hallo Nicole,

vielen Dank für den Bericht und die tollen Fotos. Gerne mehr davon.Wir starten Anfang April erneut für 2 Wochen nach Tansania - Serengeti und Usambaraberge, die Vorfreude ist groß.
Haben im April 2009 eine Reise der Superlative erlebt und hoffen auch diesmal wieder Glück mit dem Wetter und den Tierbeobachtungen zu haben.
Liebe Grüße, Ina
1'242 Beiträge · seit 200918. Feb. 2012 · #15
Hallo Nicole,

was für ein schöner Reisebericht 😁 . Erst 2 Tage und schon sooooo viele Tiersichtigungen. Toll 🤩 .

Danke auch für die superschönen Bilder 🤩

Freue mich riesig auf die Fortsetzung.

Liebe Grüsse aus Luxemburg
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200719. Feb. 2012 · #16
Hallo Lil,

Du hast Recht, wir hatten schon gleich am Anfang unheimliches Glück. Und dieses Glück hat uns bis zum Schluss nicht verlassen. Zumindest haben wir es so empfunden, denn auch viele "kleine" Sichtungen haben uns sehr erfreut.

Jetzt geht es weiter, habe den nächsten Tag fertig.

Gruss,

Nicole
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Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200719. Feb. 2012 · #17
Hallo,

und weiter geht es, von der zentralen Serengeti in den nördlichen Teil der Serengeti.


Dienstag, 15. November

Pünktlich um 6.00 Uhr werden wir mit Tee und Kaffee vor unserem Zelt geweckt. Es ist schon toll, auf seinem Bett zu liegen, den ersten Kaffee zu trinken und in der Weite der Serengeti die Sonne aufgehen zu sehen.
Um 6.30 Uhr ist alles gepackt, denn heute müssen wir das wunderschöne „Serengeti Under Canvas“ verlassen und reisen weiter in die nördliche Serengeti.

Unser Frühstück wird frisch zubereitet und wir können ein leckeres „English Breakfast“ genießen, dass keine Wünsche offen lässt.


Lecker, English Breakfast

Um 7.00 Uhr müssen wir leider Abschied nehmen von diesem wundervollen Ort. Wir haben alles in diesem Camp genossen, die Atmosphäre, die Lage und besonders die Menschen, die hier viel auf die Beine stellen, dadurch fühlt man sich als Gast hier sehr wohl. So fällt uns der Abschied schwer, obwohl wir erst am Anfang unserer Reise stehen.


Eine tolle Truppe

Mit Medson geht es auf unseren letzten Game Drive, gleichzeitig ist es unser Transfer zum Seronera Airstrip. Nach einiger Zeit ruft Christel plötzlich „Stopp“ und deutet auf eine Bewegung im hohen Gras eines Grabens. Wir anderen sehen erst einmal nichts. Zuerst denken wir alle: Hurra, unser erster Gepard (wir sind ja schließlich schon fast 2 Tage in der Serengeti und haben immer noch keinen gesehen), aber es wird schnell klar, dass dort ein Leopard unterwegs ist.
Medson setzt zurück, aber wir können die Katze nicht mehr entdecken. Eigentlich haben wir eh nur ein paar „Punkte“ gesehen und nicht wirklich den Leoparden. Medson wendet das Auto, fährt ein paar hundert Meter zurück und biegt in einen Weg ein. Dort warten wir und Medson ist davon überzeugt, dass der Leopard hier den Weg kreuzen wird. Ehrlich gesagt zweifeln wir doch sehr daran, hoffen aber trotzdem, dass er Recht behält.

Und tatsächlich kommt die Leopardin relativ schnell aus dem hohen Gras, läuft direkt auf uns zu und kreuzt hinter dem Auto den Weg. Das geht alles so schnell, dass ich kaum mit der Kamera hinterher komme und natürlich die falsche Kamera mit dem falschen Objektiv in der Hand habe. Daher gibt es von diesem wunderschönen Tier nur Ausschnittsaufnahmen. Die beiden Videofilmer „vergessen“ glatt, ihre Kameras zu benutzen, so dass wir keinerlei Videoaufnahmen haben.


Und plötzlich war sie da






Die Leopardin läuft weiter ins Gras und trinkt dort an einer Wasserstelle. Plötzlich sehen wir links von uns einen Riedbock einer Senke stehen. Rechts von uns nimmt die Leopardin Witterung auf und fängt an, sich anzuschleichen. Der Bock steht immer noch in der Senke, schaut sehr aufmerksam, ist sich seiner Sache aber nicht sicher. Die Leopardin schleicht sich weiter heran, schon in die richtige Richtung und wir beobachten das ganze fasziniert. Plötzlich ist sich die Leopardin nicht mehr sicher und richtet sich auf.


War da wirklich etwas?

Der Riedbock sieht die Leopardin und fast im selben Augenblick rennt er davon. Diese zu beobachten war sehr spannend, denn beide Tiere waren sich ihrer Sache nicht sicher und dadurch hätte es so oder so ausgehen können. Welch ein Erlebnis! Und es hat uns gezeigt, dass Medson ein feines Gefühl für das Verhalten der Tiere hat. Er hat die Leopardin nicht bedrängt, ist immer auf den Wegen geblieben und hat uns nur durch sein gutes Verständnis für das Tier in die richtige Position gebracht, um diese schönen Momente erleben zu dürfen.

Auf dem Weg zum Airstrip sehen wir noch einen Kampfadler mit Beute (leider recht weit weg), einen jungen Kampfadler und einen kleinen Schliefer, der aus seiner Höhle herausschaut.


Junger Kampfadler (Martial Eagle)


Schliefer (Hyrax)

Am Airstrip warten wir 15 Minuten und dann kommt unser Flieger. Bevor das Flugzeug landet fährt noch jemand mit einem Landy über den Airstrip, um eventuelle Tiere zu vertreiben, damit das Flugzeug sicher landen kann. Wir verabschieden uns von Medson und los geht es.
Wir fliegen ca. 15 Minuten, landen das erste Mal in der Nähe vom Grumeti, dann geht es nochmals 15 Minuten weiter und wir landen auf dem zweiten Airstrip direkt am Mara Fluss.


Blick auf die grüne Serengeti

Jedes Mal steigen Passagiere aus bzw. steigen wieder ein und wir fliegen weiter zum Lobo Airstrip in der nördlichen Serengeti. Die Airstrips sind zum Teil sehr abenteuerlich, aber wir haben mit den Piloten immer ein sehr sicheres Gefühl. Am Lobo Airstrip werden wir von unserem nächsten Guide Seleu schon mit Kaffee, Tee und leckerem Amarula empfangen werden.

Dann geht es auch schon los und wir haben ca. 1 ½ Stunden Weg vor uns bevor wir das Klein’s Camp erreichen. Wir fahren zuerst durch den Serengeti Nationalpark, sehen Eland, Zebras, Gnus, Elefanten und Geier. Nachdem Seleu uns am Nationalpark-Gate abgemeldet hat, fahren wir in die private Klein’s Concession. Zuerst sehen wir Massai mit ihren Kühen und Ziegen an einen Wasserloch. Sie dürfen ihre Tiere überall in der Konzession grasen und trinken lassen. Seleu, selber ein Massai, erklärt uns, dass die Raubtiere die Massai kennen und nicht an die Herden gehen, so lang der Hirte dabei ist. Die Massai haben außer ihrem Speer keine Waffen und leben trotzdem mit den Wildtieren zusammen.

Wir lernen in den nächsten Tagen sehr viel über die Lebensweise der Massai, da sowohl Seleu als auch unser Tracker Jackson Massai sind. Jackson erklärt uns auch, warum wir aus dem Flugzeug immer im Kreis angeordnete Hütten gesehen haben.


Blick auf Massai-Hütten

Massai Männer dürfen mehrere Frauen haben, allerdings nur, so lang sie sie auch ausreichend versorgen können. Jede Hütte in einem solchen Kreis steht für eine Frau, die dort mit ihren Kindern lebt. Ein Mann darf nur eine weitere Frau nehmen, wenn er „reicher“ geworden sind (mehr Vieh sein Eigen nennt) und auch nachweisen können, dass sie auch diese Frau ausreichend versorgen können. Aber dies nur als kleiner Exkurs.

Unsere Fahrt geht am Ende ein steiles Stück bergauf zum Klein’s Camp, welches wunderschön auf einem Berg liegt mit einem tollen Ausblick ins Tal.





Klein's Camp


Der Ausblick von unserem Chalet ins Tal

Zuerst werden Bibi und Babu begrüßt. Wir anderen haben viel Spass, denn die beiden Namen wurden wohl von Camp zu Camp weitergetragen. Nach dem Willkommen durch den Lodge Manager und der Einführung in den Ablauf der Lodge, bringt uns Massay, der während uns während unseres Aufenthaltes betreuen wird, zu unseren Zimmern.


Unser Chalet


Mit Terrasse


Und einem bequemen Bett

Kurz darauf gibt es auch schon wieder einen leckeren Lunch und danach habe wir ein bisschen Zeit, zu verschnaufen.


Lunch und Dinner Menü

Um 16.00 Uhr treffen wir uns erneut zu Tee und Kaffee und kurz darauf starten wir mit Seleu und Jackson zu unserem ersten Game Drive. Wir fahren hinunter ins Tal und sehen kurz darauf „Mating Elephants“, das ist wirklich selten zu sehen.







Weiter geht es tiefer ins Tal hinein, vorbei an großen Büffelherden, Zebras und Gnus. Ein Rudel Löwen, insgesamt 5 Löwinnen mit einem Pascha liegen weit verstreut im Gras.


Eine der vier Damen


Narben


Ganz schöne Zähne


Der Pascha ...


... ganz entspannt

Das war bisher schon ein toller Game Drive, also erst einmal ein Stopp für einen Sundowner.


Sundowner


Aber unser Highlight an diesem Tag sollte noch kommen. Nach dem Sundowner sehen wir Löffelhunde, eine Hyäne und 3 Bushbabies. Sie sind wirklich sehr schnell und sehr klein; ich finde es jedes Mal wieder faszinierend, wie die Guides und Tracker dieses Tier während des Fahrens entdecken.
Doch dann entdecken wir unser „Highlight“, einen Serval. Er schleicht durch das hohe Gras auf der Suche nach Beute und wir können ihn einige Minuten beobachten (leider gibt es keine Bilder). Es war total klasse, denn einen Serval haben wir zuvor noch nicht sehen können.

Um 20.15 Uhr sind wir zurück an der Lodge, machen uns kurz frisch und um 20.45 Uhr geht es dann zum Dinner. Lecker gegessen und viel Spaß gehabt. Inzwischen ist es auch recht kühl geworden, so dass wir uns über die Wärmflasche im Bett sehr freuen. Nach diesem aufregenden und schönen Tag sind wir sehr müde und fallen ins Bett.

Fortsetzung folgt ....
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2013
303 Beiträge · seit 201024. Feb. 2012 · #18
Hallo Nicole,

da wäre mir dein toller Bericht beinahe entgangen, weil ich Tansania gerade nicht so auf dem Schirm habe.
Wirklich tolle Bilder und auch schön geschrieben! Ich werde ab jetzt auf jeden weiteren Eintrag warten. 🙂

Erinnert mich an unsere Zeit in der Masai Mara. #Seufz#

Schreib bitte bald weiter!

Liebe Grüße aus der Nachbarschaft
Tanja
Reisebericht Namibia 2010 Reisebericht Namibia+KTP 2011 Reisebericht Botswana 2012 Reisebericht Namibia&Botswana 2013 Reisebericht Südafrika 2014
5'479 Beiträge · seit 200927. Feb. 2012 · #19
Ein Bericht aus Tansania - wie ich mich freue.

Das verkürzt die die Wartezeit bis zur eigenen Reise - noch 10 Monate.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'250 Beiträge · seit 200927. Feb. 2012 · #20
Hallo Nicole,

Dein Reisebericht macht Lust auf mehr.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Im Februar musst Du unbedingt auch mal nach Tansania fahren.
Dann sind die Gnuherden auf der saftig-grünen-Kurzgrassavanne
südlich vom Naabi Hill. Es wird Dir gefallen!

Die Rivercrossing im September kann in der Mara auch mal ausfallen.
Letztes Jahr hat es in Tanzania viel geregnet. Da sind die Gnus
schon im August zurück in die Serengeti gezogen.
Wir hatten Glück und haben sie bei der Rückehr am Mara erwischt. 🙂
Expect the Unexpected. 🤩

Gruss Bernd

PS: Kobra2 bei Fragen zu Deiner Reise, bitte PM an mich.
Ich habe 2008 die gleiche Tour gemacht.
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de