fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200919. März 2015 · #181
Liebe Guggu, treue Seele,
vorweg: der Eintrittspreis ist selbstverständlich in Nam$ zu bezahlen ( sonst wäre es auch nicht unbedingt ein Schnäppchen ).
Und du hast recht, da war was. Dieses Kapitel ist das Nächste--und es beschreibt den einzigen Tag, den ich bitte nicht noch mal erleben will. Ich hoffe, ich komme am Wochenende dazu.
Danke dir für deine Begeisterung, schönes Meeting in Kronau. 😘
Erika2'338 Beiträge · seit 200719. März 2015 · #182
Lieber Matthias, du schriebst:
Dieses Kapitel ist das Nächste--und es beschreibt den einzigen Tag, den ich bitte nicht noch mal erleben will. Ich hoffe, ich komme am Wochenende dazu.
Lass uns bitte nicht lange warten! Eigentlich fängt ja das Wochenende bereits am Freitagnachmittag an… 😎 😉 😛
Auch wenn ich mich nicht sehr oft gemeldet habe, bin ich doch immer noch voller Freude dabei.
Auch vom mir ein herzliches Dankeschön. Du hast sogar unseren Freund, den riesigen Baobab fotografiert. Ist er nicht wunderschön? Wenn wir den Mahango besucht haben, sind wir immer als erstes zu ihm gefahren. Als er mal von Elefanten schwer beschädigt war, hatten wir richtig Angst um ihn, aber im Jahr darauf waren alle Wunden wieder verheilt.
Viele Grüsse und danke für die herrlichen Fotos Erika
freshy3'883 Beiträge · seit 201119. März 2015 · #183
fotomatte schrieb:
Und du hast recht, da war was. Dieses Kapitel ist das Nächste--und es beschreibt den einzigen Tag, den ich bitte nicht noch mal erleben will. Ich hoffe, ich komme am Wochenende dazu. Grüssle, Matthias
Hoffentlich kommst du dazu, denn Neugier ist eine meiner hervorstechenden Charktereigenschaften. 😉 Du machst wirklich wunderschöne Tieraufnahmen, egal, ob sie riesig, gefährlich, winzig, originell oder sonst was sind. Toll!
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200920. März 2015 · #185
Hallo,
@Nane42: Danke dir fürs Lob. Ob das Bild aber gut genug ist für sone Grösse, weiss ich nicht. Müsste man glatt mal probieren. 🙄 😎
@freshy: Danke auch dir, bin glatt bissle rot geworden... 😊
@Erika: Mein Wochenende fängt frühestens am Samstagnachmittag an, sorry. Ich kenne den -eigentlich die, aber der Zweite ist ja nicht mehr- Baobab jetzt seit sechs Jahren, klaro, ist ein Pups im Leben eines Baumes, aber ich freue mich immer darauf, dort auszusteigen, seinen Stamm zu berühren und ein bisschen nach Vögeln Ausschau zu halten. Hat sich bis jetzt immer gelohnt dort.
Und soo schlimm wird es gar nicht im Folgenden, jedenfalls nix mit Krankheit oder so, eher geht es um meine Unbedarftheit, man könnte fast sagen Dummheit. Und um eine glückliche Errettung, zu der wir gekommen sind wie die Jungfau zum Kind. 😄 😗
Jetzt muss ich weg, sonst könnt ich ja direkt weiter schreiben...
Danke auch mal wieder an alle Button-Drücker. Freut mich.
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200921. März 2015 · #186
21. Januar. Wenn einmal der Wurm drin ist, geht er nimmer naus.
Der Morgen startet stark bewölkt, und so starten wir ganz gemütlich mit einem ausgiebigen Frühstück mit Milliepap und Broten. Ein kleiner Rundgang ergibt eine Raupe, die ich noch nicht gesehen habe,
sowie diese abgefahrene, auf-Blatt-machende Gottesanbeterin.
Direkt am Zelt finden sich Fussabdrücke unseres nächtlichen Besuchers, den ich zwar ein paar Mal habe schmatzen hören, aber dass er soo nahe war, hätte ich dann doch nicht gedacht.
Dann brechen wir die Zelte ab, zahlen unsere Rechnung und verabschieden uns vom Mahangu Camp mit der geäusserten Vermutung, dass wir ja schon bald wieder auf der Matte stehen werden.
In Divundu tanken wir voll und gehen im Shop einkaufen. Hier hat sich-oh Wunder- was getan, die Regale sind komplett aufgefüllt. Wir fahren über die Bagani Bridge, und biegen sogleich, direkt vor dem Knast, rechts ab auf eine unscheinbare Buschpiste zur N//Goabaca Campsite. Der Regen von vorletzter Nacht hat den Sand teilweise sehr tief werden lassen, und nachdem ich das Auto festgefahren habe, lassen wir es stehen und gehen die restlichen Meter zu Fuss bis zum "Office".
im feuchten Sand stehen auch die Abdrücke von Hippos. Mehrfach findet sich frischer Hippodung, und auf diesem sitzen einige Schmetterlinge um zu saugen.
Common Dotted Border, dahinter noch ein Veined Swordtail.
Darker Commodore, der auf den schönen Namen Precis antelope hört.
weiters finden wir dieses hübsche Chamäleon, das im Zeitlupentempo durch den Busch klettert.
Dann bezahlen wie die Day-Use-Fee von 20 Nam$ pro Person-vor zwei Jahren waren es noch 10 $- und laufen bis zu den Popa Falls.
Am Ufer finden sich zahlreich diese feuerroten Libellen
und auf dem Rückweg entdecken wir wiederum eine nochmals komplett andersartige Gottesanbeterin.
Wir fahren zurück auf die B 8. Nun geht es weitere zweihundert Kilometer geradeaus Richtung Osten. Ein paar Mal sehen wir Elefanten, sie stehen aber ziemlich versteckt im Busch. Wir kommen an die Brücke über den Kwando, dann folgt der Polizeiposten und neuerdings eine Viehseuchen-Desinfektionsstelle. Dazu werden die Räder mit einer Lösung abgesprüht, und wir dürfen über eine getränkte Matte stiefeln. In Kongola besuchen wir die zwei von den örtlichen Communities betriebenen Souvenirläden, dann fahren wir auf der nagelneu geteerten C 49 Richtung Süden. Wir passieren den Abdreh zum Mavunje Camp, aber es liegt ein Busch quer über der Zufahrt, das Camp ist geschlossen. So fahren wir weiter, denn als Alternative habe ich mir das Malyo Wilderness Camp rausgesucht. Es liegt unmittelbar vor dem Mudumu NP.
Cross the bridge ( it is very safe to cross with vehicles ) , so steht es auf den Plakaten von Malyo.
Als wir an die Brücke kommen, steigt Bastian aus, um mir die beste Spur zu zeigen, und ich fahre langsam über die Knüppelbrücke. Das geht auch ganz gut, bis etwa zwei Drittel zurück gelegt sind, und mit einem Mal schieben die hinteren Antriebsräder die Knüppel nach hinten durch, und beide Räder hängen frei.
Der Condor liegt auf den Blattfedern auf. Oha! Ich steige aus und besehe mir die Misere. Dann mache ich erstmal ein paar Fotos, anschliessend bringen wir die Taschen mit den Papieren, Kameras und anderen Wertgegenständen ans rettende Ufer, nur für den Fall, dass das Auto noch weiter einbricht. Denn dass wir nun ein Problem haben, ist klar. Hilde macht sich zu Fuss auf, um ins Malyo Camp zu gehen und Hilfe zu organisieren. Derweil versuche ich mit Bastian, den Condor mithilfe des Jacks so hoch zu bocken, dass die Hinterräder frei kommen, und wir weitere Knüppel einfügen können. Das Problem ist: wir müssen einen Knüppel für den Jack finden, der so stabil ist, dass er nicht durchbiegt und womöglich bricht. Das Prozedere wiederholen wir auf der anderen Seite, und als wir ein paar Knüppel eingefügt haben, und von Hand sich da nichts weiter bewegen lässt, lassen wir das Auto ab, und ich wage einen Versuch. Etwa einen knappen Meter gewinnen wir, dann verrutschen die Stämmchen wieder nach hinten durch, und der Condor liegt noch tiefer.
der hübsche Channel von der Brücke aus gesehen.
Es ist jetzt kurz vor 17.00 Uhr, in zweieinhalb Stunden wird´s dunkel. Hilde kommt zurück, im Camp war nur eine Person, er hat aber versprochen, ein paar Arbeiter zu organisieren. Derweil versuchen wir wiederum, den Condor hoch zu bocken. Das Stämmchen ist aber wohl zu dünn als Widerlager, es biegt durch, dadurch kommt der Jack schräg, rutscht ab und verkeilt sich unterm Bodenblech. Blöd ist auch, dass dabei die Kurbel abgerutscht ist und sich plingplong zweimal aufschlagend in die Fluten des Channels verabschiedet. Das Wasser ist klar, und wir können ihn in rund anderthalb Meter Tiefe liegen sehen. Gibt´s hier Krokos? Als wir gerade resümieren, was uns nun noch an Möglichkeiten verbleibt, vernehmen wir aus dem Nichts Motorengeräusch. Zwei Typen vom nebenan befindlichen ( vier Kilometer entfernten ) Camp Kwando kommen mit einem Toyota LC angefahren. Sie halten nicht einmal, sondern fahren gleich weiter und etwa fünfzig Meter entfernt durch eine Furt. Das Wasser spült über die Motorhaube, aber der LC hat ja einen Schnorchel. Dann kommen sie bis ans Ende der Brücke, steigen aus und fangen an zu machen. Keine Fragen, kein Lamentieren. Zuerst wird die Seilwinde abgespult, das Seil ist aber nicht lang genug. Macht nichts, es wird mit einem Bergegurt verlängert. Dann werden noch die Knüppel mittels Zurrgurten fixiert, sowohl nach vorne wie auch nach hinten, damit sie nicht weiter verrutschen können, und dann versuchen wir langsam mit der Winde den Condor ans rettende Ufer zu ziehen. Geht aber nicht, die Winde ist zu schwach. Nun wollen wir versuchen, mit dem rückwärts fahrenden LC das Auto frei zu schleppen. Es gelingt beim zweiten Versuch. Riesige Erleichterung. Ich kontrolliere den Unterboden, die Federn, die Räder, halt alles, was man so erkennen kann. Ich kann nichts fehlerhaftes entdecken, scheint so, als hätte der Condor den Ausflug unbeschadet überstanden. Die Sonne ist untergegangen, es wird schnell dunkel. Wir laden unsere Taschen ein und folgen dann dem LC bis zur Furt. Hier wollen wir den Condor anhängen, denn wir haben Bedenken, durch das rund 80 Zentimeter tiefe Wasser durchzufahren. Als das Auto in der richtigen Position steht und angehängt ist, lässt sich der LC nicht mehr starten. Er hat zwar zwei Batterien, aber jetzt in der Low Season ist er schon länger nicht mehr gefahren worden, und entsprechend leer sind die Batterien. Mit dem Cellphone wird ein weiteres Fahrzeug vom Camp Kwando herbeordert, das Überbrückungskabel an Bord hat. Es ist stockdunkle Nacht, und die Riedfrösche klicken am Ufer des Channels. Sie lassen sich wunderbar von der Kopflampe angestrahlt, beobachten. Ferner hat es zahlreiche Glühwürmchen, die mit einer intelligenten Intervallschaltung blinkend herumfliegen. Das Auto kommt, und mittels Ladekabel versuchen wir vom Condor Starthilfe zu geben. Das muss scheitern, denn die kleine Batterie ist einfach zu poplig für die grossen Powerpacks des LC. Das andere Auto, ein Isuzu-Bakkie, wird auf unsere Seite gefahren. Ich räume den Platz neben dem LC, dafür probieren wir den Starthilfevorgang nochmals mit dem Isuzu. Aber auch diese Prozedur führt nicht zum Erfolg, der LC lässt sich nicht starten. Na gut, dann hängen wir den Condor an den Isuzu, fahren durchs Wasser, und holen den gestrandeten LC am nächsten Morgen. Der Isuzu fährt los und ich versuche, das Seil schön auf Spannung zu halten, dabei aber möglichst selber zu fahren und nicht nur geschleppt zu werden. Mitten in der Furt bremst der Isuzu abrupt, im letzten Moment kann ich auch bremsen, ohne aufzufahren. Was ist denn nun los? Aha, der Isuzu ist abgesoffen, der hat keinen Schnorchel. Wir lösen das Seil, und ich fahre den Condor ohne Probleme rückwärts wieder aus dem Wasser. Wurde auch Zeit, denn unten am Türschweller fing es schon an, rein zu drücken. Nun sind also drei Autos gestrandet. Eines im Wasser, und zwei am falschen Ufer. Ein neuerlicher Anruf, ein weiteres Fahrzeug wird benötigt. Irgendwann kommt das Gamedrive-Auto der Lodge, und wir tragen unsere wichtigen Sachen durch die Furt--scheinbar gibt´s hier doch keine Krokos-- ans andere Ufer. Alle Mann fahren wir nun endlich, es geht schon auf 22.00 Uhr zu, in Richtung Camp Kwando, wo wir ohne grosses Palaver die Chalets 1 und 2 bekommen. Morgen um 8.00 Uhr werden wir uns dann um die Auto-Rettung kümmern. Wir duschen noch, und gehen dann ohne Abendessen, und was schlimmer ist, ohne Sundowner in die Betten. Was für uns als Camper ganz ungewohnt ist, aber die sehr gemütlichen Betten erweisen sich als gerade richtig nach solch einem Tag. It is very safe to cross with vehicles. Ahja.
Aber ich bin selbst schuld, ich hätte mir die Brücke zuvor ansehen sollen, dann hätte ich schon merken können, dass die Knüppel nicht richtig ( eigentlich gar nicht ) fixiert sind. Nun, jetzt jedenfalls ist das Teil so desolat und weist derart grosse Löcher auf ( wegen unserer Stammeinflechtungen, die mussten wir ja weiter hinten ausbauen ),dieses Schicksal sollte weiteren Aspiranten versagt bleiben. Denn dass wir nicht das erste gestrandete Auto auf dieser Brücke waren, haben uns die Jungs vom Camp Kwando erzählt.
Vom Camp Malyo übrigens hat sich niemand blicken lassen.
Mabe1'068 Beiträge · seit 201322. März 2015 · #187
Na, da les ich doch jetzt mal regelmäßig mit...das konnte in unsere nächste Tour eingebaut werden:-) Bin gespannt, wie es weitergeht... Gruss Mabe
Erika2'338 Beiträge · seit 200722. März 2015 · #188
Oh Mann, hast du Nerven!!!! 🙄 😄 😁
Steckst in einer so verzwickten Lage und schaust trotzdem den Glühwürmchen nach. 🤩 🤩 🤩 Das Ganze hätte wirklich ganz böse enden können. Da habt ihr echt Glück gehabt.
so, nun habe ich mir aufgrund des wettertechnisch verdorbenen Sonntags im Norden, endlich deinen wieder mal sehr interessanten Reisebericht in einem Rutsch zu Gemüte geführt, denn ich liebe deine Sicht auf die kleinen Dinge sehr.
Und ich darf dir sagen, es sind dir wieder fantastische Fotos gelungen. Hast du deine Schmetterlingssichtungen auch irgendwo gesammelt in einer Galerie? Das würde mir bei der Benamsung unheimlich helfen, könnte ich doch auch auf dein Fachwissen zurückgreifen.
Wunderschön finde ich übrigens deine Frösche mit den lilafarbenen Augen und der Spiegelung im Wasser.
Die nächsten zehn Tage fasse ich wieder thematisch zusammen, denn die habe ich urlaubend auf der Farm verbracht. Sorry, aber von welcher Farm ist die Rede??? 😵
Immer wieder erfreuen kann ich mich an den flauschigen, neugeborenen Springbockkitzen. So eines hättest du doch bestimmt noch ins Handgepäck schmuggeln können. Hätte sich zusammen mit einem Erdmännchen prima in meinem Vorgarten gemacht. Aber nix da, tote Hose an der Schlangenfront. Vermutlich war es zu heiß und zu trocken.
zum Anderen werden wir Zeuge, wie ein kleines Gnu geboren wird und seine ersten Schritte in dieser fremden Welt unternimmt. Fantastische Sichtung!. Dafür fahren andere extra zur Migration in die Serengeti und werden dennoch enttäuscht.
Deine Fotos von der Kanutour am Oranje sind wunderschön geworden und sprechen mich sehr an!
Eines meiner grossartigsten Erlebnisse aber betrifft eine Falkenart, die in Südeuropa brütet und Königswitwe Wenn es nicht so elendig heiß wäre zu dieser Jahreszeit, würdest du mich mit deinen spektakulären Vogelsichtungen glatt auch mal in die Region löcken. Gratulation und Respekt!
Und die fantastische Show der Erdmännchen hätte ich natürlich auch gerne mitgenommen!
Long-tailed Starling! Hmmh, ich gönne ihn dir, aber beneide dich trotzdem darum! Matthias, wunderschön!!!
Das geht auch ganz gut, bis etwa zwei Drittel zurück gelegt sind, und mit einem Mal schieben die hinteren Antriebsräder die Knüppel nach hinten durch, und beide Räder hängen frei. Nun sind also drei Autos gestrandet. Eines im Wasser, und zwei am falschen Ufer. Nix für meine Nerven!!! 🤢 😵 😕
Vielen Dank für deine sehr interessante Berichterstattung. Ich freue mich auf die Fortsetzung. 😁
Mit herzlichen Grüßen Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200922. März 2015 · #190
ein lausig kalter Sonntag, es pfeift der a...alte Ostwind, so bleibt der fotomatte lieber im Haus.
Hallo Marina, freue mich sehr über deine ausführliche Kommentierung. Ich gebe zu, ich hatte dich schon vermisst und geglaubt, du bist jetzt nur noch so Ostafrikamässig unterwegs. 😉 😕
Meine Schmetterlinge befinden sich nur auf meinem Mac ( und z. T. hier im Forum ), aber ich hatte bei meinem letztjährigen Bericht schon mal einen link eingestellt zu einer Seite, die ich sehr gut finde. Ich finde es gerade nicht, aber suche mal nach Butterflies Swaziland, es ist ein 117-seitiges pdf, damit bist du schon mal gut gerüstet. Ansonsten könntest du dir den "Field Guide to Butterflies of SA" von Steve Woodhall besorgen, der 440seitige Führer deckt zwar nur SA ab, aber anhand der Verbreitungskarten kann man schon etwa rauslesen, wo angrenzend die Falter noch fliegen könnten.
Die Farm. Den Namen habe ich nicht genannt, da meine Verbindung dorthin ja privater Natur ist und bislang keine kommerziellen Gäste aufgenommen werden. Da aber die Ertragssituation mit der Farmerei immer schwieriger wird, haben sich Biene und Thomas überlegt, ob sie das alte Verwalterhäuschen nicht umbauen und Fremdenzimmer anbieten. Authentisches Farmerleben wäre inkludiert. Biene hat früher im Reisebüro gearbeitet, ist also Tourismusfachfrau, und sie haben beide angefangen, für ein Reisebüro in Windhoek als Driverguide zu fahren, und sie machen das auch Beide sehr gern und begeistert ( und begeisternd ). Sobald sie Zimmer anbieten, werde ich es gerne hier weitergeben.
Ja, der KTP hat uns wirklich umgehauen, nicht nur wegen der Grosskatzen.
Bezüglich der Jahreszeit und der damit verbundenen Hitze muss ich dir als alter Nordlandfreak sagen, dass ich diesbezüglich auch so meine Bedenken hatte. Aber: ist es sonnig, ist es trocken, und damit absolut gut erträglich. Natürlich renne ich nicht in der grössten Mittagshitze im Busch rum, sondern in den ohnehin fototechnisch ertragreicheren Tagesrandlagen. Und wenn es bewölkt ist, ist es auch gleich nicht mehr so heiss. Und sollte man gar das Glück haben, einen Regentag erleben zu dürfen, ist das Glück perfekt. Alleine der Geruch nach dem Regen, wenn das ganze Land aufatmet--es ist unbeschreiblich schön. Für mich ist es mittlerweile die perfekte Jahreszeit, ich entfliehe dem mitteleuropäischen Kurztagwinter, und geniesse lange Sonnentage mit herrlichen Abenden, gepaart mit all den Gastvögeln und den Insekten. Für mich geht Winter gar nicht mehr anders!!!
Bezüglich des letzten Kapitels sei gesagt, dass so etwas auch nix für meine Nerven ist, deshalb muss ich solch ein Erlebnis auch nicht noch mal haben. Allerdings habe ich mich damals sehr über mich und mein cholerisches Blut selbst gewundert, denn vor Ort war ich eiskalt, ohne Emotion. Ich wusste, dass wir ein Problem haben und habe nüchtern denkend versucht, das Beste draus zu machen. Selbstredend hätten wir das Auto ohne fremde Hilfe da nicht mehr weg bekommen, da hätten wir verkakt gehabt. Aber trotzdem bin ich nicht in Hektik verfallen, dass war für mich im Nachhinein das Positive an der Situation.
Hoi Erika,
na, warum hätte ich die Glühwürmchen mit Missachtung strafen sollen, sie konnten ja nix dafür. Und wir hatten, als wir zum Warten auf des Brummen von an ....Diesel verdammt waren, auch nix weiter zu Tun. 😎 🤢 Ja, ich bin dem Glück, oder wer auch immer dafür verantwortlich zeichnet, sehr dankbar, dass es uns aus dem OFF diese zwei Buren geschickt hat. Im nächsten Kapitel werde ich sie noch vorstellen. Die Jungs waren grosse Klasse. 😘
Hallo Mabe,
ich habe gesehen, dass du auch gerade einen Bericht über den KTP einstellst. Ich habe noch nicht reingespickelt, kommt aber noch.
ich hatte dich schon vermisst und geglaubt, du bist jetzt nur noch so Ostafrikamässig unterwegs
Im Moment habe ich beruflich einfach wahnsinnig viel um die Ohren und kann nur noch sporadisch ins Forum schauen. Und tatsächlich liegt unser Schwerpunkt mittlerweile auf Ostafrika. Aber die Vielfalt deiner Aufnahmen lockt...
Meine Schmetterlinge befinden sich nur auf meinem Mac ( und z. T. hier im Forum ),
Das ist sehr schade. Überlege es dir noch einmal. So eine Galerie zum schnell auffinden, die sich immer mehr füllt, finde ich sehr hilfreich. Deine anderen Links habe ich natürlich noch gespeichert und mittlerweile auch diverse Schmetterlingsführer! 😁
Hinsichtlich des Farmnamens gibt´s du mir Bescheid, wenn sich etwas tut, ja? 😘
Herzliche Grüße und Dank Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201122. März 2015 · #192
Hallo Matthias,
heute Früh bin ich Deiner Fahrt hinterher gejagt - es hat sich sehr gelohnt! Ein toller, informativer Bericht, die Fotos sind grandios (das Hippo finde ich bezaubend!) - wunderschöne Sichtungen im KTP (bestärkt mich für 2016) und nun folge ich Dir im Caprivi - da blieb mir doch das Herz fast stehen.... Auf der Brücke wäre ich verzweifelt - Du siehst Dir die Glühwürmchen an....
So, und nun muss ich eine Lanze für unseren wunderschönen nordischen Frühlingstag brechen - hier ist herrlicher Sonnenschein, richtiges Sonntags-Wetter!
Viele Grüße und herzlichen Dank für Deine Mühe - die Benennungen verdienen einen Preis!!!! 🙂 Strelitzie
Champagner8'680 Beiträge · seit 201022. März 2015 · #193
Hey Matthias,
juhu, endlich darf ich auch die Fotos zu der Story sehen!!! Ich glaube, ich wäre vor Schreck gestorben....oder irgend so was 🤩 ! Bisher dachte ich immer, dass diese Brücken trotz ihres desolaten Aussehens verlässlich halten - hätte ich deine Geschichte vor Botswana gehört (was ja nicht sein kann, weil sie später passiert ist), hätte ich mich nicht so mittelmäßig entspannt (ganz war ich es ja eh nicht) über die 4 Brücken im Moremi fahren lassen 😊
Worüber ich sehr erstaunt bin: du bezeichnest dich als cholerisch?!? 🙄 Ich hätte dich jetzt als die Ruhe in Person beschrieben, wenn mich jemand gefragt hätte..... Bist du sicher, dass wir über den selben Menschen reden??? 😐
Egal was du bist - du darfst jetzt gerne ganz viel Nettes übers Camp Kwando erzählen (ich sag nur "Vorfreude" 🙂 ) - her mit dem nächsten Kapitel - was willst du denn bei dem schlechten Wetter (an dem vermutlich mal wieder ich schuld bin 🙁 ) sonst machen?? 😛
freshy3'883 Beiträge · seit 201122. März 2015 · #194
Hallo Matthias, bei deinem Bericht über die Knüppelbrücke blieben mir Spucke und Atem weg! Mannomann, das hätte schief gehen können. Allerdings scheint es in Afrika so zu sein, dass zu guter letzt ein guter Geist auftaucht, ob in Form zweier Buren oder was auch immer. Falls du uns Leser und Leserinnen Herzklopfen bescheren wolltest mit deinem Bericht - das ist dir bestens gelungen. Der Spannungswert der Story kommt sogleich hinter dem Unterhaltungswert deiner tollen Fotos. 🤪
Wenn ich die Berichte einiger Fomis durchdenke, die Pechsträhnen und massive Probleme jedweder Art auf ihren Reisen durchs südliche Afrika schildern, kommen mir Bedenken, ob wir uns wirklich noch einmal dorthin wagen sollen. Das scheint fast so gefährlich dort zu sein wie bei uns im Schwabenland. 🤨 Gell Bele und ihr anderen, die sich zum Treffen nach Büsnau wagen wollen!?
casimodo4'528 Beiträge · seit 200722. März 2015 · #195
Hallo Fotomatte,
ich habe mir Deinen amüsant geschriebenen Reisebericht mit all den kleinen Tieren jetzt gerade in einem Rutsch auf Großbild am TV durchgelesen und bin begeistert ! Du fotografierst all die kleinen Sachen, die man nicht andauernd wieder sieht 😎
Guggu2'261 Beiträge · seit 201123. März 2015 · #196
Lieber Matthias, das sind die Sachen die man gut darauf verzichten kann. 😈 Ich muss Bele beipflichten, so wie ich dich kennen gelernt habe, hätte ich auch nichts anderes erwartet als dass du besonnen und ruhig reagiert hast. 🙄 Den Text vom alten Simon & Garfunkel- Lied „Bridge over troubled water“ kannst du jetzt umschreiben in „Troubled bridge over calm water“.
Liebe Grüße Guggu
@ Bele. Wir waren 2000 in Camp Kwando und es war eins unsere Highlights. Tolle Bungi am Wasser, nicht die Hochbungis, wo die Aussicht teilweise von den Bäumen zugewachsen ist. Ganz uhrig mit ´nem Donkey hinter der Hütte. Essen war auch gut. Wir haben eine Tolle Mocorofahrt gemacht, super Gamedrive in Mudumu mit viiiele Elis und die Männer waren Tigerfishing. Ist allerdings 5 Jahre her.
Sorimuc362 Beiträge · seit 201323. März 2015 · #197
Hallo Matthias,
danke für deinen Bericht über den Versuch, zum Camp Malyo zu gelangen - das verunsichert mich jetzt doch ein wenig, da wir dort im August auch zwei Nächte geplant haben 😕 Mal sehen, ob wir uns da noch umentscheiden, das wäre mir doch etwas viel Aufregung für den Urlaub... 🤢
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200924. März 2015 · #198
Hallo Fomis,
ich danke herzlich für eure Kommentare und ´s Knöpfli-drücken.
@Sorimuc: Ich denke mal, dass bis dahin die Brücke wieder OK sein wird, denn sonst können sie das Camp vergessen-- die Detour ist ja auch nicht grade ohne. Übers Malyo Camp selbst kann ich nichts sagen--ich war ja nicht dort. 😈
@Guggu: Hallo Gudrun, aber was nützt mir das umgeschriebene Lied, ich kann nicht singen--oder es will jedenfalls niemand hören, ehrlich. 😄 Wart ihr jetzt in 2000 im Camp Kwando, oder vor fünf Jahren--das wäre dann 2010 gewesen. Trotzdem, wenn ich mich recht erinnere, gibt es keine Donkeys mehr, sondern jedes Chalet hat seine eigenen Solarpaneele.
@Casimodo: Würde mich noch interessieren, wie die ja doch kräftig komprimierten Bilder auf der grossen Mattscheibe rüberkommen--ist da noch was zu sehen ausser Pixel? 😗
@freshy: Vielen Dank. Und wer´s nach Büsnau schafft, kommt auch en Afrique überall hin. Und wenn nicht, kommt von irgend woher, wie du richtig bemerkt hast, eine helfende Hand. 🙂
@MaBele: du wirst von mir auch nicht ansatzweise was Schlechtes übers Camp Kwando hören. Und das nicht nur, weil ich da jetzt etwas voreingenommen wäre, ich finde das Camp sehr schön und geschmackvoll. Nicht überkandidelt, wirklich eine schöne Anlage. Wenn ich etwas kritisieren soll, dann wäre es für meinen Geschmack--wenn es zur Hauptsaison voll belegt sein sollte--etwas zu gross. Aber wir waren die einzigen Gäste, für uns war´s ein Träumchen.
@Strelitzie: Vielen Dank für dein Lob, es hat mich sehr gefreut. Und die Benamsungen sind ja auch für mich selbst, sonst müsste ich ja jedesmal aufs Neue die Führer wälzen. 😛 😎
So, ich hoffe spätestens Morgen gibt es wieder einen Teil der Geschichte... 😗 🤪 Gespannt bleiben, bis dahin Matthias
fotomatteThemenstarter2'516 Beiträge · seit 200930. März 2015 · #200
22. Januar :
Nach einer guten und wohl verdienten Nachtruhe stehe ich gegen 6.30 Uhr auf und nutze die Zeit, bis die Jungs vereinbarungsgemäss kommen wollen, um mir etwas das Gelände des Camps anzusehen. Alles sehr ordentlich und aufgeräumt, die Chalets in einem akzeptablen Abstand zueinander, sodass ein bisschen Privatsphäre garantiert ist. Etwa fünfzehn Chalets liegen direkt an der Riverfront eines Kwandoarmes, ein recht grosser Camping befindet sich weiter hinten unter grossen Schattenbäumen mit Rasen.
Baumhörnchen spielen "Fangen" auf den Geländern und Dächern
Jacanas stolzieren auf den Seerosen umher, leider ist die Sonne noch nicht hoch genug.
aber dieses Chin-spot Batis-Männchen, von dem mir nur dieses eine Bild gelingt, hat schon ein paar Sonnenstrahlen getankt.
schöne, üppig blühende Frangipani-Bäume ( vielen Dank, Mädels ) gibt es hier in der Anlage. (Leider habe ich keine Ahnung bezüglich der Art.)
Dann ist es auch schon acht Uhr, und pünktlich erscheint einer der beiden "Macher", um sich den Schlüssel des Condors zu holen. Basti und ich wollen aber gerne mit, um ein paar Bilder zu schiessen. Mit dem Gamedrive-Wagen fahren wir wieder zurück an den Tatort. Während der Fahrt erfahren wir, dass die Jungs gestern Abend noch bis 0.30 Uhr geschuftet haben, um den Isuzu wieder aus dem Wasser zu bergen und aufs Lodgegelände zu schleppen. Dort steht er jetzt mit offener Motorhaube, und sie haben in aller Frühe begonnen, den Motor zu zerlegen, um das Wasser zu entfernen. Wir erreichen den Channel, und da stehen die beiden Gestrandeten im schönsten Sonnenlicht--nur auf der falschen Seite.
Hilfe ist im Anmarsch
in der Ferne steht die Knüppelbrücke ohne Unrechtsbewusstsein
die neue Batterie ist im Anmarsch.
Nachdem die Jungs eine der pappen Batterien ausgebaut haben, holen sie aus dem Gamedriveauto eine volle Batterie und schliessen sie im LC an. Ohne Zögern startet der Motor, und wir können wie geplant den Condor anhängen und im Konvoi ohne weitere Probleme durch die Furt auf die richtige Seite zurück fahren--alles ganz easy. Manchmal muss man tatsächlich erst eine Nacht über eine Angelegenheit schlafen, und -trara-am nächsten Morgen sieht alles anders aus.
unsere "Helden der Arbeit"
Während die Jungs gewerkelt haben, nutze ich die Zeit, um ein bisschen zu fotografieren.
Barn Swallows-Rauchschwalben sitzen auf einem abgestorbenen Baum direkt neben dem LC und tanken die Morgensonne.
Waterlily
im Gegenlicht
Jetzt könnten wir eigentlich zurückfahren zum Camp Kwando und ein wohlverdientes Frühstück zu uns nehmen. Der LC fährt voraus, ich fahre als Zweiter, warte allerdings, bis der Gamedrive-Wagen folgt. Macht er aber nicht, also steige ich aus und frage, was los sei. Der Fahrer wollte losfahren, hatte aber die Leitern für den Aufbau nicht wieder hochgeklappt, und diese haben sich jetzt wie ein Pflug in den Boden eingegraben, und der Wagen lässt sich weder vorwärts noch rückwärts bewegen. Ich frage, ob ein Spaten an Bord sei. Auf die Verneinung eile ich mit dem Lächeln des Triumphes zum Condor, hole den Klappspaten und buddle die Leitern aus. Die erste der Beiden ist abgerissen und hängt nur noch am seidenen ( Metall )Faden, die Zweite hochgeklappt und eingeklinkt, und dann können wir endlich zurück fahren.
Dort angekommen. setzen wir uns in den offenen Dining-Bereich direkt überm Wasser und geniessen ein schönes Frühstück mit Eiern, Speck, Bohnen und Toast.
Dann möchte ich gerne bezahlen, und der Manager--wie ich jetzt bemerke, ist er der Fahrer des Isuzu--meint, wir wollten ja eigentlich Campen, also sollten wir fürs Campen bezahlen. Ich sage daraufhin, dass wir in Chalets geschlafen hätten, und selbstverständlich bezahlen wir die Chalets. Fürs Frühstück will er Nichts verlangen, und die Frage nach den Kosten unserer Errettung will er überhören. Das sei schon OK. Ich runde die Rechnung daraufhin grosszügig auf, und frage noch nach dem Isuzu. Es wäre noch nicht sicher, ob sie ihn wieder zum Laufen bringen, wäre sonst halt ein Fall für die Versicherung.
Ich weiss nicht, wie die Geschichte ( mit dem Isuzu ) weiter und ausgegangen ist, ich weiss aber, dass wir den Jungs vom Camp Kwando unermesslich dankbar sind, dass sie so plötzlich aus heiterem Himmel aufgetaucht sind und uns so selbstlos geholfen haben.
Wir packen unsere Sachen und verabschieden uns noch vom Caretaker, der schon darauf wartet, die Chalets sauber zu machen.
Dann verlassen wir das Camp Kwando und fahren auf die C 49 zurück, um via Mudumu NP nach Katima Mulilo zu gelangen. Anfangs fahre ich noch sehr vorsichtig, um rechtzeitig zu bemerken, sollte mit dem Wagen was nicht in Ordnung sein. Aber alles ist Bestens, er zieht nicht einseitig, die Bremsen funktionieren einwandfrei, keine Unwucht ist zu bemerken-der Condor hat den Ausflug über die Knüppelbrücke ohne jede Macke überstanden.