fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200919. Juli 2019 · #221
11. Februar; wir tingeln durch den Chobe NP und landen wieder im Mubala Camp.
Mit dem ersten Licht stehen wir auf, denn wir wollen nachschauen, ob wir die Löwen finden, die ganz in der Nähe gewesen sind.
Friedlich liegt der Chobe im Morgenlicht da, von Löwen ist weit und breit nichts zu sehen.
Dafür zeigen sich heute mal die Hühnchen, laut rufend begrüssen sie den jungen Morgen. Red-billed Francolin.
Im Sand der Fahrspur hudern einige Double-banded Sandgrouses, Nachtflughühner.
Ein weiteres Huhn hockt oben auf einem Termitenhügel und gackert laut seinen Revieranspruch über die Pläne. Swainson´s Francolin.
So am frühen Morgen zieht es kaum Tiere ans Wasser, die Ebene vor uns ist leer.
Wir drehen nochmals eine Runde durch den Wald südlich von Ihaha. Auf der Pad sind überall deutlich die Abdrücke von zahlreichen Elefanten, von groß bis klein, in den Sand gedrückt.
Und viele Bäume hier müssen die ständige Anwesenheit von zu vielen Elefanten "bezahlen", entweder mit abgerissenen Ästen, oder sie werden gleich ganz umgedrückt.
Wir kommen wieder zu dem Wasserloch im Wald, wo gestern die Elefanten waren. Heute sind "nur" ein paar Vögel hier, wie dieser Hamerkop.
Emerald-spotted Wood-dove, Green-winged Pytilia, Cape Turtles, Blue Waxbills und Yellow-fronted Canaris. Oberhalb der Pytilia sitzen noch drei Guineafowls und saugen Mineralien.
Dann fahren wir zurück ins Camp, wo wir gemütlich in der Sonne sitzend frühstücken. Danach bauen wir die Zelte ab und fahren, meistens am Fluss entlang, Richtung Ngoma Gate. Einige Schlenker in den Wald unternehmen wir zusätzlich, denn wir haben keine Eile. Dass wir bis elf Uhr auschecken müssen, übersehen wir grosszügig.
Wir finden einen ganzen Flock Eastern Red-footed Kestrels, Amurfalken und beobachten sie beim Insektenfang.
Es macht Spass, die flinken und überaus wendigen Falken im Flug zu fotografieren, wie dieses Männchen.
Die überaus hübschen Blüten des Teakholzbaumes blühen gerade und sind ein Magnet für alle Sunbirds.
Mit zwei Stunden Verspätung erreichen wir das Gate, und wir quasseln einige Zeit mit dem netten Officer, der wissen möchte, wie es so läuft in Ihaha. Er erzählt uns dann, dass die örtlichen Ranger gar nicht glücklich sind mit dem Gebaren von Kwalate, und sie sammeln Geld, um hier, direkt hinterm Gate, ein neues Camp aufzubauen. Ich bin gerade so richtig in Diskussionslaune und frage ihn, warum denn BWNP die ganzen Camps, die ja vor nicht allzu langer Zeit staatlich waren, verhökert hat (und das wie etwa im KTP immer noch weitermacht). Erst wiegelt er ab, dann gibt er doch zu, dass das wohl ein Fehler des Ministeriums war. Ich sage ihm auch, dass ich nicht glaube, dass sie hier in direkter Nähe zur Strasse und fernab vom Chobe, mit einem Camp wirtschaftlichen Erfolg haben werden. Trotzdem spenden wir einen kleinen, symbolischen Beitrag. Dafür ist keine Rede mehr von der etwas grosszügig ausgelegten Check-out-Time. Zum Abschluss macht er uns noch auf eine unterm Dach schlafende Wood Owl aufmerksam, die wäre jeden Tag hier.
African Wood Owl, Woodfordkauz.
Dann geht es schnell und wir sind am botswanischen Grenzübergang. Nach dem üblichen Prozedere mit der Bürokratie mit freundlichen Beamtinnen rumpeln wir über die Brücke zurück nach Namibia, um hier wiederum das bürokratische Prozedere zur Einreise mit wie üblich brummeligen, eher abweisenden Beamten über uns ergehen zu lassen.
Wir überlegen kurz, ob wir erneut im Chobe River Camp zelten wollen, aber es sieht nach Regen aus, und so fahren wir weiter Richtung Katima, um dann wieder beim Mubala Camp zu landen. Wieder bekommen wir den schönen Stellplatz direkt überm Sambezi.
Nachdem wir uns im Pool erfrischt haben, drehen wir noch eine Runde übers Gelände, aber Fotos entstehen keine dabei. Es hat zugezogen, und Vögel sind auch keine dekorativ hindrapiert. So genehmigen wir uns ein kaltes Bier auf der Veranda überm Fluss, später essen wir jeder ein Steak mit Pommes. Für den Preis von 140.- Nam$ ist es okay, aber kein Vergleich zu dem Fleisch der KWS. Von der netten, jungen holländischen Managerin, die das Glück hatte, hier geheiratet zu werden und nun nicht mehr nach Europa zurück muss, bekommen wir ein weiteres Bier spendiert, und so gehen wir nach einem Sundowner ohne sichtbaren Sonnenuntergang etwas betüdelt in die Zelte. Nachts pladdert der Regen runter.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201019. Juli 2019 · #222
@ Mabele: Meine liebschte Beifahrerin, schön, wenn dir die Hyäne gefällt. Eigentlich hatte ich erwartet, dass du monierst, dass nur zwei Exemplare zu sehen wären. 😛
Ja, das hab ich echt vermasselt 😵 😣 - normalerweise lasse ich mir solche Gelegenheiten ja nicht entgehen 😛 😗 . Aber ich werde in Zukunft wieder besser aufpassen! 😎
Hier zum Beispiel 😉 :
fotomatte schrieb: Oberhalb der Pytilia sitzen noch drei Guineafowls und saugen Mineralien.
Ich schau mir die Augen aus dem Kopf und suche die 3 Hühner (wobei ich bei dem Wort "saugen" schon etwas stutzig wurde) - bis ich merke, dass du das kleine unbedeutende Wort "Schmetterling" vergessen hast 🤩 .
Die (fast) schlafende Wood Owl ist ja mal süüüß 😘 .
Jetzt muss ich mal kurz weg - bin gespannt, was bei "in Arbeit" noch so rausgekommen ist, wenn ich wieder zurück bin!
Old Women1'543 Beiträge · seit 201320. Juli 2019 · #224
Hallo Matthias, tolle Falkenfotos im Flugmodus. Dass dir das Spaß gemacht hat kann ich sehr gut verstehen. Ich hatte heute auch das große Glück, zwar leider nicht in Afrika, aber bei uns im Norden der Republik (Lauenburgische Seenplatte) Seeadlern beim Fliegen zuzuschauen, und ein paar passable Fotos konnte ich auch machen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Liebe Grüße Beate
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201422. Juli 2019 · #225
Lieber Matthias,
der Countdown läuft und ich hoffe doch sehr, auch wenn Du nicht gerade eine Punktlandung wie die Vorhut hinlegst, dass wir hier zumindest noch ein Kapitelchen zu lesen bekommen 😎.
Eure Ausbeute an Federvieh ist vermutlich kaum zu überbieten - aber es sind ja auch Profis gemeinsam unterwegs 😗
Die Wood Owl finde ich übrigens nicht nur süß - ich würde gerne auch mal eine sehen 🤪
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200923. Juli 2019 · #226
Hallo,
draussen steigt das Thermometer in afrik. Höhen, also besser drinnen bleiben und bissle Fotos bearbeiten.
@ Champagner: Liebe Bele, das war ein Intelligenztest mit den Guineafowls, und du hast ihn bestanden. 😎 🤪
@ CuF: Liebe Friederike, wieso kannst du das kaum glauben, dass ich von zwei Bier betüdelt bin. Meine Schwelle ist relativ niedrig, das spart enorm. 😊 😛
@ Old Women: Liebe Beate, Seeadler gibt es hier leider keine, aber ich erinnere mich gut an einen Rügen-Aufenthalt, wo ich zwei adulte Adler beobachten konnte, die abwechselnd ein Blesshuhn gejagt haben, bis es vor Erschöpfung nicht mehr tauchen konnte und letztlich zur Beute fiel.
@ Applegreen: Liebe Sabine, zumindest den Capriviteil werde ich abschliessen, das bissel Damaraland muss dann warten. Die Fotos sind rausgesucht.
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200924. Juli 2019 · #227
12. Februar; Flucht vor dem Regen-zurück an den Kavango
Bleiern graut der Morgen, und schon bald kommen die Blitze in immer kürzeren Intervallen immer näher. Und dann fängt es an zu regnen. Es ist kein deutscher Schnürlregen, sondern ein tropischer Aufguß. Es pladdert nur so, also schnell das Überdach geschlossen und nochmal eine Runde in den Schlafsack gekrochen, was soll man sonst Anderes machen?
Nach einer guten Stunde hört der Regen wieder auf, es reisst auf, ganz langsam drückt die Sonne durch. Während wir frühstücken, diskutieren wir das weitere Vorgehen. Wir sind uns einig, wir fahren weiter bis an den Kwando zum relativ neuen Mukolo Camp, um von dort mal in den Mudumu NP zu schnuppern.
Wir packen zusammen und verabschieden uns von dem jungen Managerpaar. Dann fahren wir über die völlig überdimensionierte, frisch geteerte Strasse zurück zur B 8 und weiter nach Katima. Hier kaufen wir ein und tanken den Wagen voll, bevor wir nochmal in das schöne Café@ Caprivi Adventures einlaufen und uns was Gutes tun. Die Sonne sticht nun gnadenlos, und Richtung Westen-unserer Richtung- braut sich die nächste Gewitterfront zusammen.
Wir fahren geradewegs in das Wetter, bald hinter Katima geht die Welt unter, mehr als 40 Km/h sind nicht drin, wenn man nicht Wasserski fahren möchte. In Kongola pladdert es weiterhin, wir tanken erneut und beschliessen, dass es keinen Sinn macht, ins Mukolo Camp zu fahren, denn hier steht mittlerweile alles unter Wasser.
Also fahren wir weiter auf der B 8 Richtung Divundu. Es regnet weiter wie aus Kübeln, trotzdem sehen wir einige Tiere. Ein Rudel Impalas grast unbeeindruckt neben der Strasse, später sehen wir zweimal einen Elefantenbullen. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen, und bald ist sogar die Strasse wieder trocken. Andreas fährt das monoton lange Asphaltband entlang, selten mal überholen wir einen Truck, die irgendwelche Metallblöcke geladen haben und auf dem Weg nach Walvis Bay sind.
Im letzten Moment kann ich Andreas auf eine Schlange auf der Pad hinweisen, die sich hier sonnt. Gerade noch bringt er sie zwischen die Räder, aber wir überfahren sie nicht. Natürlich will ich wissen, was das für eine Spezies ist und wir wenden. Da kommt uns auch schon der gerade überholte Truck entgegen. Er hat die Schlange voll erwischt, das Foto erspare ich euch hier. Es war eine schöne, satt grüne Boomslang. Es bleibt mir nur noch, den Kadaver von der Strasse zu holen, damit nicht auch noch ein Greif, der sich den Körper holen möchte, als weiteres Opfer des Strassenverkehrs endet.
Kurz vor Divundu liegen acht Sables im Gras und käuen wieder.
Wir rollen über die Brücke und biegen nach links ab Richtung Shametu Lodge. Hier checken wir für zwei Nächte ein, denn den nächsten Tag möchten wir in der Buffalo Core Area verbringen, und da liegt diese Lodge strategisch recht günstig.
Wir bekommen die Site Nr.1, es ist ein grosszügiger Platz fürs Auto und unsere zwei Zelte. Weiter gibt es eigene Ablutions, in der Dusche hängen sogar frische Handtücher, sowie eine kleine Lapa mit Küchenzeile. Das ist perfekt, denn es fängt wieder zu regnen an. Wir schnibbeln Gemüse und Kartoffeln, braten zwei gewürfelte Steaks an, machen Feuer und trinken ein Savanna dazu- heute gibt es nochmals einen Poitjie. In Regenpausen stellen wir die Zelte auf, dann duschen wir, während unser Gericht langsam vor sich hin schmurgelt.
It´s Poitjie-time.
Nachdem wir gegessen haben, erkunden wir das Gelände und geniessen unten am Fluss den Abend. Der Tag verabschiedet sich spektakulär.
Es nieselt nur noch leicht, dafür sind jetzt Tausende Termiten in der Luft und beginnen ihr kurzes Leben als geflügeltes Insekt.
Eine Schleiereule fliegt vorbei, dann gehen wir zurück zu den Zelten und legen uns hin.
Guggu2'261 Beiträge · seit 201124. Juli 2019 · #228
Lieber Matthias,
auf dem Hdy ist nichts mit Danke drücken, drum hier mit einem Finger ein mühsam geschriebenes, aber von Herzen kommendes DANKE! 😘 Die Abendstimmung mit dem spektakulären Farbenspiel ist der Hammer.
Es bleibt dir und die Frau zu deiner Linken einen wunderschönen Urlaub zu wünschen, mit mündliche Berichterstattung wenn ihr zurück seid.
franzicke2'085 Beiträge · seit 201224. Juli 2019 · #229
Lieber Matthias, es sind - sagen wir mal - eher weniger Fotos bei deiner letzten Etappe, aber ich finde sie alle richtig toll 😄 🤪 ganz besonders die spektakulären Farben am Abendhimmel! Für ein weiteres Kapitälchen wäre ich durchaus noch zu haben, aber da wir uns am Freitag in aller Frühe in ein laaanges Wochenende aufmachen, wünsche auch ich dir heute schon eine großartige Reise mit deinem großartigen Reise-Team! Ich freu mich schon jetzt auf Berichte, Erzählungen und Fotos. Habt ne richtig gute Zeit!!! Herzlich Ingrid
Meine Schwelle ist relativ niedrig, das spart enorm. 😊
...und das Gesparte kann man dann sinnvollerweise wieder in Namibia/Botswana/usw. investieren! Wir freuen uns immer, wenn es jemanden auf der Campsite von Shametu so gut gefällt wie uns, als wir sie entdeckten ( da war die Lodge noch gar nicht fertig). Dir und Deinen Reisegefährten, sowohl zur Rechten als auch zur Linken, wünschen wir eine gute Zeit, kommt gesund, voller neuer Sichtungen und Erfahrungen und mit viel Stoff für Berichte zurück. Viele Grüße vom knallheißen Bodensee CuFs
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200925. Juli 2019 · #232
13.Februar; ein Tag in der Buffalo Core Area.
Die Prognose der Wetter-App verspricht heute weiteren Regen, und der Himmel sieht entsprechend aus. Trotzdem fahren wir zeitig los und ziehen bei der Lady am Eingang unser Permit. Ein Ranger kommt rein und erzählt was von Löwen beim Picnic-Spot, jetzt gerade eben vor einer Viertelstunde.
Na, die werden sicher nicht mehr da sein, aber wir nehmen sicherheitshalber die Fahrspur dorthin unter die Räder.
Bei Pica Pau, den Ruinen des südafrikanischen Militärcamps stehen eine ganze Herde Büffel im Unterholz und glotzen uns an wie eine Herde Weissbunte im Allgäu. Es hat angefangen zu regnen, deshalb glänzt die Hornwehr der Tiere besonders schön.
Am Picnic-Spot sind natürlich keine Löwen mehr, aber wir sehen die frischen Abdrücke der Pranten im feuchten Sand. Etwas weiter in den Floodplains steigen wir aus und scannen die weiten Ebenen vor uns.
Wolken ziehen vorüber, der Regen hat wieder aufgehört.
Die Zwerggans schwimmt um den Silberreiher rum und versucht offensichtlich, irgendwelche Kleinlebewesen, die der Reiher beim Herumstaksen aufscheucht, abzugreifen.
Vor uns zieht eine grosse Herde Büffel aus den Schwemmlandebenen zurück in den Wald, der Park macht seinem Namen alle Ehre.
Einige Crocs liegen am Ufer und warten auf die Sonne, um ihre Körpertemperatur hochzufahren, aber da können sie heute lange warten.
Der Pied Kingfisher, Graufischer hat sich einen niedrigen Ansitz gewählt.
Wir fahren bis sich die Fahrspur verliert, das Navi zeigt an, dass wir im Bereich der botswanischen Grenze sind. In einem stinkenden Modderloch liegt ein Büffel, der dann doch aufsteht, als wir vorbeirumpeln.
Der Himmel hat wieder zugemacht, der nächste Regen ist im Anmarsch. Zwei Seeadler unterhalten sich, wenn ich das Bild sehe, habe ich direkt den Schrei im Ohr. Feinste Caprivi- Musik.
Gleich drauf ergiesst sich ein weiterer Wasserfall, da bleiben die Little Bee-eater auch lieber sitzen.
Als es wieder weitgehend aufgehört hat mit dem Regen, fahren wir zurück in Richtung Floodplains. Hier stehen ein paar Riedböcke im Gras und äsen, während dahinter eine typische Dreierfamilie Wattled Cranes vorbeistolziert. Insgesamt sehen wir heute neun Kraniche.
Während wir den grossen Vögeln zuschauen, haben wir auf einmal einen kleinen Säuger im Fernglas, da ist doch tatsächlich ein Fischotter auf Landgang.
Es geht gegen Mittag, und wir beschliessen den Wald südöstlich der Rangerstation Nova de Marc zu erkunden. Hier war ich noch nie. Der Ausflug lohnt sich, denn wir finden eine Familie Arnot´s Chats, Arnotschmätzer, die fehlen uns bislang noch auf dieser Tour.
Hinter uns klebt plötzlich ein grüner Truck, ich lasse ihn vorbei. Es ist eine Anti-Wilderer-Einheit mit bewaffneten Soldaten.
Wir fahren bis zum Wasserloch an der Delta Pan, hier ist aber nichts los. Wir bleiben eine Weile stehen und nutzen die Zeit für einen Lunch.
Dann rumpeln wir auf der ziemlich verbuschten Spur wieder zurück, und bald habe ich wieder den Militärtruck im Schlepp. Ich lasse ihn vorbei, die Soldaten sind nicht mehr an Bord.
Burchell´s Glossy Starling, Riesenglanzstar.
Noch mehr langschwänzige Glanzstare, diesmal sind es aber Meve´s Glossy Starlings, Mevesglanzstare.
Ein typischer Impala-Kindergarten. Einige Aufseherinnen wachen über den gesamten Nachwuchs der Herde, während diese unterwegs im Busch ist.
Die Kudukuh schaut auch etwas bedröppelt drein, der Rotschnabelmadenhacker filzt unbeirrt das Fell nach Zecken.
Die nächste Ladung Nass kündigt sich an, die Belichtungszeiten sind bei diesen Verhältnissen nicht zufriedenstellend, ständig bei geschlossenen Fenstern rumzustehen geht uns langsam auf den Geist, und so beschliessen wir, langsam zurück Richtung Ausgang zu fahren, obwohl wir noch zwei Stunden Zeit hätten.
Bei dem Wetter hat sich das Hippo wohl schon früher für einen Landgang entschieden.
Die African Jacanas haben eine ähnliche Strategie wie die Zwerggans, auch sie hoffen auf vom Hippo aufgescheuchte Tiere.
Der nächste Regen pladdert runter, als das Gröbste durch ist, beobachten wir diesen Brown Snake Eagle, Braunen Schlangenadler. Er sieht auch nicht gerade glücklich aus, und auf Thermik oder sich sonnende Schlangen braucht er heute nicht zu hoffen.
Trotz dem Regen hat uns unser Ausflug auf die andere Seite des Kavango gut gefallen, es ist eine schöne Ergänzung zur Mahango Core Area. Allerdings sind die "Strassen" im Park deutlich anspruchsvoller zu fahren.
Nun lassen wir es gut sein und fahren zurück zur Shametu Lodge. Wir wärmen unser Stew nochmals auf, denn heute gibt es Resteessen.
Den Abend lassen wir wieder unten am Wasser ausklingen, dabei sehen wir noch einen African Finfoot, der unterhalb der Popa Falls am Schilf längs schwimmt. Den habe ich am Kavango auch noch nie gesehen, sondern bislang nur am Sambezi.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200925. Juli 2019 · #233
Hallo Matthias,
dieses Mal waren ja einige außergewöhnliche Fotos dabei. Die Bienenfresser im Regen und der durchweichte Adler sind ganz besondere und sehr schöne Fotos. Es hat also auch Vorteile, bei Regen unterwegs zu sein.
Ich wünsche Dir und Deinen Mitreisenden eine schöne Zeit in Namibia. Bin gespannt, was Ihr so alles erleben werdet.
Flash20101'425 Beiträge · seit 201525. Juli 2019 · #234
fotomatte schrieb: Gleich drauf ergiesst sich ein weiterer Wasserfall, da bleiben die Little Bee-eater auch lieber sitzen.
Ein (für mich) sensationelles Bild 🤩 Ich würde diese Kerlchen auch so gerne mal vor die Linse bekommen! Wie - es geht schon wieder los?! Dann schließe ich mich doch den guten Urlaubswünschen an und fahre gedanklich mit 🙂 Gute Reise!
Champagner8'672 Beiträge · seit 201025. Juli 2019 · #235
fotomatte schrieb: deshalb glänzt die Hornwehr der Tiere
Hornwehr 🙄 noch nie gehört - juhu, ein neuer Begriff in meinem Wortschatz 😄
Vor uns zieht eine grosse Herde Büffel aus den Schwemmlandebenen zurück in den Wald, der Park macht seinem Namen alle Ehre.
Hmmm, wie viele das wohl gewesen sein mögen? 😐 🤪 😛 😗
😘 In den habe ich mich sofort verliebt - tolles Foto! Die gelben Augen sind schon krass - manchmal wünsche ich mir diesen Blick für den Schulalltag - da wäre sicher sofort Ruhe 🤩 🤪 .
Dandelion547 Beiträge · seit 201725. Juli 2019 · #237
Hallo Matthias,
also mein Favorit auf dieser Etappe ist ebenfalls ganz klar der Braune Schlangenadler 🤩 🤩 Dieser Blick geht wirklich durch Mark uns Bein. Hammer!!
@champagner Liebe Bele, deinen Wunsch nach dem „bösen Blick“ kann ich sehr gut nachvollziehen Der Erfolg wäre damit garantiert 😄
Ihr Lieben, jetzt isses ja ganz bald soweit. Allzeit lekker Pad, ganz viel Spaß und wiederum neue, unvergessliche Momente.
Herzliche Grüße Kordula 🙂
take-off1'674 Beiträge · seit 201228. Juli 2019 · #238
Hallo Matthias, Ich reise num schon eine Weile als Schwarzfahrerin mit. 😮 Meist hinke ich allerdings hinterher. Es ist an der Zeit, mich für diesen interessanten Bericht bei dir zu bedanken. Du schürst damit die Vorfeude auf unseren diesjährigen Aufenthalt im Caprivi. Der Bericht ist sehr informativ. Das Bild der Bee-eater im Regen ist sensationell.
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200928. Juli 2019 · #239
Guten Abend,
ich danke herzlich für eure Kommentare, die Klicks, die PNs. 😘 Das freut den Schreiberling. 😎
@ Guggu: Liebe Gudrun, ein dickes DANKIE fürs Danke und die guten Reisewünsche, ich freu mich schon auf "nur" so runde 30 Grad tagsüber... 😄
@ franzicke: Liebe Ingrid, ich habe mich extra beeilt und noch vor Freitag ein Kapitälchen geschrieben-- mit deutlich erhöhtem Fotoanteil. Neu, jetzt noch mehr Inhalt! 😉
@ Bele: Liebe Linksaussen, die Sables waren bikkie weit weg, und wenn dann wieder nicht alle zu sehen sind ( kupiertes Gelände), wer reklamiert sofort? Deshalb, rein prophylaktisch, kein Foto! 😛
@ CuF: Liebe Friederike, in Shametu wurde immer noch gebaut, sieht so aus, als würde die Anlage ständig noch erweitert. Mir ist die Lodge eigentlich jetzt schon zu groß und zu- wie soll ich es bloß nennen- geschleckt, durchgestylt. Wenn ich mir vorstelle, dass hier annähernd ausgebucht ist, wäre das kein Platz für mich, aber so bei Regen und nur zwei, drei belegten Plätzen war es für uns der ideale Platz. Was macht ihr denn am Bodensee? Bad in der Menge? 😈
@ Topobär: Hallo Thomas, du hast ja recht, gerade diese beiden Fotos haben schon einen anderen Wert als so ein weiteres Schönwetterbildle, aber manchmal nervt es doch, wenn einem der Regen ins Auto pladdert. Geschlossene Scheibe ist aber auch keine Option. 😗
@ Flash2010: Liebe Laura, die Kerlchen bekommst du ganz einfach vor die Linse, du musst nur in den Caprivi fahren. Ihr habt doch euren Radius die letzten Touren ständig erweitert, da könntet ihr auch mal in den Nordosten fahren... 🤪
@ Bele: Meine Liebe, ich wusste genau, dass du dir einen Kommentar bei den Büffeln nicht wirst verkneifen können, deshalb habe ich extra nicht geschrieben, wieviele es waren. ( Gezählt habe ich sie natürlich 😊 ) Nun darfst du selber mal zählen... 😵 Zum Adler: die Augen sind das Eine, aber ob du den Schnabel so weit aufbringst.....? 😊 🤢
@ Dandelion: Liebe Kordula, mich hat der Schlangenadler auch sehr gefreut, denn so viele habe ich frei sitzend noch gar nicht gesehen. Und vielen Dank für die Wünsche. 😘
@ take-off: Hallo Dagmar, wie schön, dass du dich meldest. Hoffentlich waren ein paar Infos für eure bevor stehende Tour dabei.
Sodele, wie versprochen werde ich den Capriviteil (ein letzter Tag fehlt noch) vor meiner Auszeit zum Abschluss bringen, allerdings gibt es diesmal noch weniger Fotos wie beim vorletzten Tag. 😗
Der letzte Rest folgt dann gegen Ende August, wenn wir uns nicht hoffnungslos im Kaokoveld festfahren. 😵
Champagner8'672 Beiträge · seit 201028. Juli 2019 · #240
fotomatte schrieb:
@ Bele: Liebe Linksaussen, die Sables waren bikkie weit weg, und wenn dann wieder nicht alle zu sehen sind ( kupiertes Gelände), wer reklamiert sofort? Deshalb, rein prophylaktisch, kein Foto! 😛
Spielverderber 😛
@ Bele: Meine Liebe, ich wusste genau, dass du dir einen Kommentar bei den Büffeln nicht wirst verkneifen können, deshalb habe ich extra nicht geschrieben, wieviele es waren. ( Gezählt habe ich sie natürlich 😊 ) Nun darfst du selber mal zählen... 😵
Keine Luschd, ich hab mit den Zahlen abgeschlossen für die nächsten ca. 4 Wochen! 😄
Zum Adler: die Augen sind das Eine, aber ob du den Schnabel so weit aufbringst.....? 😊 🤢
Mein kleinstes Problem 😗 , wart's ab 😎
Der letzte Rest folgt dann gegen Ende August, wenn wir uns nicht hoffnungslos im Kaokoveld festfahren. 😵