Daxiang5'049 Beiträge · seit 201427. Juni 2019 · #202
wir sind beide schon etwas angefressen über den fehlenden Enthusiasmus von unserem Bootsführer. Auf die Vögel müssen wir ihn aufmerksam machen,
Hi Matthias,
das erinnert mich irgendwie an unsere letzte Caprivi Tour, da war ich auch mehr als einmal angefressen! Trotz lustlosem Guide, hast du doch noch das Beste aus der Bootstour rausgeholt.
Dandelion547 Beiträge · seit 201727. Juni 2019 · #203
Guten Morgen lieber Mattias,
nicht, dass du am Ende glaubst, ich sei ausgestiegen oder vom Wagen gefallen, weil ich mich lange nicht gerührt bzw. den "Danke-Button" betätigt habe. War nur einige Zeit anderweitig beschäftigt, Urlaub und so 😗
Mit großer Begeisterung habe ich in deinem Bericht aufgeholt und mich wieder einmal an den vielen kleinen und großen Details erfreut, die du mit uns teilst. Du weißt wie sehr ich deinen Schreibstil mag, ruhig, sachlich, dennoch begeistert und informativ sowieso. Frau lernt gerne Neues dazu 😉
Danke für deine Mühen und die genialen Fotos.
Ich freue mich, dich in Büsnau zu sehen und hoffentlich auch zu sprechen.
Liebe Grüße Kordula 🙂
Guggu2'261 Beiträge · seit 201127. Juni 2019 · #204
Ach Menno,
das tut mir aber Leid mit dem Guide. Das wird doch nicht die Träne sein die wir auch hatten. Nach Bootstour und Cruise mit John, der wirklich alles gegeben hat, waren wir schon etwas angesäuert über das Unvermögen und dieser Lustlosigkeit. Keine Ahnung wie er hieß, aber er war offensichtlich ein Rookie. Auf die Frage wie es denn gewesen ist, haben wir dann auch eine ehrliche Antwort gegeben. Auf das bereits gebuchte Bootcruise, was mit dem gleichen Guide hätte stattfinden sollen, haben wir dann dankend abgelehnt.
jaffles1'312 Beiträge · seit 200627. Juni 2019 · #205
Hallo Matthias,
jetzt bin ich auch bei Dir wieder auf dem Laufenden. So kann man es bei dieser Hitze besser aushalten 🤩 ! Da habt ihr aber trotz der fehlenden Motivation eures Guides einige Hammer Sichtungen gehabt, wow!
tiggi1'558 Beiträge · seit 201127. Juni 2019 · #206
Hallo Matthias, ich bin doch sehr beeindruckt von der Vielfalt der Vögel. 🤩 Vielen Dank für deine tollen Bilder! Nun bist du zur "Sommerzeit" im südlichen Afrika unterwegs. Gibt es eigentlich eine Liste/Buch von Zugvögeln oder Vögeln, die man nur im Winter dort antreffen kann? Wir sind auch dieses Jahr wieder im Juli und August unterwegs und ich habe immer das Gefühl, dass zu der Jahreszeit deutlich weniger Vögel anzutreffen sind.
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200927. Juni 2019 · #207
Hallo,
ich bin schwer beeindruckt, wie ihr die Hitzewelle nutzt und lieber im schattigen Kämmerlein sitzend Afrikaberichte kommentiert. 😉 🙂
@ fiedlix: Hallo Elke, aah, die kleine Hexe. Ich hatte eher an Krabat gedacht, aber da spielen ja auch Raben eine Rolle. 😎
@ CuF: Hallo Friederike, ich kenne nur die Kurzfassung von der "Glocke": Loch in Erde, Bronze rin, Glocke fertig, bimbambim. 😛 🤪
@ Daxiang: Hallo Konni, wenn man den Guide zu seinem Job auf die Sprünge helfen muss wie man den Hund zum Jagen trägt, und das für einen nicht gerade läppischen Obulus, dann darf man auch mal angefressen sein. Nicht, dass wir nichts gesehen hätten, aber wenn man dem Herrn Bootsführer jedesmal erklären muss, wie er das Boot in welcher Geschwindigkeit in welche Richtung steuern soll, damit man die Sonne im Rücken hat und nicht der Vogel schon vorher die Flucht ergriffen hat, lässt das schon Zweifel an der Qualität des Guides aufkommen. Zumal, wenn man es anders erlebt hat. 😗 😣
@ Dandelion: Hi Kordula, aber klar doch Schnacken wir in Büsnau, ist doch logo. 😄
@ Guggu: Liebe Gudrun, deine Beschreibung passt wie Faust auf Auge, das wird er wohl gewesen sein. Und ich hatte mich so auf John gefreut! Wie war das nochmal gleich mit der Erwartungshaltung? 😗 😗 😊
@ jaffles: Hallo Claudia, die Krönung war natürlich die Gymnogene. 😎
@ tiggi: Hallo Biggi, schön, dass du auch mal hier reinschaust. Ich kenne kein Buch, das nur die im "Winter" vorkommenden Arten behandelt, aber die Führer haben natürlich farblich markierte Verbreitungskarten, wann welche Vögel wo vor Ort sind. Und dein Gefühl trügt dich nicht, im Juli /August fehlen die ganzen Überwinterer aus Europa und Asien, aber auch einige Zentral- und Westafrikaner.
Vielen Dank für eure Kommentare, die Klicks etc. 😘 Matthias
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200901. Juli 2019 · #208
weiter der 09. Februar; zurück an die Chobe Riverfront.
Ohne Verzögerung fahren wir direkt bis ans Gate des Nationalparks. Hier will man von der Bestätigung, dass wir heute schon im NP waren, nichts wissen, denn es handelt sich um verschiedene Eintrittspreise. Während man mit dem Boot 70 Pula pP bezahlen muss, sind es auf dem Landweg 120 Pula pP. Den Betrag anrechnen, nein, sowas geht grundsätzlich nicht. Also zahlen wir erneut unseren Obulus und fragen gleich mal, um wieviel Uhr denn am nächsten Morgen das Gate öffnen würde. Also geöffnet wird um 5.30 Uhr , aber man solle doch bitte nicht vor sechs Uhr auftauchen, damit man dann auch alle Papiere und Unterlagen gerichtet hätte..... Aha.
Wir entern unseren Wagen und fahren direkt an die Riverfront.
Mit dem weissblauen Himmel stellt sich direkt Urlaubsstimmung ein.
Common Sandpiper, Flussuferläufer.
Wir treffen auf eine Grossfamilie Streifenmangusten. Während sich die lieben Kleinen im Sand balgen, geben sich die Erwachsenen der Fellpflege hin.
Wir fahren einen grossen Schlenker über die Puku Flats, denn dies hier soll die einzige Stelle in Botswana sein, wo man Pukus zu Gesicht bekommen kann. Das Gras steht sehr hoch, Pukus sehen wir keine, und auch von den so gerühmten Unmengen Antilopen, Elefanten und Hippos werden wir verschont. Aber Vögel gehen immer..., so wie dieser Southern Carmine Bee-eater, Karminspint, der sich einen dekorativen Termitenhügel als Ansitz gewählt hat. Immer wieder startet er von hier und schnappt sich recht erfolgreich ein Insekt nach dem anderen aus der Luft. Hier hat es eine Spitzkopfschrecke erwischt.
Nach dem rituellen Totschlagen schmeisst er das Insekt so lange in die Luft, bis er selbiges genau Kopf voran in den Schnabel bekommt und es dann verschlucken kann.
In einem riesigen Dürrständer hockt ein Osprey, Fischadler und überblickt sein weites Reich.
Es ist nun schon früher Nachmittag, und mittlerweile ziehen einige Herden Elefanten ans Wasser.
Immer wieder kann man schöne Aussichtspunkte anfahren und die Ruhe geniessen. Da wir erst später in den Park eingefahren sind, haben wir nur wenige andere Autos gesehen. Meistens waren es Lodgefahrzeuge, die schon auf dem Rückweg waren.
Ein weiterer Karminspint hat sich eine niedrige Ansitzwarte über dem Grasmeer ausgesucht.
Wir kommen nach Serondela, und hier stellen wir das Fahrzeug in den Schatten und bereiten uns ein Frühstücksmüsli zu. Wird ja auch so langsam mal Zeit.
Dann fahren wir weiter in westlicher Richtung. Zwei African Marsh Harrier, afrikanische Rohrweihen schaukeln in typischer Manier vorbei.
Bei Kabulabula verbringen wir einige Zeit damit, uns die verschiedenen weissen Reiher anzusehen, denn die Silberreiher sind zum Teil noch im Brutgefieder, andere haben schon wieder zurück gemausert. Dann gibt es die Seidenreiher mit den schwarzen Beinen und den gelben Zehen. Und hier gibt es auch die Intermediate Egrets, Edelreiher, die nicht ganz einfach von gelbschnäbeligen Silberreihern zu unterscheiden sind, zumal, wenn sie in hohem Gras stehen und man die Farbe der Beine nicht genau sehen kann. Warum ich dann aber nicht ein einziges Foto von so einem Edelreiher gemacht habe, weiss ich auch nicht.
African Stonechat, Schwarzkehlchen.
Wir fahren bis zum Nanyanga Stretchpoint mit einem Baobab. Hier turnt ein Jacobin Cuckoo, Jakobinerkuckuck durch die Büsche. Nun drehen wir bei und fahren zurück. Dabei nehmen wir die landeinwärts gelegene Piste. Vielleicht finden wir ja hier eine der so zahlreich vorkommenden Katzen, denn bislang haben wir noch keinen Räuber sichten können.
Grosskatzen belästigen uns auch weiterhin nicht, dafür zieht jetzt Herde um Herde Elefanten zum Wasser. Dieses Exemplar mit gekreuzten Säbeln war mir dann doch ein extra Bild wert.
Kurz hinter Serondela bemerke ich eine Schlange im Gras, doch kaum habe ich zurück gesetzt, flüchtet der grosse Python ins Unterholz.
Dafür kommt ein kleiner Village Indigobird, Rotschnäblige Atlaswitwe immer näher angetrippelt und pickt die Samen neben der Fahrspur.
Das Licht wird nun zum Abend hin immer brillanter, und auf jeder Lichtung steht Wild um zu Äsen. Giraffen und Impalas.
Diese Marabus haben schon ihren Übernachtungsplatz bezogen.
Mit einem letzten Blick auf den Chobe verabschieden wir uns für heute aus dem Nationalpark, der mir landschaftlich sehr gut gefallen hat.
Wir fahren in den Ort, um den Wagen aufzutanken. Andreas steht beim Tankwart, so beobachte ich etwas den Abendhimmel. Da fliegen zwei Falken, die mir riesig vorkommen, grösser als ein Lanner. Ich rufe Andreas, es sprintet zum Auto und holt sein Glas, und er bestätigt meine Zweifel, denn da fliegen zwei Bat Hawks, Fledermausaare. Cool, haben wir erst einmal in Xakanaxa gesehen.
Wir fahren zurück zur Chobe Safari Lodge und kochen dann unser Nachtmahl. Auf der Site direkt oberhalb der unseren ist eine Südafrikanische Grossfamilie mit beeindruckender Ausrüstung gelandet. Es gibt extra Luftpumpen, natürlich motorgetrieben, um die ganzen Matratzen aufzupumpen, einen Aussen- und einen Innenkühlschrank und natürlich eine komplett über die ganze Site reichende Illumination. Wir sind froh, dass das hier unsere letzte Nacht sein wird, morgen werden wir in Ihaha nächtigen.
Kosten: wieder die 105.- Pula pP für die Campsite.
Flash20101'425 Beiträge · seit 201502. Juli 2019 · #209
Hallo lieber Matthias,
wir sind frisch zurück aus Namibia und ich muss sagen, es ist keine Hass-Liebe mehr mit der Sony, sondern ich hatte diesmal viel Spaß mit dem Teil! Umso mehr bewundere ich auch deine Detail-Aufnahmen, von denen ich leider noch keine wirklichen aufnehmen konnte, aber auch das kommt irgendwann noch. Ich kann wohl mit Stolz sagen, in diesem Urlaub komplett alles manuell eingestellt zu haben und dass es meistens auch ganz gut geklappt hat.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201008. Juli 2019 · #210
fotomatte schrieb:
Ahhhhh....... deine Fotos von der grünen Chobe Riverfront mit den tollen Wolken und natürlich den Giraffen und Impalas wecken schöne Erinnerungen an meinen Aufenthalt im ebenfalls grünen April 2017, danke dafür! 😘
Auch wenn manche den Chobe ja nicht so schätzen - für mich ist es immer noch der Platz, an dem jemand die Arche Noah ausgekippt hat und wo es immer etwas zu beobachten und zu bestaunen gibt. Vor allem, wenn man nicht darauf angewiesen ist, mit einem Lodgefahrzeug von Kasane her einzufahren......
Diesen Jakobinerkuckuck gibts vermutlich in unserem Sommer dort nicht, oder? 😐 Der würde mir nämlich auch gefallen 🙂 .
Liebe Grüße von Mabele
P.S.: Ich warte auf die angekündigten fliegenden Vögel..... 😗
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200910. Juli 2019 · #211
10. Februar; entlang der Chobe Riverfront bis Ihaha
Heute ist Sonntag, und da wir ja gegen sechs Uhr am Gate vom Nationalpark sein wollen, stehen wir noch bei Dunkelheit auf und packen zusammen. Das gestalten wir durchaus etwas lauter, als es sein müsste, aber wir finden, unsere südafrikanischen Nachbarn sollen auch was von uns haben, da sie uns gestern Abend bis weit nach Mitternacht "unterhalten" haben.
Um fünf nach Sechs stehen wir am Gate und begehren Einlass. Die Lady, die uns gestern gesagt hat, dass wir erst etwas später kommen sollen, muss uns nun handschriftlich auf einem Zettel eine Bestätigung schreiben, dass wir ordnungsgemäss den Park befahren und erst beim Verlassen die Gebühren zu zahlen haben, denn die Gute hat den Rechnungsblock vergessen.
Wir fahren direkt runter an den Chobe.
Noch scheint die Sonne nicht hierher, aber einen Glockenreiher bei der Arbeit nahebei haben wir noch nicht gesehen.
Wir freuen uns sehr über die Sichtung, während ein paar Lodgefahrzeuge an uns vorbei rumpeln.
Durch das Bilden der "Glocke" hat der Reiher keine Spiegelung auf dem Wasser und kann seine potentielle Beute besser erspähen.
Es gibt tatsächlich Grossräuber am Chobe, ein Vierertrupp Hyänen durchstreift das hohe Gras.
Schön, dass mittlerweile die Sonne die Szene beleuchtet.
Mal wieder eine Greater Painted Snipe, Goldschnepfe. Hatten wir ja seit dem Buschmannland keine mehr gesehen.
Leider sitzt der White-browed Coucal, Weissbrauen-Spornkuckuck etwas verdeckt. Gleich drauf verkriecht er sich ins Innere des Busches.
Schlangenhalsvögel geniessen die wärmenden morgendlichen Sonnenstrahlen.
Auf der namibischen Seite kontrolliert ein Fischer in seinem Einbaum die gestern Abend gestellten Netze. Während diesseits des Flusses Nationalpark ist, leben auf der anderen Seite einige Leute in Dörfern direkt am Wasser mit und vom Fluss.
Marabus warten noch auf die Wärme des Tages und die beginnende Thermik.
Ebenso haben sich die Weissrückengeier noch nicht zum Aufbruch entscheiden können.
Dafür ist der Lesser Kestrel, Rötelfalke fleissig über dem Grasland am Rütteln,
während ein Black-breasted Snake Eagle, Schwarzbrust-Schlangenadler mühelos seine Kreise zieht.
Das flache Licht macht sich gut, um auf die vorbei schaukelnde Afrikanische Rohrweihe zu Schuss zu kommen.
Bei unserem gestrigen Umkehrpunkt Nanyanga sitzt ein männlicher Eastern Red-footed Kestrel, Amurfalke in einem abgestorbenen Baum und ergreift nicht wie so oft direkt die Flucht.
Hier lehne ich mich weit aus dem Fenster und ernte hoffentlich nicht den Widerspruch von franzicke, wenn ich behaupte, dass hier eine White-winged Tern, Weissflügel-Seeschwalbe vorbeifliegt. Natürlich ist der Vogel noch im Schlichtkleid.
Kurz bevor wir Ihaha erreichen, turnt wieder ein schwarzweisser Kuckuck durchs Gebüsch. Diesmal ist es aber ein Le Vaillant´s Cuckoo, Kapkuckuck.
Dann checken wir in Ihaha ein. Das nimmt einige Zeit in Anspruch, weil der zuständige Mensch irgendwo unterwegs ist, sagt seine weibliche Vertretung. Die Vertretung geht aber nicht soweit, dass sie uns einchecken könnte, also warten wir. Nachdem die tatsächlich zuständige Person aufgetaucht ist, füllen wir die üblichen Listen aus und bezahlen die Übernachtung. Sehr "witzig" finde ich, dass zur üblichen Gebühr 10 Pula Bed Levy fällig werden. Für das eigene Zelt, den eigenen Schlafsack, auf so eine Idee muss man erst mal kommen.
Wir suchen uns eine schöne Site mit direktem Blick auf den Chobe, setzen uns in den Schatten und frühstücken in aller Ruhe.
Die wird nur kurz unterbrochen durch einen vorbeisegelnden Tawny Eagle, Raubadler. Unser Erster hier am Chobe, die scheinen deutlich weniger häufig zu sein hier.
Kosten: Ihaha Campsite 260.- Pula pP plus 10.- Pula Bed Levy pP.
tigris767 Beiträge · seit 200711. Juli 2019 · #214
Zitat:
Unbekanntes Flugobjekt 🤩 🤩 🤩 ist gelandet....
Was es so alles in der Vogelwelt gibt! Der Glockenreiher macht seinem Namen alle Ehre. Das sind ja mal wieder geniale Sichtungen, die Ihr da hattet. Sehr, sehr schön!
Liebe Grüße, Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200911. Juli 2019 · #215
Hallo,
@ Flash2010: Hallo Laura, es freut mich, wenn du dich mit der Sony hast anfreunden können, wäre sonst ja ein recht teurer Reinfall. Es ist schon so, dass man mit diesem Gerät einiges rumprobieren muss, bis man seine persönlich passenden Einstellungen gefunden hat. Dabei ist sie leider nicht so intuitiv zu bedienen wie die Lumix-Maschinen von Panasonic.
@ Champagner: Liebe Bele, ich hab grad mal in den Führer geschaut wegen des Kuckucks. Oh Wunder, nicht einer der ganzen Sippschaft ist Juli/August dort anzutreffen, alle ausgeflogen. Nur die drei Coucal-Arten bleiben ganzjährig vor Ort.
@ CuF: Liebe Friederike, ich wusste in dem Moment nicht, ob ich das jetzt frech oder dreist, oder lustig finden soll. Ich weiss aber, dass die Ranger von BWNP nicht wirklich glücklich sind mit dem Gebaren von Kwalate, dem privaten Betreiber des Camps. Dazu schreibe ich später noch was.
@ tigris: Liebe Simone, so nahe konnte ich dem Glockenreiher noch nie beim Fischfang zusehen. Der Erfolg gibt im recht, er hatte fast bei jedem Versuch einen Fisch erbeutet.
maddy2'167 Beiträge · seit 200911. Juli 2019 · #216
Diesen Jakobinerkuckuck gibts vermutlich in unserem Sommer dort nicht, oder? 😐 Der würde mir nämlich auch gefallen 🙂 .
@ Champagner: Liebe Bele, ich hab grad mal in den Führer geschaut wegen des Kuckucks. Oh Wunder, nicht einer der ganzen Sippschaft ist Juli/August dort anzutreffen, alle ausgeflogen.
Hallo Bele, hallo Matthias,
Wir haben momentan einen Levaillant's Cuckoo im Garten - der (und der Jacobin Cuckoo) sollte laut Buch Juni, July und August nicht hier sein. Na ja, die lesen halt das Buch auch nicht immer!! 🤩
Champagner8'672 Beiträge · seit 201011. Juli 2019 · #217
maddy schrieb: Hallo Bele, hallo Matthias, Wir haben momentan einen Levaillant's Cuckoo im Garten - der (und der Jacobin Cuckoo) sollte laut Buch Juni, July und August nicht hier sein. Na ja, die lesen halt das Buch auch nicht immer!! 🤩 Gruss aus Sodwana Maddy
😄 Das wird das Problem sein.... 😉 !
fotomatte schrieb: @ Champagner: Liebe Bele, ich hab grad mal in den Führer geschaut wegen des Kuckucks. Oh Wunder, nicht einer der ganzen Sippschaft ist Juli/August dort anzutreffen, alle ausgeflogen.
Matthias, können wir ein bisschen handeln? Wie wäre es mit September? Nägschdes Jahr sind wir nämlich erst in eben diesem Monat da oben 🙂
Die Glockenreiherfotos sind toll - aber am besten gefällt mir das zweite Hyänenfoto, bzw. die Hyäne selber - die ist noch richtig frisch und tüpfelig 🙂 .
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200912. Juli 2019 · #218
weiter der 10. Februar; der Teakholzwald südlich von Ihaha.
Nach dem Frühstück wollen wir die Gegend südlich von Ihaha, also weg vom Wasser, erkunden.
Die Pad führt in einen recht ursprünglichen, mit alten Teakholzbäumen bestandenen Galeriewald, wo wir sogleich fündig werden. White Helmet Shrikes, Brillenwürger.
Leider ist das Licht nun zur Mittagszeit recht grell, und so direkt schräg von unten ist auch nicht die ideale Fotoposition, aber ein Belegbild von der langschwänzigen Eastern Paradise-whydah, Spitzschwanzparadieswitwe muss sein.
Swallow-tailed Bee-eater, Schwalbenschwanzspint.
Im Wald selbst ist das Licht weicher, dafür sind die Racket-tailed Roller, Spatelracken nicht mehr im besten Gefiederzustand. Trotzdem freuen wir uns sehr über die Sichtung, denn bei Nambwa, wo wir bislang immer erfolgreich waren, haben wir die Vögel dieses Mal nicht zu Gesicht bekommen. Somit haben wir auf dieser Tour alle fünf möglichen Rackenarten auf der Liste stehen.
Ich weiss nicht mehr, wie und warum ich diesen Vogel überhaupt entdeckt habe, denn er sitzt immer gut gedeckt in der Baumkrone, das Foto taugt auch höchstens zur Erinnerung, aber es ist eine weitere Erstsichtung: Broad-tailed Paradise Whydah, Breitschwanzparadieswitwe. Somit haben wir auch alle vier möglichen Whydahs voll. Die Liste füllt sich.
Der Wald wird offener, die Bäume mutieren zu Büschen. Wir kommen an eine Weggabelung, und wir hören Elefanten trompeten. Also nehmen wir die rechte Spur und kommen gleich an ein kleines Wasserloch, wo gerade die kleine Herde eintrifft.
Die grösseren Tiere stillen ihren Durst und bespritzen sich dann mit Schlamm, während der jüngste Sproß noch nicht so richtig weiss, was er hier machen soll. Er tapst etwas unbeholfen zwischen den anderen Familienmitgliedern umher.
Als diese aber dann mal genug haben und die tiefste Matschmulde freimachen, legt sich der kleine Dumbo in den Modder und schiebt sich durch die Pampe. Offensichtlich weiss er sein komisches Anhängsel im Gesicht noch nicht richtig einzusetzen.
Wahre Zebraliebe.
Wir fahren zurück ins Camp und legen uns etwas hin, um dann spätnachmittags ein weiteres Wasserloch im Wald aufzusuchen, welches wir auf der Mittagsrunde nicht allzuweit vom Camp entdeckt haben. Wir stellen uns an einen strategisch günstigen Platz und malen uns aus, wie schön das wird, wenn bald, im schönsten Abendlicht, der Leopard, oder doch wenigstens ein paar Löwen, zum Trinken ans Wasser kommt.
Die Zeit bis dahin vertreiben wir uns mit den hier ansässigen Little Bee-eaters, Zwergspinten, die unermüdlich ihre Runden drehen und immer wieder den selben Ansitz anfliegen, ob mit oder ohne Beute.
Eine Banded Martin, Gebänderte Uferschwalbe nutzt unseren Aussenspiegel als Ansitzwarte.
Von Säugern aber bleiben wir verschont, und als die Zeit voran schreitet und wir zurück müssen, um pünktlich im Camp zu sein, möchte die Schwalbe ihren Platz gar nicht räumen. Sie fährt ein ganzes Stück mit, bevor sie dann doch davon fliegt.
Wir geniessen einen ruhigen Abend auf unserer Site mit einem schönen, weiten Blick über das unendlich scheinende Grasmeer. Kurz bevor es ganz dunkel ist, gehen wir zum Ablution Block um zu duschen. Blöd nur, dass es hier kein Licht gibt. Es ist zwar alles vorhanden, von Solarzellen auf dem Dach über Leitungen und Schalter bis zu den Glühbirnen, aber funktionieren tut nichts. Da wir unsere Lampen dabei haben, ist das nicht weiter tragisch, aber wirklich unterhalten scheint die Anlage nicht zu werden. Unterm Dach fliegen einige Fledermäuse umher.
Nachts werde ich ein paarmal wach, zweimal kommt eine Patrouille vorbei und leuchtet mit Scheinwerfern die Gegend ab, leider auch in unsere Zelte. Wesentlich angenehmer ist die Störung durch brüllende Löwen ganz in der Nähe sowie durch lachende Hyänen.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201013. Juli 2019 · #219
fotomatte schrieb: Von Säugern aber bleiben wir verschont,
Mal wieder Glück gehabt 😉 😄
Dafür habt Ihr ja aber tief in die Vogelschatzkiste gelangt - und sogar ein Quartett und ein Quintett vollgemacht! Wobei ich die Spatelracke kaum erkannt habe - unsere in Nambwa waren schon ein bissle hübscher, gell? 😗
Sodele, du hast noch genau 16 Tage - teil dir deinen Bericht mal schön ein, vielleicht schaffst du ja auch so eine Punktlandung wie die Muckels 😛
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200919. Juli 2019 · #220
Hallo mal wieder,
eigentlich wollte ich gestern schon weiterschreiben, aber da kam mir der Breakdown dazwischen.
@ maddy: Hi maddy, so einen schönen schwarzweissen Kuckuck hätte ich auch gerne im Garten. Und besser, du erzählst ihm erst gar nicht, dass er eigentlich gar nicht da sein dürfte... 😉
@ Mabele: Meine liebschte Beifahrerin, schön, wenn dir die Hyäne gefällt. Eigentlich hatte ich erwartet, dass du monierst, dass nur zwei Exemplare zu sehen wären. 😛 Ja, "unsere" Spatelracken in Nambwa waren sehr viel attraktiver, das ist der Vorteil, wenn man im August/September unterwegs ist. 😉 Irgendwas ist halt immer... 😵 Die Muckelsche Punktlandung werde ich nicht schaffen, aber einen weiteren Teil gibt es heute noch. 😊 😗