Die Eulenmuckels auf der Nordschleife

Reisebericht 365 Antworten · 72,5k Aufrufe · gestartet 03. Dez. 2018 von Eulenmuckel
1'166 Beiträge · seit 201703. Feb. 2019 · #181
Ganz großes Lob für die "Blitzlichter"!

Das habt ihr perfekt beschrieben. Es liest sich sowas von Wirr, durcheinander und gleichzeitig so eindrücklich, als ob man selber dabei gewesen wäre. Wirklich genial den Moment weitergegeben. Ich hab's zweimal gelesen und trotzdem kann man sich nicht die Hälfte merken. 🤪

Wie habt ihr es bloß geschafft, dass alles so festzuhalten? 😎 - selbst beim direkten mitschreiben ins Tagebuch hätten wir bestimmt die Hälfte vergessen.


Gruß,
Robin
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8'684 Beiträge · seit 201003. Feb. 2019 · #182
Eulenmuckel schrieb:
Gelbbrustbülbül (für Bele ;))
🙂 Danke 😘 😄

Was für ein puschender Start in einen grauen nasskalten Sonntag 🤩 ! Quirliges afrikanisches Leben, super beschrieben (@ Robin: Ruth sieht ALLES, und davon ganz viel - ihr Kopf scheint durchgehend auf "Aufnahme" eingestellt - so zumindest mein Eindruck!), schöne Landschaftsbilder und ein Grinsen über Ruth bei der Fahrt ins Tenniscamp 😎 !

Ich hoffe, Ihr nehmt mir mein Pföschdle-Schwingen nicht krumm, ich weiß ja selber, was für ein Aufwand diese Berichterei ist - an dieser Stelle also mal wieder ein ausdrücklicher Dank für Eure Mühe, die sich lohnt! 😘

Schönen Sonntag bei hoffentlich besserem Wetter als hier und ein liebes Grüßle!

Bele
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898 Beiträge · seit 201603. Feb. 2019 · #183
Blende18.2 schrieb:Ganz großes Lob für die "Blitzlichter"!

Das habt ihr perfekt beschrieben. Es liest sich sowas von Wirr, durcheinander und gleichzeitig so eindrücklich, als ob man selber dabei gewesen wäre. Wirklich genial den Moment weitergegeben. Ich hab's zweimal gelesen und trotzdem kann man sich nicht die Hälfte merken. 🤪

Wie habt ihr es bloß geschafft, dass alles so festzuhalten? 😎 - selbst beim direkten mitschreiben ins Tagebuch hätten wir bestimmt die Hälfte vergessen.


Gruß,
Robin
Moin,

genau daran habe ich auch beim Lesen gedacht! Toll geschrieben, man ist fast dabei.
Claudia führt ja auch ziemlich minutiös Tagebuch, aber diese vielen Details wären uns wohl auch durchgegangen.

Klasse, vielen Dank!

Herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 03. Feb. 2019
3'883 Beiträge · seit 201103. Feb. 2019 · #184
Hi Uwe,
danke, dass du sogleich auf das Zaunpföschtle reagiert hast! Braver Junge 🤪 ! Aus den neuen 2 Beiträgen konnte ich so Einiges lernen:
- Schade, dass wir Chris bei unseren Planungen ausgelassen haben. Du bist schuld, weil dieser Teil des Berichts zu spät geschrieben wurde 🙁 😉 ! Leider kann man sich bei Tourplanungen nicht alle Wünsche erfüllen, seufz. Zu gut kenne ich die späte Erkenntnis, dass wir irgendwo länger hätten bleiben sollen. Auf jeder Reise gibt es mindestens einen derartigen Platz.
- Nun weiß ich, was eine elektronische Fliegenpatsche ist, unter der ich mir bis jetzt nichts vorstellen konnte. Muss ich wohl noch kaufen! Grässlich, wie zäh die Tsetse-Biester sind!
- Die Blitzlichter haben mich aus den Socken gehauen. Wow, was ihr im Vorbeifahren alles entdeckt habt und ihr euch merken konntet. Ich bewundere eure Beobachtungsgabe und Reaktionsschnelligkeit (nicht nur beim Fotografieren).

In der Hoffnung, dass ihr mit dem Unentschieden 😉 leben könnt,
und Ruth mit dem Zeugnisschreiben zügig vorankommt,
liebe Sonntagsgrüße von freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
2'085 Beiträge · seit 201203. Feb. 2019 · #185
Liebe Muckels
Nun ja, Bartholomew, den großen Mähnenlöwen, hätten wir schon gerne noch mitgenommen.
hattet ihr denn wirklich noch so viel Platz im Auto? 🤪 😎

Heute Morgen hab ich schon zu meinem Ranger gesagt, die Berichte von den Eulenmuckels ziehen sich halt immer etwas, aber die sind sooo toll - und das hat sich dann beim Lesen des nächsten Kapitels wieder bestätigt.
Dieses Mal habt ihr außerdem eine afrikanische Ecke entdeckt, von der die meisten von uns ja (noch) keinen Schimmer haben und bei euren Erzählungen - nicht nur in den Blitzlichtern, aber auch! - kommen die Eindrücke so lebendig rüber, das ist ein echter Genuss und macht ganzganz große Lust, mehr zu lesen und auch selbst mehr zu reisen.
Von den Fotos fang ich jetzt erst gar nicht an ...
Vielen Dank und ganzganz viele Grüße
Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
3'883 Beiträge · seit 201103. Feb. 2019 · #186
franzicke schrieb:Liebe Muckels
Nun ja, Bartholomew, den großen Mähnenlöwen, hätten wir schon gerne noch mitgenommen.
hattet ihr denn wirklich noch so viel Platz im Auto? 🤪 😎
😄 😄 😄 Ingrid, you made my day!
LG freshy
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2'779 Beiträge · seit 200703. Feb. 2019 · #187
Liebe Eulenmuckels, aus der Löwenfraktion ein herzliches Danke. 😉
Es ist wunderbar zu lesen und auf den Bildern zu sehen dass es Chris immer noch gut geht. Wir waren, wie an anderer Stelle erwähnt, vor fast 15 Jahren drei Tage bei ihm und der Grund dafür war hauptsächlich diesen berühmten Löwenforscher kennenzulernen und mit ihm ein Löwen-Tracking zu Fuss zu machen. Weil er aber während unserem Aufenthalt gerade an einer Grippe litt und schwach war, machten wir mit ihm "nur" kurze aber ganz tolle Spaziergänge und lernten Spuren lesen. Löwen sahen wir keine, wir hörten sie aber, wie auch ihr. Das war uns aber zu dem Zeitpunkt unwichtig, weil, wie auch ihr beschreibt, er ein solch spezieller und liebenswürdiger sensibler Mensch ist. Unvergesslich bleibt mir seine Schilderung warum er ein solch grosskalibriges Gewehr benutzt. In Savuti oder Timbavati, ich weiss es nicht mehr genau wo, erlegte er vor vielen Jahren einen Löwen aus Selbstverteidigung, weil sie sich zu Fuss zu nahe kamen. Chris ist jedoch überzeugt dass der Löwe kurz vor ihm abgedreht wäre, wenn er nur die Gelegenheit gehabt hätte es darauf ankommen zu lassen, aber zugleich wollte Chris das Risiko nicht eingehen. Darum kaufte er sich, wörtlich, ein Gewehr mit Munition die einen Elefanten auf der Stelle erlegen könnte. Mit diesem Gewehr im Anschlag kann er nun einen Löwen auf ganz wenige Meter herankommen lassen und ruhig bleiben und dem Tier die Möglichkeit geben selbst abzuwägen wann es genug von der Begegnung hat und im Frieden davonläuft. Er wies uns darauf hin auch nochmal den Film "Out of Africa" anzugucken wo Robert Redford Merryl Streep beibringt wie man sich gegenüber einem Löwen verhalten sollte .... britischer Humor ... Nun freue ich mich auf die Fortsetzung denn auch in Kaingu bei Tom Heineken hat es uns sehr gefallen.
Liebe Grüsse
Gruss Leona
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200603. Feb. 2019 · #188
@Robin: Was Bele geschrieben hat, stimmt. Ruth nimmt wirklich enorm viel wahr – Berufskrankheit. 😉
Die vielen Details hat sie während der Fahrt ins Handy getippt. Ohne diese Notizen hätten wir uns heute sicherlich auch nicht mehr erinnert.

@Bele: Keine Sorge, so schnell nehmen wir dir nichts krumm. Und wenn, dann bekommst du einfach ein liebes Briefle von unserem Anwalt. 😉

@Martin:
Toll geschrieben, man ist fast dabei.
Vielen Dank. Das freut uns sehr.

@freshy: Vor diesem Urlaub hatten wir auch noch keine elektrische Fliegenklatsche. Aber sie hat sich nicht nur in Simbabwe und Sambia bewährt. Zu Hause erwischt man damit auch sehr sicher die Mücken im Schlafzimmer.
Das Beobachten der Szenen am Straßenrand im Vorbeifahren ist in Sambia ganz einfach. Das Leben spielt sich entlang der Straßen ab. Während der Fahrt prasseln so viele Bilder auf uns ein, dass die meisten Details am Abend bereits vergessen sind. Daher hat sich Ruth mal die Arbeit gemacht, einige Momente aufzuschreiben.
Mit dem 1:1 können wir ziemlich gut leben. Schließlich hat auch der eine Punkt den Vorsprung vergrößert. 🙂

@Ingrid: Dankeschön. Wir hätten natürlich nicht den ganzen Löwen, sondern nur die Trophäe eingepackt (in digitaler Form versteht sich). Es freut uns, wenn ihr Lust auf Sambia bekommt.

@Leona: Vielen Dank für deine Geschichte von Chris. Wir überlegen schon, wann wir wieder einen Besuch dort in eine Reise einplanen.

Viele Grüße
Uwe
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1'796 Beiträge · seit 201405. Feb. 2019 · #189
Liebe Eulenmuckels,

bin ich froh, dass es bei Euch nicht so zügig voran geht 😛 - so hatte ich gar nicht allzuviel nachzulesen und bin jetzt wieder up to date 😎

Um Wiederholungen zu vermeiden, schließe ich mich der Einfachheit halber einfach den VorschreiberInnen an 😗

Danke für den mitreissenden Bericht, der in der Tat Lust auf Sambia macht - deshalb werde ich Armin in den nächsten Tagen mal Euren Bericht sehr ans Herz legen - es könnte nämlich durchaus möglich sein, dass wir in 2020 eine Mitfahrgelegenheit nach Sambia haben werden 🤪

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
573 Beiträge · seit 201405. Feb. 2019 · #190
Liebe Eulenmuckels,

wunderschöne Erlebnisse, die Ihr da mit uns teilt! 😁
DANKE für die tollen Fotos, den Birder Kurs 🤩 für mich und die wunderbaren Einblicke in das tägliche Leben.
Ganz liebe Grüße

Martina
2020: Februar/März Kuba und mehr https://martinasreisen.blog/ 2019 Mai/Juni: Botswana - Caprivi - Vic Falls hier im Forum https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/297741-slow-motion-runde-um-s-okavango-delta.html 2018 Sizilien, Äolische Inseln, La Reunion und mehr: https://martinasreisen.blog/ 2018 Ost-Sizilien und Liparische Inseln Reisebericht: https://www.umdiewelt.de/mTravelogue.php?t=9215&m=p 2017 Island - Spitzbergen - Nordkap - Norwegen Reisebericht: http://www.umdiewelt.de/Europa/Nordeuropa-oder-Skandinavien/Island/Reisebericht-9019/Kapitel-0.html 2016 Vietnam Reisebericht: https://www.vivien-und-erhard.de/forum/index.php?thread/9522-knapp-3-wochen-vietnam-von-s%C3%BCd-nach-nord-reisebericht/&pageNo=1 2015 Namibia Reisebericht: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/286330-namibia-die-erste-mai-2015-ein-traum.html
2'261 Beiträge · seit 201105. Feb. 2019 · #191
Liebe Muckels,

es ist schon alles gesagt zu euren Reisebericht - ich schließe mich vollumfänglich den Lobeshymnen an.
Es ist immer schön mit euch on tour zu sein und vor allem das Genußgucken eure Fotos.

Liebe Grüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200609. Feb. 2019 · #192
@Sabine:
bin ich froh, dass es bei Euch nicht so zügig voran geht
Prima, jetzt können wir alle Verzögerungen auf dich schieben.
Eine Mitfahrgelegenheit nach Sambia hört sich toll an. Die würden wir an deiner Stelle auf jeden Fall nutzen.

@Martina: Schön, dass du immer noch dabei bist, obwohl wir zurzeit ja nur selten dazu kommen, unsere Reise fortzusetzen.

@Guggu: Vielen Dank und liebe Grüße an den Guggumann.
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200609. Feb. 2019 · #193
Tag 20 – 2. August 2018 – Stromschnellen und rough road

KaingU-Lodge – Hippo-Bay, Kafue-Süd

Heute schliefen wir aus und standen erst kurz vor halb acht auf, als die Sonne bereits schien. Peter hatte gestern Abend bei der Lodge ein frisches Brot bestellt, das um acht Uhr fertig sein sollte. Wir kochten Kaffee und fotografierten ein paar Brillenvögel und Bienenfresser an unserem Platz. Peter kam mit der Nachricht zurück, dass das Brot wohl doch erst um neun Uhr fertig wäre. Sie hatten es also vergessen. So packten wir alle Sachen wieder ins Auto und machten uns zu Fuß nochmal auf zu den Stromschnellen. Mit richtigem Schuhwerk taten wir uns etwas leichter als gestern.

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Senegalbrillenvogel

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Wir kletterten bis an den Rand der überschaubaren, aber schönen Rapids. Das Wasser war recht warm. Dort blieben wir ein bisschen und machten uns dann auf den Rückweg. Entlang der Route wuchsen viele beeindruckende Kakteen, die Stämme wie Bäume hatten. Ein paar interessante Vögel flogen an uns vorbei, ließen sich aber nicht lange genug nieder, um sie zu bestimmen.

Afrika in Afrika 😉

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von Karin:
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Zurück an der Campsite frühstückten wir. Wir machten Obazda, der auf dem frischen, noch warmen, braunen Brot sehr gut schmeckte.

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Trompeterhornvogel – Das Foto ist nicht gut, aber der Vogel für uns selten.

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Waldnektarvogel

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In den Bäumen um uns saßen viele kleine Meerkatzen, die uns sehr genau beobachteten. Eine Unaufmerksamkeit, und sie hätten uns etwas geklaut. Aber wir passten gut auf.

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Nach dem Abwasch packten wir die Autos und liefen zur Lodge, um unsere Rechnung zu bezahlen. Es war sehr heiß. Ein Angestellter wässerte mit einem enormen Schlauch die Rasenflächen um die Chalets. Kein Wunder, dass die komplette Anlage so schön grün war.

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Wir unterhielten uns noch ein wenig mit Lynda, der Managerin, die aus Australien stammt. Wir fragten sie nach der heutigen Strecke, und sie riet uns dringend, NICHT den Weg entlang des Flusses zu nehmen, sondern den Umweg zurück über die Hauptstraße zu fahren. Das sollte ca. 2,5 Stunden dauern. Die andere Route sei „rough“ mit sehr vielen Abzweigungen, die in jedes einzelne kleine Dorf führten. Dort könnten wir sehr gut verloren gehen. Wir stimmten ihr zu und nahmen uns vor, über die Hauptstraße zu fahren.
Zurück auf der Campsite stellten wir fest, dass die Meerkatzen unser Auto während unserer Abwesenheit genauestens inspiziert hatten. Wir hatten eine Seitenklappe am Aufbau offen gelassen, um unsere Handtücher daran zum Trocknen aufzuhängen. In dem Seitenfach befanden sich lediglich Brennholz und Kohle. Doch die neugierigen Affen hatten es sich nicht nehmen lassen, den Kohlesack aufzureißen, zu überprüfen, ob sich nicht doch etwas Essbares finden ließe und aus lauter Frust ein paar Stücke Kohlen über die Wiese zu verteilen.
Nachdem wir das Lodge-Gelände verlassen hatten, bogen wir rechts ab in der Annahme, auf der richtigen Spur zu sein. Unsere GPS-Karte schlug ebenfalls diesen Weg vor – vielleicht als den kürzesten und nicht als den schnellsten. Zunächst fuhren wir wieder durch Wald und kamen gut vorwärts. Immer wenn sich der Weg gabelte, folgten wir der Richtung, die der auf der T4A-Karte am nächsten kam. Denn dort waren tatsächlich nicht alle Wege verzeichnet. Meist hielten wir nur die ungefähre Richtung und fuhren querfeldein durch Niemandsland. Erstaunlicherweise dauerte es recht lange, bis uns dämmerte, dass wir auf der get-lost-Strecke gelandet waren. Das war nach kurzer Überlegung auch recht offensichtlich, da wir unmittelbar nach der KaingU-Lodge nach rechts in Richtung des Flusses abgebogen waren. Mal wieder der klassische Fall von: GPS ein- und Gehirn ausgeschaltet. 😣
Die Spur wurde immer unwegsamer. In einem Dorf gab es plötzlich drei Möglichkeiten zur Weiterfahrt. Wir wählten eine aus, aber ein paar Einwohner kamen angelaufen und zeigten uns den richtigen Weg. Wir passierten viele kleine Dörfer oder Ansammlungen von Hütten. Oft waren einzelne Leute unterwegs. Alle winkten uns freundlich zurück und sahen uns meist strahlend entgegen.

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Aber so sympathisch die Menschen waren, umso fieser wurde die Straße. Immer enger werdend taten sich auch noch tiefe Längsgräben und Auswaschungen auf. Wir wurden immer langsamer, und die Stellen, bei denen wir die Autos über tiefe Furchen zirkeln mussten, nahmen zu.

von Karin:
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Die eine oder andere klitzekleine Wasserdurchfahrt war auch dabei. Auch wenn wir im Prinzip in der richtigen Himmelsrichtung unterwegs waren, war nicht klar, ob der Weg nicht irgendwann unpassierbar werden würde. Hier war mit Sicherheit schon lange kein – oder noch nie ein? – Auto mehr gefahren. Auf einem etwas breiteren Fahrradweg schlängelten wir uns schließlich mit einer Reifenbreite mehr neben als auf der Pad durch die Dörfer und fragten uns, ob wir wohl gerade dabei waren, auf der „Rough road“ verloren zu gehen.
Als Uwe einen parkenden PKW entdeckte, schöpfte er Hoffnung. Hier war offensichtlich doch schon mal ein anderes Auto gefahren. Das musste aber schon eine Weile her sein, denn es hatte – wie oft bei stehen gelassenen Fahrzeugen in Afrika – keine Reifen mehr.

von Karin:
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An manchen Stellen fürchteten wir schon, wieder umdrehen zu müssen, kamen aber zum Glück immer noch gerade so durch. Irgendwann hatten wir die schlimmsten Kilometer gemeistert, und die Spur wurde wieder breiter. Später erfuhren wir von unseren Freunden Sarah und Philipp, dass ihnen im Vorjahr genau derselbe Fehler unterlaufen war. Sie waren genau wie wir zwischen den Dörfern herumgekurvt.
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zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2019
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200609. Feb. 2019 · #194
Wir erreichten die Teerstraße nach Ithezi-Tezhi und den Ort 23 Kilometer später. Dort gab es wieder Vieles links und rechts entlang der Straße zu sehen. Leute waren mit dem Fahrrad und seltener mit dem Moped unterwegs.

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In kleinen Häuschen wurden verschiedenste Dinge angeboten.

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Lasten und Gepäck wurden transportiert

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und auf Sicherheit und Ordnung geachtet.

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Hinter der Stadt fuhren wir über den Kafue-Staudamm. Dort musste ein großes Fischaufkommen sein, denn in den Bäumen am Ufer saßen mindestens 20 Schreiseeadler oder flogen fischend ihre Runden.

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Wir bogen in den südlichen Kafue-Nationalpark ein.

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Nach kurzer Zeit kreuzte eine Herde Elefanten mit einigen Jungtieren die Fahrbahn. Wir hielten Abstand und warteten, bis alle Tiere an uns vorübergezogen waren.

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Dann setzten wir unseren Weg fort. Die Straße führte direkt am Stausee entlang. Rechts ragten viele tote Bäume aus dem Wasser und boten Kormoranen Nistplätze und Schreiseeadlern Ansitze. Zur Linken waren Bäume und Büsche. Wir sahen viele Wasservögel: Sattelstörche, Reiher, Hammerköpfe und andere. Pukus, Hippos und Elefanten ließen sich ebenfalls blicken.

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Silberreiher

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Braunkopfliest

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Termitenschmätzer

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Hammerkopf

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Nach diesem Gamedrive erreichten wir die Hippo Bay Campsite. Bis zur Rezeption bei der nahegelegenen Lodge, wo wir uns anmeldeten, waren es nochmal ein paar Minuten. Mit Karin und Peter suchten wir uns einen Stellplatz. Mit uns trafen noch vier Autos einer italienischen Reisegruppe ein. Außerdem waren noch zwei einzelne Fahrzeuge auf dem Platz. Für unseren Geschmack waren das schon viel zu viele andere Leute. Durch die bisherigen Campingplätze, die wir immer für uns alleine hatten, waren wir ziemlich verwöhnt. 😵

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Und so beobachteten wir leicht skeptisch und natürlich völlig vorurteilsfrei, wie die Italiener zuerst alle Bänke des Platzes zusammenklaubten, zwischen ihren Autos platzierten und danach das unisex Waschhäuschen in Beschlag nahmen. Und zwar so richtig, denn aus jeder Dusche kam uns fröhlich ein nasser, mehr oder weniger behaarter Mensch mit knapp um die Hüfte geschlungenem Handtuch entgegen. Huh! Es machte ihnen auch wenig aus, ihre Waschsachen praktischerweise gleich neben den Waschbecken zu verstauen. Außerdem war ganz erstaunlich, wie viel Lärm man bei der Essenszubereitung veranstalten kann, wie oft Autotüren zugeschlagen und Gegenstände gegeneinander gehauen werden können, oder auf welche Entfernung man sich immer noch laut schreiend miteinander zu unterhalten vermag.
Vielleicht lag es daran, dass wir etwas genervt waren, vielleicht auch daran, dass Ruth ein wenig unwohl im Magen war. So richtig konnten wir den eigentlich schönen Platz nicht genießen.
Zum Abendessen kochten wir auf einem riesigen Feuer Nudeln mit Tomatensoße, Bohnen und Gemüse. Nicht allzu spät krochen wir in unsere Zelte und versuchten die bis in die Nacht andauernden Unterhaltungen und das permanente Geplapper in Zimmerlautstärke zu ignorieren. Zumindest Uwe ignorierte, und Ruth vermittelte irgendwann schreiend, dass es doch jetzt langsam mal gut wäre … 😈

Kilometer: 93
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zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2019
8'684 Beiträge · seit 201009. Feb. 2019 · #195
Guten Morgen Ihr Zwei,
Eulenmuckel schrieb:
@Bele: Keine Sorge, so schnell nehmen wir dir nichts krumm. Und wenn, dann bekommst du einfach ein liebes Briefle von unserem Anwalt. 😉
🤩 🙄 😐 Wir müssen reden!!! Euer relativ langes Schweigen hat mir schon ein bisschen Angst gemacht hat 🤨

Nun zurück nach Afrika - tolle Impressionen von der Strecke! Wobei mich diese Aussage
Mal wieder der klassische Fall von: GPS ein- und Gehirn ausgeschaltet. 😣
ein bisschen unruhig werden lässt - ich glaube, ich bereite mich schon mal für alle Fälle auf die Rolle der Bedenkenträgerin vor 🙄

Und dies durfte ich bisher ja auch noch nicht erleben - wann wird das erste Mal sein 😵 ?
Zumindest Uwe ignorierte, und Ruth vermittelte irgendwann schreiend, dass es doch jetzt langsam mal gut wäre …
Ich bin gespannt 😗 - auch wie eure Reise weitergeht 🙂 !

In diesem Sinne frohes Berichten am Wochenende 😎 - seid lieb gegrüßt von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
4'382 Beiträge · seit 201509. Feb. 2019 · #196
Hallo Ruth und Uwe,
das hier

Balletteinlage.JPG


ist ja eine hübsche Balletteinlage! Im richtigen Moment erwischt!
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
3'883 Beiträge · seit 201109. Feb. 2019 · #197
Eulenmuckel schrieb:
"Wir unterhielten uns noch ein wenig mit Lynda, der Managerin, die aus Australien stammt. Wir fragten sie nach der heutigen Strecke, und sie riet uns dringend, NICHT den Weg entlang des Flusses zu nehmen, sondern den Umweg zurück über die Hauptstraße zu fahren. Das sollte ca. 2,5 Stunden dauern. Die andere Route sei „rough“ mit sehr vielen Abzweigungen, die in jedes einzelne kleine Dorf führten. Dort könnten wir sehr gut verloren gehen. Wir stimmten ihr zu und nahmen uns vor, über die Hauptstraße zu fahren."

Diesen Teil deines Berichts müssen wir uns unbedingt merken, damit wir nicht verloren gehen; denn wir sind ja allein unterwegs.
Wir kommen von Roy's Kafue Campsite => auf der Westseite des Flusses bis zum Kasabushi Camp => dann zur New Kalala Lodge => weiter auf der Ostseite zur KaingU Lodge. Vorher passieren wir den Staudamm, richtig? Ist das schwierige Stück Straße davor oder dahinter? Von KaingU geht es nach Nordosten, wobei wir eine Abkürzung (Tracks4Afrika-Karte) zur Mainroad nehmen wollen. Ich hoffe, dass wir auf dieser Strecke nirgendwo verloren gehen 😄 .

Nochmals Danke für euren Bericht und natürlich die Fotos 😘 .

Ein schönes Wochenende wünscht euch
freshy
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106 Beiträge · seit 201309. Feb. 2019 · #198
Liebe Ruth, lieber Uwe!
Das habt ihr wieder toll erzählt, als wäre es gestern gewesen.
Aber so sympathisch die Menschen waren, umso fieser wurde die Straße.
Und genau wegen der Menschen find ich es ganz wunderbar, solche ungeplanten Umwege zu machen. Im Nachhinein halt 😗
Für unseren Geschmack waren das schon viel zu viele andere Leute.
Oh ja!!! Einfach 6 Autos zuviel. 😄
... natürlich völlig vorurteilsfrei, wie die Italiener ...
Natürlich!!! 😣
Aber im Nachhinein auch spannend, wie die unterwegs waren. Jeden Sommer für 5 Wochen von Italien in den Süden von Afrika!

😘
1'558 Beiträge · seit 201110. Feb. 2019 · #199
Liebe Ruth, lieber Uwe,
es ist wieder ein toller Bericht! 😉 🙂
Ein bisschen erstaunt bin ich/wir über die neue Managerin der KaingU Lodge aus Australien. Wir waren im Juli 2017 dort und damals hat Julia aus Deutschland mit ihrem schottischen Mann die Lodge betrieben. Beide ließen nicht durchblicken, dass sich ein Eigentümerwechsel anbahnt. Sie stellte sich auch als Managerin vor. Mit Julia haben wir noch das Angestelltendorf besucht, stolz hat sie von ihren unterschiedlichen sozialen Engagemants erzählt, ihre Erfolge in der nahegelegenen Schule haben wir bestaunt, es war so schön!
Die beiden erschienen uns sehr zufrieden auf der Lodge.
Aber eines scheint immer in Afrika sicher zu sein, das nichts endlich ist und Vieles sich schnell verändert! 🤩

Liebe Grüße
Biggi

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Julia vor ihrem "Kühlschrank"

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Im Angestellten-Dorf mit Julia
Meine Reiseberichte
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200613. Feb. 2019 · #200
@Bele: Mach dir keine Sorgen. Unserer Erfahrung nach sind die Strecken in Namibia erheblich besser in T4A verzeichnet als die in Sambia. Und Ruths Ansage brauchst du vermutlich auch nicht zu fürchten. 😉

@freshy: Wenn ihr von Süden kommt, bleibt einfach auf der Teerstraße, bis es links offiziell nach KaingU abgeht (Schild). Ihr werdet dann nicht auf die Idee kommen, bei S15 36.006 E26 05.186 Richtung See abzubiegen. Dann werdet ihr auch nicht verloren gehen. 😉

@Karin:
Jeden Sommer für 5 Wochen von Italien in den Süden von Afrika!
Das geht übrigens auch von Deutschland oder Österreich aus. 😁

@Biggi: Ich habe nach deinem Hinweis mal recherchiert und bin auf der Homepage von KaingU fündig geworden. Dort steht:
Das neue Management-Team um Lynda, Rick, Julia und Gilmour hat den Service der Kaingu Safari Lodge auf ein nie dagewesenes Niveau gebracht und neue Schwerpunkte gesetzt, so dass Ihr Aufenthalt garantiert unvergesslich wird.
Ich denke, damit klärt es sich auf. Ihr habt Julia kennengelernt und wir Lynda. Beide gehören zum Team.

Viele Grüße
Uwe
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