Botswana Bush Adventure Light

Reisebericht 198 Antworten · 36,0k Aufrufe · gestartet 18. Aug. 2017 von Applegreen
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201408. Sept. 2017 · #141
Auf nach Gweta – „Opi“ und die Meerkats

Um 5.00 Uhr wird der „La Perla“-Overlander direkt hinter uns angeschmissen und tuckert jetzt für eine geschlagene Stunde vor sich hin – zwischendurch wird ein bisschen mit dem Gas gespielt – Rücksichtnahme gegenüber den anderen Campern – Fehlanzeige 😈! Und der nächste startet sogleich nachdem sich dieser endlich vom Acker gemacht hat. Man könnte das Ganze auch als „Wakeup-Call“ der unangenehmen Art nennen 😠.

Ich plädiere in diesem Zusammenhang für Overlander-Stellplätze weit abseits von den „normalen“ Campern, da weder die Fahrer noch die Gäste offensichtlich über das geringste Gefühl der Rücksichtnahme verfügen – ähnliches Verhalten dieser Konsorten konnten wir auf vergangenen Reisen auch schon in den größeren Lodges in Namibia erleben.

Am Morgen findet man hier von Elis keine Spur – so als wären sie nie da gewesen – das Spektakel beginnt immer erst zur Mittagszeit.

Nach einem sehr guten Frühstück machen wir uns dann auch zügig auf den Weg zu einem der geplanten Highlights unserer Reise.
Vor uns liegen 157 KM und knapp zwei Stunden Fahrt auf einer mit Potholes gespickten Teerstraße. Schnell fahren sollte man tunlichst vermeiden – die Schäden in der Straße sind nicht unerheblich. Ein ziemlich schlimm aussehender und wohl erst vor kurzem verunglückter LKW mahnt zur Vorsicht.

In Nata biegen wir nach rechts ab – auch hier eine extrem schlechte Straße mit massiven Schäden durch die Überflutungen im Frühjahr. Ein Streckenabschnitt leitet über eine Gravel um. Darüber sind wir gar nicht traurig und können hier sogar Flamingos entdecken.

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Wir erreichen die Gweta Lodge recht früh und haben noch reichlich Zeit für eine Dusche auf der Campsite und ein ausgiebiges Lunch. Die Lodge macht einen netten Eindruck - schöne Anlage und einladender Pool in einer ziemlich dünn besiedelten Gegend.

Hier schon mal unsere selbst gefahrene Strecke des heutigen Tages: www.komoot.de/tour/21079627/embed

Gegen 15.30 Uhr werden wir von unserem Guide „Lush“ begrüßt, der uns in die Pan begleiten wird. Und kurz darauf starten wir in unser Abenteuer in einem recht gebrechlich wirkenden Landcruiser 😗

Bei YouTube ansehen ↗



Der Weg führt uns zunächst durch eine kleine Ansiedlung von Häusern aber recht bald befinden wir uns schon wieder außerhalb der Zivilisation.

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Ein ganzes Stück fahren wir durch „verbrannte" Erde.

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Hier entdecke ich wieder mal gefiederten Nachwuchs 😘

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Aber auch die üblichen Verdächtigen lassen sich hier wieder blicken – dabei fällt mir auf, dass wir schon lange keine Vögel mehr fotografiert haben.

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Unser erster Halt an einem wirklich stattlichen Baobab mit imposanten Wurzelformationen.

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Hier trudelt bald eine Gruppe Spanier ein, die offensichtlich auch auf den Weg in die Pan sind. Leicht traumatisiert von den gestrigen Erlebnissen bitten wir unseren Guide unser Camp in größtmöglicher Distanz einzurichten 😣.

Bald erreichen wir Grassavanne und Weideland.

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Hier inmitten einer unendlich weiten Landschaft treffen wir auf „Opi“ – der gar nicht aussieht wie ein Opi. Das ist ein gutes Zeichen, denn „Opi“ ist auch bekannt unter dem Namen „Der mit den Meerkats tanzt“. Wenn man ihn in dieser Gegend entdeckt, sollte man zwingend einen Stopp einlegen.

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Ich kenne die organisierte Meerkattour ja schon von Oudtshoorn – aber sooo nah kommt man dort nicht an die Tierchen heran.

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Diese hier zeigen keinerlei Scheu – im Gegenteil – sie wuseln zwischen uns herum und ein Jungtier lässt sich sogar berühren 😘.

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Die kleinsten Erdmännchen sind extrem agil unterwegs und es gelingt nur schwerlich ein vernünftiges Foto.

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Wir können gar nicht genug bekommen und sie bieten natürlich auch immerzu neue Motive 🙂

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Nach dieser netten Begegnung verabschieden wir uns von Opi und seine Erdmännchen.

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Die Gegend hier ist auch wunderschön anzusehen - erinnert ein kleines bisschen an den Pfannenrand in Etosha.

Und schon kurze Zeit später tauchen wir ein - hinein in das endlose NICHTS!

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Aber davon erzähle ich erst im nächsten Kapitel – es gibt eine kleine Pause zum Luft holen, denn der nächste Teil wird etwas holprig und es gibt viel zu erzählen …… 😮
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 08. Sept. 2017
8'054 Beiträge · seit 200808. Sept. 2017 · #142
Coucou Sabine,

Mensch freue ich mich schon auf die Elephant Sands Lodge. Da haben wir für 2 Nächte im November gebucht. Hoffentlich bleiben die Elis bis dahin in der Gegend! 😁

Gweta Lodge steuern wir auch an. Hoffentlich machen sich die Meerkats nicht davon. Deine Bilder sind echt putzig. 🤪

Ich kann es kaum noch abwarten bis wir endlich auch starten....... 😎

Danke für's Mitnehmen! 🙂

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
5'479 Beiträge · seit 200908. Sept. 2017 · #143
Hallo Sabine,

jetzt würde mich aber schon interessieren, weshalb Ihr trotz guter eigener Ausrüstung und eigenem Guide eine geführte Tour auf die Pfanne gemacht habt. Das hättet Ihr doch problemlos in Eigenregie durchführen können.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201409. Sept. 2017 · #144
ANNICK schrieb:
Mensch freue ich mich schon auf die Elephant Sands Lodge. Da haben wir für 2 Nächte im November gebucht. Hoffentlich bleiben die Elis bis dahin in der Gegend! 😁
Hallo Annick,
wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Elis immer da – wegen des süßen Wassers. Und im November ist es sicher auch etwas ruhiger.
ANNICK schrieb:
Gweta Lodge steuern wir auch an. Hoffentlich machen sich die Meerkats nicht davon. Deine Bilder sind echt putzig. 🤪
Ich drücke die Daumen!
Topobär schrieb:Hallo Sabine,
jetzt würde mich aber schon interessieren, weshalb Ihr trotz guter eigener Ausrüstung und eigenem Guide eine geführte Tour auf die Pfanne gemacht habt. Das hättet Ihr doch problemlos in Eigenregie durchführen können.
Hallo Thomas,
bevor überhaupt eine Route von uns festgelegt wurde, stand für uns alle fest, dass wir unbedingt in diesen Bedrolls unter freiem Himmel die Nacht in der Pfanne verbringen wollten. Und Bedrolls hatten wir nun nicht dabei.

Nur die Matrazen aus den Dachzelten auf den Boden zu legen, wäre dann doch sehr kalt geworden.

Außerdem war uns ehrlich gesagt auch gar nicht bewusst, dass das überhaupt möglich ist. Dürfen das nicht nur bestimmte Veranstalter – oder kann da jeder campen wie er grade lustig ist?

Liebe Grüße
Sabine
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2'261 Beiträge · seit 201109. Sept. 2017 · #145
Hallo Sabine,

so sind die Meinungen und Empfindungen verschieden.
Wir waren 2013 in ES und mir ist da jederzeit ein gepflegtes Tohuwabohu in der Chobe Safari Lodge lieber als der Alptraum in Elephant Sands. Haben wir in keine gute Erinnerung (sehr human ausgedrückt), der Bungalow war eine Katastrophe, das Essen konnte man essen – mehr aber nicht, Personal sehr unlustig und der Campingplatz – ihr habt es ja selbst erlebt. Zu allem haben wir uns im Sand auch festgefahren, was die Laune nicht besser gemacht hat. Die vielen und sehr nahen Elis sind es uns nicht mehr Wert dort nochmals hin zu fahren. Vielleicht hat sich ja einiges gebessert seit dem,
aber wir riskieren es nemmer. 🤩 🤩

Ansonsten danke für den schönen Bericht, ich verabschiede mich jetzt für die nächsten 4 Wochen und werde den Schluss lesen wenn wir wieder da sind.

Liebe Grüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
zuletzt bearbeitet 09. Sept. 2017
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201409. Sept. 2017 · #146
Hallo Guggu,

zunächst einmal wünsche ich Euch eine tolle Zeit in Namibia und Botswana! Kommt gesund wieder und ich freue mich schon auf Deinen Reisebericht!

Und ja, ich gebe Dir völlig Recht! Der Rummel dort ist schon sehr arg und ein zweites Mal müsste ich da auch sicher nicht hin.

Die Zelte und Bungalows haben wir uns nicht angeschaut - davon wurden seit 2013 ja noch einige gebaut und das Wasserloch ist somit komplett umgeben von festen Unterkünften auf der einen Seite und der CS auf der anderen - ein Wunder das die Elis da überhaupt noch hingehen - aber das Wasser scheint in der Tat eine magische Anziehungskraft zu haben.....

Aber insgesamt machte die Anlage keinen ungepflegten Eindruck und das Essen war wirklich gut - vielleicht gab es seit dem ja einen Wechsel im Management?

Sei's drum, Euch auf alle Fälle eine super tolle Reise!

Liebe Grüße auch an den Guggumann und wir sehen uns hoffentlich in Büsnau.
Sabine
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zuletzt bearbeitet 09. Sept. 2017
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201409. Sept. 2017 · #147
Lost in der Ntwetwe Pan – Allein unter Sternen über der Salzwüste

Vor uns liegt nun die grauweiße Salzpfanne, in die wir für eine Nacht eintauchen.

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Foto: Gerald

So in etwa müsste es wohl auf dem Mond aussehen – glauben wir zumindest.

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Um uns herum ist bald NICHTS als grauweiße Erde.

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Unser Camp ist weit am Horizont zu sehen und für uns heißt es aussteigen. Wir wollen das letzte Stück gerne noch ein bisschen zu Fuß gehen außerdem ist der Untergrund noch sehr weich und Lush ist dankbar, etwas Ballast abwerfen zu können 😉.

Noch hat Lush gut Lachen!

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Byebye Lush!

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Auf dem salzigen Boden der Ntwetwe Pan, die übrigens zum größten Salzpfannensystem der Welt - der Makgadikgadi Pan gehört, knirscht die grauweiße Salzkruste unter unseren Füßen.

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Ein riesengroßer Sandkasten – ein scheinbares Nichts, in dem es trotzdem einiges zu entdecken gibt.

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Interessante Formengebilde in der auf den ersten Blick gleich aussehenden Erde.

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Zwischendurch versuchen wir uns an Schattenspielen oder tragen eine kostenlose Gesichtsmaske auf 😄.

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Wie bereits erwähnt, ist die Erde unter der getrockneten Salzkruste immer noch recht feucht und weich von den Regenfällen im Frühjahr. Bis vor kurzem war diese Pfanne noch komplett mit Wasser gefüllt.

Unter der Salzkruste, die nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche in eine schlammige Masse übergeht, ruhen in dieser Jahreszeit die hier heimischen Frösche – wenn die Pfanne mit Wasser gefüllt ist erwachen sie aus ihrem langen Schlaf.

Schon bald ist unser Camp in Sichtweite.

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Dort angekommen inspizieren wir neugierig unsere Betten. Ich hätte vielleicht besser etwas genauer hingeschaut 😗.

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Foto: Frauke

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Adrian ist allerdings etwas erstaunt und nicht sehr glücklich, dass noch kein Lagerfeuer lodert und das Camp auch noch gar nicht vollständig aufgebaut scheint 😕. Uns wäre das ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen.

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Foto: Frauke

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Foto: Gerald

Des Rätsels Lösung ist auch schon gefunden – „Houston, wir haben ein Problem!“ 😣

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Sowohl unser „Gamedrive“-Landcruiser als auch der „Service“-Landcruiser stecken in einer schlammigen und zähen Masse fest.

Während unseres Spaziergangs ist „unser“ Landcruiser beim Versuch das Servicefahrzeug aus der misslichen Lage zu befreien solidarisch mit in der zähen Pampe versunken. 🤢

Nun ist guter Rat teuer – denn es fehlt noch das Allerwichtigste: Feuerholz!! 😣

Dieses hat nicht nur dekorative Aufgaben, wie eine schöne und warme Stimmung zu zaubern, sondern damit wird in erster Linie mal gekocht.

Somit wären wir bei Unregelmäßigkeit Nr. 8 angelangt und diese wird im Verlauf des Abends noch für bange Stunden sorgen.

Wir alle packen mit vereinten Kräften an – aber das Servicefahrzeug steckt hoffnungslos fest.

Jetzt werden wir uns an dem anderen Wagen versuchen - den bekommen wir nach einigen Anläufen glücklicherweise frei und Lush macht sich sofort auf den Weg, Holz am Pfannenrand zu sammeln.

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Sein Kollege wird uns Gesellschaft leisten und baut derweil das Camp inklusive unserer „sanitären Anlagen“ bestehend aus Loch, Toilettensitz und Schaufel weiter auf 😛.

Währenddessen versinkt die Sonne – leider auch wieder viel zu schnell – am Horizont.

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Da steht er nun recht dekorativ, der eingebuddelte Landcruiser.

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Zeitgleich mit der untergehenden Sonne quittiert auch die natürliche Heizung den Dienst – es wird rapide empfindlich kalt.

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Wir vertreiben uns zwischenzeitlich mit Albernheiten und etwas Gymnastik die Zeit und versuchen uns warm zu halten.

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Foto: Frauke

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Foto: Frauke

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Foto: Frauke

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Ziemlich schnell kommen Schals, Mützen, Thermounterwäsche und weitere wärmende Utensilien zum Einsatz.

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Lush nebst Feuerholz werden jetzt aber so langsam sehnlichst zurückerwartet 🙄.

Ich versuche mich mit Aufnahmen in der Dunkelheit – die aber nicht so recht gelingen wollen – trotzdem gehören auch diese Fotos mit dazu. Der Landcruiser wird mittels Taschenlampe dekorativ beleuchtet und ich starte meine ersten Versuche.

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Aber wo bleibt nur unser Guide 😮? Keine Spur weit und breit – hier ist nichts als Stille und Dunkelheit. Er ist mittlerweile fast 90 Minuten wie vom Erdboden verschluckt…. 😵

Endlich! In weiter Entfernung machen wir Lichter von einem Fahrzeug aus – das muss er doch sein 🤩! Aber die Lichter sind genauso plötzlich wieder verschwunden wie sie aufgetaucht sind 🤨.

Wir starren angestrengt in die Dunkelheit und lauschen in die völlige Stille hinein. NICHTS!

Geistesgegenwärtig beschließen wir kurz darauf die Petroleumlampen zu entzünden und mit unseren Stirnlampen Zeichen in die Richtung zu senden, in der wir gerade noch die Lichter gesehen haben.

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Zu diesem Zeitpunkt stellen wir uns vorsorglich bereits mental darauf ein, die Nacht ohne warmes Essen und wärmendes Feuer zu verbringen. Gin Tonic ist ausreichend vorhanden – das Essen ist vorgekocht - wäre also durchaus genießbar und die Betten sind mit warmen Decken gefüllt.

Wir werden also weder verhungern, verdursten oder erfrieren. Das sind doch allerbeste Voraussetzungen!

Wieder wie aus dem Nichts tauchen nach gut einer weiteren halben Stunde erneut Lichter auf. Und es ist tatsächlich Lush 🤩 - der ist allerdings ist ziemlich aus dem Häuschen und offensichtlich sehr erleichtert, uns wieder gefunden zu haben.

Ohne unsere Lichtzeichen hätte er uns aller Wahrscheinlichkeit nach noch die ganze Nacht lang gesucht – bei völliger Dunkelheit hat man in dieser Gegend nämlich absolut keine Möglichkeit der Orientierung 😣.

Die beiden Guides geben nun sehr erleichtert richtig Gas und versprechen uns das beste Dinner aller Zeiten!

Wir sind eigentlich schon sehr froh, dass ein Feuerchen brennt und auch Lush wohlbehalten wiederaufgetaucht ist 😎.

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Zwischenzeitlich zeigt sich der Mond am Horizont und beleuchtet schon bald die unwirkliche Szenerie.

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Über uns der Himmel und die Sterne so nah. Leider entfalten sie nur wenig Strahlkraft da der volle Mond zu intensiv scheint (und ich auch viel zu kurz belichtet habe).

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Wir versammeln uns im „Stuhlkreis“ um die wärmespendende Quelle und lauschen in die Nacht.

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Schon bald wird zu Tisch gebeten – übereifrig wird nun in drei Gängen wärmende Kürbissuppe, Chicken Stew und Malva Pudding serviert. Es schmeckt vorzüglich – und nicht nur weil wir so lange darauf warten mussten!

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Nach dem wärmenden Mahl zieht es uns aber direkt wieder zurück ans Feuer.

Hier noch ein paar weitere bescheidene Versuche des Fotografierens von Nachtlandschaften - ich muss noch reichlich üben 😛

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Und jetzt wird es aber Zeit sich dieser besonderen Stimmung gänzlich ohne Ablenkung zu widmen.

Wir sitzen hier im Nichts – in der totalen Stille, die nur vom Knistern des Lagerfeuers unterbrochen wird. Acht Freunde verbringen eine Nacht in der Salzwüste. Ein sehr intensives Erlebnis, das wir ewig in unseren Herzen und Erinnerungen tragen werden 😘.

Bald hört man die ersten Reißverschlüsse in der unglaublichen Stille zippen. Wir schlafen hier draußen – gebettet auf dicken und mit warmen Decken gefüllten Matratzen. So sollte es zumindest sein….. 😗

Überwältigt von den Eindrücken des Tages und dieser sehr besonderen Umgebung fallen die Augen schneller zu als uns lieb ist – und die meisten von uns versinken in einen tiefen Schlaf in einem weiten, stillen und leeren Raum unter dem Sternenhimmel Afrikas.

Auch der nächste Morgen wird noch die ein oder andere Überraschung bereithalten, bevor es weiter gehen kann zur letzten Station unserer Reise – dem Meno-A-Kwena Tented Camp am Boteti
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 09. Sept. 2017
1'651 Beiträge · seit 201410. Sept. 2017 · #148
Hallo Sabine,

was für ein wunderbares Erlebnis mit Freunden.

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Solche Momente vergißt man sicher nie.
Ganz atmosphärische und stimmungsvolle Fotos zeigst Du von der Salzpfanne.

LG Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
229 Beiträge · seit 201410. Sept. 2017 · #149
Hallo Sabine,

was für ein schöner Bericht und so tolle Erlebnisse! Das war ja spannend in der Pan.
Nun bin ich gespannt, was es mit den Betten auf sich hatte:

"Dort angekommen inspizieren wir neugierig unsere Betten. Ich hätte vielleicht besser etwas genauer hingeschaut"

Viele Grüße
Helga
Reisebericht: Namibia für Anfänger - Sept. 2016
1'523 Beiträge · seit 201110. Sept. 2017 · #150
Guten Tag Sabine,

dieses Feeling, dieses feinste Knirschen, wenn man sich dort nachts barfuss bewegt, habe ich nirgendwo sonst erlebt,... 🙂

einmalig ....wie auf Kreide........aber ein wärmendes Feuer muss schon früher am Abend sein, allein für die Romantik......

...für mich wieder mal beeindruckend, wie trügerisch die Oberfläche für die Fahrzeuge war........unglaublich.......!

lg.....BMW
zuletzt bearbeitet 10. Sept. 2017
2'085 Beiträge · seit 201210. Sept. 2017 · #151
Liebe Sabine,
jetzt hab ich mal für ein paar Tage ein bisschen Forumspause eingelegt - und das sollte man nicht wirklich tun 😎
Zu Elephant Sands muss ich noch ein kleines bisschen Senf geben, weil ich schon weiß, dass die Meinungen da sehr auseinander gehen. Ich glaube, dass es schon sehr an der Jahreszeit und damit europäischen Ferienzeit gelegen hat, dass es so voll war. Wir waren Ende Oktober dort und hatten auf dem Campingplatz so gar keinen Rummel und die durchziehenden Elefanten fast für uns. Weil uns durch ein drohendes Gewitter und viel Wind kein rechtes Feuer gelingen wollte, konnten wir dann auch ganz spontan noch ein Dinner nachbuchen und fanden es sehr gut. Dabei sind wir auch mal mit dem Inhaber (der mit dem Schäferhund) ins Gespräch gekommen und waren schon wirklich sehr beeindruckt von seinem Projekt.
Aaaaber was ich eigentlich viel viel dringender loswerden will - eure Tour in die Pan gefällt mir so dermaßen gut, das würd ich sofort auch mal noch machen!!! Tolle Szenen, wohl auch tolle Stimmung und ganzganz tolle Bilder von ganz außergewöhnlichen Momenten. Vielen Dank!!!
Und viele Grüße Ingrid 😘
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
5'479 Beiträge · seit 200911. Sept. 2017 · #152
Applegreen schrieb:
Außerdem war uns ehrlich gesagt auch gar nicht bewusst, dass das überhaupt möglich ist. Dürfen das nicht nur bestimmte Veranstalter – oder kann da jeder campen wie er grade lustig ist?

Liebe Grüße
Sabine
Hallo Sabine,
die Pfanne ist ja nicht in einem Nationalpark. Insofern hätte ich auch ohne genaue Kenntnis der Gesetzeslage keine Hemmungen dort zu campen. Im Kaokoveld halten wir es genauso.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201411. Sept. 2017 · #153
Tinochika schrieb:Hallo Sabine,
was für ein wunderbares Erlebnis mit Freunden.
Solche Momente vergißt man sicher nie.
Ganz atmosphärische und stimmungsvolle Fotos zeigst Du von der Salzpfanne.
LG Hartwig
Hallo Hartwig,
Danke für Dein Lob – das ehrt mich/uns ganz besonders 😘 .
bingobongo26 schrieb:Hallo Sabine,
was für ein schöner Bericht und so tolle Erlebnisse! Das war ja spannend in der Pan.
Nun bin ich gespannt, was es mit den Betten auf sich hatte:
"Dort angekommen inspizieren wir neugierig unsere Betten. Ich hätte vielleicht besser etwas genauer hingeschaut" Viele Grüße Helga
Liebe Helga,
Danke auch Dir 🙂 – ja das war extrem spannend und es ist auch noch nicht ganz ausgestanden 😗 . Die Auflösung folgt im nächsten Kapitelchen….
BMW schrieb:Guten Tag Sabine, dieses Feeling, dieses feinste Knirschen, wenn man sich dort nachts barfuss bewegt, habe ich nirgendwo sonst erlebt,... 🙂 einmalig ....wie auf Kreide........aber ein wärmendes Feuer muss schon früher am Abend sein, allein für die Romantik.........für mich wieder mal beeindruckend, wie trügerisch die Oberfläche für die Fahrzeuge war........unglaublich.......!lg.....BMW
Hallo BMW,
das ist absolut einmalig 🤩 – das kann nur nachempfinden, wer da schon mal barfuss gelaufen ist 😉. Ich fand’s so toll, dass ich selbst in der Nacht und Kälte eigentlich keine Lust hatte, Schuhe anzuziehen 🤪.
franzicke schrieb:Liebe Sabine,
jetzt hab ich mal für ein paar Tage ein bisschen Forumspause eingelegt - und das sollte man nicht wirklich tun 😎
Huhu Ingrid,
ich hoffe, ich kann den Bericht abschließen, bevor Ihr Euch auf die Reise macht.
franzicke schrieb:Zu Elephant Sands muss ich noch ein kleines bisschen Senf geben, weil ich schon weiß, dass die Meinungen da sehr auseinander gehen. Ich glaube, dass es schon sehr an der Jahreszeit und damit europäischen Ferienzeit gelegen hat, dass es so voll war.
Das ist auch meine Vermutung und Empfinden. Wie schon geschrieben, empfanden wir die Anlage weder vernachlässigt, das Essen war richtig gut und alle Mitarbeiter sehr engagiert.
franzicke schrieb:Aaaaber was ich eigentlich viel viel dringender loswerden will - eure Tour in die Pan gefällt mir so dermaßen gut, das würd ich sofort auch mal noch machen!!! Tolle Szenen, wohl auch tolle Stimmung und ganzganz tolle Bilder von ganz außergewöhnlichen Momenten. Vielen Dank!!!
Danke Dir 😘 ! Ich hoffe, Du meldest Dich nochmal kurz bevor Ihr gen Namibia düst 😉
Topobär schrieb:Hallo Sabine,
die Pfanne ist ja nicht in einem Nationalpark. Insofern hätte ich auch ohne genaue Kenntnis der Gesetzeslage keine Hemmungen dort zu campen. Im Kaokoveld halten wir es genauso.
Hallo Topobär, da könntest Du durchaus Recht haben – wir haben dort weit und breit zumindest keine Selbstfahrer gesehen.

Danke @all für Euer Interesse – ich versuche heute/später das nächste Kapitel einzustellen!

Liebe Grüße und einen schönen Wochenstart!
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201411. Sept. 2017 · #154
Gefangen in der Ntwetwe-Pan

Um ziemlich genau 5.44 Uhr legt sich in der Ferne ein roter Streifen über die Salzkruste und gegen 6.00 Uhr steigt der feuerrote Ball namens Sonne am Horizont empor.

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Das Zippen der Reißverschlüsse durchbricht die morgendliche Stille. So langsam kriechen wir alle aus unseren Bedrolls. Das fällt übrigens richtig, richtig schwer – draußen war und ist es bitterkalt 🤢.

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Besonders mir ist die Kälte bereits mitten in der Nacht in mein sorgfältig geschlossenes Canvas-Bettchen gekrochen. Ich konnte vor Bibbern kaum ein Auge zu machen und dann musste ich auch noch das weit entfernte Örtchen bei gefühlten Minusgraden aufsuchen 😣.
Danach wurde mir dann gar nicht mehr annähernd warm – nein mir war ehrlich gesagt s….kalt!!!

Natürlich frage ich die anderen wie sie bei dieser Eiseskälte so gut schlafen konnten 😐. Ich ernte mehr als erstaunte Blicke. „Also mir war mollig warm“ höre ich von allen Seiten 😮. Alex war sogar so warm, dass eine zweite Daunendecke in der Nacht entsorgt wurde 😕.

Daunendecke 😕 😕? Ich durchwühle mein Nachtlager – kann aber keine Daunendecke finden und schon gar nicht eine zweite! Von was reden die bloß 😊?

Nachdem jetzt alle leicht irritiert und ungläubig drein blicken wird mein Bett gründlich inspiziert und ich zeige auf das Innenleben meiner Schlafstätte – ein Bettüberzug gefüllt mit einer dünnen Baumwolldecke ähnlich einer Tischdecke sowie ein weiterer leerer Bettüberzug!

Alle schauen mich völlig entgeistert an – die trauen wohl ihren Augen nicht!

Aber was soll‘s - ich war halt der Looser 😛! Nix Daunendecke! Die wurde versehentlich als zweite Daunendecke woanders reingepackt.

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Foto: Frauke

Da gibt es doch so einen Spruch: „Nur die Harten kommen in den Garten…" Ich tauge halt auch als winterharte Pflanze 😛

Dennoch möchte ich diese leichte Ungerechtigkeit die mir wohl aus Nachlässigkeit keine Spur einer kuscheligen Nacht eingebrockt hat als Unregelmäßigkeit Nr. 9 in die Liste mit aufnehmen.

Jetzt wartet aber der gedeckte Frühstückstisch auf uns - heißer Kaffee, Rührei mit Speck und herrlich warme Scones tragen dazu bei, dass ich schnell wieder auftaue.

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Foto: Gerald

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Foto: Gerald

Danach räumen sowohl wir als auch Lush und sein Kollege unsere Siebensachen zusammen und es soll losgehen – zurück zur Gweta Lodge.

Nur haben wir leider schon wieder ein Problem 😣 ! Der nicht eingebuddelte und gestern noch fahrtüchtige Landcruiser springt nicht an! Und der andere ist ja immer noch eingebuddelt.

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Foto: Gerald

Eine mehr oder weniger ambitionierte Fehlersuche beginnt.

Möglicher Fehler Nr. 1: Batterie? Dazu wird die Batterie aus dem anderen Wagen ausgebaut und versucht zu überbrücken. Der betagte Landcruiser gibt aber trotz Starthilfe keinen Ton von sich 😗

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Foto: Gerald

Möglicher Fehler Nr. 2 wird kurz darauf diagnostiziert: Benzinschlauch defekt?

Zwischenzeitlich rollt von einem anderen Camp ein vermeintlich rettendes Fahrzeug an. Dies sind die Mitarbeiter, die eigentlich das Camp schon wieder abbauen sollen 😗.

Es wird nun beschlossen, mit diesem einzig fahrtüchtigen Fahrzeug in eine nahgelegene Ansiedlung zu fahren und einen Benzinschlauch oder ein vergleichbares Teil zu besorgen.

Und schon sind sie wieder verschwunden – hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen 😕!

Wir nutzen die Zeit zum Frühsport – wahlweise Pilates oder Yoga und/oder ausgiebiger Morgentoilette. Ich hole schon mal den Spaten aus der Toilette und vertreibe mir die Zeit mit dem ausgraben der Reifen des eingebuddelten Fahrzeugs – als hätte ich eine Vorahnung, das diese zunächst sinnfrei scheinende Aktion tatsächlich noch für etwas gut sein wird 😣.

Unerwartet fix tauchen die „Mechaniker“ wieder samt Benzinschlauch auf – wo sie den so schnell herbekommen haben bleibt ein Rätsel.

Der Einbau geht schnell – nur leider ohne den gewünschten Effekt 😠. Der Landcruiser gibt nach wie vor kein Lebenszeichen von sich 🙁.

Womit wir nun bei Unregelmäßigkeit Nr. 10 angelangt wären – und diese runde Zahl wird dann auch der Abschluss an Unregelmäßigkeiten für diese Reise gewesen sein – soviel kann ich schon mal verraten 😎.

Nun startet eine haarsträubende und leicht verzweifelt anmutende Aktion. Das Objekt der Begierde ist nun der immer noch eingebuddelte Landcruiser. Ein erneuter Versuch, diesen nun doch noch aus dem Dreck zu ziehen.

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Ich erinnere – niemals an einer Anhängerkupplung geschweige denn mit einem Stahlseil eine Bergung durchführen 😗!

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Die Rettungsaktion gelingt tatsächlich – wir haben Schlimmstes befürchtet - und glücklicherweise auch ohne Sach- oder Personenschäden. TIA!

Für uns ertönt nun endlich das Signal zum Aufbruch.

Ein Teil unserer Gruppe steigt in den Personenwagen – der andere in den nun wieder fahrbereiten „Servicewagen“.

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Foto: Gerald

In den Fahrzeugen muss zwar etwas – auch Personen - gestapelt werden, aber das Stückchen raus aus der Pfanne wird es schon gehen – zumal von der Gweta-Lodge schon ein zwischenzeitlich angefordertes „Rettungsfahrzeug“ unterwegs ist. Diesem werden wir quasi entgegenfahren und dann umsteigen.

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Foto: Gerald

Nach 20 Minuten ziemlich schwieriger Fahrt durch schmierig glitschigen Untergrund - und ein paar ernsthaften Bedenken uns wieder einzubuddeln - erreichen wir den Pfannenrand und sind damit zurück in der trockenen Savannenlandschaft.

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Foto: Frauke

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Foto: Frauke

Hier irgendwo im Nirgendwo machen wir Halt bei einer Familie, die holzgeschnitzte Erdmännchen und selbst geflochtene Korbwaren feil bietet. Ansonsten ernähren sie sich von einer kleinen Landwirtschaft.

Mensch, was sind das für liebe und bescheidene Menschen 😘. Wir kaufen fleißig ein, das sind willkommene und schöne Mitbringsel für unsere Lieben oder für uns selbst.

Die Familie kommt aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus – mit unserem Einkauf haben wir wohl für einen ganzen Monat den Unterhalt der Familie nebst Tieren gesichert.

Genau hier taucht auch unser „Rettungsfahrzeug“ auf. Ein ziemlich lädiertes Gamedrive-Fahrzeug dessen Fahrer aussieht als käme er von einer mehrtägigen Wüstendurchquerung. Völlig eingestaubt 😮!

Von der Schnitzerfamilie werden wir mit den besten Wünschen und strahlenden Gesichtern verabschiedet 😘.

Und nun folgt die staubigste Fahrt, die ich jemals erleben durfte 🤢.

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Foto: Gerald

Wir werden komplett eingestaubt – das liegt wohl an dem Aufbau des Fahrzeuges, das aus diesem Grund eigentlich nicht mehr für Gästefahrten zum Einsatz kommt.

Wir sind alle in der Tat heilfroh, als wir endlich die Gweta-Lodge erreichen.

So sehr haben wir uns alle lange nicht mehr auf eine Dusche und saubere Klamotten gefreut!

Als „Entschädigung“ für die Umstände werden wir zum Lunch und Getränken eingeladen. Das ist wirklich nett – aber wir hatten keine Zeitnot und fanden es eigentlich gar nicht wirklich dramatisch, dass nicht alles „glatt“ gelaufen ist 😗. Schließlich haben wir Abenteuer gebucht – und Abenteuer bekommen 😛 !

Gut gestärkt und gesäubert machen wir uns nach dem Lunch auf unsere nächste Etappe. Unser heutiges Ziel ist auch gleichzeitig unsere letzte Station auf dieser Reise, das Meno A Kwena Tented Camp
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 11. Sept. 2017
1'523 Beiträge · seit 201111. Sept. 2017 · #155
oooops.......

nochmal gut abgelaufen.......eigentlich müsste hier ein kinetisches ( 8-Tons ) Seil montiert werden....natürlich

nicht an der Anhängerkupplung......mit einem Schekel........an dem dafür vorgesehenem Metallring.....und der zwischen-

geschaltete Trailer ist ja auch seeehr speziell...... 😄 😄 😄

mit lieben Grüssen......BMW
zuletzt bearbeitet 12. Sept. 2017
1'822 Beiträge · seit 201611. Sept. 2017 · #156
Hallo Sabine,

Mensch, das sind ja wohl unvergessliche Erlebnisse in der Einsamkeit der Pfanne - alles gemischt mit ein bisschen Nervenkitzel. Das Pech mit den Autos ist ja schon erstaunlich. Aber die Ausblicke in die Einsamkeit entschädigen ja für sehr viel. Der Sonnenaufgang ist zum Niederknien!
Ich bin gespannt auf eure letzte Station.

LG
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201411. Sept. 2017 · #157
BMW schrieb:oooops.......
nochmal gut abgelaufen.......eigentlich müsste hier ein kinetisches ( 8-Tons ) Seil montiert werden....natürlich
nicht an der Anhängerkupplung......mit einem Schekel........am dafür vorgesehenen Haken.....und der zwischen-geschaltete Trailer ist ja auch seeehr speziell...... 😄 😄 😄
mit lieben Grüssen......BMW
😄 😄 😄 - Ich habe ehrlich gesagt die Augen zugemacht - eine haaresträubende Aktion. Wir haben nicht schlecht gestaunt, als die Kette am Anhänger festgemacht wurde 😛 😄 😄
H.Badger schrieb:Hallo Sabine,

Mensch, das sind ja wohl unvergessliche Erlebnisse in der Einsamkeit der Pfanne - alles gemischt mit ein bisschen Nervenkitzel. Das Pech mit den Autos ist ja schon erstaunlich. Aber die Ausblicke in die Einsamkeit entschädigen ja für sehr viel. Der Sonnenaufgang ist zum Niederknien!
Ich bin gespannt auf eure letzte Station.LG Sascha
Hallo Sascha,

ja diese Nacht wird unvergessen bleiben - das müsst Ihr unbedingt mal mit Euren Kiddies planen! Die nächste Station wird ein absolutes Kontrastprogramm 😎

Liebe Grüße und Euch einen schönen Abend!
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 11. Sept. 2017
3'383 Beiträge · seit 200912. Sept. 2017 · #158
Hallo Sabine,

jetzt hab ich endlich mal wieder bei Dir hinterhergelesen und muss sagen, dass ich schwer beeindruckt bin. Ihr habt eine tolle Tour gemacht mit vielen Höhepunkten. Absolut genial.

Die Tour in die Salzwüste hat mir besonders gut gefallen, ebenso die Bilder von Elefant Sands und den vielen Elefanten. Was Du von den "Gästen" geschrieben hast, hat mir hingegen nicht gefallen. Ich glaube, dass so ein Benehmen derart störend ist, dass man das Elefantentreiben gar nicht mehr genießen kann. Stell Dir vor, Ihr hättet Euch dort allein behaupten müssen. Undenkbar! So aber habt Ihr in der Gruppe derartige Entgleisungen wahrscheinlich leichter ertragen können.

Jetzt freue ich mich auf die Boteti-Region, das wird bestimmt sehr spannend.

Übrigens: ich kann ein Lied davon singen was es heißt, zu den Vic-Falls zu fahren. Das Grenzprozedere ist derart ätzend, dass es kaum noch Spaß macht. Und ich sehe, dass es wohl nicht leichter geworden ist. Die Chobe-Safari Lodge kennen wir, uns hat es bei beiden Besuchen sehr gut gefallen.

Bis dann
der bayern schorsch
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846 Beiträge · seit 201412. Sept. 2017 · #159
Liebe Sabine,
ein Ausflug mit Hindernissen 😗 . Dafür seid ihr aber wirklich mit einem gigantischen Sonnenuntergang belohnt worden. Die Stille und Einsamkeit der Salzpfanne konnte ich förmlich (nicht) hören und fühlen. Wow, das würde uns auch gefallen.
Trotz aller Pannen ein unvergesslicher Ausflug nehm ich mal an.

Liebe Grüsse und bin mal gespannt, was ihr noch am Boteti erlebt.
Nina
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5'479 Beiträge · seit 200912. Sept. 2017 · #160
Das ist das Typische und Schöne in Afrika. Es gibt immer wieder kleine Unzulänglichkeiten, die es zu meistern gilt. Diese kleinen Erfolgserlebnisse machen dann einen Teil des Reizes einer Afrikareise aus. Dann gibt es immer wieder Situationen, die eigentlich gar nicht funktionieren können, es dann aber doch tun, wie z.B die Abschleppaktion.
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