Der Bericht ist wie immer gesonnt - für diejenigen, die die Kommentare ausblenden möchten
Liebe Fomis,
wir sind letzte Woche wohl behalten von unserem persönlichen „Abenteuer“ in Botswana zurückgekommen 🙂.
Ich habe lange überlegt, ob es wieder einen Bericht geben wird 🤨. Schließlich waren wir erstmals mit Freunden unterwegs und unsere Erlebnisse sind somit zwangsläufig nicht nur unsere alleinigen und privaten. Da aber alle einer „öffentlichen“ Berichterstattung meinerseits in diesem wunderbaren Forum zugestimmt haben und auch die Fotos geteilt werden dürfen, habe ich nun doch beschlossen, alle Interessierten an unseren Erlebnissen teilhaben zu lassen. Und unsere Reisebegleiter werden zumindest auch passiv mitlesen und vielleicht auch an der ein oder anderen Stelle Ihren Senf dazu geben 😎
Wie immer müssen Fotos gesichtet (und diesmal auch in der Tat Unmengen) und Worte gefunden werden. Aber zumindest der Anfang ist hiermit gemacht.
Hier schon mal unsere Stationen im Überblick, damit Ihr überlegen könnt, ob Euch diese Mitfahrgelegenheit zusagt:
In den nächsten Tagen werden sicherlich noch einige tolle Berichte von den "Kings und Queens" der Reiseberichte mit sensationellen Fotos starten – also überlegt’s Euch gut 😗!
Der Titel unseres Berichts hätte ebenso treffend „TIA“ oder „Betreutes Wohnen im Dachzelt“ lauten können – aber diese Titel sind ja nun schon lange vergeben. Der interne „Arbeitstitel“ wurde allerdings schon in der Planungsphase vergeben: „Darmstadt goes Africa“ – aber mit diesem Schlagwort würde ich im Forum wahrscheinlich niemanden ansprechen 😣.
So viel vorweg:
Es war eine gute Mischung aus Campen und festen Unterkünften, wobei wir schon nach der ersten Woche eigentlich gar nicht mehr aus dem Zelt heraus wollten 😛.
Und wie schon erwähnt, waren wir 6 Freunde nicht auf eigene Faust unterwegs. Wir wurden in Perfektion in allen Lebenslagen umsorgt von Rentia & Adrian, die uns im Laufe der Reise sehr ans Herz gewachsen sind 😘.
Wer die beiden sind?
Das ist schwer mit einem Begriff auszudrücken – Organisatoren, Planer, Begleiter, Betreuer, Berater, Nature Guides, Bank, Navi, Köche, Retter in der Not, ……. Die Liste wäre noch beliebig fortzusetzen – aber sie wurden im Verlauf der Reise vor allem eines für uns: FREUNDE!
Es erwartet Euch ein Bericht gespickt mit einigen nennen wir es mal vorsichtig „Unregelmäßigkeiten“ – wenigen bis gar keinen Fotos von Katzen, ob mit oder ohne Tupfen – dennoch für uns zumindest wunderschönen und zum Teil auch neuen Begegnungen unterschiedlichster Art – Botswana und Camping aus der Sicht von „Rookies“ und last but not least eine Reise gemeinsam mit stets gut gelaunten Mitreisenden 😄. Und natürlich den Millionsten Fotos von Elefanten und anderen grauen Dickhäutern – die gibt’s in Botswana nun mal in Massen.
Wir haben zumindest im zweiten Teil unserer Reise Botswana partiell als sehr gut besucht empfunden 🤩 – also nix mit Ruhe & Einsamkeit 😈. Rentia & Adrian waren stellenweise mehr als erstaunt über die Touristenmassen – sie bereisen Botswana seit vielen, vielen Jahren mehrmals im Jahr und können die Situation also durchaus bewerten. Aber mehr dazu noch im Verlauf des Berichts.
Und wir werden dann mal sehen, ob sich mein böses Wetter- und Dunstkarma auf dieser Reise hat vertreiben lassen 😗.
So, jetzt aber genug des Vorgeplänkels. Ich werde versuchen noch am Wochenende von unseren ersten Tagen zu berichten und vielleicht auch in Form eines "Prologs" noch ein paar Worte dazu, wie es zu dieser Reise überhaupt gekommen ist.
Und zum Einstimmen schon mal ein paar Bilder vorab.
Allgegenwärtig
Okavango
Es gab schon noch ein paar Wasserdurchfahrten
Leckeres Brot aus dem Potje
Sandridge Road kurz vor Linyanti
Linyanti
Chobe
VicFalls
Elephant Sands
Fahrt in die Pan
Am Lagerfeuer in der Ntwetwe Pan
Zebras am Boteti
Sonnenuntergang Boteti
Bis dahin liebe Grüße Sabine
Teil 219. Aug. 2017
Make a Plan!
Im Juli 2016 treffen sich 6 Freunde – besser gesagt: zum Teil Freunde von Freunden und auch zum ersten Mal 😉 - um ein „Once-in-a-lifetime“-Abenteuer zu planen. Das südliche Afrika, bevorzugt Botswana im Dachzelt soll es werden und für solch eine Reise wollen nicht nur die Reisegefährten sorgfältig ausgewählt werden 🤪.
Für meinen Mann und mich wäre bis zu diesem Zeitpunkt Botswana UND Campen eher nicht auf der Reisewunschliste gestanden. Alleine trauen wir uns alle ein solches Unterfangen beim ersten Mal nicht zu, denn wir sind allesamt weder Camper noch haben wir nennenswerte „Offroad“-Erfahrung. Auch ein „Survival“-Training hat von uns noch niemand absolviert 😛 .
Botswana mit seiner weitestgehend noch unberührten Wildnis, tiefsandigen Strecken und Sumpfgebieten ist – zumindest für unser Empfinden - kein Reiseland für „Rookies“ auf eigene Faust 😗.
Wie gut, dass es private Kontakte nach Südafrika gibt und schon bald wird ein passender Partner empfohlen, der uns nicht nur während der Reise begleiten wird, sondern auch die komplette Organisation von A-Z für uns übernehmen wird 🙂.
Es soll also eine sogenannte „Guided 4x4 Selfdrive Safari“ werden.
Im September 2016 wird es dann ernst - Die Flüge sind gebucht 🤩.
Das Routing wird nach unseren Wünschen im Oktober finalisiert und ab hier wir lehnen uns ganz entspannt zurück. Wir müssen uns um nix mehr kümmern – nur noch zahlen 😛
Für mich die erste Reise ins südliche Afrika, bei der ich nicht mit der Routenplanung und Auswahl der Unterkünfte beschäftigt bin – obwohl ich das super gerne mache – gehört für mich eigentlich schon dazu.
Zur Überbrückung der endlos langen Wartezeit fanden etliche gemütliche Treffen natürlich in afrikanischem Ambiente und mit afrikanischer Küche statt und Adrian versorgt uns zwischenzeitlich mit monatlichen Updates und Informationen.
Natürlich haben wir auch Fragen über Fragen: Nächtliche Toilettengänge 🤢, Lademöglichkeiten für alles elektronische Spielzeug 😐, Geldversorgung unterwegs, Temperaturen 😵, Malariaprophilaxe Ja oder Nein 😈, Gepäckgröße und Packliste – also alles Fragen, die auch hier im Forum immer wieder diskutiert werden.
Die Berichte im Forum, aber auch die von Adrian über die Überflutungen im Frühjahr machen nochmals eine Planänderung notwendig. Third Bridge wird vorerst gestrichen und es bleibt spannend, wie sich die Situation für unsere Reise weiter entwickeln wird 🤩.
Lolakatzes Bericht trägt nochmals zur Steigerung der Vorfreude bei mir bei und ich werde mich an etliche Passagen aus ihrem Bericht nochmal erinnern 😗. Natürlich werden aktuelle News und Berichte aus dem Forum von mir an die Gruppe weitergegeben und irgendwann können wir alle es kaum noch erwarten, dass es endlich losgeht!
Einige persönliche Treffen mit lieben Fomis zu unterschiedlichen Anlässen lassen meine persönlichen Sorgen zumindest kleiner werden, dass mir Botswana am Ende vielleicht gar nicht gefallen könnte: Vielleicht doch zu viel Busch – zu wenig Landschaft – und dann auch noch Campen 😕 - bin ich doch bekennender Fan von schönen Lodges und viel Komfort!
Und dann ist er endlich da! Der Tag des Abflugs nach Botswana 🤩!
Good Bye Germany 😄
Passend zum großen Tag der Abreise hat einer unserer Freunde noch einen „Kult-Hit“ aus unser aller „Jugend“ herausgekramt, der zum Song unserer Reise erklärt wurde und während der langen Fahrtage auch nicht nur einmal abgespielt wurde 😎
Hier mal zum Mithören die Maxi-Version – sorry, aber auch die positive Gruppendynamik von uns "Verrückten" müsst Ihr im Bericht mit(er)tragen 😄 🤪
Ich werde in diesem Bericht ohnehin versuchen, einige Soundfiles einbauen – ein Novum glaube ich – aber die Geräusche der Wildnis sind schon sehr faszinierend 🙂
Leider müsst Ihr Euch echt noch ein wenig in Geduld üben, bis es so richtig losgehen kann. Ich warte noch auf die Fotos von unseren Freunden – diese werde ich im Bericht natürlich auch entsprechend „kennzeichnen“ und mich nicht mit fremden Federn schmücken 😛 Außerdem habe ich diesmal auch ein paar Videos im Gepäck.
Also noch ein „bisserl“ Geduld bis zur lang ersehnten Ankunft in Botswana! Der Flug dauert halt ein bisschen 😏
Liebe Grüße Sabine
Teil 320. Aug. 2017
29.7.2017 Ankunft in Maun – Making New Friends
Nach einer mehr oder weniger mit Schlaf gesegneten Nacht auf dem Flug mit SAA landen wir überpünktlich in Johannesburg. Die Wartezeit bis zum Abflug nach Maun verbringen wir in der Bidvest Lounge.
Gegen 11.30 geht es dann weiter mit Airlink. Die Strecke wird mit einer British Aerospace AVRO RJ85 bedient und alleine der Anblick der Maschine bereitet dem ein oder anderen Mitreisenden leichte Bauchschmerzen.
Hier sind wir schon über Botswana 🙂
Der Flug verläuft völlig angenehm und problemlos und wir landen pünktlich gegen 13.30 Uhr in Maun.
Sehr erfreut nehme ich für mich persönlich den strahlend blauen Himmel mit dekorativen Schäfchenwölkchen zur Kenntnis 🤩 – alle, die meine Berichte schon länger verfolgen, wissen genau warum 😈 😣.
Das Einreiseprozedere dauert ziemlich lange, zumal einer unserer Freunde einen nigelnagelneuen Reisepass hat, den die Systeme in Botswana noch nicht automatisch einlesen können 😛 Die angekündigte Einreisegebühr wird aktuell wegen fehlender technischer Voraussetzungen noch nicht fällig 😁. Positiv auffällig sind die durchweg freundlichen Beamten am Einreiseschalter - ganz im Gegensatz zu den namibischen Officers 🙄 .
Nachdem wir dann endlich alle unser Gepäck vollständig und unversehrt beisammen haben können wir endlich Rentia und Adrian begrüßen, die zumindest vier von uns heute zum ersten Mal Live und in Farbe in die Arme nehmen können.
Und als hätte ich es nicht schon geahnt! Liebe Nina (!) und hier mein erstes „Dejavu“ an Deinen Bericht: Es ist Samstag und Ende des Monats 😣 🤢! Es wird voraussichtlich bis Montag in ganz Maun an keinem Geldautomaten mehr Bargeld geben – aber wie gut dass wir unsere private Bank haben – Adrian hat ein hübsches Sümmchen Bargeld an einem sicheren Ort gebunkert und wird uns alle bis Montag mit Bargeld versorgen können 😎.
Eine kurze Fahrt durch ein verschlafenes Städtchen und schon sind wir in unserem zu Hause für die nächsten beiden Tage angekommen – Old Bridge Backpackers – direkt am Ufer des Thamalakane.
(Die folgenden vier Fotos sind vom übernächsten Tag - passt nur besser in dieses Kapitel - nix Wölkchen)
Die Namensgeberin des Backpackers:
Wir müssen nirgendwo einchecken – Rentia und Adrian führen uns ohne Umschweife in unsere Zeltunterkünfte direkt am Fluss. Einfach, wie es sich für einen Backpacker gehört, aber sauber und gemütlich.
Das Bad ist ein Außenbad mit Waschbecken, Dusche und Toilette.
Auf dem Bett steht für jedes Paar eine hübsche Tasche mit allerlei nützlichen Utensilien bereit, wie zum Beispiel T-Shirts, Sonnencap, Trinkflaschen, Notizblock, Stift, Knabbereien etc. Eine ganz liebe Geste von Rentia und Adrian und wir werden jedes einzelne Teil noch gut gebrauchen können.
Unser Ausblick vom Zelt aus gesehen - wunderbar direkt am Wasser - mal sehen was die Mossies so machen 😉
Wir halten uns hier aber gar nicht lange auf – es ist Samstagabend – an der Bar tobt das Leben.
Einheimische und überwiegend jüngere Touristen aus aller Welt genießen den afrikanischen späten Nachmittag in herrlich entspanntem Ambiente. Es ist zwar trubelig – aber wirklich nett trubelig 🤪.
Adrian trifft einen alten Bekannten, den er sehr schätzt: Milton ein Rasta, der jede Konversation mit den Worten „Give Thanks“ beginnt und ein echtes Beispiel für einen bescheidenen und dankbaren Menschen ist.
Haltet Ausschau nach Milton, wenn Ihr in Namibia, Botswana oder Zimbabwe unterwegs seid – er ist ständig unterwegs und freut sich auch immer über eine Mitfahrgelegenheit!
Unser erster Gin Tonic in Botswana lässt nicht lange auf sich warten. Und hungrig sind wir zwischenzeitlich auch. Hier gibt es alle möglichen Leckereien. Von Beef Stew, Pap über Burger und Pizzen und alles ist auch in der Tat sehr lecker, wenn auch nicht jeder exakt das bekommt was bestellt wurde. TIA!
Wir alle haben so viel zu erzählen, dass wir doch glatt den Sonnenuntergang verpassen – aber davon gibt es noch ausreichend Fotos – versprochen!
Der Abend vergeht wie im Flug – wir sind alle todmüde und sinken in unseren Zeltunterkünften unter einer kuscheligen Decke zu den Geräuschen des Okavango Deltas bald in einen tiefen Schlaf.
Also leider funktioniert es nicht, Tondateien einzufügen 🙁 Da ich die Geräusche um uns herum absolut faszinierend fand - dieses Froschkonzert ist der Wahnsinn 🤩 - schaut bei Interesse mal unter Youtube Stichwortsuche "Botswana Safari Okavango Delta Sounds" 😉 -Sagenhaft!
Morgen starten wir zu einer Mokoro-Tour mit Wanderung auf einer der Inseln ins Delta
Teil 421. Aug. 2017
Ein Tag am und auf dem Wasser im Okavango Delta
Ihr kennt das ja alle – in Afrika fängt der frühe Vogel den Wurm 🙂! Für unsere beiden absoluten Afrika- Rookies ist das frühe Aufstehen zunächst noch eine Quälerei – das wird sich im Laufe der Reise aber auch noch ändern 😄
Die Nacht sowie der Morgen sind reichlich frisch – besser gesagt es ist saukalt 🙄! Der Gang ins Außenbad zur morgendlichen Toilette fällt uns allen schon recht schwer.
Frühstück ist für 7.00 Uhr angesetzt – und das ist für afrikanische Verhältnisse ja schon recht spät. Selbiges ist super lecker und in der Auswahl mehr als üppig.
Nach dem Frühstück werden wir zunächst per Shuttle abgeholt, denn das sonst übliche Ablegen direkt vor dem Backpacker ist aufgrund des hohen Wasserstandes derzeit nicht möglich. Das Boot würde schlicht nicht unter der Brücke durchpassen.
Nun endlich mal ein Gruppenfoto – damit Ihr wisst, mit wem Ihr da überhaupt unterwegs seid:
Rentia wird uns heute leider nicht begleiten, sie versucht noch den ein oder anderen Einkauf zu erledigen – was sich als recht schwierig erweisen könnte. Ihr erinnert Euch, es ist Monatsende 😗! Vieles ist ausverkauft.
Mein böses Dunst-Karma scheint mich doch tatsächlich auch hier nicht loszulassen 😈 😈 🤢. Gestern war ich noch völlig hin und weg vom blauen Himmel mit Schäfchenwölkchen und hatte schon gehofft, ich hätte es endlich besiegt. Wenn ich mir den Himmel heute Morgen so anschaue, schwant mir nix Gutes 😈! Auch Adrian ist völlig fassungslos – hat er im August in den vergangenen Jahren NIE und ich betone NIENIEMALS auch nur ein Wölkchen am Himmel in ganz Botswana gesehen!!
Wir alle senden also ab sofort und konstant positive Gedanken gen Universum und abends am Lagerfeuer zelebrieren wir sicherheitshalber noch ein bisschen „Vodoo-Zauber“, um dieses Schreckgespenst endlich zu vertreiben! Ob’s geholfen hat? Ihr werdet sehen 😗
Das Schlimmste daran ist aber: Ich bin schuld 😮! Das ist echt ein hartes Los für den Rest der Gruppe. Ich rede es uns schön – die Wolken am Himmel zaubern doch fabelhafte Struktur in die Fotos 😣
Aber wieder zurück zur Bootsfahrt. Mittlerweile sitzen wir in einem größeren Aluboot auf bequemen Sitzen mit Außenborder.
Also safe vor Hippos, Crocs und sonstigen im Wasser lauernden Gefahren. Aktuell befinden wir uns übrigens auf der Okavango-Autobahn und es herrscht bereits stellenweise zähfließender und reger Touri-Verkehr 😮.
Unterwegs sehen wir viele Pferde knietief im Wasser stehen. Unsere daheim hätten schon längst die Mauke bis zum Bauch und aufgeweichte Hufe – faszinierend.
Die ersten Flugobjekte lassen auch nicht lange auf sich warten 🙂
Grey Heron im Flug
Malichite Kingfisher - über den ich mich besonders freue 🙂
Nochmal Grey Heron
Blacksmith Lapwing
African Sacred Ibis
White Faced Whistling Ducks
Sengal Coucal
So, und ab hier ist erst mal Schluss mit Lustig 😐. Der Motor ist abgesoffen und außerdem ist das Benzin alle 🤢! TIA!
Das Benzin wird schnell wieder (im Afrika-Style) nachgefüllt...
..... Aber der Motor will noch nicht wieder –wir beziehungsweise der Motor haben Luft in der Leitung 😕! Unser Captain hat leider kein Werkzeug dabei – wie gut das der typisch deutsche Urlauber immer sein Multi-Tool am Mann hat 🙂! Es dauert aber trotzdem noch eine ganze Weile bis wir wieder startklar sein werden.
In der Zwischenzeit dümpeln wir hier hilflos rum und wir suchen die Umgebung ab. Das so ziemlich letzte, was wir jetzt in diesem Moment entdecken wollen wären Hippoohren oder Krokodilaugen 😣.
Wir freuen uns allerdings sehr über die Sichtung von diesen beiden African Fish Eagle.
Nachdem der Motor endlich wieder arbeitswillig ist, bleibt keine Zeit mehr zur Beobachtung des Ufers. Es geht in Windeseile und Höchstgeschwindigkeit zur Mokorostation, wo wir schon erwartet werden.
Unsere Poler erwähnen beiläufig, dass wir uns hier direkt auf den Wanderwegen der Hippos bewegen 🤩 – dass hinterlässt Anfangs ein etwas mulmiges Gefühl, das aber schnell verfliegt. Die Poler strahlen eine Ruhe und Gelassenheit aus, plaudern miteinander kichernd in einer uns unverständlichen Sprache, so dass wir einfach davon ausgehen, dass sie schon wissen werden was sie tun 😗.
Unterwegs entdecken wir zwei Reed Frogs – einmal in klein und grün (Foto nix geworden 😖) und einmal in groß und gefleckt – Angolan Reed Frog:
Das Ziel unserer Mokorofahrt ist eine der unzähligen Inseln im Okavango. Hier angekommen geht es nun zu Fuß im Gänsemarsch weiter.
Schon bald entdecken wir eine Zebraherde, die uns Eindringlinge neugierig beäugt.
Zwischendurch bekomme ich die Gelegenheit Zebras auch mal ein bisschen „in motion“ zu fotografieren.
Kurze Zeit später entdecken wir in der Ferne einen Elefantenbullen, der sich in unsere Richtung zu bewegen scheint. Unser Guide - er ist übrigens der „Chef-Poler“ - hat absolut den richtigen Riecher 🤪. Wir platzieren uns entlang des vermuteten Korridors und tatsächlich läuft uns der große Bub direkt vor die Nase 🤪. Da hält man schon mal den Atem an 😮 – jetzt zumindest noch – im Verlauf der Tour werden wir uns an solche hautnahen Begegnungen noch gewöhnt haben.
Die Zeit vergeht wie im Flug und unser Picknick am Ufer des Okavango ruft. Vorher müssen wir aber noch einem stattlichen Baobab einen Fototermin abstatten.
Das Picknick haben wir vom Backpacker mitgebracht und zwar ausreichend Lunchboxen, so dass uns unsere Poler uns nicht beim Essen zuschauen müssen. Für jeden eine Box und die Reste von uns werden auch noch dankbar angenommen. Bei der Aussicht schmeckt es halt besonders gut 😎
Pünktlich zur Abfahrt lockern die Wolken auf und es zeigt sich für kurze Zeit wieder schönster blauer Himmel mit dekorativen Schäfchenwölkchen – so ist’s recht 😘! Das böse Karma muss doch zu vertreiben sein 😈.
Also gleiten wir auf der Rückfahrt durch das Schilf bei Sonnenschein und die Wasserlandschaft sieht gleich nochmal viel schöner aus 🙂
Und überall die schönen Water Lilies 🙂
Adrian hat rechtzeitig für unseren Trip ein neues Spielzeug angeschafft – die neueste Ausführung der GoPro und testet sie hier zum ersten Mal. Diese ist mit einer Sprachfunktion ausgestattet und somit hören wir ab heute nicht zum letzten Mal „GoPro take photo“!
Diese drei Worte werden sich zum Schlagwort unserer Reise entwickeln 😄
Zurück an der Mokorostation herrscht ein wildes Treiben. Hier ist jetzt richtig was los und wir müssen unsere Siebensachen gut bewachen 😮
Einige der Touris benehmen sich voll – im wahrsten Sinne des Wortes – daneben 😈 . So zum Beispiel eine Gruppe volltrunkener Engländer 🤢. Wir wähnen uns in diesem Moment eher am Ballermann auf Mallorca als inmitten des Okavango in Botswana 😈.
Wieder allein in unserem Speedboat geht es glücklicherweise still und bedächtig und diesmal auch ohne technische Probleme voran, so dass wir die Umgebung noch etwas genießen können.
Wieder entdecken wir einen African Fish-Eagle 🤪
Am Ufer machen wir ein kapitales Krokodil aus – ich find die echt gruselig 😐.
Auch diese Landschaft nochmal bei blauem Himmel mit Wölkchenformation 😁.
Black Crake
Hier sind ist die Birderfraktion gefragt – könnten dies Magpie Shrike sein????
Zum Schluss noch fast eine Sensation 🤩 🤩! Ein Hund durchschwimmt den Fluss als würde er das täglich tun – für unseren Geschmack ein gefährliches Unterfangen 😕.
Hoffentlich wird er auch künftige Flussquerungen heil überleben. Der Hund kommt übrigens nicht aus dem Nichts – hier am Flussufer haben sich wohl betuchte Einheimische die schönsten Villen gebaut.
Und nochmal ein Rätselvogel – Reed Cormorant????
Lilac-breasted Roller – wir geben ihm der Einfachheit halber einen neuen Namen: „Rollercoaster“ 😛 – und diese Art wird uns noch sehr häufig begegnen.
Zurück im Backpacker werden wir schon sehnsüchtig von Rentia erwartet. Wir haben ja etwas Verzug, da uns die Unregelmäßigkeit Nr. 1 unseren Zeitplan etwas vermasselt hat.
Wir haben uns mit den "Unregelmäßigkeiten" übrigens immer gut arrangiert - die Aufzählung dient lediglich eventuell mitlesenden "Newbies", dass man in Afrika besser nicht "Spitz auf Knopf" planen sollte 😗
Heute erwartet uns Livemusik von einer mehr als begnadeten jungen Sängerin. Sehr schön! Das Abendessen schmeckt bei dieser Untermalung und passender abendlichen Stimmung gleich doppelt so gut.
Zufrieden und voller Aufregung auf den morgigen Tag fallen wir zur unglaublichen Froschmusik des Okavango-Deltas müde in unsere Betten!
Morgen früh werden die Autos gebracht, noch ein paar Einkäufe erledigt und dann geht es durch das Moremi Game Reserve in Richtung Third Bridge. Das Abenteuer kann beginnen 😎
Teil 522. Aug. 2017
Into the Wild – und warum „Sichtungsglück“ SichtungsGLÜCK heißt
Der heutige Morgen ist ebenso kalt wie der gestrige 🙄. Wir packen unsere Siebensachen und genießen das wirklich gute und wieder frühe Frühstück.
Avis soll planmäßig unsere beiden Autos spätestens um 8.00 Uhr hier im Backpacker anliefern. Wir sind auf jeden Fall schon Mal pünktlich abfahrbereit.
Aber wir sind hier ja in Afrika 🤪 – um 8.00 Uhr ist noch Nix zu sehen von Avis. Also stehen wir hier noch ein bisschen doof in der Gegend rum bzw. vertreten uns noch ein wenig die Füße 😕. Außerdem erhalten wir von Adrian die wichtigsten Informationen zum Fahren auf unterschiedlichen Belägen, Verhalten im Konvoi und die Handhabung der Funkgeräte, die in jedem Auto verfügbar sind sowie das Briefing für unsere heutige Strecke.
Foto: Adrian
Um 9.00 Uhr rollt dann endlich ein Avis-Auto an – richtig, nur EIN Auto – denn mit dem zweiten gibt es ein Problem 😮. Aufgrund eines ungeplanten Ausfalls unseres ursprünglich zugeteilten Wagens musste ein Ersatzfahrzeug her, dass seit gestern von Johannesburg aus auf dem Weg zu uns ist. Der Avis-Mitarbeiter ist sichtlich bemüht und versichert uns, dass es in Kürze hier eintreffen wird.
Wir beladen in der Zwischenzeit Fahrzeug Nr. 1, das konfiguriert wie bestellt schon mal eingetroffen ist. Ein nigelnagelneuer Ford Ranger, DC, Automatik XLS mit 2 Dachzelten, jungfräulichen 3.000 KM auf der Uhr und ebenso nagelneuen Reifen – die blaue Schutzschicht ist noch zu sehen. Das sieht doch schon mal gut aus 🙂.
Eine ganze Weile später rollt dann auch der zweite Wagen auf den Hof. Ebenso ein Ford Ranger, DC, Schaltung (Automatik bestellt), 1 Pop-Up Zelt (2 Dachzelte bestellt). Wir bieten dem freundlichen Avis-Mitarbeiter trotzdem einen Lift zurück zur Avis-Station an, denn es fehlt auch noch irgendetwas - ich erinnere mich allerdings nicht mehr was genau.
Adrian hat zum ersten Mal Mietwagen über Avis gebucht und ist schon mal gelinde gesagt „not amused“ – aber es kann und wird noch Schlimmer kommen - und außerdem haben wir in diesem Moment auch keine Verhandlungsmöglichkeit - es ist Hochsaison und wir wollen los 😠. Und hier wären wir bei Unregelmäßigkeit Nr. 2 angelangt.
Auf dem Hof von Avis steht das vermutlich für uns vorgesehene Auto mit einem kleinen Schaden 😗. Zuerst dachten wir es wäre ein Einschussloch – aber der hat sich nur mit einem Elefanten angelegt 🤩.
Nachdem wir dann endlich startklar sind müssen wir noch im Liquor Shop eine nicht unerhebliche Menge an Getränken einkaufen, Geld ziehen und Holz beschaffen.
Die Auswahl im Liquor Shop ist immer noch sehr dünn – am Wochenende scheint in Maun viel Alkohol geflossen zu sein 🤪. Bargeld ziehen wir zum Abschluss noch am ATM an der Shell Richtung Ortsausgang - hier ist es etwas ruhiger 😉
Mit insgesamt zweistündiger Verspätung machen wir uns dann endlich auf den Weg!
Von jetzt an sind wir als „Safari 1“ (Adrian & Rentia) – „Safari 2“ und „Safari“ 3 (die Besetzung wechselt noch in den ersten beiden Tagen) on the road.
Wir sind noch auf der Tarroad circa 10 Kilometer hinter Maun, als plötzlich ein Auto mit wilder Lichthupe heranrast 😵. Es ist ein Avis-Fahrzeug und der Fahrer fuchtelt wild und zeigt uns an, dass wir anhalten sollen. Das wird doch kein Überfallkommando sein?
Nein es ist Mr. Avis, der doch glatt noch einen Satz Bettzeug und Handtücher loswerden möchte 😊. Na das wäre ein Ding gewesen – ein Paar ohne warme Bettdecke 😗 …. Zugegebenermaßen haben wir die Autos zwar gecheckt, aber das Bettzeug sah irgendwie im Volumen mehr aus, als es tatsächlich war 🤪.
Wir bedanken uns und schon bald verlassen wir nun endlich für mehrere Tage die Teerstraße und Luft muss abgelassen werden.
Bald erreichen wir den Buffalo Fence, wo wir nochmal schönes Holz finden und überall in und auf den Autos verteilen – davon brauchen wir nämlich eine ganze Menge, schließlich sind wir jetzt erst mal fünf Tage in der Wildnis. Seht Ihr übrigens den tollen blauen Himmel mit Schäfchenwölkchen 😘
Auf dem Weg zum South Gate Moremi treffen wir den ersten Elefanten des Tages.
Ich werde zur Chefbeauftragten „Elefantenzählerin“ von Adrian bestimmt und führe ab sofort fleißig Strichliste. Warum - das werden wir später erfahren 😗.
Inzwischen ist es schon Mittagszeit und die Campsite direkt am South Gate kommt uns wie gerufen.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Weil es heute Morgen echt zu frostig war nutze ich den Stopp für eine schnelle Dusche und vertreibe mir die Zeit beim Fotografieren während Rentia mit der Zubereitung unseres Mittagessens beschäftigt ist.
Foto: Gerald
Baby Manguste 😘
Selbstverliebter Yellow billed Hornbill …..
…. der sehr gerne auch mal Autofahren möchte 🤪
Ein süßes Tree Squirrel – wartet auf ein Fotoshooting 😄
Es wird bald Zeit unsere Fahrt fortzusetzen – ihr erinnert Euch? Wir haben ein nicht unbeträchtliches Delay 😗.
Unterwegs sichten wir etliche Tiere: Zebras, Impalas, Giraffen, Elefanten, Kudu, Wasserböcke, Schakale … Hier mal eine kunterbunte Auswahl..........
Bateleur Steppe Eagle Danke Bele und Matte 😘
Allgegenwärtig – Superb Starling
Hier eine Erstichtung für uns – Leierantilope / Halbmondantilope / Tsessebe / Topi - sucht Euch einen Namen aus 😉
Ground Hornbill bei der Landung
Sogar Pelikane hat es in diese Gegend verschlagen
Auf dem Weg gibt es immer etwas zu sehen und wir kommen nicht so recht vorwärts 😗
Southern Red-billed Hornbill
Foto: Gerald
Langsam sinkt die Sonne bedenklich und wir haben noch ein ganzes Stück bis Third Bridge. Ich bin heute Beifahrer in „Safari 2“. Wir folgend in möglichst staubfreiem Abstand „Safari 1“ und wir alle scannen die Umgebung ab. Das Gras steht hoch, die Sonne tief und es wird bald immer schwieriger Tiere auszumachen.
Über Funk erreicht uns von „Safari 3“ die aufgeregte Meldung: „Leopard – direkt vor uns!“ 🤩 🤩
Safari 3 ist weit hinter uns und nicht in Sichtweite. Safari 1 und 2 versuchen nun schnellstmöglich in der engen Fahrspur zu wenden, um den Aufenthaltsort der begehrten Spezies zu erreichen 🤩
Und das wäre dann Ihr Preis gewesen 🤢 😮 🙄
Foto: Gerald Foto: Gerald Foto: Gerald Foto: Gerald Die Insassen von Safari 1 und 2 sind ziemlich zerknirscht, dass diese tolle Sichtung durch die Lappen gegangen ist - aber wir freuen uns natürlich für die (sichtungs-) glücklichen Insassen in Safari 3 😛.
Ich bin trotzdem ein bisschen angefressen, zumal wir gerade den schönsten Sonnenuntergang mit dekorativsten Wölkchen vor der Nase haben und aufgrund der einbrechenden Dunkelheit nicht mehr anhalten können 😈.
Für Fotos ist das Geschaukel im Auto natürlich nix und wir erreichen Third Bridge in der Tat eine Minute vor Toresschluss 😵.
Adrian kommt aus dem Office mit leider noch weniger erfreulichen Nachrichten! Das Camp ist völlig überbucht – Doppelbuchungen aufgrund von Systemausfällen 😈 😈 ! Ein Schelm, wer da Böses denkt 🤨!
Ich bin - als Einzige - reichlich bedient 😈 – auch wenn ich im Forum kurz vor unserer Abreise davon gelesen hatte – das gefällt mir persönlich ganz und gar nicht 🤢 😈.
Wir müssen uns die lange vorher gebuchte Campsite Nr. 1 also teilen. Und da wäre sie dann, die Unregelmäßigkeit Nr. 3 😈.
Im Dunkeln rangieren wir die Autos neben einen Camper von Britz, dessen Insassen sich schon häuslich eingerichtet haben. Die Camper sind ein junges Pärchen aus Frankreich – sie finden die Situation bestimmt noch blöder – nix mit trauter Zweisamkeit 😕.
Foto: Gerald Vielleicht lesen die beiden ja auch mit 😎
Wir laden die beiden auf jeden Fall zu einem Getränk ein und arrangieren uns so alle letztenendes doch vortrefflich mit der unerfreulichen Situation 😛.
Und es kommt noch schlimmer! Eine italienische Gruppe direkt neben uns auf Campsite Nr. 2 – die beglücken uns in bis weit in die Nacht und am nächsten Morgen zu auch für afrikanische Verhältnisse unchristlichster Stunde mit rücksichtlosem lautem Geschnatter und Gezeter 😈 😈 🤢
Aber zurück zu unserem ersten Abend als Camper. Der Zeltaufbau ist einfacher als gedacht, auch im Dunkeln keine große Sache 🙂 - wir haben natürlich auch professionelle Hilfe 😛.
Glücklicherweise kümmern sich Rentia und Adrian um unser Lagerfeuer und auch um das Abendessen - das sind einfach zwei Schätze! Denn wir müssen uns alle erst mal ein wenig sortieren - so als "Camping-Rookies" 😄
Foto: Gerald Foto: Gerald Im Dunkeln entdecken wir noch ein Buschböckchen, das hier wohl ein sicheres Plätzchen für sich gefunden hat und beschlossen hat, hier bei uns zu übernachten 🙂 .
Wie von Zauberhand wird uns in kürzester Zeit ein wunderbares Abendessen kredenzt 🙂 Rinderfilet, Süßkartoffel und Maiskolben vom Grill mit Bohnensalat.
Foto: Gerald Foto: Gerald Zum Nachtisch Schokobananen ebenfalls vom Grill.
Foto: Gerald Keine Ahnung, wie Rentia das hinbekommen hat 😐 – eine Meisterleistung unter den gegebenen Umständen! Extremst Lecker!!
Wir Mädels verschwinden alsbald in unseren Zelten - die Männer machen es sich noch ein wenig am Lagerfeuer gemütlich.
Auf dem Weg zu den Ablutions stolpern die Jungs später wohl noch über zwei im Camp herumstreunende Hyänen 🤩 – das ist für mich aber nur „Hörensagen“ und um diese Begegnung würde ich mich auch nicht unbedingt reißen 😗.
Zu den Klängen des Buschs – schmatzenden Hippos im Schilf, den im Camp herumstreunenden Hyänen und Löwengebrüll in weiter Ferne 😘 – aber auch dem Geschnattere unserer lieben italienischen Nachbarn 😈 - schlafen wir bald alle ein.
Für alle Interessierten, stelle ich am Ende des Berichts auch immer den Link zur selbst gefahrenen Strecke ein. Wir haben über komoot das jeweilige Routing aufgezeichnet.
Morgen geht es weiter Richtung Khwai – und morgen Kinder wird’s was geben - ein Tag, den wir so schnell nicht vergessen werden!
Teil 623. Aug. 2017
Water Crossings - Try to Arrive Alive 😉
Es ist noch stockdunkle Nacht und wir werden von merkwürdigen Geräuschen auf der Nachbarcampsite geweckt 😠. Die Italiener debattieren LAUTSTARK während sie noch im Dunkeln ihr Camp abbauen 😈 😠. Ruhe kehrt erst wieder ein, nachdem sie mit lautem Getöse von dannen gezogen sind.
Good Morning World 🙂 !
Mein kritischer Blick gen Himmel 😕 – das darf doch nicht wahr sein 😈! Heute Abend müssen wir wohl nochmal eine Voodoo-Session einlegen 😣.
Foto: Gerald
Auf dem Weg zum Zähneputzen entdecke ich das Bushböckchen von gestern Abend sehr entspannt in seinem kuscheligen Bettchen.
Ein ziemlich zerzauster Coppery-tailed Coucal - wohl auch wegen der Ragazzi zu früh aufgewacht 🤪.
Nach dem Frühstück setzen auch wir unsere Reise fort. Unser heutiges Ziel - das Magotho Camp am Khwai.
Direkt nach dem Camp erwartet uns die erste Wasserdurchfahrt 🤩 – bin ich froh, dass ich heute wieder nur Beifahrer bin. Die Mädels sind für die Tiefsandstrecken eingeplant 😄 😄
Weiter geht es durch dichtes, hohes Gras – man nennt das glaube ich auch „Heavy Going“ 😎.
Guten Morgen Du Schöne!
Foto: Gerald
Noch vor Erreichen der 4th Bridge entdecken wir Lechwe-Antilopen 🙂
Foto: Gerald
Ein Southern Ground Hornbill beim Frühstück – guten Appetit 🤨!
Foto: Gerald
Bald erreichen wir die 4th Bridge.
Foto: Gerald
Grey Heron – sieht aus, als ob er frieren würde 😐
Little Egret an Impala
Foto: Gerald
Eine beeindruckende Baumformation – wie klein doch das Auto dagegen erscheint 😗
Wir fahren weiter durch die bizarre Sumpflandschaft – es hat noch viele kleinere Wasserdurchfahrten – und entsprechend langsam kommen wir voran.
Foto: Gerald
Prächtiger Saddle – billed Stork
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Und nochmal durch Wasser – also hier ist mal gar nix abgetrocknet 😕
Great Egret im Brutkleid (Danke Matthias 😘)
Long-toed Lapwing
Foto: Gerald
Nochmal Grey Heron – die sieht man hier nun wirklich überall 🙄
Wir nehmen nehmen nun einen Abzweig, der uns in ziemlich morastiges Gelände führt. Also heißt es wieder umkehren. Wir fahren durch bizarre Landschaften mit unglaublich viel Federvieh.
Nochmal zwei Fish Eagles
Zur Abwechslung mal neugierige Kudus 😛
Little Egret gemeinsam mit Glossy Ibis
Sodele! Und mitten in den Sümpfen des Moremi – wir müssten so auf Höhe von Xakanaxa sein – scheint „Safari 3“ ein Problem bei der Wasserdurchfahrt zu haben 😵 😵.
Der Hilux von Adrian und Rentia sowie unser Ranger sind noch ohne jegliche Probleme durchgekommen. Im Rückspiegel sehen wir allerdings, dass "Safari 3" sich keinen Meter mehr bewegt 😣 😮.
Über Funk machen wir Meldung an „Safari 1“. Adrian und Rentia kehren unverzüglich um und nun beginnt eine langwierige Bergungsaktion. „Safari 3“ schafft es trotz Anleitung von Adrian definitiv nicht aus eigener Kraft aus dem Wasserloch heraus. Die Fahrspur wurde wohl durch unsere beiden vorausfahrenden Fahrzeuge derart aufgewühlt, dass der Wagen nun feststeckt. Und schon sind wir bei der selbstverschuldeten Unregelmäßigkeit Nr. 4 angelangt.
Wir wollen uns grade gar nicht vorstellen, was das für ein Gefühl sein muss, wenn man hier ohne Begleitfahrzeug feststeckt 🤢.
Umgeben von nicht nur angenehmen Zeitgenossen 😣
Adrian weist uns an, genau dort stehen zu bleiben wo wir gerade sind. Von nun an verfolgen wir aufmerksam das Geschehen – behalten aber auch mit Argusaugen die Umgebung im Blick 😕.
Wir entdecken wieder einen Fish Eagle - eine mehr als willkommene Ablenkung 🤪
Irgendwann taucht ein offiziell aussehendes „Research“-Fahrzeug auf – der Fahrer beäugt die Lage – und macht sich grußlos wieder von dannen 🙁. Auch nicht gerade nett 😣.
Adrian kraxelt auf, unter und über die Autos und sucht nach der günstigsten Stelle am Wagen zur Anbringung eines starren Bergungsseils. Der erste Bergungsversuch scheitert – der Ranger bewegt sich keinen Millimeter 😵.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erreicht uns über Funk die Meldung von „Safari 3“, dass der Ranger bedenklich absinkt und bereits Wasser eindringt 😣 😗.
Außer dem Fahrer müssen nun die beiden Beifahrer durch die Fenster aus dem Wagen klettern 😮.
Ein Konvoi südafrikanischer Camper nähert sich und die Schaulustigen versammeln sich um den Ort des Geschehens. Es werden fleißig Fotos und Videos gemacht 😣. Unser armer Fahrer im Wasser muss sich vorkommen wie im Zoo 😠.
Das nun hoffentlich richtige elastische Spezialseil ist an der nun hoffentlich richtigen Stelle angebracht. Rentia hat nun die verantwortungsvolle Aufgabe „den Karren aus dem Dreck zu ziehen“ während Adrian die Anweisungen von außen gibt. Ich habe keine Ahnung von solchen Bergungen – aber da müssen wohl alle Faktoren passen, um erfolgreich zu sein.
Rentia nimmt mit dem Hilux ordentlich und mit Schmackes Anlauf und es klappt tatsächlich 🙂. Der festgefahrene Ranger ist aus der misslichen Lage befreit und schafft es dann auch aus eigener Kraft wieder aus dem Wasser. Es folgen „Standing Ovations“ von allen Unbeteiligten!!!!
Puh 🤪! Das wäre also geschafft – nachdem alle wieder im Trockenen angekommen sind und Adrian das ganze nasse Geraffel wieder verstaut hat müssen sich alle erst einmal sammeln. Wir lernen: Seilwinde sollte das letzte Mittel der Wahl sein und nur von jemandem bedient werden, der wirklich weiß, was er zu tun hat. Häufig gehen diese Aktionen wohl richtig schief. Ebenso wie niemals nie ein Bergungsseil an der Anhängerkupplung befestigen – auch das geht zu 99% richtig schief !!
Nun aber nix wie weiter! Und hoffentlich ohne weitere Water Crossings 🤢 – da haben wir jetzt natürlich alle den allergrößten Respekt 😗.
Nach einigen sichtungslosen Kilometern erreichen wir eine frühere Campsite die jetzt von Warzenschweinen, Impalas und Mangusten eingenommen wurde.
Und hier erwartet uns ein weiteres Hindernis 😮. Breeding Herd von links und rechts. Wir verhalten uns möglichst unauffällig und warten geduldig auf die Weiterfahrt 😗
Endlich erreichen wir unser Ziel für einen Lunch-Stop – den „Dombo Hippo Pool“.
Hier erholen wir uns erst einmal von der Aufregung bei einem kurzen Lunch und genießen die herrliche und einsame Umgebung in Gesellschaft von Hippos und allerlei Vögelchen.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Western Great Egret
Zwischenzeitlich wird sogar der Himmel etwas heller 🙂
Nach dieser erholsamen Pause haben wir Kraft getankt für die restlichen Herausforderungen des Tages. Auf dem Weg zum North Gate begegnen uns noch weitere Elefanten sowie eine Gruppe von Zebramangusten.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Angekommen am North Gate trauen wir unseren Augen nicht 😮. Mr. Avis winkt uns freudig entgegen – er wartet hier wohl schon seit Stunden auf uns und hat uns ein neues Auto mitgebracht 😐. Wir schauen erst mal ganz schön dumm aus der Wäsche.
Den abgesoffenen Ranger möchte er wieder mitnehmen – ist uns soweit nicht unrecht - den hätten wir so schnell gar nicht wieder trockengelegt. Der Wagentausch soll auf unserer Campsite stattfinden, wohin er uns begleiten wird. Also fahren wir nun im Konvoi mit vier Wagen weiter. Zunächst über eine weitere Holzbrücke vorbei an allerliebster Landschaft.
Kurz nach dem Gate scheint die Straße irgendwie – aber nicht eindeutig – gesperrt 😐. Da Adrian unbeirrt weiter fährt, folgen wir unauffällig 😗.
Der Grund für die Sperrung erschließt sich uns bald: Eine Wasserdurchfahrt an der schon weitere sehr unschlüssigen Fahrer warten – die sieht verdammt tief aus 😣 😣!
Nun ist Adrian ja ein Profi und fährt einfach durch 🤩. Der Hilux taucht ziemlich in der Mitte derart tief ein, dass ich vor Schreck vergesse ein Foto zu machen 😮. Klar schaffen die beiden diese Durchfahrt mit Bravour – aber wir werden da definitiv nicht durchfahren 🤢 🤢! Auch Mr. Avis schüttelt mit bedenklichem Blick den Kopf – aber er kennt eine weitere mögliche Durchfahrt. Wir folgen ihm sehr dankbar und er testet diese alternative Durchfahrt für uns.
Das scheint machbar, also Augen zu und durch 😣 – und……………….geschafft 🙂 !!
Ab hier folgen wir der sogenannten „Transit Road“. Es ist schon wieder kurz vor Einbruch der Dunkelheit und sind in Gedanken schon beim Aufbau des Camps.
Da erreicht uns die Meldung über Funk: „Wild Dogs!“ 🤩 🤩
Und da sind sie tatsächlich – mitten auf der Straße – ein ganzes Rudel läuft uns direkt vor die Nase 😛! Ich kann es mir nicht verkneifen einen Freudenschrei loszulassen 😄 😄. Meine Mitfahrer sind sichtlich irritiert 😗. Diese Sichtung habe ich mir so gewünscht! Einfach nur toll!
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
So schnell wie sie aufgetaucht sind, sind sie aber auch schon wieder verschwunden und wir müssen uns ohnehin sputen – sonst wird es eine weitere Ankunft im Camp bei Dunkelheit 🤢. Unser Weg führt uns nun entlang des Khwai und zum Abschluss entdecken wir noch einen prächtigen Eli.
Mitten im Nichts erreichen wir die Campsite: Das Magotho Camp (Khwai Community Campsite). Wir staunen nicht schlecht – hier gibt es Nichts - rein gar Nichts 😐 😐! Also auch nix mit Ablutions 😵! Hier ist einfach nur pure Natur.
Und wen entdecken wir ganz in unserer Nähe? Unser französisches Pärchen von gestern – denn auch hier gibt es wieder eine Doppelbuchung mit den beiden – allerdings sind die Campsites so groß, das wäre mir gar nicht aufgefallen. Und da wir uns ja schon kennen, ist die Freude groß 🙂!
Zunächst müssen wir aber Autos „umtauschen“. Der sowieso nicht bestellte Hilux mit einem Pop-Up-Zelt geht zurück und wir bekommen ein Modell mit 2 Dachzelten. Das geht recht fix und es ist ja schon fast dunkel, so dass wir den Wagen nur auf Vollständigkeit hinsichtlich der Ausstattung prüfen können – ein fataler Fehler, wie sich im Laufe der kommenden Tage noch herausstellen wird 😣 😣!
Aufgrund der schon fortgeschrittenen Stunde richten wir uns erst mal mit dem Gröbsten für die nächsten Tage ein. Adrian zaubert ein „Bush-Loo“ und eine „Bush-Dusch“ aus dem Hilux 🤪. Die „Bush-Dusch“ hat sogar warmes Wasser – was braucht man mehr! Ein Traum!
In der Zwischenzeit ist Rentia schon wieder mit dem Abendessen beschäftigt. Heute gibt es Beef-Stew aus dem Potje mit Milipap und Gemüse und zum Nachtisch wird eine Schokotarte gezaubert.
Im Bild ist der "Beikoch" 😄 Rentia ist anderweitig beschäftigt 😄 😄
Fantastisch, was unsere Zauberkünstlerin für Leckereien zaubert – und sie ist immer die Ruhe selbst 😘 😘.
Um uns herum sehen wir in der Dunkelheit viele leuchten Augen – Impalas! Adrian beobachtet die Umgebung auch immer mal wieder mit einem Nachtsichtgerät. Aber außer Unmengen von Impalas ist nix zu sehen, wovor wir uns fürchten müssten.
Völlig erschöpft von den heutigen Abenteuern fallen wir alle recht zeitig in unsere Zeltbetten. Plötzlich ein Geräusch – es hört sich an, als käme es aus der Richtung direkt hinter unserem Zelt 🤩. Ein lautes, fast sägendes Geräusch 🤨.
Gespannt lauschen wir nach Draußen – können das Geräusch aber gar nicht zuordnen. Aus dem Hilux-Zelt hören wir leise: „Leopard“ 🤩 und schon ist Adrian aus dem Zelt geklettert und sucht die Umgebung ab – aber offensichtlich ist der Leo verschwunden. Sehr aufregend sage ich Euch! Das ist schon eine spannende Sache so Mitten im Busch. Und wir fühlen uns da oben auf dem Dach auch recht sicher. Der Leo lässt sich leider nicht mehr hören – dafür aber die nahen schmatzenden Hippos am Khwai und ab und zu mal eine Hyäne.
Morgen erwartet uns ein recht entspannter Tag am Khwai und wir werden Zeugen einer ganz außergewöhnlichen und herzzerreißenden Begegnung
Teil 725. Aug. 2017
Ein Tag am Khwai – Between Joy and Sorrow
Nach einer erholsamen Nacht – allerdings sind die Matrazen auf Dauer schon recht gewöhnungsbedürftig 🙄 – werden wir alle durch Adrians Ruf geweckt: Wilddogs! 🤩
Aus allen Zelten ragen blitzschnell die Köpfe – und da stehen tatsächlich drei Wilddogs auf unserer Campsite 🤩. Wie immer verschwinden sie, so schnell wie sie gekommen sind. Die Erinnerung tragen wir aber auch ohne Beweisfoto in uns 😘.
Hier im Baum wohnt eine niedliche Pearl-Spottet Owlet 😘. Rentia kennt die Kleine schon von vorherigen Besuchen und ohne ihre Hilfe hätte ich sie sicher nie entdeckt - könnt Ihr sie finden?
Nebenbei bemerkt kann ich schon mal positiv vermelden, dass es heute keine Unregelmäßigkeit geben wird 🤪.
Schon kurze Zeit später – wir sind noch nicht mal zum ersten Kaffee gekommen – entern drei Elis das benachbarte Camp 😮.
Heute morgen ist es leider wieder total bedeckt aber deutlich wärmer als in den letzten Tagen. Wir wollen es langsam angehen lassen und es uns hier erst einmal gemütlich. Zum Frühstück gibt es eine super-leckere Hackfleischpfanne mit Ei.
Vier Vervet Monkeys wollen ebenfalls frühstücken – sie bekommen natürlich nichts – bleiben aber dennoch zurückhaltend 🤪.
Buffalo Weavers
hoffen ebenfalls auf eine milde Gabe 😄.
Danach suchen wir erst mal die sanitären Anlagen auf bzw. richten diese fachmännisch ein 😄 😄.
Foto: Gerald
„Busch-Loo“
„Busch-Dusch“ – besser als jede Luxusdusche mit Schnickschnack 😛
Adrian trocknet derweil die Bergungsseile in der Hoffnung, dass sie erst mal nicht mehr benötigt werden 🤢
Zur Mittagszeit klart es doch tatsächlich auf und es zeigt – zumindest zeitweise - wieder schönster blauer Himmel mit Wölkchen 😎. Aber an meinem bösen Karma müssen wir trotzdem noch weiterarbeiten 😈!
Gegen 13.00 Uhr starten wir den kurzen Weg hinunter zum Fluss – die Franzosen wollen uns gerne begleiten.
Blacksmith Lapwing
Foto: Gerald
Lilac-breasted Roller alias Rollercoaster 😄
Natürlich darf der African Fish Eagle nicht fehlen.
Emerald-spotted Wood Dove
Nochmal „Rollercoaster“ – ich finde die einfach schön 😘
Die Elis leben hier im reinsten Paradies – entsprechend gibt es viele davon – und bieten daher auch die unterschiedlichsten Fotomotive. Sorry, aber ich konnte mich wirklich nicht entscheiden – und ich hab‘ wirklich schon großzügig aussortiert 😐.
Und Hippos gibt es hier natürlich auch reichlich 😛
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Eine besonders amüsante Darbietung liefert die Hippo-Familie 😄 😄. Das Zweitkleinste scheint eine kleine hyperaktive Rotznase zu sein 😛. Zumindest mischt es die Runde ordentlich auf 😘.
Bin ich froh, dass ich im richtigen Moment ein Video aufgenommen habe – zum Piepen 😄!
Hier ein Rätselvogel – ich habe den Newmans’s rauf und runter studiert – aber irgendwie passt immer ein Detail nicht – wahrscheinlich irgendetwas „Juveniles“ oder „Immatures“ – ich habe keine Ahnung 😕 😵! Danke Matthias 😘 Ein immaturer Fish-Eagle
Foto: Gerald
Zwischendurch mal keine Dickhäuter 😗
Diese Herrschaften genießen sichtlich ihr nachmittägliches Schlammbad. Einfach Herrlich!
Es wird gesprustet, was das Zeug hält....
oder gleich tief hineingegraben....
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Auch diese unangenehmen Zeitgenossen treiben sich hier rum 🤨.
Foto: Gerald
Und hier gibt es gleich Streit 😮
Pelikan an Hippo
African Spoonbill an Croc
Foto: Gerald
Wenn der Kleine mal den Mund nicht zu voll genommen hat – Erstickungsgefahr 🤩!
Heron – Striated?? Das Foto ist zwar unscharf, aber wie ich finde ein interessanterSchnappschuss 😗
Hier in dieser herrlichen Kulisse steigen wir aus, um eine neue südafrikanische Sportart zu erlernen 😗
„Kudukack-Weitspucken“ 😣 – Adrian wird von meinem Mann besiegt – aber alle machen wir da auch gar nicht mit 😛.
Obwohl „Kudukack“ wohl geschmacksneutral wie eine Plastikkugel sein soll 😐. Naja – trotzdem eklig 😣.
Foto: Gerald
Da ist das Federvieh doch wesentlich interessanter 😎.
African Jacana
Spur-winged Goose
Wir sind schon wieder auf dem Rückweg in Richtung Camp und kommen erneut an einer Stelle vorbei, an der wir auf der Hinfahrt bereits den Kadaver eines Elefanten bemerkt haben 🙁.
Die nachfolgenden Fotos möchte ich unkommentiert lassen. Nur so viel, dass nicht nur wir Mädels die Tränen kaum zurückhalten konnten.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Und es fällt mir hier im Bericht genauso schwer, nach diesem ergreifenden Moment mit dem weiteren Verlauf des Tages fortzufahren 😊.
Hübsches Federvieh lenkt uns von der traurigen Stimmung ab.
Little Bee-eater
Foto: Gerald
Grey Heron
Pied Kingfisher
ich rätsele heute noch, wie dieses Foto entstanden ist - eigentlich war da nur einer 😮
Und zum Abschluss unseres kleinen „Ausflugs“ noch ein Suchbild 😛
Zurück im Camp genehmigen wir uns erst einmal einen Sundowner…..
Foto: Gerald
Denn diesen können wir heute endlich gebührend zelebrieren…… 🙂
Heute gibt es extrem leckeres, selbstgebackenes Brot aus Potje, Folienkartoffeln, Gemüse und gegrilltes Hühnchen. Miamiam!
Um uns herum sind in der Dunkelheit wieder die nun nicht mehr so angsteinflößenden leuchtenden Äuglein von Springböckchen und Schakalen zu sehen.
Dieser erste Ruhetag hat uns allen extrem gutgetan und ist für unseren Geschmack schon wieder viel zu schnell vorbei.
In der Nacht hören wir Löwengebrüll ganz nah – Adrian schätzt die Entfernung auf mehr als einen Kilometer aber gefühlt sitzt er direkt hinter unserem Zelt 🤩. Und mal ganz abgesehen davon, hätten wir ihn viel lieber auch mal zu Gesicht bekommen 😈.
Morgen geht es über die Mababe Depression vorbei an Savuti auf der Sandridge Road Richtung Linyanti – Tiefsand ist angesagt 🤩 !
Teil 827. Aug. 2017
Plowing through Deep Sand
Ein neuer Tag bricht an – wir erleben ihn bei herrlichem Morgenrot mitten im Busch. Kann es etwas Schöneres geben?
Und es ist mein großer Tag 🤩! Es ist nämlich Tiefsand- und somit Mädelstag! Zumindest was ein Fahrzeug betrifft. Ab heute beschließen wir nämlich, dass sich die beiden Touriautos in Jungs und Mädels aufteilen. Da die beiden anderen Mädels heute kein Autofahren möchten –habe ich gerne das Vergnügen 🙂!
Wir Mädels bekommen den komfortableren Ranger zugesprochen. Die Männer möchten gerne beweisen, dass sie die Herausforderung auch mit dem Schalter hinbekommen 😛.
Wir verabschieden uns von dem französischen Paar – unsere Wege werden sich heute trennen – was wir heute noch nicht wissen: wir werden sie nochmals wiedersehen, da auch sie von Unregelmäßigkeiten nicht verschont bleiben. Dazu aber in einem viel späteren Kapitelchen.
Es geht erst nochmal kurz zum Khwai runter um nach dem Löwen schauen, den wir in dieser Nacht mehrmals gehört haben. Außer Spuren ist von ihm ist allerdings nichts zu sehen.
Zunächst begrüßen uns Waterbucks und Hippos zur frühen Morgenstund.
Ein hübscher “Rollercoaster” darf natürlich auch nicht fehlen.
Ich tippe auf Tawny Eagle 😕 ?? – Fotos leider sehr suboptimal - mich interessiert aber die Bestimmung 😘
Zur Abwechslung mal was “Gehörntes” 😎.
Kurz vor dem Mababe-Gate machen wir eine kurze Rast für ein zweites Frühstück und eine Pipipause.
Dann geht es in den Park, wo wir bald von einem einsamen Schakal begrüßt werden.
Vermutlich wieder ein Bateleur im Flug.
Diese Schönheiten könnten möglicherweise Booted Eagle sein 😕 😊?! Danke Bele 😘 Es sind wohl "Moulting" 😣 Tawny Eagle 😛
Und nochmal die Antilope mit mehreren Namen Leierantilope / Halbmondantilope / Tsessebe / Topi 😉
Unser Weg führt uns durch weite offene Marschlandschaft
Giraffen sind immer gerne gesehen 🙂
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Kori Bustard
Foto: Gerald
Ein wenig blauer Himmel mit vielen dekorativen Wölkchen 🤪
Und wieder Löwenspuren - Für die Hessen unter der werten Leserschaft - so langsam werden die Männer ungeduldig und fragen gefühlt jede Stunde “Ei wo iss dann der Leew?” Übersetzung für Nichthessen: „Wo ist denn nur der Löwe?“
Foto: Gerald
Hier in der Gegend sichten wir Mädels eine Schlange, die sich über die Straße schlängelt – sonst hätten wir sie nie entdeckt – aber so einen schlängelnden Stock auf der Pad übersieht man dann doch weniger 😛
Und schwupps ist sie wieder verschwunden....
Dank maddys Bestimmungshilfe wissen wir nun auch, dass es sich um eine Olive Whip bzw. Olive Grass Snake handelt.
Wir beobachten sie aus sicherer Entfernung bei geschlossenem Autofenster. Mein weiß ja nie, ob man es vielleicht mit einer giftspuckenden Spezies zu tun hat 😗.
Diese Giraffe im dichten Buschwerk frisst gerade ziemlich press an der Straße, als wir auf ihrer Höhe anrollen 🤩. Wir erschrecken uns mindestens genau wie sie – sie macht einen mächtigen Satz in den Busch 🤩.
Die Marsh Road durch die Mababe Depression zieht sich ziemlich endlos ohne nennenswerte Sichtungen 🙁.
Ein schöner Lichtblick mal wieder ein “Rollercoaster” 🙂
Nun biegen wir von der eigentlichen Strecke etwas ab, um unseren Picknickplatz in der Marabou Pan für unser Lunch anzusteuern.
Adrian war im Mai dieses Jahrs exakt an dieser Stelle und es waren unglaublich viele Tiere hier. Denn hier gibt es ein Wasserloch – und zwar das einzige für etliche Kilometer – aber heute leider totale Fehlanzeige 🤨.
Außer ein paar Elis treibt sich hier mal gar nix rum. Und die Männer jaulen wieder: “Ei wo iss dann der Leew?
Nach einem ausgiebigen Lunch treffen wir wenigstens noch ein bisschen Federvieh.
Ostrich an Eli
Northern Black Korhaan
Foto: Gerald
Es geht vorbei an einem stattlichen Baobab – ich mag diese Bäume sehr 😘
Foto: Gerald
Red-crested Korhaan
Foto: Gerald
Kori Bustard – diese Spezies scheint hier überproportional häufig vertreten zu sein 🤪
Foto: Gerald
Grey Go-away-bird
Nochmal Kori Bustard
Wir erreichen das Gebiet von Savute und passieren Leopard und Sable Hill.
Einige von Euch haben im Vorfeld ja gefragt, warum wir im legendären Savute nicht campieren. Hier mal die Erklärung – aus Sicht von Adrian: Von 1853 bis 1957, also über hundert Jahre lang, war der Savute-Fluss gänzlich ausgetrocknet. Auf wunderliche Weise füllte sich der Kanal dann im Jahre 1957 wieder. Von 1982 bis 2009 ist auf Grund von plattentektonischen Verschiebungen der Kanal erneut komplett ausgetrocknet. Daraufhin legte man ein Bohrloch an und baute Brunnen - auch für die Tiere entlang des Flusses und der Savuti-Marsch. Auch im Jahre 2008 ist wohl kurzzeitig wieder mal Wasser geflossen. Es ist aber nach wie vor ein Rätsel wann und warum der Fluss Wasser führt oder nicht – vieles scheint unterirdisch zu verlaufen. Aktuell gibt es wohl alle Hände voll zu tun, die wasserspendenden Bohrlöcher und Brunnen in Gang zu halten – einige von den Wasserquellen, die einst die Tiere angezogen haben, sind derzeit wohl nicht intakt.
Adrian hat die Gegend bei seinen letzten Besuchen als wenig „ergiebig“ erlebt und daher auch keine Übernachtung für uns eingeplant.
Wir fahren nun über die Brücke des ausgetrockneten Savute und biegen kurze Zeit später links auf die nun 40 KM folgende Tiefsandstrecke ab. Auf dem Weg können wir die ziemlich trostlos aussehenden, wohl aber sehr teuren Stelzenlodges am trockenen Flussufer und die ebenso wenig einladend wirkende Campsite sehen. Um die einstige Legende Savute weiter lebendig zu halten, sind wohl größere Kraftanstrengungen nötig und sind für die dort ansässigen Lodges wohl aber überlebensnotwendig.
Ich bin gespannt, ob Ihr hierzu andere Meinungen/Erfahrungen habt 😕?
So und ab hier fräsen wir uns nun 40 KM im „High Range“ vorwärts.
Es muss sehr vorausschauend gefahren werden, denn es herrscht auf der einspurigen Fahrspur für PKW auch ab und an mal Gegenverkehr. Die von unserer Fahrtrichtung gesehen rechte Spur ist eine LKW-Spur und da sollte man tunlichst nicht hineingeraten!
Wenn dann mal Gegenverkehr kommt heißt es rechtzeitig eine geeignete Stelle auf der Böschung links oder rechts zu finden und hochzufahren. Es gilt hier die Regel, dass das besser motorisierte Fahrzeug Platz macht – ich entscheide aber oft schon sehr frühzeitig selbst Platz zu machen – egal was für einen Motor das entgegenkommende Fahrzeug hat – das sieht man sowie nicht unbedingt auf die Entfernung 🙄.
Wir Mädels haben auf jeden Fall auf dieser Fahrt sehr viel Spaß 😎!
Foto: Frauke
Anbei mal der wilde Zusammenschnitt von ein paar – leider nicht wirklich guten – Handyvideos und die Frontscheibe hätten wir auch mal putzen können 😄 😣
Am Wetterkarma muss übrigens immer noch gearbeitet werden 😈 😈.
Fest steht, dass wir Mädels sehr zügig vorankommen und häufiger mal länger auf den Rest warten müssen. Das Mädelsauto - heute „Safari 1“ also die „Tete“ – in der Mitte die Jungs mit dem Schalter „Safari 2“ und Adrian und Rentia halten hinten die Position, falls es vorne zu Problemen kommen sollte.
Und die gibt es in der Tat 🤢!
Während der Wartephasen bestaunen wir den doch recht tierlosen Busch oder nutzten diese für ungestörte Pipipausen 😛.
An einer ziemlich engen Stelle begegnet uns ein Ehepaar in einem ziemlich alten offenen Landcruiser. Wir plaudern nett und erfahren, dass die beiden in der Gegend leben und gerade Einkäufe erledigen – was für ein Traum – oder doch Albtraum 😐?! Sie wollen noch abwarten, bis der Rest unseres Konvois passiert, da es hier auf diesem Abschnitt kaum Ausweichmöglichkeiten gibt. Auf jeden Fall war es ein netter Plausch – ich glaube in der Einsamkeit ist man froh für jeden zwischenmenschlichen Kontakt 😗
Es dauert wirklich seeehr lange, bis wir endlich die Lichter von Safari 2 sehen. Und die Männer schimpfen wie die Rohrspatzen 😣. Über Funk war doch alles ruhig?!
Ihr erinnert Euch – wir haben den Wagen vorgestern bei der Überraschungsübergabe im Camp nicht genau gecheckt – besser gesagt, war das in der Dämmerung nur bedingt möglich 😗.
Nun stellt sich heraus, dass auf diesem Fahrzeug 4! In Worten: Vier! unterschiedliche Räder montiert sind 🤢. 3 davon Slicks und der linke Pneu komplett neu (nämlich das ehemalige Ersatzrad) 🤢.
Dadurch haben die Jungs natürlich massiv Probleme im Tiefsand, da der Wagen ständig aus der Spur läuft und dazu auch noch NULL Grip hat. Sprich, sie sind einmal steckengeblieben 😣. Und nicht nur das – sie mussten auch noch den Luftfilter ausklopfen, der völlig verdreckt war 😮! Und wir haben davon nix mitbekommen 😐.
Und da wären wir bei Unregelmäßigkeit Nr. 5!
Mr. Avis wird von Adrian noch richtig einen auf den Deckel bekommen und eines steht in diesem Moment fest, diese war für Adrian die erste und letzte Buchung über Avis. Für uns übrigens ganz sicher auch 😠! Aber was hätten wir für eine Wahl gehabt 😐? Mitten im Busch die Übernahme des Wagens verweigern 🙄?
Alles Lamentieren hilft aber nix – wir haben noch ein gutes Stück Weg vor uns und der Wagen läuft ja trotzdem irgendwie. Dieser Streckenabschnitt fordert selbst für multitaskingfähige Menschen vollste Aufmerksamkeit!
Und hier haben wir es schon fast geschafft – was für eine schöne Aussicht nach Stunden im dicksten Mopane-Busch 🙂 .
Bald erste Hinweise auf unser heutiges Ziel.
Im Camp angekommen erledigt Adrian noch kurz die Anmeldeformalitäten im Office. Hier herrscht reges Treiben – es scheinen aktuell feste Unterkünfte gebaut zu werden.
Wir fahren noch ein ganzes Stückchen weiter und richten uns auf Campsite Nr. 1 gemütlich ein. Diese Campsite ist extrem schwierig zu bekommen und muss rechtzeitig vorgebucht werden. Insgesamt gibt es glaube ich nur 3 Campsites. UND es gibt diesmal keine „Doppelbuchung“ 😛.
Ein klitzekleiner Wehrmutstropfen: Es gibt nur kaltes Wasser 😣 😣 – und das auch nicht immer und wenn dann nur spärlich 🙄. Das ist wohl auch seit Mai schon so 😮. Also installieren wir direkt wieder die liebgewordene „Busch-Dusch“ – man muss sich halt nur zu helfen wissen bzw. das richtige Equipment dabeihaben 😉.
Ach und von noch eine kleinen Unregelmäßigkeit ist zu berichten. Wir entdecken in dem ausgetauschten Camper mit den vier unterschiedlichen Rädern leider noch einen Defekt. Der Kühlschrank funktioniert nicht mehr 😣 – irgendwie ist der Saft weg und die Batterie blinkt verdächtig – also alles umladen 🤢. Glücklicherweise haben wir noch ein paar alternative Kühlmöglichkeiten. Für Alleinreisende wäre das der Supergau – also sind wir bei Unregelmäßigkeit Nr. 6 angelangt! Falls Ihr eine Reservierung bei Avis habt – hier ein gutgemeinter Rat: Doublecheck!!
Aber wir lassen uns ja so schnell nicht aus der Fassung bringen 😛
Ist das nicht herrlich? Direkt am Fluss Linyanti mit Blick auf einen Hippopool und gegenüber der Caprivi/Namibia!
Kleine Korrektur: Im Unterlauf wird der Fluss zunächst Kwando/Cuando, dann Linyanti und zuletzt Chobe genannt – hat also drei Namen.
Hier erläutert uns Adrian nochmal den Lauf des Savute-Flusses früher und heute.
Foto: Frauke
Unsere Nachbarn auf Campsite Nr. 2 sind heute nicht sehr gesprächig – aber das wird sich morgen ändern. Gell CHU 😁 Wir bekommen aber noch Besuch. Dieser kleine schwanzlose Crested Barbet hat in den nächsten Tagen eine Dauerkarte bei uns. Wie er wohl sein Schwänzchen verloren hat 😮?
Foto: Gerald
Ein schöneres Plätzchen für einen Sundowner kann man sich kaum vorstellen 🙂
Vor uns die untergehende Sonne inklusive Froschkonzert und schmatzenden Hippos.
Zum Abendessen zaubert Rentia heute extremst leckere Boerewors mit Maccaroni and cheese. Der Nachtisch ist mir leider entfallen – ich glaube es war Melone.
Als Betthupferl besuchen uns noch 2 Elefanten – ein lebendiger Roadblock für unsere Männer – denen die beiden den Weg von den Ablutions zurück zum Camp versperren 😄.
Wie fast jeden Abend fallen wir alsbald müde in unsere Zeltbetten und träumen von Löwen, Leoparden und Hyänen.
Morgen wird ein mega-gechillter Tag! Wir bewegen uns keinen Meter vom Fleck und schauen mal wer uns so besuchen wird 😎
Teil 928. Aug. 2017
Down by the River
Heute scheint zum ersten Mal ein wettertechnisch ganz akzeptabler Tag zu werden 😗 .
Adrian bietet uns einen kurzen „Game-Drive“ an. Wir beschließen allerdings einstimmig, den Tag in etwa diesen Positionen zu verbringen :P:
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Anfangs trauen wir uns nicht hinunter an die Böschung – da sind uns doch zu viele Hippos deutlich zu nah. Und wer weiß, ob es hier nicht auch Krokodile gibt 😮?!
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Diese Beisserchen sind schon seehr respekteinflößend 😣.
Foto: Gerald
Nach dem Frühstück wird dem Spüldienst der Abwasch übertragen – ansonsten wird es heute nicht viel Bewegung geben 😛.
Foto: Fruke
Einzig Adrian liegt für eine Weile unter dem Hilux. Die Funkstille des gestrigen Tages war begründet in einem losen Kabel, das wieder fixiert werden muss. Die Jungs beäugen und kommentieren die Aktion natürlich fachmännisch 🙄.
Neben den hier wohnenden Hippos könnten wir hier auch so einiges an Federvieh vor die Linse bekommen. Und das lässt auch nicht lange auf sich warten. Für Bestimmungsunterstützung bin ich wie immer sehr Dankbar 😘
African Jacana an Hippo
Hartlaub’s Babbler
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Hadeda Ibis
Foto: Gerald
„Rollercoaster“ – Lilac Breasted Roller
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Long-toed Lapwing
Foto: Gerald
Unser Dauergast darf natürlich auch nicht fehlen - der niedliche Crested Barbet ohne Schwanzfedern 😘
Gegen Mittag verziehen sich die Hippos auf die Sandbank, wo sie den restlichen Tag bis zum Einbruch der Dunkelheit verbringen werden. Was mich doch etwas verwundert, denn heute ist ein durchaus sonniger und heißer Tag – ich dachte eigentlich die Dickhäuter halten das solange gar nicht aus ohne einen Sonnenbrand zu bekommen 😐.
Foto: Gerald
Für uns bietet dieser Umstand aber die Gelegenheit uns doch mal ans Ufer zu begeben. Crocs haben wir weit und breit nach gründlicher Inspektion nicht gesichtet.
Wer kann diese Spezies benamsen? 🤩 Scheint sich um zwei nicht heimische Arten zu handeln 😛.
Foto: Gerald
Zwischendurch beschäftigen wir uns mit Insekten. Matthias wird sicherlich wissen, um was es sich da handelt. 😘
Foto: Gerald
Guineafowl
Am Horizont treiben sich auf der namibischen Seite ein paar Elis rum – laut Adrian leben sie dort allerdings gefährlich(er). Sie schwimmen wohl gegen Abend immer wieder rüber nach Botswana – das sind doch einfach clevere Tiere.
(hier nur als kleine Graue Punkte in der Ferne zu sehen 😉 )
Foto: Gerald
Eine Herde Warthogs stürmt das Flussufer und genießt genüsslich ein Schlammbad. Eine herrliche Abkühlung in der Mittagszeit.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Jetzt widmen wir uns aber wieder mal dem Federvieh.
Swamp Boubou im Unterholz
Foto: Gerald
African Jacana
Nach einem leichten Lunch „wandern“ wir Mädels mal Richtung Ablutions, um die heutige Wassertemperatur zu checken. Wir bleiben lieber bei der “Busch-Dusch” 😣.
Dort treffen wir allerdings ein völlig sandpaniertes junges deutsches Paar 🤩. Das Mädel erzählt uns, dass sie sich von Kasane (nicht über die Sandridge Road) kommend hoffnungslos eingegraben haben und eine etwas längere Ausgrabungsaktion hinter sich haben. Sie wollen gleich weiter über die Sandridge Road nach Savute und befragen uns zum Streckenzustand. In diesem Zusammenhang erfahren wir, dass die beiden gar keine Luft abgelassen haben – was wir ihnen dringend für die Tiefsandstrecke anraten, wenn sie heute noch in Savute heil ankommen wollen 😗.
Auf Campsite Nr. 2 trudeln im Laufe des Tages neue Nachbarn ein 🙂. Da wir auf Campsite Nr. 2 häufiger Brauchwasser zapfen, kommt man ins Gespräch – ich allerdings hab’s zu Euch gar nicht rüber geschafft – hätte ich mal geahnt, dass Ihr auch Fomis seid….. 😣 Aber ich meine mich zu erinnern, dass Ihr uns Fleisch abgekauft habt.
Wieder an der Campsite überfliegt uns dieses seltsame Fluggerät – ein Tragschrauber 😮?! Die sind in BOTS wohl gar nicht erlaubt und demzufolge illegal in den botswanischen Luftraum eingedrungen…. 🤢
Foto: Gerald
Hier in der Nähe ist übrigens auch eine Anti-Poaching Einheit stationiert, deren Fahrzeuge hier ab und zu vorbeikommen – wir sehen zufällig auch eine Einheit vorbeifahren.
Und hier unser erster Kill des Tages - Pied Kingfisher beim „Light“ Lunch 😎
Burchell’s Starling
Ein sehr neugieriger Dark-capped Bulbul inspiziert unseren Kofferraum 😏
Nicht weniger neugierig oder gar scheu – Tree Squirrel 😘
Hier mal der Partner von unserem Stammgast - Crested Barbet mit Schwanzfedern 😛
Nochmal Long-toed Lapwing
Hartlaub’s Babbler
Bennets’s Woodpecker
Fork-tailed Drongo im Gegenlicht
White-fronted Bee-eater
Die Warthogs lümmeln derweil immer noch im kühlen Schlamm 😎
Ein Hartlaub’s Babbler trocknet sein Gefieder nach einem erfrischenden Bad
Und hier auch schon der nächste Kill: Black-winged (Black-shouldered) Kite mit Maus zum „Heavy“ Lunch 🤩
Foto: Gerald
White-faced whistling Duck
Crested Barbet mit Schwanzfedern aber trotzdem irgendwie zerrupft 😮
Der Pied-Kingfisher startet den nächsten Angriff aus der Luft 🤪
Und last not least ein Blacksmith Lapwing beim Start
Irgendwie liegt hier Rauch in der Luft 😮. Wir entdecken, dass Richtung Maincamp das hohe Gras entlang der Böschung brennt. Kurz darauf durchbohrt ein lauter Knall die Stille – das war definitiv eine Explosion 🤢 😣. Irgendetwas scheint dort in die Luft geflogen zu sein und der Qualm verdichtet sich. Wir alle schauen vorsichtig nach, was dort wohl passiert sein könnte. Wir wissen es ehrlich gesagt bis heute nicht – die Lage beruhigt sich schnell und das Feuer ist auch bald nicht mehr zu sehen.
@CHU: Habt Ihr eine Ahnung, was da los war?
Auch gegenüber in Namibia steigen Rauchsäulen gen Himmel – Namibia ist ja bekannt dafür, dass es dort oftmals brennt. Das scheint auch ein größeres Feuer zu sein – aber sicher ein Veldbrand. Vielleicht weiss ja die Birderfront mehr. Auf einigen der nun folgenden Sonnuntergangfotos sind die Rauchsäulen in Namibia erkennbar.
Tja – und da sind wir auch schon beim nächsten Schlagwort 😗. Der Tag ist schon wieder fast vorbei 😣 – es ist Zeit für einen Sundowner.
Und hier ein paar Impressionen 😎
Schon bald herrscht Betriebsamkeit auf unserer Campsite. Die hungrigen Gäste wollen ja versorgt werden 😄. Heute gibt es gegrillte Lamb Chops und Spareribs mit Polenta und Gemüse. Zum Dessert zaubert Rentia ein vorzügliches Applecrumble. Leckerschmecker!
Pünktlich nach Sonnenuntergang haben es sich die Hippos direkt vor unserer Nase gemütlich gemacht – ebenfalls Dinnertime 😛!
Wir lauschen wieder den zwischenzeitlich wohlbekannten Geräuschen schmatzender Hippos und singender Frösche andächtig an unserem Lagerfeuer.
Morgen heißt es erst einmal (wehmütig) Abschied nehmen vom Camperleben 🤢 – wir kehren zurück in die Zivilisation 🙁
Teil 1030. Aug. 2017
On the Road again
Tja – heute ist also fast die Hälfte unserer Reise schon vorbei und dies war die letzte Übernachtung so mitten im einsamen Busch 🙁. Eine weitere Nacht im Dachzelt steht zwar noch bevor – aber die wird wenig mit dieser besonderen Art der Einsamkeit und Stille zu tun haben 😈. Dazu aber ein paar Kapitelchen später 🤢.
Heute geht es - leider - zurück in die Zivilisation. Unser Ziel ist die Chobe Safari Lodge in Kasane.
Wir machen uns also auf den Weg – Aufteilung wie gehabt – heute wird das Mädelsauto allerdings von der lieben Katja gelenkt, die zum ersten Mal eine Sandpiste unsicher macht 🤪.
Zunächst geht es über wunderbare Sandpisten entlang der Grenze des Chobe Forest Reserve und schon bald werden wir zum ersten Mal wieder Teer unter den Rädern haben.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Und so viel sei schon vorweggenommen – dies wird die einzige Wildtiersichtung für diesen Tag bleiben 🤢 Red – Crested Korhaan
Foto: Gerald
An diesem Wasserloch direkt an der Pad schlagen wir unser Lager für einen ausgiebigen Brunch auf und machen es uns gemütlich 🙂.
Zu sehen gibt es wieder mal nix außer diesen kleinen Käfer im Pelzmantel 😘. Hinweise zur Identität werden gerne angenommen 😎.
Ab hier sind wir nun immer entlang der Grenze zum Chobes Forest Reserve unterwegs – dieser rote Sand ist für mich der Inbegriff für Afrika.
Die Gegend gefällt uns ausgesprochen gut 🙂
Seht Ihr im Hintergrund den leichten Hügel mit drei Fahrspuren 😗?
Dieser Streckenabschnitt bereitet uns gleich ganz große Freude – Adrian schlägt nämlich überraschend ein kleines Wettrennen vor 🤩.
And the Winner is? Natürlich die Mädels – liegt aber selbstverständlich an den besseren Reifen und der Automatik 😄
An einem schönen Aussichtspunkt ist uns wieder mal nach Albernheiten zumute. Solche Quatschfotos mit einer speziellen App aufgenommen gibt es recht viele. Vielleicht zeige ich im Verlauf des Berichts noch ein paar davon 😎.
Foto: Fruke
Unser Weg führt uns nach diesem Spaß weiter auf der roten Sandpad entlang der wunderbaren Teak Wälder des Chobe Forest Reserve.
Die Wälder wurden in früheren Zeiten intensiv abgeholzt und die Stämme dann über den Linyanti bis zu den VicFalls gefloßt, von wo aus das Holz dann in alle Herren Länder verschifft wurde. Unvorstellbar in der heutigen Zeit.
Schon bald erreichen wir die ersten kleineren Siedlungen und bedauerlicherweise auch die Teerstraße – schon jetzt überkommt uns ein wehmütiges Gefühl 🤨.
Unser erster Halt sind die beiden Baobabs – auch bekannt unter dem Namen „Kavimba Gateway Baobabs“.
Diese sind auch im Film „Die Götter müssen verrückt sein“ zu sehen – allerdings noch zu der Zeit, als noch eine Sandpad zwischen den beiden Bäumen verlief.
Das waren noch Zeiten, bevor der Chinese den Straßenbau in Afrika vorangetrieben hat.
Jetzt muss erst mal wieder Luft aufgefüllt werden und das dauert 😛
Foto: Fruke
Die ersten Roadblocks in Form von Kühen lassen auch nicht lange auf sich warten.
Foto: Gerald
Schau mal Bele „Mabele“ 😎
Bald passieren wir einen Nationalparkposten, bei dem wir uns noch registrieren müssen. Und dann sind wir auch schon auf der Road to Kasane. Diese Transitstrecke führt mitten durch den Chobe National Park.
Die Dichte der Game Drive Geländewagen nimmt nun stetig zu und ehe wir uns versehen sind wir an unserem Ziel angelangt.
Der Rummel in der Chobe Safari Lodge überfordert uns ziemlich 😵. Nach einem Begrüßungsgetränk beziehen wir unsere Zimmer – allesamt mit Blick auf den Chobe und einer kleinen Terrasse. Eigentlich ist übrigens auch diese Lodge überbucht und man wollte uns in der Schwesterlodge Chobe Bush Lodge unterbringen - aber Adrian besteht auf den gebuchten Zimmern.
Ganz ehrlich: im Nachhinein wäre mir persönlich die Chobe Bush Lodge lieber gewesen. Dort waren wir zwei Mal zum Abendessen und hier geht es deutlich ruhiger zu 😗.
Wir richten uns erstmal häuslich ein – schließlich verbringen wir hier drei Nächte. Oberste Priorität hat das Herrichten der Wäsche für die Reinigung. Die Klamotten sind doch schon reichlich eingestaubt. Natürlich genießen wir die warme Dusche in einem Badezimmer aber eigentlich fanden wir die „Busch-Dusch“ doch viel gemütlicher 😛.
Später fällt mir auf, dass ich auch nicht wie gewohnt Fotos von dem Zimmer gemacht habe - so sehr vermissen wir schon jetzt den Busch 😗. Und deshalb halten wir uns auch gar nicht lange im Zimmer auf.
Es folgt eine kurze Verschnaufpause auf der Terrasse mit Blick auf den Chobe und schon wenig später geht es zum Sundowner einmal quer durch das Lodgegelände.
Auf dem Weg bahnen wir uns den Weg zwischen verfressenen Warthogs und jede Menge Vervet Monkey hat es hier auch - leider nur Handyfotos 🤪.
Ein Schild in Ufernähe des Chobe Rivers warnt uns vor den übrigen Gefahren 🤢
Foto: Fruke
Unser Ziel ist die kleine versteckte Bar hinter der Campsite. Hier ist es richtig urig gemütlich und vor allem nicht so voll 🙂.
Den ersten Sundowner zurück in der Zivilisation genießen wir mit Blick auf den Chobe. Dieser Anblick entschädigt zumindest etwas für das fehlende Bush-Feeling 😉
Zum Dinner haben wir heute eine Tischreservierung im Haupthaus. Mensch hier ist vielleicht was los 🤢 😣! Das ist uns echt zu viel – das Essen allerdings ist sehr gut und es ist für jeden Geschmack etwas zu finden.
Aber die Menschenmassen und die lauten Busgruppen sind nach fast einer Woche im Busch fast nicht zu ertragen 😈. Aus diesem Grund sind wir ab morgen zum Dinner in der Chobe Bush Lodge anzutreffen.
Sehr ungewohnt und fast unangenehm ist es in einem geschlossenen Raum ohne Frischluftzufuhr einzuschlafen 😮 – obgleich die großzügigen Betten mit den dicken Matratzen an sich natürlich einen deutlich besseren Schlafkomfort bieten 😉.
Morgen früh starten wir zu einem sehr frühen Gamedrive in den Chobe Nationalpark – und dann wollen wir doch mal sehen, ob der „Leew“ dann endlich gefunden wird 😗
Teil 1131. Aug. 2017
Morning Drive im Chobe Nationalpark
Was soll ich sagen – obwohl mit dicken Matratzen und Daunendecken gebettet – die Nacht war (ich kann da glaube ich für uns alle sprechen) doch recht unangenehm 😗 . Geschlossene Räume scheinen nicht mehr so unser Ding zu sein – zumindest nicht in Afrika 🤢.
Es ist noch stockdunkle Nacht als wir von unserem Guide in einem wirklich klapprigen Landcruiser abgeholt werden. Dieses Auto würde in Deutschland sofort aus dem Verkehr gezogen werden 🤩.
Im Park sind zwar Selbstfahrer erlaubt, aber es ist doch auch mal ganz schön, nicht selbst fahren zu müssen.
Unser Guide berichtet auf der kurzen – dennoch s..kalten - Fahrt zum Gate des Chobe Nationalparks, dass das Örtchen Kasane in der Nacht zu einem der gefährlichsten Orte Botswanas gehört 😮. Nein, nicht aufgrund von Kriminalität – die Tiere ergreifen in der Dunkelheit Besitz von den Straßen und dringend bisweilen auch in Häuser und Gärten ein. Daher traut sich in der Dunkelheit auch kaum jemand vor die Tür.
Am Gate ist noch nicht viel los – wir sind sehr früh – ob das bei den Temperaturen allerdings eine so gute Idee war 😐?
Schöne Morgenstimmung am Chobe
Foto: Gerald
Zunächst einmal zeigen sich Hippo-Ohren – dem Besitzer ist draußen wohl noch zu kalt 😛
Gefolgt von einem Yellow-billed Stork beim Frühstück
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Ein Back-winged Stilt ist ebenfalls schon auf der Suche nach einem leckeren Frühstück 🙂
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Noch ein Yellow-billed Stork mit schöner Spiegelung
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Hier ein Rätselvogel 😐 😐 – irgendwie passt da nix so wirklich zusammen – am ehesten noch ein Yellowlegs aber bestimmt was „Immatures“ oder „Juveniles“ oder, oder … - ich habe keinen Schimmer 😊 😊 Ein junger Stilt - Danke Matthias 😘
Foto: Gerald
Squacco Heron
Foto: Gerald
Dieses Hippo traut sich so langsam an Land – irgendwie knuffig die Füße mit den Schwimmhäuten 😘
Foto: Gerald
Die botswanischen Guides tauschen sich natürlich auch über interessante Sichtungen aus. Und so erfahren auch wir, dass sich hier in der Nähe gerade ein paar Löwen rumtreiben sollen 🤩.
Auf dem Weg in das Gebiet, in dem die Löwen vermutet werden müssen wir eine sandige leichte Anhöhe hinauf – das ist für den altersschwachen Landcruiser allerdings eine echte Herausforderung 🤢!
Kein Wunder die Bereifung dient maximal als Hülle, damit die Luft nicht entweicht 😗. Wir fahren uns fest und nix geht mehr – also heißt es Gewicht minimieren und alle Mann aussteigen 😣.
Foto: Gerald
Ich möchte diese Begebenheit gerne als kleine Unregelmäßigkeit Nr. 7 in die Liste mit aufnehmen – denn wir müssen
a) in dieser Gegend mitten im Nationalpark an unerlaubter Stelle aussteigen und 😮 b) könnten wir aufgrund des Zeitverlusts ja schlicht den lange herbeigesehnten Löwen verpassen 😗
Nun wir haben es überlebt und es kann mit ein bisschen Anschieben auch bald weitergehen.
Auf dem Weg entdecken wir einen African Fish-Eagle bei der Morgentoilette
Ein hübsches Böckchen in den ersten Sonnenstrahlen 😘
Foto: Gerald
Wir passieren das Hinweisschild zur „Chobe Game Lodge“ wo Elizabeth Taylor und Richard Burton 1975 ihre zweite Hochzeit gefeiert haben. Trauzeuge war unter anderem wohl der leitende Ranger der Chobe Game Lodge. Wieder was gelernt – war mir völlig unbekannt 😉.
Aber wir sind hier ja nicht wegen irgendwelcher Celebrities sondern wegen der Tiere 🤪.
Bald erreichen wir eine Art Plateau und hier drängen sich ziemlich viele Safari Autos dicht an dicht – das müssen die Löwen sein 😎.
Da ist tatsächlich zumindest einer zu sehen, aber durch diese Massen von Autos und Köpfen ÜBERHAUPT etwas zu entdecken fällt schon recht schwer und dann auch noch vernünftige Bilder zu knipsen wird zur Herausforderung 🤢.
Naja seht selbst – nicht der Burner – aber als Beweisfoto taugt’s allemal 😛
Da ist er also endlich – unser „Leew“!
Aber wirklich Spaß macht das hier keinen – außer ein paar Löwenohren ist auch bald nix mehr zu sehen und wir wollen weiter.
Es geht quasi einmal um den Block, in der Hoffnung von der anderen Seite den oder die Löwen nochmal aufzuspüren.
Auf dem Weg entdecken wir ein paar Geier (White-backed Vulture) ganz dekorativ auf einem Büffelschädel 🤪.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Und noch ein paar Meter weiter findet grade eine Geier-Generalversammlung statt 😮.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Einmal um den Block gefahren – auf den Punkt zur rechten Zeit – und das Schönste daran, außer uns ist niemand hier 🙂.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Der Leew hat sich justament freundlicherweise erhoben – verdrückt sich aber auch gleich wieder ins Gebüsch 🙁.
Es wird langsam Zeit für eine Kaffee- und Pipipause und wir fahren einen Picknickplatz an. Auch hier sind wir ebenfalls ohne weitere Gesellschaft.
Foto: Gerald
Der „Rollercoaster“ – Lilac breasted Roller darf natürlich auch heute nicht fehlen 😉
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Auf dem Weg nun schon wieder langsam Richtung Gate treffen wir noch eine Herde Impalas.
Sind diese beiden nicht allerliebst 😘 😘 ?
Die Stimmung scheint aber schnell zu kippen 😮
Foto: Gerald
Eine einsame Manguste ist auch schon auf den Beinen
Und jetzt kommt noch was ganz Spezielles – glauben wir zumindest 😵 😐
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Und habt ihr auch was entdeckt?
Wir vermuten eine Fish-Eagle Mama oder Papa mit Fish-Eagle-Baby 🤩 – man muss aber sehr genau hinsehen 😗.
Zwischenzeitlich ist auch am Ufer des Chobe das Leben vollständig erwacht.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Wir freuen uns über diese wunderschöne Rappenantilope
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Und nochmals ein Rätselvogel 😐 😐 – ich habe gar keinen Schimmer 😗 – und es ist auch das einzige Foto. Ein Yellow-bellied Greenbul - Danke an Claudia und Matthias 😘
Foto: Gerald
Wir sind schon fast am Gate da treffen wir auf diesen Roadblock – der lässt sich mal von gar nichts aus der Ruhe bringen.
Und last not least eine ziemlich kopflose Giraffe 🤪
Und das wars auch schon – ein schöner und doch recht ergiebiger Morning-Drive, wie wir finden. Katzen sind ja nun auch wirklich völlig überbewertet 😛.
Wieder zurück in der Lodge genehmigen wir uns ein spätes Frühstück. An der „Eierstation“ unterhalten wir uns mit der „Queen of Eggs“. Sie arbeitet schon seit sie denken kann an exakt dieser Station und darf nun in wenigen Monaten in Rente gehen. Die Lady ist wirklich fantastisch - ein Erlebnis, mit welchem Spaß sie Eier in allen Variationen Tag für Tag zubereitet 😘!
Bis zum Nachmittag haben wir nun erst mal frei. Die einen gehen shoppen, die anderen machen ein Mittagsschläfchen, jeder ganz nach seinem Gusto. Katja und ich treffen uns am Pool, schreiben Tagebuch und beobachten das Treiben um uns herum.
Und wieder stellen wir fest – das hier ist schon ein touristisches Epizentrum in uns bislang ungeahnten Dimensionen 😣 😈! Hier tummeln sich nicht nur Lodgegäste und Camper. Nein hier landen um die Mittagszeit auch gefühlt alle Ausflugsboote auf dem Chobe an und spucken die Touris aus aller Herren Länder förmlich aus. Ganz ehrlich – so gar nicht mein Ding 🤢!
Wir verziehen uns daher recht schnell wieder zurück auf unsere Veranda, wo es sich die Männer bereits gemütlich gemacht haben.
Dieser Nil-Waran (Nile-Monitor) scheint hier zu wohnen und bleibt erstaunlich relaxed – trotz (unvorsichtiger) Annäherung auf geringe Distanz.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Das hätte wohl auch ins Auge gehen können wie ich später erfahre. Wenn die Tiere sich bedrängt fühlen, soll ein Schlag mit dem Schwanz extrem schmerzhaft sein 😣.
Und bald wird es Zeit für unsere kleine Bootstour, über die ich allerdings erst im nächsten Kapitelchen berichten werde und das wird auch noch ein bisschen dauern. Die Unmengen an Fotos wollen erst mal gesichtet werden und würden definitiv den Rahmen eines Beitrags sprengen 😗.
Es geht also später – in „Echt“ am Nachmittag und hier im Laufe des Wochenendes 😉 - weiter mit unserer privaten Sundowner River Cruise auf dem Chobe
Teil 1203. Sept. 2017
Chobe – Sundowner River Cruise
Glücklicherweise hat Adrian für uns ein privates, kleines Boot mit Guide organisiert. Die riesigen zweistöckigen Boote sehen für uns wenig einladend aus 🤢 – und noch weniger die Massen an Touristen, die in einer gewaltigen Schlange darauf warten, einsteigen zu dürfen 🙁.
Hier auf dem Chobe dürfen nur botswanische Guides mit gültiger Lizenz arbeiten. Daher führt unser Weg zunächst per Boot zu dem Wassergate auf dem Fluss. Hier sitzt ein Beamter bei sommerlicher Hitze im Trenchcoat und prüft zunächst akribisch die Lizenz unseres Guides. Der ist übrigens ein ganz lieber und vor allem auch wirklich kompetent.
Foto: Frauke
Wir bewegen uns übrigens auch hier wieder direkt auf der Grenze zu Namibia. Diese führt einmal an den Ufern der 5 km² großen, unbewohnten Sidudo Island entlang, die einst Gegenstand eines Gebietsstreits zwischen Namibia und Botswana war. Dieser wurde 1999 vom Internationalen Gerichtshof zugunsten von Botswana entschieden.
Aus der Ferne erspähen wir dort große Elefanten- und Kaffernbüffelherden, für die der Chobe-Nationalpark so bekannt ist.
Bereits 1908 wurde die Großwildjagd in der Chobe River Region verboten und von daher haben sich die Tierbestände entsprechend erholt. Und heute ist dann auch Schluss mit Elefantenzählen – das wäre hier unmöglich – es sind einfach viel zu viele 🤪.
Wir mit unserem kleinen wendigen Boot kommen unglaublich nah an die Tiere heran. Und die sind auch allesamt und glücklicherweise herrlich entspannt.
Foto: Gerald
Die ersten Elefanten können wir beim Fressen beobachten – interessant, wie sie die langen Grashalme hin und her schleudern, um den Sand aus den Wurzeln zu lösen.
Foto: Gerald
Oder aber in den Tiefen der Erde wühlen, um einen besonderen Leckerbissen zu finden 😄.
African Fish-Eagle, den wir ausgiebig beobachten
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
African Darter
Pied Kingfisher
African Sacred Ibis
Spoonbill
African Openbill ?? - wieder mal mit ?? 😕 - Danke Bele 😘
Der noch trockene – hellgraue Eli schaut skeptisch dem Treiben zu 😐
Der einzelne Bulle ist sehr unschlüssig, ob der die Flussquerung wagen soll – wird es geraume Zeit später dann aber auch wagen 😏. Vorher berät er sich aber ausgiebig mit dem Ankömmling 🤪
Der Rest der Herde zieht derweilen schon mal weiter
Giraffen gibt es hier natürlich auch
Zunächst „nur“ ein African Skimmer.....
..... aber dann lüftet er sein süßes Geheimnis 😘
Und wieder ein kurzer Halt bei den allgegenwärtigen Elefanten
Aber die Büffel sind nicht weniger fotogen. Ob mit oder ohne Oxpeckers (Yellow-billed) oder Sacred Ibis 🤪
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Einfach beeindruckend, diese unglaublich riesigen Krokodile 😮
Yellow-billed Stork
Und am Hippo-Pool ist auch was los
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Es wird langsam Zeit für das abendliche Sundowner-Spektakel. Wir machen uns auf den Weg vorbei an dieser „Floating-Bar“.
Wir haben unsere eigenen Getränke dabei und zelebrieren den Sonnenuntergang gebührend von unserem kleinen Bootchen aus 😎.
Sorry für die nun folgende Bilderflut 😗
Die untergehende Sonne tüncht den Himmel in einen orangen Farbton 🙂
Still und andächtig bestaunen wir die – leider viel zu schnell – untergehende Sonne und es scheint fast als würden alle Boote auf dem Wasser innehalten und diesen magischen Augenblick einfrieren zu wollen.
Und weil es so schön ist - noch ein paar 🤪
Nach diesem wunderbaren Abschluss eines gelungenen Tages verbringen wir einen ruhigen Abend in der Chobe Bush Lodge. Es ist nur ein kurzer Weg über die Straße und man entkommt so ganz einfach dem trubeligen Treiben in der großen Lodge. Es wird eine sehr ansprechende Auswahl à la carte in einem geschmackvollen Ambiente angeboten verbunden mit einem ausnehmend freundlichem und zuvorkommendem Service. Das gefällt uns richtig gut!
Morgen steht ein Grenzübertritt nach Zimbabwe mit dem Besuch der Victoriafälle auf dem Programm. Für mich persönlich eine kleine Zeitreise an schöne Erinnerungen aus der Vergangenheit 😎
Teil 1304. Sept. 2017
„Mosi-Oa-Tunya“ – Stippvisite Victoria Falls
Wieder ein früher Start in den Tag. Unser Fahrer erwartet uns schon - selbst fahren werden wir nicht - da der Aufwand für die Einreise mit eigenem Auto nicht im Verhältnis zu unserem Tagesausflug an die Victoria Fälle steht.
Foto: Gerald
Rentia wird uns heute nicht begleiten, sie wird sich heute um kleinere Einkäufe und das Laden der Batterien sämtlicher Autos kümmern. Ich habe vor der Reise lange überlegt, ob ich ebenfalls nicht noch einmal zu den Fällen fahre, aber der Trubel hier in der Lodge scheint mir keine interessante Option zu sein 😊.
Die folgenden 60 KM bleiben leider sichtungslos, obgleich diese Strecke für Tierbegegnungen aller Art berühmt-berüchtigt ist. Wenn man hier nachts oder in der Dämmerung unterwegs ist, sollte man tunlichst vermeiden auszusteigen 😮. Wir sehen die Tiere sicher einfach nur nicht, aber hier tummeln angeblich sich so ziemlich alle vorhandenen Tierarten der Region, die insbesondere im „Winter“ den warmen Teer gerne zum Aufwärmen nutzen.
Wir erreichen die Landesgrenze zu Zimbabwe. Die Ausreise aus Botswana geht zügig - von der Einreise nach Zimbabwe will ich am liebsten gar nicht erzählen oder daran zurückdenken 😈 😈 😈.
Was für eine unglaublich unprofessionelle und langwierige Prozedur 🤢! Das ist schlicht eine Zumutung 😈 😣!
Und dabei haben wir noch Glück – noch ist die Schlange vor uns nicht lang 😣. Aber einige Guides der „Overlanderfraktion“ scheinen mit korruptem Verhalten kein Problem zu haben und schmieren im Hintergrund für eine zügigere Einreise der Gruppe 😈. Dieses für uns – nennen wir es mal freundlich - grenzwertige Verhalten führt natürlich dazu, dass es selbst in der kleinsten Schlange für Stunden nicht fühlbar vorangeht und wir geschlagene 2 (in Worten: ZWEI 😈) Stunden warten, bis wir endlich an der Reihe sind. Und dieses Prozedere dauert dann bei 7 Personen auch noch eine ziemliche Weile. Und wir hatten ursprünglich NUR geschätzte 15 Personen vor uns.
Ich wäre am liebsten gar nicht erst eingereist und direkt wieder umgedreht 😠!! Diese Zeit „verliert“ man ja quasi bei einem Tagesbesuch für den Aufenthalt vor Ort – der Vorteil wiederum kann sein, dass man 2 Stunden weniger Geld ausgeben kann 😛. Nachdem wir nun endlich diese Mühsal geschafft haben, geht es mit einem simbabwischen Fahrzeug und Fahrer weiter Richtung Victoria Falls.
Wir besuchen zunächst einen riesigen Baobab, wo etliche Souvenirverkäufer auf das Geschäft des Tages hoffen, bevor wir den Eingang zum Victoria Falls Rainforest Nationalpark erreichen.
Kurz vor dem Baobab war der „Flugplatz“ für Heliflüge rechter Hand an der Straße zu sehen. Mr. Robert Mugabe hat wohl in diesem Jahr den Start- und Landeplatz für Helikopterflüge nach außerhalb verlegen lassen – er war kürzlich zu Besuch und empfand die Lärmbelästigung in seinem Hotel als zu hoch. Und nun scheint der „Umzug“ dauerhaft zu sein.
Victoria Falls soll laut Aussage unseres Fahrers übrigens einer der sichersten Orte der Welt sein – den Bewohnern liegt der gute Ruf wohl sehr am Herzen. Tatsächlich gehen die gefährlichsten Überfälle von Baboons aus 😗.
Direkt hinter dem Eingang zu den Victoria Fällen befindet sich eine kleine „Ausstellung“ mit Informationen zur Geschichte der Wasserfälle. Besonders interessant finde ich die Geschichte von Mr. Livingston:
Foto: Gerald
Erster Anlaufpunkt nach einer kurzen Getränkepause im Café ist das bronzene David Livingstone Memorial, das den Forscher in Lebensgröße zeigt. Die Statue wurde 1955 und somit genau 100 Jahre nach seiner Entdeckung der Viktoriafälle errichtet.
Von hier aus geht es über den „Chain Walk“ hinab zum Devils Cataract View Point.
Foto: Gerald
Der Devils Cataract ist der kleinste Fall - durch Cataract Island von den anderen Fällen getrennt, aber ganzjährig Wasser führend.
Wenn die Fälle viel Wasser führen wird man vermutlich bereits hier klitsche klatschenass.
Wir folgen nun gemütlich dem Rundweg, der an unterschiedlichen Aussichtspunkten vorbeiführt.
Manchmal dient leichter Nieselregen als Abkühlung und leider bleibt auch meine Linse nicht von der leichten bis mittelschweren Tropfenbildung verschont, was auf den vorherigen Fotos leider auch zu erkennen ist.
Heutzutage kann man auf Livingstone Island in exklusiven Zelten übernachten - Ob man hier allerdings ein Auge zumacht 😗?! Der Lärmpegel ist schon gewaltig 🤪.
Wir erreichen Aussichtspunkt Nr. 15 - Danger Point. Ideal um eine Pause einzulegen und den Anblick der Fälle zu genießen.
Foto: Gerald
Hier noch ein Blick auf die ehemalige Eisenbahnbrücke aus Stahl.
Hier stürzen sich die Bungee-Jumper in die Tiefe – definitiv nix für uns!
Foto: Gerald
Später erfahre ich, dass es hier wohl auch eine Art Auffangbecken gibt, in dem alles auftaucht, was von den Fällen heruntergespült wird. Das sollen durchaus auch schon Überreste von Tieren aber im Jahre 1910 auch die von Menschen gewesen sein 🤩?!
Und nun kommen wir zu meiner persönlichen Zeitreise. Wir machen uns auf den kurzen Fußweg zum Victoria Falls Hotel.
Auf dem Weg dorthin werden wir von einem lokalen Fernsehsender um ein Interview zu dem Thema „Geplante Touristenattraktion Sky Diving“ gebeten 🙄. Wir überlassen gerne Adrian die Beantwortung der Frage, die bei den Reportern allerdings ein großes Fragezeichen auslöst: „Well, I would not be interested in Sky Diving but why don’t you offer Sky Diving combined with Scuba Diving?“ 😄 😄
Foto: Gerald
Nun aber schnell weiter zum Victoria Falls Hotel. Hier war ich bereits Anfang der 1990er Jahre anlässlich eines wirklich verrückten Kurztrips zum High-Tea und ich wollte diese Gelegenheit gerne nutzen, um meine Erinnerung an diesen damals sehr schönen Nachmittag aufzufrischen.
Aber wie häufig im Leben sollte man manchmal besser schöne Erinnerungen ruhen lassen 😣. Oder vielleicht ist die Erinnerung auch einfach nur seehr verklärt…. 😗 Ich bin mir nämlich auch ziemlich sicher, dass unser minikleiner Buschflieger damals noch unter der Brücke hindurchgeflogen ist und direkt an den Fällen hochgezogen hat – das scheint mir aus der heutigen Sicht eine ziemlich waghalsige Aktion gewesen zu sein ….. 😐 😕
Das Gebäude selbst hat sich zwar weder im Inneren noch äußerlich verändert, aber die Umgebung und auch den Garten hatte ich vollkommen anders in Erinnerung.
Der Garten war irgendwie verwilderter und der Blick auf die Fälle war auch noch nicht so weit geöffnet – oder aber meine Erinnerung ist schon sehr verblasst. Die hässliche Nachbarlodge ist in meiner Erinnerung auch nicht existent.
Dieses altehrwürdige Haus war seinerzeit zu 100% eine ruhige beschauliche Oase – ganz sicher keine Touristenmassen, wie wir sie heute hier erleben 😊.
Über die Warthogs dürften die Gärtner nicht unbedingt erfreut sein 😮.
Foto: Gerald
Die Terrasse ist bis auf den letzten Platz belegt und wir müssen mit der Bar Vorlieb nehmen 😠.
An die kann ich mich allerdings sehr lebhaft erinnern und die hat sich auch nicht wesentlich verändert 😛.
Das geplante Lunch verschieben wir auf später – hier bleiben wir maximal auf ein sehr zeitiges alkoholisches Getränk. Von hier aus beobachten wir das Überfallkommando eines Vervet Monkey auf das Mittagessen einer sehr feinen Lady. Wir können uns das Lachen nicht verkneifen 😄 😄.
Danach schauen wir uns noch ein wenig um – treffen Familie CHU wieder – im Inneren hat sich ebenfalls kaum etwas verändert.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Und so arbeiten wir uns Richtung Haupteingang, wo unser Fahrer uns abholen wird.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Auch die Toiletten sind stilecht erhalten 🤪
Ein Momentchen müssen wir aber noch auf ihn warten – in Afrika hat man Zeit.
Unser nächstes Ziel ist ein ruhiges Plätzchen für ein spätes Lunch – „The Africa Cafe“ im Elephant's Walk Shopping & Artist's Village.
Das ist hier mal ganz nach unserem Geschmack – sehr leckeres Essen und gechillte Atmosphäre 🙂.
Außerdem wirklich schöne Lädchen mit Kunst und Krempel. Einige Künstler stellen auch direkt aus.
Gut gestärkt bewundern wir die kunstvollen Arbeiten von Dexter - ich hab’s leider völlig verpeilt ein Video aufzunehmen 😣.
Dexters “African Jean Tinguely” – ein wirklich sehenswertes Kunstwerk über das Leben in Afrika – gearbeitet aus recyceltem Kupferdraht, Kleiderbügeln, Stoffresten, etc.
Unglaublich detailgetreu und begleitet von Dexters lakonischen Kommentaren und Erzählungen - der Knaller 😎! Hier mal der Link zu Adrians Video auf Adrians FB-Seite – ohne Login sichtbar:
An diesem im Video gezeigten Modell hat er 18 Monate gearbeitet und dieses ist auch unverkäuflich.
Leider würden diese Kunstwerke einen Flug selbst im Handgepäck nur schwerlich überleben. Gerne hätten wir zumindest eines der Kleineren mitgenommen 🙁.
Die Männer erwerben auf dem benachbarten Holzschnitzer-Markt noch zwei ziemlich große und massive Hippos im Austausch gegen alte Turnschuhe und ein paar Pula. Mir persönlich gefallen die dort angebotenen Souvenirs nicht – oder anders ausgedrückt: Das sind genau die Mitbringsel, die man nun wirklich überall und länderübergreifend als „Unikate“ angedreht bekommt. Aber wer alte Kleidung, Schuhe oder sonstige Dinge des täglichen Lebens eintauschen möchte, findet hier ganz sicher dankbare Abnehmer 😉.
Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Wir machen uns absichtlich erst spät auf den Weg zurück zur Grenze 😠. Wenn wir kurz vor Feierabend dort aufschlagen, wird hoffentlich auch schneller gearbeitet 😗. Das ist dann aber gar nicht nötig, da wir die einzig „Ausreisewilligen“ an der Grenze sind.
Unser Abendessen verlagern wir wieder in die benachbarte ruhige Schwesterlodge und lassen den Abend in herrlich ruhigem Ambiente bei wieder sehr gutem Essen ausklingen.
Auf den morgigen Tag freuen wir uns alle riesig – es geht wieder zurück ins Zelt und in die Natur – davon gehen wir heute zumindest noch aus 😣 😗
Teil 1406. Sept. 2017
Nomen est omen - Elephant Sands
Voller Vorfreude starten wir in den heutigen Tag. Endlich wieder Camping 😄
Auf der CS der Lodge füllen wir unsere Brauchwasser- und an der Tanke in Kasane die Dieseltanks. Da der Bottleshop erst um 10.00 Uhr öffnet, werden wir den Getränkeeinkauf auf dem Weg erledigen.
Unser Weg heute führt uns immer entlang einer mehr oder weniger guten Teerpad. Im Mädelsauto übernimmt Frauke das Steuer. Eine ebenfalls nicht leichte Aufgabe, denn die berüchtigten Potholes sind eine nicht zu unterschätzende Herausforderung 😮.
Ansonsten ist die Fahrt recht unaufgeregt – die Strecke zieht sich durch überwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen. Einen Konvoi südafrikanischer Camper überholen wir zügig. Adrian vermutet - wie wir später feststellen richtig 😉 - dass sie das gleiche Ziel haben wie wir.
Da die Campsites in Elephant Sands nicht vorreserviert werden können und die Vergabe nach dem Prinzip „First come – first serve“ erfolgt, ist eine frühzeitige Ankunft sehr empfehlenswert.
Die Campsite erreichen wir schon gegen 12.00 Uhr. Hier ist (noch) so gut wie nichts los – leider sind aber die „guten“ Plätze direkt am Wasserloch bereits belegt 🙁.
Adrian wählt daher eine Alternative, deren Vorzüge sich uns derzeit noch nicht wirklich erschließt 😐. Aber Adrian ist natürlich durchaus bewusst, welchen Platz er da ausgesucht hat 🤪.
Wir errichten unser Camp direkt am und mit Blick auf den Korridor der Elefanten und um uns herum ist auch noch reichlich Platz.
Auf Adrians Anweisung wurden die Autos in gebührendem Abstand zum Korridor aufgestellt, auf dem auch sehr bald schon reger Verkehr einsetzt 🙂
Noch herrscht hier beschauliche Ruhe und wir können die ersten Elefanten am Wasserloch genießen und die Umgebung erkunden.
Da die Einfuhr von rohem Fleisch von Nord nach Süd nicht erlaubt ist, werden wir hier nicht selbst kochen. Zum Frühstück und Abendessen sind wir im Restaurant angemeldet. Das Ambiente hier ist rustikal und gefällt uns wirklich gut (die Fotos sind vom morgigen Tag):
Das Lunch aber bereiten wir selbst zu 😛
Und bleiben dabei nicht unbeobachtet 😎
Die Ablutions sehen (noch) sehr gepflegt aus - wenn auch von Elefantenabwehrmaßnahmen umgeben - denn die Dickhäuter reißen in Zeiten von Wasserknappheit schon mal sämtliche sanitären Anlagen aus der Verankerung, um an Frischwasser zu gelangen 😣.
Am Wasserloch lassen sich die Elis das süße Nass gut schmecken.
Das Wasserloch wird mit süßestem Frischwasser gespeist – selbst wenn die umliegenden Wasserlöcher gut gefüllt sind, kommen die Elefanten dennoch hier zum Trinken – süßeres und wohlschmeckenderes Wasser gibt es im ganzen Umkreis wohl kaum. Das Wasser aller umliegenden Wasserlöcher ist wohl sehr salzhaltig und schmeckt bei Weitem nicht so gut. Daher hat man hier absolute Elefantengarantie und entsprechend beliebt ist dieser Ort auch für Touristen!
Zwischenzeitlich rollen mehr und mehr Autos an und die Plätze füllen sich stetig. Im Laufe des Tages werden wir sukzessive von allen möglichen Seiten zugeparkt 🤢 – die Sicht auf den Korridor wird uns aber niemand mehr streitig machen können 😛.
Ganz ehrlich empfanden wir es bisweilen schon sehr befremdlich, mit welch minimalen Abstand zur „Privatsphäre“ uns manche Camper auf den Pelz rücken 😣.
Foto: Gerald
Aber das Schlimmste steht uns noch bevor 😈! Gegen Nachmittag rollen die Overlander an 🤢. Die ersten parken brav auf den für sie vorgesehenen Flächen weiter entfernt.
Kurze Zeit später rollt ein Overlander an, der eine wild gewordene Horde von Italienern ausspuckt 😈 😈. Eine sehr resolut wirkende junge Dame fuchtelt wild mit Händen und Armen, um deutet dem hilflos dreinblickenden Fahrer genau in unsere Richtung 😠. Mir schwant Fürchterliches 😵.
Jetzt kommen sie auch noch genau auf uns zu und es wird auf den einzig freien Platz direkt hinter uns gedeutet. Ich rufe den beiden zu: „No Overlanders – do not dare!“ 😈 😈 Aber das interessiert die junge Dame überhaupt nicht. Der Fahrer sieht reichlich genervt aus – scheint aber keine Argumente zu haben und parkt das riesige Ungetüm nebst laut debattierenden und wild gestikulierenden Fahrgästen direkt hinter uns 😈.
Das darf doch jetzt alles nicht wirklich wahr sein – oder?! Unterdessen wird von einer ohrenbetäubenden Lautstärke begleitet mit dem Aufbau der Bodenzelte begonnen 😈. Die werden möglichst nah zu unseren Campern aufgebaut – durch die dünnen Zeltwände werden wir uns heute Nacht auf eine interessante Geräuschkulisse gefasst machen dürfen 😣 😣
Wir atmen tief durch und widmen uns wieder den viel schöneren Dingen 🤪
Und dann kommt es wie es kommen muss! Ein Bulle bewegt sich fast schon bedenklich nah auf uns zu – wir verhalten uns angemessen und respektvoll mucksmäuschenstill und platzieren uns dicht möglichst an unsere Autos….. In just diesem Moment beginnt direkt hinter uns ein hitziges Gezanke und Gezetere 🤩 – in italienischer Manier ganz sicher nur eine ganz normale Unterhaltung 😣.
Mr. Eli „is absolutely not amused“ und sendet drohende Signale in unsere Richtung.
Spätestens jetzt platzt uns allen der Geduldsfaden 😈. Nachdem Mr. Eli glücklicherweise seinen Weg fortgesetzt hat, müssen wir uns dann doch den unangenehmen und sich für diesen Platz völlig unangemessen verhaltenden Zeitgenossen widmen.
Einer unserer Jungs von stattlicher Gestalt und Stimme knöpft sich reichlich entnervt den Fahrer der Truppe vor und versucht im Anschluss ein bisschen Autorität in diese Richtung auszusenden 😛 😗.
Foto: Gerald
Tatsächlich scheint es ein „Briefing“ seitens des Fahrers zu geben und die Plappertaschen dämpfen ihre Stimmen respektive versuchen sich so ruhig zu verhalten wie es Italienern eben grade so möglich ist.
Endlich können wir uns in Ruhe wieder den sanften Riesen widmen.
Apropos sanft – es ist unglaublich wie geräuschlos sich Elefanten nähern – wie auf leisen Sohlen – plötzlich sind sie da!! Das wird mir heute Abend noch fast zum Verhängnis werden 🤪.
Zu späterer Stunde trauen wir unseren Äuglein nicht. Da spaziert doch eine der Italienerinnen schnurstracks in den Busch und – hängt ihre Unterwäsche und sonstige Kleidungsstücke in Signalfarben an einen Busch 😣. In aller Seelenruhe sortiert sie die Wäschestücke, richtet sie fachmännisch aus und schnuffelt zwischendurch an dem ein oder anderen Stück 🤢 😮.
Das Betreten des Korridors ist eigentlich quasi verboten – da gab’s wohl auch mal ein Schild – das ist aber verschwunden.
Nach einer Weile watschelt Signora zurück ins Camp und die signalroten Fähnchen wedeln von nun an im Wind - hier im Foto rot markiert 🙄
Wir sind zwar etwas fassungslos über die Naivität aber können uns das Lachen auch nicht so recht verkneifen – „La Perla“ mitten im Busch 😄 😄 .
Den nun vorbeikommenden Elis bleibt diese Veränderung natürlich auch nicht verborgen. Die seltsam flatternden Fähnchen werden kritisch beäugt.
Zwischenzeitlich wandern wir zwischen Campsite und Wasserloch je nach Gusto hin und her. Am Wasserloch ist immer was los.
Sehr Ihr den Bullen mit den schlaffen Ohren – das ist ein seehr betagter Bub 😘.
Gegend Abend beobachten wir, wie der Camp-Manager die Signora zum Wäscheeinholen zitiert 🤩. Er begleitet sie allerdings nicht bis zum Wäscheständer, sondern wartet an einem sicheren Plätzchen neben eine Zeltunterkunft 😛.
Langsam wird es dunkel und Zeit für das Dinner.
Auf dem Weg dorthin stoße ich in der Dunkelheit fast mit Eli zusammen, der sich offensichtlich verirrt hat und etwas desorientiert mitten durch das Camp läuft 😮. Leise Sohlen eben.... Ein komisches Gefühl, wenn man plötzlich vor einer riesigen grauen Wand steht 🤢
Das Dinner wird in einer sehr netten Open-Air-Lapa eingenommen und es wird in Form eines Buffets angeboten. Im Angebot sind diverse Vorspeisen, Kürbissuppe, Gemüse, Milipap, Salate, Kartoffeln und ein wirklich exzellentes Rindersteak. Zum Nachtisch meine ich mich an Malva Pudding zu erinnern.
Nach dem wirklich sehr schmackhaften Dinner setzten wir uns an das gemütliche Lagerfeuer direkt vor dem Wasserloch und können die Elefanten ausgiebig und aus nächster Nähe beobachten. Ein Elefant steht so nah direkt den Gästen gegenüber – und das nicht nur für einen kurzen Moment, sondern bestimmt eine halbe Stunde. Leider gibt es nur ein Handyfoto – die Situation ist aber ganz gut zu erkennen:
Wir genießen diesen Moment am Lagerfeuer mit den grauen Riesen sehr – bedauerlicherweise gibt es auch hier Gäste, die sich lieber lautstark über das neueste Rezept von Nudelauflauf etc. austauschen 😵.
Es ist wirklich jammerschade, dass wir auf dieser Reise so häufig auf Reisende getroffen sind, die in solchen Momenten nicht die notwendige Sensibilität für das Naturerlebnis und die besonderen Momente und Stimmungen aufbringen konnten 🙁. Zumindest nicht mit Rücksichtnahme auf diejenigen, für die solche Erlebnisse etwas ganz Besonderes sind…. 😵
Wir verkrümeln uns zurück ins Camp und können im Mondlicht noch einige Herden mit Nachwuchs beobachten, die direkt vor uns an den Büschen herumzupfen 😘. Es herrscht bis weit in die Nacht und wahrscheinlich bis zum Morgengrauen ein ständiges Kommen und Gehen.
Im italienischen Teil des Lagers herrscht übrigens absolute Ruhe 😎
Und apropos Nacht – diese war empfindlich kalt 🤢! Ein kleiner Vorgeschmack auf die kommenden Nächte.
Morgen erwartet uns ein Erlebnis der besonderen Art - Ein Bett unter dem Sternenzelt in der Ntwetwe-Pan 🙂 Aber das wird ein recht abenteuerliches Unterfangen - natürlich mit mindestens einer Unregelmäßigkeit 😮
Teil 1508. Sept. 2017
Auf nach Gweta – „Opi“ und die Meerkats
Um 5.00 Uhr wird der „La Perla“-Overlander direkt hinter uns angeschmissen und tuckert jetzt für eine geschlagene Stunde vor sich hin – zwischendurch wird ein bisschen mit dem Gas gespielt – Rücksichtnahme gegenüber den anderen Campern – Fehlanzeige 😈! Und der nächste startet sogleich nachdem sich dieser endlich vom Acker gemacht hat. Man könnte das Ganze auch als „Wakeup-Call“ der unangenehmen Art nennen 😠.
Ich plädiere in diesem Zusammenhang für Overlander-Stellplätze weit abseits von den „normalen“ Campern, da weder die Fahrer noch die Gäste offensichtlich über das geringste Gefühl der Rücksichtnahme verfügen – ähnliches Verhalten dieser Konsorten konnten wir auf vergangenen Reisen auch schon in den größeren Lodges in Namibia erleben.
Am Morgen findet man hier von Elis keine Spur – so als wären sie nie da gewesen – das Spektakel beginnt immer erst zur Mittagszeit.
Nach einem sehr guten Frühstück machen wir uns dann auch zügig auf den Weg zu einem der geplanten Highlights unserer Reise. Vor uns liegen 157 KM und knapp zwei Stunden Fahrt auf einer mit Potholes gespickten Teerstraße. Schnell fahren sollte man tunlichst vermeiden – die Schäden in der Straße sind nicht unerheblich. Ein ziemlich schlimm aussehender und wohl erst vor kurzem verunglückter LKW mahnt zur Vorsicht.
In Nata biegen wir nach rechts ab – auch hier eine extrem schlechte Straße mit massiven Schäden durch die Überflutungen im Frühjahr. Ein Streckenabschnitt leitet über eine Gravel um. Darüber sind wir gar nicht traurig und können hier sogar Flamingos entdecken.
Wir erreichen die Gweta Lodge recht früh und haben noch reichlich Zeit für eine Dusche auf der Campsite und ein ausgiebiges Lunch. Die Lodge macht einen netten Eindruck - schöne Anlage und einladender Pool in einer ziemlich dünn besiedelten Gegend.
Hier schon mal unsere selbst gefahrene Strecke des heutigen Tages: www.komoot.de/tour/21079627/embed
Gegen 15.30 Uhr werden wir von unserem Guide „Lush“ begrüßt, der uns in die Pan begleiten wird. Und kurz darauf starten wir in unser Abenteuer in einem recht gebrechlich wirkenden Landcruiser 😗
Der Weg führt uns zunächst durch eine kleine Ansiedlung von Häusern aber recht bald befinden wir uns schon wieder außerhalb der Zivilisation.
Ein ganzes Stück fahren wir durch „verbrannte" Erde.
Hier entdecke ich wieder mal gefiederten Nachwuchs 😘
Aber auch die üblichen Verdächtigen lassen sich hier wieder blicken – dabei fällt mir auf, dass wir schon lange keine Vögel mehr fotografiert haben.
Unser erster Halt an einem wirklich stattlichen Baobab mit imposanten Wurzelformationen.
Hier trudelt bald eine Gruppe Spanier ein, die offensichtlich auch auf den Weg in die Pan sind. Leicht traumatisiert von den gestrigen Erlebnissen bitten wir unseren Guide unser Camp in größtmöglicher Distanz einzurichten 😣.
Bald erreichen wir Grassavanne und Weideland.
Hier inmitten einer unendlich weiten Landschaft treffen wir auf „Opi“ – der gar nicht aussieht wie ein Opi. Das ist ein gutes Zeichen, denn „Opi“ ist auch bekannt unter dem Namen „Der mit den Meerkats tanzt“. Wenn man ihn in dieser Gegend entdeckt, sollte man zwingend einen Stopp einlegen.
Ich kenne die organisierte Meerkattour ja schon von Oudtshoorn – aber sooo nah kommt man dort nicht an die Tierchen heran.
Diese hier zeigen keinerlei Scheu – im Gegenteil – sie wuseln zwischen uns herum und ein Jungtier lässt sich sogar berühren 😘.
Die kleinsten Erdmännchen sind extrem agil unterwegs und es gelingt nur schwerlich ein vernünftiges Foto.
Wir können gar nicht genug bekommen und sie bieten natürlich auch immerzu neue Motive 🙂
Nach dieser netten Begegnung verabschieden wir uns von Opi und seine Erdmännchen.
Die Gegend hier ist auch wunderschön anzusehen - erinnert ein kleines bisschen an den Pfannenrand in Etosha.
Und schon kurze Zeit später tauchen wir ein - hinein in das endlose NICHTS!
Aber davon erzähle ich erst im nächsten Kapitel – es gibt eine kleine Pause zum Luft holen, denn der nächste Teil wird etwas holprig und es gibt viel zu erzählen …… 😮
Teil 1609. Sept. 2017
Lost in der Ntwetwe Pan – Allein unter Sternen über der Salzwüste
Vor uns liegt nun die grauweiße Salzpfanne, in die wir für eine Nacht eintauchen.
Foto: Gerald
So in etwa müsste es wohl auf dem Mond aussehen – glauben wir zumindest.
Um uns herum ist bald NICHTS als grauweiße Erde.
Unser Camp ist weit am Horizont zu sehen und für uns heißt es aussteigen. Wir wollen das letzte Stück gerne noch ein bisschen zu Fuß gehen außerdem ist der Untergrund noch sehr weich und Lush ist dankbar, etwas Ballast abwerfen zu können 😉.
Noch hat Lush gut Lachen!
Byebye Lush!
Auf dem salzigen Boden der Ntwetwe Pan, die übrigens zum größten Salzpfannensystem der Welt - der Makgadikgadi Pan gehört, knirscht die grauweiße Salzkruste unter unseren Füßen.
Ein riesengroßer Sandkasten – ein scheinbares Nichts, in dem es trotzdem einiges zu entdecken gibt.
Interessante Formengebilde in der auf den ersten Blick gleich aussehenden Erde.
Zwischendurch versuchen wir uns an Schattenspielen oder tragen eine kostenlose Gesichtsmaske auf 😄.
Wie bereits erwähnt, ist die Erde unter der getrockneten Salzkruste immer noch recht feucht und weich von den Regenfällen im Frühjahr. Bis vor kurzem war diese Pfanne noch komplett mit Wasser gefüllt.
Unter der Salzkruste, die nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche in eine schlammige Masse übergeht, ruhen in dieser Jahreszeit die hier heimischen Frösche – wenn die Pfanne mit Wasser gefüllt ist erwachen sie aus ihrem langen Schlaf.
Schon bald ist unser Camp in Sichtweite.
Dort angekommen inspizieren wir neugierig unsere Betten. Ich hätte vielleicht besser etwas genauer hingeschaut 😗.
Foto: Frauke
Adrian ist allerdings etwas erstaunt und nicht sehr glücklich, dass noch kein Lagerfeuer lodert und das Camp auch noch gar nicht vollständig aufgebaut scheint 😕. Uns wäre das ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen.
Foto: Frauke
Foto: Gerald
Des Rätsels Lösung ist auch schon gefunden – „Houston, wir haben ein Problem!“ 😣
Sowohl unser „Gamedrive“-Landcruiser als auch der „Service“-Landcruiser stecken in einer schlammigen und zähen Masse fest.
Während unseres Spaziergangs ist „unser“ Landcruiser beim Versuch das Servicefahrzeug aus der misslichen Lage zu befreien solidarisch mit in der zähen Pampe versunken. 🤢
Nun ist guter Rat teuer – denn es fehlt noch das Allerwichtigste: Feuerholz!! 😣
Dieses hat nicht nur dekorative Aufgaben, wie eine schöne und warme Stimmung zu zaubern, sondern damit wird in erster Linie mal gekocht.
Somit wären wir bei Unregelmäßigkeit Nr. 8 angelangt und diese wird im Verlauf des Abends noch für bange Stunden sorgen.
Wir alle packen mit vereinten Kräften an – aber das Servicefahrzeug steckt hoffnungslos fest.
Jetzt werden wir uns an dem anderen Wagen versuchen - den bekommen wir nach einigen Anläufen glücklicherweise frei und Lush macht sich sofort auf den Weg, Holz am Pfannenrand zu sammeln.
Sein Kollege wird uns Gesellschaft leisten und baut derweil das Camp inklusive unserer „sanitären Anlagen“ bestehend aus Loch, Toilettensitz und Schaufel weiter auf 😛.
Währenddessen versinkt die Sonne – leider auch wieder viel zu schnell – am Horizont.
Da steht er nun recht dekorativ, der eingebuddelte Landcruiser.
Zeitgleich mit der untergehenden Sonne quittiert auch die natürliche Heizung den Dienst – es wird rapide empfindlich kalt.
Wir vertreiben uns zwischenzeitlich mit Albernheiten und etwas Gymnastik die Zeit und versuchen uns warm zu halten.
Foto: Frauke
Foto: Frauke
Foto: Frauke
Ziemlich schnell kommen Schals, Mützen, Thermounterwäsche und weitere wärmende Utensilien zum Einsatz.
Lush nebst Feuerholz werden jetzt aber so langsam sehnlichst zurückerwartet 🙄.
Ich versuche mich mit Aufnahmen in der Dunkelheit – die aber nicht so recht gelingen wollen – trotzdem gehören auch diese Fotos mit dazu. Der Landcruiser wird mittels Taschenlampe dekorativ beleuchtet und ich starte meine ersten Versuche.
Aber wo bleibt nur unser Guide 😮? Keine Spur weit und breit – hier ist nichts als Stille und Dunkelheit. Er ist mittlerweile fast 90 Minuten wie vom Erdboden verschluckt…. 😵
Endlich! In weiter Entfernung machen wir Lichter von einem Fahrzeug aus – das muss er doch sein 🤩! Aber die Lichter sind genauso plötzlich wieder verschwunden wie sie aufgetaucht sind 🤨.
Wir starren angestrengt in die Dunkelheit und lauschen in die völlige Stille hinein. NICHTS!
Geistesgegenwärtig beschließen wir kurz darauf die Petroleumlampen zu entzünden und mit unseren Stirnlampen Zeichen in die Richtung zu senden, in der wir gerade noch die Lichter gesehen haben.
Zu diesem Zeitpunkt stellen wir uns vorsorglich bereits mental darauf ein, die Nacht ohne warmes Essen und wärmendes Feuer zu verbringen. Gin Tonic ist ausreichend vorhanden – das Essen ist vorgekocht - wäre also durchaus genießbar und die Betten sind mit warmen Decken gefüllt.
Wir werden also weder verhungern, verdursten oder erfrieren. Das sind doch allerbeste Voraussetzungen!
Wieder wie aus dem Nichts tauchen nach gut einer weiteren halben Stunde erneut Lichter auf. Und es ist tatsächlich Lush 🤩 - der ist allerdings ist ziemlich aus dem Häuschen und offensichtlich sehr erleichtert, uns wieder gefunden zu haben.
Ohne unsere Lichtzeichen hätte er uns aller Wahrscheinlichkeit nach noch die ganze Nacht lang gesucht – bei völliger Dunkelheit hat man in dieser Gegend nämlich absolut keine Möglichkeit der Orientierung 😣.
Die beiden Guides geben nun sehr erleichtert richtig Gas und versprechen uns das beste Dinner aller Zeiten!
Wir sind eigentlich schon sehr froh, dass ein Feuerchen brennt und auch Lush wohlbehalten wiederaufgetaucht ist 😎.
Zwischenzeitlich zeigt sich der Mond am Horizont und beleuchtet schon bald die unwirkliche Szenerie.
Über uns der Himmel und die Sterne so nah. Leider entfalten sie nur wenig Strahlkraft da der volle Mond zu intensiv scheint (und ich auch viel zu kurz belichtet habe).
Wir versammeln uns im „Stuhlkreis“ um die wärmespendende Quelle und lauschen in die Nacht.
Schon bald wird zu Tisch gebeten – übereifrig wird nun in drei Gängen wärmende Kürbissuppe, Chicken Stew und Malva Pudding serviert. Es schmeckt vorzüglich – und nicht nur weil wir so lange darauf warten mussten!
Nach dem wärmenden Mahl zieht es uns aber direkt wieder zurück ans Feuer.
Hier noch ein paar weitere bescheidene Versuche des Fotografierens von Nachtlandschaften - ich muss noch reichlich üben 😛
Und jetzt wird es aber Zeit sich dieser besonderen Stimmung gänzlich ohne Ablenkung zu widmen.
Wir sitzen hier im Nichts – in der totalen Stille, die nur vom Knistern des Lagerfeuers unterbrochen wird. Acht Freunde verbringen eine Nacht in der Salzwüste. Ein sehr intensives Erlebnis, das wir ewig in unseren Herzen und Erinnerungen tragen werden 😘.
Bald hört man die ersten Reißverschlüsse in der unglaublichen Stille zippen. Wir schlafen hier draußen – gebettet auf dicken und mit warmen Decken gefüllten Matratzen. So sollte es zumindest sein….. 😗
Überwältigt von den Eindrücken des Tages und dieser sehr besonderen Umgebung fallen die Augen schneller zu als uns lieb ist – und die meisten von uns versinken in einen tiefen Schlaf in einem weiten, stillen und leeren Raum unter dem Sternenhimmel Afrikas.
Auch der nächste Morgen wird noch die ein oder andere Überraschung bereithalten, bevor es weiter gehen kann zur letzten Station unserer Reise – dem Meno-A-Kwena Tented Camp am Boteti
Teil 1711. Sept. 2017
Gefangen in der Ntwetwe-Pan
Um ziemlich genau 5.44 Uhr legt sich in der Ferne ein roter Streifen über die Salzkruste und gegen 6.00 Uhr steigt der feuerrote Ball namens Sonne am Horizont empor.
Das Zippen der Reißverschlüsse durchbricht die morgendliche Stille. So langsam kriechen wir alle aus unseren Bedrolls. Das fällt übrigens richtig, richtig schwer – draußen war und ist es bitterkalt 🤢.
Besonders mir ist die Kälte bereits mitten in der Nacht in mein sorgfältig geschlossenes Canvas-Bettchen gekrochen. Ich konnte vor Bibbern kaum ein Auge zu machen und dann musste ich auch noch das weit entfernte Örtchen bei gefühlten Minusgraden aufsuchen 😣. Danach wurde mir dann gar nicht mehr annähernd warm – nein mir war ehrlich gesagt s….kalt!!!
Natürlich frage ich die anderen wie sie bei dieser Eiseskälte so gut schlafen konnten 😐. Ich ernte mehr als erstaunte Blicke. „Also mir war mollig warm“ höre ich von allen Seiten 😮. Alex war sogar so warm, dass eine zweite Daunendecke in der Nacht entsorgt wurde 😕.
Daunendecke 😕 😕? Ich durchwühle mein Nachtlager – kann aber keine Daunendecke finden und schon gar nicht eine zweite! Von was reden die bloß 😊?
Nachdem jetzt alle leicht irritiert und ungläubig drein blicken wird mein Bett gründlich inspiziert und ich zeige auf das Innenleben meiner Schlafstätte – ein Bettüberzug gefüllt mit einer dünnen Baumwolldecke ähnlich einer Tischdecke sowie ein weiterer leerer Bettüberzug!
Alle schauen mich völlig entgeistert an – die trauen wohl ihren Augen nicht!
Aber was soll‘s - ich war halt der Looser 😛! Nix Daunendecke! Die wurde versehentlich als zweite Daunendecke woanders reingepackt.
Foto: Frauke
Da gibt es doch so einen Spruch: „Nur die Harten kommen in den Garten…" Ich tauge halt auch als winterharte Pflanze 😛
Dennoch möchte ich diese leichte Ungerechtigkeit die mir wohl aus Nachlässigkeit keine Spur einer kuscheligen Nacht eingebrockt hat als Unregelmäßigkeit Nr. 9 in die Liste mit aufnehmen.
Jetzt wartet aber der gedeckte Frühstückstisch auf uns - heißer Kaffee, Rührei mit Speck und herrlich warme Scones tragen dazu bei, dass ich schnell wieder auftaue.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Danach räumen sowohl wir als auch Lush und sein Kollege unsere Siebensachen zusammen und es soll losgehen – zurück zur Gweta Lodge.
Nur haben wir leider schon wieder ein Problem 😣 ! Der nicht eingebuddelte und gestern noch fahrtüchtige Landcruiser springt nicht an! Und der andere ist ja immer noch eingebuddelt.
Foto: Gerald
Eine mehr oder weniger ambitionierte Fehlersuche beginnt.
Möglicher Fehler Nr. 1: Batterie? Dazu wird die Batterie aus dem anderen Wagen ausgebaut und versucht zu überbrücken. Der betagte Landcruiser gibt aber trotz Starthilfe keinen Ton von sich 😗
Foto: Gerald
Möglicher Fehler Nr. 2 wird kurz darauf diagnostiziert: Benzinschlauch defekt?
Zwischenzeitlich rollt von einem anderen Camp ein vermeintlich rettendes Fahrzeug an. Dies sind die Mitarbeiter, die eigentlich das Camp schon wieder abbauen sollen 😗.
Es wird nun beschlossen, mit diesem einzig fahrtüchtigen Fahrzeug in eine nahgelegene Ansiedlung zu fahren und einen Benzinschlauch oder ein vergleichbares Teil zu besorgen.
Und schon sind sie wieder verschwunden – hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen 😕!
Wir nutzen die Zeit zum Frühsport – wahlweise Pilates oder Yoga und/oder ausgiebiger Morgentoilette. Ich hole schon mal den Spaten aus der Toilette und vertreibe mir die Zeit mit dem ausgraben der Reifen des eingebuddelten Fahrzeugs – als hätte ich eine Vorahnung, das diese zunächst sinnfrei scheinende Aktion tatsächlich noch für etwas gut sein wird 😣.
Unerwartet fix tauchen die „Mechaniker“ wieder samt Benzinschlauch auf – wo sie den so schnell herbekommen haben bleibt ein Rätsel.
Der Einbau geht schnell – nur leider ohne den gewünschten Effekt 😠. Der Landcruiser gibt nach wie vor kein Lebenszeichen von sich 🙁.
Womit wir nun bei Unregelmäßigkeit Nr. 10 angelangt wären – und diese runde Zahl wird dann auch der Abschluss an Unregelmäßigkeiten für diese Reise gewesen sein – soviel kann ich schon mal verraten 😎.
Nun startet eine haarsträubende und leicht verzweifelt anmutende Aktion. Das Objekt der Begierde ist nun der immer noch eingebuddelte Landcruiser. Ein erneuter Versuch, diesen nun doch noch aus dem Dreck zu ziehen.
Ich erinnere – niemals an einer Anhängerkupplung geschweige denn mit einem Stahlseil eine Bergung durchführen 😗!
Die Rettungsaktion gelingt tatsächlich – wir haben Schlimmstes befürchtet - und glücklicherweise auch ohne Sach- oder Personenschäden. TIA!
Für uns ertönt nun endlich das Signal zum Aufbruch.
Ein Teil unserer Gruppe steigt in den Personenwagen – der andere in den nun wieder fahrbereiten „Servicewagen“.
Foto: Gerald
In den Fahrzeugen muss zwar etwas – auch Personen - gestapelt werden, aber das Stückchen raus aus der Pfanne wird es schon gehen – zumal von der Gweta-Lodge schon ein zwischenzeitlich angefordertes „Rettungsfahrzeug“ unterwegs ist. Diesem werden wir quasi entgegenfahren und dann umsteigen.
Foto: Gerald
Nach 20 Minuten ziemlich schwieriger Fahrt durch schmierig glitschigen Untergrund - und ein paar ernsthaften Bedenken uns wieder einzubuddeln - erreichen wir den Pfannenrand und sind damit zurück in der trockenen Savannenlandschaft.
Foto: Frauke
Foto: Frauke
Hier irgendwo im Nirgendwo machen wir Halt bei einer Familie, die holzgeschnitzte Erdmännchen und selbst geflochtene Korbwaren feil bietet. Ansonsten ernähren sie sich von einer kleinen Landwirtschaft.
Mensch, was sind das für liebe und bescheidene Menschen 😘. Wir kaufen fleißig ein, das sind willkommene und schöne Mitbringsel für unsere Lieben oder für uns selbst.
Die Familie kommt aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus – mit unserem Einkauf haben wir wohl für einen ganzen Monat den Unterhalt der Familie nebst Tieren gesichert.
Genau hier taucht auch unser „Rettungsfahrzeug“ auf. Ein ziemlich lädiertes Gamedrive-Fahrzeug dessen Fahrer aussieht als käme er von einer mehrtägigen Wüstendurchquerung. Völlig eingestaubt 😮!
Von der Schnitzerfamilie werden wir mit den besten Wünschen und strahlenden Gesichtern verabschiedet 😘.
Und nun folgt die staubigste Fahrt, die ich jemals erleben durfte 🤢.
Foto: Gerald
Wir werden komplett eingestaubt – das liegt wohl an dem Aufbau des Fahrzeuges, das aus diesem Grund eigentlich nicht mehr für Gästefahrten zum Einsatz kommt.
Wir sind alle in der Tat heilfroh, als wir endlich die Gweta-Lodge erreichen.
So sehr haben wir uns alle lange nicht mehr auf eine Dusche und saubere Klamotten gefreut!
Als „Entschädigung“ für die Umstände werden wir zum Lunch und Getränken eingeladen. Das ist wirklich nett – aber wir hatten keine Zeitnot und fanden es eigentlich gar nicht wirklich dramatisch, dass nicht alles „glatt“ gelaufen ist 😗. Schließlich haben wir Abenteuer gebucht – und Abenteuer bekommen 😛 !
Gut gestärkt und gesäubert machen wir uns nach dem Lunch auf unsere nächste Etappe. Unser heutiges Ziel ist auch gleichzeitig unsere letzte Station auf dieser Reise, das Meno A Kwena Tented Camp
Teil 1813. Sept. 2017
„Teeth of the Crocodile“
Gegen Mittag erwartet uns dann eine ziemlich unspektakuläre Fahrt entlang einer mit übelsten Potholes gespickten Teerstraße. Am Gate zur Nxai-Pan halten wir für eine Pipipause und eine kurze Tanzeinlage an 🤪.
Kurz darauf entdecken wir einen Oryx direkt am Straßenrand – allerdings ist ein Autofahrer vor uns direkt neben dem Tier angehalten und aus dem Auto gesprungen 😣, so dass der Oryx sich bei unserer Ankunft bereits in die Büsche verzogen hat.
Schon bald verlassen wir die Hauptstraße und es geht zunächst über Gravel und dann eine ziemlich tiefsandige Strecke zu unserer nächsten Unterkunft. Auch hier – wie übrigens auf der gesamten Reise – gibt es nirgendwo Hinweisschilder – also die GPS-Daten sollte man schon auf dem Schirm haben.
Bei Ankunft in der Lodge werden wir bereits erwartet – keine Ahnung, wer dem Personal die neuen Gäste gemeldet hat - es gibt weder ein Gate oder ähnliches. Der Buschfunk scheint in jedem Fall zu funktionieren 😎.
Duftende kühle Tücher und ein Begrüßungsgetränk werden uns gereicht – und dann dürfen wir an einem schattigen Plätzchen hoch über dem Boteti Platz nehmen und erhalten die üblichen Informationen und Einweisungen zum Camp.
Und dann werden wir zu unseren Zelten geführt – Wow! Hier kommt wahrlich „Out of AFrica-Feeling“ auf!!
Steil über dem Ufer des Boteti Flusses liegen unsere Zelte – der Ausblick ist atemberaubend.
Das Meno A Kwena ist ein absolut traumhaftes und liebevoll eingerichtetes inhabergeführtes Camp. Meno A Kwena bedeutet übersetzt so viel wie „Teeth of the Crocodile“.
Erst vor kurzem wurden die Außenbäder um „en-suite“ Badezimmer ergänzt und auch ansonsten sind es traditionelle Safarizelte im Meru-Stil mit einem Hauch von Luxus versehen.
Neben jedem Zelt befindet sich noch das ursprüngliche separate Outdoor-Badezimmer mit traditioneller Safaridusche – ein spezieller Eimer mit Duschkopf, der auf Wunsch mit Wasser gefüllt wird und eine Toilette.
Im Hauptzelt mit der Lounge findet man eine gut bestückte Bücherei, eine Bar und den Speisebereich – alle Einrichtungsgegenstände im Camp stammen übrigens aus den Zeiten in denen Mr. Dugmore mobile Zeltsafaris durchgeführt hat.
Also jene Zeiten, in denen man noch mit schweren Holzkisten, Holzmöbeln und gusseisernen Kochgeräten auf Safari gezogen ist. Nix Alu und Leichtmetall – ich schätze das muss so in den 60ern gewesen sein – zumindest den Fotos nach zu urteilen.
Die massiven Holzkisten sind nun zu Schränken und Regalen umfunktioniert – in den Zelten befinden sich darin zum Beispiel die Steckdosen sowie die Kaffee- und Teebar auf der Terrasse.
Ein kleiner Pool mit angrenzenden, überdachten „Chill-Out-Areas“ bietet nicht nur eine herrliche Abkühlung, sondern auch einen grandiosen Blick über den Boteti.
Hier verbringt übrigens auch mindestens einmal im Jahr der Präsident Seretse Khama Ian Khama seinen Urlaub. Die Geschichte der Familie Khama wurde aktuell ja in dem Kinofilm „A United Kingdom“ verfilmt, den ich mir natürlich vor der Reise bereits angeschaut habe.
Ein besonderes Erlebnis ist auch die Toilette im Restaurantbereich - leider habe ich keine Fotos gemacht. Man könnte meinen, sich in ein Museum verirrt zu haben. Bilder längst vergangener Epochen erzählen Geschichten dieser Region und des Camps an der reich mit Bildern verzierten Wand, aber auch Schädel, Knochen und andere Artefakte sind hier ausgestellt. Ein Toilettenbesuch wird also nicht langweilig und bildet obendrein.
Wir richten uns nun erst einmal für die nächsten Tage häuslich ein – ich genieße eine ganze Weile unsere private Veranda und diesen Ausblick für mich ganz alleine.
Gegen Nachmittag erkunde ich dann das Camp und geselle mich zu den anderen in eine der „Chill-Out-Areas“ am Fluss und auch von dort kann man das stetige Kommen und Gehen der Zebraherden beobachten. Heute ist hier recht wenig los – es gibt in der Umgebung noch ausreichend Wasser – morgen werden schon deutlich mehr Zebras zu sehen sein. Mit Glück kann man in der Trockenzeit hier die zweitgrößte Zebra-Migration beobachten.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Gegen Abend trudeln erfreulicherweise auch noch Elefanten am gegenüberliegenden Ufer ein.
Von unserer Veranda aus genießen wir die untergehende Sonne über dem Boteti – bei diesem Anblick wünscht man sich die Zeit anhalten zu können.
Vor dem Abendessen trifft man sich hier in gewohnter Manier am Lagerfeuer. Das Abendessen selbst wird gemeinsam mit allen Gästen an einem Tisch eingenommen. Serviert wird heute gegrillter Fisch, Gemüse und Kartoffeln sowie der allgegenwärtige Malvapudding.
Ungebetene Gäste bei Tisch sind allerdings ein paar allzu zutrauliche Mäuschen, die ich mir mit intervallartigem Getrampel mit meinen Füßen vom Leib halte 😛. Ansonsten zupfen sie an den Fußzehen und krabbeln auch schon mal die Hosenbeine hoch 🤩. Eines dieser Mäuschen erschrickt sich dermaßen, dass es auf Adrians Schoß Zuflucht sucht. Wir sind doch sehr erstaunt, wie sehr sich Adrian vor Mäusen fürchtet 😄 😄! Morgen Abend ziehen wir allesamt feste Schuhe und lange Hosen an 😎
Zurück im Zelt erwartet uns eine wohlig warme Wärmflasche und wir kriechen schnell in unsere komfortablen Betten.
Zu den nächtlichen Geräuschen am Boteti schlafen wir schnell ein – und heute Nacht genießen wir in der Tat die riesigen Betten mit dicken Matratzen und herrlich warmen Daunendecken nebst Wärmflasche.
Morgen erwartet uns dann bedauerlicherweise auch schon der letzte Tag im Busch, den wir völlig entspannt im Camp verbringen werden.
Teil 1914. Sept. 2017
Lazy „Birth Day“ am Boteti
Kurz vor Sonnenaufgang werden wir wie gewünscht von einer freundlichen Mitarbeiterin geweckt, die auf der Veranda das heiße Wasser für den ersten Kaffee am Morgen bereitstellt.
Es fällt bei den kühlen Temperaturen schon richtig schwer, dass kuschelig warme Bett zu verlassen, aber den Sonnaufgang möchten wir uns nicht entgehen lassen. Dick eingemummelt in eine herrlich warme Decke machen wir es uns auf der Veranda gemütlich 🙂.
Es ist schon für unsere Verhältnisse recht spät bis wir uns von diesem Blick für das Frühstück losreißen.
Die Outdoor-Küche ist schon eine ganz besondere Konstruktion 🤩.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Am nie erlöschenden Feuer werden ausnahmslos alle Gerichte zubereitet. Auch die Küche ist ein Überbleibsel aus Zeiten der Mobilen Safaris. Gusseiserne Pfannen, Töpfe und Kannen sind hier pausenlos im Einsatz.
Foto: Gerald
Das Frühstück bietet alles, was das Herz begehrt. Und wir frühstücken heute sehr ausgiebig – denn wir haben ja Zeit und Fraukes Geburtstag wird gebührend zelebriert 😎.
Die Wege hier bestehen übrigens ausschließlich aus feinem Sand – und da es keine Zäune gibt, steht auch schon mal eine Kuh auf dem Flur 😣.
Foto: Gerald
Nachts darf man daher nicht alleine im Camp umherlaufen – denn auch Löwen oder andere Wildtiere gehören hin und wieder zu den eher ungebetenen Gästen. Ab Einbruch der Dunkelheit wird man auf Schritt und Tritt von einem Guide begleitet.
Tree Squirrels scheinen sich hier auch wohl zu fühlen.
Foto: Gerald
Den heutigen Tag werden wir in etwa diesen Positionen am Ufer des Boteti verbringen – die gemütlichen Chill-Out-Plätzchen laden förmlich zum Müßiggang ein.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Es dauert nicht lange und die erste kleinere Gruppe von Zebras wird vom kühlen Nass angelockt.
Ein kleiner und unwegsamer sandiger Weg führt die Klippe hinab zu einem „Floatig-Pondon-Hide“. Hier mache ich es mir alleine ein Weilchen gemütlich.
Ich hoffe auf ein paar Vögelchen, bekomme aber nur diesen Grey Go-away-bird und einen Bulbul vor die Linse.
Zu hören sind viele Vogelarten – wobei ich keinen blassen Schimmer habe, wer oder was da gerade piept 🤨. Das dichte Blätterwerk dient als gute Tarnung und die meisten Vögel bleiben daher unentdeckt.
Aufgrund der roten Färbung kann ich einen Crimson-breasted Shrike hoch in den Bäumen ausmachen. Leider gibt es kein Foto – zu viele Blätter.
Der Boteti mit Blick nach links und rechts. Zwischendurch mal wieder ein paar Zebras.
So langsam mache ich mich wieder auf den Weg – so ganz alleine ist es hier unten schon ein bisschen unheimlich 😵.
Gegen Nachmittag versammeln sich die Zebras nun im Sekundentakt – es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen – als hätte jemand einen Schalter umgelegt.
Auch wenn man meinen könnte, es wären immer die gleichen Herden – es sind immer wieder andere.
Daher gibt es heute viele Fotos von Zebras.
Wenn die Migration im vollen Gange ist muss hier erst richtig was los sein 😎!
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Ganz interessant ist dieser kleine Steenbock zu beobachten – er ist ganz alleine und versucht verzweifelt ans Wasser zu gelangen.
Dieser Waffenkiebitz (Danke Matthias 🙂 ) hält ihn aber erstaunlicherweise hartnäckig und mit großem Erfolg davon ab – sie fliegt eine Attacke nach der anderen.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
In diesem Fall ist klar der vermeintlich Schwächere der Sieger.
Die nächsten Zebraherden kündigen sich durch lautes Getrappel und Gewieher an. Die Staubwolken sind ein verlässliches Zeichen, dass wieder eine neue Gruppe im Anmarsch ist.
Foto: Gerald
Der Boteti ist die Grenze zwischen Farmland und dem Nxai Pan Nationalpark – aber Tiere kennen nun mal keine Grenzen. Diese Kühe haben sich eine ganze Weile auf der „falschen“ Seite aufgehalten und schwimmen nun wieder zurück nach Hause.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Am Nachmittag wollen wir gebührend auf Fraukes Geburtstag anstoßen. Der „Floating-Hide“ scheint ein ideales Plätzchen und fleißige Hände haben dort bereits alles für uns vorbereitet.
Von hier beobachten wir - natürlich - Zebras, die mittlerweile auch den etwas beschwerlicheren Steilhang hinunter zum Wasser kommen.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Etwas später lassen sich noch zwei Elis blicken, die sich ordentlich schwer mit dem steilen Abstieg ans Wasser tun.
Sie lassen sich zunächst das kühle Nass gut schmecken.......
Foto: Gerald
...... und widmen sich anschließend der Körperpflege.
Foto: Gerald
.... um dann wieder ein Schlückchen zu trinken....
Die Sonne will schon wieder untergehen – für uns das Zeichen zum Aufbruch zurück ins Camp.
Foto: Frauke
Gerald entdeckt im Baum neben unserem nachmittäglichen Schattenplatz tatsächlich Buschbabys 🤩 – die süßen Kerlchen sind allerdings flink wie Oskar. Dass da ein Foto gelingt, ist schon Glücksache und ich habe sie auch „live“ verpasst 😣 🤢 .
Foto: Gerald
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Zurück auf unserer Veranda wird uns schon jetzt extrem wehmütig ums Herz – unser letzter Sonnenuntergang in Botswana 🙁 .
Später treffen wir uns dann zum gemeinsamen Abendessen. Als Überraschung für Frauke gibt es noch ein Geburtstagsständchen vom Personal und eine Torte darf natürlich auch nicht fehlen 🙂.
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Gerald hat aber noch eine ganz besondere Überraschung organisiert. Die jedes Jahr für ein paar Monate hier lebenden San entführen uns mit traditionellem Tanz und Gesang in eine andere Welt.
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Und das war nun unser letzter Tag und Abend unter den Sternen Afrikas 🙁.
Morgen steht tatsächlich schon die Heimreise bevor – vom morgigen Tag möchte ich auch gar nicht erst erzählen – für uns ein eher trauriger Tag verbunden mit Abschiednehmen von unserem geliebten Afrika und Freunden, die uns während unserer Reise sehr ans Herz gewachsen sind.
Daher folgt im nächsten Kapitel dann auch schon das Fazit zu unserem „Bush Adventure Light“.
Teil 2017. Sept. 2017
FAZIT
Das war es also - unser Botswana Bush Adventure Light.
Ich hoffe, Euch hat unser kleines Abenteuer genauso gut gefallen wie uns. Wir sind immer noch voller Begeisterung und denken gerne an unsere Erlebnisse zurück. Dass wir bereits die Planung für ein gemeinsames Bush Adventure 2019 in Angriff genommen haben – und natürlich als Camper – sollte also nicht überraschen 😎!
Für uns alle war unser kleines Abenteuer einstimmig eine der schönsten Reisen überhaupt – trotz oder vielleicht gerade auch wegen einiger Unregelmäßigkeiten 😛 .
Das Ziel für 2019 steht noch nicht fest, das besprechen wir demnächst – aber mehrere Optionen stehen zur Auswahl. Aus meiner persönlichen Sicht würde sich das Kaokoveld idealerweise verbunden mit dem Caprivi förmlich anbieten 😗. Sambia wäre auch so eine Idee oder vielleicht doch das Namaqualand 🤪. Tansania als Selbstfahrer würde uns alle, einschließlich Adrian und Rentia, ganz besonders reizen 😮 – es bleibt also abzuwarten, wohin es uns letztendlich 2019 verschlagen wird 😗.
Auf jeden Fall wird das schon mal nix mit der eigentlich geplanten Afrika-Pause nach 2/2018 😄 😄.
Und wie heißt es so schön? Never change a winning team!
Apropos Team! Adrian und Rentia sind uns in den beiden Wochen sehr ans Herz gewachsen 😘 und natürlich stehen wir weiterhin in freundschaftlichem Kontakt. Und hoffentlich können und wollen sie uns in 2019 wieder begleiten. Mein Mann und ich werden die beiden schon nächstes Jahr in Namibia treffen – so ist zumindest der aktuelle Plan.
Und dass wir alle in gleicher Besetzung in 2019 wieder gemeinsam losziehen wollen, lässt schon Rückschlüsse darauf ziehen, dass wir uns wunderbar verstanden haben. Wir waren zunächst ja ein bisschen skeptisch, ob das mit insgesamt 8 unterschiedlichen Persönlichkeiten alles ohne kleinere oder schlimmstenfalls größere Reibereien funktionieren kann. Aber was soll ich sagen?! Wir haben selten auf Reisen mit Freunden oder Bekannten so unkomplizierte, hilfsbereite und humorvolle Begleiter gehabt. Es gab zu keinem Zeitpunkt auch nur den leisesten Ansatz von Misstönen und wir hatten gemeinsam eine ganze Menge Spaß. Aber auch die ruhigen und stillen Momente konnten wir gemeinsam in vollen Zügen genießen.
Die Reisedauer von knapp 14 Tagen war für unseren Geschmack etwas zu kurz gewählt. Beim nächsten Mal würden wir abgesehen von einer längeren Reisedauer auch deutlich mehr Tage im abgelegen Busch verbringen wollen und dafür für die touristischeren Plätze etwas weniger Zeit einplanen.
Die Reisezeit August war aus unserer Sicht - ganz vorsichtig ausgedrückt - nicht die allerbeste 😣. Gefühlt halb Europa und China scheinen das südliche Afrika in dieser Zeit zu stürmen. Dazu mussten wir bedauerlicherweise hin und wieder ein für unseren Geschmack unangemessenes und rücksichtsloses Verhalten beobachten und zum Teil auch zwangsläufig aus nächster Nähe ertragen 😠. Daher werden wir zukünftig sowohl die europäischen als auch die afrikanischen Ferienmonate nach Möglichkeit meiden wie der Teufel das Weihwasser 😈.
Nachts kann es im August regional schon empfindlich kalt werden. Dafür bleiben die Tagestemperaturen im angenehmen Bereich. Die paar Wölkchen am Anfang unserer Reise haben für schöne Kontraste am Himmel gesorgt und Moskitos oder andere Insekten haben wir so gut wie keine gesehen.
Und dann kommen wir auch schon zu der gerne nachgefragten Wahrscheinlichkeit von Tiersichtungen. Diese sind natürlich immer Glücksache!! Zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein – das ist das Geheimrezept - wie man an unserem Leo-Beispiel sehen konnte 🤢. Wenige Minuten können da entscheidend sein.
Die grauen Dickhäuter sowie die gestreiften Huftiere waren auf dieser Reise zumindest keine Mangelware 🙂. Katzen haben sich dafür sehr rar gemacht – für uns jedoch auch kein ausschlaggebendes „Kriterium“ eine Reise überschwänglich positiv zu bewerten.
Mit der Ausbeute unserer Vogelsichtungen als „Gelegenheitsbirder“, insbesondere der Küken 😘, können wir glaube ich auch gut zufrieden sein.
Ein besonderes Highlight war für mich persönlich – und ich glaube da kann ich auch für den Rest sprechen – ein sehr emotionaler Moment. Das Bild des trauernden Elefantenbullen am Kadaver seines Freundes werde ich nicht mehr vergessen 🙁.
Wesentlich für uns ist auf unseren Reisen das Naturerlebnis.
Als Ersttäter in Sachen Camping sind wir uns alle einig 😎. Jederzeit gerne wieder – ganz alleine ohne Reisegefährten aber sicherlich eine nicht zu unterschätzende Herausforderung in Sachen Logistik, Planung und Organisation. Mein Mann und ich sind schon fast ein wenig traurig, dass wir im Februar nicht campen werden – aber ein paar Nächte unter freiem Himmel sind auf alle Fälle schon mal eingeplant 😄. Und eines Tages werden wir uns ganz sicher auch mal ganz alleine als Camper versuchen.
Absolutes Neuland als auch ein Highlight für uns alle waren die Tiefsand- und Wasserdurchfahren. Wir haben uns in der Sicherheit eines erfahrenen Guides und der Gruppe im Laufe der Tour gut an die Gegebenheiten anpassen können und sehr viel lernen können. Mit diesem Backup konnten wir uns vorsichtig und ohne Risiko an die verschiedenen Herausforderungen herantasten.
Hier noch ein paar praktische Reisehinweise – die aber sicherlich auch in jedem guten Reiseführer zu finden sind 😉
Ein Satellitentelefon hatte Adrian selbstverständlich dabei und auch wir würden bei Fahrten in entlegene Gegenden immer eins dabeihaben wollen! Bei Fahrten im Konvoi können Funkgeräte sehr hilfreich sein.
Für den hoffentlich nie eintretenden Fall eines medizinischen Notfalls haben wir die Mitgliedschaft bei Okavango Air Rescue abgeschlossen.
Bei Fragen zur Malaria Prophylaxe berät ein Tropenmediziner kompetent – entscheiden muss jeder für sich selbst!
Das Wochenende vor Monatsende ist ein kritisches hinsichtlich der Verfügbarkeit von Bargeld! Die ATM sind dann häufig leer!!! Bei Ankunft an einem solchen Wochenende empfiehlt es sich bereits vor Abreise Pula zu besorgen. Wir sind ansonsten immer mit zwei Kreditkarten unterwegs und sowohl die Mastercard als auch Visa wurden bisher immer und überall akzeptiert.
Am sichersten haben wir uns im Busch gefühlt 😉 – aber auch in den „Städten“ an Tankstellen oder in Geschäften gab es nirgendwo eine komische Situation.
Der Vollständigkeit halber folgt noch eine Kurzbewertung der einzelnen Stationen und der gemieteten Fahrzeuge:
Avis Safari Rental ist für uns ein zweischneidiges Schwert. Ausgehend von dem „Mädelsauto“ Ford Ranger XL5 mit Automatik war alles perfekt. Die beiden „Schalter“ waren in jeder Hinsicht allerdings eine totale Pleite!!! Auf jeden Fall ist ein gründlicher Check bei Übernahme des Fahrzeugs mehr als empfehlenswert. Die Ausstattungsvarianten sind auf deren Homepage zu finden.
Und beim nächsten Mal würden wir persönlich dann gerne mal einen Bushcamper ausprobieren 😗.
Old Bridge Backpacker Aus unserer Sicht ein netter, herrlich entspannter Ort - ideal zum Ankommen - ohne viel Schnickschnack. Gute Küche sowohl zum Dinner als auch zum Frühstück. Jederzeit gerne wieder!
Third Bridge CS Toller Platz inmitten vom Busch mit funktionierenden und sauberen Ablutions. Doppelbuchungen scheinen keine Seltenheit – das könnte möglicherweise aber eher in der Hochsaison ein Problem sein. Viel haben wir dort leider nicht gesehen – 2 Nächte sind daher empfehlenswert.
Mogoto CS Buschfeeling und Natur pur! Tolle weit auseinanderliegende Plätze, teilweise direkt am Fluss. Keinerlei Infrastruktur weder Ablutions noch Wasserzapfstellen.
Linyanti CS Lage, Lage, Lage! Bislang nur eine Handvoll Plätze. Die Ablutions sind sauber, aber nun schon einige Monate ohne warmes Wasser. Hippos grunzen vor der Haustür. Im Moment werden offensichtlich feste Zeltunterkünfte gebaut, also in Zukunft wird dieser Platz dann wohl nicht mehr ganz so einsam sein.
Chobe Safari Lodge Die Lodge an sich ist wirklich nett aber auch sehr groß 😕. Tagsüber landen hier viele Ausflugsboote mit Tagesgästen zum Mittagessen an. In der Hochsaison also schon sehr rummelig – das sieht in anderen Monaten aber möglicherweise anders aus. Empfehlen können wir das Abendessen in der gegenüberliegenden Schwesterlodge, da insgesamt etwas ruhigeres Ambiente. Das Abendessen und Frühstück sind aber auch in der Chobe Safari Lodge durchaus gut! Beim nächsten Mal würden wir es machen wie Topobär 😉 : Die Boatcruise am Morgen und den Park am Abend.
Elephant Sands CS DER Platz für Elefantenliebhaber. Näher und entspannter kann man sicherlich selten die grauen Riesen beobachten - vor allem so gut wie garantiert! Es gibt zwei Ablutions, einer davon „Outdoor“. Die Ablutions sind sauber und gepflegt inkl. Warmwasser. In der Hochsaison ist der Platz allerdings EXTREM(!) rummelig! Beste Plätze am Wasserloch oder mit Blick zum Korridor. Die Plätze können nicht vorab reserviert werden – hier gilt: „First come, first serve“. Das Essen im Restaurant sehr gut sowohl das Dinner als auch das Frühstück.
Ntwetwe Pan Eine Nacht in diesen Bedrolls in der Salzpfanne ist aus unserer Sicht in der Tat ein Highlight. Dieses Erlebnis wollten wir nicht missen. Die Tour wird von mehreren Unterkünften angeboten (z.B. Gweta, Planet Baobab, Meno A Kwena). Ich denke, die Fotos sprechen für sich. Und trotz Unregelmäßigkeiten dennoch eine klare Empfehlung!
Meno A Kwena Tented Camp 5*****„Glamping“! Kleines feines Camp mit Historie in traumhaft exponierter Lage. Aus unserer Sicht ein sehr besonderes Plätzchen!
Zur abschließenden Zusammenfassung möchte ich gerne Ingrid (franzicke) aus einem Beitrag zu meinem Bericht zitieren – sie hat unsere Empfindung nämlich mit ihren Worten wunderbar auf den Punkt gebracht 😘
franzicke schrieb:Das ist genau das, was ich an den Afrika-Reisen so liebe, diese Mischung von völlig basic in der Natur und im Busch und dann mal zwischendurch ein echtes Pamper-Programm - herrliches Kontrastprogramm.
Schöner hätte ich es nicht sagen können 🙂 ! Ingrid, ich hoffe, ich darf Dein Zitat so stehen lassen 😐 ?!
Genauso empfinden wir das mittlerweile auch und so werden wie es in Zukunft auch halten! Witzigerweise habe ich für nächstes Jahr ebenfalls eine schöne Mischung geplant und eine Nacht unter freiem Himmel ist auch wieder mit dabei 🤪 .
Last not Least!
Ein ganz herzliches Dankeschön für Euer Interesse und die vielen Kommentare und Anmerkungen. Dieses Forum lebt ja von diesem Austausch und Reiseberichte helfen ja nicht selten bei der Planung der eigenen Reise.
Eigentlich sollte man aber gar keine mehr lesen, denn das führt nur zu weiteren Flöhen im Ohr, die dann immer größer werden 🤩 😗
Ob Reiseberichte nun in eine separate Ecke verschoben werden sollten oder nicht, ob ich mit meinem Bericht den Vorstellungen hinsichtlich eines interessanten oder informativen Berichts mit zu viel oder zu wenigen Fotos oder Streckenaufzeichnungen, Kilometerangaben oder Spritverbrauch, Preisen, …… entsprochen habe….. 😣 ?! So What 😛 ?!
Danke sage ich natürlich auch allen Danke-Button-Drückern - auch wenn meine Intention des Berichtschreibens sicherlich nicht in der Steigerung meiner persönlichen „Danke-Bilanz“ begründet ist 😣.
Und daher gilt das Dankeschön selbstverständlich auch der stillen und heimlichen Leserschaft!
Ein ganz herzlicher Gruß geht noch an Familie CHU 😎 . Es war schön, dass wir Euch unterwegs begegnet sind und uns hier im Forum wiedergefunden haben 😄!
Glücklicherweise – und dafür sind wir immer wieder sehr dankbar - ist die nächste Afrika-Reise schon wieder in trockenen Tüchern 🤪. Ohne dieses Wissen hätte ich in Maun am Flughafen bei der Rückreise sicherlich Tränen vergossen – ernsthaft 😕!
Im Februar nächsten Jahres machen wir dann den Süden Namibias und ein bisschen den KTP unsicher. Wir haben uns eine entspannte Runde – so entspannt es dann in 21 Tagen möglich ist 😗 - mit einigen Wanderungen und besonderen Highlight zusammengestellt.
Ob’s davon dann was Interessantes zu berichten gibt? „Schaun mer mal!“
Besonders freue ich mich, dass es im Februar tatsächlich auf ein persönliches Treffen mit dem ein oder anderen Fomi auf Reisen klappen wird 🤩.
Einige von Euch werde ich in Büsnau schon bald wiedersehen – und auch darauf freue ich mich schon riesig 😘 !
Herzliche Grüße und bis hoffentlich bald einmal wieder!