Namibia per Anhalter bzw. zu Fuß

221 Antworten · 21,0k Aufrufe · gestartet 09. Dez. 2015 von BerLin
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2'535 Beiträge · seit 200709. Dez. 2015 · #21
BerLin schrieb:
Doch, mit Namibia hatten die meisten Hitchhiker gute Erfahrungen - man wartet zwar lange, aber fährt dann schnell und effizient.
Dass man ausgerechnet in DEM Land, wo man trampen will, nicht trampen kann - das bekommt man als Tramper auch über so ziemlich jedes Land zu hören. Spricht da eigentlich jemand aus eigener Erfahrung?
Also ich bin früher auch viel per Autostopp unterwegs gewesen. In unterschiedlichen Ländern und Kontinenten. Da bekommt man auch später einen Blick dafür, ob und wie was geht. Ich nehme auch gerne - wenn's geht - Autostopper mit.
War jetzt drei mal in Namibia, die einzigen "Autostopper", die ich getroffen habe, waren zwei Mädchen, die mit einem 2WD am Parkplatz von Sossusvlei standen und nicht auf den Shuttlebus warten wollten.
Sonst niente.

Die Einzigen, die euch vielleicht mitnehmen, sind schwarze Einheimische, die dann aber auch schon zu zehnt am Pickup sitzen und auf jeden Fall Geld von euch wollen, wenn sie euch mitnehmen. Über die Unfallgefahr bei diesen Fahrzeugen hat euch ohnehin schon jemand anderer berichtet.

Wenn ihr viel, viel Zeit habt, in eurem Rucksack viel Wasser und Essen mit habt, würde ich eher Richtung Norden fahren. Dort ist dann weniger Farmland und mehr offene Fläche. Allerdings habt ihr dann immer noch das Problem der wilden Tiere. Ohne Zelt würde ich da mal nirgendwo schlafen. Auch etwas, was in der Mongolei viel einfacher ist.

Alles in allem gibt's bessere Gegenden zum Autostopp, die Distanzen zwischen den Dörfern sind einfach viel zu weit. Es gab hier einen Bericht über eine Tour von Südafrika Richtung Windhoek mit dem Fahrrad, das war schon ziemlich heftig.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
16,9k Beiträge · seit 201209. Dez. 2015 · #22
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
zuletzt bearbeitet 03. Aug. 2026
487 Beiträge · seit 201209. Dez. 2015 · #23
Ich bin sicher schon in mehr als 20 Ländern der Welt (viel außerhalb Europa) getrampt, meist mit tollen Erfahrungen. In Namibia sehe ich aufgrund der vorgenannten Gründe und auch weil ich es Selbstfahrer etwas kenne, wenig Sinn und sinnlose Wartezeiten in der Landschaft.

Wenn ihr es versucht, werdet ihr sicher bei irgendwelchen netten Farmern landen, denen ihr dann auf der Tasche liegt......

Was solche Länder brauchen sind unter anderem Touristen, die ein gewisses Maß an Geld ausgeben.
www.save-wildlife.org www.sptr.de
1'166 Beiträge · seit 200809. Dez. 2015 · #24
Hallo!

Das Problem, welches ihr beim Trampen oder der Nutzung von Sammeltaxis haben werdet, ist, dass diese nur Orte anfahren und diese sind zugegeben relativ öde. Zum Beispiel Brandberg: Ihr könnt evtl. bis Uis kommen. Von dort sind es noch 30 km zum Brandberg selbst. Und da könnt ihr nur auf Touristen hoffen, sie euch mitnehmen. Es wird euch auch kein kommerzieller Safaribus mitnehmen. Denn die Gäste des Veranstalters haben bezahlt.

Und in Uis an der Tankestelle oder "Supermarkt" möchte ich keine 10 Minuten "rumhängen" bei dem Puplikum, welches dort "abhängt".

Ein Höhepunkt Namibias sind die weiten (menschen)leeren Landschaften (im Westen). Die werdet ihr leider nicht sehen, wenn ihr in die Orschaften per Trampen/Sammeltaxi ansteuert.

In Sesfonein kann ich keine Wanderung empfehlen. Ein wenig außerhalb haben im Camel Top Camp oder so ähnlich gezeltet. Dort haben wir abends den Hügel bestiegen und den Sonnenuntergang genossen. Im Hoanib sind wir auf die Berge am Rand des Trockenflussbetts gestiegen. Von dort hatte man eine super Aussicht. Da kommt man allerdings auch mit einen Geländewagen hin.

Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 09. Dez. 2015
7'296 Beiträge · seit 200609. Dez. 2015 · #25
BerLin schrieb:
Spricht da eigentlich jemand aus eigener Erfahrung?
Ja, ich.
Ich bin in etlichen Ländern Afrikas schon per Anhalter unterwegs gewesen und in Namibia mindestens 2.500 km, eher mehr. Ich war alleine unterwegs und da ist es leichter. Zu zweit mag es auch noch gehen, aber mit mehr Leuten würde ich es nicht versuchen. Da bekommen zwei Personen 'ne Mitfahrgelegenheit und die anderen x Personen kommen Stunden später oder am nächsten Tag. Da verbringt man ja mehr Zeit, aufeinander zu warten als mit sonst irgendwas. Außerdem hält erst keiner an, wenn da 'ne Gruppe von z.B. vier Personen steht und per Anhalter fahren will. Zu zweit würde ich sagen, dass es möglich ist.

Leute an der Tankstelle ansprechen oder sonst irgendwo, wo sie halten müssen und aus dem Auto steigen ist besser als an der Asphaltstraße, wo sie mit 100 Sachen vorbeidonnern. Daumen hinhalten ist ungebräuchlich, eher den ausgestreckten Arm mit der flachen Hand langsam auf und ab bewegen. Läuft man irgendwo die Piste entlang, halten viele Autofahrer von selbst und fragen nach.

Schon vor dem Einsteigen fragen, was die Fahrer als Bezahlung wollen. Manche nehmen einen gratis mit, manche erwarten eine faire Spritkostenbeteiligung und andere unverschämte Beträge. Die lässt man dann entweder fahren oder verhandelt vorher. Versäumt man das, kann das Fahrtende recht unschön werden, besonders wenn mehrere Personen im Auto sind. Die werden evtl. sogar handgreiflich, um den aus ihrer Sicht "gerechten" Betrag einzufordern. Ist mir fast mal passiert, als ich noch nicht wusste, dass Bezahlung durchaus üblich ist.

Gefährlicher als mit Mietwagen ist das Fahren per Anhalter definitiv. Die Fahrzeuge sind oft in desolatem Zustand und die Fahrweise nicht angepasst. Hier mal ein Beispiel:
Strecke von Keetmanshoop bis Windhoek getrampt - ca. 500 km.
Zwei Mäner an einer Tankstelle angesprochen, ob sie zufällig nach Windhoek fahren und mich mitnehmen könnten. Ja, könnten sie, aber sie müssten erst noch 'ne Kleinigkeit reparieren und das würde ein paar Minuten dauern. Die paar Minuten waren 120 und ich konnte mir das Auto ein bisschen ansehen. An keinem der vier Räder waren mehr als drei Radmuttern, manchmal nur zwei. Zustand der Reifen natürlich auch zweifelhaft. Auf den ersten 60 km rollte das Fahrzeug sechsmal mit Panne am Fahrbahnrand aus. Jedesmal war es ein anderes Problem, was der Fahrer jeweils schnell fand. Zweimal half uns das Werkzeug weiter das ich dabei hatte, weil er kein passendes hatte. Fahrzeit trotz der sechs Pannen war knapp über vier Stunden, also immer noch ein Schnitt von ca. 120 km/h. Wenn er fuhr, hatte er so ca. 150 auf dem Tacho. Ich saß hinten auf dem Pickup und konnte durchs Heckfenster auf den Tacho schauen.

Zelten am Pistenrand oder in kleinen Siedlungen geht auch. Im Damaraland oder Kaokoveld findet sich am Pistenrand immer eine Möglichkeit und in Siedlungen fragt man einfach, ob man sein Zelt hinstellen darf. In größeren Ortschaften habe ich auch bei Polizeistationen gezeltet.
Weiter im Süden ist -wie bereits geschildert- praktisch alles eingezäuntes Farmland. Zwischen dem Zaun und der Fahrbahn befinden sich immer ein paar Meter Platz zum Zelten. Der Boden ist oft durch Büsche und Dornengewächse ungeeignet, aber irgendwo findet sich immer ein Fleckchen. Als Radler habe ich wegen der Entfernungen zwangsläufig öfter mal derart übernachten müssen.

Ich sehe das Ganze nicht so pessimistisch wie Andere. Genug Wasser solltet ihr dabei haben. Das wird gerne unterschätzt. Ich habe bei körperlicher Anstrengung und Hitze häufig über 10 Liter am Tag getrunken. Rekord waren 40 Liter in drei Tagen und da sind diverse Biere am Abend des dritten Tages noch nicht mitgerechnet.

Mein Rat:
Macht es einfach.
Irgendein Seefahrer(?) sagte mal sinngemäß, man könne keine neuen Kontinente entdecken, ohne die Sichtweite des sicheren Hafens zu verlassen.
Ihr habt Erfahrung in der Mongolei, die IMHO schwieriger bereisbar ist als Namibia. Ohne diese Info wäre ich vorsichtiger mit meinem Rat.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter100 Beiträge · seit 201509. Dez. 2015 · #26
Hallo Axel und viele andere,
herzlichen Dank für die sinnvollen Informationen und Links!
Wolfgang, vielen Dank für die ausführliche Beschreibung der Erfahrung als Tramper! Deine Fahrrad-Reiseberichte über Namibien habe ich schon vor dem Posten übrigens mit großem Interesse gelesen, war sehr spannend!
Ich versuche mal, aus den Informationen etwas für unseren Patchwork-Reiseführer Namibien zusammenzustellen.
Da ich mit einem Russen unterwegs bin: Regeln und Gesetze sind da, um gebrochen zu werden (natürlich ohne anderen Mitmenschen zu schaden)!
Touristen mit "einer gewissen Menge an Geld" brauchen natürlich die Länder wie Namibien (dazu gehören aber wie ich hier sehe die meisten, die nach Namibien reisen). Als Low-Budget-Reisender hat man jedoch eine andere wichtige Funktion: Man kann den Menschen am eigenen Beispiel zeigen, dass man nicht unbedingt astronomische Geldsummen oder ein Auto braucht, um etwas von der Welt zu sehen.
7'296 Beiträge · seit 200610. Dez. 2015 · #27
... ich war gerade im September wieder vier Wochen in Namibia unterwegs. Neben ca. 1.000 km per Rad waren auch wieder ca. 450 km per Anhalter dabei.

Du wirst per Anhalter andere Erfahrungen machen als mit dem Mietwagen (kenne ich auch, rede nicht wie der Blinde von der Farbe). Nicht besser, nicht schlechter, manchmal beschwerlicher, manchmal sogar einfacher. Anders halt ...

Ich bin nicht deshalb mit dem Rad unterwegs, weil ich gerne Rad fahre. Ich mache das wegen der Kontakte zu Menschen und Natur. Die Kontakte zu den Menschen hast Du per Anhalter eben auch. Ich nehme übrigens auch hierzulande immer mal welche mit.

Deine Ansicht, dass Regeln und Gesetze dazu da sind, gebrochen zu werden, teile ich allerdings nicht. Das ist vielleicht anders gemeint, aber es kommt nicht so vorteilhaft an. Du kannst auch der Natur schaden, wenn Du Regeln brichst. Wäre schade, wenn ihr das tätet. Das hat unter den Bedingungen Namibias oft jahrzehntelange Folgen.
Ich halte mich auch nicht an alle Regeln. Macht keiner. Sieht man bei Tempobegrenzung 50 in Ortschaften am besten. Fahr mal mit Tempo 50 durch eine Großstadt ... 😉

An sinnvolle Beschränkungen sollte man sich aber halten.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter100 Beiträge · seit 201510. Dez. 2015 · #28
"Deine Ansicht, dass Regeln und Gesetze dazu da sind, gebrochen zu werden, teile ich allerdings nicht. Das ist vielleicht anders gemeint, aber es kommt nicht so vorteilhaft an. Du kannst auch der Natur schaden, wenn Du Regeln brichst. Wäre schade, wenn ihr das tätet. Das hat unter den Bedingungen Namibias oft jahrzehntelange Folgen."
Klar, respektieren wir die Natur! Gemeint sind natürlich die sinnlosen Gesetze und Regeln, die es fast unmöglich machen, einen Schritt zu gehen, ohne gegen irgendetwas zu verstoßen.
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2015
33,1k Beiträge · seit 200610. Dez. 2015 · #29
Hi BerLin,
Klar, respektieren wir die Natur! Gemeint sind natürlich die sinnlosen Gesetze und Regeln, die es fast unmöglich machen, einen Schritt zu gehen, ohne gegen irgendetwas zu verstoßen.
auf Leute mit solcher Einstellung, dann noch als Fremde in einem Land, hat wahrscheinlich jedes Land gewartet.... (Gefängnisse sind hier übrigens kaum besser als in Russland).

Macht Eure Erfahrungen, nur bitte kein Geheule danach wenn ihr beim illegalen Trampen ausgeraubt werdet, wenn ihr von einem Farmer mit einem Gewehr von seiner Farm verjagt werdet etc.

Gute "Reise" wünscht
Christian

P.S. übrigens gibt es kein Namibien, Monglien... aber das nur am Rande. Ein Reiseführer würde auch da helfen.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'155 Beiträge · seit 200610. Dez. 2015 · #30
BerLin schrieb:

Klar, respektieren wir die Natur! Gemeint sind natürlich die sinnlosen Gesetze und Regeln, die es fast unmöglich machen, einen Schritt zu gehen, ohne gegen irgendetwas zu verstoßen.
Das stimmt… 🙂

Singapur ist voll davon… Ich bin die ganze Zeit im Konflikt  🙁

Bangkok / Thailand gibt es im Strassenverkehr auch Verkehrsregeln, nur hält sich fast keiner daran und die Polizei ist nicht gross interessiert. Ein Paradies also für kreative Verkehrskünstler wie mich.

In der Schweiz sollte am Rotlicht der Motor abgeschaltet werden. Nur macht das keiner (mehr). Schweizer Städte sind immer mehr eine kollektive 30km/h Zone. Für Gefühlsfahrer wie mich ein teures Unterfangen…

Dann habe ich einmal in Sambia einen Typen (Österreicher ) getroffen, der von Wien nach Johannesburg gewandert ist. Ich wollte ihn mitnehmen, aber er wollte nicht, weil er ja auf wandern programmiert war… das wäre also eine Alternative falls euch keiner mitnimmt… 😉

lg tom
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2015
4'129 Beiträge · seit 200810. Dez. 2015 · #31
Hallo, BerLin, du schreibst:
„Als Low-Budget-Reisender hat man jedoch eine andere wichtige Funktion: Man kann den Menschen am eigenen Beispiel zeigen, dass man nicht unbedingt astronomische Geldsummen oder ein Auto braucht, um etwas von der Welt zu sehen.“
Uii, du bist also mit einer Mission unterwegs!

Nur, - darauf wartet nicht grad jeder, der sich in Namibia für sein täglich Brot abrackert. Als Europäer kann man sich natürlich einen derart elitären Ansatz leisten, wenn man aus der sicheren Heimat heraus mal auf lau unterwegs sein will und sich hernach im Tropeninstitut durchchecken lassen kann.

Darüber hinaus, verhält es sich beim Trampen ja durchaus so, dass man sich da immer auf die Autofahrer stürzen muss... – also sehr oft ein Auto braucht! Nur eben das der Anderen. 😄


Ansonsten können wir leider nix zu deinen vielen Fragen beitragen, da wir mit unseren Erfahrungen natürlich durch dein feines Raster, der für dich akzeptablen Informanten gefallen sind, also sparen wir uns die Mühe – auch wenn da einiges an Tramperfahrungen „in Afrika“ vorliegt (Sudan, Ägypten, Mahgreb, SA, Zim)
- aber eben nicht Namibia.
Ansonsten kennen wir Namibia recht gut und können dir als allgemeine Information sagen, dass dort aufgrund der Wilderei von den Farmern viel Kontrollen gefahren werden und wilde Camper da nix zu lachen haben. Aber um Spaß geht es dir ja auch bei deiner Reise nicht.

Gruß lilytrotter




PS:
Ein Gruß zum Beginn und Ende eines Posts entspricht höflichen Umgangformen und wird hier immer gern gesehen.
Und auch in Namibia betritt man nicht grußlos einen wie auch immer gearteten „Raum“... – schon gar nicht, wenn man als Tramper was von den Leuten will.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
1'287 Beiträge · seit 200810. Dez. 2015 · #32
Hallo BerLin,
BerLin schrieb:
Klar, respektieren wir die Natur! Gemeint sind natürlich die sinnlosen Gesetze und Regeln, die es fast unmöglich machen, einen Schritt zu gehen, ohne gegen irgendetwas zu verstoßen.
Dann sei mir an dieser Stelle aber die Bitte an Euch erlaubt, dass Ihr bei Schwierigkeiten, die sich dadurch ergeben, wenigsten die Regel "Keine Bestechungen" einhaltet und Euch den Konsequenzen regulär stellt.
Für nachfolgende Reisende (egal ob zu Fuß, per Rad oder im Auto) wäre ansonsten die Argumentation gegen eine kleine Gefälligkeit schwerer durchzusetzen.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2015
284 Beiträge · seit 201010. Dez. 2015 · #33
Hallo BerLin,

wie ich sehe bist du Beratungsresistent. Du akzeptierst nur Infos, die dir zusagen und negierst kritische Stimmen.
Ganz ehrlich, ich finde das nicht so toll, sich auf der einen Seite elitär von den üblichen Touris abheben zu wollen, auf der anderen Seite aber freundlichen Autofahrern und Farmern, die euch helfen, auf der Tasche zu liegen. Davon abgesehen sind solche Touristen in Namibia gar nicht allzu gerne gesehen. Ihr bringt ja kein Geld in ein Land, das mit vom Tourismus lebt, sondern zockt hier noch ab. Besonders viel werdet ihr vom Land auch nicht mitbekommen aus den bereits genannten Gründen. Hat also nicht viel mit "elitär" zu tun sondern eher mit "Geiz ist geil".

Also, macht eure eigenen Erfahrungen ( gute wie schlechte ), aber denkt dran, daß jeder Gruppenreisende oder Mietwagenfahrer
viel, viel mehr vom Land und der Natur sehen und erleben wird wie ihr. Ist nun mal so. Wird ne ziemlich strapaziöse Reise werden und mit schönen Tierbeobachtungen wird's wohl auch nix.

Gruß
Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2015
1'796 Beiträge · seit 201410. Dez. 2015 · #34
Hallo BerLin,
Doch, mit Namibia hatten die meisten Hitchhiker gute Erfahrungen - man wartet zwar lange, aber fährt dann schnell und effizient.
Dann bist Du doch bestens informiert! Vor allem das schnelle und effiziente Fahren ist in Namibia ein Thema für sich. 😣

Wenn ich überlebe …. schreibe ich hier natürlich einen Reisebericht.
Unbedingt 🙂 !
Da ich mit einem Russen unterwegs bin: Regeln und Gesetze sind da, um gebrochen zu werden (natürlich ohne anderen Mitmenschen zu schaden)!


Diese Aussage ist mein persönliches Highlight in diesem Beitrag. Wie man diese kausale Satzverbindung wohl interpretieren soll?! 😗 😐
Als Low-Budget-Reisender hat man jedoch eine andere wichtige Funktion: Man kann den Menschen am eigenen Beispiel zeigen, dass man nicht unbedingt astronomische Geldsummen oder ein Auto braucht, um etwas von der Welt zu sehen.
Die meisten Namibier haben es noch nicht mal bis in die Nachbargemeinde geschafft, geschweige denn zu den Nationalparks und Naturwundern im eigenen Land! Welchen Menschen möchtest Du Deine Philosophie des Reisens denn näher bringen? 🤨

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Planung und einen reibungslosen Verlauf Eures Vorhabens!

Gruß
Applegreen
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2015
Themenstarter100 Beiträge · seit 201510. Dez. 2015 · #35
Die meisten Namibier haben es noch nicht mal bis in die Nachbargemeinde geschafft, geschweige denn zu den Nationalparks und Naturwundern im eigenen Land! Welchen Menschen möchtest Du Deine Philosophie des Reisens denn näher bringen?
Natürlich nur denen, die dazu bereit sind. In meinem Heimatland, Ukraine, verhielt es sich bis vor kurzem genauso, zumindest im Osten - daher die ganzen Probleme. Natürlich muss man reisen, zumindest im eigenen Land.
Ganz ehrlich, ich finde das nicht so toll, sich auf der einen Seite elitär von den üblichen Touris abheben zu wollen, auf der anderen Seite aber freundlichen Autofahrern und Farmern, die euch helfen, auf der Tasche zu liegen.
Nun, jemandem zu helfen ist ja grundsätzlich eine freiwillige Sache. Ich habe im Sommer in meinem Miethaus in der Ukraine innerhalb von 1,5 Monaten 79 Personen absolut unentgeltlich untergebracht, unter anderem auch Europäer, und empfand es nicht so, als würde mir da jemand auf der Tasche liegen, es war mir vielmehr eine Freude, etwas Gutes für die anderen zu tun und dabei eine Menge von neuen Informationen mitzubekommen. Genauso verhält es sich mit den Couchsurfern/Gästen, die ich ab und zu hier in teurem München hoste.
Du akzeptierst nur Infos, die dir zusagen und negierst kritische Stimmen.
Wenn man sagt, man will Namibia ohne eigenes Auto erkunden, bekommt man automatisch tausende kritische Stimmen, und es gibt eigentlich auch mehr als genug Argumente, die dagegen sprechen.
auf Leute mit solcher Einstellung, dann noch als Fremde in einem Land, hat wahrscheinlich jedes Land gewartet.... (Gefängnisse sind hier übrigens kaum besser als in Russland).
Macht Eure Erfahrungen, nur bitte kein Geheule danach wenn ihr beim illegalen Trampen ausgeraubt werdet, wenn ihr von einem Farmer mit einem Gewehr von seiner Farm verjagt werdet etc.
Das muss ja wohl ein schlimmes Land sein, wenn man fürs Betreten von Brandberg ohne lokalen Guide oder Trampen - als Tourist - ins Gefängnis kommt, für den Einsatz der Waffe oder Raub - als Einheimischer aber nicht!
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2015
Themenstarter100 Beiträge · seit 201510. Dez. 2015 · #36
Ich möchte mich aber nochmal den Foris für die einigen wertvollen Informationen, die ich hier erhalten habe, bedanken - z. B. zu Brandberg oder zu Sesfontein und Umgebung. Wie wir dorthin ohne Auto kommen, bleibt unsere Sache.
Wahrscheinlich war ich hier generell mit meinem Thema falsch - die meisten hier fahren eigenes Auto. Natürlich erscheint Trampen und Fortbewegung ohne Auto in einem Land wie Namibien utopisch, wenn man es nicht probiert hat - genauso wie für mich Selbstfahren generell in den Bereich des Unmöglichen gehört.
Was so schlimm daran sein soll, nicht das eigene Auto zu nutzen, sondern einen freien Platz im Auto eines Anderen, das verstehe ich nicht. Aus der Sicht der Ökologie ist Letzteres sogar viel besser.
2'516 Beiträge · seit 200910. Dez. 2015 · #37
BerLin schrieb:
Wahrscheinlich war ich hier generell mit meinem Thema falsch

Ne, du warst eigentlich schon richtig. Du hast gefragt, du hast Antworten bekommen. Diese passen nicht in dein Konzept.

Was so schlimm daran sein soll, nicht das eigene Auto zu nutzen, sondern einen freien Platz im Auto eines Anderen, das verstehe ich nicht. Aus der Sicht der Ökologie ist Letzteres sogar viel besser.
Da ihr ja laut deinem ersten Posting gerne so unterwegs sein möchtet wie die einheimische ( vermutlich meinst du schwarze ) Bevölkerung, würde ich euch den Kauf einer Donkiekarre empfehlen. Absolut authentisch, und von der Ökologie her noch besser.

Leider hast du das PS von lilytrotter nicht gelesen/ verstanden. Die Ukrainer, die ich bislang kennen gelernt habe, kannten sich mit Begrüssungen und höflichen Umgangsformen besser aus...

mit freundlichen Grüssen,
fotomatte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
33,1k Beiträge · seit 200610. Dez. 2015 · #38
Hi BerLin,
Das muss ja wohl ein schlimmes Land sein, wenn man fürs Betreten von Brandberg ohne lokalen Guide oder Trampen - als Tourist - ins Gefängnis kommt, für den Einsatz der Waffe oder Raub - als Einheimischer aber nicht!
genau - denn es gibt hier Gesetze (was in der Ukraine und Russland vielleicht anders sein mag). An diese hat man sich zu halten, egal ob es der persönlichen Lebensphilosophie widerspricht oder man sie für unsinnig hält. Das gilt ganz besonders, wenn man GAST in einem fremden Land ist. Den zweiten Teil Deiner Behauptung muss ich nicht verstehen, oder?

Du wirst es dann ja bald erleben wie das praktische Leben hier läuft - obwohl Du es ja, sogar ohne einen Reiseführer in die Hand genommen zu haben - besser zu wissen scheinst als die Menschen, die Namibia zig Mal (ob mit Auto oder Rad) bereist haben bzw. hier leben.
Natürlich erscheint Trampen und Fortbewegung ohne Auto in einem Land wie Namibien utopisch, wenn man es nicht probiert hat -
Du verstehst es nicht bzw. willst es nicht wahr haben. Wir berichteten Dir hier zu Hauf wie es hier läuft - und in das Konzept passt Trampen eben nicht (aus rechtlichen, logistischen und vielen anderen Gründen). Fragst Du Dich nicht einmal, warum sogar die meisten namhaften Backpacker-Reiseführer von Namibia als Tramper-Land abreisen? Doch nicht um Dich zu ärgern, sondern weil es schlichtweg keinen Sinn macht (außer, man will Tage an einer Straßenecke ohne Wasser und Nahrung verbringen)

Letzte regnerische Grüße aus Windhoek
Christian

P.S. Und nochmal: nix Namibien, Namibia!
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2015
4'129 Beiträge · seit 200810. Dez. 2015 · #39
@ fotomatte Hmm, mit Esel durchs Tal der Könige, mit Pferd durch Lesotho... da wäre die Donkiekarre eine wirklich tolle Option!
Deine Idee sollte mal ein namibischer Touri-Unternehmer lesen, - was hier Urlaub mit Pferd und Wagen ist, wäre dort halt mit Donkiekarre! Cool.

Hallo, BerLin,
du bist in deiner Sache sehr engagiert, das ehrt dich, - nur fehlt da noch etwas Verständnis...
und ich finde auch nicht, dass du hier im Forum nicht "richtig" wärest, es gibt wohl kaum ein anderes so informatives und aktives Forum über das südliche Afrika.

Und – unglücklicherweise verlangst du hier eine bestimmte Kategorie von Antworten/Antwortgebern: „Ob Namibia zum Trampen geeignet ist, habe ich nicht gefragt, zumindest nicht diejenigen, die damit selbst keine Erfahrung haben.“
Das sind Vorgaben, die stehen dir einfach nicht zu!!
Wenn du also eine Antwort erhältst und zweifelst an der Kompetenz des Gegenübers oder du bist der Meinung, du hättest nicht genau danach gefragt, dann behalte es in Zukunft einfach für dich. Wir dürfen ja alle hier unsere Meinung schreiben. Ohne Korsett.

Wir persönlich können es sehr gut verstehen, das Reisen ohne eigenes Auto, ganz basic und der zwangsweise gute Kontakt zu der Bevölkerung auf der Straße und in den Hütten. Das sind Einblicke und Erfahrungen, die einem Lodge- o. Camper-Touristen mit Auto/in Gruppe in dieser Form (auf dem Laster, Pick-up, Eselkarren) nicht so schnell möglich sind. Gute und schlechte, beglückende und gefährliche. Jede Reiseart hat ihren Erlebnisbereich.
Es ist deine Art zu so zu reisen, - aber bitte ohne herbei-geredete Mission.
Es hat beides seine Berechtigung, oder keines.


Gruß lilytrotter

PS: Wir z.B. würden in Namibia keine Tramper mitnehmen (so wird es vielleicht auch anderen Touristen gehen), - wir haben keinen versicherten Sitzplatz für andere Leute. Das Risiko im Falle eines Unfalls ginge also zu 100% zu unseren Lasten, so aus der Privatschatulle... Darüber hinaus gibt da so ein Verbot, das Polizisten dazu berechtigt, Strafzettel zu verteilen, selbst das wäre uns zu teuer. Wir reisen nämlich immer mit sehr überschaubarem Budget.

PPS: Nicht dass du es missverstehst, wir nehmen schon mal Leute mit, aber nur dort, wo wir eine Notwendigkeit für den Transport sehen.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2015
6'152 Beiträge · seit 200610. Dez. 2015 · #40
BerLin schrieb:
Afrika ist ein Kontinent mit 52 Staaten. Keiner hat gesagt, dass Du nicht in Afrika (irgendwo) trampen kannst - in Namibia aber nicht. Dann schließt Euch einer Tourigruppe an, wenn ihr nicht fahren dürft.
Doch, mit Namibia hatten die meisten Hitchhiker gute Erfahrungen - man wartet zwar lange, aber fährt dann schnell und effizient.
Dass man ausgerechnet in DEM Land, wo man trampen will, nicht trampen kann - das bekommt man als Tramper auch über so ziemlich jedes Land zu hören. Spricht da eigentlich jemand aus eigener Erfahrung?
hi BerLin,
Christian hat ja schon genau beschrieben, wegen dem Mitnehmen - zu Deiner Information, man wird darauf hingewiesen als Touri bei der Mietwagenübernahme - niemanden Fremden mitzunehmen, denn man hat keine Insassen-Versicherung . Da ist jedem das Risoko einfach zu hoch, man muss ja nicht selbst einen Unfall verursachen....
Gruss Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2015