Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia

Reisebericht 38 Antworten · 15,2k Aufrufe · gestartet 23. Dez. 2018 von aos
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 200823. Dez. 2018 · #1
Liebes Forum,

gerne berichte über den Namibia-Teil meiner diesjährigen Reise. Es ist die Fortsetung von https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/296401-kalahari-nordwest-nam-april-mai-2018-botswana.html

Wie in der Einleitung im Botswana-Teil geschrieben, war ich völlig frei was Route und Unterkünfte anging, da ich nichts vorgebucht hatte. Ein, besser zwei Nächte Swakopmund am Ende der Reise hatte ich mir vorgenommen. So konnte ich mich jeden Tag treiben lassen und fuhr soweit ich wollte - was zugegebenermaßen teilweise zu langen (Fahr)tagen führte.

24.04. Zelda Guestfarm
25.04. Etosha Garden Hotel (Outjo)
26.04. Hoada Campsite
27.04. Puros Community Campsite
28.04. Puros Community Campsite
29.04. Plamwag C3
30.04. Abadi Mountain Camp
01.05. Messum Crater
02.05. Swakopmund A La Mer
03.05. Swakopmund A La Mer
04.05. Gut Richthofen
05.05. Abflug

Den Nordwesten Namibias hatte ich bereits in 2016 und 2017 besucht, sodass ich mir erlaube, immer wieder mal Bilder aus den Vorjahren einfließen zu lassen oder auf die Berichte zu verweisen.

24.04. Zelda Guestfarm

Es gab wenig zu berichten. Alles Teerstraße, im Bereich von Motopi viele Schlaglöcher.
Preis-Leistungs-Verhältnis für ein Einzelzimmer mit Frühstück empfand ich als sehr gut.

Gefahrene Kilometer: 720 (9l /100 km)


25.04. Etosha Garden Hotel

Ich fuhr über Windhoek, wo ich meine Vorräte auffüllte. Dann besuchte ich meinen Autovermieter, da ich das hintere Nummernschild in Botswana verloren hatte. Es dauerte eine gute Weile, bis der Ersatz vom Schildmacher eingetroffen war. Dann konnte es weiter nach Norden gehen. Weiter als Outjo wollte ich nicht mehr fahren. Auch das Etosha Garden Hotel empfand ich als günstig. Am Pool entspannte ich ein wenig. Im Restaurant aß ich Filet sowie als Vorspeise Zunge vom Rind. Beides super günstig und lecker.

Nach dem Abendessen machte ich mir Gedanken, wie es am Nächsten Tag weitergehen sollte. Ich hatte die Möglichkeit, direkt bis irgendwo hinter Sesfontein zu fahren oder den vermeintlichen grünen Etosha NP zu besuchen, den ich bisher nur im gelben Gewand kannte. Der grüne Etosha reizte mich schon sehr, sodass es am nächsten Tag dort hingehen sollte. Übernachten wollte ich Olifantrus, falls Platz vorhanden, sonst sollte es bis zum Etosha Road Halt gehen.

Gefahrene Kilometer: 638 (9,3 l /100 km)


26.04. Hoada Campsite

Sicher wäre es besser gewesen, am Vortag weiter Richtung Anderson Gate zu fahren, um möglichst früh in den Park zu können. Aber mein Fokus lag nicht auf der Tierbeobachtung, sondern auf der Landschaft, sodass die gute einstündige Fahrt zum Gate nicht ganz so tragisch war, zumal ich (wie so oft) bei Sonnenaufgang bereits im Hilux saß.
Im Park angekommen, machte ich mich ohne Umwege auf nach Okondeka. Aber so richtig grün war es nicht.
k-15.01EtoshaNationalPark01.jpg


k-DSC_2818.JPG


Bei Okondeka war nichts los, sodass ich gleich Richtung Olifantrus weiterfuhr.

Auf dem Weg nach Westen wurde es dann immer grüner.
k-15.01EtoshaNationalPark04.jpg


Tiermäßig war nicht allzu viel los, sodass ich gegen 12:00 Uhr in Olifantrus war. Hier gab es erst einmal eine Brotzeit und ich beschloss, weiter zur Etosha Roadside Halt zu fahren.

Bei der "Seasonal Pan" zeigten sich einige Tiere. Sie sah ganz anders aus als im Juni 2017.
k-15.01EtoshaNationalPark05.jpg


Bei den Dolomite Hügeln sah ich noch vereinzelt Tiere.
k-DSC_2830.JPG


k-DSC_2831.JPG


k-DSC03307.JPG


Die letzten Kilometer zum Gate waren ziemlich hügelig und die Piste nicht mehr ganz so gut wie zuvor. Und irgendwie hatte ich keine Lust mehr auf Etosha Roadside Halt. Nächstes Ziel: hinter Kamanjab. In Kamanjab suchte ich zunächst die Tankstelle am Ortsausgang nach Palmwag auf. Hier war einiges los, sodass ich mich hätte anstellen müssen. Also fuhr ich erst zum Metzger, wo ich gutes Wildfleisch zu einem unverschämt günstigen Preis kaufte. Unweit entfernt gibt es am südlichen Ortsausgang ebenfalls eine Tankstelle, die ich nutze. Nun hätte es weitergehen können, aber noch im Ort blinkte im Armaturenbrett "Change Fuel Filter" auf, sodass ich der Falkenberg Garage einen Besuch abstattete. Der Dieselfilter für die 2016er Modelle waren nicht vorrätig. Lars Falkenberg telefonierte mit meinem Vermieter und sie kamen zu dem Schluss, dass ich einfach fahren sollte. Die nächsten neun Tage würde es auch noch so gehen. So richtig überzeugte mich das irgendwie nicht, da ich ja ins Kaokoveld wollte. Herr Falkenberg sah aber auch kein Problem. Ich flachste darauf hin, dass er es sein würde, die mich dann in ein paar Tagen aus dem Kaokoveld abschleppen würde.

Weiter ging es - mit ständigen Aufblinken "Change Fuel Filter" - bis nach ca. 70 km die Hoada Campsite erreicht war. Die Stellplätze sind schön in die felsige Landschaft integriert und haben alles, was man braucht.

Das war mein Stellplatz.
k-15.02LandschaftHoadaCampsite01.jpg


Nachdem ich mich eingerichtet hatte, besuchte ich den Pool, wo ich nur meine Füße reinhielt, und nahm an der Bar ein Windhoek Draught ein.
Um das tolle Panorama mit meiner Kamera einzufangen, stieg ich auf einen Felsen beim Poolbereich.
k-15.02LandschaftHoadaCampsite03.jpg


k-DSC03317.JPG


k-15.02LandschaftHoadaCampsite05.jpg


k-15.02LandschaftHoadaCampsite06.jpg


k-15.02LandschaftHoadaCampsite09.jpg


Gefahrene Kilometer: 485 (8,2 l /100 km)


27.04. Puros Community Campsite Teil 1

Früh ging es los Richtung Grootberg Pass. Die Strecke war gut zu fahren. Ich machte um den Pass nur einen Fotostopp, da die Berge noch zu viel Schatten warfen.
16.01LandschaftenntlangderPistenachSesfontein03.jpg


Hinter dem Pass spross leichtes Grün der steinigen Landschaft empor.
16.01LandschaftenntlangderPistenachSesfontein04.jpg


Vor zwei Jahren sah es hier noch so aus.
18.1FahrtnachPalmwag08.jpg


Kurz vor dem Veterinärzaun kreuzten drei Kududamen die Straße.
DSC_2835.JPG


Ich nutze die Tankstelle der Palmwag Lodge und versuchte an der Rezeption vergeblich, etwas über den Zustand des Crowther's Trail in Erfahrung zu bringen.

Zurück auf der C43 sah ich nach ca. 20 km mehre große "Doggen" durch die Senke vor mir ziehen.
DSC_2839.JPG


Es dauerte ein bis zwei Sekunden bis ich realisierte, dass es sich um Löwen handelte. Als ich unten in der Senke angekommen war, machten sich die Löwinnen und jungen Männchen bereits auf den Weg ins dichte Gebüsch.
DSC_2841.JPG

(man achte auf den dritten Löwen linker Hand hinter den Ästen)

DSC_2845.JPG


k-DSC_6212.JPG


Es passierte nicht mehr viel, außer dass ab und an eine Löwe den Kopf hob. So fuhr ich durch die Senke auf die andere Seite, um vielleicht einen besseren Blick zu haben - aber Fehlanzeige. Von dort konnte ich gar nichts sehen. Also wendete ich mein Fahrzeug und entdeckte erst jetzt, dass auf der anderen Seite der Senke es noch zwei weitere junge Löwen gab, die sich über die Reste eines Bergzebras hermachten. Der eine verschwand sogleich und gesellte sich zu den anderen ins Gestrüpp.

Der andere nagte noch eine ganze Weile am Riss.
k-DSC_6228.JPG


k-DSC_6232.JPG


k-DSC_6234.JPG


k-DSC_6245.JPG


k-DSC_6262.JPG


k-DSC_2858.JPG


k-DSC_6299.JPG


k-DSC03368.JPG


k-DSC_6319.JPG


Als sich weiter nichts mehr tat - erst recht nicht bei den Löwen hinterm Busch, (hier hob mal wieder einer den Kopf)
k-DSC_6355.JPG


fuhr ich zufrieden und glücklich, unverhofft auf (Wüsten)löwen getroffen zu sein, durch schöne Landschaft weiter Richtung Sesfontein.
k-16.01LandschaftenntlangderPistenachSesfontein08.jpg


k-16.01LandschaftenntlangderPistenachSesfontein09.jpg



Ansonsten wünsche ich allen auf diesem Weg ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2019
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 200827. Dez. 2018 · #2
27.04. Puros Community Campsite (Ngatutanga) Teil 2

Noch etliche Kilometer vor Khowarib hielt ich auf einer Anhöhe, um das herrliche Panorama aufzunehmen.

Blick zurück nach Palmwag
k-16.01LandschaftenntlangderPistenachSesfontein11.jpg


Richtung Norden
k-16.01LandschaftenntlangderPistenachSesfontein12.jpg


Auf der Anhöhe standen am Rand der Gegenfahrbahn bereits zwei Fahrzeuge. Mit den Schweizern unterhielt ich mich kurz. Ich fragte nach den Pistenverhältnissen im Kaokoveld. Dafür konnte ich ihnen ungefähr sagen, wo sich die Löwen befanden. Als Dank dafür schenkten Sie mir ein Stück Rinderfilet, was sie angeblich nicht mehr bräuchten - sehr nett.

Bis kurz hinter Sesfontein war die Piste top zu fahren. Danach ging sie in eine schrecklich schlechte, felsige Piste über. Es wirkte, als ob die oberste Schicht weg gespült wurde.

Hier war die Piste schon besser.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros01.jpg


Bald waren die Giribes Plains erreicht und ich war erstaunt, wie diesig es hier war.

Der erste Springbok
k-DSC_6366.JPG


Ich verließ die D3707 und folgte der Piste zum Signal Hill. Hier wollte ich eine (Ess)Pause machen. Dies war leider nicht möglich, da das Fahrzeug umgehend von Bienen um- und beflogen wurde. Ich "flüchte" auf den Hügel. Die Bienen folgten nicht, sie blieben beim Fahrzeug.

"Oben" machte ich einige Aufnahmen.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros03.jpg


k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros05.jpg


Schön grün war es im Vergleich zu Anfang Juni 2016.
21.1FahrtnachSesfontein11.jpg


Ich wollte nicht die D3707 nach Puros fahren, sondern die in etwa parallel verlaufene Piste - also so wie wir bereits in 2016 fuhren. Zumal ich evtl auch am Tsuxub, welche ungefähr auf halber Strecke lag, übernachten wollte.
Also nahm ich die Piste nach Süden. Kam allerdings nur wenige hundert Meter, da ich eine Gruppe Bergzebras entdeckte.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros09.jpg


Zunächst wunderte ich mich, das sie nicht davon galoppierten. In dem Moment, in dem ich mit meiner Kamera heranzoomte, brach der Fluchtinstinkt aus.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros10.jpg


Kurze Zeit später bog ich Richtung Westen zum Fearless Pass ab. Einige Kilometer hinter dem Abzweig kam eine meiner landschaftlichen Lieblingsstellen.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros13_2.jpg

(hinten rechts befinden sich vier Zebras)

k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros15.jpg


So sah hier in 2017 und 2016 aus: https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/292999-rastlos-durchs-kaokoveld-und-damaraland.html?start=36#485118

Selbst hier waren die Bienen beim Verlassen des Fahrzeuges noch allgegenwärtig, sodass ich irgendwann hinterm "Pass" im Auto aß.

Der Untergrund war nun steinig, aber gut fahrbar. Es waren allerdings (für die nächsten 30 km) unzählige Riviere zu queren, welches oft nur Schrittgeschwindigkeit zuließ, sodass es nur langsam voran ging.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros19.jpg


Die Landschaft hinter dem "Pass"
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros21.jpg


Ich traf auf eine Gruppe Zebras, die überhaupt nicht scheu war.
k-DSC_6368.JPG


k-DSC_6370.JPG


k-DSC_6378.JPG


Die Zebras sind hier ganz links zu sehen.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros22.jpg


Kurz vor Erreichen des Tsuxub ließ ich den Blick noch einmal gen Süden schweifen.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros26.jpg


In 2016 sah es übrigens so in der Gegend aus.
21.1FahrtnachSesfontein02.jpg


Nach nicht ganz zwei Stunden anstrengender Fahrt (vom Signal Hill aus) war der Hauptarm des Tsuxub erreicht. In dieser Gegend soll es auch wieder Löwen geben. Ich fuhr direkt zum Okongwe Wasserloch.
k-DSC03464.JPG


In der unmittelbaren Umgebung des Wasserlochs waren keine Tiere zu entdecken, sodass ich im und am Rand des Tsuxub auf die Suche machte. Schon bald stieß ich auf Giraffen, die hier auf halber Strecke zwischen Hoanib und Hoarusib nicht vermutet hätte.

k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros27.jpg


k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros29.jpg


k-DSC_6387.JPG


k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros30.jpg


k-DSC_6390.JPG


Für mich stellte sich nun die Frage, hier zu bleiben oder bis Puros (ca. 35 km entfernt) weiterzufahren. Das Thermometer zeigte 37°C an und einen schönen ausladenden Baum hatte ich nicht entdeckt. So sollte es weiter gehen, da ich auch wusste, dass ständigen Rivierquerungen weniger und nach ca. 15 km komplett aufhören würden.
Ich warf noch einen Blick zurück, bevor es weiter ging.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros33.jpg


Die Strecke führte nun über eine Hügelkette, sodass man teilweise noch eine schöne Sicht auf den Tsuxub (hinten rechts zu erkennen) hatte.
16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros34.jpg


Den nächsten Fotostopp gab es erst eine halbe Stunde später bei einem Nebenfluss des Gomatum, welcher selbst bei Puros in den Hoarusib mündet.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros36.jpg


Auf dem Bild sind zwei Giraffen "versteckt"
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros38.jpg


Hier besser zu erkennen.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros37.jpg


Zwei Jahre zuvor stand hier kein Grashalm (der Nebenfluss ist rechts im Bild).
21.1FahrtnachSesfontein01.jpg


Inzwischen waren es 39°C und es wehte ein leichter Wind. Es fühlte sich ein wenig so an, als ob mir jemand einen Fön auf Stufe eins direkt ins Gesicht hielt.
Im weiteren Verlauf zur D3707 zeigte sich noch eine Gruppe Giraffen.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros39.jpg


k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros41.jpg


Zwischen den Bergen zeigte sich der Gomatum und somit näherte sich die D3707, welche parallel zu diesem verläuft.
k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros42.jpg


k-16.02LandschaftenntlangderPistennachPuros45.jpg


Nach der Rivierquerung waren es noch sechs km bis Puros und weitere fünf bis zur Puros Community Campsite am/im Hoarusib, die ich ca. 16:00 Uhr erreichte. Die Campsite heißt wohl offiziell Ngatutanga und ich kann sie wärmstens empfehlen.

Zum Sonnenuntergang besuchte ich zum Abschluss eines ereignisreichen Tages die Jan Joubert Koppie.
k-16.03JanJoubertKoppie09.jpg


k-16.03JanJoubertKoppie10.jpg


k-16.03JanJoubertKoppie14.jpg


k-16.03JanJoubertKoppie15.jpg



Gefahrene Kilometer: 304 (9,7l/100km)
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2019
1'624 Beiträge · seit 201501. Jan. 2019 · #3
Hallo Axel
Großartige Impressionen von einer tollen Landschaft. Deine Umplanung auf Deiner Reise hat sich gelohnt. Vielen, vielen Dank auch für das Heraussuchen der Fotos aus den vergangenen Jahren. Ich genieße es sehr virtuell mit herumzufahren.
Herzlich grüßt
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 200802. Jan. 2019 · #4
Zunächst möchten ich allen ein frohes und gesundes neues Jahr wünschen!

28.04. Puros Community Campsite (Ngatutanga) Teil 1

Heute wollte ich ein Teilstück im Khumib fahren, das ich noch nicht kannte und landschaftlich sehr schön sein soll: Orupembe bis zur Verbindungspiste zum Hoarusib. Vom Licht her bietet es sich generell an, dieses Teilstück auch in der genannten Richtung (von Nord nach Süd) zu fahren. Übernachten wollte ich im/am Hoarusib. So nutze ich zusätzlich die Möglichkeit, eine für mich sehr ansprechende (Felsen)landschaft im Koakoveld zu besuchen, indem ich die parallel von der D3707 führende Piste wählte.

Also ging es kurz nach Sonnenaufgang auf die D3707. Die Ebene nördlich von Puros zeigte sich in seichtem Grün.
k-17.01FahrtvonPuroszumKhumib01.jpg


k-17.01FahrtvonPuroszumKhumib04.jpg


Nachdem ich 24 km durchgeschüttelt wurde, bog ich auf eine namenlose Piste gen Westen ab. Die Piste führte durch ein Rivier und war ziemlich ausgefahren.
k-17.01FahrtvonPuroszumKhumib05.jpg


Langsam fing die felsige Landschaft an.
k-17.01FahrtvonPuroszumKhumib06.jpg


Ca. 2,5 Kilometer vor der Nationalpark-Grenze bog ich auf eine weitere Piste ein. Anfangs war diese Piste ebenfalls sehr "wellblechig", was dazu führt, dass die Pisten immer breiter werden (Track Pollution).
k-17.01FahrtvonPuroszumKhumib07.jpg


Beim "Hole-in-the-rock" bestieg ich den Felsen für einige Landschaftsaufnahmen. Leider warf die Sonne noch etwas lange Schatten.
k-17.01FahrtvonPuroszumKhumib12.jpg

(hinter rechts führte die Piste bereits zum Khumib hinunter)

Daher mit mehr Zoom (Richtung Norden)
k-17.01FahrtvonPuroszumKhumib13.jpg


Blickrichtung Süden
k-17.01FahrtvonPuroszumKhumib14.jpg


Dann huschte noch ein Orxy über die Piste. Leider einige Sekunden zu spät von mir "eingefangen".
k-17.01FahrtvonPuroszumKhumib15.jpg


Von dieser Anhöhe gab es nach beiden Seiten ein schönes Panorama. Aus dieser Richtung kam ich.
k-17.01FahrtvonPuroszumKhumib16.jpg

(Der Orxy ist, als Punkt am Ende des Bergschattens auszumachen)

Zu anderen Seite schaute ich ins Tal des Khumib.
k-17.02LandschaftamundimKhumib01.jpg


k-17.02LandschaftamundimKhumib02.jpg


Der Aussicht wegen "kletterte" ich auf den Felsen, welcher in den beiden Fotos zuvor im rechten Bildrand zu sehen ist.
k-17.02LandschaftamundimKhumib05.jpg


k-17.02LandschaftamundimKhumib09.jpg


Bevor ich den Khumib erreichte, machte ich noch diese Aufnahmen in einer tollen Wüstenlandschaft.
k-17.02LandschaftamundimKhumib13.jpg


k-17.02LandschaftamundimKhumib14.jpg


Landschaft im Khumib,
k-17.02LandschaftamundimKhumib16.jpg


welchen ich nach knapp zwei Kilometern wieder nach Norden verließ.
k-17.02LandschaftamundimKhumib19.jpg


k-17.02LandschaftamundimKhumib22.jpg


Die Piste führte nun weiter durch eine spektakuläre Felslandschaft.
k-17.02LandschaftamundimKhumib24.jpg


Auch hier ließ ich mir es nicht nehmen, einen Felsen zu besteigen.
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370701.jpg


k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370705.jpg


Die Landschaft blieb schön
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370709.jpg


k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370710.jpg


und Bald war der "Bär" erreicht.
k-DSC03640.JPG


Auch hier kletterte ich auf einen Felsen ...
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370713.jpg


k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370716.jpg


k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370714.jpg


Hinter der nächsten Anhöhe zeigte sich dann folgendes Landschaftsbild.
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370719.jpg


k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370720.jpg


Als nächstes kletterte ich auf den Felsen, der sich rechts im letzten Bild befindet. Von oben hatte ich einen spektakulären Rundumblick.
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370725.jpg


Nach Nordwesten
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370726.jpg


Ausblick nach Süden
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370728.jpg


Blick nach Westen zum Nationalpark
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370731.jpg


Der schwarze Punkt auf der linken Seite im oberen Bild war ein Strauß, der hier besser zu erkennen ist.
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370729.jpg


Richtung Norden zur D3707.
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370733.jpg


Ein herrliches Panorama
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370738.jpg


Einen der Hügel rechts hinten im Bild hatten wir im Vorjahr erklommen.
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370740.jpg


Die Fotos findet ihr hier: https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/292999-rastlos-durchs-kaokoveld-und-damaraland.html?start=24#483192 (Die letzten neun Bilder)

Zurück zum Fahrzeug
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370744.jpg


Dann ging es auch schon weiter zur Ougams Quelle, welche hier noch nicht erreicht war.
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370746.jpg


2017 fuhren wir diesen Abschnitt in umgekehrter Richtung: https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/292999-rastlos-durchs-kaokoveld-und-damaraland.html?start=30#484428
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 02. Nov. 2019
663 Beiträge · seit 201603. Jan. 2019 · #5
Hallo Axel,

Herzlichen Dank für Deine tollen Bilder - einfach beeindruckend auch mit dem vielen Grün. 🙂
Für uns besonders interessant denn diese Strecke im westl. Kaokoveld steht im Mai 2020 auf unserem Programm.
2017 sind wir die Strecke von Etambura durch den Khumib & Hoarusib über Purros nach Sesfontein gefahren.

Hier habe ich heute meine Touridee eingestellt.

Vielleicht hast Du noch den einen oder anderen wertvollen Tipp für uns.
Freue mich natürlich sehr auf Deine bebilderte Fortsetzung. 😉

Gruss & alles Gute für 2019
Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2019
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 200812. Jan. 2019 · #6
28.04. Puros Community Campsite (Ngatutanga) Teil 2

Wie auf dem letzten Bild unschwer zu erkennen, wurde die Landschaft nun immer vegetationsloser. Am Ougamswasserloch war nichts besonders zu entdecken. Anstatt der Piste zur D3707 folgen, bog ich im Rivier ("Zufluss" des Sechomib) hinter der Wasserstelle auf eine Piste Richtung Nationalpark ein. An der Nationalparkgrenze schoss ich einige Fotos.
k-DSC03713.JPG


Der Sechomib mit dem Dünengürtel der Skelettküste im Hintergrund.
k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370748.jpg


k-17.03LandschaftvomKhumibzurD370751.jpg


Ich kehrte um zur D3707, welcher ich bis Orupembe folgen sollte. Anfangs war die Pad noch gut "fahrbar" und führte entlang des Sechomib durch die Wüste.
k-17.04LandschaftanderD3707bisOrupembe03.jpg


k-17.04LandschaftanderD3707bisOrupembe05.jpg


Es wurde nun zusehends grüner und die Piste schlechter.
k-17.04LandschaftanderD3707bisOrupembe06.jpg


Bald zeigten sich die ersten Springböcke.
k-17.04LandschaftanderD3707bisOrupembe08.jpg


k-DSC_3035.JPG


Die D3707 wurde immer wellblechiger und ich hoffte, endlich Orupmebe zu erreichen. Hier warf ich einen Blick zurück zur Skelettküste.
k-17.04LandschaftanderD3707bisOrupembe09.jpg


Einige Kilometer vor Orupembe wird ein Rivier gekreuzt. Hier folgte ich nicht der D3707, sondern einer Piste im Rivier, welche zu einem der "Lone Men of Kaokeveld" führte. Unter der Nr. 17 stand auf der Plakette "Giving up. Waiting for 11".
k-17.04LandschaftanderD3707bisOrupembe12.jpg


k-DSC03745.JPG


Je näher ich der "Ortschaft" kam, um so höher und schöner wurden die Berge.
k-17.04LandschaftanderD3707bisOrupembe14.jpg


k-17.04LandschaftanderD3707bisOrupembe15.jpg


Vor der Polizeistation gab es zu den Bergen auch noch Springböcke
k-17.04LandschaftanderD3707bisOrupembe16.jpg


sowie Esel mit Springböcken.
k-17.04LandschaftanderD3707bisOrupembe17.jpg


Hinter der Polizeistation folgte ich nicht mehr der D3707, sondern fuhr weiter geradeaus auf einen Track Richtung Osten. Diese Piste war auf den ersten Kilometern wesentlich schlechter als die D3707 zu fahren, sodass ich mich über meine Entscheidung zunächst ärgerte. Allerdings entschädigte die schöne Landschaft mit Bergen und Khumib dafür umso mehr.
k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib01.jpg


k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib02.jpg


Nach ca. vier Kilometern mündete "meine" Piste auf eine andere. Da ich von der aktuellen Piste genug hatte, bog ich nach Süden zur D3707 ab. Ich hätte noch wenig weiter nach Norden fahren können. Dort wird dann der Khumib gekreuzt und ich hätte evtl. die Möglichkeit gehabt, durch den Khumib nach Süden fahren können. Diese Piste war allerdings in keiner Karte eingezeichnet, sodass ich mir dieses "Abenteuer" nicht gönnen wollte. An der Einmündung stieß ich erneut auf einen "Lone Men", was mich sehr freute. Die Nummernplakette fehlte leider schon, aber die mit dem Hinweis war noch vorhanden: "Heading for 1. Big Gathering".
k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib04-2.jpg


Nach wenigen Kilometern erreichte ich die D3707 wieder. An dieser Stelle wurde der Kuhmib gequert. Es gab hier auch eine Piste durch den Khumib. Ich entschied mich, der D3707 weiter zu folgen, die östlich des Khumib weiterführte und ca. zehn Kilometer die Möglichkeit bot, zum Khumib zu fahren. Das war definitiv die falsche Entscheidung, da die D3707 immer ausgefahrener wurde. Ich war froh, als der Abzweig zum Khumib erreicht war. Das herrliche Landschaftspanorama konnte für die Strapazen der Fahrt nicht entschädigen.
k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib07.jpg


k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib09.jpg


k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib10.jpg


Am Khumib konnte ich mich zwischen einer Piste im oder östlich des Khumib entscheiden. Ich entschloss mich für die äußere, weil ich mir hier eine schönere Aussicht versprach. An den Hügeln und Bergen östlich von mir, sah ich immer wieder scheue Bergzebras - allerdings in weiter Ferne.
k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib14.jpg


Auch der Ufertrack führte teilweise durch den Khumib,
k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib17.jpg


k-DSC_3062.JPG


außerhalb bot er ein wunderschönes Panorama.
k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib19.jpg


k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib20.jpg


k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib21.jpg


Bald entdeckte ich die erste Giraffe(n),
k-DSC_6411.JPG


die durchs Flussbett zogen.
k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib23.jpg


k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib24.jpg


k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib27.jpg


k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib30.jpg


Die Landschaft östlich des Khumib zeigte sich trotz des Regens ziemlich karg.
k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib31.jpg

(der schwarze Punk ist ein Strauß)

Der Abzweig zum Hoarusib war nicht mehr weit - die Landschaft immer noch klasse.
k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib37.jpg


Die Piste führte nun auf eine Anhöhe. Auch hier ließ ich mir es nicht nehmen, einige Panoramaaufnahmen zu machen.
k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib40.jpg


k-17.05VonOrupembebiszumHoarusib41.jpg
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 25. Jan. 2019
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 200818. Jan. 2019 · #7
28.04. Puros Community Campsite (Ngatutanga) Teil 3

Wenige Kilometer hinter der Anhöhe erreichte ich den Abzweig zum Hoarusib. Am Anfang dieser Piste hatten Himbas (zwei Männer und eine Frau), die ersten Menschen, auf die ich an diesen Tag traf, einen Verkaufstand aufgebaut. Diesen gab es vor zwei Jahren noch nicht. Erwartet hätte ich ihn an dieser Stelle auch nicht. Denn es gibt Tage, an denen hier kein einziges Fahrzeug vorbeikommt. Ich kaufte einen geschnitzten Oryx, den ich zwar nicht brauchte, aber ich wollte auch nicht weiterfahren, ohne etwas gekauft zu haben. Ich fragte die Himabas noch nach ihren Vieh. Sie antworteten, dass ihre Ziegen (Rinder besaßen sie keine) im Khumib weideten.

Hinter dem Verkaufstand schaute ich zurück zum Khumib.
k-17.06VerbindungspistevomKhumibzumHoarusib01.jpg


Welch ein Kontrast im Vergleich zu 2016.
k-20.3FahrtzumundimHoarusib01-2.jpg


Der Mount Himba Sphinx zeigte sich bereits im Hintergrund.
k-17.06VerbindungspistevomKhumibzumHoarusib02.jpg


An den Hängen sah ich Bergzebras - einfach toll.
k-17.06VerbindungspistevomKhumibzumHoarusib04.jpg


Ich warf letzmalig einen Blick zurück zum Khumib.
k-17.06VerbindungspistevomKhumibzumHoarusib05.jpg


Kurze Zeit später traf ich auch einen weiteren "Lone Men", der leider keinen Plaketten mehr aufwies.
k-17.06VerbindungspistevomKhumibzumHoarusib08.jpg


Ich konnte mich nicht errinnen, diesem "Lone Men" in 2016 begegnet zu sein. Und offensichtlich gab es diesen damals auch noch nicht. (Er hätte rechts am Hügel neben der Piste sein müssen.)
k-20.3FahrtzumundimHoarusib04-2.jpg


Am Mount Himba Spinx gabelte sich die Piste. In 2016 hielten wir uns rechts, um die spektakuläre Sicht auf den Hoarusib "mitzunehmen" und ich von der linken Piste nichts in Erfahrung bringen konnte. Dieses Jahr entschied ich mich, links abzubiegen. Diese Piste folgte einem Rivier, welches in den Hoarusib mündete (einige Kilometer weiter flussaufwärts). Zunächst zeigten sich rechterhand noch einige Bergzebras.
k-17.06VerbindungspistevomKhumibzumHoarusib09.jpg


Nach einigen Kilometerns wurde das Gras grüner und höher.
k-17.06VerbindungspistevomKhumibzumHoarusib11.jpg


k-17.06VerbindungspistevomKhumibzumHoarusib12.jpg


Bei der Mündung in den Hoarusib stieg ich auf eine Anhöhe, um das Panorama zu genießen.
Blickrichtung Puros
k-17.07LandschaftamundimHoarusib01.jpg


k-17.07LandschaftamundimHoarusib03.jpg


k-17.07LandschaftamundimHoarusib08.jpg


Flussaufwärts
k-17.07LandschaftamundimHoarusib06.jpg


Mit Mount Himba Sphinx
k-17.07LandschaftamundimHoarusib09.jpg


Noch ein letztes Panorama über den gesamten Flussabschnitt,
k-17.07LandschaftamundimHoarusib11.jpg


bevor ich zum Wagen zurück ging. Denn besonders lange konnte man es bei 37°C nicht in der Sonne nicht aushalten. Gerne wäre ich hier den Hoarusib weiter Richtung Puros gefahren und hätte mir ein schönes Plätzchen als Nachtlager gesucht. Da es aber noch Oberflächenwasser gab, war mit die ganze Angelegenheit zu heikel, da der Hoarusib in seinen weiteren Verlauf noch einige Biegungen hatte. Da mich kein zweites Fahrzeug begleitete, ging ich kein Risiko ein und kehrte um. Am Mount Himba Spinx nahm ich die andere Piste zum Hoarusib.
Auch hier klettere ich der Aussicht wegen auf einen Hügel. "Oben" schaute ich zunächst auf die Stelle, an der ich eine dreiviertel Stunde zuvor am Fluss war. Der Ausblick auf den Hoarusib, wie er seinen Weg durch die schroffe Berglandschaff nahm, war einfach herrlich.
k-17.07LandschaftamundimHoarusib16.jpg


k-17.07LandschaftamundimHoarusib24.jpg


Mit Mount Himba Spinx
k-17.07LandschaftamundimHoarusib18.jpg


Die Aussicht auf den weiteren Verlauf des Hoarusib war leider durch die Hügel vor mir eingeschränkt.
k-17.07LandschaftamundimHoarusib21.jpg


k-17.07LandschaftamundimHoarusib23.jpg


Zurück zum Fahrzeug
k-17.07LandschaftamundimHoarusib28.jpg


Nach ca. 10 Minuten Fahrt öffnete sich die Landschaft mit diesem einzigartigen Blick.
k-17.07LandschaftamundimHoarusib32.jpg


k-17.07LandschaftamundimHoarusib36.jpg


Zum Vergleich ein Bild von 2016.
k-20.3FahrtzumundimHoarusib07-2.jpg


Da nun die Puros Campsite nicht mehr allzu weit entfernt war, entschloss mich, nicht wild zu übernachten. Am Vorabend riet mit ein Südafrikaner auf der Puros Campsite, den Track außerhalb des Hoarusib zu nehmen und nicht im Flussbett zu fahren, weil es dort durch die kürzliche "Flut" sehr unwegsam sein sollte. Die Piste außerhalb war wegen der vielen Rivierquerungen ebenfalls sehr langsam und anstregend.
Im Haorusib angekommen, quere ich diesen zunächst. Bald traf ich auf eine Giraffe
k-DSC_3178.JPG


und eine scheue Straußenfamilie. Mehr Tiere sah ich nicht mehr. Leider auch nicht den Löwe, der sich hier seit kurzem aufhalten soll.
k-17.07LandschaftamundimHoarusib38.jpg


Das waren die letzten beiden Panoramas des Tages.
k-17.07LandschaftamundimHoarusib39.jpg


k-17.07LandschaftamundimHoarusib40.jpg


Als ich kurz vor 18:00 Uhr auf der Campsite eintraf, war ich völlig erschöpft, sodass ich diesen "Tagesausflug" niemanden empfehlen kann. Dennoch war es einer der landschaftlichen Höhepunkte der Reise.

Gefahrene Kilometer: 226 (11,4 l/100 km)
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2019
663 Beiträge · seit 201619. Jan. 2019 · #8
Hi Axel,

Vielen Dank für Deine Fortsetzung & die wieder tollen Fotos.
Ich könnte gleich wieder durchstarten...

Zu Deiner Anmerkung:
aos schrieb:28.04. Puros Community Campsite (Ngatutanga) Teil 3
Ich konnte mich nicht errinnen, diesen "Lone Men" in 2016 begegnet zu sein. Und offensichtlich gab es diesen damals auch noch nicht. (Er hätte rechts am Hügel neben der Piste sein müssen.)
Wir waren dort M 11/2017 und da gab den "Lone Men" schon.
Habe ihn aber erst heute Abend auf der Vergrösserung unseres Fotos entdeckt. 🙁
Wir waren damals wohl so von der beeindruckenden Schönheit der Landschaft berauscht.... 😎

Erdmann2.JPG


Erdmann1.JPG


Gruss
Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
zuletzt bearbeitet 19. Jan. 2019
4'382 Beiträge · seit 201519. Jan. 2019 · #9
Hallo Axel, atemberaubende Panoramen zeigst Du uns und weckst schöne Erinnerungen an unsere Fahrt durch diese grandiose Landschaften! Dafür danke ich und auch für Deine Tipps zu Swakopmund per PN
Von mir aus könnte Deine Reise noch ewig dauern!
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
248 Beiträge · seit 201522. Jan. 2019 · #10
Hallo Axel, sauge deine Reise gerade auf, da ich in ca. 4 Wochen Richtung Damaraland und Kaokoveld starte. Das ist bis dato noch ganz unbekanntes Gebiet für mich. War fast immer im Süden unterwegs.
Werde alleine dort unterwgs sein. Hört sich an, als ob du es auch warst. Habe etwas mehr Respekt vor der Gegend als Alleinfahrer als vor den Strecken im Süden. Sieht ja aber alles soweit ganz gut fahrbar aus. (wenn nicht allzuviel Regen in meiner Zeit fällt) Hattest du ein Sat-Phone mit? Ich denke alleine sollte man eins mitnehmen, oder?
Dein Tagesausflug hat mir gut gefallen, auch wenn du ihn nicht empfehlen möchtest. Du warst an dem Tag süd-westlich von Purros unterwegs? Bist du nach Karte gefahren? Vielleicht hast du noch den ein oder anderen Tip.
Das ist meine Route
https://namibia-forum.ch/forum/7-routen/296726-namibia-nordwest-alleine-unterwegs.html?start=6#545913
Vielen Dank
Oliver
der Weg ist das Ziel..... 2000 Januar Namibia (Anfängerroute ohne Forum) https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299399-zurueck-in-die-zukunft-namibiareise-2000.html?start=0 // 2015 Februar Solotour (abseits der Änfängertour)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285792-4x4hilux-meine-fotoausruestung-und-ich.html // 2017 Februar Solotour ( der Süden, Kalahari und KTP)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291851-der-sueden-ein-hilux-kameraequipment-und-ich.html?limitstart=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html // 2019 März Solotour (Damaraland und Kaokoveld) https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html// 2023 April Altes und Neues (Kalahari -Namib- Damaraland- Etosha- Waterberg)..... to be continued
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 200823. Jan. 2019 · #11
Hallo Oliver,

wenn du die D3707 verlässt, würde ich zu einem Satphone raten.

Zu einer Navigationshilfe würde ich ebenfalls raten(openstreet map-Karten reichen). Es gibt einfach Sicherheit - obwohl ich es auch ohne "geschafft" hätte.

Was meinst du mit Tipps genau? Wenn es um Routen und schöne Landschaften geht, erlaube ich mir, auch auf meine Berichte von 2016 und 2017 zu verweisen.

Anhand meiner Beschreibungen sollte sich eigentlich ableiten lassen, wo ich gefahren bin. Wenn du mit "südwestlich" den Puros Canyon meinst, muss ich dies verneinen, da er Ende April noch nicht befahrbar gewesen sein soll.

Viele Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2019
86 Beiträge · seit 201825. Jan. 2019 · #12
Hallo Axel,

ich bin hier mehr zufällig reingestolpert, bleibe aber hier. Ein wirklich hochinteressanter Reisebericht für mich, der das Kaokoveld bislang nur wenig kannte, außer daß es einsam und rough ist, wußte ich wenig. Insofern ist das eine willkommene und dank der vielen Bilder informative "Weiterbildung".
Danke sehr für Deine Mühen.

Grüße
Christian

P.S.: Rivier, nicht Revier
Mein Reiseblog: https://www.aconcagua.de (u.a. Rumänien, Pakistan, Äthiopien, Patagonien, TransSib, Nepal, Karelien, Norwegen) Mein YouTube-Kanal: (u.a. DIY-Camper, Norwegen, Albanien, Georgien, Kirgistan, Bosnien, Rumänien, Namibia, Tunesien, Schweden) https://www.youtube.com/channel/UC6KA8ccc3ba5mmR_C-5couQ
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 200810. Feb. 2019 · #13
@Christian Danke für den Hinweis - habe alle Riviere korrigiert

29.04. Palmwag C3 (Kai-Ais) Teil 1

Mein angedachtes Tagesziel für heute sollte die Backridge Campsite (c6) im Parlmwag Konzessionsgebiet sein. Auf dem Weg dorthin wollte ich die Wüstenlandschaft nördlich von Amspoort näher erkunden, mit der Hoffnung die große Sicheldüne zu finden, von der ich Bilder im Internet gesehen hatte. Wegen des kürzlichen Regens sollte der Pruos Canyon unpassierbar gewesen sein, so wählte ich die südlich des Hoarusib parallel verlaufene Piste. Dafür nahm ich zunächst die gleichen Pisten wie für den Hinweg nach Puros.
Hier warf ich einen Blick zurück - mit Gomatum und Hoarusib.
k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort01.jpg


Ca. sieben Kilometer nach verlassen der D3707 hielt ich mir rechts (westlich), um auf den Parallel-Track zu gelangen. Die nächsten zwölf Kilometer ging es durch eine schöne Berglandschaft.
k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort02.jpg


Man achte auf die drei Punkte (Bergzebras) hinten rechts.
k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort04.jpg


k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort05.jpg


An der Kreuzung, die ich bald erreichte, bog ich links nach Süden ab. Ich befand mich nun im Tal bzw. Zufluss, welches in der Regel genutzt wird, in bzw. aus der Haorusib zu fahren. Auch hier war es ungewohnt grün.
k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort06.jpg


k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort08.jpg


k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort11.jpg


Hier mal ein Vergleich zu 2016.
k-19.3FahrtzumundimHoarusib09-2.jpg


Ein weiterer Vorteil des Regens war, dass dieser auch das Wellblech wegspülte, so ließ sich die gesamte Strecke bis zum Hoanib wunderbar fahren.
k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort14.jpg


Es zeigte sich sogar der ein oder andere Springbok.
k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort16.jpg


Auch die Hochebene zwischen Hoarusib und Hoanib zeigte sich in einem völlig ungewohnten Gewand.
k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort18.jpg


k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort20.jpg


k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort21.jpg


k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort22.jpg


Die Landschaft im Bereich, indem die Piste sich den Tsuxub näherte, war herrlich schön.
k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort23.jpg


k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort25.jpg


k-DSC_6420.JPG


k-DSC_6421.JPG


k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort27.jpg


k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort28.jpg


k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort29.jpg


Auch hier kein Vergleich zu 2016
k-19.3FahrtzumundimHoarusib06.jpg


und 2017.
k-12.01FahrtüberdenHoarusibzumHoanib16-2.jpg


Nach etlichen Kilometern führte die Piste in den Tsuxub. Rechter Hand zeigte sich eine schöne Hügelkette (Sima Hill?).
k-18.01.FahrtvonPurosnachAmspoort31.jpg


Im Tsuxub wurde es dann für einige Kilometer richtig grün.
k-18.02LandschaftvorAmspoort01.jpg


Einige Kilometer vor Erreichen des Hoanib, erklomm ich einen Hügel im Tsuxub-Tal. Von oben hatte man ein super Panorama, welches man beim Durchfahren so nicht wahrnahm.
k-18.02LandschaftvorAmspoort03.jpg


k-18.02LandschaftvorAmspoort10.jpg


Blickrichtung Hoanib
k-18.02LandschaftvorAmspoort06.jpg


k-18.02LandschaftvorAmspoort12.jpg


k-18.02LandschaftvorAmspoort13.jpg


Gen Norden
k-18.02LandschaftvorAmspoort07.jpg


k-18.02LandschaftvorAmspoort09.jpg


Wie im letzten Jahr steuerte ich den Aussichtshügel westlich der Piste an. Zunächst fotografierte ich diesen Oryx.
k-DSC_6427.JPG


Am Aussichtspunkt machte einige Aufnahmen vom Hoanib, wie seiner Weg durch die Wüste nahm- toll.
k-18.03WüstenördlichvonAmspoort02.jpg


k-18.03WüstenördlichvonAmspoort03.jpg


Anstelle zum Tsuxub zurückzukehren, folgte ich der Piste weiter Richtung Westen, welche kurze Zeit später auf eine Piste Richtung Norden führte (im letzten Bild zu sehen).
Dort angekommen, lichtete ich erst einmal die Landschaft ab.
k-18.03WüstenördlichvonAmspoort04.jpg


k-18.03WüstenördlichvonAmspoort05.jpg


Nun folgte ich dieser Piste solange nach Norden, bis diese von einer kleinen Sicheldüne bedeckt wurde. Auf gleicher Höhe müsste sich auch die große Sicheldüne befinden (habe im Vorfeld bei google earth die Entfernung ausgemessen), so klettere ich auf den Hügel östlich von mir. Und da war sie.
k-18.03WüstenördlichvonAmspoort10.jpg


Ich ging ein wenig den Hügel entlang und genoss die herrliche Wüstenlandschaft. Dabei entdeckte ich diesen Gesellen (ein Namib day gecko wie ich nun weiß)
k-DSC_3249.JPG


und fotografierte die Sicheldüne von der anderen Seite.
k-18.03WüstenördlichvonAmspoort14.jpg
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2019
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 200817. Feb. 2019 · #14
29.04. Palmwag C3 (Kai-Ais) Teil 2

Bevor ich zum Fahrzeug zurückkehrte, genoss ich noch die schöne Wüstenlandschaft Richtung Süden zum Hoanib.
k-18.03WüstenördlichvonAmspoort13.jpg


k-18.03WüstenördlichvonAmspoort16.jpg


Ich wendete und folgte bei der ersten Gelegenheit einer Piste nach Westen. Bald öffnete sich die Landschaft und der Hoanib war, in der Ferne zu sehen.
k-18.03WüstenördlichvonAmspoort20.jpg


Nach wenigen Minuten endete diese Piste - zumindest für mich - an dieser Sandanhäufung.
k-18.03WüstenördlichvonAmspoort21.jpg


Auch hier stieg ich der Aussicht wegen auf einen kleinen Hügel. Dort hatte ich einen tollen Blick in die Wüste
k-18.03WüstenördlichvonAmspoort22.jpg


und auf den Hoanib.
k-18.03WüstenördlichvonAmspoort25.jpg


k-18.03WüstenördlichvonAmspoort24.jpg


Ich wendete abermals und fuhr nun Richtung Süden zum Hoanib.
k-18.03WüstenördlichvonAmspoort29.jpg


Kurz vor erreichen des Flusstals stieg ich ein letztes Mal auf einen Felsen und bestaunte den Hoanib.
k-18.03WüstenördlichvonAmspoort30.jpg


k-18.03WüstenördlichvonAmspoort35.jpg


Auf dem Felsen gab es sogar etwas Bewuchs.
k-DSC04080.JPG


Ich traf etwas westlich von Amspoort auf den Hoanib und folgte ihm entlang der Abbruchkante. An einer schönen Stelle suchte ich die Gegend nach Tieren ab - konnte aber leider keine entdecken. Der tollen Landschaft tat dies aber keinen Abbruch.
k-18.04LandschaftimHoanib01.jpg


Bei Amspoort fuhr ich den Haonib und musste wieder feststellen, dass dieser für mich der schönste Trockenfluss im Nordwesten bleibt (dicht gefolgt vom Hoarusib).
k-18.04LandschaftimHoanib03.jpg


Es war inzwischen 12:00 Uhr und ich machte eine Pause unter schattigen Bäumen.
k-18.04LandschaftimHoanib04.jpg


Kurz darauf entdeckte ich die ersten Giraffen.
k-DSC04103.JPG


k-18.04LandschaftimHoanib07.jpg


k-18.04LandschaftimHoanib08.jpg


Bei der Düne (wenige Kilometer hinter der Mudorib Junktion) machte ich kehrt und bog beim Mudorib Wasserloch auf den Crowthers Trail. Das Palmwag-Häuschen war dieses Jahr übrigens unbesetzt, sodass ich erst am Folgetag bei der Ausfahrt auf dem Konzessionsgebiet mein Permit bezahlte.

Landschaft im Mudorib (man achte auf die Giraffe rechts im Bild)
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail01.jpg


k-DSC_3282.JPG


Hier verließ ich bereits den Mudorib und war gespannt, ob die Mondlandschaft, wie wir sie in 2016 erlebt hatten, auch etwas grüner sein würde.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail02.jpg


Und in der Tat grünte es.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail03.jpg


k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail04.jpg


Kurz nach halb drei hatte ich mein angedachten Übernachtungsplatz - die Backridge Campsite - erreicht.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail06.jpg


Bei 35°C, ohne Schatten und bei starkem Wind sagte es mir trotz der tollen Lage nicht zu. Da nächsten beiden Campsites (Theun's und Crowther's) auch eher unattraktiv liegen, kam für mich nur in Frage, zur ca. 60 km entfernten Kai-Ais campsite zu fahren. Das bedeutete mindestens 2,5 Stunden Rumpelpiste.
Wenige Kilometer hinter der von mir verschmähte Campsite wurde der Hunkap gequert. Hier soll es auch ein Löwenrudel geben. Entdecken konnte ich aber kein einziges Tier.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail08.jpg


Auch an der Hunkapquelle war kein Tier auszumachen.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail10.jpg


Die Landschaft blieb zunächst schön.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail11.jpg


k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail12.jpg


Bald folgte für etliche Kilometer die mir bekannte Marslandschaft des Crowther's Trail.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail13.jpg


Etwa eine halbe Stunde später wurde es wieder etwas vegetationsreicher.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail16.jpg


Dies müsste der Obob River sein.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail17.jpg


Im weiteren Verlauf wurde dieser mehrmals gekreuzt.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail18.jpg


Bisher hatte ich seit Verlassen des Mudorib nur ein Orxy entdeckt. Um so mehr freute ich mich, als ich auf diese Bergzebras stieß.
k-DSC_6434.JPG


k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail19.jpg


2016 machte ich an gleicher Stelle nur mit weniger Brennweite eine Aufnahme.
k-18.2PalmwagCrowther'sTrail15-2.jpg


Auch bei der nächsten Rivierquerung hatte ich 2016 und 2018 Aufnahmen gemacht.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail22.jpg


k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail21.jpg


k-18.2PalmwagCrowther'sTrail12-2.jpg


Es war nun kurz nach 17:00 Uhr als die Kai-Ais-Quelle am Horizont auftauchte.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail24.jpg


Das Gegend gefiel mir ausgesprochen gut. Zumal es etliche Tiere gab. Die sind ganz rechts im oberen Bild zu erkennen. Hier mit mehr Zoom.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail23.jpg


An der Quellen waren hingegen keine Tiere. Dahinter auf Kai-Ais Campsite trafen zeitgleich mit mir noch zwei südafrikanische Fahrzeuge ein - die ersten die mir heute begegneten. Das Areal von Kai-Ais war relativ groß, sodass wir beide ein schönes Plätzchen finden konnten.
k-18.05LandschaftentlangdesCrowther'sTrail26.jpg


Gefahrene Kilometer: 240 (12,2 l/100 km)
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2019
86 Beiträge · seit 201818. Feb. 2019 · #15
Hi,

ich bin weiter dabei, das sind wirklich atemberaubend schöne Bilder! "Marslandschaft" trifft es für den Crowther´s Trail wirklich gut.

Ich finde es auch echt mutig, allein in so eine Gegend zu fahren, egal wie neu und zuverlässig das Auto ist.
Darf ich mal fragen, wie Du die Pads im Kaokoveld allgemein einschätzen würdest. Ich habe die Stellen gelesen, an denen Du geflucht hast, auf vielen Fotos sieht der Track aber ganz passabel aus. Klar, daß man da nicht 60 oder 80km/h fahren kann, aber 30-40km/h gehen schon, oder liege ich da komplett daneben?

Grüße
Christian
Mein Reiseblog: https://www.aconcagua.de (u.a. Rumänien, Pakistan, Äthiopien, Patagonien, TransSib, Nepal, Karelien, Norwegen) Mein YouTube-Kanal: (u.a. DIY-Camper, Norwegen, Albanien, Georgien, Kirgistan, Bosnien, Rumänien, Namibia, Tunesien, Schweden) https://www.youtube.com/channel/UC6KA8ccc3ba5mmR_C-5couQ
1'796 Beiträge · seit 201418. Feb. 2019 · #16
Hallo Axel,

ich bin jetzt erst auf Deinen schönen Bericht mit wunderbaren Aufnahmen gestoßen, obwohl Matte mich schon kurz vor unserer Abreise auf Deinen Bericht hingewiesen hat!

Es muss grandios sein, diese Landschaften so grün zu erleben und mit so viel Zeit! Das hätte ich mir an manchen Stellen auch gewünscht.

Ab jetzt werde ich Deine Eindrücke aufmerksam verfolgen - manche Stellen kommen mir jetzt ja auch bekannt vor 😎

Ganz herzlichen Dank und viele Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 200818. Feb. 2019 · #17
Darf ich mal fragen, wie Du die Pads im Kaokoveld allgemein einschätzen würdest. Ich habe die Stellen gelesen, an denen Du geflucht hast, auf vielen Fotos sieht der Track aber ganz passabel aus. Klar, daß man da nicht 60 oder 80km/h fahren kann, aber 30-40km/h gehen schon, oder liege ich da komplett daneben?
Hallo Christian,

alle von mir genutzten Pisten in 2016, 2017 und 2018 waren ohne große Schwierigkeit fahrbar. Zu anderen Pisten kann ich keine Auskünfte geben. Wirklich schlecht ließ sich in 2018 nur die D3707 fahren, sonst war alles noch in Ordnung. Es empfiehlt sich in jedem Fall ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe, wenn man sich nicht zu Tode schalten möchte.
Die 30-40 km/h gehen schon. Wo es schneller ginge, gibt es leider jede Menge Wellblech. Wo es langsam voran geht, habe ich ja beschrieben.

Viele Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2019
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 200803. März 2019 · #18
30.04. Abadi Mountain Camp Teil 1

Zum Sonnenaufgang fuhr ich zum Wasserloch. Dort und in der unmittelbaren Umgebung herrschte leider tote Hose. Also wendete ich und rumpelte gen Osten. Kurz vor acht sah ich dann die ersten Tiere
DSC_6438.JPG


und lichtete das herrliche Tafelbergpanorama ab.
19.01.FahrtdurchPalmwag01.jpg


Die Piste führte nun zwischen den beiden Hügel (ganz recht im oberen Foto) auf eine höhere Ebene. Der Blick zurück.
19.01.FahrtdurchPalmwag02.jpg


Wenig später bot sich ein grandioser Blick Richtung Skelettküste.
19.01.FahrtdurchPalmwag04.jpg


19.01.FahrtdurchPalmwag05.jpg


Ein knappe Stunde später stand ich am View Point auf den Zusammenfluss von Aub und Barab.
k-19.01.FahrtdurchPalmwag06.jpg


Von dort konnte man auch auf die Wasserstelle im Barab blicken.
k-19.01.FahrtdurchPalmwag07.jpg


Ich scannte die gesamte Landschaft ab, um Tiere zu entdecken. Leider erfolglos. Zwei Jahre zuvor "wimmelte" es nur vor Tieren.
k-18.2PalmwagCrowther'sTrail05-2.jpg


Der Crowther's Trail war hier nun zu Ende und es begann die Day-Use-Area. Die Piste führte nun in den Aub, um ihn wenig später wieder zu verlassen. Dieser Teil aus dem Aub ist meiner Meinung der schwierigste Teil im Konzessionsgebiet. In Schrittgeschwindigkeit und ohne Anhänger aber alles zu meistern. Zunähst stieß ich auf die ersten Bergzebras des Tages.
k-DSC_6439.JPG


Und wenig später sah ich eine Tüpfelhyäne. Mit so einer Sichtung hätte ich um halb zehn nicht mehr gerechnet, was mich sehr freute.
k-DSC_6442.JPG


Und sie war nicht allein. Es lagen noch zwei weitere Hyänen neben dem Wolfsmilchgewächs.
k-19.01.FahrtdurchPalmwag09.jpg


Diese erhebten sich kurz, um sich dann wieder hinzulegen.
k-DSC_6455.JPG


k-DSC04187.JPG


k-DSC_6461.JPG


Als dann alle drei unter dem Busch lagen, waren sie kaum noch zu erkennen. Daher fuhr ich weiter und fragte mich, warum die Hyänen sich nicht in ihren Bau begaben.
Mein nächstes Ziel sollte der Kawakab Canyon werden. Noch ein paar Impressionen vom Weg dorthin.
k-DSC_6467.JPG


k-19.01.FahrtdurchPalmwag10.jpg


Am View Point bot sich folgende Aussicht nach Süden
k-19.01.FahrtdurchPalmwag11.jpg


und nach Norden.
k-DSC_3316.JPG


Das Van Zyl's Gat war einer der Orte, die ich in Palmwag ebenfalls nicht kannte. Da ich vermeintlich gut in der Zeit lag, entschied ich mich, diesen Schlenker mitzunehmen. Ich konnte viele Bergzebras entdecken. Mir fiel auf, dass in dieser Gegend das Gras weniger üppig stand.
k-19.01.FahrtdurchPalmwag13.jpg


k-19.01.FahrtdurchPalmwag14.jpg


k-19.01.FahrtdurchPalmwag15.jpg


Am Parkplatz angekommen war der Weg in die Schlucht nicht zu verfehlen. Ein wenig mulmig war mir schon zu Mute, da es hier Leoparden oder Löwen geben könnte. Bald war der markierte Weg zu Ende und es ging über den nackten Fels weiter.
k-DSC04201.JPG


Von oben links war ich gekommen.
k-19.01.FahrtdurchPalmwag16.jpg


Hier war Schluss für mich.
k-19.01.FahrtdurchPalmwag17.jpg


Ob das Loch (Gat) nun unten in der Schlucht war oder hier oben, war und ist mir nicht bekannt. Ich genoss noch ein wenig die Stille des Ortes und machte mich bald wieder zurück. (Nachtrag: Das Gat wird sicher die Engstelle in der Schlucht sein -> ähnlich dem Kattegat)
Bevor ich das Konzessionsgebiet verließ, bannte ich die Mündung des Gaes in den Uniab auf meine Speicherkarte.
k-19.01.FahrtdurchPalmwag18.jpg
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2019
705 Beiträge · seit 201404. März 2019 · #19
Super Fotos im ganzen Bericht. Mir gefällt es viel besser wenn es etwas grün ist. Darum gehen wir nun auch im April.

Felix
wohl Ende 28 wieder 5-6 Wochen Botswana (Khutse+KTP)+ Süd-Namibia Nov- 25-Jan 26 3W Botswana (KTP, Moremi, Nxai+Makgadikgadi Pans NP), + 3W Namibia Nov/Dec 2021 KTP-Kaa-Mabua-KD2 (Bericht) April 2019 KTP + Südliches Namibia / Reisebericht KTP und Süd-Namibia / Blog Sept/Oct 16 Etosha-Caprivi-Chobe-Moremi-CKGR / Reisebericht / Blog
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 200806. März 2019 · #20
Hi Felix,

daher wählte ich letztes Jahr auch den April für die Kalahari. Wenn ich mir aber die Regenmengen der aktuellen Regenzeit anschaue, bezweifel ich, dass es so schön grün wird wie in 2018

Ob es im Nordwesten Namibias Regen gibt, ist eher eine Glücksache.

Viele Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)