felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201415. Dez. 2021 · #1
Auch diesmal werde ich wieder einen Bericht unserer Reise schreiben. Einerseits erlebe ich so gerne nochmals die Reise durch und andererseits lese ich auch gerne andere Reiseberichte. Die geben immer wieder gute Inputs.
Diese wurde unsere dritte Afrika-Riese (eigentlich vierte wenn wir Burkina Faso 98 zählen) nach Namibia-Botswana im Herbst 2016 und KTP und Südnamibia im April 19. Nach dem KTP-Besuch im April 19 war mir sofort klar, dass ich wieder zurück will (obwohl wir sehr wenige Tiere sahen) und begann auch bald zu planen. Meine Frau war etwas weniger begeistert, schon wieder 'an den gleichen Ort' zu gehen. Von Tieren her hätte sie Etosha vorgezogen. Aber es war für sie doch ok nochmals zu gehen. Bald war auch klar, dass es Frühwinter 21 und zum ersten Mal ohne unsere Söhne sein würde. Ohne Söhne und sie knapp 3 Wochen alleine zu Hause zu lassen war für meine Frau aber auch ein gewisses Problem. Frühwinter haben wir gewählt, weil wir da zu Hause 'nichts verpassen'. Im Herbst hatte ich Gefühl, den Bergherbst und im April das Frühlingserwachen zu verpassen.
So kam folgende Reise zu Stande:
Diese Route hat aber schon PCR-Test Umweg über Ghanzi drin. Sonst wären wir wieder wie bei Anreise von Süden über Ukwi nach Charles Hill gekommen. Das hätte uns zwei Tage mehr Busch gegeben.
Und dann kam Corona. Zuerst dachte man, das sei bis Ende 21 kein Problem mehr. Dann dachten wir, die Reise ginge sowieso nicht. Als dann Impfung kam und die meisten Buchungen stornier- oder verschiebbar waren, riskierten wir es doch und im begann im November 20 mit Buchen.
In den nächsten Wochen werde ich hier unser wunderschöne und erlebnisreiche Reise beschreiben.
So viel kann ich schon verraten: von Tieren her möchte meine Frau schon noch in Etosha. Aber eingezäunte Camps mit vielen Leuten interessiert sie nun nicht mehr so. Wie ich schon immer, liebt sie die Freiheit auf einsamen botswanischen Campsites mit keinen oder nur wenigen Leuten und dafür Tieren die darüber spazieren 🙂
Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200815. Dez. 2021 · #2
Hallo Felix, Erste! Wir hatten ja schon Kontakt, bin gespannt auf Eure Reiseerfahrungen. Ihr hattet wirklich ein super timing mit der Reise 😉 Ist das Mpaya 1? Sehr schön! Insbesondere die KD2 Section interessiert mich, die planen wir nächstes Frühjahr auch (noch). Viele Grüße Doro
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201615. Dez. 2021 · #3
Hallo Felix,
ich bin gerne bei Deinem Reisebericht dabei.
Wie alt sind denn Eure Söhne? Mein Mann und ich waren im November auch 14 Tage alleine in Urlaub (aber im hohen Norden bei den Polarlichtern) und unsere Teenager Söhne waren auch das erste Mal so lange alleine. 🤩
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201416. Dez. 2021 · #4
Reisemaus schrieb:Ist das Mpaya 1?
Ja, vom Dach des WC fotografiert.
Gabi-Muc schrieb:Wie alt sind denn Eure Söhne? Mein Mann und ich waren im November auch 14 Tage alleine in Urlaub (aber im hohen Norden bei den Polarlichtern) und unsere Teenager Söhne waren auch das erste Mal so lange alleine. 🤩
Sie sind 18 und 20 (also volljährig). Unsere waren schon mehrmals 1-2 Wochen alleine zu Hause. Aber dann waren wir nur in Schweiz oder Italien mit VW California unterwegs und hätten theoretisch 'schnell' heim fahren können. Schlussendlich vor Ort war es dann aber kein Problem mehr für sie.
Das war der Abschluss der letzten Reise im April 19.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201416. Dez. 2021 · #6
Vorbereitungen und Anreise
Leider steigt man zu Coronazeiten nicht mehr einfach in das Flugzeug und fliegt nach Afrika. Da wir mit dem gleichen Test nach Namibia und Botswana einreisen wollten, musste das gut geplant sein. Nicht gerade zur 'Entspannung' beigetragen hatte, waren, dass wir die Wochen zuvor alle erkältet waren. Bei Söhne hatten negative Test gehabt. Als bei uns in der Vorwoche die Erkältung auch stärker wurde, ging ich am Freitag und meine Frau am Samstag einen Test wegen Symptomen machen. Am Samstag gegen Abend hatte ich dann mein negatives Resultat 🙂 🙂 🙂 Meine Frau bekam es dann am Sonntag. Nun konnte nichts mehr schief gehen und wir freuten uns auf Afrika mit super Wetter 😛
Am Montag Abend ging es nach der Arbeit nach Bern, wo Vieselio ein Testzentrum hat, wo Resultate bis am nächsten Tag um 14 Uhr garantiert sind. Wir hofften, dass Resultate etwas früher kommen, da wir um 14:30 auf Bahn am Flughafen mussten. Wir hatten aber noch Sicherheit, dass Viselio auch am Flughafen Zürich ist und wir dort Resultat ausdrucken konnten.
Di 23.12. Zürich - Frankfurt - Windhoek
Die Resultate kamen um 12:25, so dass wir genug Zeit hatten, die Test auszudrucken. Ich lud die Test auch ins Trusted Travel System hoch, obwohl das nicht nötig gewesen wäre. Dann fuhr uns der ältere Sohn (als Informatiker immer im Home Office) an den Bahnhof. In ging Checkin problemlos und Schwiegereltern kamen noch um sich zu verabschieden.
Von 18-19 Uhr flogen wir nach Frankfurt, wo wir drei Stunden bis zum Abflug mit Eurowings hatten. Wir waren so von den ersten am Gate und assen etwas Kleines.
Nach 21 Uhr war dann Boarding und pünktlich um 21:40 ging es los. Im hinteren Teil war die A330 nur 90-05% belegt. Nach eher (ziemlich) negativen Berichten hier im Forum, war ich positiv überrascht von Eurowings. Auch mit 184cm hatte ich keine Probleme mit den Economy-Plätzen und genug Platz für Knies/Beine. Und das Thai Chicken Curry zum Nachtessen war etwas vom Besten was ich je in einem Flugzeug bekam (fliege nur Economy). Dazu hatte ich noch etwas Wein, den ich schon am Gate günstiger als im Flugzeug gekauft hatte.
Über Schweiz sah man ausser Nebel nicht viel. Doch südlich der Alpen tauchten dann die Lichter von Mailand und später der ligurischen Küste auf:
Zum Schlafen hatte ich ein dünnes Strandtuch von einer Reise nach Indien dabei, da man Decken kaufen musste. Das Tuch brauchte ich dann in der Nacht auch, als es kühl wurde. Ich konnte aber nicht schlecht schlafen.
Als wir uns in der Mabua kurz begegnet sind haben wir uns nicht vorgestellt, dies gilt es nachzuholen 😉 Wir waren auf der 2 beim "Znüni" als ihr uns die Nachricht von den .... 😗 überbracht habt.
Gerne lese ich/wir da mit.
@Ebi gemäss Felix vom Dach der Toilette (Siehe weiter vorne)
Liebe Grüsse René
In der Schweiz daheim, auf der Welt zuhause
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201416. Dez. 2021 · #10
Ebi schrieb:Felix, verfolge eure Tour gerne. Hoffe mal, dass der Blickwinkel ohne Drohne möglich war. Sonst gibt es Ärger.
Meine 'Drohne' war wir geschrieben das WC-Häuschen auf Mpaya 1.
Von dort gab es bei Sonnenauf- und Untergang super Fotos.
Oder auch mal ein Ausblick, ob nicht gerade ein Löwe oder Leopard in der Nähe ist. Hier brauchte ich diese Aussicht aber nicht 😉
Ytramix schrieb:Als wir uns in der Mabua kurz begegnet sind haben wir uns nicht vorgestellt, dies gilt es nachzuholen 😉 Wir waren auf der 2 beim "Znüni" als ihr uns die Nachricht von den .... 😗 überbracht habt.
Ah lustig sich hier wieder zu treffen. Dann seid ihr auch gut nach Hause gekommen. Wir waren dann den ganzen Nachmittag auf Mpaya 2, da unsere Campsite bis fast 18 Uhr "besetzt" war.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201417. Dez. 2021 · #12
Mi 24.11. Windhoek - Ondekaremba
Etwas zu früh landeten wir bei Sonne pur in Windhoek. Da wir weit hinten sassen, kamen wir erst spät aus dem Flugzeug. Auf dem Weg zum Terminal machten dann aber noch einige (viele) 'Plätze' gut 😉 So ging die Immigration sehr effizient.
Danach war unser Gepäck bereits da und der Fahrer von Safari Car Rental wartet auch bereits. Er gab uns eine MTC-SIM-Karte, für die ich noch Guthaben (Aweh Gig) holte. Vergeblich versuchte ich botsuanische Pula zu erhalten.
Dann ging es zu Safari Car Rental. Das ganze ging auch zügig. Es musste uns auch nicht jedes Detail erklärt werden, da wir schon zum dritten Mal hier ein Auto gemietet hatten. Wir mieten immer wieder bei SCR er, da wir wissen, dass es hier relativ neue gut gewartet Fahrzeuge gibt. Da wir immer 'wild' unterwegs sind, ist es auch immer die Expedition Version des Hilux.
Jetzt mussten wir als letztes noch einkaufen. Zuerst ging es zur Klein Windhoek Schlachterei das bestellte Wildfleisch, Biltong und Speck abholen. Und nachher zum Superspar Maerua für den Rest.
Nun begann der schöne Teil der Ferien. Wir hatten auf Ondekaremba beim Flughafen ein Campsite reserviert. Wir bekamen wieder die Nr 1 wie schon zu Beginn der letzten Reise. Wobei wir frei wählen konnte, da Camping und Lodge leer war. Auch sie leiden unter Corona. Nach dem verstauen der Vorräte und einrichten des Autos ging es zum Pool und später zum Hide. Beim Hide sahen wir nur kurz Antilope weg rennen. Auf Ondekaremba lieben wir, dass schon 'Busch-Feeling' aufkommt. Wir waren definitiv in Afrika angekommen 😛
Zum Nachtessen gabe es dann das erste Braai: Game Sosaties
Dann ging es früh ins Bett, da wir von Flug über Nacht ziemlich müde waren.
Sadie1'835 Beiträge · seit 201517. Dez. 2021 · #13
Uhhh da freue Ich mich mit euch den KTP plus Mabua zu erleben. Das kann ja heiter werden mit Löwen auf der Campsite und Affli auf dem Toilettenhüsli 😄 Liebe Grüsse in die Schweiz aus dem sehr warmen Florida von Katrin
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201418. Dez. 2021 · #14
Sadie schrieb:Uhhh da freue Ich mich mit euch den KTP plus Mabua zu erleben. Das kann ja heiter werden mit Löwen auf der Campsite und Affli auf dem Toilettenhüsli 😄
Ja, Löwen gab es auf dieser Tour definitiv genug. Und das 'Affli' sucht überall wo möglich noch etwas Bewegung. Zu Hause trainiere ich als Leistungssportler (Triathlon/Berglauf) täglich mindestens einmal.
An der Wärme wäre ich auch gerne. Aber wenigstens hatten wir heute zum ersten Mal seit Ankunft zu Hause wieder Sonne 🙂
Weiter geht es frühesten morgen. Heute war etwas viel los (u.a. Schnelltest ein 4-7 Tage nach Einreise) und die Sonne musste ich für Gartenarbeiten und Radtraining nutzen.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201419. Dez. 2021 · #15
Do 25.11. Ondekaremba - Buitepos/Charles Hill - Masetleng Pan
Nicht ganz so früh wie erhofft ging es um ca 8 Uhr Richtung Osten los. Wenn man von Ondekaremba Richtung Strasse fährt, hat es noch einen interessanten 'Bahnübergang'.
In Gobabis gingen wir noch kurz in Spar Vergessene einkaufen und nach etwa drei Stunden erreichetn wir die Grenze bei Gobabis. Auf namibischer Seite ging alles sehr speditiv. Der botswanische Beamte der die PCR-Test kontrollierte war aber mühsamer. Er hatte grosse Probeleme, dass es keinen offiziellen Stempel auf dem Schweizer P>CR-Test hatte. In Afrika lieben sie ja Stempel. Aber bei uns gibt es das nicht. NAche iniger Zeit und erklären, dass bei uns alles elektronisch läuft, liess er uns dann doch durch. Aber er meinte, das nächste Mal kämen wir so nicht rein 😐 Immigration in Botswana ging auch schnell. Vom letzten Mal wussten wir, dass es nichts bringt die Masetleng Pan als nächste Übernachtung anzugeben und wir sagten Hukuntsi. Bei BURS (Strassentaxe) warteten wir dann aber länger, bis diverse LKW-Fahrer vor uns bezahlt hatten.
In Charles Hill bogen wir nach Süden ab. Im April 19 hatten wir hier noch schlechte Umfahrung um Strassenbaustelle. Nun hatten wir 105km bester Asphalt wo man 120km/h fahren konnte.
In Ncojane bogen wir dann auf die (Tief)Sand-Piste für die 55km nach Ukwi ab. Fürs Auge war das aber schöner als vorher. Hier liessen wir dann auch Luft in den Reifen ab. Ausser kurz in Hukuntsi sahen wir nun zwei Wochen keinen Asphalt mehr.
In Uwi ging es dann noch 30km östlich, bevor die Abzweigung zur Masetleng Pan. Das sind einfach 2 Spuren im Sand. Dort hat es auch Schild zum Camping:
Anfangs hat es relativ viel kratzende Büsche.
Später kommt man in die wunderschöne offen Baumsavanne des Western Woodland. Im Gegensatz zum letzten Mal sahen wir nun aber keine Tiere.
Auf dieser Strecke zeigte das Auto mit 41C die Höchsttemperatur der ganzen Reise an. Gegen die Pan war es dann teilweise verbrannt. Da der Buschbrand bereits im August war, grünte es aber schon wieder wunderschön. Auf der Pan sahen wir nur zwei Strausse.
Um ca 16 Uhr waren wir auf der 'Campsite' der Masetleng Pan. Wir stellten Auto wieder an gleichen Ort wie im April 19.
Weiter oben am Hang hat es eine alte Ablution, die aber wohl schon lange nicht mehr benutzt wurde. Der Wassertank war leer und ds Meiste kaputt. Es hat auch Schilder für Campsites im Nichts. Da steht aber den Spuren an nie mehr jemand.
Wir genossen nun, endlich Richtung im Busch und der Einsamkeit angekommen zu sein. Draussen hatte es ca 37C. Bei der sehr trockenen Luft mit Wind ist das für uns "Wärme-Liebhaber" aber kein Problem.
Da das Gras um unseren Stellplatz sehr trocken war verzichteten wir auf ein Feuer und das Braai gab es in der Bratpfanne.
Dann genossen wir einfach den Abend im Busch mit einer tollen Stimmung.
Genau das lieben wir an Botswana: campieren in wunderschöner Natur bei angenehmen Wetter und keinen anderen Menschen. Hören tut man nur Grillen und Vögel.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201420. Dez. 2021 · #16
Fr 26.11. Masetleng Pan - Hukuntsi - Zonye Pan (KD2)
Da die heutige Strecke nicht so lang war, nahmen wir es gemütlich. Wie aber fast immer in Afrika, waren wir trotzdem vor Sonnenaufgang wach und ich bereits draussen. Die Morgenstimmung un der Sonnenaufgang ist immer etwas besonderes. Um 5:45 ging dann die Sonne am wolkenlosen Horizont auf.
Blick gegen MAsetleng Pan
Aussicht aus Bett/Dachzelt
Und so gab es nach 6 Uhr Morgenessen. Von Morgenessen am Morgen um 6 Uhr bei Sonne und milden Temperaturen im Dezember werde ich die nächsten Jahre träumen.
Nach dem Morgenessen spazierten wir noch zur Pan runter, um diese anzuschauen. Tiere hatte es keine. Wer sieht unser Auto
Nach 7 Uhr fuhren wir dann los (Video von Fahrt gegen Pan). Wir wussten nicht, ob wir wieder den gleichen Weg zurück oder direkt nördlich der Pan nach Ngwatle fahren wollte. Irgendwann merkte ich, dass wir wohl Abzweigung verpasst hatten und bereits nördlich der Pan waren. Dies sollte sich aber als Glückstreffer heraus stellen, da die Strecke viel einfacher zu befahren war (keine kratzenden Büsche). Wir sahen auch mehr Vögel und Nager, dafür war es nirgends so schön wie im Western Woodland.
Um 8 Uhr waren wir in Ngwatele und bezahlten bei der Self-Registration die Camping Gebühren. Neben Pula kann man auch in Rand, U$ und Euro zahlen. Zettel für die Registration hatte es aber keine. So warfen wir einfach Geld in Box.
Dann ging es zügig auf guten Gravelstrassen über Zutshwa nach Hukuntsi. Dort kauften wir nochmals ein und tankten. Zurück in Zutshwa registrierten wir und und bezahlten eine Übernachtung in der Restriced Zone des KD2.
Dort begann dann eine holperige Piste (Transit Road) die aus nicht viel mehr als zwei Fahrspuren bestand. Die Landschaft gefiel uns gut. Unterwegs sahen wir Steinböcke, Springböcke, Strausse und diverse Vögel (za Trappen). Fotos wurden aber nicht gut, da sie meist zu weit weg waren oder die Stennboks hinter Büschen versteckt
Name Pan - hier könnte man an Transit Route campieren
Dann kam die Abzweigung zur Wilderness Area. Sie sah "relativ verboten" aus. Aber wir hatten ja bezahlt.
Der erste Teil zur Towe Pan ging auf guter Piste schnell. Die Pan war bei knapp 40C leer.
Nach dem 'Campsites' am Hang oberhalb der Pan wurde die Piste dann eng und führte kurvenreich durch Büsche. Meine Frau war nicht so glücklich. Ich sagte wir schauen noch etwas, wie es weiter geht ... 😉
Die Piste wurde dann besser und die Gegend gefiel mir sehr gut. So fuhren wir natürlich ganz zur Zonye Pan. Diese überraschte mich mit ihrer Grösse.
Wir fuhren am Westrand runter bis eine Campsite im Nirgendwo markiert war. Im KD 2 haben 'Campsites' gar keine Infrastruktur. Die an der Zonye Pan hat aber eine tolle erhöhte Lage über der Pan mit toller Aussicht. Wir stellten Auto an Schatten und genossen Nachmittag. Es hatte 37C
Tiere auf Pan beobachten
Auf Pan hatte es weit weg einige Strausse, ein Oryx und irgend eine Trappe. Alle Tiere waren aber weit weg, so dass Fotos nur etwas (unscharfen) Eindruck von Sichtung geben.
Da es hier viel Sand hatte, gruben wir gegen Abend ein grosses Loch und feuerten für ein Braii ein. Dazu genossen wir Apero an traumhafter Lager.
Solche einsamen Pan in Busch lieben wir. Es wäre einfach noch interessanter, wenn es mehr Tiere hätte.
Nach dem Nachtessen feuerte ich nochmals ein und wir hatten tolle Abendstimmung.
Etwas später sagte ich dann Corinne, ob sie nicht auf (Lauf)Schuhe wegen Skorpionen anziehen wolle. Sie machte es dann. Als ich später im Dunkeln nochmals vom Dachzelt runter ging, sah ich im Licht der Taschenlampe ein riesiges Skorpion ....
Von da an hatte sie immer vor mir die Schuhe an 😉
Danach sassen wir noch am Rand des Dachzelt und schauten den afikanischen Sternehimmel an.
Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200820. Dez. 2021 · #17
Hallo Felix,
KD1 und KD2, sind schon notiert. 😉 Sieht nach nettem Stop auf der Anfahrt nach Mabua aus. Wundert mich eigentlich, dass man so wenig darüber hört, ausser von Aos. Nehme an, Ihr habt auch niemanden sonst dort getroffen? Ist es fahrtechnisch zwar sandig, aber auch alleine gut machbar? Danke auch für Deine Zeitangaben. Sind sehr hilfreich in der Planung. Gruss Doro
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201421. Dez. 2021 · #19
Reisemaus schrieb:Nehme an, Ihr habt auch niemanden sonst dort getroffen?
Nein, waren am Tag danach das erste Auto seit 10 Tagen am Kaa Gate bzw das das vierte im November.
Reisemaus schrieb:Ist es fahrtechnisch zwar sandig, aber auch alleine gut machbar?
Ja, wirklich tief fand ich Sand nirgends. Das mühsamste war fast, dass die Transit Route teils 'Wellblech' (Corrugation) war. Zu den Pans war es aber viel besser.
Teilweise war es dort nach den Bränden vom August sehr offen und es begann etwas frisches Gras zu wachsen.
Diesen Beitrag zum KD2 https://www.4x4community.co.za/forum/showthread.php/343414-KD2-in-2021 fand ich erst nach unserer Reise. Scheinbar müsste man wirklich im Voraus buchen, wenn man in die Restricted area will. Und im Moment erlauben sie scheinbar kein Camping, auch nicht an Transit Road ... (weiss nicht was ich bei nächsten Besuch machen würde). Ist einfach komisch, dass sie Registration Zettel auch für Camping beim Eingang haben.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201422. Dez. 2021 · #20
Sa 27.11. Zonye Pan - Kaa Gate - Swart Pan
Am Morgen sahen wir direkt aus Dachzelt einen wunderschönen Sonnenaufgang über der Zonye Pan.
Da auch die heutige Fahrt nicht lange war, nahmen wir uns am Morgen noch Zeit. Ich machte noch etwas Holz, um im KTP etwas dabei zu haben.
Eigentlich hätte ich gerne das KD2 weiter erforscht und wäre an die Pans weiter südlich gefahren.. Es war aber noch eine Option, nach Mabua die Cutline zu fahren und dann die Pans von dort aus anzufahren. Unterdessen habe ich gelesen, dass das KD2 wohl wieder eine Hunting Concession wird und Camping nicht mehr erlaubt sein wird 🙁 Die Campsite gefiel mir an erhöhter Lage mit tollem Blick auch die Pan sehr gut.
Edit: Jetzt las ich gerade noch das:
We are waiting for the new hunting company to be selected by the community, If the previous hunting operator is replaced or if a new deal is defined, we will be able to operate tourism and hunting at the same time without any risks for the 2 activities to overlap. The decision should be made by the community end of January, beginning of February, Please come back to us in February and we will update you, sorry for thein convenience and we do hope to be able to receive you at Name pan in May! Best regards, Ontuetse and Kegomoditswe Zutshwa Stopover
Um 7:30 fuhren wir dann los. Bis zur Towe Pan brauchten wir ca 45 Minuten. Zur Tranist Road sind es von dort nur noch gut 15 Minuten (werde oft Zeiten schreiben, da es sicher jemanden interessiert). Auf der Towe Pan hatte es ein ängstliches Oryx und später beobachteten wir zwei Schakale, die im Schatten auf der Piste sassen.
Die Fahrt zur Kaa Pan dauert dann ca eine Stunde. Dort hatte es Erdmännchen.
Auf der ganzen Fahrt auf der Transit Route sahen wir ab und zu Oryx und Kuhantilopen. Meist waren sie für gute Fotos zu scheu.
Nach 10 Uhr waren wir dann beim Kaa Gate. Wir checkten ein und sahen dabei, dass wir das erste Auto seit zehn Tagen und erst das vierte im November waren. Die Kaa Region scheint aber wirklich einsam.
Wir konnten am Gate auch noch unsere Wasservorräte auffüllen. Der Ranger meinte, es sei nur zum Kochen etc. Im Notfall können man es aber auch trinken. Dann ging es Richtung Swart Pan. Die ersten 30km bis zur Sitatswe Pan waren relativ gut zu fahren (wenger als 1h). Es hatte zwar teils tieferen Sand aber nicht oft Büsche im Weg, da die Piste breit war.
Ab der Sitatswe Pan änderte sich das dann aber. Die nächsten 40km war kurvenreich und es hatte regelmässig kratzende Büsche. Da brauchten wir fast 1h30.
Gelände war teils auch ziemlich offen
Ich war dann froh, als wir um ca 13 Uhr bei der Swart Pan waren. Das Wasserloch und auch der Wasserhahn auf Campsite No 2 war trocken. Bei Camp No 1 sah man nur noch Überresten von Wasserleitungen. Wir ging auf diese Campsite, da sie eine bessere Sicht auf Pan hatte.
Nun gab es Mittagessen und ich "duschte" mit einem Becher. Da wir auch zu Hause (meist wild) campieren, haben wir ökologisch abbaubares Shampoo/Abwaschmittel, das wir dabei hatten.
Dann machten wir es uns im Schatten auf der Campsite gemütlich. Nur der starke Wind war etwas mühsam.
Wir erwarteten Roberto Midiri, mit dem ich zuvor online abgemacht haben. Er hat ein Hotel in Koblenz und verbringt den Winter wenn Hotel geschlossen ist, oft viele Wochen in Afrika. Etwa Mitte Nachmittag tauchte er dann auf und wir lernten uns richtig kennen, da wir uns bisher nur online kannten.
Er machte später noch einen erfolglosen Game Drive. Dabei sah er aber, dass es einen Weg ohne Verbot zur Grenze und dieser entlang nach Süden Richtung Unions Ende gibt. Vor allem die Cutline an der Grenze sei sehr gut zu fahren.So war der Entscheid einfach, wie wir morgen fahren würden. Ich hatte eigentlich zwei Nächste Swart Pan gebucht. Aber da ich dann befürchtete, dass es tierarm sein würde, machte ich eine Woche vor Abreise noch ein Parallelbuchung auf einer Standard Campsite in Nossob.
Am Abend sassen wir mit einer Flache Wein/Bier bei tollem Sonnenuntergang noch länger draussen und Roberto erzählte seine Lebensgeschichte.
Die Swart Pan Campsite ist nicht schlecht. Mir gefielen aber Masetleng und Zonye Pan besser, wo man etwas erhöht einen guten Ausblick auf die Pan hat. Tiere hatte es überall etwa gleich wenige. Ob ich nochmals zur Swart Pan fahren würde, weiss ich im Moment nicht.