felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201424. Apr. 2019 · #1
Letzten Sonntag kamen wir von 2.5 Woche KTP und Süd-Namibia zurück. Wir reisten zuerst nach Botswana in die Mabua Section. Dann ging es übers Nossob- und Auob-Tal nach Südnamibia:
Im KTP stimmt die eingezeichnete Route nicht ganz. Google bietet nur eine gewisse Anzahl an 'Zwischenstopps/Vias" an.
Ursprünglich war auch Etosha (da er uns im Herbst 16 wegen "Tierdichte" gut gefiel) eingeplant. Aber bei der Planung merkte ich bald, dass dies zu viel würde und wir besser mehr Zeit im Süden haben. Wegen Schulferien konnten wir nicht länger unterwegs sein.
Wir waren mit unseren beiden Söhnen unterwegs. Dies war wohl fast die letzte Reise, die wir als Familie machten. Unsere Teenager wollen sonst meist nicht mehr mit uns in die Ferien. Hier meinten sie aber, da würden sie sicher mitkommen. Unsere erste Reise gefiel ihnen sehr gut.
In nächster Zeit werde ich tageweise den Reisebericht schreiben. Aus anderen Reiseberichten habe ich einiges für unserer Reise gelernt/übernommen. Und das Bericht schreiben ist auch eine gute Erinnerung.
da hänge ich KTP-Liebhaberin mich auch gerne dran!
Viele Grüße von Tanja
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201424. Apr. 2019 · #4
@Zugvogel schrieb:Ich reise sehr gerne mit euch Vieren mit und bin gespannt, was ihr in meinem Lieblingspark so alles erlebt habt 🙂
"Tiermässig" hatten wir etwas weniger erlebt als erhofft. Das lag aber auch an der grossen Trockenheit. Mehr dann später. Gerade vor einer Stunde habe ich meiner Frau den letzten Teil deines Reisberichts gezeigt und gesagt, wir müssten auch noch einmal mehr in unserem Winter gehen. Und jetzt habe ich etwas Flugpreise im Dezember gesucht (auch wenn es frühestens in zwei Jahren der Fall wäre) 😎 Wie warm/heiss war es eigentlich im November?
Edit: Tanja, jetzt habe ich gerade noch deine Antwort in deinem Bericht gesehen.
@Zugvogel547 Beiträge · seit 201425. Apr. 2019 · #6
felix__w schrieb:
@Zugvogel schrieb:Ich reise sehr gerne mit euch Vieren mit und bin gespannt, was ihr in meinem Lieblingspark so alles erlebt habt 🙂
"Tiermässig" hatten wir etwas weniger erlebt als erhofft. Das lag aber auch an der grossen Trockenheit. Mehr dann später. Gerade vor einer Stunde habe ich meiner Frau den letzten Teil deines Reisberichts gezeigt und gesagt, wir müssten auch noch einmal mehr in unserem Winter gehen. Und jetzt habe ich etwas Flugpreise im Dezember gesucht (auch wenn es frühestens in zwei Jahren der Fall wäre) 😎 Wie warm/heiss war es eigentlich im November?
Edit: Tanja, jetzt habe ich gerade noch deine Antwort in deinem Bericht gesehen.
Felix
Hallo Felix
November ist im KTP in der Regel recht heiss. Früh morgens und spät Abends habe ich jeweils einen Fleece oder Pullover übergezogen, ansonsten sind definitiv kurze Hosen und T-Shirt bzw. möglichst wenig Klamotten angesagt. Die Tagestemperaturen lagen häufig um die 40°C, wenns milder war nur bei 33-35°C und einige Male aber auch bei ca. 45°C. Die trockene Hitze ist aber definitv besser aushaltbar, als eine feuchte Hitze. Man muss es aber schon mögen... Schlafen ging auch tagsüber recht gut, mit einem feuchten Frotteetuch oder T-Shirt über dem Körper. Nachts fand ich die Temperaturen ok (aber ich mag Hitze 😉 )
Tiertechnisch war bei uns wirklich ziemlich was los. Ist aber wahrscheinlich auch nicht immer so. Als wir im KTP ankamen haben viele Besucher berichtet, dass sie Ende Oktober, Anfangs November eher wenige Sichtungen hatten. Hängt halt auch immer mit Glück, dem Wetter, den Temperaturen und der Zeit, die man im Park verbringt sowie den eigenen Erwartungen zusammen.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201426. Apr. 2019 · #7
Daxiang schrieb:da reise ich doch gerne mit, zumal wir ja auch gerade erst am Ostermontag von unserer Tour zurück gekommen sind.
Ihr war auch im KTP wie ich der Signatur entnehme.
@Zugvogel schrieb:Früh morgens und spät Abends habe ich jeweils einen Fleece oder Pullover übergezogen, ansonsten sind definitiv kurze Hosen und T-Shirt bzw. möglichst wenig Klamotten angesagt.
Danke. Bei uns war es max 35C und die Nächte waren sehr unterschiedlich 8-18C). Teils war es im Dachzelt zu kühl. Ich mag warm (und liebe sommer), brauche aber keine 40+C. Aber im Winter wenn es hier dunkel, grau und kalt ist ziehe ich definitiv 40C vor. So wird unsere nächste Reise wohl zwischen Ende November (bis Mitte November ist für mich Bergherbst mit gelben Lärchen das beste was es überhaupt gibt) und Februar statt finden.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201426. Apr. 2019 · #8
Mi 3.4.19 Flug Zürich -Johannsburg
Im Voraus waren wir lange nicht sicher, wie wir diesmal fliegen sollen. Wegen ein paar 'Warnungen' zu Air Namibia flogen wir nicht direkt mit AN nach Windhoek. Von der Schweiz aus ist eine Direktflug ab Frankfurt aber sowieso nicht wirklich kürzer und schon gar nicht direkt. Die grösste Einschränkung bei der Suche war, dass der Jüngere Sohn neben zwei Wochen Schulferien noch maximal 4 Halbtage frei nehmen konnte. So war der Flug mit Swiss um 22:40 von Zürich nach Johannsburg ideal. Da wir über ein Buchungsportal gebucht hatten, ging es danach mit AN nach Windhoek und zurück alles mit Lufthansa (die ersten 2 Flüge waren von SAA durchgeführt).
Das Timing für die Afrika-Ferien war eigentlich perfekt: die Tage zuvor war es sonnig bei ca 18C. An diesem Mittwoch kam ein Kaltfront und die Temperatur sank am Morgen von 13 auf 7C. Bei diesem Wettersturz konnte ich mich nicht mal mehr für ein letztes (Lauf)Training vor der Pause im KTP motivieren. Mit Bus und Zug ging es am Abend an den Flughafen Zürich. Eingecheckt hatten wir schon am Vorabend und je zwei Fenster-Gangplätze hintereinander gewählt. So mussten wir nur noch Gepäck abgeben. Leider wurde da bestätigt, dass es nicht bis Windhoek durchgecheckt wird.
Um 22:40 starten wir im modern eingerichteten Airbus 330 nach Johannesburg. Ich hatte noch nie einen so neuen Bildschirm in einem Flugzeug.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201401. Mai 2019 · #9
Do 4.4.19 Johannesburg-Windhoek
Auf dem Flug nach Johannesburg wird es oberhalb Angola langsam hell und man kann am Boden etwas erkennen. Es geht dann über Chobe NP und Makgadikgadi Pans NP Richtung Süden. Die grossen Pfannen sehen aus der Luft gut aus.
In Johannesburg bestätigte sich dan, dass wir in 2h (9:10-11:10) durch die Immigration mussten, das Gepäck, abholen, einchecken und wieder durch die Immigration. Als es dann eine lange Kolonne bei der Immigration hatte, wurden wir etwas nervös. Um etwa 9:45 waren wird durch, holten unser Gepäck un waren um 9:50 beim Air Namibia Checkin. Der Flug ging dann überraschend noch früher als 11:10. Dies war noch gut, da wir mehr Zeit in Namibia hatten.
Beim Flug Richtung Namibia entdeckte ich in der Kalahari die Masethleng Pan (und Ukhwi Pan) wo wir die übernächste Nacht verbringen würden. Ich erkante es gut, da ich ich Anfahrt etc mehrmals auf Google Maps studiert hatte, da es wenig Infos dazu gibt. Das war noch speziell es so von oben zu sehen.
Bereits um 12:45 anstatt 13:10 landeten wir in Windhoek. Immigration und Gepäck abholen ging zügig und wir wurden schon von Safari Car Rental erwartet. Zuerst ging es aber noch zu MTC drei SIM-Karten kaufen.
Bei Safari Car Rental ging auch alles problemlos. Den "Camping-Aufbau" kannten wir vom letzten mal. Nur der Hilux war ein neueres Modell.
Auch das bei der Klein Windhoek Schlachterei bestellte Fleisch war bereits da. Da die Buben das letzte Mal wegen den vielen Eintöpfen reklamiert hatten, hatte ich ein grössere Menge Fleisch bestellt. Dies war ein der ganz guten Entscheidungen für diese Reise 😎
Nach 15 Uhr ging es dann Richtung Windhoek zum Einkaufen. Auf dem Weg waren wir überrascht wie schön grün alles war. Im Herbst 2016 war es viel weniger schön. In Windhoek fuhren wir zum Superspar Maerua wo wir einen Grosseinkauf für die nächsten 10 Tage (KTP) machten. Danach war das Auto übervoll. Nu ging es zurück Richtung Osten zur Ondekaremba Lodge wo wir für die Campsite eincheckten. Auf dem letzten Wegabschnitt sahen wir eine Gruppe Kuhantilopen.
Auf der Campsite war zuerst das ordnen des Auto angesagt. Nachdem alles aufgeräumt und die Bettwäsche in den Dachzelten war, sah es besser aus. Vor dem Nachtessen schauten wir pünktlich zum Sonnenuntergang noch etwas die Umgebung an. Wir waren die einzigen Gäste auf den drei Campsites. Das Pool war sehr schön gemacht aber zu kühl um noch zu Baden als die Sonne weg war. Zum Nachtessen grillierten wir Game Sosaties und genossen dann den ersten Abend im 'Busch'. Es gab die typischen Abend-/Nachtgeräusche und wir fühlten uns sofort wieder "zu Hause".
Die Campsites und Umgebung sind sehr schön. Wenn es nach Ankunft wieder mal Richtung Osten geht, würde ich sicher wieder auf Ondekaremba übernachten.
marimari2'240 Beiträge · seit 201101. Mai 2019 · #10
felix__w schrieb:
@Zugvogel schrieb:Tiermässig" hatten wir etwas weniger erlebt als erhofft. Das lag aber auch an der grossen Trockenheit. Mehr dann später.
Hallo zusammen, gerne reise ich auch mit Euch in den KTP. Ich glaube ich hab's schon mal irgendwo erwähnt, unser Lieblingspark ist der KTP nicht. Wir waren letzten April da. Klar hatten wir Sichtungen, die waren aber sehr mau! Auch denken wir, dass die Game-Drive Möglichkeiten vor Ort sehr eingeschränkt sind. Landschaftlich hat uns der Park auch nicht begeistert. Nun ja, bin gespannt, ob ihr dies anders erlebt habt... 😐 Danke im Vorab für Euren Bericht. Gruss Mari
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201401. Mai 2019 · #11
marimari schrieb:Landschaftlich hat uns der Park auch nicht begeistert. Nun ja, bin gespannt, ob ihr dies anders erlebt habt... 😐
Landschaftlich gefiel uns die Mabua-Section sehr gut und ich wäre noch länger geblieben. Die trocknen Flusstäler etwas weniger und da waren Rooiputs und vor allem Polentswa (und KTC) die Höhepunkte. Aber mit mehr Tieren wäre das wohl auch besser gewesen. Unterdessen habe ich von diversen 'Quellen' gehört, dass dieser April etwas vom schlechtesten bezüglich Tieren war, das viele Leute je erlebt haben. Ich würde auf der nächsten Reise wieder ins KTP und Umgebung gehen. Meine Frau zieht im Moment aber Etosha vor. Edit 2.5.: GEstern Abend meinte meine Frau, sie würde doch wieder ins KTPO kommen. Sie würde lieber in die kleinen offenen botsuanischen Camps (und ev Wilderness Camp) gehen als in die grossen umzäunten (wie Etosha, Nossob, Mata-Mata) 😛
H.Badger1'822 Beiträge · seit 201601. Mai 2019 · #12
Hallo Felix,
da bin ich auch gern dabei und freue mich auf deinen Bericht über eure Erlebnisse. Ich mag den KTP ja auch sehr gern und wir konnten uns bei unseren Besuchen im Februar und Juli sichtungstechnisch auch gar nicht beschweren. Da ich gerade eine Reise fürs nächste Jahr plane, die zu ähnlicher Zeit wie die eure verlaufen würde, verfolge ich das Kommende jetzt mit besonderem Interesse.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201403. Mai 2019 · #14
Fr 5.4.19 Ondekaremba - Gobabis - Grenze Botswana- Masethleng Pan
Am ersten Morgen lassen wir uns Zeit und machen ein Morgenessen mit Speck und Ei. So fahren wir erst 8:40 los, was etwas spät für die lange Fahrt war. Die Nacht war relativ kühl.
Die Fahrt Richtung Osten ist eher eintönig da es meist flach und die Landschaft nichts besonderes ist. Wir geniessen es aber, dass es deutlich grüner als im Oktober 16 ist. In Gobabis wir voll und lassen auch den 20l Kanister füllen. Das war eine Empfehlung von SCR da Diesel in Namibia günstiger sei. Danach geht es noch in Spar für ein paar Sachen die wir in Windhoek vergessen haben. Die Buben entdecken einen KFC und bekommen einen 'Bucket' Chicken den wir ausserhalb auf einem Rastplatz essen.
Dann geht es weiter Richtung Grenze. Die Grenzformalitäten dauern wie immer einige Zeit mit ausfüllen der Formulare und anstehen. Die botsuanischen Beamten wollen auf Geburtsurkunde sehen. Viel werden sie im Schweizer Familien-Büchlein wohl nicht verstanden haben. Aber wenigstens konnten sie alle Namen lesen. Um 13:20 geht es dann weiter. Kurz darauf biegen wir in Charles Hill nach Süden ab. Wie ich schon gelesen habe, ist die Strasse Richtung Ncojane zu Beginn asphaltiert. Leider sind maximal die Hälfte der 100km fertig. Danach fährt man auf einem schlechten Pad neben der sich im Bau befindliche Strasse weiter. Eine gute Gravelstrasse wäre besser gewesen. Nach Ukhwi wird es dann sandig (selten auch tiefer). Es geht aber gut zum Fahren.
Um 16 Uhr erreichen wir Ukhwi. Das sind nur ein paar verstreute Häuser. Am Ortsausgang fragt uns ein Polizist, ob wir zwei Leute nach Hukuntsi mitnehmen können. Nach Ukhwi wir die Strasse eher besser und breiter. Nach 20 Minuten erreichen wir die Gabelung der Strasse und kurz danach die Abzweigung zur Masethleng Pan. Es hat dort einen alten Wegweiser und ein neue Schild:
Ab hier ist es nur noch eine 4WD-Spur Richtung Süden. Anfangs geht es durch Buschland mit Dornbüschen die teils am Auto kratzen. Der Spur nach sahen wir, dass das letzte Auto vor mehreren Tag und nach dem letzten Regen durch fuhr. Später wird es offener und im Western Woodland hat es wunderschöne Grasflächen mit vereinzelten Bäumen. Es hat auch viel Gras zwischen den Spuren (am Abend entfernen wir viel Samen vom Kühler).
Hier sehen wir dann auch erste Tiere: Springböcke und eine grosse Gruppe Strausse die zuerst parallel und dann über unsere Route flüchtet:
Nach Karten und GPS hat es nach 17km drei Abzweigungen Richtung Osten zu Masethleg Pan. Die erste Abzweigung ist nicht ersichtlich. Bei der zweiten geht ein Grossteil der Spuren nach Westen. Die Spur zur Pan hat nun viel Büsche die am Auto kratzen. Wir hofften, dass das Auto nicht zu stark verkratz würde (was nicht der Fall war, der Lack ist gut). Auf der Pan hatte es einige Springböcke. Gegen 17:30 erreichten wir den Platz südlich der Pfanne wo man normalerweise campiert. Er ist leicht erhöht mit gutem Blick auf die Pfanne.
Wir richteten uns ein und erkundeten danach die Umgebung Richtung Pan. Weiter oben hatte noch ein kleines Gebäude in diese Richtung gingen wir aber nicht. Mir gefiel es extrem gut. Danach kochten wir Reis und grillierten ein grosses Stück Strauss.
Es hatte eine tolle Abendstimmung mit roten Gewitterwolken am Horizont.
Später sassen wir am Feuer vor dem Auto und genossen einfach die Ruhe und Einsamkeit im Busch.
Ich liebte es hier. Für mich gibt es nichts besseres als Ruhe und Einsamkeit in der Natur (brauche keine Leute, u.a. darum mag ich auch Berge am liebsten). Zum Glück hatte uns Axel empfohlen, hier zu übernachten und nicht über Kang zu fahren. Das war viel schöner als ein Camping am Highway.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201403. Mai 2019 · #18
Schneewie schrieb:In Südafrika habe ich noch nie eine Geburtsurkunde vorzeigen müssen, oder habe ich etwas überlesen?
So viel ich weiss war Südafrika das erste Land, das dies einführte (1.6.2015). Sie wollten sie bei uns sehen, als wir in Johannesburg nur kurz immigrierten und Gepäck zu holen und wieder einzuchecken. Da wir dies nicht erwartet hatten war sie im Gepäck und der Beamte liess uns durch.