Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200825. Jan. 2022 · #61
Guten Morgen Felix.
wie spaaaaannend! Ich ahne schon, dass die 2 Jungs auch auf Campsite 2 vorbei schauen 😗 Da hattet Ihr aber wirklich eine aufregende Zeit! Vielen Dank, für die Fotos, jetzt kann ich mir die Campsite schon besser vorstellen. Wart Ihr eigentlich auch am Lesholoago Wasserloch? Stimmt es, dass derzeit dort kein Wasser ist? Bin gespant, wie es weitergeht... 😉 Gruß Doro
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201425. Jan. 2022 · #62
Blende18.2 schrieb:jetzt habe ich auch mal aufgeholt. Wenn es glatt geht, versuchen wir auch eine kurze Route Kaa Gate über Mabuasehube zu drehen. Eure Beschreibungen inkl. der Fahrtzeiten helfen definitiv weiter, so baut sich bei uns ein noch mal besseres Bild auf. Gharagab war noch frei, haben das an die Agentur weitergegeben.
Ich hoffe mal, die können was zusammenstellen für diesen September. 🙂
Kaa sollte Platz nie ein Problem sein. Aber je nachdem könnte Mabua und teils SA KTP etwas spät sein. Ich reserviere immer ein Jahr im Voraus.
Reisemaus schrieb:Wart Ihr eigentlich auch am Lesholoago Wasserloch? Stimmt es, dass derzeit dort kein Wasser ist?
jetzt habe bin ich auch endlich dazugekommen, bei eurer Reise aufzuholen. Die Bilder sind traumhaft - ich liebe diese Landschaften und wenn dann noch zwei Löwen in dieser wunderschönen Landschaft auftauchen - ist das wie die Kirsche auf der Torte... 😉 - und wenn die Löwen dann noch in der Campsite ihre Siesta machen, wird es wirklich abenteuerlich! Ich freue mich auf die weiteren Etappen. Grüsse Regina
Reiseberichte:
2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP
2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag...
2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men
2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201427. Jan. 2022 · #64
Mi 8.12.Mabuasehube (Mpaya 1) Nachmittag/Abend
Am Nachmittag genossen wir das Hochsommerwetter auf Mpaya 2, lasen und relaxten (Hängematte war leider auf unserer Campsite). Es war ziemlich warm (gegen 40C) aber wir genossen das Sommerwetter. Zu Hause hatte es das Wochenende vorher geschneit, was ich im Flachland nicht ausstehen kann. So habe ich viel lieber trockene 38C. Ich machte mich ab und zu am Wasserhahn nass (die Dusche auf Mpaya 2 hat kein fliessend Wasser). Wobei das Wasser fast zu heiss war, da es durch schwarze Rohre kam, die teilweise an Oberfläche im Sand lagen. Hier noch ein paar Eindrücke der Campsite an diesem Nachmittag:
Unter dem Baum musste man auf passen ....
Im Nachmittag fuhren wir einmal zurück zu unserer Campsite. Wir sahen die Löwen erst beim zweiten Mal durch fahren. Sie lagen nun unterhalb des Busches von Morgen. Wenn man genau wusste wo schauen, konnte man nicht ganz passende Schatten darunter finden. Wenn man so auf der Campsite ankommt, hat meine keine Ahnung, dass 50m daneben zwei Löwen sind ...
Wir machten wieder ein frühes Nachtessen, da wir annahmen, dass die Löwen sich gegen Abend eher bewegen würden. Es gab ein letztes Braai im Busch, für das wir ein Eland-Loin behalten hatten.
Während ich grillierte machte Corinne ein Tomaten-Rsiotto. Sie musste auch wieder Windschutz suchen. Die Deckel der Kisten im Auto waren da ganz hilfreich.
Gegen 17 Uhr genossen wir letztes Nachtessen im Bush/KTP:
Nachher haben wir am Wasserhahn abgewaschen
Unterdessen waren ein paar Wolken aufgezogen
Als alles eingeräumt war, ging es die 500m zurück zu unserer Campsite. Die Löwen hatten nun die Position gewechselt und lagen gerade neben der Dusche unter einem Busch.
Es waren noch eine südafrikanische Familie da. Sie sagten uns, sie seien gerade angekommen und hätten Mpaya 2 reserviert. So war es also kein Problem auf Mpaya 1 zu bleiben, falls es die Löwen zu lassen würden.
Kaum waren wir auf Piste hinter Dusche, wo wir Löwen besser sehen konnten, stand zuerst der eine und etwas später der andere auf.
Sie liefen auf der oberen Piste, die 50m östlich von Mpaya 2 durch geht in diese Richtung. Wir nahmen den direkten Weg zur Mpaya 2, um die Südafrikaner zu warnen.
Doch die Löwen kamen relativ schnell auf unseren Weg runter, so dass wir nicht vor ihnen da sein konnten.
Die Südafrikaner waren gerade am Camp aufstellen, als sie unser Auto sahen und darauf die Löwen, die weniger als 100m entfernt waren. Sie steigen schnell in ihr Auto und fuhren an den Rand der Campsite. Die Löwen gingen geradewegs zum Wasserhahn, wo wir eine halbe Stunde vorher abgewaschen hatten und tranken da aus Plastikbehälter darunter.
Nachher legten sie sich hin. Wie uns die Südafrikaner später sagten, lag ihr Fleisch zum Nachtessen in einem blauen Sack 10m neben den Löwen.
Nun kam wieder das übliche Spiel: die Löwen lagen im Schatten und machten nicht viel. Nu wenn ein Windstoss kam, und das die 'Zelttüre' flatterte, sind sie erschrocken.
Als es dann langsam gegen Sonnenuntergang ging, fuhren wir noch rasch neben die Südafrikaner und redeten mit ihnen. Sie hofften, dass die Löwen beim Eindunkeln gehen würden. Danach wollten wir noch bei Tageslicht zurück auf unsere Campsite und uns einrichten. Dort sahen wir keine Tiere und hatten eine tolle Abendstimmung.
Wieder von Dach des WC
Als wir schon im Bett waren, ging bei Dusche wieder Licht an. Ich zündete mit einer grossen Lampe hin und sah eine Löwin. Corinne schaute mit Feldstecher. Als ich mal den Feldstecher nahm, sah ich, dass die Löwin gepunktet und ein Leopard war.
Der letzte Tag im KTP brachte uns nochmals ein grosses 'Abendteuer'. Die ganze Zeit hatten wir viel Sichtungsglück und waren sehr glücklich.
tolles Abenteuer! Und sehr schöne Bilder von den Löwen. Man hat einen super Eindruck davon, wie dicht die Löwen an Eurem Auto, bzw. Eurer Camp-Site waren. Klasse!
Die Südafrikaner (sie hatten die Löwen auf dem Weg zur Bogo Pan auch eine Weile beobachtet) hatten uns gesagt, auf der Khiding Campsite wären zwei Löwinnen unter A-Frame. Wir sahen sie aber leider nicht.
Lieber Felix da kann ich Abhilfe schaffen. (Nicht das ihr noch mehr Löwen Bilder bräuchtet 😗 )
felix__w schrieb:Mi 8.12.Mabuasehube (Mpaya 1) Vormittag Nachher gingen wir zur 500m entfernten Mpaya 2 Campsite. Die war deutlich offener und übersichtlicher. Wir schauten, dass auch immer jemand in Richtung unsere Richtung schaute um nicht überrascht zu werden. Dort war ein Paar mit einem 'Bushcamper' am Pause machen. Es stellte sich bald raus, dass es auch Schweizer waren und zu Beginn des Berichts sich dann Ytramix. Als wir ihnen von Löwen erzählten, gingen sie auf unsere Campsite schauen.
Unsere Lotti 😄
Und die Löwen auf Mpaya 1 aus "unserer" Sicht 🤪
Liebe Grüsse René
P.S. gaaanz toller Bericht 😎
In der Schweiz daheim, auf der Welt zuhause
Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200827. Jan. 2022 · #68
Guten Abend Felix,
🤩 🤩 🤩 Das sind ja wirklich once in a lifetime Erfahrungen! Jetzt auch noch ein Leo!
Und so ein Bewegungsmelderlicht brauche ich auch für unsere nächste Reise 😛 Viele Grüße Doro
Sadie1'835 Beiträge · seit 201528. Jan. 2022 · #69
Wirklich toll euer Sichtungs Glück. Da wäre ich auch super happy gewesen, wobei das ja nicht für alle Touristen ein Abenteuer wäre…. Sag mal, bringst du so einen motion Sensor mit von zu Hause? Ich kann mir nicht vorstellen dass DW sowas an den Duschen montieren um die Camper zu warnen.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201428. Jan. 2022 · #70
Ytramix schrieb:Und die Löwen auf Mpaya 1 aus "unserer" Sicht 🤪
Die waren ja nochmals wach 😎
Reisemaus schrieb:🤩 🤩 🤩 Das sind ja wirklich once in a lifetime Erfahrungen! Jetzt auch noch ein Leo!
Der rundete den Tag noch perfekt ab 🙂 Ich habe übrigens gar nicht geschrieben, dass er in 30 Minuten zwei Mal da war.
Reisemaus schrieb:Und so ein Bewegungsmelderlicht brauche ich auch für unsere nächste Reise 😛
Kann auch beim Auto hilfreich sein, damit man merkt, wenn sie etwas davor bewegt. Das nächste Mal nehme ich sicher drei mit.
Sadie schrieb:Sag mal, bringst du so einen motion Sensor mit von zu Hause? Ich kann mir nicht vorstellen dass DW sowas an den Duschen montieren um die Camper zu warnen.
Ja, ich habe die auch im Keller/Garage montiert, so dass ich gar nicht immer Licht einschalten muss. Man bekommt sie übrigens für gut 3 Fr/Euro bei Aliexpress.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201403. Feb. 2022 · #71
Do 9.12. Mabuasehube (Mpaya 1)- Hukuntsi - Ghanzi
Gegen Morgen hörten wir die Löwen wieder aus Richtung Norden/Wasserloch. Es hatte (immer noch) ein paar Wolken, was zu einer tollen Morgenstimmung führte.
Da wir heute leider Mabua und das KTP verlassen mussten, räumten wir nach einem Kaffee alles zusammen und duschten nochmals.
Dann ging es zum Wasserloch. Etwas hinter dem Wasserloch lagen die beiden Löwen im Gras.
Nun waren im Süden dunkle Wolken aufgezogen, was noch eine speziellen Hintergrund gab. Es war auch noch ein Sekretär da. Wir standen länger am Wasserloch, aber die Löwen bewegten sich nicht, ausser mal den Kopf zu heben.
So ging es nochmals zurück zur Campsite für ein kurzes Frühstück. Als danach die Löwen immer noch gleich da lagen, fuhren wir Richtung Gate, wo wir das KTP leider verliessen. Es war immer noch meist bewölkt.
Jetzt ging es der Parkgrenze nach zuerst 25km Richtung Norden un dann 8km Richtung Osten. Dort würde die Cutline weiter bis zum Ka Gate gehen.
Es hatte sogar eine Verkehrsschild, als die piste in der NO-Ecke des Parks 90 Grad drehte ...
Hier verliessen wir auch die Parkgrenze und der interessante Teil der Reise war definitiv fertig. Jetzt folgte noch der mühsamere Teil mit viel fahren, PCR-Test und viel 'Formalitäten'
Wir fuhren nördlich auf meist Tiefsandpiste. Unterwegs hielten wir einmal und beobachteten Webervögel.
Die 90km Richtung Norden waren nicht so interessant und ich hatte Mühe, dass ich nicht einschlief. Gegen Lokgwabe hatte es dann Vieh und Menschen. In Lokgwabe kamen wir das erste Mal seit ca 2 Wochen auf Teerstrassen.
In Hukuntsi tankten wir kurz und dann ging es auf dem 'Highway' nach Kang. Wir mussten uns zuerst wieder daran gewöhnen 120km/h zu fahren. In Kang pumpten wir die Pneus wieder auf 2.? bar (hatte in Hukuntsi keine Luft) und tankten nochmals voll. Dann folgten 270km Richtung Norden. Unterwegs wechselten sich Sonne und Wolken ab und einmal regnete es ein wenig. So viel grün wie neben der Strasse hatten wir seit zu Hause nicht mehr gesehen.
Nachdem wir in Ghanzi einkaufen waren und versuchten zu finden, wo wir morgen den PCR-Test machen können, ging es zur Palm Afrique Lodge. Diese hat ein schönes grünes Gelände mit diversen 'Hütten/Bungalow'. Die Campsite hatte viel Bäume. Leider wurde sowohl auf Campsite als auch weiter vorne bei Lodge gebaut, was den eigentlich schönen Eindruck etwas minderte.
Auf der Campsite fühlte ich mich nach den Weiten der Kalahari fast etwas eingeengt.
Am Abend kochten wir nochmals Potjie. Hier war es aber definitiv nicht mehr das gleiche wie in den Weiten der Kalahari. Und da es der Tag mit am wenigstens Sonne war, half es nicht, unsere Stimmung zu heben ...
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201408. Feb. 2022 · #72
Fr 10.12. Ghanzi
Zum ersten Mal seit langen stand ich nicht vor Sonnenaufgang auf. Man hätte ihn in Büschen sowieso nicht gesehen und es war bewölkt. Es wurde aber bald sonniger.
Nach dem Morgenessen ging es in die Stadt. Bei der Lodge sagten sie uns, man können den PCR-Test bei Dr. Bredenkamp bei der Delta Pharmacy machen. Dort mussten wir Formular ausfüllen und je 1000 Pula in bar bezahlen. So musste ich noch Geld holen. Zum Glück hatte es am Bancomat keine Kolonne. Aber man konnte pro Mal nur 1000 Pula beziehen. Nach etwas warten bei der Klinik, konnten wir den Test dann vor der Klinik unter einem Vordach machen. Das Resultat sollten wir in maximal 24h erhalten.
Nachher waren wir noch etwas in der Stadt, da Corinne in den Gantsi Craft wollte. Es stand zwar offen, aber es war niemand zu sehen.
Nun fuhren wir zum Thakadu Bush Camp, wo es uns im Oktober 16 gut gefiel. Es sah sehr verlassen aus. Bei Reception war dann jemand, der uns einen Platz zeigte. Der war ziemlich kahl und steinig. Aber er war eher 'im Busch' als die Palm Afrique Lodge. Als wir man WLAN fragten meinte er, er können schauen, ob er vom Chef etwas für eine Stunde ausleihen könnte. Dann war er weg. Wir wurden dann etwas unsicher, denn wenn wir auf die Test-Resultate warteten, wollten wir immer Empfang. Und wir waren auch nicht so sicher, wie das hier mit dem Ausdrucken der Resultate funktionieren würde. So entschieden wir uns nach einigem überlegen, zurück zur Palm Afrique Lodge zu fahren. Dort nahmen wir wieder die gleiche Campsite. Den Rest des Tages verbrachten wir am Pool, Lodge-Gelände mit Beobachtungsturm und auf Campsite.
Bei einem Spaziergang zum Beobachtungsturm sahen wir diverse Antilopen. Sie waren aber ziemlich scheu. Und zudem lief uns leider einer der Hunde der Lodge nach, der einmal bellte un die Tiere verscheuchte.
Zum Nachtessen grillierten wir ein grosses Rindsfilet, das wir in Ghanzi gekauft hatten (zum Preis wie bei uns Hackkfleisch). Dazu gab es Pasta und eine Büchse Chakalaka. Ich liebe das scharfe Chakalaka mit Butternut.
Beim Eindunkeln liefen wir nochmals die Runde am Zaun der Lodge entlang. Plötzlich sahen wir dahinter drei Giraffen. Leider war es schon so dunkel, das Fotos nichts mehr wurden.
Ohne die PCR-Test hätten wir die Abend wohl einsam im Busch an der Masetleng verbracht ....
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201414. Feb. 2022 · #73
Sa 11.12. Ghanzi-Buitenpos-Ondekaremba
An diesem Morgen machten wir als erstes wieder ein Spaziergang um das Lodge Gelände um Tiere zu sehen. Es hatte wieder diverse Antilopen. Aber von den Giraffen sahen wir nichts.
Dann begann das Warten auf die Test-Resultate. Leider dauert es wirklich fast genau 24h bevor wir sie um 9:30 Uhr erhielten. Corinne ging sofort zur Reception um sie ausdrucken zu lassen, während ich Auto zur Fahrt vorbereitete. Dann ging es los Richtung Namibia. Die Fahrt war nicht wirklich spannend bzw eher eintönig. Das interessanteste war, dass bei der Abzweigung Richtung Westen/Namibia Kühe mitten auf dem 'Highway' Wasser aus Pfützen bzw fast Seen tranken.
Um 11:50 erreichten wir die Grenze. Diesmal ging es auf beiden Seiten relativ zügig.
Nachdem wir alles hinter uns hatten, gab es direkt nach der Grenze ein kurzes Picknick. Dann ging es mit einem kurzen Stop im Spar in Gobabis nach Ondekaremba. Gegen Windhoek bzw den Airport wurde die Strecke aber interessanter, da es nun ein paar Hügel gab. Es hatte auch viel kleiner Wolken.
Wir kamen gegen 16 Uhr auf Ondekaremba an. Endlich wieder roter Sand 🙂
Es sah sehr ausgestorben an und wir mussten jemanden suchen zum Einchecken. Dafür hatte es Warzenschweine bei der Lodge.
Da keine anderen Campinggäste da waren, durften wir Platz wieder auswählen und nahmen zum dritten Mal No1.
Nachdem wir aufgestellt hatten, wollten wir gleich ein Bad im Pool nehmen. Das war vor 2.5 Wochen noch schön. Doch nun war es grünlich und hatte ein komische Schicht oben auf. So gingen wir natürlich nicht rein.
So genossen wir einfach Campiste und Hochsommer im Busch. Die Campsite liegt relativ abgeschieden, so dass schon etwas Buschfeeling aufkommt. 'Haus' beim Pool
Gegen Abend spazierten wir zum Hide. Aber da sahen wir keine Tiere. Später beim Holzen sah ich aber in der Nähe der Campsite einen Pavian. So waren wir vorsichtig, was wir rumliegen liessen.
Nach dem Nachtessen ging es für den Sonnenuntergang zum Sunset Tower. Der liegt ziemlich genau 1km entfernt etwas erhöht, so dass man tolle 360Grad-Rundumsicht hat. Im Norden hatte es ein paar Schauer und mit der Abendsonne einen schönen Regenbogen.
Dank den Wolken gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Dann mussten wir pressieren um auch dem Rückweg noch genug Licht zu haben.
Zurück auf dem Campsite genossen wir den letzten Abend im 'Busch' am Feuer.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201423. Feb. 2022 · #74
Bericht in Arbeit
So 12.12. Ondekaremba - Heimflug
Am Morgen überlegten wir uns, ob wir wieder Mal ein Lauftraining machen sollten. Wir entschieden uns dann aber für einen Morgenspaziergang. Die Landschaft hier gefällt mir gut, da nicht alles flach ist und man Hügel sieht Im Osten hatte es Wolken, so dass wir am Morgen noch keine Sonne hatten. Weiter westlich war es aber sonnig.
Wir sahen dann ein Tier (Antilope), wo wir zuerst nicht sicher waren, was es ist (war ohne Zoom vile schlechter zu erkennen).
Er als wir ein ausgewachsenes Ory sahen, merkten wir, dass dies ein junges Ory gewesen war. Leider verschwanden alle schnell im Busch. Später sahen wir noch weit entfernt ein Kudu.
Den Rest des Tages verbrachten wir meist auch Campsite mit Auto aufräumen, packen und etwas putzen.
Corinne ging einmal zu Hide und sah da eine grössere Gruppe Kuhantilopen. Ich war auf Campsite und machte irgendetwas. Als ich mich umdrehte, war 5m entfernt ein grosser Pavian beim Abfall und hatte eine leere Chakalakabüchse in der Hand. Er flüchtet dann sofort. So räumte alles auf und schloss alle Autotüren, nicht dass uns noch etwas gestohlen würde. Als Corinne zurückkam, ging ich auch noch zu Hide und sah die Kuhantilopen mit Jungen auch noch bevor sie in den Büschen verschwanden.
Die Fotos sind von weit weg und darum nicht so gut.
Am Mittag gab es ein letztes Braii (Boerewors)
Um ca 15.30 ging es dann zu Safari Car Rental und wir mussten von unserem Hilux Abschied nehmen. Er hatte uns fast genau 3500km (3498km) problemlos überall gebracht wo wir wollten.
Zusammen mit einem anderen Paar wurden wir zum Airport gefahren. Dort konnten wir bereits einchecken. Danach hatten wir viel Zeit zum 'totschlagen'.
Wie hier schon andere geschrieben habe, gab es vor dem Boarding nochmals eine zweite Kontrolle getrennt nach Geschlecht. Wobei sie da das Handgepäck nicht wirklich gut kontrollierten.
Das Boarding fand da bei einem super Sonnenuntergang und Abendstimmung statt.
Das Flugzeug war vor allem hinten drin sehr leer. So erwischte Corinne eine mittlere 4er-Reihe für sich alleine und ich hatte dann unsere 2er-Fensterreihe für nicht.
Wir starteten pünktlich und über Namibia hatte es weiter eine tolle Stimmung.
Im letzten Teil des Bericht folgt dann noch Ankunft und Fazit der Reise.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201401. März 2022 · #75
Mo 13.12. Heimflug: Frankfurt - Zürich
Ich war dann mal über dem nördlichen Afrika über Algerien/Tunesien wach und die Lichter gegen die Küste waren interessant.
Später sah ich auch die Küste über Südfrankreich.
Ankunft und Einreise in Frankfurt waren problemlos. Es wurden aber alle Papiere genau kontrolliert. Wir hatten ca 2 Stunden bis unser Flug nach Zürich starteten und verbrachten die Zeit hauptsächlich am Gate bzw auf dem Weg dorthin. Vor dem Checkin wollten sie auch das Swiss-PLF sehen.
Dann ging es mit LH nach Zürich. Über Süddeutschland gab es einen tollen Sonnenaufgang
Nachdem es in Deutschland grün war wurde es gegen die Schweiz teilweise weiss: Lieder wusste ich, dass es zu Hause im Westen noch mehr Schnee hatte
In Zürich erwartet uns dann der Schwiegervater. Unser Sohn hat am WE zuvor mit unserem Auto die Grosseltern besucht und das Auto da gelassen. Corinnes Vater brachte das nun an den Flughafen. Auf der Heimfahrt kamen wir richtig zu Hause im Winter an: teilweise sah man neben Autobahn nur weissen Nebel und weissen Schnee 🤢
Leider hatte es auch zu Hause dicken Bodennebel mit nur 50-100m Sicht und Schnee am Boden. Dies ist das Wetter, dass ich am wenigstens ausstehen kann. Und nach drei Wochen Hochsommer in Afrika war es noch schlimmer.
Nach kurzen Auspacken und Duschen ging es ins Büro, wo ich um 11:18 einstempelte 🙁
Nach der Arbeit machte ich das erste kurze Lauftraining seit über 3 Wochen. Die Bedingungen waren nicht besser
Wie sich heute zum (meteorologischen) Frühlingsbeginn aber zeigt, war das der schlimmste Tag des ganzen Winter. Am nächsten Tag war die Sicht schon 1km und drei Tage später der Schnee ganz weg. Seither schneite es nie mehr, dass es ansetzte, hatte wenig Nebel und viel Sonne (für Winter). Von dem her hatten wir die perfekte Zeit für unsere Ferien getroffen. Wir hätten nur drei Tage später heim kommen müssen ...
Das Fazit etc der Reise kommt nun erst im nächsten, letzten Reisebeitrag.
felix__wThemenstarter705 Beiträge · seit 201407. März 2022 · #76
Irgendwie ist die Reise schon zu weit weg, um noch mit viel Motivation den Bericht abzuschliessen. Und auf der anderen Seite sind im Moment andere Themen und Reisen/Ferien im Vordergrund. Afrika ist (zu) weit weg. So dauerte es lange, bis ich nun dazu komme:
Rückblickend können wir sagen, es wurde genau die Reise, die wir uns erhofft hatten: viel Natur, Tiere, Einsamkeit im Busch bei Hochsommerwetter
Die Anzahl der Raubtier-Sichtungen hat die Erwartungen übertroffen. Wir wussten zwar, dass man im KTP viel sehen kann. Im extrem trockenen April 19 sahen wir aber in einer guten Woche einen Löwen (kurzer Besuche in Nacht in Mabua) und weit wegen einen Geparden. Diesmal hatten wir sehr viel Glück. Es waren insgesamt 38 Löwen, 4 Geparden, ein Leopard und diverse Hyänen.
Wettermässig war es genial: wir hatten viel Sonne, jeden Tag über 30C und meist sogar >=35C. In der Schweiz ist das mir eher zu heiss. Aber im Afrika wo man sich nicht viel bewegt und die Hitze extrem trocken ist, störte uns das nicht. Wir mögen beide Wärme viel mehr als frieren und Sonne als graues düsteres Winterwetter (dies ist auch ein Grund, warum ich nie in unserem Sommer ins südliche Afrika würde). Nur einmal war es gut 3 Tage oft bewölkt mit etwas Regen. Aber mit dem muss man zu Beginn der Regenzeit rechnen. So werden wir in Zukunft immer am Jahresende nach Afrika gehen, wenn es hier am dunkelsten/grausten ist.
Wir hatten auch viel Glück mit Omikron: wäre unser Flug ein paar Tage später gegangen, hätten wir vorerst nicht mehr fliegen können. Wir bekamen vom ganzen offline in der Wildnis gar nicht viel mit. Zuerst hatten wir etwas Angst, dass es Probleme mit dem Rückflug gibt. Dann dass wir in Quarantäne müssen (nochmals 10 Tage ohne Sport/Training 😉 ). Schlussendlich mussten wir nur unseren PCR-Test in Botswana einen halben Tag später machen, so dass er auch für die Einreise in die Schweiz gilt. Danach war nur noch ein zweiter (Schnell-)Test 3-7 Tage nach Einreise nötig.
Corinne wäre bei der Planung fast lieber wieder in den Etosha als nochmals ins KTP. Aber während/nach der Reise überzeugte ich bzw die Natur sie auch. Sie will nun auch nicht mehr "in den Zoo Etosha' wo man in grossen umzäunten Camps übernachtet. Wir bevorzugen definitiv einsame botswanische Camps und Pans wo die Tiere über den Platz laufen können. Ganz alleine für uns irgendwo in der Kalahari/Busch ist für uns genial. Was will man mehr in unserem Winter
Der Hilux von Safari Car Rental war einmal mehr (fast) perfekt. Nur nach einer Nacht in Nossob mit viel Regen war es im Dachzelt ein wenig feucht.
Das nächste mal Afrika wir es erst wieder 3-4 Jahren geben (ausser ich mache Big5 Marathon). Wahrscheinlich wird es dann wieder Botswana mit CKGR und Makgadikgadi-/Nxai-Pan NPs und bei genügend Zeit auch wieder KTP. Eigentlich würde ich gerne mal 6-8 Wochen gehen, was bei meiner Arbeit gut möglich wäre. Bei Corinne ist das aber schwieriger (arbeitet in Tagesschule und kleiner Firma, wo sie alleine ganzes Büro/Administration führt) Wir lieben zwar Reisen in Afrika. Aber in Europa ist es gerade so schön und bietet eher mehr Möglichkeiten (Sport, Berge, Meer). Zudem ist Afrika ziemlich teuer und ein Langstreckenflug belastet halt auch die Umwelt/Klima. Und wir haben hier einen VW California, mit dem wir im Sommerhalbjahr sehr oft unterwegs sind. Das Highlight dieses Jahres werden 3 Wochen Griechenland (hauptsächlich Peloponnese) ab Ende September sein. Im Sommer werden es wieder die West-Alpen (CH, I, F) sein. Falls es jemand interessiert, hat es hier Fotos der letzten zwei Jahre mit "Willi" unserem VW California Ocean. Einer meiner Lieblingsplätze
Ich hoffe mein Bericht hat euch gefallen. Ich bin nicht der, der spezielle Bericht schreibt sondern 'nüchtern' die Tage durchgeht/beschreibt.
Hanne6'152 Beiträge · seit 200607. März 2022 · #77
hallo Felix, vielen dank für den informativen Reisebericht, ich habe es sehr genossen die grandiosen Tiersichtungen zu sehen und die Stille und Weite von diesem Land kam ganz toll rüber. Eine gute Zeit gespikt mit anderen Urlaubszielen das wünscht herzlichst Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
marimari2'240 Beiträge · seit 201107. März 2022 · #78
Hoi Felix, danke für den schönen Bericht. Ihr hattet wirklich viel Sichtungsglück u. schönes Wetter. Wer weiss, vielleicht fährt man sich auf dem Peleponnes über den Weg. Wir sind voraussichtlich von anfangs August bis 17. Oktober (Fähre nach Ancona) mit unserem 4x4 Sprinter in Griechenland unterwegs. Im August hauptsächlich in Nordgriechenland, September/Oktober auf dem Peleponnes. Grüsse Mari
Blende18.21'165 Beiträge · seit 201707. März 2022 · #79
Hallo Felix.
Auch von mir ein Dankeschön. Wir werden dieses Jahr das erste Mal in den KTP kommen und da hat dein Bericht sehr viel Inspiration gegeben. Für mich war jeder Tag spannend zum Nachlesen. 😎 🙂
Hallo Felix Auch von mir ein herzliches „Merci“ für deinen interessanten Bericht und die tollen Fotos. Es war schön mit euch zu reisen. Ä liebe Gruess Grosi