Auch diesmal werde ich wieder einen Bericht unserer Reise schreiben. Einerseits erlebe ich so gerne nochmals die Reise durch und andererseits lese ich auch gerne andere Reiseberichte. Die geben immer wieder gute Inputs.
Diese wurde unsere dritte Afrika-Riese (eigentlich vierte wenn wir Burkina Faso 98 zählen) nach Namibia-Botswana im Herbst 2016 und KTP und Südnamibia im April 19. Nach dem KTP-Besuch im April 19 war mir sofort klar, dass ich wieder zurück will (obwohl wir sehr wenige Tiere sahen) und begann auch bald zu planen. Meine Frau war etwas weniger begeistert, schon wieder 'an den gleichen Ort' zu gehen. Von Tieren her hätte sie Etosha vorgezogen. Aber es war für sie doch ok nochmals zu gehen. Bald war auch klar, dass es Frühwinter 21 und zum ersten Mal ohne unsere Söhne sein würde. Ohne Söhne und sie knapp 3 Wochen alleine zu Hause zu lassen war für meine Frau aber auch ein gewisses Problem. Frühwinter haben wir gewählt, weil wir da zu Hause 'nichts verpassen'. Im Herbst hatte ich Gefühl, den Bergherbst und im April das Frühlingserwachen zu verpassen.
So kam folgende Reise zu Stande:
Diese Route hat aber schon PCR-Test Umweg über Ghanzi drin. Sonst wären wir wieder wie bei Anreise von Süden über Ukwi nach Charles Hill gekommen. Das hätte uns zwei Tage mehr Busch gegeben.
Und dann kam Corona. Zuerst dachte man, das sei bis Ende 21 kein Problem mehr. Dann dachten wir, die Reise ginge sowieso nicht. Als dann Impfung kam und die meisten Buchungen stornier- oder verschiebbar waren, riskierten wir es doch und im begann im November 20 mit Buchen.
In den nächsten Wochen werde ich hier unser wunderschöne und erlebnisreiche Reise beschreiben.
So viel kann ich schon verraten: von Tieren her möchte meine Frau schon noch in Etosha. Aber eingezäunte Camps mit vielen Leuten interessiert sie nun nicht mehr so. Wie ich schon immer, liebt sie die Freiheit auf einsamen botswanischen Campsites mit keinen oder nur wenigen Leuten und dafür Tieren die darüber spazieren 🙂
Teil 216. Dez. 2021
Vorbereitungen und Anreise
Leider steigt man zu Coronazeiten nicht mehr einfach in das Flugzeug und fliegt nach Afrika. Da wir mit dem gleichen Test nach Namibia und Botswana einreisen wollten, musste das gut geplant sein. Nicht gerade zur 'Entspannung' beigetragen hatte, waren, dass wir die Wochen zuvor alle erkältet waren. Bei Söhne hatten negative Test gehabt. Als bei uns in der Vorwoche die Erkältung auch stärker wurde, ging ich am Freitag und meine Frau am Samstag einen Test wegen Symptomen machen. Am Samstag gegen Abend hatte ich dann mein negatives Resultat 🙂 🙂 🙂 Meine Frau bekam es dann am Sonntag. Nun konnte nichts mehr schief gehen und wir freuten uns auf Afrika mit super Wetter 😛
Am Montag Abend ging es nach der Arbeit nach Bern, wo Vieselio ein Testzentrum hat, wo Resultate bis am nächsten Tag um 14 Uhr garantiert sind. Wir hofften, dass Resultate etwas früher kommen, da wir um 14:30 auf Bahn am Flughafen mussten. Wir hatten aber noch Sicherheit, dass Viselio auch am Flughafen Zürich ist und wir dort Resultat ausdrucken konnten.
Di 23.12. Zürich - Frankfurt - Windhoek
Die Resultate kamen um 12:25, so dass wir genug Zeit hatten, die Test auszudrucken. Ich lud die Test auch ins Trusted Travel System hoch, obwohl das nicht nötig gewesen wäre. Dann fuhr uns der ältere Sohn (als Informatiker immer im Home Office) an den Bahnhof. In ging Checkin problemlos und Schwiegereltern kamen noch um sich zu verabschieden.
Von 18-19 Uhr flogen wir nach Frankfurt, wo wir drei Stunden bis zum Abflug mit Eurowings hatten. Wir waren so von den ersten am Gate und assen etwas Kleines.
Nach 21 Uhr war dann Boarding und pünktlich um 21:40 ging es los. Im hinteren Teil war die A330 nur 90-05% belegt. Nach eher (ziemlich) negativen Berichten hier im Forum, war ich positiv überrascht von Eurowings. Auch mit 184cm hatte ich keine Probleme mit den Economy-Plätzen und genug Platz für Knies/Beine. Und das Thai Chicken Curry zum Nachtessen war etwas vom Besten was ich je in einem Flugzeug bekam (fliege nur Economy). Dazu hatte ich noch etwas Wein, den ich schon am Gate günstiger als im Flugzeug gekauft hatte.
Über Schweiz sah man ausser Nebel nicht viel. Doch südlich der Alpen tauchten dann die Lichter von Mailand und später der ligurischen Küste auf:
Zum Schlafen hatte ich ein dünnes Strandtuch von einer Reise nach Indien dabei, da man Decken kaufen musste. Das Tuch brauchte ich dann in der Nacht auch, als es kühl wurde. Ich konnte aber nicht schlecht schlafen.
Teil 316. Dez. 2021
Ebi schrieb:Felix, verfolge eure Tour gerne. Hoffe mal, dass der Blickwinkel ohne Drohne möglich war. Sonst gibt es Ärger.
Meine 'Drohne' war wir geschrieben das WC-Häuschen auf Mpaya 1.
Von dort gab es bei Sonnenauf- und Untergang super Fotos.
Oder auch mal ein Ausblick, ob nicht gerade ein Löwe oder Leopard in der Nähe ist. Hier brauchte ich diese Aussicht aber nicht 😉
Ytramix schrieb:Als wir uns in der Mabua kurz begegnet sind haben wir uns nicht vorgestellt, dies gilt es nachzuholen 😉 Wir waren auf der 2 beim "Znüni" als ihr uns die Nachricht von den .... 😗 überbracht habt.
Ah lustig sich hier wieder zu treffen. Dann seid ihr auch gut nach Hause gekommen. Wir waren dann den ganzen Nachmittag auf Mpaya 2, da unsere Campsite bis fast 18 Uhr "besetzt" war.
Felix
Teil 417. Dez. 2021
Mi 24.11. Windhoek - Ondekaremba
Etwas zu früh landeten wir bei Sonne pur in Windhoek. Da wir weit hinten sassen, kamen wir erst spät aus dem Flugzeug. Auf dem Weg zum Terminal machten dann aber noch einige (viele) 'Plätze' gut 😉 So ging die Immigration sehr effizient.
Danach war unser Gepäck bereits da und der Fahrer von Safari Car Rental wartet auch bereits. Er gab uns eine MTC-SIM-Karte, für die ich noch Guthaben (Aweh Gig) holte. Vergeblich versuchte ich botsuanische Pula zu erhalten.
Dann ging es zu Safari Car Rental. Das ganze ging auch zügig. Es musste uns auch nicht jedes Detail erklärt werden, da wir schon zum dritten Mal hier ein Auto gemietet hatten. Wir mieten immer wieder bei SCR er, da wir wissen, dass es hier relativ neue gut gewartet Fahrzeuge gibt. Da wir immer 'wild' unterwegs sind, ist es auch immer die Expedition Version des Hilux.
Jetzt mussten wir als letztes noch einkaufen. Zuerst ging es zur Klein Windhoek Schlachterei das bestellte Wildfleisch, Biltong und Speck abholen. Und nachher zum Superspar Maerua für den Rest.
Nun begann der schöne Teil der Ferien. Wir hatten auf Ondekaremba beim Flughafen ein Campsite reserviert. Wir bekamen wieder die Nr 1 wie schon zu Beginn der letzten Reise. Wobei wir frei wählen konnte, da Camping und Lodge leer war. Auch sie leiden unter Corona. Nach dem verstauen der Vorräte und einrichten des Autos ging es zum Pool und später zum Hide. Beim Hide sahen wir nur kurz Antilope weg rennen. Auf Ondekaremba lieben wir, dass schon 'Busch-Feeling' aufkommt. Wir waren definitiv in Afrika angekommen 😛
Zum Nachtessen gabe es dann das erste Braai: Game Sosaties
Dann ging es früh ins Bett, da wir von Flug über Nacht ziemlich müde waren.
Teil 519. Dez. 2021
Do 25.11. Ondekaremba - Buitepos/Charles Hill - Masetleng Pan
Nicht ganz so früh wie erhofft ging es um ca 8 Uhr Richtung Osten los. Wenn man von Ondekaremba Richtung Strasse fährt, hat es noch einen interessanten 'Bahnübergang'.
In Gobabis gingen wir noch kurz in Spar Vergessene einkaufen und nach etwa drei Stunden erreichetn wir die Grenze bei Gobabis. Auf namibischer Seite ging alles sehr speditiv. Der botswanische Beamte der die PCR-Test kontrollierte war aber mühsamer. Er hatte grosse Probeleme, dass es keinen offiziellen Stempel auf dem Schweizer P>CR-Test hatte. In Afrika lieben sie ja Stempel. Aber bei uns gibt es das nicht. NAche iniger Zeit und erklären, dass bei uns alles elektronisch läuft, liess er uns dann doch durch. Aber er meinte, das nächste Mal kämen wir so nicht rein 😐 Immigration in Botswana ging auch schnell. Vom letzten Mal wussten wir, dass es nichts bringt die Masetleng Pan als nächste Übernachtung anzugeben und wir sagten Hukuntsi. Bei BURS (Strassentaxe) warteten wir dann aber länger, bis diverse LKW-Fahrer vor uns bezahlt hatten.
In Charles Hill bogen wir nach Süden ab. Im April 19 hatten wir hier noch schlechte Umfahrung um Strassenbaustelle. Nun hatten wir 105km bester Asphalt wo man 120km/h fahren konnte.
In Ncojane bogen wir dann auf die (Tief)Sand-Piste für die 55km nach Ukwi ab. Fürs Auge war das aber schöner als vorher. Hier liessen wir dann auch Luft in den Reifen ab. Ausser kurz in Hukuntsi sahen wir nun zwei Wochen keinen Asphalt mehr.
In Uwi ging es dann noch 30km östlich, bevor die Abzweigung zur Masetleng Pan. Das sind einfach 2 Spuren im Sand. Dort hat es auch Schild zum Camping:
Anfangs hat es relativ viel kratzende Büsche.
Später kommt man in die wunderschöne offen Baumsavanne des Western Woodland. Im Gegensatz zum letzten Mal sahen wir nun aber keine Tiere.
Auf dieser Strecke zeigte das Auto mit 41C die Höchsttemperatur der ganzen Reise an. Gegen die Pan war es dann teilweise verbrannt. Da der Buschbrand bereits im August war, grünte es aber schon wieder wunderschön. Auf der Pan sahen wir nur zwei Strausse.
Um ca 16 Uhr waren wir auf der 'Campsite' der Masetleng Pan. Wir stellten Auto wieder an gleichen Ort wie im April 19.
Weiter oben am Hang hat es eine alte Ablution, die aber wohl schon lange nicht mehr benutzt wurde. Der Wassertank war leer und ds Meiste kaputt. Es hat auch Schilder für Campsites im Nichts. Da steht aber den Spuren an nie mehr jemand.
Wir genossen nun, endlich Richtung im Busch und der Einsamkeit angekommen zu sein. Draussen hatte es ca 37C. Bei der sehr trockenen Luft mit Wind ist das für uns "Wärme-Liebhaber" aber kein Problem.
Da das Gras um unseren Stellplatz sehr trocken war verzichteten wir auf ein Feuer und das Braai gab es in der Bratpfanne.
Dann genossen wir einfach den Abend im Busch mit einer tollen Stimmung.
Genau das lieben wir an Botswana: campieren in wunderschöner Natur bei angenehmen Wetter und keinen anderen Menschen. Hören tut man nur Grillen und Vögel.
Felix
Teil 620. Dez. 2021
Fr 26.11. Masetleng Pan - Hukuntsi - Zonye Pan (KD2)
Da die heutige Strecke nicht so lang war, nahmen wir es gemütlich. Wie aber fast immer in Afrika, waren wir trotzdem vor Sonnenaufgang wach und ich bereits draussen. Die Morgenstimmung un der Sonnenaufgang ist immer etwas besonderes. Um 5:45 ging dann die Sonne am wolkenlosen Horizont auf.
Blick gegen MAsetleng Pan
Aussicht aus Bett/Dachzelt
Und so gab es nach 6 Uhr Morgenessen. Von Morgenessen am Morgen um 6 Uhr bei Sonne und milden Temperaturen im Dezember werde ich die nächsten Jahre träumen.
Nach dem Morgenessen spazierten wir noch zur Pan runter, um diese anzuschauen. Tiere hatte es keine. Wer sieht unser Auto
Nach 7 Uhr fuhren wir dann los (Video von Fahrt gegen Pan). Wir wussten nicht, ob wir wieder den gleichen Weg zurück oder direkt nördlich der Pan nach Ngwatle fahren wollte. Irgendwann merkte ich, dass wir wohl Abzweigung verpasst hatten und bereits nördlich der Pan waren. Dies sollte sich aber als Glückstreffer heraus stellen, da die Strecke viel einfacher zu befahren war (keine kratzenden Büsche). Wir sahen auch mehr Vögel und Nager, dafür war es nirgends so schön wie im Western Woodland.
Um 8 Uhr waren wir in Ngwatele und bezahlten bei der Self-Registration die Camping Gebühren. Neben Pula kann man auch in Rand, U$ und Euro zahlen. Zettel für die Registration hatte es aber keine. So warfen wir einfach Geld in Box.
Dann ging es zügig auf guten Gravelstrassen über Zutshwa nach Hukuntsi. Dort kauften wir nochmals ein und tankten. Zurück in Zutshwa registrierten wir und und bezahlten eine Übernachtung in der Restriced Zone des KD2.
Dort begann dann eine holperige Piste (Transit Road) die aus nicht viel mehr als zwei Fahrspuren bestand. Die Landschaft gefiel uns gut. Unterwegs sahen wir Steinböcke, Springböcke, Strausse und diverse Vögel (za Trappen). Fotos wurden aber nicht gut, da sie meist zu weit weg waren oder die Stennboks hinter Büschen versteckt
Name Pan - hier könnte man an Transit Route campieren
Dann kam die Abzweigung zur Wilderness Area. Sie sah "relativ verboten" aus. Aber wir hatten ja bezahlt.
Der erste Teil zur Towe Pan ging auf guter Piste schnell. Die Pan war bei knapp 40C leer.
Nach dem 'Campsites' am Hang oberhalb der Pan wurde die Piste dann eng und führte kurvenreich durch Büsche. Meine Frau war nicht so glücklich. Ich sagte wir schauen noch etwas, wie es weiter geht ... 😉
Die Piste wurde dann besser und die Gegend gefiel mir sehr gut. So fuhren wir natürlich ganz zur Zonye Pan. Diese überraschte mich mit ihrer Grösse.
Wir fuhren am Westrand runter bis eine Campsite im Nirgendwo markiert war. Im KD 2 haben 'Campsites' gar keine Infrastruktur. Die an der Zonye Pan hat aber eine tolle erhöhte Lage über der Pan mit toller Aussicht. Wir stellten Auto an Schatten und genossen Nachmittag. Es hatte 37C
Tiere auf Pan beobachten
Auf Pan hatte es weit weg einige Strausse, ein Oryx und irgend eine Trappe. Alle Tiere waren aber weit weg, so dass Fotos nur etwas (unscharfen) Eindruck von Sichtung geben.
Da es hier viel Sand hatte, gruben wir gegen Abend ein grosses Loch und feuerten für ein Braii ein. Dazu genossen wir Apero an traumhafter Lager.
Solche einsamen Pan in Busch lieben wir. Es wäre einfach noch interessanter, wenn es mehr Tiere hätte.
Nach dem Nachtessen feuerte ich nochmals ein und wir hatten tolle Abendstimmung.
Etwas später sagte ich dann Corinne, ob sie nicht auf (Lauf)Schuhe wegen Skorpionen anziehen wolle. Sie machte es dann. Als ich später im Dunkeln nochmals vom Dachzelt runter ging, sah ich im Licht der Taschenlampe ein riesiges Skorpion ....
Von da an hatte sie immer vor mir die Schuhe an 😉
Danach sassen wir noch am Rand des Dachzelt und schauten den afikanischen Sternehimmel an.
Teil 722. Dez. 2021
Sa 27.11. Zonye Pan - Kaa Gate - Swart Pan
Am Morgen sahen wir direkt aus Dachzelt einen wunderschönen Sonnenaufgang über der Zonye Pan.
Da auch die heutige Fahrt nicht lange war, nahmen wir uns am Morgen noch Zeit. Ich machte noch etwas Holz, um im KTP etwas dabei zu haben.
Eigentlich hätte ich gerne das KD2 weiter erforscht und wäre an die Pans weiter südlich gefahren.. Es war aber noch eine Option, nach Mabua die Cutline zu fahren und dann die Pans von dort aus anzufahren. Unterdessen habe ich gelesen, dass das KD2 wohl wieder eine Hunting Concession wird und Camping nicht mehr erlaubt sein wird 🙁 Die Campsite gefiel mir an erhöhter Lage mit tollem Blick auch die Pan sehr gut.
Edit: Jetzt las ich gerade noch das:
We are waiting for the new hunting company to be selected by the community, If the previous hunting operator is replaced or if a new deal is defined, we will be able to operate tourism and hunting at the same time without any risks for the 2 activities to overlap. The decision should be made by the community end of January, beginning of February, Please come back to us in February and we will update you, sorry for thein convenience and we do hope to be able to receive you at Name pan in May! Best regards, Ontuetse and Kegomoditswe Zutshwa Stopover
Um 7:30 fuhren wir dann los. Bis zur Towe Pan brauchten wir ca 45 Minuten. Zur Tranist Road sind es von dort nur noch gut 15 Minuten (werde oft Zeiten schreiben, da es sicher jemanden interessiert). Auf der Towe Pan hatte es ein ängstliches Oryx und später beobachteten wir zwei Schakale, die im Schatten auf der Piste sassen.
Die Fahrt zur Kaa Pan dauert dann ca eine Stunde. Dort hatte es Erdmännchen.
Auf der ganzen Fahrt auf der Transit Route sahen wir ab und zu Oryx und Kuhantilopen. Meist waren sie für gute Fotos zu scheu.
Nach 10 Uhr waren wir dann beim Kaa Gate. Wir checkten ein und sahen dabei, dass wir das erste Auto seit zehn Tagen und erst das vierte im November waren. Die Kaa Region scheint aber wirklich einsam.
Wir konnten am Gate auch noch unsere Wasservorräte auffüllen. Der Ranger meinte, es sei nur zum Kochen etc. Im Notfall können man es aber auch trinken. Dann ging es Richtung Swart Pan. Die ersten 30km bis zur Sitatswe Pan waren relativ gut zu fahren (wenger als 1h). Es hatte zwar teils tieferen Sand aber nicht oft Büsche im Weg, da die Piste breit war.
Ab der Sitatswe Pan änderte sich das dann aber. Die nächsten 40km war kurvenreich und es hatte regelmässig kratzende Büsche. Da brauchten wir fast 1h30.
Gelände war teils auch ziemlich offen
Ich war dann froh, als wir um ca 13 Uhr bei der Swart Pan waren. Das Wasserloch und auch der Wasserhahn auf Campsite No 2 war trocken. Bei Camp No 1 sah man nur noch Überresten von Wasserleitungen. Wir ging auf diese Campsite, da sie eine bessere Sicht auf Pan hatte.
Nun gab es Mittagessen und ich "duschte" mit einem Becher. Da wir auch zu Hause (meist wild) campieren, haben wir ökologisch abbaubares Shampoo/Abwaschmittel, das wir dabei hatten.
Dann machten wir es uns im Schatten auf der Campsite gemütlich. Nur der starke Wind war etwas mühsam.
Wir erwarteten Roberto Midiri, mit dem ich zuvor online abgemacht haben. Er hat ein Hotel in Koblenz und verbringt den Winter wenn Hotel geschlossen ist, oft viele Wochen in Afrika. Etwa Mitte Nachmittag tauchte er dann auf und wir lernten uns richtig kennen, da wir uns bisher nur online kannten.
Er machte später noch einen erfolglosen Game Drive. Dabei sah er aber, dass es einen Weg ohne Verbot zur Grenze und dieser entlang nach Süden Richtung Unions Ende gibt. Vor allem die Cutline an der Grenze sei sehr gut zu fahren.So war der Entscheid einfach, wie wir morgen fahren würden. Ich hatte eigentlich zwei Nächste Swart Pan gebucht. Aber da ich dann befürchtete, dass es tierarm sein würde, machte ich eine Woche vor Abreise noch ein Parallelbuchung auf einer Standard Campsite in Nossob.
Am Abend sassen wir mit einer Flache Wein/Bier bei tollem Sonnenuntergang noch länger draussen und Roberto erzählte seine Lebensgeschichte.
Die Swart Pan Campsite ist nicht schlecht. Mir gefielen aber Masetleng und Zonye Pan besser, wo man etwas erhöht einen guten Ausblick auf die Pan hat. Tiere hatte es überall etwa gleich wenige. Ob ich nochmals zur Swart Pan fahren würde, weiss ich im Moment nicht.
Teil 823. Dez. 2021
So 28.11. Swart Pan - Unions End - Nossob
Wir standen einmal mehr vor Sonnenaufgang auf und kochten Kaffe/Tee. Roberto kam aber erst gegen 7 aus seinem Dachzelt.
Wie abgemacht fuhren wir um ca 7 Uhr los. Auf Swart Pan hatte es ein paar scheue Oryx und Springböcke. Vom westlichen Rand der Pan bis zur Grenze war es nur ein knapper Kilometer. Und dort führte wirklich eine breite 'Piste' auf der botswanischen Seite der Grenze runter. Man konnte sie problemlos mit 40 bis teils gegen 60km/h fahren. Der Grenzzaun war teilweise beschädigt. Auf der namibischen Seite war er besser, hatte teilweise auch Tore und el Zaun.
Wir sahen auch immer wieder Knochen am Zaun. Das waren wohl Tiere, die sich darin verheddert hatten und danach von Raubtrieren gefressen wurden..
Auch namibischer Seite sahen wir ab und zu Tiere: es hatte Schafe, Kühe aber auch Springböcke. Oft war es wunderschöne Kalahari Landschaft.
Plötzlich bremste Roberto vor uns und wir sahen 5 Löwen am Rand der Cutline.
Die waren sich scheinbar nicht an Autos gewöhnt und zogen sich zurück. Wir waren super glücklich, bereits unsere ersten 5 Löwen im KTP gesehen zu haben. Das waren 5x mehr als auf der ganzen letzten Reise 🙂
Die Löwinnen wurden dann aber neugierige und kamen langsam wieder näher. Ein Löwe hatte sich sowieso nie unter seinem Busch weg bewegt. Es war wunderschön die Löwen alleine für uns zu beobachten.
Als wir uns satt gesehen habe, ging es weiter nach Süden Richtung Unions End. Ganz wohl war mir nicht, da ich nicht sicher war, wie legal es wirklich war. Zu Hause las ich dann aber in einem Forum, dass dieser Weg sogar von den Ranger am Kaa Gate vorgeschlagen wurde. Von dem her kann ich ihn nur empfehlen. Man ist vom Swart Pan deutlich schneller in Unions Ende als zurück am Kaa Gate. Kurz vor Unions End waren wir dann am Dreiländereck. Ein Ort wohl wohl nicht viele Leute hinkommen.
Bei Unions End verabschiedeten wir uns von Roberto bis Morgen auf Polentswa Campsite. Im Nossobtal sahen wir dann Oryx und Springböcke. Bei Polentswa waren viel Springböcke und Sekretäre am Wasserloch bzw unter Bäumen im Schatten. Und etwas weiter weg eine Herde Gnus.
Dort fragte uns ein Deutscher, ob wir gehört hätten, dass Flüge nach Afrika wurden ...
Nach 12 Uhr erreichten wir Nossob, wo wir für die nächsten Tage eincheckten, einkauften und eine Campsite bezogen. Den Nachmittag verbrachten wir auf Campsite und am Poll mit relaxen, lesen und Smartphone. Da hörten wir auch wieder mal von Söhnen zu Hause und der neue Omikron-Corona-Variante. Wir sagten uns, wir fliegen erst in zwei Wochen heim (kann viel passieren) und geniessen mal die Ferien. In vier Tagen sind wir wieder in Nossob und könnten weiter schauen.
Als Schwimmer/Triathlet/'Wasserratte' habe ich immer Freude an Wasser
Beim Abend-Gamdrive fuhren wir Richtung Süden und sahen Springböcke, Kuhantilopen mit Jungen, Gnus, Strausse, Riesntrappe und ein Schakal auf 'Strasse'.
Danach grillierten wir Sprinbock Loin.
Von den Sichtungen an diesem Tag hatte es sich definitiv gelohnt, Swart Pan einen Tag früher zu verlassen.
Teil 926. Dez. 2021
Mo 29.11. Nossob - Polentswa
Wir wurden bereits deutlich vor 5 Uhr von Leuten geweckt, die sich für Game Drive vorbereiteten und als erste aus dem Tor sein wollten. Was für ein Unterschied zu den friedlichen Morgen an botswanischen Campsites.Wir waren so auch früh bereit und fuhren um ca 5:40 los, nachdem Corinne noch etwas für Permit anstehen musste. So verliessen wir Camp pünktlich zum Sonnenaufgang.
Da es später Richtung Norden ging, machten wir den Game Drive Richtung Süden. Als erstes sahen wir im MArie se Draai Loop eine Eule. Es war die erste Eule die wir im Park sahen.
Am Ende des Loops querten gerade vor uns Kudus die Piste. Die sieht man im KTP auch eher selten.
Weiter sahen wir Springböcke, Kuhantilopen, Oryx, einen Batelur, Strausse und andere Vögel aber keine Rauntiere.
Nach einer kurzen Pause in Dikbaardskolk Picknickplatz ging es retour Richtung Nossob. In Dikbaardskolk hatten wir noch ein spezielle 'Sichtung': Ein VW California in den gelichen Farben wie unser "Willi" zu Hause mit dem wir sonst am Campieren sind. VW-(Camping)-Busse sieht man eher selten in Afrika.
Ein Crimson-Breasted Shrike war auch dort. Da sie fast nie ruhig sitzen, sind Fotos nicht ganz einfach.
Auch auf dem Rückweg hatte es 'nur' die üblichen Sichtungen.
So ging es nochmals ans Pool, bis es nach einem kurzen Mittagessen Richtung Polentswa los ging.
Richtung Norden war Polentswa das mit Abstand interessanteste Wasserloch: es hatte Springböcke, Sekretäre und diverse Raubvögel.
Ein Pale Chanting Goshawk versuchte Webervögel zu erwischen, die in grosser Anzahl ans Wasserloch gingen.
Irgendwann gelang im das und wir konnten zuschauen, wie es den Webervogel frass.
Dann ging es zur Polentswa Campsite No 1 wo wir es uns gemütlich machten.
Wir planten eine frühes Nachtessen, um nachher nochmals auf einen Gamedrive zu gehen. Game Sosaties und Cous Cous
Gegen 16:30 Uhr kam Roberto und sagte uns, ca 14km südlich würden zwei Löwinnen auf der Piste liegen. Wir hatten bereits fertig gegessen, noch schnell abgewaschen und fuhren dann mit ihm hin.
Als wir gegen 17 Uhr ankamen, lagen die Löwen immer noch da. Es waren aber drei mit einem Männchen. Neben uns war kein anderes Auto da. Roberto sagte uns später, der sei gerade aus Büschen gekommen, als er angekommen sei.
Die nächsten zwei Stunden schauten wir dann den Löwen zu. Sie bewegten sich fast nichts, d.h. sie drehten sich mal oder standen auf, liefen zwei Schritte und legten sich wieder hin. Oft lag eines der Tiere nur 1-2m neben unserem Auto. So ein Löwenerlebnis hatten wir noch nie.
Unterdessen waren noch zwei weitere Autos da. Es waren alles nur Camper von Polentswa, da andere längst auf Rückweg nach Nossob waren. Um 19 Uhr begannen sich die Löwen zu bewegen und liefen langsam nordwärts. Wir beobachteten sie bis im letzten Moment. Irgendwann mussten wir dann aber los, um um 19:30 zurück in Polentswa zu sein.
Am Abend sassen wir noch etwas mit Roberto draussen, bevor wie wiederum früh ins Bett gingen.
Teil 1029. Dez. 2021
So 30.11. Polentswa - Gharagab
Die Frage heute morgen war, ob die Löwen noch in der Region (und auch sichtbar) sind. So ging es etwa 5:40 zum Polentswa Waterhole. Dort sahen wir bei Sonnenaufgang ein paar Gnus. Wir waren aber erstaunt, dass kein anderes Auto der Campsites (fuhren vor uns los) da war.
Plötzlich sahen wir sie 200m weg auf Strasse stehen. Da musste etwas sein. Als wir da waren, sahen wir sofort 100m oberhalb der Strasse einen Löwen liegen. Er putzte sich zwischendurch.
Erst nach einiger Zeit sahen wir, dass etwas daneben auch eine Löwin war.
Als die Sonne stärker wurde, standen sie auf und liefen in den Schatten eines Busches.
Dort sah man sie leider fast nicht mehr. Wir blieben noch eine Weile stehen und hofften, sie würden sie mehr bewegen. Aber wie eigentlich zu erwarten war, bewegen sie Löwen nicht mehr als nötig. Irgendwann sahen wir dann auch, dass noch eine zweite Löwin unter Busch lag. (Fokus leider auf Gräser davor)
Wir nahmen darum an, dass es gleiche wie am Vortag waren. Da es ein neuer Tag war, zählten wir sie auch und waren nun bei 11 Löwen im KTP. Da von Löwen nicht mehr viel zu erwarten war, ging es zurück zum Wasserloch. Dort lief nun mehr: u.a. hatte es viele Tauben, auf die zwei Schakale Jagd machen. Einer erwischte dann nach viele Fehlversuchen eine.
Es hatte auch wieder diverse Raubvögel da:
Nun ging es für Morgenessen zurück zur Campsite. Wir bleiben bis gegen Mittag da.
Das WC hatte am meisten bei den Bränden im August gelitten:
Dann ging es übers Wasserloch Richtung Norden. Die Fahrt auf der Zufahrt nach Gharagab war wunderschön. Ich liebte die Kalahari-Landschaft. Das gefällt mit definitiv besser, als das eher kahle Nossobtal.
Wir sahen aber nur ab und zu ein Steinböckchen aber viele Spuren. Erst beim Camp hatte es Springböcke.
Wir bekamen das nördlichste Chalet das am nächsten beim Aussichtsturm war. Bei dem ist schön, dass man auf der Seite einfach in die Kalahari raus sieht (wie auch vorne).
Den Nachmittag verbrachten wir beim Chalet und genossen die Aussicht und die wenigen Tiere die zum Wasserloch kamen. Das Chalet gefiel uns gut und die Aussicht noch mehr 🙂
Zum Nachtessen grillierte ich Springbock Loin. Dazu gabe es Bratkartoffeln und Tomaten-Gurken-Salat (hatten in Nossob noch gefunden).
Danach gingen wir zum Sonnenuntergang auf den Aussichtsturm. Da es keine Wolken hatte, war es nicht ganz so spektakulär.
Nun sassen wir noch auf Terrasse und genossen es, dass wir hier (etwas) sicherer als vor Dachzelt/Auto waren und so draussen Sternehimmel beobachten konnten. Beim Eindunkeln kam dann Tüpfelhyäne zum Wasserloch.
Gegen 22 Uhr, als wir bereits im Bett waren, hörten wir plötzlich ein tiefes 'Grollen' (aber nicht brüllen). Als wir raus schauten, waren schon einige Löwen am Wasserloch. Auf dem Höhepunkt waren acht Löwen gemeinsam am trinken. Am Schluss blieb noch ein grosses Männchen zurück. Qualität der Nachtfotos ist leider nicht gut. Aber es gibt wenigstens einen Eindruck
So waren wir nun bei 21 Löwen 🙂 Die nächsten sollten bald folgen ...
(Es geht wohl erst im nächsten JAhr weiter. Über den Jahreswechsel sind wir in den Bergen).
Teil 1106. Jan. 2022
Mi 1.12. Gharagab
Gegen ein Uhr erwachte ich und schaute zum Wasserloch. Da waren wieder vier Löwen am Trinken. Wir schauten ihnen zu, bis sie weg waren. Nicht viel später erwachte ich wieder, und sah nochmals eine Löwin beim Wasserloch. Das blieb nicht das letzte Mal, wo ich ich Nacht erwachte und Tiere am Wasserloch sah. Ich glaube nicht, dass dies reiner Zufall war. Wahrscheinlich hatte/habe ich in Erwartung von Tieren einen nicht so tiefen Schlaf und 'spürte' irgendwie, wenn Tiere da waren.
Wir erwachten um etwa 5 Uhr bei einer schönen Dämmerung. Da die Chalets nach Osten ausgerichtet sind, sieht man in Richtung Sonnenaufgang.
Wasserloch bei Morgenstimmung
Ich ging zum wunderschönen Sonnenaufgang auf den Aussichtsturm.
Zurück im Chalet schien die Sonne rein und hüllte alles in ein freundliches Licht (davon träume ich beim heutigen grauen Winterwetter).
Ich kochte Kaffee und ass Rusk. Diverse Webervögel interessierten sich für die Rusk.
Den Rest des Tages verbrachten wir hauptsächlich auf der Terrasse des Chalet, beobachteten Tiere am Wasserloch, lasen, schrieben Tagebuch etc
So kann man gut einen Tag relaxen 🙂
Schon vor Mittag kamen von Norden viele kleine 'Schönwetterwolken'.
Mit der Zeit wurden die aber immer dichter und dunkler. In der Ferne sah man auch Blitze. Gegen 14 Uhr zog dann ein kurzes aber heftiges Gewitter durch. Wir mussten alle 'Zeltfenster' des Chalet schliessen, da es sonst wegen dem starken Wind rein geregnete hätte.
In Gharagab war Gewitter bald durch und es gab auch wieder sonnige Abschnitte. Im Westen und Norden war aber schwarze Wand und es blitzte dauernd. Wir hörten später, dass es in Polentswa 2h intensiv gewittert hätte. Mit den schwarzen Wolken und bei uns teils Sonne, gab es ganz spezielle wunderschöne Stimmungen.
Beim Aussichtsturm merkte ich überraschend, dass ich ein wenig MTC Empfang von Namibia hatte. Zum Nachtessen gab es wie üblich Braai 🙂
Dank den Wolken gab es an diesem Abend einen wunderschönen Sonnenuntergang. Am schönsten war es, als die Sonne schon untergegangen war und die Wolken von unten beschien.
DAs war einer dieser traumhaften afrikanischen Sonnenuntergänge
Beim Eindunkeln kam wieder Tüpfelhyäne. Der Ranger des Camps hatte uns übrigens gesagt, sie sei schwanger.
Später in der Nacht sahen wir noch einen Honey Badger und zweimal eine Braune Hyäne (min 1x erwachte ich wieder im richtigen Moment). Den Honey Badger war unsere erste Sichtung und nur ganz schlecht im Dunkeln zu sehen. Aber wir waren natürlich gespannt, ob wieder Löwen kommen würden ...
Teil 1207. Jan. 2022
Do 2.12. Gharagab-Polentswa-Grootkolk
Wir erwachten am Morgen, ohne dass wir Löwen oder andere Tiere gesehen hatten. Wir waren fast etwas "enttäuscht", da wir auf die Löwen gehofft hatten. Aber wir wussten, dass wir bisher Glück hatten. Zum Sonnenaufgang gingen wir zum Aussichtsturm. Sie ging erst etwas später (5:50) hinter Wolken auf. Mit dem Wolken gab es aber wiederum ein tolle Stimmung.
Zurück beim Chalet holte ich nach 6 Uhr etwas im Auto. Als ich zurück zum Chalet lief sah ich 50m entfernt eine Löwin und dann auch vier Junge. Sie liefen zum Wasserloch. Dort tranken zuerst alle Wasser.
Als sie fertig getrunken hatten, liefen sie vor unserem Chalet in die Kalahari raus und wir konnten sie noch lange beobachten.
Dieses Löwensichtung war wunderschön und eines der Highlights unserer Reise.
Nun machten wir zum Morgenessen Specke und Ei. Als ich beim Vorbereiten auf der Terasse war, sah ich plötzlich 50m entfernt (fast am gleichen Ort wie Löwin zuerst) eine Wildkatze. Das war unsere erste Sichtung einer Wildkatze und ein weiteres Highlight.
Jetzt waren wir nicht mehr enttäuscht sondern sehr Glücklich mit dieser Nacht/Morgen.
Bis wir um 10 Uhr Chalet verlassen mussten, genossen wir nochmals Terrasse.
Dann ging es durch wiederum schöne Kalahari-Landschaft nach Osten Richtung Nossobtal.
Wir fuhren nun zuerst etwas südlich zum Polentswa Wasserloch, da dort immer viel los war. Nin der Mittagshitze war es aber relativ verlassen.Dann ging es zur Polentswa Campiste. Gegen die Campiste hatte es Gnus und eine Kuhantilope.
Dur Scheibe wurde Foto nicht so gut. Man sieht aber gut abgebranntes Gebiet, das nun wieder leicht grün wurde.
Eigentlich hatten wir die No 1 bis bis diesen Morgen/Mittag reserviert. Als ich dann aber Gharagab bekam, verkauften wir sie einem Paar aus Südafrika (wir hatten sie schon vor zwei Tage in Polentswa getroffen). Sie nahmen auch unsere dritte Nacht in Gharagab, da ich Grootkolk buchen konnte.
Nach der Mittagspause ging es Richtung Norden. Unterwegs sahen wir riesige Sprinbockherde mit mindestens 150 Tieren.
Später bei Wasserlachen Geier und Adler.
In Grootkolk bezogen wir das zweithinterste Chalet. Es gefiel uns gut, war aber nicht so toll wie Gharagab. Schön war aber, dass Küche draussen unter Vorzelt/dach war.
Ausser vielen Webervögeln, einer Maus und Schakale beim Wasserloch sahen wir keine Tiere.
Das Wetter war schon den ganzen Tag nur teils sonnig und sonst eher grau.
Beim Sonnenuntergang gab es wieder ein 'Wild'-Filet vom Grill.
Das es ziemlich bedeckt war, kühlte es nicht gut ab und wir waren noch lange in Badehosen. Im Chalet drin hatten wir nie weniger als 27C. Das war die wärmste unangenehmste Nacht.
In der Nacht sahen wir dann bis Mitternacht zwei Brauen Hyänen am Wasserloch. Schakale waren fast immer da. Aber sonst nichts.
Teil 1308. Jan. 2022
Fr 3.12. Grootkolk - Nossob
In der Nacht erwachte ich zwei Mal und sah eine Brauene Hyäne am Wasserloch und am frühen Morgen war auch wieder eine da (und mehrere Schakale). Da es nun heller war, konnten wir die gut beobachten.
Vier Braune Hyänen in einer Nacht sind toll. doch wir hatten natürlich wieder auf Raubkatzen gehofft (waren unterdessen verwöhnt) Nach einem kurzen Morgenessen ging es ca 6:30 los in Richtung Süden/Polentswa. Grootkolk hatte uns im Vergleich zu Gharagab nicht so gut gefallen, dass wir bis zum spätesten Checkout um 10 blieben. Und wir wollten auch noch relativ früh in Polentswa am Wasserloch sein. Unterwegs war nichts zu sehen, ausser der Grader von Vortag denn wir dann mal überholen konnten. Es war auch fast ganz bedeckt nur mit kurzen Aufhellungen.
Kurz vor Polentswa stand Roberto und hinter ihm weitere Autos am Strassenrand. Er hatte den 'King of Polentswa' gefunden, das grosse Löwenmännchen, das er schon lange suchte.
Er lag knapp 50m neben Piste.
Die nächsten gut zwei Stunden standen wir auch am Strassenrand und schauten dem Löwen zu, der sich nicht gross bewegte, sich höchstens mal drehte und meist döste.
Einmal kam dann der Grader mit Anhänger und das passieren erforderte etwas rangieren:
Da wir Zeit hatten, lasen wir und schauten immer wieder zu ihm. Wir hofften, er würde sich etwas mehr bewegen. Gegen 10 Uhr begann er zu gähnen und sich putzen. Das ist immer ein gutes Zeichen.
Und wirklich stand er gut 5 Minuten später auf, lief 30m nach rechts, drehte um, lief zurück zum Busch und legte sind wieder drunter ...
Ein riesiger und wunderschöner Löwe
Nun hatten wir etwas Action gesehen und konnten ihn in voller Grösse bestaunen. Das reichte uns uns so fuhren wir weiter Richtung Nossob. Bei der Abzweigung Richtung Polentswa Campsite hatte es noch viele Springböcke, die wir beobachteten.
Dann hatte es bis Nossob nur noch bei Cubitje Quap einen Bateleur-Adler. Da hat es oft solche am Wasserloch.
In Nossob bekamen wir wieder die gleiche Premium Campsite (No 1) wie im April 19.
Wieder im WLAN erfuhren wir, dass wir bei der Heimreise nicht in Quarantäne müssen. Die wurde in der Schweiz schon wieder abgeschafft. Wir mussten nur 4-7 Tage nach Ankufnt einen weitere Test machen (günstiger Schnelltest reichte sogar). Wir waren natürlich sehr froh um diese News :))
Die nächsten Stunden verbrachten wir auch Campsite und ich ging mal zum Pool, da es unterdessen teils sonnig geworden war. Ich war aber nicht sehr lange dort, als eine Gewitterzelle mich und ein paar andere zum flüchten brachte. Kaum beim der Campsite, windete und regnete es so satrk, dass wir in unser privates WC/Dusche sassen. Was wir bisher im Park erlebt hatten, übertraf unsere Erwartungen Wir waren super glücklich und hatten nur noch den Wunsche, Geparden und/oder Leoparden zu sehen.
Wir gingen wegen nicht so guten Wetter bereits um 16 Uhr auf den Abend Game Drive. Da bei Marie se Draii ein Leopard gesichtet worden war (laut Sichtungs-Karte bei der Reception), fuhren wir Richtung Süden. Corinne fuhr langsam runter und schaute immer wieder auf Nossobebene. Ich wäre lieber zügiger zum Wasserloch gefahren. Als wir dort ankamen, waren viele Autos da und ein Leopard lief gerade vom Wasserloch weg (schon min 200m weg). Nun reute es mich noch mehr, dass wir nicht zügiger gefahren waren.
Leider war er schon so weit weg, dass Fotos nicht mehr gut/scharf wurden.
Wir konnten ihn noch eine Weile beobachten, wir er immer weiter in die Eben raus lief und ab und zu stehen blieb. Es war ein wunderschönes Tier.
Nur wenige Stunden nachdem wir unseren Wunsch geäussert hatten, war er (teilweise) schon in Erfüllung gegangen. konnte es noch besser werde .... 😉
Da das nächste Gewitter aufzog, fuhren wir zurück. In Nossob leerte es voll runter und ich 'durfte' raus um das Tor zu öffnen. Zum Glück hatte ich Regenjacke im Auto.
Jetzt waren wir sehr froh um unsere Premium-Campsite mit Dach. So konnten wir im trockenen kochen und essen.
Als es dann mal trocken war, stellte wir das Dachzelt auf und räumten das Auto ein.
Wegen dem Regen hatte es auf dem Gelände mehre riesige 'Tausendfüssler'.
Als es dann mehr zu regnen begann, gingen wir ins Dachzelt. Die nächsten Stunden hörten wir es immer wieder regnen.
Auch dieser Tag hatte wieder fantastische Sichtungen gebracht.
Teil 1409. Jan. 2022
So ein gemütliches Wochenende zu Hause hilft zum Bericht schreiben. Meine Frau ist gerade am Fotoalbum machen.
Sa 4.12.Nossob
Als wir am Morgen früh erwachten, regnete es nicht mehr. Auf dem Regenradar sahen wir, dass Front gegen Osten abgezogen war. Aber es war noch bewölkt.
Wir räumten zusammen und merkten, dass Decken und Matratze teils etwas nass waren. Das Zelt sowieso.
An diesem Morgen war nicht viel los in Nossob. D.h. die Meisten machten keinen Morning Game Drive. Wir waren gegen 6 Uhr fast die ersten, die los fuhren. Da wir gestern am Sighting-Board sahen und hörten, dass es im Süden Geparde gab fuhren ir in diese Richtung. Zuerst fuhren wir nochmals den Marie se Draai Loop und hofften, dass der Leopard zurückgekommen war. Den sahen wir nicht dafür weit weg auf der anderen Talseite von Marie se Draai eine Gruppe Elands (für Fotos zu weit weg). Das war unsere erste Sichtung von Elands. Schon zuvor hatten wir eine Eule/Kautz (bin da kein Spezialist) auf der Pist gesehen.
Etwas weiter südlich sahen wir ein Gnu und eine Kuhantilope, die sich im nassen Sand wälzten. Das war interessant zum Zuschauen.
Sonst sahen wir nichts. Die Tiere versteckten sich wegen dem Wetter wohl. Es war immer noch bewölkt und hatte diverse grosse Wasserlachen.
Südlich von Jan se Draii sah ich plötzlich drei nicht ganz passende Schatten auf der anderen Talseite oben an der Düne. Corinne nahm den Feldstecher und sah, dass es Geparde waren. Mit dem Kamera sah ich sie dann auch.
Leider waren sie so weit weg, dass Fotos nicht wirklich gut wurden. Aber wir hatten nun auch Geparden gesehen. Das letzte mal hatten wir nur einen einzigen ebenfalls weit weg auf einer Düne gesehen.
Nach einiger Zeit standen alle vier auf und liefen Richtung Norden die Düne in Nossobtal runter. Wir wendeten und folgten ihnen.
Nun wurden die Fotos auch besser und wir sahen, dass es eine Mutter mit drei Jungen war. Wir konnten die schönen Tiere länger für uns alleine beobachten.
Die Mutter lief voran und die Jungen folgten ihr. Sie liefen relativ zügig und wir mussten immer wieder weiter fahren.
Wir hofften sie würden ganz auf unsere Talseite wechseln. Leider liefen sie nach einiger Zeit wieder Düne hoch und verschwanden dahinter. Es war aber eine wunderschöne Beobachtung und auch unser letzter Wunsch ging in Erfüllung.
Nach dieser Sichtung fuhren wir wieder Richtung Nossob. Beim Picknickplatz Dikbaarskolk kochten wir Tee/Kaffee und assen etwas.
Danach ging es mit 'üblichen Sichtungen' zurück nach Nossob.
Einmal hatte es eine Schlange am Pistenrand
Und später eine Schildkröte
Dort konnten wir bereits unser River Front Chalet beziehen. Ich wollte bevor es nach Mabuasehube ging nochmals eine komfortable Unterkunft mit guter Sicht. Corinne war im Voraus nicht so glücklich, dass ich das mehr Geld als nötig ausgegeben hatte. Doch das Chalet gefiel ihr sofort. Ich war auch sehr überrascht, wie gross das war. Es hatte einen riesigen Wohnraum mit Küche und in einem zweiten Teil ein schönes Zimmer mit grossen Fenster auf das Nossobtal raus. Auch die Terasse war sehr gross.
Wir stellten erstmals das Dachzelt auf und legten die Decken an die Sonne, die unterdessen schien. Dann machten wir auch etwas (Hand)Wäsche, bevor es wieder richtig in die Wildnis ging.
Ich ging auch nochmals ans Pool. Corinne kam nicht und wollte das tolle Chalet geniessen.
Wir gingen auch nochmals einkaufen. Beim letzten Besuch in Nossob hatte ich im Shop leider den "Alkohol-Raum" übersehen und gemeint ich müssen den Wein rationieren. Nun kaufte ich genug Vorrat für den Rest der Reise. Wein gehört für mich einfach zu Ferien. Und im Afrika gibt es auch ab und zu ein Savannah Cider.
Beim Abend Gamrdrive ging es nochmals nach Marie se Draai. Wir hofften immer noch auf den Leopard. Beim Wasserloch hatte es nun einen grossen See. Daran waren Marabu Störche.
Näher bei Nossob war noch eine Herde Springböcke mit Jungen.
Zurück in Nossob grillierten wir ein Filet (Eland oder Zebra) auf der Terasse und hatten dazu Apero.
Dank Wolken im Osten gab es eine tolle Abendstimmung.
Wie üblich gingen wir eher früh ins Bett. Morgen geht es nach Mabuasehube. DIese abgelegne Region des KTP gefiel mir das letzte Mal am Besten und ich hoffte es würde wieder so sei.
Teil 1512. Jan. 2022
Zu Beginn gerade eine Kgalagadi Erinnerung von gestern Abend: nach dem Lauftraining fühlten sich die Füsse komisch an. Nach einer Weile merket ich, dass es war, wie wenn feiner Sand drin war. Und dann realisierte ich, dass ich mit Schuhe gelkaufen war, die ich auch Reise dabei hatte. Da ist immer noch ganz feiner Sand(staub) drin 😛
So 5.12.Nossob - Mabuasehube (Mpaya 1)
Einmal mehr erwachte im mit dem ersten Licht. Die Aussicht aus dem Bett war toll. Es war zum ersten mal seit dem ersten Morgen in Gharagab kan klar/blau. Ich ging Kaffe/Tee kochen, den wir danach im Bett tranken und die Aussicht genossen.
Kurz vor Sonnenaufgang um 5:45 sahen wir Gnus das Nossobtal runter laufen
Kurz nach sieben verliessen wir Nossob. Gut zwei Kilometer nördlich wir dann die Abzweigung nach Mabuasehube und wir verliessen Südafrika und den 'Hauptteil' des Parks.
Durchquerung Nossobtal
Die Fahrt durch die Dünen gefiel uns sehr gut. Die Landschaft war sofort weniger kahl als im Nossobtal.
Den Spuren an sahen wir, dass seit dem Regen ein oder zwei Autos die Strecke gefahren waren. Später furhen wir auf einen Defender auf, der uns dann mal vorbei liess. Es gab Strecken wo überall hohes gelbes Gras war und an anderen Orten war es abgebrannt und schon etwas neues nachgewachsen.
Eine dieser Dünen wo man nicht weiaa, was dahinter kommt. So früh war eher nicht mit Gegenverkehr zu rechnen
Abgebranntes Gebiet, hier noch fast kahl
Teilweise hatte es auch schöne Blumen.
Mitten in einem 'Blumemeer'
Und wir sahen auch immer wieder Tiere.
Springböcke auf einer der wenigen Pans auf der Strecke
Das ausgebrannte Auto war auch immer noch da
In Motopi machten wir einen kurzen Halt.
Unterdessen hatte es noch teils Wolkenfelder, die während der fahrt im Osten auftauchten. Reste der Front der Vortage war noch.
Und nach 12 Uhr waren wir dann in Mpaya 1. Die Campsite kennen wir gut vom April 19. Die 'Hühner' (Rot-billed Spurfowl) waren immer noch da.
Leider sahen wir keine Erdhörnchen und Mangusten wie im 2019
Im Baum direkt neben der Campsite entdeckten wir schnell das Kadaver einer Braunen Hyäne.
Das deute auf einen Leopard hin ...
Wir suchten dann etwas die Campsite ab und fanden Spuren von einem Leopard oder Hyäne. Sie waren nicht so deutlich und darum schwer zu erkennen. Dass die Spuren relativ frisch waren, wussten wir nach dem Regen und dem relativ starken Wind. An einem Ort sahen wir auch grosse Löwenspuren. Wir wussten also, dass wir uns hier auf Besuch gefasst machen mussten und waren entsprechend vorsichtig. Ich strich am Abend auch Sand bei Dusche flach um am Morgen neue Spuren zu sehen und montierte Licht mit Sesnor.
Den Nachmittag relaxten wir auf der Campsite. Wir lieben den Blick vom A-Frame auf die Pan. Auf der Pan sah man meistenss Gnus und/oder Springböcke
Wir kochten früh (im Windschutz eines Rades) und assen bereits um 17 Uhr, um danach auf einem Gamedrive zu gehen und an ersten Abend vor Sonnenuntrgang alles bereit zu haben. Es gab Potje mit Game Stroganoff.
Richtung Westen war es ganz klar
Wir umrundeten die Mpaya Pan. Im Süden der Pan hatte es Gnus und Springböcke. Wir hielten auf der Piste und die Gnus kamen beim Fressen immer näher zum Auto:
Auf Rückweg sahen wir auch noch ein Oryx und ein Hase
Zurück auf der Campiste stellten wir Zelt auf
Beim Sonnenuntergang gab es eine schöne Abendstimmung
Hier sieht man gut, dass meiste Spuren von Wind und regen verwischt waren.
Ausser das Auto das wir am Morgen überholt hatten, sahen wir den restlichen Tag keinen Mensch/Auto mehr. Mpaya 2 war leer. Diese Einsamkeit lieben wir.
Wir lieben die Mpaya 1 Campiste: sie hat eine wunderschöne Aussicht und es ist auch angenehm, dass sie fliessend Wasser zum Duschen un Abwaschen hat. Das WC-Häuschen stinkt zwar etwas aber es wäre auch ein sicherer Ort zum vor Tieren zu flüchten. Der Nachteil ist etwas, dass die Campsite relativ buschig ist. So kann ein (Raub)tier relativ nahe kommen, ohne dass man es sehen kann. Wobei wir später auch auf der offenen Mpaya 2 Campsite sahen, dass es schnell gehen kann ...
Etwa um 22 Uhr ging Licht bei Dusche an und wir sahen Braune Hyäne trinken. Der Abfluss der Dusche war schon 2019 verstopft, so dass sich dort Dusch-Wasser sammelt. Später in der Nacht hörten wir Löwen brüllen. Zuerst eher westlich und dann nördlich von uns.
Teil 1618. Jan. 2022
Mo 6.12.Mabuasehube (Mpaya 1)
Am nächsten Morgen stand ich nach 5 Uhr und kletterte als erstes auf das A-Frame. Von hier hatte ich etwas Überblick, on kein (Raub)tier aus der Campsite und vor allem dem Weg zur Toilette zu sehen war.
Dann kochte ich zum Sonnenaufgang Tee/Kaffee Die Red-Billed Spurfowl waren auch schon wieder da.
Um 5:35 kam die Sonne über den Horizont. Da wir 130km östlicher waren, war das deutlich früher als bisher.
Corinne genoss den Sonnenaufgang aus dem Bett/Dachzelt
Auf der Pan hatte es im gelben Gars im Gegenlicht Springböcke. Das sah super aus (Fotos wurden aber nicht so gut).
Mit einem Kehr über die Mpaya 2 Campsite und das Wasserloch ging es dann nach Norden Richtung Mabua Pan, da wir die Löwen zuletzt dort gehört haben. Eine der schönen roten Pisten in Mabua
Beim Aussichtspunkt/Campsite No 1 sahen wir aber nichts.
So fuhren wir zu den anderen Campsite. Auf dem Weg kam uns ein Auto entgegen. Es waren die Südafrikaner vom Vortag. Sie hatten die Löwen auch gehört aber nichts gesehen. So fuhren wir im Gegenuhrzeigersinn um die Mabua Pan. Auf der anderen Seite sahen wir die Südafrikaner wieder. Sie sagten auf der Pfanne sein ein Löwe. Man sehe aber fast nur einen 'Blop'. Als wir wieder zurück beim Aussichtspunkt waren, sahen wir den Löwen dann auch auf der Pan liegen. Der nächste Löwe 🙂
Dann kamen die Südafrikaner auch wieder und wir redeten etwas und sie begannen Kaffee zu kochen und fragten ob wir auch wollen. Es waren eigentlich Engländer, die aber schon 20 Jahr in SA leben. Nun kam eine Herde Kudus auf die Pfanne. Leider waren sie im hinteren Teil und nicht gut zu sehen. Bevor das Wasser fertig war, stand der Löwe auf und lief zum Pfannenrand in die Büsche Es war wohl zu warm. Die Südafrikaner brachen das Wasser kochen ab und fuhren in die Richtung, wo der Löwe verschwand. Auch wir fuhren bald in diese Richtung. Wir sahen aber bei nichts auf der Piste in diesem Bereich. Aber wenigstes hatten wir einen weiteren Löwen gesehen, wenn auch nur weit weg.
Nun fuhren wir zu westwärts zu Khiding Pan. Auf der Pan hatte es Gnus (ev waren die auch auf Mpaya), Oryx und am Rand ein Erdmännchen.
Nun ging es zurück nach Mpaya für einen gemütlichen Tag auf der Campsite. Zuerst gabe es Frühstück mit Spiegelei und restlichen Brot von Nossob.
Was wir bisher gesehen hatten, war auf der Mpaya Pan sowieso am meisten los. So konnten wir von der Campsite aus immer Tiere auf der Pan sehen. Wir genossen einfach den Ort in der Einsamkeit und die Wärme, etwas lesen und schlafen in der Hägematte, ...
Als wir an Nachmittag mal viel Springböcke beim Wasserloch sahen, fuhren wir runter und beobachteten sie aus der Nähe. Es hatte auch Sekretärvögel und ein Raubvogel.
Mit ein paar Schönwetterwolken sah die Pan wunderschön aus.
Wir kochten früh, da wir am Abend nochmals zur Mabua Pan wollten um zu sehen, ob der Löwe wieder aufgetaucht war.
Die Schaufel steht übrigens da, um wenigstes etwas in der Hand zu haben, falls überraschend ein Tier kommt.
Abwaschen
Leider sahen wir nichts und auf die Südafrikaner auf Mabua Campsite No 2 hatten nichts gesehen oder gehört. Sie sagten uns, dass sie morgen wahrscheinlich bereits um 5 Uhr los fahren wollten.
Da es nun wieder wolkenlos war, war der Sonnenuntergang nicht so speziell. Aber die Abendstimmung trotzdem toll
Auch in dieser Nacht besuchte uns wieder eine Braune Hyäne. Die Löwen hörten wir aber nicht.
Teil 1721. Jan. 2022
Di 7.12.Mabuasehube (Mpaya 1)
Und wie könnte es anders sein, als dass ich um ca 5 Uhr aufstand und bei Sonnenaufgang Kaffee machte 🙂
Bei solchen Morgenstimmung und milden Wetter (war meist min 15C) kann ich nicht im Bett bleiben.
Auf der Pan kam von rechts (Süden) ein Gnu und von rechts eine Kuhantilope. Sie kreuzten sich dann wenigen Meter entfernt ohne sich anzuschauen oder Gang zu ändern. Es kam uns vor wie Menschen am Morgen auf den Weg zur Arbeit :))
Heute stand ein Red-billed Spurfowl auf dem Dach des A-Frame. Wenn Corinne schon am Morgen so kurze Kleider trägt, heisst das etwas, da sie oft friert während ich noch in Shirt und kurzen Hosen bin.
Nach 6 Uhr ging es wiederum mit einer Runde über die leere Mpaya 2 Campsite zum Wasserloch. Da war das Gnu, das wir vorher auf der Pan sahen am Trinken.
Zwischendurch machte es ganz lustige Sprünge.
Dann gingen wir wieder nach Norden Richtung Mabua Pan. Wir hofften immer noch den Löwen wieder zu sehen. Kurz vor der Pan hatte es 'komische Formen' auf der Piste. Schnell sah ich, dass hier zwei Löwen im Schatten auf der Piste lagen.
Wir fuhren vorsichtig näher und beobachteten sie
Wir wir unterdessen genau wussten, bewegten sich die Löwen nicht viel. Sie drehten sich mal oder einer wechselte den Schattenplatz:
Nach ca 40 Minuten kamen die Südafrikaner von Norden her. Das weckte wenigstens die Löwen und es gab ein paar gute Fotos.
Dann kam von hinten ein Intertoursim-Fahrzeug (sie verwalten Mpaya und Mabua Campsites). Zu unserer Überraschung stiegen die Leute aus und redeten laut. Wir machten etwas Platz um sie vorbei zu lassen. Da verschwanden die Löwen in Busch. Später sagten uns die Leute von Intertoursim am Gate, sie hätten die Löwen erst gesehen, als sie vorbei gefahren waren. Sie meinten wir hätten Mühe beim Kreuzen und würden darum dort stehen 😉 Nun ging es zum Lookout bei der Mabua-Pam. Erst da merkten wir, dass wir nur ca 200m entfernt waren. Auf der Pan hatte es wieder weit weg eine Herde Kudus.
Die Fotos wurden wegen der grossen Distanz aber schlecht
Da wir hier sonst nichts sahen, ging es weiter zur Lesholoago Pan. Hier hatte es ein paar Springböcke und ein Oryx, das bald flüchtete, auf der Pan.
Bei der Campsite stiegen wir kurz aus, da wir hier im April 19 campiert hatten. Nun hatte es aber kein Wasser mehr. Auf dem Weg zum Gate ging es noch kurz zum Wasserloch der Monamodi Pan. Hier war eine Geier und ein Schildkröte
Wir waren überrascht, wie schnell eine Schildkröte gehen kann.
Beim Gate buchten wir einen zusätzlichen Tag im Mabuasehube. Ursprünglich wollten wir am nächsten Tag nochmals zwei Tage ins KD2/KD1 nördlich des Parks. Da wir nun aber für den PCR-Test nach Ghanzi mussten, hätten wir nur noch einen Tag gehabt. Und im Mabua sahen wir mehr Tiere als nördlich des Park. Da die Löwen zwei Mal bei der Mabua Pan sahen, buchten wir Mabua Campsite No2.Hier fanden wir auch WLAN und konnten kurz ein WhatsApp nach Hause schreiben.
Dann ging es zurück zur Mpaya Pan. An der Pan auf der anderen Seite der Campsite war ein Herde Springböcke rund um die Piste, die wir eine Weile beobachteten.
Springböcke sind wunderschöne Tiere
Zurück auf der Campsite gab es wieder ein spätes Morgenessen/brunch.
Es hatte nun schon einige dieser typischen kleinen 'Kalahari-Wolken'.
Wir bemerkten auch, dass die Ranger/Intertoursim-Leute das Kadaver der Braunen Hyäne vom Baum geholt und weh geschleift hatten:
Es folgte ein weitere gemütlicher Tag auf der Campsite.
Ausser den Südafrikaner und den Ranger/Intertoursim-Angestellten hatten wir niemanden in Mabua gesehen. Solche Einsamkeit ist toll. Am Nachmittag zog zuerst ein Gewitter weit im Süden von West nach Ost durch
Bei uns war es noch ziemlich sonnig.
Später hatte es auch im Nordosten Gewitter. Da nun die Sonne nicht mehr oft schien, kühlte es auch auf ca 30C ab. Nach dem Thermometer war Minimal-Temperatur in Nacht 14C und maximal 38C (wohl nicht perfekt am Schatten). Wir liebten diese Temperaturen im Dezember:
Vor dem Nachtessen sind wir nochmals die 10km zur Mabua Pan gefahren. Dort tropfte es etwas und man sah, dass es zuvor mehr geregnet hatte. Da hatten wir in Mpaya Glück. Mit den Wolken und Sonne gab es aber tolle Stimmungen.
Bei mir erscheint Foto oben im Chrome auf dem Kopf, Firefox und Edge korrekt. Wie man an meinem Schatten sieht, enstand es auf dem A-Frame.
Zum Nachtessen grillierten wir Boerewors und machten danach Brot (Roosterkoek) auf der restlichen Glut.
Dank den Wolken gab es auch eine super Abendstimmung.
Unterdessen waren wir auch etwas mutiger geworden und bleiben noch etwas draussen am Feuer.
Das war einer diesem genialen Tage im Busch: einsame Pfannen und Campsites, interessante Tiersichtungen, relaxen und super Stimmungen. Vor allem dass wir die beiden Löwen so lange von nahem und länger für uns alleine beobachten konnten war super. Und es sollte noch besser kommen ... 😛
PS: Das Bild im Anhang dreht es mir 180Grad. Da hilf tauch öffnen und neu speichern nichts. Gibt es noch andere Möglichkeiten? Edit: das hat sich nun halbwegs geklärt. Ich lasse TExt aber drin, damit man Antwort von Grosi versteht.
Teil 1825. Jan. 2022
Mi 8.12.Mabuasehube (Mpaya 1) Vormittag
Wir wurden um ca 4 Uhr durch Brüllen von Löwen geweckt. Es tönte deutlich näher als vor zwei Tagen und kam aus Richtung des Wasserloch. Wenig später sahen wir, dass das Sensorlicht bei der Dusche anging. Eine Löwin war da am trinken.
Als sie fertig war, sahen wir sie noch eine Weile auf der Piste Richtung Khiding Pan sitzen, bevor sie in Büsche verschwand. An diesem Morgen stand ich erst bei etwas mehr Licht auf und checkte zuerst die Campsite ab, bevor ich vom Zelt runter stieg. Das abchecken war aber nicht so einfach, da Mpaya 1 viel Büsche hat, wo man nicht dahinter und darunter sieht. Um 5:20 reichte mir das Licht aber:
Zum Sonnenaufgang um 5:36 kochte ich natürlich wieder Kaffee und kletterte aufs WC-Häuschen für gute Fotos.
Von dort gab es eines meiner Lieblingsfotos der Reise
Gegen 6 Uhr fuhren wir dann zum Wasserloch. Bei der Abzweigung stand ein Löwe:
Scheibe ist angelaufen und darum ist Foto unten weiss.
Er begann dann auf der Piste Richtung unserer Campsite zu laufen, die ca 1km entfernt war.
Wir folgten ihm langsam im Auto. Mein Seitenfenster war ganz offen, damit ich ab und zu nicht durch die Frontscheibe fotografieren konnte. Plötzlich überholte uns knapp 1m neben dem offenen Fenster ein. Ich bin schon etwas erschrocken. Die beiden liefen dann zusammen weiter in Richtung unserer Campsite.
Dann lagen sie weiter unter Büschen direkt neben uns
Später lagen sie fast unsichtbar unter dem grüpnen Busch gerade hinter ihnen
Lesen und Löwen beobachten
Nach gut zwei Stunden musste dann mal einer austreten
Nachher legten sie sich unter einen Busch am Rand der Campsite. Wenn man nicht wusste wo sie waren, musste man sehr gut schauen um sie zu sehen. D.h. wenn man neu auf die Campsite kommt, hätte man keine Ahnung das 50m von A-Frame entfernt zwei Löwen unter Busch liegen.
So gut sah man sie nicht immer bzw nur zu Beginn
Da nun nicht mehr viel 'Action' zu erwarten war, fuhren wir die Runde zur Khiding und Mabua Pan. Die Südafrikaner (sie hatten die Löwen auf dem Weg zur Bogo Pan auch eine Weile beobachtet) hatten uns gesagt, auf der Khiding Campsite wären zwei Löwinnen unter A-Frame. Wir sahen sie aber leider nicht. Zurück auf unserer Campsite lagen die Löwen immer noch unter dem Busch. So entschieden wir uns, den Tisch und Stühle einzupacken. Falls niemand kommen würde, wollten wir auch nicht auf die gebuchte Mabua Campsite zügeln. Danach fuhren wir nahe zur Dusche, um kurz zu duschen und aufs WC zu gehen.
Nachher gingen wir zur 500m entfernten Mpaya 2 Campsite. Die war deutlich offener und übersichtlicher. Wir schauten, dass auch immer jemand in Richtung unsere Richtung schaute um nicht überrascht zu werden. Dort war ein Paar mit einem 'Bushcamper' am Pause machen. Es stellte sich bald raus, dass es auch Schweizer waren und zu Beginn des Berichts sich dann Ytramix. Als wir ihnen von Löwen erzählten, gingen sie auf unsere Campsite schauen. Dann machten wir Brot in Bratpfanne und dazu Spiegelei. Diese späten Morgenessen/Brunch wurden hier 'Normalität'. Brotteig machen. Da es schon ziemlich warm war, hatten wir Badehosen an.
Da es relativ viel Wind hatte, mussten wir Kocher in den Windschutz eines Baumes stellen.
Da es so viel tolle Fotos gab und es der letzte Tag im Busch war, ist der Bericht dieses Tages in zwei Teilen.
Teil 1927. Jan. 2022
Mi 8.12.Mabuasehube (Mpaya 1) Nachmittag/Abend
Am Nachmittag genossen wir das Hochsommerwetter auf Mpaya 2, lasen und relaxten (Hängematte war leider auf unserer Campsite). Es war ziemlich warm (gegen 40C) aber wir genossen das Sommerwetter. Zu Hause hatte es das Wochenende vorher geschneit, was ich im Flachland nicht ausstehen kann. So habe ich viel lieber trockene 38C. Ich machte mich ab und zu am Wasserhahn nass (die Dusche auf Mpaya 2 hat kein fliessend Wasser). Wobei das Wasser fast zu heiss war, da es durch schwarze Rohre kam, die teilweise an Oberfläche im Sand lagen. Hier noch ein paar Eindrücke der Campsite an diesem Nachmittag:
Unter dem Baum musste man auf passen ....
Im Nachmittag fuhren wir einmal zurück zu unserer Campsite. Wir sahen die Löwen erst beim zweiten Mal durch fahren. Sie lagen nun unterhalb des Busches von Morgen. Wenn man genau wusste wo schauen, konnte man nicht ganz passende Schatten darunter finden. Wenn man so auf der Campsite ankommt, hat meine keine Ahnung, dass 50m daneben zwei Löwen sind ...
Wir machten wieder ein frühes Nachtessen, da wir annahmen, dass die Löwen sich gegen Abend eher bewegen würden. Es gab ein letztes Braai im Busch, für das wir ein Eland-Loin behalten hatten.
Während ich grillierte machte Corinne ein Tomaten-Rsiotto. Sie musste auch wieder Windschutz suchen. Die Deckel der Kisten im Auto waren da ganz hilfreich.
Gegen 17 Uhr genossen wir letztes Nachtessen im Bush/KTP:
Nachher haben wir am Wasserhahn abgewaschen
Unterdessen waren ein paar Wolken aufgezogen
Als alles eingeräumt war, ging es die 500m zurück zu unserer Campsite. Die Löwen hatten nun die Position gewechselt und lagen gerade neben der Dusche unter einem Busch.
Es waren noch eine südafrikanische Familie da. Sie sagten uns, sie seien gerade angekommen und hätten Mpaya 2 reserviert. So war es also kein Problem auf Mpaya 1 zu bleiben, falls es die Löwen zu lassen würden.
Kaum waren wir auf Piste hinter Dusche, wo wir Löwen besser sehen konnten, stand zuerst der eine und etwas später der andere auf.
Sie liefen auf der oberen Piste, die 50m östlich von Mpaya 2 durch geht in diese Richtung. Wir nahmen den direkten Weg zur Mpaya 2, um die Südafrikaner zu warnen.
Doch die Löwen kamen relativ schnell auf unseren Weg runter, so dass wir nicht vor ihnen da sein konnten.
Die Südafrikaner waren gerade am Camp aufstellen, als sie unser Auto sahen und darauf die Löwen, die weniger als 100m entfernt waren. Sie steigen schnell in ihr Auto und fuhren an den Rand der Campsite. Die Löwen gingen geradewegs zum Wasserhahn, wo wir eine halbe Stunde vorher abgewaschen hatten und tranken da aus Plastikbehälter darunter.
Nachher legten sie sich hin. Wie uns die Südafrikaner später sagten, lag ihr Fleisch zum Nachtessen in einem blauen Sack 10m neben den Löwen.
Nun kam wieder das übliche Spiel: die Löwen lagen im Schatten und machten nicht viel. Nu wenn ein Windstoss kam, und das die 'Zelttüre' flatterte, sind sie erschrocken.
Als es dann langsam gegen Sonnenuntergang ging, fuhren wir noch rasch neben die Südafrikaner und redeten mit ihnen. Sie hofften, dass die Löwen beim Eindunkeln gehen würden. Danach wollten wir noch bei Tageslicht zurück auf unsere Campsite und uns einrichten. Dort sahen wir keine Tiere und hatten eine tolle Abendstimmung.
Wieder von Dach des WC
Als wir schon im Bett waren, ging bei Dusche wieder Licht an. Ich zündete mit einer grossen Lampe hin und sah eine Löwin. Corinne schaute mit Feldstecher. Als ich mal den Feldstecher nahm, sah ich, dass die Löwin gepunktet und ein Leopard war.
Der letzte Tag im KTP brachte uns nochmals ein grosses 'Abendteuer'. Die ganze Zeit hatten wir viel Sichtungsglück und waren sehr glücklich.
Teil 2003. Feb. 2022
Do 9.12. Mabuasehube (Mpaya 1)- Hukuntsi - Ghanzi
Gegen Morgen hörten wir die Löwen wieder aus Richtung Norden/Wasserloch. Es hatte (immer noch) ein paar Wolken, was zu einer tollen Morgenstimmung führte.
Da wir heute leider Mabua und das KTP verlassen mussten, räumten wir nach einem Kaffee alles zusammen und duschten nochmals.
Dann ging es zum Wasserloch. Etwas hinter dem Wasserloch lagen die beiden Löwen im Gras.
Nun waren im Süden dunkle Wolken aufgezogen, was noch eine speziellen Hintergrund gab. Es war auch noch ein Sekretär da. Wir standen länger am Wasserloch, aber die Löwen bewegten sich nicht, ausser mal den Kopf zu heben.
So ging es nochmals zurück zur Campsite für ein kurzes Frühstück. Als danach die Löwen immer noch gleich da lagen, fuhren wir Richtung Gate, wo wir das KTP leider verliessen. Es war immer noch meist bewölkt.
Jetzt ging es der Parkgrenze nach zuerst 25km Richtung Norden un dann 8km Richtung Osten. Dort würde die Cutline weiter bis zum Ka Gate gehen.
Es hatte sogar eine Verkehrsschild, als die piste in der NO-Ecke des Parks 90 Grad drehte ...
Hier verliessen wir auch die Parkgrenze und der interessante Teil der Reise war definitiv fertig. Jetzt folgte noch der mühsamere Teil mit viel fahren, PCR-Test und viel 'Formalitäten'
Wir fuhren nördlich auf meist Tiefsandpiste. Unterwegs hielten wir einmal und beobachteten Webervögel.
Die 90km Richtung Norden waren nicht so interessant und ich hatte Mühe, dass ich nicht einschlief. Gegen Lokgwabe hatte es dann Vieh und Menschen. In Lokgwabe kamen wir das erste Mal seit ca 2 Wochen auf Teerstrassen.
In Hukuntsi tankten wir kurz und dann ging es auf dem 'Highway' nach Kang. Wir mussten uns zuerst wieder daran gewöhnen 120km/h zu fahren. In Kang pumpten wir die Pneus wieder auf 2.? bar (hatte in Hukuntsi keine Luft) und tankten nochmals voll. Dann folgten 270km Richtung Norden. Unterwegs wechselten sich Sonne und Wolken ab und einmal regnete es ein wenig. So viel grün wie neben der Strasse hatten wir seit zu Hause nicht mehr gesehen.
Nachdem wir in Ghanzi einkaufen waren und versuchten zu finden, wo wir morgen den PCR-Test machen können, ging es zur Palm Afrique Lodge. Diese hat ein schönes grünes Gelände mit diversen 'Hütten/Bungalow'. Die Campsite hatte viel Bäume. Leider wurde sowohl auf Campsite als auch weiter vorne bei Lodge gebaut, was den eigentlich schönen Eindruck etwas minderte.
Auf der Campsite fühlte ich mich nach den Weiten der Kalahari fast etwas eingeengt.
Am Abend kochten wir nochmals Potjie. Hier war es aber definitiv nicht mehr das gleiche wie in den Weiten der Kalahari. Und da es der Tag mit am wenigstens Sonne war, half es nicht, unsere Stimmung zu heben ...