HeydeThemenstarter248 Beiträge · seit 201519. Feb. 2017 · #1
Hallo Forum, danke erst mal für die Tipps und Informationen, die ich hier mal wieder bekommen habe. Ich habe mir mal wieder eine kleine Auszeit von Arbeit, Familie, Freunde und dem schnellen Leben hier in D gegönnt, alleine mit Hilux Camper und Kameraequipment 2 Wochen durch den Süden. Bin seit fast einer Woche wieder da, aber mein Kopf braucht immer sehr lange, hier wieder anzukommen. Flug wieder mit AN, problemlos und zu dieser Zeit nicht sehr voll und relativ günstig. Den Hilux hatte ich diesmal von Asco Car Hire. Auch hier gab es keine Probleme. Ich denke, bei jedem Vermieter kann man mal Glück oder Pech haben. Equipment unterscheidet sich überall ein wenig, mal hier der Kompressor inklusive, mal dort nicht usw. Ich hatte aber auch Glück. Hatte ein Single- Cab gebucht, bei der Übernahme stand ich vor einem Double- Cab. Ich meinte es ist nicht der Richtige Wagen, aber die Dame im Office meinte, dass heute mein Glückstag sei, sie haben keinen Single- Cab mehr und ich bekomme den Double- Cab , natürlich ohne Mehrkosten. Alleine im Double- Cab! Ist ja fast wie Business Class fliegen. Der Hilux hatte 82000 km weg und war in gutem Zustand. 2x Steinschlag auf der Frontscheibe, die aber nicht gestört hatten.
Ich wurde von Asco mit anderen Reisenden am Flughafen abgeholt, dann Übergabe des Hilux. (Nebenbei, die Welt Namibia ist klein. Im gleichen Asco-Shuttel vom Flughafen saß ein Ehepaar die ich vor 2 Jahren auf Gunsbwys getroffen hatte…..)
Also, 10:30 Uhr und los geht es. Wie immer erst einmal Einkauf in einer Mal oder Supermarkt in WDH. Kühlschrank füllen, der noch 25°? anzeigt und los Richtung Süden.
Meine grobe Route sollte sein - WDH- Camp Gecko über den Spreets Hoogte Pass - Camp Gecko- Sesirem (Sesirem die dritte, aber es gibt dort immer wieder neue Motive zum Fotografieren für mich) - Sesirem - ? (Irgendwo Zwischen Sesirem und D707) - ? - Namtib - Namtib- Lüderitz - ( noch nie in Lüderitz gewesen und Kolmanskuppe wollte ich mit meiner Kamera besuchen, außerdem wollte ich dort meine Vorräte auffüllen) - Lüderitz- Ai Ais Fish River Canyon (über Rosh Pinar und am Oranje lang) - Ai Ais Fish River Canyon- ? - ? - Mesosaurus Fossil Bush Camp - Mesosaurus Fossil Bush Camp- KTP Camp Mata Mata (dort hatte ich reserviert, war auch schon fast alles ausgebucht) - KTP Camp Mata Mata - KTP Camp Nossob ( Es war nur noch in Mata Mata und Nossob etwas frei) - Camp Nossob- Camp Mata Mata - Camp Mata Mata- ? (irgendetwas Richtung WDH) - ? - Wdh
Nachdem Einkauf gegen12:30 Uhr geht es also auf die C26 Richtung Spreets Hoogte Pass. Bin diese Strecke noch nicht gefahren, sonst ging es über die östliche Seite in den Süden. Die ersten 10 Kilometer noch Asphalt, kurzer Stopp an der Polizeikontollstelle etwas außerhalb von WDH. Er fragte wo es hin geht und wollte meinen Führerschein sehen. Nur den Internationalen. Kleiner smal talk zum auflockern mit dem Herrn von der Polizei, schönes Namibia, schon öfters hier gewesen usw. dann konnte ich weiterfahren. Ehrlich gesagt, ich weiß nie so recht die Lage an so einer Kontrollstation einzuschätzen, erst recht, wenn es an wenig befahrenen Strecken ist. War aber immer alles recht entspannt.
Nach dem nächsten Hügel eine kleine Brücke und dann endlich Gravel-Road unter den Reifen. C26 ist gut zu fahren, standard Pad . Ich fahre, wie sonst auch nach Karte. Tracks4 Africa, Kilometerangaben und Zeitangaben stimmen und ist denke ich das Standardwerkzeug zum fahren.
Abbiegung auf D-Strassen Richtung Nauchas und es wird langsam immer hügeliger. Jetzt geht es steil nach oben und ich bin auf dem Spreets Hoogte Pass angekommen. Wow, was ein Ausblick. Eine weite Ebene mit schroffen Bergen zur Linken und Rechten und in der Ferne die Ausläufer der Namib. Der Weg nach unten ist Gepflastert, aber zum Teil sehr steil, hügelig und kurvig. Man fährt über einen kleinen , steilen Hügel und sieht erst wie es weitergeht, wenn man mit der Fahrerkabine den höchsten Punkt ein Stück überwunden hat. Manchmal kommt dann auch noch direkt eine scharfe Kurve direkt dahinter. Besser ist es vor jedem Hügel und Kurve mal etwas zu Hupen, sollte jemand entgegen kommen. Ich glaube man sieht sich manchmal erst, wenn man aneinander vorbeigefahren ist…. Es war eine ganz schöne Qual für den Hilux nach unten zu kommen. Immerhin schieben da fast zwei Tonnen der Erdanziehungskraft entgegen. Der Geruch von Kupplung und Bremsbelägen lag in der Luft.
In der Ebene angekommen, lagen noch ca. 15km vor mir und ich erreichte Camp Gecko gegen 16:00 Uhr. Dort hatte ich im Übrigen vorgebucht, da ich nach Nachtflug, Autoübernahme, Einkauf und ersten hundert Kilometer ganz gerne genau weiß, wo ich meine erste Nacht verbringe. Klar, man ist etwas müde am Tag, aber sobald es bei mir los geht, ich im Hilux sitze und Gravel oder Sand unter dem Auto habe ist mein Körper erst mal mit Reiseadrenalin gedopt und ich bin wieder hell wach. Generell sehe ich auch zu, dass ich nicht allzu viel Strecke am ersten Tag mache.
Heidi, vom Camp Gecko mit der ich Mailkontakt hatte, ist nicht da aber einer der Angestellten fährt mit mir zu meinem Camp.Es ist ca. 2km vom Haupthaus entfernt. Habe das Camp Hilltop. Schön auf einem Hügel, mit Blick auf die Ebene dahinter. Kleiner Unterstand mit Tisch und Bänke, Wasser/ Toilette und Dusche mit Ofen für warmes Wasser ca. 200m entfernt. Es gibt noch weitere Camps, auch in der Ebene, dort sind TendetCamps, also mit Zelt usw. Bin aber der einzige Gast und alles andere ist leer. Richte mich jetzt im Hilux erst einmal häuslich ein, habe ja genügend Platz im Double-Cab. Dann Gaskocher raus, Kochen, Essen mit wundervollem Ausblick und erst einmal ausschlafen.
Hatte in der Nacht Besuch, jedenfalls habe ich Hufgeräusche gehört und die Hunde aus dem Farmhaus haben in der Nacht eine Weile laut und lange gebellt.
6:10 Uhr die Sonne geht auf und ich bin wach, fit und Reiselustig. Ein deftiges Frühstück, langsam zusammenpacken, eine kalte Dusche,verabschieden und weiter geht’s. Leider zeigt der der Kühlschrank immer noch 23° und besonders kühl ist es dort auch nicht drinn. Aber ich hoffe das die nächsten hundert Kilometer ihn langsam auf Fahrt bringt.
Es geht Richtung Sesirem, über Solitär, wo es sich immer lohnt in der dortigen Bäckerei einen Kaffee und etwas ,,Gebäck,, zu sich zu nehmen. Es ist 9:00 Uhr und Solitär wacht langsam auf.
Lasse mir Zeit und genieße es, der erste und einzige Gast dort zu sein. Es dauert aber nicht lange und eine kleine Gruppe chinesischer Reisende trifft ein. Schaue der Fotoorgie der asiatischen Gäste etwas vergnügt zu und starte den Hilux.
Habe eine kurze Tagesstrecke vor mir, sind knapp 150 km und ich erreiche Sesirem schon gegen 12:30 Uhr. Es ist mein drittes Mal hier und ich muss wirklich feststellen, die Motivation und Freundlichkeit der Angestellten hat sich nicht geändert. Man steht eine Weile an der Reception, egal ob niemand hinter dem Desk steht, oder eine oder mehrere Personen, man wird erst mal eine Weile ignoriert. Plötzlich wird man wahrgenommen, meistens aber erst einmal von der Person, die mit Buchungen der Campside nix zu tun hat. Egal, ich habe auch Zeit. Campside ist kein Problem, das Camp ist nahezu leer. Ich lasse mir einen ,,Baum,, am Rand geben, wegen der schönen Aussicht auf die ersten roten Dünen der Namib und der Ruhe.
Klar Sesirem Camp ist ein Standard Camp, nicht sehr schön und relativ groß, aber wenn es wie zu dieser Zeit fast leer ist, (war dort jetzt im Januar, Februar und im März und immer war es so gut wie leer) ist es für eine Nacht ok und wenn man zeitig am Morgen raus nach Sossusvlei will reicht es aus. Jedenfalls in der Nichtsaison. Möchte mich hier nicht im Juni-August vorstellen. Außerdem darf man schon eine Stunde früher am Morgen rausfahren, im Gegensatz zu den Leuten aus den umliegenden Camps.
Besuche den Sesirem Canyon, habe es die Male vorher nicht geschafft. Die Piste dorthin ist aber verdammt schlecht. Ca. 3-4 km kleine böse Bodenwellen. Gehe runter in den Canyon und merke (es ist ca. 14:00 Uhr) es ist verdammt heiß, auch unten im Canyon.
Wollte ein wenig mehr sehen und Fotografieren zur Mittagszeit wenn die Sonne bis unten in den Canyon kommt , aber die Hitze ist echt unerträglich. Fahre zurück und freue mich auf einen Platz im Schatten. Meine Hoffnung auf ein kühles Getränk aus dem Bordkühlschrank ist aber getrübt. Er zeigt mittlerweile 27°im Display an. Also, der Kühlschrank kühlt nicht, den Strom hat er, er brummt und das Licht innen geht auch.
Im Camp angekommen, Anruf bei Asco. ( Habe neben meinem Telefon, welches aber immer aus ist, immer ein altes nicht internetfähiges Telefon dabei und hole mir am Flughafen eine Namibia Telefonkarte für 75 ND) Man gibt mir die Nummer eines Technikers, den ich auch sofort erreiche. Schilder das Problem und bekomme Rat. Es gibt eine einfach zu erreichende Stecksicherung und eine nicht einfach zu erreichende andere Sicherung. Von der ersten habe ich auch Ersatzsicherungen im Handschuhfach, von der zweiten nicht. Habe ihm gesagt, dass ich die erste schon am Vortag getauscht hatte, also bleibt nur die Zweite. Kabelbinder lösen, Klebeband wegschneiden, mit Werkzeug aus dem Bordwerkzeug, mit dem man nötige Reparaturen machen kann, kleines Kästchen am Kabelbaum aufschrauben und da keine Ersatz dabei ist Sicherung überbrücken, beide Kabel irgendwie zusammen basteln und alles wieder zusammenbauen. Bin mit Isolierband und Kabelbinder in verschiedenen Größen von Zuhause ausgerüstet und kann alles wieder schön verbauen. Habe aber früher auch viel an Autos geschraubt, also kein großer Deal. Aber es waren knapp 40°im Schatten und ehrlichgesagt sauheiß.
So bekommt man also auch den Nachmittag rum, aber mit der Aussicht auf ein kaltes Windhoek Lager am Abend, welche zur Zeit dort hinten unter der Hitze leiden lohnt es sich.
Gegen 17:00 Uhr fahre ich raus Richtung Sossusvlei und Death Vlei. Genieße die lange Teerstrasse, und einige Stopps für ein paar Bilder.
Lasse die Dune 45 hinter mir und komme an die Grenze zur Sandpiste. Dort am Parkplatz kein Auto, kein Mensch. Schön. Also Allrad rein und los geht es. Der Sand und die Piste ist nicht sehr anspruchsvoll, hat aber im mittleren Teil eine böse tiefe Kuhle und Spur, wie auch beim letzten Mal. Dort sollte man nicht zu schnell reinfahren, denke, dass einem die Stoßdämpfer oder Radaufhängungen es einem nicht danken würden.
Sossusvlei Platz ist leer, ein Auto etwas abseits, sonst niemand. Das sind die schönen Momente an solchen Plätzen, wenn man keinen Besucherrummel hat und eigentlich so gut wie alleine ist und seine Ruhe hat. Darum mache ich diese reisen auch alleine.
Wandere los Richtung Death Vlei, Weg ist bekannt und zieht sich wie immer etwas in der Nachmittagshitze und mit viel Kameragepäck und zwei Litern Wasser. Aber nach ein paar Dünen liegt es wieder vor mir, ich liebe die Namib und diesen Platz auch, erst recht wenn niemand da ist.
Es ist 19:15 Uhr und die Dünen der Namib sind nun höher als die Sonne. Nach schönen Licht- und Schattenspielen mache ich mich zurück zum Hilux.
Noch etwas alleine aber nicht einsam im Sand gesessen, Wasser ist aufgebraucht viele Bilder gemacht und die Natur der Wüste genossen. Ist noch ein Stück zurück.
Eine schöne Überraschung im Auto. Der Kühlschrank zeigt 4°an und das Windhoek Lager ist eiskalt. Reparatur hat sich also gelohnt und war erfolgreich.
Mit der tiefen Sonne im Rückspiegel und einem kalten Bier geht es zurück zum Camp. ( Ja, sorry, 0 Promille Grenze und nicht vorbildlich, einfach schnell vergessen das Bild)
Camp ( Zelt/ Lagerfeuer/ Essen ) um 21:00 Uhr fertig zum entspannen, etwas müde aber es sind noch gefühlte 25°……..
HeydeThemenstarter248 Beiträge · seit 201520. Feb. 2017 · #5
Also ich bearbeite die Bilder sehr wenig, wenn ja etwas Kontrast oder Tonwertkorrektur und das mit einer alten Photoshop Version. Ich arbeite viel mit manuellen Einstellung, Blende, Belichtung und ISO Wert usw, und mache oft mehrere Bilder mit verschiedener Einstellungen und wähle dann aus. Filter wie z.B. Polfilter sind auch von Nutzen.
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201620. Feb. 2017 · #6
Also ich bearbeite die Bilder sehr wenig, wenn ja etwas Kontrast oder Tonwertkorrektur und das mit einer alten Photoshop Version. Ich arbeite viel mit manuellen Einstellung, Blende, Belichtung und ISO Wert usw, und mache oft mehrere Bilder mit verschiedener Einstellungen und wähle dann aus.
Wenn ich mich kurz einklinken kann! Das sieht man, dass hier fast nichts bearbeitet wurde. Passendes Licht, sehr gutes Objektiv, richtige Blende, richtige Zeit, ein 24x36 Auge und den Photoshop im Hinterkopf. Meine Gattin sagt immer (wir beide sind im Grafischen Gewerbe tätig): Das schöne an deinen Bildern ist, dass man praktisch nichts nachbearbeiten muss. Wirklich tolle Bilder!!!!!!!!!! Gruß Ernst
Nachschlag: Ich bin da ein bisschen ein Purist. Gute Bilder brauchen (fast) keine Nachbearbeitung, und aus schlechten Bildern macht auch die beste Software kein Meisterwerk. Oder anders gesagt: Aus einem Streuner macht auch der beste Hundesalon keinen Rassehund!
Hallo zusammen, nachdem jetzt einige Meldungen zu den Fotos gekommen sind.... Bei mir erscheinen fast alle viel zu dunkel. Wenn das bei euch nicht so ist liegt das an meinem "Fernseher"??? Grüße Mutsel
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201620. Feb. 2017 · #8
Hallo Mutsel! Probier einmal die Bildhelligkeit des Displays (Fernseher, Monitor,....) einfach herauf zu setzen.
HeydeThemenstarter248 Beiträge · seit 201520. Feb. 2017 · #9
Der hell-dunkel Rhythmus hat mich schon fest im Griff. Abends gegen 22:00 Uhr geht es schlafen und am Morgen gegen 6 Uhr wenn es langsam hell wird wache ich auf und stehe auch auf. Kaffee, ein Platz in den Dünen, auf einem Felsen oder vergleichbarem und der Sonne zuschauen, wie sie ,,aufsteht,,. Mein Tagesziel / Campside heute. Noch keine Ahnung. Irgendwo zwischen Sesirem und der D707. Ist also auch eine relativ kleine Etappe, entspannt und ohne viele Kilometer herunter zu reißen. Versuch eigentlich im Schnitt 250-300 km am Tag zu reisen, alles andere ist meiner Meinung nach Stress. Komme gerne am Nachmittag im Camp an und verlasse es auch gemütlich am Vormittag. Mit kleinen Ausnahmen, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Nehme mir auch gerne mal Tage zwischendurch ohne festes Ziel, überhaupt, diese Reisen hier laufen unter dem Motto… Der Weg ist das Ziel….
Fahre auch nicht mehr Raus Richtung Sossusvlei, Sonnenaufgänge dort habe ich schon zwei Mal erlebt und am frühen Morgen ist ein Fahrzeug nach dem anderen aus diesem und anderen Camps durch das Gate gestartet. Ist also auch nicht so leer wie am Vorabend.
Frühstücke gemütlich und studiere die Karte. Gut, viele Möglichkeiten gibt es nicht, möchte auf jeden Fall die C27 durch den Namibrand Nature reservation fahren. Hat wunderschöne Teilstücke und zum Teil viel Wild in der Strassennähe. Sie gabelt sich dann bei Betta, dort gibt es eine Tankstelle und einen kleinen Laden mit einem Cafe, ich glaube mich von meiner letzten Reise zu erinnern, dass es mehr auch nicht gibt. Dort werde ich weitersehen. Den Tank an der Tankstelle gegenüber vom Camp wieder gefüllt und ein kleiner Einkaufim Shop, dieser ist bei weitem besser in der Auswahl an Lebensmitteln usw. als der Laden im Camp Sesirem. Würde ich eher empfehlen.
Gegen 10:30 Uhr geht es los und nach nicht allzu langer Fahrtzeit erreiche ich Namibrand NR.
Von dort sind es noch ein paar Hügel und man kommt in eine , meiner Meinung nach wundervolle Ebene mit der Namib zur Rechten und den Nubib Bergen auf der anderen Seite. Viele Oryx, Strauße usw. dort in der Ebene und eine wunderschöne gerade lange Gravel Road.
Nach dem Park, ist jeweils beschildert, geht es über eine Kuppe in eine weitere Ebene Richtung Betta. Ich fahre an einem Schild und Gate vorbei mit der Aufschrift NamibRand Family Hideout 14 km. Ich hatte mal hier im Forum den Namen gelesen und auch ganz gute Berichte aufgeschnappt, jedoch nie mich weiter damit befasst. Ich habe aber eine Campinglist dabei und mir die Telefonnummer, da das Camp dort nicht aufgeführt ist aufgeschrieben. Anruf?! Kein Netzt/ Empfang. Da auch auf dem Schild steht ohne Permit kein zutritt, endscheide ich mich bis Betta (ca. 30km) weiterzufahren und von dort aus anzurufen.
Erreiche Betta und habe auch dort keinen Empfang. Da in Norden viele dunkle Wolken am Himmel sind und es aussieht als ob es da regnet und gewittert , kann es natürlich damit zusammenhängen. Also einen Kaffee dort draußen auf der ‘‘ Cafeterrasse‘‘ des Shop und wieder zurück und es auf gut Glück versuchen. Um es vorweg zu nehmen, es hat sich gelohnt.
Durch das Gate dort, (das ist einer der wenigen Nachteile beim alleireisen. Aussteigen, Gate öffnen, durchfahre, aussteigen, Gate schließen, einsteigen, weiterfahren….)
Die ersten ca. 5 km sind unfreundlich. Grober Gravel und ein paar böse große spitze Steine die sich auf Reifen freuen um diese mit ihren Spitzen und Kannten schön zu ärgern. Dann kommt eine schöne Sandpiste bis zum nächsten Gate. Also gleiches Spiel, aussteigen………
Es geht weiter auf einer Sandpiste bis zu einer kleinen sagen wir Siedlung, Haupthaus und ein paar kleinere Häuschen. Frage im Haus nach einer Campside, es gehört aber nicht zu Family Hideout, sondern zum Nature Reservat. Man war auch nicht begeistert, als ich sagte ich habe nicht reserviert. Ich hätte dann nicht reinfahren dürfen, wegen Reservat und so…. Hideout liegt noch ca. 3km weiter und ich sollte dort nach dem Verwalter suchen, da die Besitzer in WDH wohnen. Also weiter die Piste entlang. Die Regenwolken sind auch mit mir Richtung Namib gezogen und etwas weiter vor mir zieht ein schönes kleines Regenband vorbei, denke ich.
Mir kommt auf halber Strecke Titus der Verwalter entgegen, kleiner Smal-Talk von Auto zu Auto und es stellt sich heraus, dass genau heute beide Camps frei sind. Mehr hat Hideout auch nicht. Ab dem nächsten Tag ist für eine Woche alles ausgebucht. Wir fahren weiter zum Camp. Beide liegen weit vom Haus an dem wir vorbeikommen (welches auch Wohnungen zum vermieten hat) hoch in die Dünen. Das erste Camp nennt sich glaube ich Jupiter, weiter daran vorbei und nach ein paar weiteren Kilometern kommen wir zum Camp Venus. Nebenbei kommt die Regenfront immer näher und schleppt auch noch einen kleinen Sandsturm mit sich.
Das Camp, sehr schön. Kleiner Platz mitten in den Anfängen der Namib Dünen, roter Sand ringsum, ein paar Bäume, ein Häuschen auf Stelzen mit WC, Dusche und Solarpannel für warmes Wasser, ein Unterstand und Waschplatz für Geschirr. Natürlich auch eine Feuerstelle/ Grill. Alles mitten in den Dünen, Ausblick weit nach vorne und hinten eine Düne. Mir werden ein paar Dinge erklärt und dann werde ich allein gelassen. Ein echt schöner Platz, Hideout ist ein Highlight für mich. Ach ja, es fängt plötzlich an zu regnen und das nicht zu knapp. So heftig, das ich in den Hilux flüchten muss. Regen am Rande der namib hatte ich auch noch nicht, aber, mir ist schon die ganzen Tage aufgefallen, dass es relativ grün in Namibia ist. Mein persönlicher Eindruck. Der Regenschauer dauert ca. 5 Minuten und er ist vorbei. Erkunde die Gegend von der kleinen Düne hinter dem Camp. Ausblick Note 1 und das in jede Richtung.
Richte mich ein und freue mich hier und heute spontan gelandet zu sein und auf einen Abend am Namib Rand in einer sehr schönen einsam gelegenen Campside mit zum Sonnenuntergang rot leuchtendem Sand und passend dazu roter südafrikanischer Wein.
piscator1'483 Beiträge · seit 200920. Feb. 2017 · #10
@ Mutsel. das ist bei mir auch so. Andere Fotos sind ok. Ich vermute als Laie, dass ein Polfilter zum Einsatz kam.
Gruß Piscator
HeydeThemenstarter248 Beiträge · seit 201521. Feb. 2017 · #11
Hallo Mutsel, ja manche Bilder sind mit einem Filter gemacht. Bei der Auswahl von manchen Serien entscheide ich mich aber auch bewußt eher für die etwas unterbelichteten Bilder, da sie kontrastreicher sind und bearbeite wenig. Es ist aber auch von Bildschirm zu Bildschirm verschieden, auch bei mir. Ich bin aber auch kein Profifotograf, sondern die Fotografie ist ein eher ein Hobby. Grüße Oliver
mutsel schrieb:Hallo zusammen, nachdem jetzt einige Meldungen zu den Fotos gekommen sind.... Bei mir erscheinen fast alle viel zu dunkel. Wenn das bei euch nicht so ist liegt das an meinem "Fernseher"??? Grüße Mutsel
Die sind so dunkel die Bilder, liegt weniger am Monitor. Auch die Sättigung einiger Bilder ist extrem, also nicht wundern 😛
Mzeekenya527 Beiträge · seit 201321. Feb. 2017 · #13
Bis auf ein Bild sind alle Bilder ein bis zwei Blendenwerte zu dunkel!
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201621. Feb. 2017 · #14
Hallo Mzeekenya!
Kurze Antwort. Mit dem 24x36 Auge meinte, dass ich durch die Lanschaft gehe und automatisch den Bildausschnitt sehe (24x36). Natürlich hat die D7 einen Vollformatsensor, meine 50D leider nur einen APS-C. Aber ich bin zufrieden. Leider stimmt deine Behauptung nicht ganz, dass die Daten in der Kamera automatisch zu JPG verarbeitet werden. Ich kann auf meiner Kamera wählen ob RAW, JPG oder beides. Ich speichere meine Bilder generell nur im RAW Format. Damit bleiben für eine eventuelle Nachbearbeitung alle Daten im Originalformat erhalten. Erst bei der (eventuellen) Nachbearbeitung lege ich das Farbprofil und die Druckerkurven fest. Je nach Ausgabemedium. Anbei ein Bild von mir, das nur vom RAW in ein JPG umgewandelt wurde. Nicht einmal Tonwertkorrektur oder ähnliches. Liebe Grüße aus dem verregneten Bludenz / Vorarlberg / Österreich
Nachschlag: Das Bild wurde am 10. Jänner im Mowani Mountain Camp beim Sundowner aufgenommen. Gruß Ernst
HeydeThemenstarter248 Beiträge · seit 201521. Feb. 2017 · #15
Hallo Mzeekenya und der Rest, natürlich wollte ich hier keine Großdiskussion über Bildbearbeitung starten, sorry. Vielleicht sind einige Bilder etwas zu dunkel, sorry, werde den Helligkeitsregler bei den restlichen dann jetzt hochschieben, aber die Aussage..... Ich und sämtliche Profis, die ich kenne (das sind eine ganze Menge), behaupten: es gibt keine Spitzenbilder ohne Nachbearbeitung!....... Da kenne ich aber andere Profis. Dann gab es in der Zeit vor Photoshop also keine guten Bilder? Erkläre jemandem, der von Fotografie keine Ahnung hat Photoshop und er macht spitzen Bilder?! Ich denke immer noch, das Auge macht das Bild und nicht die Technik. Ist vielleicht auch Ansichtssache, aber das bearbeitete Beispielbild ist meines Geschmacks nach viel zu hell, eine Morgen oder Abendstimmung kommt dort für mich nicht rüber. Aber, alles liegt im Auge des individuellen Betrachters. Die nächsten Bilder werden heller. Grüße Oliver
wolfen27151 Beiträge · seit 201221. Feb. 2017 · #16
Hab mir alle Bilder noch mal angesehen und kann Mzeekenya in jedem einzelnen Punkt nur zustimmen. Die Bilder sind alle unterbelichtet. Und bearbeitet (RAW-Format) wird bei mir jedes Bild. Bei mir ist das Bearbeiten mit Luminanzmasken in der Landschaftsfotografie ein muss.
Gruss Wolfgang
Yoda911873 Beiträge · seit 201621. Feb. 2017 · #17
ob korrekt oder nicht korrekt belichtet, wage ich nicht zu beurteilen, dafür bin ich fototechnisch zu wenig bewandert
die Bilder sind definitiv seeehr dunkel, das fällt z.B. gleich bei dem ersten Autobild auf, wo der Schatten des Wagens zumindest auf meinem Monitor pechschwarz ist, das war 'im Original' sicher nicht so, auch viele anderer Bilder haben sehr dunkle, fast schwarze Elemente, ich persönlich finde, dass das teilweise richtig toll aussieht, aber eben auch ein bisschen bearbeitet / künstlich, als ob man durch eine dunkle Sonnenbrille schaut
das Musterbild von Mzeekenia vor und nach Bearbeitung ist für mich eher ein Beispiel von zuviel des Guten, das aufgehellte Bild wirkt mir zu wenig nach Abendstimmung auch wenn ich natürlich nicht weiß, wie das wirklich vor Ort gewirkt hat meine Kamera (Bridgekamera Lumix FZ150) macht das im Automatik-Modus auch so, d.h. sie versucht aus dem letzten Lichtrest noch was rauszuholen und dann sieht eine dämmrige Abendstimmung plötzlich fast normal hell aus wenn man umgekehrt auf die Sonnenuntergangs-Voreinstellung geht, werden die Bilder mir zu abendlich, so dass ich dann doch mit manuellen Einstellungen rumprobieren muss
zusammengefasst: tolle Bilder mit einer (absichtlich?) etwas ungewöhnlichen Lichtstimmung
Mzeekenya527 Beiträge · seit 201321. Feb. 2017 · #18
Ernst54 schrieb:Hallo Mzeekenya!
Mzeekenya527 Beiträge · seit 201321. Feb. 2017 · #19
RAW-Bilder anzufertigen.
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201621. Feb. 2017 · #20
Hallo Mzeekenya! Ironie ON! Donald Trump hat doch recht! Lügenpresse!!! Ironie OFF! Da bist du leider einem schlecht recherchierten Artikel auf den Leim gegangen. Laut offizieller Canon Site hatte bereits die erste D5 einen Vollformatsensor. Das war damals eine Sensation. Ich könnte dir jetzt jede Menge Links reinstellen, aber ich lasse es. Aber falls du deine Neugier doch stillen willst, "Schlag nach bei Wiki" und anderen mehr oder minder seriösen Quellen. Meine 50D hat einen Cropfaktor von 1,6 (APS-C Sensor). Erfreulicher Nebeneffekt, mein 70-200 EF wird plötzlich zu einem 112 - 320 Objektiv. Gruß Ernst