Namibia-Dritttäter-Familie - Etosha und Caprivi

Reisebericht 46 Antworten · 9'912 Aufrufe · gestartet 01. Okt. 2021 von Yoda911
Themenstarter873 Beiträge · seit 201601. Okt. 2021 · #1
Hallo zusammen,
wir sind seit gut vier Wochen wieder aus Namibia zurück, haben den meisten Sand aus den Sandalen geschüttelt und sind in den Alltag zurückgekehrt. Aber der Kopf ist immer noch voll mit Erinnerungen an gut drei Wochen Namibia.
Zum Urlaub gehört für mich nicht nur die Planungs- und Vorfreude-Zeit, sondern auch die Aufarbeitung- und Nachfreude-Phase. Dazu zählt das Zensieren, Sortieren und evtl. Bearbeiten der hunderte von Fotos und Video-Schnipseln für die obligatorischen "Dia-Abende", das Sammeln einer Best-Of-Fotogalerie fürs Netz, für ein Fotobuch oder Fotokalender und eben auch das Schreiben eines Reiseberichts für das Forum. Ob
"Schon wieder ein Namibia-Reisebericht – oh nee !"
oder
"Schon wieder ein Namibia-Reisebericht – juhu!"
könnt ihr selbst entscheiden.
Da wir schon lange vor dem Start und auch während der Urlaubszeit selbst einen kleinen Blog geschrieben haben, werde ich hier einiges an Texten mehr oder weniger unverändert herüberkopieren. Das Ganze ist also ein bisschen mehr als ein purer Tages-Reisebericht zwischen Hinflug und Rückflug.
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Themenstarter873 Beiträge · seit 201601. Okt. 2021 · #2
Vorgeschichte
2017 war unsere Premiere als "Ersttäter" in Namibia. Und es waren für uns alle vier die wohl spannendsten drei Wochen unseres Lebens. 2018 haben wir es dann sparsamer und ruhiger angehen lassen. Unsere Große war ohnehin ein Jahr in Neuseeland.
Aber 2019, nach dem Abi unserer Zweitgrößten sind wir dann wieder in die Ferne. Und trotz diverser möglicher Ziele in aller Welt hat der Familienrat beschlossen: Wir wollen nach .... Namibia!
Aus "Ersttätern" wurden also "Zweittäter".
Und 2020 sind wir dann in die Planung unseres dritten Afrika-Urlaubs eingestiegen. Der Afrika-Virus hat uns alle vier offensichtlich unheilbar angesteckt. Diesmal haben wir nicht das Abitur einer der beiden Töchter, sondern die Silberhochzeit der Eltern zum Anlass der Reise bestimmt. Irgendeine 'Ausrede' braucht man ja immer, wenn man das Reisebudget wieder heftig belastet.

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Elisabeth, Sarah, Christoph, Konni

Und DANN kam Corona dazwischen !! Was bedeutet diese Pandemie für uns? Wer darf wann wohin? Darf und sollte man überhaupt ins Ausland reisen? Was hat es mit dieser südafrikanischen Variante auf sich? Wie lange wird das Ganze andauern?
Da sich die Antworten wöchentlich änderten und alles seehr ungewiss aussah, haben wir irgendwann beschlossen: Augen zu und durch! Wir planen und buchen alles, versuchen möglichst vollständige kostenfreie Rücktrittsoptionen zu bekommen und entscheiden dann so spät wie möglich, ob es wirklich losgeht oder nicht.
Mit Hilfe des Forum, viel Lesen und Suchen und letztlich der Reiseagentur African Dreamtravel (AD) hatten wir einen tollen Plan zusammengebaut. Diesmal sollte es nach Südafrika gehen. Auch wenn wir dem Reiseziel Namibia damit untreu werden würden, ist die Ausrichtung des Urlaubs weiter Landschaft, Tiere, Tiere, Tiere. Aus diesem Grund hatten wir bewusst DAS typische Ziel der deutschen Touristen in Südafrika, nämlich Kapstadt und die Gardenroute NICHT im Programm, sondern wollten durch den Nordosten und Osten des Landes von Nationalpark zu Nationalpark fahren. Trotz dieser Gebiets-'Beschränkung' gab es immer noch mehr Ideen als Urlaubstage.
Vorfreude und Besorgnis wechselten sich in den kommenden Monaten regelmäßig ab. Im Juni war Südafrika noch immer "Virusvariantengebiet", Anfang Juli kamen dann noch die massiven Unruhen dazu. Was tun?
Nach einer Videokonferenz mit Harald von AD haben wir einen Plan B aufgestellt. Und der sah dann so aus, dass wir zum dritten Mal nach Namibia fahren! Im Vergleich zu Südafrika erschien uns Namibia deutlich ruhiger / (menschen)leerer / unkritischer.
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zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2021
796 Beiträge · seit 201501. Okt. 2021 · #3
Hallo Christoph,

ich zähle mich eindeutig zur zweiten Fraktion "Schon wieder ein Namibia-Reisebericht – juhu!".
Ich lese Reiseberichte so gerne, dass ich bereits ausführlich in deinem Block gestöbert habe. Sehr gut gemacht und kurzweilig zu lesen. Danke.

Gruß
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
Themenstarter873 Beiträge · seit 201601. Okt. 2021 · #4
Planung - Flüge, Route, Unterkünfte
Ein kurzfristiger völlig neuer Urlaubsplan heißt natürlich auch eine völlig neue Zusammenstellung der Route und der Unterkünfte. Da wir ursprünglich den Nordosten von Südafrika ausgewählt hatten, um im Unterschied zu den ersten beiden Urlauben auch mal ein grüneres Afrika mit dichter Vegetation, Wasser und den zugehörigen Tieren erleben wollten, wollten wir dies nun teilweise auch in Namibia realisieren. Das heißt also, ein großer Anteil der Urlaubstage soll in den wasserreichen Caprivi-Streifen ganz im Nordosten Namibias führen. Dazu ein paar Tage Erongo und Etosha, ein Tag Anreise- und Abreisepuffer bei Windhoek, fertig ist die Idee.
Während Harald und Katja von AD bereits eifrig beim Reservieren der Unterkünfte waren, mussten wir uns mit der Lufthansa und deren katastrophal besetzter Hotline herumschlagen. Entweder die Flüge Frankfurt-Johannesburg-Frankfurt völlig unverändert lassen und zusätzlich zwei Zubringerflüge zwischen Johannesburg und Windhoek ergänzen oder - natürlich viel besser - die Flüge von Johannesburg auf Windhoek umbuchen.
Zum Glück hatte die Lufthansa coronabedingt 'Erweiterte Umbuchungs-Möglichkeiten' in Kraft. Dort heißt es: "Sie können Ihr Ticket generell einmal gebührenfrei umbuchen. Für alle Tickets ... mit einem Reisedatum zwischen dem 01. Februar 2020 und 31. August 2021 ..., ist außerdem eine Änderung der Beförderungsklasse, des Abflugs- oder Zielflughafens einmalig möglich. Ihr Ticket behält weiter seinen Wert."
Genau das wollten wir!
Leider ist der Superschnäppchenpreis aus dem November nicht mehr drin gewesen, aber die Zuzahlung lag deutlich unter dem Preis für die Verbindungsflüge von Südafrika nach Namibia, die wir uns erspart haben. Die Flugzeiten unterscheiden sich gerade einmal um 15 Minuten plus / minus. Wir haben also weiter Nachtflüge und gewinnen damit am Anfang und Ende jeweils eine halben Tag Urlaub ohne Umstiegs-Stress mit dem Gepäck in Johannesburg.
Nachdem nun klar war, dass wir die Flüge am gleichen Tag hatten, war der Plan der Unterkünfte damit auch fix. Das Ganze sah nun so aus:
  • 13. Aug 21 - 1 N - Düsternbrook Guestfarm, Eros Mountains
  • 14. Aug 21 - 2 N - Ameib Guesthouse, Erongo
  • 16. Aug 21 - 2 N - Etosha Safari Camping2Go, Etosha
  • 18. Aug 21 - 1 N - Okaukuejo Resort, Etosha
  • 19. Aug 21 - 2 N - Mushara Lodge, Etosha
  • 21. Aug 21 - 1 N - Kaisosi River Lodge, Okavango/Caprivi
  • 22. Aug 21 - 3 N - Ndhovu Safari Lodge, Okavango/Caprivi
  • 25. Aug 21 - 3 N - Chobe River Camp, Chobe/Caprivi
  • 28. Aug 21 - 3 N - Namushasha River Camping2Go, Kwando/Caprivi
  • 31. Aug 21 - 1 N - Kaisosi River Lodge, Okavango/Caprivi
  • 01. Sep 21 - 2 N - Roy's Rest Camp, Grootfontein
  • 03. Sep 21 - 2 N - Mount Etjo Safari Lodge, Erongo
  • 05. Sep 21 - 1 N - Kappsvalley Lodge, Voigtland
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Tatsächlich gelang es Katja von African Dreamtravel, fast alle geplante Unterkünfte auch tatsächlich zu reservieren. Nur zwei Abweichungen waren dann letztlich nötig: Mushara Lodge statt Mushara Bushcamp und am Schlusstag Kappsvalley statt Voigtland.

Bevor das eigentliche Reisen nun endlich losgeht, gibt's noch ein paar Vorworte zu Corona, zu den Reiseunterlagen, zur Fotoausrüstung und zum Mietwagen.
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zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2021
Themenstarter873 Beiträge · seit 201601. Okt. 2021 · #5
Corona – Chronologie der Ereignisse

ANFANG JULI:
Inzwischen waren es nur noch sechs Wochen bis zum Urlaubsstart und die deutschen Corona-Reise-Regeln machten uns noch immer zu schaffen. Namibia war weiterhin "Virusvariantengebiet", was auch für Geimpfte eine Rückkehr-Quarantäne von 14 Tagen OHNE Freitest-Möglichkeit bedeuten würde. Wir geben allerdings die Hoffnung nicht auf, dass sich da bis zu unserer geplanten Rückkehr am 6. September noch etwas tut und planten schon mit großen Bauchschmerzen, wie wir die Quarantäne-Zeit mit Home-Office hinkriegen sollten.
Es war weder verständlich noch fair, warum die Länder im südlichen Afrika weiter als Virusvariantengebiet eingestuft blieben, obwohl dort inzwischen die gleiche Virusvariante dominierte, wie in Deutschland. Das Problem der Ungleichbehandlung zwischen verschiedenen Urlaubsdestinationen war von vielen, die sich damit beschäftigen, natürlich längst erkannt. Die Bundesregierung, bzw. das Auswärtige Amt, stellt sich aber weiter quer.

23. JULI
Wir haben wir nach reiflichem Hin- und Herüberlegen die abschließende Entscheidung getroffen, dass wir unsere Namibia-Reise antreten werden. Wir zahlen jetzt an die Agentur, die Agentur an die Lodges und den Autovermieter - wir setzen das Urlaubsmaschinchen in Bewegung!
Wir sind alle vier schon vor einigen Wochen abschließend geimpft, die Inzidenzzahlen in Namibia gehen sehr deutlich herunter (von weit über 400 auf derzeit ca. 140 in nur sechs Wochen) und die Berichte der Urlauber, die sich derzeit in Namibia befinden oder kürzlich zurückgekommen sind, lassen uns die Risiken als gut beherrschbar einschätzen. Wir werden uns die allermeiste Zeit zu viert im Mietwagen aufhalten, haben keine Städte und damit keine größeren Menschenansammlungen im Reiseplan und die Lodges überschlagen sich mit Informationen, wie gut sie organisiert, auf Corona eingestellt und z.B. ihre Angestellten geimpft haben.
Das größte 'Risiko' blieb noch immer die unklare und seltsame Rechtslage für Rückreisende nach Deutschland. In den letzten Wochen hätten wir fast im Tagesabstand neue Spekulationen, Politiker-Aussagen und im Netz verbreitete Texte des Bundesinnenministeriums, des RKI etc. posten können. Bei uns wächst hier langsam eine Mischung aus Fatalismus und Frust.
Sicher scheint, dass wir eine PCR-Test für den Hin- und für den Rückflug brauchen. In Wiesbaden und Taunusstein kein Problem und in Windhoek haben wir den tollen Service von unserer Reiseagentur African Dreamtravel angeboten bekommen, uns für den Sonntag vor Abreise eine Testmöglichkeit direkt im Büro der Agentur zu organisieren.

31. JULI:
12 Tage vor dem geplanten Urlaubsbeginn, gewinne ich den Glauben an die Menschheit bzw. die deutsche Bürokratie etwas wieder zurück. Vielleicht haben ja das Bundesinnenministerium oder das RKI meinen Blog gelesen ?. Es kam die erlösende Nachricht, dass acht afrikanischen Staaten, darunter Südafrika und Namibia, vom RKI heruntergestuft werden. Im südlichen Afrika dominiert inzwischen auch die in Deutschland vorherrschende sog. Delta-Variante. Eine besondere Schutzbedüftigkeit von Delta gegenüber Delta besteht demnach nicht mehr. Als nicht mehr die 'harte' Stufe Virusvariantengebiet, sondern die 'weichere' Hochrisikogebiet.
Was heißt das für uns: KEINE Quarantäne mehr nach Reiserückkehr für vollständig Geimpfte!! Und dazu zählen wir alle Vier. Nur noch ein PCR-Test 72 h vor Ankunft in Namibia. DAS war eine sensationell gute Nachricht!!

10. AUGUST:
Zwei Tage vor Abflug sind wir dann bei einem einigermaßen preisgünstigen und vernünftig gelegenen Testzentrum in Wiesbaden gewesen und haben uns testen lassen. Nach einem knappen Tag kamen vier erfreuliche E-Mails – alle vier sind negativ!
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zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2021
Themenstarter873 Beiträge · seit 201601. Okt. 2021 · #6
Prolog 1
Bescherung

In den letzten Tagen vor Abreise trafen die Reiseunterlagen von African Dreamtravel ein:
• ein gebundenes DIN-A4-Heft mit Darstellung aller einzelnen Etappen (Zeit, Kilometer, Routenhinweise etc.) und Unterkünften
• die komplette Sammlung der Voucher für den Mietwagen, die Unterkünfte sowie den Transfer von und zum Flughafen
• vier Original Namibia-Einreiseformulare (ruhig zu Hause auszufüllen, um sich die Kritzele auf dem Rücken des Nachbarn in der Schlange am Flughafen-Schalter zu ersparen)
• eine Namibia-Landkarte
• eine offizielle Etosha-Landkarte
• Landkarte und Werbung von Gondwana (drei unserer Unterkünfte gehören zu dieser Kette)
und als Geschenk-Zugabe
• eine Mappe sowie ein cooler Rucksack von African Dreamtravel
• vier Makalani-Nüsse als Schlüsselanhänger

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Themenstarter873 Beiträge · seit 201601. Okt. 2021 · #7
Prolog 2
Unsere (kleine) Fotoausrüstung

Sechs Jahre lang hatten wir die Bridgekamera Panasonic Lumix FZ150 als Haupt-Familien-Kamera im Einsatz (Zitat Wikipedia: Als Bridgekamera wird eine Kamera bezeichnet, die eine Brücke schlägt zwischen den Konstruktionsprinzipien und Eigenschaften von Spiegelreflex- und Kompaktkameras.)
Das aus unserer Sicht Unschlagbare ist, dass wir damit eine Kamera haben, die nicht nur über einen sehr großen Telebereich (24-fach = bis 600 mm) verfügt, sondern gleichzeitig auch eine brauchbare Makroeinstellung (24 mm) für Blumen oder Insekten und zusätzlich sogar noch einen recht starken Filmmodus (Full-HD 1920x1080 Pixel, 28 Bilder/sec) ermöglicht.
Foto-FZ150.jpg


Für mich als Hobby-Knipser war es immer schwer verständlich, dass jemand vierstellige Summen für Spiegelreflexkameras ausgibt, darunter natürlich ein riesiges mehrere Kilo schweres Teleobjektiv, und auch sonst noch eine ganzen Koffer voll Zubehör mit sich herumträgt. Unser Zubehör beschränkt sich auf ein paar kleine Ersatzbatterien mit Ladegerät und ein einfaches Stativ.
2017 hatten wir dann als Ergänzung zur FZ150 noch eine gebraucht gekaufte Panasonic Lumix FZ72 (mit 60-fachem Tele, also riesige 20 bis 1.200 mm) für den zweiten Fotografen z.B. auf der anderen Straßenseite mitgenommen. Praktischerweise nutzt die FZ72 die gleichen Akkus wie die FZ150.
Foto-FZ72.jpg


2019 wurde das Set um eine weitere Kamera aufgestockt. Wieder eine Bridge-Kamera, wieder eine Panasonic: die Panasonic Lumix FZ1000. Sie stellt beim Zoomen mit ihrem 16-fach-Tele (400 mm) scheinbar einen massiven Rückschritt zu den beiden Vorgängern dar, verfügt aber über eine großen sog. 1-Zoll-Sensor. Die fehlende Tele-Länge kann bei Bedarf nachträglich 'digital' fast ohne erkennbaren Qualitätsverlust größer gerechnet werden.
Foto-FZ1000.jpg


Außerdem können wir damit nun schon mit drei Kameras aus drei Fenstern drei verschiedene Tiere gleichzeitig fotografieren. Und als Ergänzung gibt es ja noch das iPhone, mit dem wir insbesondere öfter Panoramaaufnahmen ergänzt haben:
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Themenstarter873 Beiträge · seit 201601. Okt. 2021 · #8
Prolog 3
Der Mietwagen: Toyota Hilux DC 4x4


In 2017 für Namibia waren wir unsicher, welchen Mietwagentyp wir sinnvollerweise wählen sollten und haben uns letztlich für einen 4x4 SUV entschieden, da über 3/4 des namibischen Straßennetzes NICHT asphaltiert sind und wir uns von dem hohen Radstand und der hohen Sitzposition ein besseres Fahrgefühl versprachen.
DAS Brot-und-Butter-Fahrzeug aus dieser Kategorie ist in Namibia eindeutig der Toyota Hilux. Gemietet hatten wir schon zweimal einen Doublecab 2,5 l Diesel 4x4, also ein Toyota-Geländewagen mit Doppelkabine (zwei Sitzreihen, vier Türen) und geschlossenem Canopy auf der Ladefläche.
Und das soll dann auch der Richtige für unsere diesjährige Tour sein, auch wenn der Asphaltanteil wahrscheinlich deutlich höher sein wird. Nun haben wir vor, auch einige weniger besuchte und weniger erschlossene Teile der besuchten Parks anzufahren und zudem haben wir uns sehr an die für Tiersichtungen optimale Sitzposition, den riesigen Kofferraum und die Sicherheit gewöhnt, die der Allradantrieb in Kombination mit der großen Bodenfreiheit vermittelt. Also - never change a running system - wir werden in den finanziell etwas sauren Apfel beißen und wieder diese Fahrzeugklasse wählen.
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Themenstarter873 Beiträge · seit 201601. Okt. 2021 · #9
0. Tag (12.08.2021) Hinflug Windhoek

Endlich geht es los.
Erst mal zum Flughafen über Hattersheim zum Abstellen des Autos.
Das war der Plan (Abflug Frankfurt 21:50 Uhr, Ankunft Windhoek 8:20 Uhr):
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Tatsächlich gestartet sind wir super pünktlich um 21:48 Uhr und angekommen schon um 7:50 Uhr.
De Airbus A300 von Eurowings Discover ist zu 2/3 gefüllt. Ich komme mit den langen Beinen einigermaßen klar. Gefühl sogar etwas besser als in den Air Namibia-Maschinen vor zwei und vier Jahren. Das Entertainment-System funktioniert einwandfrei an allen Plätzen. Das bescheidene Essen kommt wegen ein paar Turbulenzen erst nach Mitternacht. Da hätten wir lieber schon geschlafen. Auch das Frühstück ist nur sehr mäßig. Was soll's: Wir fliegen ja freiwillig Holzklasse.

Nach der problemlosen Landung eine kurze Wanderung über das empfindlich kühle Rollfeld (es steht nur eine weitere Maschine am anderen Ende) ging's hinein in die Empfangshalle. Nach kurzer Warteschlange folgten
- eine Covid-Temperatur-Kamera und
- eine Einreisekontrolle (Passbildvergleich, Stempel).

Dann kam das Gepäckband. Alle Koffer standen schon bereit.
- danach eine weitere Kontrolle für die PCR-Tests und
- noch einmal werden die Koffer durchleuchtet (welchen Sinn das am Ende der Prozedur hat, erschließt sich uns nicht).

Alles zusammen dauerte etwa eine 3/4 Stunde. Nachdem wir dann von André von African Dreamtravel in Empfang genommen worden waren folgten die letzten Schritte im Flughafen
- Geld tauschen an einem der Schalter und
- Im MTC-Shop Sim-Karten einstecken und aufladen in zwei unserer vier Handys.

Fertig. Angekommen. Der Urlaub kann beginnen.
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zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2021
33,1k Beiträge · seit 200601. Okt. 2021 · #10
- noch einmal werden die Koffer durchleuchtet (welchen Sinn das am Ende der Prozedur hat, erschließt sich uns nicht).
Zollkontrolle.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
190 Beiträge · seit 201701. Okt. 2021 · #11
Hallo Christoph,

Da seid ihr uns eine Woche vorausgefahren, wir hatten eine ähnliche Strecke auch in den Caprivi bis 10.9.
Ich werde dazu auch noch einen kurzen Bericht schreiben, aber jetzt lasse ich Dir erst mal den Vortritt 🙂

Übrigens, wenn ihr dachtet, dass der Norden Südafrikas um diese Jahreszeit grüner und wasserreicher ist, dann habt ihr hier nichts verpasst.
Wir waren schon zweimal im Nordosten im August und da ist nix grün. Aber man muss sagen ausser an den Flüssen ist es im Caprivi auch nicht wirklich grün. Im Busch ist es genauso trocken, wie im restlichen Land. Aber die Lodges geben sich viel Mühe ein tropisches Gefühl zu vermitteln.

Ich freue mich schon auf Eure Erlebnisse, vor allem auf das Chobe River Camp, denn den haben wir kurzfristig ausgelassen, wegen des niedrigen Wasserstandes.

LG
Barbara
Themenstarter873 Beiträge · seit 201601. Okt. 2021 · #12
1. Tag (13.08.2021) Einkaufen, Mietwagenübernahme und Düsternbrook Guestfarm
Einkaufen
André fuhr freundlicherweise direkt mit uns zum Superspar in der Maerua Mall, wo wir unsere (wenigen) Ersteinkäufe erledigt haben: Kerze und Streichhölzer, Obst, Getränke, etwas Süßes und Salziges zum Knabbern, Biltong und aus dem benachbarten Liquor Shop noch zwei Dutzend Savannah Dry für Konni und Elisabeth.

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Mietwagenübernahme direkt bei African Dreamtravel
Nachdem wir zwei mal mit einem Wagen von Safari Car Rental unterwegs gewesen sind, haben wir diesmal den Hilux direkt von AD bekommen (mit chicem Werbeaufkleber).
Nach ein bisschen Smalltalk und einer Einweisung in unser Vehikel haben wir alles eingeladen und waren dann startklar.

Unser Hilux hat 47.500 Kilometer auf der Uhr. Wir haben aber den Eindruck, dass das Fahrzeug sehr gut in Schuss gehalten wurde. Die Reifen sehen neu aus, das Zubehör machte eine guten Eindruck. Der Hilux hat nicht nur eine doppelten Tank (und damit 140 Liter Diesel verfügbar), sondern auch eine zweite Batterie, einen zweiten Ersatzreifen, Luftdruckmesser und Kompressor, einen Engel 40-Liter-Kühlschrank, ein Garmin-Navi etc. etc.. Zusätzlich haben wir noch zwei große stabile Boxen für Kleinkram bekommen.
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Von AD aus dem Stadtteil Pionierspark sind wir dann direkt auf die B1 - nein, korrekterweise heißt das ausgebaute erste Stück ja nun Autobahn Autobahn A1 - gestartet. Es war relativ wenig Verkehr, so dass wir eigentlich die Aufmerksamkeit auf die Ausfahrt nach ca. 45 km richten konnten. Durch den Umbau in eine Autobahn, gab es den auf dem navi angezeigten Abzweig in die Schotterpiste allerdings nicht mehr, so dass wir eine Ausfahrt vor und wieder zurück fahren mussten.
Dann ging es endlich wieder auf Gravel insgesamt 15 Kilometer bis zur Farm. Drei mal mussten wir mit dem Auto dabei eine Flussdurchfahrt bewältigen. Für den Hilux mit Geländereifen und hohem Radstand kein Thema, für eine Polo wäre das wohl kaum gewesen.

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Die Begeisterung war groß, dass wir allein auf diesen ersten Kilometern eine Giraffe, viele Kudus, Impala, Warzenschweine und Dutzende von Vogelarten entdeckt haben.
Die Farm Düsternbrook ist - nach eigener Darstellung - die erste und damit älteste Gästefarm Namibias. Sie bietet Unterkunftsvarianten vom Zimmer im historischen Farmhaus aus Naturstein, verschiedene Bungalows, Safari-Zelte bis zu einem Campingplatz.

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Gebucht haben wir die beiden 5 km vom Haupthaus entfernt liegenden Hippo Chalets. Beides sehr einfache Bungalows (es gibt z.B. nur eine kleine solarbetriebene 12-Volt-Beleuchtung). Ein Bungalow ist aus Naturstein gebaut mit eigener Dachterrasse, der andere aufgeständert aus Holz mit großer Veranda. Die beiden liegen etwa 500 m voneinander entfernt jeweils direkt an einem Arm des kleinen aufgestauten Sees.

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Der Weg vom Haupthaus zu den Bungalows rumpelt erheblich (wieder durch eine Fluss). Am See angekommen sind wir von der direkt gegenüber in der Sonne lagernden Gruppe von sieben Nilpferden, darunter ein kleiner Junior, absolut begeistert.

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Der zweite Bungalow hat den schöneren Weitblick. Die Hippos waren dann so freundlich, zu diesem Bungalow herüberzuschwimmen und vor uns weiter zu grunzen. Beobachtet und fotografiert haben wir dann auch noch zwei Schreiseeadler (tolle weiße Köpfe) und diverse weitere Vögel.

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Abends ging es wieder zum Haupthaus zum Diner: Flammkuchen, Spargelcremesuppe, Kingfish mit Puree, Bananen-Schokokuchen, Und eine Begrüßung durch den Hausherrn Vaatz, den Enkel der Farmgründer. Dann im Stockdunklen wieder über Stock und Stein und durch den Fluss zu den Bungalows. 21 Uhr umfallen und einschlafen!

Ein phantastischer erster Tag. Es hat alles geklappt. Wir fühlen uns wohl, die Tiere haben anscheinend nur auf uns gewartet. Tagsüber hatten wir übrigens 28 Grad, nachts 4. Im Holzhaus wurde es kalt, im Steinhäuschen reichten kurze Ärmel.
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zuletzt bearbeitet 02. Okt. 2021
Themenstarter873 Beiträge · seit 201601. Okt. 2021 · #13
2. Tag (14.08.2021) Ameib Guesthouse
Das Ameib Guesthouse ist unser zweites Ziel. 2,5 Stunden Fahrt von Düsternbrook bis ins Erongo-Gebirge sind ein Katzensprung. Wir halten unterwegs im Kwetu Cafe in Wilhemstal für eine kleine Kaffee-Stop und sind trotzdem schon Mittag bei Ameib.
Ameib ist ein kleiner familienbetriebener Gästebetrieb "am Fuße des Erongogebirges" (so der Werbeslogan) mit 6 Doppelzimmer-Bungalows und einem kleinen eigenen nahegelegenen Campingplatz. Das Gästehaus steht auf dem Standort einer 1864 gegründeten Missionsstation der Rheinischen Mission.

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Auf dem Gelände der Lodge befindet sich ein schönes Tal ins Erongo-Gebirge hinein mit 'Bull's Party', einer Felsfläche, auf der riesige Granitfelsen verstreut liegen. Der Erongo-Granit entstand vor ca. 120 Mio. Jahren durch unterirdisch erkaltete Magma, die bereits unter der Erdoberfläche verwittert und sich in Quader und Blöcke aufspaltet. Wenn dies Blöcke durch Abtragung der Oberfläche ans Tageslicht kommen, platzen durch die massiven Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht die äußeren Schichten der Granitquader ab, bis mehr oder weniger kugelförmigen Granitfelsen entstehen, die teilweise ins Tal rollen und die heutigen Fotomotive der 'Bullenparty' bilden (Wikipedia).

Am Nachmittag nach der Ankunft sind wir also gleich einmal in das Bulls-Party Tal hineingefahren und fühlten uns an die US-Nationalparks in Utah erinnert. Die gleichen roten Granitfelsen führen hier am anderen Ende der Welt zu sehr ähnlichen geologischen Formen und Farben.

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Was es in Utah aber definitiv NICHT gibt, sind Giraffen vor dieser tollen Kulisse.

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(Auf dem letzten Foto ist übrigens ein Löffelhund - auch wenn man das kaum erkennt. Wir haben hier drei zusammen gesehen, aber leider so sehr im Gras und dann schnell weglaufend, so dass es keine sinnvollen Fotos gibt.)
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zuletzt bearbeitet 30. Okt. 2024
Themenstarter873 Beiträge · seit 201602. Okt. 2021 · #14
3. Tag (15.08.2021) Ameib Guesthouse
Heute haben wir eine ruhigen Tag auf der Gästefarm geplant. Nach dem gemütlichen Frühstück (wieder nur wir und die Farm-Familie) sind wir erneut in das Erongo-Tal hineingefahren.
Im noch einigermaßen kühlen Morgen stand die Wanderung / Kraxelei zur Philips Cave, einer seit Jahrhunderten von den Einheimischen Stämmen genutzten natürlichen Höhle an, die mit einigen Wandmalereien und einem tollen Blick glänzen kann.

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Danach stand eine Nachmittagspause in den Bungalows an und dann erneut eine Fahrt zu den Steinkugel von Bulls Party bei bestem Spätnachmittag -Licht.

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Zum Abschluss dann noch ein Spaziergang zum Farm-Damm, mit dem die Wasserversorgung auch in der Trockenzeit sichergestellt wird. Zu Besuch diverse Tiere: Warzenschweine, Impalas und viele verschiedene Vögel, darunter der spannende Hammerkopf.
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zuletzt bearbeitet 02. Okt. 2021
173 Beiträge · seit 201903. Okt. 2021 · #15
Hallo Christoph,
da lese ich gerne mit - wir waren fast zeitgleich im Land unterwegs und bin selbst noch am Foto sortieren. Den Caprivi kennen wir noch nicht und ich bin gespannt.
LG
Gaby
3 Wochen Namibia Süd und Nord - geführte Campingtour Aug./Sept. 2017, Selbstfahrertour 10 Tage im März 2021 (C28-Swakopmund-Erongo), Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage Namibia Süd und Nord zu dritt Aug. 2021, Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage im Süden als "Wanderurlaub" mit dem TokTokkie-Trail und dem Kalahari-Walk im Mai 2022. Geführte 4-wöchige Campingtour Kapstadt-Namibia-Botswana-Simbabwe-Johannesburg im August/Sept. 2023 2 Wochen ohne Auto in Namibia zum "Work and Travel" (Swakopmund und Erongo) im Dezember 2023 Bereits gebucht: Dezember 2024 - wieder 2 Wochen "Work and Travel" und 3,5 Wochen Dachzelt-Tour April/Mai 2025 mit KTP https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300182-auszeit-in-namibia-10taegiger-kurztripp-maerz-2021.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301453-die-letzte-familienreise-namibia-august-2021.html
1 Beiträge · seit 202103. Okt. 2021 · #16
Lieber Christoph!
Da ich mit meiner Gattin gerne die selbe Tour bestreiten möchte würde ich Dich gerne kontaktieren.
Karl Salfinger
Karl@salfinger.com
+43 699 17764096
Mit herzlichen Grüßen vom Traunsee
Themenstarter873 Beiträge · seit 201603. Okt. 2021 · #17
4. Tag (16.08.2021) Etosha Safari Camp
Unser diesjähriger Einstieg ins Etosha-Gebiet sind zwei Übernachtungen im Etosha Safari Camp, wenige Kilometer südlich des zentralen Parkeingangs 'Anderson Gate'. Wir kennen das Camp schon aus den beiden vorangegangenen Namibia-Urlauben. Nach einer ereignislosen Fahrt erst durch das entlang des schönen Erongo-Gebirges und durch den alten Vulkankrater (von dem man nichts mehr erkennt) ging es schnurgerade und etwas langweilig gerade nach Norden zum Etosha-Park. Besonders gefallen hat uns das Hauptgebäude und das angegliederte Restaurant (alles gebaut und gestaltet wie eine der inoffiziellen Township-Bars, Shebeen genannt) sowie die abendlich Live-Musik am Lagerfeuer.

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Das Etosha Safari Camp wird von der "Gondwana Collection" betrieben. Gondwana hat an einigen Standorten ein relativ neues Zelt-Konzept namens Camping2Go eingeführt. Die bisherigen Bungalows des Etosha Safari Camp sind nun um acht dieser Unterkünfte ergänzt worden, von denen wir zwei benachbarte beziehen. Camping2Go-Zelte bestehen aus einem überdachten Vorbau mit Küchenzeile, Sitzgruppe und Grill- und Feuerstelle, einem Schlafbereich mit bis zu vier Betten und einem (gemauerten) Badezimmer mit Dusche. Ähnliche Konstruktionen hatten wir bereits in den letzten Urlauben im KTP und in Mushara kennengelernt. Diese Unterkunftsform ist eine Zwitter zwischen einem großen Wohnzelt und einem vollausgestatteten Bungalow.

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Das Einchecken im Camp ging ruckzuck. Die großen Zelte sind wirklich toll. Hier ist es abends übrigens noch 24 Grad und nachts nicht unter 12, also seeeehr angenehm.

Wir nutzen die Zeit von 4 bis 6 um schon einmal in den Parkt zu fahren: Der Sichtungsgott scheint uns auch in diesem Jahr gewogen! In der kurzen Zeit hatten wir bereits zwei (!) Nashörner, einen Elefanten am Wasserloch, diverse Antilopensorten, Schakale etc, etc, etc, vor den Kameras. Die Tiere wirken noch weniger scheu als in den beiden vorhergehenden Urlauben - es sind seit Monaten sooo wenig Autos da.

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Auch hier im Camp übrigens ungewohnte Leere: Sechs Familien bzw. Paare (also ca. 20 Personen) im ganzen Camp bei einer Kapazität von geschätzt bis zu 150 Gästen (alle verteilt liegenden Zimmer, Bungalows, Hauszelte und Campingplätze zusammengerechnet). Es gibt corona-bedingt ein Menu und kein Buffet, Übrigens alles sehr korrekt (Temperaturmessen, Handdesinfektion, Maske an der Rezeption und bei den Bedienungen, nur draußen an den verteilten Tischen geht es auch ohne.
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Bei der Einfahrt in den Park über das Anderson Gate müssen wir dort das Permit für fünf Tage am Eingang anmelden, dann bekommt man eine mühselig ausgerechnete Rechnung, die man dann 17 km weiter im Park bezahlen soll. Dort funktioniert allerdings erst mal nur die Bezahliung für zwei Tage. Da wir am dritten Tag IM Park übernachten werden, brauchen wir dann eine neue Rechnung, Na gut.. Wieder einmal: That is Africa!
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zuletzt bearbeitet 03. Okt. 2021
751 Beiträge · seit 201103. Okt. 2021 · #18
Hallo Christoph,

herzlichen Dank für die vielen informativen Fotos zu den Unterkünften und dem schönen Bericht! Eure Route klingt richtig gut. Ich beneide euch schon etwas um die Sichtungen in nur zwei Stunden Etosha - wir waren auch im August 6 Tage im Park und mussten uns die Sichtungen schon sehr er-fahren.

Eine Frage noch zu Ameib. Du schreibst
Ameib ist ein kleiner familienbetriebener Gästebetrieb "am Fuße des Erongogebirges" (so der Werbeslogan) mit 6 Doppelzimmer-Bungalows...
Ich wäre ja sehr interessiert wie eure aktuelle Erfahrung bezüglich dem Zustand (auch Sauberkeit) des Bungalows war? Das Essen schaut nach Hausmannskost aus.
Freu mich auf die weiteren Erlebnisse, vielen Dank für´s Berichten,
Vg, Nette
Themenstarter873 Beiträge · seit 201603. Okt. 2021 · #19
speed66 schrieb:Ich wäre ja sehr interessiert wie eure aktuelle Erfahrung bezüglich dem Zustand (auch Sauberkeit) des Bungalows war? Das Essen schaut nach Hausmannskost aus.
Vg, Nette
Wir waren die einzigen Gäste, so dass die dreiköpfige Küchencrew nur für uns vier sowie die vier Mitglieder der Inhaber(?)-Familie gekocht haben, die gleichzeitig mit uns am Nachbartisch gegessen haben. Das Ganze war in Buffetform aufgebaut und hat uns wirklich gut geschmeckt. Das vorn sind Kudu-Schnitzel mit einer tollen Panade mit Haselnüssen, das in der Mitte war Impala-Gulasch und zum Nachtisch gab's Orangenpudding mit ein paar frischen Fruchtstücken in kleinen Gläschen. Der zweite Tag war ähnlich gut - leider wieder aus der Pfanne und nicht vom Grill - aber das ist Geschmackssache. Das Ganze ist sicher keine Sterneküche aber seeehr lecker gewesen. Wir haben's aber auch lieber, wenn das Essen mal für alle aus einer großen Schüssel kommt und schmeckt, als wenn sich ein Koch als Tellerdesigner mit einzeln drapierten Püreekugel und Sauce-Kringelns drumherum verewigt und das Essen vor lauter Chic kalt geworden ist.

Die Bungalows waren 1A gepflegt, frisch gestrichen, Bettdecke etc. hübsch drapiert. Drumherum alles geharkt (am zweiten Tag waren unsere Fußstapfen vom ersten wieder weg - wozu die Mühe?) . Bei der Elektroinstallation war in einem Bungalow was faul. Das Licht in der Ecke beim ungenutzten dritten Bett ging nur, wenn wir einen Verbraucher (z.B. Batterie-Lader oder Laptop) in der zugehörigen Steckdose stecken hatten!? As dem großen Reetdach war über Nacht in einer Ecke etwas Sand o.ä. gerieselt, das war am zweiten Tag wieder sauber weggefegt.
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zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2021
Themenstarter873 Beiträge · seit 201603. Okt. 2021 · #20
koali schrieb:Lieber Christoph!
Da ich mit meiner Gattin gerne die selbe Tour bestreiten möchte würde ich Dich gerne kontaktieren.
Mit herzlichen Grüßen vom Traunsee
Gern, habe Dir unserer Kontaktdaten per PN (persönliche Nachricht) geschickt. (Wenn Du magst, kannst Du so vermeiden, Deine private Nummer für alle sichtbar zu machen.) Wir können uns gern mal zu einem digitalen Plausch verabreden.

Christoph & Konni
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