Auszeit in Namibia - 10tägiger Kurztripp März 2021

Reisebericht 34 Antworten · 8'972 Aufrufe · gestartet 09. Apr. 2021 von GabyB
Themenstarter173 Beiträge · seit 201909. Apr. 2021 · #1
Hallo zusammen,
leider sind wir von unserer Kurzreise zurück und ich schwelge noch in Erinnerungen. Das Arbeiten fällt wieder schwer und so versuche ich mich mit einem Reisebericht. Vielleicht kann ich damit den einen oder anderen Afrika-Neuling inspririeren dieses traumhafte Land zu besuchen und er findet ein paar Erkenntnisse. Ich bin nun seit mindestens einem Jahr sehr rege im Forum unterwegs und bedanke mich für alle Tipps und Anregungen, die ich hier gefunden habe, um diese Reise (und bereits die Nächste) zusammenzustellen.

Wir - das sind Gaby und Ted (62 und 53) aus Nürnberg - ihr entschuldigt hoffentlich mein fränkisches Deutsch, das eventuell beim Schreiben durchkommt 🤪

Also, los geht`s :

Route:

23.3. – Abflug in Frankfurt um 20.50 Uhr
24.3. – Ankunft in Windhoek bereits um 7.30 Uhr, Abholung KKH und Fahrt zur Autovermietung
24.3. – Eagle Rock Guest House Khomas Berge (40 km hinter Windhoek an der C28)
25.3. – Fahrt über den Bosua-Pass (C28) zur Blutkuppe – Camping
26.3. – weiter nach Swakopmund – Sunset-Geburtstags-Dinner im „The Tug“
27.3. – geführte Tagestour von „Turnstone“ zur Sandwich Harbour
28.3. – Fahrt zur Spitzkoppe – Camping
29.3. – weiter zu Okambishi`s Rest bei Usakos zu Brigitte und Jürgen (FeWo – Selbstversorgung 3 N)
30.3. – geführter Tagesausflug mit Brigitte zur Ameib Ranch – Wanderung rund um Bull`s Party
31.3. – eigener Tagestripp nach Omaruru über B2/C33 und um den Erongo herum über D2315/D2306/D1935 zurück
01.4. – zurück nach Windhoek – Wagenabgabe, Transfer zur Voigtland Guestfarm
02.4. – Morgens Transfer zum Covid-Test, nach dem Frühstück Wanderung auf der Farm.
Game Drive und Farmrundfahrt am Nachmittag
03.4. – Rückflug

Gefahrene km gesamt: 1.060 km

Prolog:
Nachdem wir unsere 3 ½ wöchige Reise von August 2020 auf August 2021 verschoben und umgeplant hatten und ich mich so ausführlich mit Namibia beschäftigt habe, dass ich es nicht mehr aushielt bis August zu warten – außerdem sehr urlaubsreif waren und Namibia im Winter kein Risikogebiet mehr war – haben wir spontan zusätzlich 10 Tage Kurztripp für Februar gebucht, diesen dann aber nochmal um 4 Wochen verschoben. Vor Ostern war es jetzt für uns möglich die nachträgliche Quarantäne-Zeit mit Homeoffice zu organisieren und es stand nichts mehr im Wege unser heißgeliebtes Namibia schon vor August wenigstens für ein paar Tage zu erleben.
Es sollte eine Erkenntnisreise werden, was das angedachte eventuelle Leben als Rentner in Namibia betrifft, oder ob es Möglichkeiten gibt schon etwas früher auszuwandern oder zumindest einen Teil des Jahres in Namibia zu verbringen und noch vieles mehr – aber natürlich auch einfach Urlaub.
3 Wochen Namibia Süd und Nord - geführte Campingtour Aug./Sept. 2017, Selbstfahrertour 10 Tage im März 2021 (C28-Swakopmund-Erongo), Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage Namibia Süd und Nord zu dritt Aug. 2021, Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage im Süden als "Wanderurlaub" mit dem TokTokkie-Trail und dem Kalahari-Walk im Mai 2022. Geführte 4-wöchige Campingtour Kapstadt-Namibia-Botswana-Simbabwe-Johannesburg im August/Sept. 2023 2 Wochen ohne Auto in Namibia zum "Work and Travel" (Swakopmund und Erongo) im Dezember 2023 Bereits gebucht: Dezember 2024 - wieder 2 Wochen "Work and Travel" und 3,5 Wochen Dachzelt-Tour April/Mai 2025 mit KTP https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300182-auszeit-in-namibia-10taegiger-kurztripp-maerz-2021.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301453-die-letzte-familienreise-namibia-august-2021.html
Themenstarter173 Beiträge · seit 201909. Apr. 2021 · #2
23.3.2021 - Anreisetag

Da, um in Namibia einzureisen, mittlerweile einen 7-Tage-Test ausreicht, waren wir am 19.3. bereits beim Testen, damit es nicht zu knapp wird. Am 20.3. hatten wir dann schon das Ergebnis und so langsam wuchs die Vorfreude und es wurde endlich realistisch, dass wir tatsächlich im Flieger sitzen werden. Wochenlang war man hin- und hergerissen, wie sich die Corona-Zahlen sowohl bei uns als auch in Namibia verändern und ob man es verantworten kann zu reisen.
Bei uns ging es dann aus Nürnberg um 15 Uhr mit dem Zug los. Also, FFP2-Maske auf und los - uns war bewusst, dass wir nun wohl die nächsten 16-17 Stunden Maske tragen werden. Vor einem Jahr wäre das noch undenkbar gewesen, dass wir so überhaupt verreisen wollen – aber was nimmt man nicht alles in Kauf, wenn man etwas unbedingt will und die Sehnsucht so groß ist.
Im Zug war unser Waggon wie angenommen wenig besetzt, in Frankfurt am Flughafen war es schon wirklich gespenstisch leer. Im Flugzeug waren gefühlt höchstens 40% der Sitze belegt, was natürlich sehr angenehm war – ich konnte mich in einer Mittelreihe quer legen und sehr gut schlafen, mein Partner hat die Reihe hinter den Toiletten genutzt um mehr Beinfreiheit zu haben. Ein Umsetzen wurde zwar aufgeschrieben, aber war kein Problem.


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3 Wochen Namibia Süd und Nord - geführte Campingtour Aug./Sept. 2017, Selbstfahrertour 10 Tage im März 2021 (C28-Swakopmund-Erongo), Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage Namibia Süd und Nord zu dritt Aug. 2021, Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage im Süden als "Wanderurlaub" mit dem TokTokkie-Trail und dem Kalahari-Walk im Mai 2022. Geführte 4-wöchige Campingtour Kapstadt-Namibia-Botswana-Simbabwe-Johannesburg im August/Sept. 2023 2 Wochen ohne Auto in Namibia zum "Work and Travel" (Swakopmund und Erongo) im Dezember 2023 Bereits gebucht: Dezember 2024 - wieder 2 Wochen "Work and Travel" und 3,5 Wochen Dachzelt-Tour April/Mai 2025 mit KTP https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300182-auszeit-in-namibia-10taegiger-kurztripp-maerz-2021.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301453-die-letzte-familienreise-namibia-august-2021.html
Themenstarter173 Beiträge · seit 201909. Apr. 2021 · #3
(hm.... irgendwie krieg ich das mit dem Foto drehen noch nicht hin - ich versuche es mal weiter)

24.03.2021 – Eagle Rock Farm Khomas Hochland

Bereits eine halbe Stunde früher als angegeben, kamen wir um 7.30 Uhr Ortszeit in Windhoek an. Der Himmel war bewölkt und es nieselte leicht – bei ca. 15 Grad. Egal – endlich wieder afrikanischen Boden betreten – was für ein Gefühl! Geduldig nahmen wir das doch recht lange Warten an. Ich finde es richtig, dass Namibia sehr konsequent ist mit den Einreiseformalitäten zu Coronazeiten, sogar eine Wärmemessgerät stand bereit um die Ankömmlinge auf erhöhte Temperatur zu prüfen. Leider traf es uns dann bei der Gepäckausgabe, dass wir auch noch unsere Koffer fast ausleeren durften und geprüft wurden, was wir alles dabei haben. Zum Glück wurden meine Dosen mit Nürnberger Lebkuchen nicht entdeckt – bin mir nicht sicher ob ich die hätte mitbringen dürfen.
Der Fahrer von Kalahari Care Hire wartete schon auf uns mit noch einer 5-köpfigen Familie, die im gleichen Flieger waren, aber mit der Abfertigung und dem Geldwechseln wohl viel schneller waren. Da die Menschenschlange an dem MTC-Schalter vor dem Flughafen noch sehr lang war, meinte er, wir können auch in der Stadt noch eine SIM-Karte kaufen, da geht es schneller. Wir konnten dies dann an einer Tankstelle erledigen und waren froh, dass wir vorbeigefahren wurden und nicht später selbst suchen mussten. Mittlerweile hat der Himmel aufgerissen und die Sonne ließ Afrika-Feeling aufkommen. Ein grünes Namibia haben wir allerdings noch nicht erlebt.


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3 Wochen Namibia Süd und Nord - geführte Campingtour Aug./Sept. 2017, Selbstfahrertour 10 Tage im März 2021 (C28-Swakopmund-Erongo), Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage Namibia Süd und Nord zu dritt Aug. 2021, Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage im Süden als "Wanderurlaub" mit dem TokTokkie-Trail und dem Kalahari-Walk im Mai 2022. Geführte 4-wöchige Campingtour Kapstadt-Namibia-Botswana-Simbabwe-Johannesburg im August/Sept. 2023 2 Wochen ohne Auto in Namibia zum "Work and Travel" (Swakopmund und Erongo) im Dezember 2023 Bereits gebucht: Dezember 2024 - wieder 2 Wochen "Work and Travel" und 3,5 Wochen Dachzelt-Tour April/Mai 2025 mit KTP https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300182-auszeit-in-namibia-10taegiger-kurztripp-maerz-2021.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301453-die-letzte-familienreise-namibia-august-2021.html
7'296 Beiträge · seit 200609. Apr. 2021 · #4
GabyB schrieb:(hm.... irgendwie krieg ich das mit dem Foto drehen noch nicht hin - ich versuche es mal weiter)

Ich helfe mal kurz aus … 😉

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Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter173 Beiträge · seit 201909. Apr. 2021 · #5
Sehr freundlich wurden wir dann von Lola und Hubert Heester empfangen und in unsere Autos eingewiesen. Wir haben uns für ein Budget-Auto entschieden. Unser Hilux hatte 272.000 km und neue Reifen – es sah alles perfekt aus und um es vorwegzunehmen – so war es auch.
(Vielen Dank ans Forum für diese Empfehlung!)

Es ist zwar mein 2. Mal Namibia und bei meinem Partner das 3. Mal – aber wir waren noch nicht als Selbstfahrer hier und hatten großen Respekt vom Linksfahren und dem großen Auto. Trotzdem haben wir schonmal auf Anhieb den Supermarkt gefunden (wir hatten kein Navi dabei, da wir dachten wir kommen noch aus der Zeit in der man Kartenlesen lernte 😉 ). Und um auch das vorweg zu nehmen: Das nächste Mal haben wir ein Navi oder zumindest ein Smartphone für die Namibia-Nummer um Google Maps zu nutzen, wann immer es geht 🙂 ).

Um ca. 14 Uhr waren wir dann endlich Richtung C28 unterwegs. Das Einkaufen hat trotz vorgeschriebenem Einkaufszettel mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht, wir waren so am Staunen, dass es „nicht mehr wie Alles“ gibt – obwohl wir das eigentlich von 2017 schon wussten.
Dass auch in Namibia die Menschen im Einkaufscenter alle Maske tragen, haben wir wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Begleitet von einer wahnsinnstollen Wolkenstimmung schlängelten wir uns dann aus Windhoek hinaus ins Grüne – dieses grüne Namibia kannten wir beide noch gar nicht und es sieht so alles ganz anders aus. Nach dem Daan Viljoen-Park wird aus der Teerstraße bald Schotter und wir fahren sehr langsam und konzentriert – in erster Linie aber auch um die tolle Landschaft zu genießen – wie schön! Um ca. 15.30 Uhr kommen wir auf der Eagle Rock Ranch an. Wir lernen, dass in Namibia die Abzweig-Ankündigungen immer vorher sind, direkt am Abzweig steht dann nichts mehr 🙂 .
Die letzten paar Meter zur Farm sind dann schon für uns etwas abenteuerlich, müssen uns halt erst an das Auto gewöhnen, aber es geht alles gut.



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Ariane empfängt uns mit Ihren Hunden sehr herzlich – natürlich mit coronabedingtem social distancing – ist halt jetzt so – und zeigt uns unsere Unterkunft für die erste Nacht in Namibia – es sieht alles noch viel schöner aus als auf den Fotos. Dieser weite Blick von der Terrasse aus – endlich angekommen – im wahrsten Sinne des Wortes!

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Ein Hinweis noch von uns zur Fahrstrecke für den ersten Tag: Als Selbstfahrer-Anfänger können wir nur das bestätigen, was sehr viele im Forum schreiben und raten: Mehr als 50 km sollte man wirklich auf keinen Fall planen, selbst wenn man das Glück hatte und im Flugzeug schlafen konnte – es sind so viele neue Eindrücke und so viel was zu beachten und zu denken ist – eine weitere Strecke wäre wirklich sehr anstrengend gewesen und so hatten wir keinen Zeitdruck und konnten die Fahrt genießen und kamen auch noch zu einer guten Zeit an, um alles ein bisschen kennenzulernen. Das wunderschöne Pool haben wir vor lauter Fotografieren und schauen, gar nicht genutzt.

Abends trafen wir „unsere“ Familie wieder, die mit uns vom Flughafen abgeholt wurden. Wir waren zusammen die einzigen Gäste – so klein ist die Welt, dass es dann auch noch zufällig die gleichen Leute sind. Sie erzählten uns, dass sie ihre erste Aufregung schon hinter sich haben. Sie hatten nämlich ihre Kreditkarte bei Kalahari Care Hire versehentlich liegen lassen, und noch bevor es ihnen überhaupt aufgefallen ist, steht plötzlich ein Mann am Pool und händigt ihnen diese aus. Hubert hat, nachdem er es bemerkte, seinen Fahrer bis zur Eagle Rock Farm geschickt und die Karte nachgefahren – was für ein Service! Die Familie war natürlich sehr dankbar darüber.

Nach einem für uns spektakulären Sonnenuntergang über dem Khomas-Hochland hat uns Ariane zum Abendessen mit einem sehr liebevoll gedecktem Tisch und einem vorzüglichem Essen verwöhnt. Es gab Zebra-Carpaccio als Vorspeise und Gnus-Steaks als Hauptgang.


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Auch hier möchte ich mich beim Forum bedanken – eure Empfehlung zu Eagle Rock hat unsere Erwartungen noch weit übertroffen und wir werden nicht das letzte Mal da gewesen sein.
Auch das Gespräch mit einem Nachbarn, der als deutscher Rentner vor vielen Jahren nach Namibia ausgewandert ist war für uns sehr informativ und bereichernd.

Müde und glücklich fielen wir – wie in Namibia üblich – schon relativ bald ins bequeme Bett. Was uns wohl am nächsten Tag erwartet – mit etwas gemischten Gefühlen, aber Vorfreude auf den Bosua-Pass lag ich noch eine ganze Weile wach und lauschte den ungewohnten Afrika-Tönen der Nacht – endlich da!
3 Wochen Namibia Süd und Nord - geführte Campingtour Aug./Sept. 2017, Selbstfahrertour 10 Tage im März 2021 (C28-Swakopmund-Erongo), Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage Namibia Süd und Nord zu dritt Aug. 2021, Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage im Süden als "Wanderurlaub" mit dem TokTokkie-Trail und dem Kalahari-Walk im Mai 2022. Geführte 4-wöchige Campingtour Kapstadt-Namibia-Botswana-Simbabwe-Johannesburg im August/Sept. 2023 2 Wochen ohne Auto in Namibia zum "Work and Travel" (Swakopmund und Erongo) im Dezember 2023 Bereits gebucht: Dezember 2024 - wieder 2 Wochen "Work and Travel" und 3,5 Wochen Dachzelt-Tour April/Mai 2025 mit KTP https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300182-auszeit-in-namibia-10taegiger-kurztripp-maerz-2021.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301453-die-letzte-familienreise-namibia-august-2021.html
7'296 Beiträge · seit 200609. Apr. 2021 · #6
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Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
761 Beiträge · seit 201009. Apr. 2021 · #7
Hallo, Gaby,

da les ich gern mit! 🙂

Gespannt bin ich , was Du zur Blutkuppe sagen wirst. Wir waren dort 2004 die einzigen 4 Gäste - traumhaft.

Spitzkoppe haben wir für September vor. Ameib haben wir auch schon gebucht. 😁

Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
Themenstarter173 Beiträge · seit 201910. Apr. 2021 · #8
Hallo Doro,

ja die Blutkuppe war spannend - wenn wir überhaupt da waren.... ich mach mal weiter mit dem Tag 2 🙂
3 Wochen Namibia Süd und Nord - geführte Campingtour Aug./Sept. 2017, Selbstfahrertour 10 Tage im März 2021 (C28-Swakopmund-Erongo), Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage Namibia Süd und Nord zu dritt Aug. 2021, Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage im Süden als "Wanderurlaub" mit dem TokTokkie-Trail und dem Kalahari-Walk im Mai 2022. Geführte 4-wöchige Campingtour Kapstadt-Namibia-Botswana-Simbabwe-Johannesburg im August/Sept. 2023 2 Wochen ohne Auto in Namibia zum "Work and Travel" (Swakopmund und Erongo) im Dezember 2023 Bereits gebucht: Dezember 2024 - wieder 2 Wochen "Work and Travel" und 3,5 Wochen Dachzelt-Tour April/Mai 2025 mit KTP https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300182-auszeit-in-namibia-10taegiger-kurztripp-maerz-2021.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301453-die-letzte-familienreise-namibia-august-2021.html
Themenstarter173 Beiträge · seit 201910. Apr. 2021 · #9
25.03.2021 - Tag 2

Ein unglaubliches Vogelgezwitscher weckt mich schon kurz vor unserem gestellten Wecker. Leider habe ich aber trotzdem schon den Sonnenaufgang verpasst. Schnell in die Hose gehüpft und schon die erste Runde um das Haus gedreht – sehr ungewöhnlich von mir als eigentlicher Langschläfer. Aber hier ist alles anders. Wie von Ariane angekündigt, gibt es schon einen Early Morning Kaffee auf der Terrasse – ein super Service.

Wir haben uns auf 9 Uhr Frühstück geeinigt, da den anderen Gäste 8 Uhr zu früh war. Unsere Tour geht ja heute bis zur Blutkuppe-Campsite, für die ich mit Pausen und Fotografieren maximal 6 Std. Fahrtzeit einkalkuliert habe. Ich habe mir so vorgestellt, dass wir bis spätestens 16 Uhr da sein sollten, um das noch uns ungewohnte Dachzelt aufzuklappen, uns campingmäßig einzurichten, Essen vorzubereiten, und das alles noch vor dem Sonnenuntergang, der um diese Jahreszeit um 19 Uhr ist. Eigentlich wollte ich ja schon bei Ariane ausprobieren, ob das mit dem Dachzelt alles klappt, aber mein Partner meinte, das reicht dann wenn wir es brauchen 🙂.

Nachdem wir uns mit Ariane noch super gut und sehr informativ über Auswandern, Rentner in Namibia etc. unterhalten haben, war es dann tatsächlich bereits 11 Uhr als wir starteten. Das machte mich da schon nervös – ich hätte doch auf früher Frühstücken beharren sollen.

Die C28 war aber gut zu fahren – wir waren eher vorsichtig unterwegs, da immer wieder zu erkennen war, wie sehr es im Februar geregnet hat und die Straße darunter litt. Nach Neuheusis wurde immer noch gearbeitet und das Ausmaß der kaputten Straße noch deutlich zu sehen. Aber was für eine Kulisse – am liebsten wären wir alle paar Meter stehen geblieben:

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Man beachte hier die Toilette am Rastplatz - Aussichtspunkt 🙂

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Nachdem wir so herumgetrödelt haben und es auch mega heiß war, machten wir doch keine längere Pause am Aussichtspunkt, da wir nicht einschätzen konnten wie lange wir noch unterwegs sein werden und was noch auf uns zu kommt.

Aber die vermeidlich steilste Stelle, die gepflastert ist, fanden wir dann doch weniger spektakulär als so manch andere Stellen vorher. Irgendwann (nachdem wir vorher schon mindestens 5x meinten die Blutkuppe zu sehen) kam dann das Schild und der Abzweig.

Um überhaupt in das Gebiet fahren zu dürfen, braucht man ein Permit, welches wir uns vorab schon von Kalahari Care Hire besorgen haben lassen, damit wir uns am Ankunftstag nicht mehr kümmern mussten. Das Permit mit der Campinggebühr-Bestätigung hatten wir also dabei.

Die Zufahrt war vorerst einfach aber holprig. Plötzlich war kein Weg mehr zu sehen. Ich dachte mir nur zum Glück haben wir einen Hilux und keinen Duster (wie vorher mal angedacht – aber da war noch nicht Camping auf dem Plan). Wir schafften es ein Stück weiter und hatten wieder einen Weg. Wir kamen an einem Toilettenhäuschen und an Abfallkübel vorbei dachten nun da zu sein. Aber es wurde immer sandiger. Noch bei der Überlegung wie wir das Auto stellen, war es passiert – die Räder drehten durch. Nach einer Schrecksekunde fiel uns aber ein, dass wir ja Allrad haben 🙂 . Diesen rein und schon ging es ohne Probleme aus dem Sandbereich raus. Nun, hier im Nichts stecken zu bleiben, wäre echt blöd gewesen – wir wussten ja nicht mal sicher ob wir nun wirklich an der Blutkuppe sind.

Nachdem ich gelesen habe, dass man links weiter fahren soll und es hinter der Blutkuppe besser ist, fuhren wir noch ein Stück den Weg links herum und hier haben wir uns dann niedergelassen – eine Feuerstelle war schon vorhanden.
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Und frage nun an euch: Wo waren wir? 😎

Wir waren jedenfalls nun der Meinung hinter der Blutkuppe zu sein und waren begeistert nun gut, nach genau 6 Std. angekommen zu sein. Wenn ich jetzt aber die Fotos mit Fotos aus dem Internet vergleiche, bin ich mir nicht mehr sicher wo wir überhaupt waren 🙂 .

Aber eigentlich ist es egal, es war ein wunderschönes Fleckchen Erde – einsam und alleine – genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Nach anfänglichen kleinen Schwierigkeiten das Dachzelt aufzuklappen – vielleicht hätte sich mein Partner doch mal ein Youtube-Video anschauen sollen – haben wir es dann natürlich doch geschafft – Männer können so etwas ohne Betriebsanleitung 😉 .

Ted war für das Feuer zuständig – ich hatte derweilen „die Betten gemacht“ und schon saßen wir gemütlich am Tisch. Ariane hatte uns vorgeschlagen, dass wir auch schon fertige Rouladen von ihr mitnehmen können. Das war natürlich eine super Idee, gerade für den ersten Abend im Nichts und ihre vorzüglichen Rouladen sind ihren Ruf ja schon vorausgeeilt. So war das mit dem Kochen kein großer Aufwand und wir konnten uns ihre wirklich klasse bereiteten Oryx-Rouladen mit einem Salat und selbstgebackenen Brot von ihr schmecken lassen. Dazu ein Windhoek Lager – was will man mehr 😄 . Wir haben den Sonnenuntergang und die sich farblich veränderten Landschaft in vollen Zügen genossen, um dann noch den unglaublichen Sternenhimmel zu bestaunen. Wir hatten fast Vollmond und die Gegend war gespenstisch hell. Die erste Nacht im Nirgendwo im Dachzelt in Namibia – wie schön – wie aufregend – wie einzigartig!

Leise war es allerdings nicht – ein Nachtvogel (leider keine Ahnung was das war) war lauthals um uns unterwegs und erschreckte uns noch ein paar Mal beim Einschlafen, in dem er laut gefühlt direkt neben dem Zelt krächzte. Nun, da ich die Matratze bei erstem Begutachten ok fand und meinte, dass wir unsere zusätzlich mitgenommenen aufblasbaren Matratzen nicht benötigen, hatten wir dann doch eine etwas unruhige Nacht. Ich war gefühlt 100 x wach und hörte meinen Partner ziemlich laut schnarchen. Das wird hoffentlich sämtliche Tiere vertreiben, dachte ich mir. Immer wieder habe ich mir eingebildet, dass irgend etwas um das Auto schlich. „Lass es bitte keinen Menschen sein“ schoss es mir durch den Kopf, beruhigte mich aber wieder, dass wohl kaum jemand die 12 km von der Straße aus mal eben vorbei kommen würde um nachzuschauen ob sich eventuell hier Touristen befinden, die man bestehlen könnte. Am Morgen meinte allerdings Ted, dass er auch fast nichts geschlafen hätte – nun so können die Wahrnehmungen unterschiedlich sein, immer wenn ich wach war schnarchte er 😄 .
3 Wochen Namibia Süd und Nord - geführte Campingtour Aug./Sept. 2017, Selbstfahrertour 10 Tage im März 2021 (C28-Swakopmund-Erongo), Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage Namibia Süd und Nord zu dritt Aug. 2021, Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage im Süden als "Wanderurlaub" mit dem TokTokkie-Trail und dem Kalahari-Walk im Mai 2022. Geführte 4-wöchige Campingtour Kapstadt-Namibia-Botswana-Simbabwe-Johannesburg im August/Sept. 2023 2 Wochen ohne Auto in Namibia zum "Work and Travel" (Swakopmund und Erongo) im Dezember 2023 Bereits gebucht: Dezember 2024 - wieder 2 Wochen "Work and Travel" und 3,5 Wochen Dachzelt-Tour April/Mai 2025 mit KTP https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300182-auszeit-in-namibia-10taegiger-kurztripp-maerz-2021.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301453-die-letzte-familienreise-namibia-august-2021.html
4'382 Beiträge · seit 201510. Apr. 2021 · #10
Hallo Gaby, Du musst wissen, dass Männer schnarchen, um ihre Frauen vor den wilden Tieren zu beschütze ... 😉 😉

Schöne Grüße
Friederike
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https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter173 Beiträge · seit 201910. Apr. 2021 · #11
26.03.2021 -Tag 3 - Blutkuppe und Swakopmund

Am Morgen wurden wir von einer unbeschreiblichen Wolkenstimmung mit dem Sonnenaufgang geweckt und machten uns nach der ersten Tasse Kaffee auf den Weg „unsere Blutkuppe“ zu erklimmen, um von oben zu fotografieren. Was für eine tolle Umgebung und diese Farben!
Danach gab es noch ausgiebiges Frühstück mit Eiern von Arianes glücklichen Hühnern und dem restlichen Brot. Wir hatten ja Zeit – bis nach Swakopmund sind es ja nur ca. 1 ½ Std. laut Google Maps (wir waren dann mit Fotostopps 3 Std. unterwegs). Dass in Namibia Google Maps nicht dein Freund ist, habe ich zwar schon mehrmals gelesen und immer noch etwas dazu gerechnet, dass es aber sowas von falsch ist was da angezeigt wird, hätte ich nicht gedacht.


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Alles wieder gut verpackt – die Schlafsäcke und Kissen ließen wir im Zelt, ging es dann wieder pünktlich genau um 11 Uhr auf die Pad. Dieses Stück auf welchem kein Weg zu erkennen war, machte uns etwas Sorge, aber Ted schaffte dies auch wie auf dem Hinweg mit bravour. Eigentlich bin ich ja zuhause der Fahrer. Ich kann mich normalerweise ganz schlecht daneben setzen, bin mein halbes Leben sehr viel auf den Straßen unterwegs gewesen und Ted kann zu seiner Arbeitsstelle laufen, aber in Namibia ist halt alles anders 🙂 . Ihm machte das Fahren total Spaß, für mich war es eher Stress, so dass er dann ca. 80% der Fahrerei übernahm. Nun, wenn wir im August 3 ½ Wochen unterwegs sind, schaffe ich es ja vielleicht doch noch Freude daran zu finden.

Wir haben übrigens auf der C28 einen Pfau, eine ganze Warzenschwein-Familie mit ihren Kids und ein paar Paviane gesehen – waren leider mit dem Foto zu langsam.

Auf der Strecke nun bis nach Swakopmund lief ein Strauß vor uns neben der Straße mit und hat dann, nachdem er sich 5x umdrehte, ob wir ihn überqueren lassen, die Straße gekreuzt – das war so schön anzusehen und das Tier-Highlight des Tages.

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Natürlich mussten wir noch kurz bei der Martin-Luther-Lokomotive halten. Als Ted 2005 in Swakopmund war, lag diese noch am Stadtrand und dieses „Autobahnkreuz“ vor Swakopmund hatten wir auch 2017 nicht in Erinnerung.


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Unsere Unterkunft „Eazy Sleep Accomodation“ haben wir schnell gefunden und Dawid hat uns sehr freundlich begrüßt. Eigentlich hatten wir nur ein Zimmer mit Dusche gebucht, da aber auch ein größeres Zimmer mit Küche und Kühlschrank frei war, bot er uns dieses kostenfreie Upgrade an, was wir gerne angenommen haben.


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Auch diese Unterkunft hat übrigens unsere Erwartungen übertroffen. Wir hatten einen sehr geschützten Parkplatz hinter verschlossenem Tor und die Nähe zum Ortskern und zum nächsten Supermarkt war klasse. Gegenüber befand sich eine Bäckerei. Da aber unsere 2 Nächte auf Freitag bis Sonntag fielen, wussten wir, dass wir unsere Besorgungen noch gleich erledigen mussten, da für den Samstag der Ganztagesausflug zur Sandwich Harbour geplant war und ab Samstag Mittag in Swakopmund alles geschlossen ist. Also, schnell wieder ein paar Einkäufe erledigt, sich etwas kultiviert und schon ging es zum „The Tug“. Ich hatte hier für 18 Uhr den Tisch Nr. 2 reserviert. Eigentlich wären wir im Februar an Teds Geburtstag in Swakopmund gewesen, nun so musste er halt jetzt seinen Geburtstag nachfeiern. Es war alles perfekt – sogar das Wetter hat mitgespielt, so dass es wirklich ein Sunset-Dinner geworden ist. Vom Essen waren wir auch sehr begeistert. Nach einer Vorspeise aus Fischvariationen aßen wir Springbock-Cordon Bleu und Springbock-Schnitzel. Das kannten wir noch nicht – was für ein zartes Fleisch. Der Kingklip muss nun noch bis August warten 😉 .

Was für ein Tag! Morgens noch Kaffee aus der Blechtasse im Nirgendwo einsam und alleine – und abends dann in gehobener Ambiente unser Dinner am Meer – Namibia eben!


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Das mit den Selfies müssen wir glaub ich noch üben 😎
3 Wochen Namibia Süd und Nord - geführte Campingtour Aug./Sept. 2017, Selbstfahrertour 10 Tage im März 2021 (C28-Swakopmund-Erongo), Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage Namibia Süd und Nord zu dritt Aug. 2021, Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage im Süden als "Wanderurlaub" mit dem TokTokkie-Trail und dem Kalahari-Walk im Mai 2022. Geführte 4-wöchige Campingtour Kapstadt-Namibia-Botswana-Simbabwe-Johannesburg im August/Sept. 2023 2 Wochen ohne Auto in Namibia zum "Work and Travel" (Swakopmund und Erongo) im Dezember 2023 Bereits gebucht: Dezember 2024 - wieder 2 Wochen "Work and Travel" und 3,5 Wochen Dachzelt-Tour April/Mai 2025 mit KTP https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300182-auszeit-in-namibia-10taegiger-kurztripp-maerz-2021.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301453-die-letzte-familienreise-namibia-august-2021.html
4'382 Beiträge · seit 201510. Apr. 2021 · #12
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Aus einem anderen Thread von meinem „Lehrer“ geklaubt...
Deine Kamera speichert die Information, ob die Kamera hochkant gehalten wurde (ältere Kameras machen das nicht). Das Betriebssystem erkennt das und dreht Dir die Fotos automatisch richtig. Beim Hochladen ins Forum geht diese Information verloren. Hättest Du eine ältere Kamera, würdest Du es schon vorher auf Deinem PC bemerken.

Gruß
Wolfgang
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 10. Apr. 2021
16,9k Beiträge · seit 201210. Apr. 2021 · #13
GabyB schrieb:Und frage nun an euch: Wo waren wir? 😎
Hallo Gaby,

ich habe Dir mal zwei Sachen rausgesucht. Vielleicht hilft es Dir ja?


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GabyB schrieb:) Männer können so etwas ohne Betriebsanleitung 😉 .
Selbstverständlich! Betriebsanleitungen sind etwas für Turnbeutelvergesser. Das wissen wir doch alle. 😎
GabyB schrieb:) Ariane hatte uns vorgeschlagen, dass wir auch schon fertige Rouladen von ihr mitnehmen können. Das war natürlich eine super Idee, gerade für den ersten Abend im Nichts und ihre vorzüglichen Rouladen sind ihren Ruf ja schon vorausgeeilt.
Die sind der Hammer - oder? Zufällig sprachen wir da heute Mittag noch drüber!
GabyB schrieb:)Ich war gefühlt 100 x wach und hörte meinen Partner ziemlich laut schnarchen....
Am Morgen meinte allerdings Ted, dass er auch fast nichts geschlafen hätte – nun so können die Wahrnehmungen unterschiedlich sein, immer wenn ich wach war schnarchte er 😄
Ich überlege schon die ganze Zeit, woher mir das so bekannt vor kommt? 😎 😗

LG
Logi
663 Beiträge · seit 201610. Apr. 2021 · #14
GabyB schrieb:26.03.2021 -Tag 3 - Blutkuppe und Swakopmund


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Das mit den Selfies müssen wir glaub ich noch üben 😎
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Sieht so besser aus 🙂
VG, Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
zuletzt bearbeitet 10. Apr. 2021
4'382 Beiträge · seit 201511. Apr. 2021 · #15
@Gerhard
... guckst Du eine Seite vorher..... 😉 😉
Schöne Grüße nach Berlin
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
663 Beiträge · seit 201611. Apr. 2021 · #16
Hallo Friederike,

Danke. Na, da warst Du dann wohl ein wenig fixer 😎

Grüsse zurück nach Nordhessen
Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
Themenstarter173 Beiträge · seit 201912. Apr. 2021 · #17
Danke fürs Drehen - sehr peinlich, dass ich das immer noch nicht hinbekomme, sorry!

@Logi:
Danke für die Blutkuppe-Karte. Schätze mal wir waren nicht genau da wo wir hinwollten, aber egal, ein Grund zum wieder kommen 🙂 - und es war einzigartig schön und einsam, so wie wir uns das vorgestellt haben.
Bei Ariane haben wir uns so wohlgefühlt, dass wir Eagle Rock wohl wieder als erste Nacht für nächstes Jahr mit einplanen werden und auch die Oryx-Rouladen zum mitnehmen 🙂

und so ging es weiter:

27.03.2021 - Sandwich Harbour - Tour - Tag 4

Heute haben wir unsere schon lange vorgebuchte Tour mit Turnstone-Tours zur Sandwich Harbour. Wir werden pünktlich um 8.15 Uhr an unserer Unterkunft vom Chef selbst, Bruno Nebe, abgeholt. Er sagt uns, dass wir in Walvis Bay noch ein Paar abholen. Das junge Paar ist auch seit ein paar Tagen natürlich getestet in Namibia und hat bisher gecampt. Da wir die Fenster offen lassen, beschließen wir auf die Masken zu verzichten. Das war im Nachhinein gesehen schon etwas leichtsinnig und wir haben uns hinterher Vorwürfe gemacht, wir hätten konsequenter sein sollen, zum Glück ist alles gut gegangen.

Aber nun zu unserer Tour. War das ein herrlicher Tag! Bruno hat uns umfassend informiert – unter anderem auch über die Menschen die sich hier einmal niedergelassen haben (wegen der Süßwasserlagune) und hier lebten und diesen Baum als Schattenspender gepflanzt haben. Es ist nur noch das Dach des Hauses zu sehen und natürlich sehr fotogen der Baum.

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Schakal auf dem Weg zu Sandwich Harbour

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Das Hausdach:
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Wüste küsst Meer:

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Wir waren noch ein ganzes Stück zu Fuß unterwegs und stiegen die Dünen hinauf. Eine tolle Wanderung, aber auch ein bisschen anstrengend, nachdem man bei jedem Schritt wieder nach unten rutscht (das erinnerte mich an die Düne 45 im Sossusvlei). Mit der Zeit hat man es dann aber doch besser raus, die Fußstapfen des Vordermanns zu benutzen.

Dieser herrliche Blick auf die Lagune entschädigte uns sehr dafür:

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Soweit waren wir vom Auto weg:

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Zurück wanderten wir an der Küste entlang:

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Diese Grashalme sind deshalb so schwarz weil sie komplett von kleinen Mücken besetzt sind:

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Also die kleinen Mücken waren schon ein bisschen lästig. Ich hätte nicht gedacht, dass man mal froh ist eine Maske dabei zu haben. Hier haben wir diese gerne aufgesetzt, damit man nicht versehentlich die Mücken in Nase und Luftröhre bekam. Naja, man sollte halt auch öfter mal den Mund halten 😉 .
Normalerweise würde das Picknick unten am Strand stattfinden, hat uns Bruno erklärt, aber mückenbedingt sind wir erstmal ins Auto und ein Stück die Dünen hinaufgefahren, um ein einigermaßen windstilles Plätzchen zu finden. Hier haben wir dann ein vorzügliches Mittagessen mit Lasagne, Salat, selbstgebackenem Brot und zum Nachtisch noch Apfelkuchen (besser als in Solitaire) aufgetischt bekommen. Getränke und Kaffee gab es auch. Sehr lecker!

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Blick vom „Rastplatz“:

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Hinterher hat uns Bruno noch mit einer sehr spektakulären Dünenfahrt überrascht. Da war es mucksmäuschenstill im Auto, als es immer wieder seeehr steil bergab ging, um dann wieder rasant die nächste Düne zu erklimmen. Ja, wenn man es halt kann….
Am Ende konnten wir uns noch über eine Springbockfamilie erfreuen, die es sich gemütlich gemacht hat und sich durch das Auto nicht erschrecken hat lassen.

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Irgendwie schon makaber, gestern haben wir uns das Fleisch schmecken lassen und heute erfreuen wir uns des schönen Anblicks. Mit den Oryx geht’s mir ja genauso – das sind auch so schöne Tiere, trotzdem liebe ich Oryx-Steaks.

Rückweg:

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Um ca. 16.30 Uhr wurden wir wieder an unserer Unterkunft abgesetzt. Ein sehr beeindruckender Tag neigte sich dem Ende. Allerdings obwohl schon sehr müde, musste es unbedingt noch sein, dass wir das Cafe Anton besuchen – eine Schwarzwälder Kirschtorte in Namibia im Cafe Anton – das hat nun schon ein bisschen Tradition (3. bzw. 4. Mal). Gerade kurz bevor geschlossen wurde, haben wir das auch noch geschafft. Dann machten wir uns auf den Heimweg – ein paar Fotos noch vom schönen aber sehr leeren Swakopmund geschossen. Auf einen Sonnenuntergangshimmel konnten wir heute nicht hoffen, dazu war es zu bewölkt – was hatten wir da gestern für ein Glück.

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3 Wochen Namibia Süd und Nord - geführte Campingtour Aug./Sept. 2017, Selbstfahrertour 10 Tage im März 2021 (C28-Swakopmund-Erongo), Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage Namibia Süd und Nord zu dritt Aug. 2021, Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage im Süden als "Wanderurlaub" mit dem TokTokkie-Trail und dem Kalahari-Walk im Mai 2022. Geführte 4-wöchige Campingtour Kapstadt-Namibia-Botswana-Simbabwe-Johannesburg im August/Sept. 2023 2 Wochen ohne Auto in Namibia zum "Work and Travel" (Swakopmund und Erongo) im Dezember 2023 Bereits gebucht: Dezember 2024 - wieder 2 Wochen "Work and Travel" und 3,5 Wochen Dachzelt-Tour April/Mai 2025 mit KTP https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300182-auszeit-in-namibia-10taegiger-kurztripp-maerz-2021.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301453-die-letzte-familienreise-namibia-august-2021.html
Themenstarter173 Beiträge · seit 201920. Apr. 2021 · #18
Hallo zusammen,
jetzt musste ich mal dazwischen wieder was arbeiten 😉..... und weiter ging es dann so:

28.03.2021 – Tag 5 – zur Spitzkoppe

Wir haben es heute gemütlich begonnen und erstmal ausgiebig gefrühstückt. Unsere Tour führt uns heute zur Spitzkoppe, geplante Fahrzeit ca. 2 Std. Dawid sagte uns, dass wir nicht pünktlich um 10 Uhr auschecken müssen, es kommt niemand nach uns und wir können uns Zeit lassen.

So starteten wir wieder gegen 11 Uhr. Die geteerte B2 Richtung Karibib-Windhoek ist wenig spektakulär, obwohl wir uns ja an jedem Stückchen Namibia erfreuen können. Diesmal haben wir keine Probleme „unseren“ nächsten Berg zu erkennen (siehe Blutkuppe). Die Spitzkoppe ist so einzigartig, wie dieses Bergmassiv von weitem schon so einfach in der Landschaft steht. Ab dem Abzweig der B2 auf die D1918 wird die Kulisse noch besser, wir fahren direkt auf die Spitzkoppe zu und würden am liebsten alle 100 Meter stehen bleiben und fotografieren, was wir auch ganz oft gemacht haben – wir haben ja Urlaub und sind nicht auf der Flucht.

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Das letzte Stück der Straße zum Spitzkoppe Rest Camp ist gesäumt mit Ständen der Bewohner dort, die Steine und Schmuck oder anderes Selbsterstelltes verkaufen möchten. Da im Moment ja so wenige Touristen unterwegs sind, werden wir schon von weitem „erwartet“ und es wird gewunken, dass wir doch halten möchten und etwas kaufen sollen. Teilweise rennen auch kleine Kinder auf die Straße mit ihren Angeboten winkend. Oje, mir wird ganz flau im Magen, wo halten wir und bei wem kaufen wir etwas? Wir können ja nicht an jedem Stand etwas kaufen und wie werden wir dann allen gerecht? „Du kannst hier die Welt nicht retten“ sagt Ted zu mir. Wir entscheiden uns, erstmal ins Camp zu fahren und morgen früh am Rückweg etwas zu kaufen.

Ich hatte mich per Mail angemeldet, aber keine Antwort erhalten (später dann aber die Mail im Spam gefunden). Wir können uns einen Platz aussuchen, es ist alles frei, wurde uns gesagt – wir waren an diesem Tag wohl die Ersten, die ankamen. Ja und dann hatten wir die Qual der Wahl. Letztendlich haben wir uns für den Platz 11 A entschieden, die Plätze 10 A und B wären wohl wegen der Sonnenuntergangs-Aussicht noch spektakulärer gewesen, aber am Nachmittag so gut wie keinen Schatten hatten und es war seeeehr warm (mindestens 35 Grad).

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Blick vom Platz:

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Wir hatten in Swakopmund Oryx-Steaks und ein Potjie-Gemüseallerlei (Kartoffeln, Brokkoli, Karotten, Butternut, Süßkartoffen) gekauft und nachdem wir unsicher waren, wieviel Zeit das Grillen und Potjie-Ratatouille in Anspruch nehmen wird und wir rechtzeitig zur Sonnenuntergangsstimmung mit dem Essen fertig sein wollten, dann schon gegen 16 Uhr mit dem Feuermachen begonnen. Leider haben wir den Holzbedarf schlecht eingeschätzt und uns war jetzt schon klar, dass wir wohl nach Dunkelheit nicht mehr am „Lagerfeuer“ sitzen werden. Schade, das machen wir das nächste Mal definitiv besser!

Ansonsten waren wir mit unseren Koch- und Grillkünsten für das erste Mal recht zufrieden. Die Steaks waren hervorragend und das mit dem Potjie hat auch prima funktioniert, nur diese Butternut-Frucht werden wir wohl das nächste Mal weglassen, die hat uns nicht so gemundet.

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Wir bekamen Besuch von vielen kleinen Vögeln, die ganz schön frech waren und die Touristen wohl gewohnt sind. Außerdem hat uns dieser hübsche Monteiro-Toko ein Stelldichein gegeben:

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Und schon hüpfte er davon:
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(Diesmal hat er mir den Gefallen getan in der Sonne zu hüpfen 😉 )

Nach dem Essen und Einrichten unserer Nachtbehausung – das 2. Mal ging es schon zack zack – beim ersten Mal Dachzelt-Aufbau waren wir schon froh, dass uns keiner dabei zugeschaut hat 😗 – machten wir noch einen Sparziergang im Camp zur Einstimmung auf den Sonnenuntergang und waren überwältigt von diesem herrlichen Stückchen Erde – ich freue mich sehr, dass wir hier im August mit unserem Sohn nochmal da sein werden. Anzunehmen, dass wir dann leider nicht so alleine im Camp sein werden.

Nachdem wir anscheinend am hintersten Platz waren und auch auf unserem Sparziergang niemanden sahen, waren wir noch der Meinung, dass wir ganz alleine hier sind. Beim Fotografieren des Sonnenuntergangs wäre ich aber dann fast doch noch erschrocken, da auf dem Platz 10 B tatsächlich (also hinter unserem Steingewölbe) sich auch noch ein Paar niedergelassen hatte. Ich sah nur, dass auf dem Felsen sich etwas bewegte und gleich fiel mir der Leopard ein, der hier in der Gegend unterwegs sein soll. Dawid aus Swakopmund erzählte uns jedoch, dass wir keine Angst haben brauchen, die Leoparden wären sehr scheu und wir Menschen schmecken ihnen nicht – sehr beruhigend!

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Diese Farben bei Sonnenuntergang sind atemberaubend und konnte ich nicht wirklich gut auf den Fotos festhalten (alle Fotos sind übrigens unbearbeitet).

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Nach gefühlten hunderten von Fotos gingen wir wieder zu unserem Platz zurück. Ohne Feuer saßen wir dann noch eine ganze Weile da und lauschten der heran nahenden Nacht. Plötzlich erhellte sich unser ganze Platz und auf dem uns gegenüberliegenden Berg blinkte ein Licht auf – als ob jemand da oben eine Lampe eingeschaltet hätte. Während wir noch rätseln, was so weit da oben denn sein könnte, verändert sich so langsam der Lichteinwurf – und jetzt bitte nicht lachen – ich stehe auf und gehe ein paar Schritte ich eine andere Position und siehe da – es war der MOND!!!! – der langsam hinter dem Berggipfel hervorwanderte. Er hat wirklich fast taghell auf unseren Platz geschienen – was für ein Schauspiel. Ich hätte es so gerne fotografiert, aber dazu hatte ich nicht die richtige Kamera oder zumindest hätte ich wohl ein Stativ gebraucht. Egal, ich werde es so oder so nie vergessen. Man hatte den Eindruck, dass er zum Greifen nah wäre. Einziger Wehrmutstropfen: Bei Vollmond hat man natürlich nicht den spektakulären Sternenhimmel, der wohl an anderen Nächten zu sehen ist, aber wir kommen ja wieder 🙂 .
Meine erste Nacht in Namibia mit Camping hatte ich 2017 auf der Bagatelle Farm in der Kalahari. Damals musste ich nachts mal raus und war fast erschlagen von dem faszinierenden Sternenhimmel, der sich mir da bot – ich hatte das damals noch gar nicht auf dem Schirm, dass hier in Namibia die Sterne „so viel näher sind“. Dieses „Bild“ werde ich wohl auch immer in mir festhalten.

Auch heute krabbelten wir dann relativ bald in unsere Schlafsäcke – obwohl das jetzt milde Klima uns noch gerne draußen sitzen hätte lassen können, wenn man nicht immer so müde wäre, vor lauter tollen Eindrücken. Denke im August werden uns die abendlichen Temperaturen dann so oder so relativ früh ins Bett treiben.
Unsere zweite Nacht im Dachzelt war nun schon wesentlich entspannter. Zum einen waren nun unsere aufblasbaren Isomatten im Einsatz und zum anderen haben wir uns wohl schon besser auf die ungewohnte Situation eingestellt. Eigentlich wollte ich noch eine ganze Weile den Stimmen der Nacht lauschen und bin leider dann doch recht schnell eingeschlafen. Auch den Sonnenaufgang hab ich doch tatsächlich leider verschlafen. Das nächste Mal stellen wir einen Wecker 🙂 .
3 Wochen Namibia Süd und Nord - geführte Campingtour Aug./Sept. 2017, Selbstfahrertour 10 Tage im März 2021 (C28-Swakopmund-Erongo), Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage Namibia Süd und Nord zu dritt Aug. 2021, Selbstfahrertour mit Dachzelt 24 Tage im Süden als "Wanderurlaub" mit dem TokTokkie-Trail und dem Kalahari-Walk im Mai 2022. Geführte 4-wöchige Campingtour Kapstadt-Namibia-Botswana-Simbabwe-Johannesburg im August/Sept. 2023 2 Wochen ohne Auto in Namibia zum "Work and Travel" (Swakopmund und Erongo) im Dezember 2023 Bereits gebucht: Dezember 2024 - wieder 2 Wochen "Work and Travel" und 3,5 Wochen Dachzelt-Tour April/Mai 2025 mit KTP https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300182-auszeit-in-namibia-10taegiger-kurztripp-maerz-2021.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301453-die-letzte-familienreise-namibia-august-2021.html
173 Beiträge · seit 201920. Apr. 2021 · #19
GabyB schrieb:25.03.2021 - Tag 2

Ein unglaubliches Vogelgezwitscher weckt mich schon kurz vor unserem gestellten Wecker. Leider habe ich aber trotzdem schon den Sonnenaufgang verpasst. Schnell in die Hose gehüpft und schon die erste Runde um das Haus gedreht – sehr ungewöhnlich von mir als eigentlicher Langschläfer. Aber hier ist alles anders. Wie von Ariane angekündigt, gibt es schon einen Early Morning Kaffee auf der Terrasse – ein super Service.

Wir haben uns auf 9 Uhr Frühstück geeinigt, da den anderen Gäste 8 Uhr zu früh war. Unsere Tour geht ja heute bis zur Blutkuppe-Campsite, für die ich mit Pausen und Fotografieren maximal 6 Std. Fahrtzeit einkalkuliert habe. Ich habe mir so vorgestellt, dass wir bis spätestens 16 Uhr da sein sollten, um das noch uns ungewohnte Dachzelt aufzuklappen, uns campingmäßig einzurichten, Essen vorzubereiten, und das alles noch vor dem Sonnenuntergang, der um diese Jahreszeit um 19 Uhr ist. Eigentlich wollte ich ja schon bei Ariane ausprobieren, ob das mit dem Dachzelt alles klappt, aber mein Partner meinte, das reicht dann wenn wir es brauchen 🙂.

Nachdem wir uns mit Ariane noch super gut und sehr informativ über Auswandern, Rentner in Namibia etc. unterhalten haben, war es dann tatsächlich bereits 11 Uhr als wir starteten. Das machte mich da schon nervös – ich hätte doch auf früher Frühstücken beharren sollen.

Die C28 war aber gut zu fahren – wir waren eher vorsichtig unterwegs, da immer wieder zu erkennen war, wie sehr es im Februar geregnet hat und die Straße darunter litt. Nach Neuheusis wurde immer noch gearbeitet und das Ausmaß der kaputten Straße noch deutlich zu sehen. Aber was für eine Kulisse – am liebsten wären wir alle paar Meter stehen geblieben:

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Man beachte hier die Toilette am Rastplatz - Aussichtspunkt 🙂

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Nachdem wir so herumgetrödelt haben und es auch mega heiß war, machten wir doch keine längere Pause am Aussichtspunkt, da wir nicht einschätzen konnten wie lange wir noch unterwegs sein werden und was noch auf uns zu kommt.

Aber die vermeidlich steilste Stelle, die gepflastert ist, fanden wir dann doch weniger spektakulär als so manch andere Stellen vorher. Irgendwann (nachdem wir vorher schon mindestens 5x meinten die Blutkuppe zu sehen) kam dann das Schild und der Abzweig.

Um überhaupt in das Gebiet fahren zu dürfen, braucht man ein Permit, welches wir uns vorab schon von Kalahari Care Hire besorgen haben lassen, damit wir uns am Ankunftstag nicht mehr kümmern mussten. Das Permit mit der Campinggebühr-Bestätigung hatten wir also dabei.

Die Zufahrt war vorerst einfach aber holprig. Plötzlich war kein Weg mehr zu sehen. Ich dachte mir nur zum Glück haben wir einen Hilux und keinen Duster (wie vorher mal angedacht – aber da war noch nicht Camping auf dem Plan). Wir schafften es ein Stück weiter und hatten wieder einen Weg. Wir kamen an einem Toilettenhäuschen und an Abfallkübel vorbei dachten nun da zu sein. Aber es wurde immer sandiger. Noch bei der Überlegung wie wir das Auto stellen, war es passiert – die Räder drehten durch. Nach einer Schrecksekunde fiel uns aber ein, dass wir ja Allrad haben 🙂 . Diesen rein und schon ging es ohne Probleme aus dem Sandbereich raus. Nun, hier im Nichts stecken zu bleiben, wäre echt blöd gewesen – wir wussten ja nicht mal sicher ob wir nun wirklich an der Blutkuppe sind.

Nachdem ich gelesen habe, dass man links weiter fahren soll und es hinter der Blutkuppe besser ist, fuhren wir noch ein Stück den Weg links herum und hier haben wir uns dann niedergelassen – eine Feuerstelle war schon vorhanden.
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Und frage nun an euch: Wo waren wir? 😎
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Wir waren jedenfalls nun der Meinung hinter der Blutkuppe zu sein und waren begeistert nun gut, nach genau 6 Std. angekommen zu sein. Wenn ich jetzt aber die Fotos mit Fotos aus dem Internet vergleiche, bin ich mir nicht mehr sicher wo wir überhaupt waren 🙂 .

Aber eigentlich ist es egal, es war ein wunderschönes Fleckchen Erde – einsam und alleine – genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Nach anfänglichen kleinen Schwierigkeiten das Dachzelt aufzuklappen – vielleicht hätte sich mein Partner doch mal ein Youtube-Video anschauen sollen – haben wir es dann natürlich doch geschafft – Männer können so etwas ohne Betriebsanleitung 😉 .

Ted war für das Feuer zuständig – ich hatte derweilen „die Betten gemacht“ und schon saßen wir gemütlich am Tisch. Ariane hatte uns vorgeschlagen, dass wir auch schon fertige Rouladen von ihr mitnehmen können. Das war natürlich eine super Idee, gerade für den ersten Abend im Nichts und ihre vorzüglichen Rouladen sind ihren Ruf ja schon vorausgeeilt. So war das mit dem Kochen kein großer Aufwand und wir konnten uns ihre wirklich klasse bereiteten Oryx-Rouladen mit einem Salat und selbstgebackenen Brot von ihr schmecken lassen. Dazu ein Windhoek Lager – was will man mehr 😄 . Wir haben den Sonnenuntergang und die sich farblich veränderten Landschaft in vollen Zügen genossen, um dann noch den unglaublichen Sternenhimmel zu bestaunen. Wir hatten fast Vollmond und die Gegend war gespenstisch hell. Die erste Nacht im Nirgendwo im Dachzelt in Namibia – wie schön – wie aufregend – wie einzigartig!

Leise war es allerdings nicht – ein Nachtvogel (leider keine Ahnung was das war) war lauthals um uns unterwegs und erschreckte uns noch ein paar Mal beim Einschlafen, in dem er laut gefühlt direkt neben dem Zelt krächzte. Nun, da ich die Matratze bei erstem Begutachten ok fand und meinte, dass wir unsere zusätzlich mitgenommenen aufblasbaren Matratzen nicht benötigen, hatten wir dann doch eine etwas unruhige Nacht. Ich war gefühlt 100 x wach und hörte meinen Partner ziemlich laut schnarchen. Das wird hoffentlich sämtliche Tiere vertreiben, dachte ich mir. Immer wieder habe ich mir eingebildet, dass irgend etwas um das Auto schlich. „Lass es bitte keinen Menschen sein“ schoss es mir durch den Kopf, beruhigte mich aber wieder, dass wohl kaum jemand die 12 km von der Straße aus mal eben vorbei kommen würde um nachzuschauen ob sich eventuell hier Touristen befinden, die man bestehlen könnte. Am Morgen meinte allerdings Ted, dass er auch fast nichts geschlafen hätte – nun so können die Wahrnehmungen unterschiedlich sein, immer wenn ich wach war schnarchte er 😄 .
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
173 Beiträge · seit 201920. Apr. 2021 · #20
sorry, ich habe irgendwie Mist gebaut und den Bericht verfälscht - das wollte ich nicht hat! Ich wollte die Unterschrift unter der Blutkuppe zitieren und ein eigenes Blutkuppe- Bild einfügen (vom Januar), um zu zeigen, wie es da aussieht. Nun steht es als Gabis Bild da. Ich bitte um Entschuldigung - und Streichung, wenn möglich! Barbara
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