Öfter mal was Neues - Kaokoveld Feb. 2026

Reisebericht 44 Antworten · 5'543 Aufrufe · gestartet 07. März 2026 von dergnagflow
Themenstarter2'534 Beiträge · seit 200707. März 2026 · #1
Hi,
unter dem Motto "Öfter mal was Neues" versuchten wir heuer, die Tour, die eigentlich schon für 2023 geplant war, umzusetzen.

Viel Neues aber auch ein bisschen etwas, schon Bekanntes, gab es zu erkunden und hiermit öffne ich die Türen unserer leider nur SIngleCab Landcruiser für die Mitfahrt. Ich kann nur den Piloten auf beiden Flügen wiederholen, "fasten your seat belts". Es war ziemlich ruppig auf unserer Reise, nicht nur während des Fluges. Quetscht's euch rein wenn ihr wollt, am Dach ist auch genug Platz. Hinten im Aufbau gibt's leider keine Fenster, da werdet ihr nicht viel sehen.

Geflogen sind wir diesmal mit Discover, gemietet haben wir bei Advanced Car Hire zwei "Luxury Camper", entsprechende Erfahrungen habe ich dort geschrieben -> Erfahrungen Advanced Car Hire
Folgende Route ist es geworden:
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Zeit hatten wir insgesamt 19 Tage, Plan war natürlich wieder fertig, allerdings hatten wir aus Sicherheitsgründen wegen eventueller Unwägbarkeiten im Norden zwei Reservetage in peto, die - falls wir sie nicht brauchen sollten - den Aufenthalt im Damaraland dann entsprechend verlängern würden.

Als kleinen Appetizer gibt's ein kleines Foto eines meiner Lieblings-Stellplätze, der muss einfach immer dabei sein, wenn's in den hohen Norden geht.

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Ich tanke noch schnell voll und dann geht's los.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 10. März 2026
Themenstarter2'534 Beiträge · seit 200707. März 2026 · #2
HI,

vorab noch ein paar Details zur geplanten Strecke.
Diese sollte Klassiker wie CrowthersTrail, Hartmannstal, Marienflusstal, Khowarib Schlucht und diverse Reviere enthalten, aber auch eher selten befahrene Strecken wie
#) die westliche Umfahrung des Joubert Passes beim Marble Camp / House on the Hill,
#) den Shortcut vom Hartmannstal ins Marienflusstal,
#) die südliche Umfahrung des Van Zyls Passes (siehe Südumfahrung Van Zyls,
#) den Otijtheka 4WD Trail nach der Klein Serengeti

An geplanten Übernachtungsplätzen standen auf dem Programm:
#) Duncan's Campsite (beim "The Movie House") südlich von Kamanjab
#) Elephant Song Community Camp im Hoanib
#) Purros Canyon Campsite
#) House on the Hill (bei Etambura)
#) Camp Synchro bzw. Community Camp oben am Kunene
#) Kaoko Mopane Campsite (Opuwo)
#) Khowarib Lodge Campsite
#) EHRA Camp Ugab

Generell hatten wir bis auf die Duncan Campsite zu Beginn und das EHRA Camp am Ende nichts vorgebucht, um im Falle von Verschiebungen, Regen, abgehenden Revieren etc, möglichst flexibel bleiben zu können.

Mit dabei war auch der hier im Forum vertretene Dünenpeter, mit dem ich mittlerweile das fünfte Mal in Namibia war und unsere beiden Navigatorinnen 😉.

Einen kurzen Überblick habe ich bereits als "Livebericht" verfasst, die Details kommen nun noch hier.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
42 Beiträge · seit 202008. März 2026 · #3
Hi Wolfgang,

großartig, ähnliche Tour habe ich im Oktober vor. Vor allem die Klassiker der Gegend habe ich schon eingeplant, mal schauen, was du über die seltener befahrenen Strecken schreibst, vielleicht baue ich dann davon auch noch was in meine Route ein.

Bin gespannt, was du berichtest!
LG Max
630 Beiträge · seit 200809. März 2026 · #5
Hallo Wolfgang,

schön, dass Du einen Reisebericht schreibst. Nachdem ich im August / September Teilstrecken Deiner Route befahren will, bin ich schon auf Deine Erfahrungen gespannt.

Viele Grüße

Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet. (Hans Magnus Enzensberger)
Themenstarter2'534 Beiträge · seit 200710. März 2026 · #6
Am 6.2. war's also wieder mal soweit, diesmal flogen wir mit Discover über Frankfurt (eine Premiere für uns) und nahmen den Zubringerflug von Wien um knapp nach 17:00. Flüge ereignislos, Frankfurt Flughafen ist halt Frankfurt.

Am Terminal C, zu dem wir dann eher länger unterwegs sind, gibt's entgegen unseren Erwartungen keinerlei Gastronomie, an einem kleinen Ministand bekommen wir wenigstens noch was zu Trinken 😉. Wer also vorher noch etwas essen möchte, sollte dies tun, bevor er durch die Sicherheitsschleuse geht.

Flug ist dann fast bis auf den letzten Platz gefüllt und verläuft ereignislos, wenngleich die ersten paar Stunden ziemlich turbulent sind.

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Als wir landen, ist der München Flieger schon da, aber alle Passagiere offenbar schon abgefertigt. Wir sitzen ganz hinten, sind daher auch relativ schnell in der Halle und haben uns für VoA (ohne "e") entschieden. War heute die richtige Wahl.
Die meisten haben eVoA, da dauert's entsprechend länger. Aber auch bei uns dauert's rund 10 Minuten, bis beide Pässe entsprechend abgehandelt sind und das Geld bezahlt ist. Dünenpeter kam rund 20 Personen hinter uns in die Schlange und brauchte über eine halbe Stunde länger, aber da waren immer noch sehr viele beim eVoA angestellt.

Kurz die mitgeschriebene Doku:
Landung 9:12
Gepäck erhalten: 9:42 (das war schon von den Bändern geschlichtet)
Geld beheben, SIM-Karte besorgen, etc.
Abfahrt Flughafen: 10:40
Ankunft Advanced Car Hire: 11:10 (das ist deutlich schneller als früher ohne Autobahn)
Abfahrt ACH: 14:10.

Wir haben nach der sehr gründlichen Einweisung, Tausch von Kühlschrank und anderen Kleinigkeiten noch unser Gepäck ordentlich eingeräumt und die großen Koffer bei der Vermietfirma gelassen. Weil ich im Vorfeld gefragt habe, wie andere das denn so machen, wenn sie die Koffer bei der Vermietfirma lassen: wir haben uns für diese Packsäcke entschieden: https://amzn.eu/d/0gfDiM5Q

Sehr sehr praktisch, haben einen Kompressionsreissverschluss, wodurch alles sehr klein zusammengeschnürt werden kann. Ich hatte drei Stück davon für mein gesamtes Gewand (OK, im Sommer braucht man nicht so viel) und es war schnell aus dem Koffer aus- und vor allem nachher wieder schnell eingeräumt. Ist auch staubdicht, was in unserem Fall durch den Camperaufbau eher egal war.

Als ich dann abfahren wollte, ging plötzlich nix mehr. Schlüssel drehen, aber nicht mal ein kleines Aufflackern (obwohl's 20 Minuten vorher beim ersten Test anstandslos funktioniert hat). Schnell wurde die Batterie getauscht und ich konnte losfahren. 5 Minuten später Dünenpeter am Funkgerät: "Motor ist plötzlich ausgegangen, ich steh noch zwei Ampeln weiter hinten". Ursache war schnell gefunden: bei der Demonstration des SubTanks (der mittels Druckknopf im Cockpit umgeschalten wird) wurde vergessen, den wieder auf den Haupttank zu stellen und der Subtank war halt leer...

OK, also Einkaufen zum Spar und gegen 16:00 kamen wir dann in Palmquell an.

Dort gab's gleich zwei schlechte Nachrichten.
Einerseits hatten sie trotz expliziter vorheriger Zusage einfach vergessen, unsere "Basisausstattung" an Bier und Wein für den ersten Abend zu besorgen, was ein wenig doof ist, wenn man Samstags nach 13:00 Uhr erst einkaufen kann. "We can buy it for you on Monday". Ja, danke.
Andererseits wurde der Fahrer der Klein Windhoek Schlachterei, der in der Früh das Fleisch geliefert hatte, unverrichteterdinge wieder weggeschickt. Obwohl wir geschrieben hatten, dass die Lieferung kommt und die Namen auch bekannt waren.
So standen wir also da, ohne Fleisch und ohne Bier und Wein und vor allem ohne Gin für den ersten Sundowner, der am Sonntag südlich von Kamanjab geplant gewesen wäre.
Leider gab's auch überhaupt keine Anstalten, das Problem irgendwie zu lösen, die am Laptop geschauten Serien waren wichtiger.

Ein paar Recherchen (auch hier) später waren wir nicht wirklich klüger, Bei der KWS ging klarerweise niemand mehr ans Telefon, Wildfleisch war nicht so einfach aufzutreiben, angeblich würde es im Norden der Stadt einen kleinen Laden geben, der auch Sonntags Bier und Wein verkauft. Na, ja. Egal. Abends dann bei Joes auf ein paar Austern und die Welt war eh schon wieder halbwegs gut.

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(Ja, wir bestellten dann jeder noch eine Portion, die waren nicht wirklich groß 😎 )

Wir nahmen uns jedenfalls vor, das nächste Mal wieder an einem Donnerstag los zu fliegen, da gibt's dann wenigstens Samstag Vormittag noch "Luft" für solche Eventualitäten.

Kurzer Einschub:
über die Vor- und Nachteile von Discover gegenüber Ethiopian konnten wir uns kein finales, abschließendes Bild machen. Vorteil Discover ist sicherlich die - auch von Wien aus - kürzere Gesamtreisezeit, vor allem beim Rückflug, da man hier um die vier Stunden in der Nacht in Addis hockt. Auch die Ankunftszeit ist natürlich besser, da man mehr Zeit in Windhoek für Besorgungen hat. Und dass man am letzten Abend nicht in Windhoek übernachten muss, weil der Flieger erst Abends geht, war für einige von uns auch ein Vorteil. Wenn's bei der Vermietfirma noch Duschen gäbe, wär's überhaupt super 😉.
Die Bestuhlung in der Discover ist halt doch ein wenig enger, dafür gibt's Zweiersitze. Die Kosten für Sitzplätze (45 pro Person pro Flug für FRA-WDH, für VIE-FRA jeweils 20 oder so pro Person pro Strecke) und extra Koffer (150 Euro pro Strecke) schlagen halt schon nochmal ziemlich zu.
Die Wandertage in Frankfurt zwischen den Terminals sind halt extrem, da ist Addis ein kleiner Regionalflughafen dagegen.
Wir werden's das nächste Mal wahrscheinlich wieder über den Preis entscheiden.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 11. März 2026
Themenstarter2'534 Beiträge · seit 200712. März 2026 · #7
Sonntag, 8.2.2026
Der Tag ist recht schnell erzählt, Fotos gibt's auch keine 😕

Wir finden uns nach einem Frühstück gegen 9 am Parkplatz ein, mit dem Plan, zum Food Lovers Market zu fahren, eventuell gibt's dort ja Wildfleisch. Zudem zur "geheimen" Adresse, an der auch Sonntags angeblich Alkoholika verkauft werden. Dann, so der Plan, auf Richtung Kamanjab, um dort auf Duncans Campsite (ja, die bei Movie House) das erste Feuer zu machen.

Alles eingeräumt, ich drehe den Schlüssel, nichts tut sich. Na, im Ernst?
Ich schaue ungläubig, dreh alles ab, Ganghebel der Automatik ist eh in "P", Lamperln leuchten, aber Motor macht keinen Mucks.
Und das bei einem Landcruiser mit 44.000 Kilometer und seit gestern offenbar neuer Batterie.

OK, da geht nix und bevor wir jetzt mit den Starter-Kabeln herumhantieren (was wir im Kaokoveld dann sicher gemacht hätten) rufe ich nochmal bei Advanced Car Hire an. Dort sind sie bestürzt, wissen ja, dass das selbe Problem gestern schon aufgetreten ist und wollen gleich jemanden schicken. Wir packen die Sesseln aus und machen es uns am Parkplatz gemütlich. Peter meint, er könne ja während der Wartezeit schnell zum "geheimen" Shop fahren, dann wäre das schon erledigt. Gesagt getan, nur hat sein Auto plötzlich das selbe Problem. 😮

Jetzt haben wir zwei Autos mit offenbar leerer Batterie und sitzen zu viert und warten. Wir überlegen noch, ob wir eine der beiden Aufbau-Batterien ausbauen und zum Starten verwenden können, aber schon nach zwei Stunden kommt der Chef persönlich mit zwei komplett neuen Batterien. Er misst auch alles durch, das wäre ihm unerklärlich, die beiden Autos wären die letzten Monate eigentlich laufend unterwegs gewesen ohne jegliche Probleme. Wir sind nicht ganz happy, dass das jetzt das zweite Mal passiert und versuchen der Ursache auf den Grund zu gehen. Die Verbindung zum Aufbau kann's nicht sein, da wäre zu 100% ein Schutz drin, wenn der Motor vorne nicht über 13V liefern würde, wäre die Verbindung nach hinten gekappt.

Einzige Erklärung bei mir wäre, dass die Fahrertüre nicht ganz zu war und ich auch das Auto selbst gar nicht abgesperrt hatte. Da hätte die Alarmanlage dann die ganze Nacht gearbeitet und die Batterie leergesaugt. Bei Peter war's nicht ganz klar, sein Auto war eigentlich zugesperrt.

Meine Vermutung nachträglich war, dass die Alarmanlage einfach den ganzen Motor blockiert hat. Was wir nämlich nicht versucht hatten war, das Auto zuzumachen, mit der Fernbedienung abzusperren, wieder aufzusperren und dann zu starten. Peter meinte jedoch, dass sie jedenfalls seine Batterie gemessen hätten und die wäre leer gewesen, es hätten auch keine Lamperln am Armaturenbrett geleuchtet. Dass der Motor bei mir aber so gar keinen "Zucker" macht, war für mich nicht wirklich verständlich.

Jedenfalls haben wir gegen halb eins wieder zwei funktionstüchtige Fahrzeuge und beratschlagen, wie der restliche Tag aussehen könnte. Zum Glück haben wir aufgrund unserer doch bisschen "aussergewöhnlichen" Route zwei Puffertage, die gar nicht verplant waren und beschließen, den einen jetzt zu nehmen. Wir kämen ohnehin sehr spät zur Campsite, wenn das Problem morgen wieder auftreten würde, wären wir zumindest noch nicht so weit und ein wenig einkaufen wollten wir auch noch, zudem können wir am Montag dann noch unsere Biervorräte aufstocken und das Fleisch von der KWS abholen. Also lauter Vorteile.

Gesagt getan. Nochmal Zimmer reserviert, Zum Foodlovers Market gefahren (kein Wildfleisch), vollgetankt und dann den "geheimen" Bottle-Shop gesucht. Den gab's natürlich, allerdings hatte er auch geschlossen.

Abends die Austern im Roof of Africa getestet, kann ich empfehlen. 😉

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In Summe OK, wir haben das Beste draus gemacht. Wenn man einen eher strafferen Zeitplan mit im Sommer gebuchten Unterkünften hat, ist das natürlich ärgerlich. Ich kann's aber gleich hier vorwegnehmen: Wir hatten die gesamte Reise kein Problem mehr mit den Autos. Haben abends die Türen auch immer ordentlich geschlossen und abgesperrt. Also eventuell lag's wirklich daran.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 12. März 2026
663 Beiträge · seit 201613. März 2026 · #10
Hallo Wolfgang,

Gerne begleite ich Euch auf Eurer Tour.
Wir waren 2021 da oben unterwegs. Dein Bericht wird bestimmt eine schöne Erinnerung sein.

BG, Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
Themenstarter2'534 Beiträge · seit 200713. März 2026 · #11
Montag, 9.2.2026

Vor dem Frühstück kann ich's nicht lassen und schaue zum Auto. Es startet ohne jegliches Problem, als wäre nie was gewesen.
Der Abfahrt nach dem Frühstück und mit einem 50% Rabatt auf den Zimmerpreis (fand ich dann nett) steht also nichts mehr im Weg.

Wir stoppen kurz beim Bottleshop neben dem Spar Supermarkt und fahren dann noch bei der KWS im Norden der Stadt vorbei, um unsere bestellte Ware abzuholen. Und dann sind wir endlich auf dem Weg Richtung Norden.
Fahrt ist relativ ereignislos, sieht man von den vielen Verkäufern entlang der Straße ab, die die, nach den guten Regenfällen wohl üppig sprießenden Termitenpilze feilbieten.

Überall ist es grün, je weiter wir nach Norden kommen, desto höher steht das Gras neben der Straße.

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Wir erreichen unser Ziel, die Duncan Campsite (Onjowewe Campsite) gegen 15:00 und sind sehr überrascht.
Die Campsite 3 ist derart groß, wie wir das noch nie gesehen haben. Da findet ein ganzer Reisebus mit 20 oder mehr Personen Platz. Es gibt eine Bar, eine große Küche, Sanitäranlagen, einen Pool, ein "Wohnzimmer", zwei tented Camps, etc. Hier ein paar Eindrücke:

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Dieser Platz wird "exklusiv" vergeben, das heisst, dass keine "Fremden" zu einer bestehenden Buchung dazugestellt werden. Gut, jetzt ist eh nix los, die letzten Gäste waren hier vor drei Wochen. Für einen Zwischenstopp (oder gar mehr) kann ich das wirklich empfehlen.

Abends gibt's dann endlich den ersten Sundowner und ein Feuer.

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Neben der Campsite gibt's auch noch ein kleines Himbadorf mit einer kleinen Schule, hier werden allerlei Dinge bis hin zum traditionellen Abendessen angeboten.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 457 Kilometer.
Fahrtzeit: 4:38 Stunden.
Tatsächlicher Track (inkl. Einkaufen etc.): 463 Kilometer.
Gesamtzeit 6:21 Stunden, Zeit in Fahrt: 5:04 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 91,3 km/h
Kosten Campsite: 300 NAD p.P.

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Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 13. März 2026
4'382 Beiträge · seit 201513. März 2026 · #12
Hallo Wolfgang,
gerne geselle ich mich dazu - Eure Tour lässt schöne Erinnerungen an unsere Tour hochdümpeln…
Herzlichst
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter2'534 Beiträge · seit 200718. März 2026 · #13
Dienstag, 10.2.2026

In der Früh besichtigen wir noch das Filmhouse, das vor einiger Zeit extra für einen Film auf dem Gelände errichtet wurde. Es dient nun als "House on the hill" und kann für Übernachtungen gemietet werden. Ist wirklich beeindruckend groß, wenn man mal ein wenig Auszeit genießen möchte, ist das echt zu empfehlen.

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Wir wollen aber nicht bleiben, sondern nun nach Palmwag und zum Crowtherstrail.
Nach einer relativ ereignislosen Fahrt durch's nun immer mehr ins gelbliche bzw. karge driftende Namibia gelangen wir über den Grootbergpass und den Vet-Zaun zur Tankstelle, wo wir mal alles wieder volltanken. Dann in die Lodge auf einen traditionellen Rockshandy, soviel Zeit muss sein.

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Im Gegensatz zu vor zwei Jahren ist die Lodge bzw. die Pools gut besucht, man merkt auch an den Fahrzeugen, die einem begegnen, dass der Tourismus offenbar wieder Höchstzahlen zu verzeichnen hat, auch im Jänner/Februar.

Auf der Asphaltstraße bzw. dem bisschen Gravelroad hat der Landcruiser ca. 13 Liter verbraucht, das ist durchaus OK bei dem Gewicht.

Am Gate bei der Einfahrt ins Konzessionsgebiet bezahlen wir und fahren anschließend noch den Leopard-Trail. Allerdings bekommen wir leider nicht mal ein Tier zu Gesicht. Wir schaukeln uns langsam durch die Gegend, die noch mit gelbem Gras von der vorigen Saison überzogen ist, nehmen den Aussichtshügel natürlich noch mit und enden auf der Campsite Nr. 3, die wir schon vom letzten Mal kennen und die uns wegen der Lage sehr gut gefällt.

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Bei YouTube ansehen ↗

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Und weil ich vor der Reise gefragt hatte, ob man von Windhoek aus bis zur CS3 im Konzessionsgebiet fahren kann, nein, das würde ich nicht machen wollen. Man kann's - wenn man gleich gegen 9 weg kommt - bis nach Palmwag durchaus schaffen, aber dann weiter ins Konzessionsgebiet würde ich nicht mehr fahren. Das ist dort schon sehr zeitraubend. Wir sind gegen 13:50 vom Gate weggekommen und waren um 17:10 auf der Campsite. OK, die Fahrt auf den Hügel, ein paar Fotostopps, den Umweg über den Leopard-Drive etc. aber 3:20 Stunden für 50 Kilometer ist schon eine Ansage.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 181 Kilometer
Fahrtzeit: 3:55 Stunden
Tatsächlicher Track: 202 Kilometer
Gesamtzeit: 7:27 Stunden, Zeit in Fahrt: 5:12 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 38,8 km/h
Kosten Campsite: 0 NAD (Gebühren für's Konzessionsgebiet sind zu entrichten, 450 NAD für zwei Personen+Auto, zwei Tage, eine Nacht)

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zuletzt bearbeitet 19. März 2026
Themenstarter2'534 Beiträge · seit 200719. März 2026 · #14
Mittwoch, 11.2.2026

Wir genießen in der Früh den herrlichen Platz und machen uns gegen 10:00 Uhr auf Richtung Norden. Ursprünglich hatten wir geplant, heute entweder auf der Campsite 8 oder 9 zu bleiben, allerdings hat uns das Wetter bzw. die Berichte gestern in der Lodge nicht ganz gefallen. Im Osten Richtung Etoscha waren in der Nacht schwere Niederschläge vorhergesagt und uns war nicht ganz klar, ob die es eventuell in den Hoanib schaffen könnten. Plan war also in den Hoanib zu schauen und - falls er trocken ist - ihn zu queren und nördlich einen Übernachtungsplatz zu suchen.

Die Fahrt führte durch eine stetig trockener werdende Landschaft, irgendwann waren auch die letzten trockenen Grasbüschel wieder weg. Allerdings säumen den Weg wirklich sehr sehr viele - mitunter auch sehr große - Welwitschias, die wir natürlich entsprechend honorierten.

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Wir besuchten auch die Campsites am Weg um ev. für's nächste Mal eine Alternative zu haben, fanden die aber alle relativ "öde".
Campsite 4 ist auf einem Hügel mit wirklich netter Aussicht auf den Crowthers Trail, allerdings extrem exponiert und beim - in der Regel abends ziemlich oft herrschenden starken Wind - mühsam.

Campsite 5 liegt ebenfalls exponiert, direkt neben der Straße. Allerdings könnte man hier deine kleine Abfahrt hinunterfahren und dann an der Abbruchkante Schutz vor dem Wind suchen. Dann hat man halt keine schöne Aussicht mehr.

Campsite 6 liegt auch etwas erhöht, mit schönem Blick Richtung Westen, aber auch ohne jeglichen Schatten und auch bei starkem Wind eventuell ein wenig mühsam.

Campsite 7 haben wir irgendwie nicht gefunden und die Campsite 8 haben wir uns angesehen, die liegt wirklich schön und ist auch ein wenig windgeschützt.

Und gestern gab's bereits einen Vorgriff, dieser Aussichtshügel der auf dem Video zu sehen ist, wurde erst heute "bezwungen"...
Da habe ich mich ein wenig in der Timeline geirrt 😉

Etwa 15 Kilometer vor dem Hoanib tauchte dann eine Giraffe auf, heuer das erste Tier, das wir am CT gesehen hatten. Kurz danach auch noch ein einsamer Springbock, ich gehe davon aus, dass sie beide vom Hoanib aus Richtung Süden gezogen sind.

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Wir erreichen den staubtrockenen Hoanib und queren ihn geplanterweise Richtung Sawurogab, wo wir dann ein paar Kilometer später einen zerfetzten Reifen neben dem Track liegen sehen. Diesen bindet Peter an seine vorhandene Bullbar, wir können einfach keinen Mist in diesen Gegenden liegen lassen.

Viel weiter fahren wir dann aber nicht mehr, unter dem einzigen Baum im ganzen Tal beenden wir den Tag und bauen unser Lager auf. Ein wunderbarer Platz.

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Ach ja, und auch wenn's schon früh ist, weil die Bergkette so hoch aufragt, SUNDOWNER! Ganz wichtg! 😉

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Kurze Frage: Ist schon einmal jemand den Hunkab Richtung Osten in diese Kharokhaob Plains gefahren? Wenn ja, zahlt sich das aus? Ist das landschaftlich lohnenswert und überhaupt gestattet? Ich hab dieses Mal nicht wirklich darauf geachtet, im T4A ist dort kein "No entry" vermerkt...

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 93 Kilometer
Fahrtzeit: 3:47 Stunden
Tatsächlicher Track: 100 Kilometer
Gesamtzeit: 7:00 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:11 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 24 km/h
Kosten Campsite: 0 NAD

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Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 19. März 2026
73 Beiträge · seit 201819. März 2026 · #15
danke Wolfgang 🙂
4'382 Beiträge · seit 201519. März 2026 · #16
….wo wir dann ein paar Kilometer später einen zerfetzten Reifen neben dem Track liegen sehen. Diesen bindet Peter an seine vorhandene Bullbar, wir können einfach keinen Mist in diesen Gegenden liegen lassen.
👍👍👍
Dank und Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
73 Beiträge · seit 201819. März 2026 · #18
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hat halt auch wirklich sehr "bad ass" ausgesehen.
Und da wir keine Sandboards mit hatten, haben wir den auch bis zum Schluss mitgeschleppt. Aber dann doch nicht gebraucht.
Da es nur die Lauffläche ohne Flanken war, hätte man den flach unter einen Reifen drücken können, bei 2x Diffsperre hi/vo genügt ein Rad mit Traktion. Nur falls jemand auch mal einen Gummi findet und sich fragt, mitnehmen oder nicht. Jedenfalls nicht dort lassen....

Unsere Lost and Found Liste würde so aussehen:

1. Gebrauchter Reifen, BFG All Terrain mit 10mm Restprofil, Dimension leider unbekannt, da Flanken fehlen. Die haben Sie wohl mit der Felge heimgebracht, danke, dass nicht der ganze Mist liegen blieb. War vermutlich ein Versehen, ja, kann ich mir vorstellen....
2. Crowthers Trail, Campsite 4, hier hat jemand seine ölige kurze Hose hinterlassen. Mußte wohl ganz dringend weg, da vergißt man schon mal die Hose. Die kannst du nun in Purros bei Ricardo abholen, ob er sie einfach so hergibt, weiß ich nicht.
3. Crowthers Trail, zwischen Camp 5 und 6, fast neuwertiger Zurrgurt in rot, es fehlt halt ein Ende, oft braucht es auch nicht mehr... ebenfalls im Lost and Found in Purros abzuholen, gleich dort beim Müllberg.
4. Anfahrt zum Fearless Pass, 20 Dosen Bier am Pad. oh, die sind ja dem Wolfgang rausgefallen, weil das Staufach aufging 😛 😛 😄
wurde natürlich alles eingesammelt, RIP Windhoek Lager

generell muss man schon sagen, je näher an der Zivilisation, desto mehr Fundstücke, eigentlich definitiv Mist. im Huab rund um Twyfelfontain ist uns bald die Lust vergangen, da hätten wir schon einen Truck gebraucht
Themenstarter2'534 Beiträge · seit 200720. März 2026 · #19
Donnerstag, 12.2.2026

In der Früh können wir den tollen Vorteil des Platzes länger genießen, es dauert sehr sehr lange, bis die Sonne über den Bergkamm kommt. Wir verlassen ihn dann gegen 10:00 Uhr natürlich genauso wie wir ihn vorgefunden haben und machen uns auf den Weg nach Norden. Schon sehr kurze Zeit später treffen wir auf eine kleine Herde Oryx, na die hätten ja schon zum Frühstück bei uns vorbei marschieren können... 😉

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Auf dem Weg den Sawurogab entlang treffen wir immer wieder auf kleinere und größere Tiere, kurz vor dem Abbiegen zum Fearless Pass läuft eine wirklich sehr große Herde Springböcke plötzlich in der weiten Ebene herum. So viele habe ich in diesen Regionen auch schon sehr lange nicht mehr gesehen. Die Landschaft ist extrem abwechslungsreich, von weiten Ebenen und Flussbetten bis hin zu eher engen Canyons ist da alles dabei.

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Der Pass selbst ist kaum als solcher wahrzunehmen, er macht seinem Namen somit alle Ehre. Angst ist hier wirklich fehl am Platz 😉
Es ist kein Wunder, dass wir den Pass nicht wahrnahmen, wir sind nämlich kurz vorher nach rechts abgebogen und somit gar nicht wirklich über den Pass gefahren 😉.

Ein wenig später kommen wir zu einer Stelle, die ich mühsam aus einem Foto von mir zurückverfolgt habe. Reverse Engineering sozusagen. Feenkeise, umliegende Berge und ein einsamer Baum in einer weiten Ebene. Ein Wahnsinnsplatz für mich, da wollte ich unbedingt wieder hin.

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Anschließend statten wir noch dem Signal Hill einen kurzen Besuch ab. Hier sieht man, dass der Platz der Öfteren zum Übernachten verwendet wird. Aber bis auf eine leere Blechdose, die wir natürlich in unseren Müllsack stecken, liegt nichts weiter herum.

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Auf dem weiteren Weg den Obias hinunter, funkt mich plötzlich Peter an. "Du hast deine Schubladen verloren...".
Oha. Tatsächlich. Das Aussenfach ist offen, alle drei Schubladen verschwunden. Mist, die Seite habe ich nach dem Stopp beim Signal Hill zwar zugemacht, aber nicht verschlossen. Und offenbar ist dann durch das Gerüttel und Geschüttel der Verschluss aufgegangen. Wir drehen um, finden die erste Lade (die war leer) und wenig später die zweite. Die war mit Bierdosen befüllt. Hm. Wer die namibischen Dosen kennt, weiß, dass das Blech maximal die Stärke eines besseren Papiers hat. 10 von 14 Dosen sind hinüber. Wir packen alles ein und fahren noch weiter zurück, wo Peter uns schon erwartet. Auch in dieser Lade waren Dosen, die bis auf wenige auch alle hinüber sind. Road Toll auf namibisch. Na, ja, wird's ja wieder irgendwo geben. Eine Lade ist zudem extrem verbogen, die dürfte mit der ganzen Ladung genau auf eine Kante gefallen sein.

Wir setzen nach diesem Drama unseren Weg fort und treffen bei der Einfahrt in den Hoanib einen anderen Reisenden, der von einer kleinen Herde Elephanten "gleich rechts im Fluss" erzählt. Die suchen wir natürlich, finden sie aber leider nicht. Daher machen wir uns nach kurzer Zeit in Richtung Osten auf, wo unser Tagesziel, das Elephant Song Camp auf uns wartet.

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Das Camp liegt großartig, genau oberhalb des Flusses und bietet eine weite Sicht in Richtung Osten. Die Campsite Nr. 4 liegt genau am nördlichsten Punkt, wodurch man einen wirklich guten Blick hinunter in den Fluss hat. Die Hütten sind zweckmäßig, bieten Schutz vor dem auch hier regelmäßig stark wehenden Wind und haben Dusche, WC und einen überdachten Aufenthaltsraum mit Küchenzeile. Die Preise sind relativ hoch, hier zahlt man durchaus die Aussicht mit. Zwei Arbeiter/Verantwortliche wohnen dort, sie hatten die letzten 3 Wochen "nichts" zu tun, da wir seit 28.1. die ersten Gäste sind.

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Im Osten sehen wir den ganzen Abend über heftiges Wetterleuchten, da wir aber nicht einen Donner hören, dürften die Gewitter wirklich sehr weit weg sein.

Kleiner Einschub zum Müll und dessen Mitnahme: Wir haben extra zu diesem Zweck hinten auf unseren Resevereifen einen großen "Müllrucksack", in den wir herumliegenden Müll einsammeln. Generell muss man glücklicherweise sagen, liegt in dieser Gegend sehr sehr wenig herum. Auch die Campsites am Crowtherstrail waren alle sauber (bis auf die eine Hose). Wie Peter schon geschrieben hat, ändert sich das, wenn man näher zu eher bewohnteren Regionen kommt. Rund um Purros (ausser im Canyon) braucht man ned wegen Plastikflaschen stehenbleiben, da wird man nicht fertig. genauso im Aba Huab oder Huab rund um Twyfelfontein oder im Dorf beim Camp Synchro oder gar rund um Opuwo.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 102 Kilometer
Fahrtzeit: 3:22 Stunden
Tatsächlicher Track: 102 Kilometer
Gesamtzeit: 6:15 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:31 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 22,6 km/h
Kosten Campsite: 265 NAD pro Person und 290 NAD für die Campsite/Hütte (820 NAD für zwei Personen und Campsite)
Ist es das wert? Ja, für die eine Nacht mit diesem Ausblick war's das.

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Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 29. März 2026
Themenstarter2'534 Beiträge · seit 200726. März 2026 · #20
Freitag, 13.2.2026

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Wir genießen die Aussicht noch ein wenig, sind froh, dass die weit entfernten Gewitter das Wasser nicht bis zu uns gebracht haben und machen uns auf den Weg Richtung Westen im Hoanib wo uns kurze Zeit später der Versorgungs-LKW der Lodge entgegen kommt.

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Der Fluss besticht heuer wirklich durch seinen Tierreichtum. Ich bin den schon öfter gefahren, kann mich aber nicht erinnern, derart viele unterschiedliche Tiere wahrgenommen zu haben. Nur Giraffen verstecken sich erfolgreich...

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Wir fahren bis zum Ende des Hoanibs zum Amspoort Gorge, da würde ich wirklich einmal gerne dabei sein, wenn der Fluss in voller Breite läuft und sich dann hier durch quetscht.

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Die folgenden 35 Kilometer Richtung Norden sind wirklich übel. Die Straße auf zig Fahrspuren verteilt, keine davon auch nur halbwegs befahrbar, wir werden das erste Mal wirklich ordentlich durchgerüttelt. Wellblech überall. Dazu eine wirklich ein wenig eintönige Landschaft (und das sage ich als jemand, der den Crowtherstrail landschaftlich spannend findet!). Ob ich dort nochmal fahren werde, bin ich mir nicht sicher. Ich glaub' es ist schöner, den Sawurogab raufzufahren.

Erst kurz vor der Abzweigung auf den ganz westlichen Track wird der Straßenzustand ein wenig besser. Wir sehen drei einsame Springböcke in dieser wirklich trockenen Region, verpassen dann natürlich auch die Abzweigung und müssen ein Stück zurückfahren.

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Landschaftlich wird's auch interessanter. Weite Ebenen wechseln sich wieder mit Hügeln und Bergen samt engen Canyons ab, der einspurige Track ist auch viel weniger befahren und dadurch auch besser in Schuss. Wir beschließen noch einen kurzen Abstecher in den Hoarusib zu machen, um zu sehen, ob und wieviel Wasser noch drin ist (wenig) und machen uns dann auf den Weg Richtung Purros (nicht ohne Abstecher zum Airfield 😉. Der Wartebereich war das letzte Mal auch noch nicht vorhanden.

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Dort ist rund um die Manchester Bar erstaunlich viel los. Sehr viele Herero Frauen in ihren typischen Gewändern sind da, zudem auch viele Himbas. Rudimentär erfahren wir, dass es wohl eine "Sitzung" gäbe, bei der alle von weit und breit angereist kamen. Worum's geht, konnten wir nicht wirklich in Erfahrung bringen. Nach dem Aufstocken der Bier-Vorräte machen wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz, deren es mittlerweile ja zahlreiche gibt.

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Ich will die Canyon-Campsite testen, doch dort angekommen finden wir nur ein einsames Zelt bei der Rezeption, sonst ist niemand anwesend. Wir sehen auch die Campngplätze nirgendwo, nur eine weite ebene Fläche. Kein Schatten, keine Bäume, kein Nichts. Also zurück. Im Community-Camp ist auch niemand anzutreffen, auf dem Areal ist mittlerweile auch eine Lodge gebaut worden mit zahlreichen kleinen Häuschen.

Also fahren wir wieder zur vom letzten Mal bekannten Omenje Camp Site. Die liegt wirklich fantastisch direkt am Fluss mit einem excellenten Blick Richtung Osten.

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Hornbills sind natürlich auch da und lassen sich gleich mal auf meiner Motorhaube nieder.

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Wir gehen noch ein wenig spazieren und entdecken flussaufwärts noch einige Giraffen bevor wir den wichtigsten Part jedes Tages schweigend genießen.

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Facts & Figures:
Geplanter Track laut T4A: 146 Kilometer
Fahrtzeit: 4:57 Stunden
Tatsächlicher Track: 179 Kilometer
Gesamtzeit: 7:52 Stunden, Zeit in Fahrt: 5:58 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 30,1 km/h
Kosten Campsite: 200 NAD p.P.p.N.

Ein paar bewegte Eindrücke vom Hoanib an diesem Tag gibt's auch noch.

Bei YouTube ansehen ↗

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zuletzt bearbeitet 26. März 2026