Hallo Bele , aber auch Fotomatte , Ruth und Uwe vielen Dank für den schönen Bericht . Wieder verschlinge ich alles von euch voller Begeisterung . Bin seit über 1 Jahr an der Planung für das Kaokoveld und dachte , ich habe alles in Sack und Tüten und nun kommt ihr mit diesem Bericht und ich merke schon , dass unsere Zeit wieder nicht reicht . Aber die Sehnsucht auf diesen Landstrich steigt immer mehr . Deshalb müssen wir da unbedingt hin , solange unsere Gesundheit es noch zulässt . Schreib bitte schnell weiter , damit ich unsere angedachte Tour für April ausfeilen kann . LG Conny
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200910. Sept. 2019 · #182
Moin allerseits,
in diesem sehr schönen Reisebericht taucht auch immer mal wieder die Frage auf, ob solche Reiseberichte dazu führen, dass es in einsamen Gebieten, wie dem Kaokoveld immer voller wird.
Wenn grundsätzlich eine gewisse Infrastruktur hinsichtlich Erreichbarkeit sowie Unterkunft und Versorgung vorhanden ist, besteht diese Gefahr sicherlich.
Bei Gebieten wie dem Kaokoveld sehe ich die Gefahr dagegen nicht. Die Erreichbarkeit ist aufgrund der schwierigen Pistenverhältnisse schon eine Herausforderung. Unterkunft und Versorgung finden sich in weiten Bereichen überhaupt nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der normale Lodge-Selbstfahrer auf die Idee kommt ins Kaokoveld zu fahren, nur weil er hier einen schönen Reisebericht gelesen hat. Selbst für die meisten Camper ist der Schritt von einer Campsite mit Wasser und Toilette zum Wildcampen ohne Dusche und mit Spatengang schon viel zu groß. Im Kaokoveld reicht es eben nicht aus, dass man da hin will, man muss auch gewisse Fähigkeiten dafür mitbringen, um diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Man muss das Fahrzeug in schwierigem Gelände sicher bewegen können, wissen wie man in der Wildnis campt, bereit sein sich auf Unbekanntes einzulassen, die moderne Vollkaskomentalität ablegen und Improvisationstalent haben. Wer all diese Voraussetzungen mitbringt und das Interesse hat Neues zu entdecken, ist umgekehrt nicht auf die Reiseberichte hier im Forum angewiesen, um auf das Kaokoveld als Reiseziel zu kommen. Ich hatte meinen ersten Kontakt zum Kaokoveld beispielsweise 1996; da gab es noch gar kein Internet.
Ich denke solch ein Reisebericht holt jeden dort ab, wo er schon ist. Diejenigen, die in solche Gebiete fahren, finden hilfreiche Detailinformationen, ohne die es aber auch ginge. So ist es z.B. nett zu erfahren, wo man schön campen kann, aber das ist keine Information von der der Besuch des Gebiets grundsätzlich abhängt. Für alle anderen bietet solch ein Reisebericht die Möglichkeit Regionen kennen zu lernen, die Sie selbst nie bereisen werden. Das macht Reiseberichte für viele erst richtig interessant.
Dem Eindruck, dass es im Kaokoveld voller geworden ist schließe ich mich an, auch wenn es unterm Strich noch immer eine extrem einsame Gegend ist. Die Gründe dafür sehe ich allerdings darin, dass die Ziele für Abenteuerreisende immer weniger werden. Früher war die Sahara der bevorzugte Spielplatz dieser Klientel, aber bei der derzeitigen Sicherheitslage kann man dort nicht mehr hin. Das ist auch der Grund, weshalb so viele Franzosen ins Kaokoveld reisen. Die Franzosen waren auch die größte Gruppe bei den Saharareisenden.
@Bele: Ich hoffe Du verzeihst mir diesen kleinen Exkurs. 😘
ChampagnerThemenstarter8'684 Beiträge · seit 201010. Sept. 2019 · #183
Topobär schrieb: @Bele: Ich hoffe Du verzeihst mir diesen kleinen Exkurs. 😘 Alles Gute Thomas
Hallo Thomas,
da gibt es nichts zu verzeihen 😘 - ich finde deinen Exkurs sehr sachlich und durchdacht geschrieben, sehr interessant und für mich persönlich auch erhellend!
Der (einleuchtende) Zusammenhang zwischen Franzosen, der Sahara und dem Kaokoveld war mir zum Beispiel völlig unbekannt!
Und die Eingangsfrage taucht ja nicht nur hier auf, sondern auch in anderen Gesprächen und sie war auch unterwegs zwischen uns Vieren wie schon erwähnt öfters ein Thema.
Vielen Dank also und liebe Grüße von Bele (zu mehr Antworten reicht die Zeit gerade nicht, gegen Abend mehr)
ChampagnerThemenstarter8'684 Beiträge · seit 201010. Sept. 2019 · #184
fotomatte schrieb: Damit wir dich nicht aus deinem eigenen Bericht rausekeln, ergänze ich noch ein paar Bildle.
Danke, das ist sehr nett 😘 😘 - sowohl als auch 😉 ! Der Schwarzkäfer sieht ja interessant aus, und ist doch gar nicht so schwarz 😉 - den hab ich überhaupt nicht gesehen (oder schon wieder vergessen? 🤨 ).
Conny + Micha schrieb:Hallo Bele , aber auch Fotomatte , Ruth und Uwe vielen Dank für den schönen Bericht . Wieder verschlinge ich alles von euch voller Begeisterung . Bin seit über 1 Jahr an der Planung für das Kaokoveld und dachte , ich habe alles in Sack und Tüten und nun kommt ihr mit diesem Bericht und ich merke schon , dass unsere Zeit wieder nicht reicht . Aber die Sehnsucht auf diesen Landstrich steigt immer mehr . Deshalb müssen wir da unbedingt hin , solange unsere Gesundheit es noch zulässt . Schreib bitte schnell weiter , damit ich unsere angedachte Tour für April ausfeilen kann . LG Conny
Hallo Conny, Topobär hat dir ja schon ausführlich in deinem Thread geantwortet. Wenn ich mich nicht irre, hast du irgendwo geschrieben, dass Ihr Wasserdurchfahrten nicht so mögt. Wenn das so stimmt, dann würde ich kritisch über den Puros-Canyon nachdenken. Ich weiß nicht, ob du mein Video gesehen hast, aber das war nur ein kleiner Ausschnitt aus unendlich vielen Querungen. Dort hat es wohl immer Wasser, weil eine Härtlingsschwelle (hab ich abgeschrieben 😊 😄 ) dafür sorgt, dass westlich von Puros Grundwasser an die Oberfläche tritt und dann im Unteren Hoarusib abfließt. Dies aber nur nochmal zum Drübernachdenken - ich kann schlecht abschätzen, was Ihr euch zutraut und was nicht. Viel Spaß beim Planen auf jeden Fall.
Hier geht's erstmal nicht weiter, weil ich noch auf die Fotofreigabe der Muckels warte (dabei mach ich doch nur nette Fotos von ihnen 😉 ). Ehrlich gesagt hab ich aber auch noch keinen Text.... 😎
ChampagnerThemenstarter8'684 Beiträge · seit 201010. Sept. 2019 · #185
8. August 2019 : Vom westlichen in den mittleren Teil des Hartmannstal
Der Morgen beginnt so schön wie unser Platz ist 🙂 .
Meine drei Mitreisenden beobachten den Sonnenaufgang von dem westlichen nordöstlichen (danke Matte 😊 ) Aussichtspunkt aus (man kann sie gerade so erkennen 😉 ).
Danach gibt es für alle Frühstück mit diesem tollem Ausblick
Allerdings beobachten wir, dass an manchen Stellen Nebel aufzieht.
Heute steht auf unserem Plan zuoberst „Monsterdüne“ 🤩 . Dieses Ziel hat schon im Vorfeld für einige Diskussionen gesorgt, bereits kurz nach Beginn der Planung haben Ruth und ich das Für und Wider eines Monsterdünenbesuchs diskutiert und waren zu dem Schluss gekommen, dass wir, wenn überhaupt, das Ding nur zu Fuß besteigen werden 😗 . Soweit sollte es aber gar nicht kommen 😎 ....
Kurz nach dem Aufbruch
sehen wir an einigen Stellen dicken Nebel über die Bergekuppen wabern – die Oryxe schauen auch schon irritiert.
Ruth und Uwe versuchen, vor der grauen Masse zu flüchten
hier wähnen sie sich in Sicherheit, aber nicht lange.
Eine Ludwigstrappe fliegt knapp unter der Nebelgrenze
Auch Matthias und der Hilux werden bald verschlungen sein. 🙄
Das Hauptproblem aber ist, dass wir die Monsterdüne weder auf unserem Navi so richtig dingfest machen können noch in Natura 😕 . Angeblich stehen wir darauf, was aber ein Witz sein muss, denn hier gibt es weder ein Monster noch eine Düne! 🙄 Sehen können wir wegen des Nebels nicht viel – und uns so auch kein richtiges Bild der Streckenanforderungen machen.
Für Ruth ist eh klar, sie fährt keinen Zentimeter runter, von dem sie nicht weiß, ob sie ihn wieder hoch kommt. Und überhaupt – das ist doch eh alles bescheuert, wer ist für diese dämliche Wortwahl verantwortlich? 😮 Hätte man das Ding von Anfang an Schlumpfdüne 😛 genannt, dann gäbe es weder diesen Hype darum noch hätte sie ihr schlaflose Nächte bereitet 😗 😄 . Nach sorgfältigem Abwägen der Situation wird beschlossen, dass die Misson Monsterdüne … ähh…. Schlumpfdüne gescheitert ist. Egal, man würde wegen des Nebels eh nichts sehen. Uwe erwähnt, dass es eventuell noch eine Monsterdüne weiter östlich gäbe – erntet damit aber nur böse weibliche Blicke 😈 .
Unsere nächste Challenge ist es nun, in den mittleren Teil des Hartmanntals vorzudringen. Allerdings sollte sich das auch nicht als so einfach herausstellen wie gedacht – heute ist irgendwie nicht unser Tag 😊 .
Eigentlich möchten wir – um die Tiefsandstrecke von gestern zu vermeiden und überhaupt, wer fährt schon gerne dieselbe Strecke zurück? – weiter nördlich davon queren. Als wir in die Stelle kommen, wo die Pad in die Tiefe führt, ohne dass wir erkennen können, wohin und zu welchen Konditionen sie dies tut, beschließen wir, eine weitere Beratungsrunde einzulegen.
Während die Scouts Ruth und Matte die Strecke zu Fuß erkunden, erledigen Uwe und ich die Büroarbeit. Höhenlinien werden interpretiert, das Ergebnis ausgewertet und mit Beiträgen in alten Threads verglichen und hin und herüberlegt.
Ruth macht da weniger Federlesens , als sie wieder am Auto eintrifft. Mit einem „Ne, hier fahr ich nicht runter!“ stellt sie die Weichen – und Matthias sieht das auch so. Wir schauen gemeinsam nochmal die digitale Variante der Strecke an, aber davon wird sie nicht besser und beschließen daher, umzudrehen. Allerdings gefällt uns die Lösung mit der Tiefsandstrecke auch nicht wirklich, aber den Rest unseres Lebens an dieser Stelle hier zu verbringen ist auch keine Option.
Also wird beschlossen, dass die Muckels vorfahren
und wir ihnen aber genug Zeit lassen, nicht dass wir dann gemeinsam da unten in der Senke stecken.
Sollten wir nach einer bestimmten Zeit keine Hilferufe von ihnen hören (wobei unsere Funkgeräte bei solch kupiertem Gelände eh den Dienst verweigern) oder Ruth zu Fuß zu uns zurückkommen, so können wir auch losfahren.
Los geht's und wenn man das Foto so anschaut, kommt man sich schon albern vor, so ein Theater um diese Strecke zu machen 😊 .
Trotzdem ist sie natürlich tricky, man sieht es nur einfach nicht. Aber alles geht gut – denken Matthias und ich und schließen auf der Anhöhe zu den Muckels auf. Na da schau her, denen muss aber langweilig sein 😗 – sie wischen eben mal ihren Bushcamper feucht durch 😮 .
Dummerweise ist in dem Fach, wo sich in ihrer Luxuslimousine die Dusche befindet, irgendein anderer Gegenstand, den Uwe dort deponiert hat, durch das Gerüttel auf dieser Piste an den Schalter gekommen und hat die Dusche in Betrieb genommen. Das Wasser sucht sich seinen Weg durchs ganze Auto und kommt hinten rechts wieder raus 🙁 .
Also wird mal alles schön zum Trocknen ausgeräumt, Wasser mit Schwämmen und Tüchern aus Hohlräumen entfernt und danach alles wieder so einigermaßen trocken eingeräumt. Staubig ist jetzt nichts mehr – ich finde, wir sollten unseren Hilux auch mal unter die Dusche stellen 😉 .
Nun fahren wir die Querstrecke rüber ins andere Tal und haben dabei sehr schöne Ausblicke - also doch alles richtig gemacht!
Ich hoffe mal, dass es von dieser Situation tolle Bilder von den Eulenmuckels gibt – vor ihrem Auto rennen Oyxe über den Weg.
Hier sind wir vermutlich an dem Übernachtungsplatz von Axel (aos) von 2017, kann das stimmen?
Es ist übrigens genau 12 Uhr, als ich dieses Foto mache - High Noon – und nun ist es also soweit – in Kürze werden wir verbotenes Gebiet befahren 😵 ! Wie es uns als Illegale im Hoheitsgebiet von Wilderness- und Skeleton Coast Safari ergeht, erfahrt Ihr im nächsten Kapitel.
vielen Dank an Bele für den schönen Bericht und die Erinnerungen. Lieber Thomas, danke für deinen Beitrag zum Thema "Reiseberichte aus einsamen Gegenden", der so interessant und gut ist, dass er einen eigenen Thread wert wäre. Wie Bele schon geschrieben hat, haben wir mehrfach darüber gesprochen, ob es wohl gut ist, einen weiteren Reisebericht über das Kaokoveld zu schreiben.
Da gibt es Für und Wider. Natürlich will man als Reisender und späterer Reisebericht-Schreiber anderen zeigen, was man Schönes gesehen hat und viele an dem selbst Erlebten teilhaben lassen. Auf der anderen Seite soll die schöne und vor allem einsame Gegend, in der man selbst unterwegs war, in Zukunft nicht von riesigen Touristen-Horden überlaufen bzw. überfahren werden. Also sollte man keine Werbung für die Gegend machen. Beide Ansichten schließen sich im Grunde aus. Und genau diesen Zwiespalt hat man bei dir, Bele, gestern gemerkt. Einerseits schreibst du einen interessanten und schön bebilderten Bericht, der schon irgendwie zum Nachahmen anregt. Nicht umsonst kommen z. B. Fragen nach Koordinaten. Andererseits bist du richtig zurückgerudert und hast mehrmals betont, dass wir ja auch stundenlang durch langweilige Landschaft gefahren sind, dass der Wind stark ist und dass man sich ja gut überlegen soll, ob man wirklich in diese hässliche Gegend fahren sollte (ich übertreibe wie immer gerne ein bisschen).
Und genau so sind auch wir zwiegespalten. Auch Matthias hat sich dagegen entschieden, einen eigenen Reisebericht zu schreiben, dekoriert Beles Bericht aber gerne mit ein paar Fotos und Zusatz-Infos. So können wir uns alle nicht entscheiden zwischen Genießen-und-Klappe-halten und Unsere-Erlebnisse-teilen. Vermutlich werden auch wir uns nicht beherrschen können, in ein paar Monaten einen Reisebericht zu schreiben. Denn natürlich haben auch wir viele Informationen aus anderen Berichten erhalten und davon profitiert, dass wir nicht die ersten dort waren. Also warum sollten wir so egoistisch sein und anderen nicht auch Infos weitergeben?
Und da kommt Thomas und erleichtert uns allen das Gewissen, indem er schreibt, dass wir keine Schuld daran haben werden, dass das Kaokoveld bald zum Touristenmagneten wird. 😉 Zu 90 Prozent sind wir seiner Meinung und hätten das auch nicht besser formulieren können. Aber so ganz schwarz-weiß ist es unserer Meinung nach auch nicht. Es gibt sicherlich diejenigen, die ohnehin nie dorthin fahren würden – unabhängig von zig Berichten, die sie lesen. Und andererseits gibt es die Abenteurer, die von einsamen Gegenden angezogen werden, unabhängig davon, wie viele Infos sie darüber finden – vielleicht sogar, je weniger, desto attraktiver. Aber es gibt sicherlich auch die Selbstfahrer und Camper hier im Forum, die schon das ein oder andere Mal darüber nachgedacht haben, den nächsten Schritt zu machen und auch mal das "abenteuerliche" Kaokoveld zu besuchen, die verschiedenen Flussbetten zu durchfahren und vielleicht sogar das Marienfluss- oder Hartmannstal zu erreichen. Und da kommen die entsprechenden Berichte genau recht, um Sicherheit zu vermitteln und Entschlüsse zu festigen. "Wenn die dort waren, können wir das auch." Und hier stehen sogar sämtliche Koordinaten. Die Route ist praktisch schon ausgearbeitet, bereit, um nachgefahren zu werden.
Und genau das ist es, vor dem wir alle ein bisschen warnen wollen (wenn wir Bele und Thomas richtig verstanden haben), ohne dabei unsere Leistung besonders hervorheben zu wollen. Aber man fährt nicht einfach so in diese Gegenden, weil man davon gelesen hat und das auf den Fotos so nett ausgesehen hat. Man muss sich gut vorbereiten und die von Thomas genannten Skills mitbringen. Und wie Bele in einem anderen Zusammenhang schrieb: Man muss auch ein bisschen verrückt sein. Denn das ist schon eine ganz spezielle Form von Urlaub.
Daxiang5'050 Beiträge · seit 201411. Sept. 2019 · #188
Hallo Bele,
es wird wieder mal Zeit, zwischendurch dir und deinen Co-Kommentatoren Matthias, Ruth & Uwe Danke zu sagen! Ich bin froh, dass ich mir die tolle Landschaft bequem von zu Hause aus anschauen kann und die Bilder machen Lust auf mehr.
@ Matthias
Ein mir unbekanntes Reptilienei, ca. 5 cm lang. Vielleicht von einem Vogel hierher verschleppt, um es hier zu leeren?
Hi Matthias, die Reptilieneier, die ich kenne haben alle eine glatte Oberfläche. Ich hätte bei dem "Ei" eher an einen Kokon gedacht.
franzicke2'085 Beiträge · seit 201211. Sept. 2019 · #189
Liebe Bele, auch für mich mal wieder Zeit für ein ausgeschriebenes Zwischendurch-Danke! Das ist schon ein traumhaftes Fleckchen Erde, in das ihr da vorgedrungen seid ... und die Stimmung scheint bestens, sogar Ruths Urlaubsbräune ist wohl trotz der vielen Stunden im Fahrzeug gesichert 😎 Die Gedanken und Ausführungen zu den vermehrten? Touren ins Kaokoland - da ist wohl an allen Standpunkten was dran. Und das meine ich nicht nur, damit ich mir's hier nicht mit einzelnen Forums-Mitglieder verkacke - ich bin ja selbst so ein Beispiel. Lange Zeit hätte ich solche Berichte auch nur mit großen Augen gelesen und für mich selbst eine Tour dahin völlig ausgeschlossen. Vor 2 Jahren war es dann schon soweit und wir haben uns mit Casimodos zu einer Reise entschlossen, die unvergleichliche Eindrücke hinterlassen hat und bis heute große Sehnsucht auslöst. Nächstes Jahr wird es eine Art Wiederholung geben und dazu kombinieren wir dann eben auch mit dem Marienflusstal ein Stück Neuland. Und so wird es doch einige geben, die Lust darauf haben, ihre eigenen Grenzen zu erweitern. Und ich glaube halt schon, dass auch ein paar Veranstalten auf die Idee kommen, mit ein bisschen mehr Infrastruktur so nach und nach auch dieses Gebiet für ein größeres Publikum anzubieten. Allerdings halte ich es auch für unwahrscheinlich, dass sie in großer Zahl bis zur Monsterdünde vordringen, voraussichtlich werden sie schon ein gutes Stück vor der Schlumpfdüne umdrehen 🤪
Wie du weißt, bin ich weiterhin mit großem Interesse, aber auch mit ebenso großer Begeisterung dabei und freu mich auf und über jede neue Etappe. Viele Grüße Ingrid
Dillinger796 Beiträge · seit 201511. Sept. 2019 · #190
Hallo Bele, Uwe und Thomas,
ich wollte Niemanden, mit meiner Frage nach der genauen Lage des Übernachtungsplatzes, in Bedrängnis oder Erklärungsnot bringen. Mein Eindruck ist, dass es sich bei der Fangemeinde des Kaokolandes um eine sehr überschaubare Anzahl an Interessierten handelt. Betrachtet man die verschiedenen Berichte und die dazu gehörigen Fragesteller, sind es doch hauptsächlich die selben Personen. Wir hier im Forum, sind doch die beste Informations- und Austauschquelle für Reisen in solch abgelegene Gebiete. Dennoch werden werden wir nicht gerade von "Hunderten" mit Detailfragen bombardiert. Daher sollte man meinen, dass es sich wirklich nur um wenige handelt, die sich solche Strecken zumuten und bereisen wollen. Nur weil uns (die wenigen Verrückten hier im Forum) diese Landschaft mit ihrer einzigartigen Schönheit und Einsamkeit so gefällt, wird nicht die Großzahl der Lodge- und Campingurlauber, ihre Vorlieben ändern und sich dieser dreckigen und staubigen Einsamkeit hingeben. Bei unserer Reise vor 2 Jahren in dieses Gebiet, trafen wir auf der Strecke von Sesfontein, Puros, Orupembe nach Opuwo sicher nicht mehr als 10 Fahrzeuge. Ich habe die Wagen nicht gezählt, aber es waren sehr, sehr wenige. Daher bin ich der Meinung, dass ein Austausch an Erfahrungen, über solch spezielle Interessengebiete, nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit erfolgen sollte oder muss. Ich möchte mich nochmals ausdrücklich für den Einsatz und die Mühen der zahlreichen Berichtschreiber bedanken.
Malbec661 Beiträge · seit 201511. Sept. 2019 · #191
@Bele Vielen herzlichen Dank für den interessanten RB und die wunderschönen Aufnahmen.
@Drillinger
Täusch dich bitte nicht mit der Annahme, dass es nur ein kleiner Kreis von Menschen gibt, die ins Kaokoveld wollen. Wir lieben die Aufenthalte in den Lodges sehr, aber 2003 fuhren wir mit Guide und Zelt dorthin......und sahen kein einziges Auto. Ich denke, dass die Strecken nicht anspruchsloser wurden....aber die Abenteuerlust von vielen Namibiatouristen ist gestiegen. Nur so als Denkanstoss. Grüessli Malbec
Guggu2'262 Beiträge · seit 201111. Sept. 2019 · #192
Liebe Bele, fleißiges Mädchen.
Ich habe schon die Abfahrt verpasst – habe nicht gedacht, dass du dich in den Startlöchern schmeißt bevor du richtig daheim bist. Ich habe gedacht ich könnte euch aus dem fernen Nordland folgen, aber aus Zeitmangel ist nichts daraus geworden (frag aber nicht was ich die ganze Zeit gemacht habe, ich weiß es auch nicht 🙄 ) Da ich gestern auf div. Flughäfen reichlich Zeit hatte, habe ich das meiste im Mäusekino gelesen. Das macht aber nicht wirklich Spaß, vor allem nicht Fotos schauen und so habe ich jetzt die letzten Kapitel hier am 27“ nachgelesen und die Fotos alle nochmals durchgescrollt. Ganz, ganz wunderbar ist es mit euch auf diesem Weg die Reise mit zu erleben. Ich versuche nicht zu viel Sehnsucht zu bekommen, da ich in diesem Leben nicht hinkomme werde (aber vielleicht im nächsten? 🤩 )
Ihr habt tolle Sichtungen von den Wüstenelefanten gehabt, aber dies Macht mich dann auch traurig "And so another 2 desert elephants will be gone, leaving only 10 elephants in this dwindling herd in the Hoarusib that numbered close to 30 when we first started research here 15 years ago."
Die Eindrücke aus dem Hartmannstal sind besonders hervor zu heben, das scheint ein richtiger Sehnsuchtsort zu sein. 😛
Jetzt freue ich mich auf die weitere Tour mit dir, dem Laubfrosch und die Muckels.
ChampagnerThemenstarter8'684 Beiträge · seit 201011. Sept. 2019 · #193
@Uwe, Ingrid, Markus und Malbec,
vielen Dank für euren großartigen, durchdachten Input in die Diskussion. Ich will gar nicht mehr viel dazu sagen, außer
1. dass Uwe meine Gefühle ganz gut beschrieben hat und
2. dass ich niemandem auf den Schlips treten wollte, der bisher Infos gegeben (wir haben davon ja auch massiv profitiert) oder sie angefordert hat.
Ich habe immer nur von mir und meinem Handeln gesprochen und von meinen Zweifeln – ob sie nun gerechtfertigt sind oder nicht.
@ Konni: ich hoffe, dass Matthias da drüber schaut - ich kann dazu genau NICHTS sagen 😉 ! Aber danke für die "Mitarbeit" 😘
Guggu schrieb: Jetzt freue ich mich auf die weitere Tour mit dir, dem Laubfrosch und die Muckels. Liebste Grüße Guggu
Meine Liebschde, schön dass du nun wieder im 27''-Format hier dabei bist (ich habe mich übrigens auch sehr an deinen Fotos von deiner wunderschönen Heimat an anderer Stelle erfreut) 🙂 Jetzt muss ich mal schaun, ob ich heute noch ein Kapitel fertig bekomme....
Liebe Grüße von Bele - und herzlichen Dank auch an die vielen dankebuttondrückenden Mitleserinnen und Mitleser 😘
tigris767 Beiträge · seit 200711. Sept. 2019 · #194
Shew! 🤩 Liebe Bele, liebe Co-Autoren,
was soll ich sagen und schreiben bei so viel Emotionen, die ich beim Lesen der bisherigen Tagesetappen und Bestaunen der wirklich tollen Fotos habe?! 🙄 😘 😣
Ich bin total begeistert.
Ich kann mich bei der Situation auf dem Weg zur schlumpfigen Monsterdüne im Nebel sehr gut in Ruth rein versetzen...... Das hast Du richtig lebendig rüber gebracht! Auch die Lagebesprechung mit Notebook und Streckenplan - ich dachte, ich steh daneben!
Ein Riesen-Zwischendurch-DANKESCHÖN 🙂
Ich kann Deinen Zwiespalt und die Diskussion über das Pro und Contra zur Berichterstattung gut verstehen.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Berichte dieses Forums über und zum Kaokoveld dazu beitragen, diese Gegend für den Massentourismus zu erschließen.
Wie schon geschrieben, ist (so glaube ich) auch im Forum der Kreis der "Verrückten" 😗 eher überschaubar. Auf der einen Seite, beim Lesen total "begeistert" zu sein, und auf der anderen Seite, diese Ecke Namibias dann doch auch tatsächlich selbst so in Zukunft zu bereisen, sind glaube ich, 2 Paar Stiefel 🤨 Uwe und auch Thomas habe das sehr gut geschildert.
Also, liebe Bele - mach Dir selber kein schlechtes Gewissen, wenn Du uns auf diese Tour mitnimmst!
Ich warte sehnsüchtig auf die nächsten Kapitel und freu mich über jede Fotopause 😉
Schlumpfige Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
fotomatte2'517 Beiträge · seit 200911. Sept. 2019 · #195
Hallo Bele und Interessierte,
du hast es selbst geschrieben, selbst mit Karte auf dem Schoss bist du oft orientierungslos. Nun, wenn du selbst das sagst, wage ich dir nicht zu widersprechen. 😉 😛 😗
"Meine drei Mitreisenden beobachten den Sonnenaufgang von dem westlichen Aussichtspunkt aus (man kann sie gerade so erkennen 😉 )" Soso, seit wann geht denn die Sonne im Westen auf. Also, der Aussichtspunkt war natürlich nicht im Westen, sondern im Nordosten unseres Übernachtungsspots. Und da du ja die kleine Anhöhe nicht erklimmen wolltest, spendiere ich ein paar Eindrücke von dort oben.
Sonnenaufgang über den Bergen Angolas.
Schön lässt sich von hier oben der Verlauf des Kunene nach vollziehen, denn über dem Fluss wabert der Nebel.
Grossartiges Nichts.
Von dieser kleinen Orientierungspanne abgesehen, entspricht der Rest des Berichts durchaus meinen Erinnerungen des Tages. 🤪 😎
@ Daxiang: Danke Konni, dass du dir wegen dem Ei auch ein paar Gedanken gemacht hast. An einen Kokon kann ich nicht glauben, das war kein Gespinst, sondern ein richtiges, hartes Ei mit einer abgeflachten Seite (der Boden vermutlich). Dass die Oberfläche nicht glatt war, ist vielleicht dem Umstand geschuldet, dass das Ei schon dem ein oder anderen Sandsturm ausgesetzt war. Im Nachhinein ärgere ich mich fast, dass ich das Teil zwecks Bestimmung nicht mitgenommen habe.
Viele Grüße, Matthias
Nachtrag: Ich habe nochmals wegen der Schlangenhaut nachgesehen, die Sidewinder kommt tatsächlich in einem schmalen Streifen entlang der Küste bis hoch zum Kunene vor, sie wird also von eben so einer Schlange stammen, denn es gibt sonst keine Schlangen mit obenliegenden Augen.
ChampagnerThemenstarter8'684 Beiträge · seit 201011. Sept. 2019 · #196
fotomatte schrieb: "Meine drei Mitreisenden beobachten den Sonnenaufgang von dem westlichen Aussichtspunkt aus (man kann sie gerade so erkennen 😉 )" Soso, seit wann geht denn die Sonne im Westen auf. Also, der Aussichtspunkt war natürlich nicht im Westen, sondern im Nordosten unseres Übernachtungsspots.
Ach du meine Güte - wie oft passiert mir das denn noch? 🤩 😊 Danke für die Korrektur! Ich bin echt eine peinliche Beifahrerin.... 🙁
Von dieser kleinen Orientierungspanne abgesehen, entspricht der Rest des Berichts durchaus meinen Erinnerungen des Tages. 🤪 😎
😄 😄 😄 😘
Danke für die schönen Ergänzungsbildle - dafür nochmal ein 😘 !
ChampagnerThemenstarter8'684 Beiträge · seit 201011. Sept. 2019 · #197
8. August 2019 : Vom mittleren in den östlichen Teil des Hartmannstal
Gleich vorab: entschuldigt den langen Text und den einen oder anderen „Insider“ – aber es war sonst einfach nicht viel losauf dieser Etappe 🙄 .
Also gut – die Vier Verrückten 😛 machen sich auf den Weg runter ins Verbotene Tal (und wer jetzt die tollen Fotos aus dem Hartmannstal erwartet, den muss ich gleich im Vorfeld enttäuschen – die paar Bilder heute sind mir fast peinlich, am liebsten würde ich gar keine zeigen 😊 .)
Immerhin sehen wir zwei Falken, wenn auch kaum fotografierbar und einer fliegt eh weg. Aber man freut sich hier über jedes Lebenszeichen.
Ziemlich bald treffen wir auf die erwähnten Schilder – zu blöd, dass ich sie nicht fotografiert habe, aber der Inhalt ist klar: Weiterfahrt verboten für uns!
Tja, beinahe, aber eben nur beinahe hätten die Schilder ja gar nicht für uns gegolten 😎 . Irgendwann in der Planungsphase kam zwischen uns vier nämlich der running gag auf, dass ich „meine“ Reisegruppe ins Serra Cafema Camp einladen würde. Ehrlich gesagt habe ich es nicht mehr auf dem Schirm, wie es dazu kam (Ruth, Matte, Uwe – wisst Ihr es noch?) – aber es hätte perfekt zu meinem nächsten Plan gepasst. Meine Idee war nämlich folgende: um die unbequeme Fahrt über den Shortcut ins Marienflusstal zu vermeiden und auch um weitere lange Strecken zwischen Camp Syncro, Epupa Falls Camp und Kunene River Lodge zu reduzieren, hätte ich gerne ein Floß gebaut und unsere Toyotas ab Serra Cafema auf dem Kunene nach Osten (Osten stimmt jetzt aber, gell 🙂 ) verschifft. Genial, oder 🤩 ? DAS wäre eine richtige Flusskreuzfahrt geworden!!! Leider sind meine Mitreisenden nicht verrückt genug – um nicht zu sagen: sie sind spießig 😵 und verfügen über keinerlei Abenteuergeist, geschweige denn Fantasie - und so wurde mein Plan bereits frühzeitig mit so lächerlichen Einwürfen wie „Wo nimmst du das Holz für das Floß denn her?“,„Dann darfst aber du paddeln“, „Das ist gegen die Fließrichtung“ und „Da gibt’s Stromschnellen und Krokodile“ abgeschmettert.
Mensch Leute, wir hätten DEN Sensationsreisebericht hier publiziert, mit Millionen von Klicks 😮 – und vielleicht hätten wir sogar mal einen Vortrag drüber auf einem Forumstreffen halten dürfen 😗 . Aber okay, mit manchen Leuten kann man einfach keine Visionen haben....
Also zurück auf Los – wir stehen vor den Verbotsschildern. Nun sind wir nicht nur verrückt, sondern auch noch frech und setzen uns über dieses Verbot einfach hinweg. Allerdings sind wir auch ein bisschen spießig (wie das Beispiel mit der Floßfahrt zeigt 😛 ) und spielen leicht verunsichert in Gedanken und Gesprächen durch, wie wir denn nun argumentieren würden, falls uns jemand anspricht 😕 .
Tatsächlich sehen wir nämlich ein Lodge-Fahrzeug in weiter Ferne fahren – aber auch als wir etwas näher auffahren, interessiert sich niemand für uns und so wird es auch bleiben. Also umsonst nach Argumenten gesucht und viele Gedanken gemacht…. Vermutlich sind die Gäste gerade vom Airstrip abgeholt worden, um an den Kunene verfrachtet zu werden. Offensichtlich wird das Ganze mit einem Game-Drive verbunden, wobei das Wort „Game“ hier nicht wirklich passt (Beef-Drive wäre schon besser). Wir fahren nämlich immer wieder durch Kuhherden – nur ab und zu sieht man mal sensationellerweise einen Oryx in weiter Ferne. Das Ganze durch eine Landschaft, die ich mit bestem Willen nicht als spannend bezeichnen kann. Dazu kommt, dass wir heute kein schönes Licht haben und ja sowieso alles abgefressen ist hier.
Ich stelle mir vor, wie sich die Leute fühlen müssen: für hunderte von Euro sind sie per Fly-In hier angekommen, fahren durch eine öde Sandlandschaft, sehen KÜHE und sonst nicht viel (außer uns natürlich 😉 ). Da würde mir auch die tollste Massage und das leckerste Dinner in der Lodge nicht helfen – das bekomme ich in Deutschland nämlich billiger. Die Lage der Lodge am Kunene mag ja ganz nett sein, aber unsere Stellplätze später am Kunene waren das auch! So what?
Langsam aber sicher komme ich zur Erkenntnis, dass es vielleicht doch die richtige Entscheidung war, meine drei Spießer NICHT in die Nobelherberge eingeladen zu haben – mal wieder alles richtig gemacht 🙂 .
Nun aber ernsthaft: ich bin wirklich nicht geflashed von diesem Teil des Hartmannstal. Vermutlich haben wir nicht die richtigen Aussichtspunkte angefahren und das Wetter hat auch nicht gepasst (Ruth fragt zwischendurch mal sinngemäß „Gibt es das hier auch in Farbe?“), aber diese Erkenntnis macht es für uns jetzt auch nicht besser.
Wir fotografieren zwar pflichtbewusst rüber nach Angola,
mit viel positiver Energie kann man den Kunene erkennen, auch den Old Himbakral der auf der Karte eingezeichnet ist, lichten wir ab,
und den neuen auch gleich,
aber mehr Spaß haben wir mal wieder bei einer der kreativen Fotoideen von Uwe, bei denen wir immer gerne mitspielen. Noch kenne ich nicht alle Ergebnisse (aber eines schon – und das ist genial, da könnt Ihr euch schon drauf freuen wenn Muckels dann in zwei Jahren mit ihrem Bericht loslegen). Ich bin auf jeden Fall gespannt, was die Inszenierung hier ergeben hat.
Wir erfreuen uns noch an einer wirklich schönen Kuh-Sichtung – das Bunteste was es heute zu sehen gibt 😄
und einem Gecko (ist es ein Gecko?), dessen Füßchen ich ja sowas von cool finde!
Ziemlich schnell sind wir uns dann einig, dass wir keine weiteren Aussichtspunkte weiter nördlich mehr anfahren wollen – schließlich wollen wir die armen Lodgegäste nicht mit unserer Anwesenheit von den ganzen sensationellen Sichtungen hier ablenken und verlassen somit unsere Anhöhe.
Unser Weg führt uns nun grob nach Südsüdosten (richtig Matthias?), wir wollen ( die einen mehr, die anderen weniger, da ist es eher ein „müssen“ 😗 ) morgen den Shortcut rüber ins Marienflusstal fahren. In diesem Zusammenhang wollen wir uns einen Übernachtungsplatz möglichst kurz vor diesem Streckenabschnitt suchen.
Wir fahren nun wieder durch steiniges Gebiet und es gibt hier sehr viele Himbasiedlungen. Manchmal sehen wir nur Krals, manchmal Hütten, ab und zu auch Menschen.
und manchmal Ludwigstrappen
Die Fahrt ist durch die vielen Siedlungen (von denen ich erst morgen Fotos habe) auf der einen Seite sehr interessant, auf der anderen Seite macht es uns die Platzwahl nicht einfacher.
Wir wollen nicht aus Versehen auf Himbaland campen und uns somit unbeliebt machen. Irgendwann entscheiden wir uns für dieses Trockenflussbett (endlich mal wieder eines), auch wenn wir später feststellen, dass es ganz in der Nähe wohl eine Himbasiedlung gibt, da zwei junge Männer offensichtlich auf dem Heimweg „unser“ Flussbett auf ihren Eseln queren. Sie interessieren sich aber nicht für uns.
Zwischendurch malen wir uns aus, was wohl passiert, wenn die dunklen Wolken, die wir am Horizont auf der anderen Seite sehen (kein Foto), sich abregnen. Das wäre der Klassiker – vom abkommenden Rivier überrascht zu werden 🤩 ! Wer von uns wird zuerst weggeschwemmt? Wo retten wir uns am besten hin? Blödes Gequatsche von vier Verrückten eben….. 🤪
Nebenher legen Ruth und Uwe ihren Bodenteppich zum Trocknen aus und Matthias geht seinem Kletter-Hobby nach (wer sieht ihn auf dem ersten Foto?).
Anschließend suchen wir alle mehr oder weniger erfolgreich nach einer Bildidee für den Sonnenuntergang – gar nicht so einfach, wenn es so viele Wolken gibt.
Als es schon dunkel ist, hören wir noch ein Auto Richtung Himbasiedlung fahren – schon irgendwie unheimlich und auch befremdlich hier so mitten in der Einsamkeit. Trotzdem schlafen wir hier sehr gut und ohne jede Störung! Morgen wird’s dann steil und steinig…. 😣
H.Badger1'824 Beiträge · seit 201611. Sept. 2019 · #198
Liebe Bele, immer wieder sehr humorvoll führst du uns durch die schöne Ödnis. Den "Beef Drive" werde ich mir merken - den haben wir, ohne ihn bezeichnen zu können, im Caprivi auch erlebt. 🙂
Ich bin gern dabei, auch wenn oder gerade weil ich für das Befahren der Region in der echten Welt kaum den Mut oder die Kompetenz hätte. Das zeigt mir dein Bericht durchaus auch immer wieder.
Martina56573 Beiträge · seit 201411. Sept. 2019 · #199
Liebe Bele,
ich bin gerade dabei Deinen schönen Bericht nachzulesen... sorry, komme erst jetzt dazu. 🤨
Aber an einem Kommentar bin ich gerade hängengeblieben: Zum Glück können Matte und ich uns sehr gut sehr lange sehr freundlich anschweigen 😉 😘
Ich musste wirklich laut lachen, denn bei uns läuft das genauso ab auf Safari!! 🤢 😄 🤩 Also egal, ob Reisepartner oder Ehemann. So scheint das mit den Männern zu sein 😉
Vielen Dank, dass du so schnell anfängst mit dem RB. Ich genieße ihn sehr, denn ich glaube nicht, dass ich persönlich in diese Gegend kommen werde.
Und jetzt lese ich ganz schnell weiter.
Danke für's Berichten - auch die vielen Zwischenkommentare sind super interessant. 😘
Liebe Bele, dafür, dass diese Teilstrecke wirklich langweilig und ohne Besonderheiten war 😉 , sind die Fotos aber nicht schlecht (die Gecko-Füßchen, der kletternde und später vor der Sonne fotografierende Matthias, der Abendhimmel) - von vielen anderen vorher gezeigten natürlich ganz zu schweigen. Danke für das Teilen Eurer Erfahrungen - ein Rundum-Genuss! Lg Anne
zwischen 1991 und 2008 diverse Aufenthalte Jemen - 2011 Südafrika - 2013 Kamerun - 2016 Namibia - 2018 Namibia