Been there. Done it! Got it? - Namibia Okt. 2017

Reisebericht 278 Antworten · 64,2k Aufrufe · gestartet 09. Feb. 2018 von Blende18.2
836 Beiträge · seit 201230. Juli 2018 · #221
Achhhh, Ihr lebt noch 😄 und ich hab schon gedacht, Ihr seid bei den hiesigen Temperaturen lieber im kühleren Norden geblieben
zwinkern-2-3-4.gif


Allerdings darf ich hier ja auch nicht mit Steinchen schmeißen 😗 komm ich doch bei den sommerlichen Temperaturen auch nicht so voran, wie ich wollte... ja ja, eigentlich wollte ich längst fertig sein, ääähhh ich hab ja noch gar nicht angefangen 😣

die Schuh-Frage...
PS. Bitte nicht Lachen, aber unser Hauptdiskussionspunkt darüber, wie wir Gewicht einsparen könnten dreht sich tatsächlich um die Wahl der Schuhe die wir für Botswana einpacken wollen. 😄
-- hat jemand Vorschläge -- 🤪
ich wäre da auch für Crocs... 🤪 wiegen nix, sind bequem und können in allen Lebenslagen getragen werden 🤩
allerdings muss ich Bele Recht geben
OMG.gif


Du brauchst schon nen 'Zauber-Schlafsack' um die wieder sauber zu bekommen
lachen.gif


IMG-20160512-WA0000.jpg


sooo... und nun mal schön weiter im Text, ähhh auch Bild natürlich 😄 freu mich auf die Fortsetzung

Liebe Grüße
Claudia
www.claxontour.de **************** Namibia/Botswana 2011 Schokoladenwettessen Namibia/SA 2012 Hoffentlich ist die Katzenklappe zu Namibia 2014 Ein bisschen Westen Norden und Caprivi Namibia 2015 Eine fast normale Tour
Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201731. Juli 2018 · #222
FORTSETZUNG - Tag 14 - 19.10.: Warten am Zebrastreife auf den Italianicus Ahaicus



Wir machen uns also auf in Richtung Jakkalswater und, die Strecke wird zwar mit knapp einer halben Stunde angezeigt, aber man braucht ja doch immer länger. Gleich vorab sei gesagt, dass wir hier den Fehler gemacht haben, vorher gar nicht genau zu schauen, wann wir eigentlich zurück sein müssen. So hatten wir grob 18:30h gedacht und geplant wollten wir 18:15h anpeilen. Sicher ist sicher.
Die Gates machten aber erst um 18:54h dicht, also immer drauf achten bevor es los geht!

Wir waren gar nicht lange unterwegs und das Vogelglück blieb uns hold. Neben der Straße entdeckten wir eine glückliche Straußenfamilie. Putzmunter mit 6 Kleinen, zu niedlich. Hier mussten wir natürlich länger stehenbleiben und uns das Treiben anschauen. Da wir uns ruhig verhielten, war auch die Mutter ganz entspannt.



Angekommen bei Jakkalswater und mit den großen Erwartungen auf Rhinos war hier irgendwie nur tote Hose. Immerhin, eine kleine Giraffenfamilie war anwesend und übten sich im Synchrontrinken. Ein Springbock tat sich gütlich an stacheligen Büschen… seine Fressposition sah irgendwie unentspannt aus. 🤪







Wir waren nun doch etwas enttäuscht, aber weiter weg vom Camp zu warten machte keinen Sinn, also zurück und auf mehr Glück hoffen bei Okawao. Das Wasserloch ist näher dran und wenn alle Stricke reißen gibt es ja immer noch das hauseigene Wasserloch bei OlifantsRus. Wir biegen also Richtung Okawao ab und als wir um die Ecke kommen werden wir direkt attackiert! 😮

Locker 50-60 Tiere greifen unser Auto frontal an!

..
Sie stürmen in unsere Richtung, wie von Sinnen!
..
.
Und drehen ganz knapp vor’m Auto nach rechts ab! – Glück gehabt.

Wir waren so perplex, dass wir mit Vollbremsung angehalten haben und nach dem ersten Schock und der Freude überlebt zu haben nur noch die Nachhut auf’s Bild bannen konnten.

Mal ehrlich, sind Perlhühner immer so drauf, dass die zu Dutzenden über die Straße stürmen 😗 😛


Ich denke mal das hier ist ihr General, der hatte alles genau im Blick!


Am Wasserloch dann wieder ein paar übliche Verdächtige wie Giraffe, die drei Springböcke von der Tankstelle und jetzt konnten wir auch Kuhantilopen von der Liste haken. Also zumindest kam noch etwas abwechselnd in unser Sichtungs-Menü. Es zeigte sich Staub am Waldrand und kaum das wir die Streifengänger sahen war es dann wirklich Zeit zu gehen. Nicht schon wieder Zebras! 😣



Kuhantilope (Red Hartebeest)


Nix wie weg!


So, jetzt müssen wir auch langsam zurück, wir haben zwar noch etwas Luft, aber zu sehen gibt es einfach wenig. Auf dem Rückweg scheuchen wir noch etwas die Straußenfamilie vor uns her. Die sollen einfach abbiegen, wir wollen die ja gar nicht stressen, aber sie ziehen es vor auf der Straße vor uns herzulaufen.



Irgendwann überholen wir sie doch, bzw. biegen Sie ab und während wir so durch die Gegend träumen steht plötzlich ein grauer Riese neben uns in den Büschen. 😎

Genüsslich zerlegt er einen kleinen Baum, wir stehen auf der anderen Straßenseite und können unser Glück nicht fassen. Na das ist doch noch ein echtes Highlight. Also Kamera raus und mal ein paar Fotos machen, das muss wohl der einzelne Bulle sein von dem der Ranger erzählt hat.

Schmeckt so ein Baum, aber…


…könnt ihr mal aufhören immer nur Fotos von mir zu machen, guckt doch mal da drüben…


… da kommt schließlich der Rest der Familie! 🤩

Und tatsächlich haben wir es nicht mit einem Einzelgänger zu tun, sondern einer ganzen Herde. Linkerhand kommen sie alle aus den Büschen und kreuzen hinter uns die Straße. Ein Elefant übernimmt dabei anscheinend die Aufpasser-Rolle, er ist immer der letzte der Gruppe und hat uns genau im Blick… und ist ein bisschen nervös.





Der Aufpasser hat uns immer im Blick


Wir rollen Rückwärts neben der Herde her, die jetzt neben der Straße durch die Büsche läuft und der Aufpasser trötet uns an. Klares Zeichen. Unser Fehler! Wir fahren ein Stück vorwärts, wenden den Wagen und fahren auf der anderen Straßenseite wieder langsam näher mit gebührendem Abstand. Das stimmt ihn zufrieden und die Herde zieht friedlich weiter, vermutlich zum Wasserloch.





Hier sieht man einmal fast die ganze Herde zusammen 🙂


Wir folgen noch etwas und erhaschen immer mal wieder Blicke durch die Büsche. Ein Halbstarker präsentiert sich dann doch noch mal in aller Pracht und verabschiedet uns.







Macht es gut!


Da wir
1. Eh schon denken keine Zeit zu haben und
2. Jetzt auch viel Puffer eingebüsst haben bei der Herde..

..entschließen wir uns dennoch zum Camp und nicht noch einmal zum Wasserloch zurück zu fahren. Man sollte sein Glück ja nicht überstrapazieren und wir wissen ja, dass wir gerne mal zu spät unterwegs sind. 😉

Wir sind auf jeden Fall überglücklich. Da rechnet man mit nichts und insgesamt haben wir bei der Herde so ca. 15 Elefanten gezählt, gut gemischt mit ein paar Jüngeren und Halbstarken. Wie schön!!!

Wieder nehmen wir die Straße unter die Räder und sind kaum 2 Minuten unterwegs, als links schon wieder etwas durch die Büsche stapft. Diesmal ohne Vorhut, dieses Mal kommt die ganze Familie auf einmal Richtung Straße getrottet. 😎 🙂







Jetzt können wir unser Glück nun wirklich nicht mehr fassen. Der Ranger am Schalter später im Camp schaut mich mehr als misstrauisch an, als ich 2 Elefantenherden direkt bei Okawao ins Sichtungsbuch schreibe. Irgendwie schien er uns das nicht recht glauben zu wollen, hatten sie doch kaum Sichtungen die letzten Wochen.

Diesmal können wir besser zählen, die Herde besteht aus 11 Tieren, es kommen nämlich noch ein paar Nachzügler…



Guckt der verschmitzt oder freundlich?




Wir werden wieder inspiziert, aber diese Herde ist deutlich entspannter unterwegs. Sie trotten ihrer Wege, ruhig und gemächlich. Wir schießen noch ein paar letzte Fotos…



… und dann wird es schlussendlich doch langsam Zeit, dass wir mal ankommen. Mit einem freundlichen Wink bekommen wir die korrekte Richtung angezeigt und auf dem Weg zurück ins Camp hört man fröhlichen Gesang aus unserem Auto dringen: …wenn die Frühpatrouille naht, wenn die Frühpatrouille naht. Munter schreiten durch die Flur Elefanten mit Bravour,… 😄




Zurück im Camp:
Es hat schon seine Vorteile, wenn man nicht so recht den Zeitenplan kennt. Man ist wenigstens mal früh genug zurück um im Hellen noch den Wagen aufzubauen und alles etwas entspannter angehen zu lassen. Genug Zeit also um zu einem kleinen Plausch zur Nachbarcampsite zu schlendern. Mir ist ein Camper aufgefallen mit einem Aufbau der sich wie eine Art Muschel auseinanderklappt.

Es handelt sich bei den temporären Besitzern um ein junges, italienisches Paar und wir fachsimpeln über die Vor- und Nachteile unserer Fahrzeuge. Wir sind wendiger und haben mehr Bodenfreiheit und Spiel, dafür muss man über die Leiter ins Zelt. Ihr Schlafbereich bietet viel mehr Platz und alles hat viel Stauraum. Mitten im Gespräch, direkt vor meinen Augen verwandelt sich der nette, junge Mann in den „Italianicus Ahaicus“. Er spricht weiter, denn einzig seine beiden Staubklappen sind etwas zu klein geraten. Da hätte er sich mehr oder größere Einlässe gewünscht, damit der ganze feine Sand besser aus dem Innenraum gezo…………….

……. FLASHBACK!!!!!!!!

Es ist Tag 04 unserer Reise, wir sind im Sossusvlei, also geschmeidige 10 Tage her, vielleicht erinnert sich jemand:
Bei der Gelegenheit entdecke ich einen Sonnenstrahl im hinteren Aufbau. Anscheinend hat sich eine kleine Klappe auf unserem Dach geöffnet. Vermutlich durch die Rumpelstrecke, zumindest ist mir das bisher nicht aufgefallen. „Das wäre ja doof wenn es regnet und dann das ganze Wasser in den Innenraum läuft!“, denke ich mir bei ca. 32 Grad!, mitten in der Namib!!, einer der trockensten Wüsten der Welt!!!

Es fällt der Groschen, eigentlich fällt Dagobert Ducks gesamter Geldspeicher. 😄 😊
Ich verabschiede mich nett, frage noch ob wir uns gleich beim Sundowner sehen, gehe verstohlen zum Auto, immer auf der Hut, dass mich auch bloß keiner bei dieser Schmach entdeckt… klettere ins Alu-Canopy und drücke mit etwas Aufwand unsere Staubklappe wieder auf. Kein Wunder, dass seit dem Sossusvlei die Karre sowas von zugesandet ist. Und wir haben uns schon gwundert was plötzlich los ist. Da ja eine Hand schon nicht mehr reicht, die gerade Richtung Stirn schlägt, stellt euch einfach einen Elefantenrüssel vor der mir vor den Kopf klatscht. 😣

Jetzt brauche ich aber wirklich ein Bier und so begeben wir uns zum Sundowner. Auf halber Strecke zum Aussichtsturm im Wasserloch ist eine weitere Plattform mit Sonnenschutz errichtet, die dem Camp als zentraler Sundowner-Point gilt. Hier trifft man sich mit einem kühlen Getränk und verabschiedet den Tag. Sehr chillig, toll gemacht und eine nette Atmosphäre. Ich packe die Kamera aus und versuche mich bei dem spektakulären Himmel inkl. Bonbonfarben und Wolken am Horizont auch mal an einer Belichtungsreihe.

Da ganz rechts wo ein paar stehen ist die Plattform


Meine einzige Mehrfachbelichtung des Urlaubs


Und noch ein Werbebild für SCR… muss ich denen wohl noch schicken. 😎


Heute gibt es bei uns fleischlose Kost, das erste Mal auf seit über einer Woche. Wir sind dem Grillen etwas überdrüssig und so gibt es passend zur Geräuschkulisse Pasta mit Tomatensauce. Welche Geräuschkulisse? – naja, der „Italianicus Ahaicus“ scheint eine Art Formwandler zu sein. Nachts wird er zum „Italianicus Rumwüttikus“. Ich höre mir das Gezeter und Geschreie eine zeitlang an. Mara und ich amüsieren uns prächtig. Typisch italienisches Temperament halt.

Irgendwann höre ich ein wütendes und noch viel lauteres Vaffanculo!!!!

Langsam hört es sich ernst an und ich beschließe mal nachzusehen. Die beiden stehen an ihrem Kühlschrank und er wütet rum. Der Engel ist ausgefallen und das hat er dem Vermieter auch gesagt, aber der meinte ja es ist schon alles gut. Ja *“(‚“?!*# auch, nix ist gut. 😈

Wir versuchen mit ein paar Sicherungen auszuhelfen, aber das bringt nichts. Der Kühlschrank bleibt tot. Es bleibt uns nur die beiden zum Essen und einem Schluck Wein einzuladen und wir bieten ihnen Platz in unserem Kühlschrank zumindest bis morgen früh an. Das stimmt ihn etwas ruhiger, so können wenigstens die wichtigsten Dinge den defekten Kühlschrank überleben.

Die beiden drücken uns 2 kleine Flaschen Wasser und eine Schale Erdbeeren in die Hand.
-- „…ääähh, ja klar. Kühlen wir für euch.“
-– „Super, ohne kaltes Wasser geht gar nicht über den Tag!“

Ist dem klar, dass mal davon ab, dass er uns die einzigen 2 Sachen in die Hand drückt aus seinem Kühlschrank die definitiv nicht gekühlt werden müssen, so ne kleine Flasche Wasser sowieso in 30 Minuten nur noch Zimmertemperatur hat am nächsten Tag. Das Abendessen schlagen Sie aus, auf den Wein kommen wir noch zurück und wir spazieren bewaffnet mit Wasser und Erdbeeren zurück zu unserer Campsite und genießen unsere Pasta bei schöner Ruhe.

Plötzlich ein Schrei, eher ein Triumphgebrüll. Der Italiener taucht im Schein unseres Lagerfeuers auf und erzählt stolz, dass der Kühlschrank wieder läuft. Der dumme Vermieter hat gesagt er solle bei der Elektrik nie auf den Knopf „DANGER“ drücken, aber das hat er jetzt einfach gemacht und siehe da, der Kühlschrank geht wieder. Ist auch ne Methode, funktioniert aber anscheinend. 🤨

Allen Unkenrufen zum Trotz haben wir mit den beiden dann noch einen sehr schönen Abend bei einer Flasche Weißwein im Hide beim Wasserloch verbracht und auch unser Rhino haben wir dann doch noch gesehen.



Die Highlights des Abends zusammengefasst:
- Generell die Stimmung am Wasserloch bei nächtlicher Beobachtung, man ist so nah dran 😎

- Eine Giraffe beim Trinkversuch, schon mühsam wie sie gut eine halbe Stunde lang das Trinken nur andeutet um evtl. Fressfeinde aus der Reserve zu locken. Und dann hat sie doch nicht ihre Angst überwunden und gar nix getrunken.

- Eine Eule die immer ihre Bahnen über dem Wasserloch zog.

- Und ein weiteres Rhino mit vollem Horn und inkl. Jungem (da hab ich aber wegen des roten Lichts schon das Fotografieren aufgegeben… beim Foto oben, habe ich einfach komplett nur rot entsättigt… daraus ist dann ein SW geworden)

Obligatorisch für das Ende eines Abends, oder in diesem Falle eher das Ende einer frühen Nacht, der Versuch den Sternenhimmel abzulichten. Der Vordergrund war allerdings etwas arg hell dafür.



Nachts musste ich irgendwann mal raus aus dem Zelt und auch wenn man eingezäunt ist, hat man schon ein mulmiges Gefühl, wenn man nachts um 3.30h alleine Richtung Ablutions marschiert, da im Camp die Generatoren nachts aus sind. Kein Geräusch mehr, kein Licht. Ich habe irgendwie hinter jeder Ecke mit einem Löwen gerechnet. 😐


Und mit diesem Schlusswort ziehen wir ein sehr positives...

FAZIT OlifantsRus
Hier hat es uns sehr gut gefallen. Das Wasserloch mit dem Turm drin ist toll. Das Camp ist sehr klein und somit noch deutlich beschaulicher als die großen Camps im Park. Personal war nett, die Ranger sehr hilfreich und interessiert (da kommt noch was am nächsten Tag), also rundherum zu empfehlen soweit es uns betrifft.

Ein Tipp noch zum Hide. Er hat 2 Ebenen. Oben kommt man an, man kann aber auch runter gehen auf Augenhöhe zu den Tieren. Lasst das, speziell nachts. Erstens sieht man viel schlechter, da es unten Scheiben hat und diese viel zu dreckig sind, zweitens ist ein Bewegungsmelder angebracht im Treppenhaus der das Licht einschaltet. Wir wollten die Rhinomama mit Jungem auch unten betrachten und das Licht hat sie sofort in die Flucht geschlagen.
--------------------------------

Last but not least, was sonst könnte es sein, das heutige…



Gruß,
Robin
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1'055 Beiträge · seit 201631. Juli 2018 · #223
Hallo Robin ,es ist spät .oder früh ? Ich bin platt vom eigenen Reisebericht . Aber ich muß dir dennoch schnell schreiben . Habe vor unserem Urlaub deinen Bericht verschlungen .- suuuuper schön und erst die Bilder - Neid . Jetzt habe ich eigendlich nur reingelinst und die Stellen mit den Schuhen entdeckt . Versprochen , ich werde noch alles lesen . Zu den Schuhen in Botswana : ich hatte mit : Crocs als Kombi - Duschen - schnell mal rein für Zwischendurch - angedacht, aber nicht wirklich toll , da der Sand nicht entweicht
irgendwelche Knöchelschuhe meiner Schwiegertochter ( meine Wanderschuhe waren kaputt - peinlich als Tochter eines Schuhmachers , gut mein Vater lebt schon lange nicht mehr , aber mein Bruder ist auch einer ) - diese hatte ich eigendlich nur beim Flug und am Waterberg an
alte luftdurchlöcherte Schlüpfschuhe - beim barfußtragen hatte ich schon vor 2 Jahren solch furchtbaren Stinkefüße , daß mich keiner mehr ins Auto geschweige denn ins Zelt lassen wollte - Duftwolke hielt ewig an - also diesmal auch nicht benutzt
Treckingsandalen - uralt und super - Sand vorne rein - hinten wieder raus .
Bedenkt auch den Vet - Zaun , jedesmal alle Schuhe durch die Brühe . Ich hab immer nur 1 Paar rausgeholt , wir hatten aber auch nette Kontrolleure . Übrigens waren meine Füße auch nie sauber , selbst nach dem Duschen nicht , denn Ischias und Füßeabtrocknen passt nicht zueinander .

LG Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
4'382 Beiträge · seit 201531. Juli 2018 · #225
Mal ehrlich, sind Perlhühner immer so drauf, dass die zu Dutzenden über die Straße stürmen
Ja, ja, hat Claus mal eine Windschutzscheibe gekostet.....
Es gibt hier kaum was Erfrischenderes als Deinen RB - weitermachen!
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
547 Beiträge · seit 201731. Juli 2018 · #226
Hallo Robin,
jetzt, wo wir auf gepackten Koffern sitzen, schreibst du endlich weiter - schlechtes Timing 😗 Aber vielleicht komme ich ja auch während des Urlaubs mal dazu, ins Forum zu spitzen, ansonsten kann ich ja nach der Reise aufholen 😉
Das leidige Schuhproblem haben wir wie die meisten hier gelöst. Hohe Wanderschuhe während des Fluges und Flipflops ins Handgepäck. Dazu kommen noch etwas smartere Sportschuhe für Abends sowie flache Sandalen ( ich mag Crocs leider überhaupt nicht, mögen sie noch so praktisch sein. Für mich sehen sie immer so aus wie Gartenschuhe 😊 Aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden)
Seit meinem Schlangenerlebnis und diversen Berichten hier im Forum über Spinnen, Skorpione und anderes Getier laufe ich draußen nur noch in festen Schuhen herum.
Also in punkto Gewicht machen Schuhe nicht wirklich das Kraut fett.
LIebe Grüße
Kordula 🙂
873 Beiträge · seit 201631. Juli 2018 · #227
Ein Hallo und ein Dankeschön auch von mir als bisher stiller Mitleser.
Flüssige, humorvolle und toll Lesbare Schreibe und absolute Hammer-Fotos.
Wir werden im nächsten Jhar zum zweiten Mal nach Nam fahren und beim ersten Mal hab ich mich an die Milchstrassenbilder nicht rangetraut. Deine sind aber so phantastishc, dass ich es vielleicht doch auch mal versuchen will.
Hast Du eine ‚Standardeinstellung‘, die sich bewährt hat und dann mehr oder weniger immer wieder zum Zuge kommt, oder tastest Du Dich mit verschiedensten Versuchen an die optimalen Werte ran? Wie viel Nacharbeit (lightroom o.ä.) ist da noch reingesteckt?
Ein paar kleine Tipps würden mich freuen, für eine abendfüllende Fotoschule bin ich wohl schon zu alt.
Christoph
NAM 09/2017 mit Galerie NAM 07/2019 mit Galerie NAM 08/2021 mit Galerie Südafrika 08/2023 mit Galerie NAM 08/2025 mit Galerie
Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201701. Aug. 2018 · #228
Hui, jetzt brauch ich erstmal ne kleine Zwischenrunde. Vielen Dank für die ganzen Schuhtipps, da ist man mal wieder so schlau als wie zuvor. 😉
Ich mag auch keine Crocs, am liebsten sind mir die dicken Tretter (= Safari--Feeling) und ja... kann man auch im Flieger anziehen, aber ich find's an Flughäfen auch so immer schon viel zu warm. 🤨

Ich denke gerade über Mesh-Schuhe nach... Mesh-Trekking


@ Claudia
Jaja, wer im Glashaus sitzt, aber bist direkt rehabilitiert für dein sehr "mutiges" Bild zum Thema Schuhe! 😛 😄


@ Conny
Das mit den Schuhen beim VET-Zaun höre ich zum ersten Mal. Das ist aber auch noch eines unserer ToDos... Parkgebühren wo und wann und wo sind die VET-Zäune und von wo nach wo ist's unproblematisch.
(ich glaube wir haben nur einen blöden Zaun, weil wir am Anfang den Abstecher zu Baines Baobabs machen, ansonsten wäre es z.B. kein Problem mit Fleisch)


@ Martin
Dankje Well und ich meld' mich noch bei dir per PN, bin Mitte August für einen Workshop in Hamburg, vielleicht hast du ja Zeit?!


@ Kordula
Stimmt, schlechtes Timing, dass ihr genau jetzt losfliegt!!! 😗
Ich lese aber so raus, dass wir ein sehr ähnliches Schuhverständnis haben.


@ Christoph
Tja, gute Frage. Im Großen und ganzen bearbeite ich die Bilder eher individuell, aber komplett Lightroom. Photoshop nutze ich nur zum Nachschärfen oder wenn es wirklich um ein Bild geht, dass an die Wand soll. Dann darf der Aufwand ungleich höher sein.

Ich versuche es trotzdem mal grob zu erklären.

- Blende natürlich soweit auf wie möglich (je nach Objektiv... ich hatte 2.0er als Option, aber die Bilder fast immer mit 2.8er Blende gemacht)
- ISO ruhig so viel wie geht, bei meiner Kamera mache ich da bei 1.600 bis 2.500 Schluss (musst du aber testen)
- ca. 20-30 Sekunden Belichtung... kommt drauf an bei wieviel Sekunden das Bild dann brauchbar aussieht (länger geht nicht, dann ziehen die Sterne Spuren)
- Den Fokus kann man versuchen exakt zu setzen, z.B. wenn die Kamera Fokus-Peaking und Live-View hat. Dann bekommt man die Szene im Live-Bulb Modus in der Vorschau am Monitor hell genug um denn Fokus richtig zu setzen...
- ... alternativ manuell auf Unendlich fokussieren (95% meiner Bilder)

Stativ ist eh' klar und mehr ist es eigentlich nicht bei der Aufnahme selber.

Ein Tipp dazu, da ich es erst später entdeckt habe. Vordergrund während der Aufnahme nur kurz anleuchten. Dann überstrahlt es nicht und man hat den Vordergrund noch schön mit drauf. 😎


@ Lightroom - Bearbeitung
Das ist wirklich individuell. Worauf es immer hinausläuft:

- Schärfemaske mit gedrückt ALT anpassen und nur Konturen einbeziehen, dann kann man die Sterne schärfen ohne im dunklen sofort das Rauschen noch zu verstärken (ca. bei Wert 90)
- Und Luminanzglättung geht so grob Richtung Wert 20-25
- Verlaufsfilter nutzen um Vordergrund und Himmel noch einzeln zu verfeinern
- für den Sternenhimmel ziehe ich gerne die Tiefen runter und verstärke das Schwarz, gleichzeitig gehen Lichter runter, aber weiß hoch
- was ich fast immer mache ist im Himmel Rauschen zu entfernen mit Verlaufsfilter, dadurch zieht man vorallem die dunklen Bereiche glatt und es sieht für mein Auge besser aus


Das sind so die Basics, ab da arbeite ich mich dann vor. Eine klare Formel habe ich nicht.
Wenn es soweit ist und du ein paar Bilder hast, kannst du mir auch mal eins schicken. Dann bearbeite ich die und schicke dir die Einstellungen mit zurück. Dann könntest du das nachvollziehen und als eine Art Maske nutzen. 🙂


Hauptsache du beurteilst die Bilder nicht direkt als zu schlecht oder dunkel und löscht die von der Karte. Man kann gerade mit dunklen Bildern noch so viel machen. (und das hier war nicht mal ein RAW, weil ich das leider schon gelöscht hatte - nie wieder lösche ich die RAW anhand von "Wir sortieren mal bei Sichtung der JPGs direkt aus!")




Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2018
16,9k Beiträge · seit 201201. Aug. 2018 · #229
Blende18.2 schrieb:@ Conny
Das mit den Schuhen beim VET-Zaun höre ich zum ersten Mal.
Stimmt aber!

Deswegen haben wir auch immer ein paar Badeschlappen (kann man später gut abspülen) zusätzlich griffbereit gleich oben auf dem Koffer/Reisetasche liegen, für den Fall, dass das über das Desinfektions-Lappen-Bad trampeln nicht als ausreichend angesehen wird. Es ist ja so, die Verantwortlichen an den Vet-Checks wissen doch auch, dass die Touristen nicht nur mit einem Paar Schuhen an den Füssen durch die Gegend reisen. 😉

Ich meine mich auch zu erinnern, dass die "Loeffels" damals sogar mit dem ganzen Ruhlstuhl von der Löffeline durch das "Güllebad" mussten und die den Mist tagelang nicht wieder abgekriegt haben.

LG
Logi
Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201701. Aug. 2018 · #230
Logi schrieb:
Blende18.2 schrieb:@ Conny
Das mit den Schuhen beim VET-Zaun höre ich zum ersten Mal.
Stimmt aber!

Deswegen haben wir auch immer ein paar Badeschlappen (kann man später gut abspülen) zusätzlich griffbereit gleich oben auf dem Koffer/Reisetasche liegen, für den Fall, dass das über das Desinfektions-Lappen-Bad trampeln nicht als ausreichend angesehen wird. Es ist ja so, die Verantwortlichen an den Vet-Checks wissen doch auch, dass die Touristen nicht nur mit einem Paar Schuhen an den Füssen durch die Gegend reisen. 😉
Man lernt nie aus... wieder etwas für die "Gut-Vorbereitet" Liste. Da hätten wir aber blöd geguckt. Vorallem meine FlipFlops kann ich nach so ner Behandlung wegschmeißen. (die sind großteils aus Stoff, aber haben immer noch Namibstaub in sich, also müssen die mit)

Die Schuhsammlung hat bei uns hinter den Sitzen Platz. Dann müssen wir ggf. zumindest nicht lange rumkramen.

Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2018
16,9k Beiträge · seit 201201. Aug. 2018 · #231
Blende18.2 schrieb:Die Schuhsammlung hat bei uns hinter den Sitzen Platz. Dann müssen wir ggf. zumindest nicht lange rumkramen.
Dann seht aber zu, dass die Mitarbeiter an den Vet-Checks die Schuhe, die nicht für die "Behandlung" vorgesehen sind, nicht zu Gesicht bekommen. 😉

Noch was: in Botswana gibt es an den Vet-Checks Desinfektions-Becken, von uns immer liebevoll "Güllegrube" genannt, durch die Ihr mit dem Auto durch müsst.

Es ist eben dort genau so wie bei uns, wenn wieder irgendwo eine Tierseuche ausbricht, dann müssen auch alle die von und zu den Höfen wollen über den Desinfektions-Teppich oder durch das "Becken", um die Erreger nicht mit dem Fahrzeug in der Gegend zu verbreiten.

LG
Logi
1'055 Beiträge · seit 201601. Aug. 2018 · #232
Und von Maun Richtung Ghanzi kommen gleich 2 hintereinander , obwohl wir zwischendurch keinen Abzweig gesehen haben - Grund ???

Gruß Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
846 Beiträge · seit 201401. Aug. 2018 · #233
Hallo Robin,

habe endlich auch wieder aufgeholt 🤩 . Nach wie vor eine tolle Runde. Das Filmhaus ist ja echt crazy und ich müsste da nochmals in mich gehen, um zu entscheiden, ob das was für uns wäre oder nicht 😄 . wahrscheinlich würden wir uns dann ins Dachzelt verziehen 😗 .

Und da musste ich schmunzeln:
Mal ehrlich, sind Perlhühner immer so drauf, dass die zu Dutzenden über die Straße stürmen 😗 😛
Chicken.jpg


Die heissen nicht von ungefähr "Suicide Chicken" 😈 .

Aber sonst habt ihr echt tolle Sichtungen gehabt im Etosha bisher.

In der Schuhfrage kann ich mich den anderen nur anschliessen: In Botswana reichen Crogs (so hässlich sie auch sind) und Turnschuhe. Offene Schuhe gehen gar nicht - siehe das Bild von Claudia - und auch ich habe das "Müffel (stark untertrieben)"-Problem mit den
luftdurchlöcherten Schlüpfschuhen
(wie auch immer die sonst heissen). Tja, alles nicht so einfach 🤩
Liebe Grüsse
Nina
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1'059 Beiträge · seit 200605. Aug. 2018 · #234
Lieber Robin

Puuuh, das war jetzt eine Heidenarbeit aber ich habe es tatsächlich geschafft und habe nun in zwei Rutschen deinen ganzen Bericht von vorne bis hinten durchgelesen! Somit bin ich jetzt auch endlich «à jour» und freue mich, auch bei euch jetzt dabei zu sein beim Rest der Reise.

Dein Bericht ist einfach köstlich - sehr gut geschrieben und seeehr witzig! Vielen Dank dafür. 😎

Bis dann!

Liebe Grüsse
Sam
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Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201717. Aug. 2018 · #235
So... endlich wieder einen halben Tag geschafft. Bevor Frederieke mich jetzt überall stalked und kleine Spitzen verteilt. 😄
(ja, ich mache auch direkt weiter und bearbeite schon die Fotos für den Rest des Tages)

Wie in der Botswana-Planung schon geschrieben, habe ich jetzt ja genug Zeit, da ich mit gebrochenem Fuß hier zu Hause sitze. @ CUF, die OP ist gerade mal ne Woche her... mal echt jetzt. 😗 😛

@ kalachee
Willkommen an Bord. Ich muss bei dir auch noch ordentlich aufholen und ich habe auch noch einige andere die ich noch lesen will. 😮


@ Schuhplanung
Hat sich durch den Unfall erledigt. Auch wenn wir noch nicht zu 100% wissen ob Botswana klappt, da dies vom Heilungsverlauf abhängt, so steht zumindest nach Rücksprache mit der Ärztin fest, dass hohe, stabile Wanderschuhe meine erste Wahl sein sollen. Wieder eine Sorge weniger. 🙂


So und jetzt kurz Geduld... ich stelle mal den nächsten Teil ein.


Gruß,
Robin
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Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201717. Aug. 2018 · #236
Tag 15 - 20.10.: Der Italianicus Bedankicus ist Löwenfutter!

Wir stehen heute mal sehr früh auf… schon wieder… wie immer. Kaffee aufsetzen, schnell fertig machen, Katzenwäsche und dann geht es auch schon los. Wir haben für den Weg das Essen schon vorbereitet, denn wenn wir schon im Park übernachten, dann wollen wir auch mit Öffnung des Gates raus in Wildnis. 😎

Mit dem Sonnenaufgang geht es also raus aus dem Gate, aber was ist das? – vor uns steht schon einer, dass gibt es doch gar nicht. Außer uns haben wir niemanden im Camp schon fertig gesehen. Mara nutzt den Schockmoment für ein Foto der frühen Sonne und als es losgeht freuen wir uns wie der Wagen nach links abbiegt. Wir wollen rechts lang, also haben wir doch die Pad und den Park erstmal ganz alleine für uns. Aus Richtung Osten kann ja keiner kommen. 😉



Für uns geht es direkt auf die lange Pad in Richtung Ostteil des Parks. Anfang des Weges ist es hier sehr einsam. Tiere sind weit und breit nicht zu sehen, die einzigen Vertreter der Fauna die uns begegnen sind offensichtlich Schlafbäume der Geier und ein einzelner, einsamer Steinbock zeigt sich auch noch auf dem Weg. Die Wasserlöcher links und rechts des Weges sind abwesend… hier findet sich kein Wasser mehr. Tobieroen und Teespoed führen kein Wasser, obwohl es künstliche Wasserlöcher sind. Nur noch trockene Ödnis, wie das Umland. Der Vorteil hier ist, dass man keine Zeit verliert, die Wasserlöcher sind so nah an der Straße, dass es nur 2 Minuten dauert kurz nachzuschauen. Also werden wir das auch weiter so halten.



Bei näherem Hinschauen sind es Kapgeier




Gesagt getan, auch bei Duiwelsvuur versuchen wir wieder unser Glück und es lohnt sich. Hier hat es noch Wasser und eine kleine Herde Kuhantilopen lässt sich blicken und drumherum ist auch noch richtig viel los. Hier habe ich es auch endlich, endlich mal geschafft Vögel im Flug zu fotografieren, aber seht selbst!!!

Kuhantilopen – Red Hartebeest


Und Vögel im Flug satt, nur bei der Bestimmung habe ich noch Probleme… 🤪


Auch wenn wir noch gar nicht lange unterwegs sind gilt die Devise, ein Klo lässt man nicht aus, man weiß ja nie wann wieder eines kommt. Wir steuern also den ersten Picknickplatz an und ersparen den Mitfahrern einfach mal jegliche Details. Interessant ist nur die Technik. Wie stelle ich den Wagen möglichst so hin, dass bei überraschendem Tierbesuch die Flucht ins Auto schnell möglich ist?

Hier gar nicht so relevant, keine Bäume, keine Büsche. Um uns herum nur Graslandschaft, da sieht man schon auf weite Entfernung, wenn was kommen sollte. (Oh Boy…!, wie falsch wir damit liegen zeigt sich viel später am Tag)

Vom Rastplatz sind es nur ein paar Meter bis Sonderkop, der obligatorische Abstecher ob hier was los ist, das Wasserloch liegt ja nah an der Straße und ebenso nah liegt eine Löwin an einem Termitenhügel im Schatten. 🤩

Wie schön, unsere erste Wildkatze, na so kann der Tag doch beginnen. Wir sind hier ganz allein und stellen uns taktisch günstig auf die Pad und beobachten das etwas schläfrige Treiben. Ist uns aber egal, es ist die erste Löwin, da ist man gar nicht so wählerisch.



Wo guckst du denn hin?


Wir folgen ihrem Blick und entdecken unter den Bäumen hinter uns ihren Männe. 🙂
Er bringt sich etwas in Pose und schlendert dann zu ihr rüber. Kurzes beschnuppern und ab geht… die nächste Runde Nickerchen. Wir warten noch etwas ab, aber es passiert nicht viel. Obwohl wir gerade erst am Rastplatz waren, müssen wir schon wieder. Ich schätze mal die Aufregung.





Wir fahren also noch mal kurz zurück, wieder Pinkelpause und klar schauen wir noch mal bei den Löwen vorbei. Hier steht mittlerweile ein weiteres Auto. Es ist der Ranger vom Vortag mit seinem Fotografen und die beiden geben uns Handzeichen und präsentieren stolz ihren Fund. LEUTE, da müsst ihr früher aufstehen, das ist unsere Sichtung. 😛

Zwischenzeitlich hat die Löwin den Schattenplatz gewechselt und auch der feine Herr entschließt sich, es ihr gleich zu tun. Dabei geht er majestätisch genau vor unserem Wagen über die Pad, sind schon tolle Tiere. Zuerst sieht es so aus als geht da was, aber er schaut auch beim neuen Schlafgemach nur einmal kurz nach dem Rechten und dann entschließen sich beiden im Traumland auf Gnujagd zu gehen.









Ein paar Minuten warten wir noch, aber da passiert nichts mehr und wir nehmen glücklich die Pad wieder unter die Räder. Das Wasserloch am Damm soll recht ergiebig gestern gewesen sein, hatten wir im Camp erfahren. Aber mal abgesehen von einem einzelnen Oryx, der uns auch noch die kalte Schulter zeigt, passiert weder auf der Strecke noch am Wasserloch mit dem unausprechlichen Namen „Ozonjuitji m’Bari“ irgendetwas.



Ganz alleine hier ziehen wir weiter über den Damm und damit in den Ostteil des Parks… STOP! –Vollbremsung. (#dramatikmodusaktiviert) 😣

Da war doch gerade was, Mara fragt sich noch was los ist, da sehen wir 2 kleine Fellballen im Rückspiegel über die Straße huschen. Ein Fellknäuel legt sich linkerhand die Böschung runter ins Gras und guckt uns mit großen Augen an. Von Brüderchen oder Schwesterchen oder irgendwelcher restlichen Verwandschaft ist nichts zu sehen und so liegt er da. Nach Weiblein, Männlein nur kurze Zeit später Löwensichtung #3, ein Baby-Löwe. 🤩

Es bleibt Zeit für ein paar Fotos von jeder Seite und dann trollt sich der Kleine ins hohe Gras und wir verlieren ihn aus den Augen. Am Ende des Damms wenden wir nochmal und suchen langsam die Böschung nach dem zweiten oder anderen Katzen ab. Ein Auto nähert sich, wieder der Ranger und er fragt ob wir was gesehen haben, weil wir so suchen. Wir erzählen ihnen von den „Young-Ones“, die beiden bedanken sich, fragen wo genau der eine abgebogen ist und machen Notizen. Sie wollten dann dort etwas verbleiben und schauen ob sie die beiden finden können.







Nächster Halt Picknickplatz am Sprokieswoud. Wieso genau heißt es eigentlich, man solle sein Fahrzeug nicht verlassen. Also nicht falsch verstehen, die Grundidee ist mir schon klar, aber dieser Platz hat einfach mal gar keinen Zaun. Die Toiletten sind so Schnecken, die auch keine Tür haben.Es hat aber einzelne Parzellen mit Steintischen und Hockern, mitten im Gras- und Buschwerk und überall Schattenspendende Bäume. 😐 🤨

Also ob ich hier Halt mache oder einfach auf der Pad macht praktisch keinen Unterschied. Egal, hat dennoch auch etwas Gutes, bei der Gelegenheit erfahren wir, dass es sich ein Löwenrudel bei Okondeka bequem gemacht hat und so entschließen wir uns spontan dazu, die alternative Route über Adamax zu nehmen und uns das mal anzuschauen. Vielleicht haben wir ja wieder Glück.

Der Weg beglückt uns mit einer eher schlechten Pad, aber dafür diverse neue Vogelsichtungen und auch einer sehr schönen Landschaft und endlich auch mal wieder Webervogelnester satt.

Gackeltrappe




Riesentrappe






Auf der Nebenstrecke haben wir bislang noch niemanden gesehen, aber ein Stück voraus stehen zwei Autos beieinander… oh yeah, Sichtung Baby! Das ist ein untrügliches Zeichen, doch kurz bevor wir ankommen fährt einer der beiden Wagen los. Wir rufen ihm kurz rüber, ob sie was gesehen haben.

„No, they have a flat tyre, we’ll help them.“

Machen wir natürlich auch und das fußkranke Fahrzeug wird zwischen uns eingekeilt. Also doch keine Sichtung, aber wartet mal… irgendwie doch. Wir entdecken hier die 3. Unterart des Italianicus, in diesem Falle den Italianicus Bedankicus. Wir machen die Tür auf und es schlägt uns ein
„Thank you, thank you, thank you… you saved our lives!“ entgegen. Ein überglückliches, männliches Exemplar, dass auf den Rufnamen Gianni hört wuselt um uns herum und überschüttet uns mit Lobeshymnen und das wir die beiden gerettet haben. – immer langsam, wir haben erstens noch nichts gemacht und zweitens überleg‘ ich es mir gerade noch. 😈

Das weibliche Exemplar der Spezies hat wiederum die Parkregeln nicht nur verstanden, sondern zur Doktrin erklärt und weigert sich immer noch strikt aus dem Auto zu steigen und sich direkt fressen zu lassen. Das andere Superhelden-Team der Runde sind Axel und Frau. (irgendwie haben sich hier nur die Männer namentlich begrüßt… har har har, mehr Power)

Naja, wie dem auch sei. Wir teilen die Positionen ein. Die Frauen halten Wache, heißt Mara und Axels Frau, denn auch wenn die Italienerin mittlerweile die Schutzzone verlassen hat läuft sie jetzt die ganze Zeit rum und schmeißt mit „Thank You, Thank You“ um sich, aber guckt nicht einmal ob sich Viecher nähern. 🤨

Eigentlich beschreibt den Akt des Reifenwechsels Maras Satz am besten, über den wir hinterher herzhaft lachen mussten.

„Die zwei Deutschen schubsen den Italiener zur Seite und kümmern sich um die Mechanik.“ 😄
Tatsächlich war Gianni nur Zuschauer, Axel und ich hatten uns organisiert und das aufgelöste Nervenbündel neben uns war in dem Zustand nicht zu gebrauchen. Keine Ahnung wie lange die da schon gestanden haben. Also wurde diverses Material aus den Autos geholt, die Karre aufgebockt und dann noch ordentlich Druck von allen Reifen gelassen. 2.8 Bar schien uns etwas übertrieben für die Pisten im Park. 😣



Nach der guten Tat konnte es endlich weitergehen, alle wünschten sich eine gute Fahrt und da Gianni und Anhang sich noch sammeln mussten, sind wir schon mal vorgefahren. Wenn die beiden nicht am Wasserloch auftauchen würden, so die Absprache, dann kommen wir noch mal zurück. Das vorweg, sie kamen dann irgendwann, winkten glücklich und wir waren beruhigt.

Wartet mal ab, die Nummer ist noch nicht ganz vorbei. 😉

Auf dem Weg nach Okondeka konnte dann Mara auch ganz ihrem Tierfinder-Talent frönen und diverse Kleintiere am Rand aufspüren. Ich erwähnte es bereits, Mara hat einen sehr geschärften Blick bewiesen, für exakt ein Tier. Das afrikanische Synonym für „Katzenbaby-Videos“ anschauen… Erdhörnchen. 🙂





Und der allseits beliebte… naja, nen kleiner Vogel halt.


Okondeka
Ich nehme das vorweg, obwohl ich gar nicht viele Bilder davon zeigen möchte, da alle irgendwie ähnlich ausschauen und dank dem enormen Hitzflimmern auch nicht dolle… das war DAS WASSERLOCH der Reise. Ein Wahnsinn. Wir hatten nicht damit gerechnet irgendwann mal so viele Tiere auf einmal zu sehen. Ich ärgere mich nur, dass ich hier kein Video gemacht habe von dem stetigen Treiben und Kommen und Gehen hier. Herden tauchten am Horizont in der ausgedörrten Pan auf und zogen zur Wasserstelle, andere Herden verließen den Platz in Richtung Graslandschaft. Immer zwischendurch tauchten einzelne Giraffen auf und auch das Löwenrudel lag etwas oberhalb in einem großen Gebüsch. (allerdings nur von hohen Safari-Bussen aus zu erspähen)

Egal… wieso sagt man uns da liegt ein kleines Löwenrudel, wenn man sowas sehen darf. Wir waren total fasziniert. 😎

schon auf dem Weg zur Wasserstelle kreuzten diverse Herden die Pad oder liefen sie schnurstracks auf uns zu entlang


das ist nur ein Blick auf zwei der Stellen in Richtung Pan. Eine weitere größere Stelle liegt noch mal rechts davon




Irgendwann ist dann genug und es wurde auch langsam empfindlich heiß. Unser Plan war einen Zwischenstop in Okaukuejo einzulegen und auf dem Weg dahin ist mir noch ein besonderes Vogelexemplar vor die Kamera gekommen (siehe unten) und der Rest der Fauna hat sich unter der Flora im Schatten versteckt.

Zu dem Prozedere in Okaukuejo brauche ich nicht viel zu sagen denke ich. Man wartet halt etwas im „Postamt“, wird verbeamtet und bekommt dann igrendwann einen Zettel mit der Platznummern. Es wimmelt vor Leuten, auf den großen Sites stehen Overlander und ganze Zeltburgen. Wir haben einen Platz in der Mitte, direkt neben den Ablutions bekommen. Schön ist anders, aber wir wollen hier auch nur schlafen. Die Nachbarn sind schon da, ein Schweizer Rentner-Ehepaar, die schon seit Jahrzenten durch Afrika tingeln. Sie sind etwas gestrandet und warten auf den Reperatur-Dienst, der ihren Wagen wieder flott macht.

Nach einem kurzen, netten Plausch und dem Tipp, dass Goas ganz toll sein soll machen wir einen kurzen Abstecher zum verwaisten Wasserloch und entschließen uns dann ohne weitere Pause den Nachmittag in Richtung Halali zu fahren, nicht ohne vorher genau auf die Schließungszeiten der Gates zu achten. 18:56h müssen wir spätestens zurück sein. CHECK. 🙂

Besondere Sichtung: Ein kleiner… schwarzer Vogel diesmal!


Begehrte Schattenplätze






Fortsetzung folgt…

Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 17. Aug. 2018
3'883 Beiträge · seit 201117. Aug. 2018 · #237
Mööönsch Robin,
warum hast nicht du Hummeldumm geschrieben? 😄 😄 😄
Dann hätte sich das Lesen wirklich gelohnt. Machma weiter so, meine Lachmuskeln brauchen Training.

LG freshy, die ihr Taschentüchlein zücken musste 🤪
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4'382 Beiträge · seit 201517. Aug. 2018 · #238
So... endlich wieder einen halben Tag geschafft. Bevor Frederieke mich jetzt überall stalked und kleine Spitzen verteilt.
...funktioniert doch!
Danke!
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
846 Beiträge · seit 201417. Aug. 2018 · #239
Hallo Robin,
ich drücke Dir natürlich erst mal die Daumen, dass ihr eure Botswana Tour wie geplant durchführen könnt 😕 .

Und endlich geht es bei Dir weiter: Du hast einen super Erzählstil, tolle Fotos und eine tolle Runde. Also, alles was einen spannenden Reisebericht ausmacht 🤩 🤩 🤩 .

Und uns ging es am Okondeka Wasserloch wie Euch: Das war ein Kommen und Gehen, alles war vertreten, man wusste gar nicht, wo zuerst hinschauen - einer unserer Favorites.
Liebe Grüsse und gute Besserung
Nina
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898 Beiträge · seit 201617. Aug. 2018 · #240
Moin Robin,

jau, gewohnt gute Bilder, und gewohnt lustiges Geschreibsel! 🤪
Klasse, was Ihr da so an einem lausigen Tag im Park gesehen habt. Das haben wir bei unserem letzten Besuch in Etosha nicht in drei Tagen gesehen!

Ach ja, gut, dass die OP gut verlaufen ist. Daumen gedrückt, dass Botswana noch klappt!

Herzliche Grüße
Martin
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