Been there. Done it! Got it? - Namibia Okt. 2017

Reisebericht 278 Antworten · 64,2k Aufrufe · gestartet 09. Feb. 2018 von Blende18.2
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201713. Mai 2018 · #201
KarstenB schrieb:Hallo Robin,
sehr raffiniert, Dein Test, ob wir denn auch sorgfältig mitlesen: Die Kalebassen sind natürlich nicht aus Melonen, sondern aus Kürbissen. 😎
LG aus dem sonnigen und heißen HH,
Karsten
😮 , stimmt natürlich... und thx for Info bzgl. Kalebassen. Der Name war mir nicht geläufig.


Gruß,
Robin
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3'883 Beiträge · seit 201114. Mai 2018 · #202
Guten Morgen Robin,
du entführst uns in Welten, von denen man zwar hört oder liest, die man aber in aller Regel nicht mit eigenen Augen sieht. Interessant deine Erfahrungen. Deine Beobachtungen und Anmerkungen gefallen mir sehr. Lachen muss ich über die "Omma". Ich hatte als Kind zwei Ommas und Obbas. Ich selbst bin heute Oooma 😉 , weil aus NRW nach BW immigriert. Das klingt nicht halb so vertraut wie Omma, aber ich habe mich daran gewöhnt. Danke für den Erinnerungsschub!
Liebe Grüße
freshy
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Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201716. Mai 2018 · #203
FORTSETZUNG - Tag 13 - 18.10.: Eine Villa für Zwei unter Belagerung



Wir nehmen ein kleines Stück PAD unter die Räder zu unserem nächsten Ziel. In der Planung hatten wir zwei Wunschziele, um die herum wir unsere Route aufgebaut haben. Das Dune-Star Camp und das Onjowewe Filmhaus. Vorher machen wir aber noch einen kurzen Stopp in Kamanjab um Vorräte aufzufüllen und zu tanken, wir wollen ja am nächsten Tag keine Zeit Richtung Etosha verlieren. 😉

Kamanjab
Schon der Weg über die C40 ist fraglich… wir sind nirgends so oft vom Straßenrand zum Anhalten aufgefordert worden. Kamanjab entpuppt sich im Endeffekt als Kreuzung, wenn man über die C40 reinkommt ist direkt eine Tankstelle mit kleinem Supermarkt daneben am Ortseingang. Wir halten vor Tür und wollen nur kurz reinschauen und schon haben wir den „Dorf-Vollsten“ (das dachten wir zumindest) neben dem Auto stehen. Er passt drauf auf… aha. Voll nett, weil wir ja immerhin 2m daneben im Shop sind. 😵

Was soll man machen, wir gucken uns um, aber der Laden bietet fast nichts. Wir kaufen etwas Wasser und werden von einer Schnapsfahne vor der Tür erwartet. Für 3min. „aufpassen“ drücken wir ihm das Wechselkleingeld in die Hand und werden beschimpft. Unangenehm hier, wir nehmen Reißaus und schauen ob es nichts anderes im Ort gibt, da auch an der Tankstelle viele komische Gesellen lungern.

Wie schon geschrieben stellen wir fest, dass es ja nur eine andere Straße gibt, nämlich die C35. Und siehe da, hier ist ein weiterer Supermarkt, der ist besser sortiert und wir kaufen ein was gebraucht wird oder lecker aussieht als kleiner Safari-Snack für zwischendurch. Zurück am Auto hält auch nur ein Wagen neben uns und der Fahrer würde gerne US-Dollar für einen guten Kurs eintauschen… nachdem er aber versteht, dass wir den Trick durchaus kennen wünscht er nur einen guten Tag und fährt. 😗 - Direkt neben dem Supermarkt ist auch noch eine Tankstelle, hier sind alle viel freundlicher und man fühlt sich wohl. Und die Tankstelle selber ist auch noch ein großer Shop… auf einen kurzen Blick evtl. sogar der am besten sortierte Supermarkt der Stadt. (sollte man sich merken)

Ich hatte hier im Forum vom Impala-Meat-Market gelesen und für den letzten Abend im Etosha brauchen wir noch ein gutes Stück Fleisch. Auch der liegt direkt neben dem Supermarkt und wir parken den Wagen. Wir steigen aus dem Auto und ein junger Typ kommt auf mich zu „You are a nice guy… I can see that!“ Die ganze Straße guckt zu mir rüber, überall stehen Leute und in allen Gesichtern sehe ich Mitleid und Schelm aufblitzen. Zwei Dinge sind mir sofort klar:
1. Ich habe einen neuen Freund
und 2. JETZT wissen wir wer der „Dorf-Vollste“ ist! 😄

Ich schaffe es ihn abzuschütteln. Mara bleibt am Wagen und ich gehe nach Fleisch gucken. Die Auslage sieht wenig einladend aus, aber auf Nachfrage was noch so da ist…

fliegt die Tür auf und mein neuer Freund torkelt lallend und singend in die Metzgerei, die er in hohem Bogen fliegend Sekunden später wieder verlässt

…und ob er dicker geschnittene Steaks hat zaubert der Metzger eine große Kiste aus dem Kühlhaus hervor mit tiefgefrorenen Oryx T-Bone Steaks. ***OH GLÜCKSELIGKEIT!***

Als ich mit stolzgeschwellter Brust, nach meinem Jagdausflug mit der Beute ins Tageslicht trete wird Mara von mehreren Männern umlagert und ist am Feilschen. Es geht um geschnitzte Makalani-Nüsse und da wir noch keine mit unserem Namen drauf haben, werden kurzerhand unsere 4-5 Buchstaben auf nackte Unterarme geritzt und angefangen die Nüsse zu beschriften. Diese verrückten Kerle, wir gucken glaube ich ziemlich blöde aus der Wäsche, aber die Nüsse sind toll! 😎





Jetzt geht es aber endlich zum Filmhaus, wir kommen pünktlich zur Übernahme des Hauses an, aber niemand ist zu entdecken. Es ist heiß, wir laufen ums Haus, aber es ist keiner da. Auf der Bestätigung gab‘ es eine Telefonnummer fällt uns ein. Irgendwo müssen die ja liegen, aber im wüsten Chaos im Auto suchen wir erst mal. Fündig geworden holen wir das Namibia-Handy raus und wählen… NEIN VERDAMMT. Habt ihr gewusst, dass ein Handy sich komplett entleeren kann, wenn man das mal eine Woche nicht am Strom hat? – So was Verrücktes! 😊

Bringt ja wirklich viel sich ein Telefon für den Fall der Fälle zuzulegen und es dann einfach nie aufzuladen. K-L-U-K, wir sind so klug! – naja, wer den Schaden hat und so, also hole ich unser Solar-Panel raus und wir picknicken in Bruthitze während in unser Handy mit einem schmalen, roten Balken einen kleiner Hauch Leben zurückkehrt. Wir rufen unseren Kontakt Debbie an. Es geht auch nach mehrmaligen Versuchen niemand dran. So ein Mist und jetzt?

Mir fällt ein, dass wir auf dem Weg zum Haus an einem Overlander-Camp vorbeigekommen sind. Vielleicht kann man uns dort helfen. Hin da und wir finden ein leeres Camp vor und ein kleines, gemauertes Haus. Nachdem wir uns lautstark bemerkbar machen kläfft uns ein kleiner Bello entgegen und einige Zeit später taucht eine schläfrige, englische Dame auf, die, wie sich rausstellt, auf den Namen Debbie hört. Sie ist etwas säuerlich, dass wir ihren Mittagsschlaf stören, wie kann man denn nur als angekündigter Gast pünktlich sein. Frechheit sowas! 🤪

Sie schickt uns vor und holt auf dem Weg noch Mr. Kambahe ab, den Hausmeister/Verwalter des Filmhaus. Der wohnt nur einen Felsenhügel weiter und bekommt eine theatralische Abreibung verpasst, dass er uns nicht gesehen hat und „Misses Schlafmütz-Unhöflich“ entschuldigt sich bei uns ob der Unfähigkeit ihres Lakaien. Dann zieht sie von dannen und wir sind froh diese Person los zu sein und werden vom sehr netten Kambahe kurz rumgeführt und bekommen das Gröbste erklärt… er muss noch ein paar Sachen organisieren und kommt gleich noch mal vorbei. Dann nehmen wir euch mal mit auf den ersten Teil der Tour!

Das Filmhaus


”Rezeption“


Küche und hintere Tür


Ein Baum wächst mitten durch’s Haus und innen gibt es eine schmale Steintreppe nach oben ohne Handlauf oder Absicherung


Und jetzt geht es hoch zum Oberdeck!


Uns verschlägt es fast den Atem und hier muss erwähnt sein, dass wir bei der Buchung gefragt haben welche Zimmer wie ausgestattet sind und was noch frei ist. Die Antwort war, dass das Filmhaus immer nur „Single-Party“ vermietet wird, es hier außer uns keine anderen Gäste für die Nacht hat. 🤨

Das Haus ist einfach riesig. Es finden sich alleine 10-12 Schlafplätze im Haus, zusätzlich stehen noch 3 oder 4 ausgestattete Safarizelte auf dem Gelände. Also 20 Personen sind hier echt kein Thema. Wir haben also absolut freie Platzwahl und wenn der Blick von außen schon cool war, dann ist das Oberdeck und damit das eigentliche Haus einfach nur…

… WOW! 🤩


Das Oberdeck, links geht es zum Pool runter


Und auch innen hat es einiges zu bieten


Doch bevor es weitergeht werden wir von Eindringlingen bei unserer Runde gestört. Debbie sagte uns, dass die Ziegen immer die Beete abfressen und durch ein nicht richtig schließendes Tor ist die Bande plötzlich im Hof des Hauses unterwegs. Jäger und Beschützer steht ja in meiner Stellenbeschreibung also die Treppe wieder runter.



Ich versuche mich als Ziegendompteur und unter lautstarkem Brüllen, Klatschen und Elefanten-Scheinangriffen (ich habe eine große Nase und Segelohren…) schaffe ich es die Rüpel in die Flucht zu schlagen, doch kaum drehe ich mich rum sind ein paar ganz freche auch schon wieder durch das Tor geschlüpft. Es geht von vorne los, aber diesmal bin ich schlauer und schnappe mir einen Tisch das nahegelegensten Safari-Zeltes um die Bruchstelle im äußeren Wall zu verschließen, das sieht dann so aus, aber war von dauerhaftem Erfolg gekrönt! 😛



Die Tour geht weiter mit ein paar Details der Hütte, alles ist sehr liebevoll eingerichtet, mit vielen kleinen Details, Eulen leben unter dem Dach… nur kriege ich die nur einmal nachts für Millisekunden zu Gesicht. Auch die heimlichen Hausbesitzer lernen wir auf dem Rundgang kennen. Ein Pärchen Maskenbülbüls gehört das Filmhaus in Wirklichkeit. Die beiden sind wahnsinnig dreist und sitzen schneller an einem unbewachten Longdrink als man fast nur mal kurz wegschauen kann! 😉

Allerlei anderes Getier findet sich natürlich auch noch, Vögel hat es, wieder sehr viele Echsen… Mara sieht eine extrem Große weghuschen. Eher Katzengroß; gibt es dort evtl. kleinere Warane? Und zu guter Letzt flitzen überall diese großen schwarzen Wespen rum, bei denen ich immer an den Film –Das große Krabbeln- denken muss, wenn die Heuschrecken losfliegen mit den Worten: „Los Jungs, KNATTERN!“

Huldigt dem Giraffengott 🤪






Einer der Hausbesi(e)tzer!


Gemütliche Sofaecke mit Fenstern ohne Glas (Glas gibt es generell nirgends, ebenso keinen Strom… es war halt nur eine Filmkulisse)




Maskenweber


männl. Felsagame


In der Zwischenzeit haben wir schon den Pool genutzt, Drinks zubereitet und chillen auf den Liegen auf dem Oberdeck als wir 2 Gestalten zum Haus kommen sehen. Sie kündigen sich nicht an, sondern verschwinden im Untergeschoß? – Ich sehe auch Kambahe gerade wiederkommen und gehe runter mal sehen was die hier wollen. Die beiden stehen in der Küche und interessieren sich amüsiert für unsere aufgestapelten Essensvorräte. (wir hatten mal den ganzen Wagen ausgeräumt um alles neu zu sortieren)

Die beiden sind Handwerker und wollen die „Reling“ reparieren. Wir denken an die umlaufende auf dem Oberdeck und verneinen, da wir ja nur den einen Tag hier haben und das dann doch störend wäre. Die beiden ziehen von dannen und wir laden Kambahe auf ein Bier und nach einem untrüglichen Blick auf Maras Zigarette auch eine solche ein. 🙂

Es wird eine nettes, kurzweiliges Gespräch. Ich weiß nicht mehr wie wir drauf gekommen sind, aber irgendwann versuchen wir ihm zu erklären was ein Stau ist und er guckt uns nur ungläubig an. Er macht den Job seit 5 Monaten und wohnt nebenan mit seiner Mutter und Großmutter zusammen. Auf die Frage ob ihm der Job gefällt und wie lange er den machen möchte antwortet er am liebsten für immer. Ich will es für ihn hoffen. Er ist sehr freundlich und sagen wir mal engagiert bemüht. Bevor er wieder geht zeigt er uns noch das „Penthouse“, da ich auch wissen will, wie man auf die Felsen raufkommt, es geht also weiter mit der Tour.

Das Penthouse


Unsere Residenz für die Nacht


Und mal wieder Ablutions der besonderen Art… rechts steht auch noch eine Badewanne


Im Penthouse findet sich eine Tür durch die man, nachdem der davor stehende Schrank aus dem Weg geschoben wurde, auf einen abenteuerlichen Kletterpfad hoch auf die Felsen kommt. Kambahe zeigt mir den Weg, Mara bricht nach einem kurzen Stück ab, weswegen ich zur goldenen Stunde mit Kamera und Stativ bewaffnet noch mal hochkletter, damit sie den Ausblick zumindest als Foto mal sehen kann...





Von oben sehe ich einen der Handwerker, den Pumpertyp mit Goldkettchen, diesmal mit einem anderen Gesellen im Schlepptau durch ein Tor auf der Rückseite des Hauses das Gelände betreten, wieder unangemeldet. Sie gehen durch den Hintereingang in die Küche und verlassen wenig später das Haus dann wieder. Gerade der eine ist mir nicht geheuer und ich mag‘ es gar nicht, dass hier anscheinend jedermann, jederzeit einfach über das Gelände laufen kann…

…egal, es ist kurz vor’m Sundowner und die perfekte Stelle dafür haben wir uns schon ausgeguckt. In der Sofa-Ecke wird eines der Möbel vor das Fenster geschoben, Wein bereitgestellt und auf den Sonnenuntergang angestoßen. Und PLÖTZLICH wird die Sonne dunkel. Hunderte und Tausende von Vögeln ziehen am Haus vorbei, aus unseren Fenstern betrachtet von rechts nach links. Ein Schwarm folgt dem anderen und es hört gar nicht mehr auf, wir wissen nicht wo die alle hinwollten, aber morgens früh geht das Spektakel dann wieder los, nur morgens in die andere Richtung von links nach rechts??? 😎





Es erwartet uns, oder besser mich, noch eine spezielle Nacht…

FORTSETZUNG FOLGT…


Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 16. Mai 2018
57 Beiträge · seit 201816. Mai 2018 · #204
Nein, nein, nein, lieber Robin, so geht das nicht!!
Da lese ich beim Frühstück schmunzelnd, lachend, gefesselt und gespannt wie ein Regenschirm (passt gerade zum CH -Wetter) deinen sensationellen Bericht und dann das........

.....Es erwartet uns, oder besser mich, noch eine spezielle Nacht…





Spann und nur ja nicht zu lange auf die Folter!!!!

Herzlichen Dank für deine unvergleichlichen Texte und liebe Grüsse
Esther
zuletzt bearbeitet 16. Mai 2018
5'479 Beiträge · seit 200916. Mai 2018 · #205
Blende18.2 schrieb:… es war halt nur eine Filmkulisse
Für welchen Film eigentlich?
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766 Beiträge · seit 200716. Mai 2018 · #206
Hallo Topobär,
wir waren dieses Jahr über Ostern für 2 Nächte mit 2 Familien im ‚Filmhaus‘.
Informationen über Film 'La Piste' findest du hier:
https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/82059-la-piste.html

Buchungsmöglichkeiten findest du hier:
https://www.bwana.de/namibia/geheimtipps/filmhaus-namibia.html

Liebe Grüße
Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
zuletzt bearbeitet 16. Mai 2018
1'425 Beiträge · seit 201516. Mai 2018 · #207
Hi Robin,

schön, wie du die Erlebnisse in Kamanjab schilderst 😄 Kenne ich nur zu gut. Ich kann mir vorstellen, wer euch die Nüsschen geschnitzt hat. Bestimmt Benny das Schlitzohr 😄

Tja, der Mittagsschlaf ist heilig in Namibia, da kann ich den Ärger verstehen 😗 Aber Debbie ist eine der nettesten und warmherzigsten Menschen, die ich jemals getroffen habe. Also einfach im falschen Moment erwischt 😉

Das Penthouse hatten wir ja auch - traumhaft! Dummerweise kann ich die Fotos hier nicht anschauen 😈 und muss dann zu Hause mal wieder aufholen... Bin gespannt, was mit speziell gemeint ist für die Nacht... FÜr uns war es einfach nur Ar*** kalt. Aber wir waren ja auch im Juni dort.

@Topobär: Irgendein französisch-namibischer Film, der zwar in Namibia spielt, aber wohl wenig vom Land gezeigt wird. Siehe auch https://www.bwana.de/namibia/geheimtipps/filmhaus-namibia.html

LG
Laura
I will always have a bit of namibian sand in my shoes! Linksammlung zu den letzten Reiseberichten und Filmen Aktuell: Reisebericht Kenia 2024
zuletzt bearbeitet 16. Mai 2018
766 Beiträge · seit 200716. Mai 2018 · #208
Hallo Robin,

wir sind dieses Jahr über Ostern von Hoada über Kamanjab zum Filmhaus gefahren und waren 2 Nächte im 'Geisterhaus' 😄 . Wir liesen uns dort mit Vollpension verwöhnen.

Toll, wie du das Filmhaus beschreibst! Deine Fotos sind klasse und ich freue mich schon auf eure Eindrücke.
Freue mich schon auf euren weitere Fotos und den 'Gutelaune-machenden-Bericht' !
Irgendwann finden auch wir die Zeit und Lust, unseren Bericht über die März/Apriltour zu schreiben... 😗

Liebe Grüsse
Giraffen-Lisa
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Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201716. Mai 2018 · #209
Esthi71 schrieb:
Spann und nur ja nicht zu lange auf die Folter!!!!
Mach' ich nicht, aber gestern hieß es Mittelteil posten oder ins Bett fallen. 😉

@ Giraffen-Lisa
Man braucht etwas Abstand um loszulegen und dann das schöne Wetter im Augenblick macht es auch nicht leichter. Interessant finde ich die Formulierung "Geisterhaus", das passt zur nächsten Nacht...


@ Flash2010
Mara hat sich ja länger mit dem "Schnitzer" unterhalten. Sie weiß noch, dass er mal in Goslar war (studiert hat?).
Da es einfach keine Fenster und nichts hat stelle ich mir das da oben auch zugig vor bei den entsprechenden Temperaturen, da wärmt sich ja auch nichts auf wie beim Dachzelt. *bbrrr* 😣


Gruß,
Robin
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Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201716. Mai 2018 · #210
FORTSETZUNG - Tag 13 - 18.10.: Eine Villa für Zwei unter Belagerung

Wie angekündigt kommt mit den letzten, zaghaften Strahlen der Sonne Kambahe noch einmal vorbei. Er schlendert mit einem Kanister bewaffnet von Fackel zu Fackel und taucht das Oberdeck in ein tolles Lichtspiel der flackernden Flammen auf den Felsen. Und auch die Nase hat was zu tun, wird doch Benzin als Brennstoff verwendet. 😵
(das ist aber wirklich mehr als Anekdote zu verstehen, wirklich gestört hat es nicht, der Geruch hängt ja nicht fest dort)





Nachdem er noch den Grill vorbereitet und den Tisch schick eingedeckt hat verabschieden wir uns für die Nacht und machen uns daran zu kochen. Da Licht in der Küche unten Mangelware ist bemühen wir auch hier die beliebte Regel: „Kochen ohne Stirnlampe ist kein richtiges Kochen!“ Es gibt SCHON WIEDER Fleisch, noch ein Stück aus Swakopmund und Mara kann es langsam nicht mehr sehen. Sie bereitet uns ein ganz fantastisches Butternut-Püree zu und sogar ich muss zugeben, dass mir das Püree besser schmeckt als das 15. Stück Grillfleisch diesen Urlaub. Wir beschließen spontan, dass es morgen Abend mal kein Fleisch geben wird! 🙄 😊



Während wir oben am Tisch sitzen, unseren Wein und Kürbis genießen scheppert es in der Küche. Verdammt, wir hatten ja eh‘ schon so ein ungutes Gefühl wegen der ständig, unangemeldeten Besucher über den Tag. Ich schnappe mir die Stirnlampe und springe den Einbrechern über die Steintreppe im Innern des Hauses entgegen. Mara nutzt die breite Treppe außen um sie zu stellen…
… ich stolpere mit meinen Flip-Flops, kann mich gerade noch halten und während ich schon merke, dass ich mir gerade leicht den Fuß verknackse… SO ein Mist!… sehe ich in die tiefdunklen Augen eines ca. wieselgroßen, schwarzen Nager mit einem länglichen, geschmeidigen Körper der ein für ihn viel zu großes Stück Kudu-Billtong versucht aus einer der Vorratskisten zu ziehen. 😠

Verdammter kleiner Dieb. Es erschreckt sich so, dass ihm das Billtong aus dem Maul fällt und unter lautem Getöse die Flucht angetreten wird. Mara kommt um die Ecke und sieht das Chaos. Gott sind wir auch bescheuert alle Lebensmittel draußen rumstehen zu lassen!!!

Anhand zweier Abdrücke von kleinen, spitzen Zähnchen im Billtong erläutere ich Mara was passiert ist und wir beschließen gemeinsam, dass man das Billtong dennoch guten Gewissens essen kann. (gefühlt wird einem ja echt alles egal mit der Zeit)



Eine Ziegenbande belagerte das Haus, Maskenbülbüls tranken aus unseren Gläsern, Leute stromerten über’s Gelände und ein Nachtschwarzer Dieb versuchte unser Billtong zu klauen… lauter ungebetene Gäste den ganzen Tag, jetzt reicht es langsam mit der ganzen Aufregung und es wird Zeit für’s Bett.

-----------------------------------------------

Die Nacht
Ich kann mich auf meine jahrelange Erfahrung verlassen und Mara ist nach wenigen Minuten tief und fest eingeschlafen… ich stehle mich wieder aus dem Bett. Ihr erinnert euch bestimmt, in meiner Stellenbeschreibung steht auch „Beschützer“ drin und ich schiebe mittlerweile eine mittelschwere Paranoia, dass man hier oben im Penthouse schläft, aber überall Leute ins Haus können, die Tür zum Penthouse sich nicht abschließen lässt, was auch sinnfrei wäre ohne Fenster die man schließen könnte.

Ich schleiche mich also auf leisen Sohlen mit meiner Stirnlampe durch’s Haus und fange an die wichtigsten Wertsachen wie zu Ostern im ganzen Haus zu verstecken. Meine Paranoia verstärkt sich und ich suche mir aus unserem Kochbesteck die stumpfe Machete, die ich mit ins Penthouse nehme. Vor die Tür wird ein Beistelltisch geschoben, damit es zumindest sofort laut ist wenn jemand einzudringen versucht und da man direkt neben der Tür theoretisch nur über eine kleine Mauer klettern muss und im Bad steht baue ich aus aller Deko und Badutensilien eine Stolperfalle hinter die Mauer. Perfekt, wenn da jemand drüber steigt scheppert es auch ganz gewaltig. 🤨 😄

Zufrieden lege ich mich hin und trotz meines üblicherweise tiefen Schlafs werde ich Nachts durch verdächtige Geräusche wach. Es knarzt vom Weg zum Penthouse hoch. Ich tappse aus dem Bett, schiebe den Tisch zur Seite und schleiche mich nach draußen. 2 paar Augen starren mich an, breiten ihre Flügel aus und flattern in die Nacht davon. Da sind die Eulen! (wir leben seit etwas über einem Jahr neben einem Vogelschutzgebiet in dem es Steinkäuze geben soll und Eulen stehen oben auf meiner Wunschliste)

Auf Zehenspitzen geht es zurück in den Schlafraum. Ich öffne so leise es geht die große Kiste mit dem schweren Deckel in dem die Zusatzdecken liegen. Unter den akkurat gefalteten Decken und mehreren Laken und Bezügen finde ich... meinen Fotorucksack. 🙄 😗

Ich beziehe Stellung gegenüber dem Eingang zum Eulennest im Penthouse und nur das Objektiv ragt durch die Planen vor den Fenstern hervor. Ich warte bestimmt 1 Stunde in der Hoffnung, dass die Eulen wieder da auftauchen wo ich sie gerade aufgeschreckt habe, aber leider lassen sie sich nicht mehr blicken. Naja, dann kann ich, wo ich eh‘ wach bin noch etwas machen, dass ich bislang verpasst hatte… ein Sternenfoto.



Am nächsten Morgen bin ich trotz meiner etwas kurzen Nacht früh wach… ich muss ja noch einige Spuren beseitigen. Den Tisch wegschieben, das Bad herrichten und wie ein Eichhörnchen die Winterverstecke alle wieder finden… achja und die Machete neben dem Bett hätte auch zu blöden Fragen geführt. 😗

Wir packen morgens unseren ganzen Kram wieder ein. Kambahe lassen wir eine große Kiste Vorräte, frisches Fleisch und.. und.. und.. vor Ort. Er freut sich sehr und findet auch direkt ein paar Dinge er seiner Mutter und Omma mitbringen kann. Wir freuen uns jetzt auf 2 Tage Etosha und Tiere satt, mal sehen ob uns das auch so gefällt wie der bisherige Landschafts-Trip durch Wüste und tolle Landschaften. Seit dem Erlebnis mit den Wüsten-Elefanten hat sich unsere Skepsis schon deutlich gelegt. 🙂

Ein, alle Striche grün leuchtend, voll geladenes Handy liegt im Handschuhfach, man weiß ja nie, wann man mal einen wichtigen Anruf tätigen muss, daher merkt Euch:



Gruß,
Robin
Unsere Reisen: Uganda 2026 | Im grünen Herzen Afrikas ||| NAMIBIA 2024 | Wolkenlos Glücklich im Kaokoveld ||| KTP & MOREMI 2022 | Erstmal sitzen! ||| BOTSWANA 2021 | Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg! ||| KRÜGER 2020 | Im hohen Gras, gibt's keine Katzen?! ||| BOTSWANA 2018 | ABER, irgendwas ist ja immer! ||| NAMIBIA 2017 | Been there. Done it! Got it?
zuletzt bearbeitet 16. Mai 2018
57 Beiträge · seit 201816. Mai 2018 · #211
Hallo Robin
Danke, hast du weitergeschrieben! Ich musste schön lachen, als ich mir so vorstellte, wie du auf Zehenspitzen schleichend Euer Material verstecktest - aber verdenken kann ich dir's nicht... wäre mir wohl ähnlich ergangen 😗

Wundervolle Bilder von einem wundervollen Ort!
Liebe Grüsse
Esther
547 Beiträge · seit 201716. Mai 2018 · #212
Hallo Robin, du tapferer Held,
ich schmeiß mich weg 😄 , die Vorstellung, wie du da in finsterer Nacht durch die Unterkunft schleichst um Hab und Gut zu sichern sowie dich gegen etwaige Eindringlinge zu wappnen, ist zu köstlich 🤩
Im Ernst, schon beim Bericht der Casimodos übers Filmhaus war ich mir nicht sicher, ob sowas bei aller Idylle für uns die richtige Unterkunft wäre, nach euren Erlebnissen verfestigt sich der Eindruck, dass dem wohl eher nicht so ist. Im fortschreitenden Alter braucht Frau einfach ihre ungestörte Nachtruhe und da ich ja eh zur Kategorie " Schisser" gehöre, hätte ich wohl, ähnlich wie du, kaum ein Auge zugetan.
Aber immerhin bin ich durch deine nächtlichen Aktivitäten zu einem weiteren Nachthimmelfoto gekommen, also will ich mich nicht beschweren 😉

Danke fürs Teilen dieses ganz speziellen Abenteuers.

Liebe Grüße
Kordula 🙂
766 Beiträge · seit 200716. Mai 2018 · #213
Ich kann mich auf meine jahrelange Erfahrung verlassen und Mara ist nach wenigen Minuten tief und fest eingeschlafen…
Ach wie herrlich... genau so war es! 😄 😄 😄
Ich bin durch das hin- und her fliegen der Vögel (im Penthouse) tief und fest eingeschlafen und habe vom Fliegen geträumt und die anderen waren besorgt, ob der vielen Geräusche der nächtlichen Geistergeräusche. Die andere Familie überlegte, die zweite Nacht im Dachzelt zu schlafen und ich fand es einfach nur wunderbar mitten in den vielen Geräusche einzuschlafen. Es war lebendig und spannend und ich kam zur Ruhe in meinem immer denkenden Kopf. 😗

Robin, dein Bericht ist herrlich geschrieben! DANKE!

Gute Nacht von Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2018
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201729. Juli 2018 · #214
Naben zusammen,

eigentlich müsste ich ja direkt mit einem verlängerten "AHA des Tages" starten...

Wenn du im Winter nicht zu Ende schreibst,
du im Sommer nie vor dem Rechner bleibst.

Der Reisebericht kommt dann ins stocken,
und willst du es nicht ganz verbocken...

...dann heißt es irgendwann sich zusammenreißen,
und die Zähne zusammenbeißen.

Denn vor der nächsten Reise gibt's ein MUSS,
bis dahin ist hier wirklich Schluss!




Was ist zwischendurch passiert... eigentlich nix. Nur das gute Wetter hat Einzug gehalten. Mit ihm eine Palette neuer Objektive die getestet werden wollten. Volle Wochenenden, ein kleiner Zwischenurlaub in Norwegen der organisiert sein wollte und.. und.. und Unlust und fehlende Motivation. (so ehrlich muss man auch zu sich selber sein) 😵

Jetzt sind wir seit 3 Wochen aus dem kalten Norden wieder da. Ein paar Fotos wurden schon bearbeitet und damit ist der erste Tatendrang erfüllt UND VORALLEM, es ist nicht mehr solange hin. Plötzlich und unerwartet sitzt man auf dem Weg zur Arbeit im Auto und denkt drüber nach wie man sein Taschengewicht optimieren kann um mehr Platz zu haben, damit man mehr HARIBO einpacken kann. Das hat man doch den Jungs und Mädels von der Autovermietung und diversen Stationen auf der kommenden Reise versprochen.

Und dann ist es wieder da. Vorfreude, Tatendrang, etc.
Schon komisch... war letztes Jahr genauso. Irgendwie gibt es eine Art Sommerloch.

Also merke, in das dürfen wir nächstes Mal nicht fallen. 😉

Es geht jetzt also in großen und schnellen Schritten hier voran. Versprochen. Erstmal ein kleiner erster Teil Etosha, am Ende des Tages schreibe ich gerade noch.


Gruß,
Robin


PS. Bitte nicht Lachen, aber unser Hauptdiskussionspunkt darüber, wie wir Gewicht einsparen könnten dreht sich tatsächlich um die Wahl der Schuhe die wir für Botswana einpacken wollen. 😄
-- hat jemand Vorschläge -- 🤪
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zuletzt bearbeitet 29. Juli 2018
3'883 Beiträge · seit 201129. Juli 2018 · #215
Blende18.2 schrieb:
PS. Bitte nicht Lachen, aber unser Hauptdiskussionspunkt darüber, wie wir Gewicht einsparen könnten dreht sich tatsächlich um die Wahl der Schuhe die wir für Botswana einpacken wollen. 😄
-- hat jemand Vorschläge -- 🤪
Wir hatten soeben Besuch aus dieser Region. Die sind grundsätzlich barfuß gelaufen. 🤪 Sogar auf Schotter und pieksigem Weg.
Wir tragen während der Anreise unsere schwersten Schuhe an den Füßen. Hinzu kommen anständige Sandalen für das gepflegte Dinner 😉 sowie Flip Flops und Crocs.

LG freshy
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Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201729. Juli 2018 · #216
Tag 14 - 19.10.: Warten am Zebrastreife auf den Italianicus Ahaicus



Diesen Morgen geht es also los in Richtung Etosha, dieses sagenumwobene Land, wo alle hin wollen die in Namibia sind. Safari machen… wir sind gespannt. Wir haben ja tatsächlich extra wenig Zeit dafür eingeplant, denn ob wir Lust drauf haben, stundenlang im Auto zu hocken um Tiere zu suchen, dass wissen wir noch nicht wirklich.



10:46h passieren wir das Galton Gate, das Prozedere am Gate geht eigentlich recht flott, da wir Glück haben und vor einer größeren Reisegruppe ankommen und somit alleine am Schalter stehen. Noch einen sehr nützlichen Parkplan gekauft (wer den für die Planung braucht, hab‘ ich auch digital… einfach PN schicken).

Und weil ich ja so ein Fuchs bin (nicht so schlau, riech‘ aber so) fällt mein Blick auf ein hoch wissenschaftliches Plakat, auf dem irgendwas von „Fotos machen und helft mit, die Hartmann Zebras…“ – ja, schon klar. Zebras seitlich fotografieren, kriegen wir hin! Machen wir mit!



Wir fahren also los und nach vielleicht 20 Biegungen die ersten Zebras! – Toll. Die müssen wir dokumentarisch natürlich festhalten, hat ja das Plakat gesagt… getan. 🙂







Bis OlifantsRus nehmen wir den Weg oben rum über das Dolomite Camp. Der Anfang des Weges ist sehr bewaldet. Die Tiere verstecken sich effektiv vor uns, aber ein paar Vögel lassen sich blicken und Zebras… hier sind überall Zebras? Wer soll die denn alle fotografieren? – Also nee, so wird das nix. Wir erkennen doch sowieso nicht welche die richtigen nicht. Wir sind also noch kaum eine halbe Stunde im Park und kommen uns schon dämlich vor, dass wir die ersten 4 Zebras noch versucht haben einzeln abzulichten. Das waren vermutlich eh‘ nur ganz normale Zebras… alles Quatsch. Das lassen wir ab jetzt bleiben.

Wer hätte das gedacht, da schaue ich letzte Woche die Fotos durch und muss feststellen, dass die ersten Zebras doch tatsächlich Hartmanns waren. Und wieder einmal fliegt die Flache Hand zur Stirn und wir stellen uns die Frage „Done it! – Got it?“ 😄

Ein Vogel?!


Könnte ein Langzehenrötel – (Monticola explorator) sein


Wie gesagt, viel Wald, aber Tiere keine zu sehen… die verstecken sich anscheinend alle!


Beim nächsten Wasserloch treffen wir auf noch mehr Zebras, aber auch ein paar Schwarznasen-Impalas drängen sich im Schatten, langsam wird es empfindlich heiß. Alles hier ist sehr trocken, die Wasserlöcher führen kaum noch etwas vom lebensspenden Nass. Aber das Vogelglück lässt sich tatsächlich sehen am heutigen Tag, also für unsere Verhältnisse. 😐 Auf dem Weg können wir doch das ein oder andere Federvieh ablichten. Wir setzen unseren Weg fort, wollten eigentlich kurz am Dolomite anhalten, aber da niemand auf uns reagiert und wir wie befohlen im Auto bleiben, fahren wir nach 10min. weiter, an Duineveld und Nomab vorbei zu einem Zwischenstop in OlifantsRus.

Zeit auch die Aufgabenverteilung für die folgenden Tage klar zu regeln. Fahrer fährt, Beifahrer findet die Tiere. Irgendwie sinnvoll soweit. Ich nehme das mal voraus. Mara war schon immer gut im Suchen, nur die Sache mit dem Finden bereitet ihr Probleme. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie oft wir das üben seit fast einem Jahr für den nächsten Urlaub. Immer wenn wir Auto fahren geht es darum wer die meisten Greifvögel sieht.
Für Etosha 2017 halten wir fest… Tiere hat der Fahrer gefunden, mit der Ausnahme von Erdhörnchen, bei den kleinen, niedlichen Gesellen hat Mara wahre Adleraugen. 😎

Endlich mal wieder Zebras


… Zebras satt


Schwarznasen-Impalas – (Aepyceros melampus petersi)


Schlangenadler – (Circaetus gallicus)


Grautoko – (Tockus nasutus)


Auf dem weiteren Weg… immer dasselbe Spiel:
# Anhalten.
# Warten.
# Nett grüßen.
# Etwas länger warten.
# Sich wundern, dass 50-100 Zebras immer in einer Reihe hintereinander herlaufen.
# Warten.
# Sich freuen, dass endlich eines anhält.
# Langsam anrollen.
# Sich ärgern… nein AUSRASTEN!, dass das Zebra hinter dem Wartenden die Idee nicht mitkriegt und weiterläuft.

ZEBRAS NERVEN! ***crazy***

Der Endgegner!


So quälen wir uns also an einem natürlichen Zebrastreifen nach dem anderen vorbei und schauen links wie rechts ob sich andere Tiere zeigen. Aber es sind einfach keine zu sehen… es soll hier doch auch Giraffen geben? – wir entdecken nur wieder Vögel.

Noch’n Vogel?


Garbarhabicht (Micronisus gabar) – na bitte, die größeren kann ich langsam


Ansonsten nur gähnende Leere, nix zu sehen…


Und noch irgendein Vogel… vermutlich immer derselbe. Der folgt uns.


Es ist mittlerweile später Mittag. Nachdem wir schon beim Dolomite-Camp mal Pause machen und eine Toilette aufsuchen wollten, freuen wir uns, als am Horizont Zäune auftauchen. Das müsste unserem Parkplan nach doch OlifantsRus sein, unser Tagesziel, dass wir jetzt erst einmal als Zwischenziel nutzen wollen. Eine Bewegung im Augenwinkel erregt dann doch noch unsere Aufmerksamkeit.

Es gibt hier ja doch Giraffen!


Und natürlich ein Stück weiter noch ein paar Zebras... Klaro!


Zweimal muss auf dem Weg dann doch noch scharf gebremst werden. Ein Baum voller Tokos. Und ich glaube, dass sind die einzigen die nicht sofort flüchten als wir neben ihnen anhalten. Ein kleines Stück weiter finden auch noch einen Steppenfalken. Für uns ist das wirklich ein bisher vogelreicher Tag und es wird noch besser werden. 😎

Gelbschnabeltoko (Tockus flavirostris)




Steppenfalke (Falco rupicoloides)


OlifantsRus gefällt uns auf den ersten Blick direkt sehr gut. Kein riesiges Camp, eher eine kleine Menschen-Oase in der Wildnis. Die alte Elefantenschlachterei hat irgendwie ein gleichzeitig faszinierendes, wie beklemmendes Flair. Es geht zur Anmeldung und der nette Angestellte teilt uns einen Platz direkt am Zaun zu und rät uns wenigstens unsere Stühle und Tische auf den Platz zu stellen, damit er als vergeben markiert ist. Es kommen doch täglich viele Fahrzeuge ohne Anmeldung die noch versuchen unterzukommen. (der Rastplatz im Camp ist dann auch über Nacht gut besucht, anscheinend hat die Methode Erfolg)

Da wir uns sowieso zu einer kleinen Pause entschlossen haben streifen wir etwas über den Platz, schauen uns die alten Schlachtgestelle an und gehen auch mal kurz zum Wasserloch der Anlage. Man wandert über einen langen Steg, überquert den Zaun und landet in einem Turm, der mitten im Wasser steht. Das ist schon toll und wir haben auch Glück, ein paar Tiere sind schon da… ZEBRAS! 😣



Der Ausguck


Blick über das Camp


Das alte Schlachtgestell…


…und die entsprechenden Überbleibsel


Ich lese noch ein bisschen im kleinen Museums-Rondell, aber mache dann doch lieber nur schnell Fotos der Tafeln, in dem Gebäude hat es gute 55 Grad. Also schnell noch ein Abstecher zur Verwaltung, ich hatte dort noch eine Tafel mit Tieren gesehen, die man in der Gegend finden kann und das Sichtungsbuch muss geprüft werden. 🙂

Leider eine kleine Enttäuschung. Es hat Nashörner und Löwen, aber seit 2 Wochen gab es keine Elefantensichtungen im Buch. Vielleicht ist es euch aufgefallen. Bislang gab‘ es keine Elefanten für uns und OlifantsRus macht da keine Ausnahme und seinem Namen keine Ehre. 🙁

Als wir zum Auto zurückgehen spricht uns noch einer der Ranger an. Er ist mit einem Fotografen unterwegs, schon einige Tage und auch wenn die beiden kaum Elefanten entdeckt haben, so haben sie heute doch einen einzelnen Bullen entdeckt der in Richtung des Camps unterwegs war. Er könnte heute Abend am Wasserloch sein. Na das hört sich doch vielversprechend an. 😎

Für den Nachmittag sollen wir am besten nach Jakkalswater fahren, da haben die beiden in den letzten Tagen Nashörner entdeckt. Da sagen wir natürlich nicht Nein, der Plan für den Rest des Tages ist gesetzt und vielleicht können wir bis Ende des Tages noch ein paar Haken an die Tiertafel machen.



Mal sehen… das Rhino sollte wohl noch drin sein.

FORTSETZUNG FOLGT…

Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 29. Juli 2018
8'681 Beiträge · seit 201030. Juli 2018 · #217
Hallo Robin,

na endlich geht's hier weiter - ich dachte schon, du laborierst immer noch an deinem Sonnenstich herum 😗 (off topic: schade, dass Ihr neulich deswegen so schnell verschwunden wart, ich hatte mich noch auf das eine oder andere Gespräch gefreut 🙁 ).

Danke für die Eindrücke von Olifantsrus - wir doktorn an dieser Stelle für nächstes Jahr noch ein bisschen herum, da ist jede Information für mich, die noch nicht dort war, willkommen!

Zu den Schuhen für Botswana: auch ich habe meine Wanderschuhe (keine Stiefel! Und nicht dass ich wandern wollte dort, aber die haben stabile Sohlen und sind auch sonst robust und einigermaßen warm für's Offenfahren) im Flugzeug an, dann hab ich noch ein paar Trekkingsandalen und Crocs, die ja alle nichts wiegen, dabei. Schuhe sind für mein Gepäckgewicht also unerheblich.

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 30. Juli 2018
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201730. Juli 2018 · #218
Champagner schrieb:
na endlich geht's hier weiter - ich dachte schon, du laborierst immer noch an deinem Sonnenstich herum 😗 (off topic: schade, dass Ihr neulich deswegen so schnell verschwunden wart, ich hatte mich noch auf das eine oder andere Gespräch gefreut 🙁 ).
Das war echt mega ärgerlich. WIr fanden es total klasse und hatten schon eher gedacht, dass man doch besser übernachtet hätte.
Aber ich hab dann da im Dunkeln gesessen beim Vortrag und plötzlich drehte sich alles und ich bin rausgestolpert. Ging von jetzt auf gleich nichts mehr. Wir waren noch nicht den Berg runter mit dem Wagen da war ich auch schon weg. 🙁

Ich glaube die Kombi war Alkohol, 5 Stunden Sonne auf'n Kopp und die Nacht davor bis 4 Uhr das Video fertig machen. Keine besonders schlaue Kombi! 🤢


@ Schuhe
Das ist tatsächlich tricky. In Namibia bin ich hinterher aus Bequemlichkeit nur noch mit meinen Wanderschuhen rumgelaufen. Aber da ist man auf den Campsites im Erongo auch mal geklettert oder hier und da mal rumgelaufen. Das wird ja in Botswana eine ziemliche Ausnahme sein, da braucht es eigentlich nur ne halbwegs ordentliche Sohle.
Wie oft haben wir das Thema schon belächelt, ich würd' auch alles einpacken, aber wenn man dann mal Gewicht sparen will... ich bin ja schon auf max. 3-4 T-Shirts runter für die 3 Wochen. 😄


Gruß,
Robin
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4'382 Beiträge · seit 201530. Juli 2018 · #219
Tiere hat der Fahrer gefunden, mit der Ausnahme von Erdhörnchen, bei den kleinen, niedlichen Gesellen hat Mara wahre Adleraugen. 😎
Hallo, Robin, da ist Mara ja besser als ich! Ich sehe angeblich jede Ameise, übersehe aber sehr nahe Elefanten und andere gefährliche Tiere...
Schön, daß Du Dich zum Weiterschreiben durchgerungen hast!
Grüße von Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
8'681 Beiträge · seit 201030. Juli 2018 · #220
Blende18.2 schrieb:
@ Schuhe
Das ist tatsächlich tricky. In Namibia bin ich hinterher aus Bequemlichkeit nur noch mit meinen Wanderschuhen rumgelaufen. Aber da ist man auf den Campsites im Erongo auch mal geklettert oder hier und da mal rumgelaufen. Das wird ja in Botswana eine ziemliche Ausnahme sein, da braucht es eigentlich nur ne halbwegs ordentliche Sohle.
Gruß,
Robin
Ganz ehrlich - ich bin letztes Jahr auf den Campsites in Botswana fast nur in meinen Wanderschuhe rumgelaufen (ich hab Zeugen), weil ich sowohl in den Crocs als auch in den Sandalen ständig diesen Staub und Sand hatte. Irgendwie hat mich das genervt. Mal schaun, wie das dieses Jahr wird, da sind wir auf HATAP-Campsites und die hab ich nicht so staubig in Erinnerung, eher mit Gras.... aber das denk ich mir vielleicht auch schön 😛 . Die Wanderschuhe dürfen auf jeden Fall wieder mit, dann hau ich mir auch im Zug und auf den Flughäfen nicht irgendwie blöd die Füße irgendwo an 🙄 .

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute