EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200622. Dez. 2017 · #141
Nach diesem Spektakel wurde es ruhiger am Wasserloch. Zebras und Impalas waren ebenfalls verschwunden. Nur vier Giraffen hielten noch die Stellung. Zwei von ihnen schlugen ihre Hälse und Hörner so heftig aneinander, dass man es weithin hören konnte,
Längst hatten alle anderen Fahrzeuge die Wasserstelle geräumt, und Uwe drängte auch langsam zum Aufbruch. Doch die Giraffen benahmen sich seltsam. Sie hatten aufgehört zu kämpfen, schauten immer wieder in dieselbe Richtung, liefen ein paar Schritte Richtung Wasser und kamen gleich darauf wieder zurück.
Der Grund für ihr Starren folgte bald, denn von schräg hinten näherte sich ein Löwenpärchen.
Zielstrebig schritten beide über die Ebene, tranken und legten sich dann etwas erhöht neben das Wasserloch. Dazu spendete die Sonne ihr schönstes Nachmittagslicht.
Zufrieden kehrten wir zurück nach Namutoni. Leider hatten unsere Freunde weniger Glück gehabt. Sie waren die große Runde über Twee Palms gefahren und hatten nur eine einzelne Giraffe gesehen. Wir grillten Impalasteaks und aßen dazu Salat. Der Abend war wieder angenehm warm. Nach dem Spülen statteten wir dem Wasserloch einen kurzen Besuch ab. Dort passierte das gleiche wie in den Jahren zuvor, nämlich nichts. Egal, zu welchem Zeitpunkt wir jemals die campeigene Wasserstelle besuchten, glänzte sie durch die völlige Abwesenheit von Tieren. Wir würden nicht ausschließen, dass es in einiger Entfernung einen zweiten Zaun gibt, der alles vom Wasser fern hält. Und in der Höhe wahrscheinlich gleich noch einen zweiten, denn es gab weder Enten, noch Vögel oder Fledermäuse. Noch nicht einmal einen Waffenkiebitz. Und so etwas ist doch eigentlich gar nicht möglich. Mit uns saßen noch ein paar weitere Leute im Hide und starrten ehrfürchtig in die Dunkelheit. Als wir begannen, darüber nachzudenken, wie verrückt man doch sein muss, um minutenlang ins Nichts zu gucken, ohne ein einziges Tier zu sehen, bekamen wir alle einen mehr oder weniger stillen Lachanfall, an dem wir fast erstickten und mussten den Ort schnell verlassen.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201022. Dez. 2017 · #142
Guten Morgen zusammen,
vielen Dank für den gelungenen Start in den ersten Ferientag 😘 - wobei es mir natürlich leid tut, dass Uwe wegen mir wieder eine Nachtschicht einlegen musste 😊 !
Tolle Sichtungen hattet Ihr, aber
@Bele: Wir freuen uns auf das Treffen.
....wenn das so weitergeht mit den tierischen Begegnungen im Etsoha, dann dauert das ja noch ewig und keine 4 Tage, bis wir uns endlich auf Hoada treffen! 🤩
Ich weiß gar nicht, welche Fotos mir am besten gefallen - der süße kleine Elefant, oder die Bluschnabelweber im Flug, der Löwenboy, der das "th" zu üben scheint, oder doch dieses, als Ruth es noch gemütlich hatte ohne uns 😎 😗
Auf jeden Fall weiß ich, wo ich lachen musste:
Wir finden es immer wieder beeindruckend, dass die Vögel nicht ständig miteinander kollidieren und mit brummendem Schädel orientierungslos auf dem Boden hocken. (Wenn Ruth da an ihre Sportstunden denkt: nur 24 Kinder und immer mal wieder ein Frontalzusammenstoß!)
😄 😄 😄
und nun meldete sich auch bei uns recht deutlich der Hunger. Also fuhren wir wieder zurück nach Namutoni. Dort kauften wir im Shop Brennholz und Wein
😎 😎 😗
Liebe Grüße von Bele aus der Dunkelheit - aber es sind ja ab heute besser Zeiten in Sicht!
Guggu2'261 Beiträge · seit 201122. Dez. 2017 · #143
Hallo Ruth und Uwe,
jetzt habt ihr uns aber ein dickes Paket geschnürt. Danke dafür. 😛 😛 Die Blutschnabelweber sind ja der Hammer, das habe ich noch nie so gesehen. Tolle Sichtungen am Chudop. Dort haben wir auch immer schöne Sachen gesehen und es ist einer meiner Lieblingsplätze im Etoscha. 🙂
Wir wünschen euch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in 2018. Liebe Grüße Guggu
Dandelion547 Beiträge · seit 201722. Dez. 2017 · #144
Guten Morgen liebe Eulenmuckels, das ist ja ein gelungener Start in den letzten Arbeitstag vor dem Weihnachtsurlaub. Ich schaue morgens meist kurz ins Forum, was sich am vorherigen Abend noch so getan hat und habe hocherfreut bei einer ersten Tasse Kaffee euren schönen Bericht gelesen und die genialen Fotos bestaunt. Auch hier fällt es mir schwer, einen Favoriten zu benennen. Die Auswahl an einzigartigen Motiven ist einfach zu groß. Danke fürs Teilen 🙂 Ich habe noch nie fünf Elands zusammen gesehen, immer nur ein oder 2 Tiere. Da hattet ihr wirklich Glück, eine besondere Sichtung! So, jetzt noch die letzten Arbeitsstunden meistern. Euch wünsche ich schöne Festtage und ein gutes, gesundes Neues Jahr 2018!! LG Kordula
tigris767 Beiträge · seit 200722. Dez. 2017 · #145
Liebe Ruth und Uwe,
mir geht es ähnlich wie Bele.... da fällt es schwer ein Lieblingsbild aus dieser Etappe zu benennen. Letztendlich finde ich aber die Blutschnabelweber - Serie phantastisch und absolut einmalig. Ganz lieben Dank fürs Teilen!
Ich wünsche Euch schöne Weihnachten und alles Gute für 2018. 😘
Liebe Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Hanne6'152 Beiträge · seit 200622. Dez. 2017 · #146
liebe Ruth, lieber Uwe, ich bin einfach nur begeistert von den tollen Tiersichtungen und im richtigen Moment immer die Fotos zu schiessen, die Geduld an den Wasserlöchern die Ihr habt , das Ergebnis ist grandios, Gratulation. Auch das ehrliche spritzige Schreiben wie in einem Bestseller. Ein frohes Weihnachtsfest wünscht Euch Beiden Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
fotomatte2'516 Beiträge · seit 200922. Dez. 2017 · #147
Hallo Ruth und Uwe,
für mich ist der klare Favorit der melanistische Gabar, den habe ich noch nie gesehen. Und natürlich sind die Queleas mit ihrer Schwarmintelligenz echte Hingucker. Die Riesentrappe mit der Beute ( ich sehe hier auch eine Kapturteltaube ) ist interessant. Habt ihr gesehen, wie die Trappe Beute gemacht hat? Oder war die Taube schon tot? Ich habe etwas nachgelesen, die Trappe hat ein ziemlich umfassendes Beutespektrum, aber Vögel ( ausser Eiern ) wurden da nicht genannt. Wie auch immer, sehr tolle Bilder.
wie so oft sind wir wieder mal ein bisschen später eingestiegen und mussten erst mal euren Spuren folgen. Jetzt sind wir aber endlich bei euch angekommen und auf dem aktuellen Stand. Wie immer geniessen wir euren Bericht und vor allem die schönen Fotos sehr.
Wir haben vor kurzem festgestellt, daß wir dieses Jahr überhaupt nicht in Afrika waren. Das geht eigentlich gar nicht.... 🙁 😐 Das Lesen eures Berichtes macht uns das wieder mal um so mehr bewusst.
Wir wünschen euch und allen anderen Fomis: Frohe Weihnachten und gutes Fernweh 😎
Katja und Christian
jaffles1'312 Beiträge · seit 200623. Dez. 2017 · #149
Hallo Ruth und Uwe,
so schöne Bilder habt ihr wieder dabei. Mir geht es wie Matthias, den meltastic Gowshawk hab ich noch nie gesehen, geschweige denn so ein tolles Bild! Aber auch das Löwenpaar im schönsten Licht sind wunderbar!!! Freue mich auf weitere Kapitel und wünsche Euch ein schönes Weihnachtsfest, ein paar besinnliche Stunden und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!
tiggi1'558 Beiträge · seit 201123. Dez. 2017 · #150
Liebe Muckels, es ist herrlich, wenn ihr mich mit euren Bildern in der grauen Jahreszeit von Afrika träumen lasst. 😘 Die Blutschnabelweber sind sehr gelungen, aber trotzdem ist der kleine Elefant doch wirklich herzallerliebst, seine Figuren im Sand - oh, wie süüüßßßßß! Danke für die tollen Bilder! Auf diesem Wege wünsche ich euch für 2018 weiterhin tolle Reisen, für jeden Tag ein bisschen Glück, Gesundheit - ein ganz großes Stück - und Lachen stündlich oder mehr und das zur Weihnacht`sehr! Biggi
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200624. Dez. 2017 · #152
Tag 16 – 30. Juli 2017 – Etosha-Mitte
Namutoni, Etosha – Okaukuejo, Etosha
An unserem zweiten und letzten Morgen in Namutoni standen wir wieder früh auf. Wach waren wir bereits seit 5.20 Uhr, weil ein Reisebus ungefähr zwei Minuten lang seinen Motor startete und diesen dann fünf Minuten lang warmlaufen ließ, bevor er – wohin auch immer – um diese Zeit davonfuhr. Wir kochten Kaffee und Tee, klappten unser Zelt zusammen und beobachteten die anderen Camper, die ebenfalls kramten und wuselten. Mit Toröffnung fuhren wir in den Park voraus, Annette, Hanna und Michael wollten uns etwas später folgen. Unser erster Abstecher führte uns nach Klein Namutoni. Dort saßen aber nur einige Nilgänse im ersten Sonnenlicht.
Wir kehrten wieder um und machten uns auf nach Chudop. Heute Morgen war nur wenig los. Wir sahen ein paar Springböcke, einzelne Gnus und einen einsamen Schakal, der durch das hohe Gras streifte.
Das Wasserloch selbst lag verlassen da. Wir konnten es kaum glauben, denn hier hatten wir gerade morgens immer ein reges Kommen und Gehen erlebt. So schnell wollten wir daher nicht aufgeben und warteten mehr oder weniger geduldig auf das, was nicht passierte. Eigentlich hatten wir auf Hyänen, wenigstens aber auf Giraffen oder Impalas gehofft. Da sich außer einigen Tauben aber auch nach einer guten halben Stunde kein weiteres Wild blicken ließ, entschieden wir, dass das große Tiermeeting heute wohl an einer anderen Stelle, zumindest aber zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden würde. Weiter ging es nach Kalkheuvel.
Graulärmvogel
Auch hier war relativ wenig los. Einige Zebras kamen herbei getrottet und löschten ihren Durst.
Alarm machten ein paar der grün-blauen Goldbugpapageien. Durch ihr lautes, krächzendes Quietschen hatten wir sie schon gehört, noch bevor wir sie in den Ästen der angrenzenden Büsche erblickten.
Auch die Blutschnabelweber waren wieder zur Stelle, wenn auch nicht in so großer Anzahl wie gestern. In kleineren Grüppchen hockten sie zusammen und bezwitscherten, was heute so alles anstehen würde.
Offensichtlich hatten sie den Plan gefasst, den Morgen der Gefiederpflege zu widmen. Sie ließen sich immer wieder am Rand des Wassers nieder, tauchten Köpfe, Rücken und Schwänzchen ein und schüttelten ihre Flügel, dass die Tropfen in alle Richtungen flogen.
Danach fuhren wir den Loop nach Ngobib.
Weißflügeltrappe
Hier sahen wir heute endlich unseren ersten Elefanten. Er bahnte sich langsam fressend seinen Weg in unsere Richtung. Bevor er die Straße kreuzte, fuhren wir weiter.
Am Wasserloch Ngobib sahen wir von der oberen Fahrspur aus zunächst nur ein Fellpuschelchen. Erst als wir dieses auf der unteren Spur umrundeten, konnten wir die beiden Hyänenkinder erkennen. Sie lagen in der Sonne und faulenzten.
Wir blieben eine Weile bei ihnen und freuten uns, dass es mit den Hyänen (wenn auch nur zwei halben ;-)) doch noch geklappt hatte. Da sie sich aber kaum bewegten und auch ihre Mutter – so sehr wir auch nach ihr Ausschau hielten – keine Anstalten machte zurückzukehren, fuhren wir nach einer halben Stunde weiter.
Nach einer kurzen Toilettenpause an einem nicht besonders schönen Rastplatz klapperten wir alle weiteren Wasserlöcher ab, die auf dem Weg nach Halali lagen. Bei Goas trafen wir unsere Freunde wieder. Gemeinsam fuhren wir noch die verwaisten und trockenen Wasserstellen Noniams und Helio an, bevor wir zur Mittagspause nach Halali kamen. Wir stellten den Tisch auf und aßen Möhren mit Frischkäse, den letzten Rest Wildschinken und Leberwurstbrote. Dann statteten wir dem Moringa-Wasserloch einen Besuch ab. Lange blieben wir nicht. Zum einen waren außer ein paar Impalas keine Tiere dort, und zum anderen fing eine Familie an, die kleinen Buschhörnchen mit Brot und Chips zu füttern. Kamen sie den Kindern dabei zu nahe, fingen alle an zu quietschen und klatschten in die Hände, um sie zu verscheuchen, nur um sie danach wieder anzulocken und durch kräftiges Füßestampfen anschließend zu vertreiben. Bevor Ruth einen Mord begehen konnte, verließen wir das Wasserloch und machten uns auf nach Rietfontein. Wir kamen gerade rechtzeitig, um die Ankunft einer Elefantenherde mit ein paar Jungtieren zu beobachten.
Bei Salvadora ärgerten wir uns erneut. Zwei ältere Paare stiegen zum Fotografieren aus ihrem Wagen und spazierten unmittelbar vor dem Stein mit dem Hinweis „Stay in your car!“ ein wenig herum. Regeln galten offensichtlich nur für andere. Wir flüchteten.
Am Rand der Etosha-Pfanne bei Sueda hielten wir nur kurz und wollten gerade fahren, weil sich die Spaziergänger in ihren Fahrzeugen näherten, als sich eine Löwin erhob und zum Wasser lief. Dadurch entdecken wir auch noch zwei andere Löwen, die an derselben Stelle lagen.
Diesmal hatten auch unsere Freunde Glück. Sie waren die Wasserstelle ebenfalls angefahren und konnten die Löwen entdecken. Der weitere Weg zog sich unspektakulär ohne besondere Sichtungen dahin.
Über Nebrownii kamen wir endlich nach Okaukuejo und checkten ein. Unsere Campsite lag ganz am Ende des Platzes, wo wir uns einrichteten. Uwe machte Feuer, und Ruth duschte. Anschließend gingen wir noch kurz zum Wasserloch, wo zwei Herden Elefanten tranken und plantschten.
Auf dem Rückweg verhagelte ein etwa 16-jähriger Teenie Ruth die Laune. Obwohl Drohnen im Etosha verboten sind und am Eingang auch explizit darauf hingewiesen und danach gefragt wird, kreiste das surrende Scheißding mehrere Minuten über unseren Köpfen. Ein Campangestellter klärte den Jungen auf, der offensichtlich von seinem im Hintergrund stehenden Vater geschickt war. Er stellte sich unwissend und durfte sein Spielzeug tatsächlich behalten. Zum Abendessen machten wir zur Abwechslung mal Pizza im Potije. Sie schmeckte sehr lecker.
Heute Abend feierten wir Hannas Geburtstag. Mehrfach stimmten die Schakale im und um das Camp ihr Geheul an. Auch sie wollten ihr wohl ein Ständchen bringen. Nach dem Abwasch setzten wir uns erneut ans Wasserloch und sahen mehrere Nashörner und ein Dutzend Giraffen. Fast noch spannender war es aber, eine große Gruppe Japaner zu beobachten. Sie waren ausnahmslos mit Stativ und Riesenkamera bewaffnet und fotografierten mit Dauerfeuer und teilweise im Blitzlichtgewitter das Treiben am Wasserloch. Dabei waren sie aber so gut wie unsichtbar, denn sie trugen allesamt Tarnmontur von Kopf bis Fuß. 😉 Danach fielen wir sehr müde ins Bett.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200624. Dez. 2017 · #153
@Bele: Keine Sorge. Hoada läuft ja nicht weg. Vorfreude ist doch etwas Tolles. 😉 Ja, so eine Mahlzeit aus Brennholz und Wein klingt schon lecker. 😉 Ruth war die Stelle auch schon aufgefallen. Aber wir dachten, mit einem Absatz dazwischen geht es.
@Guggu: Chudop ist auch einer unserer Lieblingsplätze im Etosha. Kurz vor Weihnachten gibt es sogar noch ein kleines Paket.
@Kordula: Elands sind wirklich nicht oft zu sehen. Umso mehr haben wir uns gefreut.
@Simone und Carsten: Ein einzelner Blutschnabelweber ist ja kein besonderer Vogel. Aber diese Massen fanden wir so beeindruckend.
@Hanne: Das mit dem Bestseller hast du aber lieb gesagt. Das Kompliment freut uns sehr.
@Matthias:
Habt ihr gesehen, wie die Trappe Beute gemacht hat?
Nein, als wir ankamen, hatte die Trappe den Vogel bereits im Schnabel. Wir gehen also auch davon aus, dass sie die Beute nicht selbst geschlagen hat. Aber wer sollte seine gefangene Taube der Trappe überlassen? Ein Schakal hätte sie mit wenigen Bissen verspeist. Hast du eine Meinung zur weiblichen Witwe?
@Katja und Christian: Wir haben euch schon vermisst. Schön, dass ihr nun dabei seid. Dann wird es ja höchste Zeit für euch, mal wieder nach Afrika aufzubrechen. Und bis dahin nehmen wir euch einfach ein Stück mit. 😉
@Claudia: Verrückt! Das Foto von dem schwarzen Greifvogel finden wir gar nicht so besonders gelungen. Wir haben es nur im Reisebericht aufgenommen, weil es eben eine besondere Sichtung war. Freut uns, dass es euch gefällt.
@Biggi: Bei der Beobachtung von Elefantenherden bleibt das Auge automatisch bei den kleinen hängen. Auch wenn die großen Elefanten schon beeindruckend sind, macht es am meisten Spaß, dem Nachwuchs bei den Faxen zuzuschauen.
Wir möchten uns bei euch allen für eure nette Begleitung bedanken. Über eure Kommentare freuen wir uns immer sehr. Danke auch für die lieben Weihnachtswünsche und Danke-Klicks. Auch euch ein frohes Fest und ein paar ruhige Tage mit euren Lieben.
Old Women1'543 Beiträge · seit 201324. Dez. 2017 · #156
Liebe Eulenmuckels,
bin gerade völlig panne von den kulinarischen Vorbereitungen für die kommenden Festtage. Mehr als meine Küche habe ich heute nicht gesehen 😎 . Habe ein schönes Glas Rotwein vor mir stehen und wollte gleich noch ein Entspannungsbad nehmen. Da kommt mir euer Bericht gerade recht. Danke dafür. Berichte aus dem Etosha und das Betrachten der tollen Fotos, insbesondere die Blutschnabelweber, helfen mir mehr, mich zu entspannen als jede Badewanne und sei sie noch so gefüllt mit wohlriechenden Essenzen. Uwe und Ruth, vielen Dank dafür. Euch beiden wünsche ich eine frohe Weihnacht und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Dir Ruth ganz besonders, da auch ich Fan deines Vereines bin, und wir auch das eine oder andere Mal im Stadion sind: möge der BVB zu alter Stärke zurückfinden und 😈 😈 😗 möge der FC Bayern auch mal verlieren.
Herzliche Grüße Beate & Reinhard (letzterem lege ich immer ganz besondere Berichte vor, damit in ihm der Wunsch erweckt wird, dort auch einmal hinzureisen. Meistens habe ich dabei Erfolg. Im September geht es u.a. in den KTP.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201024. Dez. 2017 · #157
Guten Morgen Ihr Zwei,
vielen Dank für diesen schönen Beginn des Weihnachtstages! Die Blutschnabelweber sind echt zum Verlieben - und die niedlichen Elefantenkinder sowieso! 😘
Gegen Ende unserer Reise tat es mir ja ein bisschen leid, dass Ihr unsere beiden Hyänensichtungen nicht mitbekommen habt - nach dem Anblick dieser beiden knuffigen Halbhyänen hält sich mein Mitleid nachträglich jedoch etwas in Grenzen 😎 .
elotse191 Beiträge · seit 201624. Dez. 2017 · #158
Hallo ihr Zwei, ich bin gerade zurück vom "Heiligen Vormittag" eine Spezialität aus Esslingen und finde nun Zeit mich an eurem Bericht zu erfreuen. Bei den Bildern zu den Hyänen war ich recht verwirrt, waren dies meine Fotos 😎 Wir hatten an der gleichen Stelle am Ngobib Wasserloch am 24.5 auch dieses Erlebnis, jedoch mit drei Jungtrieren. Da 6 Wochen dazwischen liegen vermute ich dass es ein anderer Wurf ist! Auf jeden Fall konnten wir auch längere Zeit die Jungtiere beobachten welche ohne Scheu sich in der Sonne aalten. Zu Vergleich unsere Sichtung:
Für mich sehen sie alle gleich aus?? 🙂
Nun noch schöne Weihnachtstage und natürlich auch etwas Glück für den BVB
Liebe Grüße Klaus
Carpe diem
Hier findest Du mehr zu meinen Aktivitäten:
www.kk4you.de - In dem Blog berichte ich zu den Themen: Reisen, mit dem Schwerpunkt Griechenland, Segeln, Outdoor Aktivitäten und den Dingen die mich sonst bewegen.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200627. Dez. 2017 · #159
@lilytrotter:
Wir lieben die Atmosphäre bei Sueda.
Wir auch. Aber am liebsten ohne Leute, die sich nicht benehmen können.
@Beate und Reinhard: Es freut uns, dass wir es schon mit deinem Entspannungsbad aufnehmen können. Vielen Dank für die lieben Wünsche. Und deinem letzten Wunsch schließen wir uns uneingeschränkt an.
@Klaus: Wir können uns gut vorstellen, dass es sich um dieselben Hyänenkinder handelt. Womöglich ist in der Zwischenzeit eins verschütt gegangen.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200627. Dez. 2017 · #160
Tag 17 – 31. Juli 2017 – In und um Okaukuejo
Okaukuejo, Etosha
In Okaukuejo war deutlich mehr los als in Namutoni. Obwohl unser Stellplatz am Rand des Camps lag, hörten wir überall die morgendlichen Geräusche, und erste Motoren wurden auch hier schon früh gestartet. Uwe setzte Wasser auf, und wir packten unsere Sachen ein. Nach einer kurzen Morgentoilette und einer Tasse Kaffee waren wir startbereit und fuhren los. Der erste Weg führte nach Okondeka.
Außer Gnus und einigen Schakalen waren nur sehr wenige Tiere unterwegs.
Zwei Steppenfalken saßen in einem Busch und pflegten ihr Gefieder.
Am weitläufigen Wasserloch, wo es sonst von Springböcken, Gnus, Giraffen, Straußen oder Zebras nur so wimmelt, waren keine Tiere zu erblicken. Da sich das Bild auch nach 20 Minuten Wartezeit nicht geändert hatte und sich weit und breit nichts regte, fuhren wir weiter nach Nebrownii. Dort waren die weißen Elefanten und alle anderen Tiere ebenfalls aus. Erst bei Gemsbokvlakte hatten wir mehr Glück. Einige Herden Springböcke und zahlreiche Zebras standen unschlüssig in der Nähe der Wasserstelle, trauten sich aber nicht so recht heran. Der Grund dafür war schnell ausgemacht: Drei Löwen hatten den Platz für sich beansprucht. Einer lag von weitem gut sichtbar auf einem Mäuerchen neben den Wassertanks, von wo aus er alles gut überblicken konnte.
Ein weiterer hatte sich unmittelbar am Wasser niedergelassen, und ein dritter spazierte gerade von sämtlichen Augenpaaren der Grasfresser begleitet ebenfalls in diese Richtung.
Nach und nach sammelten sich immer mehr durstige Zebras und Springböcke um die Wasserstelle. Sobald sich ein Löwe erhob, um seine Position zu wechseln, kam alles in Aufruhr und galoppierte davon, nur um sich anschließend wieder langsam zu nähern. Wir machten es uns gemütlich, aßen Muffins und warteten, was noch passieren würde. Nach etwa 10 Minuten beschloss der Löwe am Wassertank, das Mäuerchen zu verlassen. Die erste Stelle erschien ihm zum Absprung wohl zu hoch, und so wetzte er nur ein wenig seine Krallen. Die ihn beobachtenden Zebras beschlich so langsam ein ungutes Gefühl.
Der Löwe hingegen trottete gemütlich über die Mauerkrone, sprang dann mit einem großen Satz hinunter und lief zu den beiden anderen.
Mittlerweile war Gemsbokvlakte nicht nur für zahlreiche Zebras und Springböcke, sondern auch für immer mehr Fahrzeuge mit Touristen der Haupttummelplatz. Die Autos und Busse stauten sich um das halbe Wasserloch. Aufgeregt wurde rangiert, getuschelt und fotografiert. Nicht jeder hatte es dabei so gemütlich wie wir in unserem warmen Bushcamper.
Die Löwen beschnüffelten sich ein wenig, stupsten einander an und verteilten sich dann rund um das Wasserloch, wo sie sich mehr oder weniger flach auf den Boden legten.
Mittlerweile beobachteten wir das Treiben schon seit fast einer Stunde. Von links näherte sich eine größere Gruppe Springböcke, die übermütig herumsprangen und mächtig Staub aufwirbelten.
Die Löwen machten keine Anstalten, etwas zu unternehmen. So beschäftigten wir uns mit den Flughühnern, die vor unserem Auto herumwuselten. Obwohl ein paar Zebras mittlerweile genau vor der Nase des einen Löwen vorüberzogen, regte sich nichts.
Trotzdem konnte es ja nicht schaden, die Kameras langsam auf diese Szene zu positionieren und die Einstellungen zum Fotografieren schneller Bewegungen vorzunehmen: hohe Bildfrequenz und automatische Schärfenachführung. Ruth war gerade fertig mit der Konfiguration und hatte ihr Auge an den Sucher gelegt, als ein Löwe aufsprang und lossprintete – als hätten wir das abgesprochen. Leider waren die Lichtbedingungen und der aufgewirbelte Staub der auseinanderpreschenden Zebras zum Fotografieren alles andere als optimal.
Die Szene dauerte nur wenige Sekunden, und der Löwe blieb erfolglos. Glück für die Zebras, Pech für die Löwen.