take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201208. Mai 2017 · #81
@bayern schorsch Schön, dass du auch dabei bist. 😄
Eure Art des Reisens muss ebenso sehr sehr interessant sein.
Für uns ist es die schönste Art zu reisen, was aber nicht heißt, dass alle die anders reisen keine schönen Erlebnisse haben. Es ist halt komplett verschieden.
@Andreas
und der eine Nachtfalter, das sind 100erte im Epupa Camp aus meinem Beericht
Klar auch wir hatten 100te davon. Aber diesen konnte ich bei Tageslicht fotografieren. 😗
@Topobär
Die ganzen von Dir genannten Campsites in Purros kenne ich gar nicht. Gibt es denn die Community Campsite noch? Dort hatte es uns immer sehr gut gefallen.
Die von mir genannte Ngatutanga Campsite ist meines Wissens die Community Campsite. So habe ich es in Tracks4Africa herausgelesen. Kann natürlich auch sein, dass ich mich da irre. Wir meinen aber die gleiche. Hier ein Bild, das ich auf die Schnelle von 2015 gefunden habe.
Die andere, auf der wir nun waren - Omenje - ist neu. Sie ist wie beschrieben sauber und zweckmäßig und liegt unter hohen Bäumen. Hat aber leider nicht den Charme der Community Campsite.
Euer Bericht ist für uns auch insofern sehr hilfreich, dass wir bei unserer nächsten Reise ebenfalls zur Regenzeit ins Kaokoveld wollen.
Es kommt ja auch immer darauf an, wie die Regenzeit verläuft. Dieses Jahr war ja schon fast eine Ausnahmesitutation. Trotzdem sind wir auch überfall fast gut durchgekommen.
@panther
Eurer Beschreibung nach würde ich aber tatsächlich vermuten dass ihr die Community Campsite meint die geschlossen wurde. Wäre schade.
Ja, wir meinen alle die gleiche Campsite. Vielelicht wird sie ja auch wieder geöffnet. Nur sah es bei unserem Besuch nicht danach aus.
Wenn man den Hoarusib nur trocken kennt, ist es doch immer wieder beeindruckend dass da tatsächlich in der Regenzeit Wasser fließt.
Das war es auf alle Fälle. Besonders wenn man sieht, mit welcher Flussgeschwindigkeit er fließt.
@CuF Hallo Friedrike, das freut mich, dass wir schöne Erinnerungen wach rufen können.
die Stille und der Himmel des Nachts im Kaokofeld ist überwältigend.....
Hach was soll ich sagen 😘 ein Träumchen Purros... weißt Du noch 😄 ich denk so gern daran zurück 😘 Dickes Bussi für den meeegaaa schönen Bericht Claudia
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201209. Mai 2017 · #83
Hallo Liebes (ich meine dich Claudia Clax)
Umd ob ich mich noch daran erinnere. Es war auch diesem Mal wieder wunderschön, allerdings abends nicht ganz so feucht. Und einen Schakal hatten wir auch nicht 😄
Schön, dass du in Erinnerungen schwelgen kannst. Vielleicht sollten wir es mal wieder wiederholen.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201209. Mai 2017 · #84
21.03.2017 Durch das Khumib Riverbed zur Marble Campsite
Wir wachen früh auf und können den Sonnenaufgang über dem laufenden Hoarusib beobachten.
Dann folgt das gemütliche Frühstück uns wir sind gerade beim Packen, als Chips erscheint, um sich von uns zu verabschieden. Er sei später nicht mehr da, da er gleich zu einem Rhinotracking aufbreche und er sei der Tracker. Ich werde sofort hellhörig und frage nach, ob wir denn vielleicht mitkönnten?!
Und so finden wir uns kurze Zeit später wieder vor dem Manchester United Shop und warten auf unsere bewaffnete Begleitung. 🤩 Die sei nur für den Fall, dass wir auf Wilderer treffen, beruhigt uns Chips. Na … das sind ja schöne Aussichten. 😮 Vor dem Shop treffen wir auch Colin wieder. Er begrüßt uns wie alte Freunde. Wir unterhalten uns noch kurz bis unsere "Security-Einheit" eintrifft.
Wenn ich an die Begegnung mit Colin denke, muss ich noch immer schmunzeln: Jürgen liebt es zu handeln und zu tauschen – oder halt einfach durch mitgebrachte Sachen aus Deutschland anderen eine Freude zu bereiten. So haben wir auch alte, ausgediente aber funktionsfähige Handys (wohlgemerkt keine Smart-Phones) dabei. Er will sich gerade auf den Weg zum Auto machen, um eines für Colin zu holen, als dieser ein supermodernes Smartphone aus seiner Tasche zieht. Das Gesicht von Jürgen war zum wegschreien.
Die Menschen wohnen zwar für uns fast am Ende der Welt, aber die Moderne hat auch hier Einzug gehalten.
Endlich trifft auch unsere Schutztruppe ein. Ein Ranger und ein Polizist, jeweils mit einem Gewehr bewaffnet. Na, dann kann uns ja nichts mehr passieren. 🙄 Wir fahren mit 2 Autos. Ein Tracker und die „Security“ fahren im ersten Wagen, wir folgen ihnen mit Chips in unserem Wagen. Wir fahren in die Berge irgendwo um Puros und suchen nach den Tracks. Zu Beginn erkenne ich überhaupt nichts. Doch mit Der Zeit kann auch ich die Rhinospuren erkennen.
Dabei sollte es aber auch bleiben. Leider haben wir keine Rhinos gefunden. Von den vielen dort frei lebenden Rhinos sind auch nur noch 3 übriggeblieben. Trotzdem war es ein schöner Ausflug. Wir verabschieden uns und machen uns auf den Weg Richtung Marble Campsite.
Unseren ursprünglichen Plan durch das Hoarusib-Flussbett zu fahren, müssen wir ja leider aufgeben. Also nehmen wir erstmals die D3707. In Höhe des Khumib Riverbeds biegen wir ab und dieses ist zu unserer Freude trocken und befahrbar. Somit kommen wir oberhalb des Hoarusib wieder auf unsere geplante Strecke.
Landschaftlich ist es auch hier sehr reizvoll.
Zeit für eine zweite Frühstückspause.
Ein paar Perlhühner schauen auch mal vorbei (wenn auch im schlechten Licht - dann als Beweisfoto)
Unser weiterer Weg führt uns durch die Landschaft, die wir so mögen. Das Khumib Riverbed ist bis auf ein paar vereinzelte Passagen einfach zu befahren.
Als wir an der Marble Campsite ankommen, ist diese unbesetzt. Wir überlegen kurz und beschließen trotzdem hier stehen zu bleiben. Wir würden dann morgen das Geld und unsere Daten unter der Tür hindurchschieben. Die Campsite ist vollkommen in Ordnung und auch die Ablutions sind sauber. Wir richten uns also häuslich ein und beginnen zu kochen. Ein Frankolin (ich hoffe, es ist richtig) kommt noch kurz vorbei und dann sind wir wieder alleine.
Und dann kommt wie so oft doch noch jemand vorbei. Umso einfacher für uns. Wir bezahlen die Stellgebühr , unterhalten uns noch ein wenig und genießen dann wieder den Sternenhimmel im Kaokoveld. Gefahrene km: 172
Und morgen geht es an die nördliche Grenze bis Camp Syncro.
Hallo, danke für den schönen Bericht. Wir haben die gleiche Strecke mit dem gleichen Auto von Savanna im April befahren. Dabei waren wir auch in Puros aber auf der Comunity Campsite. Sie ist nicht geschlossen und die schönen Bäder unter Bäumen gibt es auch noch. Nur ein Teil des Platzes ist vor 2 Jahren weggespült worden. Vielleicht waren zu eurer Zeit einfach so wenige Besucher da, dass man einfach nicht anwesend war. Ich freue mich schon auf deinen weiteren Bericht. Winnie
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201210. Mai 2017 · #89
Ich freue mich auch weiterhin über das rege Interesse an meinem Bericht. Natürlich schreibe ich ihn auch für mich, es macht jedoch auch sehr viel Spaß zu lesen, dass ihr ihn verfolgt und an unseren Erlebnissen teilnehmt.
@ Guggu
Dein Bericht gehört auch zu denen die ich nicht versäumen möchte. 😛 Einfach nur schön.
😊 Danke dir für die lieben Worte.
@Bayern Schorsch
Tragisch, aber ist tatsächlich so. Auch wir können von Grootberg ähnliche Geschichten erzählen. Es ist einfach nur traurig. 🙁
Ja es ist wirklich sehr traurig, welches Ausmaß die Wilderei und das sinnlose Abschlachten von Tieren genommen hat.
@CuF
wir haben in der Gegend 2015 noch zwei Rhinos gesehen - leider sehr weit entfernt!
Es gibt ja auch noch einige Wenige. Im Falle von Puros sind es aber leider nur noch männliche (oder waren es weibliche) Tiere. Auf jeden Fall ist keine Fortpflanzung in diesem Gebiet mehr möglich. Dies ist wirklich sehr, sehr schade.
@Winnie
Dabei waren wir auch in Puros aber auf der Comunity Campsite. Sie ist nicht geschlossen und die schönen Bäder unter Bäumen gibt es auch noch.
Das ist schön zu hören. Dann war es wahrscheinlich doch nur ein zeitliches Problem so kurz nach den letzen Regenfällen. Bei unserem nächsten Besuch in Puros bleiben wir dann einfach etwas länger, damit wir beide Campsites besuchen können. 😄 Danke für deine aktuellere Information. Bei einer Reise sind es ja immer nur Momentaufnahmen.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201212. Mai 2017 · #90
22.03.17 Durch das Marienflusstal nach Camp Syncro
Es ist unglaublich, wie schnell sich in dieser Landschaft die Natur erholt. Kaum fallen ein paar Regentropfen, blüht und sprieß es überall
Wir haben heute nur 98 km Fahrstrecke vor uns und so gehen wir es gemütlich an.
Vorbei an dem neu erbauten Krankenhaus, das schon 2015 fast fertig sein sollte und nun endlich 2017 in Betrieb genommen werden soll, fahren wir Richtung Reddrum Pass. Vorbei an bewohnten und unbewohnten Himbasiedlungen.
Nein …. Wir können wirklich nicht überall anhalten. Wir haben ja schon für die 98 km 5 Stunden gebraucht. Dann kommen wir zum Reddrum-Pass.
Dieser sieht doch auf den ersten Blick gar nicht so schlimm aus. Außerdem habe ich ja einen guten Fahrer.
Wir entdecken weitere „Stein-Männchen“-Figuren.
Dann erreichen wir die Reddrum.
Die weitere Fahrt ins Marienflusstal ist geprägt von der dominanten Farbe Grün. Es ist unfassbar wie grün es hier ist und mit welcher Intensität die Farben leuchten. Unterwegs treffen wir auf eine Himbafamilie.
Wie so oft sind nur die Frau und die Kinder noch traditionell gekleidet. Die Männer sind bereits westlich gekleidet. Sie haben aber noch, für Himba und Herero typisch, den Stock dabei. Auch das Fehlen der unteren Schneidezähne ist noch traditionell.
Je weiter wir in das Gebiet vordringen ändert sich dies und wir treffen immer öfters auch auf Männer, die traditionell gekleidet sind. Für die Menschen hier ist es ein Spagat zwischen zwei Welten. Und wie auch schon bei unserer ersten Begegnung mit diesen Menschen dreht sich das Gedankenkarusell. Wir setzen unseren Weg fort und müssen immer wieder stoppen, um diese wunderschöne Landschaft, die so unrealistisch wirkt, zu bewundern.
Ein besonderes Erlebnis haben wir in Höhe der Holy Mountains, die wir auf der Hinfahrt links umfahren. Plötzlich kommt ein Himba-Ehepaar auf Eseln aus den Bergen geritten. Irgendwie sieht es aus, als wären wir im falschen Film. Ich mache schnell ein Foto aus dem Fenster.
Dann halten wir an, denn schließlich kommen sie von rechts und haben Vorfahrt. Sie überqueren die Pad vor uns und bleiben ebenfalls stehen. Das lasse ich mir ja nicht 2 x sagen. Es ist ein klarer Hinweis ihrerseits auf Kommunikationsbereitschaft. Und da ich meine Himba-Sprachkenntnisse um 100 % gesteigert habe, ich beherrsche nun immerhin 4 Sätze, steigen wir natürlich aus.
Ich: „Moro moro“ - Hallo Dieser Gruß wird von den Beiden erwidert. Ich: “Ua penduka nawa ?” - Wie geht’s? Die Antwort „nawa“ – gut. Nun wird mir die gleiche Frage gestellt oder so ähnlich und auch ich erwidere „Nawa“. Na das ist ja schon mal wieder geklärt. Der Rest der Kommunikation erfolgt dann fast wortlos. Durch Gesten, Mimik, Lächeln, Lachen und Freundlichkeit.
Getreu Antoine de Saint-Exupéry Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Das heißt, wir reden deutsch und die beiden Ovahimba. Wir verstehen uns wortlos. Es gibt keine Aufdringlichkeit. Wir mögen diese offene Art dieser Menschen, ihrer Neugierde allem Fremden und Neuen gegenüber und sie hat uns seit unserer ersten Begegnung mit ihnen nicht mehr losgelassen. Dann kommt die Frage nach Tabak. Klar, da können wir helfen. Ich gehe zum Auto und hole ein Päckchen Tabak hervor und wir schenken es ihm. Er freut sich sehr darüber und fragt sogleich seine Frau, nach seiner Pfeife. Ich muss innerlich lachen und denke: Es ist genau, wie bei uns. Frau weiß immer, wo alles liegt. 😄 Sie nestelt dann aus einem Beutel seine Pfeife hervor. Überhaupt scheint es, dass sie Ihren gesamten Haushalt auf diesen 3 Esel verstaut haben. In einer gewissen Weise ist dies beneidenswert.
Nun kommt aber das nächste Problem. Die Pfeife ist gestopft und es fehlt das Feuer. Puh … daran hatten wir nicht gedacht. Wir haben kein Streichholz dabei. Wir suchen den halben Wagen ab und finden endlich ein zweites Feuerzeug, welches wir ihm überlassen. Ich darf noch ein paar Fotos machen.
„Okuhepa“ – Danke und „Epi nava“ - Auf Wiedersehen.
Sie winken uns noch einmal zu und dann setzen sie ihren Weg fort.
Wir sind noch völlig eingefangen von dieser Situation und schauen ihnen noch eine Weile nach.
Dann setzen auch wir unseren Weg fort.
Unterwegs fällt uns auf, dass es überall Schilder mit „mobile school“ gibt. Durch diese mobilen Schulen soll auch in den entlegenen Gebieten die Bildung der Kinder gewährleistet werden. Dies ist immerhin schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung Nach fast 5 Stunden (für 98 km) erreichen wir Camp Syncro.
Wir werden freundlich von Sarah und Ryan begrüßt und können uns noch einen Stellplatz aussuchen, da wir noch alleine sind. Es ist hier wirklich schön, doch wenn alle 4 Campsites besetzt wären, wäre es für unser Empfinden zu eng. (Dies ist unsere subjektive Meinung) In unserem Falle war alles in Ordnung, da nur noch eine weitere Campsite in dieser Zeit besetzt wurde. Die Liebe und Hingabe mit der die Beiden das Camp führen ist allerdings toll und macht dieses kleine Manko durchaus wett.
So langsam ziehen dunkle Wolken auf, doch noch ist es trocken.
Wir entzünden ein Feuer, lauschen dem leicht rauschenden Kunene und blicken auf Angola.
Die Situation ändert sich jedoch recht bald. Es beginnt zu regnen und ein kräftiges Gewitter geht nieder. So beenden wir den Tag im Dachzelt.
Ein ereignisreicher Tag, gefüllt mit vielen schönen erlebnissen geht zu Ende.
Gefahren Km 98
Und morgen relaxen wir in Camp Syncro und entdecken ein wenig diese schöne Ecke des Landes.
Ist das ein schöner Abschnitt, den Ihr da gefahren seid! Dieses Grün, diese Landschaft und Eure schöne Begegnung mit den Himbas!
Danke gnuhu
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201413. Mai 2017 · #92
Hallo Dagmar,
dass Ihr das Marienflußtal so grün und blühend vorgefunden habt, macht mich ein wenig neidisch. Vor zwei Jahren als wir im Mai zum ersten Mal Camp Syncro besichtigt haben, war alles dürr und staubtrocken. Dieses Jahr fahren wir im Oktober wieder dort hin. Ich bin mal gespannt wie es dann aussieht. Die Fotos und Dein Reisebericht gefallen mir sehr gut.
Liebe Grüße Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201214. Mai 2017 · #93
@ gnuhu
Ist das ein schöner Abschnitt, den Ihr da gefahren seid! Dieses Grün, diese Landschaft und Eure schöne Begegnung mit den Himbas!
Liebe Iris, es freut mich, dass auch dir dieser Reiseabschnitt gefallen hat. Dieser Teil Namibias gehört eindeutig zu unseren Lieblings-Regionen. Das hat viele Gründe: Zum einen die Einsamkeit, dann die fantastische Landschaft und nicht zu letzt die Begegnungen dort mit den Menschen. Ich weiß, dass viele das anders sehen. Doch wenn man mit Respekt und dem Gespür, ob man willkommen ist oder nicht, diesen Menschen begegnet, so können auch wir viel daraus lernen. Dir würde es dort auch gefallen.
@Tinochika
dass Ihr das Marienflußtal so grün und blühend vorgefunden habt, macht mich ein wenig neidisch.
Muss es überhaupt nicht, jedoch ist es im Oktober wahrscheinlich wieder braun. Ehrlich gesagt, hätte ich es auch gerne in den Brauntönen gesehen. Dieses Grün von diesem Jahr war ja schon fast unnatürlich, trotzdem aber schön.
Die Fotos und Dein Reisebericht gefallen mir sehr gut.
ich beneide Euch sehr um die Begegnung mit dem Himba-Paar. Das sind die wahren Begegnungen, die das Leben schreibt. Sehr eindrucksvoll - ich kann mir gut vorstellen, dass man da sehr lange dran zehrt.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201214. Mai 2017 · #95
@Bayern Schorsch
Das sind die wahren Begegnungen, die das Leben schreibt.
Da hast du wohl recht. Wir denken oft an solche Begegnungen zurück, einfach auch weil sie authentisch sind. Es bedarf ja immer nur einem Lächeln und ehrlichem Respekt vor dem Anderen.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201215. Mai 2017 · #96
23.03.2017 Camp Syncro
Der heutige Tag ist schnell erzählt. Wir relaxen einfach.
Zunächst laufen wir morgens kurz zu dem „Kiesstrand“, um dort den Sonnenaufgang und das weiche Morgenlicht zu genießen.
Auf Rat von Sarah und Ryan gehen wie wegen der Krokodile nicht zu nahe an die Wasserkante. Aber auch die Krokodile haben keine Lust sich uns zu zeigen.
Dann machen wir uns auf den Weg zu einem Hochplateau. Wir kraxeln einen Berg hoch und auf der anderen Seite wieder runter. Und dies tun wir unzählige Male. Es sah vom Camp viel näher aus.
Vorbei an verlassenen Himbahütten, die wie es scheint jedoch noch von Zeit zu Zeit genutzt werden.
So langsam nähert sich das Thermometer wieder der 40° C Marke und wir machen uns auf den Rückweg.
Den Rest des Tages machen wir einfach „Nix“. Ich versuche noch ein paar Vögel vor die Linse zu bekommen, jedoch mit mäßigem Erfolg.
Nun dann fotografiere ich eben Käfer.
Abends ziehen von Angola aus wieder dunkle Wolken auf.
Noch bleibt es trocken und wir können gemütlich grillen und lange draußen sitzen. Gefahren Km: 0
fotomatte2'516 Beiträge · seit 200919. Mai 2017 · #97
Hallo Dagmar,
ich folge euch mit dem Finger auf der Karte in eine Ecke, die ich noch nicht kenne. Noch nicht. Das ändert sich bald. Bin gespannt, ob dann noch etwas von den Niederschlägen zu sehen sein wird. Grossartig. Daumen hoch.
freshy3'883 Beiträge · seit 201119. Mai 2017 · #98
Hallo Dagmar, endlich habe ich es geschafft, in eurem Reisebericht zu lesen. (Nachdem Nadja und Annick fertig sind, und sich Bele Zeit lässt 😄 🤪 ) Sehr schöne Fotos von der Weite Namibias! Das etwas düstere Foto von dem Schiffswrack finde ich besonders stimmungsvoll. Einen Teil eurer Tour (Blutkuppe, Walvis Bay, Swakopmund, Cape Cross, Messumkrater) werden wir im Herbst unter die Räder nehmen. Du schreibst, ihr seid in der Dunkelheit zu Fuß zur "Alten Brücke" zurück gelaufen. Das haben wir vor ein paar Jahren auch so gemacht, wurden aber anschließend belehrt, dass sei eigentlich zu gefährlich 🤨 .
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201220. Mai 2017 · #99
Herzlichen Dank an alle Danke-Button Drücker, dass ihr meinen Reisebericht verfolgt. Gleich geht es wieder ein Stückchen weiter.
@ Fotomatte Hallo Matthias, vielen Dank für das Lob. 😊
... in eine Ecke, die ich noch nicht kenne. Noch nicht. Das ändert sich bald. Bin gespannt, ob dann noch etwas von den Niederschlägen zu sehen sein wird.
Wahrscheinlich eher nicht. Soweit ich das im Forum herausgelesen habe, geht es bei dir in den Sommerferien in diese grandiose Landschaft. Ich bin schon sehr gespannt auf deine Bilder, um zu sehen,wie sich die Farben der Landschaft verändert haben.
@ freshy
Einen Teil eurer Tour (Blutkuppe, Walvis Bay, Swakopmund, Cape Cross, Messumkrater) werden wir im Herbst unter die Räder nehmen.
Ihr werdet vom Messum Crater begeistert sein, da ihr ja auch die Einsameit liebt.
Du schreibst, ihr seid in der Dunkelheit zu Fuß zur "Alten Brücke" zurück gelaufen. Das haben wir vor ein paar Jahren auch so gemacht, wurden aber anschließend belehrt, dass sei eigentlich zu gefährlich
Als wir so durch das dunkle Swakopmund liefen, hatte ich mir darüber auch Gedanken gemacht. Es ist halt eben doch ein Unterschied ob man in der Dunkelheit in einer Stadt alleine herumläuft oder in der endlosen Wildnis. Auf der anderen Seite ist dies in deutschen Städten nicht anders. Augen auf und dem gesunden Menschenverstand folgen ... damit kommen wir eigentlich immer gut zu Recht.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201220. Mai 2017 · #100
24.03.17 Quer durchs Kaokoveld mit unbestimmter Übernachtung
Wow, was war das denn für eine Nacht. Dachten wir am Abend noch, dass die dunklen Wolken und der Regen vorbei ziehen würden, so wurden wir in der Nacht eines Besseren belehrt. Rund um uns herum blitzte und donnerte es für ca. 1 Stunde lang. An schlafen war dabei nicht zu denken.
Etwas später als gewöhnlich klettern wir aus unserem Dachzelt. Von dem Gewitter ist nichts mehr zu spüren und der Tag empfängt uns mit herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.
Wir frühstücken gemütlich, packen unsere Sachen zusammen und nach einer kurzen Streckenbesprechung mit Ryan und Sarah machen wir uns auf den Weg.
Dieses Mal nehmen wir von Camp Syncro aus gesehen, die linke Pad um die Holy Mountains. Auch hier sind wir von den Farben und der Schönheit dieser Landschaft völlig fasziniert und wir kommen auf Grund diverser Fotostopps nur langsam voran.
Familie Strauß und ein paar Springböcke stehen im grünen Gras.
Die Landschaft bietet immer wieder neue Ausblicke. Wir können uns daran gar nicht sattsehen. Es ist Wellness für die Seele. Diese Weite und diese Farben, und das Ganze eingerahmt von den Bergen.
Wir können gar nicht anders und müssen andauernd stehen bleiben, etwas in dieser Landschaft herumlaufen und staunen. Es blüht so schön.
Immerhin haben sich dieses Mal auch ein paar Tiere gezeigt,
Gegen Mittag erreichen wir wieder die Roiidrum. Entgegen unseres ursprünglichen Planes fahren wir nicht über die Bluedrum, sondern nehmen wieder den Weg über den den Reddrum Pass, der sich auch in dieser Richtung gut befahren lässt. Unterwegs treffen wir auf ein paar Kinder.
Bereits um 13.00 Uhr erreichen wir die Marble Campsite. Es ist uns zu früh, um dort stehen zu bleiben und so beschließen wir weiter zu fahren und uns irgendwo ein Nachtlager zu suchen. An der Orupempe Junction biegen wir links ab, da wir dieses Jahr über Etanga nach Opuwo fahren wollen. Der Weg durch die Otjiha Plains, mit ihrer orange-roten Farbe ist ein weiteres landschaftliches Highlight.
Strauße und Zebras lassen sich blicken.
Hartmann-Zebra
Danach wird der Weg über eine Distanz von etwa 50 km doch etwas anspruchsvoller. Die Pad ist sehr schlecht, ausgewaschen und steinig. Vorbei an Himbasiedlungen fahren wir den dunklen Wolken hinterher. In der Ferne sehen wir immer wieder Blitze am Himmel aufblitzen.
Ein weiteres „Stein-Männchen“.
Gegen 16.00 Uhr wird unsere Fahrt jedoch abrupt unterbrochen. Wir stehen vor einem stark fließenden Fluss. Die Wassertiefe dürfte etwa 30 – 40 cm betragen. Nein, hier fahren wir nicht durch und erst recht nicht zu dieser Tageszeit. Was, wenn wir stecken bleiben und es dann dunkel wird? Wir kehren um und suchen nach einem Stellplatz für die Nacht. Nur ca. 100 m entfernt finden wir einen schönen Platz, jedoch ist dieser wie in einem Hufeisen von diesem abgehenden Fluss umspült. Mittlerweile regnet es auch. Dies ist uns zu unsicher. Wir kennen diese Gegend nicht und was wäre, wenn das Wasser höher steigt und wir dann evtl. auf einer Art Insel stehen würden. Also fahren wir ca. 1 km leicht bergauf wieder zurück.
Wir finden einen kleinen Platz, umringt von Gebüsch. Langsam wird es dunkel. Ich habe es mir schon mal im Auto mit einem Glas Wein gemütlich gemacht, als Jürgen, der draußen noch ein paar Würstchen grillt, plötzlich sagt: „Wir bekommen Besuch“ ?! 🤨 🤩
Da stehen wir nun irgendwo im Nirgendwo, abseits von jeglicher Zivilisation und dann kommen 3 Viehhirten mit ihren Kühen vorbei. 😮 Zwei von ihnen ziehen weiter. Doch Einer nimmt sein Herz in die Hand und kommt zu uns. Nach einer freundlichen Begrüßung gibt er uns zu verstehen, dass er oder sie Hunger haben.
Na, wenn's mehr nicht ist! - Da können wir helfen. Wir geben ihm unser letztes selbstgebackenes Brot und damit er es auch aufschneiden kann, schenken wir ihm gleich noch ein Messer dazu! Sichtlich erfreut, bedankt er sich und verschwindet in der Dunkelheit.
Ich habe keine Ahnung, warum ich in solchen Situationen auch nicht die geringste Angst verspüre. Wir machen es uns im Auto gemütlich, trinken noch einen Wein und eine Whisky und überlegen, wie denn unsere weitere Fahrt aussehen könnte, wenn der Fluss morgen noch immer läuft.
Doch das können wir morgen entscheiden. Wir haben genügend Wasser und auch noch genügend Diesel, um zurückzufahren. Nur Brot haben wir leider keines mehr. 🤨