GugguThemenstarter2'261 Beiträge · seit 201104. Nov. 2015 · #81
15.8.2015 Auf den Weg von Barcan Dunes nach Swakopmund machen wir Rast in Mordor
Zum Frühstück gibt es unter anderem frisch gepressten Orangensaft. Ein Wunder in Zeiten der Tetrapack, aber Hannetje und Willem haben einen großen Orangengarten. Sehr ungewöhnlich. Willem sagt, das ist das einzige Obst welche die Vögel nicht wegfressen - die Schale ist zu dick. Und genug Wasser haben sie auch um die Bäume 1x die Woche zu gießen. 😛 Wir bezahlen unsere Rechnung, verabschieden uns von den herzlichen Gastgebern und genießen ein letztes Mal die Aussicht. Hierher wurden wir auf jeden Fall gerne wieder zurückkommen. 🙂
Eine Stunde später biegen wir rechts ab auf die Private Road und fahren die 6 km zum Rostock Ritz. Wir setzen uns auf der Terrasse und bestellen scheinheilig einen Cappuchino 😗 – als ob das unser wichtigstes Anliegen wäre 😉 . Die Gebäude hier sind aus dunklem Stein gebaut und gefallen mir gar nicht. 🙁 Es ist alles so düster und erinnert mich an eine Trutzburg. Hier könnten Szenen mit Frodo, Gandalf und die Gefährten gedreht worden sein. 🙄 Keine Ahnung ob die Bungalows in dem gleichen dunklen Ton gehalten sind. Die Aussicht über "Mittelerde" ist aber sehr schön. Als der Kaffee kommt, frage ich scheinheilig nach den Erdmännchen. 😗 😣 Äh, hm, ich hätte da so gehört hier soll es welche geben 😗 . (Möchte mal wissen wie oft am Tag diese Frage gestellt wird.) Die Dame gibt bereitwillig Auskunft und schon bin ich auch weg – der Cappu ist mir eigentlich so was von egal und hat eine Alibifunktion gehabt. 😄
Die spitz- zahnigen kleinen Racker sind nicht so in Posierlaune, sondern balgen herum.
It takes two to tango
Mir fällt auf, dass die Erdmännchen sich gerne in aufreißerischer Pose hinschmeißen um die Einzelteile ihres Unterleibes so richtig zur schau zu stellen. Männer halt! 🙄 😣 Die Erdfrauchen schauen verschämt weg und wurden sich niemals so hinflätzen. 😵
Die Speicherkarte qualmt und ich gehe meinen, inzwischen kalten Cappu trinken. Dann muss ich aber noch ein paar Fotos machen, da ich nicht weiß ob ich so schnell die Gelegenheit haben werde Erdmännekes zu sehen. 😛
Irgendwann mahnt der Guggumann zur Weiterfahrt – die Erdmännchen waren nicht unbedingt sein Traum………….. 😈
Den Gaub und den Kuisebpass meistern wir problemlos, machen aber erst am Vogelfederberg Foto und Pinkelpause. Die Landschaft war bisher recht übersichtlich mit Sehenswürdigkeiten bestückt und dass der Vogelfederberg Erwähnung in den Reiseführern findet zeigt schon wie wenig es unterwegs zu sehen gibt. Dieser Felsen, der auch als Ayers Rock von Namibia genannt wird, was schon eine ziemliche Übertreibung ist, lohnt nicht wirklich. 😕 🙁
Wir setzen unseren Weg fort und kurz vor Walvis Bay haben wir wieder Tar unter den Rädern. Von Walvis Bay nach Swakop sind es noch starke 40 km und wir genießen die Fahrt der Küste entlang. Die Sonne scheint und wir hoffen für diesmal auf gutes Wetter für unseren Aufenthalt in Swakop. 😎 🙂 Der Name Swakopmund stammt aus der Sprache der Nama und Damara: Tsoa-xaub. Tsoa bedeutet Exkrementenöffnung oder Anus, während xaub für die abgegebenen Exkremente steht. Soll also hier alles Scheiße sein?? 🤢 😣 Aber nicht doch!. Dieser Name erklärt sich aus der Beobachtung, dass der Fluss bei Regen große Mengen bräunlichen Schlamms mit sich führt und in den Atlantischen Ozean entlässt. 😉
Mit dem Erreichen von Swakopmund, fühlen wir uns irgendwie nach Deutschland gebeamt. Die Temperaturen hier sind nicht mehr afrikanisch und auch sonst kommt einem hier vieles deutsch vor. Das mit dem Temperaturfall kam allerdings nicht unerwartet, denn wir waren schon 2x da, wir sind schließlich auf der Memory Lane. 😄 Swakopmund heißt bei den Namibianern nicht umsonst: Kühlschrank am Atlantik. Es ist deutlich kühler als im Landesinneren. Was uns an Deutschland erinnert, dass lieben die Namibier. Wer genug Kohle hat, der kauft sich hier ein Häuschen oder verbringt zumindest die Weihnachtsferien hier in der "Kühle". Nun so unterschiedlich sind die Ansichten. Wir checken bei Sam´s Giardino ein und bestellen für Morgen gleich das Dinner. Ich habe im Forum gelesen, dass Sam einer der besten Restaurants in Swakop ist – allerdings nur für Hausgäste. Für heute Abend habe ich im Tug ein Tisch reserviert. 😛
Wir gehen dann hinunter an den Jetty, so nennen die Einheimischen die Überreste ihrer Landungsbrücke.
Von hier aus wollen wir ein paar Fotos von den Wellen,
den Strand
und die Skyline 🙄 von Swakopmund machen.
Der Steg ist heute 262 Meter lang, ursprünglich sollte er 640 Meter lang werden, aber der Ausbruch des ersten Weltkrieges verhinderte die Fertigstellung. Der Jetty ist ein toller Ort für Sonnenuntergangsfotos.
Das meint offensichtlich auch ein Brautpaar, das hier zitternd in der kalten Meeresbrise ihre Hochzeitsfotos machen.
Der Jetty beherbergt zwei Restaurants. Eins am Ende mit dem passenden Namen Jetty
und am Anfang befindet sich das in Schiffsform gebaute The Tug.
Hier gehen auch viele Männliche Namibier einer ihren drei beliebtesten Freizeitbeschäftigungen nach: Dem Angeln 😛 (die anderen 2 sind Braaien und Saufen - in beliebiger Reihenfolge 😵 ), ich habe aber noch nie gesehen, dass jemand was gefangen hat. 😣
Eine der Gründe für unseren diesjährigen Besuch in Swakop ist die Anziehungskraft des Meeres. Das Meer zu sehen und zu riechen, tief einzuatmen und die gute jodhaltige Luft tief in den Lungen zu spüren, ist wie ein Heimkommen - egal wo ich auf der Welt bin. 🙂
Ich bin eine "Frau von Meer" (Ibsen) und ich liebe es zu beobachten wie die Wellen anrollen und sich gegen Land brechen, manchmal sanft und gluckernd in einer leichten Brise, manchmal wild tosend mit weißen Schaumkronen wenn der Wind kräftig bläst und dabei zu beobachten wie die Seevögel mühelos auf den Winden segeln. Wenn die Sonne sich neigt und ein Band aus glitzernde und tanzenden Sonnenreflexen bildet, bevor sie im Meer versinkt.
Als die Sonne untergegangen ist wird es empfindlich kalt, aber unser Tisch ist erst auf 19:30 bestellt. So beschließen wir wieder zurück ins Gästehaus zu gehen um uns aufzuwärmen und uns ein bisschen mit Sam zu unterhalten bevor wir zum Essen gehen. Wir freuen uns immer in Swakop Fisch zu essen, ist doch die Namibische Küche sehr Fleischlastig. Es hat alles mit der Reservierung geklappt und wir bekommen den Tisch am Fenster – unter uns kommen die Wellen angerollt und es ist sehr schön anzusehen. 😛 Wir werden useren GT untreu und starten mit einem Campari als Apero, dann hatte ich als Vorspeise 6 Austern, der Guggumann Atlantische Fischsuppe. Als Hauptgericht habe ich Kingklip in Tomaten/Olivensalza und der Mann Fischcurry gewählt. Dazu eine Flasche Cape of God Hoope Chenin Blanc. 😛 🤪 😗 Da es bis hier nicht durchgedrungen ist, dass in Europa meistens viel Übersicht im Teller herrscht, schaffen wir es nicht die großen Portionen au zu essen. Für Nachtisch ist kein Platz mehr. 😠 Wir nehmen dann ein Taxi zurück zum Sam´s wo wir mit ihm noch ein bisschen reden bevor wir in Bett gehen.
Die gute Meeresluft schenkt uns den besten Schlaf in diesen Urlaub…………….
Netti59847 Beiträge · seit 201504. Nov. 2015 · #85
Guggu schrieb:
Rheinland, wosn das genau? 😮 Das durfte doch nicht zu weit von Kronau oder Büsnau sein? Da haben schon Fomis eine viel weitere Anreise in Kauf genommen. 😎
Bis später 😛 Guggu
Rheinland = Nahe Köln 😁 und ja, eigentlich hätten wir den Weg auch auf uns genommen, aber leider können wir an dem Wochenende nicht. So, jetzt muss ich lesen, wie es bei euch weitergeht 🙂
Netti59847 Beiträge · seit 201505. Nov. 2015 · #86
Liebe Guggu,
schon wieder ein toller Tag und traumhaftes Wetter in Swakopmund. Und vorab noch der Erdmännchenbesuch. Hier hab ich mal eine Frage: Ist es generell möglich, dass man auf der Durchreise einen Stopp bei einer Lodge einlegt um z.B. einen Kaffee zu trinken oder auch auf Toilette zu gehen? Oder ist das nicht gerne gesehen? Gelte ich dann schon als Tagesbesucher?
Die Erdmännchen waren auf jeden Fall den Stopp wert.
Wellen und Brandung ist auch mein Ding, ich könnte Stunden am Meer verbringen. Auf die Tage freue ich mich besonders. Das Laternen-Sonnenuntergangsfoto (ohne Guggumann 😉 ) ist klasse. 😎
Dann bin ich mal gespannt, wie das Essen im Sam´s Giardino schmeckt..................
hach ich liebe Erdmännchen und soooooo tolle Fotos durftest du von ihnen machen. Ich bin begeistert 🤪 🤩 🤪 .
Sag mal Guggu ist euch eigentlich das Erdmänneke in Barchan Dune nicht über der Weg gelaufen ??? Oder lebt es etwa nicht mehr ???
Auch deine Sonnenuntergangs-Aufnahmen von Swakopmund sind sehr stimmungsvoll 😎 . Diesem Ort müssen wir auch unbedingt noch mal eine Chance geben. Wir kennen die Stadt nur grau in grau 😐 und das nach 2 ! Aufenthalten dort (auch jeweils beim Sam 😄 ) !
GugguThemenstarter2'261 Beiträge · seit 201106. Nov. 2015 · #89
Wegen den Erdmännchen: Rostock Ritz wirbt mit Tafeln am Wegesrand schon lange Bevor man hinkommt, dass es die letzte Möglichkeit vor Valvisbay ist, wo man was essen kann. Da bestellt man sich anstandshalber was zum trinken und schon ist es gut. Man muss natürlich wissen, dass dort Erdmännchen sind, sonst trinkt man sein Kaffee und sieht nichts. 🙄 Danke an Steffi82 die es mir gesagt hat 🙂
@ Annick, Bele und Netti
Die Bilder von Swakopmund sind einmalig. Sie ergeben eine tolle Stimmung.
Richtig tolle Fotos von Swakopmund - ein Genuss!! Danke mal wieder.....
Das Laternen-Sonnenuntergangsfoto ist klasse.
Danke euch Mädels, es freut mich wenn es euch gefällt. 🙂 Solche Kommentare gehen natürlich hinunter wie Öl 😛
@ Alm. Schön, dass du auch hereinschaust. Das ist ja eine andere Art zu reisen als das was du tust. Ich lese aber auch gerne RB´s von euch Abenteuerer, warum soll es nicht mal umgekehrt sein. 😉
@ Lil.
Sag mal Guggu ist euch eigentlich das Erdmänneke in Barchan Dune nicht über der Weg gelaufen ??? Oder lebt es etwa nicht mehr ???
Dort haben wir keins gesehen. Ich glaube das gibt es nicht mehr. 🙁
Schön wenn dir die Fotos aus Swakop gefallen, es war ein wunderschönes Licht am späten Nachmittag.
Dankegrüße an alle die uns down Memory Lane begleiten. 😁 Guggu
Dein Reisebericht macht richtig Spaß! Und die tollen Aufnahmen aus Swakopmund super. Wir kennen Swakop leider nur grau und trüb! Gerne reise ich weiter mit euch!
Liebe Grüße Kloppo
- Wurstsalat gibt es wieder zu Hause 2013-
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- Kloppo und die Klepperkischd 2015-
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- Kloppos zu Gast beim Tanz der Vampire
Eine der Gründe für unseren diesjährigen Besuch in Swakop ist die Anziehungskraft des Meeres. Das Meer zu sehen und zu riechen, tief einzuatmen und die gute jodhaltige Luft tief in den Lungen zu spüren, ist wie ein Heimkommen - egal wo ich auf der Welt bin. 🙂
[ Ich bin eine "Frau von Meer" (Ibsen) und ich liebe es zu beobachten wie die Wellen anrollen und sich gegen Land brechen, manchmal sanft und gluckernd in einer leichten Brise, manchmal wild tosend mit weißen Schaumkronen wenn der Wind kräftig bläst und dabei zu beobachten wie die Seevögel mühelos auf den Winden segeln. Wenn die Sonne sich neigt und ein Band aus glitzernde und tanzenden Sonnenreflexen bildet, bevor sie im Meer versinkt.
Liebe Guggu, da sprichst Du mir direkt aus dem Herzen! Friederike
GugguThemenstarter2'261 Beiträge · seit 201109. Nov. 2015 · #93
@ Kloppo.
Dein Reisebericht macht richtig Spaß!
Danke für das Lob und schön wenn du weiter mit uns reist. 🙂
Wir kennen Swakop leider nur grau und trüb!
Da bist du offensichtlich nicht alleine. Auch wir haben mal nicht so tolles Wetter gehabt, aber immerhin 2 von 3 mal war es schön. Ich glaube die Quote ist ziemlich gut! 😉
@ Doris.
bei deinen Fotos von Swakop geht mir das Herz auf. Ich liebe diese Stadt. Und die Erdmännchen Fotos, der Knaller
Herzlichen Dank für das schöne Feedback. Ich freue mich wenn du mitfährst. 🙂
@ Friederike.
Liebe Guggu, da sprichst Du mir direkt aus dem Herzen!
Schön, wenn ein bisschen Seelenverwandschaft aufkommt. 🙂 😘
Liebe Fomis, das WE war viel zu schön um an RB weiter zu schreiben. Jetzt muss ich noch ein bisschen (viel) Fotos sortieren und dann kann es schon weitergehen. Ein großes Dankeschön an alle die mitreisen. 🙂 🙂
GugguThemenstarter2'261 Beiträge · seit 201109. Nov. 2015 · #94
16.8.2015 Mit Nachwuchsterroristen auf Jagd nach den „Little Five“
Als wir zum Frühstück kommen sorgen die Heizungen für angenehme Temperaturen. Auf den Tischen brennen Kerzen und es ist eine tolle Stimmung schon am frühen Morgen. Zum Essen gibt es nun wirklich alles was man sich so vorstellen kann, das beste Frühstück unserer diesjährigen Tour! 🙂 Sam setzt sich zu uns und erzählt ein bisschen aus seinem Leben. Dann ist es Zeit zum Aufbruch. Heute steht ein ganz besonderes Highlight unseres Urlaubs auf dem Programm: „Living Desert“, was der 2. Grund für unseren Besuch in Swakop ist - die Jagd auf die "Little 5". Das sind ganz erstaunliche Wüstenbewohner, die sich genial an die schwierigen Lebensbedingungen angepasst haben. Ich habe bereits von Zuhause aus per Mail beim Living Desert gebucht und Chris schrieb, wir würden um 8:00 Uhr direkt an unserer Unterkunft in Swakopmund abgeholt. Douglas holt uns ab und wir müssen noch ein paar Tourteilnehmer abholen. Bezahlen sollen wir nach der Tour. Wir verlassen die Stadt Richtung Süden und kommen nach wenigen Kilometern zum Eingangstor des Namib Naukluft Park. Hier treffen wir auf zwei weiteren Jeeps und Familien mit Kindern 😵 werden zusammen in einem davon gesetzt. Einen fährt Chris selber. Wir verlassen den Asphalt und durchqueren das Flussbett des Swakop-Flusses. Vorher wurde der Reifendruck noch abgesenkt.
Nachdem das erledigt ist, begrüßt Chris noch mal alle und stellt sich und seine Jungs kurz vor. Danach hält er in seiner unnachahmlichen Art eine Einführungsrede, die alle in seinen Bann zieht. Insgesamt ist die Namib rund 95.000 Quadratkilometer groß. Wir haben uns ja bereits vor ein paar Tagen mit dem Sossusvlei einen anderen Teil der Namib-Wüste angesehen.
Wir sind gespannt wie Chris hier die "Little Five" aufspüren will. Für uns ist der Dünengürtel an der Küste auf den ersten Blick unfruchtbar und leblos. Wie soll denn hier etwas überleben, wir haben doch eben erst gehört wir befinden uns in der trockensten Wüste der Welt. Aber Chris und seine Jungs werden uns schon zeigen, dass die Wüste lebt. Das erste Tier das uns Chris zeigt ist ein Wüstenhase. Gut getarnt sitzt er in seinem Busch.
Chris geht ein Stück die Düne entlang, bückt sich und buddelt im Sand, springt wieder auf und sagt: "Hab ihn!" Chris sieht diesmal besonders zufrieden aus, denn er hat den hübschesten Kerl der gesamten Dünenwelt gefunden. 🙂 In seiner Hand sitzt der Palmatogecko. Ein niedlicher kleiner Kerl mit viel zu großen dunklen Augen und sein Körper ist fast durchsichtig.
Es ist ein Weibchen und Chris behauptet das Männchen ist noch viiiel hübscher – wie im richtigen Leben halt! 😗 😣 Den Beweis bleibt er uns aber schuldig da er kein Männchen gefunden hat. Auch den Palmatogecko gibt es ausschließlich in der Namib-Wüste. Auf die Frage wie er die Tiere denn entdeckt sagt er mit einem für ihn typischen Lächeln: "Durch genaues lesen der Buschmann Zeitung." Damit meint er die Abdrücke, Spuren und Verwerfungen auf den Oberflächen der Dünenhänge. Unser nächster Halt ist erstmals nicht an einer Düne sondern auf einer freien Ebene. Hier findet Chris ein Namaqua-Chamäleon. Die Kleinen Plagen werden dann ein bisschen unleidig und fangen an zu drängeln, aber noch geht es! 😵
Die Jungs suchen herum und finden als nächstes mehrere Blindschleichen, eine beinlose Echse, die nur wie eine Schlange aussieht.
Ein kleiner Piepmatz sitzt auch da, es ist ein Namibschmätzer oder Tractrac Chat. Danke Konni und Matthias 🙂
Auch Chris demonstriert der Magnetismus des eisenhaltigen Sandes.
Wir gehen zurück zu den Fahrzeugen und fahren weiter durch die Dünen, aber immer nur auf den vorgesehenen Wegen. Schutz der Dünen ist für Chris ganz wichtig. Er fährt als erster, wir in der Mitte und der Landy mit den Kids bildet die Nachhut.
So, und jetzt kommt mein Einsatz. Aus dem fahrenden Fahrzeug sehe ich aus dem Augenwinkel ein Camäleon und schreie STOP. Douglas fragt was ist und ich sage ich habe ein Camäleon gesehen. Er guckt mich zwar ungläubig an 🙄 , fährt ein paar Meter zurück und tatsächlich, da sitzt er. 😛 🤪
Wir warten bis Chris zurück kommt und er fragt warum wir halt gemacht haben Douglas sagt ich hätte den Camäleon gesehen – that´s the reason why. 😄 Chris stampft mit dem Fuß in den Sand auf und sagt das unschöne Wort f..k. 😈 Weil ich ihn gesehen habe und er vorbei gefahren ist! 😄 Soll ich jetzt mein Nickname ändern?? Nicht Pochahontas, aber little Eagle Eye wäre doch hübsch, oder? 😉
Wir steigen alle aus und gehen vorsichtig näher. Chris öffnet ein Glas in dem er Würmer als Lebendfutter mitgebracht hat. Er platziert den Wurm ein Stück von dem Chamäleon entfernt. Das Chamäleon schleicht sich vorsichtig an und zack, schleudert es seine Zunge in Richtung Beute.
Bis jetzt hat alles in friedlich lockerer Atmosphäre stattgefunden. Jetzt drängen sich aber die kleinen aus der Terrortruppe 😠 mit ihren 10-Euro Kameras in die erste Reihe und es kommt schon Paparazzistimmung auf. Der Ellbogencheck von den Kids hat zu mehreren unscharfen Fotos von dem Chameläon geführt. 🤩 Die Stimmung bessert sich erst wieder als Chris die Nachwuchsterroristen eine Weile in die zweite Reihe beordert. 😠
Die Männer laufen lange herum und suchen etwas und bald sind sie fündig. Es handelt sich um die Peringuey Otter deren Augen sich nicht seitlich am Körper befinden sondern oben am Kopf hervorstehen. Die Peringuey-Otter gehört zu den Sidewinder Schlangen. Sie bewegt sich mit Seitwärtsbewegungen über den Sand und hält so ein großen Teil des Körpers vom heißen Sand entfernt. Sie ist giftig und Ihr Gift besteht aus einer Kombination von Nerven-und Gewebegift.
Zum Schluss wird dann eine Achterbahnfahrt durch die Dünen gemacht, immer auf vorgeschriebenen Wegen. Da bekommt man schon ordentlich Kitzeln im Bauch. Einen Fotostopp wird auch noch gemacht um diese beeindruckende Landschaft festzuhalten.
Letzter Stopp ist dann eine hohe Düne, von der aus wir einen tollen Blick auf die Dünenlandschaft, aber auch ein Blick aufs Meer haben.
Hier findet Chris dann noch eine Schaufelmaul-Wüsteneidechse. Auch sie kommt ausschließlich in der Namib vor. Sie lebt am Gleithang der Dünen wo der Sand sehr weich ist. Hier kann sie sich mit ihren fingerartigen Füßen sich schnell in den Sand buddeln.
Auf der fünfstündigen Tour durch die Dünen war es keine Sekunde uninteressant. Chris versteht es die biologischen Hintergründe, die notwendig sind um das Leben unter den extremen Bedingungen zu verstehen, mit so viel Witz und Charme rüber zu bringen, dass selbst Teilnehmer die zunächst sich nicht viel davon versprochen haben, total begeistert zurück kommen. Die Natur hat sich schon sehr spezielle Kreaturen einfallen lassen, um Leben in dieser unwirklichen Gegend zu ermöglichen. 🙂
Ein bisschen hat mir die Anzahl der Teilnehmer gestört. Da wäre weniger mehr gewesen. Auch haben es ein paar von den Eltern irgendwie nicht verstanden, dass es nicht nur eine Vorstellung zur Belustigung ihre Reproduktionen war 😠 😣 . Nix für ungut, ich mag Kinder und bin eine liebende Omi, aber bei so was hört der Spaß auf und ich bin eher auf den Erzeugern sauer als auf die Kids. 😵 Ich habe, nachdem ich die Tour schon gebucht hatte, im Forum auch mitbekommen, dass es andere Anbieter als Chris und Tommy gibt, wo man evtl. nur zu zweit oder zumindest nur mit einem Auto unterwegs wäre. Ich habe es so belassen, wurde es aber vorziehen das alles in kleinere Runde zu erleben. Es war für uns trotz allem ein bereicherndes Erlebnis und Chris muss man einfach mal erlebt haben. 🙂
Zurück bei Sam´s beschließen wir nochmals ins Städtle zu gehen. Auf dem Weg hinaus mache ich ein paar Fotos von Sam´s schönen Garten.
Die Sonne scheint und wir sitzen beim Tug auf der windgeschützten Terrasse und bestellen ein Draft und die gute Fischsuppe von gestern. 😎 Der Guggumann hat nämlich behauptet es wäre die beste die er je gegessen habe 😛 – einschließlich meine 😮 🙄 . Da muss ich doch gleich der Sache auf den Grund gehen……... 😗
Auf dem Rückweg mache ich noch ein paar Fotos, aber wir haben das letzte Mal als wir hier waren so viele Fotos gemacht, dass es uninteressant ist das alles noch mal abzulichten. Den Jetty und die Wellen bei höherer Sonnenstand als gestern
Der Leuchtturm
2 Affen
Das Hohenzollernhaus
Wir machen uns lieber bei Sam ein paar gemütliche Stunden bevor es Abendessen gibt. Wir trinken dann erst mal an der Bar einen GT. Um 19:30 wird dann ein exzellentes Menü serviert.
Der Guggumann zieht den Duft des Weines tief in die Nase ein. So ernst hat er aber nicht guggen müssen, er war nämlich sehr gut.
Jetzt wird der Foto auf die Seite gelegt und wir widmen uns nur das leckere Essen: Zuerst Garnelencoctail mit kreolische Soße Dann eine sehr fruchtige Tomatensuppe Dann das Gesunde: Gemischter Salat Hauptspeise: Kingklip in Weißweinsoße mit Reis und Babyzucchini Finale Furioso: Ein leckeres Parfait mit Obstgarnitur Dazu die Flasche Buitenverwachting Sauvignon Blanc den Sam empfohlen hat. Das war alles sehr, sehr lecker und es bleibt zu sagen: And the winner is SAM! 😛 🤪 😁
Wir reden noch ein bisschen mit den Tischnachbarn, aber um 10 liegen wir im Bett.....
"So, und jetzt kommt mein Einsatz. Aus dem fahrenden Fahrzeug sehe ich aus dem Augenwinkel ein Camäleon und schreie STOP. Douglas fragt was ist und ich sage ich habe ein Camäleon gesehen. Er guckt mich zwar ungläubig an 🙄 , fährt ein paar Meter zurück und tatsächlich, da sitzt er. 😛 😜"
Großes norwegisches Adlerauge! Kompliment - wir haben erst ein einziges Mal ein Chamäleon entdecken können und sind voller Hochachtung! Gruß CuFs
speed66751 Beiträge · seit 201110. Nov. 2015 · #100
Hi Guggu,
TOP Fotos!!! Palmatogecko und das Chamäleon mit Wurm - wunderschön!
Etwas Neid ist auch dabei, denn paar Tage später hatte es bei unserer Tour - mit Douglas, Chris hatte frei- keine 10 Grad und wir und die Tiere haben so was von gefroren. Dementsprechend gab es auch keine Sidewinder und keine Lust auf Würmer...
Immer wieder Danke für´s berichten und teilen, viele Grüße, Nette