Liebe Fomis, to be or not to be war nicht die Frage, sondern soll, soll nicht? Einen RB schreiben, meine ich. Jetzt habe ich mich doch dazu entschieden, da auch ein paar Fomis dezenten Druck ausgebt haben 😗 . Wie heisst es beim SDR so schön: Sie wünschen - wir spielen! 😉 Und nicht ganz uneigennützig, da ich alles nochmal erlebe und habe so good value for money!
Unsere Route und die Unterkünfte sind schon x-fach im Forum beschrieben worden. Schon wieder Sossusvlei, Swakopmund, Twyfelfontein, Etoscha usw… 🙄 Ich kann nicht mit spannenden Offroadfahrten, ja nicht mal mit einem „flat tyre“ aufwarten oder sonstigen Ereignissen, die ich mit spitzer Zunge/Feder wiedergeben kann. Wenn man so sieht, eine langweilige Tour, aber für uns war es doch sehr schön. Wir sind ja bekennende Warmduscher und gehen keine unnötigen Risiken (Guggumann) ein. Diesen Kompromiss bin ich dann mehr als bereit einzugehen – Hauptsache wieder Afrika! 😎
Viele von euch wissen, dass unsere Reise letztes Jahr kurz vor dem Abflug aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden musste. Das war für mich sehr bitter und ich habe gedacht das war es wohl dann mit Afrika. 🙁 Ich war eine Weile unsagbar traurig und habe mit dem Schicksal gehadert. Es war eine riesige Komödie bis wir die Reiserücktrittversicherung zufrieden gestellt hatten mit gefühlt 2 kg Papier, und wir kurz vor Weihnachten unser Geld wieder hatten. Richtig gut ging es mir erst wieder als wir den neuen Namibiaurlaub gebucht hatten. 🤪 Gebiete die wir bereits kannten und die uns gut gefallen haben, daher auch der RB-Titel. Die Unterkünfte haben wir (ich) anders gewählt – man ist schließlich auch neugierig auf Neues. Nur der Grootberg und der westliche Teil Etoschas war für uns Neuland. So stand letztendlich unseren 5. Namibiaurlaub nichts im Wege. 😛
Warum schon wieder Namibia, fragten Kinder und Bekannte?? 😮 Wer den Virus hat, weiß Bescheid. Namibia bietet Wüsten und Berge, Küsten und Savannen, Tierparadiese an Land und im Wasser, dazu ein historisches Erbe, das ebenso vertraut wie exotisch wirkt. Die Geschichte Namibias liest sich wie fast jede Geschichte deutscher Kolonien: Mit einer gewissen Dreistigkeit wurde das Land annektiert, die Bodenschätze abgebaut und zu Beginn des Ersten bzw. Zweiten Weltkrieges schnell verlassen. Manche Deutsche sind nach den Wirren des Weltkrieges hier geblieben oder zurückgekehrt. Ihre Wurzeln sahen sie eher hier im südwestlichen Afrika als in Mitteleuropa.
Namibia bedeutet auch Sand zwischen den Zähnen, Waschbrettpisten und Dünentreten vom Feinsten. 🙄
Ich habe diesmal alles selber geplant und gebucht, teilweise über Deutsche Touristikunternehmen, teilweise direkt bei den Lodges. In unseren Fortuner, wieder bei Savanna gebucht, ist viel Platz und sollte doch jemand an mein „point of view“ interessiert sein, seid ihr herzlich eingeladen uns down Memory Lane zu begleiten.
Die Reiseroute sieht so aus: 9.8. Abflug mit SAA 2x Kalahari Red Dune Lodge 2x Hoodia Desert Lodge 1x Barcan Dune 2x Sam´s Giardino 2x Wüstenquell 2x Omandumba 2x Mowani Mountain Lodge 2x Grootberg Lodge 2x Dolomite Camp 2x Okaukuejo 1x Halali 2x Mokuti Etosha Lodge 2x Gabus Game Ranch 2x Waterberg Guest Farm 1x Heinitzburg
Zwei Wochen vor dem Urlaub benütze ich in diesem Jahrhundertsommer ein paar kühlere Tage um die wichtigsten Sachen zu packen, die Checkliste durchgehen und Besorgungen machen. Der Guggumann ist wieder in Unruhestand unterwegs und so gibt es auch keine Diskussionen wie viele T-Shirts etc. ich einpacken darf – natürlich mal wieder viel zu viel. 🤩 😗 Ich gebe zu, dass ich auch ein bisschen nervös bin und brauche Ablenkung. Es gehen mir so Gedanken durch den Kopf: Packe ich schon wieder zu früh? Es wird doch nichts passieren? Ich horche jeden Tag in meinen Körper hinein, jede quersitzende Flatulenz wird analysiert, aber wie heißt es so schön: ALLES WIRD GUT.
9.8.2015 Der Abreisetag ist endlich da und wir machen die Koffer zu und verlassen unser Zuhause 1 Stunde bevor die geplante Abfahrt. Es ist brüll heiß, aber im Auto läuft die Klimaanlage und auf dem Flughafen ebenso. Wir flüchten sozusagen aus dem heißen Deutschland nach Afrika. 😄 😛
Die Zeiten sind auch schon lange vorbei wo es Sontags gemütlich auf der Autobahn zuging – alles voller Blech – aber wir lassen uns nicht stressen. Das Auto wird auf dem Frühbucherparkplatz abgestellt und dann wird eingecheckt, was diesmal problemlos verlief. Gewicht und Anzahl der Gepäckstücke hat gestimmt - wir lernen dazu! 😣 Wir gehen dann eine Kleinigkeit essen & trinken und stimmen uns ein bisschen auf dem Urlaub ein – als ob da noch Steigerungspotenzial bestünde. Später stoßen Kerstin und Gerhard zu uns. Sie ist eine liebe Kollegin die ich geholfen habe mit der Routenplanung und dem Buchen. Wir werden zusammen zum Savanna fahren und die Autos übernehmen um dann gemeinsam die erste Etappe in die Kalahari zu fahren. Sie werden die ersten 2 Nächte im Teufelskrallen Tented Camp verbringen, wir in der Red Dune Lodge. Endlich ist Boarding und bis jeder sein Platz gefunden hat und das Handgepäck verstaut ist, herrscht das übliche Chaos. Dann hebt der Vogel endlich ab und wir befinden uns auf dem Weg nach JNB. Juhu, Africa here we come! 😎 🤪 Es werden dann Getränke ausgeteilt, und wir nehmen wie immer einen Sparkling Wine. Der ist leider so was von lauwarm und wir versuchen mit Eiswürfel den noch trinkbar zu machen, ist aber nicht wirklich geglückt. 🙁 Das Essen ist auch nicht besonders gut, der Rotwein schon. 😄 Ich nehme hinterher eine leichte Schlaftablette, blase mein Nackenkissen auf und kann bis JNB mehr schlecht als recht schlafen. Der Guggumann leidet still vor sich hin………..
Teil 219. Okt. 2015
10.8.2015
Es gibt von diesem Tag eigentlich keine Fotos, aber keine Bange, es wird, wie meistens, in eine Flut enden. 🙄 In JNB müssen wir, obwohl wir Transit Passagiere sind, durch die Passkontrolle und auch nochmal das Handgepäck durchchecken. Nur wenige der Schalter sind besetzt und so bilden sich endlose Schlangen und nichts geht vorwärts. 😠 Das ist ziemlich nervig. Obwohl wir eigentlich reichlich Zeit haben, könnte es knapp werden und Albertino organisiert einen Durchmarsch auf dem „fast Track“. Wir kommen dann am Gate an als das Boarding nach WDH beginnt. Während dem Flug konnten wir unter uns die braune Winterlandschaft des südlichen Afrikas mit den trockenen Rivieren betrachten.
Punkt 10:30 landen wir in Windhuk. Ich habe zu Hause das Immigration Sheet welches auf der Forumsseite hinterlegt ist, ausgedruckt und ausgefüllt. Ich war der Meinung, dass ich besonders schlau bin und dass ich dadurch ein paar Minuten gewinnen könnte. 😗 Aber HIRN war mal, jetzt offensichtlich nicht mehr. Von dem Papier wollten sie nichts wissen und wir müssten alles nochmal ausfüllen. 😣
Samuel von Savanna wartet schon auf uns und es folgt das übliche Prozedere mit Geld ziehen und Telefonkarte kaufen. Schon sind wir auf dem Weg in die Stadt um die Autos zu übernehmen. Die Einweisung geht schnell, unseren Fortuner hat Automatikschaltung, 6 neue Reifen, einen Doppeltank und vorne ein „Hirschfänger“. Mann o Mann ist der groß! Wir kommen uns zuerst klein vor in dem riesigen Auto, aber man gewöhnt sich schnell an gute Sachen.
Wir fahren zuerst in den Superspar um ein bisschen Powershopping zu machen - Getränke und etwas für den kleinen Hunger zwischendurch. Und auch der Bottlestore wird ein Besuch abgestattet - der Sundowner muss sichergestellt werden. 😛 Es ist jetzt schon relativ spät und nach erst Mal ein bisschen falsch fahren, cruisen wir auf der Monotonie der B1, der einzigen Nord-Süd-Autobahn die Windhuk mit Südafrika verbindet, nach Süden. Über uns der XXL-Himmel Namibias und vor uns das Endlosband der Straße. 🙂
In Kalkrand begleiten wir Kerstin und Gerhard in das Teufelskrallen Tented Camp. Fotos Kerstin
Wir verabreden uns für den nächsten Tag zum Game- Sundownerdrive auf Red Dunes Lodge. Die Lodges gehören zusammen und die Aktivitäten werden von der RDL ausgeführt. Dort kommen wir dann kurz vor Sonnenuntergang an und jaaaa, es gefällt uns auf dem ersten Blick. Fotos HDY
Die Häuser stehen auf Stelzen um einen Trockensee und sind durch Holzwege oder Stege barrierefrei mit dem Haupthaus verbunden. Die Häuser sind mit Grasdächern gedeckt, die Außenwände bestehen aus Zeltstoff. Die Bäder sind in Massiv-Bauweise errichtet. Weitere Ausstattungsdetails sind Fußböden aus Holz, Bäder mit Natursteinfliesen und kunsthandwerklichen Schmuck-Ornamenten, Holz-Terrassen und Stege, sichtgeschützte Außenduschen und sehr großzügiger Abstand der Häuser sorgen für viel Privatsphäre. Wir bekommen den Bungalow Nr. 9 – Red Hartebest und wir schaffen es dann in ein paar Minuten den hübschen Bungalow in eine Rumpelkammer zu verwandeln, indem wir unsere Sachen hineinschmeißen, schnell duschen um uns der Reisestaub zu entledigen.
Das ist der Nachteil von der etwas späteren Ankunft in WDH, aber wir wollten unbedingt gleich weiterfahren. Wir sind dann pünktlich beim Abendessen und wir nehmen uns noch Zeit für den ersten GT in diesem Urlaub – das muss einfach sein! 😛 Es gibt Tomatensuppe, Oryxsteak 1a mit Reis und gem. Gemüse und surprise, surprise, der Nachtisch, Irgendwas aus Joghurt, schmeckt auch! 😉 Dazu einen guten Rotwein. Wir gehen dann relativ schnell zurück in den Bungi, da uns die lange Reise in den Knochen steckt. Nach den unbequemen Flugzeugsitzen, ist es herrlich sich auf saubere Laken lang zu machen. Das Sandmännchen muss gar nicht viel streuen, obwohl, Material hat er genug, und schon schlafen wir…………
Teil 321. Okt. 2015
11.8.2015
Achtung Fotoalarm! 🤩
Ich bin bereits vor Sonnenaufgang wach. Ich möchte versuchen die Magie des heranbrechenden neuen Tages festzuhalten. Die Bodendielen sind bitterkalt und so ziehe ich Schuhe und Fleesjacke an bevor ich hinausschleiche und ein paar Fotos vom Sonnenaufgang mache. Albertino schläft noch……………
Ich gehe noch Mal eine halbe Stunde ins Bett um mich aufzuwärmen bevor wir dann endgültig aufstehen und frühstücken gehen. Der Weg führt über ein etwas schaukelnder Holzsteg. Links und rechts davon liegen die Bungalows.
Jetzt im Namibischen Winter werden die Mahlzeiten im Restaurant serviert, in dem ein offenes Feuer für eine angenehme Temperatur sorgt.
Und wer sitzt schon auf der Terrasse und schaut neugierig hinein? Jawohl, ja, das ist Toffee, das zahme Erdmännchen. 🙂 Ich habe für diesen Urlaub ganz oben an die Wunschliste für die Sichtungsfee die Erdmännchen gehabt. Und lieber ein zahmes als gar keins!! Er ist einfach zu süß wie er da sitzt in der Morgensonne. 🤪
Wir gehen dann in unseren Bungalow ein bisschen das Chaos vom Vortag aufräumen und uns fertig machen für eine Wanderung durch die Kalahari.
Wir schnüren die Wanderstiefel, nehmen die Fotos und reichlich Wasser mit. Wir lassen uns dann noch vor unseren Boliden ablichten
Auf dem Weg begleitet uns Toffee eine Weile.
Wir wollen den Nyala-Walk machen.
So richtig viel haben wir nicht gesehen, jedenfalls Tiere nicht, nur das Eland und eine Giraffe.
Es ist ein schönes Gefühl hier herumzulaufen.
Die roten Dünen stellen einen wunderschönen Kontrast zum blauen Himmel und dem gelben Gras der Dünentäler dar. Wir staunen über die Webervögel, die gigantische Nester mit aberhunderten von Eingängen in den Akazien bauen und einfach nicht aufhören können, sodass die elefantengroßen Behausungen irgendwann zu Boden krachen.
Um dieser herrlichen Landschaft zu erkunden ist Wandern genau das Richtige. Oder auf einer Rundfahrt mit Sundowner welche wir für den Nachmittag gebucht haben. 🙂 Nach 2 Stunden sind wir zurück. Wir duschen gleich solange es angenehm warm ist und wir haben den Stress nicht nach dem Sundownerdrive. Um 2 gehen wir vor ins Hauptgebäude wo wir mit Kerstin und Gerhard verabredet sind. Sie sind total begeistert von der TTC und das macht mich happy, da ich als Tourenplanerin mich schon ein bisschen verantwortlich fühle.
Pünktlich kommen auch 4 Giraffen ans Wasserloch und bilden eine tolle Kulisse für das Kaffeetrinken.
Und auch ein Termitenschmätzer sitzt auf einem Pfosten und ist für mich ein braver Vogel, da er hübsch hockenbleibt! 😉
Dann wird es Zeit in den offenen Game-Drive-Wagen zu klettern und das Abenteuer durch das 4000 Hektar große Kalahari Gebiet zu starten. Eines gibt es in der Kalahari kaum: Wasser. Trotz Wassermangel ist die Wüste ein Paradies, und ist Rückzugsgebiet für viele Wildtiere. Für ein bisschen Schatten sorgen Akazien, die tief genug wurzeln, um ans Grundwasser zu kommen. Für Nahrung sorgen Dünengräser und Büsche.
Als erstes begrüßt und wieder das Eland
Dann die Giraffen die ihre Hälse lang machen um an das saftige Grün zu kommen.
Wir fahren Düne rauf und Düne runter und sehen ein paar Impalas
Und auch der erste Oryx in diesem Urlaub.
Ein paar ziemlich weit entfernte Blessböcke
Ein Kudu steht auf einem Hügel und hält Wache bevor er sich von dannen macht
Ein Strauß wandert durch das glitzernde Gras
Wieder jede Menge vom Nationaltier Namibias
Ein Steenbock hüpft davon
Ich bin richtig glücklich über den ersten „richtigen“ Tag in Afrika, und freue mich sehr, dass ich es erleben darf - ich betrachte nichts mehr als selbstverständlich. Es wird dann Zeit eine schöne Düne für den Sundowner zu suchen. Unser Guide lässt uns hinaus und erklärt uns wir sollen bis zu der Düne dahinten laufen. Bis wir da hingelaufen sind hätte er den Sundownertisch aufgebaut. Sagt er. 😗 Wir sind 9 Leute, eigentlich alle des Englischen mehr oder weniger mächtig, aber keiner hat es verstanden oder mitbekommen. Stehen wir also da, reden, lachen, blödeln herum und sind glücklich dass wir gerade jetzt und hier sind.
Irgendwann kommt der gute Guide zurückgefahren und fragt wo wir bleiben. Alle gucken wie große Fragezeichen - nix verstehen in Athen. 🙄 Wir steigen dann alle noch mal en, und werden hingefahren wo die Getränke und die untergehende Sonne uns erwarten.
Die Wolkenfee ist auch da und wir können ein paar schöne Fotos machen.
Namibia ist ein Sonnenland und wir finden das macht den Kult um ihren Untergang und die Feier um den Sundowner mehr als verständlich. Der Moment, an dem die Sonne sich erst langsam dem Horizont von oben nähert, um dann scheinbar ganz schnell abzutauchen, muss gefeiert werden. Mit einem Bier oder einem Gin wird der Übergang von der Wärme des Tages zur kälteren Nacht angenehm abgemildert.
2 Blondinen vor dramatischer Kulisse
Zurück auf der Lodge verabschieden wir uns von K&G, die wir erst wieder Zuhause treffen werden. Wir werden aber versuchen ab und zu Kontakt zu halten.
Wir machen uns schnell frisch und ziehen andere Klamotten an und schon ist es Zeit für das Dinner. Den GT hatten wir schon reichlich, daher trinken wir zum Essen nur ein Bierchen. Es gab: Toast mit Thunasalat, Rindersteaks mit Kartoffelgratin und Gemüse. Der Nachtisch hat mich nicht umgehauen und war viel zu süß.
Auf dem Weg zurück in unser Bungalow
zeichnen sich am Himmel überdeutlich die weißen Streifen der Milchstraße ab. Die Sterne scheinen zum Greifen nah. Ich mache den ersten (und letzten) Versuch den Sternenhimmel zu Fotografieren. Eher nicht so geglückt.
Wir gehen dann ins Bett, ich schreibe noch Tagebuch, aber das Sandmännchen wartet mit roter Kalaharisand und schon schlafen wir……………
Teil 424. Okt. 2015
12.8.2015 Von Kalahari Red Dunes Lodge nach Hoodia Desert Lodge
Ich habe wieder nicht so gut geschlafen, daher war ich wach und habe mitbekommen wie ein neuer Tag anbricht und die Sonne über der Kalahari scheint. Innerhalb kürzester Zeit verbreiten die Sonnenstrahlen angenehme Wärme. 🙂
Der Honeymoonbungalow
Wir packen unsere 7-Sachen und gehen dann Frühstücken. Liebevolle Deco auf den Frühstücksbuffet
Um 9 sind wir wieder startklar und verabschieden uns von der Red Dunes Lodge. Es hat uns hier sehr gut gefallen und es war für uns der ideale Auftakt von unserem Urlaub. Wir können die Lodge uneingeschränkt weiterempfehlen, die Bungalows waren sehr schön, das Essen lecker, die Angestellten sehr freundlich und nicht zu vergessen, Toffee das Erdmännekes.
Unser Bungalow mit überdachter Loungeecke
Das schönste ist aber für mich die Kalaharilandschaft. Die roten Dünen mit goldenem Gras bewachsen welches sich tagsüber ins flirrende Nichts verliert. Stunning. 🙂
Wir kurven dann die 7 km private Road bis zur B1, was für unseren Boliden kein Problem ist und wir gewöhnen uns langsam an die Größe vom Gefährt. 😄
Wir fahren die C21 bis kurz vor Maltahöhe, dort wechseln wir auf die C19 und fahren durch das verschlafene Nest. Dort verkauft man angeblich T-Shirts mit dem Aufdruck „Maltahöhe liegt nicht am Arsch der Welt“. 🙄 Ich bin mir da nicht so sicher……… 😵 😣
Bis dort hin ist es eine staubige, langweilige Strecke die keine Abwechslung bietet. Erst Richtung Tsaris Hoogte Pass ändert sich das und es wird landschaftlich sehr schön und wir machen unterwegs ein paar Fotostopps. 😎
Es ist wunderschön wie die Bergrücken in verschiedenen Blautönen in einander übergehen.
Nach 4:20 h kommen wir in der Hoodia Lodge an. Wir werden herzlich begrüßt mit einem Eistee und feuchte Tücher. Die Hoodia Desert Lodge liegt vor der Kulisse majestätische Berge am Ufer des Tsauchab Rivers, unweit von Sesriem Canyon und den Dünen in Sossusvlei. Die Lodge ist in Familienbesitz und wird von Thomas und Henreza Becker geführt. Wir haben ein Spezial gebucht, welche Lunch am Ankunftstag und ein Tagesausflug ins Sossusvlei beinhaltet.
So nehmen wir erst auf der Terrasse Platz, essen eine Lasagne und trinken ein Bierchen dazu und haben dabei einen wunderbaren Blick auf den Löwenfelsen und der Poolbereich.
Danach ziehen wir in unser schnuckeliges Chalet ein. In der schönen Landschaft stehen die Chalets in großem Abstand voneinander und bieten so viel Privatsphäre.
Die Chalets sind teilweise strohgedeckt, bzw. Zelte mit gemauertem Badezimmer. Sie sind ausgestattet mit Klimaanlage, Freiluft-Dusche mit großer Badewanne, Kaffeezubereitungsmöglichkeit, Kühlschrank und Moskito-Netz. Hier gefällt uns alles sehr gut.
Anschließend mache ich ein paar Fotos vom Interiör der Lodge – es ist wirklich sehr hübsch und geschmackvoll hier.
Wir gehen dann in den Bungi und beschließen ein Powernapf zu machen, da wir zeit wir von zu Hause weg sind, nicht so gut geschlafen haben. Ausgeruht schauen wir dann dem Sonnenuntergang zu. Dieses allabendliche Ereignis übt auf mich eine unwiderstehliche Fazination aus, und ich fürchte ihr müsst, so weit es möglich war, noch ein paar Sundownerfotos aushalten. 😛
Als die Sonne dann untergegangen ist verwandeln sich die Bergrücken wieder in einem Scherenschnitt.
Während dem Aufhübschen für das Dinner trinken wir einen GT aus unserer Magic Box – so zu sagen einen Aftersundowner. 😗
Wir gehen dann vor ins Hauptgebäude wo das Dinner serviert wird. Das Essen war sehr, sehr gut. Es gab: Filoteig mit Spinat und Schafskäse gefüllt, Rinderfilet mit Pilzsoße, Gemüse und Reis. Als Nachtisch Käsekuchen mit Beerenmix. Dazu eine Flasche sehr guten Rotwein. Der Restaurantkritiker (ich) gibt volle Punktzahl! 🙂
Ein neuer Versuch die Sterne zu Fotografieren wird vertagt, da wir morgen um 5 aufstehen müssen. Es wartet Sossulvlei mit die 3. Und letzte Chance. Diesmal ganz dekadent mit Guide, Lunch in den Dünen und hast du nicht gesehen. 😗 Ich bin gespannt ob mir das gefallen wird. 🙄
So schlafen wir ein, draußen Berge, Dünen, Himmel, Sterne……………
Teil 527. Okt. 2015
Ach ja, heute ist Fotoalarm 😗 🙄
13.8.2015. Sossusvlei und Sesriem Canyon Teil 1
Bzzzzzz. Um 5 klingelt das Handy und es ist eine Qual aufzustehen. Wir machen schnell Katzenwäsche, schnüren die Wanderstiefel und schon geht es zum Frühstück. Lauter leckere Sachen, aber wer hat schon um 5:30 Appetit? 😕 Um 6 Uhr sind wir ready for take off. Mike ist unser Guide – ein sehr netter und engagierter! Noch schnell den Sonnenaufgang fotografiert bevor wir fahren.
Nach einer guten halbe Stunde sind wir in Sesriem, the Gateway zu der Wüste Namib und den Dünen angelangt. Hier ist schon morgens um 6 die ganze Goretex-Gemeinde mit brummenden Motoren unterwegs. Jeder will der Pole Position haben um aus der ersten Reihe zu starten. Sossusvlei ist eins der Coverstars von Namibia und dies ist wie schon gesagt unsere 3. Tour ins Vlei. Wir haben 2 x nicht so tolles Wetter gehabt und ich bin gespannt wie es heute wird. 🙄 Zumindest der Anfang sieht schon gut aus. Ich bin auch ein bisschen skeptisch wie es wird mit 4 anderen unterwegs zu sein, die das erste Mal in Namibia sind. Die Skepsis war aber unbegründet und wir haben einen sehr schönen Tag zusammen erlebt. Um das schon Mal vorweg zu nehmen. 🙂
Am Rand der Namib, wo die Wüste in die Savanne übergeht, stößt man auf ein Naturwunder, sogenannte Feenkreise – runde Flecken mitten im Grasland, in deren Mitte nichts wächst, an den Rändern aber umso üppiger. Inzwischen ist das Rätsel gelöst und wir wissen, dass Termiten die Verursach er sind.
Mehrere Oryxe laufen im weichen Morgenlicht durch die schöne Landschaft.
Mein Wunsch Oryx auf Dünenkamm bleibt jedoch unerfüllt
Mike verhält sich atypisch der Meute die alle erst Mal die Düne 45 besteigen wollen. Nicht mit mir, sagt er! 🙄 Und wir sehen, dass es der reinste Almauftrieb ist und wir rauschen dort einfach vorbei. Wir machen dann von anderen wunderschönen Dünen fotos.
Inzwischen hat sich der morgendliche Tau verwandelt und dicke Nebelschwaden kommen aus dem Vlei angerollt. Mike meint wir können uns glücklich schätzen, das kommt relativ selten vor. Es sieht schon bizarr aus wie die orangeroten Dünenkämme aus dem Nebel gucken. Ich kann aber dieses Glücksgefühl nicht unbedingt teilen und mache mir so meine Gedanken.
Wird sich der Nebel auflösen? 🙄
In dieser Richtung schaut es noch gut aus 🙂
Wird das überhaupt noch besser werden?? 🙁
Soll der 3. Versuch Sossusvlei der schlechteste werden??? 😵
So richtig Lust auf schon wieder pastellfarbene Fotos habe ich nicht, davon haben wir schon zu Hause genug, und so fühle mich alles anderes als glücklich über den heranrollenden Nebelschwaden. 😠
Mike ist aber offensichtlich noch guten Mutes
Wir suchen uns dann ein nettes Plätzchen für eine Kaffeepause. Das Auto wird abgestellt und wir laufen herum und machen ein paar Fotos so lange der Tisch aufgebaut wird. Während dem Kaffeetrinken erzählt Mike viel Wissenswertes über die Wüste.
Hier wird der Magnetismus des Sandes demonstriert.
In dem grünen Gestrüpp wächst die Nara Melone
Käferlein??
Tok Tokkie Käfer
Während dieser Pause lichtet sich der Nebel ein wenig und die ersten Sonnenstrahlen scheinen. 🙂 Meine Laune bessert sich proportional zum Blauanteil des Himmels. Der Nebel hat bei mir keine große Begeisterung ausgelöst.
Kurz nachdem wir am Shuttleparkplatz vorbeifahren, sehen wir, dass ein paar von denen die um den Pooleposition kämpften, immer noch herumstehen. Jetzt mit den Reifen ziemlich tief in Sand eingebuddelt. Die hilfreichen Ranger gucken milde aus der Kaki-Wäsche und haben ein leichtes Kopfschütteln übrig für den Italiener der Gas gibt und sich immer tiefer eingräbt. Porca Miseria!! 😠 Die ebenmäßig geformten, in zahlreichen Farben scheinenden Dünen sind die höchsten der Erde und seit 2013 Teil des UNESCO-Welterbe. Die meisten davon sind Sternendünen. Die Dünen schimmern in unterschiedlichen Farbtönen. Dabei gilt: Je intensiver der Rotton einer Düne leuchtet, desto älter ist sie. Der schwere eisenhaltige Sand liegt besonders am Fuße der Dünen, während der heran wehende leichtere Sand die Dünenkämme ständig neu formt.
Besonders häufig wachsen Kameldornbäume entlang der Wasseradern
Wir parken am Dead Vlei Parkplatz und ich habe erwartet, dass wir jetzt ins Vlei laufen. Aber weit gefehlt. Mike möchte mit uns auf die Düne. 😵 Davor habe ich ein bisschen Angst, denn dieses zwei Schritt hoch, eins zurück ist mir in keiner guten Erinnerung. Wir standen auch schon morgens um 8 auf der 45! 🤨 Ich lege dann meine gute Kamera ins Auto und nehme nur die FZ200 mit. Die verschwindet dann aber bald in Alberts Rucksack. 🙄
Auf dem Weg zur Düne findet Mike eine Wüsteneidechse (Meroles reticulates). Sie geht tagsüber auf Nahrungssuche. Es hat eine lange spitze Nase und hält sich hauptsächlich auf den Geröllflächen am Fuß der Dünen auf. Beliebt sind Stellen mit kleinem Gestrüpp um Verstecke zu finden.
Links vom Dünenkamm sehen wir hinunter auf eine weiße Fläche, allerdings mit lebenden Bäumen.
Ich bin ja nicht total unsportlich, aber das war für mich schon sehr anstrengend. 🙁 😣 Obwohl Mike alle 10 Minuten stehenbleibt und was erklärt damit wir verschnaufen können - das hat er ziemlich elegant gemacht. 😗
Die Füße werden immer schwerer, der Sand mit jedem Schritt weicher. Ich wollte dann abbrechen, da ich auf einmal richtige Herzschmerzen bekommen habe, aber er hat gesagt nur noch 50 Meter, dann wäre es geschafft. 😎 🙂 Und dann, plötzlich, die Fata Morgana, die keine ist: Dead Vlei. Ein platter Kessel mit gleißend weißem Belag aus vertrocknetem Wasserschlamm, in dem die Gerippe abgestorbener Kameldornbäume stehen. 500 Jahre alte Geister aus Holz, vom Wind bis aufs Zellulose-Skelett abgenagt.
Ich war dann richtig platt und es fiel mir schwer für das Gipfelfoto zu lächeln. Ich hatte Angst dass hier Nomen est Omen ist und ich in Dead Vlei die Grätsche mache. 🤩 😣
Unter uns sehen wir ameisenhaft die Menschen im Dead Vlei die alle in die richtige Richtung laufen. Nämlich hinaus aus dem Vlei! 😉
Als wir die Düne hinuntergewedelt sind, ist das Vlei so gut wie menschenleer und wir können Fotos ohne störendes Beiwerk in Form von anderen Touris machen. 😛 😎
Mir geht es wieder besser und wir machen sogar noch ein bisschen Blödsinn beim Footoshoot. 😄 🤪 😗
Die vertrockneten Kameldornbäume die aus der weißen Fläche ragen – ein toller Kontrast zu den Sanddünen und den blauen Himmel die das Schauspiel einrahmen.
Wir verabschieden uns dann von Dead Vlei und machen die letzten Fotos.
Wir laufen zurück zum Auto und fahren dann ins Sossusvlei.
to be continued............
Teil 629. Okt. 2015
13.8.2015 Sosusvlei und Sesriem Canyon Teil 2
Der Namib-Naukluft-Park wurde von den deutschen Kolonialherren bereits im Jahr 1907 gegründet. Nachdem im Laufe der Zeit dem Park immer mehr Gebiete hinzu geordnet wurden, ist er mit nahezu 50.000 Quadratkilometern Afrikas größter Nationalpark. Das Vlei ist Teil der mehr als 300 Kilometer langen und 140 Kilometer breiten endlosen Dünenlandschaft. Aus dieser scheinbaren Leere und Endlosigkeit leitet sich die Bedeutung des Nama-Wortes für die Namib ab: Auf Deutsch heißt es „leerer Platz“ oder „Ort, wo nichts ist“. Dennoch befindet sich hier durchaus etwas, denn uns präsentieren sich hier die höchsten Dünen der Welt. Mit Höhen bis zu 300 Metern erheben sich die Sandberge einem Amphitheater gleich rund um die riesige Salzpfanne, auch Vlei genannt („Sossus“- „blinder Fluss“, „Vlei“ - Salz-Lehm-Pfanne). Eigentlich ein Muss für jeden Namibiareisenden.
Wir suchen uns zunächst ein Kameldornbaum aus, der mit seinen bis zu 60 Meter tief reichenden Wurzeln anderen Pflanzen das Wasser klaut, und uns jetzt für unser Lunch schön Schatten spendet.
Mike zeigt uns ein Baum wo zwei Fleckenuhus drin wohnen. Brave Vögel die sich fotografieren lassen. 😛
Ganz anders als dieser Pale Chanting Goshawk. Immer wenn ich mich herangepirscht habe, wechselt er den Baum 😕
Der Tisch ist dann nach allen Regeln der Kunst gedeckt, es gibt leckere Sachen und ebenso Getränke. 😛
Jetzt haben wir auch schon richtig Hunger und wir schlagen hemmungslos zu. 😄
Der Guggumann stellt ein Teller mit Wasser für die Vögel hin und wups, kommen Kapsperlinge aus allen Richtungen angeflogen um ihre Schnäbel in das kostbare Nass zu tunken. 🙂
Ein Kameldornbaum hat gleichzeitig flauschige Samen und Blüten. Ein hübscher Anblick.
Wir verbringen hier eine gemütliche Stunde bevor wir wieder Richtung Sesriem aufbrechen – nicht ohne etliche Fotostopps.
Mit ein bisschen Phantasie sieht man ein Herz im Sand 🤪 😘
Auch ein paar Vertreter der Fauna Rüeppels Korhaan (Trappe)
Springbock
Strauß
Als wir dann am Canyon ankommen steht die Sonne schon tief und es ist nicht mehr gutes Licht. Dafür kommen uns an dem schmalen Zugang, und hier gilt Einbahnverkehr, hunderte Menschen entgegen. Ungelogen jetzt! So was habe ich noch nicht gesehen. 🙄 Mike: Tourism ist increasing!
In den rund ein Kilometer langen und bis zu 30 Meter tiefen Canyon, den der Tsauchab hier in das Sedimentgestein hineingefressen hat, kann man hinabsteigen und in ihm entlanglaufen. Der Name Sesriem ist Afrikaans und heißt auf Deutsch Sechsriemen, da die ersten Siedler sechs Riemen, die sie aus Fellen von Oryxantilopen schnitten, aneinanderknüpfen mussten, um hier Wasser schöpfen zu können.
Als die meisten oben sind laufen wir dann nach unten,
aber wir beschließen nach kurzer Zeit, dass wir keine Lust auf den jetzt ziemlich dunklen Canyon haben und kehren wieder um. 🙁
Wir gehen lieber hoch und schauen dem beginnenden Sonnenuntergang zu und trinken dabei ein Bier als Sundowner. 😉
Die anderen 4 kommen dann auch und wir machen uns wieder auf dem Weg zur Hoodia Lodge. Nach 12 Stunden in diesen Sandkasten, bin ich so müde wie schon lange nicht mehr, und die Füße qualmen in den Wanderschuhen. 🙄 😵 Wir haben dann noch Zeit für eine Dusche um Sand und Staub zu entfernen und ein GT aus unser Magic Box spült die Kehle. 😉
Ich habe es im Lauf des Tages geschafft einer der Reißverschlüsse an meinem Fotorucksack kaputt zu machen. 😠 Was jetzt? Ich versuche es mit Panzertape zu kleben, aber das löst sich nach einer Weile. Guggumann meint ich soll in Swakop ein neuer Fotorucksack kaufen, aber da habe ich auch keine Lust dazu. Das muss man in Ruhe zuhause erledigen.So frage ich an der Rezeption nach Nadel und Faden und habe den Ehrgeiz das Ding zuzunähen. 😗 Sie werden sehen was sich machen lässt. Das Essen war wieder yammi, yammi. Blätterteig gefüllt mit Rote Beete, Gamekebab mit Röstkartoffeln dazu Kürbis und Bohnengemüse. Als Nachtisch gab es ?? Ein erster Anflug von Urlaubsdemenz macht sich bemerkbar. Ich weiß nicht mehr was es war, nur das ich es weggeputzt habe. 😛 Dazu einen sehr guten Rosé. Wir brechen sofort nach dem Essen auf Richtung Bungi. Fertig wie ein Brot mache ich ein Köpfer ins Bett, tue weder lesen, noch schreiben. Augen zu und von SAND geträumt! 😄 😣
Teil 701. Nov. 2015
Hallo Friederike, auch ich habe mich sehr über den Uhus gefreut! 🙂 LG G
14.8.2015 Barcan Dunes Retreat – ein völlig unaufgeregter Tag. Oder: how many Oryx can a man stand
Ich wache vor 6 Uhr auf, wen wundert es wenn man kurz nach 8 in die Heia geht. 😄 Draußen stürmt es und es macht einen Höllenlärm an den Zeltwänden. Ich schreibe im Bett noch das Tagebuch von Gestern und anschließend ist Handarbeitsstunde angesagt. Ich habe gestern Abend noch Nähnadel und Faden mitbekommen und nähe den einen Seiteneingriff an meinen Fotorucksack in feinster Handarbeit zu. Mit weißer Faden, aber man darf hier keine Ansprüche haben. Und auch die Bitte, Nadel und Faden zurück zu bringen folgen wir, da man so was hier nicht um die nächste Ecke kaufen kann. 🤩
Auf 8 Uhr haben wir das Frühstück bestellt und jetzt habe ich auch ein Paar kleine Kritikpunkte. Bis jetzt war alles perfekt, aber wenn ich viel bezahle, gucke ich auch genau! 😠 Der Tisch wo das Frühstückbuffet aufgebaut ist, ist viel zu klein. Da ist kein Platz wo man den Teller abstellen kann wenn man sich bedienen will. Irgendwie fehlt bei mir der 3. Arm – es ist etwas schwierig die Hauben über die Speisen zu heben, gleichzeitig sich bedienen und den Teller halten. 🙁 Das Vollkornbrot war gleich alle, Obstsalat und Butter musste nachgeordert werden. Und nachdem unsere Spiegeleier 20 min. auf sich haben warten lassen, ist Albertino in die Küche gegangen. Da standen alle herum und haben es lustig gehabt! 😮 Die Eigentümer waren noch nicht auf der Bildfläche erschienen - ob das der Grund für die Nachlässigkeit war? Es hat so gar nicht zu dieser Lodge gepasst und bis dahin hat uns auch absolut alles gefallen. Wie ein guter Wein, der schwach im Abgang ist (gibt es das überhaupt?) 😵 😗
Um 9:45 ist der Bolide wieder am Rollen. In Solitaire bekommt er auch sein Frühstück in Form von 110 l Diesel – payed by CC. 🙂 Ich laufe so lange herum und schwelge ein bisschen in Erinnerungen
Um 11:30 sind wir schon auf Barcan Dunes Retreat. Wir möchten auf unsere entschläunigte Tour nicht in einem Rutsch nach Swakop fahren und so haben wir hier 1 Nacht gebucht. Barcan Dunes liegt am Rand der Namib Wüste nicht weit von Spreetshoogte Pass.
Wir werden ganz lieb von Hannetje begrüßt und wir trinken erst Mal ein Radler auf der Terrasse und genießen die Aussicht auf das schöne Namibwüstental.
Die liebevoll eingerichteten Bungalows sind in den Sicheldünen eingebetet und man hat von den Zimmern einen unendlichen Blick in die Weiten der Namib und auf die Berge.
Die Bungalows sind sehr großzügig und das Bad ist riesig und rollstuhlgerecht.
Die abwechslungsreiche Landschaft lädt zu Erkundungen ein, und wir bummeln ein bisschen herum.
Einen schönen Schattenplatz gibt es auch.
Es ist alles schön ruhig hier und wir können die Seele baumeln lassen.
Vor der Terrasse steht ein blühender Baum ? der voller Sunbirds ist. Ich meine das sind Rußnektarvögel. Nach 100 Fehlversuchen gelingt so halbwegs ein Foto davon. Die kleinen Kerlchen sind unheimlich flink und bleiben nicht für den Bruchteil einer Sekunde sitzen.
Um 3 wird uns auf unserer Terrasse Kaffee und Kuchen serviert und um 4 starten wir die Farm-/Sundownerfahrt mit Willem welche wir gleich bei der Ankunft gebucht haben. Das Gelände streckt sich links und rechts der Straße. Willem hat dort große Oryxherden und auch Springböcke.
Auf der Ebene ragen Dornbäume aus dem schimmernden Gras welches sich in der Brise wogend bewegt. Die Oryxe könnten einen schlechteren Platz zum leben haben. 🙂
Noch ein bisschen Happy-Oryx 🤪 😉 .
Auch 2 Pferde stehen hier auf der Ebene – ich muss unwillkürlich an die Flicka-Romane von Mary O´Hara denken, die ich als junges Mädchen verschlungen habe.
Auch ein paar von den Springböcken sehen wir, die ihren Namen aller Ehre machen. Sie springen 😉 🙂
Wieder eine Sammlung glückliche Oryxe. Zumindest bilde ich mir ein, dass sie hier einfach glücklich sein müssen - und ihr müsst da durch 😄 🤩
Willem fährt dann zum Sundownerplatz. Wir sitzen auf der Anhöhe, und der Ausblich ist unendlich weit. In Hintergrund die Silhouette der Bergrücken. Die Luft ist klar und alles ist friedvoll . Die braune Namibwüste ist regellos gemustert mit kleinen Flecken vom Gebüsch und die Windungen der Flüßläufe, die jetzt trocken sind, sind von dunkelgrünem Bewuchs gesäumt.
Es kann sich hier auch keiner unbemerkt anschleichen, die Staubfahne hat einem schon lange verraten.
Auf dem Hügel zu sitzen, den GT süppeln
Der Blick über die Ebene schweifen lassen und mit Willem über dies und das zu plaudern ist Labsal für die Seele.
Willem zählt seine Oryxe 😉
Sich ständig verändernde Wolkenformationen bieten uns ein schönes Farbenspiel
Der Vulkan spuckt Wasserdampf
Ich versuche sie Sonne aufzuhalten, habe mit diesem Unterfangen kein Glück
Und „the last glimpse of the sun“ verschwindet hinter die Berge.
Die Sonne ist für uns nicht mehr sichtbar, aber um es mit Udo Lindenberg zu sagen: Hinterem Horizont geht’s weiter. 😉
Und dann lässt die untergegangene Sonne die Bergrücken violett erscheinen.
Als wir zurück sind ziehen wir uns schnell um und um 18:30 gibt es Dinner. Als wir mit Willem unterwegs waren sind 2 Französische Familien angekommen und wir sitzen alle am gemeinsamen Tisch. Die Unterhaltung wird auf Englisch gemacht. Es gibt Suppe von grünen Erbsen, Springbockgulasch mit Reis und grüne Bohnen. Als Nachtisch gab es Schokokuchen. Dazu hat uns Willem ein gutes Tröpfchen Rotwein kredenzt. 🙂 😛
Wir unterhalten uns eine Weile, aber wie jeden Abend gehen wir früh ins Bett. Im nach hinein war dieser völlig unaufgeregte Ausflug mit Willem einer der schönsten Erlebnisse in diesem Urlaub. 😛 🤪 🙂 Ich schreibe noch Tagebuch, aber die Bücher die wir mitschleppen haben wir noch nicht angefangen zu lesen. Morgen haben wir den Ritt nach Swakop vor uns und ich möchte unterwegs unbedingt noch ein Pitstop machen……….. 😉 🙂
Teil 804. Nov. 2015
15.8.2015 Auf den Weg von Barcan Dunes nach Swakopmund machen wir Rast in Mordor
Zum Frühstück gibt es unter anderem frisch gepressten Orangensaft. Ein Wunder in Zeiten der Tetrapack, aber Hannetje und Willem haben einen großen Orangengarten. Sehr ungewöhnlich. Willem sagt, das ist das einzige Obst welche die Vögel nicht wegfressen - die Schale ist zu dick. Und genug Wasser haben sie auch um die Bäume 1x die Woche zu gießen. 😛 Wir bezahlen unsere Rechnung, verabschieden uns von den herzlichen Gastgebern und genießen ein letztes Mal die Aussicht. Hierher wurden wir auf jeden Fall gerne wieder zurückkommen. 🙂
Eine Stunde später biegen wir rechts ab auf die Private Road und fahren die 6 km zum Rostock Ritz. Wir setzen uns auf der Terrasse und bestellen scheinheilig einen Cappuchino 😗 – als ob das unser wichtigstes Anliegen wäre 😉 . Die Gebäude hier sind aus dunklem Stein gebaut und gefallen mir gar nicht. 🙁 Es ist alles so düster und erinnert mich an eine Trutzburg. Hier könnten Szenen mit Frodo, Gandalf und die Gefährten gedreht worden sein. 🙄 Keine Ahnung ob die Bungalows in dem gleichen dunklen Ton gehalten sind. Die Aussicht über "Mittelerde" ist aber sehr schön. Als der Kaffee kommt, frage ich scheinheilig nach den Erdmännchen. 😗 😣 Äh, hm, ich hätte da so gehört hier soll es welche geben 😗 . (Möchte mal wissen wie oft am Tag diese Frage gestellt wird.) Die Dame gibt bereitwillig Auskunft und schon bin ich auch weg – der Cappu ist mir eigentlich so was von egal und hat eine Alibifunktion gehabt. 😄
Die spitz- zahnigen kleinen Racker sind nicht so in Posierlaune, sondern balgen herum.
It takes two to tango
Mir fällt auf, dass die Erdmännchen sich gerne in aufreißerischer Pose hinschmeißen um die Einzelteile ihres Unterleibes so richtig zur schau zu stellen. Männer halt! 🙄 😣 Die Erdfrauchen schauen verschämt weg und wurden sich niemals so hinflätzen. 😵
Die Speicherkarte qualmt und ich gehe meinen, inzwischen kalten Cappu trinken. Dann muss ich aber noch ein paar Fotos machen, da ich nicht weiß ob ich so schnell die Gelegenheit haben werde Erdmännekes zu sehen. 😛
Irgendwann mahnt der Guggumann zur Weiterfahrt – die Erdmännchen waren nicht unbedingt sein Traum………….. 😈
Den Gaub und den Kuisebpass meistern wir problemlos, machen aber erst am Vogelfederberg Foto und Pinkelpause. Die Landschaft war bisher recht übersichtlich mit Sehenswürdigkeiten bestückt und dass der Vogelfederberg Erwähnung in den Reiseführern findet zeigt schon wie wenig es unterwegs zu sehen gibt. Dieser Felsen, der auch als Ayers Rock von Namibia genannt wird, was schon eine ziemliche Übertreibung ist, lohnt nicht wirklich. 😕 🙁
Wir setzen unseren Weg fort und kurz vor Walvis Bay haben wir wieder Tar unter den Rädern. Von Walvis Bay nach Swakop sind es noch starke 40 km und wir genießen die Fahrt der Küste entlang. Die Sonne scheint und wir hoffen für diesmal auf gutes Wetter für unseren Aufenthalt in Swakop. 😎 🙂 Der Name Swakopmund stammt aus der Sprache der Nama und Damara: Tsoa-xaub. Tsoa bedeutet Exkrementenöffnung oder Anus, während xaub für die abgegebenen Exkremente steht. Soll also hier alles Scheiße sein?? 🤢 😣 Aber nicht doch!. Dieser Name erklärt sich aus der Beobachtung, dass der Fluss bei Regen große Mengen bräunlichen Schlamms mit sich führt und in den Atlantischen Ozean entlässt. 😉
Mit dem Erreichen von Swakopmund, fühlen wir uns irgendwie nach Deutschland gebeamt. Die Temperaturen hier sind nicht mehr afrikanisch und auch sonst kommt einem hier vieles deutsch vor. Das mit dem Temperaturfall kam allerdings nicht unerwartet, denn wir waren schon 2x da, wir sind schließlich auf der Memory Lane. 😄 Swakopmund heißt bei den Namibianern nicht umsonst: Kühlschrank am Atlantik. Es ist deutlich kühler als im Landesinneren. Was uns an Deutschland erinnert, dass lieben die Namibier. Wer genug Kohle hat, der kauft sich hier ein Häuschen oder verbringt zumindest die Weihnachtsferien hier in der "Kühle". Nun so unterschiedlich sind die Ansichten. Wir checken bei Sam´s Giardino ein und bestellen für Morgen gleich das Dinner. Ich habe im Forum gelesen, dass Sam einer der besten Restaurants in Swakop ist – allerdings nur für Hausgäste. Für heute Abend habe ich im Tug ein Tisch reserviert. 😛
Wir gehen dann hinunter an den Jetty, so nennen die Einheimischen die Überreste ihrer Landungsbrücke.
Von hier aus wollen wir ein paar Fotos von den Wellen,
den Strand
und die Skyline 🙄 von Swakopmund machen.
Der Steg ist heute 262 Meter lang, ursprünglich sollte er 640 Meter lang werden, aber der Ausbruch des ersten Weltkrieges verhinderte die Fertigstellung. Der Jetty ist ein toller Ort für Sonnenuntergangsfotos.
Das meint offensichtlich auch ein Brautpaar, das hier zitternd in der kalten Meeresbrise ihre Hochzeitsfotos machen.
Der Jetty beherbergt zwei Restaurants. Eins am Ende mit dem passenden Namen Jetty
und am Anfang befindet sich das in Schiffsform gebaute The Tug.
Hier gehen auch viele Männliche Namibier einer ihren drei beliebtesten Freizeitbeschäftigungen nach: Dem Angeln 😛 (die anderen 2 sind Braaien und Saufen - in beliebiger Reihenfolge 😵 ), ich habe aber noch nie gesehen, dass jemand was gefangen hat. 😣
Eine der Gründe für unseren diesjährigen Besuch in Swakop ist die Anziehungskraft des Meeres. Das Meer zu sehen und zu riechen, tief einzuatmen und die gute jodhaltige Luft tief in den Lungen zu spüren, ist wie ein Heimkommen - egal wo ich auf der Welt bin. 🙂
Ich bin eine "Frau von Meer" (Ibsen) und ich liebe es zu beobachten wie die Wellen anrollen und sich gegen Land brechen, manchmal sanft und gluckernd in einer leichten Brise, manchmal wild tosend mit weißen Schaumkronen wenn der Wind kräftig bläst und dabei zu beobachten wie die Seevögel mühelos auf den Winden segeln. Wenn die Sonne sich neigt und ein Band aus glitzernde und tanzenden Sonnenreflexen bildet, bevor sie im Meer versinkt.
Als die Sonne untergegangen ist wird es empfindlich kalt, aber unser Tisch ist erst auf 19:30 bestellt. So beschließen wir wieder zurück ins Gästehaus zu gehen um uns aufzuwärmen und uns ein bisschen mit Sam zu unterhalten bevor wir zum Essen gehen. Wir freuen uns immer in Swakop Fisch zu essen, ist doch die Namibische Küche sehr Fleischlastig. Es hat alles mit der Reservierung geklappt und wir bekommen den Tisch am Fenster – unter uns kommen die Wellen angerollt und es ist sehr schön anzusehen. 😛 Wir werden useren GT untreu und starten mit einem Campari als Apero, dann hatte ich als Vorspeise 6 Austern, der Guggumann Atlantische Fischsuppe. Als Hauptgericht habe ich Kingklip in Tomaten/Olivensalza und der Mann Fischcurry gewählt. Dazu eine Flasche Cape of God Hoope Chenin Blanc. 😛 🤪 😗 Da es bis hier nicht durchgedrungen ist, dass in Europa meistens viel Übersicht im Teller herrscht, schaffen wir es nicht die großen Portionen au zu essen. Für Nachtisch ist kein Platz mehr. 😠 Wir nehmen dann ein Taxi zurück zum Sam´s wo wir mit ihm noch ein bisschen reden bevor wir in Bett gehen.
Die gute Meeresluft schenkt uns den besten Schlaf in diesen Urlaub…………….
Teil 909. Nov. 2015
16.8.2015 Mit Nachwuchsterroristen auf Jagd nach den „Little Five“
Als wir zum Frühstück kommen sorgen die Heizungen für angenehme Temperaturen. Auf den Tischen brennen Kerzen und es ist eine tolle Stimmung schon am frühen Morgen. Zum Essen gibt es nun wirklich alles was man sich so vorstellen kann, das beste Frühstück unserer diesjährigen Tour! 🙂 Sam setzt sich zu uns und erzählt ein bisschen aus seinem Leben. Dann ist es Zeit zum Aufbruch. Heute steht ein ganz besonderes Highlight unseres Urlaubs auf dem Programm: „Living Desert“, was der 2. Grund für unseren Besuch in Swakop ist - die Jagd auf die "Little 5". Das sind ganz erstaunliche Wüstenbewohner, die sich genial an die schwierigen Lebensbedingungen angepasst haben. Ich habe bereits von Zuhause aus per Mail beim Living Desert gebucht und Chris schrieb, wir würden um 8:00 Uhr direkt an unserer Unterkunft in Swakopmund abgeholt. Douglas holt uns ab und wir müssen noch ein paar Tourteilnehmer abholen. Bezahlen sollen wir nach der Tour. Wir verlassen die Stadt Richtung Süden und kommen nach wenigen Kilometern zum Eingangstor des Namib Naukluft Park. Hier treffen wir auf zwei weiteren Jeeps und Familien mit Kindern 😵 werden zusammen in einem davon gesetzt. Einen fährt Chris selber. Wir verlassen den Asphalt und durchqueren das Flussbett des Swakop-Flusses. Vorher wurde der Reifendruck noch abgesenkt.
Nachdem das erledigt ist, begrüßt Chris noch mal alle und stellt sich und seine Jungs kurz vor. Danach hält er in seiner unnachahmlichen Art eine Einführungsrede, die alle in seinen Bann zieht. Insgesamt ist die Namib rund 95.000 Quadratkilometer groß. Wir haben uns ja bereits vor ein paar Tagen mit dem Sossusvlei einen anderen Teil der Namib-Wüste angesehen.
Wir sind gespannt wie Chris hier die "Little Five" aufspüren will. Für uns ist der Dünengürtel an der Küste auf den ersten Blick unfruchtbar und leblos. Wie soll denn hier etwas überleben, wir haben doch eben erst gehört wir befinden uns in der trockensten Wüste der Welt. Aber Chris und seine Jungs werden uns schon zeigen, dass die Wüste lebt. Das erste Tier das uns Chris zeigt ist ein Wüstenhase. Gut getarnt sitzt er in seinem Busch.
Chris geht ein Stück die Düne entlang, bückt sich und buddelt im Sand, springt wieder auf und sagt: "Hab ihn!" Chris sieht diesmal besonders zufrieden aus, denn er hat den hübschesten Kerl der gesamten Dünenwelt gefunden. 🙂 In seiner Hand sitzt der Palmatogecko. Ein niedlicher kleiner Kerl mit viel zu großen dunklen Augen und sein Körper ist fast durchsichtig.
Es ist ein Weibchen und Chris behauptet das Männchen ist noch viiiel hübscher – wie im richtigen Leben halt! 😗 😣 Den Beweis bleibt er uns aber schuldig da er kein Männchen gefunden hat. Auch den Palmatogecko gibt es ausschließlich in der Namib-Wüste. Auf die Frage wie er die Tiere denn entdeckt sagt er mit einem für ihn typischen Lächeln: "Durch genaues lesen der Buschmann Zeitung." Damit meint er die Abdrücke, Spuren und Verwerfungen auf den Oberflächen der Dünenhänge. Unser nächster Halt ist erstmals nicht an einer Düne sondern auf einer freien Ebene. Hier findet Chris ein Namaqua-Chamäleon. Die Kleinen Plagen werden dann ein bisschen unleidig und fangen an zu drängeln, aber noch geht es! 😵
Die Jungs suchen herum und finden als nächstes mehrere Blindschleichen, eine beinlose Echse, die nur wie eine Schlange aussieht.
Ein kleiner Piepmatz sitzt auch da, es ist ein Namibschmätzer oder Tractrac Chat. Danke Konni und Matthias 🙂
Auch Chris demonstriert der Magnetismus des eisenhaltigen Sandes.
Wir gehen zurück zu den Fahrzeugen und fahren weiter durch die Dünen, aber immer nur auf den vorgesehenen Wegen. Schutz der Dünen ist für Chris ganz wichtig. Er fährt als erster, wir in der Mitte und der Landy mit den Kids bildet die Nachhut.
So, und jetzt kommt mein Einsatz. Aus dem fahrenden Fahrzeug sehe ich aus dem Augenwinkel ein Camäleon und schreie STOP. Douglas fragt was ist und ich sage ich habe ein Camäleon gesehen. Er guckt mich zwar ungläubig an 🙄 , fährt ein paar Meter zurück und tatsächlich, da sitzt er. 😛 🤪
Wir warten bis Chris zurück kommt und er fragt warum wir halt gemacht haben Douglas sagt ich hätte den Camäleon gesehen – that´s the reason why. 😄 Chris stampft mit dem Fuß in den Sand auf und sagt das unschöne Wort f..k. 😈 Weil ich ihn gesehen habe und er vorbei gefahren ist! 😄 Soll ich jetzt mein Nickname ändern?? Nicht Pochahontas, aber little Eagle Eye wäre doch hübsch, oder? 😉
Wir steigen alle aus und gehen vorsichtig näher. Chris öffnet ein Glas in dem er Würmer als Lebendfutter mitgebracht hat. Er platziert den Wurm ein Stück von dem Chamäleon entfernt. Das Chamäleon schleicht sich vorsichtig an und zack, schleudert es seine Zunge in Richtung Beute.
Bis jetzt hat alles in friedlich lockerer Atmosphäre stattgefunden. Jetzt drängen sich aber die kleinen aus der Terrortruppe 😠 mit ihren 10-Euro Kameras in die erste Reihe und es kommt schon Paparazzistimmung auf. Der Ellbogencheck von den Kids hat zu mehreren unscharfen Fotos von dem Chameläon geführt. 🤩 Die Stimmung bessert sich erst wieder als Chris die Nachwuchsterroristen eine Weile in die zweite Reihe beordert. 😠
Die Männer laufen lange herum und suchen etwas und bald sind sie fündig. Es handelt sich um die Peringuey Otter deren Augen sich nicht seitlich am Körper befinden sondern oben am Kopf hervorstehen. Die Peringuey-Otter gehört zu den Sidewinder Schlangen. Sie bewegt sich mit Seitwärtsbewegungen über den Sand und hält so ein großen Teil des Körpers vom heißen Sand entfernt. Sie ist giftig und Ihr Gift besteht aus einer Kombination von Nerven-und Gewebegift.
Zum Schluss wird dann eine Achterbahnfahrt durch die Dünen gemacht, immer auf vorgeschriebenen Wegen. Da bekommt man schon ordentlich Kitzeln im Bauch. Einen Fotostopp wird auch noch gemacht um diese beeindruckende Landschaft festzuhalten.
Letzter Stopp ist dann eine hohe Düne, von der aus wir einen tollen Blick auf die Dünenlandschaft, aber auch ein Blick aufs Meer haben.
Hier findet Chris dann noch eine Schaufelmaul-Wüsteneidechse. Auch sie kommt ausschließlich in der Namib vor. Sie lebt am Gleithang der Dünen wo der Sand sehr weich ist. Hier kann sie sich mit ihren fingerartigen Füßen sich schnell in den Sand buddeln.
Auf der fünfstündigen Tour durch die Dünen war es keine Sekunde uninteressant. Chris versteht es die biologischen Hintergründe, die notwendig sind um das Leben unter den extremen Bedingungen zu verstehen, mit so viel Witz und Charme rüber zu bringen, dass selbst Teilnehmer die zunächst sich nicht viel davon versprochen haben, total begeistert zurück kommen. Die Natur hat sich schon sehr spezielle Kreaturen einfallen lassen, um Leben in dieser unwirklichen Gegend zu ermöglichen. 🙂
Ein bisschen hat mir die Anzahl der Teilnehmer gestört. Da wäre weniger mehr gewesen. Auch haben es ein paar von den Eltern irgendwie nicht verstanden, dass es nicht nur eine Vorstellung zur Belustigung ihre Reproduktionen war 😠 😣 . Nix für ungut, ich mag Kinder und bin eine liebende Omi, aber bei so was hört der Spaß auf und ich bin eher auf den Erzeugern sauer als auf die Kids. 😵 Ich habe, nachdem ich die Tour schon gebucht hatte, im Forum auch mitbekommen, dass es andere Anbieter als Chris und Tommy gibt, wo man evtl. nur zu zweit oder zumindest nur mit einem Auto unterwegs wäre. Ich habe es so belassen, wurde es aber vorziehen das alles in kleinere Runde zu erleben. Es war für uns trotz allem ein bereicherndes Erlebnis und Chris muss man einfach mal erlebt haben. 🙂
Zurück bei Sam´s beschließen wir nochmals ins Städtle zu gehen. Auf dem Weg hinaus mache ich ein paar Fotos von Sam´s schönen Garten.
Die Sonne scheint und wir sitzen beim Tug auf der windgeschützten Terrasse und bestellen ein Draft und die gute Fischsuppe von gestern. 😎 Der Guggumann hat nämlich behauptet es wäre die beste die er je gegessen habe 😛 – einschließlich meine 😮 🙄 . Da muss ich doch gleich der Sache auf den Grund gehen……... 😗
Auf dem Rückweg mache ich noch ein paar Fotos, aber wir haben das letzte Mal als wir hier waren so viele Fotos gemacht, dass es uninteressant ist das alles noch mal abzulichten. Den Jetty und die Wellen bei höherer Sonnenstand als gestern
Der Leuchtturm
2 Affen
Das Hohenzollernhaus
Wir machen uns lieber bei Sam ein paar gemütliche Stunden bevor es Abendessen gibt. Wir trinken dann erst mal an der Bar einen GT. Um 19:30 wird dann ein exzellentes Menü serviert.
Der Guggumann zieht den Duft des Weines tief in die Nase ein. So ernst hat er aber nicht guggen müssen, er war nämlich sehr gut.
Jetzt wird der Foto auf die Seite gelegt und wir widmen uns nur das leckere Essen: Zuerst Garnelencoctail mit kreolische Soße Dann eine sehr fruchtige Tomatensuppe Dann das Gesunde: Gemischter Salat Hauptspeise: Kingklip in Weißweinsoße mit Reis und Babyzucchini Finale Furioso: Ein leckeres Parfait mit Obstgarnitur Dazu die Flasche Buitenverwachting Sauvignon Blanc den Sam empfohlen hat. Das war alles sehr, sehr lecker und es bleibt zu sagen: And the winner is SAM! 😛 🤪 😁
Wir reden noch ein bisschen mit den Tischnachbarn, aber um 10 liegen wir im Bett.....
Teil 1013. Nov. 2015
Liebe Fomis, da ich auch zu denen gehöre die sich nicht entscheiden können und weil WE ist, gibt es heute ein gaaaaanz dickes Paket 🤩 😗 😣
17.8.2015 Von Swakop über die Mondlandschaft und Welwitschia Plains nach Wüstenquell
Wir stehen auf und machen klar Schiff. Dann gibt es bei Sam wieder das wunderbare Candlelight-Frühstück. Yammi,yammi. 🙂 Obwohl hier bei Sam noch ein bisschen 70erjahre Charme in den Ecken vorhanden ist, hat es uns hier super gut gefallen. Das Sam’s Giardino wird vom Schweizer Hotelier Samuel Egger geführt und es war nett mit ihn zu plaudern. Hier verbinden sich Fachwissen und Schweizer Gemütlichkeit. Rundumbetreuung des Gastes wird groß geschrieben: Ob mit dem reichhaltigen Frühstück, das bis 11 Uhr zu haben ist, mit dem von Sam kreierten, sehr leckeren Fünf-Gänge- Menu und der „Vinothek“ mit einer großen Auswahl an guten Weinen. Die Freude des Gastgebers an Wein und an lukullischen Genüssen kommt uns auf angenehme Weise zugute. Das Sam’s Giardino ist durch den Kamin in der Lounge und durch Heizplatten in den Zimmern auch bei Nebel und Kälte urgemütlich. Für uns gilt: Jederzeit wieder! 😛
Wir brechen dann auf und fahren erst ins NWR-Büro um ein Permit für die Mondlandschaft und den Welwitchia Drive zu kaufen. Das liegt sozusagen auf dem Weg zu unserer nächsten Unterkunft: Wüstenquell.
Wir erreichen die Mondlandschaft und die Welwitschia-Fläche von Swakopmund aus über die B2 und die C28. Als wir den Swakop River kreuzen sind da noch ein paar Wassertümpel mit Flamingos drin. Die müssen verewigt werden bevor es weitergeht.
Auch ein Paar Säbelschnäbler sind da.
Die Mondlandschaft entstand vor etwa 450 Millionen Jahren, als sich der Swakop River in weiche Gesteinsschichten eingrub. Dieses nahezu vegetationslose Gebiet vermittelt uns das Gefühl, wir sind auf einem fremden Planeten.
Die Welwitschia Mirabilis, benannt nach dem österreichischen Arzt und Botaniker Friedrich Welwitsch, ist eine ganz außergewöhnliche Pflanze. Sie kann in einer extrem trockenen und lebensfeindlichen Umgebung wohl nicht nur 2000 Jahre alt werden, sie zeichnet sich darüber hinaus durch weitere Besonderheiten aus: Sie kommt nur in der Namibwüste und in einem etwa 50 km schmalen Landstrich entlang der Küste bis ins südliche Angola vor. Hier auf der Welwitschia-Fläche in der Nähe von Swakopmund und auch in der Nähe des Brandbergs sind einige Exemplare gut zu sehen.
Jede Pflanze besteht aus nur einem Blattpaar und breitet sich dicht am Boden aus. Da die beiden Blätter durch den Wind und den Sand mit der Zeit ausfransen, sieht es aus, als gäbe es mehrere Blätter.
Ihr Wurzelwerk breitet sich unterirdisch über einen Radius von 15 Metern aus. Es gibt weibliche und männliche Pflanzen. Man kann sie gut unterscheiden. Die männlichen Blüten sehen aus wie kleine kreuzförmige Dolden am Stil, die weiblichen haben dicke zapfenförmige Blütenstände.
In den Pflanzen sitzen jede Menge Welwitchia-bugs, die ganz hübsch sind und die Pflanzen noch ein wenig interessanter machen.
So richtig was für das Auge sind die Welwitschia nicht! Just my five cent. 😗 😵
Wir fahren weiter durch die Welwitschia Plains, links und rechts der Pad wachsen hunderte davon. Bald ist auch schon das erste Hinweisschild von Wüstenquell zu sehen. Die Strecke ist heute eine üble Rüttelpiste, an der Mondlandschaft war es schon schlimm, O-Ton Guggumann: Wer sein Auto liebt, fährt hier nicht! 😠 😣 Wir müssen aber, und die Pad wird schmäler und holpriger und dann noch schmäler und noch holpriger. Mein Driver spricht nicht viel, aber ich kann ihn lesen wie ein offenes Buch: Was hat meine Frau dazu bewogen hier in der Ödnis was zu buchen, hä?? 🤩 🙄 Er müsste mich aber so langsam kennen 😉 und ich verhalte mich ruhig und sage nichts was die Stimmung kippen könnte. 🤨 Nachdem wir bei der Uranmine abgebogen sind, kommt die Frage: Und hier waren wirklich Leute aus dem Forum und haben es auch noch gut gefunden?? 😎 🙄 😵 Glaubt er nicht so…. 😐 Ich bejahe und irgendwann stehen wir vor dem Farmtor zur Wüstenquell. Dann noch anstrengende 13 km und wir sind endlich da. 🤪
Jetzt ist aber auch ein Bier für jeden dringend nötig und während wir den Gerstensaft trinken reden wir mit Herbert das Faktotum, der hier mit seiner Frau Monika den Laden Schmeißt. Und die Welt ist wirklich ein Dorf, Herbert hat in Villingen bei MAN Autoschrauber gelernt! Er ist vor 30 Jahren nach Namibia zum arbeiten gekommen und wegen der Liebe geblieben. 😘 Die Thematik kommt mir irgendwie bekannt vor... 😗 😉
Herbert führt uns dann zu unserem Bergchalet Klipdrift.
Wow, wie schön, da kommt leicht Out of Afrika feeling auf. Das lässt die Anfahrt sofort vergessen und der Guggumann liebt mich wieder!!!!!!!! 😄 😘
Das open air Bad
Wir genießen einfach die Location für ein paar Stunden. Die Aussicht von der Terrasse.
Dann fahren wir vor ins Hauptgebäude. Dort gibt es Kaffee und Kuchen und wir lernen Nette und Frank (Speed66) aus dem Forum Kennen. Wir haben schon Zuhause unsere Route verglichen und wir verpassen uns mehrmals knapp - nur hier sind wir 2 Nächte gemeinsam. 😁 Wir werden anschließend mit ihnen eine Farm- / Sundownerfahrt machen.
Der Guggumann findet dann eine tote Perbunan-Elaprim Schlange. Vielleicht kann Prof. Ebert mit die weitere Bestimmung helfen.? 😉
Kurz nach dem Start versagt aber die Karre und Herbert muss zurücklaufen den Bakkie holen. Foto Nette
Wüstenquell ist eingebettet in den Namib Naukluft Park und bietet wunderschöne Fotomotive. Hier werden wir mit bizarren Felsformationen, fantastische Ausblicke und Buschmannzeichnungen belohnt. Tiere haben wir kaum gesehen, nur ein entfernter Springbock und 5 Warzenschweine - not to mention.
Unbestritten gehören die Felsformationen auf Wüstenquell zu den größten Attraktionen der Farm. In Millionen von Jahren haben Wind und Wetter den Granitfelsen auf Wüstenquell die skurrilsten Formen verpasst.
Es gibt ein vielfältiges Pflanzenleben. Euphorbien, Köcherbäume, Aristidagras und Kameldornbäume sind nur einige Beispiele für den Reichtum der Flora.
Ein Blick in die Sukkulentenwüste
Herbert führt uns dann auch zu der Höhle mit den unterirdischen Felsmalereien.
Nach anfänglichen kurzen Kriechen standen wir vor den Bushman-Zeichnungen. Foto Nette Foto Nette
Auf der Landkarte ist Wüstenquell unter dem Namen Modderfontein (Schlammquelle) eingetragen. Tatsächlich gibt es unweit des Farmhauses eine Quelle, die schon zu Zeiten der Kolonialherrschaft als Tränkstelle für die Ochsenwagenzüge auf dem Weg ins Inland genutzt wurde. Insgesamt soll es hier 7 Quellen geben. Ich knipse den Guggumann wie er eine davon fotografiert
So sieht das Resultat aus
Auf Wüstenquell stehen auch die Ruinen des deutschen Bahnhofs aus dem Jahr 1900. Hier ging früher die Schmalspurbahn der Deutschen durch zum Wasser fassen auf dem Weg ins Landesinnere.
Rotgolden verabschiedete sich jetzt schon die Sonne von uns und lässt den Himmel in verschiedenen Rosatönen erscheinen. Die Hitze des Tages verlässt uns und wir stehen dort in der riesengroßen Weite der Wüste bis die Sonne untergegangen ist.
Als wir zu dem berühmten Adlerfelsen ankommen, ist die Sonne bereits untergegangen und wir haben nicht mehr schönes licht zum Fotografieren.
Wir beschließen morgen uns nochmals hinfahren zu lassen. Alleine darf man nicht und wir wurden es auch nicht finden. 🤨
Wir trinken den obligatorischen GT bevor es zurück zur Wüstenquell und das Abendessen geht. Auch hier sitzen wir mit den anderen am gemeinsamen Tisch, was ich als sehr angenehm empfinde. Es gibt als Vorspeise Filoteig mit Gemüsefüllung (Filoteig ist dieses Jahr in Namibia in 😉 ) Als Hauptgericht gab es Zebrarouladen mit Broccoli und Kartoffeln und als Nachtisch Schokoladenpudding. Alles sehr lecker. 😛
Wir fahren dann im Dunkeln die 3 km Krinkelstrasse zurück in unser Mountain Chalet. Dort süppeln wir noch ein GT als Nightcup während wir den Sternenhimmel betrachten. Die Milchstraße leuchtet hell und ungestört. Das Kreuz des Südens, mit dessen Hilfe sich Seefahrer im Mittelalter den Weg in Richtung Süden fanden, ist zwar das kleinste der Sternbilder, aber eines der bekanntesten. Da es am südlichen Himmel keinen Stern wie den Polarstern gibt, der den Himmelspol kennzeichnet, ist das Kreuz des Südens von besonderer Bedeutung für die Orientierung. Seine vier hellsten Sterne bilden ein markantes Kreuz inmitten der Milchstraße. Wenn man die Längsachse knapp fünfmal verlängert, so gelangt man zum südlichen Himmelspol. (Alles klar? 😉 )
Wir gehen ins Bett und gucken weiter Sterne bis die Äuglein zufallen…………….
Teil 1118. Nov. 2015
18.8.2015 Ein gemütlicher Tag auf Wüstenquell
Ich bin wie immer früh wach und gehe wieder den Sonnenaufgang fotografieren.
Unter uns im Tal kommt dicker Nebel von der Küste angerollt. Die Luftfeuchtigkeit und der Nebel vom Atlantik erreichen noch das Gelände von Wüstenquell. Die unregelmäßigen Gesteinsoberflächen entstehen durch eine besondere Form der Erosion, der Tafoni-Verwitterung. In der niederschlagsarmen Wüste trägt der Seewind Feuchtigkeit und Salze vom Meer heran, die sich als Tau auf den Felsblöcken niederschlagen. Das salzhaltige Meerwasser dringt zunächst in feinste Zwischenräume des Granits ein, verdunstet dann am Tage und hinterlässt die auskristallisierten Salze im Gesteinsinneren zurück. Dieser Vorgang aus nächtlicher Befeuchtung und anschließender Verdunstung wiederholt sich ständig und führt schließlich durch das Anwachsen der Salzkristalle zum Zerplatzen der obersten Gesteinsschicht. Bizarr und anmutig wirken die von Wind und Wetter ausgehöhlten Granitblöcke.
Ich klettere auf die Felsen und schaue alles von oben an. Die Steinformationen haben durch Erosion die skurrilsten Formen angenommen. Dazu der weite Horizont. Um mich rum nix und niemand, nur Landschaft.
Irgendwann kommt der Guggumann und schaut nach wo sein Fraule bleibt.
Der Braaiplatz und der Weg der zu unser Chalet führt.
Wir haben für 8:30 ein Frühstückskorb bestellt und dann wird auch unser Donkey angeheizt.
Wir packen das Frühstück aus und es stellt sich die Frage wer soll es alles essen? Super lecker und reichlich.
Danach duschen wir in unsere open Air Dusche und setzen uns auf die Terrasse die Haare trocknen, denn Steckdosen suchen wir hier vergeblich. Dort scheint inzwischen die Sonne und wir fangen auch endlich an unsere Bücher zu lesen. Ab und zu lassen wir unseren Blick über die Landschaft schweifen - am Horizont der Gebirgszug „Langer Heinrich“.
Unser Programm für heute heißt nix tun außer diese schöne Location zu genießen. Nur am Spätnachmittag wollen wir mit Nette und Frank nochmal zum Adlerfelsen.
Irgend wann tut die Kehrseite weh vor lauter sitzen und wir raffen uns auf und laufen in der schönen Landschaft ein bisschen herum.
Dies ist doch eindeutig eine Totenkopfhöle.
Auch die Camp Site schauen wir an. Toll. Da kann ich schon verstehen, dass viele Camper es schade finden, dass die Campingmöglichkeiten aufgegeben werden.
Später sitzen wir wieder auf der Terrasse und lesen. Mir werden die Lieder schwer und ich lege mich für ein Stündchen auf das Bett um ein bisschen Augenpflege zu machen. So vertrödeln wir den Tag und das tut gut! Um 4 gehen wir ins Haupthaus Kaffee trinken.
Anschließend fährt uns Jonny zum Adlerfelsen, der sich jetzt im sehr schönen Licht präsentiert.
Die schönen erodierten, ausgefransten, durchlöcherten Felsformationen regen die Phantasie an. Ich sehe versteinerte Wellen, Riesenpilze oder Schwämme. Die Fotos müssen jetzt für sich sprechen…………..
Immer wieder auch ein Blich auf die Flora
Wunderschöne Steinsklpturen
Glückliche Menschen
Und die letzten fotos von Adlerfelsen
Auf dem Heimweg nehmen wir noch den etwas mickrigen Sonnenuntergang mit. Das heißt, die Männer steigen aus und machen Fotos und Nette und ich bleiben auf den Bakkie sitzen.
Nette und Frank haben ein Braaipaket bestellt, wir bleiben auf der Terrasse sitzen und trinken den üblichen GT als Apero und unterhalten uns mit Monika und Herbert bis es Abendessen gibt. Das besteht aus: Gemischten Salat Zebrabraten mit Reis und Gemüse. Der Nachtisch war mal richtig namibisch. Kuchen mit Soße. Ich mache dann ein paar Fotos von den Stachelschweinen bevor wir wieder in unser schönes Chalet fahren.
Wir sitzen noch eine Weile am großen Fenster und schauen eine Weile den Sternenhimmel an bevor wir ins Bett gehen.
So please turn on your magic beam, Mr. Sandman bring me a dream.....
Teil 1222. Nov. 2015
19.8.2015 Von Wüstenquell nach Omandumba - wir lernen Hans der "Wüstenfuchs" und Helmut "Der Ewige Gärtner" kennen.
Als der Tag anbricht, bin ich wieder wach und mache ein Foto von den schönen Makrele Wolken bevor ich wieder ins Bett gehe und noch eine Weile lese.
Albertino wollte dann den Donkey anheitzen, aber das Feuerholz welches gestern noch fein säuberlich gestapelt da lag, ist auf mystischer Weise verschwunden. 🙁 * Wir machen dann nur Katzenwäsche, laden unseren Boliden und lassen den Blick nochmals genießerisch über alles schweifen bevor wir aufbrechen und in die Lodge frühstücken fahren. Wir unterhalten uns noch eine Weile mit Oliver Rust bevor wir die Rechnung bezahlen und uns auf den Weg machen. Wer Ruhe, Einsamkeit und Naturnähe sucht ist hier Gold richtig. Unser Mountain Chalet hat uns sehr gut gefallen und es war die Rüttelpiste wert hierher zu kommen. 🙂
Wir starten dann unsere Fahrt, zuerst Richtung Usakos. Bis wir nach 19 km das Farmgelände hinter uns gelassen haben, waren wir schön durchgeschüttelt und ich hatte meinen Morgensport in dem ich die vielen Farmtore geöffnet und wieder verschlossen habe. 😵 Wir fahren an Jackalwater und Sphinxblick vorbei. Danach wurde die Piste auch nicht viel besser - bis heute haben wir die Namibischen Waschbrettpisten nicht so richtig lieben gelernt. 20 km nach Usakos wurde die Pad ein bisschen besser und wir erreichen Omandumba mit deutlich mehr Zeitverbrauch als von T4A veranschlagt. 🙄 😣
In der Mitte des landschaftlich reizvollen Erongogebirges liegt die Omandumba Gästefarm, eine einfache Farm mit familiärem Gästebetrieb, die von den Eigentümern Deike und Harald Rust mit viel Begeisterung geführt wird. Omandumba, „Der Platz, wo der Bitterbusch wächst“ war anfangs eine reine Rinder- und Ziegenfarm im Besitz der Familie Rust. Erst später wurde die Idee entwickelt, die Farmerei mit einem Gästebetrieb zu kombinieren. Angesichts der traumhaften Landschaft, die jeden Namibia-Reisenden sofort in den Bann zieht und der spannenden Flora und Fauna des Erongos eine naheliegende Entscheidung.
Ich bin auf diese Gästefarm sehr gespannt und nach dem ersten Eindruck bin ich mir nicht so sicher ob es mir gefällt oder nicht. 🤨 Ohne Jemand zu nahe zu treten, in und um das Haupthaus war es, um es vorsichtig auszudrücken, ein wenig "unaufgeräumt". Aber ich bin auch dafür bekannt deutscher als die Deutschen und päpstlicher als der Papst zu sein. 😗
Die Bungalows sind neu, zweckmäßig eingerichtet und das Bad ist schön groß.
Der Kleiderschrank 😉
Es sind aber Doppelbungalows und wenn man auf der Terrasse sitzt, ist keinerlei Abtrennung zum Nachbar. Da fehlt für mich ein bisschen die Privatsphäre.
Und die Bungalows sind gleich beim Haupthaus hingestellt, das ist wie beim Ritter Sport: quadratisch, praktisch, gut. 🙄 Dieses Gelände ist aber so groß und hat so viele schöne Ecken, daher wäre es kein Kunststück ein „netteres“ Plätzchen zu finden.
Zum Sundownern fahren wir mit auf dem Hausberg. Ein paar Minuten Fahrt und wir stehen zwischen wunderschöne Felsformationen.
Wir erklimmen einen und von hier oben haben wir einen schönen Blick auf die Landschaft des Erongo.
Neben der faszinierenden Entstehungsgeschichte, ist vor allem die reizvolle Landschaft Erongos ein Höhepunkt. Das Erongogebirge ist der Überrest eines riesigen uralten Vulkans, der vor etwa 130 Millionen Jahren ausgebrochen ist. Noch heute kann man auf Satellitenaufnahmen die Form des Vulkans mit einem Durchmesser von etwa 30 km erahnen. Riesige Granitblöcke, ehemals unterirdisch erkaltete Lava, liegen wie von einem Riesen hingeschleudert in der Landschaft.
Der Guggumann mitten im Erongo
Die surrealen Landschaftsformen und riesenhaften Granitblöcke schimmern im Licht der untergehenden Sonne rötlich
Auch der Sonnenuntergang lässt sich von hier oben wunderbar beobachten. Leider gab es an diesem Abend nicht eine einzige Wolke am Himmel und so fehlte das Farbenspiel am Himmel, nachdem der glutrote Ball hinter einer Bergkette verschwunden war.
Zurück auf Omandumba sitzen wir an der Feuerstelle und reden mit den andern Gästen bis das Essen fertig ist. Dabei lernen wir auch Lizzy und Hans und Helmut „Der Ewige Gärtner“ oder vielleicht doch lieber „Der ewige Stenz“ und er könnte auch die Vorlage für „Der 100jährigen der aus dem Fenster stieg“ geliefert haben. 😄 😉 Wobei er nicht 100 sondern erst 78 ist. 😗 Helmut hilft hier ab und zu bei verschiedenen Tätigkeiten wenn sein Rentnerdasein zu langweilig wird. Auf jeden Fall ist Mal die Welt wieder sehr klein. Helmut kommt aus Bad Säckingen. Hat den 2. Weltkrieg als kleiner Bub erlebt und als 7-jähriger mit seiner Mutter in drei Konzentrationslager, unter anderem in La Rochelle, in Frankreich gesessen. Das waren zum Teil sehr grausame und traurige Geschichten die ich hier nicht wiedergeben möchte. Obwohl ich von Helmut die Erlaubnis habe über ihn zu schreiben. Auf jeden Fall zeigt es sich, dass die Welt wieder sehr klein ist.... Er hat eine Gärtnerlehre in Stuttgart Hohenheim gemacht und hat 2 Jahre hier bei uns um die Ecke in der damaligen Gärtnerei Brandt gearbeitet. Das war bevor er in die weite Welt auszog. Über Ägypten, wo er für irgend ein Potentat gegärtnert har, ist er nach Australien gelangt, wo er 5 Jahre für Das Parlament die Gärten und große Sportplätze angelegt hat. Dort hat er über 46 Gärtner befehligt. Später ist er nach Südafrika gekommen. Hier hat er 18 Loch Golfplätze und Sportanlagen angelegt, bevor er weiter nach Namibia gezogen ist. In Namibia hat er so ziemlich alles gemacht, da Namibia zu der Zeit weder für seine Golfplätze noch für seine blühenden Gärten berühmt war. Er ist unter anderem beim Kartographisieren an der Skeleton Coast mit seinem Kompagnon verloren gegangen, das war vor Satphone und GPS-Zeiten, und sie sind auf den letzten Drücker gerettet worden. Da war der Sprit schon lange alle und das Kühlwasser aus dem Auto getrunken. Nach langem Spitalaufenthalt wo er sich vom „verschüttgehen“ erholt hat, ist er nach Malawi „gebeten“ worden, um für den damaligen Herrscher 7 Monate lang den Garten um sein „private house“ anzulegen. 🙄 😣 Die Reise dorthin verlief nicht ohne Rebellen und Kugelhagel zu durchstehen. 🤩 Dies nur ein kleiner Aufriss aus ein sehr ereignisreiches Leben. Hans und Lizzy sind Wüstenfuchse und haben so ziemlich jede ungewöhnliche Ecke dieser Welt bereist. In Libyen sind sie in Konvoi mit 2 anderen Autos gefahren. Hans ist dann mit dem Hinterrad über eine Panzermine gefahren und das Hinterteil vom Auto wurde weggesprengt. Er wurde hinausgeschleudert und konnte seine Frau gerade noch hinausziehen bevor das Wrack in Flammen aufging. Das ausgebrannte Wrack ist noch auf Google Earth sichtbar und seit dem feiern sie im Januar noch mal gemeinsam Geburtstag. Uns klingeln die Ohren von den Geschichten und wir sind auch ein bisschen dankbar über unser im Vergleich etwas langweiliges Leben. 😉 😮
Währenddessen grillt Harald gefühlt ein ganzes Oryx. 😛 Das hausgemachte und wirklich leckere Essen, meist Wild von der Farm und Biogemüse aus dem Farmgarten, wird in gemeinsamer Runde auf der schönen Terrasse serviert. Die Fotos habe ich aufgenommen bevor wir zum sundownern sind
Zu dem gegrilltem Qryx gab es sehr leckere Salate und frisch gebackenes Brot. Dazu ein Glas Rotwein, welches Helmut randvoll einschenkt. 😄 Anschließend sitzen wir noch an der Feuerstelle und gucken ein bisschen in den Flammen. Harald und Deike werden morgen Früh mit ihren Kindern für 4 Tage wegfahren da Schulferien sind. Salomé und „Helmut der Gärtner“ werden hier sein und Lizzy, Hans und uns 2 betreuen – außer uns 4 reisen alle anderen ab.
Mit Taschenlampe sockeln wir dann zurück ins Bungi wo wir bald im Reich der Träume sind.
* Zuhause schickt mir Nette diese Fotos. Als sie an unser Mountainchalet vorbeigefahren sind haben sie gemeint die Hütte brennt. Sie sind nachschauen gegangen, es war aber nur der Donkey! Als wir nach dem Dinner kamen haben wir von alldem nichts mehr bemerkt. So ist jetzt der Verbleib unser Feuerholzes auch geklärt
Teil 1325. Nov. 2015
20.8.2015 Teil 1 Omandumba – Farmrundfahrt zu den Felsmalereien
Vogelgeschwitscher weckt mich auf. In dem Baum vor unser Bungalow fliegen sie ? schon emsig hin und her.
Mahali-Weber-Frau. Danke Bele
Familie Rust ist schon weg als wir zum Frühstück kommen. Das tut aber hier der Qualität keinen Abbruch. Es gibt Eierspeisen nach Wahl, selbst gemachten Ziegenkäse, dito Marmeladen und von Harald gemachtes Rauchfleisch und Salami. Sehr gut! 😛
Um 9 haben wir mit Salomé einen Scenic Drive über das schöne Gelände zu den Felsmalereien gebucht.
Heute ist auch der Weg das Ziel und wir genießen die Landschaft in vollen Zügen
Neben den Felszeichnungen sind die Berge natürlich noch ein kleines Paradies für Geologen und Mineralogen.
Der helle und grobkörnige Erongogranit, der den ehemaligen Vulkan umgibt beinhaltet an vielen Stellen große, dunkle Turmalinnester. Zum Teil findet man hier auch Topas, Flussspat und Zinnstein, wegen ihrer Verwitterungsbeständigkeit ragt dieses Gestein oft in Form von Beulen aus dem umgebenden Granit heraus. Auf Granit zu laufen ist recht einfach, auch wenn die Felsen an der Oberfläche brüchig sind. Man hat guten Halt auf der wettergegerbten Oberfläche
Wir kommen dann zu einer Gruppe von Felsen die den Namen „Die 3 Elefanten“ trägt. Ich strenge mich zwar an aber ich kann eine Ähnlichkeit mit den grauen Riesen nicht ausmachen. Vielleicht wurde es mit ein paar GT´s intus besser klappen. 😗 😣
Im Erongo gibt es tausende Felsmalereien unter anderem auch auf Omandumba. Die Malereien und viele archäologischen Funde zeigen, dass vor langer Zeit hier San lebten, jagten und ihre Spuren hinterließen. Durch Kolonisierung und Konflikte mit anderen Kulturgruppen wurden die zurückhaltenden Buschleute schon vor langer Zeit aus diesem Gebiet vertrieben.
Später kommen wir an eine andere Stelle wo auch Bushman-Zeichnungen sind
Wir betrachten lange die Zertrümmerten Berge des Erongo. Wir sehen was die Erosion in Hundert-Millionen-Jahren modelliert hat und bekommen eine Ahnung davon wie lächerlich Tage, Monate, Jahre sind.
Auf dem Rückweg schauen wir noch die Klipp-Schläfer-Höle an – schon wieder so ein Platz der einem das Camper-/Selbstversorgerleben schmackhaft machen könnte.
Um 12:30 sind wir zurück und trinken erst Mal ein kaltes Savanna aus der Honestybar.
to be continued.....
Teil 1427. Nov. 2015
20.8.2015 Teil 2 Besuch bei den SAN
Wir haben 2 Stunden kein Programm, d.h. ich mache Augenpflege und Albertino unterhält sich mit Helmut und lässt sich wieder ein paar Storys aus dessen bewegten Leben erzählen. 😄 Um 14:30 gibt es Kaffee und Kuchen, seeehr lecker und so gar nicht Namibisch. 🙄 Um 3 fahren wir mit Hans und Lizzy um die Ecke zu den San. Achtung Bilderflut!
Buschmänner (San) sind die Ureinwohner im südlichen Afrika. Mit dem Vordringen der Bantu aus dem Norden und der Landung der ersten Europäer begann ihre Vertreibung aus den angestammten Lebensräumen bis in die Wüstenregionen der Kalahari an der Grenze zu und in Botswana. In Namibia machen sie als kleinste ethnische Gruppe gerade noch zwei Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Die meisten können heute nicht mehr als Jäger und Sammler leben. Die Arbeitslosigkeit unter den San ist ziemlich hoch. Ein Teil arbeitet auf Farmen oder als touristische Fährtenleser für Lodges. Einige wenige versuchen, die alten Traditionen aufrecht zu erhalten. Seit 2009 wird auf Omandumba ein Lebendes Museum der Buschleute betrieben. Das ist dabei Schule und Museum zu gleich, es dient einerseits dazu, das alte Wissen der Buschleute zu bewahren und an Kinder der San aber auch an Gäste weiter zu vermitteln. Auch um den San ein Einkommen zu erwirtschaften. Das Lebende Museum wird eigenständig von den Buschleuten betrieben, 90% aller Einnahmen gehen direkt an sie.
Das Lebende Museum gibt den Besuchern einen interessanten Einblick in die uralte Jäger- und Sammlerkultur und die ursprüngliche Lebensweise der San. Hier zeigen sie wie Sehnen für den Bogen hergestellt wird
Es wird demonstriert wie sie Feuer machen
Und auch wie sie Fallen stellen.
Der Fallensteller
Aus Straußeneierschalen wird Schmuck hergestellt
Ein Höhepunkt jeden Besuchs im Lebenden Museum sind sicherlich die Darstellungen von uralten Tänzen und Ritualen. Hier wird der Giraffentanz gezeigt. Sie sind alle nur mit einem Lendenschurz bekleidet und sind sehr schmal und feingliedrig.
Die Frauen singen dazu
Rasseln aus Samen uns Fruchtstände werden zu Ketten zusammengebunden und unterstützen die Darbietungen.
Die San wollen dann ihre Jagdtechnik demonstrieren. In einer Astgabel hängt ein Fell vom Antilopentier, mit Stroh noch ein wenig ausgestopft und in Form gebracht. Der Bogen wird gespannt, wusch, der Pfeil schwirrt knapp links am bereits toten Tier vorbei - aber knapp daneben ist auch vorbei. 😗 😣 Der jüngere will es besser machen, spannt sein Bogen, wusch, der Pfeil geht ein Meter rechts am immer noch toten Tier vorbei. 😮 Sie drücken dann den Guggumann den Bogen in der Hand - soll er sein Glück versuchen. 😗 Er spannt den Bogen, zieht ab und trifft - mitten ins Herz. 🤩 🤪 Wäre das Tier nicht schon tot, jetzt wäre es auf jeden Fall hinüber. 😄 🤪 Die San gucken fassungslos ob dieser Treffsicherheit. 😮 Nur gut, dass er seine Fähigkeiten nicht noch Mal demonstrieren musste - das war nämlich Anfängerglück! 😉 Ich war leider zu beschäftigt die wunderbaren Gesichter der San fest zu halten um diese Demonstration von Guggumanns Schusstechnik festzuhalten. 😈 (Hat er mir schwer verziehen) 😠
Auf meinem Wunsch gehen die San ins Gras damit ich hübschere Fotos machen kann.
Wir dürfen ausdrücklich nach Herzenslust fotografieren und es ist eine Freude diese Gesichter auf die Speicherkarte zu bannen.
Man with a tooth gap
Ziemlich beste Freunde
Mr. nice guy
Sisters
Little sunshine boy
Nice girls
Wir verabschieden uns dann und fahren zurück nach Omandumba
Als wir zurück sind, überspiele ich die Fotos auf mein Notebook und Albertino mixt ein GT. Jetzt können wir nur noch einmal verkündet er, dann ist der Gin alle. 🤩 Ich fass es nicht, wo ist denn der verdunstet? So heiß war es doch noch gar nicht. 🙄 In Swakop und auf Wüstenquell waren die Nächte noch relativ frisch, hier hat es tagsüber 28° und die Nächte sind auch angenehm. Wir gehen dann an der Feuerstelle mit den anderen ein bisschen reden. Zu 6 ist das eine ruhige, gemütliche Sache. Helmut hat heute an eine Straße die zu einem neuen Sundownerplatz führt, gearbeitet. Salomé erzählt, dass sie Harald vorgeschlagen hat auf dem Gelände 6 „luxus“-Zelte zu bauen. „I would like to run that business for him” sagt sie. Salomé klick mich Da habe ich noch nichts über ihren Background gewusst.
Das Abendessen war mal wieder sehr lecker, den Dreh hat die „Kitchen-section“ echt darauf. Es gab gemischten Salat, Rouladen von irgendein Wildtier, Gemüse und Reis. Als Nachtisch Schokopudding. Und nachgespült haben wir wieder mit ´nem Roten aus der Honestybar. 😉 Nach dem Essen sitzen wir wieder an der Feuerstelle und lauschen Geschichten aus aller Welt. Irgendwann werden die Lieder schwer und wir gehen ins Bett und lesen noch ein bisschen bevor wir ins Land der Träume überwechseln…………..
Teil 1502. Dez. 2015
Dies ist das erste Kapittel geschrieben und eingestellt auf den neuen PC. Mal schauen ob das gut geht. 🙄 So richtig klar blicke ich es hier mit Windows 10 noch nicht 🤩 🤩
21.8.2015 Mowani – im Land der Boulder
Wir wollten heute etwas früher aufbrechen, aber Albert sitzt beim Frühstück zwischen Hans und Helmut, und das bedeutet in einem Sperrfeuer von Geschichten. 😣 Jeder will Sieger sein im Erzählen. Helmut erwähnt dann, dass er fit wie ein Turnschuh wäre, denn seine Frau ist erst 38 😊 . Sie ist seiner 3. Frau - 2 sind mir weggestorben sagt er. Albertino wie aus der Pistole geschossen (die hat Helmut übrigen im Holster umgeschnallt, ´cause in Afrika you never know 😗 ): Helmut wir müssen uns unterhalten wie du das Kunststück fertig gebracht hast mit 78! 😄 😗
Der Guggumann soll bloß nicht auf dumme Gedanken kommen! 😠 😉
Mit Zustimmung von den Protagonisten darf ich die Fotos veröffentlichen.
Hans kann noch ein paar Geschichten aus der Mongolei und dem Sudan beisteuern, aber dann ist wirklich Zeit zum Aufbruch! Meine anfänglichen Bedenken haben sich verflüchtigt und ich denke gerne an Omandumba zurück. Schön war es! 🙂
Wir verabschieden uns und starten die etwas lange Etappe nach Mowani. Albertino fährt inzwischen den Boliden wie einst Fangio und es geht flott voran. In Uis kaufen wir noch ein bisschen ein, im Bottlestore auch eine neue Flasche Gordons. 😗 🤪
Erst als wir auf der D 2612 abbiegen wird die Pad wieder zur Waschbrettpiste, aber was soll es…………
Auf Mowani Mountain Camp bin ich schon sehr gespannt, ist es doch unsere teuerste Unterkunft, und wurde schon überall mit Superlativen bedacht.
Der Name Mowani stammt von dem Wort Dwane - Gottes Platz. Das Camp wurde im Stil eines afrikanischen Dorfes an einem Hügel gebaut, mit fantastischem Ausblick über das Aba-Huab Tal und die dahinter liegenden Sandsteinformationen. Die großen runden Reetdächer der zentralen Lodegebäude fügen sich harmonisch in die umliegende Landschaft mit ihren riesigen Granitkugeln ein. Es ist schwierig, die Gebäude von weitem zu erkennen, weil sie so gut in ihre Umgebung integriert sind.
Die Begrüßung und Einführung inklusive Willkommensdrink ist professionell, das Personal ist sehr herzlich. Die Zimmernummer mussten wir hier niemals nennen, man kennt seine Gäste. Nur WIFI suchen wir hier vergeblich. 🤨
Wir nehmen erst in der offenen Lobby Platz und bestellen was zum Trinken.
Daneben ist ein kleiner künstlicher Wasserlauf, der über dicke Granitsteine geleitet wird und dort Tümpel bildet. Hier tummelt sich eine bunte Vogelschar. Ich muss gleich mein Foto holen und ein paar Bilder machen.
Rußnektarvogel
Rotkopfamadine
Maskenbülbüls
Senegaltaube
Glanzstare
Guineataube
Frage an die Vogelkundler: Ist das wieder ein Mahaliweber? 🙄 Nein ist es nicht! Fotomatte meint Lark-like Bunting aka Lerchenammer. Danke 🙂 Wieder mit Hilfe von Fotomatte: White-throated Canary oder Weisskehlgirlitz. Dankie 😁
Ein Paar Rotkopfamadinen, wobei das Weibchen die unscheinbarere ist
Und auch eine weibliche Siedleragame / Felsen (Rock) Agame krabbelt herum
Wir haben von hier auch eine wunderschöne Aussicht
Wir werden dann zu unser Zimmer geführt. Ich bekam bei der Buchung kein View-Bungalow mehr, jetzt haben wir Nr. 12 bekommen. Das ist das letzte in der Reihe, umrahmt von mächtigen Granitfelsen und es hat auch eine schöne Aussicht. Dazu absoluter Privatsphäre - hier schaut kein Nachbar herein. Es ist alles sehr geschmackvoll eingerichtet, im hinteren Teil befindet sich Bad und Toilette. Auch eine Außendusche ist vorhanden – wurde von uns aber nicht benützt.
Aussicht von der Terrasse.
Wir gehen dann gemütlich alles anschauen. Hier haben die Architekten und Ausstatter wirklich an jede Kleinigkeit gedacht und es macht Freude sich jede Ecke anzusehen.
Sonst entspannt man sich am Felsenpool, auf dem Sonnendeck und genießt die tolle Aussicht.
Überall liegen die Felsenkugeln herum
Wir gehen dann zurück duschen solange es warm ist und genießen unsere schöne Unterkunft für ein paar Stunden. Dazu trinken wir die absolut letzten Tropfen aus der alten Ginflasche.
Einer der Höhepunkte des Tages ist hier der allabendliche Sundowner, der auf einen Felsklotz nur wenige Schritte vom Restaurant aus gefeiert wird. Wir können uns auf Stühle oder auch bequem auf Kissen am Boden räkeln, mit dicken Baumstämmen als Rückenlehne. Von der kleinen Bar werden dann Drinks nach Wunsch serviert –für uns ein GT, what else - und kostenlos dazu leckeres Fingerfood gereicht.
Beim Blick auf die untergehende Sonne und die unberührte wilde vulkanische Landschaft unterhalb des Felsens kommt man auch mit den anderen Gästen ins Gespräch.
Der Sonnenuntergang ist nicht gerade prickelnd - die neue Wortschöpfung Dunstdowner ist sehr treffend. 😵
Wir bekommen dann pro Zelt eine sehr starke 12V-Lampe in der Form eines Akku-Schraubers mit ebensolchen dicken Akkus daran, mit der man die Wege zu den Zelten und zum Restaurant sehr gut ausleuchten kann.
Wir nehmen unseren GT mit und sitzen noch eine Weile an der Feuerstelle.
Dann ist es Zeit in den Speisesaal zu wechseln wo das Dinner serviert wird.
Das war übrigens Spitzenklasse. Was die Truppe in der Küche bietet ist lecker und abwechslungsreich. Am Abend gibt es ein 3-Gang-Menü mit Wahl zwischen zwei Hauptspeisen.
Es gab als Vorspeise Räucherlachs mit in Chianti pochiertes Ei, Hauptgericht Tournedos mit Rösti und saisonales Gemüse. Als Nachtisch Meringe mit Beerenkompott und Schokoladeneis.
Dazu trinken wir ein Cabernet Sauvignon Rainbows End.
Einziger Kritikpunkt, das Couvert-Brot war nicht gut – süßlich und außen schon etwas schlabberig 😵 . Sonst war alles yammi, yammi.
Etwas angeschickert gehen wir mit den Taschenlampen den steinigen Weg zur Bungalow. Für morgen früh haben wir den Ausflug zu den Wüstenelefanten gebucht.
Ob wir die auch sehen werden?
Teil 1605. Dez. 2015
Dann wollen wir mal schauen was der Nikolaus im Sack hat. Irgend wer hat den Wunsch nach Wüstenelis geäußert
22.8.2015 Teil 1 Jagd auf die Wüstenelefanten
Um 5:30 klingelt das Handy, ich bin aber schon wach. Um 6 gibt es Frühstück und um 6:30 startet die Tour. Das Frühstück ist mega lecker, nur so früh und unter Zeitstress können wir das nicht so richtig genießen. Aber Morgen ist auch noch ein Tag! 😗 Da es am Vortag sonnig und warm war, haben wir uns danach angezogen. Hose, T-Shirt und Softshelljacke darüber. Als ob das Wetter jetzt immer schön wäre. 🙄 😎 Außerdem, in eine Stunde scheint sowieso die Sonne und dann wird es mollig warm. 😵 Dachten wir! 🙁 Das ist so was von weit gefehlt, denn die Sonne wird den ganzen Tag kaum scheinen. Die Temperaturen sind zeit gestern dramatisch gefallen und wir frieren und zittern wie Espenlaub. 😠 🙄 Das schon mal vorweg. Der Sonnenaufgang sah nicht mal schlecht aus, aber das war so eine kleine Verarsche am Anfang. 😠
Wir sind mit 2 Safarifahrzeugen unterwegs – in den einen Familien mit Kindern, wir sind in dem „Erwachsenenauto“. Der Fahrtwind und die Kälte treiben uns die Tränen in den Augen, die dünne Fleecedecke hilft auch nicht viel und ich warte sehnsüchtig auf den Sonnenaufgang. 🙄 Die Sonne verarscht uns aber heute und es bleibt wie schon erwähnt mit dem Wunsch. Ich kann nicht aufhören sehnsüchtig an unsere Fleecejacken und Skiunterwäsche zu denken, die noch in den Reisetaschen vor sich hinschlummern. 😣 Wir kurven dann stundenlang durch unwegsames Gebiet - unfassbar was so Autos aushalten - und sehen außer tonnenweise Elefantendung und Elefantenspuren nix, null, nada. 🙁 😣 Es wird gewalkitalked mit dem anderen Auto mit dem gleichen Resultat: Zero Elephants. 😠 Wir machen dann in einem Dorf halt, oder wie man diese armseligen paar Hütten nennen will, und fragen nach den Elis. Tja, die haben sie gestern gesehen, nützt uns aber heute reichlich wenig. 😣 Ich habe schon die Hoffnung aufgegeben und möchte nur, dass es bald überstanden ist damit wir zurückkönnen um uns aufzuwärmen. Zugegeben, dieses herumschlottere haben wir die eigene Blödheit zu verdanken. 😠 Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. 🙂 Auf einmal knattert der Funk, das andere Auto hat sie gefunden! 😄 🤪 🙂 Wir fahren im rasanten Tempo, wortwörtlich über Stock und Stein, und dann sehen wir sie auch
Auf einmal ist die Kälte vergessen und wir genießen den Anblick der grauen Riesen. Albertino meint es waren ca. 15 Stück. Ich habe vor lauter hin und weg sein, vergessen zu zählen. 😛 So, und jetzt kommen mal wieder ein paar Fotos zu viel. Da müsst ihr durch.
Langsam, lautlos und majestätisch kommen sie gelaufen.
Im staubtrockenen, menschenleeren Norden Namibias leben die Tiere noch weitgehend ungestört. Und für Wüstenelefanten ist es sogar ein Paradies, trotz Wassermangel. Es sind aber Wasserstellen für die Elefanten angelegt, sonst wurden die Elefanten die Wassertanks in den Dörfern plündern. Ein Konflikt zwischen Mensch und Tier wurden die Elefanten immer verlieren.
Diese zwei wollen Mal Kräfte messen
Wir fahren dann auf ein Hügel (argh, die spitzen Steine) wo wir aussteigen können und die Elefanten von oben betrachten wie sie ihren Weg fortsetzen. Für uns gibt es Kaffee, Tee und Muffins. Nach einer Weile folgen wir sie wieder.
Auf der Suche nach Nahrung und Wasser wandern solche Wüstenelefanten im Laufe des Jahres von den Kabere Bergen im Landesinneren bis zur Skelettküste am Atlantik und wieder zurück. Im Nordwesten Namibias herrschen extreme Bedingungen, aber dennoch leben diese Tiere hier. In Familien ziehen sie als Nomaden durch die Namib und durch strenge Schutzmaßnahmen hat sich die Population erholt.
Die Elefanten ziehen dann durch eine Schlucht wo wir sie nicht folgen können und es ist für uns Zeit zum Aufbruch um wieder zurück zu fahren.
Als Paradoxon scheint dann die Sonne und die Vögel zwitschern als ich auf unsere Terrasse sitze und den Vormittag im Tagebuch festhalte. Den Sonnenschein hätte ich mir für den Vormittag gewünscht…
Guggu und der Guggumann wünschen alle Fomis
Teil 1707. Dez. 2015
22.8.2015 Teil 2 Twyfelfontein, Orgelpfeifen und der verbrannte Berg
Um 2:30 gibt es Kaffee und Kuchen bevor wir unsere Tour nach Twyfelfontein startet. Könnten wir auch selber machen, aber mein Driver hat beschlossen ein „day off“ zu nehmen und wir lassen uns wieder kutschieren. 😗 Es sind nur wir zwei. Auf jeden Fall ist es wie verhext, die Sonne hat sich wieder hinter dicke Wolken versteckt. 🙁
Twyfelfontein ist eine Hauptattraktion für Touristen im Damaraland. Der Name Twyfelfontein stammt von den weißen Farmern, die einst ihre Farm "Zweifelbrunn" nannten. Als sie im Jahr 1947 in das Tal kamen, sprudelte das Wasser wohl nicht mehr sehr zuverlässig und so verließen sie das Land um 1964 wieder.
Die Reste vom ehemaligen Farmhaus.
Unser Guide
Felszeichnungen und Gravuren findet man an viele Plätze in Namibia, aber hier sind die ältesten. Als Farbe haben die Künstler wahrscheinlich Blut, die Schalen von Straußeneiern, gebranntem Kalk, Lehm oder zermahlene Mineralien benutzt. Und für die 1-3 mm tiefen Gravuren in Granit und Sandstein nahmen sie als Werkzeug besonders harten Quarz. Da das Ganze ohne Metallwerkzeuge hergestellt wurde, muss es sehr mühsam gewesen sein.
Die bekannteste Darstellung ist die Löwenplatte mit einem großen Löwen mit mächtigen Tatzen und einem rechteckig abgeknickten Schwanz.
Wer genau die frühen Künstler waren, das ist auch noch nicht wissenschaftlich geklärt. Aber egal ob sich hier San oder Damara verewigt haben, es handelte sich mit Sicherheit um Jäger.
Die Gravuren zeigen, dass die Menschen damals mit denselben Tieren lebten, die heute noch die Region bevölkern.
Da Twyfelfontein einer der reichsten Fundorte in Namibia ist wurde es im Jahr 2007 von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.
Wir fahren dann weiter zum verbrannten Berg. Nicht zu verwechseln mit dem Brandberg, Namibias höchster Berg. 🙄 Nun, der erstere ist so ziemlich das uninteressanteste was wir auf unsere Tour gesehen haben. Kann man ansehen, muss man aber nicht! 😕 😣
Wir fahren dann weiter zu dem nächsten Besuchspunkt: Die Orgelpfeifen. Der Beleuchter hat Einsicht mit uns und knipst die Spätnachmittagssonne an. 😎
Hier drang vor 120 Millionen Jahren Lava in das Schiefergestein ein. Daraufhin erstarrte es zu eckigen Säulen, die wie Orgelpfeifen aussehen. Fotos davon erwecken den Eindruck, dass diese Säulen sehr groß sind. Sie sind aber nur etwa zwei Meter hoch. 🤨
Auch hier gilt, kann man ansehen wenn man in der Nähe ist. Ein eigenes Ziel bieten die 2 Sachen nicht. 😵
Wir sind dann pünktlich zum Sonnenuntergang auf Mowani. Da wir heute so viel gefroren haben, verzichten wir auf Getränke mit Eiswürfeln und trinken ein Glas Rotwein 🙂 . Der Sonnenuntergang ist dann auch nicht so der Hit, es ist diesig und es gibt kein tolles Farbenspiel.
Wir gehen dann von dem Felsklotz wieder hinunter
Gehen eine Blitzdusche machen und sind pünktlich zum Dinner wieder da.
Das ist wieder Hitverdächtig und ich Knipse ausnahmsweise die Teller. Das mag der Guggumann nicht so – findet er irgendwie ein bisschen strange. 🙁 😵 Als Küchengruß gab es kalte Tomatensuppe
Als Vorspeise Kartoffelsuppe mit Bacon (bisschen viel Suppe! 🤨 )
Gegrillte Scheibe von der Lammkeule mit Kartoffel/Parmesanstampf dazu Gemüse und Sherry- Olivenjus.
Pochierte Birne mit Eis und Schokoladensoße.
Es war alles wieder sehr gut – nur das Brot war wieder nix. 🤨 Es war ein langer, anstrengender Tag, und wir halten uns nicht lange auf und gehen gleich in unseren Bungi. Dort wartet das feine Bett mit einer Wärmeflasche drin. 😄 🤪 Ich bin begeistert und wir mümmeln uns gleich hinein. Ich lese noch ein bisschen, aber Mr. Sandmann ist schon da und ich träume von graue Riesen die langsam ihren Weg gehen……………………
Teil 1810. Dez. 2015
23.8.2015 Wir fahren auf dem Etendeka-Plateau in die Grootberg Lodge
Heute haben wir gar keinen Stress beim Aufstehen. Wir machen Katzenwäsche da es etwas chilly ist, gehen frühstücken und nehmen uns viel Zeit dafür. Es gibt ein umfangreiches Buffet mit Joghurt, Cerealien, Fruchtsalat diverse Wurst- und Käsesorten, mehrere Brotsorten und Brötchen. Eier gibt es natürlich auch in jeder gewünschten Art. 😛 Hinterher gehen wir duschen und Haare waschen und machen mal wieder ein Versuch System in unsere Habseligkeiten zu bringen. Wir gehen unsere Rechnung bezahlen und lassen das Gepäck zum Auto bringen. Das Mowani Mountain Camp war sicherlich ein Highlight unserer Unterkünfte 🙂 auch vom Preis her 😣 . Der Gegenwert ist hoch, denn hier haben wir uns sehr wohl gefühlt und vom Top-Essen über die super Lage bis zum motivierten Service hat einfach alles gestimmt! 🙂 Wir starten die Tour Richtung Grootberg. Langsam verschwinden die Granitkugeln um Mowani und die Landschaft ändert sich in flache Tafelberge.
Die Straße führt über den Grootberg Pass bis zur gleichnamigen Lodge. Oder besser: bis zu dem bewachten Parkplatz an der Straße, von wo aus man mit Allrad die steile und enge Auffahrt hochgebracht wird, wenn man sich selber nicht traut. 😮 Ein Junger Belgier hat auf Mowani mitbekommen, dass wir nach Grootberg fahren. Er wollte dann wissen ob wir selber hochfahren werden. Das wäre ganz GEIL! 😎 🙄 Mein Guggumann wird hellhörig – bis jetzt ist er offensichtlich in Unwissenheit geschwebt. Was jetzt, unten parken? 🤨 Selber hochfahren? 😵 Wo liegt das Problem? 🙄 Ich erkläre (mal wieder, denn Mann hört nicht immer gut zu 😗 ), dass es eine sehr steile Auffahrt ist und wir unten am bewachten Parkplatz parken werden. 🙁 Nun, jetzt stehen wir da, der Guggumann beäugt die Strecke nach oben und verkündet: Das wäre für ihn kein Problem!! 🤩 😣 Ich fass es nicht! Sonst über ein bisschen Waschbrett Beschwerde einlegen und jetzt will er locker flockig auf dem Grootberg fahren. 😠 🙄 Aber ich weiß schon was Sache ist, er möchte mit 68 Lenzen auch noch ein ganz GEILER sein. 😎 😗 Ich lege aber mein Veto ein und sage: Ohne mich (ich wäre am Hang gesessen! 😈 ). Ich wurde dann laufen oder auf den Shuttle warten. 😉 Als er mitbekommt, dass das Auto gewaschen wird, wenn es unten bleibt, kann er den Rückzug starten ohne Gesicht zu verlieren. 😄 😣 Als wir dann oben sind, was schon spannend genug war, behauptet er immer noch es wäre kein Problem gewesen, aber aus dieser Position lässt sich das auch leicht behaupten. 😉 😗
Die Lodge liegt hoch oben auf dem U-förmigen Etendeka Plateau - 1.624 Meter über Meereshöhe. Die aus Naturstein, Holz und Ried erbaute Lodge liegt am Rand des Berges und bietet von allen Chalets aus einen traumhaften Blick auf das Tal des Klip Riviers.
Die Zimmer sind etwas klein, aber mit allem was man braucht. Die Lage an der Abbruchkante ist einmalig und die Aussicht atemberaubend.
Die Grootberg Lodge ist Namibias erste Community Lodge und befindet sich im Besitz der Gemeinde Khoadi//Hôas Conservancy und beschäftigt Angestellte aus der umliegenden Region. Der Aufenthaltsraum neben dem Restaurant ist gemütlich eingerichtet, aber die Sitzgelegenheiten reichen bei weitem nicht aus. An der Rezeption kann man auch seine Akkus aufladen, denn im Zimmer gibt es keine Steckdosen. Wir zischen erst mal auf unsere Terrasse ein Windhuk und genießen die fabelhafte Aussicht.
Es wird noch ein bisschen bedröppelt geguckt weil er nicht hochfahren "durfte"
Wir tun dann ein paar Stunden nichts außer am Pool liegen, lesen und immer wieder den Kopf heben um über die Aussicht zu staunen.
Besucher am Pool.
Später sitze ich auf unserer Terrasse und schreibe Tagebuch während wir ein Apero aus der Magic Box trinken.
Es ist nicht Moon over Bourbon Street sondern Gordon Street.
Guggu bei der Arbeit, aber die Aussicht lenkt ab.
Wir laufen noch ein bisschen auf dem Plateau herum und machen ein paar Fotos im letzten Licht des Tages.
Bevor dann die Sonne endgültig untergeht
Das Dinner fängt dann gut an, das Brot ist frisch aus dem Ofen, außen knusprig, innen fluffig. Als Vorspeise gibt es Lachs und Frischkäse in Filoteignest ( ) mit kleinem Salat. Hauptgericht: Lamm mit Pilavreis und Veggies. Geschmacklich gut, nur das Fleisch war eine Herausforderung für die Kauleiste. Als Dessert gab es Zitronenpai mit Meringe. Dazu trinken wir ein Glas Rotwein. Bis auf das Fleisch war alles gut! Wir melden uns an für die Himbatour morgen früh und internetten noch ein bisschen am Kamin. Später liegen wir in unser Bett, das wirklich an der Abbruchkante steht und können von Bett aus die Sterne Betrachten…………
Teil 1914. Dez. 2015
24.8.2015 Himbatour
Wir stehen um 6:30 auf, um 7 gibt es Frühstück und um 7:30 ist Abfahrt. Das Geschlottere und Zähneklappern bei der Elefantentour noch in frischer Erinnerung, sind wir heute angezogen wie die Michelinmännchen: Skiunterwäsche, Pulli, Fleecejacke, Mütze und Softshelljacken. Nur, die Sonne scheint heute und wir schwitzen jetzt schon wie blöd. 🤩 😗
Wir holen noch eine Familie vom Campground ab und schon ist das Auto voll Wir fahren erst ca. 30 km auf Gravel, dann biegen wir links ab. Die Anfahrt durch das wilde Tal mit grüne Auen und Palmen war sehr schön. Die 18 km lange Piste ist so derb, dass ich es schier für unmöglich gehalten habe hier zu fahren. Sie führt - damit hatten wir gar nicht gerechnet - über einen einsamen Veterinary Control Point.
Nach gut einstündiger Fahrtzeit erreichten wir die Himba-Siedlung, die natürlich ein wenig touristisch geprägt ist, da man von der Lodge alle paar Tage hier ist. Besucher die einfach nur so vorbeikommen weil es am Weg liegt, gibt es nicht. Ich bin zuerst etwas enttäuscht, habe ich doch einen traditionellen Himbakraal erwartet wie wir das schon in der Nähe von Opuwo gesehen haben. Die Hütten sehen ziemlich verfallen aus.
Reagan unser Guide erzählt, dass es 3 Dörfer gibt – in dem einen leben nur die Alten und es ist für westliche Besucher nicht erlaubt dort hinzukommen. Das 2. Dorf ist schon weiter gezogen. Auf Grund der großen Dürre finden sie nicht genug Futter für ihr Vieh.
Bei den Himba dreht sich alles um ihre Kühe und Ziegen. Sie sind der einzige Besitz, der wirklich zählt. Ob ein Himba reich ist, erkennt kann an der Größe seiner Herde. Die Himba in Namibia leben nahezu unberührt von der Zivilisation. Sie haben keinen Strom, keine technischen Geräte, kein fließend Wasser. Ihr ganzer Stolz ist ihr Vieh und es bedeutet ihnen alles. Das ganze Dorf lief zusammen und es wurde ausdrücklich gesagt, dass wir nach Herzenslust Fotos machen können.
Ich habe kleine Tüten Haribo mitgenommen und frage ob ich die an den Kindern verteilen kann. Ja, selbstverständlich lautet die Antwort und ruck zuck bin ich von Himbakinder umringt. Das Zeug ist schnell alle und ich hätte noch jede Menge davon mitnehmen können. Ich merke dann, dass die Erwachsenen mit neidvollen Augen die schlotzenden Kinder angucken und auch ab und zu was gestibitzt haben.
Im Dorf scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Wir kommen uns vor wie einem Freilichtmuseum, in dem vergangene Kulturen anschaulich dargestellt werden. Aber das ist die Realität der Himba im Jahr 2015. In den Hütten schlafen die Menschen auf Tierhäuten. Auch sonst ist die Einrichtung karg: Eine Feuerstelle, an den Wänden hängen Felle. Einfachstes Leben in der unwirtlichen Natur .
Dieses Mädchen zeigt und wie sie die Körperbemalung machen. Sie nestelt einen walnussgroßen Roteisenstein aus einer Plastiktüte. Zwischen ihren angewinkelten Beinen zermahlt sie den Stein zu feinem Pulver. Das fein gemahlene Pulver vermischt sie auf ihrer Handfläche mit Butterfett aus Ziegenmilch. Diese ockerfarbene Paste schmiert sie sich von Kopf bis Fuß auf die Haut und in die Haare.
Die Farbe macht den Frauen schön und man nennt sie auch das Rote Volk. Die Farbe schützt auch vor der Hitze und der Trockenheit. Die Himbas waschen sich NIE, erklärt Reagan.
Es sind wenige Männer anwesend - hauptsächlich Frauen und Kinder. Die Himba-Männer sind - was die Kleidung angeht - etwas moderner eingestellt. Viele mischen die traditionelle Schürze mit T-Shirts.
Es ist für uns sehr schwer zu verstehen wie man so leben kann, aber sie sagen; "Wir sind hier geboren und aufgewachsen. Haben immer hier gelebt. Unser Leben ist nicht immer leicht, aber wir mögen es so. Es ist unsere Tradition."
Die Sonne brennt, es ist trocken und staubig, überall schwirren Fliegen umher. Neben der rötlichbraun gefärbten Haut erkennt man Himba-Frauen an ihrer traditionellen Kleidung. Sie tragen Schürzen aus Kuh- oder Ziegenleder und Fell. An den Hand- und Fußgelenken eine Reihe von Messingringen.
Oben herum tragen Himba-Frauen keine Kleidung - sie sind immer barbusig. Dafür aber üppig mit traditionellem Schmuck aus Leder, Holz und Muscheln behangen. Der dient nicht nur zur Zierde, sondern hat auch symbolische Bedeutung.
Die Babys werden gestillt wann immer das Bedürfnis da ist. Die etwas größeren bedienen sich selber
Mir läuft der Schweiß den Rücken hinunter. Irgendwann ist mir alles egal und ich klettere auf den Safariwagen und versuche möglichst diskret mir etwas von meiner Polfahrerausrüstung zu entledigen. Ich sehe wohl wie ich verstohlen aus dem Augenwinkel beobachtet werde, verrückte Muzungine, aber als die Skiunterwäsche ausgezogen ist, geht es mir besser und ich fotografiere weiter.
Ockerfarbene Haut, traditionelle Haarpracht und variantenreicher Schmuck machen das Schönheitsideal der Himba-Frauen aus. Ein Ideal, das für uns westlich geprägten Besucher vielleicht ungewohnt ist.
Diese Frau ist eine verwandte des Himbastammes, aber sie färben die Haut nicht rot und ihr Schmuck ist auch bunter.
Das Himbamädchen schaut so gar nicht glücklich – sie war offensichtlich im Dorf „Das Beste Stück“ und beim Betrachten der Fotos bekomme ich fast ein schlechtes Gewissen.
Sie konnte sich dann ein kleines Lächeln abringen.
Reagan, der Guide, lässt dann Maismehl und Öl da als Gegenleistung für das „sich zur Schau stellen“
Auf dem Rückweg machen wir noch Lunchbreak am Fluss wo die Makalanipalmen sind. Ich bin aber jetzt zu faul um zu fotografieren, ich habe mich bei den Himbas verausgabt.
In Anbetracht der sehr aufwändigen Hin- und Rückfahrt relativiert sich auch der Preis für die Tour. Ein wenig habe ich schon Imzooseingefühl gehabt und die Grundsatzfrage über den Sinn oder Unsinn einer Himbatour, muss jeder für sich beantworten.
Jetzt sitzen wir frisch geduscht auf der Terrasse, trinken Kaffee und essen leckeren Kuchen dazu und genießen die einmalige Aussicht über das Klipdrift Tal.
Eine Agame sitzt auf einen Stein unterhalb der Terrasse.
Wir warten auf den Sonnenuntergang, und machen ein paar Fotos. Währenddessen trinken wir auf der Terrasse ein GT, der in Bierhumpen serviert wird.
Dann verabschiedet sich die Sonne endgültig und die Nacht senkt sich über uns und das Etendekaplateau.
Zum Dinner gibt es Gemüsesuppe, panierte Hake mit Gemüse und Reis und als Nachtisch Pudding mit Bröseln geschichtet. Dazu ein Glas Weißwein. Es hat alles gut geschmeckt. Das gestrige Lammfleisch war das einzige Essen im ganzen Urlaub was nicht optimal war!
Zurück im Bungi wird gelesen und geschrieben und dann Sterne geguckt……. Morgen geht es in den Etoscha. Wir hoffen dort ein Tierisches Theater zu erleben….
Teil 2017. Dez. 2015
Heute ist ein unspektakulärer Tag, wir bewegen uns von A nach B und es ist nicht wirklich spannend. Zur Abwechslung auch nicht viele Fotos 🤩 😣
25.8.2015 Von Grootberg nach Etoscha und Dolomite Camp
Um 8 sind wir beim Frühstück und anschließend lassen wir uns nach unten zu unserem frisch gewaschenen Boliden bringen. Es dauert aber nicht lange, dann sieht er wieder aus wie sau. 😠 Die Strecke ist gut zu fahren und in Kamanjab gehen wir noch ein bisschen einkaufen. Wir brauchen unbedingt Eis für unseren GT. Auf meine Frage ob wir denn nicht Geld ziehen müssen verneint der Guggumann. Wir haben noch genug und in Etoscha kann man alles mit CC bezahlen. 😵 Und er meinte sich zu erinnern: In Okaukuejo ist auch ein ATM. 😣 Nun denn 😗 Ab Kamanjab ist die Strasse geteert und wir sind flott am Galton Gate wo wir den Eintritt für 5 Tage bezahlen und auch eine neue Etoschakarte Kaufen. In der alten war der Westteil nicht drin. Das Alles natürlich CASCH, versteht sich. 🤩 Das fängt schon mal gut an.............
Auf dem Weg zur Dolomite Camp fahren wir gefühlt eine Ewigkeit ohne ein Tier zu sehen. 🙄 Wir steuern dann dem Wasserloch Rateldraaf an und sehen endlich die ersten 4-Beiner. Zum Wildbestand im Westteil gehören z. B. das Hartmann’s Bergzebra, das im östlichen Teil des Nationalparks nicht vorkommt, sowie das Schwarznasenimpala 🤩 😉 .
Hier sehen wir dann die ersten Bergzebras
Ein Oryx ist auch da
Zebra mit Springbock
Und auch eine Giraffe gibt sich die Ehre
Bis hierher war alles wie ausgestorben. Es ist bewölkt und in der Luft ist viel Sand und Staub. 😠 Wo bleibt denn der XXL-Himmel, den ich bisher immer in August gekannt habe?? 🙄 Wir kommen endlich in Dolomite Camp an, das im westlichen, noch vor kurzem für die Öffentlichkeit geschlossenen Teil des Etoscha Nationalparks liegt. Dieser Teil soll sich durch einen großen Wildbestand, wovon wir noch nichts gemerkt haben, auszeichnen und war fast ein halbes Jahrhundert lang praktisch menschenleer. Die Vegetation besteht vorwiegend aus Karstveld- und Mopanebewuchs. Geologisch ist Dolomit, nach dem das Camp benannt wurde, vorherrschend. Es dauert ewig bis so ein Golfwagen Zeit hat um uns und unser Gerödel den Buckel hochzufahren hat. Das geschieht dann endlich mit viel Lärm und wenig Speed – das war ein richtiger fuel to noice converter. 😎 😄 Das Dolomite Camp hat 18 Standard Chalets und 2 Deluxe Chalets. Jedes Chalet hat ein Kühlschrank und einen Tee- und Kaffeekocher. Die Deluxe Chalets haben sogar einen eigenen Plungepool. Einer von diesen Deluxe Chalets haben wir gebucht (es war sonst nicht frei 😉 ), und bekommen gottlob der erste in der Reihe. Es ist hier sehr steil und nichts für Fußlahme. Dafür bieten sie eine tolle Aussicht auf die Savannenlandschaft.
Als wir endlich in unseren Bungalow installiert sind ist es schon spät und wir beschließen heute gar nicht mehr auf Pirsch zu gehen. 🙁 Wir schauen alles an und gehen dann in die Bar ein Malawi Shandy trinken. Dort erzählt und jemand, dass der Bush Richtung Okaukuejo brennt. 🤩 Es gab wohl am Sonntag ein Gewitter und das trockene Gras ist vom Blitz angezündet worden. Später, als es dunkel wird sehen wir das Leuchten von mehrere Feuer, aber noch weit weg. Wir sitzen dann auf unsere schöne Terrasse und süppeln den GT während wir quasi in den Flammen schauen. 😣 😏 Zum Dinner gibt es Kürbissuppe, Oryxsteak mit Reis und Gemüse und als Nachtisch Milchtarte, was auch immer das ist, hat aber geschmeckt! 😛 Der Cabernet Sauvignon dazu hat das Niveau deutlich angehoben. 😉 Wir bleiben mit unseren Wein sitzen bis wir hinauskomplementiert werden. Es wäre jetzt geschlossen sprach´s. 🙁 Also, Kopp in den Nacken und den letzten Rest hinunter. 🙂 Wir gehen dann schlafen und stellen den Wecker auf 5:45. Wir wollen früh hinaus und TIERE sehen.