Leidenschaft die **LEIDEN** schaffft

Reisebericht 270 Antworten · 40,6k Aufrufe · gestartet 16. Sept. 2015 von K.Roo
Themenstarter1'920 Beiträge · seit 200824. Sept. 2015 · #61
Reisemaus schrieb:Hi Mr Journalist,

Deine Berichte sind einfach immer klasse, vielen Dank dafür.
Berührungsängste kennst Du ja nicht, da bin ich ja mal auf das weitere Abenteuer gespannt.
Mit dem Rad nach Afrika - auf die Idee wäre ich ja im Traum nicht gekommen!
Mein Komplimemt!
Gruss
Dor
Danke für die Blumen.
Du möchtest NICHT wissen, was für Reisegedanken ich so alles **IM TRAUM** habe... 😄

Ruanda ist ein so kleines Land mit der meisten Bevölkerungsdichte Kopf pro km/2, da hat es kein Platz für Berührungsängste.
Wenn du offen für Neues bist, gespickt mit einer Portion Neugierde, dann gehen oftmals Türchen auf, die es so vorher noch gar nicht gab.

LG Heinz
Themenstarter1'920 Beiträge · seit 200825. Sept. 2015 · #62
21.7.2015 Tag 5

Heute wollen wir uns ein wenig sputen, da wir bei Zeiten in Giseny sein wollen.








Morgen wollen nämlich rüber in den Kongo zum Vulkan und Gorilla Trecking , und es gilt noch Lebensmittel für die nächsten 3 Tage einzukaufen.
Die ersten KM haben es gleich wieder in sich. Obwohl wir auf der Teerstraße unterwegs sind, müssen wir schon wieder ordentlich Druck aufs Pedal bringen. Die Straße schlängelt sich konstant hoch auf eine Meereshöhe von 2500 m. Immer dann wenn wir ein paar Höhenmeter geklettert sind gehts auf der anderen Seite wieder runter, um im Anschluss gleich wieder anzusteigen.
Auf den ersten 22 KM haben wir über 700 HM gemacht. Endlich nach 1,5h erreichen wir den höchsten Punkt .







Es ist wie eigentlich die letzten Tage, die Fahrradtaxi wollen Ihre Kräfte messen. Eigentlich gehe ich nicht auf solche Art von Spielereien ein, denn ich will meine Kräfte nicht unnötig verpulvern.
Dieser hier NICHT, denn er hatte nur einen Arm



Da die Straße eben ist ,verleitet es mich doch zum showdown,und ich drücke ein wenig aufs Pedal, was dem Herausfordere sichtlich Spass macht, denn der erhöht gleich das Tempo.
Der Zeiger klettert auf 35 km/h, das Kerlchen noch fleißig am grinsen. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen und drücke dein Zeiger hoch auf 40 KM/h.
Der Kerl kommt so ordentlich ins Schwitzen , gibt aber nicht auf. Die Strasse ist jetzt zum Glück leicht abfällig, so dass ich nochmal einen paar Körner drauflegen kann.
Das Kerlchen muss mit einem Hamster verwandt sein, denn seine Beine fliegen nur so umher wie die Kolben im Motor..
Bei 45 km/h ist Schluss mit lustig, und das Kerlchen entschwindet sein grinsen. 😗
Ich bin nicht ganz unglücklich da rüber, denn meine Motorleistung war auch schon ordentlich am Limit.


Die Strasse fällt zunehmen,(12% war auf einen Schild zu lesen) und ich bin noch im Regeneration Modus, als ich von hinten mit einem RING RING aufgefordert werde PLATZ zu machen







Ich glaube meinen Augen nicht zu trauen, als 2 vollbelade Fahrradtaxis an mir vorbeirauschten, die dann in Windeseile aus meinem Blick verschwanden. Echt krass, wie die Junxx ohne Furch und Tadel im Freiflug abgegangen sind. Anhand meiner Geschwindigkeit, vermute ich mal, dass das Kampfgeschwader mehr als 70 km/h auf der Nadel hatte
Unterwegs kommen wir noch an einem Flüchtlingscamp von UNHCR vorbei, ein Überbleibsel aus 2009, als es im Kongo noch ordentlich zur Sache ging. Um 13.30 erreichen wir Giseny, also noch genügend Zeit um zu shoppen.









artgerechte Tierhaltung sieht anders aus













John ,ein Kongese über den wir das Vulkan und Gorilla Trekking gebucht haben, hat für uns im Bethany Center ein Zimmer reserviert.
Beim einchecken, dann das erste AHA Erlebnis, denn es war natürlich NICHTS vor reserviert. Also habe ich kurzer Hand John angerufen. um die Lage zu checken. Nach 2 maligem klingeln hatte ich ihn auch am Apparat. Er war sichtlich irritiert, als ich ihm sagte, dass wir für HEUTE nicht eingebucht wären.
John meinte darauf, heute wäre doch erst der 21, und er hätte doch für den 22 igsten reserviert.

Hmmmmmmmm......WAS GEHT AB 😕 ...........Hatte ich mich etwa im Datum vertan. 😵

Au BAcke , jetzt dämmerte es mir wieder. Wir hatten in Kigali einen Tag mehr eingeplant, diesen aber nicht genommen.
O.K auch ned schlecht. So bringt uns, mein VERRECHNERLE noch einen Ruhetag .bevor es in Kongo geht. Wir entscheiden spontan, unsere Einkäufe auf morgen zu verschieben.
Um 17:30 kommt John aus dem Kongo , und wir besprechen den Ablauf der nächsten 3 Tage ..
John will uns am 23igsten um 8 Uhr ein Taxi schicken, das uns dann zu Grenze bringt.
Er holt uns dort ab, regelt das mit der Einreise und dem Rest.

Inzwischen haben noch 2 weiter Hellhäutige im Bethany eingecheckt. Elisabeth aus den Niederlanden und Brandon aus Bosten. Beide sind in einem Projekt für Gebärdensprache. Mit Ihnen noch 5 Lokals. Na ja 3 Ruander und 2 Ugander alle TAUB. Sprechen geht ein wenig, aber hören gleich Fehlanzeige.
Wir verabreden uns für 19 Uhr im AUgberge Giseny , einer lokalen Kneippe im Ort.







Dort gibt es afrikanisches Buffet. Das Teller für 2000 RF. Fleisch und Fisch kosten zusätzlich. Man darf sich so viel wie man möchte aufs Teller laden, für jedes weiter Teller bezahlt man extra. Afrikanisches Buffet eben. Inzwischen sind auch Elisabeth , Brandon und die andern 5 Junxx eingetroffen. Die **TAUBEN** legen gleich los und bombardieren uns mit Gesten, die wir natürlich NICHt verstehen. Absolut abgefahren wie die uns befuchtelt haben .
Brandon , abwechslungsweise Elisabeth übersetzten uns die Gebärdensprache. Ich bin überwältigt, wie schnell und wie präzises das **RUMGEFUCHTEL**übersetzt wird.
Wir haben eine Menge Spaß zusammen, lachen viel, ich bin sehr wissbegierig., und bombardiere die andere Seite mit meinem **GEFUCHTEL**
Am Ende des Abends kann ich fließend ..*Guten Morgen*...*Gute Nacht*...*Entschuldingung,* und *es war nur Spass* in Gebärdensprache.

Hier noch ein paar Tagesimpressionen.










So stelle ich mir *MAMMA AFRIKA* vor



So siehts aus, wenn die **AFRIKANISCHEN MÄNNER ARBEITEN**
zuletzt bearbeitet 25. Sept. 2015
Themenstarter1'920 Beiträge · seit 200827. Sept. 2015 · #63
22.7.2015 Tag 5


Morgens um 5 Uhr ruft der MUIZIN. **BETEN ist besser als SCHLAFEN**. Wer der Kerl mal mit dem Rad unterwegs, würde er auch anders über die Sache denken.
Nach dem Frühstück ziehen wir um den Block. Es wimmelt hier nur so von Boda Boda, ein richtiges durcheinander.



In einer Seitengasse stoßen wir auf den Markt. Genau der richtige Ort um fürs morgige Trecking ein zu kaufen.
Wir schlendern über den Markt und begutachten die leckeren Lebensmittel.









Im hinteren Teil des Marktes werden Kleider ,Schuhe und sonstiges **Hardware** angeboten. Bei Bedarf kann man sich gleich die Kleider auf Maß abnähen lassen .












Eine Marktfrau bietet mir einen Beutel mit kleinen roten und gelben Paprika zum Kauf an.Genau das richtige als Snack für Unterwegs.Ca.100 Stück, was mir aber definitive zu viel ist.
Ich sagte, dass ich die Hälfte nehme, aber ich will vorher probieren.
Irgendwie hatte die Marktfrau das mit dem probieren nicht so richtig verstanden, denn sie fuchtelte mit den Händen. Mir egal, probiert wird.






Ich hatte die Paprika zur Hälfte abgebissen, da zerreiß es mir fast den Schädel.
In Sekundenschnelle hatte ich kalten Schweiß auf der Stirn, mir war heiß und kalt zur selben Zeit.
Einen Schluckauf ohnes Gleichen, und der Kreislauf ging in Keller, mein Körper rebellierte.
Mein Mund und Rachen brannte, ein Feuerschlucker muss ein Waisenknabe dagegen sein.

Ein reißen Gelächter ging über den Markt, die Frauen haben sich vor Lachen fast in die Hose gemacht, denn sie wussten dass es keine Paprika , sondern hot Chillyschoten waren.
Den schärfsten Brennstoff den es in Ruanda gibt.(Ich glaube die machen sogar **SPRENGSTOFF** daraus 😣 )
Fluchtartig verliess ich den Markt, und brachte mich in Sicherheit. Erst als ich trocken Brot und einige Samosa gegessen hatte , wurde es allmählig erträglicher.

Es dauerte noch eine geraume Zeit, bis ich wieder soweit hergestellt war um das Markt Gelände wieder zu betreten.
Natürlich blieb mein Wiedererscheinen nicht unbemerkt, und man(n) Frau erkannte mich sofort wieder.
Eine Marktfrau streckte mir sogar eine Chillyschote als Begrüssung entgegen, den andern gefiel das ungemein, denn sie lachten und grölen auf Kosten des Unwissenden... 😗 .






Nach unserer Shoppingtour ging runter zum Kivu Beach, wo wir ein Lunchbreak machten .
Unterwegs kommen wir noch an einer afrikanischen Fahrradwerkstatt vorbei, alles sehr rustikal.
Die Auswahl an Ersatzteilen ist enorm.

Der Strand ist wunderschön gelegen. Ins Wasser hab ich mich ned getraut, zuviel **SCHISS** vor Bilharziose. Der Strand grenzt direkt ans Serena Hotel. Natürlich mussten wir noch einen Afrikan Tee zu uns nehmen. Nein nicht weil man da den besten Tee bekommt, sondern weil es offenes WIFI hat. Wollte mich nochmal melden, bevor es morgen in Kongo geht.


























Tageskilometer:0 dafür um eine Erfahrung reicher....
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2015
2'516 Beiträge · seit 200927. Sept. 2015 · #64
Hi Heinz,

hab grade fett lachen müssen wegen der Paprika.
Haste denn auch welche gekauft? Ich denke mal, die wären doch perfekt, wenn du total ausgepumpt mit trockenem Mund irgend einen steilen Pass hochstrampelst, um wieder zu Spucke zu kommen... 😗 Chili-doping. 😛

Auf jeden Fall ein Kapitel, dass deinem Titel gerecht wird. 😄

Schönen Sonntag,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
8'054 Beiträge · seit 200827. Sept. 2015 · #65
Coucou Heinz,

Ja ja Paprika! 😈

Wir haben uns auch Welche auf dem Markt gekauft. Mein Mann mag es sehr scharf! 😄

Wenn das Essen fade auf dem Tisch kommt, bringt das Zeug wieder leben....... 😛

Nach Hause haben wir ein Haufen Akabanga Chili Oil Dösli mitgenommen. 😎 Made in Ruanda! 🙂

Ein Genuss! 🤪


Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter1'920 Beiträge · seit 200827. Sept. 2015 · #66
fotomatte schrieb:Hi Heinz,

hab grade fett lachen müssen wegen der Paprika.
Haste denn auch welche gekauft? Ich denke mal, die wären doch perfekt, wenn du total ausgepumpt mit trockenem Mund irgend einen steilen Pass hochstrampelst, um wieder zu Spucke zu kommen... 😗 Chili-doping. 😛

Auf jeden Fall ein Kapitel, dass deinem Titel gerecht wird. 😄

Schönen Sonntag,
Matthias
Hallo Matthias

Den Mutigen gehört die Welt. 😈 😈
Ich hab mir **CHILLIÖl** (KONZENTRAT) gekauft. 1 bis max 2 Tropfen ins Essen, danach bist du Tod.
Das Zeug fetzt mächtig rein.
Schade dass ich in Büsnau nicht am Start bin, sonst hätte ich Dir ein Fläschchen mitbringen können, falls du auf **Sprengstoff** stehs 😗

LG Heinz
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2015
Themenstarter1'920 Beiträge · seit 200827. Sept. 2015 · #67
ANNICK schrieb:Coucou Heinz,

Ja ja Paprika! 😈

Wir haben uns auch Welche auf dem Markt gekauft. Mein Mann mag es sehr scharf! 😄

Wenn das Essen fade auf dem Tisch kommt, bringt das Zeug wieder leben....... 😛

Nach Hause haben wir ein Haufen Akabanga Chili Oil Dösli mitgenommen. 😎 Made in Ruanda! 🙂

Ein Genuss! 🤪

Es grüsst
Annick
Hallo Annick

Das Zeug müsste unter das Sprengstoff Gesetzt fallen, so was Scharfes hab ich bislang noch nicht erlebt, nicht mal in Costa Rica, und die sind echt **SCHARF** drauf.

Hut ab vor deinem Toni, dass der sich sowas reinpfeiff
1'004 Beiträge · seit 200827. Sept. 2015 · #68
Hallo Heinz,

Perfekte Lektüre für einen Sonntag, musste laut lachen!!! 😛
Sag mal hattest Du eine Go-pro auf dem Fahrrad, oder hast Du bei Deinen Wettrennen noch locker Fotos geschossen?
Super Bilder, ich reise gerne weiter...
Gruss
Doro
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2015
1'059 Beiträge · seit 200627. Sept. 2015 · #69
Hallo Heinz

Na, bei solchen Reiseberichten bin ich doch immer gerne dabei. Spannende Sache und ich mag deine Art, die Begegnungen mit den Menschen zu beschreiben. Rwanda ist eine ganz spezielle Erfahrung - ich habe es geliebt, ist allerdings auch schon wieder viel zu lange her.

Aber von wegen Sprengstoff. Das ist natürlich immer sehr relativ und eine Frage der Gewöhnung. Das Akabanga steht in Rwanda ja praktisch in jedem Restaurant auf dem Tisch, meine Ex-Freundin war letztes Jahr wieder dort und hat mir auch wieder ein Fläschchen mitgebracht. Mmmh, also ich finds saugeil! Ich esse sehr gerne scharf und bin mir ein bisschen was gewohnt. Werde aber nie vergessen, als wir damals auch in einem Restaurant an der Strasse für einen Lunch gehalten haben. Auf meinen Teller kamen drei, maximal vier Tropfen Akabanga. Am Nebentisch aber habe ich einen Einheimischen beobachtet, der einerseits seinen Teller mit Bergen von Essen gefüllt hat und dann das Fläschchen zur Hand nahm und gefühlte zwei Minuten lang Akabanga über sein Essen goss. 😮 😄

Also, weiter so, ich freue mich!

Liebe Grüsse aus (neuerdings) dem schönen Luzern,
Sam
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
Themenstarter1'920 Beiträge · seit 200827. Sept. 2015 · #70
Reisemaus schrieb:Hallo Heinz,

Perfekte Lektüre für einen Sonntag, musste laut lachen!!! 😛
Sag mal hattest Du eine Go-pro auf dem Fahrrad, oder hast Du bei Deinen Wettrennen noch locker Fotos geschossen?
Super Bilder, ich reise gerne weiter...
Gruss
Doro
Hi Doro

Von wegen Go Pro....hab die Fotos direkt aus dem Sattel mit meiner FZ 200 geschossen.....
War stellenweise schon eine Herasusforderung "gescheite Bilder "" in den Kasten zu bekommen....

Lg Heinz
Themenstarter1'920 Beiträge · seit 200827. Sept. 2015 · #71
Hi Sam

Für mich unvorstellbar wie man die Akabanga in größeren Mengen (Tropfen) zu sich nehmen kann,ohne bleibende Schäden davon zu tragen .

Ich glaub ich bin dafür ""zuweich gespült ""

Lg
538 Beiträge · seit 201227. Sept. 2015 · #72
Hi Bloke,
Wir waren gestern Abend im Kabarett - pickepacke voll, auch viel zu lachen, aber: DEINE JOKES SIND NOCH BESSER!

Die kleinen roten DInger, die Du probiert hast enthalten massig Capsaicin. Schätze mal, dieser brutalen Schärfe widerstehen nur die Härtesten - Respekt!

Grüße,
Rolf
7'296 Beiträge · seit 200627. Sept. 2015 · #73
Bloke schrieb:
myrio schrieb:Eure Radlkoffer fetzen ja,super!
HG myrio
die sind auch dringend von Nöten, wenn ich sehe wie mit dem Gepäck umgegangen wird..... 😣
... meines sah vor dem Rückflug und der Abfahrt mit dem Taxi vom Mamba Club wie folgt aus:


Es kam übrigens unversehrt an, aber bei meinem Rad aus den 90ern ist es auch nicht schlimm, wenn ein paar Kratzer und Schrammen mehr dran sind. Bei Deinem Rad hätte ich auch eine bessere Verpackung gewählt.

Ich freue mich sehr über Deinen Bericht und bin gerade selbst wieder aus dem "Schwarzwald" zurück. Von dem Chiliöl habe ich auch noch ein paar Fläschchen, aber dass Du so ahnungslos in eine Habanero-Chili (o.ä.) gebissen hast, war bestimmt nicht so lustig. Das macht man eigentlich nur, wenn man weiß, was man da tut.
Jetzt weißt Du es ja ... 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter1'920 Beiträge · seit 200828. Sept. 2015 · #74
Hi Wolfgang

Schön dass du dich in mein Reisebericht verirrt hast.
Die eine oder andere Fahrstrecke wird dir bestimmt bekannt vorkommen .
War übrigens im selben Zimmer wie du im Mamba, 😉 hab nämlich dein Bild gesehen welches du vor kurzem hochgeladen hast.

Danke noch für die Mamba empfehlung.War einer der besseren Unterkünfte auf unsere Tour

Lg

P.S das mit der Habanero wird mir eine Lehre für ewig sein
zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2015
1'796 Beiträge · seit 201428. Sept. 2015 · #75
Hallo Heinz,

ich lese die ganze Zeit schon still und heimlich mit und finde Deinen Bericht einfach herrlich 😄

Respekt vor Eurer Leistung rein sportlich gesehen - mit dem Fahrrad bin ich schon froh, wenn ich jemals den Hausberg an der Bergstraße schaffe 😉

Toller Bericht - vielen Dank für's Teilen!

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
Themenstarter1'920 Beiträge · seit 200828. Sept. 2015 · #76
Bloke schrieb:21.7.2015 Tag 5

Unterwegs kommen wir noch an einem Flüchtlingscamp von UNHCR vorbei, ein Überbleibsel aus 2009, als es im Kongo noch ordentlich zur Sache ging.












Sorry für den Nachtrag

Die Bilder wollte ich noch posten bezüglich Flüchtlingscamp.

Zur Zeit sind *Flüchtlinge* aus Burundi untergebracht
zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2015
Themenstarter1'920 Beiträge · seit 200829. Sept. 2015 · #77
23.7.2015 Tag 6

Mit afrikanischer Pünktlichkeit fährt unser Taxi um 8:20 vor. Unser Zimmer haben wir zuvor geräumt,und unsere Räder samt restlichem Gepäck im Bethany Center sicher verstaut.
Die Grenze zum Kongo ist grad mal 4 Km entfernt, also dementsprechend kurz ist auch die Fahrt mit dem Taxi.



John erwartet uns bereits. Die Warteschlange an der Ausreise aus Ruanda ist kurz, und in nullkomma nixx sind wir aus Ruanda ausgereist.



Wir gehen direkt zum Einreiseschalter, wo wir unsere Pässe samt Visavordruck abgeben. Inzwischen kommt ein anderer Officer und verlangt nach unseren Geldfieber Ausweis.



Ich möchte Fotos machen ,aber irgendwie ist mir die Sache zu heiss, wer weiss was passiert, wenn die Grenzer mich dabei erwischen.
Ich frage John ob die Junxx hier entspannt sind, wenn man fotografiert.Er muss es ja schliesslich wissen, denn er ist ja Kongolese.
No Problem ,you can take fotos. Hmmmm, ganz wohl ist mir trotzdem nicht dabei, denn ich hab keinen Bock abgeführt zu werden. Aber der Paparazzi in mir ist starker, also fange ich an zu knipsen.




Grenzbeamten kontrolieren die Einreisenden







Es dauert keine 2 Minuten steht auch schon ein Grenzbeamter neben mir und redet auf französich auf mich ein.

Genau jener welcher hat mich **erwischt**


Er deutet, dass ich IHM bitte folgen soll. Na super, alles richtig gemacht.
Ich rufe John hinzu und sage ihm, dass er sich um die Sache kümmern soll
....Ich bin raus 😎 .... Beide reden in kongolesisch, dann muss John mit dem Officer mitkommen. Nach 10 Minuten kommt er zurück, No fotos anymore. 😣
Inzwischen haben wir auch unser Visa im Ausweis. Dann gehts rüber zur Gelbfieber Kontrolle. Wir müssen noch ein paar Daten angeben...
Whats your Profesional..Plumber..Don´t understand.P-L-U-M-B-E-R wiederhole ich..Sorry, don`t understand.O.K.. I´m Jornalist...Ahhhhhh.......Now i got it. 😉
Nach dem ganzen Papierkram werden wir mit der Laserthermometer beschossen. Alles O.K...36,8 Grad...Welcome to Kongo.
Wir fahren direkt zur Base des Virunga NP. Zuvor gehts aber noch durch Goama.
Goma ist ein Drecksloch. Es stinkt und ist dreckig. Der Müll liegt am Strassenrand, oder wird verbrannt. EIn drunter und drüber. Hier werden die Waren nicht wie in Ruanda auf dem Rad transportiert, sondern auf überdimensionalen Holzrollern.
Echt fantastisch anzusehen, mit welchem geschickt die Junxx die überdimensionalen Karren aussteuern. Unterwegs begegnen uns unzählig bewaffnete UNO Blau Helm, mit schwerem Geschütz. Militär und Polizei sind hier an der Tagesordnung.
Kurz nach Ortausgang Goma müssen wir durch eine Straßensperre, oder besser gesagt, wir müssen 4 US Dollar Straßen Gebühr bezahlen. EIne Strasse die vermutlich nie gebaut wird. Seit geraumer Zeit sind wir auf der erkalteten Lava unterwegs die 2002 Goma platt gemacht hat unterwegs.




































Nach 45 Min erreichen wir das Base camp .Wir sind die ersten ,und dementsprechend schnell ist der Papierkram erledigt.
Nach uns kommen noch 4weitere Personen dazu. Insgesamt zahlende 6 Leute die auf den Vulkan wollen. Nachdem wir unsere Permit bekommen haben, gibts noch eine kurze Unterweisung.
Wir heuern uns noch einen Träger für je 24 US $ an,und für 5 US $ kaufen wir noch Jakkals. Die anderen 4 buchen das volle Paket, mit Essen und Koch....






Die Strecke bis zum Grat beträgt 8 KM, der Höhenunterschied ist 1500 hm. Um 11 Uhr starten wir unsere Mission Nirongongo Vulkantrekking.
Die ersten KM gehen wir durch dichten Wald, und sind gut zu gehen. Auf 2250 hm ist das erste Base, wo wir einen geplanten Stopp einlegen. Insgesamt gibt es 4 sogenannte Base, an denen planmäßige Stopps eingelegt werden. Nachdem wir **GEBASED** haben verlassen wir den dichten Wald uns bewegen uns auf dem Lavageröll vom Ausbruch 2002. Der Untergrund ist schwer zu gehen und scharfkantig. Auf 2520 erreichen wir Base2.





Unterwegs kommen wir an der Ausbruchsstelle vorbei, wo 2002 die Lava ausgetreten ist .Mit 100 Stundenkilometer floss die Lava Richtung Goma . Base3 liegt auf 2755m,mit freier Sicht auf den Vulkan. Inzwischen wird der Anstieg immer steiler. Auf 3225m erreichen wir Base 4.. Um uns herum kann man bis nach Goma sehen, und die umliegenden Vulkankrater.
Ab jetzt gehts ordentlich zur Sache. Die Temperaturen sind merklich kühler geworden. Wir sind noch 250 HM unterhalb des Kraterrands. Die Übernachtungshütten sind von Weitem schon zu sehen. Der aufsteigende Schwefel mit seiner Schwefelfahne begrüßt uns. Da muss also der Eingang zur Hölle denke ich mir. Nach insgesammt 6h erreichen wir den Kraterrand.



























Wir beziehen gleich die*first sweet*, keine 10m unterhalb des Kraterrandes. Die Hütten sind in einem erbärmlichen Zustand. Das Dach ist kaputt, das Holz stellenweise verfault. Typisch Afrika. Die Hütten wurden leider NICHT dern Anforderungen auf 3500 m angepasst.
Eigentlich sehr schade, denn das ganze gschäffd war für die Katz.






Dann endlich der große Augenblick,auf den ich mich schon seit einer Ewigkeit freue. Ich werfe einen BLick über den Graterand und sehe unter mir in einigen hundert Meter Entfernung den Lavasee.WOW..WOW..WOW.. Ich bin beeindruckt über das grandiose Naturschauspiel.
Ich freue mich schon auf die Nacht, denn da wird das ganze Spektakel noch extremer.






Nachdem ich mich erstmals satt gesehen ha, gehe ich zur Schutzhütte und richte meine Nachtquartier ein. Inzwischen brennen auch die Jakkals, eine richtig gute Entscheidung diese mitgenommen zu haben. Einerseits tut die Wärme hier oben sehr gut, und anderer seits konnen wir dort unser Abendessen zubereiten.






Inzwischen ist es fast dunkel. Der Wind pfeifft uns ordentlich um die Ohren.
Es ist schweinekalt. 3-4 Grad. Aber kein Paradies ohne Schlangen. Als es vollends dunkel ist, setzte ich mich bewaffnet mit dem Schlafsack und mit meiner Wärmedecke an den Kraterrand . Jetzt erst kommt die ganze Schönheit des Nirongongo zu Geltung. Unter uns brodelt es wie in einer Hexenküche. Ab und an durchbricht die flüssige Lava die Kruste. Die Lava schlägt Wellen, ich bin hin und weg.
Die Schwefelschwarten ziehen in rötlicher Farbe zum Himmel. Ein Ort nicht von dieser Welt. Wer die Möglichkeit hat, solch einen Ort zu besuchen, sollte es tun. Wer schon einmal dort war, der weiss von was ich spreche.
Nach 3h Höllen und Hexenkonzert begebe ich mich durchfroren in mein Schlafgemach.
Ausser meiner Nase schaut nichts mehr aus dem Schlafsack. nach kurzer Zeit ist es mollig warm ,und ich schlafe wie ein Stein.














zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2015
2'060 Beiträge · seit 201329. Sept. 2015 · #78
Hallo Bloke,

wow sind das tolle Bilder, schon auf den Fotos sehr beeindruckend. Ich kann mir gut vorstellen, dass man sie bis zum Lebensende im Kopf und im Herzen trägt!
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
324 Beiträge · seit 200929. Sept. 2015 · #79
Hallo Heinz,

das sind unglaubliche Bilder! Sehr genial! 🤩 🤩 🤩
Allerdings diese Schutzhütte..... weia.....

LG
Melanie
Die Strasse gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie beginnt, weit überland, von Ort zu Ort. Ich folge ihr, so gut ich kann. Ihr lauf ich raschen Fusses nach, bis sie sich gross und weit verflicht mit Weg und Wagnis tausendfach. Und wohin dann? Ich weiss es nicht. J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe
Themenstarter1'920 Beiträge · seit 200829. Sept. 2015 · #80
Freak9965 schrieb:Hallo Heinz,

das sind unglaubliche Bilder! Sehr genial! 🤩 🤩 🤩
Allerdings diese Schutzhütte..... weia.....

LG
Melanie
Hi Melanie

Eigentlich hätten sie sich den Bau der Schutzhütten sparen können.Es dauert nicht mehr lange und die Dinger sind komplett hinüber.
Das ganze Baumaterial musste in mühsamer arbeit vom Basecamp hochgetragen werden. Transporthubschrauber fehlanzeigte, obwohl es einen Heli Landplatz unterhalb der Schutzhütten gibt. Alt waren die Hütten auch noch nicht.
In Afrika gehen die Uhren anderes ,in jeder HINSICHT. Nachhaltigkeit und sauberes Arbeiten hab ich so nicht gesehen.

LG Heinz