Reisebericht

Leidenschaft die **LEIDEN** schaffft

von K.Roo · begonnen 16. Sept. 2015 · 25 Teile

Teil 116. Sept. 2015
Rad-Reisebericht

mit dem Rädle über die 1000 Hügel Ruanda`s

In Kürze geht hier mein Reisebericht online
Teil 217. Sept. 2015
Vorwort:

Eigentlich wollte ich solche Reisen früher schon machen, aber man(n) findet immer einen Grund dies nicht zu tun. Durch diverse Rad reise und Erlebnisberichte in den letzten Monaten war ich immer mehr angefixt, und hab schließlich den Entschluss gefasst mein Glück selber in die Hand zu nehmen. Frei nach dem **MOTTO** geteilter Schmerz ist halber Schmerz, hab ich mich nach einem geeigneten Reisepartner/in umgeschaut., was für solch ein Unterfang nicht einfach war.

Sigi (meine Ehefrau) schaffte es nicht mal bis ins Casting. Sie gab mir gleich zu Anfang unmissverständlich zu Verstehen , dass unsere UGANDA RUNDE mit Emma für sie ABENTEUER genug war, und auf eine Steigerung sehr sehr gerne verichten kann. 😊

Nach 2 Absagen möglicher Kandidaten, erwähnte ich beiläufig bei einer gemeinsamen Radausfahrt mit meiner langjährigen Radler Kollegin Freia die Sache bezüglich Rad reise . Sie war sichtlich interessiert, da sie solche Art von Rad Reisen früher schon gemacht hat.
Nachdem sie einige Tage drüber geschlafen hat ,und Sie die Sache bei sich zu Hause abgeklärt hat, war für Sie klar, sie kommt mit.
Sigi war froh, dass der Kelch spurlos an Ihr vorbei ging. Sie bat mich allerdings, mich des Öfteren zu melden, damit sie weiß, dass alles O.K ist

Da ich seit 3 Jahren aus dem aktiven Radsport raus bin war meine Form, oder das was noch übrig war gleich gegen Null. Nixx drauf außer Zahnbelag.

Meine Körperform litt extrem unter dem Wandel zurück ins **KONSUMER LEBEN**
Ich war leicht Untermuskelt und stark Über fettet. Zum Glück waren es noch 7 Monate bis Takeoff, und hatte somit noch genügend Zeit um mein Körpergewicht nach unten und meine Fitness nach oben zu korrigieren.
Teil 317. Sept. 2015
17.7.2015 Tag 1

Nachdem wir in Stuttgart ohne grosse Probleme unsere Radkoffer als Sondergepäck eingecheckt hatten ging die Maschine von türkisch Airways mit uns an Bord über Istanbul nach Kigali.
Der Service und das Essen an Bord Tipp Topp.....

Meine einzige Sorge war, dass unser Gepäck mit den Rädern in Kigali nicht ankommt, denn sonst wäre es gleich rum mit lustig gewesen.





Nachts um 1 Uhr erreichten wir ruandischen Boden. Die Einreise und das Visa für 30 US $ war innerhalb 5 Minuten erledigt. Nach weiteren 15 Minuten kamen unsere Koffer. Halleluja,
Die erste Hürde war geschafft. Bei der Einreise wurden alle Plastiktüten der Einreisenden
konfisziert, da in ganz Ruanda solche verboten sind.

Aufgrund unserer übergrossen Koffer brauchten wir nochmals 45 Minuten bis wir endlich ein geeignetes Auto gefunden hatten, welche die 2 Radkoffer befördern konnte.
Nachts um 2:30 checkten wir im Mamba Hotel ein.
Mein vorgebuchtes Zimmer via Facebook war natürlich nicht reserviert, (was mich nicht wirklich verwunderte)was uns 2 Nächte mit einem italienischem Pärchen bescheren sollte.
Mir egal, Hauptsache ein Bett. Dies stellte sich schnell als Fehleinschätzung raus, denn der DICKE Italiener schnarchte den ganzen Mamba Club zusammen.
Zum Glück hatte ich Ohrstöpsel dabei, die das schlafen halbwegs erträglich machten.












Das geilste an der Bowlingbahn ist, dass die Pins per Hand aufgestellt werden. Im Hinteren Teil befindet sich pro Bahn ein Aufsteller, der die PINS wieder ordnungsgemäß an die richtige Stelle platziert




Teil 419. Sept. 2015
18.7.2015 Tag 2


Nach der durchschnarchten Nacht heisst erst mal Rädle zusammenschrauben ,bevor es Down Town Kigali geht.



Schon auf der Fahrt zur City bekam ich zu spüren, was es heißt in Ruanda Rad zu fahren Die ganze Stadt mit ihren über 1 Mio Einwohner, wurde auf den umliegenden Hügel erbaut, und dementsprechend geht es rauf und runter








Auf meinen ersten afrikanischen 12 KM (hin und zurück) mussten wir 300 hm klettern. 😣
In der Bank of Kigali besorgten jeder von uns via ATM 200.000 Ruanden Franc
( max Limit = Kurs 1000 RF=1,30€) Mit der Visa Karte echt kein Problem.

Danach gings in Nakumat, wo wir uns mit dem Nötigsten für die nächsten Tage eindeckten. Das geilste , es gibt Tusker . Nach dem shoppen machten wir noch ein lunch break im Park , bei lekkeren Samoosa, frischen Bananen, und das Tusker durfte natürlich auch nicht fehlen.




Da wir uns nicht gleich am ersten Tag überfordern wollten, chillen wir den restlichen Tag am Pool. 😉





Mein Freund 😈 der **DICKE** ( Grüner Helm, links auf dem Boda Boda ) und seine italienische Bande war auch wieder von ihrem Tagesausflug zurück.






Schnell stellte es sich heraus, dass sie zu 11 unterwegs sind, aber nur einer der englischen Sprache mächtig ist. Insgesamt wolle die Gruppe 4 Wochen durch Ruanda/Kongo/ und Uganda touren. Alles fein säuberlich im Vorfeld schon durch gebucht. Das Dumme an der Sache war , sie haben die Visa ,das Vulkantrekking und das Gorilla Trecking über einen kenianischen Freund, der auch als Tourguide tätig ist gebucht .Wie durch Wudu Zauber war der Kerl 3 Tage vor Abflug nicht mehr auffindbar. Somit war der Guide und Ihre ganze Kohle über den Akagera .

Abends haben wir dann noch lecker im Club gegessen, und den ersten Tag bei einem kühlen Bierchen ausklingen lassen. Danach waren wir reif für die Kiste.





Was soll ich sagen, wir waren noch keine halbe Stunde in der horizontalen Ebene, da gings auch schon wieder los. Der Dicke fing an zu sägen. Nachdem ich Bud Spencer ordentlich angestupst hab war für die nächsten 3 Minuten Ruhe, bevor es wieder los ging. Ein absolutes No-Go, das halte ich nicht durch. Also schnappten Wir unsere Schlafsäcke und marschierten Richtung Pool, wo wir uns dann in den Liegen zum schlafen legten. Das Wachpersonal staunte nicht schlecht als sie uns bei Ihrem nächtlichen Kontrollgang vor fanden
Teil 521. Sept. 2015
19.7.2015 Tag 3

Was soll ich sagen. Die Nacht war ein Traum, kein geschnarche des Dicken. Ausser den Vögel, die uns mit Ihrem morgentlichen gezwitscher geweckt haben war nixx zu hören.

Heute ist unser erster Tag on the Road, dementsprechend war ich voller Vorfreude was da auf uns zukommen wird
Laut Karte sah die Strecke für den ersten Tag recht entspannt aus, und wir rechneten mit einem grösseren Tagespensum.
Wir hatten unsere Räder grad abreisefertig, da hatten wir schon das erste Malheur. Noch keinen KM auf der Nadel und schon den ersten Plattfuss. Da hat doch der Dicke seine Finger im Spiel, war mein erster Gedanke, der sich für sein nächtliches **ANSTUPSEN** revanchieren wollte.
Das frisch gesattelte Rädle musste nun wieder entpackt werden,une ein neuer Schlauch wurde eingezogen Das Ganze zog sich ein wenig in die Länge, denn ständige Leute kamen und wissen wollten, ob wir schon wieder einpacken....







Um 11 Uhr gings endlich auf die Piste, eigentlich viel zu spät.
Die ersten KM stürtzen wir uns in den Verkehr von Kigali. Echt heftig,.Wir mussten höllisch aufpassen nicht von den Boda Bodas abgeräumt zu werden. Nachdem wir endlich die Stadt verlassen haben ging der Verkehr gleich gegen null.







Ausser uns waren noch viele Fahrradtaxi auf der Strasse,und wir mittednrinn.
Einige wollte den Muzungus zeigen wo der Hammer hängt und forderten uns zu einem kleinen Rennen auf.

Die Teerstrasse führte immer leicht ansteigend nach Norden am Mwunge Fluss entlang Richtung Grenze Uganda. Das Tal war voll mit Teeplantagen. Ein herrlicher Anblick.
Die ersten 70 KM gingen wie am Schnürchen. Wir hatten ein Stundenmittel von fast 24 km/h.
Unterwegs deckten wir uns noch mit Bananen und Ananas ein. 2 Ananas für 300 RF.















Kurz nach Rusine wollten wir an einem Straßen stand noch Brouchets (so wie die Fleischspiesse hier genannt werden) essen. Dies erwies sich als keine gute Entscheidung, denn die Dinger waren kalt und ungenissbar., mussten wohl schon seit Stunden in der Outdoorkücke rumliegen. Ich verschenkte die Bruchetts an die umstehenden Kinder, die das Geschenk dankend annahmen. Kann mir ja nicht gleich am ersten Tag den Magen abschiessen.










Danach war schluss mit lustig und wir nahmen die letzte Abzweigung Richtung Lake Bulera , bevor wir vollends in Uganda aufgeschlagen wären..
Ab jetzt gings ordentlich zur Sache. Der Feldweg hatte es gleich in sich, und ging steil nach oben. Auf den nächsten 25 KM mussten wir 900 HM klettern, wobei klettern die Nagel nicht annähernd auf den Kopf trifft. Die Rampen waren stellenweise so steil, dass sie nicht fahrbar waren, sondern wir mussten schieben, und das stellenweise bis zu 1 KM. Das Leiden begann, wie so kleine Nadelstiche,
Wir waren nie alleine .Unzählige Kinder begleiteten uns. Mit einem freundlichen GOOD MORNING begrüssten sie uns. WIr durchfahren weitere unzählige Kleine Ansiedlungen die nirgends auf der Karte verzeichnet waren. Von überall her schreit es GOOD MORNING GOOD MORNING, und das kurz vor Sonnenuntergang.










Der Tag neigt sich dem Ende und weit und breit keine Unterkunft in Sicht. Wir fragen unterwegs nach Accomunidation,Hotel oder Chambre, und wir bekommen die tollsten Auskünfte.
Einen Plan hat keiner so wirklich, 🙁
Dann doch noch eine brauchbare Auskunft ,Bungwale Catholik Church. Not far only 1h. Frage NIE einen Afrikaner nach Raum und Zeit, das funktioniert nicht. Die angegebene Zeit haute vorne und hinten nicht hin. Es war inzwischen schon Kuhnacht. An unseren Fersen klebten inzwischen 150-200 Kindern , da jeder von Ihnen uns den Weg zeigen wollte.
Mit Gesängen und Gelächter begleiteten sie uns bis zur ** Bungwale Catholik Church**
.






Der Lärm war so laut, dass wir schon mit offener Türe empfangen wurden. Der Priester bat uns herein. Dann sprach er zu den Kindern in Landessprache, die sich dann mit einem Gebet verabschiedetet.
Endlich in Sicherheit wollte der Geistliche alles ganz genau wissen, woher wir kommen, ob wir verheiratet sind und was unsere Mission ist......Mission.....ich versuche Ihm zu erklären, dass wir ganz normale Touristen sind, die sein Land bereisen wollen. Er hört aufmerksam zu, als ich fertig bin fragt er mich. Whats your Mission...
Irgendwie konnte er sich nicht vorstellen, dass Leute in sein Land kommen, einfach sooo. Als ich einen erneuten Versuch startete kamen immer wieder die Zwischenfrage, whats your Misson..O.K dachte ich so wird das nixx.
I´m Jornalist and i´m writing a book...Das verstand er und strahlte freundlich. Eigentlich hab ich ja nicht wirklich geschwindelt, zwar schreibe ich kein Buch, aber einen Reisebericht..Ein Internetbuch eben.
Für 10.000 RF konnten wir nächtigen. Dass es kein fließend Wasser und Strom gab, war mir inzwischen egal,ich hatte genug für Heute. Hauptsache ein Dach überm Kopf. Sanitäre Einrichtung nixx für fein bezartete.
Zu Essen Fehlanzeige.


Tagespensum 95Km/1700 HM

















Teil 622. Sept. 2015
20.7.2015 Tag 4


Der Morgen beginnt ohne Früstück, eigentlich wusste ich gar nicht, ob es hier überhaupt sowas wie eine Küche gibt, denn es wurde im Verschlag auf offenem Feuer gekocht.


Nachdem wir abfahrbereit waren fragte uns Lewis einer der angehenden Priestern, ob wir noch die angrenzende secondary School besuchen wollen. Klar wollen wir. Was für ne Frage.
Heute ist Examen Tag, und dementsprechend war jeder aufgeregt. Wir kommen grad richtig zum Morgenappel. Die Schüler stehen unterteilt in Klassen auf dem Schulhof. Der beaufsichtigende Lehrer hält seine Ansprache, danach wir gemeinsam die Nationalhymne gesungen, ehe es dann im Gänsemarsch in die einzelnen Klassenzimmer geht.










Ich erlaube mir einen Spaß und gehe in eins der Klassenzimmer, und begrüsse die Schüler mit einem AMAKURU.....
Wie aus der Pistole geschossen kommt ein geschlossenes AMAKURU MESA zurück...
Mit einem .**I´m your teacher for today**and we have german lessons bringe ich die Kinder zum lachen. Den Schülern scheint es zu gefallen, von nem Muzungu unterrichtet zu werden, denn sie tuscheln und lachen. Dann kommt der echte Lehrer ins Zimmer und möchte mit dem Unterreicht beginnen,** because we have examen.**







Draussen werden wir noch von den anderen Lehrern ins Lehrerzimmer gebeten.
Wir bekommen Tee und Gebäck. Also doch noch Glück gehabt mit dem Frühstück. Im Zimmer hängt der Stundenplan, sowie die Einteilung der einzelnen Lehrer für die Klassen aus. Danach ist es Zeit, und wir machen uns auf den Weg nach Musanze.









Wir sind unweit der Ugandischen Grenze unterwegs. Die Pad schlängelt sich am Bergrücken Richtung Lake Bulera. In den Dörfern wird Getreide oder ähnliches zum trocknen ausgelegt. Der Ausblick ist grandios, wie eigentlich auf der ganzen Reise. Man sieht in dem gegenüberliegenden Berg die terrassenförmig angelegten Felder. Wie man sie eigentlich überall im Lande sieht. Unzählige Frauen mit Lasten auf dem Kopf kreuzen unseren Weg.

















In Ikigabe machen wir noch eine Teepause. Es dauert keine 30 secunden, da sind wir wieder umzingelt von einer Menschenmasse. Jeder drängelt um den besten Platz zu ergattern. Heute im **KINO**....Muzungu Tea-Time......













Die letzten KM bevor es wieder auf die Teerstraße geht führen direkt am Lake Bulera vorbei. Dass der Ausblick traumhaft ist muss ich nicht erwähnen. Dann endlich wieder Teerstrasse. Halleluja.Die letzten 20 Km auf der Teerstraße ist Wellness Rad fahren . Im Auberge in Musanze schlagen wir unsere Nachtquartier auf. 25.000 RF.Zu meinem erstaunen gibts Warmwasser, aber dafür hatts kein Strom.







Tagespensum 85Km/1500 HM
Teil 725. Sept. 2015
21.7.2015 Tag 5

Heute wollen wir uns ein wenig sputen, da wir bei Zeiten in Giseny sein wollen.








Morgen wollen nämlich rüber in den Kongo zum Vulkan und Gorilla Trecking , und es gilt noch Lebensmittel für die nächsten 3 Tage einzukaufen.
Die ersten KM haben es gleich wieder in sich. Obwohl wir auf der Teerstraße unterwegs sind, müssen wir schon wieder ordentlich Druck aufs Pedal bringen. Die Straße schlängelt sich konstant hoch auf eine Meereshöhe von 2500 m. Immer dann wenn wir ein paar Höhenmeter geklettert sind gehts auf der anderen Seite wieder runter, um im Anschluss gleich wieder anzusteigen.
Auf den ersten 22 KM haben wir über 700 HM gemacht. Endlich nach 1,5h erreichen wir den höchsten Punkt .







Es ist wie eigentlich die letzten Tage, die Fahrradtaxi wollen Ihre Kräfte messen. Eigentlich gehe ich nicht auf solche Art von Spielereien ein, denn ich will meine Kräfte nicht unnötig verpulvern.
Dieser hier NICHT, denn er hatte nur einen Arm



Da die Straße eben ist ,verleitet es mich doch zum showdown,und ich drücke ein wenig aufs Pedal, was dem Herausfordere sichtlich Spass macht, denn der erhöht gleich das Tempo.
Der Zeiger klettert auf 35 km/h, das Kerlchen noch fleißig am grinsen. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen und drücke dein Zeiger hoch auf 40 KM/h.
Der Kerl kommt so ordentlich ins Schwitzen , gibt aber nicht auf. Die Strasse ist jetzt zum Glück leicht abfällig, so dass ich nochmal einen paar Körner drauflegen kann.
Das Kerlchen muss mit einem Hamster verwandt sein, denn seine Beine fliegen nur so umher wie die Kolben im Motor..
Bei 45 km/h ist Schluss mit lustig, und das Kerlchen entschwindet sein grinsen. 😗
Ich bin nicht ganz unglücklich da rüber, denn meine Motorleistung war auch schon ordentlich am Limit.


Die Strasse fällt zunehmen,(12% war auf einen Schild zu lesen) und ich bin noch im Regeneration Modus, als ich von hinten mit einem RING RING aufgefordert werde PLATZ zu machen







Ich glaube meinen Augen nicht zu trauen, als 2 vollbelade Fahrradtaxis an mir vorbeirauschten, die dann in Windeseile aus meinem Blick verschwanden. Echt krass, wie die Junxx ohne Furch und Tadel im Freiflug abgegangen sind. Anhand meiner Geschwindigkeit, vermute ich mal, dass das Kampfgeschwader mehr als 70 km/h auf der Nadel hatte
Unterwegs kommen wir noch an einem Flüchtlingscamp von UNHCR vorbei, ein Überbleibsel aus 2009, als es im Kongo noch ordentlich zur Sache ging. Um 13.30 erreichen wir Giseny, also noch genügend Zeit um zu shoppen.









artgerechte Tierhaltung sieht anders aus













John ,ein Kongese über den wir das Vulkan und Gorilla Trekking gebucht haben, hat für uns im Bethany Center ein Zimmer reserviert.
Beim einchecken, dann das erste AHA Erlebnis, denn es war natürlich NICHTS vor reserviert. Also habe ich kurzer Hand John angerufen. um die Lage zu checken. Nach 2 maligem klingeln hatte ich ihn auch am Apparat. Er war sichtlich irritiert, als ich ihm sagte, dass wir für HEUTE nicht eingebucht wären.
John meinte darauf, heute wäre doch erst der 21, und er hätte doch für den 22 igsten reserviert.

Hmmmmmmmm......WAS GEHT AB 😕 ...........Hatte ich mich etwa im Datum vertan. 😵

Au BAcke , jetzt dämmerte es mir wieder. Wir hatten in Kigali einen Tag mehr eingeplant, diesen aber nicht genommen.
O.K auch ned schlecht. So bringt uns, mein VERRECHNERLE noch einen Ruhetag .bevor es in Kongo geht. Wir entscheiden spontan, unsere Einkäufe auf morgen zu verschieben.
Um 17:30 kommt John aus dem Kongo , und wir besprechen den Ablauf der nächsten 3 Tage ..
John will uns am 23igsten um 8 Uhr ein Taxi schicken, das uns dann zu Grenze bringt.
Er holt uns dort ab, regelt das mit der Einreise und dem Rest.

Inzwischen haben noch 2 weiter Hellhäutige im Bethany eingecheckt. Elisabeth aus den Niederlanden und Brandon aus Bosten. Beide sind in einem Projekt für Gebärdensprache. Mit Ihnen noch 5 Lokals. Na ja 3 Ruander und 2 Ugander alle TAUB. Sprechen geht ein wenig, aber hören gleich Fehlanzeige.
Wir verabreden uns für 19 Uhr im AUgberge Giseny , einer lokalen Kneippe im Ort.







Dort gibt es afrikanisches Buffet. Das Teller für 2000 RF. Fleisch und Fisch kosten zusätzlich. Man darf sich so viel wie man möchte aufs Teller laden, für jedes weiter Teller bezahlt man extra. Afrikanisches Buffet eben. Inzwischen sind auch Elisabeth , Brandon und die andern 5 Junxx eingetroffen. Die **TAUBEN** legen gleich los und bombardieren uns mit Gesten, die wir natürlich NICHt verstehen. Absolut abgefahren wie die uns befuchtelt haben .
Brandon , abwechslungsweise Elisabeth übersetzten uns die Gebärdensprache. Ich bin überwältigt, wie schnell und wie präzises das **RUMGEFUCHTEL**übersetzt wird.
Wir haben eine Menge Spaß zusammen, lachen viel, ich bin sehr wissbegierig., und bombardiere die andere Seite mit meinem **GEFUCHTEL**
Am Ende des Abends kann ich fließend ..*Guten Morgen*...*Gute Nacht*...*Entschuldingung,* und *es war nur Spass* in Gebärdensprache.

Hier noch ein paar Tagesimpressionen.










So stelle ich mir *MAMMA AFRIKA* vor



So siehts aus, wenn die **AFRIKANISCHEN MÄNNER ARBEITEN**
Teil 827. Sept. 2015
22.7.2015 Tag 5


Morgens um 5 Uhr ruft der MUIZIN. **BETEN ist besser als SCHLAFEN**. Wer der Kerl mal mit dem Rad unterwegs, würde er auch anders über die Sache denken.
Nach dem Frühstück ziehen wir um den Block. Es wimmelt hier nur so von Boda Boda, ein richtiges durcheinander.



In einer Seitengasse stoßen wir auf den Markt. Genau der richtige Ort um fürs morgige Trecking ein zu kaufen.
Wir schlendern über den Markt und begutachten die leckeren Lebensmittel.









Im hinteren Teil des Marktes werden Kleider ,Schuhe und sonstiges **Hardware** angeboten. Bei Bedarf kann man sich gleich die Kleider auf Maß abnähen lassen .












Eine Marktfrau bietet mir einen Beutel mit kleinen roten und gelben Paprika zum Kauf an.Genau das richtige als Snack für Unterwegs.Ca.100 Stück, was mir aber definitive zu viel ist.
Ich sagte, dass ich die Hälfte nehme, aber ich will vorher probieren.
Irgendwie hatte die Marktfrau das mit dem probieren nicht so richtig verstanden, denn sie fuchtelte mit den Händen. Mir egal, probiert wird.






Ich hatte die Paprika zur Hälfte abgebissen, da zerreiß es mir fast den Schädel.
In Sekundenschnelle hatte ich kalten Schweiß auf der Stirn, mir war heiß und kalt zur selben Zeit.
Einen Schluckauf ohnes Gleichen, und der Kreislauf ging in Keller, mein Körper rebellierte.
Mein Mund und Rachen brannte, ein Feuerschlucker muss ein Waisenknabe dagegen sein.

Ein reißen Gelächter ging über den Markt, die Frauen haben sich vor Lachen fast in die Hose gemacht, denn sie wussten dass es keine Paprika , sondern hot Chillyschoten waren.
Den schärfsten Brennstoff den es in Ruanda gibt.(Ich glaube die machen sogar **SPRENGSTOFF** daraus 😣 )
Fluchtartig verliess ich den Markt, und brachte mich in Sicherheit. Erst als ich trocken Brot und einige Samosa gegessen hatte , wurde es allmählig erträglicher.

Es dauerte noch eine geraume Zeit, bis ich wieder soweit hergestellt war um das Markt Gelände wieder zu betreten.
Natürlich blieb mein Wiedererscheinen nicht unbemerkt, und man(n) Frau erkannte mich sofort wieder.
Eine Marktfrau streckte mir sogar eine Chillyschote als Begrüssung entgegen, den andern gefiel das ungemein, denn sie lachten und grölen auf Kosten des Unwissenden... 😗 .






Nach unserer Shoppingtour ging runter zum Kivu Beach, wo wir ein Lunchbreak machten .
Unterwegs kommen wir noch an einer afrikanischen Fahrradwerkstatt vorbei, alles sehr rustikal.
Die Auswahl an Ersatzteilen ist enorm.

Der Strand ist wunderschön gelegen. Ins Wasser hab ich mich ned getraut, zuviel **SCHISS** vor Bilharziose. Der Strand grenzt direkt ans Serena Hotel. Natürlich mussten wir noch einen Afrikan Tee zu uns nehmen. Nein nicht weil man da den besten Tee bekommt, sondern weil es offenes WIFI hat. Wollte mich nochmal melden, bevor es morgen in Kongo geht.


























Tageskilometer:0 dafür um eine Erfahrung reicher....
Teil 928. Sept. 2015
Bloke schrieb:21.7.2015 Tag 5

Unterwegs kommen wir noch an einem Flüchtlingscamp von UNHCR vorbei, ein Überbleibsel aus 2009, als es im Kongo noch ordentlich zur Sache ging.












Sorry für den Nachtrag

Die Bilder wollte ich noch posten bezüglich Flüchtlingscamp.

Zur Zeit sind *Flüchtlinge* aus Burundi untergebracht
Teil 1029. Sept. 2015
23.7.2015 Tag 6

Mit afrikanischer Pünktlichkeit fährt unser Taxi um 8:20 vor. Unser Zimmer haben wir zuvor geräumt,und unsere Räder samt restlichem Gepäck im Bethany Center sicher verstaut.
Die Grenze zum Kongo ist grad mal 4 Km entfernt, also dementsprechend kurz ist auch die Fahrt mit dem Taxi.



John erwartet uns bereits. Die Warteschlange an der Ausreise aus Ruanda ist kurz, und in nullkomma nixx sind wir aus Ruanda ausgereist.



Wir gehen direkt zum Einreiseschalter, wo wir unsere Pässe samt Visavordruck abgeben. Inzwischen kommt ein anderer Officer und verlangt nach unseren Geldfieber Ausweis.



Ich möchte Fotos machen ,aber irgendwie ist mir die Sache zu heiss, wer weiss was passiert, wenn die Grenzer mich dabei erwischen.
Ich frage John ob die Junxx hier entspannt sind, wenn man fotografiert.Er muss es ja schliesslich wissen, denn er ist ja Kongolese.
No Problem ,you can take fotos. Hmmmm, ganz wohl ist mir trotzdem nicht dabei, denn ich hab keinen Bock abgeführt zu werden. Aber der Paparazzi in mir ist starker, also fange ich an zu knipsen.




Grenzbeamten kontrolieren die Einreisenden







Es dauert keine 2 Minuten steht auch schon ein Grenzbeamter neben mir und redet auf französich auf mich ein.

Genau jener welcher hat mich **erwischt**


Er deutet, dass ich IHM bitte folgen soll. Na super, alles richtig gemacht.
Ich rufe John hinzu und sage ihm, dass er sich um die Sache kümmern soll
....Ich bin raus 😎 .... Beide reden in kongolesisch, dann muss John mit dem Officer mitkommen. Nach 10 Minuten kommt er zurück, No fotos anymore. 😣
Inzwischen haben wir auch unser Visa im Ausweis. Dann gehts rüber zur Gelbfieber Kontrolle. Wir müssen noch ein paar Daten angeben...
Whats your Profesional..Plumber..Don´t understand.P-L-U-M-B-E-R wiederhole ich..Sorry, don`t understand.O.K.. I´m Jornalist...Ahhhhhh.......Now i got it. 😉
Nach dem ganzen Papierkram werden wir mit der Laserthermometer beschossen. Alles O.K...36,8 Grad...Welcome to Kongo.
Wir fahren direkt zur Base des Virunga NP. Zuvor gehts aber noch durch Goama.
Goma ist ein Drecksloch. Es stinkt und ist dreckig. Der Müll liegt am Strassenrand, oder wird verbrannt. EIn drunter und drüber. Hier werden die Waren nicht wie in Ruanda auf dem Rad transportiert, sondern auf überdimensionalen Holzrollern.
Echt fantastisch anzusehen, mit welchem geschickt die Junxx die überdimensionalen Karren aussteuern. Unterwegs begegnen uns unzählig bewaffnete UNO Blau Helm, mit schwerem Geschütz. Militär und Polizei sind hier an der Tagesordnung.
Kurz nach Ortausgang Goma müssen wir durch eine Straßensperre, oder besser gesagt, wir müssen 4 US Dollar Straßen Gebühr bezahlen. EIne Strasse die vermutlich nie gebaut wird. Seit geraumer Zeit sind wir auf der erkalteten Lava unterwegs die 2002 Goma platt gemacht hat unterwegs.




































Nach 45 Min erreichen wir das Base camp .Wir sind die ersten ,und dementsprechend schnell ist der Papierkram erledigt.
Nach uns kommen noch 4weitere Personen dazu. Insgesamt zahlende 6 Leute die auf den Vulkan wollen. Nachdem wir unsere Permit bekommen haben, gibts noch eine kurze Unterweisung.
Wir heuern uns noch einen Träger für je 24 US $ an,und für 5 US $ kaufen wir noch Jakkals. Die anderen 4 buchen das volle Paket, mit Essen und Koch....






Die Strecke bis zum Grat beträgt 8 KM, der Höhenunterschied ist 1500 hm. Um 11 Uhr starten wir unsere Mission Nirongongo Vulkantrekking.
Die ersten KM gehen wir durch dichten Wald, und sind gut zu gehen. Auf 2250 hm ist das erste Base, wo wir einen geplanten Stopp einlegen. Insgesamt gibt es 4 sogenannte Base, an denen planmäßige Stopps eingelegt werden. Nachdem wir **GEBASED** haben verlassen wir den dichten Wald uns bewegen uns auf dem Lavageröll vom Ausbruch 2002. Der Untergrund ist schwer zu gehen und scharfkantig. Auf 2520 erreichen wir Base2.





Unterwegs kommen wir an der Ausbruchsstelle vorbei, wo 2002 die Lava ausgetreten ist .Mit 100 Stundenkilometer floss die Lava Richtung Goma . Base3 liegt auf 2755m,mit freier Sicht auf den Vulkan. Inzwischen wird der Anstieg immer steiler. Auf 3225m erreichen wir Base 4.. Um uns herum kann man bis nach Goma sehen, und die umliegenden Vulkankrater.
Ab jetzt gehts ordentlich zur Sache. Die Temperaturen sind merklich kühler geworden. Wir sind noch 250 HM unterhalb des Kraterrands. Die Übernachtungshütten sind von Weitem schon zu sehen. Der aufsteigende Schwefel mit seiner Schwefelfahne begrüßt uns. Da muss also der Eingang zur Hölle denke ich mir. Nach insgesammt 6h erreichen wir den Kraterrand.



























Wir beziehen gleich die*first sweet*, keine 10m unterhalb des Kraterrandes. Die Hütten sind in einem erbärmlichen Zustand. Das Dach ist kaputt, das Holz stellenweise verfault. Typisch Afrika. Die Hütten wurden leider NICHT dern Anforderungen auf 3500 m angepasst.
Eigentlich sehr schade, denn das ganze gschäffd war für die Katz.






Dann endlich der große Augenblick,auf den ich mich schon seit einer Ewigkeit freue. Ich werfe einen BLick über den Graterand und sehe unter mir in einigen hundert Meter Entfernung den Lavasee.WOW..WOW..WOW.. Ich bin beeindruckt über das grandiose Naturschauspiel.
Ich freue mich schon auf die Nacht, denn da wird das ganze Spektakel noch extremer.






Nachdem ich mich erstmals satt gesehen ha, gehe ich zur Schutzhütte und richte meine Nachtquartier ein. Inzwischen brennen auch die Jakkals, eine richtig gute Entscheidung diese mitgenommen zu haben. Einerseits tut die Wärme hier oben sehr gut, und anderer seits konnen wir dort unser Abendessen zubereiten.






Inzwischen ist es fast dunkel. Der Wind pfeifft uns ordentlich um die Ohren.
Es ist schweinekalt. 3-4 Grad. Aber kein Paradies ohne Schlangen. Als es vollends dunkel ist, setzte ich mich bewaffnet mit dem Schlafsack und mit meiner Wärmedecke an den Kraterrand . Jetzt erst kommt die ganze Schönheit des Nirongongo zu Geltung. Unter uns brodelt es wie in einer Hexenküche. Ab und an durchbricht die flüssige Lava die Kruste. Die Lava schlägt Wellen, ich bin hin und weg.
Die Schwefelschwarten ziehen in rötlicher Farbe zum Himmel. Ein Ort nicht von dieser Welt. Wer die Möglichkeit hat, solch einen Ort zu besuchen, sollte es tun. Wer schon einmal dort war, der weiss von was ich spreche.
Nach 3h Höllen und Hexenkonzert begebe ich mich durchfroren in mein Schlafgemach.
Ausser meiner Nase schaut nichts mehr aus dem Schlafsack. nach kurzer Zeit ist es mollig warm ,und ich schlafe wie ein Stein.














Teil 1102. Okt. 2015
24.7.2015 Tag 7


Um 6:30 ist es rum mit lustig. EinTräger kommen ans Zelt und wecken uns. Da der Kratersee voller Wolken hängt und die Sicht dementsprechend schlecht ist fällt mir der Abschied auch nicht ganz so schwer. Sieht aus, als hätte sich der Nirongongo schlafen gelegt



Pünktlich um 7 Uhr ist Abmarsch angesagt. Das erste und einzige Mal, dass ich die Afrikaner **just in Time** erlebe.
Wir gehen den selben Weg wieder zurück ins Basecamp. Der Abstieg ist unspektakulär,und in grossen Schritten geht es Richtung Basecamp. Nach nur 3h inklusive Stopp erreichen wir das Basecamp.












John erwartet uns bereits. WIr verabschieden uns von unseren Trägern mit einem *Tipp*
Er bringt uns nach Goma wo wir heute nächtigen werden. Morgen soll es wieder in den Virunga NP gehen, dieses Mal zum Gorilla Trekking .
.Wir fahren wieder auf der Lavastrasse . Mein Eindruck hat sich seit gestern nicht wesentlich verändert, wild uns abgefahren....


















Unsere Unterkunft das Maison Benoit liegt unweit des Stadtzentrum und ist eine christlichen Mission. Ich frage mich allerdings was hier christlich sein soll. Kein Strom, kein Wasser.Essen fehlanzeige. Die Unterkunft ist abgefahren, unter aller Kanone. Eimer dusche ist angesagt.






Da es kurz nach 13 Uhr ist beschließe wir noch ein wenig um die Ecken zu ziehen. Kein Vergleich zu der Nachbarstadt Giseny. Hier geht es richtig hektisches durcheinander . Auf den Straßen herrscht das pure Chaos. Wer die Regeln kennt, darf sie brechen. Anscheinend kennt hier keiner die Regeln, denn es wirdgehupt und gedrängelt. Bevor ich die Straße überquere versichere ich mich 3 mal, dass ich heil am gegenüberliegenden Ende ankomme.






Die Kongolesen sind nicht sehr aufgeschlossen gegenüber den Touristen .Mir wird des Öfteren gestikuliert und Worten klar gemacht, dass ich hier nicht erwünscht bin. Um keine Reibungspunkte aufkommen zu lassen verziehe ich mich, zumal mein französisch gleich gegen Null geht. Dementsprechend vorsichtig verhalte ich mich auch.
Am Straßenrand tausche ich noch 20 US in 18.000 Kongofranc, was mir eine grössere Kaufkraft gibt , anstelle als wenn ich in US $ bezahlen würde. Alles kostet hier einen Dollar, oder aufwärts.
Abends gehen wir noch in eine lokale kongolesische Kneippe. Ich bestelle zur Abwechslung Ziegenbrochette, Kartoffeln und Banane. Die andere Alternative wäre noch gewesen Bananen mit Kartoffeln und Ziegenbrouchet. Ein kühles Bierchen darf natürlich nicht fehlen.
Eine Flasche Primus kostet 2000 RF. Die Preise im Vergleich zu Ruanda sind meistens doppelt so hoch. Als wir wieder ins Benoit kommen ist der Strom schon wieder oder immer noch weg. Ich sag ja, wild und abgefahren..
Teil 1205. Okt. 2015
25.7.2015 Tag 8


Um 6 Uhr geht der Wecker runter. 😣
John steht pünktlich um 6:30 vor der Tür uns holt uns zum Frühstück ab. Wir steigen in einem dieser kongolesischen Nobelschuppen ab. Optisch alles schön hergerichtet, aber genauer Hinschauen darfste nicht. Tischtuch hat Flecken, die Tassen sind dreckig, und noch so einiges mehr, was bei uns ein No-Go wäre.
Das Buffet hingegen ist erstklassig. Es gibt warmes Buffet ,frisches Obst und auf Wunsch Omelette. Kostenpunkt 10 US.
Danach machen wir uns auf den Weg zum Virunga Nationalpark. . Unterwegs frage ich John, wie viel Leute mit uns aufs Trekking gebucht sind. Only you. 😉 😉 😉 😉 Alleine unter Gorillas, wie geil ist das denn, denke ich so im Stillen.

Die Fahrt bis zur Base dauert 2h . Die Strecke kennen wir, es ist die selbige wie gestern. Zu unserer linken Seite liegt majestätisch der Nkirongo mit seiner Schwefelfahne.
Selbst von der Ferne ist die Mystik zu spüren die der Vulkan ausstrahlt






Nachdem wir die Base vom gestrigen Vulkantrekking passiert haben geht es durch kleinere Dörfer. In mitten eines solchen Dorfes zweigt die Straße nach rechts ab, eigentlich ist es nicht mehr als eine schmale Gasse. Die letzten KM zur Gorilla Base ist Afrika pur. Unterwegs gabeln wir noch 2 Guards auf, die unsere Security sein sollen für den heutigen Trip.
Nach weiteren 10 Minuten sind wir am Ausgangspunkt unseres heutigen Trekking. Unzählige Kinder empfangen uns mit einem mords Geschrei....... Muzungu Muzungu....









Wir durchlaufen kleine Ansiedlungen ehe es über die Felder in Richtung Urwald geht. Die Frauen und Kinder bestellen die Felder. Von den Männern weit und breit keine Spur. Frei nach dem Motto**Gott erhalte meine Gesundheit und die Arbeitskraft meiner Frau**.
Im Gegensatz zu Goma sind die Leute sehr freundlich und haben ein Lächeln im Gesicht.






























Nach 25 Minuten Fußmarsch erreichen wir den Eingang zum NP, der mit einem elektr. Zaun gesichert ist.



Zuerst müssen wir noch einen Bach überqueren, bevor es ins dichte Unterholz geht. Die Ranger schlagen mit Ihren Macheten den Weg für uns frei. Nach einer weiteren Stunde treffen wir auf die Trecker, die schon seit den Morgenstunden unterwegs sind.






Ab jetzt müssen wir Mundschutz tragen, da die Gorillas in unmittelbarer Nähe sind. Nach weiteren 5 Minuten treffen wir auf eine kleinen Lichtung , dann wir stoßen auf die Gorillafamilie. Zur Zeit ist Chillen angesagt, und die Gruppe ist dementsprechend lazy.
Dann nach 10 Minuten kommt Bewegung ins Spiel, und die Gorillas ziehen ins Unterholz zum fressen. Die Ranger schlagen den Weg mit den Macheten frei, und wir ganz dicht dahinter.














































Nach einer Stunde ist das grandiose Spektakel vorbei. Exclusive Trekkking von der aller feinsten Sorte. Einfach nur genial. Wir haben jede einzelne Sekunde genossen, immer in der erster Reihe.

Der Himmel hat sich inzwischen zugezogen. Dunkle Wolken hängen über uns . Just in dem Augenblick als wir in der Base sind fängt es an wie aus Kübeln zu giessen. Der erste lang ersehnte Regen seit 2 Monaten.

Leider ist nun unseres Kongo Trips zu Ende, und es heißt zurück nach Ruanda. Die letzten 3 Tage waren faszinierten und übersät mit neuen Eindrücken, die es erst mal zu sortieren gibt.






Die Ausreise, bzw Einreise geht zügig von statten. Da es kein multiple Entrence Visa kommend vom Kongo gibt, müssen wir nochmal ein neues Visa für 30 US lösen. John bringt uns ins Bethany Center. Wir bedanken uns für die tollen 3 Tage und den tollen Service. Ein echtes Highlight, und perfekt organisiert.(Na ja die Unterkunft müsste John nochmals überdenken)

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben ist Wäsche waschen angesagt. Da wir unser ganzes Reiseequipment aufs Minimum ausgelegt haben,ist erst mal Waschen angesagt



Nach der kurzen Wascheinlage heuern wir für 300 RF ein Boda Boda, das uns zum Serena Hotel bringt. Ihr wisst schon...Free Wifi.
Sigi ist sichtlich erleichtert, als sie erfährt dass im Kongo alles ohne Probleme von statten ging. Bevor wir uns zum Abendessen ins Auberge aufmachen, genießen wir noch den herrlichen Sonnenuntergang am Strand



Für 1500 RF gibts wieder lekkeres Büffet, natürlich dieses Mal ohne ZIEGE .
Brandon und die Deff people sitzen bei einem kühlen Mutzig an der Bar und sind erfreut uns zu sehen. Ich begrüße die gehörlosen mit Gebärdensprache, was sie sichtlich beeindruckt
.Natürlich geht das Gefuchtel wieder los und jeder will alles ganz genau wissen.
Nachdem wir fürstlich gespeist haben geht's vollgefressen in die Kiste.
Teil 1306. Okt. 2015

26.7.2015 Tag 9


2 Uhr ,ich wache auf. Draußen regnet es wie aus Kübeln. Geschlafen habe ich nicht wirklich gut, zu viele Eindrücke in den letzten 3 Tage,Der Kopf ist noch voll von Impressionen, die erst mal sortiert werden müssen .


Heute wollen wir den Kongo Nil Trail in Angriff nehmen, aber alles ohne stress. Deshalb wird erst mal in Ruhe gefrühstückt.
Wir gehen nochmals Down Town um das restliche Reiseproviant zu besorgen. Am Bankomat holen wir noch 200.000 RF
Um 11 Uhr geht es endlich los Richtung Süden. Der Einstieg zum K.N.Trail ist gut ausgeschildert,und dementsprechend leicht zu finden.
Die ersten 10 KM sind noch Asphaltiert, und recht entspannt zu fahren.
An der Abzweigung **HAKUNA MATATA LODGE** verlassen wir die Teer Pad und ab gehts auf die unbefestigte Strasse. Wir sind noch keine 3 KM weit gekommen, da schlägt auch schon der Pannenteufel zu. 😈 ...Plattfuß. 😈 ..
Na sauber, fängt ja gut an. Also Rad auf den Kopf gestellt, defektes Hinterrad raus, und einen neuen Schlauch eingezogen.












Dies blieb natürlich wie immer nicht unbemerkt . Ein Fischer gesellte sich zu uns und schaute dem Treiben zu. In der einen Hand hält er seinen fangfrischen Fisch, den er vor lauter Neugierde mir förmlich unter die Nase hielt, was ich allerdings nicht lustig finde. 😣






Als ich endlich wieder ordentlich Druck im Reifen hab geht es weiter !!
Die Strecke ist wunderschön. Immer den Kivu Lake zur rechten Seite. Die Pad hingegen ist echt mörderisch, und im desolaten Zustand übersät mit unendlich vielen Pothole. Immer ein ständiges rauf und runter.





















Heute ist nicht mein Tag !! 😣 😣
Die Beine tun weh. Ich habe ordentlich Muskelkater . Der Abstieg vom Nirongongo stecke mir noch ordentlich in den Gliedern. Jede Kurbelumdrehung macht ordentlich Aua. Aber alles jammer hilft nixx...Leidenschaft die Leiden schafft. 🙄
Das Bergauffahrten gestaltet sich recht sportlich, stellenweise so steil, dass das Vorderrad anstieg. Ein wahrer Balanceakt. Wir durchfahren etliche Kaffeeplantagen ,die kurz vor der Ernte standen. An den Farben der Kaffeebohnen erkennet man welche Bohnen in kürze gepflügt werden. Kurz vor unserem Tagesziel den Cyrimbi Basecamp passieren wir noch die Cyimiri Waterfalls. Für die Lokals ein zentraler Punkt um Wäsche zu waschen und zur Trinkwasser Versorgung.
Das Cyrimbi Basecamp liegt direkt am Ufer des Lake Kivu, in mitten der Kaffeeplantage. Auf der ganzen Strecke begegnet uns kein einziges Auto.
Für 12.000 RF können wir nächtigen ,ein Frühstück inbegriffen. . Das Abendessen ist einfache Hausmannskost. Es gibt Ruandischen Spinat ( Bitterleaf), Reis, Bohnen und Kartoffeln für kleines Geld.



























Eindrücke und Einblicke vom Tage



























Teil 1411. Okt. 2015
27.7.2015 Tag 10


Um 7:45 sitzen wir beim Frühstück. Es gibt Früchte aus dem eigenen Garten , dazu Kaffe aus eigenem Anbau. Wie immer einfache Hausmannskost, aber dafür mega lekker.

























Wir schleichen noch übers Gelände. In der In der Küche brodelt der Kochtopf,im Speisesaal ist das Personal zu Gange . Ein Junge schaut mir neugierig bei meinem treiben zu. In den Händen präsentiert er stolz seinen Fußball, Marke Eigenbau.










Am Seeufer treffen wir auf einen Gruppe von Arbeitern die Schilf in großen Mengen ernten . Zu meinem Erstauen arbeiten auch die Männer mit, was eher seltener der Fall ist










Um 9 Uhr gehts weiter. Heutiges Ziel sollt Bumba sein, so zumindestens lässt sichs aus der Karte erahnen.Die ersten Meter gehen gleich wieder bergan. Die Haxen sind immer noch nicht auf Betriebstemperatur, es macht nur noch AUA. Wir kommen durch unzählige Dörfer, die nirgends auf der Karte verzeichnet sind. Am Straßenrand herrsch ein reges Treiben.
































Als wir einen kurzen Stopp am Starssenrad einlegen, kommen die Kinder aus den umliegenden Hütten auf uns zugerannt, und wollen aufs Foto. Eine der Mütter ist obercool, sie gibt high five, während Ihr KLEINE an der Zapfsäule hängt.







Die Pad schlängelt sich elegant am Ufer entlang. Mal rauf mal runter, den See zur immer rechten.




Unterwegs passieren wir eine kleinen Schreinerei . Die Arbeitsweise ist noch wie in der Nachkriegszeit. Alles Handarbeit, keine Maschinen, nixx an technischen hilfsmittel.Natürlich beguatchten wir die Arbeit des Schreiners. Stolz zeigt er uns seine Handwerkskunst.










Die Pad wird zunehmend schlechter, und wir kommen ans Limit was das fahrtechnische angeht. Die Eindrücke verstärken sich. Obwohl wir leiden, geniessen wir die Umgebung und das drumherum .



















Der Tag zieht sich wie ein Kaugummi. Immer ein ständiges auf und ab, so langsam könnte das verflixte Bumba kommen. Der Tag neigte sich langsam dem Ende, aber immer noch keine Abzweigung in Sicht. Die Sonne küsste den Horizont.




Um Straßenrand fragen wir Locals wie weit es denn noch bis Bumba wäre. Von very short, bis zu einer Stunde oder 40 KM, war alles an Antworten vertreten. Inzwischen war die Sonne schlafen gegangen und die Dunkelheit kam über uns herein. In der Ferne sehen wir Lichter. Nach weiteren 30 Minuten erreichten wir endlich Mushabati. Von Bumba weit und breitkeine Spurt. Natürlich blieb unsere Ankunft nicht unbemerkt. Patrick, ein Boda Boda Rider kommt zu uns rüber und fragte was wir wollen. Nein, eine Unterkunft gibt es weit und breit keine. Aber keine 500 m von hier wäre das HOPECENTER, eine arte Gemeindehalle, und Raphael sein Freund wäre der Manager. Nach einem kurzen Anruf , meinte Patrick, wir können dort nächtigen. Inzwischen war es Kuh Nacht und wir können die Hände vor den Augen nimmer sehen. Dementsprechend vorsichtig bewältigten wir die letzten 500 m. Raphael erwartete uns schon. Er meinet, wir können auf unseren Matratzen und Schlafsack im Konferenzraum schlafen. Ein Abend essen bekommen wir auch noch, und für ne Eimerdusche würde es auch noch reichen. Als ich noch erfuhr, dass es eine Bar mit kaltem Bier gibt, ist der Tag gerettet. Inzwischen war auch Patrick in der Bar . Ich bedankte mich mit einem oder 2 Bierchen für seine Hilfsbereitschaft. Wir haben eine mords gaudi mit den Einheimischen . Es wird viel gelacht und gefrotzelt.Nach weiteren 1,5h war das Abend essen fertig. Gemeinsam mit Raphael und seinen 2 Services Kräften lassen wir uns das Essen schmecken.
Um 23 Uhr fallen wir leicht beschwippst in unsere Schlafsäcke. What a day













Der heutige Tag hatte soviel neue Eindrücke, dass ich nur ein Bruchteil niederschreiben kann. Hier noch ein paar Impressionen zum heutigen Tag.






















Teil 1513. Okt. 2015
28.7.2015 Tag 11

Wir müssen bei zeitig raus, da heute eine Veranstaltung stattfindet. Erwartet werden 60 Leute aus der näheren Umgebung.













Nachdem wir unseren schlafplatz geräumt und gefrühstückt hatten, bat ich Raphael um die Rechnung. Da ich mich kurz frisch machen war, übernahm Freia das bezahlen. Auf meine Nachfrage, was wir denn so bezahlt haben meinte sie 64.000 RF.
WHAT !!!!!! Ich war sichtlich erstaunt über den hohen Preis . Sie zeigte mir die Quittungen.
Raphael wünschte uns noch eine gute Reise und begleitete uns noch zur Straße. Ich hingegen war sichtlich angepisst bezüglich der überzogenen Rechnung , und wollte das so nicht hinnehmen.
Ich fragte Raphael ob er sich noch kurz eine Minute Zeit nehmen könnte. Ohne große Umschweife kam ich direkt zu mein Anliegen, und sagte , dass ich mich abgezockt und übern Tisch gezogen fühlte, zumal wir einen geilen Abend hatten und NICHT kleinlich waren. Und er noch zudem eine auf **dicke Hose** mit best German Friends machte.
Ich sagte Essen und seinen Getränke O.K, aber Übernachtung und Frühstück mit 40.000 RF sei ein schlechter Witz .
Er bat mich Ihm nochmals die Rechnung zu zeigen.
Ohhhhhhhhhhhhhhhhh,It´s my mistake, i probobly count wrong . I´m so sorry....... Er würde umgehend neu rechnen, und uns den zu viel bezahlten Betrag wieder zurück gebe. Ja neeeee is klar. Wenn Kohle im Spiel ist, kommt der Charakter zum Vorschein ....

Die heutige Etappe ist recht chilig und wir haben grad mal 40 Km bis Kibuye auf der Nadel. Für die Strecke brauchen wir aber eine gefühlte Ewigkeit, denn es gibt wieder viel zu sehen . Menschen waren mit arbeiten zugange, schleppten Kaffeetrester zum Sammelplatz.
Da grad die Ferien in Ruanda angefangen haben , wunderte es mich nicht, als ich so viele Menschen am Straßenrand sah ,die meiner Ansicht nach rumlungerten.

























Der wahre Grund hingegen stellte sich schnell heraus. Ein Lokales Radrennen war im Gange . Ach was sag ich, es sind **WILDGEWORDENE JUNXX**auf ihren fliegenden Kisten zu Gange. An Profimaterial fehlte es hinten und vorne .Der Coolste trug einen Bau Helm , andere wiederum einen Plastikkanister als Trinkflasche. Sehr skurril der ganze Anblick. Einer tat mir besonders leid, denn er war in der Gruppe der Letzte. Also hab ich kurzerhand umgedreht und mein Drahtesel hochbeschleunigt .Dann das Kerlchen von hinten an der Gruppe vorbei geschoben. Das Kerlchen sichtlich erfreut über den zusätzlichen Turbo und die gut gemachten Plätze strahlte über alle 4 Backen. Die Meute am Straßenrand tobt über den Muzungu Express.

















In Kibuye machen wir noch einen Stopp an der örtliche Kirche mit dem angrenzenden Genozid Memorial






















Gegen spätnachmittag erreichen wir das Center Bethanie . Eine schön gelegene Unterkunft am See. ÜF für 30.000 RF. Wir wollen für 2 Nächte einchecken. Doch das Kerlchen an der Rezeption meinte, sie wären ausgebucht, und für heute wäre nur noch 1 Zimmer frei. Ich soll aber morgen früh nochmals nachfragen, vielleicht storniert ja ein Gast.

Na super, schöne gelegene Unterkunft aber nixx frei, was ich mir anhand der parkende Autos aber nicht vorstellen kann. Man verfrachtet uns ins Nebengebäude. Unser Zimmer ist mehr als Basic, und die Dusche ziemlich heruntergekommen. Ich ziehe übers Gelände, und bemerke schnell, dass wir verarscht werden. Denn von den 6 Zimmer mit Seeblick sind nur 2 belegt.
Ich frage nochmals nach, ob wir eines der nicht belegten Zimmer direkt am See haben könnten. Sorry everything booked out. Jetzt fühl ich mich komplett verarscht, und sage dem Kerlchen, dass wir morgen weiter fahren. Maybe tomorrow there is a room avalible. Kannste knicken , verarschen lass ich mich ned.....
Im Nachhinein habe ich erfahren, dass sowas des Öfteren passiert. Mit dem Hintergrund, dass die Gäste fern vom Haupt Haus untergebracht werden und der **MANAGER** das Geld in die eigene Tasche wirtschaftet. leider hab ich das zu dem Zeitpunkt nicht gewusst...












Teil 1615. Okt. 2015
29.7.2015 Tag 12

Heute ist Tag der 1000 Baustellen. Eigentlich ist es nur eine Baustelle, da an allen Ecken und Enden gearbeitet wird. Manche nehmen ihren job nicht wirklich ernst und **ENTSPANNEN ** unter einem LKW.



Hier ist alles in chinesischer Hand. Ein Vorarbeiter treibt die Locals an, wobei antreiben nicht annähernd den Nagel auf den Kopf trifft. Meistens werde die Lokals verbal angschissen.......Eines der Baufahrzeuge hatte weniger Glück und bohrte seine Nase in die Böschung.





















Die Strassenarbeiter sind echt coole Jungs, lauthals feuer sie uns an und sind hellauf begeistert ,von den Muzungus auf Ihren Rädern. Manche machen sogar Fotos von den bunten Bildern auf meinem Fuss.(schwäbisch alles unterhalb der Hüfte ist der Fuss) Ich erlaube mir einen Spass und verlange ** Money Money** Einer lacht und greifft in seine Hosentasche und streckt mir 100 RF entgegen. Was für ein Erlebnis **LANGEWEILE** 😗 sieht anders aus










Laut K-Nil karte soll am Mugunero Marked Place eine geeignete Unterkunft sein. Gegen spätnachmittag erreichen wir den besagten Marked Place. Von der angegebenen Unterkunft fehlt jede spur. Dann wieder das übliche Spiel, fragen nach Hotel, Accomunidation Cambre. Wir bekommen wieder die tollsten Aussagen, aber auf solche spielereien hab ich keinen Bock. Ein anderer meint, hier im Dorf wäre ein Cambre. Wir durchstreifen die engen Häusergassen, links und rechts dunkle Löcher, die in irgend ein dunkles Loch führen.. Die Geruche werden intensiver, genauer gesagt stinkt es nach Schweiß, Fäkalien, und sonstigen Gerüchen die meiner nase nicht wohlgesonnen sind... Endlich erreichen wir die besagte Absteige. Es dauert keine 10 sec, da hatts uns vor lauter Gestank wieder rückwärts rausgehauen. Sowas hatte ich bislang auf meinen ganzen Afrika reisen noch nicht erlebt. Direkt an der Kloake vorbei gings über Hühner und Ziegen direkt an die Bar. Es roch nach Urin, Hühner und Ziegenscheisse. Dunkle Gestalten saßen an der vollbesetzten Bar und tranken Ihr bananenbier oder sonst so en Gebräu. Luft holen ohne sich zu übergeben war fast nicht möglich. Fluchtartig Verliesen wir den Schauplatz










Nachdem wir unbeschadet aus dem Hinterhof raus kamen, fragten wir, ob wenigstens eine Kirche in der Nähe wäre. Kibingu Church bekamen wir als Auskunft. LT GPS 5 KM entfernt. Also machten wir uns auf den Weg dorthin. Wir klettern nochmals 200 HM, als ich auf einer Anhöhe ein Gebäude sehe. LT Waypoint müsste das die Kirche sein. Als wir an dem Wypoint ankommen finden wir zwar ein Gebäude aber die Kirche ist weit und breit nicht in Sicht. Also beschließe die Umgebung per Fuß zu erkunden. Irgendwo muss doch die verflixte Kirche sein. Ich steige nochmals 100 hm nach oben, als ich ein Gebäude mit der Aufschrift IBIROBYAKAGAR KIBUNGO entdecke.






Matthias ein Local kommt auf mich zu und fragt was mein Anliegen ist. Ich erkläre Ihm dass wir eine Bleibe für die Nacht suchen. No Problem , wir können bei Ihm in seinem Haus übernachten. Ich erkläre Ihm dass wir zu 2 sind und unsere Räder noch 100 HM weiter unten sind. No Problem, I´m strong, we can bring up the bike . Ich bin skeptisch, wie wollen wir die Räder mit Gepäck den Trampelpfand nach oben bringen .
Bei den Rädern angekommen ruft Matthias noch einen Freund hinzu. Ich immer noch skeptisch , sag dass es viel zu steil ist um die Räder zu schieben..No Problem, I´m very strong kam erneut aus seinen Lippen, und kurz darauf legten beide Hand an unseren Rädern. Was soll ich sagen, die beiden Kerl haben geschoben, als wenn es kein Morgen geben würde. Ich hatte Mühe und Not dem Tempo stand zu halten. NAch 15 Minuten hatten wir die Räder oben, und ich war bedient. Ich sagte Matthias, dass wir lieber in unserem Zelt schlafen wollen, und wir Ihm keine Unannehmlichkeiten bereiten wollen. Erst wollte er dies nicht akzeptieren, willigte aber schließlich ein.


















Der Zeltaufbau erwies sich schwieriger als gedacht, denn inzwischen hatten sich einige Kinder versammelt, die dem Treiben zuschauten. Für die Kinder ein wahres Spektakel, für uns glich es einem Hürdenlauf.







Inzwischen ist John, der Sekretär der Kibunge Kirche eingetroffen. Er erkläret uns, dass das hier nur das Sekretariat sei, und sich die Kirche nochmals 2 km entfernt befindet. Für eine Nacht hier zu campen, wäre allerdings kein Problem. Da wir noch nichts gegessen hatten mussten wir nochmals runter zum Marked Place. John orderte 2 Boda Bodas.Nach 20 Minuten waren wir DOWN TOWN. Wir kauften noch Obst und Wasser für den morgigen Tag, danach gings straigt in die Bar. Das Licht in der Bar war schummrig, so dass wir nur schemenhaft die leute erkennen konnten. Außer den Stimmen konnten wir noch Augenpaare sehen, die sich in der Bar tummelten.
Zum Essen gab es wieder diese Vielfalt an Auswahl. Ziegenbrouchet mit Kochbanenen, oder Kochbanene mit Ziegenbrouchet. Die Auswahl war echt schwierig. Hauptsache das Bier war gekühlt. Dass wir hier Exoten waren brauch ich wohl nicht zu erwähnen. Die Barbesucher lächelten uns zu und jeder wollte mit uns Anstoßen. Als dann endlich das Essen kam, hatte ich schon ordentlich einen sitzen...Nach 2h und einigen Bierchen intus orderten wir wieder 2 Boda Boda, für den Nachhause weg. Draußen war es inzwischen KUH Nacht. Die Junxx versicherten uns, dass sie wissen wo wir hin wollen, und steuerten Zielstrebig in Richtung aus der wir kamen. Nach 20 Minuten später erreichten wir die Kirche, aber unser Zelt stand ja beim Sekretariat. Leider wussen die Junxx nicht wo das war, und starteten eine heftige Diskussion. Mir wurde das zu Bunte, dennich war müde und wollte in meinen Schlafsack. Also drehte ich kurzerhand den Zündschlüssel rum ,und kickte das Moped an. Der Driver schaute mich verwundert an, aber ihm blieb keine Zeit, denn ich hatte den Gang schon eingelegt. Also nixx wie hinten rau. Eigentlich war das keine so eine gute Idee von mir, denn es war Kuhnacht und ich mittelmäßig *betrunken*. Aber was solls, sonst wird das nixx. Nach 1 Km war Schluss, denn ich würge die Kiste ab. Was solls, zu mindestens waren wir jetzt auf dem richtigen Weg. Ich signalisiere meinem Sozius,er solle wieder übernehmen. Nach weiteren 5 Minuten erreichten wir unser Zelt. Die Junxx sichtlich erheitert über die Action haben sich vor Lachen nimmer eingekriegt.
Teil 1715. Okt. 2015
























Teil 1818. Okt. 2015
30.7.2015 Tag 13


Die Nacht im Zelt war herrlich. Ich hab geschlafen wie ein Stein. Die Sonne begrüßt uns mit einem Lächeln. Echt Grandios.



Bevor wir uns auf den Weg machen, verabschiede ich mich noch von Matthias. Als kleines Dankeschön für seine Hilfsbereitschaft schenken wir Ihm Reis, Mehl und ein wenig Obst., das wir gestern auf dem Markt gekauft haben.
Matthias ist Vollwaise und hat im Alter von 12 Jahren seine Eltern durch den Genozid verloren. Seither lebt er und sein jüngeren Bruder auf dem Grundstück. Auf dem Feuer kochen die Bohnen für das heutige Essen. Gegessen wir einmal am Tag, meistens gibt es das Selbe, deshalb freut er sich über die Abwechslung.



Stolz zeigt er mir sein Animal Haus, das grad im Baubeginn ist. Maschinen oder sonstiges Werkzeug gibt es nicht . Alles wird mit purer Muskelkraft erschaffen. Echt arme Schweine. Welch eine Schinderei. Ich schieße noch ein paar Fotos und zeige es seinen Bauhelfern. Eigentlich immer ne coole Sache, wenn sich die Locals im Display meiner Kamera erkennen. Ein Freund von Matthias verzieht keine Miene. Er ist blind.










Auf dem Weg zum Zelt komme ich an einer Frau vorbei, die Maniok trocknet und zerkleinert. Ich kenne die Frau, da sie gestern schon an derselben Stelle die selbe Arbeite verrichtete .Mit einem freundlichen Amakuru , das sie mit einem Amakuru messa erwidert begrüßen wir uns.



Sie gestikuliert mit der Hand in den Mund. Für mich hatte es den Anschein dass sie Hunger hat, und mich nach was essbarem **FRAGT** . Irgendwie hab ich sie wohl falsch verstanden, denn sie nimmt meine Hand und bittet mich mitzukommen. Wir gehen zu Ihr nach Hause. Sie bittet mich einzutreten und weist mir einen Platz am Tisch zu. Die Frau verschwindet in der Küche, Die Nebentür geht auf, und es krabbeln 4 Kinder ins Wohnzimmer. Der oder das Kleinste grad mal 2 Jahre alt. Dann geht die Küchentür auf, und die Frau tritt ein .Sie hat Sauermilch, Bitterleaf und Kartoffeln dabei. Es ist kurz nach 7 Uhr, und mein Magen ist noch nicht bereit, für solche Art von Lebensmittel. Zumal es sich noch um kalte Speisen handelt.
Die Frau bittet mich zu essen. Ich will sie nicht kränken, geschweige denn Ihre Gastfreundlichkeit verletzten , deshalb bitte ich sie mir Sauermilch einzuschenken.
Die Milch fließt **KLUMPIG**in meine Tasse. Ich mache die Augen zu , denn nur so krieg ich überhaupt einen Schluck runter. Dann probiere ich noch die kalten Kartoffeln und den kalten Bitterleaf. Die Kombination ist eigentlich sehr lecker, aber in kaltem Zustand gleicht das eher einer Folter.
Mein Magen signalisiert mir, dass er an seine Grenzen komme. Ich krieg nichts mehr runter, ohne dass es gleich wieder hochkommt. Ich muss aufgeben.
Dabei fühle ich mich schlecht und schäme mich, weil ich Ihre lieb gemeinte Gastfreundschaft nicht annehmen kann. Was denkt sie wohl, über den Kerl ohne Haare , dem es noch nie an etwas gefehlt hat. Ich werde es wohl nie erfahren, denn unsere Sprachbarriere ist unüberwindbar.

In solchen Situationen wird mir wieder ganz stark bewusst, in welchem GOLDEN KÄFIG ich doch lebe.
Materieller Reichtum, ohne Einschränkung. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen auf diesem Teil der Erde geboren zu sein.










Nachdem wir unsere 7 Sachen gepackt haben geht's Richtung Süden. Als erstes müssen wir aber unbeschadet zur Hauptstraße kommen, denn die Kinder rennen unter lautem Gebrüll vor uns her



Zur Abwechslung geht's mal wieder bergauf. Irgendwie läuft es heute nicht rund, und so richtig Bock auf Schinderei haben wir auch nicht, aber ohne Fleiß kein Preis. Wir sind immer noch auf dem Baustellenhighway unterwegs.







Unterwegs machen wir ,eigentlich wie jeden Tag unser Coffebreak. Meistens gibt es African Tea,mit Gebäck, für 300 Rf. Grad mal 48 cent. Für manchen Einheimischen ist das allerdings keine Option, da wird der Tag mit Bananenbier begrüsst










.Wir sind heute chillig unterwegs ,und nach 40 Km und 750 Hm erreichen wir Tyazo City,und checken im Murakaza Neza ein. ÜF für 15000 RF.












Da wir bei Zeiten da sind streifen wir noch um den Block. Unser Magen meldet sich zu Wort und wir beschließen LOCAL zu essen. Um diese Uhrzeit ist das immer so eine Sache, da die Speisen meistens am frühen morgen zubereitet werden und den ganzen Tag dann im Topf auf den Konsumenten warten. Bevor ich was zu essen bestelle ,checke ich meistens die Küche, bzw essen Zubereitung Raum.
In der Regel ist das kein Problem. Viele Küchen haben Buffet, und die Lebensmittel stammen aus unmittelbarer Umgebung. Bei uns würde man für die Qualität der Lebensmittel teures Geld bezahlen.BIO PUR !!!
Das Essen ist wirklich super lecker, einfach, aber dafür Qualitativ absolut top. **EHRLICHES ESSEN** wie ich es immer nenne.






















Danach schlendern wir noch über den lokalen Markt. Eigentlich nichts nennenswertes, da wir immer wieder auf solche Märkte treffen, aber diese Stand hatte es in sich.
Frei, nach dem MOTTO..**GELD STINK NICHT** wurde ich eines bessere belehrt.






Teil 1920. Okt. 2015
31.7.2015 Tag 14


Unsere heutige Etappe führt es die ersten KM Richtung Süden, bevor wir dann den Abzweig Richtung Nyungwe Forest nehmen. Die Straßen ist ein Traum, die Steigungen auf den ersten Km zwischen 7und 8 %. Quasi eine Flachetappe. In Nyamashake weist ein Schild **JENOSID 300m** nach rechts. Wir beschließen , einen kurzen Stopp einzulegen. Dies erwies sich als nicht optimale Entscheidung. Keine 30 Sekunden später waren wir umzingelt von gefühlte 100.000 Kindern. An ein vorwärtskommen gar nicht zu denken. Frag mich nicht, wo die Kinder herkamen, eine Invasion ist ein Kindergarten dagegen. Ohne jemals das Memorial gesehen zu haben machen wir uns auf den Weg nach Süden.












Der hier muss wohl der Oberchecker gewesen sein. Anhand der Brille zu urteilen hatte er die LAge voll im Grff..






Wir erreichen den Abzweig Rusizi-Nyungwe.
Unser Weg führt nach links. Rechts gehts weiter Richtung Süden grenze Kongo/Burundi. Im Hintergrund sind die Berge des Nyungwe Forest zu sehen. Die Strasse ist uns auch nicht mehr wohlgesonnen, die Steigung nimmt zu. Bevor wir uns den Steigungen des Nyungwe stellen füllen wir unseren Speicher mit leckerem Chiapai und frischen Obst auf.




















Frisch gestärkt gehen wir die Steigung an. Die Steigung nimmt zu, die Nadel fällt auf 8/9Km/h.Vorbei an Bananen und Teeplantagen schrauben wir uns Meter für Meter nach oben. Der Verkehr nimmt zu, denn wir sind auf einer sehr befahrenen Verkehrsachse Tansania -- Kongo. Am Straßenrand sind die Auswirkungen des hohen Verkehrsaufkommen sichtbar.












Wir haben schon einige Höhenmeter geklettert, als von hinten ein schnaubendes Vehicle sich bemerkbar macht. Beim umdrehen erkannte ich einen Abschleppwagen mit **BEUTE** auf der Laderampe.
Der Abschlepper unwesentlich schneller zog an uns vorbei. Geistesgegenwärtig erkannte ich die Situation und rief Freia zu**WIR FAHREN AFRIKANISCH**
Ohne zu begreifen, was ich damit meinte reagierte sich NICHT. Ich kurzerhand mein Fahrrad hochbeschleunigt um mich an der Ladefläche des Trucks festzuhalten. ERst jetzt begriff Freia, was ich meinte, und trat ordentlich in die Pedale um die Lücke zu schließen. Da hingen wir nun wie 2 Kletten an der Pflanze. Der Truck sichtlich in die Jahre gekommen hatte Fieber. Besser gesagt , der Kühler kochte über. Bei uns wäre das ein Desaster ohne Gleichen. In Afrika hingegen, gesellt sich der Beifahrer auf die Ladefläche und versorge den Überdampfenden Kühler mit Frischwasser, und alles ist Gut. NAch 15 Minuten erreichten wir den Scheitel des Anstieges. Als Dankeschön für den Lift gab's für den Jockey ein Cola. Mit den Worten**U must be very strong** bedankte sich unser Liftboy für den Drink. Da der Truck erst mal eine Verschnaufpause braucht, ziehen wir wieder alleine von dannen. Inzwischen hat der Himmel zugezogen, am Horizont kann man Licht erkennen, ich hoffe, dass wir unberegnet aus der Situation rauskommen.












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Das Flachstück war nur von kurzer Dauer, und wir müssen wieder klettern. Inzwischen ist der Himmel schwarz. Es dauert keine weitere 10 Minuten, da öffnet Petrus seine Pforten. Wir haben Glück im Unglück, denn in unmittelbarer Nähe befindet sich das Tourismus Office des Nyunge Forest. Inzwischen Blitz und donnerst es von der allerfeinsten Sorte. An ein weiterfahren ist nicht zu denken, Wir stecken fest, und das um 13 Uhr. Nach weiteren 90 Minuten hat der Spuck ein Ende.
Was tun mit dem angebrochenen Tag. Da wir keinen Bock haben ins Nirvana zu fahren entscheiden wir uns Keza Nyungwe Lodge zu nächtigen. Also wieder 3 Km den Berg runter. Unterwegs kommt uns der Liftboy entgegen und winkt uns freundlich zu.
Für 25000 RF können wir nächtigen. Eine Frechheit , zumal es nur Etagendusche mit Kaltwasser gibt. Mit 30 KM und 750 HM endet unsre Tages Etappe. Das Zimmer erweist sich als strategisch optimal, da wir die Straßen und den darunterliegenden Marktplatz voll im Blick haben. Ein buntes Regen und treiben findet vor unseren Augen statt. Zur späten Abendstunde kommt ein Schweinelaster vorbei, der unter lautem Geschrei ein paar Schweine entlädt, die unter lautem Geschrei über den Platz getrieben werden.




















Bitterleaf






Teil 2025. Okt. 2015
2.8.2015 Tag 15


Nachdem wir schon einige Tage auf Pad sind, gönnen wir uns heute einen Ruhetag. Ruhetag heisst, der Drahtesel hat heute frei. Die Nacht ist leider nur von kurzer Dauer, denn früh morgens brüllt der Muezzin unaufgefordert in die Landschaft..Beten ist besser als schlafen.....Ach l*** mich, ich will meine Ruhe, denk ich mir im halbschlaft......Nachdem wir den Muezzin unbeschadet überstanden haben, wollen wir uns an dem Frühstückstisch erlaben. Leider stellt sich das angeboten Frühstück als Fake heraus, denn außer Marmelade und trockenem Brot gibt es nixx.
Heute wollen wir das Murambi Genozid Memorial besuchen. Im Vorfeld hatte ich schon einiges im Netzt in Erfahrung bringen können ,und war dementsprechend neugierig, was da auf mich zukommt
Das Memorial liegt ca.6Km entfernt von unserer Unterkunft. Die ersten Meter legen wir per Petes zurück, dann entscheiden wir uns die Marktwirtschaft ein wenig anzukurbeln ,und ordern einen lokalen Transport. Für 200 RF umgerechnet 26 Cent gönnen wir uns ein Fahrradtaxi. Alleine die 2,5 KM sind ein Abenteuer für sich. Man bekommt alles hautnah mit, man merkt, dass der Fahrer des Fahrradtaxis schon einige Touren hinter sich hat, dementsprechend ist auch sein Körperduft. Ich bin froh , als uns der Fahrrad Kurier unbeschadet am Memorial absetzt.













Das Memorial liegt auf einer kleine Anhöhe, ursprünglich wollte man hier eine technische Universität erbauen . Das Areal wurde nie fertiggestellt.
Hier wurden die Tutsies aus den umliegenden Regionen unter heimtückischen Vorwand zusammengetrieben und bestialisch abgeschlachtet. Die Torsos der abgeschlachteten Tutsis wurde wieder ausgegraben und einbalsamiert, und auf Holzgestellen aufgebahrt. In den Gesichtern der Leichen kann man stellenweise die Angst erkennen. Für mich unvorstellbar, welch grausame Bestien hier am Werk waren.
Ich bin fassungslos, und voller Entsetzen zu was der Mensch alles fähig ist. Nach 2h verlassen wir das Gelände, sichtlich geschockt und komplett sprachlos,












GRUFFT:hier liegen unzählige Leichen in Massengräbern. An Gedenktagen wird die Gruff für Feierlichkeiten geöffnet


Masssengrab8 4m tief): aus denen wurden die Leichen ausgegraben , und anschleissend auf den Holzbänken aufgebahrt.

























Immer noch sehr sehr nachdenklich machen wir uns auf den Rückweg. Dieses mal zu Fuss.Unsere Nasen sind zu empfindlich fürs Fahrrad Taxi.
Unweit der Genozid Gedenkstätte befindet sich eine Kirche, an der wir unwillkürlich vorbei kommen. Da heute Sonntag ist, versammel sich die Menschen aus der umliegenden Region zum Gottesdiensts. Der laute Gesang erweckt unsere Neugierde, und wir werfen einen Blick ins Innere der Kirche,
Dies blieb natürlich nicht unbemerkt ,und keine 10 Sekunden später stand ein **Gläubiger** neben uns, frage u nach unserem Anliegen. Danach bat er uns am Gottesdienst teil zu nehmen. Auf den liebevoll gemeinten Vorschlag, in der vordersten Reihe platz zu nehmen lehnen wir danken ab, und entschieden uns im hinteren Teil der Kirche Platz zu nehmen.
Keine 10 Sekunden später gesellte sich ein netter Herr und eine nette Dame zu uns, um die Predigt des Geistlichen ins englische zu übersetzen. Als erstes wurden wir von dem Pfarrer persönlich begrüßt.
Wir standen auf , um die Gemeinde mit einem **AMAKURU** zu begrüßen. Sichtlich erfreut, über die weißen Zuhörer er widerte die Gemeinde mit einem **AMAKURU MESSA** die Neuankömmlinge.
Der Ablauf des Gottesdienstes ist strickt geregelt .Am morgen findet die Messe für die Kinder statt, danach die der Erwachsenen. Heute war ein besondere Gottesdienst, denn das Brautpaar das letze Woche geheiratet hatte, bedankte sich für die Geschenke.
Danach wurden die Neuigkeiten der letzten Tage verkündet. Da es keine Tageszeitung gibt, verbreitet die Kirche die News of the week. Zum Abschluss des Gottesdienste kam der abgefahrenste Teil, Sowas kannte ich bislang noch nicht. Die Bürger aus der umliegenden Region spendeten Lebensmittel und Sachwerten ,die am Ende des Gottesdienstes für einen gutenZweck in der Kirche versteigert wurde.Leider war mein Kiruandisch nicht so gut,um and er Versteigerung teilzunehmen. Schade eigentlich, denn ich hätte gerne was dazu beigetragen.
Der Erlös der Versteigrung wurde für die neu angeschafften Kirchenmöbel verwendet.... Absolut abgefahren. Nach dem Ende des Gottesdienstes kamen die Ältesten auf uns zu ,und schüttelten uns die Hände, umarmten uns und bedankten sich für unseren Besuch in Ihrer Gemeinde. Ich fühlte mich sichtlich zwiegespalten..Keine 500 Meter entfernt, die abgeschlachteten Torsos , und hier die liebevollen und herzlichen Ruander auf der anderen Seite.






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