Auch heute haben wir recht zeitig ausgeschlafen, wollen wir doch gaanz gemütlich durch den Etosha NP mit hoffentlich vielen Fotostops cruisen 😁 .
Außerdem muss ich noch ausreichend Zeit einplanen um im „worst case“ noch irgendwie an Geld zu kommen (das würde bedeuten vor Einchecken auf der Aoba Lodge nochmal nach Otavi!!! zu fahren 🤢 !
Also ein großzügig bemessener Zeitpuffer muss heute definitiv vorhanden sein!
Das Frühstück schmeckt uns ausgezeichnet und die süßen sehr gepflegten Miezekatzen leisten uns Gesellschaft . Die Etosha Safari Lodge gefällt uns ausgesprochen gut und wir kommen sicher einmal wieder!
Der frühe Vogel fängt den Wurm – los geht es auf der der geteerten C38 Richtung Okaukuejo. Hier sind uns im Februar schon Elefanten begegnet – diesmmal treffen wir diese hübschen Zebras :
Am Gate müssen wir einen kleinen Moment warten – da wir mit Geld knapp sind und noch nicht sicher wissen, ob wir das Permit mit Karte bezahlen können rechnen wir noch ein bisschen rum, ob wir gleich alle Tage oder nur die ersten bezahlen (können).
Wir begrüßen die Dame am Gate mit einem freundlichen „Hello, how are you“! Die ernste Miene verwandelt sich direkt in ein breites Lächeln und auf meine Nachfrage versichert sie uns, dass wir das Permit mit Kreditkarte zahlen können und können rasch weiterfahren 🙂 .
Meine Mama hat diese freundliche Begrüßungsformel nun auch zu ihrem neu erworbenen Vokabular der Englischen Sprache mit aufgenommen.
Dieses beinhaltet zwischenzeitlich: „Hello“ - „Yes“ – „No“ – „Thank you“ (das Teeäitsch klappt auch schon wirklich gut 😄 ) –„ Appletizer“ (ihr Lieblingsgetränk) und „How are you“!
Grandios ! Es ärgert sie ziemlich, dass wir immer übersetzen müssen und sie nichts versteht 😗 !
Jetzt aber zurück zum eigentlichen Thema:
In Okaukuejo bezahle ich das Permit mit der Kreditkarte und fahre direkt zur Tanke. Dort bestätigt mir der Tankwart, dass Kreditkarten tatsächlich akzeptiert werden. Ein schwerer Stein fällt mir vom Herzen 🤪 .
Jetzt marschieren wir erst einmal zum Wasserloch. Leider waren die Waterhole Chalets alle schon ausgebucht – wir hätten gerne hier übernachtet – also nur wegen des Wasserlochs in der Nacht 🤪 !
Wir wollen doch mal schauen, ob hier heute mehr los ist, als im Februar:
Meine Mum ist jetzt schon völlig aus dem Häuschen, sind für ihr Verständnis doch schon wirklich viele Tiere auf einem Haufen versammelt :
Hier ist schon richtig was los - man merkt, dass es nicht mehr viel Wasser gibt!
Ein schöner Glanzstar (richtig?):
Bald brechen wir auf, im Etosha NP warten ja (hoffentlich) noch ganz viele Tiere auf uns 😐 .
Wir machen uns zielstrebig auf Richtung Gemsbokvlakte. Ich habe die ganze Zeit die Zeilen von bwanafan im Kopf:
bwanafan schrieb:Tiiiere! – Wo? Die ganze Etoshapfanne scheint unter einem dichten grauen Nebel zu liegen. So dicht, dass man meinen konnte, dass alsbald ein Gewitter über uns hereinbricht. Staub in Hülle und Fülle. Dies konnte man von Tieren nicht behaupten. Die gesamte Region ist furztrocken und die Tiere sind, wenn überhaupt, nur an den Wasserstellen auszumachen. Erst am späten Nachmittag wurden wir mehr oder weniger „fündig“ und für unsere stundenlange Pirschfahrt belohnt.. Oke, ich weiss dass man nicht zwingend Vergleiche anstellen sollte, aber wenn man Botswana mit seinem unermesslichen Tierreichtum intensiv erleben durfte, dann ist das hier sehr ernüchternd. Auch wenn häufig der Besuch des Etosha NP als das Highlight einer Namibiareise bezeichnet wird, kann ich persönlich diese Aussage (jedenfalls zu diesem Zeitpunkt) nicht teilen.
Hoffentlich müssen wir das nicht erleben, wo doch meine Mutter zum ersten Mal in ihrem Leben in Afrika ist 🤩 !
Die ersten KM sehen wir NICHTS – GAR NICHTS! Nicht mal Zebras oder Kudus – EINFACH GAR NICHTS 🤢 ! Aber klar, die Tiere sind bei der Trockenheit ALLE an den Wasserlöchern und davon sind wir noch ein Stückchen entfernt:
Wir sehen bald vor uns ein Auto am Straßenrand und und die Insassen schauen gebannt durch ihre Ferngläser in die Büsche.
Habe ich Euch übrigens schon erzählt, dass mein Sohn Nico Adleraugen hat und im Laufe des Jahres durch seine zahlreichen Reisen durch das südliche Afrika zu einem „Mini-Guide“ geworden ist?! 😄
Ich hätte sie niemals gesehen und frage mich, was die Leute da vor uns wohl beobachten - seht Ihr sie?:
Yes! Unsere ersten Löwen! 🤩 Wir sind ganz aus dem Häuschen und freuen uns für die Oma und ich mich für mich – im Februar gab’s nämlich in ganz Namibia keine Löwen – zumindest nicht für mich! Sie sind zwar weeiit weg (sieht man an den Fotos) und bewegen sich kaum, aber es sind wirklich LÖWEN! 🤩
Wir sind wirklich glücklich und beobachten die Löwen eine ganze Weile – es könnten ja die Einzigen bleiben! 🙂
Wir fahren nun weiter Richtung Gemsbokvlakte. Uns kommt ein Auto entgegen, der Fahrer zeigt uns an, dass wir anhalten sollen – sie berichten, dass bei Gembsbokvlakte gerade ein Nashorn ist!
Uiiiii 🤩 – wir finden es sehr nett, dass andere ihr Sichtungsglück mit uns teilen und wir erzählen ihnen von den Löwen. Sie fragen, wie weit von der Straße – hm? Wie erklärt man das jetzt am besten? So fünf Büsche entfernt?! 🙄
Jetzt aber nix wie los zum Wasserloch, bevor das Nashorn wieder entschwindet 🤢 . Nashörner sind blitzschnell wieder verschwunden, wie ich im Februar ja leidvoll erfahren musste – da war das einzige Nashorn, das unsere Wege gekreuzt hat für mich zumindest nicht mehr zu sehen! 🤢
Wir erreichen Gemsbokvlakte und dort steppt der Bär 😉 – also an Autos 😛 ! Das Nashorn ist glücklicherweise noch da und scheint auch total relaxt:
Mensch, haben wir ein Glück! Die Sichtungsfeen von Bebbl und Daxiang leisten echt gute Arbeit 🤪 .
Elis und Strauße sind auch da:
Bei diesem Vogel sind wieder die Experten gefragt - es könnte auch ein Glanzstar sein?:
Meine Mutter ist völlig fasziniert und hegt Bedenken, was wohl passiert, wenn das Nashorn uns zu Nahe kommt! Die Frage ist ja nun nicht ganz unberechtigt und so wirklich befriedigend können wir sie auch nicht beantworten 😊 .
Überglücklich fahren wir weiter in Richtung Olifantsbad. Dieses Wasserloch war im Februar gut besucht . Hier war aber leider gar nichts los.
So, und jetzt komme ich irgendwie mit der Chronologie der Fotos und meinen Tagebuchaufzeichnungen nicht mehr zurecht, obwohl ich die Aufnahmedaten der Bilder gecheckt habe 🤢 .
Also bitte verzeiht und korrigiert gerne, wenn ich mit den Namen der Wasserlöcher falsch liege! (Ein Rätsel nicht in der Rätselecke sondern im Reisebericht 😉 ).
Vermutlich also Aus bietet eine Menge Elis und vor allem auch größere Gruppen.
Mein Adleraugenkind starrt irgendwie noch in eine andere, weitere Richtung als in die der Elis und zückt das Fernglas 🙄 .
Die nachfolgende Unterhaltung hat in ähnlicher Form häufiger stattgefunden 😉 :
Ich: „Was siehst Du?“ Nico: „Bin mir nicht sicher“ – „Warte“ Lange Pause! Nico: „Warte“ Pause Nico: „Löwen!“ Ich (aufgeregt): „Wo?“ Nico: „13 Uhr an der Mauer!“ Oma und ich im Chor (noch aufgeregter): „Ich seh‘ nix?“
Seht selbst, es SIND Löwen! Und diesmal bewegen sie sich sogar - nur die Sehkraft der älteren Ladies ist halt nicht mehr die Beste und die Äuglein brauchen eine Weile das Objekt der Begierde dann auch tatsächlich zu sehen 🙄 !
Ich (erleichtert): „Ah ja – ich seh‘ sie!“ Nico und ich im Chor: „Oma – siehst Du sie?“ Oma (verzweifelt): „Nein – ich sehe sie nicht – wo denn?“ Nico (mit dem Finger zeigend): „Oma – folge meinem Zeigefinger und da sind sie auf 13 Uhr unterhalb der Mauer“ Oma (nach einer ganzen Weile): „Ah ja – JETZT !“
Manchmal wissen wir nicht wirklich, ob sie die Tiere tatsächlich in diesem Moment erkannt hat, aber irgendwann dann sicher schon 😎 !
Aber die Löwen sind auch wirklich weiter weg und man musste schon genau hinsehen.
Ein paar Elefanten tummeln sich hier ebenfalls:
Zum zweiten Mal Löwen! Wir können unser Glück gar nicht fassen 🤩 !
Irgendwann machen wir uns auf dem Weg und es begegnen uns ein einsamer Bulle und ein Schakal:
Die nächsten Fotos müssten eigentlich von Rietfontein sein. Hier ist die Hölle los - Autos ohne Ende 🤩 ! Dicht an dicht und um den besten Platz kämpfend direkt vor badenden Elis. Wir haben erst einmal keine Chance auf einen Platz in Eli-Nähe 🤢 .
Wir machen aus der Not eine Tugend und parken etwas an der Seite - von hier aus hat man leider keinen direkten Blick auf die badenden Elis.
Adlerauge starrt schon wieder konzentriert in eine Richtung in der ich rein gar nichts entdecken kann. Die oben erwähnte Unterhaltung startet mit kleinen Änderungen von Neuem 🙂 .
Nico lacht sich fast schlapp - was sich am Rande des Wasserlochs abspielt scheint niemand außer ihm zu bemerken, da die Elefanten im Fokus stehen. Seht selbst:
Einer der jungen Löwen scheint für einen kurzen Moment sogar einen Angriff auf irgendetwas zu starten, überlegt es sich dann aber anders:
Nachdem wir uns an den Löwen satt gesehen haben und eine Parklücke vor dem mittlerweile nur noch einem badenden Elefanten frei wird, wechseln wir die Parkposition.
Der Rest der Gruppe nimmt schon einmal ein Bad im Staub:
Wir befinden uns nun endgültig im Sichtungsglücksmodus! Meine Mutter ist völlig überwältigt – so schön, hätte sie es sich nicht träumen lassen! 😄
Wir wollen nun weiter am Pfannenrand in Richtung Etosha Lookout.
Was Sichtungen betrifft sind wir für heute schon super zufrieden und der Ausblick in die Etosha-Pfanne hat auch einen besonderen Reiz.
Unterwegs begegnen uns immer wieder vereinzelte Tiere:
Diesen haben wir als Sekretär identifiziert:
Als wir uns der Pfanne nähern, glaube ich einen Knick in der Optik zu haben oder eine Fatamorgana zu sehen 🙄 . Irgenwie schimmert die Pfanne grün und nicht strahlend weiß! Vielleicht ist ja aber auch das komische Licht schuld! Aber in der Tat, die Pfanne ist GRÜN!
Wir vermuten und es wird uns später bestätigt, dass Algen die Ursache für die seltsame Färbung sind.
Also schon wieder zeigt sich Namibia untypisch - weiß und mit strahlend blauem Himmel ist der Blick in Pfanne natürlich spektakulär – heute eher nicht wirklich.
Wir suchen übrigens immer, wo vorhanden, die Parkmöglichkeiten mit Toiletten auf. Aus Angst, dass wir in Not kommen könnten, haben ein paar Einwegtoiletten mitgenommen – haben sie aber nirgends gebraucht. 😎
Unterwegs treffen wir noch
Ein Red Hartebeest:
Einen Strauß:
Diese beiden weißen Eminenzen:
Und da entschwinden sie:
Da jetzt schon wirklich viel Zeit vergangen ist, beschließe ich auf der Hauptstrecke durch den Park zu bleiben. Wir passieren noch einige Wasserlöcher, wo aber nichts los ist. Nico möchte noch unbedingt zu Kalkheuwel, da er dort beim letzten Mal sehr viele Tiere gesehen hat.
Hier ist auch tatsächlich nochmal richtig was los und wir bekommen sogar die Eland-Antilopen zu sehen:
Bald erreichen wir Namutoni, ein letzter Pipi-Halt und weiter auf der Teerstraße zum Lindequist Gate. Dort findet die Desinfektion und Fahrzeugkontrolle wegen der Maul- und Klauenseuche statt. Es staut sich ein wenig – die Reifen werden desinfiziert und alle Insassen müssen über mit Desinfektionsmittel getränkte Decken laufen.
Direkt links biegen wir ab zum Gate des Onguma Game Reserve. Der Gatekeeper öffnet und jetzt freue ich mich schon sehr, Nelson und Sarah wiederzusehen und bin gespannt, was Nico und meine Mutter zu Aoba sagen werden. Diese Lodge gehört zu meinen mir bislang bekannten Favoriten und es war mir sehr wichtig, dort den Geburtstag meiner Mutter zu verbringen.
Die Fahrt vom Gate bis zur Lodge dauert ca. 20 Minuten und auch hier sollte man immer die Augen offen halten. Wir wir später erfahren werden, haben 2 Elefantenbullen erst kürzlich den Zaun überwunden und es sich auf dem Gelände des Reserves gemütlich gemacht. Auch sonst kann man mit Glück auf der Fahrt allerlei Tieren begegnen. Wir allerdings heute nicht.
Wir erreichen den Parkplatz der Lodge! Ich sehe schon Albertina auf uns zulaufen und es ist eine wirklich große Freude 🙂 . Sie erkennt mich sofort wieder und begrüßt uns aufs allerherzlichste!
Ich frage nach Nelson und Sarah und was muss ich erfahren? Nelson uns Sarah sind seit zwei Wochen nicht mehr da – sie sind wohl in Windhuk und arbeiten nicht mehr auf Aoba! 🤩
Das ist ein kleiner Schock, den ich erst einmal verdauen muss! Mit Freude erfahre ich aber, dass auch Otilie nach wie vor für die Lodge arbeitet.
Wir genießen erst einmal den Begrüßungstrunk und Nico und Oma sind ganz begeistert von der Lage der Lodge mitten im Busch.
Hier ist heute recht viel los, die Lodge ist ausgebucht und es sind sogar Kinder da. Das war mir neu und Albertina erklärt, dass man zwischenzeitlich dazu übergegangen ist, Familien mit Kindern den Aufenthalt auf der Lodge zu ermöglichen, wenn die Zimmer ansonsten leer stehen würden. Allerdings müssen die Eltern die Kinder immer im Auge behalten, denn die Lodge liegt ja ohne Umzäunung mitten im Busch.
Nun beziehen wir unsere Heritage Bungalows. Jetzt sind Nico und meine Mutter völlig aus dem Häuschen! Einige Kudus und Springböckchen stehen direkt zwischen den Bungalows und lassen sich von uns gar nicht beeindrucken (leider kein Foto, die Kamera war im Auto). Und die Bungalows sind ja nun auch super schön und speziell!
Wir richten uns häuslich ein, schließlich bleiben wir für die nächsten drei Nächte auf dieser Lodge und genießen die Ruhe und Stille im Busch.
Sehr hungrig begeben wir uns später auf einen Gin-Tonic in Richtung Hauptgebäude. Der Fußweg mitten durch den Busch bei Dunkelheit macht meiner Mutter keine Angst. Wir sind ausgerüstet mit Stirn- und Taschenlampen und weisen Sie an, immer hinzuschauen, wo sie hintritt.
Ist das nicht herrlich?
Da die Lodge voll ist, bekommen wir einen kleinen Tisch etwas abseits am Pool. Heute Abend genießen wir keinen Sternenhimmel, dafür aber die köstlichen Kreationen aus Otilies Küche in der so besonderen Atmosphäre der Lodge.
Während des Essens können wir das Treiben am kleinen beleuchteten Wasserloch der Lodge beobachten. Immer wieder wechseln sich Kudus, Springböckchen und Damara dik-diks ab.
Urplötzlich springt Nico auf und wirft dabei fast seinen Stuhl um 🤩 🤩.
Er ist wirklich panisch! 🤩 Sind doch tatsächlich zwei Honigdachse zwischen seinen Füßen unter unserem Tisch durch Richtung Wasserloch geflitzt 🤩 . Das ist nicht ganz ungefährlich – sind Honigdachse doch recht aggressiv, fühlen sie sich bedrängt.
Nachdem der erste Schock verdaut war, versucht Nico die beiden Kameraden zu fotografieren - leider gelingt es in der Dunkelheit nicht. Die beiden besuchen wohl häufiger die Lodge 🤪 .
Das Menu des heutigen Abends:
Curry-Frühlingsröllchen Hähnchenbrust gefüllt mit Feta und Spinat, dazu Sqash , Reis und Rotkohl Tiramisu
Alles natürlich „homemade“! 🙂
Mit Otilie halten wir noch ein kurzes Schwätzchen und sie freut sich sehr über unser Lob! Zurück in unserem Bungalow, sind die Betten schon aufgedeckt, das Moskitonetz schon ausgebreitet, ein Teelichtlein sorgt im Badezimmer für romantische Stimmung und die Bush-Minibar ist aufgefüllt.
Wir fallen müde in unsere tollen Betten - lauschen den manchmal recht unheimlichen Geräuschen im Busch und träumen bald süß von Löwen und Nashörnern! 😄
Fortsetzung folgt! Morgen ist der 80. Geburtstag meiner Mutter, wir beginnen den Tag sehr früh mit einem Interpretive Bush Walk und am Nachmittag geht es auf zu einer Pirschfahrt im östlichen Teil der Etosha!
maddy2'167 Beiträge · seit 200919. Sept. 2015 · #66
Hallo Applegreen,
Herzlichen Dank fuer deinen tollen Reisebericht! Da habt ihr ja ein Riesenglueck gehabt mit diesen Sichtungen!!
Biologe schrieb: In Namibia gibt es den Weißbürzel-Singhabicht nicht. Der lebt in E-Afrika (Kenya und so, aber nicht in Namibia). Das steht zwar in etlichen populärwissenschaftlichen Broschüren, ist da aus welchen Gründen auch immer reingerutscht, stimmt aber dennoch nicht. In Namibia lebt der Graubürzel-Singhabicht. Die engl. Bezeichnungen sind auch Makulatur. Kein Wunder, denn die billigen Werke werden über Jahrzehnte unverändert an fast jeder Lodge-Reception verhökert. Es gibt zwar schon etliche Richtigstellungen, die aber nicht beachtet werden.
Tut mir leid Michael, aber das kann ich so nicht stehen lassen! Ein Graubuerzel Singhabicht ist das nicht. Ist halt so eine Sache mit den "common names"!
Es gibt 3 verschiedene Chanting Goshawks.
Der Vogel im Bild ist ein Melierax canorus, oder Southern Pale Chanting Goshawk, oder Grosser Singhabicht (oder Fahlbuerzel Singhabicht), dessen Verbreitungsgebiet ist: das westliche Suedafrika, ganz Botswana, ganz Namibia, und suedliches Angola.
Dann gibts noch den Melierax metabates, oder Dark Chanting Goshawk, oder Graubuerzel Singhabicht. Den gibts in Namibia nur im ganz aeussersten Norden, im aeussersten Norden von Botswana und von Angola bis Mozambique, im westlichen und suedlichen Tanzania, und (nun verlassen mich meine Geografiekenntnisse) West, Zentral und Ost Afrika noerdlich von Kenia.
Der Melierax poliopterus, oder Eastern Chanting Goshawk, oder Weissbuerzel Singhabicht, der lebt in Kenia, nord Tanzania Somalia und suedlichen und oestlichen Ethiopia.
(reference: Sasol Birds of Prey of Africa and its Islands, Alan and Meg Kemp, und Raptor Guide of Southern Africa, Ulrich Oberprieler).
Ist halt immer kompliziert mit common names, um so mehr wenn's nicht English ist! 😉
Gruss aus Sodwana, wo es momentan endlich herrlich regnet! Maddy
Biologe1'162 Beiträge · seit 201219. Sept. 2015 · #67
Hallo Maddy,
danke für Deine Ausführungen, aber ob es sich auf dem Bild tatsächlich um den Großen Singhabicht (Melierax canorus) handelt, bitte ich nochmals zu überprüfen. Der Große Singhabicht hat eine gelbe Wachshaut, der Vogel auf dem Bild aber eindeutig eine rote, was für den Graubürzel-Singhabicht spricht Die Verbreitungsangaben unterscheiden sich offensichtlich sehr. In meiner Quelle (Handbook of the Birds of the World, Vol.2) werden für den Graubürzel-Singhabicht (metabates) 5 (!) Subspecies aufgeführt; als Verbreitung für Melierax metabates mechowi Cabanis, 1882 steht: Angola E to S Tanzania and S to N Namibia and NE South Africa.
Wie klamüsern wir jetzt diese unterschiedlichen Angaben auseinander und finden zu einem gemeinsamen Ergebnis?
Aber letztendlich brauchen wir nicht lange zu diskutieren. Mir ging es primär darum, klar zu stellen, dass der Weißbürzel-Singhabicht in Namibia nicht vorkommt; und darin sind wir uns ja einig.
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
Biologe1'162 Beiträge · seit 201219. Sept. 2015 · #68
hier scheint mal wieder ein kleiner Schubs angesagt.
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
maddy2'167 Beiträge · seit 200919. Sept. 2015 · #69
Hallo Michael,
Der Große Singhabicht hat eine gelbe Wachshaut, der Vogel auf dem Bild aber eindeutig eine rote, was für den Graubürzel-Singhabicht spricht
Nein, laut meinem Buch haben beide species eine rote Wachshaut am Schnabel.
Die Verbreitungsangaben unterscheiden sich offensichtlich sehr. In meiner Quelle (Handbook of the Birds of the World, Vol.2) werden für den Graubürzel-Singhabicht (metabates) 5 (!) Subspecies aufgeführt; als Verbreitung für Melierax metabates mechowi Cabanis, 1882 steht: Angola E to S Tanzania and S to N Namibia and NE South Africa.
Ok, von den 5 subspecies habe ich noch nichts gelesen, aber so sehr unterscheidet sich das Verbreitungsgebiet auch nicht. Laut meinem Buch: Ja, M.metabates kommt auch ganz oben in Namibia vor, im Nord-Osten, aber nicht so weit suedlich wie Vingerklip.
Eine wichtige info fuer mich ist das habitat: M.canorus - Pale Chanting Goshawk - "Arid regions, thornveld, tree-lined watercourses and semi-desert, favouring Kalahari and Karoo vegetation types."
M.metabates - Dark Chanting Goshawk : "Favours well-debveloped woodland. Also savanna, but avoids arid areas and forests."
Gruss aus Sodwana (es regnet immer noch, juhuii, hoffentlich dauerts noch eine Weile!) Maddy
Biologe1'162 Beiträge · seit 201219. Sept. 2015 · #70
Hallo Maddy,
wenn noch nicht einmal Einigkeit (Klarheit) über die Bestimmungsmerkmale herrscht, wie soll man dann zu einem Ergebnis kommen?
Aber die von mir aufgeworfene Frage ist ja geklärt: der Weißbürzel-Habicht (poliopterus) kommt in Namibia nicht vor. Welche Art sich nun auf dem Bild von Sabine zeigt, Graubürzel- oder Großer Singhabicht, bleibt angesichts unklarer Bestimmungsmerkmale Ansichtssache.
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200919. Sept. 2015 · #71
Hallo,
so wie Bele es beschrieben hat ist es schon richtig!
Weißbürzel-Singhabicht (Southern Pale Chanting Goshawk
! Neben all den schon aufgeführten Common Names wird Melierax canorus in Deutsch auch noch Heller Singhabicht genannt. Übrigens ist er (soweit mir bekannt), der einzige, der im englischen ein Southern im Common Name führt. Somit war ziemlich klar und eindeutig, welche Art Bele gemeint hat.
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Biologe1'162 Beiträge · seit 201220. Sept. 2015 · #72
Hallo Marina,
Deinen Zwischenruf verstehe ich jetzt überhaupt nicht. Beles Diagnose beruht auf einem weit verbreitetem Irrtum. Aber das ist ja auch nicht das Problem. Und das Zitieren von "Common names" bringt uns auch nicht weiter; letztendlich gelten nur die wissenschaftlichen Namen. Wenn man meine und Maddys Statements aufmerksam liest, erkennt man auch das Problem. Verschiedene Bücher sind sich in der Diagnose einiger Arten nicht einig. Deshalb wird die Diagnose von Sabines Singhabicht letztlich zur Glaubensfrage. Nur: der Weißbürzel-Singhabicht (Melierax poliopterus) Eastern Chanting-goshawk, Eastern Pale/Somali Chanting-goshawk ist es nicht.
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201420. Sept. 2015 · #73
Hallo an alle Vogelexperten!
Ich habe noch ein Foto gefunden, dass etwas heller ist und evtl. kann man die Merkmale des Singhabichts etwas besser erkennen:
Wir haben den Vogel übrigens nicht bei der Vingerklip sondern auf der Etosha Safari Lodge, also weiter nördlich fotografiert 🙂
Einen schönen Abend und liebe Grüße und vielen Dank für die Mühe mit der Bestimmung 😎
Netti59847 Beiträge · seit 201520. Sept. 2015 · #75
WOW Sabine, was für ein toller Tag Tolle Sichtungen, ich kann deine Mum sehr gut verstehen, mir würde es nicht anders ergehen. Ihr seit an einem Tag quer durch den Park gefahren, ist also auch möglich ........... hmmmm. Komme immer mehr ins grübeln. Gar nicht so einfach, die erste Reise zu planen 😉
So, jetzt bin ich aber auf die Geburtstagsfeier gespannt. Es kann los gehen .... 🙂
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201420. Sept. 2015 · #76
Hallo Netti59,
in einem Tag den Park zu durchqueren ist durchaus möglich. Haben wir im Februar auch so gemacht. Es kommt natürlich darauf an, wie lange Du Dich an den jeweiligen Wasserlöchern aufhalten willst und wieviele Fotostops Du einlegst.
Mit der Geburtstagsfeier dauert es noch sicher bis morgen 😉
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201421. Sept. 2015 · #77
Samstag, 29.8.2015 Geburtstag! Onguma Aoba Lodge
Heute ist der große Tag! Anni wird 80 Jahre alt 🙂 !
Und der Tag beginnt schon sehr früh - um 6.30 Uhr werden wir zum Interpretive Bush Walk abgeholt.
Schon um 6.00 Uhr stoßen wir mit einer Tasse Kaffee an und genießen den Sonnenaufgang vor unserem Bungalow im Dickicht des Buschs umgeben von einzelnen Kudus:
Das „richtige“ Frühstück heben wir uns für nach dem Bushwalk auf 🤪 .
Nico ist noch nicht ganz startklar, kommt ein Angestellter der Lodge im Laufschritt auf uns zu. Ich frage mich schon, ob er wohl eine besondere Überraschung für uns hat – man kann ja nicht wissen 😏 !
Nein - es ist eher das Gegenteil 🤢 : Er entschuldigt sich tausend Mal und teilt uns mit, dass der Guide schon ungeduldig auf uns wartet, es müssen nämlich noch Gäste von anderen Onguma Camps abeholt werden. Man hat leider vergessen, uns die frühere Abholzeit mitzuteilen😃
Nun aber schnell zum Treffpunkt! Hier wartet schon ein leicht mürrischer und angespannter Guide, der auch erst einmal gar keine Zeit verschwendet.
Na, das fängt ja nun nicht soo wirklich toll an 😈
David fährt in einem sehr zügigen Tempo Richtung Onguma The Fort, dort wartet schon ein englisches Ehepaar.
Sie begrüßen uns freundlich und er erzählt uns sofort, dass er heute morgen beim Öffnen der Balkontür direkt in das Gesicht eines Leoparden geschaut hat 🤩 !
Ob wir ihn um dieses Erlebnis jetzt beneiden sollen?! Ich bin mir nicht sicher?! 🙄
Auch David, der zwischenzeitlich etwas freundlicher gestimmt ist, findet diesen Bericht eher bedenklich und meldet den Vorfall direkt über Funk.
Plötzlich stoppt David das Auto (obwohl er es ziemlich eilig hat – wir müssen nämlich noch weitere Gäste abholen) und schaut wortlos durch sein Fernglas in die Ferne 😐 . Mein Sohnemann - seines Zeichens Adlerauge - Ihr erinnert Euch - tut es ihm gleich. Nach einer Weile flüstern beide fast zeitgleich: Lepard! 🤩
Es beginnt wieder die am Vortag beschriebene Unterhaltung 😉
Aber bald können ihn ALLE dann auch sehen:
Ein Leopard wie bestellt zum Geburtstag läuft uns quasi direkt vor die Nase! Wir sind mehr als begeistert!
David wartet freundlicherweise auch so lange, bis der Leo gemütlich im Gebüsch verschwindet:
Weiter geht es im Eiltempo Richtung Onguma Bush Camp. Dort erwarten uns schon Mutter und Tochter, ebenfalls Engländer.
Nun fahren wir wieder ein Stückchen, wie bis an der Stelle ankommen, an der es von jetzt an zu Fuß weitergeht. Wir befinden uns schon in Sichtweite zur Fishers Pan.
David macht uns zunächst mit den Sicherheitsregeln vertraut. Er erklärt, dass wir konsequent in einer Reihe hinter ihm laufen sollen und den vorgegebenen Weg nicht verlassen dürfen. Weiterhin erklärt er einige Zeichen, die im Falle einer gefährlicheren Begegnung wichtig sein könnten.
Darf ich Euch ebenfalls vorstellen - David:
Nun geht es los im Gänsemarsch und wir sehen schon sehr bald die ersten Springbockherden in weiter Ferne:
Außerdem ein Zebra und Giraffen:
David erklärt uns die Spuren und Exkremente der Tiere am Boden, erläutert sehr viel zu Fauna und Flora. Teilweise blühen einige Büsche:
An einem Termitenhügel verbringen wir längere Zeit, David erkärt sehr ausführlich den Lebensraum und die Lebensweise der Termitenvölker. Wir lauschen alle gespannt und ich übersetze für meine Mutter.
Immer wieder können wir weiter entfernt einige Tiere sehen:
Wir entdecken sogar einen Schädel (nein wir wollen ihn nicht mit als Andenken nehmen 😗 ):
Einige Schakale schleichen um uns herum:
Wir müssen zwischenzeitlich häufiger eine Pause machen. Nein, nicht wegen dem Geburtstagskind!
Eine der Engländerinnen (die Mutter) ist mit schicken Ballerinaschläppchen 🤩 unterwegs und es verirrt sich hin und wieder der ein oder andere Dorn in den Schuh! Jeder wie er es gerne mag - wir mussten schon manchmal schmunzeln 😛 !
Wie im Flug ist der Spaziergang vorbei. Nacheinander werden wir zu unseren jeweiligen Lodges zurückgebracht.
Zurück auf der Aoba Lodge scheinen alle Gäste abgereist und ein einsamer gedeckter Frühstückstisch erwartet uns bereits. Wir freuen uns jetzt aber auf ein schönes ausgiebiges Frühstück.
Plötzlich ertönen helle Stimmchen aus Richtung der Küche - „Happy Birthday“ wird angestimmt. Was für eine nette Überraschung! Alle Angestellten und das neue Managerehepaar der der Lodge singen für meine Mutter ein Geburtstagsständchen.
Allen Voran Ottilie, die einen Geburtstagskuchen gebacken hat. Meine Mum ist völlig sprachlos und ich kann sogar ein paar Tränchen entdecken 😮 .
Es folgt ein weiteres Geburtstagslied, diesmal ein Lied der San, während meine Mutter den Kuchen anschneidet. Eine wirklich gelungene Überraschung!
Wir nehmen jeder ein Stück des leckeren Kuchens und schenken den Rest der Belegschaft – wie sollten wir denn den ganzen Kuchen alleine aufessen 🤨 ?
Nach einem ausgiebigen Frühstück relaxen wir erst einmal am Pool und genießen das schöne Ambiente der Lodge:
Ich beobachte ein Warzenschwein, dass zum Wasserloch kommt:
Heute darf meine Mutter den Tagesablauf bestimmen und sie möchte gerne nochmal Richtung Etosha NP aufbrechen. So gegen 14.00 Uhr machen wir uns dann auf den Weg.
Kleintje hatte uns den Dikdik-Drive ans Herz gelegt. Dort wollen wir heute hin, da dieser Ausflug auch nur eine kurze Fahrt bedeutet.
Wir steuern zielstrebig Klein Namutoni an. Dort sind viele Autos, da eine Elefantenfamilie wohl gerade dort war. Als wir oben ankommen sehen wir noch Giraffen und Kudus.
Nach einer Weile wollen wir dann weiter zum Dikdik Drive. Noch auf der Pad direkt hinter dem Wasserlochs flitzt urplötzlich eine Tüpfelhyäne mit Beute im Maul über die Pad 🤩 – sie ist leider so schnell, dass nur ein unscharfes Foto gelingt:
Schon gleich darauf sehen wir vor uns einen Stau! Stau im Etosha NP 🤩 ! Die ersten Fahrzeuge wenden und kommen uns wieder entgegen. Bald sehen wir, was der Grund dafür ist:
Vor uns trottet eine Elefantenfamilie gemütlich mitten auf der Pad. Sie kommen wohl vom Wasserloch und wollen nun zurück in den Busch.
Was nun 😐 ? Guter Rat ist teuer! Alle anderen Autos wenden und fahren wieder zurück. Ich beschließe mutig in deutlichem und gebührendem Abstand zu warten! So ganz geheuer ist mir die Situation nicht - mal sehen, wohin die Elefanten wandern 🤨 .
Irgendwann biegen sie schon weit entfernt links in den Busch. Ich warte noch eine ganze Weile, denn wir können das Gelände nicht einsehen und wissen also nicht, ob die Elefanten eventuell noch sehr nah an der Pad im Busch stehen 😗 .
Langsam taste ich mich vor – ich fahre im 2. Gang ohne Gas. Plötzlich entdecken wir sie links noch recht nah. Ich gebe leicht Gas und beeile mich, die Stelle schnell zu passieren 🤩 . Ein mulmiges Gefühl hatten wir alle schon, aber nun konnten wir den Weg zum Dikdik-Drive fortsetzen.
Der Dikdik-Drive ist ziemlich zugebuscht und wir fahren wieder sehr langsam die Runde, immer die Augen links und rechts. Wir entdecken ein paar Impalas :
Nun fahren nochmal Richtung Chudop – auf dem Weg begegnen wir einer Riesentrappe:
Am Wasserloch selbst herrscht gähnende Leere.
Auf dem Weg zurück zum Gate , wir sind schon auf der Teerpad , freuen wir uns über die Elefanten und vor allem über die Hyäne! Einige Autos überholen uns mit ca. 100 KMH.
Plötzlich vernehme ich neben mir ein energisches: „Stop! Sofort! Rückwärts! Rückwärts!“
Ein kurzer Blick in den Rückspiegel - Bremsen und Warnblinker!
Ich: „Was hast Du gesehen?“
Nico: „Zurück! Weiter!“
Und was soll ich sagen, seht selbst, was Nico direkt links neben uns aus dem Augenwinkel zum Anfassen nah entdeckt hat 🤩 :
Ein weiteres Auto zieht im rasenden Tempo an uns vorbei. Die haben den Leo sicher nicht gesehen 🙄
Da liegt sie – eine Schönheit und zeigt sich relativ unbeeindruckt!
Irgendwann findet sie es wohl ziemlich doof, dass wir sie ständig beobachten und läuft direkt vor unserem Auto in aller Seelenruhe über die Straße, um dann im Busch zu verschwinden:
Was soll man zu diesem Tag noch sagen – wir sind der einhelligen Meinung, dass man einen 80. Geburtstag gar nicht besser hätte feiern können!
Auf dem Weg zur Lodge begegnet uns noch ein Zebra:
Und dieses niedliche Damara dik-dik:
Zurück auf der Lodge machen wir uns frisch für das Abendessen und genießen dann das Abendessen in diesem wundervollen Ambiente:
Heute Abend hat Otilie wieder wunderbar gekocht. Es gibt Crustinos mit Tomate und Tzaziki, als Hauptgang geniesen wir Kudufilet mit Rosmarinkartoffeln und Gemüse. Zum Dessert gibt es eine leckere Schokotarte:
Dazu zur Feier des Tages einen Delheim Cabernet. Während des Essens besuchen immer wieder Kudus das beleuchtete Wasserloch.
Wir fallen glücklich und zufrieden todmüde in unsere Betten! Was für ein toller Geburtstag!
Fortsetzung folgt! Morgen fahren wir um die Fischer's Pan bis Tsumcor und am späten Nachmittag starten wir zu einem Sundowner Drive auf dem Gelände von Onguma!
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201322. Sept. 2015 · #79
Ein wunderschöner, unvergesslicher Tag!
Auch von mir noch herzliche Glückwünsche und viele weitere schöne Reisen!
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Netti59847 Beiträge · seit 201522. Sept. 2015 · #80
Ich möchte auch noch nachträglich ganz herzlich zum Geburtstag gratulieren und dann hätte ich noch eine Bitte:
kann ich mir bitte deinen Sohn als "Adlerauge" für 2017 ausleihen 😎 das ist ja unglaublich, was er so eben mal im vorbeifahren sieht. TOLL TOLL TOLL
Ach, das war so ein toller Tag. Ich bin hin und weg. Eine Frage habe ich dennoch: Ihr ward jetzt auf der Onguma Aoba Lodge, aus wie vielen Lodges besteht Onguma? Ich dachte, das wäre immer ein und dieselbe Lodge - hmmmm. 😮