Ein 80ster Geburtstag - Drei Generationen auf Pad

Reisebericht 141 Antworten · 26,6k Aufrufe · gestartet 08. Sept. 2015 von Applegreen
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201408. Sept. 2015 · #1
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Ein 80ster Geburtstag - Drei Generationen auf Pad

Hallo liebe Fomis,

am 22. August 2015 haben meine Mutter und ich uns auf die Reise nach Namibia begeben. Für mich ging es in diesem Jahr zum zweiten Mal in Richtung Namibia - meine Mutter tritt nun kurz vor ihrem 80sten Geburtstag die allererste Fernreise in ihrem Leben an 🙂 .

Wir werden uns in Windhoek mit meinem Sohn treffen, um dann zu Dritt zu einer „kleinen“ Lodge-Tour über das Erongo-Gebirge, das Damaraland weiter in den Etosha Nationalpark und abschließend über die Waterberg-Region wieder zurück nach Windhuk aufzubrechen.

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Den 80. Geburtstag meiner Mutter werden wir gebührend auf der Onguma Aoba Lodge feiern, das war mein besonderer Wunsch und hat glücklicherweise dann tatsächlich noch geklappt. Am Ende unserer Tour fliegen wir alle drei gemeinsam nach Deutschland zurück.

Wir würden uns freuen, wenn wir auch auf dieser Reise wieder Mitfahrer haben werden – wir haben dieses Mal zwar nur einen kleinen Toyota Innova und der Platz ist begrenzt, da wir zu dem Gepäck auch noch ein 2. Reserverad, einen Kompressor und eine kleine Reparaturbox mitschleppen, aber wir rücken gerne zusammen 😎 .

Nachfolgend unsere Tour im Überblick, um Euch die Entscheidung etwas zu erleichtern, ob Ihr bei uns mitfahren wollt:

22.08.15: Flug mit Condor nach Windhoek
22.08.15: Übernachtung Pension Palmquell
23.08.15: Windhoek – Pension Palmquell
24.08.15: Erongo – Ai Aiba Rockpainting Lodge
25.08.15: Damaraland Twyfelfontain Country Lodge
26.08.15: Damaraland Twyfelfontain Country Lodge
27.08.15: Etosha West - Etosha Safari Lodge
28.08.15: Etosha Ost - Onguma Aoba Lodge
29.08.15: Etosha Ost - Onguma Aoba Lodge
30.08.15: Etosha Ost - Onguma Aoba Lodge
31.08.15: Frans Indongo Lodge
01.09.15: Frans Indongo Lodge
02.09.15: Windhoek – River Crossing Lodge
03.09.15: Windhoek – River Crossing Lodge
04.09.15: Abflug über JBO nach FRA mit SAA

Unser Gefährt für die nächsten zwei Wochen:

Toyota Innova 2,7 Benziner / 2x4 gemietet bei Savanna

KM-Stand bei Übernahme: 94613

Zustand: Äußerlich schon leidlich mitgenommen, technisch allerdings einwandfrei.

Zusatzequipment: Kompressor, 2. Ersatzreifen, Kühlbox, Navi

Insgesamt haben wir knapp 2.200 KM zurückgelegt, in Namibia ist noch Windzeit und Ihr werdet leider keine besonders schönen Landschaftsbilder zu sehen bekommen, da das Land bis zum Ende unserer Tour unter dichtem grauen Nebel zu liegen scheint.

Also zeigt sich weder im Erongo-Gebirge noch im Damaraland das sonst so schöne Licht, das die Steine so schön rot färbt.

Wir vermuten, dass diese Wetterlage sowohl mit der Windzeit und dem vielen Staub in der Luft aber auch mit den schweren Veldbränden im August zusammenhängt.

Und auch sonst gab es noch den ein oder anderen ungewohnten Anblick, dazu aber im Laufe des Berichts.

Gebucht haben wir erst im Mai und wie auch beim letzten Mal über Eva & Thomas von Abenteuer in Namibia. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Eva, haben wir an Wunschunterkünften zumindest noch die Aoba Lodge bekommen. Sowohl im Damaraland, als auch in Etosha West hat es leider nicht mehr geklappt, aber wir waren ja auch ziemlich spät dran. Und Eva ist für Überraschungen gut, wie Ihr später noch sehen werdet 🙂

An dieser Stelle möchte ich mich auch schon einmal ganz herzlich bei Bebbl undDaxiang für die freundlicherweise ausgeliehenen Sichtungsfeen bedanken 😘 . Ihr dürft schon ein bisschen gespannt sein! Wenn auch manchmal nicht wirklich scharfe Aufnahmen gelungen sind, so haben wir doch zumindest das ein oder andere „Beweisfoto“ von nicht ganz alltäglichen Tierbegegnungen.

Und natürlich ein großes Dankeschön an alle, die uns bezüglich der Detailstreckenplanung hilfreiche Tips gegeben haben!! 😘 Ihr habt uns wie immer wertvolle Hinweise und Ratschläge gegeben. Aber auch die beste Planung muss manchmal dann doch geändert werden, wenn die Gegebenheiten vor Ort es erforderlich machen.

Ich will Euch aber nicht lange mit dem vielen Geschreibsel langweilen und bald mit dem Bericht beginnen.

Vielleicht klappt es noch heute mit den ersten beiden Tagen zu starten – muss noch ein paar Bilder sichten und verkleinern.

Also bis demnächst!

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2018
8'054 Beiträge · seit 200808. Sept. 2015 · #2
Hallo Sabine,

Wir waren letztes Jahr zu Viert auch mit einem Toyota Innova in Namibia unterwegs. 🙂

Da hätte sogar noch mehr reingepasst. 😎

Ich setze mich schon einmal aufs Dach........ 🤪

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
2'060 Beiträge · seit 201308. Sept. 2015 · #3
Hallo Sabine,

ich bewundere den Mut deiner Mutter, in diesem Alter die erste Fernreise zu unternehmen - Chapeau! Und so bin ich gespannt, was sie erlebt hat und wie sie es empfunden hat.

Gerne nehme ich die Einladung zum Mitfahren an.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
zuletzt bearbeitet 08. Sept. 2015
5'479 Beiträge · seit 200908. Sept. 2015 · #4
Wenn ich in dem Alter noch auf Fernreise nach Afrika fahren kann, werde ich sehr dankbar sein.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
6'152 Beiträge · seit 200608. Sept. 2015 · #5
hallo Sabine,

ich fahre sehr gerne mit, bin gespannt was Ihr alles erlebt, erfahren und genossen habt.
Beste Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201408. Sept. 2015 · #6
Ihr Lieben,

es freut mich, dass wir jetzt schon soo viele Mitfahrer haben 🤪 🙂 Herzlich Willkommen an Bord!

@ Hanne: Schön, dass Du dabei bist! Dir lieben Dank für Deine vielen Tips in der Planungsphase!
@ Topobär: Herzlich Willkommen! Meine Mum ernährt sich sehr bewusst und gesund und fährt jeden Abend ca. 6 KM Fahrrad 😉 Ich hoffe sehr, dass ich ihre Gene geerbt habe. Sie schmiedet übrigens schon weitere Reisepläne und den 90sten möchte Sie wieder in Namibia feiern 🤩
@ Berg-Eule: Auch Dir ein herzliches Willkommen und auch Dir Danke für die Hilfestellung bei unserer Planung!
@ Annick: Auf dem Dach könnte es manchmal ganz schön staubig und holprig werden! Quetsch Dich lieber noch in den Fahrgastraum 😉 Schön dass Du dabei bist, ich versuche gerade Deinen aktuellen Reisebericht nachzulesen! Übrigens haben wir Dank Deiner Info die Ephemeral Dry River Bed Tour gemacht 😄

So, nun folgen gleich die ersten beiden Tage mit noch relativ viel Text und weniger Fotos 😗

Viel Spaß beim Mitfahren!
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Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201408. Sept. 2015 · #7
Samstag, 22.8.2015 Flug Frankfurt-Windhoek - Endlich wieder in Namibia!

Gebucht ist unser Flug mit der Condor DE 6278. Aufgrund unserer positiven Erfahrung im Februar haben wir wieder die Premium Economy gebucht, da auch dieses Mal der Preis angemessen war und ich meiner Mutter zumindest auf dem Hinflug einen angenehmen Sitzkomfort bieten möchte. Da sich sich drei Wochen vor Abflug noch einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat, ist das für sie sicher angenehm. Den Rückflug haben wir mit der South African über JNB gewählt, da meine Mutter unbedingt mit Ihrem Enkel gemeinsam nach Hause fliegen wollte.

Exakt eine Woche vor Abflug erreicht mich eine Email von Condor, dass ich je nach Verfügbarkeit ein Upgrade in die Business Class zum Preis von € 200,-- p.P. und Strecke zubuchen könnte.

Ich habe nicht lange gezögert und es waren glücklicherweise auch noch zwei Plätze frei – dies soll aber bis zum Abflug ein Geheimnis bleiben und es wird nichts verraten 😗

Endlich ist es soweit! Am Morgen verabschieden wir uns von unseren Männern, die beide leider zu Hause bleiben müssen, und es geht los Richtung Flughafen! Die Koffer sind voll bepackt mit Mitbringseln für Freunde und Bekannte. Von Kindersitzbezügen über Schuhe, Wolle, Hundeleckerlies und anderem Kleinkram ist diesmal alles dabei. Für die Rückreise brauchen wir den dann gewonnen Platz für die Habseligkeiten meines Sohnes, bei dem sich nach einem Jahr auch so einiges angesammelt hat, das mit nach Deutschland muss.

Ich checke am Schalter sehr fix unser Gepäck ein, und Mama bemerkt gar nicht, dass wir uns am Schalter für die Business Class befinden 😄

Der freundliche Check-In Mitarbeiter drückt mir einen Voucher zur Nutzung der Lounge am Flughafen in die Hand, den wir allerdings gar nicht nutzen können, da die Zeit irgendwie schon recht knapp ist bis wir durch die Sicherheitskontrolle gelangen. Bei Nicht-Nutzung der Lounge kann man allerdings pro Voucher für 30€ im Bordverkauf einkaufen.

Der planmäßige Abflug ist um 10.40 Uhr und wir dürfen als Erste gegen 10.00 Uhr einsteigen. Mama merkt immer noch nix 😣 Angekommen in Reihe 3 an den Plätzen H+K bitte ich meine Mutter hier Platz zu nehmen. Sie schaut mich etwas ungläubig an und ist wirklich überrascht und gerührt, als ich ihr bestätige, dass wir hier schon richtig sind. Dass sie einen solchen Luxus genießen darf ist für sie schon wirklich etwas ganz Besonderes.

Wir starten überpünktlich in Frankfurt. Der Flug verläuft äußerst angenehm und ich muss sagen, das Geld war gut investiert. Alleine der Sitzkomfort ist aus meiner Sicht den von uns gezahlten Preis ganz sicher wert. Der Service war ausnehmend freundlich und wir haben uns sehr wohl gefühlt an Bord. Wir konnten gar nicht so viel Essen und Trinken, wie das Angebot vorsah und haben häufig abgelehnt. Das ist schon fast zu viel des Guten!

Wir landen ebenfalls super pünktlich um 19.45 Uhr im bereits dunklen Namibia. An der Passkontrolle bekommen wir leider etwas Probleme, da ich die Einreiseformulare schon zu Hause auf DINA4 ausgefüllt habe. Die Beamtin war sehr ungnädig und bestand auf das neuerliche Ausfüllen des Originalformulars in DINA5 😣 .

Meine arme Mama versteht nur Bahnhof und ich eile rettend zur Hilfe. An dem hohen Tresen und im Schummerlicht kann man nicht wirklich gut schreiben und ich versuche in möglichst leserlicher Handschrift das vorgeschriebene DINA5 Blatt auszufüllen –letztendlich dürfen wir einreisen und unser Gepäck ist Dank Priority-Vermerk auch schon auf dem Band.

In der Halle erwartet uns schon Kleintje, der uns zur Unterkunft fahren wird. Kleintje kennen wir schon von unserer letzten Tour und die Wiedersehensfreude ist groß! Er ist wirklich ein ganz Netter und absolut hilfsbereit. Eine klare Empfehlung, wenn man einen Transfer in Namibia benötigt. Ich hole schnell noch ein bisschen Bargeld am ATM und los geht es Richtung Windhoek, Pension Palmquell.

Die Fahrt vergeht wie im Flug, wir haben viel zu erzählen. Angekommen in der Pension Palmquell werden wir sehr freundlich von der Chefin empfangen. Bevor wir auspacken, gönnen wir uns noch einen Windhuk Lager gemeinsam mit Kleintje.

Kurz nachdem wir Kleintje verabschiedet haben, steht mein Sohn vor dem Tor der Pension. Die zweite Überraschung für die Oma! 😄 😄

Eigentlich wollten wir uns erst morgen früh treffen. Natürlich laufen die Freudentränchen und wir sitzen noch eine ganze Weile beisammen unter dem bedeckten Afrikanischen Himmel, leider ohne Sterne, und lassen den Abend gemütlich und mit viel Wiedersehensfreude ausklingen. Es ist übrigens extrem windig heute Abend.

Den morgigen Tag verbringen wir mit Packen und Auszug, Einkaufen und einer winzigen Stadtrundfahrt.
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zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2018
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201408. Sept. 2015 · #8
Sonntag, 23.8.2015 Windhoek - Siebensachenpacken und kleine Stadtrundfahrt

Heute Morgen schauen wir uns zunächst einmal auf dem Gelände der Pension um. Hier gefällt es uns ausnehmend gut. Die Zimmer sind geräumig und sehr sauber, die Anlage ansprechend und sehr gepflegt. Der rustikale Frühstücksbereich liegt etwas unterhalb. Es gibt alles, was das Herz begehrt und wir genießen das Frühstück im Freien. Meine Mutter fühlt sich hier ebenfalls sehr wohl und bewundert den schön angelegten Garten.

Leider habe ich über all die organisatorischen Dinge (ich bin ja der "Reiseleiter" 🤪 ) vergessen Fotos zu machen, daher hier für Interessierte der Link zur Pension Palmquell:

http://www.palmquell.com/index_de.htm

Pünktlich um 9.00 Uhr werden wir vom Shuttle der Autovermietung abgeholt, zunächst fahren wir noch in die Uhlandstraße, um meinen Sohn abzuholen. Bei Savanna läuft die Autoübergabe reibungslos, sehr freundlich und kompetent ab. Wir übernehmen den Innova und ich wage mich in den Linksverkehr auf Winhoeks Straßen. Gott sei Dank ist es Sonntag und dementsprechend wenig los, so gewöhne ich mich schnell an das Auto.

Damit meine Mutter einen ersten Eindruck von der Stadt erhält, steuern wir die Independence Avenue, die Christuskirche und die „Kaffemaschine“ an.

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Unser nächster Stop ist der Woermann Supermarkt in Klein-Windhoek. Hier kennen wir uns schon aus und kaufen Wasser und ein wenig Proviant für unsere Tour. Seit Februar wurde der Markt umgebaut und es ist ein schöner Restaurantbereich entstanden. Natürlich dürfen die Schnitzel von Hans auch dieses Mal nicht fehlen 😄 .

Jetzt ist meine Mutter natürlich sehr gespannt zu sehen, wo ihr Enkel ein Jahr gelebt und gearbeitet hat. Also fahren wir in die Uhlandstraße zurück. Hier werden wir uns jetzt noch eine Weile aufhalten, da wir den Tag nutzen wollen, um alle Sachen zu packen. Da gibt es einiges zu tun – aber vorher gibt es noch eine Besichtung des Kindergartens. Da gerade Ferien sind, ist niemand da – aber meine Mutter bekommt einen guten Eindruck.

Jetzt sind wir aber erst mal mit Packen beschäftigt und zum Abschluss verweilen wir noch etwas im Garten. Schon bald lassen sich die kleinen Freunde unseres Sohnes blicken. Zwei Fuchsmangustenfamilien, die mittlerweile fast handzahm sind:

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Außerdem leben hier diese schönen Rosenpapageien, die sich leider immer unter das Dach der Kirche quetschen:

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Nun müssen wir aber schnell zurück zur Pension, denn wir werden gleich von Kleintje abgeholt, mit dem wir zum Abendessen in Joe‘s Beerhouse verabredet sind. Auch diese Location wollen wir der Oma natürlich zeigen. Vorher entdecken wir noch ein paar nette Fotomotive im Garten:

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Ein Go-Away-Bird:

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Kleintje ist überpünktlich und lässt es sich nicht nehmen, uns die Stadt von Oben zu zeigen. Wir fahren zum Aussichtspunkt am Hotel Thule. Der Ausblick auf die Lichter der Stadt ist atemberaubend - leider hat keiner von uns die Kamera dabei 😣

Aber wir werden am Ende der Reise nochmals in einen ähnlichen Genuss kommen, und dann gibt es auch ganz nette Fotos.

Einen Tisch im Joe‘s hatte ich schon von Deutschland aus online reserviert, das wäre allerdings gar nicht notwendig gewesen, es ist verhältnismäßig wenig los.

Wir bekommen einen schönen Tisch am Lagerfeuer und genießen das leckere Essen. Die Männer wählen Zebra, meine Mutter Joe’s Jägerschnitzel und ich Grilled Pork Fillet Medallions. Meiner Mutter gefällt und schmeckt es hier sehr gut. Da sie kein Englisch spricht, muss ich übersetzen aber das funktioniert wunderbar.

Das sind übrigens wir:

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Da Kleintje berufsbedingt als Kraftfahrer viel auf Namibias Straßen unterwegs ist, möchte er gerne wissen, welche Route ich plane. Als ich ihm erzähle, dass ich die C28 über den Bosua Pass fahren will, schlägt er die Hände über dem Kopf zusammen: „No way with that car!“ Er ist die Strecke gerade erst mit dem LKW gefahren und sie sei in einem katastrophalen Zustand. Er rät mir besorgt und dringend davon ab!

Ich werde also am nächsten Tag doch über Wilhelmstal fahren, was sich auch als gut und richtig erweisen wird, denn die D-Straße ab Omaruru zur Ai Aiba Lodge ist ebenfalls in einem grausam schlechten Zustand und das Wellblech ist arg. Der Umweg über die C28 hätte uns sicher viel Zeit gekostet.

Es ist Zeit zum Abschied nehmen. Kleintje fährt uns zurück zur Pension und wünscht uns eine "lekker Pad" und wir bereiten uns auf die morgige Abfahrt gen Norden vor. Ich schaue mir nochmal die Karte an und sortiere meine ganzen Unterlagen. Dann fallen wir ziemlich müde in unser Bett.

Morgen machen wir uns auf übelster Pad auf zur Ai Aiba Rockpainting Lodge im Erongo 🙂
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2018
5'479 Beiträge · seit 200908. Sept. 2015 · #9
Die kleinen Freunde Deines Sohnes sind keine Zwergmangusten. Ich würde auf Fuchsmangusten tippen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
655 Beiträge · seit 201408. Sept. 2015 · #11
Hallo Sabine,
Mensch wie die Zeit doch vergeht. Mir kommt es vor, als hättest du deinen ersten Bericht erst gestern geschrieben... Und jetzt folgt schon der nächste 🤩 ...
Bin schon sehr gespannt, wie es euch auf der Ai Aiba Lodge gefallen hat. Im kommenden März werden wir auch dort sein.
Weiter so, auch dieser Bericht scheint wieder sehr interessant zu werden!!
LG, Sarah
LG, Sarah 2015: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285830-plattlaendler-zum-ersten-mal-auf-pad-in-namibia.html 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/288966-i-bless-the-rains-down-in-africa-namibia-2016.html
70 Beiträge · seit 201308. Sept. 2015 · #12
Sabine,
ich sehe nur junge, frische Gesichter auf dem Foto im Joe's. Wo ist den die Mutter/Oma geblieben??
Alles Gute und viele fantastische Eindrücke auf Eurer weiteren Reise,
Bwanafan
847 Beiträge · seit 201509. Sept. 2015 · #13
Hallo Applegreen,
habe mich leise ins Auto geschlichen und freu mich auf die Tour. 🙂
Hut ab vor den Mut deiner Mutter, es ist wunderbar wenn man im Alter noch so eine Reise machen kann. Die Augen von ihr im Flieger hätte ich gerne gesehen. Tolle Idee 🙂

Schöne Ankunft in Windhoek und tolle Eindrücke.

Ich muss mich Bwanafan anschließen - wo ist die Mutter/Oma geblieben? Nur junge frische Gesichter zu sehen 🙂

Hab mal eine Frage: Wer ist Kleintje? Kommt er von der Autovermietung oder habt ihr ihn auf der letzten Tour kennengelernt?

Freu mich auf die Fortsetzung ...... 🙂
Jeder Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag 21 Tage Dauergrinsen im Caprivi? - Namibia August 2019 24 Tage Dauergrinsen - Namibia August 2017 Roadbook 2017 & 2019
8'670 Beiträge · seit 201009. Sept. 2015 · #15
Huhu Sabine,

wenn wir uns schon unterwegs nicht getroffen haben (wobei wir bestimmt irgendwo zusammen an einem Wasserloch gestanden oder uns gleichzeitig über Wellblech³ geärgert haben... 😎 ) dann wenigstens gleich hier wieder - bin vor ein paar Stündchen gelandet und freue mich zu sehen, dass du schon losgelegt hast 🙂 !

Bin dabei - liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201409. Sept. 2015 · #16
🤩 Soo viele Mitfahrer 🤩 Ich bin ja ganz geplättet! Ein Herzliches Willkommen Euch allen!

Und ich kämpfe zum einen mit der Zeit aber auch mit der Technik, werde hoffentlich die nächsten Tage wieder Bilder verkleinern können, damit es dann auch mal weitergeht 😮

@ Sarah: Ja, die Zeit verfliegt! Und wie ich lese geht es für Euch nun doch auch wieder nach Namibia! Wie schön 😄 Auf Ai Aiba könnt Ihr Euch freuen - unbedingt den Sundowner Drive mit einplanen!

@ Bwanafan: 🤪 Ich gebe das Kompliment gerne weiter! Meine Ma wird sich freuen, das zu hören! Es ist die Dame ganz rechts im Bild 😄 😄

@ Netti59: Kleintje und Wilma haben einen Shuttle-Service in Windhoek. Kleintje hat uns schon bei unserer ersten Tour am Flughafen abgeholt und auch wieder dort hin gebracht. Wir haben seither Kontakt gehalten, da er zum einen begeisterter Fotograf ist und wir für Nico, unseren Sohn, einen Transfer von Windhoek nach Marienthal über ihn organisiert haben. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, kann man ihn auch als Fahrer für komplette Touren buchen. Falls Du Interesse hast, schicke ich Dir seine Kontaktdaten gerne per PM.

@ Konnie: Danke nochmals für die Sichtungsfee 😘 Ich gebe Sie nun wieder an Euch zurück. Ich hoffe, Du kannst uns bei der Vogelbestimmung helfen. Es kommen ein paar ganz hübsche!

@ Bele: Ich musste ein paar Mal an Euch denken, vielleicht haben wir ja tatsächlich an einem Wasserloch nebeneinander gestanden und wir haben es nicht mal gemerkt 😣 Es gab aber auch überall ziemlich viel zu sehen, gell?! Das Wellblech war wirklich streckenweise (besonders im Damaraland) von ganz übler Sorte 😣 😣 ! Im Februar hatte ich das nicht so arg empfunden, da waren aber auch viele Straßen frisch gegradet. Manchmal dachte ich, unser armer Innova fällt gleich auseinander 😏 Ich hoffe, Du legst auch bald los mit Deinem Bericht, dann werden wir ja sehen, wie nah wir beieinander waren 😄

Ich fürchte, Ihr müsst Euch noch ein wenig gedulden, aber ich beeile mich mit der Fortsetzung - versprochen!

Ganz liebe Grüße
Sabine
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Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201410. Sept. 2015 · #17
Montag, 24.8.2015 Fahrt von Windhoek zur Ai Aiba Rockpainting Lodge -
Ein Überraschungsgast und abendliche Farmrundfahrt


Der erste Tag in Windhoek verging wie im Flug - Es war ja auch noch nicht wirklich Urlaub 🙄

Heute Morgen genießen wir noch einmal das wirklich sehr gute Frühstück in der Pension Palmquell. Das Auto ist schnell gepackt und wir starten, um Nico in der Uhlandstraße abzuholen.

Auch er hat schon alles gepackt und ist startklar. In einen seiner glücklicherweise noch nicht eingepackten Kulturbeutel hat sich eine wirklich große und haarige Spinne verirrt 🤢 . Nico ist Spinnen gewohnt und definiert sie nach mittlerweile einem Jahr Afrika mit Übernachtungen unter freiem Himmel und sonst völlig unerschrocken, als eine für ihn nicht bekannte und potentiell giftige Spezies. Wir befreien Sie trotzdem sehr vorsichtig aus ihrem Gefängnis und entsorgen das Täschchen samt Inhalt vorsichtshalber in den Müll. Fotos von dem haarigen Spinnentier gibt’s nicht – ich finde Spinnen vor allem in der Größe grauslig 😵 !

Jetzt heißt es zumindest von dem "zu Hause" für ein Jahr schon einmal Abschied nehmen! Eine Kollegin und der junge Gärtner, mit dem Nico sehr viel Zeit verbracht hat, erwarten uns schon, um Adieu zu sagen. Wir haben gestern noch Kleidung, Lebensmittel und Medikamente aussortiert, die dankbar angenommen werden. Nach einem sehr herzlichen und emotionalen Abschied müssen wir zunächst noch einmal zu Woermann an den ATM, um unsere Bargeldkasse aufzufüllen und dann geht es endlich los auf Pad gen Norden.

Der Empfehlung von Kleintje folgend, werde ich nicht wie ursprünglich geplant über den Bosua Pass fahren und auch die zunächst angedachte Alternative über das Khomas Hochland kommt für mich auch eher nicht in Frage.

Mit einem 2x4 ist - zumindest bei Savanna - die Höchstgeschwindigkeit auf Gravel und sonstigen unbefestigten Straßen 60 KMH!

Da wir unbedingt zum Farmdrive, der um 15.30 Uhr startet, auf Ai Aiba rechtzeitig ankommen wollen, entscheide ich mich heute für die schnellste Route. Wann möglich und sinnvoll versuche ich die B-Straßen in Namibia zu meiden – ich fahre sie ungern, denn sie sind oft langweilig und man wird ständig auch gerne mal gefährlich überholt und es stresst mich einfach.

Wir verlassen die Stadt über die B1 bis Okahandja. Ich taste mich vorsichtig an die Fahreigenschaften des Innova heran, der aufgrund der vielen Spurrillen stellenweise mächtig ins „Schwimmen“ kommt 😮 .

Am Straßenrand zeigt sich das übliche Bild: Baboons und Pumbaas 🙂 Meine Mum ist jetzt schon ganz begeistert - Nico und ich fragen uns, was sie nur sagen wird, wenn ihr spätestens im Etosha die ersten Giraffen und Elefanten begegnen! Die Garküchen am Straßenrand lösen bei meiner Mum auch Erstaunen aus – sie kann gar nicht verstehen, was die Leute hier an der Straße alle machen.

Weiter geht es auf der B2 bis Wilhelmstal. Erster Halt für eine Pause ist der Farmstall. Man sagt, es gibt hier die leckersten Trockenwürste im Land, nur leider sind die Chilibites aus, die Nico unbedingt kaufen wollte. Es herrscht ein reges Treiben, sogar aus Swakopmund kommen Autos angefahren, um Fleisch einzukaufen.

Nach einer kurzen Rast geht es nun weiter die C36. Spätestens hier stellt sich zumindest für mich endlich richtiges „Namibia-Feeling“ ein. Weite offene Landschaft. Von nun an wird auch der Verkehr weniger, es begegnet uns so gut wie kein anderes Auto . Noch ein kurzes Stück auf der C33 und bald erreichen wir Omaruru. Mit Omaruru verbinde ich die Fernsehserie aus den 70ern und bin schon ganz gespannt, wie es dort aussieht. Es ist größer, die Hauptstraße wirkt gepflegt hat aber rein gar nichts mit meiner Vorstellung gemein.

Ganz wichtig: Tanken! Ein Blick auf die Uhr verrät, dass wir schnellstens zu Tikoloshe am Ortseingang müssen, wenn wir uns dort noch in Ruhe umschauen wollen.

Tikoloshe Afrika stellt künstlerische Holzskulpturen her - von zehn Zentimetern bis hin zu zehn Metern Grösse, geschnitzt aus verwitterten, trockenen Wurzeln und Baumstämmen, die teilweise tausende von Jahren alt sind. Wir können vor Ort einen Künstler bei der Arbeit beobachten.

Allerdings zieht es uns bei der Hitze ziemlich schnell in den Verkaufsraum. Dort gibt es wirklich wunderschöne Souvenirs in allen Variationen. Besonders gut gefallen mir ja immer die etwas größeren Skulpturen, die wir aber in unseren Innova beim besten Willen nicht unterbekommen und vom Rückflug ganz zu schweigen 😗

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Es muss schon etwas deutlich Kleineres her! Nico ist schon lange auf der Suche nach einem schönen Tischtuch oder Wandbehang und wird hier tatsächlich fündig. Es gibt allerdings so viele schöne Tücher, dass seine Entscheidung eine gefühlte Ewigkeit dauert. Letzenden Endes wird es dann ein ziemlich großer Wandschmuck, allerdings nicht aus Namibia sondern gefertigt in Mozambique.

Ein weiterer Blick auf die Uhr lässt mich zum Aufbruch antreiben. Ich werde nervös, obwohl ich noch gar nicht weiß, was uns streckentechnisch erwartet 🤪 .

Es geht ein Stückchen zurück auf der C33 um dann auf die D2315 einzubiegen. Die 10 KM bis zum Tor der Conservancy lassen sich noch gut fahren und danach beginnt das Grauen 😈 😈

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Unser armer Innova und wir werden kräftig durchgeschüttelt – alle Versuche eine halbwegs vernünftige Spur zu fahren scheitern. Übles Wellblech und Schlaglöcher müssen wir für die nächsten 38 KM aushalten. Die Fahrt scheint kein Ende zu nehmen und hier will ich mit der Karre definitiv nicht schneller als die erlaubten 60 KMH fahren. Die Fotos spiegeln definitiv NICHT den tatsächlichen Straßenzustand wieder! Das Fahren erfordert höchste Konzentration.

Endlich! Nach einer gefühlten Ewigkeit gut geschüttelt und gerührt erreichen wir das Gate der Lodge und schon kurz nach dem Passieren erreichen wir das Hauptgebäude.

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Ist das hier schön! Eine Oase!

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Wir werden freundlich mit einem leckeren Begrüßungsgetränk empfangen und ich frage auch gleich nach, ob es noch freie Plätze für den Farmdrive gibt. Wir erfahren, dass dieser nur kombiniert, also inklusive Felsmalereien angeboten wird. Das ist prima für uns und ich will uns gleich mal einchecken.

Für Eva habe ich einige Dinge aus Deutschland mitgebracht und vereinbart, dass ich diese auf der Lodge für Sie hinterlege, da sie öfter mal hier vorbei schaut. Also will ich gleich mal die Sachen loswerden und frage an der Rezeption nach – ich werde ganz ungläubig angeschaut. Man weiß von nichts 🤨 !

Bevor ich noch irgendetwas sagen kann, werde ich plötzlich von hinten umarmt und eine weibliche Stimme ruft: „Überraschung“! 🤩 🤩

Ich traue meinen Augen nicht, da steht doch Eva in Bild, Farbe und Ton vor mir – das ist mal wirklich eine gelungene Überraschung 🤩 ! Hat sich Eva doch tatsächlich für einen Tag von Swakopmund auf den Weg gemacht, um mit uns die kurze Zeit auf Ai Aiba zu verbringen! Ich bin geplättet, sprachlos und freue mich natürlich riesig.

Nico und Mama sind genauso verdattert wie ich und wissen erst mal gar nicht, was hier los ist. Ich kläre das Rätsel dann erst mal auf und stelle alle einander vor. Jetzt müssen wir uns aber auch schon sputen, denn es wird ja früh dunkel im namibischen Winter und der Farmdrive soll pünktlich starten. Also Koffer in die wirklichen schönen, geräumigen und sehr sauberen Zimmer, Wertsachen in den Safe und weiter geht es im Programm.

Leider hat sich die Wetterlage nicht wie erhofft geändert und es ist noch immer extrem grau und dunstig. Das schöne Abendlicht im Erongogebirge ist uns nicht vergönnt.

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Aber wir freuen uns trotzdem und vor allem, dass Eva mit an Bord ist. Und für meine Mum ist es der erste Farmdrive in ihrem Leben! Damit sie nicht umständlich auf das Fahrzeug kraxeln muss, darf sie neben Martin Platz nehmen und die Kühlbox mit den Getränken kommt nach hinten zu Eva.

Schon bald sehen wir ersten Baum in dem Martin einen Fleischköder für die auf dem Farmgelände lebenden Leoparden aufgehängt hat. Es sind zwar Katzenspuren im Sand zu sehen – aber weit und breit kein Leopard und das Fleisch ist ebenfalls unberührt. Unter anderem lebt hier eine Leopardin mit ein paar Monate alten Zwillingen. Es wäre natürlich der Knaller, wenn wir die zu sehen bekämen!

Plötzlich stoppt Martin das Auto und springt hinaus – wir haben alle gar keinen Plan, was er wohl gesehen hat 😐 ? Wir hoffen natürlich auf die Leos. Er springt eine Weile für uns völlig planlos umher und wühlt dann im Sand– was er wohl aus dem fahrenden Wagen am Boden gesehen hat?

Sie scheint ungiftig zu sein:

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Obwohl Martin uns gesagt hat, um welche Art es sich handelt – ich weiß es leider nicht mehr. Pascalinah hat sie richtig als eine Namibische Borkenschlange identifiziert. Danke dafür!

Unterwegs treffen wir noch auf ein paar hübsche Vögelchen - Einen Rotschnabeltoko und eine Strichelracke.

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Unser nächster Halt ist dann bei den Felsmalereien, die überall auf dem Gelände der Lodge zu finden sind. Martin erklärt uns zunächst, dass die Ai Aiba Lodge aktives Mitglied der Erongo Mountain Nature Conservancy ist, einer Gemeinschaft von Farmern, die dem Schutz und Erhalt der einzigartigen Fauna und Flora und der grandiosen Gebirgslandschaft des Erongo verpflichtet ist. Über den Ursprung der Felsmalereien weiß man auch hier wenig, allerdings gibt es in der Tat noch einige sehr gut erhaltene Malereien:

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Martin verfügt auf seiner Kamera über ein Spezialprogramm, das auch schon verwitterte und mittlerweile kaum noch sichtbare Malereien auf dem Foto wieder zum Leben erweckt. Das ist eine spannende Sache. So können wir ihm gut folgen, wenn er auf Stellen im Fels verweist, die für uns einfach nur nach Stein aussehen.

Aber nicht nur die Felsmalereien sind hier sehenswert, für mich noch viel schöner sind die unterschiedlichen Steinanhäufungen, die nicht selten unsere Phantasie anregen und sogar Dinosaurier in die Landschaft zaubern:

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Langsam beginnt die Sonne zu sinken und ich versuche die Stimmung einzufangen:

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Zum Sundowner fahren wir hoch hinauf auf ein Felsplateau – die Fahrt erinnert mich schon leicht an den Terror Pass der Fish River Lodge. Auch nichts für Menschen mit Höhenangst 🤩

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Oben angekommen genießen wir die kühlen Getränke und die grandiose Aussicht. Wie Martin schon befürchtet hat, wird es leider nichts mit einem schönen Sundowner, die Sonne verschwindet vor dem Finale hinter einer dicken, grauen Wolkendecke. Aber dennoch ist es wunderschön hier oben und wir können uns gut vorstellen, wie es bei optimalen Lichtverhältnissen sein könnte:

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Auf der Rückfahrt zur Lodge sehen wir noch Giraffen ganz nah – aber es ist leider schon zu dunkel für ein brauchbares Foto. Mamas erste Giraffen! Sie hat allerdings noch Mühe, die Tiere sofort zu entdecken, auch wenn wir die Richtung weisen. Wie ihr alle wisst, ist es manchmal nicht ganz einfach, selbst wenn die Tiere in direkter Nähe stehen. Aber darin wird sie im Laufe der Reise noch richtig gut!

Auf der Lodge angekommen eine schnelle Dusche und wir treffen uns bald mit Eva zum Abendessen.

Wir dürfen eine wirklich leckere Süßkartoffelsuppe und Springbockfilet genießen, was es zum Nachtisch gab, habe ich leider vergessen. Dazu einen leckeren Wein!

Den restlichen Abend verbringen wir auf der Veranda mit Blick auf das Wasserloch.

Und schaut, was wir da entdecken, da es plötzlich kruschpelt und raschelt! Die Bilder sind zwar nicht wirklich scharf, aber ich glaube man kann es gut erkennen:

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Nach einem langen Tag fallen wir alle sehr müde in unsere gemütlichen Betten. In der Nacht werden wir allerding häufiger geweckt von Sturm und Regen. Außerdem hört man einige wirklich unheimliche Tiergeräusche. Martin erzählt uns am nächsten Morgen, dass die Leopardin gerade wieder „rollig“ ist und dies wohl Paarungsgeräusche gewesen sein könnten 😘 Aha!

Ein Zitat, dass ich irgendwo gefunden und geklaut habe, da ich es sehr treffend finde:

„Dann, wenn die Klippdachse beginnen über den vergangenen Tag zu lachen, und Namibias Nacht mit all ihren Geheimnissen erwacht… Dann, wenn die Buschmänner ihre Erlebnisse der letzten Jagd am Lagerfeuer besprachen und ihre, bis heute erhaltenen Zeichnungen, mit einfachsten Mitteln an den riesigen Granitfelsen des Erongos verewigten…. Ist man zu Gast in Ai Aiba."

Morgen erwartet uns eine Irrfahrt ins Damaraland 😕
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zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2018
778 Beiträge · seit 200610. Sept. 2015 · #18
Hallo Applegreen,

zu den Vögeln: es handelt sich um einen Rotschnabeltoko und um eine Gabelracke. Zumindest sieht das für mich im Abendlicht ganz dnach aus...

Viele Grüße und danke für deinen Bericht
Tanja
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201410. Sept. 2015 · #19
Hallo Tanja,

Danke Dir für die Vogelbestimmung! Ich habe es gleich im Bericht eingefügt 🙂

Wenn noch jemand sachdienliche Hinweise zur Schlangenart, bitte gerne melden 😎

Liebe Grüße
Sabine
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133 Beiträge · seit 201510. Sept. 2015 · #20
Hallo Sabine,


herzlichen Dank, dass Du uns mitnimmst auf die Drei-Generationen-Tour. Toll, dass ihr die Möglichkeit dazu hattet, denn eine solche Konstellation bleibt bestimmt unvergesslich.
Und ganz bestimmt hast du die guten Gene Deiner Mutter geerbt 🙂 .
Das trübe Wetter hatten wir auch, ich war anfangs schon sehr überrascht, hatte ich doch eigentlich keine einzige Wolke erwartet 😕 .
Ich bin mal gespannt, wann das Wetter besser bei euch wird, ein paar schöne Sonnenuntergänge gab es doch hoffentlich noch?


Liebe Grüße

JuRo