Alexa1'249 Beiträge · seit 201211. Nov. 2014 · #101
Liebe Eulenmuckels, spät aber doch, ich möchte auf jeden Fall auch noch mit, einen Bericht von Euch kann ich mir doch nicht entehen lassen 🤩 🤩 🤩 Ich habe aber eine gute Entschuldigung, ich war in Afrika 😊 Auf jeden Fall sind Euer Bilder wieder wie gewohnt umwerfend schön und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung! Liebe Grüße, Alexa
KAKarinK106 Beiträge · seit 201311. Nov. 2014 · #102
Liebe Ruth, lieber Uwe, die Schattenbilder von euch sind soo lieb. Da kommt die Stimmung schön rüber! Sonst bin ich bei eurem Bericht sehr gespannt auf "unserer" Route für 2015 dabei. Liebe Grüße, Karin
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200611. Nov. 2014 · #103
@Logi: Keine Angst, Hillarys Coffee Shop hat geöffnet. Nur an dem Nachmittag, als wir uns darauf gefreut hatten, war leider geschlossen.
@Bernd: Das finden wir auch. Und: Freundlichkeit kostet nichts.
@Thorsten: Willst du handeln? Zwei Giraffen?
@Alexa: DIE Entschuldigung zählt natürlich. Und allzu viel hast du noch nicht verpasst. Sind ja fast noch am Anfang der Reise. Schön, dass du dabei bist.
@Karin: Mit unseren langen Schatten auf der hellen Pfanne haben wir eine ganze Serie von Bildern gemacht. Man glaubt gar nicht, wie viele verschiedene Posen möglich sind. Die nächste Etappe führt uns in den Moremi.
heute habe ich mich wieder auf den aktuellen Stand bei Eurem tollen Bericht gebracht.
Schade, dass es mit der Ruhe auf den Campingplätzen bisher nicht so geklappt hat 🤢 Für uns ist das Genießen der Naturgeräusche ein Hauptgrund nach Afrika zu reisen.
Die Baines Baobabs stehen auch noch auf unserer Liste offen. Wir trauen uns leider nicht zu, die Tiefsandpisten dort hin allein zu fahren... Deshalb fahre ich einfach mit Euch hin. 🤪
Freue mich schon auf die Fortsetzung.
Herzliche Grüße Kerstin
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200611. Nov. 2014 · #105
Liebe Kerstin,
Für uns ist das Genießen der Naturgeräusche ein Hauptgrund nach Afrika zu reisen.
Für uns auch. Zum Glück gibt es ja genügend einsame Stellplätze, bei denen man das Gefühl hat, die ganze Welt gehört einem alleine.
Wir trauen uns leider nicht zu, die Tiefsandpisten dort hin allein zu fahren.
Was soll passieren? Im schlimmsten Fall bleibt ihr stecken und müsst ein bisschen schaufeln. Das ist jedem schon passiert. Und irgendwo/ irgendwann muss man das ja mal üben.
Aber natürlich nehmen wir euch sehr gerne überall mit hin. Ich schätze, morgen gibt es die nächste Etappe.
THBiker1'366 Beiträge · seit 201112. Nov. 2014 · #106
Eulenmuckel schrieb: @Thorsten: Willst du handeln? Zwei Giraffen?
Viele Grüße Uwe
danke für das Angebot, aber ich bin in meinem Archiv fündig geworden. Zwar nicht so schön wie eure Giraffen, aber immerhin eine Griraffe und 2 Kälber 🙂 Außerdem ist das Handeln mit Giraffen und Leoparden ja verboten 🤩 😗
franzicke2'085 Beiträge · seit 201212. Nov. 2014 · #107
Liebe Muckels, aus dem Augenwinkel hab ich euch schon losfahren sehen und dann irgendwie doch verpasst, rechtzeitig einzusteigen. Aber inzwischen bin ich selbstverständlich aufgesprungen und auch schon wieder total begeistert! Ja - es sind auch die grandiosen Fotos!!! Es ist aber auch diese ganz besondere Art zu reisen ... ich freu mich sehr darauf, mit euch als nächstes in den Moremi zu pirschen 😉 Vor gut einem Jahr hatten wir eine so wunder-volle Zeit dort - schön, mit euch die Erinnerungen zu wecken. Dafür ein dickes DANKE und viele Grüße franzicke
hach, jch bin euch jetzt schnell hinterhe rgereist! Und ab jetzt wird es ja ziemlich spannend und vor allem recht interessant fuer uns. Du weisst ja bestimmt was ich meine.... 😗
Also bitte nicht nur Voegel zeigen! Aber im Ernst, eure Bilder sind eine Wucht! 🙂
Liebe Gruesse, Elsa
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200612. Nov. 2014 · #110
@Thorsten: Wir hätten es ja keinem verraten. 😉
@franzicke: Schön, dich haben wir noch vermisst.
@Hobi: Wir nehmen dich gerne mit.
@Elsa: Dann schauen wir mal, ob wir deine Planung noch positiv beeinflussen können.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200612. Nov. 2014 · #111
Sonntag, 13. Juli 2014 – Black Pools
Kaziikini Community Camp – South Gate, Moremi
Wir standen bei Dunkelheit auf und klappten schnell das Zelt zusammen. Noch vor Sonnenaufgang machten wir uns auf den Weg zum South Gate des Moremi. Im ersten Tageslicht sahen wir eine Reihe Weißscheitelwürger, die sich dicht aneinander auf einen Ast gekuschelt hatten.
Elsterdrossling
Am Gate ließen wir Luft aus den Reifen und fragten die Ranger nach den Straßenzuständen. Die Parkangestellten hatten jedoch entweder keine Ahnung oder waren ziemlich wortkarg. So fuhren wir los in die Black Pools Region südlich des Gates. Dort trieben wir uns bis zum frühen Nachmittag herum.
Rotschnabelfrankolin
weiblicher Sattelstorch
Es gibt sehr viele Wege und Abzweige. Bereits letztes Jahr sind wir durch dieses relativ neu erschlossene Gebiet gefahren. Wir sahen fünf Hornraben, die mal wieder schnell das Weite suchten, als wir anhielten. Hinter jeder Kurve warteten neue Tiere. Es gab Leierantilopen, eine große Herde Büffel und zwei kämpfende Giraffenbullen. Sie standen mitten auf der Fahrspur und schlugen ihre Hälse aneinander, dass es krachte. Dabei versuchten sie mit ihren Hörnern möglichst empfindliche Stellen ihres Kontrahenten zu treffen. Der Rest der Herde blieb von diesem Schauspiel völlig unbeeindruckt und knabberte fröhlich weiter die Blätter von den Bäumen.
Wir aber sahen gebannt dabei zu, wie sich die beiden Bullen verdroschen. Ein klarer Sieger war nicht auszumachen. Als die beiden endlich den Weg freigaben, setzten wir unseren fort und entdeckten noch einige Elefanten, Letschwes, viele Impalas, Tokos und Gabelracken.
junger Waffenkiebitz
Gelbschnabel-Toko
Am Picknickplatz bei den Black Pools machten wir unter den großen Bäumen Rast und aßen ein paar Brötchen und Brote.
Ihr seht richtig: Es gibt Nutella und Leberwurst (nacheinander!) In den Bäumen über uns saßen zahlreiche Glanzstare und Graulärmvögel, die ein Heidenspektakel veranstalteten. Der Boden war übersät von kleinen, blauschimmernden Federn, und gelegentlich schlug ein Obststein neben uns ein. Die Vögel verspeisten kugelförmige, grüne Früchte, die in den Bäumen über uns wuchsen und machten sich – wie es schien – einen Spaß daraus, uns damit zu bespucken. Da ist uns die Gabelracke natürlich lieber.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200612. Nov. 2014 · #112
Wir versuchten, fast jede Strecke in der Region zu fahren. An zwei Stellen führte der Weg jedoch ins Wasser, so dass wir umkehrten. Wir entdeckten eine große Gruppe Zebramangusten, die so schnell über den Weg und davon huschte, dass wir kein einziges Foto machen konnten. Weiterhin sahen wir die unterschiedlichsten Wasservögel wie Sattelstörche, Klunkerkraniche, Ibisse, Blaustirnblatthühnchen, Enten, Gänse und Eisvögel.
Witwenenten
Die Gegend mit ihren Wassertümpeln gefiel uns so gut, dass wir den ganzen weiteren Tag ohne Pause unterwegs waren. Mal entdeckten wir einen scheuen Buschbock, dann standen wir lange bei einer Gruppe Hippos, die friedlich vor sich hingrunzte, oder wir beobachteten eine Herde Zebras.
Am Nachmittag besuchten wir die Xini-Lagoons, und anschließend fuhren wir ein Stück den Bodumatau-Loop bis zur Hidden Lagoon. Zwei wunderschöne Elefanten marschierten genau auf uns zu, schlugen dann aber ihren Weg zum Wasser ein. Überall lagen einzelne Letschwe am Ufer, und die Mengen an Waffenkiebitzen konnten wir schon gar nicht mehr zählen.
Waffenkiebitz
Auf dem Rückweg stießen wir wieder auf die Hauptstraße von Third Bridge nach South Gate. Zwei Fahrzeuge kamen uns entgegen. Ein Fahrer fragte uns nach dem Abzweig zu den Xini Lagoons. Wir erklärten, dass sie bereits daran vorbei gefahren seien. Etwa 20 Kilometer vor dem South Gate blockierte ein Lastwagen mit Anhänger die Fahrbahn. Es war eine Reisegruppe mit Fahrer und Guide. Der Motor des LKW hatte einen Schaden und sprang trotz funktionierendem Anlasser und ausreichend Diesel nicht mehr an. Wir suchten im Tiefsand eine Umfahrung um den Truck. Dabei mussten wir zunächst mit Schwung aus der tiefen Fahrrinne heraus und dann über mehrere kleine Büsche. Als wir wohlbehalten durch das Gesträuch wieder auf der Spur standen, boten wir der Gruppe unsere Hilfe an. Die beiden anderen Fahrzeuge, denen wir eigentlich den Abzweig zu den Xini Lagoons hatten zeigen wollen, hielten ebenfalls. Ein weiteres Safari-Fahrzeug traf ein. Die Lösung sah so aus, dass sich die Reisegruppe aus dem defekten LKW mitsamt Gepäck auf alle anderen Fahrzeuge verteilte. Zunächst wollten wir anbieten, den LKW bis zum South Gate abzuschleppen. Aber da dieser eine Druckluftbremse besitzt, die ohne laufenden Motor nicht funktioniert, war uns das zu gefährlich. So nahmen wir einen netten Kanadier mit, während Ruth hinten auf einer Tasche Platz nahm. Da wir nun später als geplant am South Gate eintrafen, blieb nicht mehr viel Zeit vor dem Sonnenuntergang. Zunächst suchten wir unseren Campingplatz, der ein wenig versteckt lag. Leider war dort bereits ein Zelt aufgebaut. Komisch, trotz gültiger Reservierung lange im Voraus, überrascht uns so etwas schon längst nicht mehr. Meist müssen wir bei der Planung von unseren Wunschterminen abweichen, Alternativen suchen und Abstriche machen, da immer alles „fully booked“ ist. Hat man dann endlich eine Campsite ergattern können, heißt das aber selbstverständlich nicht, dass man diese auch tatsächlich bekommt. Nur nicht ärgern! Wir wichen also auf die nächste Nummer aus, die noch frei war. Wie sich später herausstellte, hatten die drei Norweger auf unserer Nummer 9 eigentlich die Nummer 8 reserviert, die jedoch von einer Gruppe Südafrikaner belegt wurde. So beließen wir alles, wie es war und machten Feuer. Wir grillten das letzte Paket Rinderfilet und machten Salat und Grillbrote. Der Abend war recht warm, und so saßen wir gemütlich beim Essen, bis plötzlich eine Hyäne über Uwes Schulter schaute. Sie hatte sich tatsächlich völlig lautlos bis auf wenige Schritte herangepirscht, bevor Ruth sie entdeckte und verscheuchte. Es ist nicht sicher, worüber Uwe mehr erschrak. Über den plötzlichen Schrei von Ruth oder den Atem der Hyäne im Nacken. Im Dunkeln und so nah sehen die Schattenschleicher dann auch gar nicht mehr so nett aus, noch dazu, wenn man sitzt und ihnen auf Augenhöhe begegnet. Danach waren wir ein wenig wachsamer. Noch einige Male sahen wir die zwei Augenpaare unserer Hyänennachbarn im Lichtkegel der Stirnlampen reflektieren. Das Abendessen war sehr lecker (so dachten wohl auch die Hyänen). Das Spülen sparten wir uns wieder mal für den kommenden Tag auf. Während Deutschland das Finale der Fußballweltmeisterschaft bestritt, krabbelten wir ins Zelt.
picco6'369 Beiträge · seit 201113. Nov. 2014 · #116
Hoi zämä
Eulenmuckel schrieb:...Ihr seht richtig: Es gibt Nutella...
Jaja, italienisches Essen ist auch in Afrika unverzichtbar! 😎
Eulenmuckel schrieb:...bis plötzlich eine Hyäne über Uwes Schulter schaute. Sie hatte sich tatsächlich völlig lautlos bis auf wenige Schritte herangepirscht...
So sind sie, die Hyänen! So ein Erlebniss hatte ich während meiner ersten Afrikareise, nur wollte sie mir nicht an die Schulter sondern an den Ellenbogen...was mich auch nicht erfreut hätte! Das Tier gehörte zu einer Hyänenfamilie der wir zuschauten und hat sich von uns wegbewegt bis wir sie nicht mehr sahen...Minuten später hab ich mich seitlich aus dem Auto gelehnt um besser fotografieren zu können und in den Augenwinkeln was wahrgenommen, den Kopf gedreht und genau der Hyäne, die davor von uns weg ging (Das Tier war so zerfranzelt dass eine Verwechslung so gut wie ausgeschlossen ist), in die Augen geschaut, wenige Zentimeter von meinem Ellenbogen entfernt... 🙄 Seither seh ich die Hyänen nicht mehr als die dummen feigen Assfresser, als die sie in vielen Tierfilmen dargestellt wurden, sondern als sehr schlaue, gefährliche Tiere...und seit ich im Ngorongoro einer Jagd einer Hyänengruppe auf Gnus zugeschaut habe weiss ich dass sie auch sehr schlaue Jäger mit gutem Teamgeist sind! Völlig unterschätzte Tiere!
Guggu2'261 Beiträge · seit 201113. Nov. 2014 · #117
Hallo liebe Eulenmuckels,
ah, ist es wieder toll mit euch zu reisen. 😁 Schön geschrieben und mit Neid erweckenden Fotos - die leider auch das eigene Unvermögen aufzeigt. Das ist für mich Genussgucken. Danke euch dafür 🙂 🙂 Und so eine Hyäne im Nacken stelle ich mir ganz schön scary vor..... 😗 😣
Bei dem Bild von den kleinen Weißscheitelwürgern muss ich jedesmal lächeln. 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂
Deshalb habe ich es jetzt als Bildschirmhintergrund auf meinem Laptop gespeichert. Ich hoffe, Ihr seid damit einverstanden?
Freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Herzliche Grüße Kerstin
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200613. Nov. 2014 · #120
@Carsten, Nane, Claudia und Steffi: Die zusammengekuschelten Vögel mögen wir auch total gerne.
@Picco: Das können wir gut verstehen. Wir mögen die Hyänen eigentlich auch sehr. Nur eben nicht, wenn sie so unerwartet hinter uns auftauchen. Es stimmt schon, dass sie oft völlig verkannt sind. Vielleicht liegt es daran, dass sie sich nicht wirklich elegant fortbewegen. Entweder sie hoppeln, watscheln oder traben, und der abfallende Rücken und die kräftigere Vorderpartie lässt sie immer ein wenig unproportioniert aussehen.
@Guggu: So ganz geheuer war uns das auch nicht. Danke für dein großes Lob.
@Kerstin: Welche Ehre! Natürlich haben wir nichts dagegen.
Jetzt kommt die Fortsetzung. Leider immer etwas spät am Abend.