2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten

56 Antworten · 31,7k Aufrufe · gestartet 24. Jan. 2011 von Steffi82
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Themenstarter672 Beiträge · seit 201124. Jan. 2011 · #1
Huhu,

so, nachdem wir hier in den letzten Wochen trotz Komplettbuchung unserer Namibia-Reise still und heimlich jede Menge hilfreicher Informationen aus diesem Forum in uns aufgesogen haben 🙂 - hab ich mir gedacht, schulde ich dem Forum auch fast einen kleinen aber feinen Reisebericht unserer ersten - aber ganz sicher nicht letzten Reise - nach Namibia.

Allerdings wird der Reisebericht - so steht zu befürchten - dann wohl doch nicht so klein und fein ausfallen, denn wir waren ja soooooo begeistert von unserer Reise, dass wir, was Namibia angeht, seit unserer Heimkehr zu Mega-Quasselstrippen verkommen sind 😄 ! Aber ihr könnt's ja wegklicken, wenn`s euch zuviel der Schwärmerei wird 😛 !

Zum Anfang vielleicht erst einmal ein paar Eckdaten unserer Tour:

Reisedaten: 4.1.-19.1.2011 (leider nur 16 Tage, die viel zu schnell rumgingen *snüff*)
Wir: Meine Wenigkeit und mein tapferer Gatte, der jeden morgen mit mehr oder weniger viel Gemurre zwischen 5 und 6 Uhr aus dem Bett geschmissen wurde und z. T. sogar auf seinen Kaffee verzichten musste 🙂
Fahrbarer Untersatz: Nissan X-Trail
Tour: Namibia-Standardtour für Einsteiger 😉 - Windhoek - Sossusvlei - Swakopmund - Damaraland - Etosha - Waterberg - Windhoek
Geknipste Fotos: gut 2.200 Stück
Fazit zum Urlaub: "Wir wollen wieder zurück!" 😄

Soweit mal die Rahmendaten - den ersten wirklichen Teil des Reiseberichts gibt's dann später!

Viele Grüße
Steffi
Reiseberichte: Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari (der mit den 31 Löwenbabys) Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14 (die Weihnachtsreise) 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 2013 (die Mehrgenerationenreise) From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 (die Weiberreise) Go visit Tanzania! 2012 (der mit den gaaaanz vielen Gnus) 2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten (der Erstling)
5'538 Beiträge · seit 200824. Jan. 2011 · #2
Hallo Steffi,

prima, dass es Euch so gut gefallen hat. Aber was Du da so von Euch schreibst -seit unserer Heimkehr zu Mega-Quasselstrippen verkommen sind - ist nichts Ungewöhnliches. So ist es den meisten von uns gegangen und so wird es noch vielen Ersttätern nach euch gehen. Das Land ist halt faszinierend und wie heißt es so schön: Wes das Herz voll ist, dem läuft der Mund über.

In diesem Sinne freue ich mich auf einen tollen Bericht von Euch.

Liebe Grüße
Gerd
3'175 Beiträge · seit 200624. Jan. 2011 · #3
Hallo Steffi!

Herzlich willkommen im Forum.

Da bin ich ja mal gespannt auf den Bericht und vorallem warum bei so einer Einsteigertour dein ARMER MAnn jeden frueh so bald aufstehen mussste und das dann auch teilweise noch ohne seinen geliebten Kaffee 🙂 🙁 😉

Na dann leg mal los
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
3'700 Beiträge · seit 200924. Jan. 2011 · #5
Hallo Steffi,

willkommen im Club!
denn wir waren ja soooooo begeistert von unserer Reise, dass wir, was Namibia angeht, seit unserer Heimkehr zu Mega-Quasselstrippen verkommen sind
Kritisch wird es erst, wenn Ihr zum Geburtstag von den lieben Freunden und Verwandten Freikarten für den Psychologen geschenkt bekommt... 😄

Viel Freude beim verarbeiten der neuen Eindrücke. 😉

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
94 Beiträge · seit 200924. Jan. 2011 · #6
Hallo Steffi,
Willkommen im Forum 😎 Es ist nicht wirklich überraschend, wie Ihr nach dem ersten Nam-Urlaub reagiert. Das mit dem Quasseln ohne ein Ende zu finden, geht auch mir noch so, obwohl ich nicht zu den Ersttätern gehöre, sondern schon als Kind mit dem Virus infiziert wurde 😉
Ich bin sehr gespannt auf Euern Bericht!
Dann mal los Erdmanneki
290 Beiträge · seit 201024. Jan. 2011 · #7
Hallo Steffi,

wir sind auch gerade von unserer ersten NAM-Reise zurück gekommen - und es geht uns genauso wie Euch. Einfach ein tolles Land!!

Reisebericht schreiben macht übrigens richtig viel Spaß und hilft, die schöne Zeit aufzuarbeiten und Erlebtes nochmal zu erleben!
Bin auf Deinen Bericht gespannt! Leg los! 😄

Liebe Grüße

Dirk
Reisebericht: Namibia 2010/ 2011 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Reisebericht: Südafrika 2011/ 2012
Themenstarter672 Beiträge · seit 201124. Jan. 2011 · #8
Teil 1

Dienstag, 4.1.2010 - Urlaub ahoi!

Nachdem wir bis mittags noch fleissig gearbeitet hatten, verabschiedeten wir uns Punkt 12 von unseren Schreibtischen, marschierten nach Hause und verluden das Gepäck ins Auto.
Mein Mann ging kurz vor Abfahrt dann noch einmal im Innehof nach der Suche nach meinem Kleinwagen - den hatte das fleissige Schneegestöber der vergangenen Wochen hier in der tiefsten Oberpfalz nämlich in einen stattlichen Schneehaufen verwandelt. 🙂 Wägelchen wurde gefunden, es sprang auch noch ohne Murren an und so beschlossen wir die Schneeberge hinter uns zu lassen und gen Süden zu ziehen ... also in unserem Fall erst einmal gen München, von wo aus dann abends unsere Air Berlin Maschine starten sollte.

Da mein Mann stolze 1,96m groß ist und es bei Air Berlin irgendwie im Vorfeld nicht (mehr) möglich war Sitze an der Exit Row zu reservieren, sind wir recht zeitig aufgebrochen, um vielleicht doch noch Plätze mit etwas mehr Sitzabstand ergattern zu können. Um halb vier waren wir dann am Flughafen und durften feststellen, dass keiner der zuständigen Schalter von Air Berlin geöffnet war 😕 . Wir also zur Air Berlin Info gestiefelt und gefragt, wann denn ein Schalter aufmache ... Aussage: "Ja, öhm ... erst so gegen halb sechs." 😕 Auf die Frage, ob es irgendeine Möglichkeit gäbe, vorher noch einzuchecken gab es ein "Nö, öhm, da müssen Sie jetzt warten!" 😵 Das Gespräch ließ uns auch deswegen etwas irritiert zurück, weil uns tatsächlich keine 20m von der Info nicht ein, sondern gleich zwei Computerterminals zum Einchecken über den Weg "liefen". An den Terminals könnten wir zwar ebenfalls keine Exit Row-Platz buchen, ABER das Terminal spuckte eine Bordkarte aus. Mit der Bordkarte konnte man dann zum Gepäckabgabeschalter stiefeln (der offen war und an dem nix, aber auch gar nix los war) und weil wir eine Bordkarte hatten, durfte die Dame uns dort nicht nur das Gepäck einchecken, sondern durfte uns auch kostenlos auf Exit Row Plätze umbuchen 😄 ! Warum wir uns diese Vorgehensweise selbst "erarbeiten" mussten und nicht gleich von der Info darauf hingewiesen wurden, ist uns ein großes Rätsel - aber so waren wir dann wenigstens richtig stolz auf uns, dass wir clever kombiniert ans Ziel gekommen sind 😄 !

Der Flug war dann recht unspektakulär - aber das Gefühl im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht im Urlaub anzukommen, ist schon toll 🙂 !
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Themenstarter672 Beiträge · seit 201125. Jan. 2011 · #9
Teil 2

Mittwoch, 5.1.2011 - Windhoek

Nachdem wir während des Nachtflugs mehr oder weniger Schlaf gefunden hatten, landeten wir um gegen 7.15 Uhr nicht wirklich wach, aber vor Vorfreude total munter bei leichtem Nieselregen am Flughafen in Windhoek. Der erste Eindruck: Ooops, ist das grün hier! 😄 Uns war zwar natürlich vorher bewusst gewesen, dass wir in der Regenzeit unterwegs sein würden, aber derart grün hatten wir uns das Ganze dann irgendwie doch nicht vorgestellt. 🤨 Insofern waren wir etwas baff ...! Baff waren wir auch von der Größe der am Flughafen umherschwirrenden Käfer 🙄 .... wenn man mir am Flughafen bereits die netten und liebenswerten Riesentausendfüssler vorgestellt hätte, die während der nächsten zwei Wochen zu unseren ständigen Begleitern wurden (irgendwie haben uns mehr Riesentausendfüssler von links bzw. rechts gekreuzt als Autos 😉 ...) ... dann wäre ich wahrscheinlich quietschend wieder ins Flugzeug gestürmt 😄 ... aber dem war glücklicherweise nicht so.

Irgendwann hatten wir dann unser Visa, unser Gepäck und hatten sämtliche Kontrollen hinter uns und machten uns auf die Suche nach unseren Fahrer für den Transfer in die Stadt. Den hatten wir auch recht schnell gefunden (oder eher er uns 🙂 ) - nur hieß es dann erst einmal warten, weil er noch eine Familie mitnehmen sollte, die mit dem Air Namibia Flug aus Frankfurt kommen sollte - und eben dieser Flug hatte gut 40min Verspätung.

Als wir dann endlich alle beieinander waren, ging es ab nach Windhoek. Die kurze Strecke vom Flughafen in die Stadt verstärkte unsere "Baffheit" irgendwie nur noch mehr 🙂 ... soooo grün hatten wir uns das wirklich nicht vorgestellt ... und da erzählt einem immer jeder, Namibia sei ein staubiges Land 😉 ...

Übernachtet haben wir die erste Nacht unserer Reise im Vondelhof Guesthouse in Windhoek. Leider war der Start dort nicht wirklich prickelnd 🙁 - als wir um halb zehn dort ankamen, kam mittlerweile die Sonne zum Vorschein, wir waren mittlerweile durch die ersten Eindrücken des Landes hellwach und voller Tatendrang, aber .... unsere Zimmer waren noch nicht fertig...! Gut, das erwartet jetzt auch keiner um diese Uhrzeit - allerdigns hieß es, die Zimmer wären gleich fertig, wir sollten kurz ein paar Minuten auf der Terasse warten. Und wir in unserem Ethusiasmus haben das geglaubt 😉 ! Nachdem wir um 12 Uhr immer noch auf der Terasse saßen, mittlerweile in unseren dicken Klamotten doch stark schwitzend, ohne dass uns etwas zu Trinken angeboten worden wäre, evtl. eine Toilette gezeigt worden wäre bzw. die Eigentümerin sich noch einmal hätte blicken lassen, sind wir dann mal auf die Suche nach der Dame gegangen, die wir irgendwann gegen halb eins auftrieben. Die konnte unsere leichte Unpässlichkeit wegen der Warterei in der mittlerweilen prallen Sonne ganz und gar nicht verstehen 😵 - interessanterweise war dann aber 5 min später das Zimmer plötzlich bezugsfertig! 🙂 Yippie!
Der Service bzw. die damit einhergehende Freundlichkeit wurde leider auch danach nicht besser - wovon wir uns dann aber nicht mehr bremsen liessen und erst einmal auf Entdeckungs- und Einkaufstour in Windhoek aufgebrochen sind. Dabei sind wir nachmittags auch prompt gleich in unseren ersten Wolkenbruch spaziert 🙂 . Nach fast 6 Wochen geschlossener Schneedecke zuhause fanden wir den warmen Regen aber wirklich toll - unseren Versuch - trotz Regens weiterzumarschieren brachen wir aber dann doch recht schnell ein bisserl durchnässt wieder ab 🙂.
Mit ersten Eindrücken, Wasser, Notfall-Knabber-Essensvorräten ausgestattet und einem Adapter im Gepäck hibbelten wir dann der Mietwagenübernahme am nächsten Morgen entgegen. Damit die Zeit ein bisserl schneller verflog, haben wir uns abends in Joe's Beerhouse unseren ersten Kudu und unseren ersten Oryx als Steak gegönnt - und sind gleich zum Fan geworden 🙂 .

Fazit des ersten Tages:
Leider mit dem Vondehof Guesthouse auf dem falschen Fuß aufgestanden - richtig wohl gefühlt haben wir uns dort nicht, die Freundlichkeit hielt sich unserer Meinung sehr in Grenzen,
unsere Entdeckungstour durch Windhoek fanden wir toll, wir sind uns auch nie irgendwie unsicher vorgekommen - allerdings waren wir am Ende des Tages für uns zur Erkenntnis gekommen, wenn wir nochmal nach Namibia reisen, dann wollen wir nicht mehr am Anfang und Ende direkt in Windhoek übernachten, sondern lieber auf einer Gästefarm in der Nähe und das Auto gleich am Flughafen übernehmen. 😄 *grins* Und ja: Ich geb's zu - es ist schon ein bisserl bekloppt, am ersten Reisetag bereits "Wenn wir wiederkommen, ..." durchzuspielen.. 😄
Reiseberichte: Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari (der mit den 31 Löwenbabys) Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14 (die Weihnachtsreise) 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 2013 (die Mehrgenerationenreise) From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 (die Weiberreise) Go visit Tanzania! 2012 (der mit den gaaaanz vielen Gnus) 2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten (der Erstling)
zuletzt bearbeitet 25. Jan. 2011
94 Beiträge · seit 200926. Jan. 2011 · #10
Hallo Steffi,
ich habe eben die ersten Teile Deines Reiseberichtes gelesen, mußte viel schmunzeln 😄 Freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Noch einen schönen Abend Erdmanneki
8'054 Beiträge · seit 200826. Jan. 2011 · #11
Hi Steffi,

Schön dass euch der Virus auch erwischt hat! 😎

Bin auf eueren Bericht sehr gespannt. 😄

Er fängt schon sehr gut an.... Wo bleiben die Bilder??? 🤪

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
13 Beiträge · seit 201126. Jan. 2011 · #12
Hallo steffi,

jaaaa, bitter weiter machen 🙂
Es ist so schön, den berichten zu "lauschen"....
es ist doch schon wieder ein tag nach deinem letzten eintrag rum 😛

lg 🤪
Themenstarter672 Beiträge · seit 201126. Jan. 2011 · #13
... die Fotos kommen ... und zwar jetzt .... (also vorausgesetzt ich nicht technik-affines-Wesen bekomme das mit dem Einstellen hin 😉 )

Teil 3

Donnerstag, 6.1.2011 - Windhoek - Sossusvlei ... oder auch: Wir haben die Regenzeit gefunden!

Nach einer geruhsamen Nacht warteten wir am nächsten Morgen gespannt der Mietwagenübernahme entgegen. Ausgemacht war, dass uns ein Budget-Mitarbeiter unseren Nissan X-Trail um 9 Uhr zu unserem Guesthouse bringen sollte. So wirklich rechneten wir nicht mit der pünktlichen Übergabe - aber wir wurdenpositiv überrascht 🙂 . Punkt 9 Uhr stand der nette Herr von Budget vor der Tür. Das Auto präsentierte sich in angenehmen gut erhaltenen Zustand, so fanden wir. Der Nissan war recht neu, hatte noch keine 30.000km auf dem Buckel und die Reifen sahen ganz akkzeptabel aus. Nach ein paar Erklärungen, der Erledigung des schriftlichen Krams wurde es dann Ernst: Linksverkehr wir kommen! 😛

An dieser Stelle muss ich mal kurz ein großes Lob an meinen Mann aussprechen - der hatte nämlich die folgenden 13 Tage einen "Navigator" neben sich sitzen (also mich 🙂 ), der schon in Deutschland so seine Probleme hat links und rechts auseinander zu halten und sich eher wild mit den Händen fuchtelnd richtungsweisend ausdrückt. Gepaart mit einigen kartentechnischen Zusammenlegungs-Problemen an den ersten paar Tagen (das Ding war einfach zu sperrig 🙄 ), stellte mein Göttergatte am Ende des ersten Tages fest, dass das Gefährlichste auf Namibias Straßen für ihn weder der Linksverkehr, noch die Schotterpisten, noch die Wasserlöcher in eben diesen seien, sondern vielmehr die um sich schlagende Beifahrerin neben ihm ... 😵 ! Aber er hat mich brav weiter durch die Gegend gefahren, soviel schon einmal verraten 😄 (und ich meine, dass ich nicht ganz soooo schlimm war, wie er behauptet 😉 ).

Jedenfalls starteten wir bei wunderschönen Wetter und strahlendem Wetter um kurz nach 10 Uhr in Windhoek. Gut gelaunt ging es dann erst einmal Richtung Rehoboth. Von dort aus dann auf Schotterpiste (C24) Richtung Sossusvlei. Die Schotterpisten hatten wir uns zugegebenermassen nicht so breit vorgestellt und in keinster Weise so "hügelig". Und vor allem hatten wir nicht mit so vielen kleineren und größeren Pfützen gerechnet. Prompt hielten wir dann auch brav und respektvoll an der ersten Pfütze, die über die ganzen Straße ging und - ja, standen dann erst einmal respektvoll 🙄 ! (spätestens im Etosha haben wir viel lachen müssen, wenn wir an diese Pfütze und unsere Andacht davor zurückdachten, denn im Vergleich zu den Wasserlöchern auf der Straße, die da noch kommen sollten, war das eine sehr putzige kleine Pfütze 😉 ). Irgendwann trauten wir uns dann doch durch und durch die nächste und die nächste und so nach gut einer Stunde Gravel Pad hatten wir uns an den Wasserparcour auch schon einigermassen gewöhnt.

Die Fahrt verlief die ersten zwei Stunden reibungslos, wir waren total begeistert von der Landschaft, von unserem Gehoppel über die Schotterpiste und beobachteten fasziniert wie sich in der Ferne die Wolken ballten und man es punktuell in der Ferne regnen sehen konnte ....bis wir bemerkten, dass die Wolkenfront in unsere Richtung marschierte ....

hier hatten wir noch die Hoffnung dem Ganzen "entfahren" zu können...



hier schon nicht mehr so wirklich ....



und hier war dann klar, dass wir gleich mitten im Weltuntergang stehen...



Der Wolkenbruch, der auf der D854 hinter Büllsport dann über uns nieder ging, ließ uns dann doch etwas zittern - als das Wasser anfing hinter uns über die Straße zu schießen und das Land links von uns komplett unter Wasser stand, kamen leichte Zweifel auf, ob wir unser Ziel heut noch erreichen 🙄 - aber glücklicherweise war der Spuck nach 20 Minuten vorbei und wir konnten wieder gemütlich weiterfahren und das tolle Wolken-Sonnenspiel rund um das Naukluftgebirge beobachten. 🙂



Um ca. 15.30 Uhr waren wir dann endlich im Desert Camp am Sossuvlei angekommen - und ganz froh endlich am Ziel zu sein - der Regenschauer von zuvor steckte uns doch noch ein wenig in den Knochen. Wir holten uns schnell noch das Permit für den Einlass am nächsten Morgen und erkundeten dann zu Fuß auf dem Walking Trail ein wenig die Umgebung.



Gegen 19 Uhr standen wir dann ausgehungert vor der Sossusvlei Lodge um dort das Buffett auszutesten. Zuvor bogen wir aber nochmal in das dortige "Adventure"-Büro ein um zu sehen, ob dort etwas Interessantes angeboten wurde - und siehe da: Am nächsten Morgen um 8 Uhr sollte ein Rundflug mit einer Chesna stattfinden, bei dem von den 5 Plätzen noch genau 2 frei waren - was das Ganze einigermassen bezahlbar machte. 10 Minuten später hatten wir einen Rundflug über die Wüste gebucht 😄 .

Das Buffett war dann wirklich megalecker. Gut wir waren ausgehungert 😉 - aber die Vielzahl an angebotenem (Wild-)Fleisch und die Qualität des Fleisches und der Zubereitung fanden wir wirklich super! Und der tolle Ausblick von der Terasse war samt Regenbogen und tollem Sonnenuntergang inklusive. 🙂





Fazit: Ein toller Tag mit vielen Eindrücken, eine schöne neue Unterkunft, super leckeres Essen und eine Landschaft, die einen ziemlich umhaut :): Hier kann man es rundum aushalten! 🙂
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1'242 Beiträge · seit 200926. Jan. 2011 · #14
Hallo Steffi,

Wow, wie man sieht kann auch ein bewölkter Himmel richtig beeindruckend sein. Man kann auf euren Fotos die Regenschauer unheimlich gut erkennen. Und das Foto mit dem Regenbogen gefällt mir auch gut. Mal was anderes.

Freue mich auf die Fortsetzung und weitere Fotos "von oben". Wir hatten vor 4 Monaten auch das Glück diese wunderschöne Landschaft von oben zu geniessen, allerdings im Ballon. Ein unvergessliches Erlebnis.

Liebe Grüsse aus Luxembourg
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
4'528 Beiträge · seit 200726. Jan. 2011 · #15
Hallo Steffi,
vielen Dank für Deinen Bericht ! Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung. Irgendwie muß ich ja das erste afrikafreie Jahr seit Jahren überbrücken. Und dabei leistet Du nun eine wichtigen Beitrag 😉 Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung!

Allerdings befürchte ich, daß Du bis nächsten Freitag noch nicht mit dem Rest fertig bist..... denn da werde ich mich erst einmal für 4 Wochen nach Neuseeland verabschieden 😛 😛 und kann den Rest dann erst nach meiner Rückkehr lesen.

Viele Grüße
Carsten
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290 Beiträge · seit 201027. Jan. 2011 · #16
Hallo Steffi,

das mit Deiner "Links-Rechts-Schwäche" kenne ich von Mandy nur allzu gut. Sie hat auch immer rumgefuchtelt, aber wenn man mit dem Fahren beschäftigt ist, kann man das nur schwer deuten. So sind wir auch das ein oder andere Mal falsch abgebogen! 😄

Ihr habt wirklich beeindruckende Bilder von dem Naturspiel. Uns hat es auch wahnsinnig gut gefallen - vielleicht ist es sogar schöner, als wenn "nur" blauer Himmel gewesen wäre.

Seid Ihr auch am 19.01. mit airberlin zurück geflogen?
Wir saßen in Reihe 30. Vielleicht haben wir uns tatsächlich gesehen! 🙂

Bin schon auf Eure Fortsetzung gespannt!!!

LG, Dirk
Reisebericht: Namibia 2010/ 2011 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Reisebericht: Südafrika 2011/ 2012
842 Beiträge · seit 201027. Jan. 2011 · #17
Hallo Steffi,

auch ich freue mich auf die Fortsetzung - und beneide Euch um die grünen Landschaften, die Ihr gesehen habt ! Bei un sim August/September wird dann wohl alles stubig und trocken und weniger grün sein 😉

Insbesondere das Bild mit dem Regenbogen gefällt mir super !!!

Weiter so !!!!

LG Antje (noch Namibia-unerfahren!)

PS: Kleine Frage mal zu den "Zelten" im Desert Camp: Sind die unten eigentlich dicht oder zieht's dort rein ? Können "Kriechviecher" da reinschlüpfen ? (An die möglicherwiese eindringenden Schlangen hab' ich da nämlich bei der Buchung nicht gedacht .... - aber vielleicht kannst Du mich ja noch beruhigen ? Sonst werde ich wohl 2 schlaflose Nächte im Desert Camp haben !!!) 😉
Themenstarter672 Beiträge · seit 201127. Jan. 2011 · #18
Hi,

@dirkmandy: Ich bin ja nach wie vor der Ansicht, dass das Rumgefuchtele des Beifahrers zumindest eine unbewusste positive Auswirkung auf den Fahrer hat 😛 )
Wir waren wirklich immer total begeistert von den Wolkenballungen rings um uns (also solange sie nicht direkt über uns ihre Regenschleusen geöffnet haben 😉 )- wobei so schlimm bzw. beeindruckend wie am ersten Fahrtag war's dann die ganze Reise über nicht mehr - glücklicherweise.
Und ja, wir sind auch mit Air Berlin am 19.1. heimgeflogen - also die "Wir müssen hier mit dem Flugzeug noch ein wenig stehenbleiben, weil gerade zwei Maschinen zum Einladen sind und .. öhm .. es wohl gerade zuwenig Personal zum Einladen gibt"-Maschine 😉 . Wir saßen, wenn ich mich recht erinnere in Reihe 36 oder 37 - auf jeden Fall in der Notausstiegsreihe links direkt hinter dem Notausstieg, schräg gegenüber der verstopften Toilette und waren die mit gaaaaanz viel Beinfreiheit 🙂 )

@Antje: Also wegen den Zelten im Desert Camp brauchst du dir keine Sorgen machen - die haben ein superdichtes Insekten"gitter" an sämtlichen aufmachbaren Zeltöffnungen - da kommt nichts rein! Und der Boden und ca. 30cm-Höhe bei den Wänden ist ja Beton - da kommt sowieso nichts durch 🙂 ) Lüften kann man in den Dingern auch super und wenn man genug davon hat, kann man auch alles zumachen (allerdings wurde es uns dann immer schnell zu stickig, sodass wir auch über Nacht immer einen kleinen Schlitz der Fenster offen hatten. Und wir hatten wirklich kein einziges Tier die zwei Nächte über im Zelt. Schlangen hab ich rings um Sesriem allerdings auch keine einzige gesehen, falls es dich beruhigt.

Viele Grüße
Steffi
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Themenstarter672 Beiträge · seit 201127. Jan. 2011 · #19
Teil 4

Freitag, 7.1. - Sossusvlei oder auch "Einheimische verwirren leicht gemacht!"

Um fünf Uhr morgens klingelt der Wecker. 😵 Orghs! Ist ja ne Reise, kein Urlaub 😄 - also raus aus den Federn! Außerdem hatte jemand am vorhergehenden Abend die glorreiche Idee gehabt, trotz gebuchten Rundflugs um 8 Uhr um 6 Uhr am Sesriem Gate zu stehen um den Sonnenaufgang frühstückend auf der Elim-Düne mitzunehmen. Eben jenen jemand verfluchte mein Mann, aus dem Bett rumpelnd, und nur "Murr"-geräusche von sich gebend an diesem Morgen ziemlich (ich hab mich natürlich üüüüüüüberhaupt nicht angesprochen gefühlt 😎 ).

Also Katzenwäsche, ins Auto gesetzt und die 4km zur Sossusvlei Lodge gefahren. Dort hatten wir uns am Abend zuvor, als besagter Jemand die Idee mit dem Frühaufstehen hatte, einen "Breakfast Basket" bestellt. Plan: Mit dem Frühstückskörbchen dann die Elim-Düne hoch und dort oben das Frühstück genießen. Haben wir uns so gedacht 🙂 ....

Um halb sechs standen wir also an der Rezeption der Sossusvlei Lodge und wollten unseren Korb abholen. Standen also da und schauten den netten Menschen hinter der Rezeption gespannt an. Und so standen wir dann da. Bis der Mann hinter der Rezeption einen verwunderten Gesichtsausdruck bekam und fragte, ob uns unser "Breakfast Basket" denn nicht gefallen würde? Öhm... ? 🤨 Der Gute zeigte dabei auf eine ca. 80cmx50cm und ca. 45cm hohe Holztruhe auf der zwei große Kannen standen. Das war also unser Breakfast Basket .. 🤩 aha ...! Christian schleppte das gute Teil dann ins Auto, ich trottete mit meinen zwei Kannen hinterher. Beide waren wir ziemlich sprachlos und etwas ratlos, was in unserem "Körbchen" drin sei...

Christians Hoffnung, dass es Goldbarren wären, hat sich dann leider nicht bestätigt 😄 - dafür war der "Korb" mit Frühstück für mindestens 5 Leute ausgestattet. Ein großes Glas Obstsalat, ein großes Glas, Joghurt, Wurst, Käse, Brot, Cookies, 1 Liter Milch, 1 Liter Saft und und und ...! Das Ganze musste natürlich (nein, wir sind gar nicht neugierig und schon gar nicht verfressen 😉 ) gleich vor dem Gate inspiziert werden - was uns einige verwunderte Blicke unserer mitwartenden Reisekollegen einbrachte. Scheinbar fielen wir mit unserem kleinen Picknick direkt vorm Tor etwas aus dem Cliché der gespannt auf die Toröffnung wartenden Besucher.... 😉

Bis das Tor geöffnet wurde Punkt sechs saßen wir dann aber auch wieder im Wagen und tuckerten los zum zweiten Tor. Unser Permit hatten wir ja bereits am Vortag gelöst. Am Gate fragten wir dann den Wärter wie weit es denn zur Elim-Düne sei? Worauf wir ein ungläubiges "Es ist 6? Wollen Sie wirklich zur Elimdüne?" stotterte 🙄 . Als Christian daraufhin ein "Ja, weil wir um sieben schon wieder raus müssen!" von sich gab, sah uns der arme Kerl nur noch entsetzt an... 🙄 Ich glaube, er hielt uns für ziemlich bekloppt 🙂 ...

Also zur Elim-Düne gefahren... das mit den "wir tragen unser Frühstücks-Körbchen die Düne hoch" konnten wir zwar aufgrund der Ausmaße des Ganzen nicht realisieren - aber mit Wurstbrot in der Hand dem sich durch die aufgehende Sonne wandelnden Farbenspiel zuzusehen hatte schon was 🙂 . Und wir waren total alleine - denn: Wer fährt schon um sechs Uhr morgens in den Park und fährt dann zur Elim-Düne? 😉





Tatsächlich verließen wir dann kurz vor halb acht den Park auch schon wieder - winkten dem uns verwirrt hinterherblickenden Wärter freundlich zu und begaben uns zur nächsten Herausforderung: In der Sossusvlei Lodge auch für den morgigen Tag einen "Breakfast Basket" zu bestellen, aber mit weniger bzw. für 2 Personen angemessenem Inhalt. Wahrscheinlich könnt ihr es schon erraten: Wir wurden angesehen, als hätten wir Elefantenohren 😄 . Dass sich jemand überschwänglich lobend zum Breakfast Basket äußert, dann aber für den nächsten Morgen weniger drin haben wollte, passte scheinbar nicht ins Konzept. Letzter Ausweg (der uns zu diesem Zeitpunkt ganz brilliant erschien 😄 ... - hey, es war erst halb acht!!!): Wir schreiben auf, was wir wollen! Haben wir dann auch gemacht ... das Ergebnis gibt's morgen 😉 ...

Dann hieß es auch schon los zum Rundflug. Ich muss sagen, als ich die kleine Chesna stehen sah, wurde mir schon ein bisserl mulmig - immerhin bin ich recht schunkel-anfällig und auch ein wenig claustrophobisch veranlagt, aber es war einfach nur TOLL, TRAUMHAFT und WUNDERSCHÖN. Ich bin zwar während des Flugs ungefähr 4x innerlich gestorben und Christian hatte von den 2 Minuten als wir versuchten eine Nebelbank zu überfliegen auch Fingerabdrücke im Bein *hust* - aber wir würden es sofort wieder machen! 🙂

Hier ein paar Impressionen des Ganzen:











Um halb zehn landeten wir dann wieder auf dem Boden der Tatsachen mit vielen neuen überwältigenden Eindrücken der Namib im Gepäck.

Danach haben wir noch ein wenig den Sesriem Canyon erkundet und sind - weil es gar so heiß war im Desert Camp - noch ein wenig mit dem Auto auf der C27 umhergefahren und haben Landschaft geguckt 🙂 . Am frühen Nachmittag fing es dann ziemlich heftig an zu winden. Davon ließen wir uns aber nicht abhalten, sondern fuhren gegen 16 Uhr noch einmal in den Park .... und waren schon wieder alleine 🙂 . Also total alleine 😄 . Uns sind in den 3 Stunden, die wir im Park verbrachten genau 4 Auto begegnet, dafür aber jede Menge Oryxe, Springböcke, Strauße und Schakale. Kurzum: Es war cool 😄 ! Die Düne 45 bei peitschendem Wind zu erklimmen, stellte sich zwar als schier unmöglich heraus - aber es war tierisch lustig und einfach nur toll, den Park derart für sich alleine zu haben.











Mit all diesen vielen tollen Eindrücken standen wir dann um 20 Uhr wieder vor der Sossusvlei Lodge und schlemmten uns ein zweites Mal durchs Buffet. Danach rollten wir dann gesättigt, glücklich und zufrieden ins Desert Camp und lagen um 22 Uhr totmüde im Bett 🙂 .
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842 Beiträge · seit 201027. Jan. 2011 · #20
Hallo Steffi !

Danke - das beruhigt mich sehr ;-))
Denn wenn ich eines nicht leiden kann - dann sind das Schlangen !
Und ich weiß auch, dass ich in dem schönen Dünen-Sand NICHT barfuß gehen werde ;-))
Bei Spinnen ist es dann so wie bei Euch ;-))

Liebe Grüße - und danke für die Fortsetzung !

Antje ;-))