Reisebericht Nördl.Tansania u.Sansibar Febr. 2010

26 Antworten · 23,3k Aufrufe · gestartet 29. Aug. 2010 von Eto
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Themenstarter557 Beiträge · seit 200929. Aug. 2010 · #1
Hallo und guten Tag,

im Februar 2010 haben meine Frau und ich eine Tansaniareise unternommen. Nachstehend folgt mein Reisebericht. Fotoexperten sollten nicht zu kritisch mit den Fotos sein, denn ich bin Videofilmer mit einem ordentlichen Mini DV Camcorder Canon XM 2, der als Nebenfunktion Fotos mit geringer Auflösung bietet. Seit kurzer Zeit habe ich außerdem eine gute und handliche Familienknipse ohne jegliches zusätzliches Objektiv.

Da ich glaube, dass Schriftliches mit Bildern anschaulicher und besser nachvollziehbar wird, stelle ich einige Fotos mit ein. Die Auswahlmöglichkeit war nicht sonderlich groß, da ich, wie bereits angeführt, videofilme, und Tansania auch nicht nur durch Sucher oder Display erleben wollte.

Hans Schoelink werde ich demnächst mal ansprechen und fragen, wie Videoclips ohne besonderen Aufwand in Beiträge eingebunden werden können.

Das vorab zu meinem Equipment, und nun wünsche ich gute Unterhaltung beim Lesen.


Herzliche Grüße

Eto




Reisebericht Nördliches Tansania und Sansibar 05. – 26.02.2010



Frankfurt bis Ngorongoro

Am 5.2.2010 um 23.00 Uhr flogen wir mit Ethiopian Airlines von Frankfurt nach Addis Abeba. Nach einem Zwischenstopp von etwa 3 Std. ging es weiter über Mombasa nach Kilimanjaro Int. Airport (zwischen Arusha u. Moshi), Ankunft ca. 14.00 Uhr, Abholung durch Alexander Jatho, Mitinhaber Afromaxx, unserem Reisebüro in Tansania, Transfer zur Ameg Lodge, Moshi. Am Abend kam er noch einmal und besprach mit uns den Reiseablauf.

06.02. Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt stand unser Fahrer und Guide Edwin, ein junger Tansanier, mit einem Toyota Landcruiser vor unserer Unterkunft. Die Fahrt ging auf Teerstraße über Arusha zum Lake Manyara, dort ausgiebige Pirschfahrten in interessanter landschaftlicher Kulisse mit einer vielfältigen Flora und Fauna, insbesondere auch Vogelfauna, sehr viele Savannentiere und äußerst friedliche Elefanten, die an einem Hohlweg beim Verlassen des Parks in Rüssellänge vom Fahrzeug weideten. Übernachtung in der Plantation Lodge, Karatu, die wir sehr empfehlen können. Die Gastgeber waren ausgesprochen zuvorkommend, die Unterkunft und das Essen hervorragend. Die Lodge liegt in reizvoller Lage in einem großen und gepflegten Garten.

07.02. Weiterfahrt durch das Kraterhochland zum Ngorongoro Gate und dann begann die Fahrt über miserable Pisten. Zwischenstopp am Aussichtspunkt in den Ngorongorokrater, und wenn man dafür das richtige Gefühl entwickeln kann, stockt einem der Atem vom Einblick in ein scheinbares Paradies. Diese Minuten waren u.a. die erhebendsten Eindrücke dieser Reise.









Vom Ngorongoro Hochland in die Serengeti

Die Fahrt setzte sich fort durch das intensiv grüne Hochland vorbei an Massai`s mit ihren Viehherden und Dörfern herunter in die Weiten der Ngorongoro Plains mit einem Besuch der Oldupai Gorge mit einem kleinen Museum. Dort erhalten die Besucher einen kurzen Vortrag über die sensationellen Funde, u. a. der Forschung und Grabungen des Ehepaar Leakey. Beim anschließenden Rundgang durch die Räumlichkeiten konnten wir u.a. eine Replik der berühmtesten Fußabdrücke von Hominiden, ungefähr 3,7 Millionen Jahre alt, und fossile Knochenfunde von Urmenschen und prähistorischen Tieren ansehen. Diesen kleinen Abstecher sollten sich Interessierte nicht entgehen lassen.

Weiter ging unsere Fahrt auf schlimmer Wellblechpiste zum Naabi Hill Gate, Übergang von Ngorongoro und Eintritt in die Serengeti, und dann lag sie vor uns, die Unendlichkeit der Weite, unglaublich beeindruckend. Unser Ziel war das Mbalageti Tented Camp am Rand des so genannten Western Corridor. Bis dahin passierten wir das Seronera Valley. Die Plains, Baum- und Buschflächen, Kopjes, alles war tief grün, die Vegetation hoch und je weiter wir nach Westen kamen, teilweise sehr feucht. Wasser stand seitlich der Rüttelpiste bis weit in die Flächen hinein, das Gras war 50 – 70 cm hoch. Tiere waren genug zu sehen, aber keine großen Herden außer Kaffernbüffel. Nach ungefähr 4 Stunden vom Naabi Gate kamen wir an. Ein sehr schönes Tented Camp auf einen Bergrücken mit einem sagenhaften Ausblick in die Weiten der Savanne. Während der 3 Tage Aufenthalt genossen wir einen Superservice, gutes Essen und eine großzügige und luxuriöse Zeltunterkunft. Die täglichen Pirschfahrten führten uns sehr weit in die Serengeti. Es waren recht wenige Fahrzeuge in dieser Gegend. Getrübt wurden die Fahrten durch massive Tsetsefliegen-Angriffe und die elende Rüttelei.

Das nächste Quartier war das Mbusi Mawe Tented Camp, ca. 40 km nordöstlich von Seronera. Dieses war unser Ausweichquartier, da die Ndutu Lodge uns nur 2 Übernachtungen reservieren konnte. Dieses Camp gehört zu der Gruppe Serena Hotels und Lodges, die einen guten Ruf genießen und uns von mehreren Kenia – Aufenthalten bekannt sind. Auch hier waren wir sehr zufrieden mit allen Leistungen, der Lage, dem Essen und dem gesamten Service.

Auf dem Weg zum Camp hatten wir mitten in der Serengeti außer einem Plattfuß am Vortag einen größeren Fahrzeugschaden, und zwar riss eine der hinteren Stoßdämpferbefestigungen am Fahrgestell ab. Das war vielleicht ein Höllenlärm unter dem Auto, und unser Guide und Fahrer Edwin fuhr äußerst behutsam zum Seronera Picknickplatz, wo wir sowieso eine Pause einlegen wollten. Er schaffte es mit einem zusätzlichen Zeitaufwand von 2 Stunden, das Fahrzeug in der Nähe in einer Buschwerkstatt reparieren zu lassen. Das war eine anerkennenswerte Leistung und während der weiteren Safari war der Toyota Landcruiser auch ohne Probleme.








Fortsetzung in den nächsten Tagen mit Kapitel:



Die Natur mit ihrer Vielfalt ist so beeindruckend
Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html
5'479 Beiträge · seit 200930. Aug. 2010 · #2
Sehr schön, auch mal wieder einen Reisebericht aus Ostafrika zu lesen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
35 Beiträge · seit 200930. Aug. 2010 · #3
Hallo Eto!

Bin schon gespannt auf die Fortsetzung! Wir sind im Dezember auch im nördlichen Tansania und über Weihnachten auf Sansibar unterwegs!

Liebe Grüße,
Barbara
Themenstarter557 Beiträge · seit 200931. Aug. 2010 · #4
Hallo und guten Tag,

@ Topobär

es freut mich, dass der Reisebericht bei Dir gut ankommt.

Kann es sein,dass ich Deinem Bericht über Ostafrika den Hinweis auf das Ngorongoro Farmhouse entnommen habe?


@ Traumreisende Barbara,

ich wünsche Dir schon heute eine erlebnisreiche und spannende Reise.

Eine Frage, ist die Reise schon in allen Einzelheiten festgelegt?


Herzliche Grüße

Udo (Eto)
Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html
5'479 Beiträge · seit 200931. Aug. 2010 · #5
Das kann gut sein. Auf jeden Fall waren wir dort und ich habe in meinem Reisebericht auch sehr positiv vom Ngorongoro Farmhaus geschrieben.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
35 Beiträge · seit 200931. Aug. 2010 · #6
Hallo!

Nein, wir haben nur einen Grobplan. Wir sind als Selbstfahrer mit Zelt unterwegs und wollen anfangs die NPs (unbedingt: Serengeti, Ngorongoro, Tarangire, Arusha, eventuell: Manyara) besuchen.
Gebucht haben wir nur 3 Nächte in den Usambaras und dann natürlich den Flug und das Hotel für Sansibar.

Warum fragst du? Kannst du uns was spezielles empfehlen oder von etwas eher abraten? Bin für jeden Tipp dankbar!

Liebe Grüße, Barbara
Themenstarter557 Beiträge · seit 200901. Sept. 2010 · #7
Die Natur mit ihrer Vielfalt ist so beeindruckend


Auf unseren ausgiebigen, ganztägigen Pirschfahrten sahen wir das vielartige Spektrum aus Flora und Fauna. An großen Säugetieren waren Elefanten, Giraffen, Kaffernbüffel, Hippos in großer Zahl im Retima Pool, Zebras, Gnus, Topis, Elenantilopen, Kongonis, Impalas, Grant- und Thompsongazellen, Dik Diks, Warzenschweine, Hyänen, Schakale, Affen, Löwen, wenige Geparde, und viele kleinere Säuger wie Mangusten und Schliefer zu beobachten. Im Seronera – Valley sahen wir einen Leopard auf einer Akazie. Sehr viele Vogelarten wie Zehntausende von Weißstörchen, Kronenkraniche , Hornraben, Trappen , diverse Storcharten, Bienenfresser, Spinte und Eisvögel, Racken und Nashornvögel, Geier und Marabus in großer Zahl, Sekretäre, Adler, Falken rundeten das Bild ab. Die Serengeti ist ein Paradies für Vögel und Ornithologen. Basis vor allem für den Vogelreichtum sind die vielen Insekten, zu denen auch die wirklich lästigen Tsetsefliegen zählen. Ich möchte nicht vergessen, die vielen Schmetterlingsarten zu erwähnen.

Dieser Tierreichtum verteilte sich über sehr weite Flächen und erst in der Region Ndutu waren die großen Herden der Weidetiere. Von Horizont zu Horizont Hunderttausende von Gnus und Zebras. Es waren erst wenige Gnukälber geboren. Zwischen den Großtieren Tausende Weißstörche, Ibisse und Reiher. Auf den trockenen Flächen des Ndutu Lake Hunderte Marabus. In der Nähe des Sees trafen wir auf ein großes Löwenrudel, 4 Weibchen mit Jungen (insgesamt 14 Tiere), lagen im Schatten an einer windigen Uferkante des zurückgehenden Sees. Ein paar Stunden früher hatten wir bereits ganz in der Nähe eine rollige Löwin mit 2 Löwenmännern gesichtet. Die gehörten sicherlich zum selben Rudel.

Wir hatten mit unserem Termin Glück und waren zum richtigen Zeitpunkt zum Beginn der Migration an der richtigen Stelle. Die Gegend um den Ndutusee war bereits knochentrocken, es staubte gewaltig, die Plains waren kurz gefressen und die Herden wanderten schon in Richtung Nordwesten.

Die Ndutu Lodge hat uns gefallen, sie liegt direkt auf dem Zugweg der Wanderherden. Leider bekamen wir nur für 2 Nächte Quartier, da bereits sehr lange, teilweise 12 Monate im Voraus, einzelne Tage im Januar – Februar dann schon ausgebucht sind. Das Zimmer war in Ordnung (kleines Häuschen), ein Sitzplatz vor dem Haus mit Blick auf den See, das Essen war gut, freundliche Gastgeber und ordentlicher Service.
Im Gebälk des Haupthauses hatte eine Ginsterkatzenfamilie ihr Quartier und ließ sich nach Eintritt der Dunkelheit willig fotografieren.















Fortsetzung in den nächsten Tagen mit dem Kapitel:


Ein Wunder der Natur: Der Ngorongoro Krater
Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html
Themenstarter557 Beiträge · seit 200902. Sept. 2010 · #8
Hallo Traumreisende Barbara,

Reiseziele von Fomi interessieren mich manchmal schon, denn sie könnten ja auch bei meinen Reiseplanungen von Interesse und Nutzen sein.

Für die voraussichtliche Aufenthaltsgegend der Wanderherden (Migration) würde ich kurz vor Reisebeginn das Internet befragen.

Gegen die nervigen Tsetsefliegen hilft wirksam eine stabile Fliegenklatsche.


Herzliche Grüße

Eto
Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html
167 Beiträge · seit 200904. Sept. 2010 · #9
Hallo Eto,

wie schön zu sehen, dass es die abendlichen Besuch der Ginsterkatzen in der Ndutu Lodge immer noch gibt. Ich war zuletzt als Kind in den 80ern in der Ndutu Lodge und habe die huschenden Katzen auf den Balken geliebt! Die wievielte gezähmte Generation mag dies wohl sein!? 🙂

Schöner Bericht!

Grüße
Ruaha
Themenstarter557 Beiträge · seit 200907. Sept. 2010 · #11
Ein Wunder der Natur: Der Ngorongoro Krater


Nach Ndutu rüttelten wir wieder in Richtung Kraterhochland zum Besuch des Ngorongorokraters. Na, da war vielleicht was los. So gegen 11.00 Uhr fuhr sicherlich ein Dutzend Autos gleichzeitig zum Kraterboden über eine steile, ausgewaschene und ausgefahrene Piste, während im Krater schon etliche Fahrzeuge herumkurvten. Das ist schon arg touristisch. Aufgrund der Fahrerei staubt es gewaltig und es liegt deswegen viel Dunst in der Luft.

Trotzdem findet man auch ruhigere Flecken und ist dort nur mit ein oder zwei Fahrzeugen. Missen möchten wir den Kraterbesuch auf keinen Fall, denn wir haben so viel in so kurzer Zeit gesehen und eine Gnukalbgeburt nur um wenige Minuten verpasst. Das Mini - Gnu stand schon auf seinen stakeligen Beinen und wackelte und wankte, und ab und zu fiel es auch noch um.

Im Krater die gleiche Artenvielfalt wie in der Serengeti. Das Ganze aber auf 260 qkm.
Hier sahen wir auch die einzigen Nashörner unserer Safari, insgesamt einmal zwei und einmal ein Nashorn, allerdings auf große Entfernung. Am Rastplatz die bekannten Angriffe der Milane auf die picknickenden Touristen. Manche sind so dumm, sie füttern die Diebe auch noch.

Die Herausfahrt am Spätnachmittag war eine abenteuerliche Angelegenheit. Die Straße windet sich irre steil am Kraterhang hoch zur Kante des Kraters, Höhendifferenz in etwa 600 Meter. Da wir bei der Ausfahrt zum Ngorongoro Gate ziemlich spät waren, verliefen die letzten Kilometer über die Buckelpiste am Kraterrand recht unruhig.

Bei der Abmeldung musste sich unser guter Edwin wegen der späten Ausfahrt noch eine Ermahnung der Parkwächter anhören, ehe wir zum nahe gelegenen Ngorongoro Farmhouse abbiegen konnten. Die Unterkunft war recht großzügig, sehr schön gelegen mit gutem Service und schmackhaftem Essen. Wir waren dort rundum zufrieden.

Am nächsten Morgen ging unsere Tour auf neuer Teerpiste zügig weiter, nur unterbrochen von einem Stopp am Aussichtspunkt der Abbruchkante zum Lake Manyara und einem weiteren, um nach Mitbringseln zu schauen. Dabei blieb es auch, denn dort wollte man uns das Fell über die Ohren ziehen und anschließend wohl auf die Trommeln nageln.







Fortsetzung bald mit dem Kapitel:


Sansibar
Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html
zuletzt bearbeitet 07. Sept. 2010
Themenstarter557 Beiträge · seit 200908. Sept. 2010 · #12
Sansibar


Pünktlich um 13.30 Uhr waren wir nach einer ausgedehnten Picknickpause am Flugplatz Arusha, und checkten in einer chaotischen Organisation unser Gepäck ein. Ich konnte den Weg der beiden Koffer, nachdem ich noch einmal durch den Sicherheitsbogen zurückgegangen bin, verfolgen, bis sie an das Flugzeug gerollt und verladen wurden. Dass sie dann auf Sansibar nicht ausgeladen wurden und erst zwei bzw. drei Tage später ankamen, hat uns schon gewaltig angekratzt. Mehr als die Hälfte der ungefähr 70 Fluggäste nach Sansibar musste wie wir Gepäck – Nachforschungsformulare mit Sansibaris ausfüllen.

Jedenfalls kamen wir dann verspätet bei unserem kleinen Familienhotel Blue Oyster an, aber das schöne Zimmer mit Terrasse und Meerblick, direkt am weißen Sandstrand und türkisfarbenen Wasser, hat unsere Gemüter wieder besänftigt. Eine Postkartenidylle mit Palmen am Jambiani Beach, rechts und links von Häusern der einheimischen Swahili eingerahmt.

Uns hat es dort gut gefallen, das Hotel hat nur 15 Zimmer, war ausgebucht, der kleine Strand wurde jeden Tag gepflegt. Es gab genug Liegegelegenheiten unter Sonnenschirmen und den brauchte man auch, denn außer ziemlicher Hitze war es auch noch sehr luftfeucht. Das Meer hatte gefühlte Badewannentemperatur und zum leichten Abkühlen badeten wir auch wegen der starken Gezeiten morgens um 7.00 und auch nachmittags um 17.00 Uhr. Dann war das Wasser allerdings arg warm. Es folgten mehrere Tage relaxen, baden, lesen, aufs Meer schauen, Katamaran segeln, schnorcheln , spazieren gehen am Strand , gut essen und trinken und was man sonst noch macht, um sich auszuruhen.

Am 26.02. ging unsere erlebnisreiche Reisezeit zu Ende. Pünktlich holte uns ein Taxi am Hotel ab und brachte uns nach einstündiger Fahrt quer über die Insel zum Flughafen.
Ethiopian Airline führte das Einchecken selbst durch und das klappte auch vorzüglich. Nachdem wir am Flughafen Kisauni richtig durchgeschwitzt waren, ging es mit dem Flieger recht pünktlich erst nach Daressalam, danach weiter nach Addis Abeba. Dort hatten wir einen längeren Aufenthalt, ehe wir nachts um 24.00 Uhr nach Frankfurt abhoben und nach ruhigem Flug pünktlich morgens um 6.00 Uhr ankamen.

Unser Schwiegersohn erwartete uns bereits, und wir blieben noch eine Nacht bei unseren Kindern und Enkelkindern im Odenwald. Der Wetterumschwung zwischen Urlaub und Heimat war gravierend, über 30°C dort und hier 5°C und Schneereste.


Resümee unserer Reise: Wir haben Einblicke in ein scheinbares Paradies bekommen, freundliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt und zwei der großen Naturwunder dieser Erde gesehen und erleben dürfen. Der Blick in den Krater am frühen Morgen war total beeindruckend und die Weiten der Serengeti mit der Gesamtheit einer großartigen Natur in ihrer ganzen Vielfalt ebenfalls.

Gefühle hierfür muss man aber schon selbst entwickeln können.

Obwohl wir schon öfter in Ostafrika und dem südwestlichen Afrika waren, ist diese Reise für uns noch einmal eine Steigerung unseres Erlebnishorizonts.



Kwaheri und herzliche Grüße an alle Leser

Eto


NS.: Zur Reise beantworte ich gerne weitere Fragen hier im Forum oder per PM.





Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2010
287 Beiträge · seit 200908. Sept. 2010 · #13
Hallo Eto,

jetzt komme ich auch endlich mal dazu deinen Reisebericht zu lesen. Danke für deine schönen Schilderungen und die Bilder. Wir waren ja Anfang März 2010 - vom 6. - 9.3. - in der Ngorongo Aerea und in der Serengeti. Die großen Gnuherden standen zu der Zeit auch noch im Ndutu-Plain und hatten jede Menge Junge. Richtig niedlich diese kleinen staksigen Gnus.

Auch wir haben Tausende von Störchen über die Serengeti verteilt gesehen. Dort scheint das Winterquartier der (ost)europäischen Störche zu sein. Aber auch einige Tage später gab es verschiedene Gegenden in der Masai Mara, wo auch noch jede Menge Störche zu sehen waren, aber längst nicht so viele wie in der Serengeti.

Nachts war es furchtbar kalt. Habt ihr auch so gefroren oder blieb das nur uns Campern vorbehalten? Die Nächte im Zelt ware nur mit einer sehr, sehr heißen Wärmeflasche auszuhalten.
Eto: Der Blick in den Krater am frühen Morgen war total beeindruckend und die Weiten der Serengeti mit der Gesamtheit einer großartigen Natur in ihrer ganzen Vielfalt ebenfalls.

Gefühle hierfür muss man aber schon selbst entwickeln können.
Ja, das kann ich nur so unterstreichen!!! Wunderschön und ganz besonders!

Schöne Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
Themenstarter557 Beiträge · seit 200909. Sept. 2010 · #14
Hallo und guten Tag,


@ Birgitt (bilo)

ich freue mich darüber, dass Dir mein Bericht gefallen hat.

Zu unserem Zeitpunkt war es nachts nicht kalt, immerhin auch fast 1 Monat früher, als Ihr dort wart, und wir haben einige Male im Zelt geschlafen.

Die Störche waren auch meiner Meinung nach aus Osteuropa, denn ich habe nicht einen einzigen mit Ring erkennen können.

Die Hauptzeit für die Gnukalbung war wohl erst, nachdem wir die Region verlassen hatten.

Ich glaube, nicht das letzte Mal in Ostafrika gewesen zu sein.


Herzliche Grüße

Udo (Eto)
Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html
130 Beiträge · seit 200711. Sept. 2010 · #15
@Eto
Vielen Dank für den tollen Reisebericht! Wir schliessen uns euch und Birgitt an - der Blick von oben auf den Ngorongoro Krater ist wirklich phantastisch und einmalig schön!

Wir waren ja im Dez2009/Jan2010 auch in Tanzania und kriegen bei eurem Reisebericht und den schönen Photos sogleich wieder Fernweh! 🙂


Ngorongoro Krater Panorama Januar 2010

Gruss, Annika&Peter
Bisher 4x Kenya, 1x Tanzania, 1x Namibia, 1x Südafrika
387 Beiträge · seit 200901. Okt. 2010 · #16
Hallo Udo,
auch von mir noch vielen Dank für den schönen Bericht von Gegenden, die ich leider noch nicht kenne.
Viele Grüße
Katja
1'309 Beiträge · seit 200902. Okt. 2010 · #17
Eto schrieb:
Sansibar


Pünktlich um 13.30 Uhr waren wir nach einer ausgedehnten Picknickpause am Flugplatz Arusha, und checkten in einer chaotischen Organisation unser Gepäck ein. Ich konnte den Weg der beiden Koffer, nachdem ich noch einmal durch den Sicherheitsbogen zurückgegangen bin, verfolgen, bis sie an das Flugzeug gerollt und verladen wurden. Dass sie dann auf Sansibar nicht ausgeladen wurden und erst zwei bzw. drei Tage später ankamen, hat uns schon gewaltig angekratzt. Mehr als die Hälfte der ungefähr 70 Fluggäste nach Sansibar musste wie wir Gepäck – Nachforschungsformulare mit Sansibaris ausfüllen.

Hallo Udo,
das kommt mir sehr bekannt vor. In Maun haben wir gesehen, wie unser Gepäck eingeladen wurde, und in Johannesburg kam es nicht an. Zum Glück für uns passierte das auf der Heimreise!

Dein Reisebericht ist sehr schön und macht Lust, auch mal Tansania zu besuchen (steht schon seit Jahrzehnten auf meiner Wunschliste!).

Liebe Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
328 Beiträge · seit 200904. Okt. 2010 · #18
Hallo Eto,

herzlichen Dank für diesen sehr schönen Reisebericht. 🙂

PS: Diese Afrika Gebiete stehen nach unserem Südafrika, Nambia und Botswana-Erfahrungen in der Auswahlliste für die nächsten Jahre vermutlich ganz weit oben
1'250 Beiträge · seit 200904. Okt. 2010 · #19
auch ein Dankeschön von mir.
Da werden Erinnerungen wach!

Ich habe im Feb. 2008 eine ähnliche Tour gemacht.
Es war meine erste Afrikareise ...
... uns schon war mit dem uns allen
bekannten Virus infiziert.

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter557 Beiträge · seit 200905. Okt. 2010 · #20
Hallo und guten Abend,


@ Annika & Peter, Katja (999), Anette (Nenette), mafrot und Bernd (Kiboko),

vielen Dank für die anerkennenden Worte. Ich freue mich, dass unser Reiseziel und die Beschreibung der Reise Euer Interesse gefunden hat.

Ich bin gerne bereit, weitere Auskünfte zu geben, die über den Rahmen des Berichts hinausgehen, auch als PM.


Herzliche Grüße

Udo (Eto)
Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html