Bin eben etwas ungeduldig weil voller Vorfreude .....
LG Antje
PS: Weiterhin gute Besserung !
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201111. Feb. 2011 · #42
und weiter geht's 🙂
Do, 13.1.2011 - Grootberg .... oder auch "Such das Nashorn"
Zu unserer neuen Lieblings-Aufstehzeit - also wieder mal irgendwann zwischen fünf und viertel sechs 😄 - kriechen wir aus den Federn, stellen einen Weltrekord im Gähnen auf, während wir uns fertigmachen und schlürfen dann zum Hauptgebäude der Lodge zum Frühstück. Denn wie uns unser Guide Iams (ist sicher nicht richtig geschrieben, Asche auf mein Haupt 😊 ) am gestrigen Abend mit einem äußerst charmanten Lächeln mitteilte: 5 Uhr wecken, 5:30 Uhr Frühstück, 6:00 Uhr Abfahrt 🙄 .
Aber wir sind ja gestählte Frühmorgen-Aufsteher 😄 ! Auch wenn Christian an diesem Morgen sehr oft die Frage, wer zum Geier denn auf die Idee gekommen sein, Sachen zu buchen, die derart bald anfingen, stellt. *hust* 😎 Glücklicherweise umfasst der Service der Lodge tatsächlich, dass wir frühmorgens um halb sechs eine gute Portion lecker Rührei bekommen und weiteres lecker Frühstück - insofern ist der beste Gatte, den es gibt, bald wieder besänftigt 🙂 . Beim Frühstücken genießen wir die "Aussicht" auf den sich langsam durch den baldigen Sonnenaufgang verfärbenden Himmer über dem Plateau, dann werden wir von Iams ins Auto verladen, hinzu kommen zwei Tracker (ich hab leider die Namen vergessen - nochmals Asche auf mein Haupt 😊 ) und dann geht es kurz vor 6 los auf die "Jagd" nach dem Nashorn.
Oder besser gesagt nach einem Nashorn - in dem Schutz-Gebiet, welches zur Lodge gehört, genauer gesagt hauptsächlich im Tal leben derzeit 8 Nashörner. Die Erfolgsquote bei den Rhino-Trekkings, so erzählt uns Iams stolz, liegt bei fast 100% - im Jahr 2010 wurden wohl 96 dieser Trekkings von der Grootberg Lodge aus unternommen und nur einmal wurde kein Nashorn gesichtet. Na, da sind wir mal gespannt. 🙂
Zuerst einmal wird uns aber anschaulich vor Augen geführt, weshalb man es besser unterlassen sollte, nächtens in Namibia durch die Gegend zu fahren: auf dem kurzen vielleicht 10minütigem Weg ins Tal begegenen uns im Dämmerlicht der noch nicht ganz aufgegangen Sonne prompt drei Hyänen mitten auf der Straße, eine Gruppe Zebras auf bzw. direkt neben der Straße (und natürlich ist es noch viel zu dunkel, damit ich die Viecher anständig auf Foto bannen kann 😠 ) und ein paar Springböcke und Schakale auf und neben der Straße. Als wir ins Tal einfahren, lecken die Sonnenstrahlen bereits über das Plateau und wir sind ohne Zweifel der Meinung: Die frühe Abfahrt hat sich gelohnt - wir in der Talsenke am trockenen Flußbett, über uns die Felswände des Plateaus geben zusammen mit den ersten Sonnenstrahlen des Tages wirklich einen magischen Moment ab 🙂 .
Wir fahren am Flussbett ins Tal hinein, bis plötzlich - wir sind vielleicht gerade eine halbe Stunde im Tal unterwegs - Iams plötzlich den Wagen anhält und meint wir sollten doch mal kurz aussteigen - aber bitte leise. Wir klettern also vorsichtig aus dem Wagen heraus und folgen Iams der hinter einem Busch Richtung Flussbett verschwindet. Hinter dem Busch tut sich das Flussbett auf - und auf der anderen Seite des Flußbetts stehen tatsächlich vier Elefanten unter den Bäumen. 🙄
Wir müssen feststellen: So zu Fuß - ohne "Schutz" des Autos - ist es schon noch einmal ein anderes Gefühl diesen Kolossen gegenüberzustehen. Die vier Kerlchen sind aber auch schrecklich unbeeindruckt von uns - wobei wir der einen Kuh wohl ein bisschen auf die Nerven gehen, denn sie versteckt sich hinter einem Baum vor uns 🙄 . Was wirklich erstaunlich ist - denn wir stehen 25 Meter von den Tieren weg - und wenn wir nicht wüssten, dass hinter dem Baum ein Elefant steht, so würden wir das sicherlich nicht erkennen 🤨 .
Die Dame kommt hinter ihrem Baum auch erst wieder hervor, als wir uns wieder zurück ins Auto begeben. Da sind wir aber tatsächlich froh, dass wir schon wieder auf dem Rückweg sind, denn die Dame scheint nicht wirklich gut gelaunt zu sein (vielleicht bilden wir uns das aber auch nur ein und sie ist einfach groß und schwer und wir klein und ... naja ... nicht ganz so schwer, was dann doch einen gewissen Eindruck hinterlässt).
Es ist also 7 Uhr morgens und wir haben schon Elefanten gesehen. Cool! 😎 Weiter geht es auf der Suche nach einem Nashorn. Wir fahren weiter und nach ein paar Minuten sehen wir tatsächlich (nachdem wir darauf aufmerksam gemacht werden 😛 ) die ersten Nashornspuren. Dummerweise - und das erkennen sogar wir 😉 - sind in unmittelbarer Nähe auch einige frische Löwenspuren. Hier wollen wir ganz bestimmt nicht aussteigen um die Gegend zu erkunden 🙄 . Auch die beiden Tracker, die kurz aussteigen, sind sehr schnell wieder im Wagen: Ihr Fazit: Zwar wäre Nashorn Elizabeth (jap - die haben alle Namen 🙂 ) wahrscheinlich hier in der Nähe, sehr sicher auch aber zwei männliche Junglöwen - und denen wollen wir wirklich nicht zu Fuß begebnen. Also weiter ins Tal hinein.
Das Tal ist auch von unten wirklich beeindruckend. Irgendwann verlassen wir dann das Flussbett und die Tracker finden abermals Nashornspuren. Diesmal ohne Löwen! Also verlassen die zwei Tracker den Wagen und gehen zu Fuß den Spuren hinterher. Wobei "gehen" ziemlich untertrieben ist - die zwei scheinen mühelos durch den Busch zu gleiten - unglaublich flink und faszinierend geräuschlos. Per Funk geben sie uns nach einer Weile durch: Frische Spuren von Hans-Otto, den Nashornbullen im Tal - bitte folgen 🙂 ! Und das tun wir dann auch. Die folgenden 2 1/2 Stunden kann man sich ungefähr so vorstellen: Unsere zwei Tracker springen mühelos, geschickt und flink, ohne eine Spur von Schweiß durch den Busch und folgen den Nashornspuren, dahinter folgt Iams, nicht mehr ganz so flink, aber immer noch geschickt und irgendwie auch kaum schwitzend und dann kommen wir zwei schnaufenden Trampeltiere. 😄
Besonders schön finde ich, dass vor mir lauter Männer eilen, die alle viiiiiiel längere Beine haben als ich 😵 - und während die über die Steine drüberhopsen, darf ich anfangen drüberzukraxeln. Ganz toll! Und so springen/kraxeln wir über das steinige, unwirtschaftliche Gelände und fragen uns, wie wir bei dem Lärm, den wir sicher veranstalten jemals ein Nashorn sehen können - das haut doch bestimmt 3 Kilometer vor uns ab! 😕
Je länger wir durch den Busch stapfen um so mehr verlieren wir das Zeitgefühl - Hauptsache an den zwei Trackern dran bleiben und nicht stolpern. Dann plötzlich bleiben die Tracker stehen. Wollen sie vielleicht auf uns warten? Pause? Nein, man deutet uns an, ganz leise zu sein und langsam näher zu kommen. Und tatsächlich, ca. 25-30 Meter vor uns steht er: Hans-Otto - "unser" eigenes hart erarbeitetes Nashorn! 😄
Wir sind happy! Und Hans-Otto ist ein ganz Braver, denn er merkt zwar dass wir da sind, bleibt aber ganz lange weiter unter seinem Baum stehen, damit wir ihn ausgiebigst aus der Ferne be"ohen" und "ahen" können. Ganz süß sind auch die beiden Tracker, die mich immer wieder umstellen, damit ich einen besseren Blick auf das Nashorn habe (ihnen scheint das mit den kurzen Beinen bei mir zwischenzeitlich auch aufgefallen zu sein 😛 ).
Nach gut 20 Minuten ist es Hans-Otto dann aber zu doof - er dreht uns sein Ringelschwänzchen zu und drollt sich weiter in den Busch hinein.
Wir haben ein Nashorn gesehen! 😄 Beschwingt stolpern wir zu Wagen zurück und stürzen uns ausgehungert über unser Lunschpaket (ich sag euch, ein Lunchpaket hat noch nie so gut geschmeckt, wie nach diesen 3 1/2 Stunden durch den Busch wandern 😉 ). Danach machen wir uns gemütlich wieder auf den Weg durchs Tal zurück in Richtung Lodge.
Kaum sind wir wieder am Flussbett, sehen wir neben unzählichen Kudus, vier alte Bekannte 😄 :
Dann noch ein paar Kudus mehr und einen jungen Oryx-Bock und unser erstes Impala samt Baby. Allerdings zeigt die Impala-Mama gleich Zebraverhalten und wendet uns ihre Kehrseite zu. Vielen Dank aber auch!
Danach verwechsle ich sehr begeistert noch ein paar Kudus mit Impalas 😎 (ja, ich weiß, die sehen sich nicht wirklich ähnlich 😛 ) - was zur allgemeinen Aufheiterung unserer Truppe beiträgt 😉 . Ein richtiges Impala sehen wir an diesem Tag nicht mehr - dafür noch ein Zebra von hinten (wie sollte es anders sein 😉 ).
Um kurz nach vier sind wir an der Lodge zurück - sehr beschwingt, aber auch sehr fertig.
Den Rest vom Tag verbringen wir dann auch unserer kleinen Terasse.
Nur zum Abendessen (wieder sehr lecker) bewegen wir uns noch einmal an diesem Tag.
Super lieben Dank für den tollen Bericht und die Fotos!
Bin auch schon ständig am lesen und schauen wie es Euch weiterhin ergangen ist 🙂
Danke für die Mühe die Du Dir mit dem Bericht machst!
Lg Silke
Viele Gruesse aus Rhein-Main
Silke
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201115. Feb. 2011 · #46
Hi,
sorry, dass es in den letzten Tagen so schleppend voran ging - ich gelobe aber Besserung und schiebe gleich den nächsten Teil hinterher 🙂 .
Fr, 14.1.2011 - Grootberg - Etosha
Tja, heute ist es endgültig soweit: Wir könnten ausschlafen (also so bis 7 Uhr 😛 ) - und was machen wir? Stehen um sechs Uhr freiwillig auf um uns auf unsere kleine Terasse zu hocken und den Sonnenaufgang zu genießen. 😄 Zuhause uns das keiner glauben 😉 - daher werden schnell ein paar Beweisfotos gemacht:
Es ist wirklich traumhaft 🙂! Doch leider heißt es heute schon wieder Abschied nehmen. Mit einem lachenden (es geht heute nach Etosha 🙂 ) und einem weinenden Auge (es ist doch so schön hier 🙁 ) verabschieden wir uns gegen acht Uhr aus Grootberg. Aber wir sind ziemlich sicher: Hier werden wir über kurz oder lang wieder landen 🙂 !
Dann geht es auf nach Etosha. Oder auch: Auf die Mission Zebra! 😄 Es kann ja wohl nicht angehen, dass wir aus Namibia zurückkommen, Elefanten und Löwen gesehen haben, aber nur Fotos von Zebrahintern bieten können! Wir sind uns einig: Etosha muss hier Abhilfe schaffen! 😄
Je weiter wir Richtung Etosha vorstoßen, desto grüner wird die Landschaft. Also so richtig grün. Hat man uns nicht vor unserer Reise erzählt Namibia wäre ein trockenes und staubiges Land? 😛 Gut, es gab ja auch Stimmen, die meinten, wir würden in der Regenzeit keine Tiere sehen 😄 ! Wir jedenfalls sind von dem sattgrünem Namibia sehr beeindruckt und finden es wirklich toll - auch wenn wir uns so langsam aufgrund des zunehmenden Urwaldbewuchses an der Straße schon so unsere Gedanken machen, ob wir in Etosha irgendwelche Tiere erspähen können werden.
Gegen halb zwölf Mittags sind wir im Park und fahren Richtung Okaukuejo, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden. Auch hier ist es wunderschön grün und schon auf dem Weg ins Camp sehen wir unsere ersten Giraffen, Gnus und Oryxe. Wir sind beruhigt: Man sieht also doch Tiere 🙂 .
In Okaukuejo ist nicht wirklich viel los und wir können auch sofort unser Zimmer beziehen 🙂 . Das Zimmer ist ordentlich und sauber und wir laden gleich einmal sämtliches Gepäck dort ab. Danach machen wir uns auf zum Wasserloch - und dürfen feststellen, dass wir die einzigen dort sind 🤨. Wahrhaft nix los am Wasserloch! Wir beschließen unser Glück auf der Straße zu suchen und fahren in westliche Richtung Richtung Märchenwald. Ziemlich schnell stellen wir fest, dass es durchaus einen Grund gibt, weshalb die Tiere nicht ans Wasserloch in Okaukuejo kommen brauchen: Es steht nämlich nicht nur Wasser in den Wiesen - zuweilen verwandelt sich auch die Straße in ein einziges Wasserloch. 🙄
Nichtsdestotrotz: Tiere sehen wir trotzdem 😛 !
Zuerst Strauße, Gnuy, Springböcke, allerlei Vögel und dann laufen uns tatsächlich auch Zebras über den Weg 🙂 . Tja, und irgendwie scheinen uns die Zebras auch in Etosha nicht wirklich symphatisch zu finden 😄 :
Glücklicherweise hat die Jugend noch keine Vorurteile gegenüber Touris auf Zebraschau 😉 und so entzückt uns dieses kleine Kerlchen gut eine Viertelstunde lang, indem es neben unserem Wagen übermütig auf und ab hüpfte und Erdhörnchen hinterherjagd 🙂
Und soviel zum Thema "An den Wasserlöchern ist nichts los!" 😄
Blöd nur wenn das Wasserloch samt Oryxherde zwischen einem und dem weiteren Weg steht und die Tierchen keinerlei Anstalten machen das Feld zu räumen. 🙄
So langsam aber sicher klappt es dann tatsächlich auch mit den Zebras 🙂 :
Gegen drei Uhr zieht von Süden eine ziemliche Wolkenfront heran. Wir entschließen uns ins Camp zurückzufahren und kommen gerade noch trocken in unserem Zimmer an. Dann ist ersteinmal 30 Minuten Weltuntergang 🙂. Gegen vier Uhr hört es auf zu regenen und wir sitzen wieder im Auto:
Die Sonne mag sich an diesem Tag nicht mehr wirklich durch die Wolken kämpfen - nur dann und wann durchbricht ein Sonnenstrahl die Wolkenfront, was zu wirklich tollen Lichtstimmungen führt. 🙂
Nach einer Weile stoßen wir dann noch auf eine Herde Impalas - und diesmal sind es tatsächlich Impalas 😛 :
Schon auf dem Rückweg ins Camp begegnen wir noch diesem dreckigen Burschen:
Um kurz nach sieben sind wir dann zurück im Camp. Am Wasserloch ist nach wie vor nichts los und so begeben wir uns zum Essen. Das Essen ist ... naja ... nicht wirklich gut 😐 - aber glücklicherweise kann man sich ja auch mal von Salat und Nudeln ernähren 😄 . Nach dem Essen schauen wir nochmal ans Wasserloch: Immer noch nichts los. Aber wir sind trotzdem mit diesem Tag zufrieden: Über zuwenig Tiere konnten wir uns nicht wirklich beklagen! 🙂
Alex0807351 Beiträge · seit 201021. Feb. 2011 · #47
Hi Steefi,
ich will mal ganz vorsichtig fragen 😊 : Habt Ihr Euren Urlaub im Etosha abgebrochen ??? 😐 🙄 Oder hast du einen Gripperückschlag erlitten?? In der Hoffnung, dass beides nicht stimmt, sondern einfach nur Zeitmangel dahintersteckt, dass es im Moment etwas stockt 🙂 LG Alex
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201104. März 2012 · #50
Jetzt muss ich mich erst einmal entschuldigen, dass dieser Reisebericht solange brach lag. Wir hatten leider Angang des letzten Jahres jede Menge Trubel (nicht immer der schönen Art…:( ) und deswegen bin ich damals schlicht nicht mehr zum schreiben gekommen… Und wie es ist, wenn etwas einmal brach liegt, dann liegt es – auch wenn ich mir wohl 100x vorgenommen habe weiterzuschreiben 😐 . Mittlerweile ist schon wieder etwas länger Ruhe eingekehrt und die nachdem uns das Afrikafieber gepackt hat, ist auch schon die zweite Afrikareise hinter uns:) . Dies hat mich nun auch endlich dazu gebracht, diesen Reisebericht weiterzuschreiben, nicht nur weil er hier nicht zu unvollendet stehen soll, sondern auch weil Nr. 2 schon in der Warteschlange steht. 🙂 Diesmal hab ich aber versucht, die Sache disziplinierter anzugehen: Nicht nur sind schon alle Fotos aussortiert und verkleinert, auch die Texte sind schon zur Hälfte geschrieben 😎 . Wohin es gegangen ist? Lasst euch überraschen – die Antwort findet ihr auf jeden Fall hier im restlichen Teil unseres Namibia-Reiseberichts. Insofern hoffe ich, dass ich auch nach der langen, langen Unterbrechung noch ein bisschen Spaß beim Lesen habt – und ich verspreche ganz fest, dass der nächste Reisebericht nicht so lange auf Fertigstellung warten muss (auch wenn wir auch da an ein, zwei Stellen durchaus ein Jahr hätten verweilen können 😉 ).
In diesem Sinne: Weiter geht’s … endlich…
Sa, 15.1.2011
Etosha Nationalpark
Heute haben wir den ganzen Tag im Park. Also heißt es früh aufstehen, damit wir auch möglichst viel davon haben. Mein Göttergatte schaut mich allerdings bereits am Morgen leicht zerknautscht an: Die Kugel Eis, die er gestern Abend gegessen hat scheint ihm nicht so gut bekommen zu sein 😕 , die Kühlung sah zugegebenermaßen auch nicht sonderlich vertrauenserweckend aus. Trotzdem stehen wir mit Sonnenaufgang am Tor. Mal sehen, was uns heute erwartet.
Bei Olifantsbad treffen wir wieder auf unsere Herde Impala. Irgendwie scheinen das über Nacht noch mehr Tiere geworden zu sein. Sehr niedlich ist es auch den ganzen Kleinen beim Rumgehobse zuzusehen 🙂 .
Dann machen wir uns auf den Weg nach Halali. Die Strecke dorthin ist gesäumt von großen Springbock-Herden. Interessanterweise gibt es entweder Herden ganz ohne Junge oder Herden, die zur Hälfte aus Jungtieren bestehen.
Wem die Straße gehört, wird auch immer wieder ganz klar gemacht 🙂 :
Bei Halali machen wir und dann auf zum Rhino-Drive, sehen aber eine gute dreiviertel Stunde lang rein gar nichts. Dann doch lieber wieder Richtung Okaukuejo zurück, denken wir und geraten prompt in einen Verkehrsstau.
Drei Löwen liegen neben der Straße – wir sind jedoch so weit hinten, dass die drei Katzen bereits wieder unter der Straße verschwunden sind, bis wir uns nach vorne durchgearbeitet haben. Aber hey – wir haben Löwen gesehen! Juchu! 🙂
Am Nachmittag sehen wir dann noch viele übliche Verdächtige: Zebras,Gnus, Oryx, Springböcke und Impalas. Daneben noch ein paar Giraffen und Strauße und viele Vögel. Über zuwenig Tiere können wir uns also nicht beklagen. 🙂
Am späten Nachmittag erkenne ich in der Ferne etwas seltsames Weißes, was sich langsam fortbewegt. Wir halten an und konsultieren das Fernglas.Und siehe da: Ein einsamer Elefant! Leider kommen wir nicht wirklich nah an ihn ran – aber: Wir haben einen Elefanten gesehen, wir sind happy. 😛
Auf dem Rückweg nach Okaukuejo läuft uns dann noch dieses extrem seltene Tier über den Weg: Ich darf vorstellen – der dreiköpfige Giraffendrache! 🤩
Am Wasserloch in Okaukuejo ist nach wie vor nichts los – ein Gnu und ein paar Impalas sind dort zu finden, alle anderen Tiere bleiben heute wieder fern. Dafür bekommen wir aber einen grandiosen Sonnenuntergang geliefert. Ist ja auch was Schönes! 🙂
Das Essen ist heute noch weniger gut als gestern 😕 . Ich tue mich richtig schwer etwas zu finden und Christian will seinem Magen nach dem gestrigen Erlebnis nicht zu viel zumuten. Daher ist heute eher Diät angesagt. Und wir sind ehrlich gesagt froh, morgen das Camp verlassen zu können und bei unserer nächsten Bleibe auf besseres Essen hoffen zu können.
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201104. März 2012 · #51
und es geht gleich noch weiter 🙂!
So, 16.1.2011
Etosha Nationapark – Tsumeb
Wieder stehen wir mit Sonnenaufgang am Tor. Das Frühstück ist heute eher mäßig ausgefallen – vom Essen in Okaukuejo haben wir langsam wirklich die Nase voll 😵 . Heute heißt es einmal durch den Park und dann zur Uris Safari Lodge die bei Tsumeb liegt. Beim Auschecken studieren wir kurz das Gästebuch von Okaukuejo. Neben den üblichen Vermerken, stehen auch einige Beschwerden über da Essen dort niedergeschrieben und eine Amerikanerin beschwert sich ziemlich, dass es hier keine Tiere hat 🙄 . Das finden wir noch doch ein wenig seltsam 🤨 . Keine Tiere? Was haben wir dann die letzten zwei Tage gesehen? 😗 Ihre Ausführungen beschließt die Dame mit dem Aufruf: „Go visit Tanzania!“ Hmmm, vielleicht sollten wir da auch mal vorbeisehen… 🙂
Das Wetter heute verheißt nichts Gutes – zumindest für uns als Touristen. Es hängen schwere Wolken am Himmel, nur ab und zu schafft es die Sonne kurz hervor zublitzen. Aber bislang ist es trocken, insofern gibt es keinerlei Grund zur Sorge. Auf dem Weg nach Nautoni laufen uns erstaunlich viele Tiere über den Weg: Zuerst eine Schakalfamilie mit zwei Jungen, die auf der Straße Fangen spielen, dann etwas seitlich im Gebüsch drei Hyänen und ganz in der Ferne können wir einmal sogar wieder zwei Löwinnen erspähen – allerdings so weit weg, dass sie nur mit dem Fernglas zu erkennen sind. Neben einer kleinen Herde Kuhantilopen kreuzt dann auch noch eine Schildkröte unseren Weg und natürlich Springböcke und Impalas und Impalas und Springböcke.
In Namutoni angekommen machen wir eine Runde um die Fisher’s Pan und den Dik-Dik-Drive. Dikdiks sind wie Elefanten aber nirgends zu sehen. Dafür allerlei anderes Getier: Eine Warzenschweinfamilie führt gerade ihre Frischlinge aus und eine kleine Herde Kudus tollt übermutig in der Fisher’s Pan.
Gegen zwölf fängt es dann zu regnen an. Nun verabschieden wir uns auch aus dem Park, denn der Regen wird schnell stärker. Die Autofahrt Richtung Tsumeb ist dann ein Erlebnis für sich, denn mittlerweile hat Starkregen eingesetzt und die Sichtverhältnisse sind unterirdisch 😐 . Am frühen Nachmittag erreichen wir dann endlich die Uris Safari Lodge, ziemlich geschafft und ausgehungert. Der Koch zaubert uns (wir sind neben einer dreiköpfigen Familie aus den Staaten heute die einzigen Gäste) dennoch eine wunderbar schmackhafte verspätete Mittagsmahlzeit 🤩 . Ich könnte ihn dafür knutschen! 😎 Danach genießen wir in unserem kleinen Häuschen beim Lesen das Plätschern des Regens und schmieden Pläne für den nächsten Januarurlaub. Afrika gefällt uns bisher ausnehmend gut und irgendwie lässt uns der Eintrag der Amerikanerin im Gästebuch nicht mehr los … vielleicht sollten wir wirklich das nächste Mal nach Tansania fahren …. Abends essen wir abermals absolut fantastisch. Zum Regnen hört es an diesem Tag allerdings nicht mehr auf.
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201104. März 2012 · #52
und tatsächlich - ich kriege ihn heute noch fertig! 🙂 (damit dürfte ich dann aber auch den Rekord für den am längsten in der Fertigstellung befindlichen Reisebericht halten, oder? 😎 )
Montag, 17.1.2011 bis Ende
Tsumeb – Waterberg und Waterberg – Windhoek und danach heim 🙁
Bewaffnet mit einem Frühstückspaket sind wir schon wieder mit dem Sonnenaufgang unterwegs. Heute soll es zum Waterberg gehen und auf dem Weg dorthin möchten wir noch den Cheetah Conservation Fund einen Besuch abstatten. Um kurz nach neun Uhr sind wir beim CCF und melden uns für die kleine geführte Tour auf dem Gelände an. Neben uns ist auch noch ein Schweizer Paar mit von der Partie. Nachdem wir erst eine zeitlang durch die sehr informativ gestalteten Ausstellungsräume getigert sind, geht es zusammen mit einem Guide im Fahrzeug in das 8ha große Gehege von acht weiblichen Geparden, die, weil mit der Flasche aufgezogen, leider nicht mehr ausgewildert werden können.
Teils sind die Tiere recht scheu, teils aber auch erstaunlich zutraulich und kommen sehr nah an das Fahrzeug heran. Eine Gepardin schnurrt uns in Erwartung eines Fleischhappens sogar an 🙂 . Die Tiere aus der Nahe zu sehen ist wirklich ein tolles Erlebnis.
Auch wenn die Tour nicht unbedingt billig ist, so finden wir sie empfehlenswert, auch weil man neben den Geparden auch viel über das CCF und die dort angesiedelten Projekte erfährt. Die dort ausgebildeten Hunde zum Viehhüten sind ebenfalls ein Highlight und ziemliche Brocken 🤩 .
Gegen Mittag verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg zur Waterberg Guest Farm. Dort beziehen wir unsere schöne Unterkunft genau zur richtigen Zeit, denn es fängt schon wieder zu regnen an.
Glücklicherweise hört es aber nach 2 Stunden wieder auf, sodass wir doch noch eine kleine Tour zum Waterberg Plateau wagen. Dort oben ist es aber bedingt durch den vielen Regen ziemlich zugewuchert und das Wandern lassen wir nach einem kurzen Erkundungsspaziergang dann doch bleiben.
Abends stellt sich dann ein bisschen Wehmut ein – Morgen geht es zurück nach Windhoek und dann nach Hause 🙁 . Sicher ist aber jetzt schon: Afrika und sicher auch Namibia wird uns in jedem Fall wieder sehen. 🙂
Den nächsten Tag gehen wir gemütlich an. Wir schlafen aus, frühstücken in aller Ruhe und fahren dann gemächlich nach Windhoek zurück. Dort beziehen wir wieder ein Zimmer im Vodelhof Guesthouse, geben unseren Mietwagen ab und tingeln danach noch etwas durch die Stadt.
Am nächsten Morgen heißt es früh Aufstehen und zum Flughafen fahren. Der Flug ist wie solche Flüge nun mal sind. Und als wir in München angekommen ins Auto steigen, fallen Schneeflocken vom Himmel. WAH! 😠 Wir wollen wieder zurück. 😎
Auf der Heimfahrt verfestigt sich der Wunsch auch nächstes Jahr im Januar wieder nach Afrika zu fahren. Und irgendwie bleiben wir dann doch immer wieder an Tansania hängen – gibt es da tatsächlich so viel mehr Tiere, dass man das Gesehene im Etosha als „nichts“ bezeichnen kann? Ums gleich vorweg zu nehmen – ganz so ist es nicht! 🙂
Mehr erfahrt ihr dann in den nächsten Tagen (ja, versprochen, wirklich in den nächsten Tagen 😉 ) in unserem Tansania-Reisebericht. Bis dahin noch einmal ein dickes ENTSCHULDIGUNG für die lange Reiseberichtspause.
Und achja … zum Thema Namibia und wir kommen wieder … im Mai werde ich zusammen mit einer Freundin dort wieder rumtuckern … 😛
Topobär5'479 Beiträge · seit 200905. März 2012 · #53
Hallo Steffi,
vielen Dank, dass Du den Reisebericht noch vollendet hast.
Da der nächste Reisebericht anscheinend von Tansania handeln wird, freue ich mich darauf umso mehr, denn dorthin wird es uns auf unserer nächsten Reise auch wieder führen.