HobiThemenstarter303 Beiträge · seit 201306. Apr. 2014 · #1
Einleitung Endlich war es so weit - nach fast 10 Monaten Planung und noch mehr Vorfreude haben wir unsere Tour vor ziemlich genau 3 Wochen gestartet und sind mittlerweile wieder wohlbehalten heimgekehrt. Wir sind zwei Selbstfahrer-Neulinge aus Österreich die zumindest bis jetzt keine Camper geworden sind 😉
Einzige bisherige Afrika-Erfahrung ist eine geführte Safari in Tansania. Trotzdem haben wir den Trip in Namibias Süden und den KTP überlebt 🙂
Dieses Forum war für uns wirklich eine riesige Hilfe bei der Reisevorbereitung und ich denke ohne Euch hätten wir uns die Reise wahrscheinlich nicht zugetraut. Deshalb möchten wir versuchen einen Reisebericht zu verfassen, der vielleicht zukünftig anderen bei der Planung weiterhilft.
Reiseroute Hier im Überblick unsere Route. 15.03.2014 Flug mit SAA von München via Johannesburg nach Windhoek 16.03.2014 Windhoek (Hotel Thule) 17.03.2014 Okambara Elephant Lodge 18.03.2014 Okambara Elephant Lodge 19.03.2014 Red Dune Camp (Zimmer) 20.03.2014 KTP (Kalahari Tented Camp) 21.03.2014 KTP (Kalahari Tented Camp) 22.03.2014 KTP (Kieliekrankie) 23.03.2014 KTP (Kieliekrankie) 24.03.2014 KTP (Urikaruus) 25.03.2014 KTP (Urikaruus) 26.03.2014 Alte Kalköfen Lodge 27.03.2014 Fish River Lodge 28.03.2014 Klein Aus Vista (Eagles Nest) 29.03.2014 Klein Aus Vista (Eagles Nest) 30.03.2014 Sossus Dunge Lodge 31.03.2014 Sossus Dunge Lodge 01.04.2014 Swakopmund Beach Hotel 02.04.2014 Swakopmund Beach Hotel 03.04.2014 Mount Etjo Safari Lodge 04.04.2014 Mount Etjo Safari Lodge 05.04.2014 Rückflug mit SAA via Johannesburg nach München
Das sieht dann in etwa so aus:
Als kleiner Vorgeschmack hier noch ein kleiner Gruß aus dem KTP:
Falls jemand Lust hat würde es uns freuen wenn Ihr uns bei unserer weiteren Reise begleitet.
Old Women1'543 Beiträge · seit 201306. Apr. 2014 · #2
Hallo Melanie und Robert!
Sehr, sehr gerne, da wir in ca. 4 Wochen eine ziemlich ähnliche Route fahren werden. Also, nur schnell los, ich habe schon in eurem Auto Platz genommen. Herzliche Grüsse Beate
ich freue mich schon sehr auf Euren Bericht - gerade weil auch wir bald eine ähnliche Tour vorhaben. Gerade auf den Kgalagadi-Teil warte ich mit Spannung. Das erste TOLLE Foto macht schon viel Lust auf mehr.
Afrikaunerfahren wie ich leider noch bin, lese ich besonders gerne Ersttäter-Berichte. Toll, dass Ihr von Eurer Reise erzählen wollt!
LG Anti
Viele liebe Grüße, Anti
HobiThemenstarter303 Beiträge · seit 201307. Apr. 2014 · #6
Allgemeines / Tipps Den folgenden Beitrag werden wir immer wieder erweitern. Wir möchten versuchen hier die eine oder andere unserer Entscheidungen zu erklären und einfach auch ein paar Tipps zusammenfassen die vielleicht dem einen oder anderen weiterhelfen kann.
Reiseziel / Route / Reisezeit Die Reisezeit (März bzw. April 2014) war bei uns gesetzt. Nachdem wir uns im Februar 2013 in Tansania mit dem Afrika-Virus infiziert hatten, brauchten unsere Konten (Gehalt- + Urlaubskonto) etwas Urlaub vom Urlaub 🙂 Mehr als ein Jahr konnten wir aber auf keinen Fall warten - somit war die Reisezeit relativ schnell bestimmt.
Namibia wurde uns schon in Tansania von Mitreisenden ans Herz gelegt und so begann die Recherche. Das Forum war recht schnell gefunden und wir verbrachten viele Stunden mit dem Lesen diverser Reiseberichte und natürlich sämtlicher Threads zum Thema Sicherheit 😉.
Wir kannten Afrika ja bisher nur aus Tansania - da gab es schon ziemlich große Ängste bezüglich einer Selbstfahrertour. Aber genau das wollten wir ja - die Freiheit einer Selbstfahrertour. Mit allen Vor- und natürlich auch Nachteilen. Aber auf jeden Fall die Freiheit die wir schon aus Australien oder den USA kannten. Die Freiheit bei einem Löwenrudel 3 Stunden zu bleiben - oder eben halt nur 2 Minuten.
Das Forum hat es geschafft die Bedenken so weit auf ein Minimum zu reduzieren (durch die Reiseberichte - nicht die "Sicherheit-Threads"!), dass wir uns schlussendlich getraut haben. Und für uns war das die richtige Entscheidung. Im Nachhinein betrachtet können wir das sagen. Man kann Namibia absolut nicht mit Tansania vergleichen.
Die Reisezeit ist nicht wirklich ideal für eine klassische Namibia Rundreise. März ist ja doch eher noch Regenzeit. So verzichteten wir recht schnell auf Etosha und den Norden. Da wir Katzenliebhaber sind, haben wir uns beim Lesen der Berichte in den KTP verliebt. Trotzdem wollten wir unbedingt Nashörner sehen (die haben wir in Tansania nur eingeschränkt gesehen). Deshalb haben wir uns zum Start und zum Ende der Reise entsprechende Lodges mit Elefanten und Nashörnern in der Nähe von Windhoek gegönnt.
Bewusst haben wir die letzten 3 Wochen vor der Zeitumstellung in Namibia gewählt - somit hatten wir noch lange Tage und waren gleichzeitig möglichst am Ende / Nach der Regenzeit.
Also ist eine für Einsteiger eher ungewöhnliche Rundreise im Süden Namibias herausgekommen - inkl. 6 Tage im KTP.
Mietwagen Schlussendlich haben wir uns für einen Hilux-Doppelkabiner mit Engel-Kühlbox entschieden. Die Kosten dafür sind natürlich schon sehr extrem.
Trotzdem - mit dem Hilux ist man auf der sicheren Seite. Im KTP hat es einen Tag geregnet - mit einem normalen Auto wäre das an diesem Tag eher schwierig gewesen. Mit dem Hilux absolut kein Problem. Ich bereue die Autowahl im Nachhinein nicht. Aber das muss man natürlich sehr stark von Reiseroute und Reisezeit abhängig machen.
Die Engel-Kühlbox ist natürlich ein zusätzlicher Luxus - aber extrem praktisch. Immer gekühlte Getränke und Verpflegung für unterwegs.
Gemietet haben wir bei Caprivi Car Hire. Das Auto war in Top Zustand und es gab keinerlei Probleme. Beim nächsten Mal definitiv wieder.
Kartenmaterial / GPS Die Planung der Route (insbesondere die Reisezeit ist ja für einen Asphaltstraßen-Europäer oft schwer einschätzbar) haben wir mit Garmin BaseCamp und den Tracks4Afrika-Kartenmaterial gut hinbekommen. Die Tagesetappen sind dadurch sehr gut einschätzbar.
Das Tracks4Afrika-Kartenmaterial haben wir dann auch auf einem Garmin-GPS-Gerät (meine Schwester hat gottseidank eines, dass ich verwenden konnte) vor Ort verwendet. Das ist zwar selten wirklich notwendig (außer in Windhoek - da war ich sehr sehr froh am ersten Tag das Navi zu haben), aber natürlich einfach praktisch. Man weiß einfach immer wo man ist und jederzeit wie lang die Fahrt noch dauern wird.
Zusätzlich hab ich mir noch eine T4A-Papierkarte gekauft. Das Navi haben wir zum Schluss nicht mehr immer verwendet - da hilft die natürlich schon bei der Orientierung. Auch bei der Planung war die Karte eine gute Investition - man sieht auf Papier einfach trotzdem mehr und bekommt einen besseren Überblick.
Foto- und Videoausrüstung Da wir im Reisebericht nach unserer Fotoausrüstung gefragt wurden, hier noch eine Kurzzusammenfassung.
Fotoausrüstung - Gehäuse: Canon EOS 650D - Objektiv #1: Canon EF-S 18-55 mm 1:3,5-5,6 IS STM - Objektiv #2: Canon EF-S 55-250mm 1:4-5,6 IS STM (ausgeborgt) - Leichtes Stativ - Infrarot-Fernauslöser - Ersatzakku - 2 x 64 GB Speicherkarte (da waren wir unsicher - hat aber die 3 Wochen gereicht)
Videoausrüstung - Sony HDR-PJ650VE HD - 128 GB Speicherkarte (wäre für mich als Video-Neuling interessant - mit der bin ich locker ausgekommen die 3 Wochen).
Taschenlampen Ja, ich dachte mir - bin ja kein Camper brauch ich nicht. Dann hab ich mir doch noch zwei ordentliche besorgt. Und die waren Gold-Wert. Braucht man immer mal - und wenn man sich hier einmal was ordentliches kauft, dann hat man das auch länger. Tipps gibts im Forum genug. Ich habe mich für Zweibrüder Ledlenser P7.2 entschieden. Wir sind damit super ausgekommen - aber da gibt es sicher andere empfehlenswerte.
Einkaufen Unseren Großeinkauf (insbesondere für den KTP) haben wir beim Maerua Super Spar erledigt. Dort gibts wirklich alles und ich würde das wieder so machen. Wir waren am letzten Tag auch im Wernhill Shopping Centre - dort sind meiner Einschätzung nach die Wege einfach weiter. Vor dem Spar kann man mit etwas Glück direkt parken und ist gleich beim Auto. Mit der Menge an Zeug das wir dabei hatten, ist das ein wesentlicher Vorteil.
Achja: Auch die Auswahl Anti-Alkoholischer Getränke ist im angeschlossenen Bottle-Shop wesentlich größer als im Spar selbst. Das war mir so nicht bewusst, und deshalb habe ich im Super Spar für uns sehr unpraktisch verpacktes Cola gekauft.
Vorher kann man auch problemlos die Shopping Mall besuchen. Dort gibt es die kleine tolle Bäckerei (Vollkornbrot sehr zu empfehlen) und natürlich alles andere was das Herz begehrt (Bankomaten, MTC-Shop, ...).
Sehr hilfreich war das Verfassen einer Einkaufsliste. Ich habe mir immer die größten Sorgen bezüglich Haltbarkeit gemacht. Deshalb haben wir uns auch für die Engel Kompressorkühlbox entschieden. Für Fleisch, Käse, Wurst und Salat ist das wahrscheinlich auch wirklich nicht schlecht. Mit ein paar Einschränkungen kommt man aber sicher auch ohne klar. Bzw. mit einer normalen Kühlbox mit "Eis"- oder "Flaschenkühlung".
Ob die Einfuhr von Fleisch in den KTP von Namibia aus offiziell erlaubt ist oder nicht, weiß ich bis heute nicht sicher. Faktum ist, jeder führt Fleisch ein. Die Leute werden ja sogar bewusst zu Fuß über die Grenze bei Mata-Mata in den Farmstall gelassen um dort Fleisch zu kaufen. Das ist mit Sicherheit kein Problem. Ich würde das Fleisch aber trotzdem zur Sicherheit wieder irgendwo etwas verstecken.
SUBJEKTIVES Sicherheitsgefühl Ich kann nur sagen, ich habe wesentlich schlimmeres befürchtet. Also Einkaufen oder so und Auto parken (z.B. in Windhoek) ist dank der Parkwächter nun wirklich kein Problem. Wenn man sich an die "normalen" Sicherheitstipps hält (ich würde z.B. auch bei uns nie mein Smartphone sichtbar im Auto liegen lassen - nicht mal für 5 Minuten in einer Siedlungsstraße), dann denke ich fährt man sehr gut.
Wir wurden genau zwei mal angebettelt, einmal in Swakopmund von einem Makalani-Nuss-Schnitzer und einmal beim Tanken in Gochas. Mit einem bestimmten Nein, war auch schon wieder Ruhe. Mir fällt keine einzige Situation ein, in der wir berechtigt Angst haben hätten müssen. Darin eingeschlossen auch das Abheben von Bargeld am Bankomaten oder beim Tanken / Einkaufen in einsameren Gegenden.
Zum Beispiel sind wir in Swakopmund vom The Tug Abends (es war schon dunkel) zu Fuß zum Hotel zurück. Waren ca. 5-10 Minuten Fußweg - wir fühlten uns da einfach unwohl. Es gab aber absolut keinen Grund dazu. Niemand sprach uns an oder ähnliches.
Sicherheit ist aber natürlich immer ein subjektives Gefühl - beim nächsten Mal werden wir uns definitiv sicherer fühlen. Und im Endeffekt ist es wahrscheinlich auch ähnlich wie beim Safarigott. Man kann eben zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und tolle Sichtungen haben. Genauso kann man natürlich auch zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort sein.
Esmeralda68388 Beiträge · seit 201207. Apr. 2014 · #8
Hallo Hobi,
nehmt Ihr mich auch noch mit?
Da wir noch nicht so lange aus dem KTP zurück sind und bald mal wieder eine Süd-Namibia-Tour machen wollen, bedeutet Dein Bericht für mich einmal in Erinnerungen schwelgen und zum Anderen Tipps für die nächste Reise abgreifen. Perfekt! 🤩
Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Viele Grüße und herzlichen Dank Kerstin
HobiThemenstarter303 Beiträge · seit 201307. Apr. 2014 · #9
Tag 1, 15.03.2014 - Hinflug Endlich war es soweit. Ab ins Unbekannte. Die Nervosität und Vorfreude stieg ins unermessliche. Gegen 15:00 starteten wir Richtung München. Am Vormittag hatten wir bereits problemlos bei South African den Online CheckIn gemacht. Hat super geklappt - hatte jetzt aber auch keinen großen Vorteil davon (außer Boardkarten im A4-Format 😉 ).
Hinfahrt nach München problemlos - nach einem Abschiedsbierchen gings pünktlich um 20:30 mit SAA nach Johannesburg.
Super ist das Setup des Fliegers wenn man zu zweit unterwegs ist. Am Fenster sind immer zwei Plätze nebeneinander. Das ist praktisch - man muss niemanden aufstehen lassen. Hatte das meiner Erinnerung bei Langstreckenflügen bisher noch nie in der Art. Essen war OK und Sitzabstand (bin 193 - also recht groß) kein Problem.
Den langen Flug hatten wir hinter uns - eine große Sorge war ja das Umsteigen in JoBurg ("nur" 1:40 Aufenthalt) bzw. ob das Gepäck mitkommt. Wir sind aber überpünktlich sogar kurz vor 08:00 Uhr in JoBurg angekommen und ich kann vorab verraten: Das gesamte Gepäck ist in Windhoek angekommen.
Am Flughafen in Johannesburg mussten wir nun durch zwei Checks: 1. Transit-Passkontrolle. Kannte ich bisher noch nicht - man bekommt sogar einen Transit-Stempel in den Pass. Geht aber recht flott - wir haben uns beeilt damit nicht das ganze Flugzeug vor uns in der Schlange steht. 2. Handgepäck Sicherheitskontrolle. Auch das geht recht flott - und hier wird definitiv weniger genau nachgesehen als in München.
Dann hatten wir sogar noch Zeit für einen gemütlichen Cappuccino. Preis ca. 1,20 € - am Flughafen München kostet der etwas mehr 🙂 - und bummelten noch durch die zahlreichen Shops.
Rand für den KTP hatten wir bereits, da uns meine Eltern netterweise von einem Südafrika-Urlaub einen Monat vorher entsprechend mitgebracht hatten. Bankomaten gibt es keinen im Transit-Bereich - wohl aber zwei Wechselstuben. Der Kurs dort wäre natürlich nicht sehr gut gewesen.
Weiter gehts dann später mit dem ersten Tag in Namibia.
NONOGRILA1'794 Beiträge · seit 201307. Apr. 2014 · #10
Hallo Hobi, toll...wir sind dabei!
Allerdings mußt 😉 du dich beeilen, denn am DO gehts bei uns los 🙂 auf eine ähnliche Tour in 22 Nächten davon 7 mal KTP sowie FRC/Eagles Nest/D707/Sossusvlei!
Wir sind allso dankbar für den Bericht und die Eindrücke und vielleicht gibts ja auch noch ein paar überraschende Tipps!
LG NOGRILA
reisetiger281 Beiträge · seit 201407. Apr. 2014 · #11
Huhu, ich setz mich nur schnell auf Dach. Im Auto ist ja immer weniger Platz und der Knochen von Esmeralda ist schon etwas sperrig 🤩 Außerdem muß ich bald abspringen, sonst verpasse ich noch meinen Flug nach Namibia. Aber bis dahin freue ich mich auf die schöne Mitfahrt und genieße die Vorfreude, denn auch mich wird es in den Süden ziehen.
Ich breche hier aber mal 'ne Lanze für Etoscha. Ja, auch ich bin in den KTP mit seiner tollen Löwenpopulation verliebt, aber die beste eigene Sichtung war eine Mutter mit drei Jungen in Etoscha 🤪
Die Geldautomaten in JHB stehen in einem Treppenhaus, von dem man in die Eingangshalle schaut; kurz nach dem Transit Check in. Zugegeben wenig sichtbar in einer Art Treppenhausatmosphäre.
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carpe diem
HobiThemenstarter303 Beiträge · seit 201307. Apr. 2014 · #12
@Kerstin: Klar, alle können mit. Ob Du wirklich neue Tipps bekommst - da bin ich mir nicht so sicher.
@NOGRILA: Sehr cool, ich würd glatt wieder mitkommen. Wisst Ihr was Ihr für ein Eagles Nest bekommt? Das Eagles View ist wirklich der Hammer. Das war eines der Highlights (wenn man die Tier-Highlights mal ausklammert 😜).
@Reisetiger: Naja das ist halt immer Glücksache. Aber keine Angst - beim nächsten Mal kommt der Etoscha vielleicht dran. Und es gibt ein nächstes Mal - das steht schon mehr oder weniger fest 🙂 Sind die Geldautomaten in JHB wirklich im Transitbereich? Da müssen wir vorbeigelatscht sein. Danke für die Info!
HobiThemenstarter303 Beiträge · seit 201307. Apr. 2014 · #13
Tag 2, 16.03.2014 - Windhoek
Ankunft Der Flug nach Windhoek war kurz und schmerzlos. Dann war es endlich so weit - gegen 11:45 betraten wir erstmals namibischen Boden. Der kurze Weg vom Flugzeug zum Flughafen wird zu Fuß zurückgelegt - eigentlich herrlich. Man atmet gleich afrikanische Luft ein - bei uns war die Luft nur etwas feucht. Es regnete wirklich sehr stark und trotz Sprint zum Eingang waren wir dort angekommen gleich mal gut nass.
Der Vorteil des Sprints war, wir waren praktisch die ersten und begannen gleich mit dem Ausfüllen der Einreiseformulare. Die Schlange vor uns war somit sehr kurz und wir waren gleich durch die Passkontrolle durch.
Unser Gepäck war auch schon angekommen und wir konnten somit gleich weiter durch durch den Zoll - als allererste aus dem Flieger. Ich denke deshalb wurden unsere Taschen gescannt. Und dann wurde ich auch noch in einen seperaten Raum zur Kontrolle gebeten. Melanie durfte aber nicht mit 🤨 Die Dame wollte dann die beiden Stative sehen die wir mit hatten. Hat wohl nach Gewehr ausgesehen 😄.
Naja als wir dann beide wieder vereint waren gingen wir zuerst mal zum ATM und uns mit meiner VISA nochmal Geld (2.000 mit einer Abhebung war kein Problem). Dort bekamen wir wie vorhergesagt nochmal Rand und wir hatten nun sicher genug Bargeld für den KTP.
Danach gings weiter zum MTC-Shop am Flughafen - schließlich wollte ich eine SIM für mein Handy. Leider hatte der Kollege dort keine Nano-SIM und somit hatte ich da leider Pech.
Schließlich suchten wir noch kurz unseren Fahrer der uns zu Caprivi Car Hire nach Windhoek brachte. Das Wetter war weiterhin mäßig, aber es hatte immerhin zu Regnen aufgehört.
Autoübernahme Die Fahrt nach Windhoek verging recht schnell. Es war Sonntagnachmittag und überall eigentlich recht ruhig. Die Autoübernahme erfolgte recht rasch und unkompliziert. Wir bekamen noch unser Permit für Südafrika und checkten gemeinsam das Auto auf Schäden. Der Hilux hatte 48.000 km am Tacho und sah sehr gut aus. Die Reifen dürften völlig neu gewesen sein. Alles in allem waren wir sehr zufrieden. Die Engel-Kühlbox war auch da und wir hatten einen Doppeltank.
Nachdem alles erledigt war luden wir die Taschen ein und ich wusch das erste mal die Windschutzscheibe um den anderen Verkehrsteilnehmern meine Abbiegewunsch mitzuteilen. Das passierte mir nur ca. weitere gefühlte 20 mal 😛 .
Ich muss echt sagen alles zusammen (Flug mit wenig Schlaf, ungewohntes Auto, Linksfahren, völlige Ortsunkenntnis) war die erste Autofahrt schon sehr anstrengend. Mit Hilfe unseres Navis (Garmin mit T4A-Karten) schafften wir es aber den recht kurzen Weg bis zum Hotel Thule. Viel weiter fahren möchte ich nach so einem Programm persönlich allerdings wirklich nicht.
Hotel Thule Angekommen im Hotel Thule checkten wir ein. Das Hotel ist sehr schön auf einem Hügel mit Blick über Windhoek gelegen. CheckIn verlief schnell und reibungslos. Die Zimmer sehen auf den Fotos auf der Homepage des Hotels ehrlich gesagt besser aus als in Wirklichkeit. Es war aber alles sauber und somit OK. Auto kann man direkt vorm Zimmer parken - ist am ersten Tag zum Einrichten im Auto recht praktisch.
Zimmer
Parkplatz vor dem Zimmer
Stadtbummel Nach einer erfrischenden Dusche und etwas auspacken fuhren wir wieder in die Stadt.
Wir drehten eine Runde über die Independence Avenue - dort war aber praktisch nichts los. Es war schon etwas spät geworden am Sonntagnachmittag. Also fuhren wir weiter zur Christuskirche.
Dort parkten wir und gingen etwas spazieren. Wir fühlten uns sehr unsicher - natürlich ohne besonderen Grund. Aber wir waren ja in Afrika - dort ist es schließlich gefährlich. Das Auto wurde von einem Parkwächter ohne gelber Weste bewacht - das führte bei mir gleich zu unbehagen. Somit kontrollierte ich ca. alle 10 Sekunden ob das Auto eh noch da ist. Naja - irgendwann wurden wir etwas ruhiger und gingen weiter Richtung Alte Feste.
Vorbei am gut ins Stadtbild passende Museum zur Unabhängigkeit. Dort wollte ich ein Foto machen. Schwerer Fehler - ein paar asiatisch aussehnde Jungs beschimpften mich. Offenbar bauten die Nordkoreaner gerade die beiden Statuen für den Unabhängigkeitstag auf und die durften wir natürlich nicht fotografieren.
Weiter gings in die Alte Feste - den Reiter wollte ich schließlich schon sehen. Nach ein paar Fotos gingen wir dort durch das Museum und schlenderten mittlerweile wirklich schon fast gemütlich zurück Richtung Auto.
Am Weg zurück wurden wir noch von einem DDR-Kind angesprochen und plauderten etwas. Natürlich bekam der Kollege dann ein paar Dollar für sein Projekt und dann ging es zurück zum Auto wo auch der Parkwächter die obligate Belohnung einstreifte.
Nach diesem kurzen Spaziergang fuhren wir nochmal eine Runde durch die Stadt und fuhren auf einen Aussichtspunkt.
Danach steuerten wir eine der Tankstellen in Windhoek an, die Kreditkarten akzeptieren. Als wir dort volltankten, fing es wieder an zu regnen - und zwar so richtig. Beim Bezahlen wurde ich zum zweiten Mal so richtig schön nass.
Hier noch ein Video von der darauf folgenden Autofahrt und unseren ersten Wasserdurchfahrten 😄 : http://youtu.be/YBn8cp4dO9c
Abendessen Dann hatten wir genug und waren mittlerweile auch schon hungrig. Wir fuhren zum Abendessen in Joes Beerhouse. Uns hat es dort gut gefallen und auch geschmeckt. Ist aber sicher nicht jedermanns Sache - wir würden aber wieder hinfahren.
Nach dem Essen ging es bald zurück ins Hotel und wir gingen dann bald ins Bett. War doch insgesamt ein langer Tag und wir konnten den Schlaf gut brauchen.
Hanne6'152 Beiträge · seit 200607. Apr. 2014 · #14
hallo Hobi,
ich bin auch noch zugestiegen und freue mich auf den Reisebericht, ist doch immer schön mitzufahren, auch wenn man vieles schon kennt. Bekannt kam mir vor, Scheibenwischer betätigen anstelle Blinker, das passiert uns heute nach 18 Jahren am Anfang immer noch. Bin gespannt wie es weitergeht. Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
take-off1'674 Beiträge · seit 201207. Apr. 2014 · #16
Hallo Hobi,
Ich steig auch noch schnell ein. Es kommt mir fast so vor, als wäre das halbe Forum im März im KTP gewesen. Allerdings haben wir bis auf zwei ganz nette Formis 😄 , keine weiteren getroffen.
Wir haben den KTP verlassen als ihr reingefahren seid. Bin gespannt was ihr alles erlebt habt. Ganz so schnell wie du bin ich leider nicht mit dem Reisebericht schreiben, obwohl wir ja nun schon länger zurück sind. Aber ich denke, dass ich mich auch bald aufraffen werde und unsere Erlebnisse hier zum Besten gebe.
Susi651'127 Beiträge · seit 201108. Apr. 2014 · #17
Hallo Hobi,
nachdem ich gestern schon fleißig mitgelesen habe, oute ich mich jetzt auch noch einmal offiziell als begeisterte Mitleserin 😉 .
Eure Tour ist ein (kleiner) Mix aus unserer Tour im März und unser geplanten Tour im September. Wir waren im März 10 Tage im KTP - allerdings genau wie die Dagmar kurz vor Euch....
( Tschuldigung 😊 Off Topic:
take-off schrieb: Allerdings haben wir bis auf zwei ganz nette Formis 😄 , keine weiteren getroffen.
Danke Dagmar für die "Blumen" - die geben wir gerne zurück 😘 )
...und im September geht es dann nach Südnamibia wo wir u.a: 3 Nächte in Klein Aus Vista (wenn alles klappt im Eagles View) , 2 Tage im Sossusvlei und drei Tage in Swakomund verbringen werden. Genau wie Ihr haben wir ein Auto bei Caprivi Car Hire gebucht 🙂 . Allerdings mit Dachzelt...wir probieren das erste Mal im südlichen Afrika einen Mix aus Lodgen und campen 😎 .
So, jetzt will ich aber nicht weiter "stören" und hoffe, dass es hier bald weitergeht. Euer erstes Fotoaus dem KTP ist wirklich absolut vielversprechend 🙂 .
HobiThemenstarter303 Beiträge · seit 201308. Apr. 2014 · #18
Hallo,
freut uns das Ihr alle mit von der Partie seid!
@Fleur: Naja bis Donnerstag werd ich nicht mehr sehr weit kommen. Schließlich ruft ab sofort wieder die Arbeit 🙂
@Dagmar, Susi: Naja da hattet Ihr ja dann viel Regen auf der Nossob Seite oder?
@Susi: Caprivi war super - jetzt schauen wir mal ob eh nichts bemängelt wird. Falls alles passt, kann ich die echt nur empfehlen. Eagles View ist ein Wahnsinn - echt super! Naja das war schon eines der Highlights im KTP - viel besser wirds nicht mehr 🙂
HobiThemenstarter303 Beiträge · seit 201308. Apr. 2014 · #19
Tag 3, 17.03.2014 - Einkaufen in Windhoek und Okambara Elephant Lodge
Einkaufen Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück mit tollem Ausblick im Hotel Thule checkten wir aus.
Hier noch ein paar Fotos vom Hotelgelände
Als nächstes wollten wir zur Maerua Mall und zum dortigen SuperSpar. Da wir ja Angsthasen sind, haben wir unsere Gepäck im Hotel gelassen und fuhren dann los zur Mall. In der Mall haben wir zuerst bei der Bäckerei (wir haben leider den Namen vergessen ...) Vollkornbrot gekauft. Und das hat wirklich auch noch eine Woche später super geschmeckt! Dann sind wir weiter zum MTC-Shop - wir haben uns eine Nano-SIM zugelegt und beim Kauf ist mir eingefallen, dass ich nicht weiß ob mein Handy für andere Netzbetreiber freigeschaltet ist. Also zuerst mal nur die SIM ohne Guthaben. War eine gute Entscheidung - Handy war nicht freigeschaltet. Also leider umsonst 🙁
Dann weiter zum Spar (mit dem Auto - ist ja nicht direkt in der Mall). Parkplatz haben wir direkt vorm Spar bekommen. Trotz Einkaufsliste haben wir sicher länger als eine Stunde gebraucht. Dann zurück zum Auto - alles einladen. Man kommt sich schon etwas komisch vor mit einem so vollen Einkaufswagen. Danach wieder zurück in den Bottleshop und Wasser, Cola, Bier, Savannah und Wein eingekauft. Also nochmal ein voller Einkaufswagen 🙂
Dementsprechend voll war dann auch der Kofferraum:
Als das erledigt war, fehlte uns noch ein Tischtuch und wir wollten uns noch eine gut verschließbare Box für aufgemachte Lebensmittel kaufen. Das fanden wir dann gleich neben dem Spar. Echt ein super Tischtuch für den Bayern Schorsch - darauf kommen wir aber später noch zurück 🙂
Alles in allem waren wir dann gegen 12:00 Uhr zurück im Hotel Thule und haben unser Gepäck abgeholt. Im Nachhinein betrachtet, war das nicht notwendig. Aber naja - war ja unser erstes Mal in Namibia. Vom Hotel habe ich dann in der Okambara Elephant Lodge angerufen - die letzte Farmpad war meinen Infos nicht so ohne und es hatte ja doch stark geregnet. Mit einem Hilux soll die Fahrt aber kein Problem sein.
Okambara Elephand Lodge Dann machten wir uns also auf Pad. Schnell waren wir aus Windhoek draußen und ließen auch den Flughafen hinter uns. Dann das erste mal auf Gravel in Namibia.
Gegen 15:00 erreichten wir den Abzweig zu Okambara - nun wurde es nass und schlammig. Natürlich noch unerfahren fuhr ich wohl teilweise etwas zu schnell durch die Wasserlöcher - dementsprechend sah das Auto gleich aus 🙂 Aber es hat viel Spass gemacht! Angekommen auf Okambara wurden wir sehr freundlich begrüßt und waren leider etwas zu spät für den Game Drive am Nachmittag. Also bezogen wir das Rondavel und machten uns über Kaffee und Kuchen her.
Dann besuchten wir sofort Lulu (den Hausleopard) und die Geparden. Die Geparden waren nirgendwo zu sehen - Lulu aber schon ... traumhaft. Aber leider eingesperrt 🙁
Für den Pool war es dann leider doch etwas zu kalt. Wir besuchten Lulu noch mehrmals und hatten auch einigen Spass mit dem Papagei. Nach etwas relaxen gab es dann später gemeinsames Abendessen - es wurde gegrillt. War sehr lecker und das gemeinsame Essen auf der schönen Terasse macht echt Spaß.
Zum Abendessen kamen dann auch wie auf Okambara üblich die Stachelschweine.
Am tollen Wasserloch sahen wir dann auch noch einen Wasserbock.
Für alle interessierten, hier noch ein kleines Video unseres Rondavels auf der Okambara Elephant Lodge. http://youtu.be/1tT4LJ3hxyY
vielen Dank für den tollen Reisebericht. Okambara , haben wir auch sehr genossen. Ihr hattet wohl das gleiche Rondavel, Lulu, ist wirklich die Schau gewesen. Wie gesagt, Okambara hat uns auch in jeglicher Hinsicht sehr gut gefallen.
Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!