Einleitung Endlich war es so weit - nach fast 10 Monaten Planung und noch mehr Vorfreude haben wir unsere Tour vor ziemlich genau 3 Wochen gestartet und sind mittlerweile wieder wohlbehalten heimgekehrt. Wir sind zwei Selbstfahrer-Neulinge aus Österreich die zumindest bis jetzt keine Camper geworden sind 😉
Einzige bisherige Afrika-Erfahrung ist eine geführte Safari in Tansania. Trotzdem haben wir den Trip in Namibias Süden und den KTP überlebt 🙂
Dieses Forum war für uns wirklich eine riesige Hilfe bei der Reisevorbereitung und ich denke ohne Euch hätten wir uns die Reise wahrscheinlich nicht zugetraut. Deshalb möchten wir versuchen einen Reisebericht zu verfassen, der vielleicht zukünftig anderen bei der Planung weiterhilft.
Reiseroute Hier im Überblick unsere Route. 15.03.2014 Flug mit SAA von München via Johannesburg nach Windhoek 16.03.2014 Windhoek (Hotel Thule) 17.03.2014 Okambara Elephant Lodge 18.03.2014 Okambara Elephant Lodge 19.03.2014 Red Dune Camp (Zimmer) 20.03.2014 KTP (Kalahari Tented Camp) 21.03.2014 KTP (Kalahari Tented Camp) 22.03.2014 KTP (Kieliekrankie) 23.03.2014 KTP (Kieliekrankie) 24.03.2014 KTP (Urikaruus) 25.03.2014 KTP (Urikaruus) 26.03.2014 Alte Kalköfen Lodge 27.03.2014 Fish River Lodge 28.03.2014 Klein Aus Vista (Eagles Nest) 29.03.2014 Klein Aus Vista (Eagles Nest) 30.03.2014 Sossus Dunge Lodge 31.03.2014 Sossus Dunge Lodge 01.04.2014 Swakopmund Beach Hotel 02.04.2014 Swakopmund Beach Hotel 03.04.2014 Mount Etjo Safari Lodge 04.04.2014 Mount Etjo Safari Lodge 05.04.2014 Rückflug mit SAA via Johannesburg nach München
Das sieht dann in etwa so aus:
Als kleiner Vorgeschmack hier noch ein kleiner Gruß aus dem KTP:
Falls jemand Lust hat würde es uns freuen wenn Ihr uns bei unserer weiteren Reise begleitet.
Liebe Grüße Melanie & Robert
Teil 207. Apr. 2014
Allgemeines / Tipps Den folgenden Beitrag werden wir immer wieder erweitern. Wir möchten versuchen hier die eine oder andere unserer Entscheidungen zu erklären und einfach auch ein paar Tipps zusammenfassen die vielleicht dem einen oder anderen weiterhelfen kann.
Reiseziel / Route / Reisezeit Die Reisezeit (März bzw. April 2014) war bei uns gesetzt. Nachdem wir uns im Februar 2013 in Tansania mit dem Afrika-Virus infiziert hatten, brauchten unsere Konten (Gehalt- + Urlaubskonto) etwas Urlaub vom Urlaub 🙂 Mehr als ein Jahr konnten wir aber auf keinen Fall warten - somit war die Reisezeit relativ schnell bestimmt.
Namibia wurde uns schon in Tansania von Mitreisenden ans Herz gelegt und so begann die Recherche. Das Forum war recht schnell gefunden und wir verbrachten viele Stunden mit dem Lesen diverser Reiseberichte und natürlich sämtlicher Threads zum Thema Sicherheit 😉.
Wir kannten Afrika ja bisher nur aus Tansania - da gab es schon ziemlich große Ängste bezüglich einer Selbstfahrertour. Aber genau das wollten wir ja - die Freiheit einer Selbstfahrertour. Mit allen Vor- und natürlich auch Nachteilen. Aber auf jeden Fall die Freiheit die wir schon aus Australien oder den USA kannten. Die Freiheit bei einem Löwenrudel 3 Stunden zu bleiben - oder eben halt nur 2 Minuten.
Das Forum hat es geschafft die Bedenken so weit auf ein Minimum zu reduzieren (durch die Reiseberichte - nicht die "Sicherheit-Threads"!), dass wir uns schlussendlich getraut haben. Und für uns war das die richtige Entscheidung. Im Nachhinein betrachtet können wir das sagen. Man kann Namibia absolut nicht mit Tansania vergleichen.
Die Reisezeit ist nicht wirklich ideal für eine klassische Namibia Rundreise. März ist ja doch eher noch Regenzeit. So verzichteten wir recht schnell auf Etosha und den Norden. Da wir Katzenliebhaber sind, haben wir uns beim Lesen der Berichte in den KTP verliebt. Trotzdem wollten wir unbedingt Nashörner sehen (die haben wir in Tansania nur eingeschränkt gesehen). Deshalb haben wir uns zum Start und zum Ende der Reise entsprechende Lodges mit Elefanten und Nashörnern in der Nähe von Windhoek gegönnt.
Bewusst haben wir die letzten 3 Wochen vor der Zeitumstellung in Namibia gewählt - somit hatten wir noch lange Tage und waren gleichzeitig möglichst am Ende / Nach der Regenzeit.
Also ist eine für Einsteiger eher ungewöhnliche Rundreise im Süden Namibias herausgekommen - inkl. 6 Tage im KTP.
Mietwagen Schlussendlich haben wir uns für einen Hilux-Doppelkabiner mit Engel-Kühlbox entschieden. Die Kosten dafür sind natürlich schon sehr extrem.
Trotzdem - mit dem Hilux ist man auf der sicheren Seite. Im KTP hat es einen Tag geregnet - mit einem normalen Auto wäre das an diesem Tag eher schwierig gewesen. Mit dem Hilux absolut kein Problem. Ich bereue die Autowahl im Nachhinein nicht. Aber das muss man natürlich sehr stark von Reiseroute und Reisezeit abhängig machen.
Die Engel-Kühlbox ist natürlich ein zusätzlicher Luxus - aber extrem praktisch. Immer gekühlte Getränke und Verpflegung für unterwegs.
Gemietet haben wir bei Caprivi Car Hire. Das Auto war in Top Zustand und es gab keinerlei Probleme. Beim nächsten Mal definitiv wieder.
Kartenmaterial / GPS Die Planung der Route (insbesondere die Reisezeit ist ja für einen Asphaltstraßen-Europäer oft schwer einschätzbar) haben wir mit Garmin BaseCamp und den Tracks4Afrika-Kartenmaterial gut hinbekommen. Die Tagesetappen sind dadurch sehr gut einschätzbar.
Das Tracks4Afrika-Kartenmaterial haben wir dann auch auf einem Garmin-GPS-Gerät (meine Schwester hat gottseidank eines, dass ich verwenden konnte) vor Ort verwendet. Das ist zwar selten wirklich notwendig (außer in Windhoek - da war ich sehr sehr froh am ersten Tag das Navi zu haben), aber natürlich einfach praktisch. Man weiß einfach immer wo man ist und jederzeit wie lang die Fahrt noch dauern wird.
Zusätzlich hab ich mir noch eine T4A-Papierkarte gekauft. Das Navi haben wir zum Schluss nicht mehr immer verwendet - da hilft die natürlich schon bei der Orientierung. Auch bei der Planung war die Karte eine gute Investition - man sieht auf Papier einfach trotzdem mehr und bekommt einen besseren Überblick.
Foto- und Videoausrüstung Da wir im Reisebericht nach unserer Fotoausrüstung gefragt wurden, hier noch eine Kurzzusammenfassung.
Fotoausrüstung - Gehäuse: Canon EOS 650D - Objektiv #1: Canon EF-S 18-55 mm 1:3,5-5,6 IS STM - Objektiv #2: Canon EF-S 55-250mm 1:4-5,6 IS STM (ausgeborgt) - Leichtes Stativ - Infrarot-Fernauslöser - Ersatzakku - 2 x 64 GB Speicherkarte (da waren wir unsicher - hat aber die 3 Wochen gereicht)
Videoausrüstung - Sony HDR-PJ650VE HD - 128 GB Speicherkarte (wäre für mich als Video-Neuling interessant - mit der bin ich locker ausgekommen die 3 Wochen).
Taschenlampen Ja, ich dachte mir - bin ja kein Camper brauch ich nicht. Dann hab ich mir doch noch zwei ordentliche besorgt. Und die waren Gold-Wert. Braucht man immer mal - und wenn man sich hier einmal was ordentliches kauft, dann hat man das auch länger. Tipps gibts im Forum genug. Ich habe mich für Zweibrüder Ledlenser P7.2 entschieden. Wir sind damit super ausgekommen - aber da gibt es sicher andere empfehlenswerte.
Einkaufen Unseren Großeinkauf (insbesondere für den KTP) haben wir beim Maerua Super Spar erledigt. Dort gibts wirklich alles und ich würde das wieder so machen. Wir waren am letzten Tag auch im Wernhill Shopping Centre - dort sind meiner Einschätzung nach die Wege einfach weiter. Vor dem Spar kann man mit etwas Glück direkt parken und ist gleich beim Auto. Mit der Menge an Zeug das wir dabei hatten, ist das ein wesentlicher Vorteil.
Achja: Auch die Auswahl Anti-Alkoholischer Getränke ist im angeschlossenen Bottle-Shop wesentlich größer als im Spar selbst. Das war mir so nicht bewusst, und deshalb habe ich im Super Spar für uns sehr unpraktisch verpacktes Cola gekauft.
Vorher kann man auch problemlos die Shopping Mall besuchen. Dort gibt es die kleine tolle Bäckerei (Vollkornbrot sehr zu empfehlen) und natürlich alles andere was das Herz begehrt (Bankomaten, MTC-Shop, ...).
Sehr hilfreich war das Verfassen einer Einkaufsliste. Ich habe mir immer die größten Sorgen bezüglich Haltbarkeit gemacht. Deshalb haben wir uns auch für die Engel Kompressorkühlbox entschieden. Für Fleisch, Käse, Wurst und Salat ist das wahrscheinlich auch wirklich nicht schlecht. Mit ein paar Einschränkungen kommt man aber sicher auch ohne klar. Bzw. mit einer normalen Kühlbox mit "Eis"- oder "Flaschenkühlung".
Ob die Einfuhr von Fleisch in den KTP von Namibia aus offiziell erlaubt ist oder nicht, weiß ich bis heute nicht sicher. Faktum ist, jeder führt Fleisch ein. Die Leute werden ja sogar bewusst zu Fuß über die Grenze bei Mata-Mata in den Farmstall gelassen um dort Fleisch zu kaufen. Das ist mit Sicherheit kein Problem. Ich würde das Fleisch aber trotzdem zur Sicherheit wieder irgendwo etwas verstecken.
SUBJEKTIVES Sicherheitsgefühl Ich kann nur sagen, ich habe wesentlich schlimmeres befürchtet. Also Einkaufen oder so und Auto parken (z.B. in Windhoek) ist dank der Parkwächter nun wirklich kein Problem. Wenn man sich an die "normalen" Sicherheitstipps hält (ich würde z.B. auch bei uns nie mein Smartphone sichtbar im Auto liegen lassen - nicht mal für 5 Minuten in einer Siedlungsstraße), dann denke ich fährt man sehr gut.
Wir wurden genau zwei mal angebettelt, einmal in Swakopmund von einem Makalani-Nuss-Schnitzer und einmal beim Tanken in Gochas. Mit einem bestimmten Nein, war auch schon wieder Ruhe. Mir fällt keine einzige Situation ein, in der wir berechtigt Angst haben hätten müssen. Darin eingeschlossen auch das Abheben von Bargeld am Bankomaten oder beim Tanken / Einkaufen in einsameren Gegenden.
Zum Beispiel sind wir in Swakopmund vom The Tug Abends (es war schon dunkel) zu Fuß zum Hotel zurück. Waren ca. 5-10 Minuten Fußweg - wir fühlten uns da einfach unwohl. Es gab aber absolut keinen Grund dazu. Niemand sprach uns an oder ähnliches.
Sicherheit ist aber natürlich immer ein subjektives Gefühl - beim nächsten Mal werden wir uns definitiv sicherer fühlen. Und im Endeffekt ist es wahrscheinlich auch ähnlich wie beim Safarigott. Man kann eben zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und tolle Sichtungen haben. Genauso kann man natürlich auch zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort sein.
Teil 307. Apr. 2014
Tag 1, 15.03.2014 - Hinflug Endlich war es soweit. Ab ins Unbekannte. Die Nervosität und Vorfreude stieg ins unermessliche. Gegen 15:00 starteten wir Richtung München. Am Vormittag hatten wir bereits problemlos bei South African den Online CheckIn gemacht. Hat super geklappt - hatte jetzt aber auch keinen großen Vorteil davon (außer Boardkarten im A4-Format 😉 ).
Hinfahrt nach München problemlos - nach einem Abschiedsbierchen gings pünktlich um 20:30 mit SAA nach Johannesburg.
Super ist das Setup des Fliegers wenn man zu zweit unterwegs ist. Am Fenster sind immer zwei Plätze nebeneinander. Das ist praktisch - man muss niemanden aufstehen lassen. Hatte das meiner Erinnerung bei Langstreckenflügen bisher noch nie in der Art. Essen war OK und Sitzabstand (bin 193 - also recht groß) kein Problem.
Den langen Flug hatten wir hinter uns - eine große Sorge war ja das Umsteigen in JoBurg ("nur" 1:40 Aufenthalt) bzw. ob das Gepäck mitkommt. Wir sind aber überpünktlich sogar kurz vor 08:00 Uhr in JoBurg angekommen und ich kann vorab verraten: Das gesamte Gepäck ist in Windhoek angekommen.
Am Flughafen in Johannesburg mussten wir nun durch zwei Checks: 1. Transit-Passkontrolle. Kannte ich bisher noch nicht - man bekommt sogar einen Transit-Stempel in den Pass. Geht aber recht flott - wir haben uns beeilt damit nicht das ganze Flugzeug vor uns in der Schlange steht. 2. Handgepäck Sicherheitskontrolle. Auch das geht recht flott - und hier wird definitiv weniger genau nachgesehen als in München.
Dann hatten wir sogar noch Zeit für einen gemütlichen Cappuccino. Preis ca. 1,20 € - am Flughafen München kostet der etwas mehr 🙂 - und bummelten noch durch die zahlreichen Shops.
Rand für den KTP hatten wir bereits, da uns meine Eltern netterweise von einem Südafrika-Urlaub einen Monat vorher entsprechend mitgebracht hatten. Bankomaten gibt es keinen im Transit-Bereich - wohl aber zwei Wechselstuben. Der Kurs dort wäre natürlich nicht sehr gut gewesen.
Weiter gehts dann später mit dem ersten Tag in Namibia.
Teil 407. Apr. 2014
Tag 2, 16.03.2014 - Windhoek
Ankunft Der Flug nach Windhoek war kurz und schmerzlos. Dann war es endlich so weit - gegen 11:45 betraten wir erstmals namibischen Boden. Der kurze Weg vom Flugzeug zum Flughafen wird zu Fuß zurückgelegt - eigentlich herrlich. Man atmet gleich afrikanische Luft ein - bei uns war die Luft nur etwas feucht. Es regnete wirklich sehr stark und trotz Sprint zum Eingang waren wir dort angekommen gleich mal gut nass.
Der Vorteil des Sprints war, wir waren praktisch die ersten und begannen gleich mit dem Ausfüllen der Einreiseformulare. Die Schlange vor uns war somit sehr kurz und wir waren gleich durch die Passkontrolle durch.
Unser Gepäck war auch schon angekommen und wir konnten somit gleich weiter durch durch den Zoll - als allererste aus dem Flieger. Ich denke deshalb wurden unsere Taschen gescannt. Und dann wurde ich auch noch in einen seperaten Raum zur Kontrolle gebeten. Melanie durfte aber nicht mit 🤨 Die Dame wollte dann die beiden Stative sehen die wir mit hatten. Hat wohl nach Gewehr ausgesehen 😄.
Naja als wir dann beide wieder vereint waren gingen wir zuerst mal zum ATM und uns mit meiner VISA nochmal Geld (2.000 mit einer Abhebung war kein Problem). Dort bekamen wir wie vorhergesagt nochmal Rand und wir hatten nun sicher genug Bargeld für den KTP.
Danach gings weiter zum MTC-Shop am Flughafen - schließlich wollte ich eine SIM für mein Handy. Leider hatte der Kollege dort keine Nano-SIM und somit hatte ich da leider Pech.
Schließlich suchten wir noch kurz unseren Fahrer der uns zu Caprivi Car Hire nach Windhoek brachte. Das Wetter war weiterhin mäßig, aber es hatte immerhin zu Regnen aufgehört.
Autoübernahme Die Fahrt nach Windhoek verging recht schnell. Es war Sonntagnachmittag und überall eigentlich recht ruhig. Die Autoübernahme erfolgte recht rasch und unkompliziert. Wir bekamen noch unser Permit für Südafrika und checkten gemeinsam das Auto auf Schäden. Der Hilux hatte 48.000 km am Tacho und sah sehr gut aus. Die Reifen dürften völlig neu gewesen sein. Alles in allem waren wir sehr zufrieden. Die Engel-Kühlbox war auch da und wir hatten einen Doppeltank.
Nachdem alles erledigt war luden wir die Taschen ein und ich wusch das erste mal die Windschutzscheibe um den anderen Verkehrsteilnehmern meine Abbiegewunsch mitzuteilen. Das passierte mir nur ca. weitere gefühlte 20 mal 😛 .
Ich muss echt sagen alles zusammen (Flug mit wenig Schlaf, ungewohntes Auto, Linksfahren, völlige Ortsunkenntnis) war die erste Autofahrt schon sehr anstrengend. Mit Hilfe unseres Navis (Garmin mit T4A-Karten) schafften wir es aber den recht kurzen Weg bis zum Hotel Thule. Viel weiter fahren möchte ich nach so einem Programm persönlich allerdings wirklich nicht.
Hotel Thule Angekommen im Hotel Thule checkten wir ein. Das Hotel ist sehr schön auf einem Hügel mit Blick über Windhoek gelegen. CheckIn verlief schnell und reibungslos. Die Zimmer sehen auf den Fotos auf der Homepage des Hotels ehrlich gesagt besser aus als in Wirklichkeit. Es war aber alles sauber und somit OK. Auto kann man direkt vorm Zimmer parken - ist am ersten Tag zum Einrichten im Auto recht praktisch.
Zimmer
Parkplatz vor dem Zimmer
Stadtbummel Nach einer erfrischenden Dusche und etwas auspacken fuhren wir wieder in die Stadt.
Wir drehten eine Runde über die Independence Avenue - dort war aber praktisch nichts los. Es war schon etwas spät geworden am Sonntagnachmittag. Also fuhren wir weiter zur Christuskirche.
Dort parkten wir und gingen etwas spazieren. Wir fühlten uns sehr unsicher - natürlich ohne besonderen Grund. Aber wir waren ja in Afrika - dort ist es schließlich gefährlich. Das Auto wurde von einem Parkwächter ohne gelber Weste bewacht - das führte bei mir gleich zu unbehagen. Somit kontrollierte ich ca. alle 10 Sekunden ob das Auto eh noch da ist. Naja - irgendwann wurden wir etwas ruhiger und gingen weiter Richtung Alte Feste.
Vorbei am gut ins Stadtbild passende Museum zur Unabhängigkeit. Dort wollte ich ein Foto machen. Schwerer Fehler - ein paar asiatisch aussehnde Jungs beschimpften mich. Offenbar bauten die Nordkoreaner gerade die beiden Statuen für den Unabhängigkeitstag auf und die durften wir natürlich nicht fotografieren.
Weiter gings in die Alte Feste - den Reiter wollte ich schließlich schon sehen. Nach ein paar Fotos gingen wir dort durch das Museum und schlenderten mittlerweile wirklich schon fast gemütlich zurück Richtung Auto.
Am Weg zurück wurden wir noch von einem DDR-Kind angesprochen und plauderten etwas. Natürlich bekam der Kollege dann ein paar Dollar für sein Projekt und dann ging es zurück zum Auto wo auch der Parkwächter die obligate Belohnung einstreifte.
Nach diesem kurzen Spaziergang fuhren wir nochmal eine Runde durch die Stadt und fuhren auf einen Aussichtspunkt.
Danach steuerten wir eine der Tankstellen in Windhoek an, die Kreditkarten akzeptieren. Als wir dort volltankten, fing es wieder an zu regnen - und zwar so richtig. Beim Bezahlen wurde ich zum zweiten Mal so richtig schön nass.
Hier noch ein Video von der darauf folgenden Autofahrt und unseren ersten Wasserdurchfahrten 😄 : http://youtu.be/YBn8cp4dO9c
Abendessen Dann hatten wir genug und waren mittlerweile auch schon hungrig. Wir fuhren zum Abendessen in Joes Beerhouse. Uns hat es dort gut gefallen und auch geschmeckt. Ist aber sicher nicht jedermanns Sache - wir würden aber wieder hinfahren.
Nach dem Essen ging es bald zurück ins Hotel und wir gingen dann bald ins Bett. War doch insgesamt ein langer Tag und wir konnten den Schlaf gut brauchen.
Teil 508. Apr. 2014
Tag 3, 17.03.2014 - Einkaufen in Windhoek und Okambara Elephant Lodge
Einkaufen Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück mit tollem Ausblick im Hotel Thule checkten wir aus.
Hier noch ein paar Fotos vom Hotelgelände
Als nächstes wollten wir zur Maerua Mall und zum dortigen SuperSpar. Da wir ja Angsthasen sind, haben wir unsere Gepäck im Hotel gelassen und fuhren dann los zur Mall. In der Mall haben wir zuerst bei der Bäckerei (wir haben leider den Namen vergessen ...) Vollkornbrot gekauft. Und das hat wirklich auch noch eine Woche später super geschmeckt! Dann sind wir weiter zum MTC-Shop - wir haben uns eine Nano-SIM zugelegt und beim Kauf ist mir eingefallen, dass ich nicht weiß ob mein Handy für andere Netzbetreiber freigeschaltet ist. Also zuerst mal nur die SIM ohne Guthaben. War eine gute Entscheidung - Handy war nicht freigeschaltet. Also leider umsonst 🙁
Dann weiter zum Spar (mit dem Auto - ist ja nicht direkt in der Mall). Parkplatz haben wir direkt vorm Spar bekommen. Trotz Einkaufsliste haben wir sicher länger als eine Stunde gebraucht. Dann zurück zum Auto - alles einladen. Man kommt sich schon etwas komisch vor mit einem so vollen Einkaufswagen. Danach wieder zurück in den Bottleshop und Wasser, Cola, Bier, Savannah und Wein eingekauft. Also nochmal ein voller Einkaufswagen 🙂
Dementsprechend voll war dann auch der Kofferraum:
Als das erledigt war, fehlte uns noch ein Tischtuch und wir wollten uns noch eine gut verschließbare Box für aufgemachte Lebensmittel kaufen. Das fanden wir dann gleich neben dem Spar. Echt ein super Tischtuch für den Bayern Schorsch - darauf kommen wir aber später noch zurück 🙂
Alles in allem waren wir dann gegen 12:00 Uhr zurück im Hotel Thule und haben unser Gepäck abgeholt. Im Nachhinein betrachtet, war das nicht notwendig. Aber naja - war ja unser erstes Mal in Namibia. Vom Hotel habe ich dann in der Okambara Elephant Lodge angerufen - die letzte Farmpad war meinen Infos nicht so ohne und es hatte ja doch stark geregnet. Mit einem Hilux soll die Fahrt aber kein Problem sein.
Okambara Elephand Lodge Dann machten wir uns also auf Pad. Schnell waren wir aus Windhoek draußen und ließen auch den Flughafen hinter uns. Dann das erste mal auf Gravel in Namibia.
Gegen 15:00 erreichten wir den Abzweig zu Okambara - nun wurde es nass und schlammig. Natürlich noch unerfahren fuhr ich wohl teilweise etwas zu schnell durch die Wasserlöcher - dementsprechend sah das Auto gleich aus 🙂 Aber es hat viel Spass gemacht! Angekommen auf Okambara wurden wir sehr freundlich begrüßt und waren leider etwas zu spät für den Game Drive am Nachmittag. Also bezogen wir das Rondavel und machten uns über Kaffee und Kuchen her.
Dann besuchten wir sofort Lulu (den Hausleopard) und die Geparden. Die Geparden waren nirgendwo zu sehen - Lulu aber schon ... traumhaft. Aber leider eingesperrt 🙁
Für den Pool war es dann leider doch etwas zu kalt. Wir besuchten Lulu noch mehrmals und hatten auch einigen Spass mit dem Papagei. Nach etwas relaxen gab es dann später gemeinsames Abendessen - es wurde gegrillt. War sehr lecker und das gemeinsame Essen auf der schönen Terasse macht echt Spaß.
Zum Abendessen kamen dann auch wie auf Okambara üblich die Stachelschweine.
Am tollen Wasserloch sahen wir dann auch noch einen Wasserbock.
Für alle interessierten, hier noch ein kleines Video unseres Rondavels auf der Okambara Elephant Lodge. http://youtu.be/1tT4LJ3hxyY
Teil 609. Apr. 2014
Tag 4, 18.03.2014 - Okambara Elephant Lodge Zuerst mal ich hoffe es werden nicht zu viele Fotos - wir können uns einfach nicht entscheiden 🙁
Für Okambara haben wir uns entschieden, weil wir relaxed in den Urlaub starten wollten. Gleichzeitig hofften wir auf die Chance auf Nashörner und Elefanten zu sehen - die sind im KTP ja eher selten anzutreffen 😉 Vor allem Nashörner haben wir letztes Jahr in Tansania nur durchs Fernglas erkennen können - sprich die standen ganz oben auf der Wunschliste an den Safarigott.
Morning Drive Am Vortag hatten wir einen Game Drive für 06:00 vereinbart. Um 05:45 gabs vor dem Start noch etwas Kaffee - wir waren die einzigen beiden Gäste die so bald raus wollten. War also ein ganz privater gemütlicher Drive. Als wir das "Game Drive Gelände" (zuerst fährt man ca. 7 km durch eine Schlucht) erreichten sahen wir gleich die ersten Gnus und Springböcke. Und dann hatte der Safarigott das erste Mal unsere Wünsche erhört 🤩 .
Die 3 Rhinos haben geschlafen und sind leider nachdem Sie uns gesehen haben recht schnell in den Büschen verschwunden. Trotzdem - wir hatten unsere Rhinos 🙂
Weiter ging es also - wir sahen Schakale, Gnus, unsere ersten Oryxe, Giraffen und vieles mehr.
Auf der Rückfahrt zur Lodge kamen wir beim sehr großen Gehege der Geparden vorbei. Wir hatten Glück - die 3 lagen direkt am Zaun.
Mittag Nach dem Game Drive erholten wir uns ein wenig im Rondavel.
Danach erkundeten wir die Umgebung der Lodge und die kleinere Tierwelt ein wenig.
Beim Mittagessen war dann der Papagei in Freiheit und wir hatten viel Spass mit ihm.
Game Drive Nach Kaffee und Kuchen gings dann raus zum Nachmittags-Drive inkl. Katzenfütterung.
Zuerst waren die Karakale dran:
Dann ging es weiter zu Lulu:
Und schließlich waren auch die Geparde an der Reihe:
Während des Game Drives selbst sahen wir zu Beginn nur die üblichen Verdächtigen. Leider hatten wir dann etwas Wetterpech und gerade als wir einen Elefanten ausgemacht hatten (sollte der einzige des Urlaubs bleiben), begann es stark zu regnen.
Ziemlich durchnässt kamen wir danach zurück nach Okambara und genossen das gemütliche Abendessen mit den Stachelschweinen. Dann fielen wir todmüde ins Bett. Am nächsten Tag erwartete unser erster längerer Fahrtag.
Teil 710. Apr. 2014
Tag 5, 19.03.2014 - Red Dune Camp Heute hatten wir mit fast 400 km eine längere Tagesetappe vor uns. Nach einem gemütlichem Frühstück besuchten wir nochmal alle Katzen. Leider ließ sich Lulu nicht mehr blicken. Dann verabschiedeten wir uns von den netten Gastgebern - war wirklich ein toller Aufenthalt auf Okambara!!!
Hier noch einige Impressionen.
Hauptgebäude
Grillplatz
Wasserloch
Dann ging es für uns auf Pad - und dort waren wirklich tausende Schmetterlinge.
Nach langer fahrt und einer kurzen Mittagspause mit kleiner Jause erreichten wir das Auob Tal - durch das führte uns die weitere Strecke bis in den KTP. Auch das Red Dune Camp liegt im Auob Tal.
Gegen 15:00 erreichten wir Gochas - hier füllten wir unseren Doppeltank auf und ich ging in den Shop einkaufen (Salat wurde leider unabsichtlich auf Okambara eingefroren und war deshalb futsch). Das war wirklich absolut kein Problem - tanken war gegen alle Befürchtungen völlig stressfrei. Und auch das Einkaufen im Shop war kein Problem - Melanie blieb zur Sicherheit im Auto sitzen. Das wäre wahrscheinlich aber überhaupt nicht notwendig gewesen. Außerdem gab es alles was wir brauchten - auch schönen Salat und die fehlenden Ersatzbatterien für unsere Taschenlampen.
Nachdem das erledigt war, legten wir die letzten Kilometer zurück - und kamen bei unserem ersten großen Webervogelnest inkl. Gedenktafel vorbei.
Schließlich wurden wir sehr freundlich im Red Dune Camp empfangen - wir hatten ein Zimmer inkl. Abendessen gebucht. Zuerst machten wir uns mal auf einen kleinen Spaziergang auf die andere Seite des Tals. Die wunderbaren Dünen waren leider für eine Wanderung aufgrund der fortgeschrittenen Zeit etwas zu weit weg.
Nach etwas relaxen und einer sehr angenehmen Dusche gab es Abendessen (Oryxschnitzel) und wir saßen noch länger unter dem tollen Sternenhimmel. Nach dem langen Fahrtag fielen wir dann müde ins Bett.
Teil 811. Apr. 2014
Tag 6, 20.03.2014 - KTP, Kalahari Tented Camp Nach einer ruhigen, angenehmen Nacht und einem guten Frühstück kauften wir noch die letzten 2 Portionen Oryx-Filet für den KTP. Wir hatten damit gerechnet, dass wir am Red Dune Camp mehr Fleisch bekommen würden. Nun hatten wir zu wenig Fleisch - naja vielleicht können wir ja beim Farmstall vor dem KTP unsere Vorräte aufstocken.
Dann fuhren wir also los - endlich ab in den KTP.
Am Weg sahen wir einige Erdhörnchen - zu diesem Zeitpunkt war das noch eine Sensation für uns 😗
Die Etappe war recht kurz und so erreichten wir Mata Mata schon recht bald. Wir fuhren noch zum Farmstall kurz vor dem Grenzposten - dort kauften wir das noch fehlende Fleisch (wiederum Oryx-Filet), wirklich hervorragendes Chutney und noch bessere Kürbiskekse. Wirklich sehr lecker und zu empfehlen.
Dann kam die Grenze - wegen dem Fleisch (wurde vorher noch versteckt) war ich furchtbar nervös. Wir gingen also hinein und füllten die üblichen Papiere aus - dann kontrollierte noch eine Polizistin das Auto. Nach einem Blick auf das Nummernschild und ein paar Notizen kam noch die Frage nach Feuerholz. Als wir das verneinten wars das schon und wir durften rüber nach Südafrika. Also alles kein Problem.
Auf der südafrikanischen Seite checkten wir zuerst mal ein. Nach Feuerholz wurden wir wieder gefragt - wir hatten aber noch immer keines mit 😁
Und dann waren wir im KTP - an der Tanke ließen wir die Luft aus den Reifen (runter auf 1.5 bar) und inspizierten den Shop. Dort gibt es wirklich nicht viel frisches - aber immerhin Toastbrot. Wir hatten etwas wenig Brot und wussten nun also das wir uns dort zur Not eindecken könnten.
Dann brachen wir zum Kalahari Tented Camp auf - es war zwar erst ca. 12:00 Uhr - aber wir hofften schon unser "Zelt" beziehen zu können. Die ersten Tiere sahen wir auch schon auf den 4 Kilometern.
Beim KTC angekommen konnten wir auch tatsächlich unser "Zelt" (Unit #3) schon beziehen. Super - wir packten also aus und richteten uns ein. Dann genossen wir ein Windhoek Lager auf der Terasse und beobachteten einige Mangusten und Erdhörnchen.
Danach konnte uns aber nichts mehr halten - wir starteten unseren allerersten Selbstfahrer Game Drive. Wir wollten eigentlich nur kurz mal raus, damit wir dann was Essen und nach dem Essen nochmal eine Runde fahren konnten.
Wir sahen die üblichen Verdächtigen - Strauße, Springböcke, Oryxe und Red Hartebeest.
Beim Viertiente Boorgrat sahen wir dann unsere "Gaby". Ja, wir haben dieser Giraffe einen Namen gegeben 🙂
Und zwar weil sie direkt neben der Straße stand (das war zu diesem Zeitpunkt noch eine Sensation ;-)) und außerdem die erste Giraffe war, die wir beim Trinken am Wasserloch beobachten durften.
Nach einer Weile ließen wir Gaby alleine und fuhren weiter - wir sahen noch mindestens 3 Mal weitere Giraffen.
Bei Urikaruus drehten wir um - das war doch viel weiter als geplant und es war mittlerweile schon fast 16:00. Naja egal - also kein Abend-Drive mehr.
Am Rückweg gab es nicht wirklich etwas anderes als beim Hinweg.
An einem Wasserloch (ich glaube es war Craigs Lockhart) sahen wir einen Adler der trank und schön für uns posierte.
Heute also keine Katzen - naja, man kann ja nicht gleich am ersten Tag das große Glück haben. Der Safarigott weiß schon was er tut!
Zurück im KTC, warfen wir unseren Grill an und genossen die angenehme Abendstimmung. Es gab Club Steak mit Maiskolben, Bohnen, Kürbisgemüse und Kartoffeln. Einfach herrlich in der wundervollen Umgebung zu grillen.
Und jetzt noch ein Foto von Griller und Tisch. Somit hätten wir also auch das Beweisfoto mit Tischtuch. Bitte auch unbedingt die Farbwahl des Tischtuchs beachten 🤩 😗
Nach einer sehr angenehmen Dusche saßen wir auf der Terasse und tranken noch das eine oder andere Gläschen Wein unter dem wirklich grandiosen Sternenhimmel. Als wir grade zu Bett gehen wollten, kam uns noch ein Schakal besuchen. Leider war der zu schnell für ein Beweisfoto.
Tag 7, 21.03.2014 - KTP, Kalahari Tented Camp Im März kann man ab 06:30 rausfahren - unser Wecker läutete also um 05:45. Nach einem schnellen Kaffee packten wir unsere Sachen zusammen (etwas Essen für unterwegs) und fuhren los. Wir waren das zweite Auto. Es ist einfach ein Wahnsinns-Gefühl - und heute würde der Safarigott uns sicher ein paar Kätzchen zeigen.
Beim ersten Wasserloch (Sitsas) waren gestern früh ein paar Löwen und wir hofften auf unser Glück - als wir über die Kuppe fuhren, war es dann so weit. Wir sahen unsere ersten Löwen. Ein Männnchen und ein Weibchen. Etwas weiter weg mitten im Flussbett.
Wir blieben etwas stehen, die beiden verschwanden aber recht schnell und so mussten wir wohl oder übel weiterfahren.
Auf einem Baum bei Craigs Lockhart saß dann ein Geier.
Ein Stückchen weiter stand am Wegrand ein Auto - Richtung Dünen waren ziemlich dichte Büsche. Nach kurzer Zeit entdeckten wir den ersten Löwen beim Fressen. Dann sahen wir immer mehr. Es waren insgesamt 4 Löwen die die Reste eins Gnus verspeisten. Den Pascha haben wir sogar mit Kopf im Maul erwischt. Leider etwas weit weg und hinter viel Dickicht.
Nach einer guten Stunde fuhren wir etwas weiter uns sahen einige Meter weiter im Flußbett die Reste des Kadavers. Dieser wurde grade von einem Schakal bearbeitet.
Wir fuhren weiter bis bis zum Rastplatz kurz vor Rooibrak, machten eine längere Pause und aßen unseren Salat. Was will man mehr - zwei Mal Löwen am Morgen. Danke Safarigott!
Nach der Pause ging es weiter Richtung Twee Rivieren.
Unter einem Baum lagen ein paar Hyänen.
Wir sahen unsere erste Schildkröte - etwas auf das wir uns auch sehr gefreut haben!
Dann kamen wir in Twee Rivieren an und machten wieder eine Pause. Wir aßen die Reste vom Salat und sahen uns etwas um.
Nach der Pause machten wir uns wieder auf den Rückweg. Wir kamen bei einem Sekretär und einer großen Straußenfamilie vorbei.
Als wir wieder bei beim Löwenrudel mit Riss von heute morgen vorbeikamen, waren die Löwen nicht mehr versteckt in den Büschen sondern lagen direkt am Straßenrand. Nur der Pascha lag noch weiter weg und war nur ganz selten kurz zu sehen.
Um 19:00 war Gate-Time - und wir hatten noch einen weiten Weg vor uns. Wir beobachteten die Löwen noch ein wenig und mussten dann leider weiter. Der Tag war nun endgültig perfekt - Löwen ganz nah. Echt toll.
Doch es ging in diesem Takt weiter - auf einmal standen zwei Löffelhunde im Flussbett. Vor Ort dachten wir es seine Kapfüchse, haben uns mittlerweile aber überzeugen lassen, dass es Löffelhunde sind. Somit fehlen uns noch Kapfüchse und wir müssen unbedingt wieder in den KTP 🤩
Leider waren die beiden sehr scheu und als ein nachkommendes Auto näherkam waren die beiden schnell weg.
Wenige Meter weiter war eine Riesenschildkröte unterwegs.
Die Abendstimmung ist einfach traumhaft.
Naja nun waren wir fast im KTC angekommen. Es war echt ein super Tag. Ca. 3 km vor dem KTC sahen wir auf einmal 3 Autos am Straßenrand stehen. Was das wohl zu bedeuten hat. Natürlich schlenderte ein wunderschöner Löwenpascha gemütlich neben der Straße Richtung KTC. Wunderbar.
Es war 18:40 - der Löwe spazierte ca. 15 Minuten neben der Straße. Dementsprechend war auch der Verkehr auf der Straße 😉
Um 5 Minuten vor 19:00 Uhr - also gerade noch rechtzeitig - kamen wir dann ins KTC zurück. Wir grillten wieder (diesmal im Dunklen) und genossen das Abendessen in der Küche. Auf der Terasse nahmen wir noch ein paar Drinks zu uns und ließen den tollen Tag Revue passieren.
Teil 1012. Apr. 2014
Tag 8, 22.03.2014 - KTP, Kieliekrankie Diese Nacht war die letzte im KTC - die nächsten beiden Nächte werden wir in den Dünen bei Kieliekrankie verbringen. Wir hatten am Vorabend schon das meiste zusammengepackt - als der Wecker um 05:45 läutete, kochten wir uns erst mal etwas Kaffee. Dann packten wir unser gesamtes Hab und Gut ins Auto und fuhren pünktlich um 06:30 weg.
Gestern hatten wir ja 4 mal Löwen - wir waren schon gespannt, was der Safarigott heute mit uns vor hat. Zuerst sahen wir einen Schakal der durchs Flußbett streunte.
Als wir beim Viertiende Boorgrat ankamen wurde es interessant. Dort war zwar nichts los, als wir aber etwas weiter fuhren kam uns ein Auto entgegen - die Fahrerin deutete uns "Daumen hoch". Eine Kurve weiter sahen wir drei Löwen gemütlich Richtung Wasserloch gehen. Wir machten ein paar Fotos und drehten sofort um und fuhren zurück zum Wasserloch. Dort hatten wir natürlich dann Pole Position - hinter uns kamen dann immer mehr Autos und am Ende war es dann wirklich ziemlich voll.
Nach diesem tollen Löwen-Erlebnis - am besten waren die Sprünge zum Wasserloch hin - legten sich die Löwen etwas Abseits vom Wasserloch in den Schatten.
Wir blieben noch eine ganze Weile bei Ihnen und fuhren dann weiter Richtung Twee Rivieren.
Vor dem ersten Rastplatz sahen wir nochmal Giraffen.
Danach kamen wir zum Rastplatz und frühstückten erst mal ausgiebig. Während dem Frühstück bemerkten wir am Dünenrand eine Gruppe Hyanen.
Als wir weiter fuhren entdeckten wir in einem Webervogelnest eine Schleiereule.
Auch eine Schildkröte kreuzte wieder unseren Weg.
Kurz vor Twee Rivieren entdeckten wir in den Dünen ein Steinböckchen (hoffe diese Bestimmung ist korrekt).
In dieser Gegend halten sich nicht alle an die Verkehrsregeln.
In Twee Rivieren tankten wir und fuhren dann wieder die Strecke zurück nach Kieliekrankie. Dort kamen wir gegen 13:00 Uhr an und richteten uns ein.
Echt super dort - mitten in den Dünen. Und das Wasserloch ist viel näher als im KTC. Wir entschlossen uns dann diesmal schon am Nachmittag zu grillen.
Nach dem Essen saßen wir noch etwas auf der Terasse und fuhren dann nochmal raus. Es war diesmal recht ruhig.
Wir kamen aber nochmal bei unserer Schleiereule vorbei.
Auch eine größere Gnu-Herde beglückte uns.
Und am Straßenrand wartete eine Fuchsmanguste auf uns.
In der Ferne zogen viele Regenwolken auf - die Abendstimmung war dadurch aber traumhaft.
Um kurz vor 19:00 Uhr kamen wir zurück nach Kieliekrankie und wir machten es uns noch auf der Terasse gemütlich. Dort besuchte uns noch etwas später eine Gottesanbeterin.
Nachdem uns der Wecker wie üblich um 05:45 geweckt hatte, fuhren wir heute das ersten mal von Kieliekrankie aus ins Nossob-Tal. Die ca. 30 Kilometer über die Dünen sind eigentlich eher langweilig (im Flusstal tut sich mehr) - aber wir wollten mal wieder eine neue Gegend sehen.
Am Nossob angekommen sahen wir gleich mal ein Red Hartebeest und einen Adler.
Beim Rastplatz bei Melkvlei vertraten wir uns die Beine und waren schon etwas enttäuscht - bisher war der Morgen ja Katzenfrei. Wir fuhren einen Kilometer weiter und plötzlich kam uns etwas komisch vor. Ein Oryx lief vom Straßenrand direkt auf unser Auto zu. Normalerweise drehen die ja dann ab - aber der wollte es wirklich wissen und schien völlig verwirrt. Auch die restlichen Oryx der Herde verhielten sich sehr auffällig und schienen sehr unruhig. Wir machten halt und sahen uns um - im Flußbett entdeckten wir zwei Schakale.
Und auf einmal sahen wir etwas weiter hinter einen Kopf. Erst der Blick durchs Fernglas bestätigte uns Geparde beim Fressen. Ohne das komische Verhalten der Oryxe hätten wir die Geparden sicher nicht entdeckt - dazu waren die einfach zu weit weg.
Wir standen lange bei den Geparden. Wir freuten uns wirklich riesig. Als die drei immer inaktiver wurden fuhren wir noch ein Stückchen weiter Richtung Nossob. Es waren wirklich sehr viele Tiere unterwegs. Hier ein paar Impressionen.
Beim nächsten Rastplatz (bei Dikbaardskolk) machten wir Pause und genehmigten uns etwas zu Essen. Dann drehten wir wieder um - wir hofften unsere Geparden von heute früh vielleicht noch etwas näher erleben zu dürfen.
Und tatsächlich - die drei lagen nun mit Ihrem Riss etwas näher bei der Straße unter einem Baum.
Nach wiederum längerer Zeit fuhren wir wieder ein Stück weiter Richtung. Am tollen Wasserloch von Kij Kij entstand folgendes Foto.
Kurz vor Rooiputs war es dann so weit - auf das haben wir auch sooo gehofft. Erdmännchenzeit. Es war extrem heiß - wir hielten trotzdem eine Stunde aus und beobachteten die süßen Kerle.
Naja es ging dann natürlich doch mal weiter. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit änderten wir unsere ursprünglichen Pläne. Wir fuhren weiter bis Twee Rivieren und dann nach Kieliekrankie. Wir waren somit wieder den ganzen Tag unterwegs. Gegrillt wurde somit wieder erst ab kurz vor Sonnenuntergang.
Hier noch einige Impressionen von der weiteren Fahrt.
Und hier noch ein paar Bilder aus der Umgebung von Kieliekrankie.
Teil 1213. Apr. 2014
Tag 10, 24.03.2014 - KTP, Urikaruus Heute ist unser letzter Tag in Kieliekrankie - endlich gehts nach Urikaruus. Wir freuen uns schon sehr und der Tag beginnt wie gewohnt um 05:45. Nach einem Kaffee packen wir unser Zeug zusammen und verladen alles im Auto.
Mit dem Ranger in Kieliekrankie reden wir und er gibt uns ein paar Sachen für Eric von Urikaruus mit. Außerdem sagt er uns wir können sicher schon um 12:00 einchecken - er funkt Eric an, das wäre kein Problem. Perfekt - so macht das Spass. Dann machen wir jetzt einen gemütlichen Morning Drive und genießen dann Urikaruus.
Wir legten also los und entschieden uns wieder für eine Fahrt Richtung Nossob. Ein Leopard bzw. Geparden etwas näher standen noch ganz oben auf unserer Wunschliste. Wir fuhren also wieder über die Dünen und kamen im Nossob-Tal an.
Dort trafen wir auf eine alte Bekannte, die wir gestern bei den Geparden kennengelernt hatten. Sie erzählte uns von Löffenlhunden Richtung Twee Rivieren - also fuhren wir zuerst mal in diese Richtung. Von den Löffelhunden fehlte leider jede Spur und wir drehten kurz vor Rooiputs wieder um.
Bei Kij Kij tat sich leider nichts aufregendes. Also fuhren wir weiter. Etwas weiter vorne schien ein Auto recht langsam in unsere Richtung zu rollen. Und dann erkannten wir Katzen im Flussbett. Sehr weit weg. Und ein paar davon schienen kleiner zu sein als die anderen - komisch.
Und dann erkannten wir Sie - die Löwenfamilie. Die kamen zum Trinken direkt nach Kij Kij. Und wir wieder in Pole Position. Kleine Löwen hatten wir uns beide gewünscht - ohne es laut auszusprechen. 🤩 🤩 🤩
Der Safarigott meinte es sehr gut mit uns! Jetzt kommen seeehr viele Fotos - sorry 😊
Nach einiger Zeit war der Durst gestillt und es war Kuschelzeit.
Irgendwann wurde es dann doch zu heiß und die Löwenfamilie verzog sich weit weg hinter einen Baum. Für uns war es also auch Zeit das Feld zu räumen - überglücklich fuhren wir weiter Richtung Nossob.
Beim Gepardenriss von gestern waren heute Geier und Schakale zu sehen.
Erdmännchen entdeckten wir ebenfalls nochmal - diesmal aber weit von der Straße entfernt.
Und auch eine Schildkröte sahen wir wieder - toll diese Tiere.
Bei Dikbaardskolk machten wir Rast und aßen etwas.
Dann fuhren wir über die Dünen zurück ins Auob-Tal und checkten in Urikaruus ein. Dort angekommen begrüßte uns Eric recht freundlich und zeigte uns die Unit 4.
Ich hatte ja gehört, dass es im Schlafzimmer manchmal Fledermäuse gibt. Hab das gleich überprüft - es hingen keine an der Decke. Und woanders können Fledermäuse ja nicht sein - als an der Decke hängen. Also alles kein Problem. Wir hörten zwar irgendwas fiepsen - aber da haben wir uns wohl getäuscht. Wirklich toll hier - mitten im Flußbett. Wir grillten und machten es uns gemütlich.
Nachdem wir gut ausgeruht waren, fuhren wir nochmal los. Noch bevor wir auf die Haupstraße kamen, sahen wir einige Giraffen. Die schienen gradewegs auf das Wasserloch vor Urikaruus zuzusteuern.
Zuerst wollten wir nicht umdrehen - wir entschieden uns dann aber trotzdem dafür zurück nach Urikaruus zu fahren und auf die Giraffen am Wasserloch zu warten. Nach 15 Minuten war noch keine Spur von den Giraffen. Also setzten wir uns enttäuscht wieder ins Auto. Jetzt hatten wir die beste Zeit umsonst vertan.
Als wir das Flussbett wieder erreichten, fuhren wir noch 3 Kurven und dann meinte es der Safarigott wieder sehr gut mit uns. Direkt neben der Straße waren 2 Geparden und rieben sich an einem Baum.
Die beiden nahmen dann recht schnell über eine Düne reißaus. Aber wir gaben nicht auf - die mussten ja wieder runter und auf die Straße. Wir fuhren mehrfach hin und her - und dann fanden wir die beiden tatsächlich wieder. Sie liefen dann eine Zeit lang in der nähe der Straße und wir verfolgten die beiden bis kurz vor 19:00.
Wirklich ein Traum. Wir konnten unser Glück kaum fassen. Danke Safarigott! Glücklich kamen wir zurück und nahmen einen Drink. In der Küche sahen wir nun auch die bereits aus dem Forum bekannte Maus.
Süss - in der Küche kein Problem. Hoffentlich haben wir die nicht im Schlafzimmer - da war ja das Fiepsen vom Nachmittag. Naja - wir gingen dann Duschen und ins Bett.
Als wir das Licht abdrehten hörten wir das Fiepsen schon etwas lauter - und ein Scharren. Oh mann - was ist denn da los. Na dann leuchten wir mal mit der Taschenlampe das Zimmer aus.
Naja - und dann war es so weit. Batman stellte sich vor 🙂
Über unseren Köpfen im Licht der Taschenlampe flog eine Fledermaus Ihre Kreise und gab Laute dabei. Oh mann. Was nun? So schlafen wir keine Minute. Ich also geduckt (damit mich die Fledermaus nicht erwischt ;-)) aus dem Bett. Ich habs - einfach die Terassentüre aufmachen - dann fliegt die sicher raus.
Also Tür auf - leider nach 15 Sekunden kein Erfolg. Dafür sah ich draußen etwas herumfliegen - oh nein. Da wird doch nicht von draußen ... und dann war es so weit - Robin stieß zu Batman und nun flogen zwei Fledermäuse über unseren Köpfen 🙂
Jetzt waren wir etwas verzweifelt. Also Tür zu, Taschenlampe aus - rein ins Bett und Decke über den Kopf. Wenige Momente später war wieder Ruhe. Die beiden Fledermäuse zogen in die Zimmerdecke zurück. Durchatmen - wir konnten ja eh nichts machen. Also nochmal mit Peaceful Sleep (wir hatten auch Mosquitos im Zimmer) eingesprüht und versuchen zu schlafen.
Die Fledermäuse flogen nur noch einmal in der Nacht herum - öfter weckte uns aber das Fiepsen und Scharren der beiden. Zusätzlich begann es in der Nacht auch noch immer wieder stark zu regnen. Alles in allem eine sehr unruhige Nacht. Viel geschlafen haben wir nicht.
Aber wir habens überlebt - und im Nachhinein von hier aus betrachtet eigentlich alles halb so schlimm. Aber ich werde diese Nacht sicher nie in meinem Leben vergessen.
Wir haben gerade diskutiert, ob wir nochmal hinfahren würden. Die Antwort ist ja. Die zweite Nacht war nur halb so schlimm (da waren keine Mosquitos und kein Regen). An die Fledermäuse gewöhnt man sich irgendwie auch - schließlich fahren wir ja alle wegen der Tiere hin 😛. Zwar zumindest wir nicht unbedingt wegen dieser Tiere - aber trotzdem. Und von der Lage ist Urikaruus einfach ein Traum!!!
Tag 11, 25.03.2014 - KTP, Urikaruus Der Wecker läutete um 05:45 - also raus aus den Federn. Die Nacht war anstrengend - draußen war es leider stark bewölkt - aber es regnete nicht mehr. Mal sehen ob wir heute was entdecken würden.
Nach dem morgendlichen Kaffee gings also raus auf die Piste. Es war eher wenig los - und nach kurzer Zeit begann es auch wieder etwas zu regnen. Die Pisten waren nass und teilweise waren größere Wasserlöcher auf der Straße. So machte sich der Hilux (mit dem war das natürlich kein Problem) mal bezahlt und das Fahren machte richtig Spass.
Nach einiger Zeit blieb ein entgegenkommendes Auto stehen und erzählte uns von Löwen am Strassenrand. Wir hätten gerne einen Leopard genommen, aber der Safarigott weiß ja was er tut. Also wir gemäß Beschreibung die Löwen gesucht. Zuerst sind wir 2 Runden um das falsche Wasserloch gefahren 🙂
Dann waren wir aber gerade rechtzeitig bei den Löwen - die waren nämlich gut drauf und sehr aktiv (besonders heiß war es heute ja nicht). Jetzt kommen leider wieder ein paar mehr Bilder 😗
Und dann sahen wir wirklich mal Katzen in Action - das war echt ein Erlebnis.
Das war aber noch nicht alles oder?
Nach einer Weile hatten die beiden dann aber genug von der Show und chillten etwas weiter Weg unter einen Baum. Wir fuhren dann auch weiter Richtung Mata-Mata. Dort Frühstückten wir zuerst mal und fuhren dann zurück Richtung Urikaruus.
Hier noch einige Impressionen vom Rückweg - es begann leider wieder stärker zu regnen. Wir kamen auch bei den Löwen vorbei - die lagen aber nun relativ faul unter demselben Baum wie vorhin.
Zurück in Urikaruus unterhielten wir uns etwas mit Eric - auch bezüglich unserer Fledermauserlebnisse - und ruhten uns dann etwas aus. Wir schliefen sogar etwas.
Gegen 17:00 fuhren wir nochmal etwas los - das Wetter war wieder besser und es war ja unser letzter Tag im KTP 🙁 Wehmütig fuhren wir los - einen Leopard würden wir wohl nicht mehr sehen. Naja - wir hatten wirklich tolle Sichtungen. Und wer weiß - vielleicht ja morgen früh.
Wir sahen neben den üblichen Verdächtigen nochmal ganz tolle Giraffen und spielwütige Gnus. Zum Abschluss hatten wir kurz vor Urikaruus nochmal Löffelhunde.
Zurück in Urikaruus grillten wir das letzte mal im KTP und genossen den tollen Abend. Zur Feier des Tages köpften wir neben zahlreicher Bier auch noch eine Flasche Wein 🙂
Relativ spät gingen wir zu Bett und schliefen bald ein. Batman und Robin waren heute viel weniger aktiv und fiepten nur hin und wieder. Alles halb so wild!
Tag 12, 26.03.2014 - Alte Kalköfen Lodge Der allerletzte Tag im KTP war also angebrochen - heute hatten wir eine sehr lange Tagesetappe bis zur Alten Kalköfen Lodge (100 km nach Keetmanshoop) vor uns. Wir wollten noch einen gemütlichen Morning-Drive bis Mata-Mata machen und dann nach einem Frühstück gleich weiterfahren. Der Wecker läutete also wieder um 05:45 und nach einem Kaffee verabschiedeten uns von Eric.
Beim Fahren auf die Hauptstraße dachte ich natürlich an den fehlenden Leopard - und dann fiel mir ein, dass wir ja noch nicht mal eine Hyäne von wirklich nahem gesehen haben. Naja - wir hatten ja viel Glück.
Im Flussbett angekommen, sah ich etwas auf uns zukommen - na bitte, geht doch. Der Safarigott hat offenbar meine Gedanken gelesen und uns eine Tüpfelhyyäne vorbeigeschickt. Diese hielt zielstrebig auf das Urikaruus Wasserloch zu. Wir also zurück nach Urikaruus und wieder hatten wir von unserer Unit 4 Pole Position auf die trinkende Hyäne.
Dann kam die Hyäne direkt zu uns und suchte nach Futter. Nach einiger Zeit hatte Sie aber genug und verschwand über die Dünen. Wieder eine tolle Sichtung - so ganz aus der Nähe!
Dann fuhren wir aber wirklich los - und sahen nochmal einige Giraffen und einen Toko.
Dann waren wir in Mata-Mata angekommen, tankten und verabschiedeten uns vom extrem tollen KTP. Wenns irgendwie möglich ist, kommen wir zurück - der Leo fehlt uns ja noch 🙂
Dann ging es weiter über die Dünen der Kalahari - die Strecke war hier recht anstrengend, aber wunderschön.
Nachdem wir die Dünen hinter uns gelassen haben, war die Straße bis Keetmanshoop in sehr schlechtem Zustand. Immer wieder große Wasserlöcher - dadurch musste man sehr vorsichtig und langsam fahren.
Kurz vorm Köcherbaumwald sahen wir am Straßenrand nochmal einen Löffelhund.
Beim Köcherbaumwald machten wir dann Mittagspause und spazierten ein wenig herum.
In Keetmanshoop tankten wir auf (ohne irgendwelche Probleme) und ich ging dann noch kurz in den Spar um unsere Vorräte aufzufrischen. Melanie blieb zur Sicherheit im Auto sitzen. Der Spar ist extrem gut sortiert - dort gibt es wirklich alles. Als ich fertig war, sagte der Parkwächter er hätte gut auf das Auto und meine Frau aufgepasst ... naja, er hat trotzdem eine Kleinigkeit bekommen. Auch hier kein Problem - aber schon etwas mehr Leute die herumlungern. Ruhigen Gewissens hätte ich das Auto da nicht ohne Aufsicht stehen lassen.
Dann ging es die letzten 100 km auf der Asphaltstraße (das war vielleicht ungewohnt!) zur Alten Kalköfen Lodge. Wir wünschten uns nun wirklich etwas Luxus - und dank Bayern Schorsch haben wir uns entschlossen hier zu übernachten (anstatt direkt in Keetmanshoop). Bei der Lodge wurden wir dann freundlich begrüßt und wir waren wirklich hin und weg über die Atmosphäre und die wunderschöne Lodge. Noch dazu waren wir an diesem Tag die einzigen beiden Gäste!!!
Hier ein paar Fotos der Lodge.
Man kann auch wunderbar die "lebenden Steine" besichtigen.
Nach einer Dusche machten wir Dank dem Reisebericht vom Bayern Schorsch den Sundowner Drive - und warteten auf die versprochene Überraschung. Und die gab es - war echt gaaaaanz toll!!! Wer dort ist - unbedingt den Drive mitmachen.
Danach gab es lecker Abendessen und wir gingen bald ins Bett - die Zeit im KTP hat schon einiges an Energie gekostet.
Tag 13, 27.03.2014 - Fish River Lodge Nach einem tollen Frühstück unternahmen wir noch einen kurzen Spaziergang auf der Alten Kalköfen Lodge. Diese kann man wirklich nur wärmstens empfehlen.
Die heutige Etappe war recht kurz und führte uns zur Fish River Lodge - wir haben uns aufgrund der Lage direkt am Canyonrand für diese Lodge entschieden. Die Lodge ist nicht ganz billig, aber dafür wollten wir nur einen Tag am Canyon bleiben.
Die ca. 100 km bis zur Abzweigung auf eine Privatstraße vergingen recht schnell.
Die restlichen ungefähr 15 Kilometer waren sehr anstrenged auf einer recht schlechten Straße.
Für die beschwerliche Anreise entschädigt dann aber der erste Blick in den Canyon von der Hotellobby aus.
Nach einem Kaffee und etwas relaxen in der Sonne, gingen wir zum nächsten Aussichtspunkt am Canyon. Man erreicht den Aussichtspunkt nach ca. 45 Minuten - es war schon recht heiß, aber wirklich sehr schön.
Wieder zurück in der Lodge genossen wir den Ausblick in den Canyon von unserem Zimmer und vom Pool aus. Hier noch ein paar Bilder vom Zimmer und dem Ausblick in den Canyon:
Später fuhren wir dann beim Sundowner Drive mit. Man fährt zu insgesamt 3 verschiedenen Aussichtspunkten - am Schluss gibt es dann natürlich ein paar Drinks. Der Guide war ganz toll und hat sehr viele interessante Geschichten erzählt.
Nach dem Abendessen genossen wir den Sternenhimmel noch etwas auf unserer Terasse und gingen zu Bett. Die Lodge ist wirklich sehr schön gelegen und toll ausgestattet. Das schlägt sich aber auch im Preis nieder.
Tag 14, 28.03.2014 - Klein Aus Vista Das Aufwachen mit dem Ausblick ist wirklich fantastisch. Nach einem entspannten Frühstück brachen wir bald auf - wir hatten heute eine etwas längere Etappe nach Aus vor uns. Und wir waren schon sooo auf Eagles View gespannt - das hatten wir vorreserviert. Hoffentlich klappt das.
Nach den 15 anstrengenden Kilometern kamen dieselben 100 km von gestern zurück zur Alten Kalköfen Lodge auf die Asphaltstraße Richtung Aus dran. Bei der Alten Kalköfen Lodge beglichen wir noch unsere Rechnung von vorgestern per Kreditkarte. Gestern hat die Karte nicht funktioniert.
Dannn fuhren wir wieder aus Asphalt bis Aus. Die Landschaft wurde immer unwirklicher.
In der Ferne erkannte man immer schon wieder einige Dünen der Namib.
In Aus angekommen, aßen wir im Bahnhofshotel einen Kuchen und tranken Kaffee.
Danach fuhren wir weiter nach Klein-Aus-Vista und checkten ein. Wir nahmen uns gleich Braai- und Frühstückspacket mit und bekamen tatsächlich den erhoffent Schlüssel für Eagles View. Dann also die letzten Kilometer zum Eagles View. Und dann gingen wir rein - ein Traum. Einfach echt super und besser als wir es uns vorgestellt hatten.
Nach einem Drink und etwas relaxen auf der Terasse, entschlossen wir uns noch die Mountain-Wanderung zu machen. Im Prinzip geht es dabei einmal rund um den Hügel an dem die Eagles Nest Häuser gebaut sind und dann über einen kleinen Pass wieder zurück. Dauert ca. 2 Stunden und man kommt auch beim berühmten Diamantenraub-Auto vorbei 🙂
War ganz toll - hier einige Impressionen.
Dann machten wir es uns gemütlich. Wir grillten das Braai Packet (Vorspeise: Toast zum Grillen in Alufolie, Oryxfilet - reichlich, zwei Boerewors, zwei kleine Kartoffeln, griechischer Salat, Nachspeise: zwei Tortenstücke) machten es uns mit einem Fläschchen Wein auf der Terasse gemütlich. Später versuchten wir uns noch am Taschenlampen-Schreiben und an der Fotografie des wundervollen Sternenhimmels. Leider mit wenig bis gar keinem Erfolg. Da müssen wir noch üben!
Tag 15, 29.03.2014 - Klein Aus Vista (Lüderitz) Nach einer sehr angenehmen Nacht standen wir auf und genossen erst mal die tolle Stimmung.
Danach kochten wir uns Kaffee und machten uns über das reichliche Frühstückspacket her. Natürlich jetzt kein Frühstücksbuffet, aber reichlich von allem. Dann war Eile geboten - wir wollten ja noch die erste Führung in Kollmannskuppe um 09:30 mitmachen. Wir fuhren zurück zur Lodge und gaben noch etwas Wäsche zum Waschen ab und fuhren los. Es sind rund 100 km, die man neben der Eisenbahnlinie nach Kollmannskuppe fährt.
Dort angekommen waren wir gerade rechtzeitig für die Führung. Es waren ziemlich viele Leute dort - sowas waren wir gar nicht mehr gewohnt 🙂 Gottseidank wurde die Gruppe geteilt - in Deutsch- und Englisch sprechende Teilnehmer. Die Führung war wirklich sehr interessant und ich würde das wirklich jedem empfehlen der sich ein wenig für das Leben der Leute damals interessiert.
Nach der Führung gingen wir nochmal alleine durch Kollmannskuppe und machten ein paar Fotos.
Turnhalle
Kühlschrank
Krankenhaus und Häuser
Eisfabrik
Kühlraum
Kegelbahn
Dann ging es weiter Richtung Lüderitz. Dort angekommen fuhren wir eine Runde durch die Stadt - es war Samstag und sehr wenig los. Sehr einladend bzw. wohl fühlten wir uns nicht - wir beschlossen erst mal zum Diaz Point und zu Halifax Island zu fahren.
Man fährt die ganze Zeit durch das Diamantensperrgebiet.
Am Diaz-Point angekommen war es leicht windig. So leicht, dass man wirklich aufpassen musste ins Meer geweht zu werden 🙂 Es war nicht angenehm - aber immerhin waren wir am Meer. Baden wollten wir allerdings nicht gehen 🙂
Wir blieben nur kurz und fuhren etwas weiter Richtung Halifx Island und konnten einen Blick (mit dem Fernglas) auf die Pinguine werfen:
Immerhin besser als nichts - am Rückweg Richtung Lüderitz fuhren wir noch nach Griffith Bay und kamen einigen Flamingos ganz nahe. Man sieht hier auch recht schön auf Lüderitz.
Zurück in Lüderütz fuhren wir nochmal eine Runde.
An der Waterfront parkten wir unser Auto und gingen ein Stück spazieren. Im 1. Stock in einem Fischrestaurant aßen wir dann eine Kleinigkeit. Wir probiereten das erste mal Austern - gegrillt. Waren ganz lecker.
Dann ging es zurück zum Eagles View - am Weg dort hin sahen wir noch einige Wildpferde.
Dann waren wir wieder zurück und genossen den Abend im tollen Eagles View!
Teil 1818. Apr. 2014
Tag 16, 30.03.2014 - Sossusvlei Heute war unsere schöne Zeit im Eagles View leider vorbei.
Die Route führte uns weiter Richtung Sossusvlei. Wir hatten eine lange Fahrt vor uns und beim Beladen des Autos wurden wir aber aufgehalten und bekamen direkt vorm Eagles View Besuch.
Als wir uns dann vom Besuch losreißen konnten fuhren wir ab und kamen bald auf die D707.
Dort hatten wir auch wieder einen guten Draht zum Safarigott und sahen einen Wüstenwaran.
Die D707 ist wirklich sehr schön.
Etwas später kamen wir dann in den Namib-Naukluft Park und hatten auch das Glück unsere ersten Zebras im Urlaub zu sehen.
Dann waren wir im Sossusvlei angekommen. Nach langem Hin und Her haben wir uns für die Sossus Dune Lodge entschieden. Trotz des sehr stolzen Preises. Wir wollten einfach den Vorteil haben frühmorgens bei den Dünen zu sein. Vorab: Die Lodge ist schön - aber ein zweites Mal würde ich das nicht mehr buchen. Die Lodge ist staatlich - und so wurden wir auch empfangen 🙂
Die Zimmer sind aber wirklich sehr schön.
Nach etwas relaxen fuhren wir zum Sesriem Canyon und machten es uns dort mit einem Windhoek Lager und einem Savannah gemütlich.
Den Sundowner genossen wir dann auf unserer Terasse - beim guten Abendessen haben wir dann (wir wollten das ganz entspannt und ohne Fahr- bzw. Suchstreß angehen) den Morning Drive ins Sossusvlei gebucht.
Tag 17, 31.03.2014 - Sossusvlei Um 05:00 wurden wir geweckt - um 05:30 gab es Kaffee in der Lobby und um 05:45 brachen wir auf.
Unser Auto war mit 10 Personen vollbesetzt. Angesichts meines Zustandes (sehr sehr müde), war ich aber wirklich froh nicht selbst fahren zu müssen. Nach 60 Kilometern im Dunklen auf Asphalt erreichten wir die letzten 5 Richtung Sossusvlei. Ich hatte vor diesen 5 Kilometern beim Selberfahren ja etwas Respekt - im Dunklen konnte man aber nicht viel sagen. Vor allem da ich ganz hinten saß und recht wenig sehen konnte.
Angekommen machten wir uns sofort auf Richtung Big Daddy. Wir stiegen nicht ganz hinauf, aber doch ein gutes Stück. Oben angekommen wurde es grade ein wenig hell und wir wurden wirklich für die Aufstiegsmühen belohnt.
Nachdem wir lange die tolle Aussicht genossen hatten und die ersten Sonnenstrahlen das nebenan liegende Dead Vlei erreicht hatten, stiegen wir von der Düne ab. Das ging wesentlich leichter als der Aufstieg und machte mehr Spaß 🙂
Nun machten wir also noch ca. eine Dreiviertelstunde das Dead Vlei unsicher.
Im Dead Vlei waren natürlich schon einige mehr Leute als zu Beginn auf der Düne - trotzdem es ist wirklich wundervoll dort.
Dann trafen wir uns wieder mit der Gruppe und brachen auf zum gemeinsamen Frühstück am Rastplatz. Das war echt toll - alles was das Herz begehrt. Später gingen wir noch eine kleine Runde und fuhren dann zurück zur Lodge.
Am Rückweg sahen wir auch einige Oryx.
Der geführte Ausflug war alles in allem ganz toll - natürlich waren wir nicht alleine, aber trotzdem. Wesentlich stressfreier als alleine.
Nach etwas Entspannung, einem kleinen Nickerchen im Hotel, brachen wir am Nachmittag wieder Richtung Sossusvlei auf. Diesmal mit dem eigenen Auto.
Wir machten an der Düne 45 halt und aßen eine Kleinigkeit aus unserer treuen Kühlbox.
Dann fuhren wir weiter Richtung Dead Vlei Parkplatz. Die 5 Sandkilometer schafften wir ohne große Probleme - ich hatte zwar Bammel, aber alles in allem war es kein Problem.
Am Parkplatz angekommen, sahen wir, dass die meisten Leute schon wieder aus dem Dead Vlei zurückkamen. Wir packten unseren Rucksack und machten uns auf den Weg.
Im Vlei angekommen waren genau noch wir und eine dreiköpfige Familie.
Aber auch diese Familie verschwand nach kurzer Zeit und wir hatten das Dead Vlei ganz für uns alleine 🙂
Spitze! Wir packten also unser Reiseproviant aus, und machten es uns gemütlich (hab ich schon gesagt, dass ich die Kühlbox liebe? 🤩 🤩 🤩 ).
Wir genossen die einsamen Minuten - nach ca. 30 kamen wieder eine andere Gruppe. Naja - wir hatten diesen schönen Platz auf Erden immerhin etwas für uns ganz alleine.
Für den Sonnenuntergang wollten wir noch etwas auf eine Düne rauf - im Endeffekt stiegen wir wieder fast gleich weit wie am Morgen auf Big Daddy. Es war wunderschön - da waren wir wieder ganz alleine.
Noch bevor die Sonne ganz unterging (wir wollten die Fahrt durch den Sand unbedingt mit noch genügend Tageslicht machen), machten wir uns auf den Rückweg zum Auto und fuhren gleich los.
Nachdem wir den Sand hinter uns gelassen hatten, fuhren wir noch ein Stück und blieben dann nochmal stehen um das letzte Abendlicht mit etwas aus der Kühlbox zu genießen (keine Angst, beim Aufstieg auf die Düne hatten wir unser erstes kühles Blondes schon wieder herausgeschwitzt).
Im Dunklen fuhren wir dann die restlichen 50 Kilometer zur Lodge - hier gilt es wegen der Selbstmörder-Springböcke sehr vorsichtig zu fahren.
Nach dem guten Abendessen in der Lodge fielen wir todmüde ins Bett. War ein schöner Tag!
Teil 2019. Apr. 2014
Tag 18, 01.04.2014 - Swakopmund Heute verabschiedeten wir uns vom Sossusvlei und wir fuhren weiter nach Swakopmund - war wieder eine relativ lange Tagesetappe die wir vor uns hatten.
Den ersten Stopp machten wir in Solitaire - dort kosteten wir natürlich den Apfelkuchen. Wirklich lecker und ein netter Zwischenstopp. Wobei dort fast mehr fotografiert wird als im Dead Vlei 🙂
Den nächsten Stopp machten wir im Rostock Ritz. Wir wollten unbedingt nochmal Erdmännchen sehen und haben im Forum gelesen, dass es dort welche gibt. Ich ging zur Rezeption und fragte ob wir die Erdmännchen besuchen dürfen, obwohl wir keine Gäste sind. Ganz freundlich hat es geheißen - klar doch. Find ich super. Die Erdmännchen selbst waren dann etwas ramponiert - uns haben die sehr leid getan. Aber anscheinend läuft hier ein Programm zum Schutz. Naja - wir waren trotzdem deprimiert.
Dann ging es weiter Richtung Walvis Bay.
Dort angekommen waren wir überrascht. Extrem schöne Gärten und Häuser - und viel viel Wind 🙂
Wir fuhren dann weiter Richtung Pelican Point und kamen dabei auch bei den Salzgewinnungsanlagen vorbei.
Am Weg Pelikan Point sahen wir hauptsächlich Flamingos - Pelikan erwischten wir leider keinen.
Nach einem kleinen Imbiss aus der Kühlbox fuhren wir weiter Richtung Swakopmund.
Dort angekommen bezogen wir unser Zimmer im Swakopmund Beach Hotel. Wir waren ziemlich erledigt und ruhten uns etwas aus.
Dann gingen wir aber noch eine Runde durch Swakopmund - sehr weit kamen wir nicht. Immerhin bis zur Jetty - dort fragten wir im The Tug ob noch ein Tisch frei wäre.
Die hatten gerade aufgesperrt und im Obergeschoß war noch ein Tisch frei. Wahnsinn - das an einem Dienstag Abend.
Wir aßen als Vorspeise Calamari und Räucherlachs.
Als Hauptspeise gab es dann Shrimps-Spaghetti und ein Thunfish-Steak. War alles sehr lecker - wir reservierten uns für den nächsten Tag gleich wieder einen Tisch und gingen zurück ins Beach Hotel.
Dort angekommen gingen wir bald ins Bett - morgen wartete ja die Living Desert Tour auf uns. Darauf haben wir uns schon lange gefreut!