Die Eulenmuckels auf Birding-Tour

Reisebericht 484 Antworten · 98,3k Aufrufe · gestartet 02. Nov. 2014 von Eulenmuckel
4 Beiträge · seit 201406. Nov. 2014 · #81
Hallo Eulenmuckels,
ich schließ mich noch schnell an - hab erst heute nach einigen Tagen wieder mal im Forum vorbeigeschaut.... Aber bin schnell und fahr ab jetzt mit... 😛

Wundervolle Bilder - Vögel waren bisher nicht mein Hauptinteresse - vielleicht ändert sich das dann noch, wenn wir nächsten Sommer endlich wieder nach Namibia reisen werden.

Bis demnächst on tour....

Hertlilucha
4'528 Beiträge · seit 200706. Nov. 2014 · #82
Also Uwe,
@Carsten: Wir haben mal versucht, die Weber auf dem Bild zu zählen: keine Chance. Es müssen hunderte sein.
Ich finde, Ihr seid einfach viel zu ungeduldig beim Zählen gewesen. In ein bis zwei Tagen hättet Ihr die Piepmätze locker durchzählen
können und Ihr habt wahrscheinlich schon nach sechs, sieben Stunden aufgehört 😉 😛

Viele Grüße
Carsten
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zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2014
1'312 Beiträge · seit 200607. Nov. 2014 · #83
Hallo ihr 2,

es geht ja vielversprechend weiter!
Die Kududame im Wasser beim Äsen ist richtig nett, aber besonders gefallen hat mir die Sporengans indem tollen Licht - sticht für mich sogar den faulen Löwen 🤪 .

LG
Claudia
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1'558 Beiträge · seit 201108. Nov. 2014 · #84
Hallo Muckels,

du meine Güte, das sind wieder beeindruckende Bilder. Vor allem euer Vogelschwarm - klasse! 🤩 🤩 🤩

Wir folgten euch ein paar Tage später ins Tiaan`s Camp und meinten, dass uns Tiaan erzählte, er sei aus Botswana? Wenn ich mich recht erinnere, lebt seine Frau in Maun, aber vielleicht verwechsle ich das auch und er ist irgendwann aus Südafrika eingewandert. Es ist wirklich eine sehr schöne Anlage und das Campen auf dem weißen Südseesand ist prima, aber noch besser gefielen uns die Tanzsäle als Dusche!
Für die Botetifähre zahlten wir übrigens 130 Pula.

Lieb Grüße
Biggi
Meine Reiseberichte
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200608. Nov. 2014 · #85
@Hertlilucha: Schön, dass du mitfährst. Es freut uns, dass dir die Vögel gefallen.

@Carsten: Du hast natürlich Recht. Immer diese Ungeduld!

@Claudia: Uns war der Löwe auch eindeutig zu inaktiv.

@Biggi: Vielleicht haben wir uns auch vertan. Ja, die großen Duschen mit den bunten Mosaiken sind wirklich schön. Ich glaube, wir haben einen ähnlichen Preis für die Fähre gezahlt.

Gleich geht es weiter.

Viele Grüße
Uwe
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200608. Nov. 2014 · #86
Freitag, 11. Juli 2014 – Nxai

South Camp, Nxai Pan – Baines Baobabs

Heute Morgen standen wir bei drei Grad kurz nach Sonnenaufgang auf. So langsam haben wir uns an die Temperaturen gewöhnt, denn es kam uns gar nicht kalt vor.
Schnell hatten wir alles zusammengepackt und die Morgentoilette erledigt. Dann konnte es auch schon losgehen. Der erste Weg führte uns zum Wasserloch der Nxai Pans. Dort waren jedoch nur Tauben, Flughühner und der einzelne Weißstorch, den wir um diese Jahreszeit hier nicht erwartet hätten.
Weiter fuhren wir über die Pfanne nach Westen zu der Stelle, an der wir vor einem Jahr die beiden sich paarenden Löwenpärchen gesehen hatten. Irgendwie denkt man ja immer, dass man an denselben Stellen wieder Glück haben wird. Doch so sehr wir auch schauten, war das komischerweise nicht der Fall. Die Löwen, die in der Nacht gebrüllt hatten, waren entweder weitergezogen, oder sie hatten es sich abseits der Pisten im hohen Gras gemütlich gemacht. Das war ihnen wohl nicht übel zu nehmen, denn wenn wir Löwen wären, würden wir es wahrscheinlich ähnlich machen. Schon oft haben wir uns gedacht, dass so ein Tier doch recht geduldig ist, wenn eine Schar Autos um es herumrangiert und jeder das beste Foto ergattern möchte.
Das Vorankommen war sehr mühsam, da sich über lange Strecken tief in den getrockneten Schlamm eingegrabene Spuren entlang der Fahrbahn zogen. Plötzlich passte Uwe nicht auf und rutschte mit den Rädern in die tiefen Furchen. Einmal abgerutscht gab es kein Entkommen mehr. Uns blieb nichts anderes übrig, als bis zum Ende der Bahn durch die tiefe Spur zu hoppeln.
Wir drehten eine große Runde um den nördlichen Teil der Pfanne. Aber auch hier war heute Morgen alles sehr ruhig. Ein kleiner Greifvogel hockte auf einem Termitenhügel und betrachtete von seinem Ausguck die Umgebung.

Wir tippen auf einen jungen Sperber (Shikra). Was meint ihr?

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Etwas später sahen wir eine große Herde Giraffen, zu der auch vier Jungtiere gehörten. Zu unserer Freude änderten sie ein wenig ihre Laufrichtung und kamen genau auf uns zu, bevor sie in einiger Entfernung an unserem Auto vorbeischritten.

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Eine der jungen Giraffen hatte eine große Wunde am Hinterteil. Es sah aus, als sei sie einem Löwen nur knapp vom Teller gesprungen. Eine Schar Madenhacker begleitete sie und pickte an der Wunde herum.

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Gegen Mittag kamen wir wieder am Wasserloch vorbei und beobachteten eine sehr große Herde Springböcke. Es waren mehrere hundert Tiere. Die meisten tranken friedlich, aber ab und zu verwickelten sich manche in kurze Kämpfe.

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Ein paar Kronenkiebitze veranstalteten einen Mordskrach und zeterten lautstark, wenn ihnen ein Springbock zu nahe kam.

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Außerdem besuchte noch eine kleine Familie Kudus das Wasser.

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Wir entdeckten noch einen auf den ersten Blick recht unscheinbaren kleinen Vogel, der schwanzwippend und flügelschlagend auf dem Boden herumhüpfte. Es war ein Erdschmätzer, der oft innehielt, um von einem Termitenhügel oder einer anderen erhöhten Stelle Ausschau zu halten. Bisher war uns dieser kleine Freund noch nie aufgefallen, obwohl er bei genauerem Betrachten doch eigentlich eine recht schöne Zeichnung hat.

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zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2014
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200608. Nov. 2014 · #87
Wir entschieden uns, in einem Bogen zum Campingplatz zu fahren. Da kam uns ein einzelner Elefant entgegen. Er wirkte gestresst und wackelte mit Ohren und Rüssel. Wir hielten entsprechenden Abstand und folgten ihm im Schritttempo zurück zum Wasserloch. Dabei verloren wir ihn immer wieder aus den Augen, wenn er hinter Bäumen oder in einem Wäldchen verschwand. Am Wasserloch verscheuchte er alle anderen Tiere und machte es sich gemütlich. Für uns war es nun Zeit, endlich eine Pause zu machen. Wir fuhren auf kürzestem Weg zur Campsite. Dort frühstückten wir ausgiebig.

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Anschließend spülten wir und duschten.
Nach einer weiteren Pause packten wir endgültig zusammen und fuhren ein letztes Mal um die Pfanne zum Wasserloch. Aber da dort nichts zu sehen war, ging es zurück zum Gate. Dort trafen wir auf eine kleine Herde von fünf Elefanten. Sie wirkten sehr friedlich, und wir beobachteten sie eine kurze Zeit. Da sie aber sehr im Gebüsch versteckt waren und auch keine Anstalten machten, ein wenig näher zu kommen, machten wir uns zu den Baines Baobabs auf, da der Nachmittag auch schon fortgeschritten war.

Gleitaar

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Zunächst führte die Strecke durch Tiefsand, anschließend bogen wir nach Osten ab und fuhren durch eine Grasebene und später über eine Salzpfanne.

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Bei den großen Baobabs waren wir leider nicht alleine. Als wir dort ankamen, waren etwa sechs Autos mit ca. 20 bis 30 Leuten dort, darunter viele Kinder. Sie kletterten mit Coladosen und Chipstüten bewaffnet auf den Bäumen herum und machten einen Riesenlärm. Schön für die Kinder, endlich einmal das Auto verlassen und so richtig toben zu dürfen. Trotzdem waren wir enttäuscht, da wir uns gerade an dieser Stelle mehr Einsamkeit gewünscht hätten. Es war unmöglich, auch nur ein einziges Foto von den Bäumen ohne eine halbe Schulklasse darauf zu machen. So suchten wir schnell das Weite und fuhren zu unserem Campingplatz über die Pfanne gegenüber der Baines Baobabs.

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Dieser Platz ist wirklich traumhaft schön. Die Lage am Rande der Pfanne unter einem Baobab mit Blick auf die Baines ist unbeschreiblich. Wir klappten das Zelt auf, machten Feuer, und Ruth kümmerte sich um das Abendessen. Zwischendurch fotografierten wir die untergehende Sonne und die Bäume. Die Stimmung war traumhaft.

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Weniger traumhaft war das Remmidemmi, das von den Baines herüberschallte. Als die Sonne unterging, fuhren zwei Autos in Richtung Nxai Pans und zwei weitere zu einem der anderen Campingplätze. Zwei blieben jedoch stehen, und die Kinder lärmten weiter, so dass wir es über die Pfanne hören konnten. Was hatten die denn noch vor? Eigentlich war es ja verboten, im Dunkeln durch die Gegend zu fahren, dort zu campen aber auch. Nun hatten wir Sorge, dass die Gäste dort unberechtigterweise bleiben würden und das Spektakel mit dem Taschenlampenkegel, dem Schlagen von Autotüren und dem Geschrei von Baum zu Baum so weiter ginge. Als es schon fast stockdunkel war und die Leute noch immer keine Anstalten machten zu fahren, wurde es uns zu bunt. Wir klappten unser Zelt wieder zusammen, fuhren die paar hundert Meter zurück über die Pfanne und fragten die Südafrikaner, ob sie vorhätten, hier zu übernachten. Glücklicherweise verneinten sie. Sie hätten doch eine Campsite hier reserviert, und wir sollten uns keine Sorgen machen. Ob sie wohl ein wenig zu laut gewesen wären? Ein wenig? Nun ja!
So versuchten wir, uns nicht weiter ärgern zu lassen und fuhren wieder zurück. Als die Südafrikaner kurz darauf ebenfalls abfuhren, schrien die Kinder auf dem Autodach gegen das laut aufgedrehte Autoradio an und leuchteten noch einmal zum Gruß mit ihren Taschenlampen. Wie nett von ihnen! Danach war zum Glück Ruhe.
Wir aßen Rinderfilet, Salat, Folienkartoffeln und Möhrengemüse. Auch wenn unser Speiseplan nicht sehr abwechslungsreich erscheint, schmeckt es jeden Abend prima. Leider haben wir nur noch eine Portion des tollen Filets übrig.
Im Dunkeln hörten wir viele Mäuse im trockenen Gras rascheln und konnten ein paar von ihnen mit der Taschenlampe aufspüren. Kein Wunder, dass es bei dieser Anzahl an Nagetieren auch so viele Greifvögel gibt. Wir hörten das schnarrende Zischen der Schleiereulen, die es sich in der Baumkrone über unseren Köpfen gemütlich gemacht hatten. Ein paar Mal konnten wir die beiden im Flug beobachten, wenn sie aus dem Baum starteten oder wieder darin landeten.

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Bevor wir ins Zelt gingen, startete Uwe die nächtliche Zeitrafferaufnahme. Mal sehen, was daraus bei Vollmond wird. Leider nicht viel, das müssen wir nochmal üben.

Bei YouTube ansehen ↗

Kilometer: 105
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zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2014
1'366 Beiträge · seit 201108. Nov. 2014 · #88
Endlich mal was anderes als immer nur die langweiligen Katzen (wie bei mir 😗 )
Den Shikra find ich wirklich kalsse getroffen.
So ein Giraffenbild hätte ich auch gerne, das bräuchte ich für meinen Kalender 🙁
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
8'682 Beiträge · seit 201008. Nov. 2014 · #89
Fein, fein - es geht weiter! 🙂 Und es geht mir wie schon bei eurem letzten Bericht: ich grüble stundenlang vor mich hin, wo Ihr wohl immer dieses fantastische Licht herhabt..... 😵 🙄 😐

Langsam verhärtet sich mein Verdacht, dass Ihr nicht nur zu zweit unterwegs seid, sondern immer auch noch einen professionellen Beleuchter dabei habt. Anders kann das gar nicht gehen......

Die Fotos aus dem Makgadikgadi haben wehmütige Erinnerungen wachgerufen - vorallem die Kududame im Wasser! 😘

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2014
1'558 Beiträge · seit 201108. Nov. 2014 · #90
Ihr Muckels,
es geht so romantisch weiter. 😗 Die Bains Baobabs sind - ohne Südafrikaner - ein tolles Plätzchen, aber auch eure Campsite sieht einsam romantisch aus.
Und in diesem Jahr scheint die "3" eure Glückszahl zu werden? Drei einheitlich marschierende Giraffen, drei Kudus beim Trinken ... Sehr schöne Bilder, wie gewohnt von euch!
Liebe Grüße
Biggi
Meine Reiseberichte
8'682 Beiträge · seit 201008. Nov. 2014 · #91
tiggi schrieb:
Und in diesem Jahr scheint die "3" eure Glückszahl zu werden?
Biggi
Jaaa, genau - sagte ich es nicht??? 3 Reisende - Ruth, Uwe und der Beleuchter 😄 !

LGB
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2014
1'312 Beiträge · seit 200609. Nov. 2014 · #92
Hallo Ruth und Uwe,

wieder superschöne Bilder!
Was ihr an den Baines Baobabs erlebt habt, war für uns mit ein Grund, nicht mehr in Botswana zu campen.
Wir hatten schon so viele negative Erfahrungen mit Lärm, fremdbesetzte Campgrouns,... daß uns das zu sehr stresst.
Zum Glück sind sie bei euch dann abgezogen!

LG
Claudia
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4'528 Beiträge · seit 200709. Nov. 2014 · #93
Hallo Ihr Zwei,

ich glaube bei dem Lärm an den Baines Baobabs wäre ich ausgetickt 😠 😠 😠
So etwas kann einem die Urlaubsstimmung heftigst zerstören ! Und das gerade an so einem mystischen Platz.

Naja, hoffentlich musstet Ihr nicht noch so eine Erfahrung machen.

Viele Grüße
Casimodo
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874 Beiträge · seit 200809. Nov. 2014 · #94
Hallo Ihr,
Wir können euch sooo gut verstehen.
Südafrikaner Und deren Kinder sind oft ziemlich laut
Und nervend. Wir mussten Das leider Auf unsere
kunene mund tour erleben.
Der Vollmond Ist unglaublich. Ihr habt darin sicher
Auch Den Hasen gesehen.
Danke, Das Ihr mal beschreibt, dass ihr durch
Einen fahrfehler Auch mal stecken bleibt.
Ich dachte immer Das UNS Das Nur passiert.
Isst Uwe immer nur Müsli ???
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
4'129 Beiträge · seit 200809. Nov. 2014 · #95
Hallo, ihr Eulenmuckels!

Herzlichen Dank für die schönen Bilder, insbesondere die Blutschnabelweber. Sie sind einfach ein Erlebnis - allein schon das Geräusch dieses plappernden nervösen Haufens! 🤪
Achtung mit den "Glücksbringern" von oben: Vogelkacke auf Linsen kann den Garaus bedeuten!

Ja, und um auf den Oberbeleuchter zurückzukommen, der euer guter Freund ist: Eigentlich reist ja jeder mit ihm, er steht jedem zur freien Verfügung. 🙂

Grüße von den lilytrotters
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. Nov. 2014 · #96
@Thorsten: Wir tauschen eine Giraffe gegen einen Leo. Fair?

@Biggi: Die Campsite ist wirklich schön. Die können wir sehr empfehlen. Das mit der Drei ist uns noch nicht aufgefallen. Wir werden mal darauf achten.

@Bele: Zum Glück nimmt der Beleuchter nicht viel Platz im Auto weg. Er ist recht genügsam.

@Claudia und Carsten: Mit den Campsites hatten wir am Anfang wirklich kein großes Glück. Manchmal war es laut, eng, oder sie waren schon besetzt.
Wir zögern meist recht lange, bis wir uns beschweren, da wir wissen, dass Gruppen immer etwas lauter sind. Da können wir uns auch nicht ausnehmen. Außerdem wollen wir auch nicht so oberlehrerhaft daherkommen.

@Anita: Ruth mit ihrem abstrakten Kunstverständnis sieht den Hasen sofort. Mir bleibt er natürlich trotz größter Bemühungen verborgen.
Ich kann euch beruhigen: Ich esse nicht immer nur Müsli, nur morgens.

@lilytrotters: Danke für den Hinweis mit den beschissenen Objektiven. Das ist uns zum Glück erspart geblieben.

Vielen Dank auch an alle Mitreisenden, treuen Danke-Button-Drücker und stillen Teilnehmer.

Liebe Grüße
Uwe und Ruth
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. Nov. 2014 · #97
Samstag, 12. Juli 2014 – Erledigungen in Maun und Abendbesuche

Baines Baobabs – Kaziikini Community Camp

In der Nacht hörten wir außer dem regelmäßigen, leisen Klicken des Fotoapparates draußen weiterhin die Rufe der Schleiereulen. Irgendwann erwachten wir, da eine der beiden unser Zelt als Aussichtspunkt erkoren hatte. Sie landete auf dem Dach unseres Campers und kratzte mit ihren Krallen am Metall herum. Entweder fand sie auf der glatten Oberfläche keinen guten Halt und rutschte immer wieder ab, oder es machte ihr einfach Spaß, ein wenig an unseren Nerven zu zerren. Als Eulentoilette eignete sich der neue Ausguck auf jeden Fall ganz prima, wie wir am nächsten Morgen feststellen mussten. Na super!
Wir standen auf, als es bereits hell war.

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In den ersten Sonnenstrahlen war es gar nicht kalt. Uwe kochte Kaffee und Tee und frühstückte ein wenig Müsli (Grüßli, liebe Anita!). Ruth stapfte ein wenig in der Gegend herum und versuchte, eine Schleiereule aufzuspüren, die immer noch rief. Wie sich herausstellte, versuchte die Eule, einen Gleitaar zu vertreiben, der ihr wohl zu nahe im Baum saß.
Nach dem Frühstück fuhren wir noch einmal zu den Baines Baobabs. Dort waren inzwischen zwei junge Amerikaner angekommen, die sich nach ihrer Doktorarbeit ein wenig Urlaub im südlichen Afrika gönnten. Einer der beiden interessierte sich auch sehr für Vögel, und wir tauschten ein paar besondere Sichtungen aus.

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Zurück nahmen wir den nördlichen Weg, der etwas weiter, aber dafür weniger sandig war. Immer wieder hielten wir an und versuchten, Termitenschmätzer zu fotografieren. Aber meistens flogen die scheuen Vögel bereits auf, wenn wir nur in ihre Nähe kamen.

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Der Weg zurück zum Gate war sehr rappelig, und die hohen Bodenwellen waren anstrengend zu fahren. Nach der Ausfahrt aus dem Park pumpten wir wieder Luft in die Reifen. Zuerst wollte der Kompressor nicht anspringen, aber zum Glück fanden wir einen Wackelkontakt, und es funktionierte doch.
Die Strecke nach Maun war gesät mit fiesen Schlaglöchern, bei denen es Uwe nicht immer gelang, rechtzeitig auszuweichen.
In Maun hatten wir ein ordentliches Programm. Zuerst ging es zum Wildlife Office, wo wir den Parkeintritt für die kommenden sechs Tage im Moremi und Chobe bezahlten. Anschließend fuhren wir zum Büro von SKL und versuchten, für die mittleren zwei Tage einen Campingplatz am Khwai zu bekommen. Obwohl wir eigentlich nicht damit gerechnet hatten, war noch etwas frei. Vor einigen Monaten, als wir diesbezüglich nachgefragt hatten, war selbstverständlich alles ausgebucht gewesen. So freuten wir uns über unsere Wunschcampsites.
Nun fuhren wir zum Supermarkt und kauften Lebensmittel für die kommende Woche. Nur das Fleisch gefiel uns nicht sonderlich. Beim Tanken stellte Uwe fest, dass eine Metallschnalle gebrochen war, mit der das Zelt unseres Buschcampers verschlossen ist. Nun stand es hinten links einen Spalt offen, so dass es hineinstaubte. Der Tankwart wies uns den Weg zu einem Reparaturservice. Drei Jungs saßen mit ihrem Schweißgerät am Straßenrand und werkelten. Innerhalb von fünf Minuten hatten sie die losen Enden der Metallschnalle wieder professionell miteinander verbunden. Wir waren begeistert.

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Zwischendurch bekamen wir einen Schrecken, weil Ruth vermutete, dass sie ihre Kreditkarte im Supermarkt verloren hatte. In ihrer Hosentasche war sie nicht mehr. Zum Glück fand sie sie bald wieder zwischen den Polstern des Autositzes. Puh! Solche Vorkommnisse sind auch der Grund, warum ausschließlich Uwe bei uns die Vorherrschaft über die Autoschlüssel innehat.
Der nächste Stopp war bei einem Metzger, der jedoch leider schon geschlossen hatte. Dann hielten wir beim Souvenirladen in der Airport Road und erstanden zwei kleine handgetöpferte Schalen von Okavango Ceramics.
Nun wollten wir uns bei Hillarys Coffee Shop ein wenig ausruhen und ein leckeres Sandwich, Suppe, Kaffee und Kuchen bestellen. Den ganzen Tag schon hatten wir uns auf diese kleine Auszeit gefreut, mussten nun aber erkennen, dass das kleine Café leider geschlossen war. Wir waren sehr enttäuscht und setzten uns stattdessen direkt am Flughafen in das nur wenig gemütliche Restaurant. Der Burger und die Fritten waren mit Hillarys liebevollen Speisen nicht zu vergleichen. Danach holten wir Geld und versuchten unser Glück bei der Jagd auf Fleisch im zweiten Spar des Ortes. Doch auch hier sagte uns das Angebot nicht zu. Wenigstens ein annehmbares Stück Beef hätte es geben dürfen. So begnügten wir uns mit ein paar Portionen Boerewors.
Nach diesen vielen Besorgungen brachen wir Richtung Moremi auf. Am Straßenrand kauften wir noch ein paar Bündel Holz. Nun war der Laderaum gut gefüllt. Es war schon kurz vor Sonnenuntergang, als wir das Kaziikini Community Camp erreichten. Wir bekamen den letzten freien Stellplatz unmittelbar hinter dem Eingang. Ein wenig wunderten wir uns über den Preis, der seit letztem Jahr deutlich erhöht worden war. Wir bezahlten für eine Nacht stolze 512 Pula, also etwa 50 Euro.
Die Dusche, die wir wählten, hatte leider nur kaltes Wasser. Heute war anscheinend nicht unser Tag. Außerdem bekamen wir, als wir gemütlich im Dunkeln saßen, noch weitere Gäste auf unseren Platz zugeteilt. Zwei Autos fuhren mit voller Beleuchtung knapp hintereinander bis unmittelbar hinter unseren Wagen. Aus dem aufgeregten, lautstarken Gerede aller Beteiligten konnten wir entnehmen, dass die dreiköpfige Familie soeben per Abschleppseil aus dem Moremi geborgen worden war. Wir konnten nachempfinden, dass ihnen die Aufregung und Anstrengung noch in den Knochen saß, hatten wir doch vor sechs Jahren auch für drei Tage mit einem Motorschaden in Xakanaxa festgesessen. Trotzdem war es mit der Ruhe natürlich vorbei: Zeltstangen wurden ineinander gesteckt, Heringe in den Boden geklopft und mehrere Luftmatratzen mit lautem Getöse aufgepumpt. Danach marschierten die drei nacheinander mit grellen Taschenlampen leuchtend direkt an unserem Tisch vorbei. Sind wir so empfindlich, oder ist ein kleines „Guten Abend!“ tatsächlich zu viel verlangt?
Als die drei endlich beim Essen saßen, wurde es allmählich ruhiger. Auf Grund des späten Mittagessens hatten wir noch keinen großen Appetit. So saßen wir warm in unsere Decken gewickelt mit einem Getränk und einem Buch vor unserem Auto uns lauschten den Geräuschen der Nacht. Eine Hyäne heulte, und eine Ginsterkatze huschte an unserem Platz vorbei. Nach einiger Zeit hörte Ruth einen merkwürdigen Laut aus den Baumwipfeln über ihr. Zu unserer großen Freude bestätigte sich ihre Vermutung, dass er zu einem Buschbaby gehörte. Das kleine Wesen sprang mit riesigen Sätzen in einem Wahnsinnstempo über uns durch die Äste. Wir waren völlig aus dem Häuschen, da wir dieses flinke Äffchen erst einmal in den vergangenen zehn Jahren beobachten konnten. Als wir mit der Taschenlampe das Gebüsch um uns herum ableuchteten, reflektierten in einiger Entfernung immer wieder Augenpaare in den Ästen. Wir verzichteten auf ein Foto dieser wirklich drolligen Tiere, da wir sie nicht lange und unmittelbar mit dem Lichtstrahl anleuchten wollten. Außerdem bewegten sie sich so sicher und geschickt mit weiten Sprüngen, dass wir sie entweder sowieso nicht richtig erwischt hätten oder die reinste Lasershow mit unseren Taschenlampen hätten veranstalten müssen. Wir freuten uns auch ohne Foto wahnsinnig über diese tolle Sichtung und standen noch lange draußen. Mindestens sechs der kleinen Fellpuschel flitzten durch die Bäume, jagten sich oder sprangen mehrere Meter hinüber zum nächsten Baum. Wir waren ganz fasziniert und lauschten atemlos auf das näher kommende Geraschel im Gebüsch, mit dem sich ein weiterer kleiner Besucher ankündigte.
Trotzdem konnten wir die Gemütlichkeit im Kaziikini Camp von früher leider nicht empfinden, und der hohe Preis schreckte uns ab. Insgesamt war sehr viel los. Ständig fuhren Autos hin und her, Menschen spazierten quer über unseren Platz, und es klang lautes Gerede von der Bar herüber.

Kilometer: 254
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16,9k Beiträge · seit 201211. Nov. 2014 · #98
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zuletzt bearbeitet 19. Juni 2026
1'182 Beiträge · seit 200611. Nov. 2014 · #99
Hallo Eulenmuckel,

ich meine, dass Ihr nicht empfindlich seid - im Gegenteil, in einer solchen Situation sollte man einen Gruß erwarten dürfen. Ich habe den Eindruck, dass leider immer weniger auf normale Höflichkeit geachtet wird.

Ansonsten vielen Dank für Deinen tollen RB und die großartigen Fotos.

Gruß,
Bernd
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1'366 Beiträge · seit 201111. Nov. 2014 · #100
Eulenmuckel schrieb:@Thorsten: Wir tauschen eine Giraffe gegen einen Leo. Fair?
Hehe, wenn das so einfach ginge 😄 aber ne gute Idee!
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway