picco6'369 Beiträge · seit 201105. Nov. 2014 · #61
Hoi Ruth und Uwe
Könnt Ihr mir sagen welche 'mammals'-App genau Ihr benutzt? Habe gestern auf meiner gesucht und auch einige andere installiert, die alle 'Mammals of South Africa' oder so heissen, aber auf keiner die Möglichkeit gefunden Tierstimmen anzuhören... 😊
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200605. Nov. 2014 · #62
@Dagmar: Früher haben wir uns immer zu Beginn des Urlaubs eine schöne Decke für den Campingtisch gekauft und am Ende mit nach Hause genommen. Inzwischen sind es aber so viele, dass wir diese von zu Hause mitgebracht haben. Abgesehen davon, dass es mit Decke viel schöner ist, macht es auch keinen Spaß, gerade mittags auf einen blanken Metalltisch zu gucken. Da kann man gleich in die Sonne schauen.
@Nane: Wir haben uns auch gegruselt. Das "Schnurrbärtchen" ist ein Scaly-feathered Finch.
@picco: Das ist die iPhone-App "eGuide to Mammals of Southern Africa".
THBiker1'366 Beiträge · seit 201105. Nov. 2014 · #63
Eulenmuckel schrieb:Schurrbärtchen
Mein Favorit!! Ich finde das Licht sehr schön und die Äste Rahmen das Vögelchen schön ein. Normal finde ich so viele Äste immer störend, aber hier passt es sehr gut .
Topobär5'479 Beiträge · seit 200905. Nov. 2014 · #65
Hallo,
urlaubsbedingt kam ich erst jetzt dazu, bei Eurem Reisebericht zuzusteigen. Hatte schon befürchtet, dass es diesmal keinen Bericht gibt, da die Sommerferien ja schon recht lange vorbei sind. Umso mehr freue ich mich jetzt, denn der Botswanateil Eurer Reise ist annähernd identisch mit unserer Strecke im Januar.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200605. Nov. 2014 · #67
Mittwoch, 9. Juli 2014 – Vogel-Invasion
Letiahau, CKGR – Tiaan’s Camp, Khumaga
Wir standen kurz nach Sonnenaufgang auf und packten zusammen. Der erste Weg führte uns wieder zum Letiahau Wasserloch. Doch auch heute waren dort keine Tiere zu entdecken, obwohl es im Umkreis von vielen Kilometern die einzige Wasserstelle ist. Lediglich Tauben und Trauerdrongos saßen in den Ästen. Mehr war nicht zu sehen, da half auch kein mehrmaliges Umrunden der Wasserstelle.
Ein einsames Oryx überlegte es sich anders und drehte vor dem Wasser ab.
Da wir den Park bis 11.00 Uhr verlassen mussten und es nichts gab, weswegen es sich zu bleiben lohnte, machten wir uns auf den direkten Weg zum Matswere-Gate. Einen kleinen Umweg nahmen wir über eine Campsite. Auf dem Weg dorthin sahen wir eine große Herde Giraffen, die aus über 20 Tieren bestand. Die Wege wurden zunehmend schlechter. Die vergangene Regenzeit war in den tiefen Furchen und Spuren noch deutlich zu erkennen. Hier kamen wir nur langsam voran.
Gegen halb zwölf erreichten wir das Matswere-Gate. Dort checkten wir aus und sahen auf der Sichtungstafel, dass wir Löwen und Geparden nur knapp in der Zentralkalahari verpasst hatten. Dafür entdeckten wir vor der Toilette noch ein haariges Ungeheuer. Eine gar nicht mal so ganz kleine Spinne kauerte sich in den Winkel und spazierte dann auf ihren acht Beinen entlang der Wand. Die Rangerin am Tor versicherte uns, dass es sich um ein äußerst giftiges Exemplar handelte. Von ihrem Biss könne man sterben! Allerdings hatten wir nicht den Eindruck, als würde sie sich wirklich mit Spinnen auskennen. Vielleicht gibt es unter euch ja einen Experten?
Sehr fasziniert von dieser Begegnung (es ist halt immer eine Mischung aus Neugier und Grusel bei einer solchen Entdeckung und hängt auch davon ab, ob man von dem Tierchen überrascht wird oder sich ihm aus freien Stücken langsam annähert) hielten wir doch lieber Abstand. Lange beobachteten wir dafür das Getümmel von zahlreichen Blutschnabelwebern, die sich in einigen Büschen am Gate versammelten. Das Gezwitscher war unbeschreiblich, und die Äste bogen sich unter dem Gewicht der Vögel. Es war ein ständiges Landen und Abfliegen, ein Hin und Her von einem zum Nachbarbusch, verbunden mit Flattern und Flügelschlagen.
Die ca. 40 Kilometer nach Rakops waren gut zu fahren. Im Ort tankten wir und bogen dann auf die Teerstraße nach Norden ab. Doch schon nach wenigen Kilometern hielten wir wieder an. Dunkle Rauchschwaden erschienen am Horizont, kamen rasch näher und waberten über die Straße. Schnell stellte sich der vermeintliche Qualm als Vogel-Invasion heraus. Hatten wir vorhin noch gedacht, einen großen Schwarm zu beobachten, sprengten diese Zahlen sämtliche Dimensionen. In Wolken zogen riesige Schwärme von Blutschnabelwebern von Horizont zu Horizont.
Sie überflogen in einem einzigen, nicht enden wollenden Strom die Straße, auf der wir fuhren, und wir parkten unser Auto unmittelbar darunter am Fahrbahnrand. Es waren Tausende, nein Millionen von Vögeln. Das Geräusch ihrer Flügelschläge wie das von fließendem Wasser passte zu dem nicht abreißenden Strom. Über eine Stunde lang saßen wir wie gebannt unter diesem Schauspiel und beobachteten, wie die Weber über uns hinwegzogen. Nur gelegentlich stoben sie auseinander, wenn vereinzelt Greifvögel in das Getümmel stießen. Es kam uns wie ein Wunder vor, dass nicht ständig Vögelchen vom Himmel regneten, die in der ganzen Hektik versehentlich gegeneinander flogen.
Fotos können dieses Spektakel leider nur annähernd erahnen lassen. Außerdem war es auch recht schwierig, das Objektiv ungeschoren aus dem Fenster zu halten. Die Armee über uns landete einige nicht wirklich erfreuliche Treffer auf Ruths Armen und in ihren Haaren. Als wir schließlich weiterfuhren, war der Vogelzug keinesfalls abgebrochen. Munter folgten die Gefiederten ihren Artgenossen von Osten nach Westen. Es war unvorstellbar, woher die Massen der Vögel kamen und wohin sie wollten. Wo findet eine solche Anzahl noch genügend Körner? Und wie sieht es nach einem solchen Einfall hinterher dort aus? Schon am frühen Nachmittag erreichten wir Khumaga und das Tiaans Camp. Dieses liegt sehr schön direkt am Boteti. Von einer Aussichtsplattform kann man über den Fluss und in den Magkadigadi Nationalpark schauen. Es gibt viele Vögel zu beobachten. Besonders freuten wir uns über ein paar Goldbugpapageien, die im Baum unmittelbar über unserem Campingplatz saßen.
Wir genossen den ruhigen Nachmittag, spülten, duschten und sicherten Fotos. Da wir etwas Zeit hatten, wusch Ruth bereits ein bisschen Wäsche. Zum Abendessen meldeten wir uns bei Heike an, der Teilhaberin des Camps. Sie machte eine Art Frühlingsrolle als Vorspeise und Kudusteaks mit Kartoffeln und Spinat als Hauptspeise. Beim Essen unterhielten wir uns mit ihr und Tiaan, dem südafrikanischen Besitzer des Camps. Er ist schon viele Jahre Safari-Guide und konnte interessante Geschichten erzählen. Als es uns zu kalt wurde, gingen wir in die Bar und schauten noch ein wenig Fußball. Das Halbfinale zwischen Holland und Argentinien sahen wir nicht zu Ende. Zur Halbzeit waren wir so müde, sei es, dass es am Spiel oder an den ganzen Eindrücken des Tages lag, dass wir ins Zelt krabbelten und rasch einschliefen, um von vielen kleinen Vögeln mit acht haarigen Beinen zu träumen.
Clamat1'425 Beiträge · seit 201305. Nov. 2014 · #68
Hi Ruth und Uwe,
wunderschön.
Ich habe auch schon solche Vogelinvasionen erlebt, einmal in Rom mit den Staren und einmal am Amazonas mit Schwalben, ach ja auch noch im MillstreamNP in Australien mit Nacktaugenkakadus. Es ist Gänsehaut pur und der Atem bleibt stehen.
Ich muss gestehen, so einzelne Vögel waren bisher für mich so nette Piepmätze (meistens als Spatz bezeichnet 😗 ) die man halt fotografiert weil sie nett oder bunt sind, aber durch das Forum hier (danke an alle Vogelnamennenner in meinem Blog 😘 ) habe ich mir mal meine (bislang nicht so beachteten) Fotos angeschaut und habe bemerkt, dass ich doch ganz schön viele verschiedene Piepmätze geknipst habe und wenn ich jetzt euren Bericht lese mit den ganzen Vogelnamen, Hochachtung, so was könnte ich mir nie merken 🙄 LG
jaffles1'312 Beiträge · seit 200606. Nov. 2014 · #71
Hallo Ihr Beiden,
ich hab mir ja Vögel gewünscht, aber dass ihr gleich solche Massen liefert, hat mich dann doch beinahe umgehauen! Das ist ja schon fast "a once in a lifetime experience". Die Goldbugpapageien hätte ich am liebsten auch gleich eingepackt!
Susi651'127 Beiträge · seit 201106. Nov. 2014 · #75
Wow, die Vogelbilder sind ja wirklich der Hammer 🤩 . Kann mich Bele nur anschließen, bei den Sichtungen vermisse ich Löwe & Co auch nicht wirklich. Die Spinne muss ich allerdings nicht wirklich haben 🤢 . Da könnte sie noch so selten und besonders sein 😉 .
Auf den Bericht vom Tiaan's Camp bin ich schon gespannt. Das steht bei uns für unseren ersten Besuch in Botswana im nächsten Jahr auch mit auf der "könnte man hin Liste".
wie viele andere hier habe ich auch schon sehnsüchtig auf Euren Reisebericht gewartet. Schön, dass es nun losgeht. Ich freue mich schon sehr auf Eure Erlebnisse und vor allem auf Eure Bilder. Die sind immer wieder klasse und man kann viel lernen beim Anschauen.
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201206. Nov. 2014 · #77
Liebe Eulenmuckels,
euer Blutschnabelweberschwarmvideo ist beeindruckend schön. Dass "nicht ständig Vögelchen vom Himmel regneten, die in der ganzen Hektik versehentlich gegeneinander flogen" , - ist vielleicht eine anschauliche Metapher für "Schwarm-Intelligenz". Möglich auch, dass der "Schöpfer" , als er am fünften Tage die Vögel schuf, diesen ganz besondere Fähigkeiten verlieh, denn uns Menschen, die er am darauffolgenden Tage geschaffen haben soll, fehlt dieser "Sinn". Zumindest im Straßenverkehr sieht man es deutlich. Vielleicht hätten wir uns Federn wachsen lassen sollen - dann wären wir Männer auch n o c h schöner 😉 😄 😄
LG. Rolf
chris p382 Beiträge · seit 200606. Nov. 2014 · #78
Hallo Ihr Lieben,
das ist ja prima das wir schon vorab einen kleinen Appetitanreger serviert bekommen. Die ersten Tage sind ja schon sehr vielversprechend und wie immer habt Ihr wieder tolle Bilder und Geschichten mitgebracht. Vielleicht schafft Ihr es ja doch noch uns mal wieder nach Namibia zu kriegen 😉
Vielen Dank für die Mühe und wir freuen uns auf weitere Abenteuer mit Euch.
Ganz lieben Gruss Christian + 3M
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200606. Nov. 2014 · #79
@Claudia (Clamat): Ja, diese Vogelmassen waren ziemlich beeindruckend, so etwas haben wir noch nie zuvor gesehen. Was die Vogelbeobachtung und -bestimmung angeht bin ich auch im Laufe der Afrika-Urlaube auf den Geschmack gekommen. Es gibt einfach so viele verschiedene und schöne Vögel zu entdecken. Und vor allem: Wenn sonst keine Tiere zu finden sind – Gefiederte gibt es immer zu sehen. 😉 Die Namen prägt man sich mit der Zeit dann ganz automatisch ein.
@Anne: Abgesehen von ein paar Droppings waren die Weber nicht gefährlich.
@Picco: Ein bisschen Beschiss ist doch immer dabei.
@Claudia (jaffles): Über die Papageien freuen wir uns auch immer wieder. Im Moremi werden wir sie auch noch mal entdecken.
@Carsten: Wir haben mal versucht, die Weber auf dem Bild zu zählen: keine Chance. Es müssen hunderte sein.
@Bele: Also im CKGR hätten wir nichts gegen ein paar Katzen einzuwenden gehabt. Aber die Sache mit den Tiersichtungen ist schon zum größten Teil Glückssache (auch wenn du in deinem Reisebericht ein wenig anderer Meinung bist). Und so begegneten wir an diesem Tag den Blutschnabelwebern. Das ist ja das Spannende auf Safari: Man weiß nie, was als nächstes kommt.
@Thorsten: Vielen Dank für den Link. Da werden wir mal nachfragen.
@Susi: Zum Tiaan's Camp gibt es gar nicht mehr viel zu berichten, weil wir am nächsten Morgen schon wieder weiterfahren. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Die Inhaber sind sehr nett, das Abendessen war lecker. Die Stellplätze sind groß, schattig und mit Strom und Wasser ausgestattet. Die Duschen sind sehr sauber, es gibt eigene Becken für Wäsche und Geschirr. An der Rezeption kann man Holz kaufen. Wir würden sofort wieder dort übernachten.
@Nicole: Du hast noch gefehlt (im positiven Sinne). Mach es dir bequem.
@Rolf: Bin mir nicht sicher, ob ich mit Federn wirklich schöner wäre. Aber das Schwarmverhalten ist schon sehr beeindruckend.
@Christian+3M: Noch sind wir bei der Reise ja nicht wieder in Namibia angekommen. Trotzdem dürft ihr euch selbstverständlich für das südliche Afrika begeistern lassen. Vielleicht schaffen wir das ja mit ein paar weiteren Sternen-Zeitraffern. 😉
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200606. Nov. 2014 · #80
Donnerstag, 10. Juli 2014 – Magkadigadi
Tiaan’s Camp, Khumaga – South Camp, Nxai Pan
Der Morgen bei Tiaan‘s Camp war frisch. Bei unter drei Grad standen wir auf, und Uwe kochte Tee und Kaffee. Die Wäsche auf der Leine war noch nicht ganz trocken, und so spannten wir hinten im Auto eine kurze Wäscheleine. Bei Tiaan bezahlten wir unsere Rechnung und verabschiedeten uns von ihm und Heike. In diesem Camp hat es uns sehr gut gefallen. Unmittelbar neben dem Camp legt die Khumaga-Fähre über den Boteti zum Magkadigadi-Nationalpark ab. Der Fährmann verhandelte ein wenig mit dem Preis und stellte sich ein bisschen mit dem Wechselgeld an, dann aber manövrierte er seine kleine Fähre senkrecht zum Ufer und winkte uns zu kommen. Langsam und vorsichtig fuhren wir in den Fluss und kurz danach auf die beiden Rampen auf die Fähre. Es klappte ohne Schwierigkeiten. Der Fährmann setzte den Motor in Gang und brachte uns ans andere Ufer. Dort fuhren wir von dem Ponton herunter und die Böschung hinauf zum Gate des Nationalparks.
Zunächst ging es ein kleines Stück nach Süden, aber außer Impalas sahen wir keine Tiere. Also wendeten wir und fuhren parallel zum Fluss entlang nach Norden. An einer Stelle konnten wir unmittelbar am Wasser entlang fahren. Dort sahen wir viele Vögel.
Graureiher
Sporengans
Gabelracke mit Schnapp
Elsterwürger
Elsterdrossling
Unser eigentliches Ziel waren die sog. Hippo Pools. Am Abzweig zum Fluss ging es jedoch so steil die sandige Böschung hinunter, dass wir uns nicht sicher waren, dort wieder hinauf zu kommen. Also fuhren wir weiter auf dem Hauptweg parallel zum Wasser. Der nächste Abzweig führte ebenfalls wieder recht steil durch Tiefsand ans Flussufer. Da wir dort nach Tieren schauen wollten, wagten wir einfach die Abfahrt. Hinunter war es auch kein Problem, am Fluss ging es jedoch leider nicht allzu weit, bis die Fahrspur im Wasser endete. Unsere Hoffnung, an einer anderen Stelle wieder die Uferböschung weniger steil hinaufzufahren, zerschlug sich also rasch.
Während wir eine kleine Gruppe Kudus beobachteten, die zum Fluss kam, hineinwatete und das nasse Gras fraß, überlegten wir, was jetzt zu tun sein. Das heißt, Uwe überlegte, und bei Ruth machte sich ein Anflug von Panik breit. Das Trauma vom letzten Urlaub, bei welchem wir nach mehrmaligem Versuch nicht aus dem Sandtrichter am Elefantenkopf-Felsen herausgekommen und jedes Mal auf halber Strecke verhungert waren, klopfte leise im Hinterkopf an. Außerdem war auch hier die Sandpiste tief und sehr schmal, und wir sahen auf Anhieb keine Möglichkeit zum Wenden. Aus dem leise Anklopfen wurde schnell ein Hineinsteigern und dann ein sich Absolut-Sicher-Sein, dass wir unser Auto hier nie wieder aus eigener Kraft fortbekämen. Die Leute vom Tiaan‘s Camp waren doch sicherlich per Sat-Phone erreichbar!? Was es wohl kosten würde, das Auto bergen zu lassen? Ob man das heute noch schaffen konnte? Man konnte es aber auch einfach wie Uwe machen: genügend Luft aus den Reifen lassen und anschließend in Untersetzung eben das ganze Stück rückwärts wieder senkrecht 😉 die Wand hochfahren. Glücklicherweise meisterte das Auto dieses Manöver, ohne sich festzufahren. Lediglich die eng stehenden Büsche kratzten ein wenig am Lack. Juhu! Trauma ade.
Da die Tierausbeute auch heute morgen nicht sehr üppig war, schlugen wir den Weg nach Norden zum Phuduhudu-Tor ein, wo wir den Park verließen. Entlang der Strecke sahen wir einige Steinböckchen und eine große Herde Giraffen. Auf der Hauptstraße ging es zehn Kilometer nach Osten, dann fuhren wir schon wieder in den Nxai-Pan-Teil des Nationalparks. Die Strecke kannten wir bereits vom letzten Jahr und erreichten am frühen Nachmittag das South Camp. Auf unserem Campingplatz machten wir Pause und picknickten. Uwe aß Müsli, Ruth Brot mit Rauchfleisch. Anschließend spülten wir und brachen zum nachmittäglichen Gamedrive auf. Wir kamen jedoch nur bis zum Wasserloch. Dort lag kaum sichtbar in einem Gebüsch ein einzelner Mähnenlöwe. Es war ein sehr schönes Tier, das sich jedoch fast nicht bewegte und sich immer wieder zum Schlafen hinlegte. Dann war nicht viel mehr als das linke Ohr erkennbar.
Wir blieben bis zum Sonnenuntergang dort und hofften, dass sich der Löwe doch noch erheben und vielleicht zum Wasserloch laufen würde. Aber leider tat uns nur ein einzelner Weißstorch, nicht jedoch der Löwe diesen Gefallen.
Nach Sonnenuntergang waren wir zurück im Camp und machten Feuer. Zum Abendessen grillten wir eine weitere Portion des sehr leckeren Rinderfilets und machten Folienkartoffeln und Möhren- und Blumenkohlgemüse in Alufolie. Als wir gerade fertig waren mit dem Essen, hörten wir lautes Elefantengrollen unmittelbar neben uns. Wie sich das riesige Tier so leise durch das Gestrüpp hatte anschleichen können, ist uns ein Rätsel. Ein Schakal streifte um den Campingplatz, und wir packten unsere Sachen zusammen und gingen ins Zelt. In weiter Entfernung brüllte wieder ein Löwe.