TanjaHThemenstarter956 Beiträge · seit 200917. Feb. 2014 · #21
Nach dem Konzert galt es einen - in Anbetracht der Menschen- und Automassen kurzen - Verkehrsstau auf dem Parkplatz zu überwinden und flugs war ich wieder in Melville. Ein junger Mitarbeiter des Guesthouses, mit dem ich mich vorher schon ausgiebig unterhalten hatte, überredete mich noch auf einen Drink - oder waren es zwei, drei, vier? - in einer der netten Bars gleich die Straße runter. Feste muss man feiern, wie sie fallen. Kleine Anmerkung: immer, wenn ich jung schreibe, meine ich Leute deutlich unter dreißig, so zwischen Ende zwanzig und Mitte dreißig wird dann großzügigst (für mich selbst) mit "in meinem Alter" bezeichnet.
Jedenfalls kam ich ob der nächtlichen Unterhaltung am Sonntag erst kurz vor zehn Uhr aus Johannesburg weg. Unterkunft hatte ich keine, als Tagesziel hatte ich mir Sabie oder Graskop gesetzt. Je weiter ich aus Jo'Burg rauskaum, umso weniger Verkehr gab es und umso größer und klarer wurde der Himmel. Ebendieser ist für mich eines der besten Dinge am südlichen Afrika überhaupt. Big Sky Country einfach, ich liebe das. Und dann, etwa auf der Hälfte der Strecke zwischen Jo'Burg und Middleburg, gab es mal wieder so eine ganz spezielle Situation im Leben...
Kennt ihr das, wenn euch bei einem Moment, so unspektakulär er auch ist, bewusst wird, dass er einfach perfekt ist und wie gut es euch eigentlich geht? In dem Fall war ich gerade flott auf einer super Straße mit wenig Verkehr unterwegs, der Himmel war wunderbar afrikanisch groß, tolle Wolkenformationen am Himmel, aber auch Sonne. Ich knabberte Biltong, hörte Jacaranda FM und die spielten eine Live-Version von - na was wohl? - The River. Da wurde ich schon fast sentimental, so mit fettem Smile im Gesicht und glasigen Augen 😎
Ab Middleburg wurde die Fahrt dann doch etwas anstregend. Eigentlich wollte ich den Long Tom Pass nehmen, vertraute dann aber dem Navi und so wurde das nix. Wobei weniger nervte, dass ich den Pass nicht fahren konnte, sondern dass die Strecke, die das Navi anzeigte, eine Schlaglochpiste äußerste Güte war. Ich dachte ja eigentlich, die R26, die es landschaftlich absolut wert war gefahren zu werden, entlang der Westseite Lesothos wäre hart, aber diese "Straße" war eine echte Katastrophe. Und das noch mit meinem kleinen Gefährt. Uff!
Die Fotos zeigen übrigens bei weitem nicht die schlimmsten Passagen, da konnte ich nämlich unmöglich anhalten. Eigentlich sind sie sogar ziemlich mickrig 🙁 Naja, egal, auch das hab ich erfolgreich und ohne Reifenschaden inter mich gebracht. Ich habe auf diesen etwa 80 Kilometern aber fünf Autos mit Reifenschaden gezählt. Nicht, dass mich das auch nur eine Sekunde gewundert hätte. Die Bypässe, die neben der Straße von LKWs rausgefahren worden sind, waren nämlich eine so gar nicht empfehlenswerte Alternative. Lauter spitze Steine... Ich entschied mich jedenfalls im Laufe der Fahrt in Graskop Station zu machen. Die Strecke über den Robbers Pass fand ich sehr schön.
Pilgrim's Rest, das ich mir am Nachmittag noch schnell angeschaut habe, hat mich nicht so vom Hocker gerissen. Bin gerade mal zwanzig Minuten durchgelaufen und hab ein paar nette Bilder gemacht.
Afrikanische Gegensätze...
Einer der Jungs, die auf mein Auto "aufpassen" sollten, wollte mich dann vor einer Gruppe Bus-Touris übers Ohr hauen. Haben die Jungs doch glatt nachdem die Autos dort geparkt hatten ein vergilbtes Schild mit "Carwash 60 Rand" aufgestellt und wollten ebensoviel von mir haben. Ich hab nur schallend gelacht, dem Kerl erklärt, dass ich nicht zum ersten Mal hier und nicht irgendein unwissender Touri sei, dem man alles aufs Aug' drücken kann. Ich hatte zum Schluss den Eindruck, dass es ihm fast selber peinlich war. Lag aber wohl eher daran, dass er eine herbe Niederlage vor seinen Kumpels einstecken musste...
Ich war dann schon ziemlich müde - viel geschlafen hatte ich ja bekanntlich nicht -, als ich Graskop erreicht habe. Eingekehrt bin ich im Valley View Backpackers, 200 Rand für das Zimmer mit geteiltem Bad, für eine Nacht absolut ok. Den Abend hab ich mit drei südafrikanischen Mädels aus Johannesburg verbracht, die im Rahmen ihrer Ausbildung für drei Wochen im Community Krankenhaus in Graskop stationiert waren.
Irgendwann im Laufe des Abends begann es heftigst zu schütten und das änderte sich die ganze Nacht über nicht. Keine guten Aussichten für meinen Plan, die Panorama-Route zu erkunden... 🙁 🙁
Noch eine Anmerkung: Ich hab keine Ahnung, wie ich über einen eigentlich so ereignislosen Tag so viel schreiben konnte. Fakt ist, erzählen könnte ich noch viel mehr. Fakt ist aber auch, dass es ab jetzt bildlastiger werden muss. Sonst werd ich spätestens bei den Erlebnissen im Krüger zum Schwammerl...
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200617. Feb. 2014 · #22
TanjaH schrieb:Den größten Mut braucht man, um eine Sache anzugehen. Wenn man sich den Ruck gegeben hat, muss man Dinge einfach nur mal tun und ausprobieren - dann merkt man erst, wieviel man zu leisten im Stande ist.
... oder wie einfach Manches ist, über das man sich vorher viele Gedanken gemacht hat.
Klar fällt man zwischendurch auf die Nase, aber zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.
... oder wie die Malinke aus Guinea zu sagen pflegen: Die Angst vor der Gefahr ist schrecklicher als die Gefahr selbst.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
diesen Spruch hab ich ja noch nie gehört, aber zugegeben er hat was. Trotzdem würde ich mir so eine Reise allein nicht zutrauen und das, obwohl ich bestimmt keine Berührungsängste habe. Ich finde Dich schon mutig.
vielen Dank, dass Du uns auf Deine "Solo-Tour" mitnimmst. Ich muss jetzt gestehen, ich hätte kein Problem, mit dem Allein-Reisen, das habe ich in SA auch schon öfter gemacht. Aber bei dem Konzert in dritter Reihe wäre ich an meine Grenzen gekommen. Das ist so gar nicht mein Ding. 😕 Wobei ich Deine Fotos vom "alten Meister" schon total super finde.
Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, was Du alles so erlebt hast.
Alexa1'249 Beiträge · seit 201218. Feb. 2014 · #25
Hallo Tanja, ich bin auch dabei und sehr gespannt auf Deine Solo-Reise! Ich war ja letztes Jahr - zumindest zum Teil - auch das erste mal alleine unterwegs, allerdings "nur" in einer Lodge, an das Selbstfahren habe ich mich nicht herangetraut bisher... Bisher klingt Deine Reise auf jeden Fall toll und das Konzert war sicher ein unvergessliches Erlebnis! Liebe Grüße, Alexa
Steffi82672 Beiträge · seit 201118. Feb. 2014 · #26
Huhu Tanja,
Stopp! *hechel* Lass mich mal kurz noch zusteigen, wenn ich schon die Abfahrt verschlafen hab! 😊
Ich hoffe, es ist noch ein Plätzchen frei! 🙂
Es beruhigt mich übrigens sehr, dass nicht nur unser Navi die besten Schlaglochpisten des Landes ausgewählt hat 😄 - an die Straße hier haben wir auch noch lebhafte Erinnerungen 😵 , auf die hat uns unser Navi nämlich auch gelotst! 😣
TanjaHThemenstarter956 Beiträge · seit 200918. Feb. 2014 · #27
Ja Wolfgang, das kann ich zu 100% unterschreiben. Es ist schon unglaublich, wie viele Dinge sich als halb so wild herausstellen, wenn man sie einfach mal ausprobiert...
Alexa, Nicole, Lisolu und Steffi, es freut mich sehr, dass ihr mit an Bord seid. Ich hoffe, ich kann euch gut unterhalten 😉
Ein Danke natürlich auch an die Danke-Button-Drücker 🙂
Hatte zwar zwei echt lange erste Arbeitstage, aber trotzdem liefere ich gleich mal Nachschub.
LG aus dem Schnee, Tanja
TanjaHThemenstarter956 Beiträge · seit 200918. Feb. 2014 · #28
Heute auf dem Plan: Die Panorama-Route! Das geplante Tagesziel: Satara im Krüger Nationalpark.
Die ganze Nacht über hatte es geschüttet ohne Ende und am Morgen war alles grau in grau. Ich hatte ja schon öfter gehört, dass das Wetter an der Panorama-Route gerne mal nicht mitspielt. Irgendwie hatte ich aber doch die Hoffnung, dass es etwas auflockern würde. Ich entschloss mich zu einem späteren Start und einem Frühstück in Graskop. Etwas weiter weg bildete ich mir ein, hellere Stellen in der dicken Nebel- und Wolkendecke zu sehen und als Kind eine bergigen und gerne mal eingenebelten Landes weiß ich ja, dass oft nur ein paar Kilometer/Höhenmeter den Unterschied zwischen grau in grau und strahlendem blau machen können. Also startete ich hoffnungsvoll in Richtung hellere Stellen - bis mein Navi mich in die entgegengesetzte Richtung leite, mitten in den tiefsten Nebel. Verd....!!! 😠 😣
Je höher es in Richtung God's Window ging, desto dichter wurde der Nebel. Teilweise konnte ich mit weniger als 30 kmh fahren. Es ist ja nun mal so: Bevor man die Nebel- bzw Wolkendecke durchbricht, kommt man in die dichteste Schicht. Und genau da lag die Einfahrt zu God's Window. Das war dann wohl der berühmte Satz mit x. Trotzdem fand ich die Umgebung irgendwie cool, hatte was Mystisches und die Vegetation und Felsformationen fand ich faszinierend.
Nachdem ich schon viele tolle Landschaften betrachten durfte und ich mir generell nicht so leicht die Laune verhageln lasse, machte ich mich auf zum nächsten Ziel, den Lisbon Falls. Die fand ich toll. Und das Wetter, naja, die Hoffnung auf Auflockerung und dass es zumindest nicht regnete, machte mir Mut.
Hiermit startet nun ganz offiziell der "Bilder-Porno" zum Tag, dafür werden die Beschreibungen kürzer 😉
Lisbon Falls & Umgebung:
Nächster Halt: Berlin Falls
Bei beiden Fällen gab es kaum Touristen und wenn, dann nur Selbstfahrer. Un bei beiden Fällen gab es ein paar Verkaufsstände. Bei den Berlin Falls erstand ich schönen - und wirklich günstigen - Schmuck für mich und die Daheimgebliebenen. Ein paar Fotos der dazugehörigen Ladies gibt es auch 😉
TanjaHThemenstarter956 Beiträge · seit 200918. Feb. 2014 · #29
Weiter ging es zu den Bourke's Luck Potholes. Hier war schon deutlich mehr los, dafür kam aber auch die Sonne immer öfter durch. Die Potholes selber fand ich gar nicht mal so spannend. Mag aber auch daran gelegen haben, dass das Wasser echt hoch stand. Insgesamt fand ich die Landschaft aber absolut genial. Bin lange am River 😉 gesessen, zwischen den Felsen herumgeklettert und hab unzählige Fotos gemacht.
Weg unter Wasser
Damit ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt
Bei den Potholes hab ich echt extrem viel Zeit verbracht und auf der Fahrt zum "mega-prominenten" Aussichtspunkt Three Rondavels bzw Blyde River Canyon nicht nur wirklich ständig die Landschaft genossen, sondern auch jeden kleineren View Point mitgenommen. Die Panorama-Route hat es mir echt angetan, ich würde sie definitiv nochmal machen und sie auch jedem, der plant in diese Region zu fahren und unschlüssig ist, ans Herz legen.
Steelers315 Beiträge · seit 201018. Feb. 2014 · #30
Hallo Tanja,
Danke, dass du uns an deiner Reise teilhaben lässt. 🙂 Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was du auf deiner Reise so ganz alleine erlebst. Ich finde es klasse, dass du da wohl nicht sehr zögerlich warst. Und den Beginn mit dem Kauf eines Konzerttickets ist herrlich! Ich freue mich, wenn es weitergeht. Einen Teil der Route werden wir im September auch besuchen. Gerne darfst du in Kronau auch noch vieles erzählen. Zu unserer Reise im letzten Jahr hattest du ja auch einige Tipps und Ideen beigesteuert. 🙂
TanjaHThemenstarter956 Beiträge · seit 200918. Feb. 2014 · #31
Nun hieß es weg von der Panorama Route, das Escarpement runter und ab Richtung Krüger. Wenn man sich mal von den Bergen runtergekämpft hat und die schroffen Felsen von unten sieht, das kann auch richtig was... 😎
Da ich mir bei den Viewpoints ordentlich Zeit gelassen hatte, erreichte ich erst gegen 16 Uhr das Orpen Gate. Hier hab ich ganz einfach und schnell zwei Nächte im Camp Satara für mich organisiert, weiterer Verlauf der Reise unklar. Bei SANParks alles kein Problem, ich bin immer wieder fasziniert, welch gute Arbeit hier zumindest auf diesem Gebiet geleistet wird.
Tja, und dann war ich endlich da! Der Krüger Nationalpark! Auf meiner vierten Afrikareise endlich hier. Und was hab ich nicht alles über den Krüger gehört. Voll mit Menschen, bei jeder Löwensichtung zehn andere Autos mit dabei und voller Stau, wenig attraktive Unterkünfte, im Februar sowieso viel zu grün, der Busch viel zu dicht, viel zu viel Regen, lärmende Boks, die alle wachhalten, usw. Aber natürlich auch immense Tiervielfalt, viele Raubtiere, mit Glück die Big5 an einem Tag.
Natürlich hat mich all das nicht ungerührt gelassen. Einen Versuch wagen wollte ich dennoch. Gleich vorab sei hier so viel verraten: Ich kann kaum ausdrücken, wie glücklich ich über meine Entscheidung bin, bei dieser Reise den Krüger besucht zu haben. Ich habe es tatsächlich keine Sekunde bereut. Die Gründe werdet ihr bald verstehen.
Die Fahrt vom Orpen Gate nach Satara musste aufgrund dessen, dass ich nur zwei Stunden dafür Zeit hatte, allerdings eher rasch gehen. Ein paar schöne Tiersichtungen gab es dennoch - und gerade, wenn man endlich wieder auf Pirsch ist, freut man sich noch quasi über jede Antilope, die man sieht. Spektakuläres folgt in Kürze 😎 😉
Ein erstes Highlight war die hohe Zahl an Jungtieren - zwar logisch im Sommer, das tat der Freude aber keinen Abbruch 🙂
Gut gelaunt kam ich im Camp an, der Check-In ging schnell, die Buchung für den Morning Drive ebenso. Mit meinem Zuhause für die kommenden beiden Nächte war ich mehr als zufrieden und so konnte ich meinen ersten Abend und die erste Nacht im Busch in vollsten Zügen genießen 😘 Hätte ich da schon gewusst, was ich am nächsten Tag erleben würde, hätte ich vor Aufregung wohl nur sehr schwer einschlafen können 😎
mamba29835 Beiträge · seit 200619. Feb. 2014 · #32
Hallo Tanja,
ist für mich auch noch ein Plätzchen frei? 🙂 Ich sage schon mal vielen Dank, dass Du uns an Deinen Reiseerlebnissen teilhaben lässt. Alleine als Frau und dann noch quasi ungeplant - meinen Respekt hast Du. Ich als genaue Vorausplanerin und noch nie allein Reisende würde mich das wohl nicht trauen.
Susi651'127 Beiträge · seit 201119. Feb. 2014 · #33
TanjaH schrieb:Hätte ich da schon gewusst, was ich am nächsten Tag erleben würde, hätte ich vor Aufregung wohl nur sehr schwer einschlafen können 😎
Hallo Tanja,
das klingt doch schon mal sehr verheißungsvoll 🙂 . Nach Deinem Kommentar in unserem Reisebericht:
TanjaH schrieb:Zum Thema Löwensichtungen - gerade um Satara - musst du bei meinem Bericht wahrscheinlich hart sein.
habe ich aber schon eine gewisse ung, auf was ich mich da "gefasst" machen muss 😉 . Ich werde auf jeden Fall so lange dabei bleiben wie es geht 😉... und werde versuchen "hart" zu sein (...mit "Chance" hole ich ja was die Löwensichtungen angeht in wenigen Tagen auf 😘 ).
Im Übrigen muss ich Dir auch noch mal meinen Respekt aussprechen Mir geht es da genau wie Susanne. Auf diese Art und Weise alleine unterwegs sein würde ich mir wahrscheinlich nicht zutrauen, und schon garnicht mit nicht vorgebuchten Unterkünften.
franzicke2'085 Beiträge · seit 201219. Feb. 2014 · #34
Hallo Tanja, da bin ich aber auch dabei! Und zwar sehr begeistert!!! Mir gefällt ja total, wie du das Reisen erlebst und die kleinen und großen Momente sehr intensiv aufsaugst. Man erlebt schon ganz andere Dinge, wenn man sich traut, sich ganz allein aufzumachen. So schön das ist, Erlebnisse zu teilen, es hat schon auch was, so ganzundgar nur mit den eigenen Gedanken und im ganz eigenen Rhythmus unterwegs zu sein. Erinnert mich doch sehr an die Zeit als ich noch "jung" war 😎 Danke dafür. Und liebe Grüße Franzicke
Hallo Tanja! Freue mich sehr über deinen Bericht, da ich ja auch alleinreisende Frau bin...allerdings suche ich dann doch oft den Gruppenanschluss, bzw ganz allein war ich bisher nur in Island und USA unterwegs, was ja doch nochmal was anderes ist als Afrika. Finde es toll, wie du reist und alles genießt und freue mich, dass auch ohne lange Vorausplanung alles so super geklappt hat.
TanjaHThemenstarter956 Beiträge · seit 200919. Feb. 2014 · #36
Hallo zusammen!
Susi, du bist auf der richtigen Fährte. Werde versuchen, heute noch den nächsten Teil des Berichts nachzulegen - alleine schon, damit du eine tolle Einstimmung auf deinen Trip hast.
Ein herzliches Willkommen den Neuankömmlingen an Bord. Eben weil dieses alleine als Frau unterwegs sein und dann noch ohne Vorbuchen ungewöhnlich ist, schreibe ich diesen Bericht. Dabei ist mir etwas ganz wichtig zu betonen: Ungeplant im Sinne von Ungebucht heißt keineswegs unvorbereitet. Das ist TOTAL WICHTIG. Niemals würde ich unvorbereitet bzw uninformiert in ein Land reisen, schon gar nicht alleine! Ich bin ein Planungs- und Informationsfreak - kein Wunder, ist ja auch mein Job im richtigen Leben. Je plan- und kalkulierbarer Situationen sind, desto eher kann man es sich leisten, spontan zu sein. So hatte ich natürlich vorab die Wetterlage im Auge, habe mir öfter mal die aktuelle Buchungslage im Krüger angesehen, mir über etwaige Entfernungen und mögliche Tagesetappen/Stationen Gedanken gemacht. Das gehört für mich zum Reisen einfach dazu. Es gibt ja auch sowas wie Vorfreude 😉
Südafrika fand ich in diesem Zusammenhang wenig herausfordernd, ich war ja davor schon drei Mal im südlichen Afrika unterwegs und spreche sehr gut Englisch. Da war Mexiko schon eine ganz andere Liga - und total genial 😎 😄 🤪
Zusammengefasst, alleine und spontan erfordert mM nach definitiv mehr Mitdenken und größere Sensibilität. Und je erfahrener man reisetechnisch ist, desto leichter wird es. Alleine Reisen ist sicher nicht für jeden etwas. Für mich alleine schon aufgrund meiner Persönlichkeit und der derzeitigen Phase meines Lebens jedoch auf alle Fälle. Was nicht heißt, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt Gesellschaft kategorisch ablehnen würde. Aber nur um nicht alleine zu sein in der Begleitung Abstriche machen und dann vor Ort Sachen verpassen - no way! Und noch etwas, das viele Leute vergessen: Alleine verreisen heißt noch lange nicht, nie sozialen Kontakt zu haben. In Südafrika ist das noch eher so, wenn man wie ich einfach stundenlang alleine im Auto pirscht. Aber in Mexiko musste ich mich schon fast wehren, nicht dauernd neue Leute kennenzulernen und mit diesen Zeit zu verbringen 😎
TanjaHThemenstarter956 Beiträge · seit 200920. Feb. 2014 · #37
Hallo ihr Lieben!
Leider, leider, leider komm ich erst morgen Nachmittag dazu, den nächsten Teil zu liefern. Die lieben Mitarbeiter, Kollegen und Chefitäten haben mich einfach zu sehr vermisst und nehmen mich intensivst in Anspruch. Aber als kleiner Teaser und als Vorschau für den nächsten Teil zwei Fotos, damit ihr auch auf alle Fälle dranbleibt 😘
LG, Tanja
picco6'369 Beiträge · seit 201120. Feb. 2014 · #38
Hoi Tanja
TanjaH schrieb:Aber als kleiner Teaser und als Vorschau für den nächsten Teil zwei Fotos, damit ihr auch auf alle Fälle dranbleibt 😘
🤩 Was glaubst Du denn wer wir sind??? Untreue Windbeutel, die Dich einfach so mit Bruce alleine lassen??? 🤩 Vergiss es!!! 😈 Zumindest ich bleib dran, egal mit wievielen Pausen Du mich abzuschütteln versuchst, mich wirst Du nicht los!!! 😄 🙂 😎
TiaRosario215 Beiträge · seit 201220. Feb. 2014 · #39
Hallo Tanja,
warte "geduldig" 😈 auf den weiteren Reisebericht. Bin wirklich beeindruckt davon, so eine Reise alleine zu stemmen. Ich war in Namibia inzwischen zweimal mit meiner Freundin unterwegs und da haben uns schon viele für total verrückt erklärt, so etwas zu planen. Allen voran mein Mann! Da meine Freundin jetzt für ein Jahr ausfällt, müsste ich auch alleine eine Reise planen. Namibia ruft! Aber den Mut habe ich einfach nicht. Also - Hut ab!!!! Toll, dass du das so durchziehst. Und jetzt bitte schnell weiter.......