SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201028. Juli 2011 · #1
Hallo liebe Fomis,
nachdem ich hier schon seit längerer Zeit meist nur als Mitleser bin, möchte ich heute damit beginnen euch etwas zurückzugeben und mit meinem Reisebericht beginnen. Mein Freund Chris und ich waren als absolute Afrika-Neulinge ab Mitte April für 23 Tage in Namibia unterwegs. Da es mein großer Traum war, einen Leoparden in freier Wildbahn zu sehen, habe ich den Titel des Berichts entsprechend gewählt. Zudem standen auf unserer Reiseroute einige Lodges, welche Großkatzen auf ihrem Gelände haben. Ich hoffe euch gefällt der Bericht und wünsche euch viel Spaß bei mitfahren.
Grüße Daniela
Dienstag, 19.04.2011
Der Flug war relativ unspannend. Schlafen konnten wir leider beide sehr wenig, was zum Teil wohl daran lag, dass man sehr wenig Platz hatte, zum Teil aber auch an der Aufregung. Super pünktlich um 4.52 Uhr landen wir in Windhoek. Ich schaue aus dem Fenster und was sehe ich: es ist nass! 🤩 Wie steigen aus dem Flugzeug und betreten zum ersten Mal namibischen Boden. Schnell noch ein Foto unseres Flugzeugs gemacht und dann schlendern wir gemütlich zur Ankunftshalle. Über die Einreiseformalitäten und die damit verbundenen Wartezeiten haben wir hier im Forum schon einiges gelesen. Also erst mal anstehen. Alles in allem geht es deutlich schneller, als ich es mir vorgestellt habe. Das Gepäck ist noch nicht da und so warten wir eben da noch einen Moment. Nach einigen Minuten kommt dann unser Gepäck. Das ist ja schon mal gut gegangen. Wenn jetzt mit dem bestellten Mietwagen alles in Ordnung ist, kann die Reise losgehen. Der Europcarschalter ist schon besetzt und nach wenigen Minuten Wartezeit hat ein freundlicher Herr Zeit für uns. Schnell die Formulare ausgefüllt, Führerschein und Ausweise kopieren lassen und dann gibt es auch schon den Schlüssel. Man erklärt uns, dass auf dem Parkplatz jemand ist, der uns das Auto erklärt. Also nichts wie Geld wechseln, eine SIM-Karte kaufen und dann raus zum Auto. Die beiden Mitarbeiter auf dem Parkplatz sind gerade beide mit anderen Kunden beschäftigt, so dass wir schon mal allein unser Auto inspizieren. Bremsen und Lichter scheinen zu funktionieren. Bei der Inspektion der Reifen fällt uns auf, dass der Reifen hinten rechts schon sehr mitgenommen aussieht. Wir beraten uns kurz, ob wir mit diesem Reifen losfahren sollen oder nicht. Nachdem wir das Auto in den nächsten 23 Tagen doch ganz ordentlich beanspruchen wollen, entscheiden wir uns, nach einem anderen Reifen zu fragen. Als der Mitarbeiter uns das Auto erklärt, sprechen wir ihn darauf an. Er spricht kurz mit seinem Kollegen, der uns erklärt, dass die neuen Reifen im Depot seien. Daraufhin ist er auch schon wieder verschwunden. Keine 5 Minuten später steht er mit einem neuen Reifen neben uns. Schnell wird dieser gewechselt. Da der Reifendruck nicht geprüft wurde, folgen wir schnell zum Depot und auch das wird noch erledigt. Jetzt kann es losgehen. Afrika wir kommen! Inzwischen ist es 7 Uhr. Wir haben uns entschieden, nicht über die B1 sondern über die C23 und C15 zur Kalahari Anib Lodge zu fahren. Kaum sind wir auf der C23 sehen wir auch schon die ersten Paviane. Jedes Mal wenn wir anhalten rennen diese jedoch davon. 🙁 Lt. Unserer Karte soll es in Dordabis eine Tankstelle geben, diese konnten wir jedoch nicht finden. Also fahren wir weiter auf der C15 Richtung Uhlenhorst. Unsere erste Gravel Pad. Auf der rechten Seite steht ein merkwürdiger Turm, bei dem es sich vermutlich um den Mäuseturm, eine Befestigungsanlage von 1915, handelt. Auf der Weiterfahrt entpuppt sich einer der Steine auf der Straße als eine kleine Schildkröte. Sehr weit kommen wir nicht, da wir dann eine große Schildkröte sehen, die unbedingt auch fotografiert werden muss. 🙂 Landschaftlich ist es hier sehr schön. In Uhlenhorst stoppen wir kurz und kaufen etwas Wasser. Auf der Weiterfahrt sehen wir dann auch unsere ersten Strauße, leider relativ weit weg. Hier wird gleich mal das neue Fernglas ausprobiert. Gegen 13 Uhr sind wir schon in der Kalahari Anib Lodge angekommen. Nach dem Welcome Drink wird uns die Anlage und unser Zimmer gezeigt. Wir fragen die Dame nach den großen Käfern, welche uns unterwegs schon aufgefallen sind. Sie nimmt einen auf die Hand und meint, die beißen nicht, die stinken nur. 😉 Wir werden unsere „bugs“ im weiteren Reiseverlauf noch öfter treffen. Inzwischen weiß ich auch, dass es sich bei den Bugs um Sattelschrecken handelt. Um 15.30 Uhr wollen wir den Sundowner Drive mitmachen. Da bis dahin noch etwas Zeit bleibt, werfen wir uns noch kurz in einen der Pools. Dort treffen wir einen anderen deutschen Urlauber, den wir auch noch öfter sehen werden. Im Forum haben wir ja schon gelernt, dass man sich in Namibia immer 2, 3, 4 mal trifft. 😉 Da ist nicht gleich am ersten Tag einen Sonnenbrand bekommen möchte, geht es kurz unter die Dusche und dann noch auf die Terrasse der Lodge um eine Tasse Kaffee zu trinken. Für den Sundowner stehen 2 Fahrzeuge bereit. Mit uns sind 5 weitere Gäste im Fahrzeug, das zweite Fahrzeug haben wir nach dem Start nicht mehr gesehen. Als erstes fährt unser Guide zu einem großen Webervogelnest und erzählt uns einiges über die Vögel. Kurz darauf sehen wir unsere ersten Springböcke, Erdhörnchen, einige Strauße, Rosenpapageien und die ersten Steppenzebras. Ich bin total begeistert, da ich so früh auf unserer Reise noch überhaupt nicht mit Zebras gerechnet habe. In der Ferne zieht ein Gewitter auf, was dem Himmel eine tolle Färbung verleiht. Vor dieser tollen Kulisse sehen wir auch unsere erste Gnu-Herde. Leider ist es mit fotografieren sehr schwierig. Ein Stück weiter folgt erneut eine Herde Springböcke und dann ist auch der Platz für den Sundowner erreicht. Der rote Sand allein sieht schon wunderschön aus, in Verbindung mit den aufziehenden Gewitterwolken hat er aber nochmal eine ganz andere Wirkung. Da das Gewitter auch noch ordentlich Wind aufkommen lässt, machen wir uns wieder auf die Rückfahrt zur Lodge um nicht noch nass zu werden. Auf dem Weg zum Abendessen stellen wir fest, dass ein recht großer Tisch für ca. 20 Leute gedeckt ist und wir wohl auf unsere erste Hummeldumm-Reisegruppe treffen werden. Es stellt sich heraus, dass es sich um eine deutschsprachige Reisegruppe handelt. Ansonsten stehen nur einige kleinere Tische herum. Die Lodge scheint nicht komplett ausgebucht zu sein. Zum Abendessen gab es einen sehr leckeren Salat mit Käsesauce, danach eine Süßkartoffelsuppe, zum Hauptgang Oryx Stroganoff mit Reis und Gemüse und zum Dessert Käsekuchen. Das Essen war sehr lecker. Nach dem Essen hat das Personal noch einige Lieder für die Gäste gesungen. Uns hat das sehr gut gefallen, v.a. weil man bemerkt hat, dass die dabei richtig Spaß hatten. Da wir im Flugzeug fast nicht geschlafen haben, fallen wir nach dem Essen recht schnell ins Bett.
Flugstrecke: 8.121 km Gefahrene Strecke: 315 km, davon 110 km Teerstraße und 205 km Gravel
Hallo Daniela, lieben Dank, das Du uns hier teilhaben läßt an euere Reise. 🙂 Schöner Bericht und auch die Bilder sind klasse. Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Fleur de Cap1'409 Beiträge · seit 201028. Juli 2011 · #3
Hallo Daniela,
sieht so aus, als ob wir im selben Flieger gesessen sind 🤩
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201028. Juli 2011 · #4
Hallo Fleur,
schade, dass wir das nicht schon davor gewußt haben! Wir lesen auch voller Spannung deinen Reisebericht. Bei den Wasserdurchfahrten habe ich teilweise mitgezittert. 🙂 Da uns das Namibia-Fiber gepackt hat, planen wir im Moment schon einen eventuellen Tripp für das nächste Jahr. Dann soll es auf jeden Fall durch den Caprivi gehen.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201028. Juli 2011 · #5
Hui Daniela,
da bin ich ja auch schon sehr gespannt auf deinen Bericht! Vom Datum her würd ich sagen, dass Ihr das ward, die vor uns die tiefen Spurrillen und Schlaglöcher in die Straßen gefahren habt! 😛
Vermutlich als Rache an allen hummeldummen Reisegruppen 😉
Lt. Unserer Karte soll es in Dordabis eine Tankstelle geben, diese konnten wir jedoch nicht finden. Also fahren wir weiter auf der C15 Richtung Uhlenhorst. Unsere erste Gravel Pad. Auf der rechten Seite steht ein merkwürdiger Turm, bei dem es sich vermutlich um den Mäuseturm, eine Befestigungsanlage von 1915, handelt.
Ich habe 2008 in Dordabis getankt. Ich glaube die Tankstelle lag neben einem Geschäft.
Der merkwürdige Turm ist tatsächlich der sogenannte "Mäuseturm".
Viele Grüße
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201029. Juli 2011 · #8
Hallo zusammen,
@ Bele: Natürlich haben wir die tiefen Fahrspuren hinterlassen um die Hummeldumm-Gruppen abzuhängen. Bei deiner Gruppe hat das offensichtlich dank eures tollen Fahrers nicht funktioniert. Ich denke, ihr seid im gleichen Flieger (11.05.) zurück nach Frankfurt gesessen.
@ Topobär: Vielen Dank für das Lob der Bilder. Das Gewitter-Bild hat Chris gemacht während ich eine Malaria-Prophylaxe in Form eines Gin-Tonic zu mir genommen habe. 😄 Ich gebe dein Lob gerne weiter.
@ Klaus: Wir haben in Dordabis noch nicht mal ein Geschäft gesehen. 😉 Wir waren der Meinung, dass es dort nur ein paar Hütten der Einheimischen gab.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201029. Juli 2011 · #9
Steelers schrieb:Hallo zusammen,
@ Bele: Natürlich haben wir die tiefen Fahrspuren hinterlassen um die Hummeldumm-Gruppen abzuhängen. Bei deiner Gruppe hat das offensichtlich dank eures tollen Fahrers nicht funktioniert. Ich denke, ihr seid im gleichen Flieger (11.05.) zurück nach Frankfurt gesessen.
Viele Grüße Daniela
Hallo Daniela,
schade, ich dachte der Bericht geht weiter 🙁 😗
Ja, ich hab heute in den Kommentaren zu meinem Bericht gelesen, dass du dies schon mal erwähnt hast. Nur meine Frage damals hast du nicht beantwortet: ist dir der Herr mit dem Tropenhelm aufgefallen??? 😉
Und habt Ihr auch so lange beim Zoll warten müssen? Da war irgendein komisches Problem und dies hat dazu geführt, dass wir unseren angepeilten Zug verpasst haben. 😠
Schönen Abend noch - ich hoffe Du schreibst gerade an Deinem Bericht!:P
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201029. Juli 2011 · #10
Hallo Bele,
Achim mit dem Tropenhelm ist uns leider nicht aufgefallen. 🤨 An das Problem mit dem Zoll können wir uns aber noch sehr gut erinnern. Schuld an der Wartezeit war wohl ein vergessener Koffer. 🙁 Den nächsten Teil des Reiseberichts gibt es vermutlich am Sonntag, da ich Morgen leider keine Zeit dafür haben werde. 😕
uschisiggi160 Beiträge · seit 200930. Juli 2011 · #11
Hallo Daniela, habe soeben Deinen Bericht abonniert ( wie viele andere Berichte auch - man/frau kann ja süchtig werden ) und warte jetzt gespannt auf die Fortführung. 2012 soll es auch für uns ein zweites Mal individuell nach Namibia gehen, da werden alle Details aufgesaugt. Das Bild mit der Abendstimmung / Gewitteraufzug auf der Anib-Lodge ist aber auch wirklich ein Hingucker.
Gruß uschisiggi
Mein Motto: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)
casimodo4'528 Beiträge · seit 200730. Juli 2011 · #12
Hallo Daniela,
schöner Bericht mit nicht zu viel Text und wunderschönen Bildern. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201031. Juli 2011 · #13
Vielen Dank für die aufmunternden Worte zu meinem Bericht.
@ Carsten: Es ist schön zu hören, dass es nicht zu viel Text ist. Ich war mir beim Schreiben teilweise etwas unsicher. Reiseberichte lesen ist sooo viel einfacher. 😄
Mittwoch, 20.04.2011:
Der Wecker klingelt um 6.15 Uhr. Beim Frühstück sind wir um 7 Uhr. Das Frühstücksbuffet bietet eine große Auswahl, es gab sogar Nutella. 😁 Los geht’s um 8 Uhr. Zuerst führt uns unser Weg nach Mariental in den Superspar, wo wir uns mit Wasser, Äpfeln und Keksen eindecken. Außerdem werden 4 kg Trockenmais gekauft, womit Chris seinen Bohnensack zum Auflegen des Fotos füllen möchte. 😄 Unser erstes Ziel für heute ist der Köcherbaumwald. Über die B1 kommen wir sehr gut voran und stehen gegen 11.30 Uhr im Köcherbaumwald. Zu unserer Freude sind außer uns nur 2 weitere Touris anwesend. Wir lassen uns ca. 1 Stunde Zeit bei den Köcherbäumen bevor wir uns auf den Weg zum Giants Playground machen. Im Giants Playground wollen wir den beschilderten Rundweg gehen. Auch hier sind außer uns nur 2 weitere Touris. Inzwischen ist es sehr heiß geworden. Immer tiefer geht es hinein zwischen die aufgetürmten Felsen. Irgendwann stehen wir recht ratlos in der Landschaft und rätseln, in welche Richtung wir denn nun gehen sollen. Einen Pfeil gab es schon lange nicht mehr, aber der letzte hat in diese Richtung gezeigt. 🤩 Hmm, lieber nochmal zurück. Aber die Richtung stimmt, also geht es weiter. Wenn da nur nichr diese Hitze wäre... 😵 Wir kämpfen uns durch das hohe Gras und tatsächlich können wir kurze Zeit später das Dach unsers Autos erspähen. 😮 Die Fahrt geht weiter nach Keetmanshoop, unsere erste Stadt mir Linksverkehr. 😉 Allerdings wollen wir hier nur schnell tanken und Geld holen. Beide Aktionen haben wir gut überstanden und so wird noch kurz ein Bild vom kaiserlichen Postamt gemacht. Als wir kurz vor Seeheim angekommen sind müssen wir feststellen, dass die C12 aufgrund der starken Regenfälle noch gesperrt ist. Wir fahren also erst mal bis zum Seeheim Hotel um dort den Weg zu erfragen. An der Bar treffen wir 2 „lustige“ Damen, die wohl selbst ihre besten Kunden sind. Was auch immer die beiden getrunken haben, der erste Drink war das für diesen Tag wohl nicht. Immerhin weisen sie uns den richtigen Weg. 😏 Es geht also die B1 ein Stück zurück und dann über die D545 weiter. Dort haben wir beim Naute Damm unsere erste Wasserdurchfahrt. 😕 Als wir dann anhalten um noch ein paar Fotos zu machen kommt ein Traktor mit Einheimischen. Die freuen sich total, dass ich ein Bild von ihnen mache und schenken uns ein paar Datteln. Auf der Weiterfahrt treffen wir ein paar Strauße. Einer davon rennt einige Meter neben unserem Auto her. Als wir anhalten um ihn zu fotografieren, wird ihm das dann aber doch etwas unheimlich und er sucht das Weite. 😐 Auf der Gravel Pad wird man hier ordentlich durchgerüttelt. Die Waschbrettstraße hat nun eine völlig neue Bedeutung für uns. 🤩 Noch bevor wir den Gondwana National Park erreichen, sehen wir unseren ersten Kudu, einen jungen Bullen. Da er sich beobachtet fühlt, überquert er hinter unserem Auto die Straße und flüchtet. Da es inzwischen schon etwas spät wird, fahren wir weiter zur Canyon Lodge. Auf dem Weg sehen wir noch ein paar Strauße und Springböcke. In der Canyon Lodge angekommen beziehen wir unser wunderschönes Zimmer. Leider müssen wir feststellen, dass das Licht nicht geht. Also schnell zur Rezeption und mit einem Angestellten zurück zum Zimmer. Zum Glück war es nur eine Sicherung, die aber gut hinter dem Haus versteckt war. 😈 Nach einer erfrischenden Dusche geht es zum Essen. Dort entdecken wir unsere Hummeldumm-Gruppe von der Anib, den Deutschen mit seinen Begleitern, den wir am Pool der Anib getroffen haben und das Pärchen von Giants Playground. Man könnte meinen, Namibia ist ein Dorf. 😄 Als Starter wird warme rote Beete serviert. Anschließend gibt es verschiedene Salate vom Buffet, welche durchweg sehr gut sind. V.a. den Bohnensalat aus dreierlei Bohnen kann ich sehr empfehlen. 🙂 Anschließend gibt es am Buffet Springbock oder Hähnchen mit Gemüse und Kartoffeln oder Reis. Zum Dessert gibt es Malva Pudding und eine Tarte. Der Salat, ein Großteil des Gemüses, sowie Wurst und Käse werden im Selbstversorgungszentrum produziert. So wird ca. 70% des Bedarfs selbst gedeckt. Nach einem langen Tag entscheiden wir uns um 22.15 Uhr zur Rückkehr auf unser Zimmer. Dank unserer Taschenlampe können wir es verhindern, einen der unzähligen Bugs zu zertreten. 🙄 Der morgige Tag beginnt früh, da wir für die Fotos des Fish River Canyon das Morgenlicht nutzen wollen.
Gefahrene Strecke: 478 km, davon 318 km Teer und 160 km Gravel
Sanne2'462 Beiträge · seit 200631. Juli 2011 · #14
Sehr schöner Bericht, freu mich auf die Eindrücke zum FRC, da wir dort nächstes Jahr erstmalig sein werden! Lieben Dank für die ganze Arbeit - macht so ein Bericht ja doch, aber für die Leser ist es immer ein wenig wie selbst fahren 😉
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Hallo Daniela Das Abendessen in der Kalahari Anib Lodge kommt mir irgendwie bekannt vor, vor 4 Tagen hatten wir dasselbe. Die Käsesauce haben wir wohl jeden Abend gehabt und auch zuvor in der Namib Desert Lodge, die ja auch zur Gondwana Collection gehört. Vielen Dank für deine schönen Fotos und den interessanten Bericht. Jacqueline
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201003. Aug. 2011 · #16
Donnerstag, 21.04.2011:
Der Wecker klingelt um 5.45 Uhr. Schnell wird aus dem Bett gehüpft und erst mal einen Blick aus dem Fenster auf die tolle Landschaft geworfen. Frühstück gibt es heute um 6.30 Uhr. Hier gab es eines der besten Früchstücksbuffets auf unserer Reise. Frisch gebackene Brötchen. Selbst hergestellte Wurst und Käse, Tomaten und Gurken aus eigener Herstellung, sowie etwas Obst. Vor allem die frischen Brötchen waren ein Gedicht. Los geht’s um 7 Uhr. Auf der Fahrt zum Fish River Canyon wird erst einmal das Frühstück ordentlich durchgeschüttelt. 😵 Zum Glück ist es nicht weit. Schnell wird am Eingang noch das Permit gelöst und dann geht es auch direkt zum Hauptaussichtspunkt. Dieser ist super ausgebaut mit einem schattenspendenden Dach, einigen Infotafeln und sogar Toiletten, sofern diese geöffnet sind, was bei uns nicht der Fall war. Als wir ankommen ist rein gar nichts los. Herrlich! Es werden also erst einmal einige Fotos gemacht. Nach einiger Zeit kommt der ältere Deutsche mit seinen 3 Begleitern und einem Führer. Gespannt lauschen auch wir einem Teil der Ausführungen über den Canyon. Leider kommen die gigantischen Ausmaße des zweitgrößten Canyons der Welt auf den Bildern nicht wirklich zur Geltung. 😠 Nachdem wir ca. 40 Minuten mit kaum Menschen um uns herum am Aussichtspunkt genießen durften, nähert sich der erste Bus mit einer Reisegruppe. Nur wenige Minuten später folgt ein Zweiter. Das ist für uns das Zeichen uns auf den Weg zum nächsten Aussichtspunkt zu machen. Auf dem Weg dahin wird nochmal gestoppt, um ein paar Bilder vom Canyon zu machen. Wir haben ja erst sooo wenige. 😉 Am zweiten Aussichtspunkt angekommen, schauen wir uns die Stelle an, wo der Abstieg für Wanderungen im Canyon beginnt. Auch hier werden wieder einige Bilder gemacht und die Stille genossen. 🙂 Nun verfolgt uns aber der erste Reisebus wieder. Die Gruppe des zweiten Reisebusses nähert sich zu Fuß. Da wir schon wieder recht viel Zeit hier verbracht haben, entscheiden wir uns, nochmal ein Stück weiter in die andere Richtung zu fahren. Am nächsten Aussichtspunkt angekommen, sind nur 2 weitere deutsche Touris anzutreffen. Reisebusse verirren sich hierhin nicht. Chris hat eine Schraube von seiner Sonnenbrille verloren und behauptet, dass das nur an den namibischen Straßenverhältnissen liegen würde. 😄 Wenn wir wieder in der Zivilisation sind, werden wir mal nach einem Optiker Ausschau halten. Nachdem wir auch am dritten Aussichtspunkt wieder genügend Fotos gemacht haben, diskutieren wir kurz, ob wir noch einen weiteren Aussichtspunkt anfahren wollen. Da es inzwischen aber schon etwas später ist und wir wirklich genug Fotos haben, entscheiden wir uns zur Rückfahrt zur Lodge, wo wir um 13.30 Uhr ankommen. Wir wollen den Pool noch etwas genießen. Der Weg dahin ist etwas länger, aber jeder Meter lohnt sich, da man dort angekommen einen spektakulären Blick in die Weite hat. Liegen und Sonnenschirme sind vorhanden. Außerdem gibt es einen überdachten Bereich mit Kühlschrank (Selbstbedienung mit Abrechnung an der Rezeption). Nach etwas Entspannung am Pool, die nur durch einige Bugs unterbrochen wird, welche immer zielstrebig auf einen zukrabbeln, ging es unter die Dusche und dann zum Sundowner Walk auf den Hausberg. Der Walk inkl. Getränk wird kostenlos angeboten. Super! Unser Guide zeigt uns einen Busch, der weit verbreitet ist. Wenn man dessen Zweige abbricht, kommt eine Art Milch heraus, welche giftig ist. Einige Tiere trinken diese Milch, wenn sie kurz vor dem verdursten sind. Daraufhin fällt das Fell aus. Wie der Busch hieß, weiß ich leider nicht mehr. Vielleicht kann ihn ja jemand auf dem nachfolgenden Foto identifizieren. 🙂 Auf der Spitze des Hausberges wird dann der Sonnenuntergang genossen. Chris entdeckt hierbei Savannah Dry, was er wohl noch öfter verkosten wird. 😁 Zum Abendessen gibt es heute zuerst einen Gemüseturm und danach wieder die leckeren Salate. Als Hauptgang entscheide ich mich heute für Kudu mit Gemüse, Süßkartoffeln und Reis. Als Dessert folgt dann noch eine Creme Brulée. Sehr lecker! 😛 Während des Essens stellt sich noch der Trainee Manager vor. Nachdem wir bisher noch keine Klippschliefer gesehen haben, fragen wir ihn, wo wir diese am nächsten Morgen am besten beobachten können. Er meinte, dass zwischen 8 und 9 Uhr dafür eine gute Zeit sei, da diese dann auf den Felsen in der Sonne liegen. Nach dem Essen entscheiden wir uns, auf der Terrasse noch einen Rock Shandy zu probieren, von dem wir hier schon viel gelesen haben. Allerdings muss ich feststellen, dass der Geschmack des Angostura Bitter überhaupt nicht mit mir kompatibel ist. 🤢 Ich bestelle mir dann doch lieber noch einen Campari Orange. Um 23 Uhr machen wir uns auf den Weg zu unserem Zimmer. Es wird noch schnell ein Teil des Gepäcks wieder verstaut, da wir Morgen abreisen. Da Klippschliefer aber Langschläfer sind, dürfen wir Morgen früh auch etwas länger schlafen. Die Klippschliefer sind mir jetzt schon sympathisch. 😄
Gefahrene Strecke: 64 km, ausschließlich Gravel Pad
Champagner8'672 Beiträge · seit 201003. Aug. 2011 · #17
Steelers schrieb:Donnerstag, 21.04.2011:
und dann zum Sundowner Walk auf den Hausberg. Der Walk inkl. Getränk wird kostenlos angeboten. Super! Unser Guide zeigt uns einen Busch, der weit verbreitet ist. Wenn man dessen Zweige abbricht, kommt eine Art Milch heraus, welche giftig ist. Einige Tiere trinken diese Milch, wenn sie kurz vor dem verdursten sind. Daraufhin fällt das Fell aus. Wie der Busch hieß, weiß ich leider nicht mehr. Vielleicht kann ihn ja jemand auf dem nachfolgenden Foto identifizieren. 🙂
Das müsste die Euphorbia dregeana sein. Der Guide ist ein anderer als bei unserem Walk, aber die Pflanze die selbe 🙂 Unser Tour Guide hatte vor dieser Pflanze offensichtlich auch Respekt, denn er hat immer wieder auf sie hingewiesen, wenn wir ihr unterwegs begegnet sind!
Africa-Fan51 Beiträge · seit 201103. Aug. 2011 · #19
Hallo Daniela, ich kann mich fast nicht sattsehen an euren tollen Fotos - ihr bringt wunderbare Stimmungen rüber! Auch euer Bericht gefällt mir sehr gut - interessant auch die km-Angabe am Ende! Bin sehr gespannt, wie es euch weiter ergeht und freue mich auf die Fortsetzung des Berichts! Liebe Grüße, Africa-Fan Birgit
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201005. Aug. 2011 · #20
Freitag, 22.04.2011:
Der Wecker klingelt heute erst um 6.15 Uhr, so dass wir um 7 Uhr beim Frühstück im Hauptgebäude sind. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg die Klippschliefer zu suchen. Los geht es an der Pferdekoppel vorbei und über die Felsen. Nach einiger Zeit des Kletterns machen wir tatsächlich recht weit oben auf einem der Felsen eine Gruppe Klippschliefer aus. Wir versuchen noch etwas näher heranzuklettern, um sie besser aufs Bild zu bekommen. Dabei entdecken wir einen weiteren Felsen mit Klippschliefern. Nachdem wir nun fast schon über das halbe Lodgegelänge geklettert sind, kommen wir hinter einer der Hütten heraus. 😗 Von der Terrasse dieser Hütte hat man einen perfekten Blick auf die Klippschliefer, aber ohne klettern wäre das ja langweilig. 😉 Neben uns haben es sich auch wieder einige Bugs auf der Terrasse gemütlich gemacht. Wir machen uns auf den Rückweg zu unserer Hütte, sammeln unser Gepäck ein und um 9.10 Uhr starten wir nach Aus. Am Canyon Roadhouse legen wir einen Zwischenstopp zum Tanken und fotografieren ein. Obwohl das Roadhouse nur ca. 20 km von der Canyon Lodge entfernt ist, ist die Landschaft hier schon völlig anders. Wir würden auf jeden Fall wieder die Canyon Lodge bevorzugen. Das Canyon Roadhouse sieht auch ganz nett aus. Landschaftlich kann es aber leider überhaupt nicht mit der Canyon Lodge mithalten, die einfach eine traumhafte Lage hat. Im gesamten Gondwana Canyon Park können wir viele Tiere beobachten, v.a. Strauße, Springböcke und Oryx-Antilopen. Nachdem wir den Park verlassen haben, kommen wir wieder an die bekannte Wasserdurchfahrt beim Naute Damm. An der Kreuzung zur B1 angekommen machen wir einen Fahrerwechsel und ich versuche mich das erste Mal im Linksverkehr. 😎 Selbst auf der gut geteerten B1 ist fast nichts los, nur ganz selten kommt uns mal ein anderes Auto entgegen. Nach 50 km frage ich mal bei Chris nach, ob es ihm als mein Beifahrer noch gut geht, was er bejaht. 🙂 Wir fahren auf direktem Weg nach Aus zum Tanken und dann zum Eagles Nest, wo wir die nächsten 3 Nächte in absoluter Ruhe genießen wollen. Nach den Tipps aus dem Forum haben wir vorab um das Eagles View Chalet gebeten, da es wohl das neueste und größte Chalet sein soll. Man schrieb uns, dass dieses bereits reserviert ist, wir aber das Desert Vista bekommen. Auch gut, da fahren schließlich nur noch die Bewohner des Eagles View vorbei. Am Check-In wird uns dann auf einem kleinen Lageplan der Weg zu The Wall gezeigt. Kurze Verwirrung bei mir, dann erkläre ich der Dame, dass wir das Desert Vista bestätigt bekommen haben. Nun ist die Verwirrung bei ihr und sie greift kurz zum Telefon. Das Desert Vista ist belegt, wir bekommen dafür aber das Eagles View. Perfekt! Wir warten noch kurz auf unser vorbestelltes Braii-Paket und machen uns dann auf, die letzten 8 km bis zu unserem Chalet zurückzulegen. Im Eagles View angekommen bin ich sofort begeistert! Die Aussicht ist herrlich und direkt hinter dem Bett gibt es einen riesigen Felsen, auf den ich auch sofort raufklettern muss. 😗 Das Chalet ist ein Traum. Offener Kamin mit Sitzgelegenheiten, ein bereits gedeckter Tisch, eine Küchenzeile, ein Doppelbett mit wundervoller Aussicht auf die namibische Weite, ein weiteres Bett und ein recht geräumiges Bad. Hier kann man es wunderbar 3 Nächte aushalten! Man hat uns oft gefragt, was wir 3 Nächte im „Nichts“ wollen, aber wir sind froh, dass wir hier 3 Nächte haben. Wir packen ein paar Sachen aus und machen es uns auf der Terrasse gemütlich. Hinter dem Berg scheint es zu regnen, was uns einen ganz tollen Regenbogen beschert. Chris heizt das Feuer an. Wir werfen einen Blick auf unser Braii-Paket. Zur Vorspeise gibt es Sandwiches mit Tomaten, Zwiebeln und Käse. Anschließend leckeren Oryx 😉 mit Folienkartoffeln und Salat. Dazu gibt es noch eine Flasche Wein aus dem tollen Weinregal. Wie gerne hätte ich so ein Weinregal mit nach Hause genommen. Es erscheint mir aber genauso unpraktisch, wie eine große Holzgiraffe direkt am ersten Tag zu kaufen. 😄 Zum Nachtisch haben wir noch jeweils ein Stück Torte bekommen, welches aber erst mal in den Kühlschrank wandert. Das Essen war einfach zu reichlich und lecker. Nach dem Essen machen wir es uns nochmal auf der Terrasse gemütlich und genießen die Ruhe und die Aussicht.
Gefahrene Strecke: 311 km, davon 181 km Teerstraße und 130 km Gravel