SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201008. Aug. 2011 · #21
Weiter geht es mit dem nächsten Tag.
Samstag, 23.04.2011:
Wecken steht heute um 5.10 Uhr auf dem Programm. Was für ein Ausblick vom Bett auf die Weite! Wir frühstücken gemütlich in unserem Chalet und um 6.10 Uhr starten wir nach Lüderitz. Um 7.45 Uhr startet unsere gebuchte Bootstour mit der Selina nach Halifax. Kaum sind wir auf der Straße nach Lüderitz, da steht ein Oryx ganz dicht neben der Straße. Die Waterfront in Lüderitz ist schnell gefunden. Als wir am Bootssteg ankommen scheint die Sonne und das Boot wartet schon. Wir steigen ein und erfahren, dass wir heute die einzigen Gäste sind. Genial! Es geht entlang von Shark Island raus aus der Bucht. Bis jetzt hat es kaum Nebel. An der Spitze angekommen sehen wir viele Kormorane. Auch die ersten Robben tauchen auf und springen durchs Wasser. Delfine sind leider keine zu sehen. Leider wird der Nebel immer dichter, so dass man nur noch sehr schlecht fotografieren kann. Wir fahren am Angra Pequena vorbei und Richtung Diaz Point. Der Wellengang wird stärker, so dass die Kameras in akuter Gefahr sind. 🙁 Am Diaz Point angekommen ist es so neblig, dass man die Robben auf den Fotos kaum erkennen kann. 😠 Auf dem letzten Stück zur Halifax Island wird der Wellengang nochmal etwas stärker. Neben unzähligen Pinguinen gibt es dort auch einige Flamingos. Einige der Pinguine schwimmen ganz nah an unserem Boot vorbei. Auf der Insel steht noch ein altes Haus aus der Zeit, als die Engländer hier Guano abgebaut haben. Einige Pinguine hüpfen die Treppen nach oben und stehen ganz dekorativ in der Tür. 🤪 Unser Guide bietet uns an in ein Schlauchboot umzusteigen und noch etwas näher heranzufahren. Darauf haben wir bei dem Wetter aber beider keine Lust (Wetter und v.a. Seegang 🤢 ). Auf der Rückfahrt nach Lüderitz gibt es noch eine heiße Schokolade zum Aufwärmen. Zurück in Lüderitz gehen wir noch kurz ein paar Kleinigkeiten einkaufen und Geld holen. Dann geht es zu Lüderitzbucht Safaris und Tours um unsere Bootsfahrt und das Fotopermit für Kolmanskop zu bezahlen. Frau Schelkle hat uns dieses bereits vorab ins Eagles Nest geschickt. Wir bedanken uns bei ihr für ihre tolle Unterstützung und nehmen uns noch eine AZ mit. Anschließend fahren wir noch zum Haus Goerke und zur Felsenkirche. Da uns in Lüderitz aber zu viel Trubel herrscht, entscheiden wir uns noch zum Diaz Point zu fahren. Auf der Fahrt sehen wir einen Delfin durchs Wasser springen. Am Diaz Point angekommen ist leider der Nebel kein bisschen besser. Nach einigen Fotos gönnen wir uns noch einen Kaffee und fahren dann zurück nach Lüderitz zum Tanken. Nun geht es weiter zu den Wildpferden bei Garub. Unterwegs machen wir schnell noch ein paar Fotos von Kolmanskop. Ich freue mich jetzt schon auf Morgen! 😄 Wir haben uns Biltong gekauft, was wir unterwegs probieren. Ich muss allerdings sagen, dass das nicht unbedingt meine Geschmacksnerven trifft. 🤨 🤢 Kurz nach der Abzweigung von der B 1 steht das erste Wildpferd auf der Wiese. An der Wasserstelle selbst ist auch nicht viel mehr los. Die haben heute wohl alle schon Feierabend gemacht. 😈
Nachdem wir ca. 1 Stunde bei den Pferden verbracht haben, machen wir uns auf den Weg ins Eagles Nest um unser Braai Paket abzuholen. Für heute haben wir Lamm und Rumpsteak bestellt. Wir trinken in der Lobby noch ein Savannah Dry und machen uns dann auf den Weg zu unserem Chalet. Zuerst entspannen wir auf unserer Terrasse bevor wir den Grill anheizen. Wir genießen den Sonnenuntergang und werfen unsere Steaks auf den Grill. Nach dem Essen verbringen wir noch etwas Zeit auf der Terrasse und genießen den tollen Sternenhimmel und die Stille.
Gefahrene Strecke: 289,5 km, davon 228 km Teerstraße
Sanne2'462 Beiträge · seit 200608. Aug. 2011 · #22
So ein schöner Bericht und ganz tolle Bilder.... hoffentlich gehts bald weiter:)
Offtopic: wie bekommt Ihr das eigentlich mit den kleinen Bildern hin - bei mir sind die immer raumfüllend 😊
Viele Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201008. Aug. 2011 · #23
Hallo Sanne,
das ist gar nicht so schwierig, da sogar ich das geschafft habe. 😄 Ehrlich gesagt habe ich mich schon gefragt, wie ich die Bilder raumfüllend einstellen kann. 😁
Ich habe hier im Forum ein Fotoalbum angelegt, in das ich die Bilder hochgeladen habe. Unter dem Bild erscheint dann jeweils eine eckige Klammer mit einer Nummer. Diese füge ich dann an die entsprechende Stelle in meinen Bericht ein. Bericht absenden und schon sind die Bilder drin. 🙂
Du kannst mir aber sehr gerne noch verraten, wie du die Bilder raumfüllend in deinen Bericht bekommst.
Sanne2'462 Beiträge · seit 200608. Aug. 2011 · #24
Danke für den Hinweis, das versuch ich beim nächsten Mal auch... bislang habe ich meine Bilder hier in die Galerie gar nicht verlinkt. Ich lade meine Bilder bei picr. de hoch (ggf. verkleinern über tinypic.de) und kopiere den Link in den Text... funktioniert idiotensicher und das brauche ich halt 😊
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201014. Aug. 2011 · #25
Weiter geht es mit dem nächsten Tag. Ich muss euch aber gleich darauf hinweisen, dass ihr heute etwas mehr Bilder ertragen müsst. Kolmanskop hat mich einfach begeistert. 😗
Sonntag, 24.04.2011 (Ostersonntag):
Es ist Ostersonntag und der Wecker klingelt bereits um 4.45 Uhr. Ich finde das überhaupt nicht schlimm, da ich mich auf den heutigen Tag schon seit einem Jahr freue. Auf nach Kolmanskop! Wir fahren um 5 Uhr los und nur wenige Meter von unserem Chalet entfernt hüpft ein Hase über den Weg. Der Osterhase! 😄 Es ist noch recht dunkel, aber die Fahrt läuft gut. Der Himmel ist klar und wir haben einen schönen Sonnenaufgang. Aber dann, ca. 40 km vor Kolmanskop: Nebel! 🤩 😠 Man sieht keine 50 m weit. Wie soll man da vernünftige Bilder machen?!? Das ist unfair. Seit einem Jahr freue ich mich auf diesen Tag und schöne Bilder im Morgenlicht in der Geisterstadt. 🙁 In Kolmanskop angekommen ist es nur wenig besser. Dann gibt es eben Bilder mit Nebelsuppe. *grummel* Außer uns sind nur noch 2 weitere Fotografen da. Zuerst gehen wir ins Haus des Ingenieurs. Ich bin ganz begeistert von den vielen Sandverwehung in den Häusern. An manchen Stellen kann man Spuren von Schlangen sehen. 😕 In diesen Fällen entscheide ich mich dann doch nicht durch diese Räume zu gehen, sondern einen anderen Weg zu nehmen. 😗 Nachdem wir uns fast eine halbe Stunde beim Ingenieur umgesehen haben, ziehen wir weiter zum Haus des Quartiermeisters. Als nächstes inspizieren wir das Lehrerhaus, eines der wenigen Gebäude in die man nicht mehr hinein darf, da es schon teilweise eingestürzt ist. Danach gehen wir zum Haus des Architekten, welches mir besonders gut gefallen hat. Sand bis zur Hälfte der Türen. Genial. Teilweise kann man nur kriechend von einem in den anderen Raum kommen. Auf dem Weg sind die Schienen noch gut erkennbar, auf denen früher der komplette Transport nach und von Kolmanskop stattgefunden hat. Das Haus des Buchhalters ist teilweise nicht mehr ganz so gut erhalten. Innen fehlen in einigen Räumen schon die Bodendielen. Allerdings wird hier gerade renoviert. Im oberen Stockwerk kann man daher nicht alle Räume betreten. Das letzte Haus auf dieser Seite ist das Haus des Direktors. Dieses ist bereits vollständig renoviert. Allerdings hat es uns dadurch auch am wenigsten gefallen. Die Räume wurden lieblos einfarbig gestrichen, die Böden und Fenster erneuert. Kein einziges Sandkorn irgendwo zu sehen... Leider fehlt dem ganzen so der Charme. Das Badezimmer war noch der mit Abstand schönste Raum. Inzwischen ist es 9.30 Uhr und wir machen uns auf den Weg zurück zum Parkplatz. Im Auto nehmen wir ein schnelles Frühstück ein und sind dann pünktlich um 10 Uhr zur Führung in der Turnhalle. Es herrscht ein großer Andrang. Die Gruppen werden nach englisch und deutsch geteilt. Zu unserer großen Freude sind nun kaum noch Leute in der Turnhalle. Wir erkennen die 4 Deutschen vom Sundowner Walk in der Canyon Lodge wieder. Die Führung wird von einem älteren Herrn gemacht, dessen Vorfahren noch in Kolmanskop gearbeitet haben. Wir gehen zum Laden, dem Haus des Ladenbesitzers und der Eisfabrik. Dort wird uns erklärt, wie das Eis damals hergestellt wurde. Auch den Kühlraum der Schlachterei dürfen wir besichtigen. Unser Führer erzählt, dass vor 2 Jahren ein Deutscher, der inzwischen über 90 Jahre alt ist, hier war, der dort früher gearbeitet hat und sich nun alles nochmal ansehen wollte. Dieser hat ihnen auch erklärt, wie sie früher dort gearbeitet haben. Zum Abschluss der Führung gehen wir noch in die Kegelbahn. Während der Führung ist doch tatsächlich noch die Sonne hinter diesem ganzen Nebel herausgekommen! Wir ziehen wieder los, diesmal in die andere Richtung. Wir schauen uns einen Wohnblock an und gehen dann in das Haus des Arztes. Bei der Führung haben wir gehört, dass hier besonders oft Schlangen gesehen werden. Na prima. 😵 Das Haus des Arztes ist sehr schön. Es gibt wieder richtig hohe Sandberge. Auf einem der Sandberge sieht es so aus, als ob sich da kürzlich eine Schlange entlang geschlängelt hat. Da nehme ich doch lieber die Türe zum Nebenzimmer. Die Schlangen haben mich verschont und so geht es weiter zum Krankenhaus. Auch hier gibt es einfach wunderschöne Sandberge in den Räumen. Teilweise liegen darauf noch Überreste der Krankenhausbetten. Als wir das Krankenhaus verlassen kommen wir an einigen einfachen Unterkünften der Arbeiter vorbei. Dann wird noch schnell das bekannte Kolmanskop-Schild fotografiert. Außerdem werden vom Haus des Ingenieurs und des Lehrers noch ein paar Außenaufnahmen mit blauem Himmel gemacht. 🙂
Zu guter Letzt schauen wir uns nochmal in Ruhe das Casino und die Turnhalle an. Dort ist eine Ausstellung mit Fotos aus der damaligen Zeit zu sehen. Das fanden wir sehr interessant. Die Führung war echt super. Wir können diese unbedingt empfehlen!
Gegen 13 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Lüderitz zum Tanken und dann geht es zurück nach Aus. Unterwegs sehen wir eine große Straußenherde direkt an der Bahnlinie. Wir machen nochmal einen Abstecher nach Garub zu den Wildpferden. Die haben heute noch keinen Feierabend und sind sehr zahlreich anwesend. Schnell werden nochmal 100 Bilder gemacht. 😄
Dann geht es zurück ins Eagles View. An der Rezeption wird noch schnell das Braii-Paket und das Frühstück abgeholt und 2 Savannah Dry mitgenommen. Im Chalet angekommen wird erst mal Kaffee gekocht und der leckere Kuchen vom Dessert verspeist. Dabei besucht uns ein Erdhörnchen auf der Terrasse. Ohne Scheu kommt es recht nah heran. Der Kuchen schmeckt auch ihm ganz ausgezeichnet. Nach Kaffee und Kuchen geht es unter die Dusche und dann wird der Naturföhn genutzt. Der Grill wird angefeuert und wir genießen den Blick von unserer Terrasse. Dann kommt der Oryx auf den Grill. Sehr lecker. 😛 Nach dem Essen setzen wir uns direkt ans Feuer und machen ein tolles Lagerfeuer.
Gefahrene Strecke: 260 km, davon 230 km Teerstraße und 30 km Gravel Pad
Wollt dir mal ein großes DANKE für deinen ausführlichen Bericht und die tollen Fotos sagen. Ich weiß wieviel Arbeit das ist, aber auch wieviel Freude es macht, die Reise auf diese Art nochmal zu rekapitulieren. Aber eine Frage plagt mich doch: Wo ist den nun der Leopard?? 😛 Also, schnell weiter machen.
LG aus Österreich,
Tanja
PS.: Mir können es nie genug Bilder sein 😁
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201016. Aug. 2011 · #27
Hallo Tanja,
ich freue mich, dass dir mein Bericht gefällt. Es ist wie du schon sagst viel Arbeit, aber es macht auch Spaß. Ich kann dich beruhigen, da erst ein Drittel unserer Reise vorbei ist, haben wir noch Zeit den Leoparden zu finden. 🙂 Da dies mein absolutes Lieblingstier ist, war es mein großer Traum einen in freier Wildbahn zu sehen. Daher habe ich auch den Titel meines Berichts so gewählt. In die tierreichen Regionen kommen wir noch. Heute Abend wird es den nächsten Teil des Berichts geben.
ich oute mich dann auch mal als fleißige Mitleserin😳 . Freu mich schon auf deine angekündigte Fortsetzung 😁
Wir werden im November für 3 Wochen nach Namibia fliegen und beim Lesen des Berichts bekomme ich immer große Vorfreude😜
Mach weiter so!
Liebe Grüße, Nadine
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201016. Aug. 2011 · #29
Ich freue mich sehr über jeden Mitleser, da macht das Schreiben gleich noch mehr Spaß.
@ Nadine: Ich hoffe, du schreibst nach deiner Reise auch einen Reisebericht. 😉
Montag, 25.04.2011:
Heute wird ausgeschlafen, denn der Wecker klingelt erst um 6 Uhr. 🤪 Da ich vorher schon wach bin, genieße ich den Ausblick direkt vom Bett. Wir frühstücken auf der Terrasse und beobachten dabei einige Pferde. Leider müssen wir dieses herrliche Fleckchen Erde heute verlassen. Um 7.20 Uhr geht es los. Erst einmal tanken in Aus und dann ab nach Sossusvlei. Die D707 ist als eine der schönsten Strecken bekannt und so freuen wir uns auf eine tolle Fahrt. Nach wenigen Kilometern verlassen wir die B4 und biegen auf die C13 Richtung Helmeringshausen ein. Schon bald sehen wir einen Strauß neben der Straße.
Auch uns begeistert die D707 und wir halten immer wieder an um einige Fotos zu machen.
Wir sehen eine große Herde Oryxe, welche wir ausgiebig beobachten.
Die D707 ist landschaftlich wunderschön, für die Reifen aber teilweise ziemlich anstrengend. Auf dem Weg gab es einige Viehgatter, welche jedoch meist geöffnet waren. In Betta angekommen machen wir einen Abstecher nach Duwisib. Wir machen einige Fotos des in dieser Landschaft unwirklich wirkenden Schlosses und anschließend ein kleines Picknick unter einem Baum.
Dann geht es zurück nach Betta zum Tanken und weiter Richtung Sossusvlei. Im Namib Rand Nature Reserve gibt es endlich wieder Tiere.
Je näher man an Sossusvlei kommt, desto größer werden die Herden. Strauße, Oryxe und Springböcke in riesigen Gruppen und dazu eine beeindruckende Landschaft.
In der Lodge angekommen sind wir erst einmal schockiert über die Touristenmassen. 🤩 Nach 3 Tagen Einsamkeit in Aus grenzt das hier an einen Kulturschock. Leider sind die Zelte sehr nah beieinander. Wir hatten ein Zelt in einer der hinteren Reihen mit Blick auf die anderen Zelte. Die Zelte in der ersten Reihe haben einen deutlich schöneren Ausblick. Zu allem Unglück wohnen im Nachbarzelt lärmende Italiener, die zu einer Reisegruppe zu gehören scheinen, denn so viele Leute können gar nicht in einem Zelt wohnen. 😉
Innen sind die Zelte sehr ansprechend und großzügig.
Wir hatten von zu Hause aus bereits mit dem Adventure Center der Lodge Kontakt aufgenommen, da wir gerne einen Cesna-Rundflug über die Namib machen wollen. Da der Preis für 2 Personen sehr teuer ist, hoffen wir, dass 2-3 weitere Mitflieger gefunden werden. Leider hat das Adventure Center bisher noch keine Buchung für einen Flug am nächsten Tag. 🙁 Wir spazieren etwas am Pool entlang, holen uns einen Kaffee und schauen uns noch etwas in der schön gestalteten Anlage um.
Als wir zurück in unserem Zelt sind haben wir eine Nachricht des Adventure Centers. Für Morgen gibt es 3 Personen, die die Route 2 gebucht haben. Das ist zwar nicht unsere präferierte Route, aber auf jeden Fall besser als den doppelten Preis zu bezahlen. Vor dem Essen springen wir noch unter die Dusche. Leider gibt es nur kaltes Wasser. 😵 Bei einer Lodge dieser Preisklasse hatte ich etwas anderes erwartet. Immerhin sind wir jetzt wieder fit. 😄
Wir schlendern zur Rezeption und bestellen uns ein Breakfast Basket für den nächsten Tag, da wir bereits bei Toröffnung nach Sossusvlei fahren wollen. Über das Breakfast Basket haben wir hier schon so manches gelesen und sind schon ganz gespannt. 😁
Beim Abendessen wird uns ein Tisch in einer der hinteren Reihen zugeteilt. Einen Tisch in der vorderen Reihe bekommt man nach Aussage des Kellners nur mit Reservierung. Also reservieren wir uns gleich einen Tisch für Morgen in der vorderen Reihe. Wir bestellen uns eine Flasche Wasser und einen Sossusvlei Cabernet Sauvignon. Dann geht es ans Salatbuffet. Die Salate sind durchweg nicht besonders toll. Am Buffet des Hauptgangs gibt es 9 verschiedene Sorten Wildfleisch zur Auswahl, sowie Schwein, Huhn, Rind und Fisch. Das Gewünschte wird dann ganz frisch gegrillt. Bei so viel Auswahl fällt es mir etwas schwer mich zu entscheiden. Ich nehme Zebra und Impala, Chris entscheidet sich für Springbock und Gnu. Toll dass man sich hier einmal durch die Wildnis futtern kann. 😄 Geschmacklich war jedes der Wildtiere ausgezeichnet. Auch der Wein war sehr gut. Die Auswahl am Buffet war einzigartig. Um 22.15 Uhr zieht es uns zurück in unser Zelt. Morgen geht es früh los...
Gefahrene Strecke: 395 km, davon 381 km Gravel Pad und 14 km Teerstraße
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201018. Aug. 2011 · #30
Nun habe ich den Bericht für den nächsten Tag fertig, alle Bilder zusammengesucht und muss mit Schrecken feststellen, dass es noch deutlich mehr Bilder als in Kolmanskop geworden sind. 😗 Sorry for that!
Dienstag, 26.04.2011
Um 5.15 Uhr klingelt der Wecker. Wir machen uns startklar und holen unser Breakfast Basket an der Rezeption. Chris stellt fest, dass es sich anfühlt, als ob es Frühstück für 20 Leute enthält. Die Ausmaße sind auch eher die eines Koffers. 😄 Um 5.51 Uhr stehen wir in der Schlange vor dem Tor und trinken Schwarztee. Um 6.15 Uhr wird endlich das Main Gate geöffnet. In der Karawane geht es die 60 km bis zum 2 x 4 Parkplatz, vorbei an den ersten impossanten Dünen.
Unterwegs sehen wir zuerst einen Schakal ganz nah an der Straße, dann eine Herde Gnus (cool), unzählige Springböcke und ein paar Strauße. Leider ist Chris der Meinung, dass wir keine Zeit zum Fotografieren haben und so fahren wir weiter. Nach einer knappen Stunde ist die Düne 45 erreicht. Hier ist schon mächtig was los.
Wir fahren erst mal weiter zum 2 x 4 Parkplatz. Obwohl wir mit dem Daihatsu Terios einen kleinen 4 x 4 haben, entscheiden wir uns den Shuttle zu nehmen, da wir unserem „Kleinen“ den Tiefsand nicht so ganz zutrauen.
Am 4 x 4 Parkplatz angekommen beginnen wir unsere Wanderung ins Dead Vlei. Durch den Sand zu laufen ist selbst am Morgen ein wenig anstrengend. Im Dead Vlei angekommen werden erst mal fleißig Bilder gemacht.
Dann geht es hoch auf die Düne. Der seitliche Aufstieg ist sehr schwer. Auf halbem Weg dreht sich Chris zu mir um und meint, dass es bestimmt weniger anstrengend ist, wenn ich in seinen Fußspuren gehe. Was denkt der denn, was ich schon die ganze Zeit mache? 😄 Am Kamm der Düne angekommen ist der Aufstieg wesentlich leichter. Auf der linken Seite der Düne hat man einen Blick auf ein wassergefülltes Vlei.
An der Spitze angekommen setzen wir uns erst mal in den Sand und genießen den Blick ins Dead Vlei. Das Herunterspringen von der Düne geht in Sekunden und macht einen riesigen Spaß!
Wir machen uns auf den Rückweg zum Parkplatz und bestaunen auf dem Weg dahin das gelbe Blütenmeer mitten in der Wüste.
Dann lassen wir uns zum Sossusvlei fahren. Im Sossusvlei angekommen offenbart sich uns ein herrlicher Blick auf ein mit Wasser gefülltes Vlei. Wir sind das erste Mal in Namibia und erleben gleich so etwas Außergewöhnliches. Rund um das Vlei hat es wunderschöne Blumen.
Wir treffen die vier Deutschen von der Canyon Lodge und Kolmanskop wieder und erfahren, dass es eine gute Entscheidung war mit dem 4 x 4 Shuttle zu fahren. Die anderen sind mit ihrem Terios nämlich im Sand stecken geblieben. Wir machen uns auf den Weg die nächste Düne hinauf um von oben einen besseren Blick auf das mit Wasser gefüllte Sossusvlei zu haben. Die Sonne brennt, die Hitze steigert sich. Chris ist nicht zu bremsen. Er stapft unermüdlich die Düne hinauf auf der Jagd nach einem noch besseren Foto. Das ist nun wirklich zu viel des Guten. Mir reicht es! Ich streike und lasse mich in den Sand fallen!
Chris hat dann doch noch ein Einsehen mit mir und erklärt sich zum Umkehren bereit. Ich habe erst mal damit zu tun, mein Naturpeeling wieder loszuwerden. 😄 Wir nehmen den Shuttle zum 2 x 4 Parkplatz und fahren zur Düne 45. Dort schnappen wir unser Breakfast Basket, setzen uns auf einen Baumstamm im Schatten und genießen unser Lunch in völliger Einsamkeit. Unser Breakfast Basket enthält einen ganzen Korb voll Brot, eine Platte Wurst und Käse, Butter, Marmelade, Müsli, Joghurt, Obstsalat und Saft.
Auf dem Weg zum Sesriem Canyon steht eine Herde Springböcke mitten auf der Straße.
Am Canyon angekommen bewundern wir den totalen Gegensatz zu den Dünen. Wir steigen in den Canyon hinab und sehen uns ein wenig um. Der Canyon hat im Moment nur noch an wenigen Stellen Wasser.
Um 13.15 Uhr entscheiden wir uns zur Rückkehr zur Lodge, da wir um 14 Uhr im Adventure Center sein sollen, wo wir zum Rundflug abgeholt werden. In der Lodge angekommen geht es noch schnell unter die kalte Dusche. Um 14 Uhr stehen wir dann im Adventure Center. Um 14.15 Uhr holt uns unser Pilot dort ab. Die anderen 3 Teilnehmer des Flugs sind Italiener aus der Reisegruppe, welche zum Teil neben uns wohnt. Naja, vielleicht sind die während des Flugs ja nicht ganz so laut. 😉
Das war unser Pilot samt Flugzeug:
Wir fragen einen der beiden Piloten, von wo aus man am besten fotografieren kann. Er empfiehlt die rechte Seite. Also sitzt Chris neben dem Piloten und ich hinter ihm. Der Start ist eine sehr holprige Angelegenheit, aber total spaßig. 😎 Von oben hat man einen genialen Ausblick auf die Namib. Erst von hier aus kann man erahnen, wie riesig diese ist. Zuerst fliegen wir über den Sesriem Canyon. Von hier oben sieht man, wie lang dieser ist.
Dann geht es vorbei an Düne 45 weiter Richtung Dead Vlei und Sossusvlei.
Richtung Küste wird es ein bisschen dunstiger, so dass es schwierig ist, vernünftige Fotos zu machen. Dennoch machen wir unzählige davon. 😗
An der Küste fliegen wir ein Stück Richtung Norden entlang der „Langen Wand“.
Als es wieder landeinwärts geht, sehen wir eine Herde Strauße und Oryxe, welche aber von hier oben unmöglich zu fotografieren sind. 😵 Dann geht es zur Elim Düne – welche war denn das jetzt?!? Von oben ist die Namib ein riesiger Sandkasten, dessen Ausmaße man von unten gar nicht erahnen kann. Wie man hier die einzelnen Dünen unterscheiden soll, bleibt mir ein Rätsel. 🤪 Unsere Lodge von oben muss natürlich auch noch fotografiert werden.
Als wir gelandet sind wartet bereits der Rest der italienischen Reisegruppe. Die werden den gleichen Rundflug machen wie wir. So haben wir noch die Gelegenheit den Start anzuschauen, bevor es zurück zur Lodge geht.
In der Lodge angekommen, steigen wir noch schnell mal auf den Turm.
Zum Abendessen mache ich heute eine Fleischdiät und verzichte auf die nicht so besonders tollen Salate. Die anderen wohlschmeckenden Beilagen will ich aber auch nicht verachten. 😉 Zuerst müssen wir aber einen Tisch bekommen. Man weißt uns denselben Tisch wie am Vorabend zu. Dass wir einen Tisch in der vorderen Reihe reserviert haben weiß hier niemand mehr und wir bringen die Angestellten damit auch total aus ihrem Konzept. Etwas unzufrieden setzen wir uns also an den Tisch. Nach 10 Minuten hat man es aber wohl doch geschafft, einen Tisch mit Ausblick für uns zu finden und so werden wir gebeten umzuziehen. Das hat sich gelohnt, da man doch tatsächlich im Halbdunkel zwei Springböcke ans Wasserloch schleichen sieht. Wir probieren Zebra, Gnu, Kuhantilope und Strauß. Es war eine sehr gute Entscheidung heute eine Fleischdiät zu machen. 🙂 Gegen 22 Uhr ziehen wir zu unserem Zelt um noch zu packen, da es Morgen weiter nach Swakopmund geht.
Gefahrene Strecke: 130 km, ausschließlich Teerstraße
Champagner8'673 Beiträge · seit 201019. Aug. 2011 · #31
Steelers schrieb:Nun habe ich den Bericht für den nächsten Tag fertig, alle Bilder zusammengesucht und muss mit Schrecken feststellen, dass es noch deutlich mehr Bilder als in Kolmanskop geworden sind. 😗 Sorry for that!
Guten Morgen Daniela,
also ich hab mit vielen Fotos üüüüberhaupt kein Problem 😉 !
Menno, wenn ich die Fotos vom Flug sehe ärgere ich mich, dass wir nicht doch von der Sossusvlei Lodge ab geflogen sind - da hatten wir nämlich viel besseres Wetter als dann von Swakopmund aus...:(
Danke für die vielen tollen Fotos und den wunderbaren Bericht:) Bei den schönen Fotos kannst du gerne immer jede Menge Fotos einstellen!
Der Rundflug muss ja wirklich ein Traum gewesen sein. Das möchte ich auch gerne machen!!!😁 Wo habt ihr den Flug gebucht? Wir haben am Sossusvlei insgesamt 3 Nächte gebucht und haben damit auch für einen Flug sicherlich etwas Zeit😄
auch ich verschlinge Deinen Bericht - auch wenn es für uns nun selbst in wenigen Tagen endlich (!!!) losgeht zu unerer ersten Namibiareise !!!
Lieben Dank für diesen tollen Bericht und vor allem die vielen Bilder - nur mehr davon !!!
Nun aber noch einige Fragen: Wie lange fährt man von der Lodge bis zum 2 x 4 Parkplatz ? Gab es genügend Shuttles zur Auswahl ? War die Entscheidung, zuerst ins Dead Vlei zu fahren udn dann erst ins Soussusvlei insb. vom Licht her gut ? Die Bilder sind ja super ! Was hat Euer Flug gekostet und wie lange hat der Rundflug gedauert ? Hattet Ihr den Flug vorher schon gebucht oder erst vor Ort (und wenn letzteres, wo) ?
Ich hoffe, dass Du die entsperchenden Antworten nicht schon geschrieben hattest, ich es aber überlesen habe 🙂
Besten Dank vorab !!!
LG Antje
PS: Einen Reisebericht verspreche ich als Dank heute schon 🙂
PPS: Hast Du noch besondere Empfehlungen für die typische Einsteigerreise (über Fish River Canyon und Lüderitz, D707, Sossousvlei, Swakopmund, Erongo, Damara, Etosha, Waterberg, WDH) Reise, die vielleicht erst in Deinem Reisebericht vorkommen, wenn wir schon unterwegs sind ?
DANKE !!!
Chris24835 Beiträge · seit 201019. Aug. 2011 · #34
Hallo liebe Mitleser,
heute melde ich mich mal und mache „Vertretung“ für Daniela die übers Wochenende weggefahren ist und ohne Internet auskommen muss ;);)
Vielen Dank für eure netten Kommentare und das Lob für die Bilder :)😁
@ Bele Das Wetter ist ja immer Glückssache, wir hatten zwar schönes Wetter und Licht, aber dafür hast du bei deinem Flug viel mehr gesehen, finde deine Bilder auch echt Klasse von den Schiffswracks und Swakop.
@ Nadine und Antje Den Flug kann man direkt in der Sossusvlei Lodge buchen, die haben da extra ein kleines Büro (Adventure Center) das alle Ausflüge organisiert. Wir haben vor der Reise per Email Kontakt aufgenommen und angemeldet das wir gerne einen Flug machen würden, allerdings nur wenn noch weitere Personen mitfliegen. Die Preise für zwei Personen sind recht hoch. Wir sind Route 2 mit insgesamt 5 Personen geflogen, das war vom Preis echt O.K. obwohl wir lieber Route 3 genommen hätten aber da gab es keine Mitflieger 🙁
Ich habe mal das Infoblatt vom Adventure Center zu den Flügen angehängt (hoffe das klappt im pdf Format). Da stehen alle angebotenen Routen mit Flugzeit, die Preise 2011 und Kontaktdaten drauf. Die Flüge Nachmittags starten zwischen 15.30 und 17.00 Uhr, es ist also gut möglich morgens in die Dünen zu fahren und nachmittags einen Flug zu machen. Das Adventure Center empfiehlt Flüge an die Küste nachmittags zu machen, da es morgen oft Nebel am Meer hat.
Zu Sossusvlei:
Fahrt vom Eingang (direkt vor der Lodge) bis zum 4x4 Parkplatz dauert eine starke Stunde wenn man unterwegs nicht allzu viele Fotos macht. Es gab mehr als genug Shuttles keine Sorge. Die Shuttles fahren zuerst zum Dead Vlei, wenn man weiter will aber auch durch bis zum Sossusvlei. Vom Fotolicht musst du dich entscheiden was dir wichtiger ist, wir wollten schnellstmöglich ins Dead Vlai, bis wir dann im Sossusvlei waren stand die Sonne schon sehr hoch, beides schafft man nicht im Morgenlicht. Ich würde aber wieder zuerst ins Dead Vlei fahren. Das nächste mal wollen wir auf jeden Fall im Park übernachten, das schönste Licht war gerade bei Parköffnung, bis man dann im Vlaj ankommt ist es bereits fas schon zu spät und es hat schon viele andere Leute dort die vom Campingplatz oder der Lodge im Park schon im dunklen losfahren können 🙁 .
Zu deiner Route Antje, passt denke ich schon, wir waren nicht im Erongo hat bei uns nicht mehr reingepasst (sind über Twyfelfontein nach Grootberg und dann in den Etosha) auch den Waterberg haben wir ausgelassen. Sind aber beides bestimmt tolle Ziele (wenn man nur mehr Urlaub hätte 😵 ).
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201023. Aug. 2011 · #35
Bei so einer tollen Vertretung konnte ich ja beruhigt übers Wochenende wegfahren. 😁
Heute gibt es aber auch schon den nächsten Tag. Viel Spaß beim weiterlesen!
Mittwoch, 27.04.2011
Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Wir packen unsere restlichen Sachen zusammen und gehen um 6.45 Uhr zum Frühstück. Generell hat uns die Lodge eigentlich recht gut gefallen, wenn man vom Massentourismus absieht. Allerdings stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis aus unserer Sicht überhaupt nicht. Beim nächsten mal würden wir entweder im Park übernachten oder das zur Lodge gehörende Desert Camp nehmen, bei dem man zum Essen auch in die Lodge kommen kann. Um 7.45 Uhr später starten wir. Zuerst geht es zum NWR-Büro um ein Permit für den Kuiseb Canyon zu kaufen, danach zur Tankstelle. An der ersten gibt es kein Benzin, nur noch Diesel. Also nochmal durchs Tor und an die Tankstelle. Hier gibt es Benzin. 😄 Auf dem Weg nach Solitaire sehen wir zuerst eine Herde Strauße
und dann ganz nah ein Streifengnu. Wir genießen es mal wieder, dass wir alleine unterwegs sind und verbringen eine halbe Stunde damit, das Gnu zu beobachten. Das zahlt sich aus, denn das Gnu kommt immer näher heran, läuft dann einige Meter in der Mitte der Straße entlang und spaziert dann auf der anderen Straßenseite weiter.
Dank Chris ist es sicher das meistfotografierteste Gnu der Welt. 😄 Weiter geht es nach Solitaire um den berüchtigten Apfelkuchen mitzunehmen. 🙂
Auf der Weiterfahrt sehen wir zuerst eine große Herde Springböcke neben der Straße und kurz darauf eine Straußen-Mama mit Kind. Leider sind die beiden zu schreckhaften und entfernen sich von der Straße als wir anhalten. Etwas später erspähe ich ein Zebra auf dem Bergkamm, das sich aber leider dazu entschließt auf der anderen Seite des Berges hinunterzurennen. Leider noch bevor wir anhalten können um ein Foto zu machen. 😠 Am Gramadula View Point wird unser 4 x 4 getestet. Mit Erfolg. 😁 Oben angekommen genießen wir die Aussicht und verspeisen unseren Apfelkuchen, der wirklich sehr lecker ist. Der überdachet Aussichtspunkt mitten im nirgendwo wirkt irgendwie surreal.
Weiter geht es zum Kuiseb Pass, welcher sehr schön ist. Nach dem vielen Regen in den vergangenen Wochen führt der Kuiseb relativ viel Wasser. Allerdings gibt es hier zur Abwechslung tatsächlich mal eine richtige Brücke. 🤪
Als nächstes fahren wir zum Kuiseb Canyon, der in unseren Reiseführern empfohlen wurde. Wir finden den Canyon recht unspektakulär. Wir fahren zu beiden View Points und besichtigen auch die Stelle, an der man in den Canyon klettern kann, wo Henno Martin und Hermann Korn sich während dem zweiten Weltkriegs versteckt haben.
Auf dem Rückweg zur Straße sehen wir eine Herde Zebras. Leider sind diese relativ weit weg und durch das Hitzeflimmern lassen sie sich kaum fotografieren. Auch ein ganz kleines Zebra ist dabei. Wir beobachten die Herde eine Weile ehe wir weiterfahren.
Weiter geht es durch viel Nichts. Rechts und links nur Grasbüschel und manchmal noch nicht mal das. Ein Berg in der Ferne ist da schon fast eine Sensation. 🙂
Kurz vor Walvis Bay wird es dann wieder sandig. Einige Kilometer vor Swakopmund ist der Dampfer Kolmanskop auf Grund gelaufen. Wir halten an um ein paar Fotos des Wracks zu machen.
Auf dem Weg nach Swakopmund halten wir kurz am Strand. Was für Wellen... Es ist ziemlich windig.
Im Orange House angekommen stehen wir nicht auf der Gästeliste, was aber kein Problem ist, da noch Zimmer frei sind. Das Zimmer ist sehr groß. Neben einem Doppelbett gibt es noch einen kleinen Tisch mit 2 Sesseln. Das Bad ist ebenfalls riesig.
Wir genießen eine Dusche mit warmem Wasser und reservieren uns für den Abend einen Tisch im Hansa Hotel. Dann geht es nochmal los in den Super Spar, zum Tanken und zum Geld holen. Wir finden noch einen Optiker, dem Chris in seinem besten Englisch erklärt, dass er an seiner Sonnenbrille eine Schraube verloren hat und fragt, ob er evtl. eine passende Schraube hat. Der Optiker antwortete in bestem Deutsch: „Ja, ich glaub ich hab so eine da.“ 😗 Wir schauen uns etwas verdutzt an und wissen nun, warum Swakop auch als südlichstes deutsches Seebad bezeichnet wird. 🤪 Wir fahren nochmal an den Strand, spazieren ein paar Meter und setzen uns dann auf eine Bank. Eine halbe Stunde genießen wir den Blick aufs Meer ehe wir wieder zu unserer Unterkunft fahren. Um 19 Uhr sind wir im Hansa Hotel. Es herrscht eine Atmosphäre wie vor 100 Jahren. Ich komme mir ein bisschen vor wie auf der Titanic. Leider habe ich keinen Foto dabei. 😠 Der Service ist ausgezeichnet. Als Gruß des Hauses gibt es eine leckere Krabbensuppe. Zur Vorspeise bestellen wir uns grünen Swakopmunder Spargel mit Tomaten und etwas das aussieht wie Schupfnudeln. Chris bestellt Springbock mit Rotwein-Sauerkirschsoße, ich nehme Impala mit Apfelspalten und grünen Bohnen. Leider ist mir etwas schlecht, so dass ich kaum etwas esse. Schade um das schöne Impala. Wir gehen zurück ins Orange House und ich lege mich mit einer Tasse Tee ins Bett. Ich muss schnell wieder fit werden, denn Morgen soll ich aufs Boot... 🤢
Gefahrene Strecke: 390 km, davon 79 km Teerstraße und 311 km Gravel Pad
danke für die Fortsetzung! Der Bericht liest sich auch wieder gut - und die Bilder sind sehr schön !!! Danke auch nochmal an Deine "Vertretung" Christian für die umfassenden ANtworten zu meinen Fragen !!!
Nun aber noch eine Frage: Auf welchen Straßen seid Ihr von Solitäre bis Walvis Bay udn Swakopmund gefahren ? Wie war die Straßenqualität ?
Sieht man das Schiffswarack vor Swakopmund gleich oder muss man weit fahren um es zu suchen und zu finden ?
Lieben dank für Deine Antworten bereits jetzt !
Antje
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201024. Aug. 2011 · #37
Hallo Antje,
wir sind von Solitaire über die C14 bis Walvis Bay gefahren. Der Straßenzustand war ehrlich gesagt nicht der Beste. Es ist ein ziemliches auf und ab. In den Senken stand zu der Zeit meist noch etwas Wasser. Teilweise war die Straße dadurch an manchen Stellen ausgespült. Je näher man an Walvis Bay kam, desto besser wurde die Straße. Von Walvis Bay sind wir dann über die B2 an der Küste entlang bis Swakopmund gefahren. Der Zustand der B2 war bestens, ist aber auch eine Teerstraße.
Das Schiffswrack kannst du direkt von der Straße aus sehen, wenn du die Küste etwas im Auge behältst. Es befindet sich kurz vor Swakopmund. Im nächsten Teil meines Reiseberichts wird es noch ein weiteres Schiffswrack zu sehen geben. Dieses ist kurz nach Swakopmund Richtung Cape Cross und ebenfalls von der Straße aus zu sehen. Das Schiff ist allerdings "erst" 2008 dort auf Grund gelaufen und daher noch recht gut erhalten. Falls du noch Fragen hast bevor du fliegst: nur zu. 😉 Ich wünsche dir auf jeden Fall heute schon eine ganz tolle Reise!
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201024. Aug. 2011 · #38
Donnerstag, 28.04.2011
Da es im Orange House erst ab 7 Uhr Frühstück gibt, können wir bis 6.15 Uhr ausschlafen. Da wir erst um 8.45 Uhr in Walvis Bay bei Mola Mola sein müssen, ist das aber kein Problem. Die Tour haben wir bereits von Deutschland aus gebucht, so dass wir nur noch ins Büro müssen um zu bezahlen. Im Hafen sehen wir schon viele Pelikane.
Auf dem Katamaran bekommen wir einen schönen Platz ganz vorne links. Außer uns sind noch ca. 15 weitere Personen auf dem Katamaran. So eine große Gruppe waren wir bisher noch bei keinem Ausflug. Es hat aber genügend Platz für alle. Kaum geht es los, da schwimmen schon die ersten Robben neben dem Katamaran her. Eine der Robben springt auf den Katamaran und bekommt ein paar Fische.
Wir haben unbeschreibliches Glück und sehen große Tümmler. Sie sind ganz nah! Die großen Tümmler sind gerade auf der Jagd! Sie schießen pfeilschnell durchs Wasser um gemeinsam Fische zu jagen. Diese springen dabei auch aus dem Wasser. Es ist ein unbeschreibliches Erlebnis. 😮 Laut unserem Guide wurden die großen Tümmler seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen und wir haben das Glück sie beim Jagen beobachten zu dürfen.
Unser Guide erzählt uns einiges über die Austernfarmen in Namibia, was sehr interessant ist. Wir fahren weiter zum Pelican Point, wo wir sehr viele Robben sehen, die übermütig durchs Wasser springen.
Als wir aus der Lagune hinaus aufs offene Meer fahren werden die Wellen größer, es ist aber kein Vergleich zu den Wellen unserer Bootstour in Lüderitz. Dennoch springt der Katamaran ganz ordentlich über die Wellen. 🤢 Wir sehen noch einige Benguela-Delfine, die einen weißen Streifen auf der Seite haben.
Wir bekommen erst einmal einen „Namibian Coffee“ um unser Glück mit den Delfinen zu begießen. Danach machen wir einen Zwischenstopp um die Gäste der Sandwich Harbour Tour abzusetzen. Für uns wird das Buffet angerichtet. Neben Champagner und Austern gibt es auch diverse Häppchen wie Brötchen, gefüllte Röllchen, Fleisch- und Fischbällchen, sowie Dessert. Wir probieren die Austern und ich muss feststellen, dass die recht lecker sind. Das Ganze wird dann noch mit einem weiteren Gläschen Champagner ergänzt, das wir vorne auf dem Katamaran genießen. Nachdem vorhin bei den großen Tümmlern doch einiges los und wir daher anderen Booten Platz gemacht haben entscheidet unser Guide, dass wir nochmal zu der Stelle zurückfahren und schauen ob die Delfine noch dort sind. Eigentlich wäre es Zeit zur Rückkehr gewesen, wir sind jedoch alle sehr begeistert nochmal einen Abstecher zu den Delfinen zu machen. Tatsächlich sind die auch noch dort und wir können sie in Ruhe (ohne andere Boote) beobachten.
Nach 3 Gläschen Champagner kann man auch an Land wieder ganz ordentlich laufen. 😗 Am Parkplatz werden und geschnitzte Nüsse für 150 NAD angeboten?! Nein, Danke. Da es in Walvis Bay nicht wirklich etwas zu sehen gibt fahren wir zurück nach Swakopmund. Wir parken unser Auto am Hansa Hotel und machen einen Spaziergang durch die Stadt.
Zuerst schauen wir uns die alte Post und die Kirche an. Dann geht es weiter zum alten Bahnhof, was heute das Swakopmund Hotel ist. Wir werfen einen Blick in das luxuriöse Hotel bevor wir zum alten Amtsgericht gehen.
Anschließend gehen wir am Schwimmbad und am Museum vorbei zum Leuchtturm, bei dem wir uns in den gemütlichen Garten setzen und Eis essen. Gut gestärkt gehen wir zum kaiserlichen Bezirksamt und zum Marinedenkmal. Auf dem großen Platz davor gibt es unzählige Händler, die ihre Waren an die Touristen loswerden wollen.
Wir gehen zur Jetty und schauen uns noch kurz „The Tug“ an, wo wir für heute Abend einen Tisch reserviert haben.
Auf dem Rückweg zum Auto gehen wir noch zum Woermann Haus und finden in einer der Gassen eine große Buchhandlung, in der es auch viele deutsche Bücher gibt. Chris kauft spontan ein Vogel- und ein Säugetierbestimmungsbuch auf Deutsch.
Dann fahren wir zum Orange House zurück. Nach einer Dusche fahren wir zum Abendessen ins Tug. Leider haben wir keinen Tisch am Fenster bekommen. Wir bestellen einen sehr leckeren Fisch. Nach dem Essen gehen wir noch ein paar Schritet zur nächtlichen Jetty, bevor wir zurück ins Orange House fahren.
SteelersThemenstarter315 Beiträge · seit 201025. Aug. 2011 · #39
Weiter geht es mit dem nächsten Teil. Auch heute sind es wieder einige Bilder, allerdings ist an der Menge der Robben-Bilder Chris schuld. 🙂
Freitag, 29.04.2011
Der Wecker klingelt heute erst um 6.15 Uhr. Um 7 Uhr sind wir beim Frühstück und um 7.45 Uhr verlassen wir das Orange House. Die Unterkunft hat uns sehr gut gefallen. Die Zimmer waren sauber und großzügig, v.a. das Badezimmer war riesig. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war sehr gut. Wir können diese Unterkunft uneingeschränkt weiterempfehlen. Am Geldautomaten beim Super Spar wollen wir noch kurz Geld holen. Es stellt sich heraus, dass der erste Automat kein Geld mehr hat und der Zweite nicht funktioniert. Wir finden eine andere Bank samt Wachmann und holen Geld. Dann geht es raus aus Swakopmund Richtung Cape Cross. Unser erster Stopp ist am Wrack der „Zeila of Hangana“. Das Schiff ist am 25.08.2008 vor der namibischen Küste auf Grund gelaufen. Der ausrangierte Fischtrawler war auf dem Weg nach Indien als das Schleppseil riss. Da eine Bergung des Wracks zu teuer ist, hat man entschieden das Wrack als Touristenattraktion an der Küste liegen zu lassen.
Da lt. unseren Reiseführern Cape Cross erst um 10 Uhr öffnet, haben wir uns ausreichend Zeit gelassen. Die Fahrt entlang der Salzstraße ist recht eintönig. Links und rechts der Straße ist meist nichts als grober Sand.
In Cape Cross angekommen besagt das Schild am Eingang, dass bereits ab 8 Uhr geöffnet ist. 😠 Wir kaufen unser Permit und fahren bis zur Robbenkolonie. Beim Öffnen der Autotüre wird man beinahe vom Gestank erschlagen. 🤢 Nun gut, 100.000 Pelzrobben verbreiten eben einen ziemlichen Gestank. Ich hoffe, ich gewöhne mich daran, denn Chris ist hier nicht so schnell wegzubekommen. Die Anzahl der Robben ist beeindruckend. Man weiß überhaupt nicht, was man zuerst fotografieren soll.
Nach einer halben Stunde hat man sich auch fast an den Gestank gewöhnt. 🤨 Nach knapp einer Stunde kann ich Chris dazu bewegen widerwillig die Weiterfahrt anzutreten. Wir halten noch kurz an der Straße um einige der Salzsteine anzuschauen. Dann fahren wir zurück bis kurz vor Henties Bay und biegen dort auf die C35 Richtung Uis ab. Die nun kommende Strecke ist alles andere als abwechslungsreich. Kilometerlang kommt links nichts und rechts ebenfalls nichts. Da kann man noch nicht einmal ein Bild machen. 😐 Nach ca. 30 km erscheint auf der linken Seite ein flacher Hügel – welch eine Sensation. Dann gibt es plötzlich ein paar Grashalme und schon gibt es wieder einige Springböcke. Nach weiteren 30 km tauchen am Horizont ein paar Berge auf.
Kurz vor Uis kommen wir an ein schönes Trockenflussbett mit viel Sand. Wir legen einen kurzen Zwischenstopp zum Tanken ein. Nach Uis wird die Landschaft völlig anders. Es gibt wieder Bäume, Sträucher und viel Gras. Zudem hat man einen tollen Blick auf den Brandberg. Hier müsste es Tiere ohne Ende geben, aber leider erspähen wir keine. Als ich dann doch mal einen Vogel entdecke verjagt Chris ihn mit seinem rieseigen Teleobjektiv, bevor wir ihn näher betrachten können. 😐 Die Landschaft ist nun sehr schön und abwechslungsreich. Und v.a. auch unglaublich grün. Gräser so weit das Auge reicht. Ab und zu kreuzen ein paar Rinder oder Ziegen die Straße. Autos sind keine zu sehen.
Je näher wir Twyfelfontein kommen umso bergiger wird die Landschaft.
Ca. 30 km vor Twyfelfontein kommen uns plötzlich jede Menge Autos entgegen. Erst sieht man 3 Stunden keines und dann 10 Stück in 10 Minuten... Hoffentlich ist da nicht überall die Hölle los. 😮 In der Lodge angekommen wird das Zimmer bezogen und dann geht es mit dem Foto wieder los. Auf dem Weg zum Zimmer haben wir überall Eidechsen und Felsratten gesehen.
Die Echsen mit dem gelben Kopf sind die Weibchen, die mit dem orangenen Kopf die Männchen. Die Felsratten finden wir auch sehr süß.
Das Restaurant ist sehr nett und nicht zu groß. Wir haben einen sehr schönen Tisch am „Fenster“, das aus einem Netz gegen Insekten besteht. Das Buffet bietet eine große Auswahl und ist sehr gut. Hier sehen wir auch unseren ersten Eland auf unserer Reise. 😄
Nach dem Essen gehen wir zur Bar um noch ein Savannah zu trinken. Ein Gewitter zieht auf und bringt einigen Regen mit sich. Da wir auf dem Weg zu unserem Zimmer nicht nass werden wollen, bestellen wir noch ein Savannah und blicken hinaus in das Gewitter. Das ein oder andere Savannah später hat der Regen dann aufgehört und wir können zurück in unser Zimmer. Die Bar war aber wirklich auch urgemütlich. 😗 Da wir nur eine Übernachtung gebucht haben, müssen wir Morgen schon wieder weiter, nicht jedoch ohne bei der Lodge einen Ausflug zu den Felsmalereien und –gravuren, den Orgelpfeifen und dem verbrannten Berg gebucht zu haben. Erste Gravuren gibt es schon auf dem Gelände der Lodge.
Vor unserer Reise haben wir sehr unterschiedliche Bewertungen zu dieser Lodge gelesen. Wir sind jedoch sehr positiv überrascht. Die Zimmer sind rustikal und einfach gehalten, bieten aber ausreichend Platz und haben einen Ventilator. Für uns war das völlig ausreichend.
Das Gelände und das Hauptgebäude waren sehr schon angelegt und in die Landschaft integriert.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut. Wir würden wieder hier übernachten.
Gefahrene Strecke: 436 km, davon 178 km Salzstraße und 258 km Gravel Pad
Hallo Daniela, habe gerade heute Morgen angefangen deinen Bericht zu lesen und bin echt begeistert!! Prima, dass ihr so viele Fotos hochgeladen habt!!! 🤪 Habe beim Lesen ein Käffchen geschlürft und muss jetzt auch auf die Pad, äh Straße... 😄 Freue mich auf weitere Tage! Liebe Grüße Kiwi