Reisebericht Uganda 2012

Reisebericht 205 Antworten · 54,2k Aufrufe · gestartet 07. März 2013 von AfricaDirect
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200728. März 2013 · #101
chris p schrieb:Hallo Nicole,

auch ich finde Deine Löwenbilder mehr als gelungen, manchmal muss man Glück haben und dann noch so tolles Licht dabei.
Dein Bericht macht uns immer mehr Lust auf Uganda, von uns aus könnte es losgehen, aber wir haben immer noch 118 Tage.
Wie habt Ihr es eigentlich mit dem Bezahlen der diversen Eintritte und sonstigem gemacht, alles in Uganda Schilling, US$ oder Euro ? Was macht am meisten Sinn ?

Gruss
Christian
Hallo Christian,

Glück gehört immer dazu, aber man muss einfach offen sein, auch für die kleinen Dinge. Ihr könnt Euch auf jeden Fall auf Uganda freuen. Ich würde eher gestern als heute noch einmal zurückkehren.

Wir haben die Eintritte immer bar, den Eintritt für uns meist in US$ und die Gebühren fürs Auto in Uganda Schilling bezahlt. Euro haben wir nie verwendet.
Ansonsten haben wir eigentlich fast immer mit Schilling bezahlt, die wir an den ATM in den Städten geholt haben. Das war fast immer möglich, nur in Kisoro waren die Geldautomaten leer 🙁 Man sollte also immer mal damit rechnen und ausreichend Bargeld haben. Die größten Barabhebungen waren bei uns bei der Barclays möglich.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200728. März 2013 · #102
und weiter geht es:

Nach dem leckeren Lunch machen wir uns auf den Weg zur Mweya Safari Lodge, trinken dort auf der schönen Terrasse noch etwas, bestaunen die vielen Vögel und tanken anschließend noch, nachdem wir in der Lodge für das Benzin bezahlt haben. Dann geht es zum Jetty, wo unsere Bootstour startet.


Ein brauner Vogel? Vielleicht kann jemand helfen 😗

Um 16.15 Uhr startet die „Sun Bird“ mit uns und sieben anderen Personen. Im Unterschied zur Nilfahrt haben wir hier ein sehr viel kleineres Boot. Das hat den großen Vorteil, dass man wesentlich tiefer sitzt und den großen Nachteil, dass das Boot wesentlich instabiler ist und sehr viel mehr schwankt, wenn sich jemand bewegt.


Und los geht’s

Wir sehen sehr viele Vögel, Hippos, Elefanten und Büffel.


Eine Hippo-Mama mit Nachwuchs

Ein Haubenzwergfischer posierte für uns, damit jeder schöne Fotos bekommen konnte.


Malachite Kingfisher – Haubenzwergfischer











Markus legt seine Videokamera beiseite, nimmt meine zweite Kamera und entdeckt den Spass am Fotografieren. Einige der Fotos vom Haubenzwergfischer sind also auch von ihm. 🙂
Graufischer finden sich in Massen am Ufer und auf Beute wartend über dem Kanal. Diese große Anzahl haben wir noch nie so in Afrika gesehen.


Pied Kingfisher - Graufischer






Yellow-billed Stork – Nimmersatt bei der Futtersuche


Squacco Heron – Rallenreiher


African Fish Eagle – Schreiseeadler


Und wieder mein Lieblingstier - von Markus super eingefangen


Leben am Fluss – Das Fischerdorf liegt mitten im Nationalpark

Es gibt in der Nähe der Mündung in den Lake Edward ein Fischerdorf, dass mitten im Nationalpark liegt. Die Menschen dürfen dort leben, da das Dorf natürlich schon vor dem Nationalpark existierte, aber unser sehr kundiger Guide (leider habe ich den Namen vergessen) erzählte uns, dass sie auf Fischfang, aber nicht auf die Jagd gehen dürfen. Falls sie Vieh an Wildtiere (z.B. Löwen oder Hyänen) verlieren dürfen sie diese nicht jagen. Aber das ist natürlich nur die offizielle Version. Der Guide erzählt, dass hier auch schon ein paar Mal Löwen an vergifteten Ködern gestorben sind. Ich finde das sehr schwierig, denn die Menschen leben hier schon sehr lang und dürfen eigentlich ihr traditionelles Leben nicht mehr führen. Das hat für uns ersichtliche Gründe, ob diese für die lokale Bevölkerung nachvollziehbar ist, ist halt die Frage.
Unser Guide entdeckt sogar ein Löwenrudel, weit entfernt oben am Ufer, aber sehr nah am Dorf. Und dann sehen wir zwei Männer aus dem Dorf, die zu Fuss 😊 in Richtung der Löwen gehen, um sie zu verjagen.


Lake Edward






Die Mweya Safari Lodge

Um 18.15 Uhr sind wir wieder zurück am Jetty und fahren zügig Richtung Gate, denn das Katunguru Gate schließt um 19.00 Uhr. Es gibt auf dem Weg aber auch nicht viel zu sehen, so dass wir schon um 18.45 Uhr das Gate erreichen, ohne zu schnell zu fahren.
Zurück in der Lodge gibt es wieder nette Gespräche, z.B. mit einem britischen Assistenzarzt, der in einem ugandischen Krankenhaus 3 Monate Hilfsarbeit leistet. Ein leckeres Dinner folgt und dann geht es früh ins Bett, denn morgen geht es wieder früh raus.
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
672 Beiträge · seit 201129. März 2013 · #103
Hallo Nicole,

ich muss mich mal kurz den Vorschreibern anschließen 🙂 : Ganz tolle Aufnahmen, insbesondere von den Hippos (kann man so ein Babyhippo eigentlich bei sich zuhause im Teich auf der Terasse halten 😗 😎 ? ) und den beiden Kingfishern (mein Favorit ist ja das Foto, wo sich der kleine Kingfisher schüttelt und die Tropfen fliegen - toll eingefangen 🙂 ).

Bin gespannt, wie es weiter geht 🙂 !

Liebe Grüße
Steffi
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zuletzt bearbeitet 29. März 2013
2'097 Beiträge · seit 200629. März 2013 · #104
Hallo Nicole,

vielen Dank für deinen Reisebericht. Für uns ist er besonders interessant, weil wir Uganda gar nicht kennen. Du hast ganz tolle Fotos gemacht. Die Löwen im Morgenlicht sind super. Aber auch die vielen Vögel hast du toll erwischt. Die Vogel-App fürs Smartphone können wir übrigens auch sehr empfehlen. Ruths größtes Hobby war schon immer, sämtliche entdeckten Tiere in irgendwelchen Bestimmungsbüchern anzukreuzen. Und da ist die Tracking-Funktion natürlich perfekt. Außerdem sind von vielen Vögeln auch die Rufe integriert, über die man sich mit den Piepmätzen "unterhalten" kann. Das macht viel Spaß und hilft manchmal auch bei der Bestimmung.

Freuen uns auf die Fortsetzung.
Viele Grüße,
Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
42 Beiträge · seit 201329. März 2013 · #105
Hallo Nicole

Auch von mir ein herzliches Dankeschön für den tollen Bericht mit den Super Fotos. Da werde ich mich sehr anstrengen müssen, um das nachzumachen. Womit habt ihr fotografiert, vor allem mit welchen Brennweiten mit oder ohne Stativ? Zu den Löwenfotos habe ich noch eine Frage oder Anregung. Wäre es möglich gewesen, die Blendenzahl zu erhöhen ohne Verwacklungsunschärfe zu riskieren (Verschlusszeit ~ 1/Brennweite)? Damit wäre es vielleicht gelungen, die Tiefenschärfe zu erweitern, um alle Tiere scharf abzubilden.
Zu der Sprache des Guide ist mir etwas aufgefallen. Hat er wirklich Swahili gesprochen und nicht Luganda? Nach Wikipedia ist Swahili erst seit 2005 Amtssprache neben Englisch und wird von den Menschen meist nicht gesprochen.
Das Problem der Einheimischen mit ihren Nationalparks gibt es wohl auch in anderen Ländern, z.B. Tansania. Wenn man sich mit der Serengeti beschäftigt, kommt dieses Thema immer wieder auf. Das gilt wohl auch für Ziwa Rhino, wenn man die Dokumentation genauer liest, klingt aber auch in den anderen Reiseberichten an.
836 Beiträge · seit 201229. März 2013 · #106
Hallo Nicole,

vielen lieben Dank für diesen wieder mal wunderbaren Beitrag und die suuuupertollen Aufnahmen 😘
Ich brauche wohl nicht erwähnen, das bei den kleinen Löwen sofort der Mädchenmodus ansprang 😊 neee wat süüüüßßßß. Ich bin immer noch total hin und weg von den schönen Bildern mit den tollen Farben. Den "Graufischer-Salat" find ich auch klasse 😄

Danke dafür
Daumenhoch.gif

Liebe Grüße
Claudia
www.claxontour.de **************** Namibia/Botswana 2011 Schokoladenwettessen Namibia/SA 2012 Hoffentlich ist die Katzenklappe zu Namibia 2014 Ein bisschen Westen Norden und Caprivi Namibia 2015 Eine fast normale Tour
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200729. März 2013 · #107
Hallo,

vielen Dank für die netten Kommentare.

@Steffi

Ich hätte auch gerne eine Hippo im Garten 😘 , aber ich glaube, dafür ist er zu klein, der Zaun zu niedrig und zu dünn und der Teich definitiv unterdimensioniert. Ausserdem wäre das Rausgehen dann etwas gefährlicher als bisher (das Baby wird ja leider auch mal größer 😗 ), die Terrasse würde für alle ein wenig eng und unser 10kg Hund wäre wahrscheinlich schon plattgewalzt oder mit den rasierscharfen großen Zähnen aufgespiesst. 🙁
Also doch lieber wieder ein weitere Grund, um nach Afrika zu fahren und sie sich in ihrem schönen Lebensraum anzuschauen 😗

@Eulenmuckel
Ich finde die App auch total super. Weniger zur Bestimmung als mehr, um Buch zu führen, was man alles so gesehen hat. Ich habe das früher auch immer in die Bestimmungsbücher reingeschrieben (welches Jahr und wo), aber irgendwann reicht der Platz dann nicht mehr. Und dafür ein neues Buch anschaffen, ist ja auch nicht wirklich der Sinn. Und die App ist da schon echt klasse. Und die Vogelstimmen machen auch Spaß, da hast Du recht.
Den Trick mit der Wasserschale habe ich bisher noch nie gesehen, das werde ich auch einmal probieren im nächsten Urlaub. Mal sehen, ob uns die Vögel dann auch so wohlgesonnen sind und mal vorbeischauen 😉

@fermoll
Vielen Dank für das Kompliment. Grundsätzlich kommt es weniger auf das Equipment, sondern mehr auf das Glück und das was man daraus macht an (siehe Eulenmuckel's Bericht mit den super Fotos). Ich bin nicht der große Stativfreund, ich gebe es zu 😊 , obwohl es besser wäre . Im Auto nutze ich normalerweise einen Bohnensack oder aber "Rohrisolierung", die ich aus Deutschland mitnehme und zurecht schneide. Die ist leicht zu transportieren und schnell über die Fenster zu stülpen. Echt praktisch. Nur wenn ich mit dem großen 300er unterwegs bin, nutze ich auch schon mal ein Einbeinstativ, da es schon recht schwer ist. So sind z.B. auch die Eisvogelbilder entstanden. Aber kurzzeitig geht auch das freihand. Im großen und ganzen bin ich eher freihand unterwegs, da man damit am flexibelsten ist.
Brennweiten habe ich von 12mm bis 400 mm, der größte Teil Zoomobjektive und eine Festbrennweite.
Bezüglich der Sprache bin ich mir sicher, dass es Swahili gewesen ist, denn wir haben uns anschließend noch mit Robert über die verschiedenen Sprachen unterhalten und ihn gefragt, in welcher Sprache er mit dem Fahrer gesprochen hat.

Schöne Grüße und frohe Ostertage an alle,

Nicole
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Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200729. März 2013 · #108
Clax schrieb:Hallo Nicole,

vielen lieben Dank für diesen wieder mal wunderbaren Beitrag und die suuuupertollen Aufnahmen 😘
Danke 😊
Clax schrieb:Ich brauche wohl nicht erwähnen, das bei den kleinen Löwen sofort der Mädchenmodus ansprang 😊 neee wat süüüüßßßß.
Ja, da sind wir Frauen wahrscheinlich alle gleich, oder? Die waren aber auch echt süß 🙂
Clax schrieb:Ich bin immer noch total hin und weg von den schönen Bildern mit den tollen Farben. Den "Graufischer-Salat" find ich auch klasse 😄
Danke dafür
Daumenhoch.gif

Liebe Grüße
Claudia
Die Farben waren halt so, da lohnt sich dann doch das frühe Aufstehen im Urlaub 😎 . Etwas später wird das Licht dann schon viel härter. Die Graufischer am Kazinga Channel haben mich wirklich total fasziniert. Man sieht sie ja schon sehr oft in Afrika, aber meistens nur einzeln oder mal zu zweit. Hier waren es fast Massen, überall am Ufer (wo sie auch gebrütet haben) und auf den Sträuchern und Büschen. Es war echt beeindruckend. Man wusste gar nicht, wo man die Kamera zuerst hin richten sollte.

Liebe Grüße und frohe Ostertage,

Nicole
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zuletzt bearbeitet 29. März 2013
2'779 Beiträge · seit 200729. März 2013 · #109
hallo Nicole
Ganz grosses Lob für die gelungenen Fotos, die Löwen, die Vögel, die Wolken, wunderschön.

Es freute mich besonders die leo puppies der Kasenyi Plains wiederzusehen. Im August waren sie nur grad wenige Wochen alt und die Mütter sehr scheu und beschützend, wir haben sie nur von weit gesehen. Ich erkenne aber die eine enorm kräftig gebaute Löwin mit dem Halsband. Es muss sich um dasselbe Rudel handel. Bin richtig glücklich zu sehen wie gross die Kleinen geworden sind.

@ Ferdi: viele guides sprechen swahili in Uganda, ich weiss nicht ob es daran liegt dass sie aus Kenya oder Tanzania nach Uganda kommen um zu arbeiten, aber ich konnte mich vorallem im südlichen Teil des Landes auf swahili erstaunlich gut verständigen (vor 25 Jahren lebte ich in Kenya und etwas von der Sprache ist noch immer hängengeblieben)

Frohe Ostern allerseits!
leona
Gruss Leona
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200729. März 2013 · #110
Hallo Leona,

wie auf den Bildern zu sehen, sahen die Cubs sehr gut aus und auch die Mütter waren in einem sehr guten Zustand. Sie scheinen recht erfolgreiche Jägerinnen zu sein, denn alle Mäuler wurden wohl ausreichend versorgt.

Liebe Grüße ans andere Ende der Welt und Frohe Ostern auch für Euch,

Nicole
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Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200730. März 2013 · #111
28. Oktober

Heute ist mein Geburtstag und ich habe natürlich, wie jeder an seinem Geburtstag, ein paar Wünsche 😉 : Leoparden, baumkletternde Löwen, Schuhschnabel (ist ja nicht so viel, oder?) 😗 . Ok, den Schuhschnabel-Wunsch hat mir Robert ja gestern schon ausgeredet. So bleiben noch die Katzen (und viele Vögel) 🤪 .
Um 5.00 Uhr klingelt der Wecker und wir fahren los. Auf dem Weg zur Teerstrasse kommt plötzlich ein Hippo aus dem Gebüsch und wir lassen ihm natürlich höflich den Vortritt. Leider geht es Markus heute nicht so gut, vielleicht liegt es an der Malarone, obwohl er sie sonst sehr gut vertragen hat. Das hatten wir uns natürlich am heutigen Tag anders vorgestellt.
Wir fahren wieder in die Kasanyi Plains, aber es ist heute morgen sehr ruhig. Sogar die Kobs sind nicht zu sehen und die Landschaft scheint wie ausgestorben.


Three-banded Plover - Dreibandregenpfeifer


Grey-crowned Crane - Kronenkranich

Um 8.00 Uhr entdecken wir zwei der drei Löwinnen von gestern mit den älteren Cubs. Die Jungen spielen auf und um einen Termitenhügel Fangen. Leider ist es etwas weiter weg, aber es macht total Spaß ihnen beim Spielen zuzuschauen.











Ein schönes Geburtstagsgeschenk! 🤪 Nachdem sich immer mehr Autos versammeln und die Löwen sich weiter entfernen fahren wir weiter. Wir fahren noch den Kasenyi Loop, doch es bleibt sehr ruhig. Also machen wir uns langsam auf den Rückweg zur Lodge.


Auf der Rückfahrt sehen wir noch eine Kob-Dame mit Nachwuchs

In der Lodge gibt es noch ein leckeres Frühstück und anschließend machen wir uns um 10.30 Uhr auf den Weg Richtung Ishasha.

Fazit Queen Elizabeth Bush Lodge:

Dieses Camp würden wir jederzeit wieder besuchen, auch wenn bei uns durch die größere Gruppe die Atmosphäre ein bisschen gelitten hat. Die Zimmer sind einfach, aber ausreichend groß, alles ist super sauber. Die Terrassen haben eine schöne Aussicht, vor allem die Zelte, die zum Kazinga Channel ausgerichtet sind. Das Duschwasser war nicht ganz heiß, zugegeben, aber dass hat dem Vergnügen keinen Abbruch getan. Die Toiletten sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber absolut geruchsfrei. Die Lage des Camps ist gut, da man recht schnell im Park ist.


Die Strecke nach Ishasha ist ganz gut zu befahren, da es trocken ist.


Wir sehen aber auch die alten Brücken, die beim letzten großen Regen zerstört wurden.


Und so sehen die neuen Brücken aus

Wir sehen einige Vögel am Wegesrand, aber ansonsten ist es sehr ruhig. Wir kommen schon kurz vor 13.00 Uhr am Gate an, zeigen unsere Permit und fahren in den Ishasha Teil des QENP.





Um 13.30 Uhr erreichen wir das Ishasha Wilderness Camp an, das wunderschön direkt am Fluss liegt. Wir werden freundlich in Empfang genommen und zu unserem Zelt geführt.




Das schöne Badezimmer

Das Zelt ist wunderschön und die Terrasse ist fast direkt am Fluss (ich glaube, bei Hochwasser möchte ich hier nicht unbedingt stehen 😕 ).
Im Badezimmer entdecke ich im Waschbecken eine kleine Eidechse, die sich im Siphon verfangen hat. Es ist nur noch der Schwanz und die Hinterfüße zu sehen und die Arme steckt fest. Da wir Angst haben, sie zu verletzen, laufe ich zum Hauptgebäude und versuche, jemanden kompetentes zu finden, der uns mit der Eidechse helfen können. Ein junger Mann kommt mit mir und versucht vorsichtig mit dem Handtuch, die Eidechse herauszuziehen. Leider ohne Erfolg, da das arme Reptil aus lauter Not seinen Schwanz abwirft 🙁
Dies ist der Moment, in dem ich entscheide, dass ich nicht länger zusehen mag bei der Rettung der Eidechse. Der junge Mann verspricht, vorsichtig zu sein und den Siphon auszubauen. Naja, ich wünsche der Eidechse viel Glück und hoffe, sie kann relativ unversehrt des Weges ziehen. Wir gehen und genießen (relativ, immer mit den Gedanken bei der Eidechse 😊 ) einen leckeren Lunch mit Blick auf den Fluss. Und unterhalten uns mit einem englischen Pärchen älteren Semesters, dass die Runde durch Uganda andersherum fährt. Sie haben uns vorgeschwärmt von der Kanutour über den Lake Mutanda und die anschließende Wanderung über Nkuringo nach Buhoma. Klingt echt toll, naja, vielleicht das nächste Mal. Markus ist ja eher der Fahrer denn der Wanderer, aber vielleicht kann ich ihn nach diesem Urlaub auch dafür begeistern. 😉
Inzwischen kommt der junge Mann an unseren Tisch und erzählt uns, dass er die Eidechse gerettet hat und sie am Fluss wieder ausgesetzt hat. Außer dem verlorenen Schwanz soll sie aber unverletzt gewesen sein. Wir wollen ihm das unbedingt glauben. 😊
Nach dem Lunch duschen wir noch schnell und wollen uns dann auf die Suche nach den Baumlöwen begeben. Nachdem wir sie ja in Tansania im Lake Manyara Nationalpark verpasst haben, wäre es doch wirklich ein schönes Geburtstagsgeschenk, sie hier zu finden 😉


Yellow-throated Longclaw - Gelbkehlpieper

Wir fahren los und fahren vom Wilderness Camp auf dem Northern Loop Richtung Ishasha Camp. Und, wer kommt uns entgegen? Die wohlbekannten Kleinbusse. Wir grüßen freundlich, tauschen kurz aus, dass niemand etwas Besonderes gesehen hat und fahren aneinander vorbei. Wir sehen außer ein paar Büffeln, Topi’s und den üblichen Verdächtigen nichts.




Büffel mit frischer Schlammpackung


Eine hübsche Kob-Dame

Richtung Süden halten wir natürlich besonders nach den Löwen Ausschau, am besten auf den Bäumen, aber wir würden sie auch auf dem Boden nehmen 😗 . Aber ... nichts, keine Löwen in Sicht. 🙁
Die Landschaft hier unten ist sehr schön, die Savanne immer Vordergrund und die Berge im Hintergrund.



Die Strassen Richtung Süden sind sehr schlammig, so dass wir uns das heute ersparen, denn es ist schon relativ spät. So machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Camp.
Kurz vor dem Abendessen fängt es an zu regnen wie aus Kübeln. Zum Glück gibt es einen Regenschirm im Zimmer, der jetzt zum Einsatz kommt. Um 19.30 Uhr genießen wir ein sehr leckeres Dinner, während es weiter draußen regnet.



Und dann gibt einen Geburtstagskuchen mit Ständchen für mich, von der kompletten Belegschaft der Lodge. Es gibt wirklich schlimmere Arten seinen Geburtstag zu feiern.



Wir verteilen den Kuchen und gehen dann früh ins Bett. Markus geht es leider immer noch nicht besser. Wir beschließen, die Malarone von abends auf morgens umzustellen. Vielleicht hilft es ja, da Markus sonst nie Probleme gehabt hat.
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
1'249 Beiträge · seit 201204. Apr. 2013 · #112
Liebe Nicole,
nach meinem Kurzurlaub habe ich nun ganz schnell Deinen tollen Bericht nachgelesen, der wirklich sehr viel Lust auf dieses Land macht! Tolle Erlebnisse habt Ihr da gehabt und die Bilder sind wunderschön! Ganz besonders gefallen mir die Löwenbilder.
Vielen Dank für die Mühe und dass Du uns an Euren Erlebnissen teilhaben lässt!
Liebe Grüße, Alexa
Meine Reiseberichte: Südafrika 2011 Südafrika 2012 Botswana/Südafrika 2013 Südafrika 2014 Südafrika/Botswana 2014 Südafrika 2015 FACEBOOK
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200704. Apr. 2013 · #113
Hallo Alexa,

schön, dass Du nach Deinem Urlaub noch einmal vorbei geschaut hast. Ist ja schon ein eher ungewöhnliches Land hier, aber vielleicht können die diversen Uganda-Berichte manch einem dieses Land ein bisschen schmackhaft machen.

Manchmal vergisst man so einiges und es wird einem erst durch den Reisebericht wieder klar, was man so an schönen Dingen gesehen und erlebt hat. Es gibt ja noch ein paar Tage, die wir unterwegs waren. Und natürlich ein absoluter Höhepunkt, das Gorilla-Tracking.

Bis dahin schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
2'261 Beiträge · seit 201104. Apr. 2013 · #114
Hammer, Klasse, wat´n schönes Geburtstagsgeschenk. 😄
Deine Fotos sind echt eine Inspiration und Freude anzuschauen.

Auf das Gorillatrecking bin ich mehr als gespannt. Freu, freu

LG Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200704. Apr. 2013 · #115
Hallo Guggu,

schön, dass Du immer noch dabei bist. Vor dem Gorilla-Tracking kommt noch ein "harter" Tag, aber die Gorillas waren schon echt klasse.

Es kommen noch ein paar Bilder in den nächsten Tagen, mal schauen, wann ich dazu komme. Allerdings wird das natürlich jetzt immer schwieriger, denn man MUSS ja auch den anderen Reisebericht folgen 😉 und dann bleibt der eigene natürlich auf der Strecke 😗 .

Liebe Grüße und schönen Abend noch,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
6'369 Beiträge · seit 201105. Apr. 2013 · #116
Hoi Nicole

Jetzt aber echt mal...zagra!!!
In nur 5 Monaten und 3 Wochen und 2 Tagen geht mein Flieger nach Kigali, ich muss bis dahin wissen wie man einen Gorilla trackt!!!
Schafst Du das noch, trotz diesem Termindruck? 😈 😗 😎

Nicht dass ich hetzen möchte....nein, möchten tu ich nicht, ich muss!!!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2013
2'097 Beiträge · seit 200605. Apr. 2013 · #117
Hallo Nicole,

seinen Geburtstag in Afrika zu feiern, ist bestimmt toll. Wird bei uns aber wahrscheinlich vorerst nicht klappen.
Am besten hat uns der verkrustete Büffel gefallen. Dass er überhaupt noch etwas sehen kann durch den getrockneten Schlamm.

Freuen uns auch schon auf die Gorillas.

Liebe Grüße,
Uwe und Ruth
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200705. Apr. 2013 · #118
picco schrieb:Hoi Nicole

Jetzt aber echt mal...zagra!!!
In nur 5 Monaten und 3 Wochen und 2 Tagen geht mein Flieger nach Kigali, ich muss bis dahin wissen wie man einen Gorilla trackt!!!
Kann das natürlich nur für Uganda sagen, aber dort trackt man die Gorillas folgendermaßen:
Man fahre (oder werde gefahren) zum Tracking-Hauptquartier der zu besuchenden Gorilla-Gruppe und höre aufmerksam dem Briefing zu, damit man weiß, wie man sich verhalten soll. Nach dem Briefing fahre (bzw. werde gefahren) man zum Tracking-Startpunkt, je nach Gruppe ein anderer Ort als das Hauptquartier. Dort steigt man aus, packt seinen Gehstock (hat uns super Dienste geleistest 😉 ), ziehe die Gamaschen an und packe ausreichend Wasser ein (Minimum 2 Liter pro Person). Dann nimmt man sich möglichst einen "Porter" (Unterstützung der lokalen Bevölkerung, denn sie bekommen direkt ihr Geld von dem, dessen Sachen sie tragen) und läuft los mit den Guides. Diesen immer schön brav folgen, denn sie zeigen einem den besten Weg und warnen auch vor Ameisen oder Baumstämmen. Dann muss man nur noch rutschen, weich im Schlamm und Matsch fallen, über Baumstämme klettern, in tiefe Löcher treten, die durch die dichte Vegetation nicht sichtbar sind (danke an die Waldelefanten 😉 ), die Kamera immer schön hochhalten, auf Dornen aufpassen, bergauf und bergab klettern (das Adrenalin wegen der Gorillas hält einen auf jeden Fall am Laufen 😗 ), nebenher noch Fotos bzw. Videos machen und anschließend auf dem Rückweg wundern, wie man den Berg auf dem Hinweg geschafft hat (ging uns untrainierten zumindest am Ende so).

Fazit: Es ist ein unvergleichliches Erlebnis, von dem ich keine Sekunde missen und es jederzeit wiederholen möchte. Freu Dich einfach darauf und genieß es in vollen Zügen.
picco schrieb:Schafst Du das noch, trotz diesem Termindruck? 😈 😗 😎

Nicht dass ich hetzen möchte....nein, möchten tu ich nicht, ich muss!!!
Naja, in 5 Monaten 3 Wochen und 2 Tagen sollte ich wohl fertig sein. Erstens sind es bis zum Tracking nur noch 1 Tag und zweitens soll der Bericht vor meinem nächsten Urlaub beendet sein (und der ist keine 5 Monate mehr entfernt 😛 )

Liebe Grüße in die Schweiz,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 07. Apr. 2013
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200705. Apr. 2013 · #119
Eulenmuckel schrieb:Hallo Nicole,

seinen Geburtstag in Afrika zu feiern, ist bestimmt toll. Wird bei uns aber wahrscheinlich vorerst nicht klappen.
Am besten hat uns der verkrustete Büffel gefallen. Dass er überhaupt noch etwas sehen kann durch den getrockneten Schlamm.

Freuen uns auch schon auf die Gorillas.

Liebe Grüße,
Uwe und Ruth
Hallo Ihr beiden,

ja, es war ein schöner Geburtstag, auch wenn mir die "baumkletternden" Löwen und der Leopard verwehrt blieben. Allein die schöne Landschaft war schon Geburtstagsgeschenk genug.

Die Büffel sahen echt verkrustet aus, aber dafür hat das Fell wohl nicht mehr so gejuckt. Da nimmt man vielleicht die Einschränkungen im Gesichtsfeld in Kauf 😉

Schöne Grüße und immer schön an Eurem Bericht weiter schreiben,

Nicole
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42 Beiträge · seit 201306. Apr. 2013 · #120
Ich habe mit großem Interesse von den Baumlöwen in verschiedenen Berichten gelesen. Danach habe ich Bücher und die Homepage von Fritz Pölking nachgelesen, der ein Lepardenweibchen und ihre Jungen in der Masai Mara über mehrere Jahre beobachtet hat. Danach ist m.M. ein gemeinsames Vorkommen von Löwen und Leoparden nicht zu erwarten, wenn Löwen auf Bäume steigen.
zuletzt bearbeitet 06. Apr. 2013